Geschäftsbericht 2009 - Kernkraftwerk Leibstadt AG

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Geschäftsbericht 2009 - Kernkraftwerk Leibstadt AG

«200 Milliarden Kilowattstunden Strom sind ein Meilenstein.»

Mario Schönenberger, Kraftwerksleiter bis 31.12. 2009

Das Jahr 2009 war für das KKL sehr erfolgreich. Der Erfolg eines laufenden

Kernkraftwerkes wird an dessen Sicherheit und Verfügbarkeit gemessen.

Zur Sicherheit des Werks hat sich die zuständige Aufsichtsbehörde ENSI

im vergangenen Jahr zweifach geäussert. Zum einen umfassend in der Sicherheitstechnischen

Stellungnahme zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung

des Kernkraftwerks. Darin schliesst sich das ENSI weitgehend der Selbstbeurteilung

des KKL an. Dem KKL wird eine hohe technische Sicherheit und

ein wirksamer Strahlenschutz, des weiteren eine zweckmässige Aufbauorganisation

mit klaren Kompetenzen, kompetentes und motiviertes Personal und

ein gesteigertes Bewusstsein sowie hohes Engagement für die Sicherheitskultur

zugebilligt. Zum andern in der jährlichen Medienmitteilung zur Sicherheit

der Kernanlagen in der Schweiz. Das ENSI attestiert dem Kernkraftwerk

Leibstadt einen sicherheitstechnisch guten Zustand und sicheren Betrieb.

Die Verfügbarkeit des Werks war sehr gut. Es gab keine störungsbedingte

Reduktion der Leistung. Dadurch konnten die technischen Möglichkeiten der

Produktion immer voll ausgeschöpft werden.

2009 beteiligte sich das KKL das erste Mal an den Systemdienstleistungen

(SDL) zur Stabilität des schweizerischen Höchstspannungsnetzes. Auf Anordnung

von Swissgrid wurde durch Lieferung oder Bezug von Blindleistung

oder durch kurzfristig durchgeführte Reduktion der Leistung um 50 oder 100

Megawatt (Tertiärregelung) die Stabilität des Netzes unterstützt. Diese gut

vorbereiteten Manöver beeinträchtigten die Sicherheit und Zuverlässigkeit

nicht und zeigten die Flexibilität der Anlage.

Im Verlaufe des Jahres wurde mit verschiedenen Veranstaltungen das 25-

Jahr-Jubiläum der Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Leibstadt gefeiert. Wir

erinnerten uns an die Tage der ersten selbsterhaltenden Kettenreaktion im

Kern, der ersten Stromabgabe und der Übernahme des Werks sowie der damit

verbundenen Verantwortung durch die Betriebsorganisation KKL. Den Höhepunkt

bildete das dreitägige Stromfest im Herbst, zu dem Bevölkerung und

Mitarbeiter eingeladen wurden. Das Fest war ein Grosserfolg.

Gegen Ende des Jahres wurde ein weiterer Meilenstein erreicht. Das Werk

hatte seit Beginn der Produktionsaufnahme 200 Milliarden Kilowattstunden

Strom produziert. Das entspricht etwa dem Jahresverbrauch von 40 Millionen

Haushalten. Ein schöner Erfolg!

Auch nach 25 Jahren Betrieb ist die Anlage in bestem Zustand und die

Belegschaft befähigt, diese weiterhin professionell und sorgfältig zu betreiben.

Ich wünsche meinem Nachfolger Dr. Andreas Pfeiffer und den KKL-

Mitarbeitenden Erfolg und das notwendige Quantum Glück dazu.

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