mitteilungsblatt der gemeinde fehraltorf

fehraltorf

mitteilungsblatt der gemeinde fehraltorf

vErEINE / vErMISchtES

n Natur & umwelt Fehraltorf

Fehraltorfer velo-occasionen:

in ouagadougou heiss begehrt

Seit Jahren sammelt der Verein Natur &

Umwelt im Rahmen der Velobörse gebrauchsfähige

oder mit wenig Aufwand

reparierbare Fahrräder. Diese werden

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über die Velorecycling-Werkstatt Draht-

esel in Liebefeld in verschiedene Entwicklungsländer,

insbesondere nach Westafrika,

verschifft. Unsere Velos gelangen nach

Burkina Faso.

Diese ehemalige französische Kolonie gilt

als das Zweiradland des Kontinents und

die Velos sind ein wichtiges und günstiges

Transportmittel: Krankenschwestern erreichen

so ihre Patienten, Händler liefern

damit ihre Waren aus und Bauern legen

auf diese Weise den Weg zu ihren Feldern

zurück.

Neue chinesische Billigvelos wirken dort

auf den ersten Blick zwar sehr verlockend,

hinsichtlich der Qualität lassen sie aber

n bfu

Die landstrasse ist die gefährlichste Strasse

Die bfu veröffentlicht ihre Studie zur Sicherheit auf ausserortsstrassen

Über die Hälfte der im Strassenverkehr

Getöteten verlieren ihr Leben

auf Ausserortsstrassen – also mehr

als auf Autobahnen und innerorts zusammen.

Die bfu – Beratungsstelle

für Unfallverhütung hat in einer umfassenden

Studie die Sicherheit im

Ausserortsverkehr analysiert und daraus

Massnahmen abgeleitet, um die

Landstrassen sicherer zu machen.

Zwar lässt sich in Hinblick auf die tödlich

Verunfallten in den letzten 16 Jahren eine

positive Entwicklung feststellen: Starben

1992 bei Unfällen auf Ausserortsstrassen

noch 453 Personen, betrug im Jahr 2007

die Anzahl der Todesopfer 196. Dennoch

bleibt die Tatsache, dass im Durchschnitt

pro Jahr 53% aller auf Schweizer Strassen

getöteten Personen ihr Leben auf Ausserortsstrassen

verlieren.

In einer interdisziplinär angelegten Studie

hat die bfu, das Schweizer Kompetenzzen-

trum für Unfallprävention, die Situation

auf dem Ausserortsstrassennetz – gemäss

Berechnungen der bfu erstreckt es sich

auf ca. 34 000 km – umfassend untersucht.

Dabei wurde das polizeilich registrierte

Unfallgeschehen im Hinblick auf die

Verletzungsschwere ausgewertet. Insgesamt

wurden rund 190 000 Fälle mit 2500

getöteten Personen analysiert.

Als häufigste Unfalltypen identifiziert die

Studie Kollisionen mit entgegenkommenden

Fahrzeugen bzw. mit festen Hindernissen

ausserhalb der Fahrbahn, insbesondere

Bäumen. Zu den Faktoren, die die

Verletzungsschwere beeinflussen, gehören

nebst den bekannten wie Alkohol am

Steuer, hohe Geschwindigkeit und Nichtbenutzen

von Sicherheitsgurten beispielsweise

auch die Art des gefahrenen Fahrzeugs

oder der Strassenzustand.

Von den Ergebnissen der Untersuchung

leitet die Studie eine Reihe von Massnahmen

ab, die geeignet sind, das Unfallrisiko

viele Wünsche offen. Für Schweizer Occasionen,

die wegen ihrer Stabilität, Reparaturfreundlichkeit

und Langlebigkeit einen

sehr guten Ruf haben, besteht deshalb

immer eine Nachfrage.

Wir haben uns im Jahr 2002 zum ersten

Mal an dieser Sammlung beteiligt und

konnten in den vergangenen sieben Jahren

rund 80 Velos der Velorecycling-Werkstatt

Drahtesel übergeben und einer neuen

Bestimmung zuführen.

Vorschau:

21. Juni 2009: Botanische Exkursion

(Randen, SH)

Natur & Umwelt Fehraltorf

Beat Germann, Chatzenrainstr. 4,

8320 Fehraltorf, Tel. 044 954 13 69

www.naturschutz-fehraltorf.ch

auf Ausserortsstrassen zu reduzieren sowie

die Verletzungsschwere von Unfallopfern

zu verringern. Dazu gehören bekannte

Forderungen der bfu, so etwa ein

Alkoholverbot für Neulenker oder vermehrte

Polizeikontrollen, aber auch neue

Massnahmen wie zum Beispiel die stärkere

Förderung von Personenwagen mit

elektronischer Stabilitätskontrolle, eine

vermehrte bauliche Trennung der Fahrtrichtungen

auf stark befahrenen Strassen

sowie die Entfernung oder Absicherung

von Hindernissen, die zu nahe am

Strassenrand stehen. Die bfu empfiehlt

zudem, auf nachweislich gefährlichen

Strecken – etwa bei problematischen Gefällstrecken

– die Geschwindigkeitslimite

abschnittsweise herabzusetzen.

Informationen: bfu-Medienstelle,

Tel. +41 31 390 21 16, www.bfu.ch

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