Energy Forum 3/10 - NetZulg AG

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Energy Forum 3/10 - NetZulg AG

Winterzauber-Booklet

Exklusive Angebote

für Schneefreunde

Wärmebild

Heisse Tipps

für Eigentümer

und Mieter

Mensch und Energie

Wärmespender

Didier Cuches Tricks gegen die eisige Kälte

Das Kundenmagazin der NetZulg AG Steffisburg

3/1O


W e r w o h l v e r g e ssen hat, das Licht zu löschen?

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Mehr auf Seite 15


Anton Pieren

Geschäftsleiter

NetZulg AG

Liebe Leserin, lieber Leser

Noch während einiger Wochen werden die

Tage kürzer und kühler – gleichzeitig steigt

die Bedeutung der Wärme: ob wir sie in uns

tragen, mit einer heissen Schoggi zu uns

nehmen, dank Wolldecken, -socken und

-jacken bewahren oder mit Heizungen zuführen.

Die Varianten sind reichhaltig – genauso

wie das Angebot, welches Eva und

Eduard Geissler in der Alten Schmitte bereithalten.

Das Gebäude am Zibelegässli ist

Schuhmacherei, Bistro, Konzert, Fest- und

Tanzlokal in einem – mehr über die Alte

Schmitte erfahren Sie auf den Seiten 16/17.

Auf welchem Weg die Wärme typischerweise

in den Garten entweicht, erfahren Sie

im Schaubild auf Seite 12. Dort geben wir

auch Verhaltenstipps für Mieter. Haben Sie

Interesse an einem Wärmebild Ihres Hauses?

Dann beachten Sie unsere Aktion in der

Rechnungsbeilage oder kontaktieren Sie uns

doch per E-Mail an info@netzulg.ch.

Im Interview auf Seite 10 erklärt der

«Peak Oil»-Experte Daniele Ganser, warum

Erdöl beim Heizen keine Zukunft mehr hat

und die Schweiz gut daran tut, nach Alternativen

zu suchen. Und in der Titel geschichte

verrät Abfahrtsweltcup-Sieger Didier Cuche

seine Tricks, wie er auf und neben der Piste

der Kälte trotzt.

Ich wünsche Ihnen viel Spass bei der

Lektüre des Magazins.

6 20

willkommen 3

Dampfend im Schnee: Didier Cuche. Energie managen im Wintersportmekka.

4

6

1O

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In diesem Heft

1to1energyland

Dabei sein: Eishockey und

Skiweltcup.

titelthema

Didier Cuche: «Warm-up»

auf Weltspitzenniveau.

einszueins

Daniele Ganser kämpft für eine

erdölunabhängige Schweiz.

sehenverstehen

Wohnen: Wärmeverluste und

Sanierungstipps.

energieeffizienz

Energiehilfe vor Ort und in

der Aktionsbox.

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Steffisburger Comedy-Festival:

100 Zweitagespässe à

40 Franken statt 58 Franken.

«energy forum»

war das beste

deutschsprachige

Kundenmagazin

der Energiebranche

im Jahr 2009

drinnendraussen

Heisses Süppchen

und elektrisierte Tierchen.

reisengeniessen

Wintertouristen fordern

Energiemanagement heraus.

spielspass

Wie Plusgrade und Rätselfüchse

in ein Iglu kommen.

Booklet

Winterzauber

Sechs exklusive Schneespass-Angebote

– vom Berner

Oberland bis ins Wallis.

Seite 5

IMPRESSUM Herausgeber: NetZulg AG, Bernstrasse 138, Postfach 112, 3613 Steffisburg, Telefon: 033 439 42 42, www.netzulg.ch,

E-Mail: info@netzulg.ch; Anton Pieren, Thomas Gander. Redaktion: Andrea Andreotti.

Konzeption/Layout/Produktion: Infel AG, Postfach 407, 3000 Bern 7; Paul Widmer, Denise Liebchen, Brigitte Mathys, Jörg Fassmann,

Isabel Mosimann, Bruno Habegger, Alexander Jacobi, Steven Schneider. Bildredaktion: Diana Ulrich. Fotos: Nathalie Flubacher,

Rolf Neeser, Hans Wüthrich, www.clicon.ch, www.swiss-image.ch, zvg BKW, zvg Le Menu, zvg Verein Internationale Lauberhornrennen,

zvg Lenk Bergbahnen, zvg Iglu-Dorf, AFP Photo/Fabrice Coffrini/Franck Fife, Agence Zoom, GettyImages/Davis McCardle, EQ Images/

Jerome Prevost L’Equipe, Keystone/AP Giovanni Auletta/Peter Klaunzer/Urs Flueeler, Tomas Wüthrich. Illustrationen: Claudio

Köppel, Simona Rosser, Christine Jungo. Lithografie: Appalooza Productions GmbH, Postfach 260, 3000 Bern 5.

Druck: Stämpfli Publikationen AG, Wölflistrasse 1, 3006 Bern.

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Winteraktionen

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energyforum 3/10

energy foru m 3/1O


4 1to1energyland

Auf den Renntag genau

Wenn die besten Skisportler

in Wengen und Adelboden

im Starthaus Schwung holen,

wollen sie auch die besten

Skiweltcup-Pisten.

Hans Ammeter und Toni Hari nutzen

jede gute Gelegenheit zum Beschneien.

«Es muss kalt und trocken genug

und fast windstill sein», erklärt Ammeter,

seit 1996 Verantwortlicher für die Beschneiung

in Wengen. «Den perfekten Moment

gibt es vielleicht nur einmal im Jahr.» Klimatische

Veränderungen und steigende Pisten-

u Gewinnen Sie!

Fondue am Skiweltcup in Adelboden:

Wir verlosen 10 x 2 Eintritte für den Riesenslalom

der Herren am 8. Januar 2011 (Sa),

inkl. Fondue in der «1to1 energy»-Lounge.

Teilnahme: www.1to1energy.ch/

verlosung, SMS mit ADELBODEN an 266

(20 Rp./SMS) oder Postkarte (inkl. Absender)

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Postfach, 3000 Bern 25.

Teilnahmeschluss: 10. Dezember 2010

energyforum 3/10

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Quizfrage: Welcher Schweizer Touristenmagnet

ist hier abgebildet?

a) Stockhorn b) Schilthorn

c) Jungfraujoch

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Preis: Unter allen richtigen Antworten

verlosen wir einen Reka-Check im Wert

von 200 Franken.

Teilnahme:

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Teilnahmeschluss: 10. Dezember 2010

Die Beschneiungsexperten Toni Hari

(links) und Hans Ammeter.

ansprüche fordern die Beschneier heraus. In

Adelboden hat Pistenchef Toni Hari mit speziellem

Wetter zu kämpfen: «Der Föneinfluss

ist bei uns sehr ausgeprägt. Kein Jahr ist wie

das andere. Aber dank neuer Technik können

wir heute die gesamte Piste beschneien

und nicht wie früher nur punktuell.» Hauptsache,

am Renntag ist alles perfekt.n

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Zieltribüne in Wengen: Gewinnen Sie einen

unserer 20 Zwei-Personen-Eintritte für

die Zieltribüne des Skiweltcups in Wengen

für Samstag, 15. Januar 2011.

Teilnahme: www.1to1energy.ch/

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Teilnahmeschluss: 10. Dezember 2010


Im Einsatz

für das Eis und

die Tiger

Eismeister Daniel Gerber hat

das ganze Jahr Winter.

Trotzdem ist ihm eine gewisse

Wärme erhalten geblieben

für seine Arbeit im Langnauer

Ilfisstadion – an der Seite

der SCL Tigers.

Daniel Gerber spritzt jeweils schon im

Juli Wasser auf den heruntergekühlten

Boden und trägt so Zentimeter

um Zentimeter Eis auf. Denn die SCL Tigers

und auch das Nachwuchsteam sollen die

besten Bedingungen vorfinden, wenn das

Eistraining im August beginnt.

Während der gesamten Saison müssen

für den Boden im 51-jährigen Ilfisstadion

Minusgrade vorherrschen. «Wir brauchen

einen zuverlässigen Energielieferanten, weil

wir uns keine Temperaturschwankungen leisten

können», sagt Gerber. Minus 5 Grad sind

für das Eis perfekt. Um Energie zu sparen,

kann Gerber nach einem Spiel das Thermometer

bis auf minus 2 Grad ansteigen lassen.

Aber: «An der 0-Grad-Grenze sollte man

nicht kratzen, weil dann wieder zu viel Energie

nötig wäre, um den Boden herunterzukühlen»,

weiss der erfahrene Eismeister. Nach

23 Jahren bei Minusgraden schätzt er besonders

die warme Seite seiner Arbeit: Ihm gefalle

der Kontakt mit den Spielern, den

Jugend lichen, aber auch mit den zahlreichen

Schülern, die in die Langnauer Eishalle kommen.

«Man sieht sich tagtäglich, und so entstehen

Freundschaften», erzählt Gerber. n

u Gewinnen Sie!

1to1energyland 5

Daniel Gerber arbeitet

seit 23 Jahren im Ilfis-

stadion und mag den

Kontakt mit den Spielern.

Unterstützen Sie die Tiger auf dem Eis.

Vorweihnachtliches Eishockey-Erlebnis

in Langnau: Wenn sich der SC Bern

am 23. Dezember 2010 auf das Eis der

SCL Tigers wagt, können Sie dabei sein.

Die «1to1 energy»-Partner verlosen

40 Tickets.

Teilnahme: www.1to1energy.ch/

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Teilnahmeschluss: 3. Dezember 2010

energyforum 3/10


6 titelthema

energyforum 3/10

Didier Cuche

Kalt und

heiss

zugleich


+37°

-30°

titelthema 7

Ferien am heissen Strand, Kälte am Arbeitsplatz, dauernde Wechsel von warm zu kalt:

Skirennfahrer Didier Cuche (links) muss sich in seinem Beruf vor der Kälte schützen.

Der Schweizer Sportler des Jahres 2009 und älteste Weltcupsieger

in der Abfahrt und im Riesenslalom hat seinen lästigen Ruf als «ewiger

Zweiter» abgestreift. Sein Glaube an das Schicksal hilft ihm dabei –

und seine Fähigkeit, der Kälte zu trotzen.

Ein Leben auf der Suche nach der Ideallinie,

im Bewusstsein, sie niemals zu finden,

ein Leben in voller Fahrt, im Zielhang

der Karriere: Didier Cuche, 36, hat erst

spät zum Siegen gefunden (siehe Seite 9). Vielleicht

liegt es daran, dass der Neuenburg-

Jurassier den Zustand der inneren Ruhe erreicht

hat; sie lässt ihn sein wahres Potenzial

abrufen. Auch für die neue Saison und die WM

in Garmisch hat er sich viel vorgenommen. Er

klopft mit den Fingerknöcheln auf die Tischplatte:

«Wenn ich keine Verletzungen habe und

ich im Sommer richtig trainiert habe, dann

kann ich mir im Winter nichts vorwerfen.»

Warm und kalt – Ausgleich schaffen

Oberschenkel wie ein Baum. Ein Kopf wie ein

buddhistischer Mönch. Zen auf Speed-

Skiern: Didier Cuche nimmt sich nicht besonders

wichtig, nicht einmal der Sieg an sich

ist es, das ihn antreibt. Sondern der Drang

zum Ausgleich. Alles muss ins Lot, die Seele

ins Gleichgewicht kommen, die Kälte sich in

Wärme, die Hitze sich in Kühle verwandeln.

Nach seiner langen Verletzungszeit – mit

angeblich mehr als 140 Narben als Hinterlassenschaft

– schuftete er einsam für sein

Comeback. «Das war nicht lustig», sagt er.

«Und es hat mich regelrecht geplagt, dass ich

nicht abrufen konnte, was ich wirklich

kann.» Genuss sei wichtiger als der Erfolg.

«Ich siege nicht für die Öffentlichkeit.

Sondern für mich. Für meine innere Zufriedenheit.»

Didier Cuche, der Sensible, der hart zu

sich selbst ist. Der der Kälte des Lebens trotzt

wie jener des Winters. Darin hat Didier

Cuche Übung. Krank ist er kaum, eine

Erkältung fängt er sich nur ganz selten ein,

wenn er mal vergessen hat, im Flugzeug eine

Mütze aufzusetzen. «Ich passe gut auf und

kleide mich immer temperaturgerecht», sagt

er. So schafft er den Sprung aus den Ferien

in Ägypten mit 45 Grad und feuchter Luft

auf den Gletscher oberhalb von Zermatt in

die sehr trockenen Minustemperaturen mit

Leichtigkeit. Und wirds mal –35 Grad wie

etwa in Norwegen, wo der Skizirkus auch

Halt macht, zieht er sich Kleiderschicht um

Kleiderschicht über den massgeschneiderten,

aerodynamischen, winddichten Rennanzug,

unter dem er ganz normale Unterwäsche

eines Sponsors trägt. Nicht zu dünn,

nicht zu dick. Seinen Rucksack hat er immer

dabei, in dem Kleidungsstücke stecken.

Didier Cuche häutet sich wie eine Zwiebel,

wenn es zu warm wird. Oder er sich in die

nächste Beiz begibt: «Der beste Ort, wenn es

kalt wird», lacht er. Er trinkt dort eine warme

Ovomaltine – heiss mag er Getränke

nicht – oder einen Kaffee. An den meisten

Rennstrecken liege eine Beiz in der Nähe,

sagt er. Für die Athleten ist das besonders bei

Startverschiebungen wichtig.

Die wärmende Kleidung zieht er fünf

Minuten vor dem Rennen aus und spätestens

fünf Minuten danach wieder an. Besonders

schnell wirds in den Skischuhen kalt, in

denen die Füsse festgeschraubt sind. Didier

energyforum 3/10


Cuche trägt darin dünne Socken. «Bei dickeren

müsste ich Skischuhe eine Nummer

grösser tragen – da verliere ich das Gefühl»,

erklärt er. Die Kälte schleicht sich über die

Füsse, über den Kopf und über die Hände in

den Körper. Übertrieben schützen muss sich

Cuche aber nicht: «Man gewöhnt sich daran,

wenn man so viel auf der Piste ist – und spürt

rasch, wenns zu frisch wird und man sich

etwas überziehen sollte.»

Kälte: kein Einfluss auf die Leistung

Nicht nur die Kleidung hilft, sondern auch

der Fokus auf das Rennen und die Strecke.

Rund 20 Minuten vor dem Start macht er sich

bereit, kontrolliert zusammen mit dem Servicemann

das Material, bewegt sich, wärmt

sich auf, geht in Gedanken den Parcours

durch, bewegt sich, wärmt sich, geht den Parcours

immer und immer wieder durch – bis

er im Starthäuschen steht, sich explosiv den

Hang hinunterwirft.

Die Temperatur spiele für seine körperliche

Leistung keine grosse Rolle, sagt er. Nur

aufwärmen muss er sich länger, je kälter es

ist. Die Kälte beeinflusst das Material, die

Unterlage, den Kunst- oder Naturschnee.

Cuche mag beides. Nur hart muss die Piste

sein. Ideal seien 0 bis –10 Grad. Er lacht:

«Warme Luft und kalter Schnee – das wäre

perfekt für mich!» Nach zwei Minuten ist

alles vorbei. Ein Abschwung, die Skier abgeschnallt

– bei besonders guten Fahrten mit

dem berühmten, coolen Didier-Kick samt

Überschlag – und Didier Cuche dampft. Er

muss sich schnell etwas überziehen. Die Ski-

energyforum 3/10

Aufwärmen, sich bewegen, die Muskeln

aktivieren: vor dem Rennen genauso wichtig,

wie in Gedanken den Parcours zu fahren.

schuhe zieht er nur für das Podest noch einmal

an – ansonsten wechselt er sie so schnell

wie möglich gegen ein paar bequeme, nicht

besonders gefütterte Winterschuhe. Im hohen

Norden darf es auch mal ein Paar modischer

Moonboots sein.

Abfahrt zu sich selbst

Auf der harten, kalten Unterlage des Skizirkus

saust er hoffentlich auch diesen Winter

von Sieg zu Sieg. Im Leben berührt ihn vieles;

es lässt ihn nicht kalt. Den Rückgang der

Gletscher etwa, den er miterlebt, seit er vor

mehr als 20 Jahren zum ersten Mal auf dem

Tipps von Didier Cuche

Hände, Kopf und Füsse sollten Sie stets

warm halten. Um dickere Socken zu tragen,

müssen Sie eventuell grössere Skischuhe

kaufen. Achten Sie auf den Wind. Setzen

Sie sich ihm nicht unnötig aus. Tragen Sie

mehrere Kleidungsstücke übereinander.

Bei Kälte verspürt man weniger Durst.

Trinken Sie deshalb viel. Vor dem Skifahren

gilt: Aktivieren Sie Ihre Muskeln!

Tipp für Zuschauer: Ein heisses Getränk

spendet im kalten Zieleinlauf Wärme.

+37°

-30°

Buckel des Eisriesen bei Zermatt trainiert

hat. «Er hat brutal gelitten, das ist schon

hart.» Oder all die Ungerechtigkeiten auf dieser

Welt. Haiti. Kriege. Das traurige Schicksal

vieler Kinder. Er unterstützt die Waisenstiftung

Porte-Bonheur.

Er glaubt daran, dass jeder sein Stück

dazu beitragen kann, das Beste aus seinem

Leben zu machen. «Alles andere ist Schicksal»,

sagt er. Es sei Schicksal, dass er unweit

eines Skiliftes aufgewachsen sei, dass sein

Nachbar ein Skilehrer war, der den kleinen

Didier auf die Skipiste gebracht hat. Schicksal,

dass er sich so oft verletzt hat, Schicksal,

dass er daraus die innere Stärke für seine

Siege im Spätherbst seiner Karriere finden

konnte. «Es war in meinem Blut, in meinem

Herzen, noch einmal an die Spitze zu

ge langen.»

Didier Cuche geniesst jeden Moment

Das Schicksal wird seiner Lebenseinstellung

nach entscheiden, ob er gewinnt oder verliert.

«Der Weg, den du im Leben wählst, ist

vorgegeben», sinniert er. «Mit hartem Training

macht man das Beste daraus.» Skirennfahren

als Weg zu sich selbst? Er überlegt

kurz und antwortet dann: «Ja.» Didier Cuche

ist noch nicht am Ziel angekommen, fährt

weiter: «Ich geniesse es noch zu sehr.» Nun ist

es Zeit, zu gehen. Sein nächster Termin wartet.

Eine letzte Frage will er noch beantworten.

Diejenige nach seinem letzten Rennen.

Sie wird ihm oft gestellt. Er muss es gar nicht

aussprechen, das entscheidende Wort. Sein

Blick sagt es: Schicksal. n


Beissender Kälte im Starthaus ausgesetzt:

Cuche spürt sie nicht, ist hoch konzentriert.

Wärme für Menschen und Gebäude

Das Wärmesystem Energie gleicht der Art und Weise, wie der Mensch seine Körper-

temperatur reguliert. Geheizte Räume sind die letzte Rettung vor der Winterkälte.

Wärmegewinnung

Gewinnt der Mensch Wärme aus der Aktivierung

seiner Muskeln, so nutzen technische

Wärmesysteme verschiedene Energieträger.

Erdgas ist der umweltfreundlichste fossile

Energieträger und steht rund um die Uhr zur

Verfügung. Wärmepumpen hingegen nutzen

die Umgebungswärme aus der Luft oder dem

Boden.

Transport

Wärme überträgt sich durch eine Strömung,

angetrieben durch eine physikalische Kraft

wie Temperaturunterschiede, Schwerkraft,

Druck- oder Dichteunterschiede. So trägt der

Wind das über der körperwarmen Haut entstandene

warme Polster weg – der Mensch

friert. Elektrisch angetriebene Umwälzpumpen

sorgen in der Heizungsanlage für den

Weitertransport der Wärme.

Speicherung

Der Mensch kann seine Körperwärme dauerhaft

durch übereinandergelegte Kleidungsschichten

speichern – dank der warmen Luftpolster

dazwischen. Wärme lässt sich mit

Hilfe verschiedener technischer Methoden

-30°

+37°

speichern – vor kurzem ist sogar ein Verfahren

für den Erdboden vorgestellt worden.

Solche Wärmespeicher springen ein, wenn

durch die Sonne oder andere Systeme nicht

genügend Wärme erzeugt werden kann.

Abgabe

Der menschliche Körper reguliert sich selbst

innerhalb eines Temperaturbereichs von 36

bis 37 Grad. Überschüssige Wärme gibt er

wie ein Heizkörper über die Haut ab. Bei

Warmwasserheizungen werden dazu meist

Radiatoren oder der Fussboden eingesetzt.

Luftheizungen erwärmen die Luft über das

Belüftungssystem.

Rückgewinnung

In der warmen Skihütte gewinnt der Mensch

einen Teil der von der Heizung in den Raum

abgegebenen Energie für sich zurück. Dasselbe

geschieht, wenn er ein warmes Getränk

zu sich nimmt: Der Mensch dient gewissermassen

als Wärmerückgewinnungssystem.

Solche technischen Einrichtungen nutzen die

im Abwasser oder in der Umgebungsluft vorhandene

Restwärme und speisen sie neuerlich

in den Kreislauf ein.

Didier Cuche

titelthema 9

Der Neuenburger, 1974 geboren,

gab sein Debüt im Skiweltcup 1993

und wurde mehrmals durch

Verletzungen zurückgeworfen.

Vom Image des «ewigen Zweiten»

konnte er sich erst in der Saison

2006/2007 langsam lösen. Er

gewann 2009 den WM-Super-G in

Val-d'Isère und eroberte die

Silbermedaille in der Abfahrt. Im

Januar 2010 gewann er auf

der Streif in Kitzbühel trotz einer

gebrochenen Rippe sowohl

den Super-G als auch die Abfahrt.

Gleichzeitig schlug er in der

Abfahrt seinen eigenen Rekord

als ältester Sieger überhaupt.

Die Saison krönte er mit der

Kristallkugel in der Abfahrt und

Bronze im Gesamtweltcup.

www.didiercuche.ch

energyforum 3/10


1O einszueins

«Mehr

Erdöl als

Milch»

Der «Peak Oil»-Experte Daniele Ganser

kämpft gegen die Selbstsicherheit, der

globale Erdöldurst würde noch Jahrzehnte

gestillt werden können. Denn die Münder

würden grösser, das Öl aber knapper.


Ihr Lieblingssatz lautet: «Wir sollten das

Erdöl verlassen, bevor es uns verlässt.»

Fühlen Sie sich gehört?

Daniele Ganser: Ich fühle mich schon

gehört, aber bin mir bewusst, dass Energiethemen

im Schweizer Sorgenbarometer weiter

unten stehen als Krankenkassenprämien.

Legen Sie sich fest, wann der Peak Oil

eintreten wird?

Zum Erdölfördermaximum wird es vermutlich

zwischen 2010 und 2020 kommen. Noch

1950 förderten wir 6 Mio. Fass täglich, heute

sind es 85 Mio. Das hat zu der psychologisch

erklärbaren, aber strategisch bedauernswerten

Selbstsicherheit geführt, es würde so weitergehen.

Doch in Grossbritannien, Indonesien,

Norwegen, den USA und Mexiko geht

die Produktion bereits zurück bei steigendem

Eigenbedarf.

In welche Richtung sollten wir das Erdöl

verlassen?

Im Wohnbereich können bessere Isolationen

den Ölbedarf senken oder Solarthermie und

Wärmepumpen ihn total ersetzen. Auf dem

Markt gibt es heute bereits 4-Liter-Autos,

die Elektromobilität und die erneuerbaren

Energien werden zunehmen.

Wo ist der Einsatz von Erdöl sinnvoll?

Wir sollten Erdöl nicht verbrennen, sondern

für hochwertige Industrieprodukte einsetzen.

Etwa bei der Herstellung von Plastik

und Kontaktlinsen ist es ein hervorragender

Rohstoff und nicht so schnell ersetzbar.

Was sind Herausforderungen, bis der

Peak Oil eintrifft?

Die Kommunikation. Denn oft denken die

Menschen in puncto Erdöl nur in Schwarz-

Weiss – entweder es hat oder es hat nicht.

Zur Person

Dr. Daniele Ganser ist Historiker,

Energieexperte und Friedensforscher.

Er untersucht an der Uni Basel

den globalen Kampf ums Erdöl

und mögliche Auswege aus der

Erdölabhängigkeit. Der 38-Jährige

hat zwei Kinder.

Wenn sie lesen, es gibt bis 2050 Erdöl, meinen

sie, wir haben 40 Jahre lang keine Probleme.

Hier sollten die Bergsteiger uns ein

Vorbild sein: Wenn sie hinaufklettern, planen

sie gleich den Abstieg mit ein.

Welche Auswirkungen hat der Peak Oil?

Erdölpreise werden steigen, Ressourcenkämpfe

zunehmen und auch die Förderung

von Erdöl an schwierigen Orten – also in der

Tiefsee, wo es eher zu Unfällen kommt. Die

Ölwirtschaft wird ins Stocken geraten. Aber

auch neue Unternehmen können sich hervortun

– etwa mit Wärmesystemen ohne

Heizöl. Zukünftig wird man haushälterischer

mit Energie umgehen.

Inwiefern wird die Schweiz betroffen sein?

Die Schweiz braucht jeden Tag 38 Mio. Liter

Erdöl – das ergibt pro Kopf 5 Liter und liegt

deutlich höher als unser Milchkonsum. Mit

dem wichtigen Unterschied, dass Letztere im

Inland produziert wird. Wir müssen unsere

Importabhängigkeit absenken durch technische

Veränderungen wie andere Heizsysteme

und leichtere Autos mit Elektro- oder

Hybridantrieb. Wie sich die Bewusstseinsebene

der Menschen ändern wird, ist noch

nicht absehbar. Ich hoffe, sie nehmen es mit

Gelassenheit, denn es ist unabänderbar.

Was wird die Menschen dazu bringen, ihr

Verhalten zu ändern?

Preisdruck ist leider das einzige Mittel, das

zu Verhaltensänderungen führt.

Die «Peak Oil»-Theorie ist umstritten.

Warum?

Man will nicht glauben, dass Erdöl endlich

ist. Einige meinen tatsächlich, Erdöl fliesst

unendlich aus dem Erdinnern nach. Dabei

ist klar beobachtbar, wie die Förderung

grosser Erdölfelder schon heute einbricht.

Wenn der Peak Oil erreicht ist, über was

forschen Sie dann?

Das weiss ich nicht. Früher habe ich zu Nato-

Geheimarmeen, Krieg und Terror geforscht,

ein Buch geschrieben, das sich in 10 Sprachen

10 000 Mal verkauft hat, es gab Filme

und Interviews. Bis 2020 arbeite ich sicher

weiter am Themenfeld Energie und Peak Oil,

denn es ist unglaublich spannend.n

Daniele Ganser – Videos und Vorträge unter:

www.1to1energy.ch/magazin

einszueins 11

Wenns nicht Öl sein soll

Durchschnittlich verbraucht ein

Schweizer Haushalt pro Jahr

und Quadratmeter bis zu 17 Liter

Heizöl. Als Alternative besonders

beliebt ist die Wärmepumpe.

Wärmepumpe

Je nach Typ wandelt die Wärmepumpe

niederwertige Energie aus

der Erde, der Aussenluft oder dem

Grundwasser in hochwertige Heizenergie

um. Für die 100 Prozent

produzierte Energie werden etwa

35 Prozent in elektrische Energie

investiert (Pumpen und Kompressoren),

die restlichen 65 Prozent

liefert die Natur – gratis. Betriebskosten

und Platzbedarf sind gering,

die Ökobilanz gut (wenn Strom

CO 2 -neutral gewonnen wird).

Erdgas

Vorteile einer Erdgasheizung: Gering

sind Investitionskosten, Platzbedarf,

Schadstoffausstoss. Zudem

ist der Betrieb störungsfrei. Im

Vergleich zu einem vergleichbaren

Ölbrenner arbeitet ein Erdgasbrenner

umweltfreundlicher. Rund

drei Viertel des Schweizer Erdgasbedarfs

werden in Westeuropa gefördert

(EU-Länder und Norwegen).

Pelletofen

Holzöfen sind CO 2 -neutral und

besonders ökologisch, wenn der

nachwachsende Rohstoff regional

gewonnen wird. Für Einfamilienhäuser

am geeignetsten sind Pelletöfen:

Zwei Kilo des naturbelassenen

gepressten Restholzes aus

Sägereien und Holzbetrieben entsprechen

einem Liter Heizöl.

Fernwärme

Fernwärme wird in einer zentralen

Anlage erzeugt (Heizkraftwerk,

Abfall- oder Holzschnitzel-Verbren-

nungsanlage). Die Wärme wird in

Form von heissem Wasser über ein

Rohrleitungsnetz zum Heizen und

zur Warmwasseraufbereitung zugeleitet.

energyforum 3/10


12 sehenverstehen

Gebäudesanierung – jetzt!

Neubauten entsprechen heute den Anforderungen nach niedrigem

Heizenergiebedarf. Viel nachzuholen ist hingegen bei

bestehenden Bauten. Durch verschiedene Massnahmen lässt sich

auch hier der Energiebedarf senken.

Fassadenisolation

Über die Aussenwände entweichen

etwa 30 Prozent der

Wärme energie. Eine Fassadenisolation

reduziert diese Verluste

deutlich. Wichtig ist, dass auch

Anschlüsse (Fensterlaibungen,

Rollladenkästen, Dach, Balkon)

korrekt gedämmt werden.

energyforum 3/10

Fensterersatz

Über die Fenster entweichen

etwa 16 Prozent der Wärmeenergie.

Moderne Fenster

verbessern die Wärmedämmung

und reduzieren die

Undichtigkeit der Gebäudehülle.

Der geringere Luftaustausch

erfordert ein

häufigeres Lüften oder den

Einbau einer Komfortlüftung.

Kellerdeckenisolation

Über die Kellerdecke

entweichen etwa

11 Prozent der Wärmeenergie.

Eine Dämmung

erhöht wegen des

wärmeren Fuss bodens

die Behaglichkeit in

den darüber liegenden

Wohnräumen.


Dach- oder

Dachbodenisolation

Über das Dach entweichen

etwa 20 Prozent der

Wärmeenergie. Isoliert

werden kann der Dachboden

oder das Dach.

Letzteres ermöglicht den

Ausbau des Dachraums

für eine Wohnnutzung.

Ein Wärmebild zeigt die

Oberflächentemperaturen

eines Objekts. Jedem

Messpunkt wird – dem

Temperaturwert entsprechend

– eine bestimmte

Farbe zugeordnet.

Je nach Wahl der

maximalen und der minimalen

Temperatur auf

der Farbskala entstehen

unterschiedliche Farbbilder.

Üblicherweise

werden kalte Oberflächen

mit Blautönen und

warme mit Rot- und

Gelbtönen dargestellt.

Komfortlüftung

Durch das Lüften entweichen

etwa 12 Prozent der

Wärmeenergie. Eine dichte

Gebäudehülle, verbunden

mit einer Komfortlüftung

mit Wärmerückgewinnung,

reduziert die Verluste.

Heizungsersatz

Die Heizungsverluste

machen etwa 11 Prozent

der gesamten Wärmeverluste

aus. Durch eine

neue Heizung können

sie verringert werden.

Bedingungen für thermografische Aufnahmen. Wärmebilder helfen, Energieverluste zu orten. Damit die Aufnahmen

ge lingen, müssen aber einige Bedingungen erfüllt sein: n Aufnahmen nur nachts möglich n Aussentemperatur unter

5 Grad Celsius n Himmel bedeckt, kein Wind, keine Niederschläge n Heizung unter Vollbetrieb: Hinterlüftete

Fassaden sowie Fassaden aus Glas, Metall oder Naturstein sind nur bedingt für thermografische Aufnahmen geeignet.

Damit thermografische Aufnahmen aussagekräftig sind und nicht zu Fehlinterpretationen führen, müssen sie von

sehenverstehen 13

Richtig sanieren und

Energie sparen

Zu Beginn einer Gebäudesanierung

stehen eine umfassende Bestandesaufnahme

und eine sorgfältige

Planung. Eine Etappierung der Erneuerung

ist durchaus möglich,

doch unkoordinierte Einzelmassnahmen

sind zu vermeiden.

Zur Bestandesaufnahme gehört die

Erhebung des Energieverbrauchs.

Daraus lässt sich die Energiekennzahl

berechnen, ausgedrückt in

Kilowattstunden pro Quadratmeter

beheizte Fläche pro Jahr (kWh/

m 2 ·a). Ein Wohngebäude, das vor

dem Jahr 2000 gebaut und nach

Minergie-Anforderungen saniert

wurde, liegt bei 60 kWh/m 2 ·a (das

entspricht 6 Litern Öl oder 6 Kubikmetern

Erdgas), ein nicht saniertes

älteres Gebäude kann leicht den

zwei- bis dreifachen Bedarf aufweisen.

Geklärt werden müssen auch

der Zustand des gesamten Gebäudes

und allfällige Erweiterungen

wie Dachbodenausbau. Ein Wärmebild

(thermografische Aufnahme)

hilft, Wärmeverluste sichtbar zu

machen. Gängige Massnahmen für

eine energetische Sanierung sind in

der Infografik links aufgezeigt.

Einfluss der Bewohner

Auch das Verhalten der Bewohner

ist wichtig beim Energieverbrauch.

Hier Tipps für mehr Effizienz:

n Reduzieren Sie nachts und während

der Ferien die Heizung.

n Wenn Sie im Winter zu heiss haben,

so stellen Sie die Heizung

zurück, statt das Fenster zu öffnen.

Vermeiden Sie insbesondere

dauernd geöffnete Kippfenster.

n Drehen Sie in unbenutzten Räumen

die Heizkörperventile zurück

und schliessen Sie die Türen

zu weniger beheizten Räumen.

n Lüften Sie richtig: Alle Fenster

für wenige Minuten weit öffnen.

So gibt es frische Luft, ohne dass

die Wände auskühlen.

www.1to1energy.ch/e-help

Fachleuten durchgeführt werden. energyforum 3/10


14 energieeffizienz

Effiziente Heizung

und Warmwasseraufbereitung

In der Schweiz werden rund

80 Prozent aller Heizungen mit

fossilen Energieträgern betrieben.

Diese ver ursachen fast die Hälfte

der CO 2 -Emissionen. Mit einer

Wärmepumpe gewinnen Sie und

die Umwelt. Bei der Wärmepumpe

stammen rund 75 Prozent der

benötigten Energie aus Luft, Erde

oder Wasser. Die restliche Energie,

die es braucht, um den Kreislauf

der Wärmepumpe anzutreiben,

beziehen Sie aus dem Stromnetz.

Wenn Sie auf Ökostrom von 1to1

energy setzen, heizen Sie praktisch

zu 100 Prozent ökologisch.

Mehrere Wege zum Warmwasser

Auch Ihr Warmwasser lässt sich

auf verschiedene Weisen aufbereiten

– zum Beispiel mit der

Wärmepumpe, einem Wärmepumpen-Boiler

oder einer thermischen

Solaranlage. Mit einer thermischen

Solaranlage beispielsweise

decken Sie bis zu 70 Prozent Ihres

Energiebedarfs für das Warmwasser.

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energyforum 3/10

Erika und Werner Streit stehen energetisch nun im Trockenen.

Mit e-help gut beraten

Für das Ehepaar Streit in Frauenkappelen ist Sparsamkeit

eine Lebenseinstellung. Auch deshalb sind sie vom Ergebnis

der «1to1 energy»-Energieberatung e-help höchst erfreut.

S

parsam und naturverbunden – so leben

Erika und Werner Streit am liebsten.

«Da der Ölpreis stark schwankte, haben

wir beschlossen, uns vom Öl loszusagen», so

Werner Streit. Das Haus neu isoliert, sucht

das Paar an der Hausbau- und Energiemesse

in Bern nach weiteren Sanierungsmöglichkeiten

und erhält einen Gutschein für eine vergünstigte

«1to1 energy e-help»-Beratung. «Innert

kürzester Zeit hat uns ein Energieberater

besucht», sagt der 81-Jährige. Streits entscheiden

sich für eine Erdsonden-Wärmepumpe

kombiniert mit Sonnenkollektoren für die

Warmwasseraufbereitung. Im Herbst 2009 ist

beides installiert – die jährlichen Energiekosten

sinken von 1586 auf 772 Franken.

«Unsere Kinder werden profitieren»

«Wir haben mit allem ausgezeichnete Erfahrungen

gemacht – vom Energieberater über

die Installationsfirma bis hin zum Maurer

sind wir sehr zufrieden», sagt Erika Streit.

Bei der Gesamtinvestition – 50 000 Franken

Die Energiezentrale im Erdgeschoss.

machte die Erdsonden-Wärmepumpe aus –

unterstützte sie ihre Bank mit einem Kredit.

«Wir hatten nie ein Auto, statt dessen investieren

wir viel in das Haus und unseren Naturgarten.

Später werden unsere Kinder vom

neuen, natürlichen Heiz- und Warmwassersystem

profitieren», freut sich Streit.

Wollen auch Sie Ihr Heizsystem ersetzen?

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Beratungsmodulen finden Sie auf:

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Aktion Energiesparbox

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Pro Jahr werden in der Schweiz

über 2 Mia. Kilowattstunden durch

die Geräte im Standby-Modus verbraucht.

Dies entspricht einem Strom-

verbrauch aller Firmen und Haushalte der

Stadt Zürich. Es gibt verschiedene Wege, den

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aus zwei Teilen: Eines verbindet das Gerät

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Das mobile Anzeigegerät wird mit

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die aktuell verbrauchte Energie. Mit einem

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vollständig vom Netz getrennt. Im Wohnzimmer,

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16 netzulg

Schmitte kunterbunt

Während über 150 Jahren

wurden in der Alten Schmitte

Schmiedearbeiten verrichtet

und den Pferden neue Hufeisen

verpasst. Heute bekommen

die Menschen hier neue

Schuhe oder frische Schuhsohlen,

einen Kaffee oder gar

ein Konzert im Bistro.

energyforum 3/10

Eva und Eduard Geissler haben aus

der Alten Schmitte einen wandelbaren

Begegnungsort gemacht.

Biegt man in Steffisburg von der Oberdorfstrasse

ins Zibelegässli ein, fallen

einem beim Haus mit der Nummer 4

zunächst nur die Schuhe in der Auslage auf

sowie das Schild mit der Aufschrift «Reparaturen

an Kletterfinken, Wanderschuhen,

Rucksäcken». Doch die Alte Schmitte von

Eva und Eduard Geissler bietet viel mehr als

nur Schuhe und Schuhmacherarbeiten. Ein

Teil davon zeigt sich, wenn man über die al -

te Schmiedebrücke, wo früher die Pferde beschlagen

wurden, das Geschäft betritt. Zwischen

den Gestellen hindurch gelangt man

ins Bistro. Den Tee, den Latte macchiato

oder die gute alte Schale serviert hier zuweilen

Schuhmacher Geissler gleich selbst.

Freitag ist Konzerttag

Das ist aber noch nicht alles. Jeden Freitagabend

verwandelt sich die Alte Schmitte

innert 15 Minuten in ein Konzertlokal. Gestelle

werden weggerollt, Trennwände hervorgezogen,

Tische zur Seite geschoben, und

die Bartheke wird mit Eisenhaken im Raum

aufgehängt. Jeden ersten Freitag im Monat

findet eine Bluegrass Jamsession statt, jeden


Ob wärmende Schuhe,

ein heisses Getränk

oder ein geselliges

Feuer am alten Schmiedeplatz,


letzten Freitag im Monat eine Irish Folk Session.

An den anderen Freitagen treten vielfach

Musiker aus der Region auf.

120 Veranstaltungen pro Jahr

Geplant hatten Geisslers die heutige Schmitte

nie in dieser Art. 2001, als Eduard Geissler

noch seine Schuhmacherwerkstatt betrieb,

erzählte eine Bekannte, dass 200 Meter weiter

vorne die Alte Schmitte leer stehe. Der

Ofenbauer Daniel Baumann, der Letzte, der

an dem Ort noch geschlossert, geschweisst

und geschmiedet hatte, war an die Bernstrasse

umgezogen. Geisslers liessen sich den

Raum zeigen und fanden, daraus könne man

doch etwas Tolles machen. Ein Schlosser half

ihnen schliesslich beim Innenausbau, was

sich als Glücksfall entpuppte; denn dieser

verstand es, die alten Elemente der Schmitte

mit modernem Design zu verbinden.

Vor gut acht Jahren konnten Geisslers in

die Alte Schmitte, deren erste Dokumente

auf das Jahr 1850 zurückgehen, samt Schuhmacherei

und Schuhladen einziehen. Ein

Bistro liessen sie vor allem deshalb einbauen,

weil sie sich einen Ort der Begegnung

wünschten. Auch hatten Eva und Eduard

Geissler vor, vielleicht hie und da eine Ausstellung

zu organisieren. Dass die Alte

Schmitte aber ein Veranstaltungslokal mit

120 Anlässen im Jahr würde, hätten sie im

Frühling 2002 nie gedacht.

Tango und Grilladen vom Schmitte-Grill

Nach der Eröffnung gab wieder ein Wort das

andere: Der Bruder von Eduard Geissler

schlug vor, mit seiner Schlosserei in der Alten

Schmitte das Weihnachtsessen zu veranstalten.

Also wurde getestet, ob der alte

Schmiedeplatz noch funktionierte. Das tat

… die Alte Schmitte in Steffisburg

hat vielerlei Mittel gegen

die Winterkälte parat.

er, der Rauch zog im Kamin schön ab. Seither

wird an Geburtstagsfesten, Firmenanlässen

und Hochzeiten ein Feuer entfacht,

der Grill installiert, und danach braten die

Gäste ihr Fleisch selbst. Dazu gibt es in der

Regel ein Salatbuffet – alles angeliefert vom

Metzger. Denn über eine Küche verfügt die

Schmitte nicht.

Neben der grossen Nachfrage bei den

Anlässen hätten Eva und Eduard Geissler

auch nicht erwartet, dass sie so viele Anfragen

von Musikern bekämen. Sie könnten die

Freitage fast doppelt oder dreifach besetzen.

Ein gesetzter Anlass, der seit drei Jahren regelmässig

seinen Platz hat, ist der Tango-

Abend. Dann zeigt ein Paar seine Tangotanzkünste,

und dazu gibt es Fleisch vom

Schmitte-Grill sowie die Gelegenheit, sich

selbst im argentinischen Tanz zu üben.

Faszination für das Material Leder

«Kultur und Anlässe organisieren, das macht

Spass. Immer nur mit meinen Schuhen zu

arbeiten, würde mir ablöschen», sagt Eduard

Geissler. Trotzdem ist er gerne Schuhmacher,

das Material Leder hat ihn schon früh

fasziniert: «Mein Vater und mein Bruder

sind beide Schlosser. Aber für mich war Metall

immer eine kalte Materie, Leder dagegen

hat etwas Warmes.» Seine Schuh macherarbeit

ist, wie die verschiedenen Kulturanlässe,

sehr abwechslungsreich, denn in

seiner Werkstatt sind neben «Stögelischuhen»,

Cowboystiefeln und Militärschuhen

auch Kletterfinken zu finden, die es zu reparieren

gilt. Im Herbst und im Winter warten

zudem die Kufen der Schlittschuhe auf ihren

Schliff. Und wenn es mal langweilig wird,

ruft sicher jemand aus dem Bistro: «Chönnt

i ä heissi Schoggi ha?» n

netzulg 17

Steffisburger

Comedy-Festival 2011:

Caveman

und Simon Enzler

Rinntupeople und die NetZulg AG präsentieren

am Comedy-Festival 2011

(11./12. Februar) ein attraktives Programm:

Caveman und Simon Enzler. Die

Vorstellungen in der Aula Schönau in

Steffisburg beginnen um 20.00 Uhr.

Im Solostück «Caveman – Du sammeln.

Ich jagen!» (Freitag, 11. Februar) verhilft

ein Neandertaler zu völlig neuen

Erkenntnissen über den Unterschied

zwischen Mann und Frau.

«Phantomschmerz», das neue Kabarett-Programm

von und mit Simon Enzler,

stellt mit seiner Appenzeller Stammtischfigur

die landläufige Meinung «Wo

gelacht wird, ists auch lustig» auf die

Probe (Samstag, 12. Februar).

Tickets: An allen Starticket-Vorverkaufsstellen,

unter www.starticket.ch

oder Tel. 0900 325 325 (Fr. 1.19/Min.).

Preise: 1. Kategorie: 38 Franken;

2. Kategorie: 32 Franken; Zweitagespass

(beide Kategorien): 58 Franken.

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Was: Steffisburger Kundinnen und

Kunden der NetZulg AG haben die

Möglichkeit, total 100 Zweitagespässe

für das Comedy-Festival vom

11./12. Februar 2011 zum Spezialpreis

von 40 Franken statt 58 Franken

zu kaufen.

Wie: Die verbilligten Zweitagespässe

gibts solange Vorrat oder bis 15.

Dezember bei der NetZulg AG,

Bernstrasse 138, 3613 Steffisburg.

energyforum 3/10


18 drinnendraussen

Heisses gegen Eiszapfen

Was der Winter an Gemüse zu bieten hat, kann in Suppenform gegen ihn verwendet werden.

Die saisonale Minestrone wärmt von innen und lässt Eiszapfen an der Nase schmelzen.

Winter-Minestrone

Zubereitung: ca. 30 Minuten

Zutaten für 4 Personen

1 Zwiebel, fein gehackt

1 Knoblauchzehe, gepresst

Butter zum Dämpfen

2 Rüebli, ca. 200 g, gerüstet,

in Streifchen geschnitten

100 g Federkohl, gerüstet, in Streifen

geschnitten

energyforum 3/10

1 l Gemüsebouillon

50 g kleine Teigwaren, z.B. Müscheli

150 g rote Bohnen aus der Dose, kalt

abgespült

3 EL Crème fraîche

Salz

Pfeffer aus der Mühle

1 Bund Schnittlauch, fein geschnitten,

zum Garnieren

n Zwiebel und Knoblauch in Butter andämpfen.

Rüebli und Federkohl mitdämpfen.

Mit Bouillon ablöschen und aufkochen.

Zugedeckt 5–10 Minuten kochen.

n Teigwaren und Bohnen beifügen und aufkochen.

Teigwaren nach Packungsangabe

kochen. Suppe mit Crème fraîche verfeinern,

würzen. Minestrone in vorgewärmte Schalen

verteilen, (mit Käse) garnieren.

Rezept: Le Menu


Auf in den Kampf!

Fressen oder gefressen werden – Alternativen gibts im Tierreich nicht.

Eine mitunter heisse Geschichte!

Aufgeheizte Jägerin

Nach einer kühlen Nacht heben

gewöhnliche Insekten nur mühselig

ab. Bevor sie zur Jagd starten,

müssen sie den Flugapparat

deshalb mit Kräfte raubendem

Muskelzittern auf Betriebstemperatur

bringen. Nicht so die Orientalische

Hornisse: Sie ist eine

fliegende Solarzelle und wandelt

Sonnenlicht in elektrische Energie

um. Dank Solarstrom fliegt sie

gleich nach dem Aufwachen los –

ein wenig Vorsprung gegenüber

der Kon kurrenz kann schliesslich

nie schaden. Möglich machen das

organische Halbleiterkristalle in

der Haut, die bei Sonnenschein

und Wärme zwischen 20 und 30 °C

Spannungen von mehreren hundert

Millivolt und Stromstärken

von einigen Zehnteln Nanoampere

erzeugen.

Flottes Extra dieses Hornissenmodells:

Der Panzer speichert

sogar elektrische Energie – mit

sechs toten Hornissen, hintereinandergeschaltet

wie Batterie-

Elemente, haben Wissenschafter

eine Digitaluhr betrieben!

Rasanter Warmseher

Der Schwertfisch ist ein bis zu

100 Stundenkilometer schneller

Jäger, der für sein Leben gern

Sardinen und Makrelen frisst.

Einfach ist das nicht, denn der

hektische Zickzackkurs eines

Schwarms erschwert das Ziel

des «Xiphias gladius» zusätzlich,

sich erfolgreich am Fischbuffet

zu bedienen. Tadellose Sicht ist

deshalb der erste Schritt zu

einem vollen Bauch.

Das gute Sehen ist allerdings kein

Dauerzustand, sondern nur temporär:

Schwertfische erhöhen

mittels chemischer Prozesse die

Temperatur der Augen und des

Gehirns auf angenehme 19 bis

28 °C – selbst bei Wassertemperaturen

nahe am Gefrierpunkt.

Das geschieht durch das Umherpumpen

minimaler Mengen von

Kalzium in den umgebauten Augenmuskeln,

was Wärme erzeugt.

Damit diese konstant und

die Sicht so lange scharf bleibt,

bis der Schwertfisch satt sein

Tempo drosseln kann, ist ein

Gegenstromkreislauf in Betrieb.

3-D-Schwarzseherin

Von einer Grubenotter, die in Südamerika

bis zu drei Meter lang

wird, will niemand im Ernst angefallen

werden, denn ihr Biss ist

nicht eben lebensverlängernd.

Dass sie ihre langen Giftzähne

aufrichten kann, teilt sie mit anderen

gewöhnlichen Vipern – was

sie aber einzigartig macht, ist ihre

Fähigkeit, in der kompletten Finsternis

Beute zu finden. Grund: die

Grubenorgane zwischen Nasenlöchern

und Augen. Das Organ ist

optisch kaum der Rede wert,

nämlich eine nur 15 Mikrometer

dünne Membran, in der Erstaunliches

geschieht: die Wahrnehmung

minimalster Wärmeunterschiede.

Bereits ein Unterschied

von 0,003 °C erregt die Rezeptoren

in der Membran.

Die Reize modellieren im Gehirn

der Otter ein dreidimensionales

Wärmebild der Umgebung, so

dass die Schlange präzis «sieht»,

wo sich das warmblütige, bedauernswerte

Beutetier, als allerletzte

Tätigkeit seines Lebens,

vor ihr versteckt hat.

drinnendraussen 19

Hitzige Verteidiger

Asiatische Riesenhornissen fallen

über Bienen wie Wikinger

über ein harmloses Dorf her:

plündernd, vandalierend und

mordend. Ihr in unseren Augen

brutales Vorgehen bleibt stets

gleich: Späherinnen kundschaften

die Bienennester aus und holen

dann die Streitkräfte herbei.

Die überfallenen Völker erleiden

höchste Verluste, bis zu 40 Bienen

in der Minute.

Nur eine kleine Bienenart leistet

Widerstand: die Östliche Honigbiene.

Entdeckt sie eine feindliche

Hornissenspäherin, signalisiert

sie ihren Genossinnen mit zitterndem

Hinterteil, dass sofort

Gegenmassnahmen eingeleitet

werden müssen. Hunderte Bienen

stürzen sich auf die Späherin.

Durch heftiges Muskelzittern erzeugen

sie im Inneren des Gedränges

eine für Hornissen tödliche

Hitze von über 45 °C. Statt

Plünderung also Triumph für die

kleinen Bienen – und für uns die

tröstliche Gewissheit, dass man

gemeinsam stark ist.

energyforum 3/10


2O reisengeniessen

Die Lenk Bergbahnen verbrauchen viel Energie,

um Millionen Menschen auf den Berg zu transportieren.

energyforum 3/10

Power für

die perfekte Piste

Die Schweiz ist eine Skination. Orte wie Adelboden

und Lenk explodieren in den Wintermonaten – 6000 Einwohner

bekommen temporär tausende neue Nachbarn.

Exklusive

Winteraktionen

für Sie!

Für Sie

auf Seite 5:

Exklusive Winterangebote

im Booklet!

energy foru m 3/1O


Rund 550 000 Logiernächte haben Touristen

im Winter 2009/2010 in Adelboden

und Lenk generiert. Eine Zahl,

die verdeutlicht, wie gefordert die Infrastruktur

eines Wintersportmekkas ist. Ob Betten,

Wasserleitungen, Restaurants oder Parkplätze

– alles muss für eine Kleinstadt reichen.

Das Gesetz des Maximums

Rund 6000 Einwohner leben in Lenk und

Adelboden – für den Touristenzenit stehen

zusätzlich 25 000 Betten in Hotels, Pensionen

und Ferienwohnungen bereit, egal ob diese

nur wenige Tage belegt sind und den Rest

des Jahres grösstenteils kalt bleiben. Diese

Schwankung der Touristenzahlen schlägt

sich auch im Stromverbrauch nieder: Etwa in

Lenk kann der gesamte Leistungsbedarf von

1,5 auf bis zu 5 Megawatt ansteigen.

Oberhalb des Dorfes sind es die Lenk

Bergbahnen, die dazu beitragen: 3,4 Mio.

kWh verbrauchten diese von Oktober 2009

bis März 2010, hingegen nur 0,55 Mio. kWh

von April bis September 2010. Trotz solcher

saisonalen Schwankungen muss das Stromnetz

stabil genug sein, um das Maximum

an Kilowattstunden zur Bergbahn leiten zu

können.

Skigebiet auf Hochtouren

Von November bis Mai läuft die Logistik im

Gebiet Adelboden–Lenk auf Hochtouren:

Es werden 72 Lifte, Bahnen und Gondeln

in Betrieb genommen, 210 Pisten- und

190 Winterwanderkilometer präpariert, für

60 Prozent der Hauptpisten

wird Schnee produziert.

Alles für das

perfekte Schneevergnügen.

Allein die Lenk Bergbahnen befördern mit

acht grossen Bahnen und sechs Skiliften pro

Wintersaison fünf bis sechs Millionen Menschen.

In der weissen Hochsaison beschäftigt

Lenk-Bergbahnen-Geschäftsführer Nicolas

Vauclair 70 Wintersaisonniers, um 30 Festangestellte

zu unterstützen. Zu den Personalkosten

addiert sich ein gewaltiger Kostenblock

für Unterhalt und Betrieb: «Wir

haben in den vergangenen sieben Jahren

rund 30 Millionen Franken in Anlagen

investiert, davon 10 Millionen in die

Beschneiung.» Ein Energietreiber ist die

technische Beschneiung. Mit rund 550 000

kWh verbraucht das Einschneien eines grossen

Skigebiets in etwa so viel Strom wie

Nicolas Vau clair

Geschäftsführer

Lenk Bergbahnen

122 durchschnittliche Haushalte pro Jahr,

aber immer noch weniger als ein Hallenbad

in den Bergen (820 000 kWh).

Da die Bahn laufen und der Schnee liegen

muss, wenn die Touristen da sind, brauchen

Bergbahnen vor allem Spitzenenergie, was

die Sache teurer macht. Hierbei handelt es

sich um die zusätzliche Energie, die von

Speicherkraftwerken exakt zum geforderten

Moment pro-

reisengeniessen 21

duziert wird (während der Stromspitzen

morgens, mittags und abends).

Eine Frage des Energiemanagements

«Strom ist ein gefragtes Gut, und auch wir

müssen unseren Verbrauch so steuern, dass

er nicht teurer wird.» Vauclair versucht deshalb,

nachts zum Niedertarif zu beschneien.

Möglich wäre zudem, Bahnen an morgendlichen

Schattenhängen später zu starten, Lifte

nur zu Stosszeiten mit Höchstgeschwindigkeit

fahren zu lassen sowie Transport- und

Beschneiungsanlagen nicht parallel einzusetzen.

Aber: «Einen Skilift abzustellen oder

mittags ein paar Schneekanonen herunterzufahren,

können wir uns nicht erlauben»,

betont Vauclair.

Den Ansprüchen der Besucher, der Wirtschaftlichkeit

und dem Umweltschutz gerecht

zu werden, ist herausfordernd. Vauclair

würde mehr auf (neue) erneuerbare Energien

setzen, aber die Mehrkosten wären für die

Lenk Bergbahnen zu hoch. «Ich glaube nicht,

dass wir die Gäste dafür begeistern könnten,

mehr für ein Skibillett zu zahlen, wenn wir

nur Ökostrom nutzen würden. Erschwerend

kommt hinzu, dass wir beim Bau neuer

Klein- oder Windkraftwerke schnell an die

Grenzen des Gewässer- und Landschaftsschutzes

stossen.» n

energyforum 3/10


22 spielspass

Wusstest du schon,

dass …

n jeder zehnte Schweizer im

Winter wegen kalter Füsse

schlechter einschlafen kann?

n Papst Benedikt XVI. seinem

Bruder an Weihnachten 2007

einen Fusswärmer schenkte?

n die meisten Bewegungsmelder

nicht auf Bewegung reagieren,

sondern auf Wärme?

n unter einer Körpertemperatur

von 27 Grad der Mensch nicht

überlebensfähig ist?

n das Feuerzeug vor dem Streichholz

erfunden wurde?

n laut Guinness-Buch der Rekorde

die grösste Schneeflocke der

Welt 1887 vom Himmel gefallen

ist? Ihr Durchmesser soll

38 Zentimeter betragen haben.

n am 28. Januar 2005 in der

Sahara Schnee fiel?

n Inuit (Eskimos) Kühlschränke

benutzen, damit ihnen die

Lebensmittel nicht einfrieren?

Quelle: Neon. Unnützes Wissen.

Bilderrätsel

Auf welcher Seite dieses

«energy forum» ist der Bildausschnitt

wiederzufinden?

energyforum 3/10

Das Iglu-Prinzip

Wenn es draussen extrem kalt ist, kann ein Iglu Schutz bieten.

Doch wie ist es eigentlich möglich, dass Plusgrade

herrschen in der kompakten runden Hütte aus Schneeblöcken?

Es kann in einem Iglu bis zu 50 °C wärmer

sein als ausserhalb. Das Prinzip: Der Eingang

ist ein kleines Loch, durch das man hindurchkriechen

muss. Man gelangt in einen

Graben, der tiefer liegt als der Schlafplatz.

Durch diesen tiefer gelegenen Eingang kann

weniger kalte Luft ins Innere dringen. Die

Wärme dagegen entweicht nicht, denn warme

Luft steigt immer nach oben.

Bei einer Aussentemperatur von –46 °C

mass man auf Schulterhöhe 4 °C. Weiter

steigen kann die Temperatur im Inneren

durch Wärmequellen wie etwa eine Kerze

und durch die Abgabe von Körperwärme der

im Iglu schlafenden Menschen. Wärmer als

-46°C

Kalte Luft tritt durch den tiefer

gelegenen Eingang in das Iglu,

erwärmt sich und steigt.

5 °C darf es aber nicht werden, sonst würde

das Eis im Inneren anfangen zu schmelzen,

und das Iglu könnte sogar einstürzen.

Die Luft im Schnee hilft mit

Je nachdem, wie alt und kompakt der Schnee

ist, schliesst er zwischen 90 und 25 Prozent

Luft ein. Diese eingeschlossene Luft dient

als Dämmstoff. Die Wand des Iglus eignet

sich dadurch hervorragend als Isolator

gegen die kalte Umgebung und den Wind.

Aber Achtung: Falsch gebaut, kann ein Iglu

seine Bewohner unter sich begraben, oder

es kann so dicht sein, dass nicht genügend

Sauerstoff zum Atmen nach innen gelangt. n

+4°C

-6°C

Die Luftbläschen im

Schnee isolieren.


Rätseln und gewinnen

der Radier -

gummi des

Computers

auf ihr litt der

Graf von

Monte Christo

*Unterkunft

der Inuit

oft bei

Bergrettungen

eingesetzt

(kurz)

Maria,

zwei Mal

Olympiagold

in Vancouver

so machen's

nach Mozart

alle (Frauen)

solche

Sportarten

liegen im

Trend

die

Schrecken

der Ozeane

in der

Erdkruste

gespeicherte

Wärme

*WÄRME… –

auch das

Herz ist

eine

Lösung:

*«Der alte

Mann und der

Schnee»,

ein Bestseller

10

.. ipso:

von selbst,

wie es der

Lateiner zu

sagen pflegt

1

mischt Luft

und Benzin

liegt überm

Lac Léman

hier fehlt

einer der

lauten Laute

2

in Davos –

aber weder

Ski noch

Eishockey

mehr als eine

Einbusse

Jason raubte

das Goldene

6

Akz. im Kt.

dieses

hochgelegenen

Stausees

Meter, der die

Kosten misst

?com, ?in,

Klamauk/

Streik

*«Peak

Oil»-Experte

D. alte Mann +

das Meer (I)

das von

Dimitri steht

in Verscio

ein Neffe –

auch in Bern

Hinterteil der

Eltern

Stadt in

Brasilien

kz.: Verein für

Roger-Fans

Margrit

Rainers

Lebens- +

Bühnenpartner

(I)

Tennisplatz

in diesem BE

Juradorf

déjà passé?

3

7

nicht nur

im Wilden

Westen

ca. 4000qm

von Landeron

über

Noirmont zu

Corbusier

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Lösungswort «energy forum» 2/10: FREIER MARKT

*fährt auch

talwärts

ein Paradies

– nicht nur

für Snow -

boarder

9

vor Bleus,

Misérables &

Humphries

alter Rat, hin-

ten einfach

nicht durch-

schnittlich

5

so hiess

die Bahn MGB

früher

Konzertsaal

oder Hotel?

*WÄRME…

Ist jener der

Erde

ausgeglichen?

fra uno

e dieci

Fanatiker,

Dogmatiker,

Enthusiast

8

*WÄRME…:

durch Leit-,

Ström- und

Strahlungen

4

I = Initialen

*= Hinweis

im Heft zu

finden

Rätselautor: Edy Hubacher

spielspass 23

Eine Nacht im Iglu

Gewinnen Sie ein eisiges Erlebnis

im Iglu-Dorf Gstaad – inklusive

Willkommensapéro, Käsefondue,

Entspannung in Whirlpool und

Sauna. Nachts kuscheln Sie sich

in Schaffelle und Doppelschlafsack.

Der Tag beginnt gemütlich

mit Tee im Iglu und Frühstück

im nahen Bergrestaurant. Gültig

für 2 Personen für 1 Nacht vom

25. Dezember 2010 bis 10. April

2011 (ausser freitags, samstags,

31. Dezember und 14. Februar) –

im Wert von 498 Franken.

Als 2.–10. Preis verlosen wir

je einen Reka-Check im Wert von

je 100 Franken.

u Gewinnen Sie!

Per Postkarte: Schicken Sie das

Lösungswort (inkl. Absender!)

an folgende Adresse: «energy

forum», Rätsel, Postfach,

3000 Bern 25.

Im Internet:

www.1to1energy.ch/

verlosung

Per SMS: Schicken Sie ENERGY

und das richtige Lösungswort an

266 (20 Rappen/SMS).

Einsendeschluss:

10. Dezember 2010

Auflösung: Das richtige

Lösungswort und die Gewinner

finden Sie ab 13. Dezember 2010

unter: www.1to1energy.ch/

verlosung

energyforum 3/10


D a ' w o S i e z u H a u s e s i n d .

z. B. Hürlisegg bei Eggiwil im Emmental

1to1 energy ist die Strommarke von rund 14O Energiepartnern

aus 15 Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein – inklusive

der NetZulg AG Steffisburg.

EW Aadorf . Energie- und Wasserversorgung Aarberg . Elektrizitätsversorgung Aarwangen . Licht- und Wasserwerk Adelboden AG . Energieversorgung Aegerten . Technische Werke Affeltrangen .

Arbon Energie AG . Einwohner gemeinde Arch . Elektra Arni . SEFA Société Electrique des Forces de l’Aubonne . Elektrizitätsversorgung Bargen . Elektroanlagen Bellmund . Energie Belp .

BKW FMB Energie AG, Bern . Elektrizitätswerk Berlingen . Einwohner gemeinde Biezwil . Einwohnergemeinde Biglen . Elektrizitätsgenossenschaft Binn . Gemeindeverwaltung Blumenstein . Gemeinde-

betriebe Brienz . Gemischte Gemeinde Brienzwiler . Elektrizitätsversorgung Brügg . Einwohner gemeinde Brügglen . Gemeinde betriebe Büetigen . Energieversorgung Büren AG . Localnet AG, Burgdorf .

Commune de Courchapoix . Société Electrique du Val-de-Travers SA, Couvet . Services industriels de Delémont . Elektrizitäts- und Wasserversorgung Derendingen . Service électrique de Develier .

Elektrizitätsgenossenschaft Diemtigen . Einwohnergemeinde Diessbach . Elektrizitätsversorgung Stettler Fritz AG, Eggiwil . Elektrizitätsgenossenschaft Emmenmatt . Elektrizitäts versorgung Eriswil .

Elektrizitätswerk Ernen-Mühlebach AG . Technische Werke Eschlikon . Genossenschaft Elektra Äusseres Wasseramt, Etziken . Elektra Fulenbach . GEBNET AG . SWG, Grenchen . Elektrizitätswerk

Grindelwald AG . Elektrizitäts versorgung Grosshöchstetten . Elektrizitätsgenossenschaft Gsteig . HEnergie Härkingen . EWK Herzogenbuchsee AG . Industrielle Betriebe Huttwil AG . Energie- und

Wasserversorgung Ins . Jungfraubahn AG, Interlaken . EW Jaun Energie AG . Elektra Fraubrunnen, Jegenstorf . Einwohnergemeinde Kallnach . Werkbetriebe Kefikon . EnerCom Kirchberg AG . Elektra

Koppigen-Willadingen . Gemeinde Kyburg-Buchegg . Administration communale de La Neuveville . Services industriels de Lamboing . onyx Energie Mittelland AG, Langenthal . Industrielle Betriebe

Langenthal . Elektrizitäts genossenschaft Moosegg, Lauperswil . EWL Elektrizitätswerk Lauterbrunnen . Einwohnergemeinde Lengnau . Genossenschaft Elektra Aeschlen-Linden-Heimen schwand, Linden .

Einwohnergemeinde Lohn-Ammannsegg . Gemeindebetriebe Lotzwil . Einwohnergemeinde Lüsslingen . Einwohnergemeinde Lüterkofen-Ichertswil . Energie Seeland AG ESAG, Lyss . Einwohner gemeinde

Madiswil . Genossenschaft Elektra Thal, Matzendorf . Alpen Energie, Meiringen . EWR Energie AG, Meiringen . Einwohnergemeinde Melchnau . Service de l’électricité Moutier . Genossenschaft

Elektra Mümliswil-Ramiswil . Einwohnergemeinde Münchenbuchsee . Genossenschaft EW Münchwilen . InfraWerkeMünsingen . Elektrizitätsver sorgung Murgenthal . EW Näfels . Genossenschaft Elektra

Nennigkofen . Stadt Nidau . Elektrizitätsversorgung Niederbipp . Services techniques de Nods . Elektrizitätsversorgung Oberbuchsiten . Energie- und Wasserver sorgung Oberburg . Einwohnergemeinde

Oberdiessbach . Elektrizitätsanlage Oberhofen . Einwohnergemeinde Oberwil b. Büren . Elektrizitätsgenossenschaft Oberwil im Simmental . Elektra Oekingen Halten . Einwohnergemeinde Pieterlen .

Elektrizitäts- und Wasserversorgung Port . EW Quarten . Elektra Rapperswil . Licht- und Kraftgenossenschaft Richigen . Elektra Seeberg-Grasswil-Riedtwil . Elektrizitäts versorgung Riggisberg .

Gemeindebetriebe Roggwil . Genossenschaft Elektra Rohrbachgraben . Elektrizitätsversorgung Rorschacherberg . Einwohnergemeinde Rüti b. Büren . Gemeindebetriebe Safnern . Municipalité de

Saint-Imier . Société des forces électriques de la Goule SA, Saint-Imier . Liechten steinische Kraftwerke, Schaan (FL) . Elektrizitätsgenossenschaft Schangnau . Einwohner gemeinde Schnottwil .

Elektrizitätsgenossenschaft Schüpbach . Elektra Schwanden im Emmental . Elektrizitäts genossenschaft Schwenden im Diemtigtal . Einwohnergemeinde Seedorf . Elektra Seewil . Elektrizitäts- und

Wasserwerk Sevelen . EW Wirth AG, Siebnen . EW Sirnach AG . energie - wasser - entsorgung Siselen . AEK Energie AG, Solothurn . Regio Energie Solothurn . Commune de Soulce . Elektrizitätsversorgung

EV Ried, St. Stephan . NetZulg AG, Steffisburg . EDSH Energie Dienste Steg-Hohtenn AG . Energie AG Sumiswald . ReLL AG, Susten . Elektra Buchen-Teuffenthal . Gemeinde Törbel . Service de

l’électricité Tramelan . Elektrizitätsversorgung Ursenbach . EW Riedbach, Visperterminen . Wasser- und Elektrizitätswerk Walenstadt . Technische Betriebe Wängi . Gemeinde Wichtrach . Gemeindebetriebe

Wilderswil . EVTL Energie versorgung Talschaft Lötschen AG, Wiler . Werkbetriebe Wynau . Elektrizitätsgenossenschaft Zwischenflüh und Umgebung

www.1to1energy.ch

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