NEU - Rudolf Steiner Schule Zürcher Oberland

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NEU - Rudolf Steiner Schule Zürcher Oberland

Winter 2011

Mitteilungen

Zeugnisse


Die Rudolf Steiner Schule Zürcher Oberland

wurde 1976 als politisch und konfessionell unabhängige Schule begründet

und steht als solche allen Bevölkerungskreisen offen. Das

Lehrerkollegium, als im pädagogischen Bereich autonomes Gremium,

orientiert sich in seinen erzieherischen Zielsetzungen an der geisteswissenschaftlichen

Welt- und Menschenerkenntnis Rudolf Steiners

– an der Anthroposophie. Die Aufnahme von Kindern erfolgt nach

pä da go gischen Gesichtspunkten und liegt in der Verantwortung des

Lehrer kollegiums.

Die Freie Schulvereinigung Zürcher Oberland

ist der rechtliche und wirtschaftliche Träger der Schule. Mitglied kann

werden, wer den Bestand und weiteren Ausbau einer Rudolf Steiner

Schule im Zürcher Oberland in freier Trägerschaft mitunterstützen will.

Die Statuten der Vereinigung sowie eine Beitrittserklärung sendet Ihnen

gerne der

Vorstand der Freien Schulvereinigung

Usterstrasse 141, 8620 Wetzikon

Die Mitteilungen

erscheinen viermal im Jahr und wollen der Bildung eines gemeinsamen

Bewusstseins aller an der Schule Beteiligten sowie dem für das

Leben unserer Schule unerlässlichen Informationsfluss dienen. Sie

werden auch an Interessenten abgegeben. Beiträge zur Deckung der

Druck- und Versandkosten erbitten wir auf das

Postcheckkonto 87-3246-9.


Nr. 152 / 35. Jahrgang Erscheint 4x jährlich

Inhalt

Redaktionelles Christian Labhart 2

Berührungspunkte Peter Lange 4

Ich bin Zukunft Udo Richter 6

Lob und Tadel Catherine Langmaier 12

Die ersten Zeugnisberichte Sophia Wepfer 16

Ich betreibe eine Zeugnisdruckerei... Peter Lange 18

In Erwartung des ersten Notenzeugnisses 21

Nach der Schule… 23

Ehemalige berichten Wim Kolb 26

Der Hort wird in die Schule integriert Heidi Schmid und

Doris Schwaller 37

Aus dem Kollegium Peter Lange 39

Aus dem Vorstand Verena Schaltegger 42

Gelesen… Erwin Kolb 44

Mitteilungen der Rudolf Steiner Schule Zürcher Oberland

Herausgeber Lehrerkollegium der Rudolf Steiner Schule und

Vorstand der Freien Schulvereinigung Zürcher Oberland

Usterstrasse 141, CH-8620 Wetzikon

Tel. 044 933 06 20, Fax 044 933 06 24

E-Mail: info@rsszo.ch, www.rsszo.ch

Redaktion Basil Bachmann, Christian Labhart,

Peter Lüthi, Christa Hunziker

Lektorat Peter Urbscheit

Layout Alinéa AG, Wetzikon

Druck Eristra Druck, Wetzikon

Redaktionsschluss Frühling 2012: 12. März 2012

Inhaltliche Verantwortung für die Beiträge und alle Rechte bei den Autoren


Redaktionelles

Liebe Leserinnen und Leser,

Andrea – eine ehemalige Schülerin aus den 90er Jahren. Ich begegne ihr an einer

Klassenzusammenkunft. Es interessiert mich, was ihre prägendste Erinnerung an

die gemeinsame Schulzeit sei. Sofort erzählt sie mir, als wäre die Wunde immer

noch nicht ganz geheilt, von der Enttäuschung, als ich sie nach der 6. Klasse in die

Oberschule (die unterste Stufe der damals dreigeteilten Oberstufe) schickte. Sie

schildert, wie sie später von ihrem damaligen Oberschullehrer so viel Anerkennung

bekam, dass die Buchstaben nicht mehr tanzten und sie die Rechtschreibung in

den Griff bekam. Ich schämte mich ein wenig, doch was hätte ich tun können? Das

System verlangte von mir eine Selektion, und ehrlich gesagt war sie für mich ab

und zu ein angenehmes Druckmittel, um die Kinder zum Lernen oder mindestens

zur Anpassung zu bringen.

Klaus – ein ehemaliger Schüler aus den 70er Jahren. Ich begegne ihm zufällig auf

der Strasse. Als ob es gestern gewesen wäre, erzählt er von einer Gruppenarbeit,

wo sie zu sechst das Modell einer Wunschstadt (sie bekam den Namen «Spinnenstadt»)

bauen durften. Interessanterweise erinnert er sich nicht in erster Linie an

das Aussehen der Stadt, sondern an die Prozesse innerhalb der Gruppe. Es ging

darum, sich zu einigen, Konflikte zu lösen, um ein Resultat zu gestalten, das allen

gefiel. Für diese Arbeit gab es keine Noten, aber Anteilnahme und Fragen, als die

Städte vor der ganzen Klasse präsentiert wurden.

An der Rudolf Steiner Schule gibt es bis in die 11. Klasse keine Noten und, was noch

wichtiger ist, keine Selektion. Das ist gut so. Die Berichte in dieser Nummer der

Mitteilungen schildern diese Thematik aus ganz verschiedenen Blickwinkeln.

2

* * *

Vielleicht erinnern Sie sich an die Kolumnen unseres ehemaligen Kunstlehrers

Michael Ottopal, die oft Reaktionen (positive und negative) auslösten. Seit seinem

Abgang sind wir auf der Suche nach einem Ersatz. Wieso nicht ein Vater, eine Mutter

oder eine Person aus dem weiteren Umfeld der Schule, die viermal im Jahr ihre ganz

persönlichen Gedanken zu «Gott und der Welt» formuliert? Wir warten auf zahlreiche

Bewerbungen!


Die vorliegende Nummer ist ein Sonderfall. Angesichts der wunderbaren Zeugnisbilder

unserer Unterstufenlehrkräfte haben wir uns den Luxus eines Farbdruckes

geleistet. Die Zeichnungen dieser Ausgabe sind Skizzen für Zeugnisbilder einer

zweiten Klasse, die Farbdrucke zeigen Zeugnissbilder aus den Klassen 2, 4 und 5.

Nun wünschen wir Ihnen eine anregende Lektüre und ein besinnliches Weihnachtsfest.

Für die Redaktion

himmelwirksam hüllend

Christian Labhart

3


Berührungspunkte

4

Je länger ich Gärtner bin

desto mehr staune ich.

Über die Schönheit

die mir begegnet.

Ich sehe den Baum.

In seiner Gestalt

ist er schön.

Ich spüre die Rinde

in ihrer Struktur

ist sie schön.

Ich sehe den Ast

auch wenn ich ihn säge

bleibt er schön.

Auch das kleinste Zweiglein

vom Wind abgebrochen

ist schön.

Und die Knospe

welch Werk von Präzision

ist schön.

Oder das Blatt

das sich entfaltet

die Sonne auffängt

das sich verfärbt

das abfällt

das verrottet

jedesmal ist es schön.

Oder die Blüte

der Duft

die Frucht

der Same

der Keimling

Alles ist schön.

Vom Kleinsten bis zum Grössten.

Ich kann wirklich nur staunen.

Peter Lange


wurzelkraft haftend

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Ich bin Zukunft

Kreuzlingen, Kantonales Lehrerseminar, 1984:

«Musik: Note 3 1/2, hat grosse Fortschritte gemacht.»

So durfte ich einst in meinem ersten Zeugnis im Verlaufe meiner Primarlehrerausbildung

lesen. Hätte ich mich nun über die grossen Fortschritte freuen oder darüber

ärgern sollen, dass diese Note «Ungenügend» mich um ein Haar – kaum begonnen,

schon zerronnen – aus der ehrenwerten Stätte der Lehrerbildung spediert hat?

Wetzikon, Steinerschule, 2011:

«Formenzeichnen: Du hast grosse Fortschritte gemacht.»

Solches wird ein Schüler im Verlaufe seiner ersten fünf Schuljahre zu lesen nicht

genötigt sein. Und demzufolge ist die Frage, ob nun Freude oder Ärger aufkommen

soll, ebenso überflüssig wie jene nach des Lehrers Urteil: eher 5 («gut») oder 3

(«ungenügend»)?

Stuttgart, Waldorfschule, im Gründungsjahr 1919:

Es sind zwei Zeugnisse im Jahr auszustellen, dies nach einer Anweisung Rudolf

Steiners. Bald aber zeigt es sich, dass weder Behörde noch Eltern dies fordern. So

kommt es zu den Zeugnissen, die am Ende des Schuljahres gegeben werden, wie

dies heute noch der Fall ist.

Die Form aber hat sich – zumindest in der einen oder andern Schule, so auch in

Wetzikon – gewandelt. Aber alles der Reihe nach. Lesen Sie vorerst, wie dies in den

Anfängen der Waldorfschulbewegung der Fall gewesen ist:

«Auf dem Zeugnisformular ist ein grosser freier Raum, in dem der Klassenlehrer

über den Schüler berichtet. Rudolf Steiner legte grössten Wert darauf, dass hier

ein möglichst individuelles Bild des Zöglings entworfen werden sollte. Dabei sei

es zu vermeiden, dass man negative Bemerkungen mache. Der Lehrer solle sich so

liebevoll wie möglich in den Charakter, in die Fähigkeiten, aber auch in die Mängel

und Schwächen seiner Schüler vertiefen und alles das in der wohlwollendsten Art

darstellen. Erst dann dürfe so etwas folgen wie die Beurteilung der Leistungen.

Wohl müsse das Bild, das jetzt gezeichnet wird, ein recht treues, unverfälschtes

sein. Aber auch hier sei jede aburteilende und richtende Note zu vermeiden. Hingegen

seien Wege für das Bessermachen aufzuzeigen. Während man sich in diesem

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Teil des Zeugnisses in den unteren Klassen ausschliesslich an die Eltern wende,

müsse man in der Mittelstufe die Schüler mit einbeziehen in das, was man ihnen

zu sagen habe.» (1)

So viel zur Anfangssituation der Waldorfschulbewegung, die in Bewegung geblieben

ist, wie am Beispiel des Umgangs mit dem Zeugnis ersichtlich werden wird. Die

Schüler der Steinerschule Wetzikon erhalten seit mehreren Jahren – begleitend zum

Zeugnisspruch, der im Übrigen schon 1919 Usus war – ein Zeugnis-Bild anstelle eines

Textes. – Was drückt sich da aus?

Dem auf die Spur zu gehen, ist meine Absicht.

Da hat sich also etwas bewegt, verändert. Den Platz der Worte haben Farbe und Form

eingenommen. Beleuchten wir vorerst das Zeugnis-Wort: Dieses hat die Aufgabe, ein

«möglichst individuelles Bild des Zöglings zu entwerfen», welches «in den unteren

Klassen sich ausschliesslich an die Eltern wende». Der Erfordernis, jene ins Bild zu

setzen über ihr Kind, kommt die Schule in Wetzikon nach, indem kontinuierlich

Standortgespräche geführt werden. Es liegt hierbei im Ermessen des Lehrers, welches

der dafür geeignete Zeitpunkt ist. Es ist dies ein Schritt hin zur Freiheit – die

Verantwortung für den richtigen Zeitpunkt, um ein Zeugnis über die Entwicklung und

den schulischen Stand eines Kindes abzugeben, liegt in der Hand des Lehrers (und

bei Bedarf elterlicherseits freilich auch in jener Hand). In meiner Klasse sah ich es als

richtig an, am Ende des zweiten Schuljahres mit allen Eltern mich auszutauschen.

Andere Lehrer handhaben es anders und führen ein Standortgespräch nicht vor, sondern

nach der Zeit des «Rubikons».

So viel zum Zeugnis-Wort.

Ganz der Tradition verpflichtet – und dies mit gutem Recht und klarem Bewusstsein

– ist die Schule hingegen im Falle dessen, was den Zeugnis-Spruch betrifft.

Welches ist denn das Wesentliche eines solchen? – Dies schildern zu dürfen, ist

mir grosse Freude und Lust.

Ganz im Gegensatz zum Zeugnis-Wort setze ich nicht ein Gegenüber «ins Bild über»

eine Sache: vielmehr stelle ich einem Gegenüber «ein Bild vor» es hin. Dieses Bild

hält im folgenden Schuljahr Einzug in die Klasse: Jedes Kind spricht an dem Wochentag,

an dem es geboren ist, seinen Spruch und lässt die Klassengemeinschaft

teilhaben daran, was ich als Lehrer speziell ihm für die bevorstehende Zeit zuge-

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dacht habe. Woche für Woche entsteht so ein farbenfroher Reigen. «Ich will ein

Feuer sein...», darf das eine Kind berichten. Ein anderes entgegnet ihm: »Ich will

kein Feuerwerkchen sein...» – Bemerken Sie einen Widerspruch? Ja? – Mitnichten!

Allein der Kunst, hier in der Form der Sprache, ist es vorbehalten, Wahres in vermeintlichem

Widerspruch zu offenbaren.

Grosse Bilder von Sonne, Mond und Gottes Kraft wechseln sich ab mit solchen vom

Erzählstoff des vergangenen Jahres. In meiner jetzigen dritten Klasse leben nochmals

die heilsamen Taten von Elisabeth und Offerus, von Martin und Franziskus auf. Hinzu

gesellen sich wilde Wasserfälle und sprudelnd helle Bäche, sammeln sich Schwalben

zum südlichen Flug und wandeln sich Raupen zum Schmetterling. Die stete Begleitung

meiner «Zöglinge» von solchen Wahrbildern trägt in sich die Hoffnung des Erziehers,

dass sie daran wachsen und erstarken. So ganz nebenbei lernt ein Grossteil

der Kinder bis zum Ende eines Jahres den gänzlichen Reigen der Sprüche auswendig.

Lieber Leser!

Eingedrungen sind wir in zwei Qualitäten des Wortes: im ersten Falle – dem Zeugnis-

Text respektive dem Standortgespräch – offenbart sich jene des Gedanklichen

und ist orientiert an dem Vergangenen, im zweiten Falle – dem Zeugnis-Spruch –

äussert sich Willenhaftes und ist zukunftgerichtet. – Mit anderen Worten: Ersteres

umkreist das (Geworden-)Sein und Letzteres das Werden: «Ich bin, also werde ich.»

Ein Wort kann so bildhaft daherkommen, wie es will; es ist von anderer Qualität als

ein gemaltes Bild. Noch nicht einmal das aus der Tätigkeit resultierende «Produkt»,

allein schon die Tätigkeit selbst – und vor allem diese! – ist grundlegend verschieden,

ob einer (der Lehrer) nun einen (Zeugnis-)Text schreibt oder ein (Zeugnis-)Bild

malt: ich wende mich für eine bestimmte Zeit gänzlich dem Kinde hin in meinem

Tun – ob ich schreibe oder male. Aber was tue ich denn? Ich male – und ich schreibe

nicht; und meine Hinwendung zum Kind ist nicht eine gedankliche: Beim Malen

ist meine Hinwendung eine gefühlsmässige. Auch wenn, bedingt durch äussere

Umstände, beispielsweise ein Bildkonzept im Voraus erstellt werden musste: Die

Momente des Malens sind eine Hinwendung im Gefühlsmässigen. Während dieser

Momente begegne ich dem mir anvertrauten Kind im Seelischen.

Gerne nehme ich Sie mit auf den Weg der Bildsuche und -findung meiner jetzigen

dritten, damaligen zweiten Klasse.

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Das Schuljahr ist noch jung, und wir setzen uns im Formenzeichnen mit der Symmetrie

auseinander. Die Aufrechte erkennen wir bald einmal als Wachzustand, die

Liegende als im Schlaf befindlich. Weitet sich die Symmetrie nach oben, zeugt sie

von Offenheit. Schliesst sie sich hingegen ab, will sie für sich sein. Solche Betrachtungen

mit den Kindern lassen mich darüber sinnieren, ob nicht die Symmetrie

geeignet wäre als Zeugnisbild. Ich könnte beispielsweise jedem Kind einen symmetrisch

geformten Baum schenken, der eine schlank und rank, der andere voll

und rund. Weiter schweifen meine Überlegungen und bleiben beim Erzählstoff,

den Fabeltieren und ausgewählten Heiligen, haften: Diesem Kind täte der mantelteilende

Martin gut, jenem der wunderwirksame Benediktus, einem nächsten der

drachenbezwingende Beatus. Dergestalt lebt unentwegt das Kind im Bilde in mir.

Grenzenlos – für einige Zeit. Frei darf Bild an Bild sich reihen. Doch ist Freiheit bekanntlich

nur möglich, wenn auch Grenzen da sind. Und die Zeit der Zeugniswoche

rückt allmählich näher. So gilt es auch, allmählich Grenzen festzulegen. Als Lehrer

an einer Steinerschule bin ich nur allzuoft aufgefordert, diese selber festzulegen.

Eine erste lege ich fest: Ich darf nicht länger als eine Woche an den Bildern arbeiten.

Eine zweite gesellt sich dazu: Ich möchte dieselben sechs Aquarellfarben verwenden,

die ich im Malunterricht in der Klasse verwende: zwei gelbe, zwei rote

und zwei blaue. Eine dritte: Ich bleibe bei der Symmetrie und wage es, durch diese

ballung erlösend ruhe blustsuchend keimzauberwebend

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Einschränkung dennoch – oder gerade deshalb erst recht? – dem einzelnen Kind

zu begegnen, einem jeden etwas ganz Eigenes mitzugeben für das nächste Jahr.

Die vierte: Die Symmetrie soll aufrecht sein; in der dritten Klasse ist es erbaulicher,

einer «wachen» Zeichnung ausgesetzt zu sein. Die fünfte: Ich male in einer Schichttechnik,

lege aber nicht mehr als drei Schichten pro Bild (haben Sie schon mal «geschichtet»?

– es ist süsse und wohltuende Verlockung und im Grunde genommen

«wesentlich», unzählige Schichten aufeinanderzulegen und ineinanderfliessen zu

lassen, um zu einer entsprechenden Bildwirkung zu kommen... – allein, mir ist die

Aufgabe gegeben, vierundzwanzig Bilder in einer Woche zu entwickeln und zu

malen, da ist die Festlegung einer Grenze unumgänglich).

Am Vorabend der Zeugniswoche fliesst das, was sich mehr und mehr zu einer Vorstellung

verdichtete, auf ein Papier.

«Ich bin, also werde ich.» Dem SEIN des Kindes versuche ich mich anzunähern

durch die Betrachtung, die ich zu jedem Kind in der Vorbereitung der Standortgespräche

durchführte. Um meine ganze Klasse vor Augen zu haben, hilft mir hierzu

ein Farbkreis – Gelb für das Vorherrschen des Denkpols, Rot für den Willenspol,

Blau für den Gefühlspol. So ordne ich jedes Kind einer Farbe zu. Nun möchte ich

ihm aber vor Augen führen, was es noch nicht ist, aber ebenso in sich trägt – das

ist gerade die Gegenseite, die Nachtseite seines sich im Äusseren offenbarenden

Wesens. Deshalb entscheide ich mich, jedem Kind nicht «seine» Farbe, sondern

deren Nachtseite, die Gegenfarbe zu schenken. Damit innig verbunden ist meine

Hoffnung, dem WERDENDEN im Kinde Rechnung zu tragen. Es soll sich ruhig an

etwas reiben können... so herrschte dann auch nicht eitel Sonnenschein bei der

Vergabe der Bilder: Ein «gelber Denker» muss sich zuerst einmal gewöhnen an das

ihn vorerst brüskierende, ihm so fremde Lila.

Die Zuordnung der Kinder zu einer Farbe allein genügt mir nicht, habe ich doch die

Intention, eine wesensfördernde Symmetrieform der Farbe hinzuzufügen. So verteile

ich auf meinem Farbkreis die Kinder also nicht beliebig innerhalb einer Farbe,

sondern frage mich auch, in welchem Grad die drei Pole sich schon ausgeformt

haben. Form-Gefestigte erhalten entsprechend lösende, Form-Lose hingegen festigende

Symmetrien.

So entwickle ich ein regelrechtes Konzept, welches mir wohl gute Hilfe leisten kann

während des Malens, jedoch keinesfalls zur toten Formel werden darf.

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Und wirklich – die intensive vorbereitende Auseinandersetzung in den Zeiten vor

der Zeugniswoche ermöglicht mir seelenbaumelnlassendes, seelenerlöstes Malen.

Die in den Mitteilungen eingefügten Symmetriezeichnungen sind deshalb unter-

titelt, damit mein Anliegen des Werdenden, des Prozesshaften deutlicher zutage tritt.

(1): Heinz Müller:

Von der heilenden Kraft des Wortes und der Rhythmen

Verlag Freies Geistesleben

Udo Richter.

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Lob und Tadel

Ich stehe beim Nachdenken über diese zwei Begriffe unmittelbar in einer Polarität,

Lob gut, sympathisch, Tadel schlecht, antipathisch, denn ich tadle ungerne. Hinterher

habe ich oft gemischte Gefühle. Ist Tadel eine altmodische, überflüssige Erziehungsmassnahme?

Lob hinterfrage ich weniger.

Wie geht es mir, wenn ich Lob oder Tadel bekomme? Lob weiss ich sehr zu schätzen.

Es motiviert und befeuert mich, es beflügelt und ermutigt mich. Ich lege mich

erfreut und entspannt zurück und je nachdem wie stark dieses gute Gefühl «Bleib

so wie du bist, mach weiter so» sich übersteigert, schläfert mich die Nachricht «Du

brauchst nichts zu verändern» mehr oder weniger ein.

Wenn ich ein Versäumnis bemerke, ein kritisches Feedback (Tadel) bekomme oder

aus den Reaktionen meiner Mitmenschen lese, dass mir etwas gerade nicht so gut

gelungen ist, werde ich wach. Steigert sich diese Art von Wachheit, dann hinterfrage

ich mein Handeln kritisch; ins Extreme gesteigert, befördert sie mich auf den Stuhl

der Selbstzerfleischung, was Kraft und Nerven kostet.

Ich werde wach, wenn ich Tadel bekomme und überlege mir, was ich ändern kann

und wie. Das ist die positive Seite des Tadels. Das Positive am Lob: Ich werde ermutigt,

befeuert, beflügelt. Die negative Seite des Tadels ist, dass ich mich zu sehr

in Frage stelle, dass dies zerstörerisch werden kann. Das gilt vor allem, wenn der

Tadel auf mich als Person gerichtet ist, beziehungsweise wenn ich ihn auf mich

als Person beziehe. Die negative Seite des Lobs ist, dass sich mein Wohlgefühl

so übersteigern kann, dass ich hochmütig werde oder eben schläfrig in Bezug auf

meine Selbsterziehung.

In beiden Fällen fühle ich mich selbst, in mir, mein Selbst, manchmal auch in egoistischem

Sinn, mehr oder weniger stark, mehr oder weniger ausgeliefert den sympathischen

oder antipathischen Kräften oder frei davon. Frei werden kann ich von

diesen Kräften im Rückblick, in der Distanz, in der Reflexion, wenn es mir gelingt,

zu relativieren, über mein Handeln und Reagieren nachzudenken, die egoistischen

Anteile mit einer guten Portion Humor zu erkennen. Lachen hilft auf jeden Fall, Distanz

zu gewinnen! Es ist eine Frage meines inneren Gleichgewichtes, wie ich damit

umgehen kann und wie stark ich bin beziehungsweise wie stark mein Ich ist.

Wie Lob oder Tadel auf mich wirkt, hängt auch damit zusammen, wie meine «innere

Buchhaltung» bezüglich Stärken und Schwächen momentan aussieht, was ich wie

entgegennehmen kann, was ich damit anfangen kann, wie ich damit umgehe. Sehe

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ich die Chancen, das Positive in meinen Fehlern? Kann ich daraus lernen? Sehe ich

die Schattenseiten meiner Stärken?

Wichtig ist neben dem Inhalt des Feedbacks auch, wie es geäussert wird. Kann ich

es ernst nehmen? Welche Absicht steckt dahinter? Ist es ehrlich gemeint, übertrieben?

Jetzt kommt das Nonverbale in mein Wahrnehmungsfeld. Stimmen Inhalt

und Gestik überein? Wie interpretiere ich eine Kritik? Ist sie konstruktiv? Hat sie

etwas Bedrohliches, ist sie ein Angriff? Werde ich davon in die Enge getrieben,

urteile ich vorschnell, so meine ich, ich könne nur entweder flüchten oder zurückschlagen

und hätte keine andere Möglichkeit. Das Problem liegt in der schnellen

Interpretation. Niemand schreibt mir vor, wie ich eine Situation interpretieren soll.

Das ist etwas sehr Persönliches. Ein anderer Mensch an meiner Stelle urteilte anders.

Also muss ich nicht gezwungenermassen so urteilen, wie ich es tue. Ich habe

die Möglichkeit, meine Wahrnehmung der Situation zu verfeinern zu objektivieren,

genauer hinzuschauen oder mir ein ganzheitliches Bild zu machen. Ich kann auch

versuchen herauszufinden, warum bestimmte Situationen bestimmte Gefühle bei

mir auslösen. M. Rosenberg würde sagen, dass diese Gefühle mit der Erfüllung

meiner Bedürfnisse zusammenhängen. (1)

So erlebe ich als Erwachsene Lob und Tadel als erwachsene Empfängerin und innerlich.

Wie sieht das bei Kindern aus?

Von Selbsterziehung oder Egoismus kann man nicht sprechen. Die Aktivitäten des

Relativierens und des Rückblicks, diese Ich-Aktivität ist bei ihnen noch nicht verinnerlicht,

wir Erwachsenen leisten diese Aktivitäten sozusagen stellvertretend, von

aussen. Wir sind Modell, das die Kinder nachahmen oder dem sie nachfolgen können,

vielleicht nicht immer dann, wenn wir es gerne hätten und vielleicht gerade

dann, wenn wir es lieber nicht hätten. Wir werden als handelnde Personen wahrgenommen

im Umgang mit unseren Stärken und Schwächen.

Vorschulkinder ahmen kritiklos nach, bestaunen mit grossen Augen, was um sie

herum geschieht, was Menschen tun, ihre Stimmen, Ihre Gesten. Alle Eindrücke

gehen tief in sie hinein, ungefiltert, im Vertrauen, dass die Welt gut ist. Im frühen

Schulalter hält die Nachahmung noch an, die intensive Verbindung mit der Umgebung

ebenfalls. Es ist wichtig, dass die Erziehungspersonen «lieb» sind, die Kinder

sind ihnen gegenüber sehr grosszügig! Liebevolles Handeln ist nachahmenswert.

Später erlebt sich das Kind als etwas Eigenes, von der Umgebung Getrenntes; es

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sondert sich in einem Antipathieprozess, einem gesunden Egoismus ab, es macht

sich auf den Weg zu sich selbst, Ich und Du wird viel bewusster, als Differenz wahrgenommen.

Das Kind erlebt in sich einen Geheimnisbezirk, wo andere Menschen

nur «auf Einladung» hereingelassen werden. Jetzt müssen sich die Erwachsenen

die Liebe der Kinder verdienen! Sind sie authentisch? Widersprechen sie sich?

Stimmen ihre Handlungen mit den Worten überein? Sind sie liebenswert? Die Wahrnehmung

wird kritischer.

In jeder Entwicklungsphase haben Kinder andere Bedürfnisse, entstehen neue päda-

gogische Herausforderungen an die Erzieher, ganz abgesehen von den individuellen

Unterschieden der Kinder, die je länger, je mehr zum Tragen kommen. Immer

wieder treten Absonderungsphasen auf, in denen sich Kinder eine wachsende Auto-

nomie erringen, gepaart mit Krisen und Zeiten, in denen sie sich wieder mehr mit

ihrer Umgebung verbinden können auf dem Weg der Individualisierung.

Kinder können erst ab zwölf Jahren aus Fehlern lernen oder, anders gesagt, die

Seele orientiert sich am Positiven, an lohnenden Zielen. Über deren Inhalt könnte

man noch einen Artikel schreiben. Verkürzt möchte ich hier nur erwähnen, dass

diese Ziele sicher nicht darin bestehen können, dass Kinder den Normen unserer

kranken Gesellschaft zu entsprechen haben.

Kinder handeln grundsätzlich aus Sympathie, wollen «es» gut machen. Einen «bösen»

Willen gibt es nicht; es gibt einen guten Willen im Sinne der Bibel. Der Wille ist

etwas sehr Unbewusstes, das sich in Sympathie mit Zielen verbinden will.

Alexander der Grosse konnte das Pferd Bukephalos nur zähmen, weil er sah, dass

es sich vor seinem eigenen Schatten fürchtete. Er lenkte Bukephalos Blick in die

Weite und das Pferd gehorchte ihm. Vielleicht ist das ein Bild für den Umgang mit

dem Schatten. Es ist oft so, dass Tadel Schuldgefühle erzeugt, statt dass die Frage

entstehen kann, wie etwas ein anderes Mal besser gemacht werden kann, ohne

dass sich das Kind mit Reuegefühlen herumschlagen muss.

So wie die Erziehungsfragen, mit denen wir uns auseinandersetzen, in jeder Entwicklungsphase

anders sind, sind die Ziele andere. So gesehen heisst Lob: «Die

Richtung zum Ziel stimmt.» Tadel soll dazu verhelfen, das Ziel im Auge zu behalten,

sich nicht zu verzetteln, er soll helfen, Halt zu geben oder zu finden, aber immer

mit dem Fokus auf das lohnende Ziel. Es gibt im Alltag die schönen Momente, wo

man «auf Kurs» ist, und die herausfordernden, wenn Hindernisse auf dem Weg

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auftauchen oder der Weg aufwärts geht, steil und anstrengend wird. Wenn das

Ziel erreicht ist, die Schwierigkeiten überwunden, kommen Gefühle von Stärke und

Tüchtigkeit auf, gewachsen an den Widerständen – und auf geht es zur nächsten

Herausforderung! Eine Grenze ist überwunden!

Verallgemeinert betrachte ich die Erziehungsaufgabe lieber so: Wir gestalten für

das Kind einen Raum zu seiner Verfügung, in welchem es zu sich selber finden, sich

selber gestalten, seinen Impulsen und Potenzialen begegnen und diese entfalten

kann. Dieser Raum ist den Entwicklungsbedingungen des Kindes angemessen und

bietet Halt, Seelische und geistige Nahrung und Schutz. Jedes Kind ist ein Künstler

und soll tätig werden können.

Wichtig scheint mir, dass ich mich innerlich mit dem Wesen des Kindes oder der

Klasse verbinde und aus dieser Verbindung das Vertrauen der Kinder zu sich und

zu mir stärken kann und zu hilfreichen Handlungen finde.

Als Erzieher müssen wir die Ehrlichkeit haben, unsere eigenen Grenzen und Werte

klar zu formulieren und dafür sorgen, dass sich das Soziale in gegenseitigem Respekt

und Vertrauen entwickeln kann, denn wir alle haben nicht nur eine individuelle

Aufgabe, sondern auch eine soziale, wir wollen uns helfend in die Gemeinschaft

einbringen. Dafür braucht es uns alle, besonders im Hinblick auf die Aufgaben, die

die Zukunft uns und den Kindern stellen wird.

(1): Marshall B. Rosenberg und Ingrid Holler:

Gewaltfreie Kommunikation, Eine Sprache des Lebens

Junfermann

Catherine Langmair

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Die ersten Zeugnisberichte

In den letzten Jahren habe ich im frühen Sommer viel gemalt und gezeichnet. Jedes

Kind erhielt in seinem Zeugnis nach der dritten Klasse ein Bild von einem Handwerker

an der Arbeit oder von einer Geschichte aus dem Alten Testament. In der

vierten Klasse waren es die Flechtmuster der Germanen und in der fünften Klasse

malte ich in Anlehnung an die Pflanzenkunde für jeden Schüler und jede Schülerin

eine Blume. Dazu erhielten sie ihre Zeugnissprüche, die sie über ein ganzes Jahr

begleiteten.

Zum Abschluss der sechsten Klasse schrieb ich nun die ersten Textzeugnisse und

merkte, wie unglaublich anspruchsvoll dies ist. Ich habe die Kinder direkt angesprochen

und nicht über sie geschrieben. «Liebe Maria, …» steht da und nicht:

Maria hat im letzten Schuljahr… Das heisst, meine Zeugnisse sind hauptsächlich

als Rückmeldung für die Schüler gedacht und nicht in erster Linie als Information

für die Eltern. Mit ihnen führte ich Standortgespräche.

Zunächst versuchte ich mir innerlich ein möglichst ganzheitliches und lebendiges

Bild der Schülerin oder des Schülers zu schaffen. In welcher Stimmung betritt sie am

Morgen das Klassenzimmer? Wie begegnet sie mir und den anderen Schülern und

Schülerinnen? Wie bringt sie ihre eigenen Ideen und Gedanken in den Unterricht

ein? Fällt ihr das Lernen leicht oder ist es für sie mit sehr viel Arbeit verbunden? Gibt

es etwas Spezielles, das diese Schülerin zum Zusammenleben in der Klasse beiträgt?

Kann sie selbständig arbeiten und zuverlässig die Hausaufgaben erledigen?

Was ist ihre ganz besondere Stärke?

Aus diesen Gedanken ergab sich der erste Teil des Zeugnistextes. Ich hoffte, dass

sich jeder Schüler und jede Schülerin als Persönlichkeit wahrgenommen fühlte beim

Lesen, sich selbst im Inhalt des Textes erkannte.

In den nächsten Abschnitten ging ich auf die einzelnen Fächer ein. Hier wurde es

nun konkreter, es ging darum, wie sorgfältig die Epochenhefte geführt wurden

und ob ein Schüler im Rückblick auch zeigen konnte, was er alles gelernt hat. Den

Schwerpunkt legte ich auch hier auf die Stärken und auf Dinge, die gut gelungen

sind. Daneben schien es mir aber auch an mancher Stelle sinnvoll, den Schüler auf

eine Verbesserungsmöglichkeit aufmerksam zu machen oder ihn zu ermuntern, in

gewissen Bereichen noch mehr Einsatz zu leisten. Die Herausforderung war, immer

ehrlich zu bleiben, ohne die Schüler zu demotivieren oder zu verletzen. Ich war mir

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jederzeit bewusst, dass ich mit meinen Worten viel gnadenloser urteilen könnte, als

wenn ein Volksschullehrer eine Note Drei in ein Zeugnis schreiben muss. Trotzdem

ging es nicht darum, Schwächen schönzureden. Jedes Kind hat vielfältige Möglichkeiten

und Begabungen. Glücklicherweise können wir uns ein Gesamtbild schaffen

und müssen uns nicht auf die schulischen Leistungen im engeren Sinne beschränken.

Es zählt nicht bloss, wie viele Aufgaben in einem Test richtig gelöst wurden;

mindestens so wichtig ist es, zu sehen, ob sich jemand wirklich mit den Inhalten

verbunden hat.

In einem letzten, allgemeinen Abschnitt fasste ich einen zentralen Gedanken zu diesem

Kind nochmals zusammen und richtete den Blick auf das kommende Schuljahr.

Für mich war das Verfassen der Zeugnisse ein sehr guter Anlass, mich intensiv mit

jedem einzelnen Schüler zu beschäftigen und mir dazu einen Überblick über seine

Arbeit während eines ganzen Jahres zu verschaffen.

Sophia Wepfer

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Ich betreibe eine Zeugnisdruckerei...

... von den Zeugnisferien bis zum Ende des Schuljahres. Ich bekomme alle Zeugnisse

von der 6. bis zur 12. Klasse. An manchen Tagen quillt der E-Mail-Posteingang

beinahe über. Ich öffne die Dateien, kontrolliere, ob alles richtig ist, lese den Text

zum Unterrichtsinhalt auf Fehler und Verständlichkeit durch. Dann übertrage ich

die einzelnen Zeugnistexte in die entsprechenden Formulare der Datenbank, kontrolliere

Namen, Klasse und Schuljahr. Jeden Zeugnistext überfliege ich mit den Augen

und habe schon beachtliche Fähigkeiten entwickelt, Fehler zu sehen, ohne den Text

zu lesen... So entdecke ich oft noch manchen Tippfehler, der den korrigierenden

Augen des Schreibers entgangen ist. Dann wird ausgedruckt, und der Lehrer bekommt

die Zeugnisblätter so schnell wie möglich zurück, damit er sie noch einmal

durchschauen, unterschreiben und an die Klassenlehrer, welche alle Zeugnisse ihrer

Schüler sammeln, zurückgeben kann.

Ich kann nicht alle Zeugnisse lesen. Aber ich bekomme einen Eindruck. Jeder Lehrer

schreibt die Zeugnisse auf seine Art. Der eine schreibt kurz, knapp und sachlich,

der andere episch ausladend. Es gibt ermutigende, aber auch fordernde Worte, der

eine spricht deutlich, wo etwas mangelt, der andere umschreibt es vorsichtig und

behutsam. Ich staune, auf wie viele Arten Zeugnisse geschrieben werden können.

In der Konferenz haben wir oft Zeit gebraucht, um über die Zeugnisse zu sprechen.

Gerne hätten wir diese etwas vereinheitlicht. Zum Glück ist uns das nie gelungen!

Denn jeder sieht den Schüler auf seine Art, und dieser bekommt so viele Sichtweisen

seines Tuns, wie er Lehrer hat. Durch das bewusste Lesen dieser Worte

entsteht ein Bild des sich in die Zukunft entwickeln wollenden jungen Menschen.

Wenn ich (hier kann ich nur für mich sprechen) Zeugnisse schreibe, ist das für mich

das Wichtigste. Ich habe meine Notizen, die ich mir durch das Jahr hindurch mache.

Ich versuche, mir ein Bild zu machen, wie der Schüler war, wo er jetzt steht und was

er werden lassen will. Wird dieses innere Bild lebendig, so schreibe ich ein Zeugnis,

welches den jungen Menschen berühren und ihm helfen kann, sich zu entwickeln.

Um ehrlich zu sein: Das gelingt mir zu wenig. Dann habe ich aber das Vertrauen,

dass ein anderer Lehrer genau die richtigen Worte findet!

Ich muss zugeben, mit Noten wäre alles viel einfacher. Die Lehrer könnten eine Zahl

in ein Kästchen schreiben, die Schüler würden sowieso gerne Noten haben, um

sich vergleichen zu können, und die Eltern auch. Und erst recht wichtig erscheinen

sie für weiterführende Ausbildungen. (Ab der 11. Klasse geben wir neben den Text-

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zeugnissen auch Notenzeugnisse. In den vorhergehenden Klassen nur auf Anfrage.

Das ist ein notwendiger Kompromiss.) Dann könnte gemessen und verglichen und

eingeteilt werden. Aber kann ein Mensch durch Messen, Vergleich und Einteilung

erfasst werden? Das zu glauben, empfinde ich als Überheblichkeit. Jeder Mensch

ist zu vielfältig, um in ein paar Zahlen erfasst zu werden. Jeder Mensch trägt in sich

ein im Voraus nicht abschätzbares Entwicklungspotential. Ist es verantwortbar,

dieses durch Noten zu blockieren? Was bedeutet es für eine Biografie, wenn wegen

eines ungenügenden Notendurchschnitts nicht der Beruf erlernt werden kann, für

den die Fähigkeiten vorhanden sind?

Bald gibt es die Rudolf Steiner Schulen hundert Jahre lang. In der heutigen, schnelllebigen

Zeit müsste ihre Pädagogik doch irgendwo bei den Dinosauriern eingeordnet

werden... Längst wäre es Zeit für etwas Neues! Ich erlebe und erahne aber, dass

gerade in dieser Pädagogik ein gewaltiges Zukunftspotential steckt, von welchem

wir nur gerade ein Zipfelchen verwirklicht haben. Dazu einige Gedanken.

Eigentlich sind wir eine Hochleistungsschule. Jeder sollte das Beste leisten, was er

mit seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten kann. Für mich ist das die grosse, immer

wiederkehrende Frage: Wie kann ich die Kinder und Jugendlichen so erreichen und

solche Bedingungen schaffen, dass sie ihr Bestes geben? Es gibt Menschen, die

tüchtig im Leben und in ihrer Tätigkeit stehen. Ich habe das Glück gehabt, immer

wieder solchen zu begegnen. Von diesen habe ich viel gelernt und erfahren können,

dass diese «Tüchtigkeit» darin besteht, die erworbenen Fähigkeiten mit Freude und

Begeisterung zu gebrauchen und anderen Menschen zukommen zu lassen. In einer

5. Klasse habe ich einmal die Kinder gefragt, warum wohl ihre Eltern arbeiten. Die

einhellige Meinung war: für das Geld! Stimmt das wirklich? Ist es nicht etwas erschreckend,

dass wir in den Augen der Kinder nur für das Geld arbeiten? Ob das stimmt,

prüfe jeder für sich selber.

Die Aufgabe unserer Schule ist es, den jungen Menschen zu ermöglichen, ihre individuellen

Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Wenn uns das gelingt, steht

ihnen ein «Werkzeugkasten» zur Verfügung. Diesen brauchen sie, um ihre ureigenen,

im Vorgeburtlichen gefassten Intentionen zu verwirklichen. Aus diesen Impulsen

kommt eine nachhaltige Veränderung der Gesellschaft.

Am Ende des Schuljahres bekommt jeder Schüler seine Zeugnisse. Jedem entstandenen

Text, jedem Gedicht, jeder Zeichnung darin ging eine intensive gefühls-

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mässige und gedankliche Beschäftigung des Lehrers mit dem Kind oder dem Jugendlichen

voraus. Wenn wir uns zugestehen, dass Gedanken und Gefühle Wirklichkeiten

sind, so können wir uns vorstellen, dass neben unserem bestehenden

Schulhaus ein zweites, nicht-räumliches, aus Gedanken und Gefühlen bestehendes

«Schulhaus» da ist. In diesem wird auch unterrichtet, aber auf eine ganz andere

Art. Wir haben die Gelegenheit, dieses zweite «Schulhaus» zu entdecken, zu

erforschen und bewusst zu gebrauchen. Dieses Zukunftspotential begeistert mich!

20

erdenschwere bezwingend

Peter Lange


In Erwartung des

ersten Notenzeugnisses

CaroI: Ich freue mich auf das erste Notenzeugnis. Früher war ich froh, nur ein Textzeugnis

zu bekommen. Es kam dann nicht die Haltung auf : «Ich bin besser als du»,

sondern es bekamen alle ein völlig individuelles Zeugnis, man konnte sie nicht richtig

vergleichen. Jetzt bin ich gespannt, wie das Notenzeugnis aussehen wird. Die

Noten können einem zeigen, wo man in der Welt steht, sie gelten nicht nur in der

Klasse. Es wäre nicht gut, wenn man schon früher Noten bekäme. Man muss zuerst

begreifen, dass man freiwillig in der Schule ist.

Selina: Natürlich bin ich gespannt darauf, aber ein Zeugnis ist mir allgemein nicht

so wichtig. Irgendwie ist es mir wichtiger, was ich selber von mir denke, und nicht

wie andere mich eingeschätzt haben.

Aladin: Wenn ich früher ein schlechtes schriftliches Zeugnis erhielt, wurde es meist

sehr schonend beigebracht, dass ich dieses Jahr kein guter Schüler in diesem Fach

war. Es wurden die positiven Seiten an mir gesucht, was auch etwas Schönes hat,

da nicht nur das reine Können berücksichtigt wurde, sondern auch die Arbeitshaltung.

Allerdings waren das Soziale und das reine Können oft schwierig auseinander

zu halten. … In der Pubertät fällt es einem oft schwer, sich von aussen zu sehen,

es fehlt einem das eigene Bewusstsein. Ich überlege mir, ob es nicht besser wäre,

schon ab der 6. Klasse ein Zeugnis für die Arbeitshaltung auszustellen.

Ursina: Grundsätzlich finde ich es gut, keine Notenzeugnisse zu geben, denn

sie sagen viel weniger aus als schriftliche Zeugnisse. Allerdings hätte ich mir gewünscht,

schon früher ein Notenzeugnis zu bekommen. Die meisten anderen Schulen

haben Noten, und ich hätte gerne gewusst, auf welchem vergleichbaren Niveau

ich stehe.

Arion: Der Vorteil des Notenzeugnisses ist, dass man auf einen Blick sieht, was

Sache ist. Allerdings ist das dann nicht sehr differenziert, darum braucht es sicher

auch das Wortzeugnis – es ist für mich sogar wichtiger.

Dominic: Ich wäre froh gewesen, schon in der 10. Klasse ein Notenzeugnis zu bekommen,

denn ab dann geht man ja freiwillig weiter in die Schule, was gleichbedeutend

ist, wie wenn man in eine Lehre oder eine andere weiterführende Schule

geht. Wenn man erst in der 11. Klasse die Noten sieht und man eine schlechte Note

hat, kann es sehr schwierig sein, sich in einem Jahr zu verbessern.

Lisa: Bis jetzt stand oft in meinen Zeugnissen, dass ich eine schwatzhafte Person

bin, aber doch immer freundlich. In manchen Fächern noch, dass ich, obwohl ich

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mich angestrengt habe, meistens Mühe hatte, aber auch Fortschritte machte. Was

heisst das schon ? Da sind viele positive Aspekte drin, aber wo stehe ich schulisch

wirklich? … Ein Probelauf der Noten hätte mir gut getan, denn die Noten, die ich

jetzt bekommen werde, zählen teilweise schon für meine IMS-Prüfung. Ich habe

keine Ahnung, was für Noten ich bekomme und wie die Lehrer benoten. Aber doch

bin ich glücklich, eine ziemlich stressfreie Schulzeit (bis jetzt) gehabt zu haben

dank den Zeugnissprüchen und danach den schriftlichen Texten.

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lichtfreiheit erblickend


Nach der Schule

Die Schülerinnen und Schüler der letzten 12. Klasse sind im «Leben nach der Schule»

angekommen. Sie haben die unterschiedlichsten Berufsziele und sind daran, sich

das nötige Rüstzeug dafür zu holen. Einige «machen» die Matura oder das Abi. Andere

absolvieren ein Praktikum, sei es, um die Zeit bis zum Anfang der Ausbildung

zu überbrücken, oder sei es um das Studium an einer Fachhochschule beginnen zu

können. Dazu drei Berichte und eine Liste mit den momentanten Tätigkeiten und

Berufszielen der einzelnen Schülerinnen und Schüler.

Markus Frey

Endlich die Schule fertig, ich habe es geschafft! Doch jetzt fängt es erst richtig an.

Kein Problem, denke ich mir. Doch die erste Zeit ist wahnsinnig anstrengend. Bis

ich mich an alles gewöhnt habe: im Spital, den ganzen Tag stehen und laufen und

eventuell rennen... In der Schule konnten wir gemütlich sitzen... Das ist jetzt vorbei.

Nun heisst es arbeiten und zwar viel. Es ist nicht nur in der ersten Zeit anstrengend,

sondern jeden Tag. Trotzdem mache ich die Arbeit gerne. Ich bin froh, dass

mein Leben jetzt eine ganz neue Wendung nimmt. So viel Neues kommt auf mich zu

und ich bin begeistert. Keine alltägliche Routine mehr, vor der mir so grauste, sondern

jeden Tag etwas Neues, neue Menschen, ganz unterschiedliche Arbeitszeiten.

Manchmal Früh- oder Spätdienst. Ab und zu auch eine Nachtschicht.

Mir wird erst jetzt bewusst, wie viel menschliche Qualitäten in der Steiner Schule

geschätzt und gelehrt werden. Ich fand das selbstverständlich, doch jetzt begegne

ich ganz anderen Ansichten und muss lernen auch mit denen umzugehen.

Leonie Moussa

Ich trat nach den Sommerferien in die Kantonsschule Wetzikon (KZO) ein. In der

Klasse wurde ich gut aufgenommen, das Schulhaus war aber riesig und ich verlief

mich ständig. Der Unterricht ist vom Stoff her gut. Aber ich hatte am Anfang

Mühe mit der Unterrichtsweise. Man füllt nur Blätter aus und wenn es dann eine

Prüfung gibt, muss man den ganzen Stoff auswendig lernen. Vieles vergisst man

gleich wieder. Mit dieser teilweisen Sinnlosigkeit habe ich bis heute noch ein wenig

zu kämpfen. Ich habe mich nun im Schulhaus eingelebt und in der Klasse geht es

mir sehr gut. Der Unterricht ist immer noch anstrengend, vor allem das Lernen vor

der Prüfung. Ich habe mich jedoch an das System gewöhnt. Die ersten Noten waren

meist genügend, aber nicht mehr so toll. Natürlich gab es auch ungenügende

Noten, meist, weil ich nicht wusste, was der Lehrer in der Prüfung verlangte. Weil

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ich mich an das System gewöhne, erhalte ich auch wieder gute Noten. Es benötigt

Disziplin, um zu lernen und noch zwei weitere Jahre in die Schule zu gehen. Im

Grossen und Ganzen bin ich aber glücklich über meine Entscheidung, auch wenn

zurzeit meine einzige Motivation das Matura-Diplom ist.

Für mich ist der grosse Unterschied zwischen Steiner Schule und KZO, dass der

Schüler in der KZO nicht für sich und seine Interessen lernt, auch nicht für die Lehrer,

sondern rein für die Prüfungen und die Noten. Man rechnet bereits vor der Prüfung

aus, welche Note man erreichen muss, damit man in jenem Fach die Note hat, die

man sich als Ziel steckte. Demnach regelt man den Aufwand fürs Lernen. In der

Steiner Schule habe ich immer für mich gelernt, weil es mich interessierte. Die Note,

beziehungsweise die Bewertung war Nebensache oder kam zumindest an zweiter

oder dritter Stelle. So erlebe ich meinen jetzigen Alltag als KZO-Schülerin.

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Alia Henschel

Der Schritt von Steiner Schule zu Steiner Schule scheint auf den ersten Blick nicht

so gewaltig. Na ja, es ist ja hier in Deutschland keine Steiner Schule, sondern eine

Waldorfschule, von daher ist das Gefühl, es sei dasselbe, doch nicht ganz so berechtigt.

Vergleicht man nun die Schule hier mit Wetzikon, muss man sagen, dass Ausrüstung

und Einrichtungen hier weit überlegen sind. Schon allein die Tatsache, dass

die Waldorfschule Überlingen etwa viermal so gross ist wie die Schule Wetzikon,

unterstreicht dies. Aber an dieser Stelle muss man auch Wetzikon loben, die Organisation

hier klappt wesentlich schlechter als in der RSSZO; den Stundenplan

erhielten wir erst zwei Wochen nach Schulanfang.

Ich würde behaupten, dass von den Prinzipien der Steiner Schule hier in der Abiturklasse

nicht mehr viel übrig geblieben ist. Obwohl wir zu viert aus Wetzikon die

13. Klasse der freien Waldorfschule am See in Überlingen besuchen, geht es um

nichts anderes als um das Sammeln von Punkten. Fast das ganze Leben richtet sich

auf den März 2012. Dann werden wir nämlich unsere schriftlichen Abiturprüfungen

haben. Es geht darum, so zu arbeiten, dass man an dem einen Tag genug Punkte

schreibt, Vornoten gibt es nicht.

Nach den schriftlichen Prüfungen kommen noch die mündlichen Prüfungen im Juni.

Auf jeden Fall haben wir vier uns gut eingelebt. Natürlich gibt es auch hier Lehrer-


Innen, mit denen man sich nicht so leicht anfreundet, aber die MitschülerInnen

und einzelne LehrerInnen unterstützen uns aufs Beste, sodass wir uns in der neuen

Umgebung relativ gut zurecht finden.

Jonas Henken

Die berufliche Ausbildung der Schülerinnen und Schüler der letzten 12. Klasse

Helen Eggenschwiler Vorkurs Kunstschule Wetzikon

Joraia Fehr Praktikum Behindertenheim, Lehre als Floristin

Mary-Jane Fehr Vorstudium Konservatorium Winterthur, Harfe

Freya Garbsch Schreinerlehre

Simon Geisser Abi Waldorfschule Überlingen

Mariangela Ghisletta Zürcher Hochschule der Künste: Fotografie

Lina Gubler Spitalpraktikum, Hebamme

Sebastian Hartmaier Abi Waldorfschule Überlingen

Jonas Henken Abi Waldorfschule Überlingen

Alia Henschel Kantonsschule Wetzikon

Natalie Koula Lehre als Staudengärtnerin

Leonie Liechti Abi Waldorfschule Überlingen

Anna Barbara Marfurt Praktikum Kinderkrippe, Kleinkindererzieherin

Amanda Michel Sozialpädagogik

Leonie Moussa Spitalpraktikum, Sozialtherapeutin

Camila Noriega Bravo Filmschule in Mexiko

Linus Sax Vorbereitung Musikstudium, Schlagzeug

Melanie Spring Praktikum Kinderkrippe, Sozialpädagogik

Fabienne Traber Praktikum Kindergarten, Kindergärtnerin

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Ehemalige berichten

Vor wenigen Tagen fand unsere Klassenzusammenkunft statt, und sechzehn

42-jährige ehemalige Schülerinnen und Schüler der Steinerschule Wetzikon fanden

wieder einmal zusammen. Eine optimale Vorbereitung, um sich die teilweise doch

recht fragmentarischen Erinnerungen für diesen Bericht zurechtzulegen, dachte

ich. Bloss zeigte sich in den Gesprächen mit meinen ehemaligen Mitschülern,

dass jeder Einzelne unsere gemeinsame Schulzeit – für mich erstaunlich – unterschiedlich

erlebte. Erstaunlich deshalb, weil ich bei meinem Eintritt in die achte

Klasse den Eindruck hatte, auf eine Gruppe junger Menschen zu treffen, die zwar

die unterschiedlichsten Charaktere aufwiesen, aber auf eine für mich ungewohnt

angenehme Art als Klasse solidarisch funktionierten. Da war ich aus der Volksschule

anderes gewohnt. Was aber zweifellos auch mit den teilweise – sagen wir

mal – fragwürdigen Unterrichtsmethoden der dortigen Lehrperson zu tun hatte. Auf

jeden Fall fühlte ich mich nach kurzer Eingewöhnungszeit sehr wohl in der Schule.

Obwohl vor dem Übertritt als guter Sekundarschüler eingestuft, machten sich doch

einige Defizite bemerkbar. So dauerte es lange, bis ich zum Beispiel das selbständige

Arbeiten am Epochenheft einigermassen einteilen konnte. Auch hatte ich bis

zu diesem Zeitpunkt noch keine Stunde Französisch, während sich meine neuen

Mitschüler, so hatte ich den Eindruck, in der Fremdsprache schon bestens unterhalten

konnten.

Prägend und sehr bereichernd sind mir die Landwirtschafts- und Sozialpraktika sowie

die Theaterprojekte in Erinnerung. Ein grosses Ereignis war auch der Saalbau,

wo ich zusammen mit meinen Eltern einen Abend die Woche mit der Baugruppe

mithalf, Geländer zu montieren, Wände zu streichen und auch unser zukünftiges

Klassenzimmer, das wir als erste elfte und zwölfte Klasse der Schule Wetzikon beziehen

sollten, fertigzustellen. Obwohl ich die Schulbaracken gerne mochte, war

die Einweihung des Saalbaus, der Turnhalle und der ersten Schulzimmer ein besonderer

Moment.

Nach Vollendung der zwölften Klasse hatte ich keine klare Vorstellung, wie es weitergehen

sollte. Da ich mich jedoch stets gerne gestalterisch betätigte, entschloss

ich mich für den Vorkurs an der F+F in Zürich, die damals noch Schule für experimentelles

Gestalten hiess. Eine neue spannende Zeit mit Zeichnen, Malen, Fotografieren

und Kunstgeschichte brach an. Die Schule befand sich damals am Sihlquai

und direkt neben den schockierenden und heute unvorstellbaren Verhältnissen am

Platzspitz. Nach dem Vorkurs besuchte ich während den folgenden drei Jahren die

Tagesschule der F+F. Zu dieser Zeit wurden dort die ersten Computer und ein Video-

26 Fortsetzung Seite 35


2. Klasse

27


28 2. Klasse


30 2. Klasse


5. Klasse

31


32 2. Klasse


34 4. Klasse


schnittplatz installiert, was es damals in kaum einer anderen Kunstschule gegeben

hat. Da keine der Lehrpersonen wusste, wie die Geräte funktionierten, hatten wir

Studenten es uns in endlosen Nächten selber beigebracht und erste gestalterische

Experimente mit Ton und bewegtem Bild produziert. Gleichzeitig begann ich mich

auch in der Kulturfabrik Wetzikon zu engagieren und baute dort eine alte Scheune

zu einem Wohnatelier aus. Um finanziell über die Runden zu kommen, hatte ich verschiedene

Teilzeitjobs angenommen, wie etwa Nachtwache im Asylantenheim oder

in der Notschlafstelle und ein Teilzeitpensum als Zeichnungslehrer am Technikum

Winterthur.

Nach der Ausbildung an der F+F Schule führte ich meine künstlerische Arbeit weiter

und hatte zusammen mit einem Freund auch mehrere Ausstellungen und Aufführungen

unserer Video- und Toninstallationen im Inland und Ausland. Nach einigen

Jahren wurde aber immer deutlicher, dass ich mich mit dem Kunstbetrieb nicht richtig

anfreunden konnte, und so nahm ich das Angebot einer Filmproduktionsfirma

in Zürich gerne an, dort als Editor zu arbeiten. Die Tätigkeit bot mir die Möglichkeit,

mit professionellen Geräten das Filmschnitthandwerk zu erlernen. Ironischerweise

hatte ich als überzeugter und leidenschaftlicher Velofahrer, der bis heute keinen

Führerschein besitzt, hauptsächlich Werbefilme der Autoindustrie zu schneiden.

Ein Jahr später bekam ich die Möglichkeit, beim damals innovativsten Filmproduktionshaus

der Schweiz zu arbeiten. Als eine der ersten Firmen in Europa konnten

dort auf sündhaft teuren Computern virtuelle 3D-Modelle animiert und mit gefilmtem

Material kombiniert werden. Mittlerweile war ich nach Zürich gezogen, verbrachte

aber die ersten drei Jahre fast Tag und Nacht in der Firma.

Als 2001 mein Sohn auf die Welt kam, nahm ich ein halbes Jahr eine Auszeit und

arbeitete danach in derselben Firma mit einem Teilzeitpensum weiter. Damals begann

ich auch wieder intensiver Rad zu fahren, und da ich schon immer gerne meine

Velos selber repariert habe, wuchs im Keller allmählich eine kleine Werkstatt heran.

Bald reparierte ich in der Freizeit auch die Fahrräder von Freunden und Bekannten.

Daraus entstand nach und nach eine Leidenschaft, und ich begann mich intensiv

mit der Geschichte und Technik des Fahrrads zu befassen. Seit der Erfindung der

Laufmaschine aus Holz, genannt Draisine, im Jahre 1817, wurde das auf den ersten

Blick so einfach erscheinende Fahrrad in unzähligen Variationen weiterentwickelt

und perfektioniert. Obwohl das Konzept seit mehr als einem Jahrhundert existiert,

sind die konstruktiven Methoden bis heute trotz Karbon und Elektromotor die glei-

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chen geblieben. So einfach und simpel das Prinzip, so faszinierend dessen Anwendung.

In mir wuchs zunehmend der Wunsch, aus dieser Faszination auch eine konkrete

Beschäftigung erwachsen zu lassen und selber Fahrräder zu konstruieren.

Vor fünf Jahren schliesslich fanden meine Lebenspartnerin und ich ein altes, einfaches

Bauernhaus aus dem Jahre 1783, das zur Miete ausgeschrieben war. Dort

ergab sich die Möglichkeit, den alten Stall in eine Werkstatt umzubauen. Gleichzeitig

schaffte ich mir nach und nach die nötigen Werkzeuge und Maschinen an und

begann daraufhin, vornehmlich in der Freizeit und an den Wochenenden, die ersten

Fahrradrahmen aus Stahl zu löten.

Mittlerweile war ich schon zwölf Jahre in derselben Firma angestellt, die Arbeitsbedingungen

hatten sich verändert, Mitarbeiter kamen und gingen, und ich spürte,

dass die Zeit für etwas Neues gekommen war. Hinzu kam ein Unbehagen angesichts

der ständigen Beschäftigung mit virtuellen und abstrakten digitalen Produkten

und zugleich ein zunehmendes Bedürfnis, mit handfesten und konkreten

Dingen zu hantieren.

So habe ich vor einem halben Jahr beschlossen, das Wagnis einzugehen und das

alte, fast vergessene Handwerk des Rahmenbaus weiterzuführen und zu meinem Beruf

zu machen. Mit der asiatischen Massenware kann ich nicht konkurrenzieren, und

so halte ich es wie die wenigen anderen europäischen Rahmenbauer, die es noch

gibt: meine Fahrräder sind Einzelstücke. Die Geometrie ist individuell an die Körperproportionen

der Kunden angepasst, und so bedeutet die Herstellung eines Fahrrads

jedes Mal eine neue Herausforderung. Einige Beispiele sind auf meiner Webseite zu

sehen.

Ein solcher Neuanfang bedeutet natürlich viel Ungewissheit und mitunter auch Belastung

für einen und sein Umfeld. Aber was möglich ist, wenn aus einer Idee mit

Überzeugung und Engagement etwas Neues entsteht, ist nicht zuletzt am Beispiel

der Steinerschulen zu sehen.

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Wim Kolb


Der Hort wird in die Schule integriert

Herbstquartalsfest 2011: Eine Schnecke, dargestellt von Hortnerinnen und Hortkindern,

kriecht durch die Eingangstüre in unser Schulhaus. Wofür steht dieser symbolische

Akt?

2007, an einer Quartalskonferenz mit Kollegium, Vorstand und Eltern wurde beschlossen,

in unserer Schule einen Hort einzurichten. Um von der bundesweiten Anschubfinanzierung

zu profitieren, musste ein Trägerverein gegründet werden. So ist

es gelungen, den Hort aufzubauen, ohne die Schuleltern zusätzlich zu belasten.

Die Beiträge der Horteltern finanzieren die ordentlichen Hortkosten. Für ausserordentliche

Hortausgaben in den nächsten Jahren besteht noch immer der Hortfonds

aus den Restbeiträgen des Bundes.

Es ist uns eine grosse Freude, dass unser Hort «Schnäggehus» nun seit mehr als vier

Jahren lebt und sich auf die spezifischen Schulbedürfnisse eingestellt und alle Krisen

gut überstanden hat!

Er wird ungefähr von 20 Familien mit 30 Kindern unterschiedlich intensiv genutzt.

Die Tendenz ist leicht steigend. Je nach Anzahl der Kinder wird die Hortnerin stundenweise

von einer Schulmutter unterstützt. Catharina ist immer da, sie entlastet die

Hortnerinnen bei der Hausarbeit. Hort- und Gruppenleiterin Gabriela Signer und

Desirée Stähli teilen sich die Wochentage auf.

Je nach Stundenplan kommen über 20 Kinder gestaffelt zum Mittagstisch. Die jüngeren

Kinder essen bei grossem Andrang im Spielgruppenraum. Nach dem Essen ist

Ruhezeit, die Kleinen freuen sich an einer Geschichte, während die Grösseren Hausaufgaben

erledigen oder Gesellschaftsspiele machen. Darauf folgt die Spiel- und

Bastelzeit, drinnen und draussen. Jeder Wochentag verläuft anders, weil die Zusammensetzung

und Grösse der Kindergruppen unterschiedlich ist. Am Mittwoch ist

meistens nur der Mittagstisch gefragt, zurzeit fällt sogar dieser weg.

Die grosse Hortfamilie schrumpft jeweils am frühen Nachmittag, wenn die älteren

Geschwister aus der Schule kommen. Danach ist die Stimmung im Hort familiär, um

17.30 Uhr werden die letzten Kinder abgeholt.

Es ist uns ein Anliegen, dass nicht nur der gut besuchte Mittagstisch, sondern auch

der Hortbetrieb bis zum Abend garantiert ist, um auch voll berufstätigen und alleinerziehenden

Eltern unsere Schule zu ermöglichen.

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Wie eng Schule und Hort miteinander verknüpft und voneinander abhängig sind,

zeigt sich an vielen Themen: gemeinsame pädagogische Grundhaltung, Schul- bzw

Hortregeln, Ferien, Stundenpläne und Öffnungszeiten, Löhne und Hortbeiträge, Einstellung

von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern usw.

Um diese Themen im Alltag sinnvoll zu bewältigen, haben Kollegium und Hortvorstand

beschlossen, Hort und Schule unter einem Dach zu vereinigen.

Darum der symbolische Akt auf der Bühne des grossen Saales.

Am 15. November 2011 löste sich der Hortverein auf und der Hortvorstand wurde zu

einer gemischten Arbeitsgruppe der Schule.

Für die Arbeitsgruppe Hort

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Heidi Schmid und Doris Schwaller


Aus dem Kollegium

Am Samstag vor Schulbeginn trifft sich jeweils das Kollegium zur Quartalskonferenz.

Diese gibt Raum für Wiederbegegnung, für Einstimmung, für die Bearbeitung

eines gemeinsamen Themas oder auch für Organisatorisches. Diesen Bericht aus

dem Kollegium möchte ich gerne dazu verwenden, Ihnen einen Einblick in den

letzten Block von vier Quartalskonferenzen zu geben, in welchen wir einen neuen

Ansatz von «dialogischer Führung» praktisch ausführten. Die Grundlage ist der

U-Prozess, der von Claus Otto Scharmer an der MIT Sloan School of Management

entwickelt wurde. Ich lernte den U-Prozess an der Landwirtschaftlichen Tagung am

Goetheanum kennen und war sehr beeindruckt davon, wie eine soziale Gemeinschaft

von über 600 Teilnehmern in einen intensiven und für jeden ergebnisreichen

Prozess geführt wurde. Im U-Prozess geht es darum, alte Gewohnheiten und liebgewordene

Vorstellungen loszulassen, um sich für das Neue zu öffnen. Die dialogischen

Werkzeuge helfen dabei. So haben wir die klassische Gesprächsrunde im

Kreis durch «Cafétischrunden» ersetzt mit vier bis fünf Teilnehmern pro Tisch. Ein

Gastgeber wird bestimmt, welcher die Zeit beachtet und dafür besorgt ist, dass jeder

Teilnehmer sich zu dem gegebenen Thema äussern kann. Nach einer bestimmten

Zeit findet ein Wechsel statt, der Gastgeber bleibt sitzen, die Gäste suchen sich

einen anderen Tisch, wo in ganz neuer Besetzung das gleiche Thema bearbeitet

wird. So gelingt es, in kurzer Zeit viele Menschen in ein sehr intensives Gespräch

zu bringen. Ein weiteres Werkzeug ist der «Dialogspaziergang»: Zwei Menschen

spazieren miteinander oder sitzen an einem Ort. Im Wechsel spricht der eine zum

Thema, der andere hört zu und soll nur verstehen wollen, was der andere sagen will.

Die «Soziale Plastik» war für einige sehr ungewohnt: Anstatt wie meistens verbal,

sollte das Thema in einer Körperskulptur dargestellt werden. Auf längere Referate

zum Thema wurde bewusst verzichtet. Statt dessen können kurze, nicht länger als

15 Minuten dauernde Inputs das Ganze beleben. Ein ganz wichtiges Werkzeug in

einer langen Reihe weiterer Tools, die jetzt nicht erwähnt werden sollen, ist das

«Teilen». Hier kann jeder Teilnehmer, dasjenige, was ihn in den kleineren Runden

beeindruckt oder beschäftigt hat, der ganzen Gemeinschaft «mit-teilen».

Das Befinden am Ende eines solchen Tages kann etwas über den Prozess aussagen:

Die meisten Teilnehmer gingen ziemlich müde, aber doch angeregt und befriedigt

nach Hause...

Grundsätzlich stellt sich die Frage – weil man am Ende doch immer gerne etwas

Handfestes zum Mitnehmen hätte – nach den Ergebnissen. Es ist aber so, dass

Neues nur von Einzelnen eingebracht werden wird. Die Gemeinschaft kann ermögli-

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chen, mittragen und realisieren. In diesem Sinne bereitet eine solche Quartalskonferenz

nur den Boden, damit der Einzelne wachsen, sich entwickeln und einbringen

kann in einem Klima der Offenheit in der täglichen Arbeit, in den Konferenzen und

in der Schulführung.

Ein weiteres Anliegen wurde mit den Quartalskonferenzen verbunden: An unserer

Schule sind viele Menschen in verschiedenen Bereichen tätig. Nie treffen alle zusammen

und können sich als Gemeinschaft wahrnehmen. Darum haben wir diese

Gruppen eingeladen: Alle Lehrkräfte, Spielgruppe, Hort, Vorstand, Elternfinanzgruppe,

Eltern-Lehrer-Gruppe, Kulturplatz, Mensa, Sekretariat, Hausdienste.

Themen der Quartalskonferenzen mit Ausschnitten des Einladungstextes:

14. Mai 2011

Intention und Aufgabe – der Einzelne und die Gemeinschaft

Wie nehmen wir gegenseitig unsere Tätigkeit im Schulorganismus wahr? Zufällig?

Durch persönliche Kontakte? Bei der Mandatsarbeit? Durch die eigenen Kinder?

Durch Rechenschaftsberichte? Oder überlassen wir die Wahrnehmung der Mitarbeitergruppe,

der Hospitationsgruppe und so weiter? Aus welchen Einzelkräften

wird die Gemeinschaft und die Stimmung der Schule gebildet? Wie wirkt die Gemeinschaft

in das individuelle Tun?

20. August 2011

Gibt es eine gemeinschaftliche Intention der Schule?

Wir beginnen ein neues Schuljahr. Dieses wird von uns allen gestaltet. Der Einzelne

gestaltet seinen Verantwortungsbereich und die vielen gestalteten Bereiche ergeben

die Schule, wie sie ist. Es ist erstaunlich, wie das immer wieder geht...

22. Oktober 2011

Oberstufenimpulse

Die Oberstufe möchte sich neu ausrichten. Am 24. September trafen sich alle Oberstufenlehrkräfte

für einen ganztägigen Prozess. An den Ergebnissen soll die ganze

Schulgemeinschaft beteiligt werden und beratend an dem Prozess teilnehmen.

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7. Januar 2012

Geld

Geld ist neutral, aber es kann ermöglichen. Unser Verhältnis zu ihm ist nicht einfach,

weil Bedürfnisse, Wünsche und Ängste damit verknüpft sind. Darum sagt

man, das Portemonnaie sei der empfindlichste Körperteil. Kann jeder einzelne und

damit unsere Gemeinschaft ein freieres Verhältnis dazu entwickeln, um Motive für

die Zukunft zu gewinnen? Diese Quartalskonferenz ist ein ganz kleiner Versuch,

eine ganz grosse Aufgabe anzugehen.

Natürlich haben uns auch noch andere Dinge beschäftigt: Sabina Schmutz musste

kurz nach Beginn des Schuljahres die 1. Klasse aus gesundheitlichen Gründen abgeben.

Für die verwaiste Klasse haben wir in Ursula Heinzer eine bewährte Vertretung

gefunden. Die Mitarbeitergruppe sucht intensiv eine neue Lehrkraft.

Raimundo Neto hat im Einvernehmen mit der Mitarbeitergruppe seinen Lehrauftrag,

Französisch 10. Klasse, auf Ende November zurückgegeben. Klara Moreau hat

seine Nachfolge angetreten.

Christa Hunziker, Mitarbeiterin im Sekretariat hat das Pensionsalter erreicht und

plante ihren Austritt auf Ende Dezember. Da ihre Nachfolgerin Mechleen Herzog

Altermatt (sie wird sich in den nächsten Mitteilungen vorstellen) ihre neue Aufgabe

aber erst Anfang April antreten kann, wird Christa Hunziker die Arbeit bis zu diesem

Zeitpunkt weiterführen. Ganz grossen Dank an sie!!!

Peter Lange

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Aus dem Vorstand

An der Mitgliederversammlung Ende September wurde der Vorstand der Freien

Schulvereinigung Zürcher Oberland einstimmig für ein Jahr wiedergewählt. Wir sind

eine kleine Gruppe und hoffen auf baldige Verstärkung.

Markus Dürr hat sich nach 6 Jahren Vorstandsarbeit zurückgezogen. Als Kassier

und Co-Präsident hat er viel Arbeit geleistet. Seine hohe Kompetenz in Finanzfragen

hat zur jetzigen erfreulichen Situation der Schule einen wichtigen und wertvollen

Beitrag geleistet. Wir danken ihm dafür ganz herzlich. Seine ruhige, besonnene

und humorvolle Art war sehr befruchtend und half uns oft bei den wichtigen Anliegen

zu bleiben. – Markus, es war schön, mit dir zu arbeiten. Danke.

Als Vorstand ist es uns ein grosses Anliegen, dass die wunderschöne Schulanlage

noch lange in gutem Zustand erhalten werden kann, damit sie auch vielen zukünftigen

Schülern, Lehrern und Eltern eine anregende Hülle ist.

Ich habe viermal im Jahr die Möglichkeit, andere Schulen kennen zu lernen, da ich

zusammen mit einem Kollegiumsmitglied an den Zusammenkünften der Arbeitsgemeinschaft

der Rudolf Steiner Schulen CH (ARGE) anwesend bin. Für mich ist es

immer interessant zu sehen, wie unterschiedlich die einzelnen Schulen sind, wie

die verschiedenen Gebäude aussehen und wie wohl es mir dort ist.

Wenn ich an unsere Schule zurückkomme, staune ich immer wieder, wie ausdrucksvoll

und einladend unsere Schulanlage sich präsentiert, und ich bin sicher, dass es

ein schöner und fördernder Arbeitsort und Lernort für alle ist.

An der Klausurtagung Anfang Oktober hat sich der Vorstand wie folgt konstituiert:

Co-Präsidium Verena Schaltegger und Erich Pliessnig

Kassier Verena Schaltegger

Aktuar Tatjana Müller

Beisitzer Kurt Eggenschwiler und François de Pouplana

Verantwortungsbereiche

Erich Pliessnig Vertretung EFG, Vertretung Qualitätsgruppe WzQ, Ver

Vereinsleben

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Verena Schaltegger Vertretung EFG, Vereinsfinanzen, Zusammenarbeit

Buchhaltung, Vertretung Arbeitsgemeinschaft RSS CH

(ARGE)

Tatjana Müller Vertretung EFG, Vermietungen, Vertretung Verband

Zürcher RSS (VZRSS)

Kurt Eggenschwiler Gebäude und Umgebung, Mensa

Francois de Pouplana Gebäude und Umgebung, Vertretung PR-Gruppe

Für den Vorstand

Verena Schaltegger

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Gelesen…

«Von den Elementarwesen ist immer wieder zu hören, dass der Mensch viel zu wenig

den Kräften seines Bewusstseins vertraut. Sie sprechen davon, dass er die Erde

aus diesen Kräften heraus heilen könnte.»

Diese Textstelle aus dem soeben erschienen Buch Schule der Elementarwesen von

Karsten Massei ist allein schon Grund genug zu versuchen, sich der Welt der Elementarwesen

zu nähern.

Der Autor eröffnet uns einen grundsätzlich neuen Erfahrungsraum einer spirituellen

Ökologie, in der wir uns als Wesen mit anderen Wesen kommunizierend bewegen.

Die Schilderungen sind von einer wohltuenden Sachlichkeit. Wie ein Reiseführer zeigen

sie uns bis in feine Details hinein, was uns erwartet, wenn wir die inneren Sinne

für dieses Reich öffnen.

Wir werden gewahr, welche Dramatik sich darin verbirgt, wenn wir diese Wesen

nicht wahrhaben wollen, aber auch, welchen Segen es für sie bedeutet, wenn wir

uns ihnen zuwenden.

Durch den «Chor der Elementarwesen» am Schluss des Buches, erfahren wir, wie

nah die Welt der Elementarwesen mit dem eigenen Bewusstsein, den Gedanken,

Gefühlen und sogar Lebensereignissen verbunden ist.

Schule der Elementarwesen

Karsten Massei

FUTURUM, Basel 2011

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Chor der Elementarwesen

In euren Händen ruht

das Leben der Erde

gebt ihr das Wohnrecht

das ihr gebührt

in euren Seelen

dann kann sie nicht fallen

die so leicht fällt

denn sie ist alt

jung aber

bleibt sie durch euch

Erwin Kolb


Stephan Sierts

Naturnaher Gartenbau

[Der Garten ist die Seele des Hauses]

Rietli 1

8497 Fischenthal

Telefon 055 245 19 50

Mobile 079 602 30 17

Praxis

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Um dem Besonderen eine

Enten schnatternd am Weiher.

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Ein strahlender Blick.

die Nachreifung der Kinder

Um „dem Besonderen“ eine Chance zu

und Jugendlichen zu unterstützen.

geben.

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und Jugendlichen zu

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einem schönen Schulhaus mit hellen Klassenzimmern. Wetzikon bietet mit seinen

Naherholungsgebieten und mit seiner Nähe zu Zürich (mit der S-Bahn in 16 Minuten

erreichbar) vielfältige Kultur- und Freizeitangebote.

Wir suchen eine Klassenlehrperson für unsere 1. Klasse ab Januar 2012

Für das neue Schuljahr 2012/2013 mit Beginn 20. August 2012 suchen

wir eine Klassenlehrperson für die zukünftige 1. Klasse

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Vertrautheit mit der Waldorfpädagogik oder die Bereitschaft, sich in diesem Bereich

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Mensch diese Welt mit einer selbst bestimmten Aufgabe betritt. Eine erfolgreiche

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weiterspinnen können.

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Durch feinste Zug- und Druckbehandlung an Kopf und Wirbelsäule

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