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Nichtzucker.

Unter dem Ausdruck Nichtzucker versteht man, wie bekannt, in der Honiganalyse

die Differenz zwischen der Gesamtzuckermenge und der Menge des Trockenrückstandes.

Nach den jetzigen Anschauungen wird der Rohrzucker bei der Bildung

und Reifung

des Honigs ausser der Inversion keinem anderen Prozesse, weder im Organismus der

Biene, noch im Stocke, unterworfen.

Wenn es wirklich so wäre, so müsste die Gesamtmenge des im Honig gefundenen

Zuckers der Menge des Trockenrückstandes entsprechen,

Bienen ausschliesslich Rohrzucker erhielten. Wir bemerken jedoch,

da bei unseren Versuchen die

dass die Differenz

zwischen der Gesamtzuckermenge und der Menge des Trockenrückstandes zwischen

2,70—3,81°/« schwankt. Folglich bildet sich auch im Zuckerhonig, ebenso wie im Natur-

honig,

eine gewisse Menge Nichtzucker.

Die im Naturhonig enthaltene Menge 3—

Nichtzucker schwankt zwischen

lo*/o, je

nach der Pflanzenart, aus deren Blüten die Bienen den Nektar sammeln. Bisher hielt

man allen im Honig vorkommenden Nichtzucker (dextrinartige Stoffe) für Produkte

pflanzlicher Herkunft, welche die Bienen zusammen

mit dem Nektar aus den Blüten

sammeln und in unverändertem Zustande in die Waben ablegen. Die Resultate unserer

Versuche zeigen jedoch, dass im Honig

Ursprungs

ausser dextrinartigen Körpern pflanzlichen

auch solche vorkommen, die vom Organismus der Biene mit Hilfe eines

Fermentes gebildet werden.

Aus dem Angeführten ist es erlaubt den Schluss zu ziehen, dass im Honigmagen

der Biene und im Stock während der Reifung des Honigs in Hinsicht auf den Zucker

zwei entgegengesetzte Prozesse vor sich gehen: einerseits die Umwandlung

des Rohr-

zuckers in Invertzucker, andererseits die Bildung dextrinartiger Stoffe, welche Fehling'sche

Lösung

nicht reduzieren.

Die Aschenmenge

Asche.

in den erhaltenen Proben des Zuckerhonigs schwankt zwischen

0,043—0,073 V Die Anwesenheit mineralischer Stoffe erklärt sich in diesem Fall aus dem

Umstände, dass auch Rohrzucker einen kleinen Aschengehalt aufweist.

Säure.

In allen Proben des erhaltenen Honigs wurde eine geringe Säuremenge gefunden,

die bei jeder Hindurchführung des Honigs durch den Organismus

der Biene sich um ein

weniges vermehrte. Dabei verläuft die Erhöhung der Acidität, ähnlich der Bildung des

Invertzuckers und der Verdampfung

des Wassers, zuerst recht schnell, wird aber dann,

im Zusammenhange mit der Bildung einer gewissen Säuremenge, wieder langsamer und

hört schliesslich ganz auf.

Sehr charakteristisch ist auch der Umstand, dass bei Ansäuerung

des zur Ver-

fütterung bestimmten Sirups mit o,l°

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