Geschäftsbericht 2009 - Kernkraftwerk Leibstadt AG

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Geschäftsbericht 2009 - Kernkraftwerk Leibstadt AG

Modernste Manipulatoren für Werkstoffprüfung

Die Jahreshauptrevision 2009 (JHR 2009) vom 8. August bis 1. September

2009 war mit 20 Tagen geplant und wurde in 23.2 Tagen umgesetzt. Die Verzögerung

ist auf das Wiederholungsprüfprogramm an den Stutzen des

Reaktordruckgefässes zurückzuführen. Dieses Programm wurde erstmalig im

KKL mit einer behördlich qualifizierten Methode durchgeführt. Dank des

grossen Einsatzes aller Beteiligten konnte ein gutes Ergebnis erzielt werden.

Seit 2008 sind qualifizierte Prüfverfahren für zerstörungsfreie Werkstoffprüfungen

gefordert. Diese zudem mit modernsten Prüfmanipulatoren durchzuführen,

stellte eine Herausforderung dar. Nur dank dem Einsatz und der

Vorbereitung von Spezialisten, der zuständigen Aufsichtsbehörde und Gutachtern

können solche komplexen Arbeiten termingerecht umgesetzt werden.

Für die Prüffirma ist dabei entscheidend, über Erfahrung bei qualifizierten

Prüfungen zu verfügen wie auch über Kenntnisse der Anlage. Diese

Kriterien erfüllen weltweit nur wenige Unternehmen.

Die geplanten Instandhaltungsarbeiten wurden von erfahrenen und bewährten

internen und externen Mitarbeitern optimal ausgeführt. Gefordert

war diese Kompetenz unter anderem bei der Entfernung eines Fremdkörpers,

der als Ursache für den reduzierten Durchsatz einer Jetpumpe im Reaktorumwälzsystem

vermutet wurde. Eine Feststellmutter wurde schliesslich geborgen.

Seit wann sich das Fremdteil im Kreislauf befand, war nicht zu bestimmen.

Es könnte noch von der Erstinbetriebnahme stammen.

Im zeitlichen Windschatten der terminbestimmenden Prüfaufgaben konnten

zusätzliche Vorbereitungsarbeiten für die Jahreshauptrevision 2010 eingeplant

und umgesetzt werden. Die damit erhaltene Erfahrung wird sich positiv

auf die kommenden JHR-Programme der Jahre 2010 bis 2014 auswirken.

Besonders erfreulich war die geringe Anzahl von Verletzungsmeldungen

und das Ausbleiben der befürchteten Influenza-Pandemie (H1N1). Auch gab

es keine meldepflichtigen Ereignisse. Die Dosisbilanz sowie die radioaktive Situation

in der Anlage entsprachen den geplanten und erwarteten Vorgaben.

Die grosse Herausforderung an alle externen und internen Mitarbeiter

stellte das Mengengerüst an Arbeiten verbunden mit der Vielzahl an Mitarbeitern

dar. Die Planung und Steuerung der Arbeiten und der rund 1 200 Personen

benötigte grosse Aufmerksamkeit des einsatzplanenden und einsatzlenkenden

Personals. Zusammenfassend kann die Jahreshauptrevision

bezüglich Sicherheit und Qualität der Arbeiten als erfolgreich beurteilt werden.

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