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Afrika Africa - Universität zu Köln

Afrika Africa - Universität zu Köln

Afrikaforschung in Köln African Studies in Cologne nDie intensive Afrikaforschung in den drei Fächern bot Wissenschaftlern anderer Fachrichtungen immer wieder die Möglichkeit, mit eigenen Forschungen hinzuzutreten, so etwa Ägyptologen, Historikern, Botanikern, Geographen oder Wirtschaftswissenschaftlern. Eine Erfolgsgeschichte, die ihre Gründe in der Vielfalt der Fächer und ihrer engen Zusammenarbeit, aber auch in der Komplexität der Forschungsfragen hat. Sonderforschungsbereiche und mehr Die in Köln entwickelten Kompetenzen trugen Früchte. So wurde von 1995 bis 2007 der Sonderforschungsbereich 389 „ACACIA“ zum großen Teil von Kölner Wissenschaftlern durchgeführt. Mit der Gründung des Cologne African Studies Center (CASC) im Jahr 2008 wurde ein weiterer Schritt getan, um die Kompetenzen der Fächer zu vernetzen und den Forschungsschwerpunkt in Köln zu stärken. An dem neuen Sonderforschungsbereich 806 „Our way to Europe“, der im Jahr 2009 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt wurde, sind die Wissenschaftler der Universität zu Köln federführend beteiligt. Das interdisziplinär angelegte Forschungsprojekt soll den Weg des Homo sapiens von Afrika nach Europa, die umweltgeschichtlichen Rahmenbedingungen und die zugrunde liegende Populationsdynamik mit Hilfe von archäologischen und naturwissenschaftlichen Methoden erforschen. Starke Disziplinen arbeiten zusammen Für Professor Michael Bollig vom Institut für Ethnologie ist die Vielfalt der Kölner Forschungslandschaft einer der Faktoren des Erfolgs: „Die Afrikaforschung in Köln ist sehr breit aufgestellt. Wenn man alleine die Philosophische Fakultät betrachtet, gibt es da sehr unterschiedliche Orientierungen.“ Bollig kennt die Arbeit seiner Kollegen durch die langjährige Zusammenarbeit am SFB „ACACIA“. Starke Partner mit einmaligen Fähigkeiten und Erfahrungen – darin sieht er das Plus der Kölner Forschung. Ein sehr starker sprachwissenschaftlicher Zweig mit Forschung und Lehre in mehreren afrikanischen Sprachen sei einzigartig in Deutschland. Daneben gebe es zwei Professuren im medienwissenschaftlichen Bereich bei Afrikanisten und Ethnologen: „Ich wüsste kein Institut in Deutschland, das in diesem Fachbereich ähnlich stark aufgestellt ist.“ Die Afrikaarchäologie mit Besonderheiten wie der Felsbildforschung gebe es mit dieser Ausrichtung nur in Köln. Auch Bolligs eigenes Institut hat im Laufe der Jahre besondere Kompetenzen aufgebaut: „Wir verfügen hier in der Ethnologie über eine wirtschaftswissenschaftliche und kulturökologische Ausrichtung. Das ist bis zu einem gewissen Grad ein Alleinstellungsmerkmal.“ Hinzu kommen die Konfliktforschung (siehe Artikel „Mittel für den Frieden finden“) und medienwissenschaftliche Forschungen. International genießt das Institut ein hohes Ansehen, was nicht zuletzt durch regelmäßige Lehr- und Forschungsaufenthalte international renommierter Gäste bestätigt wird – zuletzt des Humboldtpreisträgers Terry McCabe von der University of Colorado. Aufgrund der exzellenten Arbeit gelingt es dem Institut immer wieder, Drittmittelprojekte einzuwerben, wie jüngst zwei von der DFG geförderte Forschungsprojekte in Kenia, Südafrika und Namibia. Doch neben den Erfolgen sieht Bollig auch Verbesserungsbedarf: „Was uns immer wieder fehlt, ist eine Professur für afrikanische Geschichte. Neben der exzellenten archäologischen Forschung und den gegenwartsbezogenen Forschungen der Ethnologie, fehlt die Ge- schichte als Bindeglied“, sagt Bollig. „Wir sollten hier in den nächsten zwei oder drei Jahren unbedingt die vorhandenen Strukturen ausbauen.“ Verbindungen aufbauen Ein weiterer Grund für die erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit der Kölner Forscher liegt in den engen Beziehungen zu den Universitäten und Institutionen in Afrika, die sich durch jahrelange intensive Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern aufgebaut haben. Wichtig ist dem Ethnologen dabei der Kapazitätsaufbau an afrikanischen Universitäten. Ein Mittel dazu ist zum Beispiel der interdisziplinäre Master- Studiengang Culture and Environment in Africa (CEA), in dem pro Jahr sechs Stipendien vom Akademischen Auslandsamt der Universität zu Köln an afrikanische Studenten vergeben werden. Die Bedeutung der wissenschaftlichen Ausbildung von jungen Afrikanern kann auch Professor Gerritt Dimmendaal vom Institut für Afrikanistik nur unterstreichen. Der Experte für nilo-saharanische Sprachen arbeitete zehn Jahre lang mit der Universität in Addis Abeba zusammen und betreute dabei die Doktorarbeiten junger Wissenschaftler. „Wenn die Afrikanistik in Afrika keine Rolle mehr spielt, dann ist das schlimm. Deswegen ist das capacity building sehr wichtig“, so Dimmendaal. Die Weiterentwicklung und Erhaltung der linguistischen Kompetenzen an den afrikanischen Universitäten kommt auf dem vielsprachigen Kontinent für den Unterricht von Kindern in ihrer eigenen Muttersprache besondere Bedeutung zu, so Dimmendaal: „Dazu braucht man Leute, die sich damit auskennen, wie man die Sprache weiterentwickelt und Lehrmaterialien entwirft.“ Ein ähnliches Projekt unterstützt der Wissenschaftler mittlerweile an der Universität von Khartoum im Sudan. Vor Ort forschen – interdisziplinär forschen Dimmendaal ist Sprachwissenschaftler, dessen Schwerpunkt auf der empirischen Forschung der Sprachen vor Ort liegt. Zusammen mit seinen Kolleginnen und Kol- Blick in die Arbeitsräume der Forschungsstelle Afrika in Köln Ehrenfeld The workrooms of the African Research Centre in Cologne Ehrenfeld 10 11

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