Drei italienische Lustspiele aus der Zeit der Renaissance

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Drei italienische Lustspiele aus der Zeit der Renaissance

man eine Galeere ausrüsten. Ich werde leicht in aller Gemächlichkeit

inzwischen die Schlacht liefern, die ich Crisobolo

geschworen, nachdem ich die größere Festung erobert, ehe die

Feinde ihre Artillerie aufgestellt haben, um die letzte Bergfeste

zu sprengen, die mir noch zu schaffen machte, die Börse dieses

zähen Alten. Denn wenn mir's glückt, wie ich hoffe, die Feinde

vernichtet, besiegt und ausgetilgt zu haben, werde ich den Ruhm

allein davontragen. Ich will nun an diese Tür klopfen und die

ahnungslosen

Haus)

Wachen überrumpeln. {Klopft an Crisobolos

MARSO {erscheint auf der Schwelle) . Wer

ist's ?

FULCIO. Melde dem Crisobolo, ein Abgesandter des Herrn Bassa

habe ihm eine Botschaft zu bringen.

MARSO. Warum kommst du nicht herein ?

FULCIO. Sage ihm, er möge die Gnade haben, herauszukommen,

und daß ich wegen einer für ihn wichtigen Angelegenheit

hier sei.

{Marso ab)

4. SZENE

Fulcio. Crisobolo {aus dem Hause)

CRISOBOLO. Wer verlangt nach mir in dieser ungelegenen

Stunde ?

FULCIO. Wundre dich nicht und verzeihe, daß ich dich habe

herausbitten lassen, denn da ich dir sehr geheime Dinge zu

sagen habe, möchte ich nicht drinnen von Leuten gehört wer-

den, die es weiter sagen. Hier draußen kann ich mich besser

umsehen und fürchte nicht, daß ein Mensch mich hört, den

ich nicht sehe. Aber ziehen wir uns mehr in die Mitte der Straße

und sorge dafür, daß deine Leute drinnen bleiben.

CRISOBOLO {ins Haus rufend). Wartet drinnen, bis ich zurückkomme.

Nun sprich, was du zu sagen hast.

FULCIO. Zunächst habe ich dir Grüße zu überbringen von

Caridoro, dem Sohn des Bassa von Metellino, der bei der Freund-

schaft, die zwischen ihm und deinem Sohn besteht, dich sehr

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