Geschäftsbericht 2009 - Kernkraftwerk Leibstadt AG

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Geschäftsbericht 2009 - Kernkraftwerk Leibstadt AG

«Das KKL überzeugte punkto Sicherheit und Produktion.»

Dr. Stephan Werner Döhler, Geschäftsleiter

Die Finanzkrise erreichte Anfang des Jahres einen neuen Höhepunkt, und eine

neue Form einer pandemischen Grippe hat uns das Jahr über beschäftigt. Der

Markt der Kernkraftwerksprojekte konnte sich stabilisieren. Derzeit sind weltweit

56 Anlagen im Bau und 130 in der Planungsphase. Dies sind beein -

druckende Zahlen. Dennoch hat die Finanzkrise Spuren hinterlassen.

In diesem generell schwierigen wirtschaftlichen Umfeld konnte das Kernkraftwerk

Leibstadt erneut mit einer sehr guten Bilanz sowohl in Bezug auf

die Sicherheit als auch die Produktion überzeugen.

Die Schweinegrippe hatte einen grossen Anteil an der Berichterstattung

in den Medien und wurde von den Verantwortlichen des Werks aufmerksam

beobachtet. Mit entsprechenden Massnahmen wurden die Hinweise der offiziellen

Stellen und Medien umgesetzt. Dass es kaum zu Erkrankungen im

Werk kam, ist sicher auch ein Erfolg dieser vorsorglichen Arbeit.

Auch in diesem Jahr wurde von swissnuclear die repräsentative Umfrage

bei Schweizer Bürgerinnen und Bürgern zu Themen rund um die Kernenergie

durchgeführt. Rund 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung halten unsere

Kernkraftwerke für sicher; dieser Wert bestätigt sich seit dem Jahr 2001. Dies

ist eine gute Basis für unsere Arbeit, aber auch Ansporn für Verbesserungen.

In dieser Atmosphäre des konstruktiven Dialogs konnte ich auch viele

Gespräche mit Besucherinnen und Besuchern des Stromfestes anlässlich des

25-Jahr-Jubiläums des KKL im speziell dafür eingerichteten «Café Dialog»

führen. Die grosse Resonanz der Bevölkerung auf beiden Seiten des Rheins,

die gelungene Organisation und die spezielle Atmosphäre sowie die sehr sinnbildliche

Idee der 25 Kilometer langen Lichterkette aus energiesparenden

Leuchten machten das Fest zu einem wirklich bleibenden Erlebnis.

Vor uns liegt ein aussergewöhnliches Jahr. Herausfordernde Projekte wie

zum Beispiel der Austausch der Niederdruckdampfturbine, des Generators,

des Vorwärmers und der Blocktransformatoren werden die Monate vor und

während der Jahreshauptrevision prägen. Diese Projekte sind das klare

Bekenntnis der Aktionäre zu einer Strategie der weiteren Verbesserung der

Sicherheit, Zuverlässigkeit und Effizienz der Anlage. Zusammen mit der ständigen

Verbesserung der Prozesse und Abläufe sowie der kontinuierlichen

Schulung der Mitarbeiter schafft dies eine stabile und von allen gelebte

Sicherheitskultur.

Ich freue mich auf die vor uns liegenden Herausforderungen und bedanke

mich bei allen Mitarbeitern, der Kraftwerksleitung und den Aktionären für

das Vertrauen und die Unterstützung, die ich auch in diesem Jahr wieder

erfahren durfte.

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