Geschäftsbericht 2009 - Kernkraftwerk Leibstadt AG

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Geschäftsbericht 2009 - Kernkraftwerk Leibstadt AG

Umfeld und Ausblick

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Die Projekte für den Neubau von Kernkraftwerken in Beznau, Gösgen und

Mühleberg kamen im Jahr 2009 einen Schritt voran. Die im Vorjahr eingereichten

Rahmenbewilligungsgesuche wurden gemäss Ablaufplan des Bundes -

amtes für Energie überarbeitet und mit Angaben zur Erdbebensicherheit,

Wasserknappheit und zum Hochwasserschutz ergänzt. Im Herbst konnte die

Überprüfung der Gesuche durch die zuständige Aufsichtsbehörde ENSI

beginnen. So ist der Entscheid des Bundesrates zu den Gesuchen nun in 2012,

die Volksabstimmung in 2013 zu erwarten.

Im laufenden Auswahlverfahren für geologische Tiefenlager für radio -

aktive Abfälle legte der Bund zum Jahresende die provisorischen Planungsperimeter

fest. Dabei erweiterte er die Zahl der für oberirdische Bauten und

Anlagen in Frage kommenden Gemeinden. Im ersten Quartal 2010 wird das

Gutachten des ENSI zu den Standortvorschlägen vorliegen. Darauffolgend

beginnt im Sommer die öffentliche Auflage aller Dokumente und Berichte.

Die erste Etappe wird voraussichtlich im Sommer 2011 mit dem Entscheid des

Bundesrates abgeschlossen.

Im europäischen Umfeld ändern im Hinblick auf die Klimaschutzziele viele

Länder ihre Energiepolitik zugunsten der Kernenergie. So beschloss England

den Bau elf neuer Reaktoren und treibt diese Projekte intensiv voran. Schweden

hob das Neubauverbot für Kernkraftwerke auf, das seit 1980 galt. Auch

in den USA sind klimaschonende Energietechnologien auf dem Vormarsch.

Hier sind Baugesuche für 26 Reaktoren hängig. China hat den bereits laufenden

Neubau weiter intensiviert. Weltweit sind 56 Reaktoren im Bau.