Schulbrief Nr. 28/ 2008 - Staatliche Museen zu Berlin

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Schulbrief Nr. 28/ 2008 - Staatliche Museen zu Berlin

„Kult des Künstlers“ – Eine Ausstellungsreihe

Fachbereiche Kunst, Geschichte, Deutsch

Klassenstufen Grundschule, Sek. I und II

Der Künstler wird in immer neuer Gestalt verehrt: als Prometheus, Prophet, Genie oder Übermensch. Dieser

Künstlerkult wird im Herbst 2008 zum großen Thema der Staatlichen Museen. Zehn Ausstellungen in fünf Häusern

von Thutmosis bis Joseph Beuys behandeln die Künstlerfigur als Genie und Star in ihren unterschiedlichen Facetten.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die Schulangebote und Lehrerfortbildungen vor.

Alle Ausstellungen im Überblick

ALTE NATIONALGALERIE

Im Tempel der Kunst. Die Künstlermythen der Deutschen

1.10.08 – 18.01.09

Hans von Marées. Sehnsucht nach Gemeinschaft

1.10.08 –11.01.09

Karl Friedrich Schinkel und Clemens Brentano. Wettstreit der Künstlerfreunde

9.10.08 – 11.01.09

HAMBURGER BAHNHOF – MUSEUM FÜR GEGENWART - BERLIN

Beuys. Die Revolution sind wir *

3.10.08 – 25.01.09

Celebrities. Andy Warhol und die Stars

3.10.08 – 11.01.09

„Ich kann mir nicht jeden Tag ein Ohr abschneiden“. Dekonstruktionen des Künstlermythos

3.10.08 – 22.02.09

NEUE NATIONALGALERIE

Das Universum Klee *

31.10.08 – 8.02.09

Jeff Koons. Celebration *

31.10.08 – 8.02.09

KUNSTBIBLIOTHEK, KULTURFORUM POTSDAMER PLATZ

Unsterblich! Der Kult des Künstlers

28.10.08 – 15.02.09

ALTES MUSEUM, ÄGYPTISCHES MUSEUM UND PAPYRUSSAMMLUNG

Giacometti, der Ägypter

29.10.08 – 15.02.09

* Ermöglicht durch den Verein der Freunde der Nationalgalerie

Besucher-Dienste der Staatlichen Museen zu Berlin – Genthiner Straße 38 – 10785 Berlin – Telefon: 030 266 3666 – www.smb.museum

Schulbrief-Nr. 28 / 2008

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ALTE NATIONALGALERIE

Übergreifende Angebote für alle Ausstellungen

KÜNSTLER IM WETTSTREIT UND AUF DER SUCHE NACH GEMEINSCHAFT

Künstler im 19. Jahrhundert und ihr Blick auf sich selbst, Künstlerfreundschaften, wie die von dem Architekten

Schinkel und dem Dichter Brentano, aber auch Künstlerwettstreite und Wettstreit der Künste sind Themen im

Tempel der Kunst, der Alten Nationalgalerie. Der Fokus wird auf Künstlermythen gelegt, wie wurde die Malerei

erfunden, aber auch auf einen einsamen Künstler, der als Deutsch-Römer sein Glück in Italien fand.

Kunstgespräch: 1,5 Std.

Empfohlene Klassenstufe: ab 5. Klasse

Fokus: Künstlerbilder, Inszenierung, Künstlermythen

Lehrerfortbildung

„Kult des Künstlers“ – Informationsveranstaltung für alle Ausstellungen

Mi, 24.09., 15 – 18 Uhr, Treffpunkt: Aktionsraum Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Im Tempel der Kunst. Die Künstlermythen der Deutschen in der Alten Nationalgalerie

KUNST IST KULT – UND KÜNSTLER SEIN ERST RECHT!

Wir wollen entdecken, wie sich Künstler als ‚Superstars’ in ihren Ateliers in Szene setzen oder isoliert und nahezu

asketisch ihr Künstlerdasein zelebrieren. Neben dem eigenen Selbst hat einer auch den anderen gemalt, so dass

Freundschaftsbilder entstanden. Malerfürsten und Vollblutkünstler wie Feuerbach, Böcklin, Lenbach und Stuck bis

hin zu Menzel und Corinth begegnen uns auf unserer Galerietour.

Kunstgespräch: 1,5 Std.

Empfohlene Klassenstufen: ab 1. Klasse

Fokus: Atelier, Selbstinszenierung, Künstlerkult, bildnerische Mittel

ROMANTIK - DIE IDEE VOM GESAMTKUNSTWERK

In keiner Stilepoche des 19. Jahrhunderts war die Idee vom Gesamtkunstwerk so präsent wie in der Romantik.

Wie sich Literatur, Geschichte und Musik sowie Kunst in Werken Karl Friedrich Schinkels, Caspar David Friedrichs

oder beispielsweise Carl Blechens vereinen und sich unmittelbare politische Ereignisse in Bildern dieser Zeit

widerspiegeln, wird in einem gemeinsamen Kunstgespräch erarbeitet.

Kunstgespräch: 1,5 Std.

Empfohlene Klassenstufen: 9. – 13. Klasse

Fokus: Brainstorming zur Romantik, Zusammenhang Nationalgefühl und Romantik

TREND ODER SELBSTDARSTELLUNG? KUNST ODER KONVENTION? MODE IM (SELBST)PORTRÄT

DES 19. JAHRHUNDERTS

Damals wie heute war Kleidung ein wichtiges Mittel zur Selbstdarstellung. Im 19. Jahrhundert jedoch ermöglichten

Schnitte, Stoffe und Farben der Kleidung die Zuordnung des Trägers zu einer bestimmten Gesellschaftsschicht.

Und so konnte der Maler das Urteil des Betrachters manipulieren - auch und besonders im Selbstporträt.

Kunstgespräch: 1,5 Std.

Empfohlene Klassenstufen: 7. – 10. Klasse

Fokus: Mode, Inszenierung, Manipulierung

Lehrerfortbildung

Im Tempel der Kunst. Die Künstlermythen der Deutschen

Mi, 15.10., 15 – 17 Uhr

Wilhelm von Schadow: Selbstbildnis mit seinem

Bruder Ridolfo und Thorvaldsen. 1815/16

Öl auf Leinwand, 91 x 118 cm

Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie

Fotograf: Andres Kilger

Besucher-Dienste der Staatlichen Museen zu Berlin – Genthiner Straße 38 – 10785 Berlin – Telefon: 030 266 3666 – www.smb.museum 2


Hans von Marées. Sehnsucht nach Gemeinschaft

in der Alten Nationalgalerie

DAS CHAMÄLEON

Lasst uns auf die Suche gehen und den Künstler Hans von Marées auf vielen seiner Bilder entdecken. Er liebte

das Rollenspiel und hält immer andere Gegenstände in seiner Hand. Vielleicht könnt ihr helfen, ihm auf die Spur

zu kommen, indem wir seiner besonderen Malweise und seinen Bildthemen nachspüren.

Kunstgespräch: 1,5 Std.

Empfohlene Klassenstufen: 1. – 6. Klasse

Fokus: Attribute eines Künstlers, Rollenspiel, Bildkomposition

„JE SCHIMMELIGER ICH VON AUSSEN WERDE, UM SO JUGENDLICHER WIRD ES INWENDIG.“

…so äußerte sich Hans von Marées. War er der ‚bedeutendste deutsche Maler des 19. Jahrhunderts in Rom’, ein

Vorläufer der Moderne und Anreger für Künstler des 20. Jahrhunderts? Auf jeden Fall war er ein schwieriger Mensch,

den manche für ein Scheusal hielten, der sich mit vielen seiner Zeitgenossen überwarf und sein Arkadien in Italien

fand, wo ihm im Rausch eines Jahres ein Meisterwerk gelang – die Neapler Fresken.

Kunstgespräch: 1,5 Std.

Empfohlene Klassenstufe: ab 5. Klasse

Fokus: Vom Entwurf zum Kunstwerk, Freskotechniken

ANTIKES FIGURENIDEAL UND „RAUMMATHEMATIK“ BEI HANS VON MARÉES

Der Künstler sah in der zu engen Anlehnung an die Natur eine große Gefahr. Sein Vorbild waren antike Bildwerke,

aber auch Fotografien, mit deren Hilfe er verschiedene Haltungsmotive erprobte. Mit seinen säulenhaften Figuren

schuf er Körperräume und gelangte mit der Technik, eine Farbschicht über die andere zu legen, zur plastischen

Körpermodellierung, die die Grenzen zur Skulptur nahezu sprengte.

Kunstgespräch: 1,5 Std.

Empfohlene Klassenstufen: 9. – 13. Klasse

Fokus: Antikenrezeption, Figur und Proportion, Maltechnik und Bildraum

Lehrerfortbildung

Hans von Marées. Kult der Gemeinschaft

Do, 6.11., 15 – 17 Uhr

Karl Friedrich Schinkel und Clemens Brentano. Wettstreit der Künstlerfreunde

in der Alten Nationalgalerie

MÄRCHENERZÄHLER, BILDERFINDER

Hans von Marées: Ruderer. 1873

Öl auf Leinwand, 136 x 167 cm

Staatliche Museen zu Berlin,

Nationalgalerie

Fotograf: Andres Kilger

Es war einmal ein Dichter, der hieß Brentano und hatte eine ungeheure Fantasie. Er dichtete viel und munter und

erfand Geschichten, die es in sich hatten: eine heißt „Gockel, Hinkel und Gackeleia“ - wovon sie handelt, ist unschwer

zu erraten! Wir schauen uns Brentanos alte Schriftstücke an, hören Auszüge seiner Märchen und Gedichte und sehen

uns die dazugehörigen Bilder an, die niemand geringerer als der berühmte Baumeister Schinkel gemalt hat. Wer hier

nicht Lust bekommt, selbst zu dichten und Bilder zu erfinden … ?!

Kunstgespräch: 1,5 Std.

Empfohlene Klassenstufen: 1. – 8. Klasse

Fokus: Märchen, Gedichte, Schreibmethoden (ab 4. Klasse)

Besucher-Dienste der Staatlichen Museen zu Berlin – Genthiner Straße 38 – 10785 Berlin – Telefon: 030 266 3666 – www.smb.museum 3


SCHLÖSSER, BURGEN, DOME – EIN „ARCHITEKTURKOLLOQUIUM“

Wer malt sich nicht gerne ein schönes Haus? Der Baumeister und Maler Schinkel verstand sich auf jede Behausung

und malte und baute, wozu er Lust hatte oder was man ihm auftrug. Die meisten Gebäude auf seinen Gemälden sind

immer Bild geblieben und nie Stein geworden: märchenhaft muten sie an, geheimnisvoll, lichtumwoben. Von Schinkel

angeregt wollen wir uns über unsere schönsten Häuserideen unterhalten und diese malen oder zeichnen.

Kunstgespräch: 1,5 Std.

Empfohlene Klassenstufen: 6. – 9. Klasse

Fokus: Architektur, Entwurfszeichnungen

SCHINKEL ALS „GRÖSSTER LEBENDER ARCHITEKT“

„Der Lorbeer wachse über deinem Haupt zusammen ...“ – so Bettina von Arnim zu Schinkels Geburtstag 1824.

Kaum ein anderer Künstler seiner Zeit verstand sich auf so viele Gebiete wie Schinkel. Er entwarf Dioramen,

Theaterdekorationen, illustrierte Brentanos Märchen, schuf bedeutende Architekturen und versah seine romantischen

Landschaftsgemälde mit seiner patriotischen Gesinnung. So manifestiert sich in dem wiederkehrenden Motiv des

gotischen Doms nicht nur sein Verhältnis zur Antike und zum Mittelalter, sondern es versteht sich auch als

preußisches Nationaldenkmal der Befreiungskriege.

Kunstgespräch: 1,5 Std.

Empfohlene Klassenstufen: 9. – 13. Klasse

Fokus: Romantik, wechselseitige Befruchtung der Künste, Diskussion

Lehrerfortbildung

Schinkel und Brentano. Wettstreit der Künstlerfreunde

Do, 16.10., 15 – 17 Uhr

HAMBURGER BAHNHOF – MUSEUM FÜR GEGENWART – BERLIN

Übergreifende Angebote

KÜNSTLERTYPEN – KÜNSTLERMYTHEN

Muss es immer eine Baskenmütze sein? Künstlerbilder unterliegen festen Vorstellungen. Sie bewegen sich zwischen

dem impulsiven Picasso im Ringel-Shirt, dem leidenden ohrlosen van Gogh, dem Hut tragenden Beuys und dem

silberperückten Warhol. Aber wie stellen wir uns einen Künstler heute vor? Und was vermittelt sein Auftreten über

seine Kunst? Spielerisch entwerfen wir einen Künstlertypus und setzen uns mit den „Kunstfiguren“ im Museum

auseinander.

Workshop: 2 Std.

Empfohlene Klassenstufe: ab 3. Klasse

Fokus: Künstlerbilder, Rollenspiel, Inszenierung

WAS IST KULTIG?

Karl Friedrich Schinkel: Schloss am Strom, 1820.

Öl auf Leinwand, 70 x 94 cm, Staatliche Museen

zu Berlin, Nationalgalerie

Fotograf: Andres Kilger

Was ist eigentlich Kult? Und warum sind Dinge und Personen für uns kultig oder kultisch? Anhand verschiedener

Methoden des kreativen Schreibens gehen wir dem Kult auf die Spur. Gemeinsam beziehen wir die Kunstwerke

von Joseph Beuys, Andy Warhol, Martin Kippenberger oder Cindy Sherman in unsere Überlegungen und Diskussionen

mit ein.

Werkgespräch: 1,5 Std.

Empfohlene Klassenstufen: ab 3. Klasse

Fokus: Begriff Kult, Kreatives Schreiben

Besucher-Dienste der Staatlichen Museen zu Berlin – Genthiner Straße 38 – 10785 Berlin – Telefon: 030 266 3666 – www.smb.museum 4


BEUYS. Die Revolution sind wir

im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart - Berlin

Der Verein der Freunde der Nationalgalerie bietet in allen Ausstellungen 1stündige Führungen für Schulklassen an.

SPRECHENDE MATERIALIEN - ZUR MATERIALÄSTHETIK BEI JOSEPH BEUYS

Beuys setzte in seinen Arbeiten für uns ungewöhnliche Materialien wie Filz, Fett oder Honig ein. Fernab der Legende

der wundersamen Heilung durch Fett und Filz stehen die beiden Stoffe für Energie sowie das Schützende und

Wärmende. Häufig sind es die physikalischen Eigenschaften, die Beuys nutzte. Aus dem Umgang und Einsatz solcher

Stoffe entstand eine künstlerische Handschrift, eine Material-Sprache. Gemeinsam untersuchen wir diese und

entwickeln eine eigene.

Workshop: 2 Std.

Empfohlene Klassenstufe: 1. – 10. Klasse / Fokus: Materialästhetik, Materialexperimente

KÖRPER – RAUM – BEWEGUNG

Joseph Beuys war ein Künstler, der die Dinge in Bewegung brachte: durch seine Aktionen, seine Person oder seine

Reden. Für ihn gehörten diese Handlungen zur Kunst, es gab keine Trennung zwischen Kunst, Leben, Politik oder

Wissenschaft. In vielen seiner Aktionen sehen wir ihn in der Ausstellung agieren. Darin ist nicht nur die Sprache

bedeutend, sondern auch Aspekte wie Körper, Raum und Bewegung. Durch Nachstellen wollen wir seine Handlungen

nachvollziehen und darauf aufbauend eigene Körper-Raum-Bewegungen inszenieren.

Workshop: 2 Std.

Empfohlene Klassenstufe: ab 6. Klasse / Fokus: Aktionen, Re-Enactment

„DEMOKRATIE IST LUSTIG!“

Joseph Beuys war ein Künstler, der stark an der Gesellschaft und Gemeinschaft interessiert war. Politische Prozesse

wie demokratische Aspekte und Formen der Revolte waren Teil seiner Kunst. Für uns wird es nun interessant:

Was ist eigentlich Demokratie? Wie funktioniert sie und was sind im Alltag demokratische Prozesse? Und was haben

sie mit Revolte zu tun? Bei unseren hitzigen Diskussionen sollten wir nicht vergessen: „Demokratie ist lustig!“

Werkgespräch: 1,5 Std.

Empfohlene Klassenstufe: 4. – 13. Klasse / Fokus: Demokratie, Kreativität / Methode: Diskussion

„WIE MAN DEM TOTEN HASEN DIE BILDER ERKLÄRT?“

... so heißt eine Aktion, in der Joseph Beuys 1965 einen toten Hasen im Arm hält. In einer Galerie erklärte er, mit

einer Hasenpfote auf Bilder von Düsseldorfer Malern zeigend, dem toten Hasen die Kunst. Nun können wir die

berechtigte Frage stellen: Kann man einem toten Hasen Kunst erklären? Oder: Kann man Kunst überhaupt erklären?

Über diese spannenden Fragen werden wir gemeinsam diskutieren und andere Möglichkeiten finden, uns über Kunst

zu äußern. Gestikulierend, kriechend, lachend – eure Kreativität ist gefragt!

Werkgespräch: 1,5 Std.

Empfohlene Klassenstufe: 5. – 13. Klasse / Fokus: Sprechen über/in der Kunst

Lehrerfortbildung

Beuys. Die Revolution sind wir

Di, 7.10., 15 – 18 Uhr

Joseph Beuys

© VG Bild-Kunst, Bonn, 2008, Foto:

Mimmo Jodice

Besucher-Dienste der Staatlichen Museen zu Berlin – Genthiner Straße 38 – 10785 Berlin – Telefon: 030 266 3666 – www.smb.museum 5


Celebrities. Andy Warhol und die Stars

im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart - Berlin

WAS IST EIN STAR – WER SIND WIR?

Oftmals zeigen Bilder von Stars nur eine Maske ihrer eigentlichen Persönlichkeit.

Trotzdem sind Stars für viele von uns Vorbilder. Doch was macht einen Star zu einem

Vorbild oder einer Kultfigur? Das Verhältnis von öffentlichen und privaten Bildern soll

im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen. In Diskussionen und anhand von zeichnerischen und szenischen

Übungen erforschen wir, wie man mit Hilfe von Reduktion, Wiederholung und Fragmentierung eines Motivs

die wesentliche Wirkung und Aussage eines Bildes hervorheben kann.

Workshop: 2 Std.

Empfohlene Klassenstufen: 1. – 13. Klasse / Fokus: Stars in der Kunst / Zeichnung, szenisches Spiel

INTERVIEW

Der Künstler Andy Warhol gründete mit 41 Jahren das Magazin „Interview“. Von seinem Diktiergerät fasziniert, mit

dem er mühelos an jedem Ort Gespräche aufnehmen konnte und das er seinen Gesprächspartnern stets als „seine

Frau“ vorstellte, interviewte er die größten Weltstars höchstpersönlich. Fasziniert von den Celebrities, ihren Spleens

und Geheimnissen, befragte er Stars wie Michael Jackson nach ihren Friseuren, Lieblingsessen oder den Macken ihrer

Haustiere. Wir wollen es Warhol gleichtun und interviewen fleißig selbst mit Tonband und Mikro.

Werkgespräch: 1,5 Std.

Empfohlene Klassenstufe: 1. – 13. Klasse / Fokus: Stars, Interview

Lehrerfortbildung

Celebrities. Andy Warhol und die Stars

Mi, 8.10., 15 – 18 Uhr

„Ich kann mir nicht jeden Tag ein Ohr abschneiden.“ Dekonstruktionen des Künstlermythos

im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart - Berlin

KUNST UND ANTI-KUNST

Was sind das für Kunstwerke? Ein Fahrrad-Rad auf einem Hocker, ein betrunkener Holzfrosch am Kreuz, ein

Müllcontainer gefüllt mit zerhackten Bildern, ein Mann, der durch sein Atelier stampft. Der Künstler Marcel Duchamp

war einer der Pioniere, der den Kunstbegriff schon 1914 auf den Kopf stellte. Gemeinsam überlegen wir, was Kunst

oder Anti-Kunst ist und behalten dabei immer einen offenen Blick – besonders für die zeitgenössische Kunst!

Werkgespräch: 1,5 Std.

Empfohlene Klassenstufe: 4. – 13. Klasse / Fokus: Kunst + Anti-Kunst

CROSS-GENDER

Andy Warhol: Mao. 1973.

Siebdruck auf Acrylfarbe auf Leinwand,

448,3 x 346,1 cm

Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie,

Sammlung Marx

Foto: J. Littkemann

2008 Andy Warhol Foundation for

the Visual Arts / ARS, New York

Was ist typisch weiblich, was typisch männlich? Gibt es auch Überschneidungen oder die Übernahme geschlechtsspezifischer

Eigenschaften? Gibt es überhaupt eine scharfe Trennlinie zwischen weiblicher oder männlicher Kleidung,

Sprache und Haltung? Künstlerinnen und Künstler der zeitgenössischen Kunst bringen so manche Klischees

durcheinander und regen uns zur Diskussion über eigene Verhaltenweisen an. Wir nutzen dies als Gelegenheit für

freie Ideen, um visuell und sprachlich ein eigenes (Ideal-)Bild von Identität zu kreieren, fern von Klischees und

Vorurteilen.

Workshop, 2 Std.

Empfohlene Klassenstufe: ab 7. Klasse / Fokus: Gender, Identität, Mixed-Media

Lehrerfortbildung

„Ich kann mir nicht jeden Tag ein Ohr abschneiden.” Dekonstruktionen des Künstlermythos

Di, 14.10., 15 – 18 Uhr

Besucher-Dienste der Staatlichen Museen zu Berlin – Genthiner Straße 38 – 10785 Berlin – Telefon: 030 266 3666 – www.smb.museum 6


NEUE NATIONALGALERIE

Das Universum Klee

Jeff Koons. Celebration

In der Neuen Nationalgalerie bietet der Verein der Freunde der Nationalgalerie in beiden Ausstellungen

1stündige Führungen für Schulklassen an.

KÜNSTLERISCHE WERKSTÄTTEN IM STUDIO MP – KULTURFORUM POTSDAMER

PLATZ

3stündige Veranstaltungen zu ausgewählten Terminen. Nach der einführenden Kunstbetrachtung werden

unter künstlerischer Anleitung in den Arbeitsräumen visuelle Erlebnisse umgesetzt. Termine und Themen für

die Klassenstufen 5 bis 13 finden Sie im aktuellen Schulbrief des Studios Museumspädagogik im Internet.

Treffpunkt: Kasse Neue Nationalgalerie

KUNSTBIBLIOTHEK – KULTURFORUM POTSDAMER PLATZ

Unsterblich! Der Kult des Künstlers

DER KÜNSTLER ZWISCHEN HIMMEL UND HÖLLE

Viele Objekte der Ausstellung präsentieren den Künstler, der sich mit seinem Werk über den Tod hinaus

ewigen Ruhm sichert, als schöpferische, geniale, ja geradezu göttliche Lichtgestalt. Die Kunst hat jedoch

auch ihre düsteren Seiten…

Führung: 1 Std.

Empfohlene Klassenstufe: ab 7. Klasse

ICH MAL MICH FÜR DIE EWIGKEIT: SELBSTPORTRÄTS GROSSER MEISTER

Im Mittelalter malten die Künstler für ihr Seelenheil. Sie produzierten Kunst, um sich in den Dienst Gottes

zu stellen. Porträthafte Darstellungen sind seit der Renaissance zu finden, das Interesse am Individuum

wuchs - so malen sich Künstler auch selbst, stolz auf ihre erlangte Stellung oder im Rollenspiel.

Führung: 1 Std.

Empfohlene Klassenstufe: ab 7. Klasse

AUFTRAGSKUNST/KUNSTAUFTRAG

Jeff Koons: Balloon Dog Red, high chromium stainless steel

with transparent color coating,

5 unique versions (Blue, Magenta, Yellow, Orange, Red).

1994-2000; Jeff Koons 2008

Die Themenführung geht der Frage nach der Rolle des Künstlers als Hofkünstler nach. Wie gestaltete sich

das Verhältnis zwischen dem Monarchen als Auftraggeber und der Künstlerpersönlichkeit als Schöpfer im

Spannungsfeld von Privilegien und Bittstellerei?

Führung: 1 Std.

Empfohlene Klassenstufe: ab 7. Klasse

Besucher-Dienste der Staatlichen Museen zu Berlin – Genthiner Straße 38 – 10785 Berlin – Telefon: 030 266 3666 – www.smb.museum 7


Organisatorische Hinweise

Kosten Führungen 1 Std.: 35 Euro

Kunstgespräche / Werkgespräche 1,5 Std.: 52,50 Euro

Workshops 2 Std.: 70 Euro

Werkstätten Studio MP 3 Std.: 70 Euro in der Neuen Nationalgalerie, 52 Euro im Kulturforum

Eintritt für Schulklassen sowie Lehrerfortbildungen sind kostenlos; Lehrpersonen ermäßigt.

Bitte melden Sie Ihre Gruppe mind. 10 Werktage vor dem gewünschten Termin an.

Die Teilnehmerzahl ist in der Ausstellung „Das Universum Klee“ auf 16 Personen, in

den anderen Ausstellungen auf 23 Personen begrenzt.

Treffpunkt ist jeweils an der Kasse, sofern nicht anders angegeben.

Anmeldungen und Informationen

Führungsorganisation der Besucher-Dienste der Staatlichen Museen zu Berlin in Kooperation mit

dem Verein der Freunde der Nationalgalerie

Tel.: 030 - 266 3666 – E-Mail: kult@smb.museum

Webshop und weitere Informationen: www.kultdeskuenstlers.de / www.smb.museum

Adressen

Alte Nationalgalerie

Bodestraße 1-3

10178 Berlin

Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Invalidenstraße 50-51

10557 Berlin

Neue Nationalgalerie

Potsdamer Straße 50

10785 Berlin

Kulturforum Potsdamer Platz

Kunstbibliothek

Matthäikirchplatz 8

10785 Berlin

Ägyptisches Museum

Bodestraße 1-3

10178 Berlin

Besucher-Dienste der Staatlichen Museen zu Berlin – Genthiner Straße 38 – 10785 Berlin – Telefon: 030 266 3666 – www.smb.museum 8

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