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Afrika Africa - Universität zu Köln

Afrika Africa - Universität zu Köln

Sichtweisen Perspectives

Sichtweisen Perspectives Prof. Dr. Michael Bollig Institut für Ethnologie Department of Social and Cultural Anthropology Perspektiven der Afrikaforschung an der Universität zu Köln Perspectives from Africa Research at the University of Cologne Im letzten Jahrzehnt hat die Afrikaforschung an der Universität zu Köln im Rahmen verschiedener interdisziplinärer Verbundforschungsprojekte ein national wie international sichtbares Profil entlang von Themen der Mensch-Umweltforschung ausgebildet. Anpassung an den klimatischen Wandel und Klimaereignisse (etwa Dürren) in der Prähistorie und Gegenwart, die politische Ökologie rezenten Landnutzungswandels und die symbolische Aneignung von und ideologische Einschreibung in Landschaften waren tragende Themen. Die meisten Projekte wurden in enger Zusammenarbeit mit der Universität Bonn durchgeführt. Gerade bewilligte Forschungsprojekte zeigen deutlich, dass diese Richtung weiterhin attraktiv ist, darüber hinaus aber auch weitere Themen mit dem starken wissenschaftlichen Potential in Köln erschlossen werden können. Frühe Menschheitsgeschichte, Diasporaforschung und Versicherungspolitiken sind Themen neuer Forschungsprojekte und deuten die Breite der Kölner Afrikaforschung an. Für die kommenden Jahre stellt sich die Frage, wie dieser leistungsstarke, weitgefächerte Zusammenhang systematisch weiterentwickelt werden sollte. Dabei muss die Strukturentwicklung gleichzeitig institutionell organisatorische und wissenschaftliche Gesichtspunkte im Auge halten. Die Stärkung des Cologne African Studies Centre durch den Aufbau administrativer Funktionen, die Entwicklung von Transferleistungen (Übertragung von wissenschaftlichen Ergebnissen in Politikberatung und verschiedene Bildungsbereiche) und einer in Stadt und Region wirkenden Öffentlichkeitsarbeit sind dabei von ebenso großer Bedeutung wie die Weiterentwicklung des interdisziplinären MA Studiengangs Culture and Environment in Africa. Für den Studiengang sind heute ein knappes Dutzend afrikanischer und einige deutsche Studenten immatrikuliert. Sie werden entlang des spezifischen Kölner Forschungsprofils ausgebildet und werden in den kommenden Jahrzehnten als Partner Kölner Forschungsarbeiten auf dem afrikanischen Kontinent oder an anderen Standorten wesentlich sein. Die wissenschaftliche Entwicklung des Afrikaschwerpunktes sollte in den kommenden Jahren durch eine gezielte Besetzung wissenschaftlicher Stellen etwa in den Bereichen afrikanischer Geschichte, Savannenökologie und urbane Geographie vorangetrieben werden, um so Lücken im interdisziplinären Raster zu schließen. Over the last decade Africa research at the University of Cologne within the framework of various different interdisciplinary integrated research projects has gained a nationally as well as internationally visible profile in the area of human-environmental research. Adaption to climatic change and climatic events (e.g. droughts) in the pre-historic period and in the present, the political ecology of recent land use shift, and the symbolical acquisition of and ideological importance being applied to landscapes have been recurrent themes of research. Most of the projects have been undertaken in cooperation with the University of Bonn. Research projects recently granted funding show that this is the direction still being taken by academics and scientists in this area, but, above all, that even more themes that have a strong academic potential can be researched in Cologne. Early history of mankind, diaspora research and insurance are themes of the new research projects and demonstrate the wide spectrum of areas related to Africa being researched at the University of Cologne. In the coming year, scientists and academics involved in Africa research at the University of Cologne are therefore faced with the question of how this coherency can be further developed systematically. Regarding this challenge, structural development as well as institutional, organizational, and scientific factors have to be considered. The consolidation of the Cologne African Studies Centre through the setting up of administrative functions, the development of transfer of scientific and academic data into political consultation and other areas such as education, and public relations with city and state are also of importance as well as the further development of the interdisciplinary MA programme “Culture and Environment in Africa.” Approximately a dozen African students as well as a number of German students are enrolled in the MA programme, which encompasses elements of the Cologne research concept. It is hoped that they will, as partners of Africa research in Cologne, become important Africa researchers on the African continent and elsewhere over the next few decades. Research on Africa is to be developed and promoted even further in Cologne over the next few years through more academic positions being made open in the areas of African history, savannah ecology and urban geography; this will serve to bridge all gaps in this interdisciplinary concept. n n n Afrikanische Forschung oder Afrika als Forschungsobjekt African Research or Africa as Research Subject Afrika ist schon immer ein fruchtbarer Boden für die Wissenschaft gewesen, schon seit der Kontinent zum ersten Mal Kontakt zur übrigen Welt aufgenommen hat. Aber trägt Afrika auch selbst aktiv etwas zur Forschung bei? Welchen wissenschaftlichen Stellenwert hat der Kontinent und wie sind seine Chancen, eigene wissenschaftliche Reputation zu erlangen? Im 21. Jahrhundert strebt Afrika vor allem Frieden und Wohlstand, kulturellen und wissenschaftlichen Aufschwung an. Um das zu erreichen, müssen die Afrikaner jedoch mehr Zeit und Ressourcen in die Ausbildung ihrer angehenden Akademiker investieren. Seit seinem ersten Kontakt mit der „Außenwelt“ hat Afrika viele Wissenschaftler so fasziniert, dass das, was mal als reine Neugierde begann, mittlerweile zu vollständigen Forschungsdisziplinen herangewachsen ist. Ein Beispiel dafür ist die Ägyptologie. Wissenssysteme vor Ort sind das Fundament der Wissenschaft im 21. Jahrhundert. Afrika kann den passenden Boden für die Gewinnung solcher Daten liefern und ihnen eine entscheidende wissenschaftliche Methodik hinzufügen, in dem Bestreben, einen Beitrag zur Wissenschaft zu leisten. Afrika hat weiterhin gute Chancen, Erkenntnisse zu liefern, die zur Entwicklung von Modellen herangezogen werden können, die das Verständnis und den Umgang mit unserer sich täglich verändernden Welt beschreiben. Auch wenn Afrika seine traditionelle Rolle, ein Schauplatz wissenschaftlicher Studien zu sein, beibehält, sollten trotzdem mehr Ressourcen und mehr Zeit in die Ausbildung junger afrikanischer Wissenschaftler investiert werden. The African continent has provided fertile ground for scientists since the time of its contact with the “outside world”. But what has been the nature of the African contribution to the scientific world? Where does Africa stand and what are her prospects in scientific contribution? Peace, prosperity, cultural and scientific revival are some of the aims of the African continent in the 21st century. But to achieve these Africans have to invest more time and resources in moulding young academics. From the onset of the contact between Africa and the “outside” world the continent has fascinated many a scientist to an extent that what started as mere curiosity culminated in the development of fully fledged scientific disciplines such as Egyptology. The 21st century takes local knowledge systems as foundations for scientific knowledge and Africa can provide suitable ground for capturing such data and apply to it rigorous scientific methodologies in the quest for contributing to knowledge. Africa continues to hold good prospects for providing insights that can be used for developing models for understanding and dealing with our ever changing world. However, while the continent continues its traditional role of providing an arena for scientific study, it should also invest more resources and time in developing young African scientists. Goodman Gwasira Austausch-Student am Institut für Ethnologie der Universität zu Köln Exchange Student at the Department of Social and Cultural Anthropology 6 7 n

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