Nr. 05 September/Oktober 2011 - GL VERLAGS GmbH

glverlag.de

Nr. 05 September/Oktober 2011 - GL VERLAGS GmbH

Im Blickpunkt

RECht: Arbeitsrechtliche Probleme

mit sozialen Netzwerken S. 54

StEuERN: Monatliche Freigrenze

bei Geschenkgutscheinen S. 56


GL&Lev kontakt

CONtROLLING: Vorsicht walten lassen

bei Liquiditätsengpässen S. 62

FINANZEN

Mehr

Sicherheit beim

online-Banking

Seite 58

DER StEuER-tIPP: Vorauszahlungen auf Krankenversicherungsbeiträge leisten und erheblich Steuern sparen Seite 60

GL&Lev special kontakt 03/09 05/11

53

© shutterstock


54

Facebook, Xing, Twitter & Co.:

Arbeitsrecht und Datenschutz

Im Blickpunkt Recht

GL&Lev kontakt 05/11

Von SÖREN RIEBENSTAHL

Ungefähr die Hälfte aller

Deutschen zwischen 12 und 40

Jahren sind Mitglied in mindestens

einer dieser populären Online-Communitys.

Soziale Netzwerke sind

„in“ und nehmen auch im Arbeitsverhältnis

an Bedeutung zu.

Sei es als mächtiges Marketinginstrument

(z. B. BMW bei Facebook mit

über 6 Mio. Anhängern) mit Mitarbeitern

als Markenbotschaftern oder als

Freunde-Suchmaschine. Sie können jedoch

auch zum arbeitsrechtlichen Problem werden,

wenn – vermeintlich privat und nicht

öffentlich – Negativnachrichten von Mitarbeitern

verbreitet werden oder Betriebsgeheimnisse

ausgetauscht werden. Die

rechtlichen Fragestellungen sind vielzählig,

weshalb hier nur auf ein paar Wesentliche

kurz eingegangen werden soll.

Direktionsrecht und

Pflichtmitgliedschaft?

Kann ein Arbeitgeber den Arbeitnehmer

anweisen, sich in einem solchen Netzwerk

anzumelden oder einen vorhandenen Account

betrieblich zu nutzen?

Die Anweisung, einen neuen Account für

die betriebliche Nutzung anzulegen oder

einen vom Arbeitgeber unterhaltenen Blog

mit Beiträgen zu pflegen, kann zum Bestandteil

der Leistungs- oder Nebenpflicht

gemacht werden und dementsprechend

als arbeitsvertragliche Vereinbarung gelten.

Da Gerichtsentscheidungen hierzu noch

fehlen, wird in der juristischen Literatur zur

Zeit eifrig und gegensätzlich diskutiert und

zwischen privat genutzten Netzwerken

(z.B. MeinVZ) und berufsorientierten Netzwerken

(z.B. XING) unterschieden. Die Anordnung,

aus dienstlichen Gründen einem

beruflich genutzten Netzwerk beizutreten,

ist ebenso anzuerkennen, wie eine arbeitsvertragliche

Vereinbarung zur Nutzung.

Ebenso kann der Arbeitgeber die Nutzung

Sören Riebenstahl

Fachanwalt für Arbeitsrecht

bei der Kanzlei Winter,

Jansen, Lamsfuß

eines seinerseits zur Verfügung gestellten

Accounts anordnen.

Schwieriger ist die Rechtslage allerdings

bei privaten Netzwerken, da der private und

außerdienstliche Bereich nicht reglementiert

werden kann. Umstritten ist deshalb, ob der

Arbeitgeber anordnen darf, einen vorhandenen

– privaten – Account betrieblich zu

nutzen, indem z.B. bei Facebook positive

Unternehmensdarstellung betrieben wird.

Dies würde die Interessen des Arbeitnehmers,

über seine personenbezogenen Daten

selbstbestimmt zu verfügen, beeinträchtigen.

Bei einem Arbeitgeberwechsel sind viele

Aspekte zu beachten. Angesichts der zum

Teil nicht geklärten Rechtslage empfiehlt es

sich, hierzu anwaltlichen Rat einzuholen.

Verhaltensregeln

1. Außerdienstliche Nutzung

Erhält der Arbeitgeber zufällig Kenntnis

davon, dass sich der Arbeitnehmer in nicht

akzeptabler Weise selbst darstellt, kann er

mit arbeitsrechtlichen Sanktionen reagieren,

wie auch sonst bei Extremfällen im privaten

Verhalten. Dies ist immer dann möglich,

wenn das außerdienstliche Verhalten das

Arbeitsverhältnis konkret beeinträchtigt.

Ebenso kann er unternehmensschädliche

Äußerungen sanktionieren und deren Unterlassen

verlangen (z.B. Bekanntgabe von

Interna).

2. Dienstliche Nutzung

Für die wirksam angeordnete oder vereinbarte

freiwillige, dienstliche Nutzung kann

der Arbeitgeber Verhaltensrichtlinien aufstellen.

Es geht hier z.B. um die einheitliche

und korrekte Darstellung von Unterneh-

mensname und –gegenstand, Sprachkodizies

oder Betriebsgeheimnisse. Verstöße

können gegebenenfalls mit einer Kündigung

sanktioniert werden. Die Unternehmen,

die sich in den genannten Netzwerken

präsentieren, sollten daher regelmäßig

nach Äußerungen über ihr Unternehmen

recherchieren.

Die Privatnutzung während der Arbeitszeit

orientiert sich nach der hierzu ergangenen

umfangreichen Rechtsprechung. Die

Privatnutzung kann untersagt werden. Ist

dies nicht der Fall oder die „normale“ Privatnutzung

erlaubt, muss jedoch die exzessive

Nutzung (über 1 Stunde täglich) nicht

toleriert werden. Der Arbeitnehmer verletzt

nämlich dadurch seine Arbeitspflicht.

Datenschutz - Bewerberinformationen

aus dem Internet

Die Recherche und Nutzung von Arbeitnehmerdaten

richtet sich nach dem Bundesdatenschutzgesetz.

Hiernach dürfen

Daten erhoben werden, soweit dies zur

Begründung, Durchführung und Beendigung

des Arbeitsverhältnisses erforderlich

ist. Nicht geregelt ist allerdings die Datenrecherche

über Suchmaschinen oder in sozialen

Netzwerken. Hier muss eine Relevanz

für das Arbeitsverhältnis vorhanden sein

(Fähigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen) und

das Arbeitnehmerinteresse darf nicht offensichtlich

überwiegen, was bei rein privaten

Netzwerken der Fall ist.

Die demnächst folgende Änderung des

BDSG enthält Regelungen, die eine Recherche

in sozialen Netzwerken (ohne Einwilligung)

untersagt, wenn es sich nicht um

Netzwerke handelt, die zur Darstellung der

beruflichen Qualifikation bestimmt sind. Allerdings

ist der Arbeitnehmer – z.B. in der

Stellenanzeige – auf die mögliche Datenerhebung

hinzuweisen.

Fazit

Das Web 2.0 und dessen unterschiedlichste

Nutzungsweisen verlangen nach klaren Regelungen

in Form von arbeitsvertraglichen

Klauseln und „Web Policies“ oder „Social

Media Guidelines“ (bzw. vergleichbaren

Werken mit deutschem Namen). Angesichts

der zum Teil nicht geklärten Rechtslage

empfiehlt es sich, hierzu anwaltlichen

Rat einzuholen.


Finanzen

Bankkundenkarten im Ausland – wenn der

Automat plötzlich kein Geld mehr herausgibt

In diesem Sommer standen und

stehen Reisende in Tokio, New

York, Moskau oder Buenos Aires

unverhofft ohne Bargeld da, wenn

sie mit ihrer Bankkundenkarte am

Automaten Geld abheben wollen.

Auch beim Bezahlen in Läden,

Restaurants oder Tankstellen kann

die Karte streiken. Was ist passiert?

Die Institute haben das Geldabheben

aus Sicherheitsgründen eingeschränkt

oder die Karten ausgetauscht.

Betrügereien an ausländischen

Geldautomaten lassen sie zu diesen Vorkehrungen

greifen.

test.de hat bei den großen Geldhäusern

nachgefragt, mit welchen Einschränkungen

Kunden im Ausland rechnen müssen. Dabei

wählen Banken-Gruppen drei verschiedene

Wege.

Dieses Zeichen steht für bargeld-

loses Bezahlen mit der Kreditkarte

in mehr als 7 Millionen Geschäften

in ganz Europa. Alle Transaktionen

werden mit der persönlichen

Geheimzahl abgesichert. Betrüger

haben keine Chance mehr.

Die Postbank, viele Volks- und Raiffeisenbanken

sowie weniger als zehn Sparkassen

haben das weitverbreitete Maestro-

Logo auf der Bankkundenkarte gegen das

„V Pay“-Zeichen eingetauscht. V Pay gehört

zum Kreditkarten-Riesen Visa und ist das

Gegenstück zu Maestro des Konkurrenten

Mastercard.

Die Karten bieten mehr Sicherheit, weil

die Transaktionen statt über den Magnetstreifen

über einen neuen Chip abgewickelt

werden. Mit diesem Chip sollen die Kartendaten

vor dem Kopieren und Verfälschen

geschützt sein. Das Problem ist ihre geringe

Herbstbilanz ziehen –

neue Ziele definieren

Wir kümmern uns!

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Reichweite. Die Karte ist in der EU und einigen

Nachbarländern einsetzbar sowie in

Israel und Türkei. Aber Achtung: In Nordeuropa

und Österreich sind viele Händler-

Kassen noch nicht auf das neue System

umgestellt. Außerhalb Europas ist V Pay nur

in wenigen Touristenregionen akzeptiert,

sonst hat sich die Chiptechnologie bislang

nicht durchgesetzt.

Der Tipp: Wenn Sie Reisen außerhalb

Europas planen, sollten Sie eine Kreditkarte

und eine Bankkundenkarte mit Maestro-

Zeichen mitnehmen oder zwei verschiedene

Kreditkarten einstecken. Mit einer

V Pay-Karte können Sie dort weder zahlen

noch Geld holen.

Das gleiche gilt für die Balkan-Länder

sowie Moldawien, Russland, die Ukraine

oder Weißrussland. Dort sind Sie mit V Pay

aufgeschmissen.

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55

Im Blickpunkt


56

Im Blickpunkt

Steuern

Bar- oder Sachlohn bei Gutscheinen

Wenn es zu einer nachträglichen

Kostenerstattung durch

den Arbeitgeber kommt ...

GL&Lev kontakt 05/11

Von LOtHAR HEiStER

Der Bundesfinanzhof hat entschieden,

dass bei der Zuwendung

von Tankkarten, Tankgutscheinen

und Geschenkgutscheinen die

monatliche Freigrenze von 44 Euro

für Sachbezüge auch dann anzuwenden

ist, wenn neben der

Bezeichnung der abzugebenden

Ware oder Dienstleistung auch ein

anzurechnender Geld- oder

Höchstbetrag angegeben ist.

Insoweit ist es unerheblich, ob der Arbeitgeber

im Gutschein eine konkrete

Sache oder einen Betrag zum Erwerb

von Dienstleistungen und Waren ausgewiesen

hat. Somit liegt kein Bar-, sondern

Sachlohn vor.

Zu beachten ist allerdings, dass die

Regelung in den Richtlinien, wonach der

geldwerte Vorteil bei einem Sachbezug mit

96% des Endpreises anzusetzen ist, keine

Anwendung findet, wenn für diese Vereinfachungsregelung

kein Bewertungserfordernis

besteht. Das ist der Fall, wenn

es aufgrund des ausgegebenen Gutscheins

zu einer nachträglichen Kostenerstattung

durch den Arbeitgeber kommt,

es sich um einen betragsmäßig begrenzten

Gutschein handelt oder

eine zweckgebundene Geldzuwendung

vorliegt.

Praxishinweis: Die Rechtsprechung kann

auch für die Ausnutzung des Freibetrags

von 40 Euro für Aufmerksamkeiten verwendet

werden, etwa einen Gutschein für

Blumen oder einen Präsentkorb zum Geburtstag.

Gemeinschaftsverpflegung

auf Dienstreisen

Nimmt ein Arbeitnehmer während der

Dienstreise kostenlos an der angebotenen

Lothar heister

Wirtschaftsprüfer und

Steuerberater in der

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im D+H Beraterhaus

Gemeinschaftsverpflegung teil und erstattet

der Arbeitgeber nur ein geringes Trennungsreisegeld

und behält die Differenz

zum Verpflegungshöchstbetrag von 24 Euro

pro Tag ein, kann der Differenzbetrag als

Werbungskosten geltend gemacht werden.

Nach einem aktuellen Urteil des Bundesfinanzhofs

stehen steuerfreie Erstattungen

für Reisekostenvergütungen oder

Trennungsgelder dem Abzug von Verpflegungsmehraufwand

als Werbungskosten

nur insoweit entgegen, als sie dem Arbeitnehmer

tatsächlich ausgezahlt wurden.

Für den Abzug der Verpflegungspauschale

kommt es also auf die konkrete Verpflegungssituation

ebenso wenig an, wie

darauf, ob überhaupt ein Mehraufwand

entstanden ist.

Auch eine gewährte Gemeinschaftsverpflegung

steht dem Werbungskostenabzug

nicht entgegen. Solche unentgeltlichen

Mahlzeiten z.B. in der Kaserne für Soldaten

während einer Dienstreise sind keine steuerfreien,

sondern regelmäßig mangels einer

Steuerbefreiungsnorm steuerbare und

steuerpflichtige Einnahmen. Diese erhöhen

den Bruttoarbeitslohn um die amtlichen

Werte der Sachbezugsverordnung.

Diese Kosten sind – anders als die Preise

für Hotel- oder Gaststättenbesuche – mit

denen der amtlichen Sachbezugswerte als

Kosten für Nahrungs- und Genussmittel

vergleichbar.

Richtsätze für die Berücksichtigung

von Kindern in der Berufsausbildung

Der Bundesfinanzhof hat Richtsätze aufgelistet,

inwieweit ein Kind im Zeitraum

zwischen seiner Exmatrikulation und der

letzten Prüfung oder der Bekanntgabe des

Prüfungsergebnisses noch für einen Beruf

ausgebildet wird:

Schließt die Ausbildung mit einer Prüfung

ab, ist das Berufsziel erst mit dem

Bestehen, spätestens mit der Bekanntgabe

des Ergebnisses erreicht. Ein Universitätsstudium

endet daher regelmäßig mit

der Bekanntgabe und frühestens mit der

letzten Prüfungshandlung, es sei denn, es

wird vorher abgebrochen oder nicht mehr

ernsthaft weiter betrieben.

Eine Vollzeiterwerbstätigkeit schließt die

Berücksichtigung als Kind in der Berufsausbildung

oder in einer Warte- oder

Übergangszeit nicht aus.

Eine Ausbildung erfordert keine organisatorische

Eingliederung in eine Ausbildungssituation.

Die Exmatrikulation eines

Studenten kann daher nicht zwingend als

Beendigung der Ausbildung angesehen

werden.

Bereitet sich ein Kind ohne regelmäßigen

Besuch einer Ausbildungsstätte auf Prüfungen

vor, sind an die Ernsthaftigkeit

strenge Ansprüche zu stellen. Bei bestandener

Prüfung kann aber in der Regel

unterstellt werden, dass es sich ernsthaft

und nachhaltig vorbereitet hat.

Einkünfte und Bezüge des Kindes bleiben

außer Ansatz, soweit sie auf Monate

entfallen, in denen die Voraussetzungen

einer Berücksichtigung an keinem Tag

vorgelegen haben. Insoweit ermäßigt sich

der Jahresgrenzbetrag.

Darüber hinaus bleiben Einkünfte und Bezüge

außer Ansatz, soweit sie auf den Teil

eines Kalendermonats entfallen, in dem das

Kind noch nicht oder nicht mehr zu berücksichtigen

ist.

Befindet sich ein Kind nach seiner Exmatrikulation

weiter in der Berufsausbildung,

sind daher auch die in diesem Zeitraum erzielten

Einkünfte anzusetzen.

Eine Berücksichtigung als Kind entfällt,

wenn Einkünfte und Bezüge den Jahresgrenzbetrag

überschreiten.


Bayer ist mit dem

Verlauf zufrieden

Der Bayer-Konzern hat seine erfolgreiche

Entwicklung im 2. Quartal 2011

fortgesetzt. „Wir sind mit dem Geschäftsverlauf

zufrieden“, erklärte Vorstandsvorsitzender

Dr. Marijn Dekkers

bei der Veröffentlichung des Zwischenberichts.

„Darüber hinaus haben wir mit

unserer Forschungs- und Entwicklungspipeline

große Fortschritte erzielt.“ Für

das laufende Geschäftsjahr bestätigte er

die angehobenen Prognosen für 2011.

Der Konzernumsatz stieg im 2. Quartal

um 0,8 Prozent auf 9,252 (Vorjahr:

9,179) Milliarden Euro. Währungs- und

portfoliobereinigt (wpb.) entspricht

das einem Plus von 5,4 Prozent. Dazu

trug die Geschäftsentwicklung in den

Wachstumsländern überproportional

bei. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte

sich um 25,9 Prozent auf 1,273

(1,011) Milliarden Euro.

Die Sondereinflüsse beliefen sich auf insgesamt

minus 144 (minus 255) Millionen

Euro. Davon entfielen Aufwendungen in

Höhe von 179 Millionen Euro auf Restrukturierungen

insbesondere bei Crop-

Science und HealthCare. Das EBIT vor

Sondereinflüssen stieg um 11,9 Prozent

auf 1,417 (1,266) Milliarden Euro. Das

Konzernergebnis legte um 40,9 Prozent

auf 747 (530) Millionen Euro zu.

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Finanzen

Lanxess erwartet weiterhin

steigendes Wachstum

Lanxess hat seine Ergebnisprognose

für das

Gesamtjahr 2011 nach

einem Rekord-Ergebnis

im zweiten Quartal

angehoben. Der Spezialchemie-Konzernerwartet

jetzt einen Anstieg

des EBITDA vor Sondereinflüssen

um rund 20

Prozent. Zuvor war ein

Wachstum von zehn bis 15 Prozent

als Prognose genannt worden.

Im zweiten Quartal stieg das EBITDA vor

Sondereinflüssen im Vergleich zum Vorjahresquartal

um 26 Prozent auf 339 Millionen

Euro.

„Dank unserer klaren Ausrichtung auf

innovative Premium-Produkte und aufstrebenden

Volkswirtschaften, verbunden mit

unserer bewährten Preis-vor-Menge-Strategie,

haben wir erneut hervorragende Ergebnisse

erzielt“, sagte Lanxess-Vorstandsvorsitzender

Axel C. Heitmann (Bild). „Dabei

haben insbesondere unsere Geschäfte mit

Synthesekautschuken und Hightech-Kunststoffen

vom Megatrend Mobilität profitiert.“

Der Umsatz wuchs gegenüber dem Vor-

Recht schaffend beraten.

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jahreszeitraum um 23 Prozent

auf 2,2 Milliarden Euro. In allen

Segmenten wurden die

gestiegenen Rohstoffkosten

vollständig in den Markt weitergegeben.

Hinzu kamen ein

Mengenwachstum und positive

Portfolio-Effekte aus den

jüngsten Akquisitionen, vor

allem des DSM-Elastomergeschäfts.

Gegenläufig wirkten Währungseffekte

von minus 7 %, hauptsächlich infolge

des schwachen US-Dollars.

Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen

betrug im zweiten Quartal 15,1 Prozent

nach 14,7 Prozent im Vorjahr. Der Konzerngewinn

stieg im Jahresvergleich um 38 Prozent

auf 181 Millionen Euro.

Die Nettoverschuldung erhöhte sich im

Berichtsquartal gegenüber Ende 2010 um

49 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro.

„Die Nachfrage nach unseren Produkten ist

weiterhin stark und unsere Produktionsanlagen

sind sehr gut ausgelastet“, sagte Heitmann.

Erwartet wird jetzt eine Steigerung

des EBITDA vor Sondereinflüssen um rund

20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert

von 918 Millionen Euro.

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GL&Lev kontakt 05/11

57

Im Blickpunkt


58

Im Blickpunkt

Finanzen

Zunehmend mehr Bankkunden

wickeln ihre Geldgeschäfte über

das Internet ab. Sie führen online

Überweisungen durch, prüfen

Kontostände, ändern Dauerauf-

träge und vieles mehr. Sparkassen

und Banken wollen das Online-

Banking mit neuen Standards für

ihre Kunden sicherer machen.

Auch die Sparkasse Leverkusen

stellt ihre Sicherheitssysteme um.

Unternehmenssprecher Ingo

Schneider erläutert im Gespräch

mit GL&Lev kontakt die Vorteile

des neuen Chip-TAN-Verfahrens.

Was sind aus Ihrer Sicht die

Vorteile des neuen Chip-TAN-

Verfahrens?

Das Chip-TAN-Verfahren bietet noch mehr

Schutz vor Datendieben und bringt dem

Kunden ähnliche Vorteile wie ein Programm-Update

auf dem Rechner: Es erhöht

die Sicherheit und bietet zusätzlichen Komfort.

Die Zettelwirtschaft hat ein Ende, denn

Sie benötigen keine TAN-Listen mehr. Der

TAN-Generator ist klein, handlich, kabellos

und passt in jede Tasche. Und Ihre TAN erhalten

Sie immer und überall – einfach per

Knopfdruck. Das neue Chip-TAN-Verfahren

ist also sicher, praktisch, mobil und bequem.

GL&Lev kontakt 05/11

Vor allem bietet das

neue Chip-TAN-Verfahren

mehr Schutz vor

Pishing-Angriffen. Denn

dieses Verfahren ist

doppelt sicher, da zwei

Kommunikationsmedien

(Computer

und TAN-Generator)

eingesetzt werden.

Darüber hinaus

werden Ihnen im

Display des TAN-

Generators nochmals

die wichtigsten Auftragsdaten

zur Kontrolle angezeigt – inklusive

einer TAN, die extra nur für diesen Auftrag

Mehr Sicherheit beim

Online-Banking

Wir sprachen mit Ingo Schneider

von der Sparkasse Leverkusen

errechnet wurde und nicht anderweitig einsetzbar

ist.

Wann wird Chip-TAN bei der Sparkasse

Leverkusen eingeführt?

Die Sparkasse Leverkusen bietet das Chip-

TAN-Verfahren bereits seit Einführung im

Jahr 2009 an. In diesem Jahr haben wir mit

der sukzessiven Umstellung unserer restlichen

iTAN-Kunden begonnen und werden

bis Mitte 2012 alle Kunden auf ein neues

TAN-Verfahren umgestellt haben. Unsere

Kunden werden per Brief und im Online-

Banking persönlich über die Umstellung

informiert.

Sind ohne den TAN-Generator künftig

noch Überweisungen möglich?

Es sind künftig auch Überweisungen ohne

einen TAN-Generator möglich – mit dem

smsTAN Verfahren. Beide Verfahren können

vom Kunden parallel genutzt werden.

Kann man als Kunde im Vorfeld erkennen,

wenn bei der eigenen Online-

Überweisung etwas schief läuft?

Betrüger, die mit Phishing-Methoden versuchen,

Geld vom Kundenkonto umzuleiten,

können nur erfolgreich sein, wenn

die Sicherheitskette zwischen dem PC des

Kunden und dem Online-Banking-Tool der

Sparkasse unterbrochen ist. Dies kann mit

drei einfachen Verhaltensregeln beim Kunden

verhindert werden. Erstens: Persönliche

Daten vor fremden Augen schützen. Man

sollte niemals seine persönlichen Kontodaten

aus der Hand geben oder gar die

Zugangsdaten und Passwörter auf dem PC

speichern. Zweitens: Den heimischen Rechner

absichern. Virenschutzprogramm und

Firewall sind auf jedem Rechner absolut

notwendig und müssen stets aktuell gehalten

werden. Hier gibt es auch sehr gute

kostenlose Angebote.

Außerdem: Online-Banking sollte man

stets nur vom eigenen Rechner aus machen,

auf keinen Fall von einem fremden

PC, wie z. B. in Internet-Cafés. Drittens: Beim

Online-Banking vorsichtig sein. Um sicher

zu gehen, sollte Online-Banking ausschließlich

auf den von der Sparkasse benannten

Internet-Seiten bzw. mit Online-Banking-

Programmen durchgeführt werden. Ganz

wichtig: Immer die Auftragsdaten im Display

des TAN-Generators sorgfältig mit dem im

Online-Banking eingegebenen Auftrag vergleichen.

Nur wenn die Daten übereinstimmen,

darf der Auftrag freigegeben werden.

Und sollte dem Nutzer irgendetwas seltsam

vorkommen, weil es zum Beispiel vom gewohnten

Ablauf abweicht – dazu zählen

auch Sicherheitsupdates, die die Eingabe

vertraulicher Daten erfordern – sollte er den

Vorgang vorsichtshalber abbrechen und

seine Sparkasse informieren. Berücksichtigt

der Kunde diese Sicherheitstipps, haben Betrüger

praktisch keine Chance.

Was passiert, wenn ein Sparkassen-

Kunde durch Phishing-Betrüger Geld

verliert? Ist er für den Schaden selbst

verantwortlich?

Wenn der Kunde nicht fahrlässig handelt,

erstatten wir in der Regel den entstandenen

Schaden.


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Im Blickpunkt Steuern

GL&Lev kontakt 05/11

Vorauszahlungen auf Krankenversicherungsbeiträge leisten

und erheblich Steuern sparen

Steuertipp des Jahres!

Von KRiStiNA GROSSER

und SuSANNE KOMMESSiEN-SEiBERt

Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung

sind seit 2010, soweit

sie die Grundversorgung betreffen,

in voller Höhe als Sonderausgaben

absetzbar. Allerdings verdrängen

diese Beiträge die Beiträge zu anderen

Sonderausgaben, wie private

Haftpflicht-, Lebens- oder Unfallversicherungen.

Selbständige können diese Versicherungen

im Kalenderjahr in Höhe von

höchstens 2.800 Euro, Eheleute in

Höhe von 5.600 Euro als Sonderausgaben

absetzen. Dies jedoch nur, wenn diese

Höchstgrenzen nicht durch Beiträge zur

Kranken- und Pflegeversicherung bereits

verbraucht wurden. Niedrigere Höchstbeträge

gelten für Angestellte bzw. Beamte.

Beispiel 1 verdeutlicht den Normalfall ohne

Vorauszahlungen auf Krankenversicherungsbeiträge.

Wie funktioniert der Steuertrick?

Steuerlich vorteilhaft kann es sein, die Beiträge

zur Kranken- und Pflegeversicherung

für mehrere Jahre zusammengeballt in

einem Kalenderjahr zu zahlen. Im Jahr der

Zahlung können die Beiträge dann in Höhe

der Grundversorgung in vollem Umfang als

Sonderausgabe abgesetzt werden. In den

Beispiel 1 – ohne Vorauszahlungen –

Der mit F verheiratete und mit ihr zusammenveranlagte

unternehmer u zahlt jährlich 7.000

Euro an Beiträgen zur privaten Krankenversicherung

für beide Eheleute. Davon fließen

6.200 Euro in die Grundversorgung, die in voller

Höhe als Sonderausgaben absetzbar sind.

Die Beiträge zu den übrigen Versicherungen

betragen jährlich 5.600 Euro (u. a. Haftpflichtversicherung,

unfallversicherungen und Lebensversicherungen

nach Altregelung). Diese

Beiträge gehen steuerlich verloren, weil durch

die Abziehbarkeit der Beiträge zur Grundversorgung

bereits der Höchstbetrag von 5.600

Euro verbraucht wurde.

anderen Kalenderjahren können die übrigen

Versicherungsbeiträge bis zur Höchstgrenze

steuerlich geltend gemacht werden.

Achtung! Der Gesetzgeber hat den Steuertrick

erkannt und erlaubt einen Abzug

von vorläufigen Beitragszahlungen nur für

2,5 Jahre im Voraus. Aber bereits das lohnt

sich, wie Beispiel 2 zeigt.

Und der Haken an der Sache?

Durch diese steuerliche Gestaltung können

ganz legal erhebliche Steuerbeträge endgültig

eingespart werden. Voraussetzung ist jedoch,

dass genügend Liquidität vorhanden

ist, um die Vorauszahlungen stemmen zu

können. Auch muss mit der jeweiligen Krankenversicherung

- ob privat oder gesetzlich

versichert - geklärt werden, in welchem Umfang

Beitragsvorauszahlungen überhaupt

angenommen werden. Vielfach akzeptieren

private Krankenversicherungen Vorauszahlungen

von Beiträgen bis zu einem Kalenderjahr.

Manche Krankenversicherungen

gewähren dann sogar noch Skonto. Höhere

Beitragsvorauszahlungen lassen sich möglicherweise

durch individuelle Verhandlungen

vereinbaren; hier sollte das Gespräch mit der

Versicherung gesucht werden.

Achtung! Der Krankenversicherer sollte

nicht insolvenzgefährdet sein, damit die

Beiträge nicht verloren gehen.

Kristina Grosser

Steuerberaterin

Gesellschafterin

der Steuerkanzlei

Kommessien-Seibert

und Grosser

Susanne

Kommessien-Seibert

Dipl.-Kauffrau/Steuerberaterin

Gesellschafterin der Steuerkanzlei

Kommessien-Seibert

und Grosser

Tipp: Bei zusammenveranlagten Eheleuten

ist darauf zu achten, dass die Beitragsvorauszahlungen

für beide Ehegatten im selben

Kalenderjahr erfolgen.

Für wen ist der Steuertipp besonders

interessant?

Vorteilhaft ist der Steuertrick vor allem für

Unternehmer, die hohe Beiträge zu den sog.

beschränkt abziehbaren Versicherungen

leisten, etwa zu einer privaten Haftpflicht-,

Unfallversicherung und Lebensversicherung.

Wer nur in geringem Umfang private Versicherungsbeiträge

zu leisten hat, erzielt auch

nur in geringem Umfang eine Steuerersparnis.

Haftpflichtversicherungen für Geschäftsfahrzeuge

sind nicht dazuzurechnen, weil

diese Beiträge als Betriebsausgaben ohnehin

in voller Höhe steuerlich absetzbar sind. Ob

und ggf. in welchem Umfang sich eine solche

Steuergestaltung für den einzelnen lohnt,

sollte mit dem Steuerberater besprochen

werden. Mit ihm kann auch geklärt werden,

in welchem Jahr die Vorauszahlungen ge-

Kalen- Basiskranken- übrige Steuerlich Steuerersparnis

derjahr versicherung Versicherungen absetzbar bei Steuersatz

40 %

2011 6.200,00 Euro 5.600,00 Euro 6.200,00 Euro 2.480,00 Euro

2012 6.200,00 Euro 5.600,00 Euro 6.200,00 Euro 2.480,00 Euro

2013 6.200,00 Euro 5.600,00 Euro 6.200,00 Euro 2.480,00 Euro

2014 6.200,00 Euro 5.600,00 Euro 6.200,00 Euro 2.480,00 Euro

Summe Steuerersparnis 2011-2014 9.920,00 Euro


zahlt werden sollten, um den höchstmöglichen

Progressionsvorteil mitzunehmen.

Achtung! Manche Krankenversicherungen

sehen Beitragsrückzahlungen vor, wenn

die Krankenversicherung nicht in Anspruch

genommen wurde. Werden im Jahr der

Beispiel 2 – mit Vorauszahlungen –

u zahlt im Jahr 2011 die Beiträge zur Krankenund

Pflegeversicherung für 2011 sowie die

nächsten 2,5 Jahre im Voraus, also insgesamt

24.500 Euro für 3,5 Jahre. Davon sind als Grundversorgung

21.700 Euro (3,5 x 6.200 Euro) im

Jahr der Zahlung als Sonderausgaben steuerlich

absetzbar, da es sich dabei um die Basisversorgung

zur Kranken- und Pflegeversicherung handelt.

In den Jahren 2012, 2013 können die Eheleute

ihre übrigen Versicherungsbeiträge bis zu

5.600 Euro absetzen, im Jahr 2014 wird ein Teil

durch die Zahlung der Krankenversicherung für

6 Monate in Höhe von 3.100 Euro verbraucht.

Immerhin können im Jahr 2014 Beiträge zu

den übrigen Versicherungen noch in Höhe von

2.500 Euro abgesetzt werden, die ohne diese

Gestaltung steuerlich verloren wären.

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04

Juli / August 2011 · 9. Jahrgang · ISSN-2190-8680 · 4,50 E · www.rbk-direkt.de · www.glverlag.de

Das WIRTSCHAFTSMAGAZIN für den Rheinisch-Bergischen Kreis & Stadt Leverkusen

SU

04

BERGISCH GLADBACH

Beitragsrückerstattung keine Beiträge zur

Krankenversicherung geleistet, werden die

Rückerstattungen mit den Beitragszahlungen

verrechnet, für die die Erstattung

erfolgte. Wird also im Jahr 2012 ein Krankenversicherungsbeitrag

in Höhe von 500 Euro

für das Jahr 2011 erstattet, und werden 2012

Juli / August 2011 · 2. Jahrgang · ISSN-2190-9202 · 4,50 E · www.glverlag.de

Das WIRTSCHAFTSMAGAZIN für den Rhein-Sieg-Kreis rechtsrheinisch & Stadt Bonn

Steuern

keine Krankenversicherungsbeiträge gezahlt,

wird die Erstattung mit der Beitragszahlung

2011 verrechnet. Das kann dazu führen,

dass es (ggf. nachträglich) zu einer Steuernachzahlung

für 2011 kommt. Auch diese

Zusammenhänge sollten Sie sich bei Bedarf

von Ihrem Steuerberater erläutern lassen.

Kalen- Basiskranken- übrige Steuerlich Steuerersparnis

derjahr versicherung Versicherungen absetzbar bei Steuersatz

40 %

2011 21.700,00 Euro 5.600,00 Euro 21.700,00 Euro 8.680,00 Euro

2012 0,00 Euro 5.600,00 Euro 5.600,00 Euro 2.240,00 Euro

2013 0,00 Euro 5.600,00 Euro 5.600,00 Euro 2.240,00 Euro

2014 3.100,00 Euro 5.600,00 Euro 5.600,00 Euro 2.240,00 Euro

24.800,00 Euro

Summe Steuerersparnis 2011-2014 15.400,00 Euro

Vorteil bei Vorauszahlung der Krankenversicherung für 2,5 Jahre 5.480,00 Euro

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Neuer REWE-XL Markt

eröffnet und ergänzt die

Nahversorgung

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Projekt „Grünes C“ bietet

Chancen für Gastronomie

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Stadtwerke investieren in

Windenergie-Park in Norddeutschland

TroiSdorf

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Stadt prüft LKW-Maut für

den Durchgangsverkehr in

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Unternehmen bewiesen:

Erfolg in Familie und Beruf

ist möglich

Erster „Friedwald“ in der

Region ermöglicht Bestattung

im Grünen

RAL im Dialog: Thomas

Baschab zeigte, wie man

seinen Kopf nutzt

„Bergisch Hoch4“ belebt

Freizeit-Tourismus mit

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Gewerbe

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HUMA-EinKAUfSpARK: ER tRägt „DiE HAnDScHRift DER BüRgER“

Mit Facebook, Twitter

und Co den Tourismus im

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Bürgerbeteiligung schafft Akzeptanz

Ein Architektenbüro macht

sich Gedanken über die Umgestaltung

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61

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Von GEORG BERSTER

Liquidität (von lateinisch

liquidus, „flüssig“) ist das Lebenselixier

eines Unternehmens.

Die Fähigkeit, fällige Verbindlichkeiten

jederzeit fristgerecht

und uneingeschränkt begleichen

zu können, hält Menschen,

Produkte, Verfahren, Kunden

und Partner am Laufen.

Dennoch zählen gerade Liquiditätsprobleme

zu den größten Problemen

– und wichtigsten Pleiteursachen

von nicht nur jungen Unternehmen.

Liquidität ist Chefsache

Kürzlich gab mir ein im Ruhestand befindlicher

Unternehmer – nach dem Geheimnis

seines jahrelangen Erfolgs gefragt – zur

Antwort: „Ich habe sehr genau darauf geachtet,

immer etwas weniger Geld in einem

Jahr auszugeben, als ich eingenommen

habe.“ Was auf den ersten Blick banal klingt,

umreißt in Wahrheit eine immens wichtige

Erkenntnis: nämlich dass man in seinem

Unternehmen beide Augen auf die Zahlungsströme

haben und den Umständen

entsprechend vernünftig haushalten muss.

Die Liquidität eines Unternehmens genießt

allerhöchste Priorität, sie muss systematisch

geplant sein und permanent überwacht

werden.

Gute Planung ist alles

Wer sich mit der Liquidität eines Unternehmens

auseinandersetzt, bekommt es

mit Zahlungsein- und -ausgängen zu tun.

Einnahmen und Ausgaben verändern den

Stand der verfügbaren Zahlungsmittel, also

Kassenbestand und Bankguthaben. Im Rahmen

einer modernen Liquiditätsplanung gilt

es, sämtliche Zahlungsein- und -ausgänge

für einen vorab definierten Planungshorizont,

in der Regel 4 bis 8 Wochen, zu bestimmen.

Die Basis dazu bildet der aktuelle

Debitoren- und Kreditorenstand bzw. die

im Planungshorizont erwarteten Umsätze

und Aufwendungen. Ebenso wichtig: die

Kenntnis der eigenen Zahlungsgewohn-

Vorsicht bei Liquiditätsengpässen

Ohne Moos nix los

Georg Berster

Finance- und Working

Capital Manager,

Geschäftsführer der

Beratungsgesellschaft

MOVE 2 PROFIT

GmbH & Co. KG

heiten an Lieferanten und die Zahlungseingänge

der Kunden, die die Liquidität

ebenfalls sehr beeinflussen. Tipp: Möglichst

gleiche und überschaubare Zahlungsziele

mit Kunden verabreden und von Anfang an

darauf bestehen, dass sie sich daran halten.

Nur so werden Zahlungseingänge zeitnah

und planbar.

Maßnahmen bei Engpässen:

Einnahmesituation verbessern

Auf der Einnahmeseite bieten sich bei Liquiditätsengpässen

verschiedene Maßnahmen

an wie z. B.: sofort nach der Leistung

die Rechnung stellen. Zügig mahnen. Keine

großzügigen Zahlungsziele einräumen. Bieten

Sie Ihren Kunden Skonto bei schneller

Bezahlung an. Verabreden Sie mit Ihren

Kunden Anzahlungen und / oder Teilzahlungen.

Stellen Sie bei langen Projekten

Zwischenrechnungen. Bleiben Sie hart und

ziehen im Notfall die Abtretung bestimmter

Forderungen an Ihr Kredit- bzw. Finanzierungsinstitut

oder auch den Verkauf von z.

B. regelmäßigen Forderungen an ein Factoring-Unternehmen

in Betracht.

Maßnahmen bei Engpässen:

Eigenkapital vorhalten

Generell stellt eine Mindestausstattung

an Eigenkapital sicher, dass nicht schon

geringe Verluste zur Zahlungsunfähigkeit

oder Überschuldung und damit zum Konkurs

führen. Je höher das Eigenkapital,

umso besser der Verhandlungsspielraum

mit Kreditgebern, gerade auch bei finanziellen

Engpässen. Vorausschauende Unternehmer

sollten daher immer bestrebt

sein, bestimmte Liquiditätsreserven für das

Unternehmen zu sichern und evtl. durch

die Zuführung neuer liquider Mittel in den

„guten Zeiten“ diese sogar noch zu erhöhen.

Denn Liquiditätsengpässe und ihre

existenzbedrohenden Auswirkungen können

durch den Aufbau einer kleinen aber

ausreichenden Liquiditätsreserve vermieden

werden.

Maßnahmen bei Engpässen:

Ausgaben reduzieren

Ebenso sollten Sie versuchen, Ihre Ausgaben

in der Krise zu vermindern oder wenigstens

hinauszuzögern, um auch an dieser

Front für etwas Entspannung zu sorgen.

Folgende Möglichkeiten könnten Sie erwägen:

Ausgaben / Zahlungen nach Absprache

mit den Lieferanten verschieben.

Unternehmenseigene Objekte verkaufen

und dann leasen (sale and lease back). Mit

der Bank oder Sparkasse über einen höheren

Kontokorrentkredit verhandeln. Den

Kontokorrentkredit in ein langfristiges Darlehen

umwandeln. Bestände im möglichen

Rahmen herunterfahren. Nur noch die nötigsten

Einkäufe tätigen.

Grundsätzlich sollten Sie bei Eingangsrechnungen

immer darauf achten, wie viele

Tage oder Wochen Ihnen bleiben, um die

anstehenden Verbindlichkeiten zu begleichen?

Bedeutet: Wie lange können Sie über

Ihre Zahlungsmittel (anderweitig) verfügen?

Nicht ist individueller als Liquidität

Die Liquidität eines Unternehmens wird

durch eine Vielzahl unterschiedlicher Komponenten

bestimmt. Letztlich sollte es das

Ziel jedes Unternehmers und / oder Controllers

im Unternehmen sein, seinen Zahlungsverpflichtungen

jederzeit nachkommen

zu können. Oftmals wird es nötig sein,

Zahlungsbedingungen auf der Einnahme-

und der Ausgabeseite zu prüfen und im

normalen Rahmen anzupassen und zu optimieren.

Natürlich kommt es schon einmal

zu Engpässen. Aber gerade hier gilt: offen

und positiv mit der Situation umgehen. Die

direkte Ansprache mit Kunden oder Lieferanten

suchen. Ein ehrliches Wort und eine

klare Absprache sind allemal besser als

wochenlange Ausflüchte und Entschuldigungen.

Denn: Nichts ist individueller und

wichtiger als eine gute unternehmerische

Vertrauensbasis.


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