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Dünnschnäbler (Meliphagidae, Nectariniidae, Sittidae). Weichfresser. Kerbtiere

sowie Beeren und weiche Früchte werden anderer Nahrung meist vorgezogen. Melipha-

gidae und Nectariniidae holen sich mit ihrer Pinsel-, bezw. Röhrenzunge,

und Nektar aus den Blütenkelchen.

kleine Insekten

Breit- oder Spaltschnäbler (Hirundinidae) jagen Insekten in der Luft und ver-

schlingen sie, ohne sie zu zerkleinern.

Kegelschnäbler (Ploceidae, Fringillidae, Tanagridae, Alaudidae).

Schnabel meist

zum Aufpicken oder zum Aufknacken harter Samenschalen geeignet; im letztern Falle

sind am Unter- und Oberschnabelrand im Mundwinkel wulstartige Hornverdickungen

vorhanden. Körnerfresser; Baum- und Grassämereien sind ihre Hauptnahrung; daneben

Insekten und Beeren. Die Nahrung der Loxia-Arten besteht vorwiegend aus Koniferen-

samen, die aus den Zapfen äusserst geschickt herausgeschält werden. Die relativ dünn-

schnäbligen

Alaudidae verschlucken Körner immer unenthülst; sie bilden nur einen

kleinen Teil der hauptsächlich aus Insekten und Sprösslingen bestehenden Nahrung.

Kapitel IV.

OSTEOMETRISCHE UNTERSUCHUNGEN. EINFLUSS DER ERNÄHRUNGS-

WEISE AUF DIE ALLGEMEINE FORM DES UNTERKIEFERS.

Die wenigen Massangaben für Vogelmandibeln, denen wir in der Literatur weit

zerstreut begegnen, genügen noch lange nicht, eine wenn auch noch so kleine Zusammen-

stellung der uns interessierenden Dimensionen zu ermöglichen, umso mehr, als eine

gleichartige Bearbeitung der Zahlen unerlaubt ist; denn die verschiedenen Autoren haben

ganz unabhängig voneinander gemessen und in den meisten Fällen keine technischen

Erklärungen beigefügt.

Aus diesen Gründen habe ich auf die Verwertung fremder Messungen ganz ver-

zichten müssen und nötigenfalls nur gelungene Abbildungen anderer Forscher berück-

sichtigt. Ich musste deshalb die Technik der Unterkiefermessungen so ausarbeiten, dass

sie auch für gute, getreue Abbildungen verwendet werden konnten.

Die gebrauchten Masse (vgl. Fig. 1 u. 2) sind folgende:

1. Gesamtlänge des Unterkiefers. Vorderspitze

— Mitte

des Gelenkteils. Unter

dem abgekürzten Ausdruck „Mitte des Gelenkteils" verstehe ich den Mittelpunkt der

Verbindungslinie der Centra der beiderseitigen Gelenkteile des Unterkiefers. Bei geraden

oder nur schwach gebogenen Unterkiefern wurde das Mass mit dem Zirkel genommen,

bei stärkerer Krümmung mit dem Bandmass. Die Messung erfolgte

dass der Faden mit der Krümmung des —

gerichteten

— Knochens

parallel verlief. Das Mass ergibt

die Länge des Hinterabschnittes des Unterkiefers.

2. Länge der Pars anterior. Vorderspitze

Zirkel oder Bandmass (wie oben).

jeweilen mit der Wölbung

3. Länge des Processus mandibularis posterior. Basis —

mungen wurden nicht berücksichtigt.

4. Symphysenlänge. Vorderspitze

— Hinterrand

— hintere

dann in der Weise,

nach unten

durch Subtraktion des Masses 2

Grenze der Pars anterior.

Spitze.

Zirkel. Krüm-

des Symphysenabschnittes an

seiner Kreuzungsstelle mit der medianen Sagittalebene. Zirkel oder Bandmass (siehe

oben, Mass 1).

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