Bilanz per 31. Dezember 2010 - Berner Reha Zentrum

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Bilanz per 31. Dezember 2010 - Berner Reha Zentrum

Muskuloskelettale Rehabilitation. Das Berner Reha

Zentrum wird von Patientinnen und Patienten aller

Altersgruppen und mit unterschiedlichsten Krankheitsbildern

aufgesucht. Das breite Spektrum der

Ansprüche stellt Herausforderungen an die individualisierte

Behandlung.

Im Hinblick auf die Patientenzahlen war das

vergangene Jahr wiederum intensiv und erfolgreich.

Unser jüngster Reha-Patient war ein

21-jähriger Skifahrer mit mehrfachen Verletzungen

an Becken, Wirbelsäule und inneren

Organen. Die älteste Patientin zählte 99 Jahre

und gelangte schwerst sehbehindert aus dem

Blindenheim nach der Operation einer hüftgelenksnahen

osteoporotischen Fraktur zu uns.

Um dem breiten Spektrum der Ansprüche

gerecht zu werden, müssen Zielsetzung, Therapie

und Messkriterien individuell ausgestaltet

werden. Aus diesen Gründen haben wir

versucht, die Patientinnen und Patienten vorausschauend

in Gruppen aufzuteilen. So haben

wir beispielsweise eine Subgruppe eher

«geriatrischer» Patienten definiert: Neben ihren

Problemen des Bewegungsapparates, die

zur Akuthospitalisierung geführt haben, weisen

sie zusätzliche durch ihr Alter bedingte

Behinderungen auf.

Vielfältige Bedürfnisse geriatrischer

Patienten

Bei dieser Gruppe wurden beim Eintritt systematisch

geriatrische Assessments durchgeführt

und auf die Situation zugeschnittene

entsprechende Module in die Behandlung

eingebunden. Diese prospektive Gruppierung

kann allerdings nicht immer ganz eindeutig

vorgenommen werden; die Altersgrenze

stellte sich dabei als am wenigsten hilfreich

heraus, obschon sie eines der drei Hauptkriterien

ist, um Reha-Patienten der geriatrischen

Rehabilitation zuzuteilen.

Die Subgruppenanalyse der Kategorie «Rehabilitation

Bewegungsapparat» zeigt in der

Dokumentation des therapeutischen End-

ergebnisses (Outcome) folgende Unterscheidungsmerkmale:

Im Vergleich zur Gesamtheit

der Patientinnen und Patienten war der Anteil

derjenigen, die direkt nach Hause oder zu Angehörigen

entlassen werden konnten, bei der

eher «geriatrischen» Gruppe eindeutig tiefer.

Die durchschnittliche Rehabilitationsdauer fiel

indes nur wenig höher aus. Einige wohnten

bereits vor dem Ereignis in einem Alters- oder

gar Pflegeheim, konnten aber aufgrund von

Mobilitätseinschränkungen und erforderlichem

Behandlungsaufwand postakut nicht

FIM kognitive Items

32

30

28

26

kein Geriatriepatient

Geriatriepatient

Eintritt Austritt

30–35 Punkte: keine oder leichte kognitive Funktions-

einschränkung

11–29 Punkte: mittlere kognitive Funktionseinschränkung

5–10 Punkte: schwere kognitive Funktionseinschränkung

Geschäftsbericht 2010 7

Mittelwert

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