So machst Du Karriere

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So machst Du

Karriere

8 Schritte zum Erfolg

Dr. Hans-Peter Luippold


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Inhaltsverzeichnis

Einleitung ........................................................................................................3

1. Karriere gestalten ........................................................................................5

2. Am Ziel starten ..........................................................................................8

3. Keine Karriere ohne Vision .....................................................................15

4. Lebenslauf optimal aufbereiten ...............................................................19

5. Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch ...........................................30

6. Verhalten beim Vorstellungsgespräch .....................................................41

7. Nach dem Vorstellungsgespräch ..............................................................62

8. Erfolgreich verhandeln ..............................................................................63

Anhang: Vorstellungsgespräch planen (Übungen) ......................................70

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Einleitung

Deine Aufgabe besteht darin, deine Aufgabe zu entdecken, um sich ihr mit dem ganzen

Herzen zu überlassen.

- Buddha -

Der Schlüssel zu einer nachhaltigen Karriere ist es, diejenige Laufbahn einzuschlagen,

die Sie wirklich genießen. Es ist jedoch alles andere als einfach, eine Arbeit zu

finden, die gleichzeitig den Lebensunterhalt sichert, genügend Spielraum für Privates

lässt und darüber hinaus Freude bereitet.

Darum wechseln sehr viele Menschen mehrmals ihre Arbeitsstelle oder gar ihre Berufung

auf der Suche nach einer besseren und erfüllenden beruflichen Laufbahn.

Die meisten von uns haben die Höhen und Tiefen des Berufslebens kennengelernt,

ja kennenlernen müssen. Es ist nicht etwas, was uns Sorgen bereiten soll. So ist das

Leben: Es wird von Schwankungen bestimmt, die sich nicht vermeiden lassen.

Wie oft haben Sie aber eine Bauchlandung erlebt, weil Sie nicht bedingungslos in

Ihrer Arbeit aufgehen, um die komplexen Herausforderungen entschlossen meistern

zu können oder meistern zu wollen?

Sollte dies der Fall sein, so haben Sie keinen Grund, sich machtlos zu fühlen.

Ihnen stehen zahlreiche Alternativen zur Verfügung. Jene Laufbahn einzuschlagen,

die Sie beflügelt, ist keineswegs nur ein unrealistischer Traum. Die Schwierigkeit liegt

vielmehr darin, diesen Weg unermüdlich zu verfolgen.

Der Arbeitsmarkt ist stark umkämpft und eine falsche Entscheidung kann Sie ins

Abseits bugsieren! Deswegen ist eine äußerst penible Planung von entscheidender

Bedeutung für den erfolgreichen Verlauf Ihrer Karriere.

In diesem Kurs werden Sie sich mit unterschiedlichen Techniken und Strategien der

Karriereplanung und -gestaltung auseinandersetzen. Die Aufgabe besteht darin,

Ihnen die grundlegenden, unabdingbaren Kenntnisse und Techniken zu vermitteln.

Nachdem Sie dieses Buch gelesen haben, werden Sie in der Lage sein:

• Ihre Lebens- und Karriereziele zu formulieren,

• zu erkennen, welche Richtung Sie einschlagen sollen,

• Ihre Prioritäten zu setzen,

• einen Lebenslauf zu schreiben, der Sie ins beste Licht rückt,

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

• jede Frage zu beantworten, die Ihnen im Vorstellungsgespräch gestellt wird,

• Lampenfieber zu überwinden,

• Ihre Stärken zu platzieren, ohne prahlerisch zu wirken,

• mit Ihren Schwächen umzugehen und sie richtig zu kommunizieren,

• zu verstehen, worauf die Arbeitgeber bei einem Bewerber achten, wonach sie

suchen,

• die Weichen für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch rechtzeitig zu stellen,

• die Gehaltsverhandlungen erfolgreich abzuschließen,

• die besseren Bedingungen und Konditionen zu verhandeln und

• zu guter Letzt, zu lernen, zufrieden und im Reinen mit dem gewählten Weg zu

sein.

Am Anfang steht der Entwurf des Karriereplans, der Ihnen helfen kann, exakt dorthin

zu gelangen, wo Sie im Leben sein möchten.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

1. Karriere gestalten

Wie ist der perfekte Karriereweg zu erkennen, der maßgeschneidert zu Ihnen

passt?

Häufig geraten Menschen in einen Lebenstrott, der fremdbestimmt ist. Die Vorstellungen

der Eltern oder des Partners bestimmen den Lebensweg und lassen jeglichen

eigenen Entscheidungswillen verkümmern. Solange Sie sich damit arrangieren, dass

Sie die Grenzen Ihrer Möglichkeiten nicht ausloten werden, ist gegen diese Einstellung

nichts einzuwenden. Sollte dies aber nicht der Fall sein, dann ist es an der Zeit,

das Zepter in die Hand zu nehmen und sich vom Verwalter zum Gestalter des eigenen

Lebens zu entwickeln.

Hierfür stehen Ihnen unzählige Möglichkeiten zur Auswahl. Die Chancen stehen sehr

gut, dass Sie das Betätigungsfeld finden, in dem Sie überragende Leistungen vollbringen

und daraus dauerhaft Kraft und Selbstvertrauen schöpfen können. Das Streben

nach Glück ist eine endlose Kette von Entscheidungen.

Wie können Sie es wissen, welche Karriere am besten zu Ihnen passt?

Dem Geld nachzulaufen ist der größte Fehler, den man im Leben machen kann.

Machen Sie das, wofür Sie ein Talent haben und das Geld wird Sie finden.

- Greer Garson -

Viele Faktoren wirken sich motivationssteigernd aus, aber in der Regel ist das Geld

das Zünglein an der Waage. Das Geld hat eine enorme kurzfristige Motivationswirkung,

verliert diese aber mittel- und langfristig. Darum müssen Sie stets wohlüberlegte,

abwägende Entscheidungen treffen. Ein falscher Schritt und Sie werden sich

innerhalb weniger Jahre nach den Alternativen umschauen: Die meisten Menschen

wechseln ihre berufliche Laufbahn mindestens siebenmal!

Ob Ihnen eine berufliche Veränderung gelingt, hängt maßgeblich davon ab, wie Sie

Ihre Karriere geplant haben. Haben Sie sich frühzeitig auf den Schritt vorbereitet?

Kennen Sie die meisten Chancen und Risiken? Der Erfolg ist ein Dreisprung aus Ziel,

Strategie und Plan. Überlassen Sie nichts dem Zufall!

Die Karriere ist ein Marathonlauf, der vielschichtige Herausforderungen zu unterschiedlichen

Zeitpunkten bereithält. Keine Karriere gleicht der anderen. Setzen Sie

stets Ihre Prioritäten und Sie werden nicht scheitern.

Auf der Suche nach einem neuen Job ist es essenziell, einen gedanklichen Schritt

heraus aus dem Tagesgeschäft zu treten und sich den Spiegel vorzuhalten. Dieser

Schritt wird die Grundlage für die Entwicklung und die Verbesserung Ihrer Karrieremöglichkeiten.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Die Karriereplanung ist nicht nur für diejenigen relevant, die in ihrer aktuellen Anstellung

unzufrieden, demotiviert oder frustriert sind. Sie ist genauso für die Leistungsträger

und die zufriedenen Mitarbeiter von Bedeutung.

Der persönlichen Entwicklung sind keine Grenzen gesetzt. Sie vollzieht sich täglich,

manchmal beinahe unmerklich, manchmal in einem rasanten Tempo. Das Tempo wird

vom eigenen Potenzial, den verfügbaren Wahlmöglichkeiten und dem Willen diese

wahrzunehmen gesteuert. Die Entwicklungsgeschwindigkeit ist eine bewusste Entscheidung,

Ihre Entscheidung.

Dieses Buch ist der Katalysator für diejenigen, die aus ihrem Berufsleben eine Erfolgsgeschichte

machen wollen. Damit dies gelingt, ist es unentbehrlich, die Erfüllung

in eigenen Job zu finden. Die hier vorgestellten Ansätze unterstützen Sie dabei, die

Hauptkriterien Ihrer ausgewählten Laufbahn zu bestimmen und sie helfen Ihnen entscheidend,

einen authentischen Lebenslauf zu gestalten.

Sie werden darüber hinaus die unterschiedlichen Fragetechniken im Vorstellungsgespräch

kennenlernen und sich bestens auf die drohenden Fallstricke vorbereiten

können. Des Weiteren erhalten Sie den Beitrag zur Vervollkommnung Ihres Verhandlungsgeschickes,

womit Sie wesentlich bessere vertragliche Leistungen des Arbeitsverhältnisses

vereinbaren werden.

Sind Sie daran interessiert, Karriere im Personalwesen zu machen, wird dieser Kurs

den entscheidenden Beitrag dazu leisten, dass Sie die Stelle erhalten, die Sie sich

wünschen. Sie können sich in die Rolle des Arbeitgebers versetzen und die Anforderungen

an die Bewerber aus der Kandidatenperspektive analysieren.

Mehr als ein Drittel des Lebens verbringen wir damit, mit der Arbeit unseren Lebensunterhalt

zu verdienen. Warum sollten wir nicht ein wenig Planung investieren und die

kleinen Fallen und Stolpersteine auf dem Weg frühzeitig erkennen und wegräumen?

Es lohnt sich, die richtigen Entscheidungen zu treffen, unabhängig davon, ob Sie in

das Berufsleben einsteigen oder auf einen Karriereschub hoffen – es ist nie zu spät!

Bedenken Sie Folgendes:

Sie sind bestrebt, die Rolle eines leitenden Angestellten oder eines Geschäftsleiters

einzunehmen, legen aber gleichzeitig hohen Wert auf ein erfülltes Privatleben, in dem

Sie nicht darauf verzichten möchten, spätestens um 19 Uhr zu Hause zu sein.

Diese beiden Ziele schließen sich auf den ersten Blick gegenseitig aus. In der Tat ist

der Preis für die Realisierung eines Zieles der Verzicht oder die gravierende Einschränkung

eines anderen, nicht minder wichtigen Zieles. Die Zufriedenheit kann sich

somit nicht uneingeschränkt entfalten. Versuchen Sie mehrere Ziele gleichermaßen

zu erreichen, ist es durchaus denkbar, dass Sie gar keines in, nach eigenem Befin-

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

den, zufriedenstellendem Ausmaß erfüllen werden, was sich ohne Zweifel frustrierend

auswirken wird.

In solchen Spannungsfeldern erweist sich die Karriereplanung als überaus nützlich.

Der entworfene Plan tariert die privaten und beruflichen Ziele aus und fügt Ihre Ambitionen,

Wertvorstellungen und Glaubenssätze zu einem vollkommenen Bild zusammen.

Schaffen Sie es nicht, dieses Gleichgewicht zu erreichen, so können Sie zwar

die beruflichen Erfolge verzeichnen, aber auf Kosten des privaten Glücks.

Lohnt sich die Mühe? Diese Frage müssen Sie einmalig für sich beantworten. Zum

Zeitpunkt der Entscheidung geben sich die Wahrheit und der Irrtum nicht zu erkennen.

Erst in der Retrospektive löst sich der Schleier der Ungewissheit. Darum ist es

unbedingt erforderlich, den Zeitpunkt der Retrospektive gedanklich herbeizuführen:

Das Ziel ist der Ausgangspunkt.

Bevor wir uns den Techniken und Strategien der Karrieregestaltung widmen, ist es

dringend erforderlich, Ihren Lebensplan zu studieren, um festzustellen, welchen Stellenwert

der Beruf darin einnimmt.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

2. Am Ziel starten

Zu jedem Zeitpunkt wissen, wohin die Reise geht

Der Ausgangspunkt dieser Reise ist der eigene Verstand. Sie kreieren die Vision und

den Auftrag Ihres Lebens. Diese Vorstellung wird zu Ihrem Orientierungsstern und

der Stachel sein, weiter nach vorne zu marschieren, nach den Vorgaben des Karriereplans.

Sie werden staunen, wie grundverschieden Sie die Welt wahrnehmen und auf die

Ereignisse reagieren, wenn Sie sich einen realistischen und Ihren Zielen würdigen

Lebensplan aufstellen. Diese Vision wird Ihr Selbstbewusstsein stärken und Ihr Anker

sein. Mit klarem Verstand werden Sie die bestmöglichen, vernünftigsten Entscheidungen

treffen und die einzelnen Bausteine zum großen Ganzen zusammenfügen.

In einer ruhigen Minute stellen Sie sich die wichtigste Frage:

Was will ich wirklich im Leben erreichen?

Die Antwort soll dem Sinn Ihres Lebens so nah wie nur möglich kommen.

Mit den nachfolgenden Fragen sollen Sie sich eingehend beschäftigen. Diese Fragen

werden Ihren Verstand auf eine harte Probe stellen und Ihnen helfen, sehr wertvolle

Erkenntnisse über sich selbst zu gewinnen. Indem Sie bewusst nach Antworten für

diese bisher offenen, unbeantworteten Problemstellungen suchen, begeben Sie sich

auf die Suche nach dem ureigenen Auftrag, nach Ihrem Platz auf der Welt.

Bevor Sie weiterlesen, nehmen Sie sich genügend Zeit (mindestens eine Stunde) für

die Beantwortung. Diese Übung wird Sie zum Nachdenken, zum ernsthaften Grübeln

bewegen.

• Als Sie ein Kind waren, was wollten Sie sein, wenn Sie erwachsen sind?

• Nennen Sie drei Menschen, die den größten Einfluss auf Ihr Leben hatten und aus

welchem Grund.

• Wenn Sie sich Ihren Beruf und die Bezahlung dafür vollkommen frei aussuchen

könnten, womit würden Sie sich beschäftigen?

• Nennen Sie die drei größten Leistungen in Ihrem bisherigen Leben.

• Was war so besonders an denen?

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

• Wann fühlen Sie sich am glücklichsten? Was machen Sie in diesem Augenblick

des Glücks?

• Nennen Sie drei Menschen, die Sie am meisten bewundern.

• Was bewundern Sie an ihnen? Welche Eigenschaften und Werthaltungen?

• Haben Sie jemals etwas für jemanden getan, der unglücklicher ist als Sie (aufgrund

Krankheit, Schicksalsschläge, Armut usw.)?

• Falls ja, was war es? Falls nein, warum nicht?

• Was sind Ihre größten Stärken?

• Was können Sie unternehmen, um Ihre Stärken weiter auszubauen?

• Gibt es etwas (einen Menschen, eine Idee oder einen Gegenstand), für das Sie

bereit wären, alles aufs Spiel zu setzen?

• Was könnte es sein und warum?

• Wenn Sie die Uhr zurückdrehen könnten, was hätten Sie gerne anders gemacht?

• Mit welchen Lebensinhalten sind Sie aktuell zufrieden?

• Mit welchen Lebensinhalten sind Sie zurzeit weniger zufrieden, gar unzufrieden?

• Wenn Sie der ganzen Welt eine Weisheit vermitteln könnten, die Sie in Ihrem bisherigen

Leben gelernt haben, wie würde sie lauten?

• Was ist Ihnen das Wertvollste im Leben? Worauf legen Sie den größten Wert?

• Für wen oder was würden Sie Ihr Leben wirklich gerne nutzen?

Widerstehen Sie der Versuchung, unrealistische Fantasieantworten zu konstruieren.

Seien Sie ehrlich, das ist äußerst wichtig, ansonsten verschenken Sie nur Ihre Zeit.

Keine Antworten zu haben und ratlos zu sein, ist wesentlich besser, als sich zu schonen

und die falschen Antworten für wahr zu halten.

In jungen Jahren werden alle unsere Träume und Ambitionen gehegt und gepflegt, um

dann vernachlässigt zu werden, wenn sich das Lebensrad immer schneller zu drehen

beginnt. Der unbändige Ehrgeiz tritt in den Hintergrund und die Verpflichtungen der

großen Verantwortung lenken unser Dasein.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Nun ist die Zeit reif für einen Neuanfang, der den Weg zum erhabenen Gefühl der puren

Zufriedenheit frei macht. Werfen Sie einen letzten Blick auf die soeben gestellten

Fragen und Ihre Antworten darauf. Dann vervollständigen Sie die folgende Aussage:

Übung

Der Sinn und Zweck meines Lebens ist ...

Das Lebensziel niederzuschreiben, kann eine bereichernde Erfahrung sein. Darum

sollten Sie den Inhalt in einfachen Worten, aber wohlüberlegt festhalten. Schließlich

formulieren Sie in kurzen Zügen den Sinn Ihres Lebens!

Wenn es möglich ist, sollten Sie dabei Ihre gewohnte Umgebung verlassen. Gehen

Sie spazieren oder unterbrechen Sie anderweitig die Routine: Ihr Lebensziel ist möglicherweise

vollständig unter den fest eingetretenen Pfaden begraben.

Setzen sich die Menschen keinen Lebensauftrag, reduzieren sich ihre Ziele häufig

auf das Sammeln materieller Güter. Die Anhäufung von „Sachen“ ist nicht zwingend

falsch, solange diese als Mittel zum Zweck angesehen und verwendet werden. Werden

aber die Mittel zum Zweck oder schlimmer zum Lebenszweck erhoben, geraten

die Betroffenen ziemlich schnell auf dünnes Eis.

Ein Beispiel verdeutlicht dies:

Karl, ein Junggeselle, hat stets geglaubt, ein erfülltes Leben zu leben. Er besaß

Glasfabriken in sechs Ländern, die von Jahr zu Jahr immer mehr Profit abwarfen. Er

war ein Weltbürger, der sich alles leisten konnte, was er sich wünschte.

Aber im Alter von 55 Jahren passierte aus heiterem Himmel etwas, was sein Leben

radikal und schonungslos veränderte. Die Ärzte stellten fest, dass er an einem unheilbaren

Gehirntumor leide und nur noch ein halbes Jahr zu leben hätte. Er begab sich

sofort in die Behandlung und ließ den Alltag, die ihren Tribut fordernde Profitmaschinerie

der Wirtschaftswelt, genauso wie das vertraute soziale Umfeld zurück.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

In dieser Zeit traf er einige Menschen, die vom gleichen Schicksalsschlag ereilt wurden.

Aber seine neuen Freunde schienen ganz andere Probleme zu haben. Sie waren

in erster Linie damit beschäftigt, das Leben in den nächsten sechs Monaten so zu

planen, damit sie die Existenz ihrer Familie langfristig sichern. Die Sorgen für die Zeit

nach ihrem endgültigen Abgang schienen das eigene harte Los in den Hintergrund zu

drängen.

Da begriff Karl urplötzlich, dass er niemandem etwas zu hinterlassen hatte. Der Geschäftsleiter

seines Unternehmens hatte alle Fäden in der Hand und würde weiterhin

für das Fortbestehen der Firma sorgen. Er wird sterben, aber niemand wird ihn

vermissen. Das war eine sehr tragische Erkenntnis, aber Karl konnte nicht mehr viel

unternehmen. Es war zu spät.

Die tiefe Bedeutung dieser Wahrheit kann vermutlich nur dann vollumfänglich erkannt

werden, wenn sich ein Mensch in einer ähnlichen Extremsituation befindet. Unmittelbar

einleuchtend ist die Quintessenz: Was für einen Unterschied macht unser Leben

aus? Was hinterlassen wir unserer Familie, was der Gesellschaft und der Welt?

Falls dies nicht allzu viel ist, wie können wir dann aufrichtig behaupten, dass unser

Leben ein voller Erfolg war? Für wen?

Konzentrieren Sie sich auf die oberflächlichen und unpersönlichen Ziele, werden Sie

möglicherweise kurzfristig zufrieden sein, aber auch immer davon getrieben, die neuen

oberflächlichen Ziele zu erfüllen. Selbst wenn Sie alles erreicht haben, könnte es

durchaus sein, dass Sie sich fragen: „War das alles? Was kommt jetzt?“

Die Zeit steht Ihnen jetzt, in diesem Augenblick, zur Verfügung, und jetzt machen Sie

den Unterschied aus.

Der Realisierung Ihres Lebensplans wird eine weitere Übung sehr von Nutzen sein.

Schreiben Sie Ihren eigenen Nachruf!

Es ist nie zu früh festzuhalten, welches Bild sich Ihre Mitmenschen von Ihnen bewahren

sollen. Das wird Ihnen helfen, die Messlatte für ein erfolgreiches Leben noch

etwas höher zu hängen. Auf diese Art und Weise können Sie am besten darüber

sinnieren, was Sie in Ihrem Leben vollbringen möchten.

Wenn Sie Ihr Leben Revue passieren lassen, könnte es sein, dass Sie sich von den

Zielen und Wünschen ein gutes Stück entfernt haben. Verzagen Sie nicht! Die Erkenntnis

ist der erste Schritt in die richtige Richtung und bietet die notwendige Orientierung

auf Ihrem weiteren Weg.

Alltägliche Gegebenheiten können vollkommen anders wahrgenommen und interpretiert

werden, wenn Sie diese Perspektive einnehmen. Die Schlüsse, die Sie daraus

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

ziehen, sind von unschätzbarem Wert. Sorgen Sie stets dafür, dass Ihre Prioritäten

den richtigen Stellenwert erhalten.

Die Ideen für den Nachruf erhalten Sie, wenn Sie die folgenden Fragen beantworten:

- Wie möchten Sie den Menschen in Erinnerung bleiben, wenn Sie sterben?

- Womit haben Sie sich im Leben beschäftigt?

- Haben Sie das Leben anderer Menschen erheblich beeinflusst und damit verändert?

Übung

Der Nachruf auf ...

Die erste Einheit ist damit beendet. Indem Sie sich die richtigen Fragen stellen, finden

Sie allmählich die passenden Antworten, die Ihnen helfen, Ihre Gedanken auf das

Wesentliche zu fokussieren.

Woraus besteht Erfolg?

Alle Menschen möchten erfolgreich sein. Der Erfolg ist eine Geistesverfassung. Sie

können etwas erreichen, weil Sie es können!

In verschiedenen Phasen ihres Lebens nehmen Menschen den Erfolg unterschiedlich

wahr. In jungen Jahren wird der Erfolg mit einer steilen Karriere und materiellem

Überfluss gleichgesetzt. Diese Perspektive ändert sich später häufig und die

Menschen erliegen dem Trugschluss, dass der Erfolg proportional mit dem sozialen

Status wächst. Das Element der Macht kommt ins Spiel.

Wie Sie den Erfolg auch definieren mögen, es steht fest, dass es ein vorübergehender

Zustand ist, der dem Wandel unterworfen ist. Kaum eine Gefühlslage kann im

Leben so erfüllend sein wie die starke Emotion des Erfolges.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Nehmen Sie sich Zeit und überlegen Sie, was Ihnen der Erfolg bedeutet. Halten Sie

Ihre Beschreibung und Bedeutung des Erfolges hier fest. Denken Sie gut nach und

seien Sie sehr genau. Lesen Sie nicht weiter, bevor Sie diese Übung nicht abgeschlossen

haben.

Übung

Der Erfolg ist für mich…

Falls Sie es noch nicht gemacht haben, füllen Sie unbedingt den obigen, dafür vorgesehenen

Platz! Schummeln Sie nicht und seien Sie ehrlich zu sich selbst!

Zahlreiche Faktoren beeinflussen Ihre Begriffsbestimmung. Woraus besteht Ihre Definition

des Erfolges?

Aus

• Ihrer Erziehung

• Ihrer Überzeugungen (Vorstellungen)

• Ihrer Charakterzüge

• Ihrer Einstellungen (Standpunkte)

• Ihrer Kollegen

• Ihrer Rolle in der Gesellschaft

• den Höhen und Tiefen, die Sie erlebt haben.

Aus dem Unterbewusstsein traten all diese Faktoren hervor, während Sie den Erfolg

beschrieben haben. Sie bestimmen bis ins kleinste Detail, was den Erfolg für Sie

ausmacht.

Der Erfolg besteht nicht notwendigerweise aus dem Erreichen jedes einzelnen Zieles,

das Sie sich gesetzt haben, sondern vielmehr daraus, wie Sie der Weg dorthin emotional

bereichert hat. Besonders wertvoll erweisen sich die Fehler, die Sie im Nachhinein

als solche erkannt haben. Denken Sie über sie nach und lernen Sie daraus!

Sie sind ein Teil des Fortschritts und die besten Ratschläge, die Ihnen das Leben zu

bieten hat.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Oft wird behauptet, dass es geborene Gewinner oder Verlierer gibt.

Dies ist nicht nur falsch, sondern kompletter Unfug. Spezielle Techniken, Methoden

und Verhaltensweisen, die erlernt werden können, helfen Ihnen erfolgreich zu sein.

Bestimmte Eigenschaften können entscheidend für den Erfolg sein. Diese Eigenschaften

müssen Sie sich nicht mühsam einprägen, wir alle haben sie. Indem Sie

Ihren gesunden Menschenverstand schärfen, werden sie auch gestärkt. Die daraus

gewonnenen Erkenntnisse führen geradewegs zum Erfolg.

Sie sind sich schuldig, das Beste aus Ihrem Leben, aus dieser einmaligen Chance,

herauszuholen. Es fühlt sich miserabel an, im hohen Alter zurückzublicken und sich

Vorwürfe zu machen, nicht dies oder jenes getan zu haben,, was das Leben eventuell

lebenswerter gemacht hätte. Schrecken Sie nicht davor zurück, dorthin zu gehen,

wohin Sie das Herz treibt! Die Gewissheit, dass Sie sich auf dem richtigen Weg befinden,

wird den Großteil Ihrer Probleme lösen.

Wenn Sie meinen, dass das Leben bisher nicht fair zu Ihnen war, geben Sie die Hoffnung

nicht auf. Im Marathonlauf des Lebens bedarf es nur eines kleinen Impulses und

schon landen Sie an der richtigen Stelle zur richtigen Zeit!

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

3. Keine Karriere ohne Vision

Zu wissen, worauf Sie im Leben hinarbeiten, ist von entscheidender Bedeutung

In diesem Abschnitt werden Sie mit Übungen konfrontiert, die Ihnen helfen werden,

die Karrieremöglichkeiten zu verbessern und Ihnen die alternativen Optionen aufzuzeigen.

Sie werden Ihre Karrierevision und den idealen, Ihren Vorstellungen entsprechenden,

Arbeitsalltag entwerfen.

Eine weitreichende Vision zu formen, ist eine fesselnde selbstbeobachtende Übung.

Sie lässt sich aber nur optimal definieren, wenn Sie sich vollkommen von allen Faktoren

lösen, die Ihr bisheriges Leben bestimmt haben.

Alles, was Sie bisher für erwiesen und richtig hielten, zählt nicht mehr. Führen Sie diese

Aufgabe vollkommen unvoreingenommen durch. Schalten Sie alle Vorurteile und

Meinungen aus und Sie werden merken, dass Ihnen die Alternativen in einem völlig

neuen Licht erscheinen.

Denken Sie nicht über die Ratschläge und Anregungen Ihrer Freunde oder Familie

nach. Sie sind auf sich allein gestellt und müssen entscheiden, was Sie tun und was

Sie sein wollen. Bedenken Sie, dass eine perfekte Laufbahn nicht existiert. Die bestmögliche

Karriere ist diejenige, die am besten zu Ihnen passt!

Lassen Sie sich nicht vom Wunsch Ihrer Nächsten beeinflussen, eine ansehnliche

Karriere machen zu müssen, nur weil sie keine hatten oder genauso darauf getrimmt

wurden.

Dies ist IHRE Chance, die Karriere zu machen, die SIE möchten!

Darum starten Sie jetzt durch, indem Sie sich vom Ballast der Antriebslosigkeit, der

Faulheit und von allen Erwartungen und Ansprüchen Ihres Umfeldes befreien.

Übungen zur Karriereplanung

Folgende Übungen helfen Ihnen dabei, Ihre Vorlieben und Abneigungen sowie Ihre

Ansprüche an eine gelungene Karriere zu erkennen. Formulieren Sie die Antworten

konzentriert in einer ruhigen Umgebung und lassen Sie sich Zeit dabei.

Mit jeder Antwort können Sie schlussfolgern, was an Ihrer Karriere „richtig“ und was

„falsch“ wäre. Machen Sie das Herz ganz weit auf und denken Sie gründlich nach:

Was möchte ich und was möchte ich nicht?

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Übung 1

LEBENSSTIL

Bestimmen Sie die Hauptmerkmale Ihres idealen Lebensstiles – wie sehen sie aus?

Anregungen: zwei Stunden Zeit täglich für die Kinder, 50.000 € Einkommen pro Jahr,

30 Minuten Fahrtzeit zur Arbeitsstätte, zweimal jährlich in Urlaub fahren, im Team

arbeiten usw.

Können Sie dieses Ideal erreichen, wenn Sie genauso weitermachen wie bisher?

Übung 2

VORLIEBEN / ABNEIGUNGEN

Was mögen Sie an der Arbeit? Welche Aufgaben sagen Ihnen kaum oder überhaupt

nicht zu?

Welche Tätigkeiten machen Ihnen Spaß?

Welche Tätigkeiten meiden Sie eher?

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Überwiegen die positiven oder die negativen Aspekte an Ihrem aktuellen Arbeitsplatz?

Übung 3

STÄRKEN UND SCHWÄCHEN

Nehmen Sie die Perspektive eines potenziellen Arbeitgebers ein.

Nennen Sie Ihre wichtigsten Stärken und unverkennbaren Schwächen.

Anhaltspunkte: Erfahrung, Qualifikation, Fort-/Weiterbildung, Fähigkeiten, Wissen,

Einstellung (Arbeitsethik)

Übung 4

PERSÖNLICHKEIT

Entspricht die bisherige Karriere Ihrem Persönlichkeitsprofil? Sind Sie introvertiert

oder extrovertiert?

Lernen Sie lieber durch Handeln oder durch Nachdenken und Abwägen?

Mögen Sie eher die Vielfalt und die Veränderung im Beruf oder ziehen Sie die Sicherheit

und die Routine vor?

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Übung 5

DER IDEALE ARBEITSTAG

Beschreiben Sie möglichst detailliert Ihren idealen Arbeitstag. Wie möchten Sie den

Tag verbringen, womit möchten Sie sich beschäftigen? Wer unterstützt Sie dabei?

Übung 6

DIE IDEALE KARRIERE

Auf Basis dessen, was Sie bisher in diesem Buch geschrieben haben, beschreiben

Sie Ihre ideale Karriere.

Stellen Sie sich vor, Sie wären wieder ein Kind. Was möchten Sie sein, wenn Sie

erwachsen sind?

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

4. Lebenslauf optimal aufbereiten

Eine Bewerbungsmappe ist erst dann vollständig, wenn sie einen Lebenslauf/Curriculum

Vitae (abgekürzt: CV) enthält, was buchstäblich übersetzt „Lebensliste“ heißt.

Ohne eine überzeugende „Lebensliste“, in der Sie den (theoretischen) Nachweis Ihrer

Fähigkeiten erbringen, werden Sie nicht zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen.

Der Lebenslauf fasst die wichtigsten individuellen Daten in Kurzform zusammen und

listet den Schulweg sowie die Stationen des bisherigen Berufsweges in chronologischer

Reihenfolge auf. Im Fokus stehen die berufsrelevanten Fakten, die das Interesse

des Arbeitgebers wecken sollen. Schreiben Sie nicht Ihre Lebensgeschichte

nieder!

Der Lebenslauf beschränkt sich auf die wesentlichen Informationen:

- Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail)

- Persönliche Daten (Geburtsdatum/-ort, Nationalität, Familienstand)

- Bildung (Schule, Studium, Weiterbildung)

- Beruflicher Werdegang (Praktika und Berufserfahrung),

bevorzugt mit einer Kurzfassung der wichtigsten Aufgaben und Verantwortungen

- Sonstige berufsrelevante Qualifikationen und Kenntnisse

(Sprachen, EDV-Kenntnisse, Führerschein usw.) und

- Hobbys und soziales Engagement

Ein gut strukturierter und vollständiger Lebenslauf ist von unschätzbarem Wert für die

Realisierung Ihres Veränderungswunsches. Die Qualität der Informationsvermittlung

in gebündelter Form wird darüber entscheiden, ob Sie im weiteren Verlauf des Bewerbungsverfahrens

berücksichtigt werden oder nicht.

Wie jeder Bestandteil Ihrer Bewerbungsmappe ist auch der Lebenslauf Ihre Visitenkarte,

der es an Übersichtlichkeit und Aussagekraft nicht mangeln soll. In der Regel

sollen Sie die Struktur den jeweiligen Anforderungen des Arbeitgebers angleichen.

Verwenden Sie den standardisierten Lebenslauf nur für die Initiativbewerbungen, die

Sie an die Unternehmen senden, die zwar keine relevanten Stellen ausgeschrieben

haben, aber durchaus interessante Arbeitgeber sind.

Folgen Sie den Anweisungen Schritt für Schritt und setzen Sie die Tipps um. Dieser

Aufwand wird sich zweifelsohne auszahlen.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Vorbereitung

Sammeln Sie zunächst alle relevanten Informationen, die Sie im Lebenslauf zusammenfassen

werden. Sortieren Sie die Unterlagen nach Abschnitten, gemäß dem

beigefügten Entwurf (siehe weiter unten).

Übung

Schreiben Sie jede Qualifikation auf, die Sie nachweislich erworben haben.

Übung

Listen Sie alle Arbeitsstellen auf, die Sie bekleidet haben.

Übung

Welche zusätzliche Ausbildung haben Sie im Verlauf der Zeit erworben?

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Übung

Schreiben Sie eine Liste Ihrer Hobbys und der sonstigen Interessen.

Übung

Welche Eigenschaften und Vorzüge zeichnen Sie aus? Was gelingt Ihnen mühelos?

Sind Sie organisiert, dynamisch, ein Teamplayer usw.?

Schreiben Sie den Lebenslauf immer maschinell. Dafür eignet sich ein PC am besten.

Die einheitliche Formatierung und der saubere Ausdruck wirken professionell. Von

handgeschriebenen Aufzeichnungen ist abzuraten – sie werden skeptisch aufgefasst.

Speichern Sie den Lebenslauf auf mehreren Datenträgern ab. Auf diese Kopien

können Sie zugreifen, falls Sie die Quelldatei verlieren oder die Hardware ausfällt.

Vor einem kompletten Datenverlust ist kein Gerät sicher! Dadurch müssen Sie nicht

immer wieder das Grundgerüst neu aufstellen, wenn Sie eine neue Bewerbungsmappe

versenden möchten.

Der Lebenslauf ist der erste Eindruck, den Ihr zukünftiger Arbeitgeber von Ihnen

erhält. Sorgen Sie dafür, dass dies nicht der letzte ist! Die Statistiken belegen, dass

85% aller eingereichten Lebensläufe den direkten Weg in den Mülleimer finden, ohne

eingehend gelesen zu werden.

Ihr Lebenslauf muss durch hohe inhaltliche und formale Qualität den Entscheidungsträgern

das Gefühl vermitteln, dass Sie es mit der Bewerbung ernst meinen. Sie

möchten nämlich ihre Arbeitszeit und teure Ressourcen (Bewerberauswahl ist kostspielig)

nicht für wankelmütige Kandidaten verschwenden.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Vorlage Lebenslauf

Ihr Lebenslauf besteht aus verschiedenen Abschnitten, die in einer bestimmten Reihenfolge

aufgelistet werden. Es ergibt wenig Sinn, an dieser Stelle kreativ zu werden,

da die Informationen zählen und weniger die Originalität der Darstellung. Natürlich

sind auch andere Sortierkriterien als die hier vorgestellten akzeptabel. Diese sind

aber eher für erfahrene Bewerbungsprofis zu empfehlen.

Name, Vorname:

Adresse:

Telefonnummer:

Mobil:

E-Mail:

Leisten Sie sich keinen Fehler in den Kontaktdaten, denn der Arbeitgeber möchte Sie

unkompliziert und auf dem direkten Wege erreichen. Außerdem wecken die Ungereimtheiten

bei den Angaben schnell den Verdacht, dass Sie die nötige Ernsthaftigkeit

und Zuverlässigkeit vermissen lassen.

Hinterlegen Sie die Kontaktdaten, unter denen Sie die meiste Zeit erreicht werden

können. Falls Sie keinen eigenen Telefonanschluss haben, dann bitten Sie Familienangehörige

oder Freunde, die Anrufe entgegenzunehmen. Vergessen Sie aber nicht,

diese Besonderheit dem Arbeitgeber im Bewerbungsanschreiben mitzuteilen.

Geben Sie Ihren vollständigen Namen und Ihre Anschrift an, damit Sie sämtliche

Nachrichten umgehend erreichen.

Sie können die persönlichen Kontaktdaten im linken oberen Eck,

...oder im rechten oberen Eck

...oder oben auf der ersten Seite und in der Mitte zentriert platzieren.

Heutzutage haben sich die Ausgangspunkte auf der rechten Seite oder in der Mitte

etabliert. Das Format ist völlig gleichgültig, solange Sie ein einheitliches Layout wählen

und diese Angaben allen anderen voranstellen.

Sie können Ihren Namen hervorheben, indem Sie die Zeichen eine Nummer größer

wählen und in fetter Schrift darstellen. Weitere persönliche Angaben sind in der Standardschriftgröße

des Dokumentes darzustellen. Wählen Sie eine gut leserliche Größe

der Schriftzeichen, sodass sie auch ohne Zuhilfenahme eines Vergrößerungsglases

mühelos gelesen werden können.

Folgende Darstellung dient der Veranschaulichung:

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LEBENSLAUF (CURRICULUM VITAE)

Max Liebernoon

In Steueroasen 7b, 99999 Oberstadt

Telefon: +49(999)1111111, Mobil: +49(888)2222222

E-Mail: maxliebernoon@maxliebernoon.de

Gestaltungstipps und häufige Fehler

Anbei erhalten Sie einige grundlegende Hinweise, die bei der Erstellung und dem

Versenden des Dokumentes unbedingt zu berücksichtigen sind.

• Der Lebenslauf sollte maximal drei DIN-A4-Seiten umfassen. Falls Sie erst die

Schule oder die Hochschule verlassen haben, dann sind zwei DIN-A4-Seiten vollkommen

ausreichend.

• Benutzen Sie hochwertiges, dickes Papier für die Bewerbungsunterlagen. Es ist

nicht erforderlich, dass das Papier ein Wasserzeichen aufweist, denn auf den

Fotokopien ist das Echtheitsmerkmal nicht mehr zu erkennen.

• In einer seriösen Bewerbungsmappe ist der Lebenslauf nur im Original zu finden,

fügen Sie keine Kopien bei!

• Das Papier muss glatt und ohne jegliche Verschmutzungen (Kaffee, Wasser, Essensreste

usw.) sein.

• Falten Sie das Dokument nicht. Nutzen Sie einen Umschlag im DIN-A4-Format

selbst dann, wenn Sie den Lebenslauf persönlich einreichen.

• Sparen Sie nicht an Verpackung und Porto. Eine hochwertige Bewerbung vermittelt

den Eindruck, dass Ihnen die Stelle viel Mühe wert ist. Sie signalisieren ein

hohes Interesse an der Anstellung!

• Geben Sie unter keinen Umständen einen handgeschriebenen Lebenslauf ab.

• Verzichten Sie auf Abkürzungen, denn sie sind häufig missverständlich und stören

den Lesefluss. Ein Lebenslauf, der inhaltlich hochinteressant, aber holprig in der

Formulierung ist, wird in der Regel auf dem Absagenstapel landen.

• Bauen Sie keine Bildchen oder skurrile Zeichen ein. Der Lebenslauf ist eine

schnörkellose, professionell aufbereitete Informationssammlung und keine Einladung

zum Kindergeburtstag.

• Bleiben Sie stets bei der Wahrheit! Ihnen kann nichts Schlimmeres widerfahren,

als im Vorstellungsgespräch oder in der Arbeit aufzufliegen und deswegen abgelehnt

bzw. gefeuert zu werden. Sie müssen nicht lügen, um dem Arbeitgeber

zu imponieren. Seien Sie authentisch und agieren Sie aus Überzeugung, mit der

Bewerbung den richtigen Schritt zu vollziehen. Sie werden sich nur bei einem

Arbeitgeber wohlfühlen, der von Ihrem wahren Potenzial und Ihrer Persönlichkeit

überzeugt ist.

23


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Karriereziele

Eine ausführliche Beschreibung der Karriereziele verleiht der Bewerbung die erforderliche

Professionalität und stellt Sie als eine reife und abgeklärte Persönlichkeit

dar. Die Aussagen zum nächsten Karriereschritt fungieren als Ausgangspunkt für die

Bewerbungsanalyse. Aus diesem Grunde werden sie unmittelbar im Anschluss an die

persönlichen Kontaktdaten platziert.

Diese kurze Zusammenfassung der Karriereziele bildet Ihre Laufbahnplanung in der

Nussschale ab. Der Arbeitgeber sucht nach den Antworten für die Standardfragen:

Wie sehen Ihre Ansprüche aus? Was möchten Sie erreichen? Sind Sie leistungsbereit

und selbstbewusst, die Herausforderungen erfolgreich zu meistern?

Bedenken Sie stets, dass der Arbeitgeber stark daran interessiert ist zu erfahren,

welche Rolle im Gesamtgefüge Sie zu übernehmen anstreben und nicht, was Sie sich

vom Unternehmen erhoffen.

Die Formulierung der Karriereschritte und -ziele kann hervorgehoben werden, beispielsweise

indem der Text eingerahmt wird, um die Aufmerksamkeit des Lesers auf

diese Passage zu lenken.

Im folgenden Beispiel bewirbt sich Max Liebernoon auf die Stelle des IT-Projekt-Managers

eines namhaften Unternehmens. Die Aussagen zu Karrierezielen unterstreichen

die Ansicht des Bewerbers, dass diese Stelle eine adäquate Herausforderung

darstellt, die er erfolgreich meistern wird.

„Mit der Hingabe eines erfolgreichen Managers setze ich mich seit mehr als 23

Jahren mit den Besonderheiten der IT-Systeme auseinander. Hohes Engagement,

Ausdauer und Freude über vielfältige Herausforderungen sind der Schlüssel für die

erfolgreiche Übernahme der Verantwortung auf allen mir zugewiesenen Arbeitsfeldern.

Mit Entschlossenheit und Vertrauen auf eigene Stärken hat mein Team mehrere

Großprojekte umgesetzt, unter anderen das europäische Expansionsprogramm, mit

einer Budgetverantwortung von mehr als 25 Millionen Euro.“

Berufliche Stationen

Die Übersicht der beruflichen Stationen beinhaltet eine kurze, aber präzise Zusammenfassung

Ihrer Tätigkeiten. Dieser Abschnitt beschreibt die Arbeitsstellen, die Sie

in der Vergangenheit hatten und diejenige, die Sie aktuell bekleiden. Vergessen Sie

nicht, die Zeiten der Arbeitslosigkeit wahrheitsgetreu wiederzugeben, am besten unter

dem Begriff „Arbeit suchend“.

24


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Stehen Sie bereits fest im Berufsleben, dann stellen Sie die beruflichen Stationen

vor den Befähigungsnachweisen dar. Haben Sie soeben die (Hoch-)Schulausbildung

abgeschlossen, ziehen Sie die Befähigungsnachweise vor.

Nehmen Sie die bereits erstellte Liste mit allen relevanten beruflichen Stationen und

fassen Sie diese in umgekehrter chronologischer Reihenfolge zusammen. Halten Sie

die Datumsangaben, Funktionsbezeichnungen und das jeweilige Unternehmen fest.

Beschreiben Sie die Hauptbestandteile Ihrer Arbeitsstellen genauso wie die Verantwortungsbereiche

und die wichtigsten Leistungen.

Beachten Sie die folgenden Beispieldarstellungen:

Die (von – bis) Datumsangabe formt gemeinsam mit dem Unternehmensnamen und

der Funktionsbezeichnung die hervorgehobene Titelzeile einer beruflichen Station.

10/2009 – 12/2011 Unternehmen Leiter Vertrieb und Marketing

Diesen Eckdaten der einzelnen beruflichen Tätigkeit folgt eine komprimierte Schilderung

Ihrer Aufgaben sowie Verantwortlichkeiten. Der Lebenslauf wird optisch aufgewertet,

wenn Sie die Aufzählung übersichtlich formatieren.

Die Beschreibung der Hauptpflichten und Verantwortlichkeiten ist unbestritten das

Herzstück der jeweiligen Arbeitsbeschreibung.

• Den Anzeigenverkauf und das gewerbliche Sponsoring für Produkte und Dienstleistungen

des Unternehmens X für Industrie und andere Lieferanten maximieren.

• Usw.

Nun listen Sie die Leistungen und Erfolge, die Sie aus dieser Zeit vorweisen, bestens

strukturiert, wie folgt:

• Steigerung des Sponsorings und der Finanzierungsbeträge um 10% p. a.

• Usw.

Stimmen Sie die einzelnen Erfolge und Meilensteine der Tätigkeit mit den übergeordneten

Verantwortlichkeiten ab, damit deutlich wird, wie Sie sich im Laufe der Zeit

im Unternehmen und für das Unternehmen weiterentwickelt haben. Nutzen Sie die

Gelegenheit, dem zukünftigen Arbeitgeber deutlich zu zeigen, was in Ihnen steckt und

welche Leistungen bzw. Erfolge von Ihnen zu erwarten sind.

Viele Bewerbungen konzentrieren sich auf die ausführlichen Beschreibungen der Verantwortlichkeiten,

anstatt den Fokus auf das Vollbrachte zu legen. Die Übernahme der

Verantwortung (als ein Besitzstand) suggeriert zwar den zu erwartenden Erfolg, doch

die Arbeitgeber wollen konkrete Maßnahmen und Ergebnisse nachvollziehen, die

25


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

es ihnen ermöglichen, Ihr Potenzial und Ihre Fähigkeiten korrekt einzuschätzen. Sie

wollen die Nachweise einsehen, dass Sie sich in den bisherigen Funktionen bewährt

haben, und Sie sollen diesem unausgesprochenen Wunsch nachkommen.

Die Beschreibung der beruflichen Stationen kann wie folgt aufgebaut werden:

DATUM UNTERNEHMEN IT-PROJEKT-MANAGER

Hauptpflichten und Verantwortlichkeiten

• Hauptpflicht 1

• Hauptpflicht 2

• Usw.

Individuelle und Teamleistungen

• Leistung 1

• Leistung 2

• Usw.

Setzen Sie diesen Aufbau für die vorletzte Arbeitsstelle fort. Ihr letzter Arbeitsplatz ist

die Brücke zum zukünftigen Arbeitgeber und deswegen von besonderer Wichtigkeit.

Falls Sie zuvor keine geregelte Arbeitsstelle hatten, dann schildern Sie die letzte vollwertige

Arbeitsstelle davor eingehend.

Können Sie nur eine berufliche Station aufweisen, dann vermarkten Sie diese entschlossen.

Sorgen Sie dafür, dass alle wichtigen Details vorgestellt werden. Sie sind,

was Sie geleistet haben und wie Sie es vollbracht haben.

Gehen Sie unbedingt auf die Lücken im Lebenslauf im Bewerbungsanschreiben ein.

Die Übergangszeit der Arbeitslosigkeit erscheint im positiven Licht, wenn Sie feststellen,

dass Sie im Haushalt tätig waren, um die Familie zu unterstützen. In dieser Vollzeitstellung

sammeln Sie äußerst wertvolle Erfahrungen, die im beruflichen Umfeld

gewinnbringend abgerufen werden können.

Folgen Sie dieser ausführlichen Schilderung auch bei der drittletzten Arbeitsstelle und

darüber hinaus, riskieren Sie, dass der Lebenslauf zu lang(atmig) wird. In diesem Fall

beschränken Sie sich auf die Darstellung der Überschrift der Arbeitsstelle (Datum,

Unternehmen, Funktion) sowie auf die Aufzählung der wichtigsten Leistungen/Erfolge.

Haben Sie an mehr als fünf Arbeitsstellen gearbeitet, dann ist es sinnvoll, einige

artverwandte Tätigkeiten zu bündeln. Falls Sie beispielsweise in einem Jahr mehrere

Berufe ausprobiert haben, dann können Sie diese unter einer Überschrift zusammenfassen

und in kurzen Zügen schildern.

26


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Ab einem bestimmten Alter bzw. ab einer langen Berufserfahrung ist es nicht zwingend

erforderlich, alle Tätigkeiten zu nennen, die Sie während der (Hoch-)Schulzeit

übernommen haben. Dies ist ausnahmsweise denkbar, falls Sie der Meinung sind,

dass diese Angaben Ihre Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch

erhöhen.

Qualifikationsnachweise

Dieser Abschnitt wird gelegentlich dem Themenkomplex (Aus-)Bildung zugeordnet,

doch die Einordnung zum Fachgebiet Eignung und Kompetenz hat sich durchgesetzt.

Listen Sie die Abschlüsse in umgekehrter chronologischer Reihenfolge auf, so wie Sie

bereits mit den beruflichen Stationen verfahren haben. Führen Sie Lehrzeiten, Praktika

und jegliche berufsbezogene Weiterbildungsmaßnahme, die Sie in Ihrer Laufbahn

absolviert haben, auf.

Dabei reicht es völlig aus, wenn Sie lediglich den letzten (d. h. den höchsten) Abschlussgrad

erwähnen. Ergänzen Sie diese Qualifikation mit dem Erwerbszeitpunkt

sowie mit dem Bildungsträger. Können Sie einen Hochschulabschluss vorweisen, ist

es ratsam, die dazugehörigen Fächer sowie das Thema der Abschlussarbeit anzugeben.

Eine vollständige Bezeichnung des Qualifikationsnachweises besteht aus der Ausbildungsdauer

(Datumsangaben), gefolgt von der Bezeichnung der Qualifikationsmaßnahme

und der anbietenden Bildungsanstalt.

Sonstige Leistungen

Sie betreffen weitere Ausbildungen und Lehrprogramme, die nicht im unmittelbaren

Zusammenhang mit dem Beruf stehen, aber Ihre Vielseitigkeit und Aktivität unterstreichen.

Beispiele:

• Zertifikat der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG)

• Trainerausbildung

• Erste-Hilfe-Kurse

• Musikalische Ausbildung

• Usw.

Fassen Sie sich so kurz wie möglich an dieser Stelle, zählen Sie die Angaben auf und

lassen Sie genügend Platz für die Datumsangaben. Die Liste bleibt kurz und bündig.

Feiern Sie nicht jede Teilnahme an einer Kreismeisterschaft als besondere Errungenschaft!

27


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Die Sprachkenntnisse (sofern vorhanden) können Sie bereits hier festhalten. Die Arbeitgeber

schätzen die sprachliche Affinität sehr, sodass es sinnvoll ist, hohe sprachliche

Kompetenzen als einen separaten Punkt aufzuschreiben. Mehrere Sprachen in

Wort und Schrift zu beherrschen, ist die beste Werbung in eigener Sache.

Persönliche Daten

Das Profil umfasst alle relevanten persönlichen Daten. Es bleibt Ihnen überlassen, ob

Sie diese Daten dem Arbeitgeber mitteilen. Nach den Bestimmungen des Allgemeinen

Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sind Sie dazu nicht verpflichtet.

• Geburtsdatum

• Geschlecht

• Fahrerlaubnis (exakte Angabe der Führerscheinklasse)

• Familienstand

• Ggf. Kinder und Ihr Alter

Interessen und Hobbys

Dies ist der entscheidende Part Ihres Lebenslaufes. Von vielen wird der Abschnitt als

unbedeutend betrachtet, aber das ist häufig eine folgenschwere Fehleinschätzung.

Die Arbeitgeber legen großen Wert auf die Beschreibung der Freizeitaktivitäten.

Die Bewerber unterscheiden sich in ihrer Qualifikation und der beruflichen Laufbahn

nur geringfügig. Die außerbetrieblichen Aktivitäten runden das Persönlichkeitsprofil

individuell ab und können der ausschlaggebende Faktor bei fachlich gleichwertigen

Kandidaten sein.

Die Freizeitgestaltung spricht Bände über den Bewerber, dessen Vorlieben und

Interessen und vermittelt einen ersten Eindruck der individuellen Sozialkompetenzen.

Nutzen Sie die Chance, sich von der breiten Masse abzuheben, indem Sie mehr über

sich verraten und eine gewachsene Persönlichkeit aufzeigen. Es genügt nicht, die

Aktivitäten rund um Musik, Kino, Tanzen, Freunde oder Sport aufzuzählen. Machen

Sie eine Geschichte daraus.

Sie können auf bestimmte Aussagen zurückgreifen, wie beispielsweise: „Zwar trainiere

ich häufig im Fitnessstudio, aber betrachte die Fitness nicht als Hobby, sondern als

einen wichtigen Teil der gesunden Lebensweise.“ Damit geben Sie zu verstehen, dass

Ihnen die Gesundheitsorientierung des Sports besonders am Herzen liegt.

Behaupten Sie nicht plump, dass Sie gerne mit Freunden weggehen. Schreiben Sie

lieber:

28


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

- „Die größte Belohnung für mich ist nach einer harten Arbeitswoche, die Freunde

am Esstisch zu versammeln und mit Ihnen die kulinarischen Eigenkreationen zu

genießen“.

oder

- „Nach einem intensiven Training im Fitnessstudio entspanne ich mit klassischer

Musik oder ordne die Schmetterlingssammlung.“

Schreiben Sie fünf bis sechs zusammenhängende Sätze, die Sie charakterisieren.

Selbstverständlich unterliegen auch die Angaben über die Freizeitgestaltung gewissen

ungeschriebenen Gesetzen:

• Bleiben Sie realistisch und notieren Sie nur die Aktivitäten, denen Sie sich regelmäßig

widmen.

• Wandern Sie nur im Sommer gern, dann stehen Sie auch dahinter.

• Falls Sie nur einen Bungeesprung gewagt haben, können Sie dies nicht als Hobby

bezeichnen.

• Verzichten Sie auf Angaben zu gefährlichen Sportarten – sie sollen Ihr ganz privates

Vergnügen bleiben. Außerdem könnte Ihr Arbeitgeber in spe das Verletzungsrisiko

und die damit verbundenen teuren Fehlzeiten als einen deutlichen Nachteil zu

anderen, gleichwertigen Kandidaten bewerten und sich aus diesem Grunde für die

Konkurrenz entscheiden.

Beschäftigen Sie sich intensiv mit diesem Segment und feilen Sie an den inhaltlichen

Details und den beschreibenden Formulierungen. Diese Mühe wird sich zweifelsohne

auszahlen.

Empfehlungen / Referenzen

Die Referenzen Ihrer bisherigen Arbeitgeber bilden den Abschluss des Lebenslaufes.

Oder besser: Der Verzicht auf die Empfehlungen rundet Ihre Bewerbung ab!

Die Referenzen werden nicht über die Einladung zum Vorstellungsgespräch entscheiden:

Erst nach dem Bewerbungsgespräch wird der Arbeitgeber auf die Empfehlungen

zurückgreifen, aber nur dann, wenn er noch unschlüssig ist und Sie es nicht geschafft

haben, ihn vollends zu überzeugen.

Darüber hinaus ist es geradezu kontraproduktiv, den aktuellen Vorgesetzten als Referenz

anzugeben, wenn er von Ihrem beruflichen Veränderungswunsch noch nichts

ahnt!

29


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

5. Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Wenn Sie sich penibel an die Vorgaben halten, werden Sie eine Einladung zum Vorstellungsgespräch

(Interview) erhalten. Der potenzielle Arbeitgeber zeigt Interesse,

Sie näher kennenzulernen, um feststellen zu können, ob Ihre Fähigkeiten und insbesondere

die Persönlichkeit zur Unternehmenskultur passen.

Der nächste Schritt besteht aus einer gründlichen Vorbereitung auf das Gespräch.

Vergessen Sie nicht: Der Erfolg ist planbar und er besteht zu 80% aus der theoretischen

Vorbereitungsphase und zu 20% aus der praktischen Durchführung vor Ort.

Anbei erhalten Sie einen Leitfaden, der Sie bestens auf den Termin vorbereitet. Sie

werden sich von den Fragen, die im Gespräch gestellt werden, nicht überraschen

lassen.

Das Interview wird häufig als die größte Hürde im Bewerbungsprozess empfunden,

doch dies muss nicht zwingend der Fall sein. Für introvertierte Menschen ist es eine

große Überwindung, ihre Persönlichkeit vor Fremden zu vermarkten. Es ist aber

lediglich eine Frage der Übung: Seien Sie fleißig und Sie werden sich bald zu einem

Experten entwickeln.

Zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, entpuppt sich als eine wesentlich

größere Herausforderung. Sie haben bereits mit Ihrem Lebenslauf überzeugen können,

ohne die Möglichkeit zu haben, aktiv in den Entscheidungsprozess einzugreifen.

Sie haben sich in die beste Position manövriert. Herzlichen Glückwunsch! Wer aber

A sagt, muss auch B sagen. Sie wollen den guten Eindruck auch im Bewerbungsgespräch

bestätigen.

Die Vorbereitung ist vielschichtig und erfordert ein analytisches Vorgehen. Nutzen

Sie die bereits vorhandenen Kenntnisse über Ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten, Interessen,

Werthaltungen und besonderen Leistungen. Informieren Sie sich tiefgründig

über das Unternehmen und die Position, auf die Sie sich bewerben. Das kann der

entscheidende Vorteil sein. Üben Sie die Beantwortung der Standardfragen sowie

der spezifischen, funktionsbezogenen Fragestellungen. Darüber hinaus ist es ratsam,

dass Sie sich mit der Kleiderordnung des Unternehmens, dem Ort des Interviews,

der Erwartungshaltung des Arbeitgebers und mit den Benimmregeln (Mimik, Gestik,

Gesprächsführung) vertraut machen.

Der Grad Ihrer Vorbereitung demonstriert die Qualitäten, die Sie im Beruf auszeichnen:

Initiative, Agilität und unternehmerisches Denken werden dem Gesprächspartner

positiv auffallen.

30


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Das Vorstellungsgespräch ist stets eine einmalige Gelegenheit, mit der Kostprobe

Ihrer Fähigkeiten und Charaktereigenschaften in den Köpfen der Entscheidungsträger

einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und sie von Ihrer Eignung zu überzeugen.

Wenn Sie sich umfassend vorbereiten, den Ablauf detailliert planen und für die

Arbeitsstelle aus Überzeugung kämpfen, dann haben Sie die besten Chancen, eine

Zusage zu erhalten.

Bedenken Sie, dass das Unternehmen sehr viel Zeit, Aufwand und Kosten investiert

hat, um Sie für sich zu gewinnen.

Das Unternehmen hat:

1. eine Anzeige geschaltet,

2. einen Headhunter oder Rekrutierungsagentur engagiert,

3. eine Stellenbeschreibung definiert,

4. ein Anforderungsprofil der Bewerber festgelegt,

5. Verträge vorbereitet,

6. interne Prozesse umstrukturiert und

7. ein Einarbeitungsprogramm entworfen und organisiert.

Der Arbeitgeber hat seine Hausaufgaben gewissenhaft erledigt und erwartet, dass

Sie für einen produktiven und für beide Seiten gewinnbringenden Austausch bestens

vorbereitet sind. Eine falsche Personalauswahl hat enorme Folgewirkungen für das

Unternehmen, die weit über die finanziellen Effekte hinausgehen. Deswegen werden

die Arbeitgeber äußerst vorsichtig vorgehen.

Berufliche Stellungnahmen vorbereiten

Während des Vorstellungsgespräches werden Ihnen allgemeine Fragen gestellt, mit

der Absicht, Ihre grundlegenden Persönlichkeitsmerkmale zu spezifizieren.

Hierzu haben sich unterschiedliche offene Fragen bewährt:

- „Erzählen Sie mir mehr über Ihre Person.“

- „Was für ein Managertyp sind Sie?“

- „Welche Stärken zeichnen Sie aus?“

Diese Eingangsfragen verlangen nicht nach einer bestimmten Antwort, die als richtig

oder falsch kategorisiert werden kann. Sie lassen Ihnen die Möglichkeit offen, das

Thema zu bestimmen und das Gespräch in die bevorzugte Richtung zu lenken! Er-

31


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

greifen Sie die Initiative und äußern Sie die gedanklich vorbereiteten Stellungnahmen,

aber vergessen Sie nicht, Argumente für Ihre Behauptungen zu liefern oder zumindest

bereitzuhalten.

Ihre zentrale berufliche Stellungnahme ist ein Monolog über 20 Sekunden, der Ihre

wichtigsten und entscheidenden Fertigkeiten, Verhaltensweisen, Kenntnisse und

Erfahrungen in prägnanter Kürze zusammenfasst, wie z. B.:

„Die größten Stärken, die mich auszeichnen, sind die Motivation, die Erfolgsorientierung

und die bereits 23 Jahre andauernde Erfolgsbilanz bei der Abwicklung bedeutender

Projekte von der Bestimmung des Auftrages bis zur Überprüfung der Anwendung

nach der Implementierung.“

Oder:

„Meine gesamte berufliche Laufbahn habe ich im Personalwesen verbracht und

habe dabei einen enormen Erfahrungsschatz, über alle Bereiche der Personalarbeit

hinweg, gesammelt. Vielfältige Erfahrungen habe ich durch die Mitarbeit in gemischten

Teams oder durch die Einsätze in verschiedenen Industriezweigen gewonnen. Es

existiert nicht viel, was ich in der Personalarbeit nicht kennengelernt habe.“

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil besteht darin, diese Stellungnahmen im stillen

Kämmerlein zu entwerfen und sie zu verinnerlichen. Sie können ohne großen Aufwand

angepasst werden, in Abhängigkeit davon, welche Fragen Sie beantworten

müssen. Damit lenken Sie die Inhalte des Gespräches bewusst und wirken zu jedem

Zeitpunkt abgeklärt und souverän. Wenn Sie den günstigen Zeitpunkt erkennen, greifen

Sie immer auf die vorbereiteten Argumente zurück, womöglich in leicht abgewandelter

Form.

Folgende Beispiele verdeutlichen diese Strategie:

FRAGE

„Welche Stärken zeichnen Sie aus?“

ANTWORT

„Meine gesamte berufliche Laufbahn habe ich im Personalwesen verbracht und

habe dabei einen enormen Erfahrungsschatz, über alle Bereiche der Personalarbeit

hinweg, gesammelt. Vielfältige Erfahrungen habe ich durch die Mitarbeit in gemischten

Teams oder durch die Einsätze in verschiedenen Industriezweigen gewonnen.

Es existiert nicht viel, was ich in der Personalarbeit nicht kennengelernt habe. Das

32


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Einfühlungsvermögen bzw. die Fähigkeit, sich mit allen Menschen zu identifizieren

und ihre Bedenken und Ängste feinfühlig zu neutralisieren, ist meine große Stärke.

Diese besondere Eigenschaft hat mir enorm geholfen, die Teams zu einer produktiven

Einheit zu formen.“

Auf diese Art und Weise nutzen Sie Ihre Stellungnahme als eine Grundthese, die Sie

aus Überzeugung vertreten. Sie greifen nicht auf die Standardantworten à la „Meine

Stärken sind A, B und C“ zurück, die uninspiriert wirken, sondern bestechen durch

eine nachvollziehbare und stringente Argumentationsstruktur.

Sie beeinflussen den Gesprächspartner, noch bevor Sie die Frage beantworten und

fügen einen weiteren Beweis hinzu, dass das Unternehmen schlecht beraten wäre,

auf Sie zu verzichten. Des Weiteren wirkt die Antwort professionell und wie aus einem

Guss. Dieses Bild verfestigt sich allmählich im Bewusstsein Ihres Gegenübers zu

einer äußerst positiven Gesamtbeurteilung.

Ein weiteres Beispiel:

FRAGE

„Was für eine Führungspersönlichkeit sind Sie?“

ANTWORT

„In erster Linie bin ich eine hoch motivierte und leistungsorientierte Führungskraft.

Entschlossen zu sein und dabei fair zu agieren, ist die Erfolgsformel, die sich in

meiner 23-jährigen Projektarbeit immer wieder bewährt hat. Da ich ausgesprochen

motiviert bin, fällt es mir leicht, andere Teammitglieder zu motivieren und zu Bestleistungen

anzuspornen.“

Sie verwenden Ihre wohlüberlegte Stellungnahme, um der Antwort den entscheidenden

Feinschliff zu verleihen!

Mit einer intensiven Vorbereitung werden Sie ungeahnte Ergebnisse erzielen und

unabhängig vom Ausgang des Vorstellungsgespräches mit sich selbst zufrieden sein

in der Gewissheit, alles für den Erfolg unternommen zu haben.

Übung

Stellen Sie sich drei Stellenangebote vor, auf die Sie sich bewerben möchten und

schreiben Sie für jede dieser Funktionen eine zentrale berufliche Stellungnahme.

33


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Kraft der Besonderheit

Zusätzlich zu einer griffigen und authentischen Stellungnahme benötigen Sie

zwingend eine Antwort auf die Frage:

„Bitte erklären Sie mir, warum wir uns ausgerechnet für Sie entscheiden sollten.“

Die Frage wird Ihnen vermutlich nicht in dieser Deutlichkeit gestellt werden, aber das

Gespräch wird sich darauf zuspitzen und Sie werden es ohne Umschweife auf den

Punkt bringen müssen, was Sie dem Unternehmen bieten können.

Ihr Trumpf in diesem Augenblick heißt „Alleinstellungsmerkmal“. Dieser Begriff bezeichnet

eine herausragende Eigenschaft, die einen einzigartigen Vorteil verspricht.

Im englischsprachigen Raum wird es als „unique selling proposition“, kurz USP, bezeichnet,

was ein „einzigartiges Verkaufsversprechen“ bedeutet.

In der Tat befinden Sie sich in einem Wettbewerb mit zahlreichen anderen Kandidaten

und benötigen ein gewichtiges Argument, dass Sie sich im neuen Arbeitsumfeld von

den restlichen Bewerbern leistungsmäßig deutlich abheben werden. Dabei ist eine

originelle Formulierung der Alleinstellungsmerkmale vonnöten und keine inspirationslosen

Standardaussagen wie: „Ich bin teamfähig“ oder „Ich bin pünktlich und zuverlässig“.

- Wodurch unterscheiden Sie sich von anderen?

- Was macht Sie so besonders?

- Woraus besteht Ihre Einzigartigkeit?

In der Regel werden am Ende eines langen Bewerbungsprozesses nur eine Handvoll

Kandidaten alle Kriterien erfüllen:

- die nötige Qualifikation und Berufserfahrung aufweisen,

- im Vorstellungsgespräch beeindrucken können und

- sich bestens in die Unternehmenskultur integrieren.

Die Alleinstellungsmerkmale werden die Entscheidung herbeiführen. In einem Kopfan-Kopf-Rennen

sind sie der ultimative Faktor, der Sie als den herausragenden Mitarbeiter

identifiziert, auf dessen Beitrag das Unternehmen langfristig bauen möchte.

34


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Übung

„Zählen Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale auf und begründen Sie diese.“

„Was macht Sie zu einem einzigartigen Menschen?“

„Wodurch heben Sie sich aus einer Gruppe von gleichwertigen Aspiranten heraus?“

Erfolgsaussichten erhöhen

In der Analyse eines Vorstellungsgespräches finden sich immer wieder bestimmte

Aussagen, die anders hätten dargestellt werden müssen oder gar nicht hätten angesprochen

werden sollen.

Eine gute Vorbereitung reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sprachlos und

unentschlossen auf unerwartete Fragen reagieren. Das Bewerbungsgespräch ist

die einzige Gelegenheit, die Sie erhalten werden, um den werbenden Arbeitgeber

von Ihrem Potenzial zu überzeugen. Sie zeigen sich von der besten Seite, legen Ihre

bisherigen Ergebnisse und Erfolge dar, setzen auf Ihre Überzeugungskraft und die

scheinbar logische Schlussfolgerung, dass die vergangenen Errungenschaften auf

die zukünftigen Ergebnisse schließen lassen.

Um ein möglichst reibungsloses Gespräch zu führen, fassen Sie Ihre Erfolge, die

Schlüsselfähigkeiten für die angebotene Funktion und Ihre Stärken im Voraus zusammen.

Vergessen Sie nicht, dass die Gesprächsleiter nur das einschätzen können, was

Sie ihnen schriftlich oder mündlich mitteilen.

Sie sind keine Hellseher oder Zauberer!

Darum können Sie nicht erwarten, dass sie die Qualität Ihrer Leistungen oder Ihre

Stärken und Defizite präzise einschätzen werden. Sie sind auf Ihre Angaben in den

Bewerbungsunterlagen sowie die mündlichen Aussagen angewiesen. Darüber hinaus

werden Sie danach beurteilt, wie Sie auftreten und was Sie mitzuteilen haben. Ihre

Gesprächspartner wissen sehr wenig über Sie und deswegen sollen Sie nicht in bester

Absicht alle Einzelheiten preisgeben.

Bereiten Sie sich unbedingt darauf vor, dies ist Ihr entscheidender Vorteil! Formulieren

Sie bis zu 20 besondere Leistungen, Stärken, Fähigkeiten und Persönlichkeitseigenschaften,

die Sie während des Gespräches flexibel und unmittelbar abrufen können.

Eine besondere Vortragsweise ist erforderlich, wenn Sie über Ihre Stärken referieren.

Sie sind bestrebt, die Ausführungen aufrichtig und mit absoluter Überzeugung darzulegen,

ohne dass Sie dabei eingebildet und selbstgefällig wirken. Vermeiden Sie

beispielsweise die Aussage: „Mit Menschen kann ich sehr gut umgehen.“ Schildern

35


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Sie stattdessen ein Ereignis aus Ihrem beruflichen Erfahrungsschatz, das die Stärke

deutlich aufzeigt und argumentativ stützt.

Seien Sie auf keinen Fall schüchtern! Sein Licht unter den Scheffel zu stellen, hat im

Vorstellungsgespräch nur Nachteile.

Im obigen Beispiel, in dem Sie sich auf eine Stelle im Personalwesen beworben haben,

können Sie feststellen:

„Meine Hauptstärke liegt im zwischenmenschlichen Bereich. Während meiner Tätigkeit

im großen Personalbereich mit über 50 Mitarbeitern musste ich mich im Team

bewähren und darüber hinaus vielschichtige individuelle Anforderungen in eigener

Regie erfüllen. Täglich stand ich im direkten Kontakt mit den Kollegen aus anderen

Bereichen und unterstützte sie dabei, ihre Aufgaben und Problemstellungen bestmöglich

zu bewältigen.“

Sie können nun nachvollziehen, wie die einfache Frage „Welche Stärken zeichnen Sie

aus?“ zu Ihrem Vorteil genutzt werden kann.

Die nachfolgende Analyse zeigt die Wirkung, die Ihre Antwort entfaltet, auf:

„Meine Hauptstärke liegt im zwischenmenschlichen Bereich. Während meiner Tätigkeit

im großen Personalbereich mit über 50 Mitarbeitern musste ich mich im Team

bewähren und darüber hinaus vielschichtige individuelle Anforderungen in eigener

Regie erfüllen. Täglich stand ich im direkten Kontakt mit den Kollegen aus anderen

Bereichen und unterstützte sie dabei, ihre Aufgaben und Problemstellungen bestmöglich

zu bewältigen.“

Zunächst haben Sie Ihre Stärke hervorgehoben – „der Umgang mit Menschen“. Danach

haben Sie konstatiert, dass Sie bereits im Personalwesen gearbeitet haben, was

ein äußerst wichtiger Punkt ist, da Sie sich um eine Stelle im Personalwesen bemühen

(„während meiner Tätigkeit im großen Personalbereich“).

„Mit über 50 Mitarbeitern“ signalisiert, dass Sie sich in ein großes Team integrieren

und dabei mit erfahrenen Kollegen harmoniert haben.

Daraufhin haben Sie weitere Stärken und Eigenschaften angeknüpft: „im Team

bewahren“ und „vielschichtige individuelle Anforderungen in eigener Regie erfüllen“.

Dies unterstreicht, dass Sie ein effektives Teammitglied sind, das sowohl gemeinsam

mit Kollegen als auch auf sich allein gestellt zielgerichtet und erfolgreich arbeitet. Sie

können sich unterordnen, sind aber gleichzeitig nicht vollkommen auf die Leistung

anderer angewiesen.

„Täglich stand ich im direkten Kontakt mit den Kollegen aus anderen Bereichen“ ist

36


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

ein weiterer Indikator dafür, dass Sie Ihre Stärke täglich eingesetzt haben und einen

aktiven Austausch mit allen Mitarbeitern des Unternehmens gepflegt haben. Diese für

Sie selbstverständliche Voraussetzung kann sich auch in der neuen Funktion nur als

vorteilhaft erweisen.

Zuletzt verweisen Sie auf die besonderen Qualitäten wie Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit

im kollegialen Umgang, indem Sie als Berater und Problemlöser in kritischen

Situationen aufgetreten sind: „unterstützen sie dabei, ihre Aufgaben und Problemstellungen

bestmöglich zu bewältigen.“

Verwenden Sie die folgende Struktur, wenn Ihnen die offenen Fragen gestellt werden:

1. „Eine meiner wichtigsten Stärken ist, dass …“ (Stärke benennen)

2. „In der Vergangenheit habe ich …“ (Verknüpfen Sie die Stärke mit einer beruflichen

Erfahrung)

3. „Was bedeutet, dass…“ (Zeigen Sie die vorteilhafte Konsequenz dieser Stärke auf)

Eine sehr gelungene Antwort hält diese Struktur ein und wirkt wie aus einem Guss:

„Eine meiner wichtigsten Stärken liegt darin, dass ich mit unterschiedlichen Menschen

unter schwierigen Rahmenbedingungen der Extremsituationen erfolgreich umgehen

kann. In der Vergangenheit habe ich dies bei zahlreichen Gelegenheiten unter Beweis

gestellt, als es erforderlich war, unbeliebte Entscheidungen zu kommunizieren und

durchzusetzen. So habe ich als Personalleiter einige Kündigungswellen oder die

notwendigen Lohnkürzungen begleitet. Das half mir, die Fähigkeiten zu entwickeln,

um diese komplexen Problemstellungen, die im Personalwesen unvermeidlich sind, zu

bewerkstelligen.“

Übung macht den Meister!

Übung

Zählen Sie fünf Ihrer besonderen, wichtigsten Stärken auf und belegen Sie diese mit

entsprechenden Nachweisen.

Nutzen Sie den vorgestellten Aufbau:

1. „Eine meiner wichtigsten Stärken ist, dass …“ (Stärke nennen)

2. „In der Vergangenheit habe ich …“ (Verknüpfen Sie die Stärke mit einer beruflichen

Erfahrung)

37


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

3. „Was bedeutet, dass …“ (Zeigen Sie die vorteilhafte Konsequenz dieser Stärke auf)

Besondere Stärke 1

„Eine meiner wichtigsten Stärken ist, dass …“

„In der Vergangenheit habe ich …“

„Was bedeutet, dass …“

Besondere Stärke 2

„Eine meiner wichtigsten Stärken ist, dass …“

„In der Vergangenheit habe ich …“

„Was bedeutet, dass …“

Besondere Stärke 3

„Eine meiner wichtigsten Stärken ist, dass …“

„In der Vergangenheit habe ich …“

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

„Was bedeutet, dass …“

Besondere Stärke 4

„Eine meiner wichtigsten Stärken ist, dass …“

„In der Vergangenheit habe ich …“

„Was bedeutet, dass …“

Besondere Stärke 5

„Eine meiner wichtigsten Stärken ist, dass …“

„In der Vergangenheit habe ich …“

„Was bedeutet, dass …“

39


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Übung

Verfassen Sie eine Aufstellung der:

- fünf Schlüsselqualifikationen, die Sie im bisherigen beruflichen Werdegang

erworben haben. Wie werden Sie von diesen Fähigkeiten in der neuen Funktion

profitieren?

- fünf wichtigsten Erfolge in Ihrem Berufsleben;

- fünf wichtigsten Erfolge abseits des Berufes.

40


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

6. Verhalten beim Vorstellungsgespräch

Fragen beantworten

Viele Menschen gehen zuversichtlich und sehr gut vorbereitet in das Vorstellungsgespräch,

nachdem sie sich ausführlich mit unterschiedlichen Fragestellungen und

Antworten beschäftigt haben. Trotzdem wird ihnen eine unbequeme Frage gestellt

und das mühsam aufgebaute Selbstvertrauen schmilzt dahin wie eine leckere Kugel

Speiseeis im Hochsommer.

Mit dem Rücken zur Wand in einer Sackgasse zu stecken, ist ein äußerst unangenehmes

Gefühl. Dies lässt sich bisweilen nicht vermeiden, da es für die Menschen

unmöglich ist, auf alle Fragen eine passende Antwort zu haben. In diesem Augenblick

werden Sie danach beurteilt, wie souverän Sie mit der Situation umgehen und den

Weg zurück ins sichere Gefilde wiederfinden.

Im Vorstellungsgespräch erfolgreich agieren, heißt Fragen beantworten können. Damit

Sie die Chance aufrechterhalten, den Bewerbungsprozess zu bestehen, müssen

Sie diverse grundlegende Techniken und Strategien der Beantwortung beherrschen.

Sie werden im Rahmen eines typischen Vorstellungsgespräches mit drei Arten von

Fragen konfrontiert werden.

Fragentyp Nr. 1

„Weisen Sie die erforderlichen Kompetenzen auf?“

Fragentyp Nr. 2

„Brennen Sie auf die Herausforderungen?“

Fragentyp Nr. 3

„Können Sie gut mit anderen zusammenarbeiten und wie passen Sie zur Unternehmenskultur?“

Die gestellten Fragen können auf äußerst unterschiedliche Art und Weise formuliert

werden, aber die Grundintention kursiert stets um diese drei Kernformen.

Vergewissern Sie sich, dass Sie bindende und wirkungsvolle Antworten auf diese Fragen

parat haben. Dadurch werden Sie nicht von heiklen Fragen verunsichert und mit

einem, möglicherweise entscheidenden, Vorteil über die anderen Bewerber ins Ren-

41


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

nen gehen. Zu wissen, was auf Sie zukommt, vereinfacht die Vorbereitung erheblich.

Anbei erhalten Sie die Anleitung, wie diese Kernfragen behandelt und Ihre Antworten

angepasst werden müssen, um die Fallstricke zu vermeiden. Den Fragentyp zweifelsfrei

zu identifizieren, ist bereits mit ein wenig Übung möglich.

Fragentyp Nr. 1

„Weisen Sie die erforderlichen Kompetenzen auf?“

Die Fragen dieser Kategorie zielen darauf ab, Ihre berufliche Erfahrung einer gründlichen

Prüfung zu unterziehen. Der Gesprächspartner versucht einzuschätzen, ob

Sie in der Vergangenheit unter vergleichbaren Bedingungen die Anforderungen der

Arbeitsstelle vollumfänglich erfüllt haben. Auf der Grundlage Ihrer vorgelegten Erfahrungen

und Errungenschaften wird der Arbeitgeber versuchen einzuschätzen,

inwiefern Sie die Voraussetzungen mitbringen, die für den ausgeschriebenen Posten

erforderlich sind.

Die unangenehmen, d. h. mehrdeutigen Fragen sollten Sie nicht verunsichern, denn

sie lassen sich ausnahmslos mit einfachen Aussagen beantworten. Beziehen Sie die

Antworten auf die eigenen Erfahrungen und schildern Sie die konkreten Fälle und

Umstände, mit denen Sie konfrontiert wurden. Festigen Sie Ihre Position mit unwiderlegbaren

Nachweisen.

Vermeiden Sie die unklaren und allgemeingültigen Aussagen wie:

- „Ich habe mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Bildung zusammengearbeitet.“

- „Ich habe bereits Teams von bis zu 10 Mitgliedern geleitet.“

- „Es war ein Vergnügen, für das Unternehmen X zu arbeiten.“

Diese Angaben stellen lediglich Verallgemeinerungen dar und bieten dem Gesprächspartner

weder Inhalt noch Beweise an. Vermeiden Sie den Eindruck, dass Sie sich in

der Kommunikation an die Floskeln klammern. Stattdessen sollten Sie konstatieren:

„Die Tatsache, dass ich mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Bildung zusammengearbeitet

habe, half mir entscheidend dabei, die kommunikativen Fähigkeiten

zu perfektionieren. Damit ist es mir möglich, die Teammitglieder zu Höchstleistungen

anzuregen. Mir ist bestens bekannt, wie unterschiedliche Menschen motiviert werden

müssen, um die Anforderungen zeit- und sachgerecht und in hoher Qualität zu erledigen.“

Spüren Sie den Unterschied? Ist diese Formulierung nicht eine mächtige Botschaft?

42


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Versuchen Sie wie der Fragesteller zu denken und versetzen Sie sich in die Rolle

des Arbeitgebers hinein. Bevor Sie antworten, fragen Sie sich erst: „Was meine ich

damit?“ Denn genau diese Frage wird Ihnen der Interviewer auch stellen, falls Sie die

Ausgangsfrage nicht konkret genug beantworten.

Um dies zu vermeiden, sprechen Sie die Vorteile, die Sie auszeichnen, und die Handlungsweisen,

die sich in konkreten Gegebenheiten bewährt haben, offensiv an.

Fragentyp Nr. 2

„Brennen Sie auf die Herausforderungen?“

Die Fragen, die unter diese Kategorie fallen, sondieren Ihren Motivationsgrad und

helfen dem Arbeitgeber, Ihre positiven und negativen Charaktereigenschaften nachzuvollziehen.

Daraus erhoffen sich die Gesprächspartner profunde und gesicherte Erkenntnisse

über die Herangehensweise, die Sie im neuen Umfeld anwenden werden und letztlich

darüber, ob Sie den Anforderungen der Stelle gewachsen sind. Die Perspektive

ist umso besser, je positiver Ihre Einstellung zur Arbeitsaufgabe eingeschätzt wird.

Ihr Wille, mit Entschlossenheit und Begeisterung anzupacken, wird auf den Prüfstein

gestellt.

In den letzten Jahren haben sich die unabdingbaren Anforderungen an den Stelleninhaber

von der akademischen Qualifikation und der Berufserfahrung kontinuierlich zu

der Sozialkompetenz und den Persönlichkeitsmerkmalen verschoben. Diese Faktoren

heben den Einzelnen aus der Gruppe der Bewerber hervor, die über vergleichbare

fachliche Voraussetzungen verfügen.

Der Arbeitgeber stellt die Fragen, um die persönlichen Eigenschaften zu erkennen,

die Sie charakterisieren. Das Unternehmen schenkt Ihnen Vertrauen, das stets ein

zweischneidiges Schwert ist: Es kann verteidigen und es kann verletzen. Sie müssen

mit Ihrer Persönlichkeit, Tatendrang und Engagement diesen Vertrauensvorschuss

rechtfertigen.

Die erforderliche Entschlossenheit und den Leistungswillen können Sie geschickt in

den Antworten verpacken. Der Gesprächspartner wird dadurch deutlich spüren, dass

Sie überaus motiviert sind und ernsthaftes Interesse daran haben, den Beitrag zur

Unternehmensentwicklung zu leisten.

Betrachten Sie die nachfolgenden Stellungnahmen:

„Ich bin hoch motiviert und stets bestrebt, die Aufgaben zielbezogen zu erledigen.“

43


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

„Gelegentlich müssen die vereinbarten Vorgehensweisen überdacht und neu festgelegt

werden. Diese Flexibilität lege ich immer dann an den Tag, wenn es erforderlich

ist, die Aufgabe zeit- und fachgerecht zu erledigen.“

„Bisher hatte ich nur zwei Arbeitgeber, bei denen ich jeweils acht Jahre lang beschäftigt

war. Den Arbeitsplatzwechsel ziehe ich nur dann in Erwägung, wenn das Angebot

perfekt zu mir und zu meiner Lebensplanung passt. Bei der angebotenen Arbeitsstelle

ist dies aus meiner Sicht der Fall.“

Ein weiterer Gedankenanstoß:

„Wie kann ich erfolgreich die Bereitschaft demonstrieren, die Arbeit gewissenhaft,

effektiv und effizient zu erledigen?“

Fragentyp Nr. 3

„Können Sie gut mit anderen zusammenarbeiten und wie passen Sie zur Unternehmenskultur?“

Basierend auf Ihren Antworten formt sich dem Gesprächspartner allmählich ein

rundes Bild vor seinem geistigen Auge: Wie werden Sie in das Unternehmensgefüge

integriert, um langfristig einen produktiven Beitrag im Unternehmen leisten zu können?

Die Antworten sind das einzige verfügbare Mittel, um Ihre Fähigkeiten und die

ausgeprägten Einstellungen und Persönlichkeitseigenschaften einzuschätzen, die für

die Anforderungen des Arbeitsplatzes von Bedeutung sind.

Aber nicht ausschließlich das voraussichtliche Arbeitsergebnis muss berücksichtigt

werden, sondern auch übergeordnet Ihr unmittelbarer Beitrag zur Unternehmenskultur.

Jedes Unternehmen weist eine besondere interne Kultur auf, die u. a. aus der

einzigartigen Zielausrichtung, der Wertestruktur und den Grundsätzen der Zusammenarbeit

entsteht. Bereits im Vorstellungsgespräch wird darüber das endgültige

Urteil gefällt, ob Sie in diesem Komplex einen wertvollen Beitrag leisten werden.

Manche Arbeitgeber pflegen den offenen und ungezwungenen Umgang im täglichen

Miteinander, während andere großen Wert auf die Seriosität legen. Ob Sie den Zuschlag

erhalten, entscheidet in erster Linie der Gesamteindruck, den Sie im Vorstellungsgespräch

vermitteln. Dieser Eindruck wird der Wunschvorstellung des Unternehmens

gegenübergestellt und gründlich analysiert.

Das ist das häufig bittere Ergebnis eines Vorstellungsgespräches. Sie können perfekt

qualifiziert sein, die nachweisbaren beruflichen Erfolge vorlegen und eine makellose,

professionelle Einstellung aufweisen, aber falls der Arbeitgeber daran zweifelt, dass

Sie bestens in das Teamgefüge und zum Unternehmen passen, ist es unwahrscheinlich,

dass Sie den Zuschlag erhalten werden.

44


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Wodurch wird dieser Zweifel genährt? Die Gesprächspartner und die auswertende

Kommission können zum Entschluss gelangen, Sie wären ein Außenseiter, der nicht

erfolgreich ins Teamgefüge integriert werden kann. Diese Einschätzung ist natürlich

subjektiv und sicherlich nicht immer richtig. Sie basiert aber auf dem vermittelten Eindruck,

für den Sie selbst verantwortlich sind.

In diesem Fall müssen Sie sich keine Vorwürfe machen. Möglicherweise ist die Organisation

geprägt durch einen ungezwungenen und kumpelhaften Umgang und Sie

würden mir Ihrer seriösen Professionalität negativ auffallen. Im Gegensatz dazu ist es

durchaus denkbar, dass Sie eine äußerst extrovertierte und initiative Persönlichkeit

sind, aber das Unternehmen ein biederes und konservatives Gesamtbild abgibt.

Beide Konstellationen stellen keinen Glücksfall für Sie oder das Unternehmen dar.

Die Arbeitgeber kennen die Organisation bestens und können sehr wohl die Wunschvorstellung

eines neuen Mitarbeiters definieren. Im Bewerbungsprozess werden die

Kandidaten insbesondere nach den Abweichungen von der Unternehmensnorm und

dem daraus folgenden Konfliktpotenzial bewertet. Wie bereits festgestellt, ist der Bewerbungsprozess

viel zu langwierig und teuer, um sich große Patzer bei der Auswahl

zu erlauben. Im Zweifelsfall wird der Kandidat eher abgelehnt, bevor das Risiko eines

teuren Irrtums eingegangen wird.

Bevor Sie die Bewerbungsunterlagen einreichen, ist es daher ratsam, das Image des

Unternehmens kennenzulernen, um zu entscheiden, ob das Unternehmen förderlich

für Ihre zukünftigen Pläne ist. Stellen Sie im Vorfeld fest, dass die Organisation nicht

das verspricht, was Sie sich erhoffen, können Sie sich viel Ärger und Enttäuschung

ersparen.

Vorteile aufzeigen

Dass es von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Bewerbung ist, eigene

Vorzüge wie besondere Fähigkeiten und Berufserfahrungen dem potenziellen Arbeitgeber

im Vorstellungsgespräch deutlich aufzuzeigen, steht außer Frage.

Wie Sie wahrgenommen werden, ein bestimmtes Image artikulieren und dadurch einen

Gesamteindruck beim Gesprächspartner erzeugen, ist der Schlüssel zum Erfolg.

Manche Vorteile Ihrer Erfahrungen sind nicht immer auf Anhieb sichtbar, aber wenn

Sie sich ernsthaft mit der Frage „Was steckt dahinter, was meine ich damit?“ beschäftigen,

kristallisieren sich die Vorzüge beinahe umgehend heraus.

Sie müssen sich die Frage stellen: „Welchen Vorteil beziehe ich daraus?“

45


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Genau diese Frage wird sich der Gesprächsleiter während der Konversation stellen.

Wechseln Sie gedanklich die Seiten und stellen Sie sich die Faktoren vor, die dem

Arbeitgeber zusagen könnten. Beantworten Sie die Fragen, bevor sie gestellt werden!

Überlegen Sie bestimmte Sätze, die alle Vorteile Ihrer Kenntnisse und Erfahrungen

abrunden. Platzieren Sie diese Sätze am Ende Ihrer Ausführungen:

- Was darin resultiert, dass ...

- Was bedeutet, dass ...

- Die Vorteile waren ...

- Der Nutzen ergab sich aus ...

- Wir haben erreicht, dass ...

- Das Endergebnis war, das s...

Nächste Schritte

Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie das Vorstellungsgespräch bestens vorbereitet

absolvieren und bereit sein, dem zukünftigen Arbeitgeber Ihre Bewerbung als

ein Gesamtpaket anzubieten, das er sich in der Wunschvorstellung erhofft hat!

Der Termin für das Vorstellungsgespräch ist fixiert, vor Ort im Unternehmen, für das

Sie sehr gerne tätig sein möchten. Die ausgeschriebene Stelle passt perfekt zu Ihnen,

auf diese Chance haben Sie lange gewartet und darauf hingearbeitet. Nun müssen

Sie nur noch den Arbeitgeber überzeugen!

Bedenken Sie aber, dass es für den Erfolg nicht ausreicht, auf alle erdenklichen Fragen

vorbereitet zu sein. Viele kleine Faktoren, die Sie nicht vernachlässigen dürfen,

bestimmen die Erfolgschancen.

Die nachfolgenden Hinweise werden Ihnen dabei helfen, Ihre Errungenschaften,

Fähigkeiten und Talente in einer Form zu präsentieren, die perfekt zu dieser einmaligen

Chance passt. Sie werden entscheidend sein, unabhängig davon, ob Ihre Berufserfahrung

vollumfänglich den Anforderungen der Arbeitsstelle entspricht oder Sie

lang und hart darauf hingearbeitet haben, den nächsten Karriereschritt zu wagen. Sie

entfalten die maximale Wirkung im Vorstellungsgespräch und verbessern die Erfolgsaussichten

deutlich.

Über das Unternehmen recherchieren

Vor dem Vorstellungsgespräch sollten Sie möglichst viel über das Unternehmen in

Erfahrung bringen. Ihre erste Anlaufstelle ist die Internetpräsenz. Auf der Homepage

finden Sie die relevanten Angaben über die Unternehmensgeschichte und -werte, die

46


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Firmenvision und die Hinweise über die vorherrschende Kultur. Wie hat sich das Unternehmen

entwickelt und wie positioniert sich die Organisation in der Zukunft? Sich

im Vorfeld eingehend mit dem eigenen Beitrag zur Zielerreichung auseinanderzusetzen,

signalisiert Interesse und Leistungsbereitschaft.

Die angebotene Stelle analysieren

Was können Sie über die angebotene Stelle im Vorfeld erfahren?

- Warum ist sie unbesetzt? Ist ein Ersatz erforderlich oder wird die Stelle neu geschaffen?

- Welche Verantwortung bietet die Funktion?

- Wie sind die Berichtswege organisiert? An wen berichtet der Stelleninhaber? Wer

berichtet an den Stelleninhaber?

Berücksichtigen Sie im Anschluss Ihre Karrierepläne: Wo möchten Sie in fünf Jahren

sein? Dann stellen Sie sich die kritische Frage: „Ist diese Stelle ein Schritt in die

richtige Richtung?“

Selbst wenn es ein Schritt seitwärts oder gar zurück sein sollte, sorgen Sie unbedingt

dafür, dass die Veränderung Ihnen weiterhilft, die persönlichen beruflichen Ziele zu

erreichen.

Kontakt einschätzen

Ist es der Vorgesetzte, an den der zukünftige Stelleninhaber berichten wird?

Welche Funktion im Unternehmen bekleiden die Gesprächsteilnehmer?

Wer entscheidet über die Stellenbesetzung im Bewerbungsprozess?

Stärken zusammenfassen

Vervollständigen Sie die Aufgabenstellung, die in den früheren Abschnitten dieses

Buches vorgestellt wurde.

Sie kennen zwar Ihre Stärken und können einschätzen, dass dies die Funktion ist, für

die Sie perfekt geeignet sind. Wie machen Sie es aber dem potenziellen Arbeitgeber

deutlich?

Fassen Sie Ihre wichtigsten Stärken (Fähigkeiten, Qualifikationen, Talente) zusam-

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

men. Verpassen Sie nicht, die besonderen persönlichen Charaktereigenschaften

zu erwähnen. Die Unternehmensvertreter werden Ihnen dankbar sein, da sie einen

besseren Eindruck davon bekommen können, ob Sie zu der ausgeschriebenen Stelle,

zur Abteilung oder zum Unternehmen passen.

Sind Sie ein wertvolles und produktives Teammitglied, dann teilen Sie es auch mit.

Haben Sie ausgezeichnete Bewertungen erhalten (z. B. bei einer internen Befragung

oder Kompetenzbeurteilung), dann legen Sie die Ergebnisse vor. Das Vorstellungsgespräch

ist nicht der richtige Augenblick, um bescheiden zu sein.

Schwächen sind „Handlungsfelder“

Die unliebsamste aller Fragen ist vermutlich diejenige, mir der sich kaum jemand

gerne beschäftigt:

„Nennen Sie uns Ihre Schwächen/Defizite.“

Manchmal wird aus taktvoller Rücksichtnahme diese Frage positiv umformuliert:

„Wenn Sie nach Fähigkeiten oder Talenten gefragt wären, von deren Verbesserung

Sie nach der eigenen oder der Meinung Ihrer Vertrauenspersonen profitieren würden,

was würden Sie antworten?“

Diese Worte gehen unter die Haut, aber verlieren Sie nicht gleich das Selbstvertrauen,

wenn Sie urplötzlich vor der desillusionierenden Frage stehen: „Bisher haben Sie

gezeigt, dass Sie ein Superman sind, aber was macht Sie zum Menschen?“

Viele Arbeitgeber möchten bereits im Vorstellungsgespräch erkennen, wie Sie mit Situationen

umgehen, die Ihnen unangenehm sind. Darum werden Sie (sanft, da verbal)

unter Druck gesetzt. Ihre Reaktion auf den Stress, der durch die innere Ablehnung

dieser Frage entsteht, wird beobachtet. Bleiben Sie gelassen und lassen Sie sich

nicht aus der Ruhe bringen. Damit zeigen Sie, dass Sie auch in schwierigen Situationen

die Haltung bewahren können und auch zu persönlichen Schwächen ein gesundes

Verhältnis pflegen. Schließlich sind sie ein natürlicher Teil Ihrer Persönlichkeit

und „Handlungsfelder“, die Ihrem beruflichen Erfolg und der charakterlichen Formung

zugutekommen werden.

Eine wirkungsvolle Methode, mit dieser Fragestellung umzugehen, lautet:

„Decken Sie das Negative mit dem Positiven ab.“

Das kann eine sehr gute Strategie sein, solange Sie Ihre Schwäche nicht mit einem in

dieser einmaligen Konstellation negativ konnotierten Merkmal zu kaschieren versu-

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

chen, wie beispielsweise festzustellen: „Ich bin übermäßig eigenständig.“ Dies kann

als „Ich mache alles auf eigene Faust“ interpretiert werden. In einem Unternehmen, in

dem der Teamgedanke die oberste Priorität genießt, kann dies ein Warnhinweis sein,

auf Ihre Dienste zu verzichten.

Darum ist es zwingend erforderlich, dass Sie sich mit der ausgeschriebenen Stelle,

der Unternehmenskultur sowie den Unternehmenszielen im Vorfeld auseinandersetzen,

um die Warnhinweise frühzeitig zu identifizieren.

Schwächen positiv verkaufen

Die Frage nach den Defiziten und dem Optimierungspotenzial soll unbequem sein

und Sie drastisch aus dem Konzept bringen. Offen gesagt, das Gegenteil ist der Fall

und diese Frage ist wohl das Beste, was Ihnen im Vorstellungsgespräch passieren

kann. Dies stimmt natürlich nur, wenn Sie die entsprechende Technik beherrschen

und die Ruhe besitzen, sie auch anzuwenden. In diesem Augenblick können Sie

zeigen, was in Ihnen steckt und den Gesprächspartner sehr beeindrucken. Mit der

entsprechenden Vorgehensweise werden Sie die vermeintliche Schwäche in einen

massiven Pluspunkt verwandeln. Wählen Sie aber eine falsche Antwort, werden Ihre

Aussichten auf die Traumanstellung erheblich sinken.

Einen positiven Eindruck aus dieser Frage zu erzeugen, mag anfänglich recht schwierig

erscheinen. Die Antwort „Ich habe/kenne keine Schwächen“ ist verlockend, aber

leider unrealistisch und damit ausgeschlossen. Dieser Aussage schenkt niemand Vertrauen.

Bereiten Sie im Vorfeld zwei Beispieldefizite vor, die Sie vorstellen möchten.

Angenommen, Sie sind bisweilen zu impulsiv und ungeduldig zu Ihren Mitmenschen.

Filtern Sie aber das Positive aus dem scheinbaren Nachteil!

Die Frage nach den verbesserungswürdigen Aspekten beantworten Sie dann wie

folgt:

„Als ein ergebnisorientierter Mensch trage ich die Verantwortung dafür, dass die Arbeit

rechzeitig und in bestmöglicher Qualität erledigt wird. Dabei ist es möglich, dass

ich ungeduldig und unzufrieden werde, wenn der Fortschritt nicht meinen Vorstellungen

entspricht. Dessen bin ich mir aber bewusst und arbeite daran, etwas weniger

unnachgiebig und perfektionistisch zu sein.“

Die Ungeduld, ein für die konfliktfreie und effektive Zusammenarbeit erhebliches

Kompetenzdefizit, wirkt in diesem Kontext beinahe sympathisch und zweifelsohne

menschlich. Damit haben Sie exakt das erreicht, was Sie sich vorgenommen haben:

Aus einem Nachteil ist ein Vorteil geworden. Üben Sie diese Argumentationskunst

und Sie werden erstaunt sein, wie mühelos Sie diese Frage in allen Variationen meistern

werden.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Beachten Sie die Argumentationsstruktur:

- Das Positive hervorheben: „Ich bin sehr ...“

- Mit einem Beispiel belegen: „Da ich unbedingt darauf achte, ...“

- Das Negative platzieren: „Was bedeutet, dass ich gelegentlich dazu neige, ...“

- Positive Zukunftsaussicht: „Dessen bin ich mir bewusst und ich achte darauf, ...“

Die Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung!

Sie sollten mindestens zwei Defizite in petto haben und stets bereit sein, darauf angesprochen

zu werden. Aber es bedeutet nicht, dass Sie die beiden Aspekte unbedingt

erklären müssen. Beantworten Sie die Frage mit der ersten Schwäche und nehmen

Sie Stellung zu einer weiteren nur dann, wenn Sie danach gefragt werden. Erhöht

der Gesprächsleiter den Druck und verlangt, dass Sie ein weiteres „Handlungsfeld“

aufdecken, können Sie anfügen, dass Sie eine auffällige Schwäche aufweisen: Sie

arbeiten zu hart!

„Ich bin außerordentlich engagiert und gebe immer alles, da ich keine halben Sachen

mag. Was ich anpacke, ziehe ich konsequent durch. Dies hat jedoch zur Folge, dass

mir aufgrund der durch die vielen Arbeitsstunden verursachten Müdigkeit Konzentrationsfehler

unterlaufen. Aus bester Absicht erzeuge ich eine gehörige Portion von

vermeidbarem Stress. „Gut gemeint“ ist bekanntlich das Gegenteil von „gut“, und

deswegen müsste ich den Druck vom Gaspedal bisweilen wegnehmen. Die Intensität

verringern und häufiger innehalten, würde mir guttun. Es ist aber leichter gesagt als

getan!“

Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie die Aussagen ernst meinen und zu dem Gesagten

stehen. Die professionellen Personalverantwortlichen haben in der Regel eine

gute Menschenkenntnis und ein fein ausgeprägtes Gespür für die Aufrichtigkeit der

Äußerungen.

Schreiben Sie zu Übungszwecken drei Ihrer verbesserungswürdigen Eigenschaften

auf und verwandeln Sie diese in positive Antworten, wie Sie es in obigen Beispielen

kennengelernt haben.

Sprachrhythmus

Die korrekten Antworten zu formulieren, ist nur die Hälfte des Erfolges. Sorgen Sie

dafür, dass der Gesprächspartner auch versteht, was Sie ausdrücken möchten.

Lassen Sie Ihr Gegenüber nicht rätseln oder nachfragen. Sie wollen nicht, dass alle

Beteiligten erleichtert sind, dass das Gespräch vorüber ist, in dem die Kommunikation

nie richtig funktioniert hat.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Halten Sie den Sprachrhythmus und die Stimmmodulation in der Form, dass Sie zu

jedem Zeitpunkt deutlich und klar, für alle Anwesenden angenehm hörbar sprechen.

Dafür hat sich eine Strategie bestens bewährt: das Tempo und den Sprachrhythmus

des Gesprächsleiters nachzuahmen. Sind Sie ein notorischer Schnellsprecher und Ihr

Gesprächspartner jemand, der um jedes Wort ringt, dann sollten Sie die Geschwindigkeit

der Aussprache spürbar drosseln und umgekehrt. Diese einfache Technik ist

außerordentlich förderlich für die Kommunikation und die dabei vermittelten Inhalte.

Wenn Ihnen eine Frage gestellt wurde und Sie haben sie nicht gehört oder verstanden

oder Sie benötigen etwas Bedenkzeit, zögern Sie nicht, eine kurze Denkpause

einzulegen. Sie können höflich bitten, die Frage zu wiederholen oder umzuformulieren.

Werden Sie gebeten, ein bestimmtes Beispiel anzugeben oder den Nachweis für eine

Behauptung zu erbringen, dann bitten Sie um eine kurze Pause, um die Gedanken zu

ordnen, bevor Sie zu der Anfrage Stellung nehmen. Es ist weitaus besser, nachdenklich

zu erscheinen, statt unsicher und überhastet den erstbesten Gedanken zu einem

keineswegs überzeugenden Beispiel zu formen.

Die Vorbereitung auf diese sprachlichen und taktischen Feinheiten ist eine langwierige

und detailverliebte Aufgabe. Setzen Sie die Empfehlungen um und Sie werden

über die mächtige Wirkung Ihres Auftrittes erstaunt sein. Versetzen Sie sich hierfür

in die Rolle des Gesprächsleiters und versuchen Sie nachzuvollziehen, was Sie vom

Bewerber erfahren möchten.

Sich treu bleiben und dabei jeden Satz mit Überzeugung vorzutragen, ist der Schlüssel

zum Erfolg. Alles kann gelernt werden, nur die ehrliche, ursprüngliche Begeisterung

nicht. Haben Sie diese Begeisterung für den angebotenen Posten nicht, wird der

Funke nicht überspringen. Selbst dann nicht, wenn Sie den Zuschlag erhalten.

Der erste Eindruck

Die ausführlich dargestellte Vorbereitung wird Ihnen äußerst nützlich sein. Verpassen

Sie es, dem eigenen Erscheinungsbild ausreichend Beachtung zu schenken, werden

Sie sich vermutlich um die Früchte Ihrer Arbeit bringen.

Der erste Eindruck, den Sie hinterlassen, wenn Sie den Raum betreten und den bisher

unbekannten Menschen die Hand geben, wird zum großen Teil darüber entscheiden,

ob Sie das ultimative Ziel erreichen werden. Für die vorteilhafte Wahrnehmung

sind das gepflegte äußere Erscheinungsbild, die zum Anlass passende Kleidung, die

gewählten Umgangsformen und die selbstbewusste Körpersprache förderlich.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Kleider machen Leute

Während des Vorstellungsgespräches werden nicht nur der Inhalt (Fähigkeiten, Erfahrung,

Persönlichkeit), sondern auch die Form, Ihr Auftritt und das Erscheinungsbild

genauestens unter die Lupe genommen.

Wie sich ein Mensch kleidet, lässt auf den ersten Blick darauf schließen, wie er gesehen

werden möchte. Im Vorstellungsgespräch wird nur diejenige Bewerbung erfolgreich

sein, die alle Aspekte der Psychologie zum eigenen Vorteil einzusetzen versteht.

Vergessen Sie nicht, dass Sie im Wettbewerb mit vielen Kandidaten stehen.

Ein sportlich angezogener Bewerber könnte als unverantwortlich oder zu lässig im

Umgang mit den Herausforderungen der Arbeitsstelle eingeschätzt werden. Ein

elegant angezogener Kandidat suggeriert Kompetenz und Selbstdisziplin. Wer sich

selbst organisieren kann, kann auch andere organisieren!

Bedenken Sie, dass Sie nach dem ersten Eindruck „in eine Schublade“ gesteckt

werden, aus dem es kaum ein Entkommen gibt. Viele Bewerber setzen auf die

bewährte Kleidung, die sie zu allen feierlichen Anlässen tragen, aber für das Vorstellungsgespräch

müssen Sie jedes Detail berücksichtigen – der Gesprächsleiter wird

Sie unnachgiebig von Kopf bis Fuß „scannen“. Wer mit dem ansprechenden Äußeren

punkten kann, hat womöglich bereits zu Beginn einen uneinholbaren Vorsprung.

Ein guter Eindruck auf den Arbeitgeber wird Sie beflügeln und Ihr Selbstvertrauen

stärken. Sie werden gelöst agieren und damit souverän und authentisch wirken. Sie

sehen gut aus und Sie fühlen sich gut! Überlassen Sie nichts dem Zufall – das Vorstellungsgespräch

ist kein Glücksspiel!

Folgende Tipps werden Ihnen die Qual der Wahl erleichtern:

Recherchieren Sie, ob das Unternehmen eine verbindliche Kleiderordnung implementiert

hat. Versuchen Sie herauszufinden, ob eine Dienstkleidung, speziell für die

ausgeschriebene Stelle, verbindlich vorgeschrieben ist. Falls ja, nutzen Sie diese Information,

um Ihr Äußeres an das vorgegebene Ideal anzupassen. Unterdrücken Sie

in diesem Fall den Wunsch, Ihre Individualität zu zelebrieren. Gehen Sie kein Risiko

ein. Der Arbeitgeber rekrutiert die besten Teammitglieder, die das große Zahnrad der

Organisation am Laufen halten.

Selbst dann, wenn Sie in Erfahrung bringen, dass die vorherrschende Kleiderordnung

sportlich-leger ist, keine Krawatten vorsieht und die Jeans toleriert, sollten Sie sich

eher in Zurückhaltung üben und keine Experimente wagen.

Ziehen Sie nur die Kleider an, die Sie bereits getragen haben, die Ihnen nachweislich

passen und in denen Sie sich gut und zuversichtlich fühlen. Sorgen Sie dafür, dass

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

alle Kleidungsstücke sauber, ordentlich gepflegt und gebügelt sind.

Überprüfen Sie Ihre Kleidung mit einem feinzahnigen Kamm, spätestens einige Tage

vor dem Vorstellungsgespräch. Bessern Sie die sichtbaren Tragespuren aus, nähen

Sie die fehlenden Knöpfe an und probieren Sie die Einzelteile an. Lassen Sie sich

nicht zu viel Zeit, bis Sie diese Aufgaben erledigt haben: Unter Druck passieren Fehler,

die sehr weh tun, aber in Ruhe mit minimalem Aufwand hätten verhindert werden

können.

Körpersprache

Die Körpersprache spielt eine wichtige Rolle im Vorstellungsgespräch, als ein wesentlicher

Aspekt der nonverbalen Konversation. Der Inhalt Ihrer Aussagen muss mit der

Gestik und Mimik im Zusammenhang stehen, ansonsten wirken diese körperlichen

Signale bestenfalls befremdlich und schlimmstenfalls lächerlich.

Werden Sie nach den Stärken gefragt und Sie äußern, dass Sie eine selbstbewusste

Person sind, die bereit ist, allen Widrigkeiten zu trotzen, aber dies nicht verinnerlicht

haben, wird Sie die Körpersprache verraten. Sie sollten diese Situationen unbedingt

vermeiden. Sagen Sie nur etwas, was Sie glaubwürdig verkörpern können. Die nonverbale

Konversation und die Zeichensprache haben einen unmittelbaren Einfluss auf

die anwesenden Gesprächspartner. Sie entscheiden im Unterbewusstsein über die

Erfolgschancen der Bewerbung.

Erfahrene Gesprächsleiter können die innere Verfassung und die Denkweise der

Kandidaten richtig deuten, selbst dann, wenn sie überhaupt nicht auf das Gesprochene

achten. Sie merken instinktiv, dass etwas nicht stimmt, wenn sich der Bewerber

verstellt und versucht, die Wahrheit üppig auszuschmücken. Sie beobachten das

Geschehen und insbesondere Ihre Körpersprache und nehmen die Hinweise wahr,

die eine geistig vorgefertigte Vermutung stützen. Meinen Sie wirklich das, was Sie

sagen? Sind Sie ehrlich zu sich selbst und zu anderen? In welcher Gemütsverfassung

befinden Sie sich?

Für einen guten Eindruck ist es unerlässlich, Ihrem Gegenüber bzw. demjenigen

Menschen, an den Sie sich wenden, in die Augen zu schauen und diesen Kontakt

unbedingt zu halten. Die herrschende Meinung deutet den Mangel an Sichtkontakt als

ein Zeichen der Schüchternheit, der Unsicherheit, des Desinteresses oder der Unfähigkeit,

die Wahrheit auszusprechen.

Kein Signal ist eindeutig nachvollziehbar und deswegen ist jede Einschätzung mit

Vorsicht zu genießen. So kann das auffällige Schwitzen u. a. auf die Unsicherheit

des Bewerbers oder auf die hohe Konzentration und starke innere Anspannung oder

sogar auf eine Schilddrüsenüberfunktion schließen lassen.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Beachten Sie aber die beliebteste Interpretation: Wer sich an der Nase reibt oder

beim Sprechen die Hand vor den Mund hält, lügt oder verheimlicht etwas! Vermeiden

Sie die subjektiven Fehldeutungen, indem Sie eine einfache Regel befolgen: Während

des gesamten Vorstellungsgespräches sollten Ihre Hände den Kopf nicht berühren

– die Tabuzone beginnt ab der Schulterhöhe. Lenken Sie die Aufmerksamkeit der

Gesprächspartner nicht von Ihren Worten ab und bleiben Sie stoisch ruhig: Nicht Sie

haben etwas zu verlieren, sondern der Arbeitgeber läuft Gefahr, einen tollen Mitarbeiter

zu verlieren!

Körpersignale

Anbei erhalten Sie eine Auflistung der Körpersignale, die Ihnen helfen werden, einen

bestimmten Eindruck bei Gesprächspartnern zu wecken. Sorgen Sie dafür, dass Sie

die einzelnen Facetten der Körpersprache diszipliniert einstudieren und zielsicher

einsetzen.

Damit Sie als offen- und warmherzig gelten:

• Beim Lachen den Mund öffnen,

• die Hände öffnen und die Handflächen zeigen,

• beim Sitzen den Mantel aufknöpfen.

Damit Sie selbstbewusst wirken:

• Den Augenkontakt behalten,

• den Kopf aufrecht halten,

• beim Reden mit den Händen (maßvoll) gestikulieren,

• immer die kürzesten Wege wählen und aufrecht gehen,

• die Hände mit festem Händedruck schütteln.

Damit Sie nicht als ein Nervenbündel negativ auffallen:

• Zappeln Sie nicht!

• Kein inhaltsloses Gerede.

• Vermeiden Sie die Redundanzen bzw. Wiederholungen jeglicher Art.

• Kein Husten oder Gähnen!

• Das Gesicht oder die Haare nicht berühren!

• Die Füße bewegen und Daumen drehen.

Damit Sie nicht in die defensive Rechtfertigungsposition geraten, vermeiden Sie:

• Ihre Arme zu verschränken,

• das Haupt zu senken,

• eine „enge“ und ausdruckslose Körpersprache,

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

• mit den Augen zu rollen,

• beim Sprechen das Gesicht zu berühren,

• die Stirn zu runzeln,

• zu grinsen, ohne die Zähne zu zeigen.

Entspannung und Bestätigung vor dem Vorstellungsgespräch

Entspannen Sie sich vor dem Vorstellungsgespräch. Sie haben sich tage-, vielleicht

sogar wochenlang auf den Termin vorbereitet und Ihr Kopf quillt von Informationen

über.

Wenn Sie bis zum letzten Augenblick unter Strom stehen und in dieser Verfassung

ins Rennen gehen, setzen Sie sich einer enormen Belastung aus. Ihr Körper und Ihr

Geist sind gestresst und könnten gegen diese Tortur leicht rebellieren. Sie benötigen

zwingend die geistige und körperliche Frische!

Die Entspannung im Vorfeld des Gespräches ist ein weiterer Garant zum erfolgreichen

Verlauf. Diese Ruhe vor dem Sturm muss als eine absolute Notwendigkeit

erfasst und eingeplant werden. Der menschliche Körper ist für die Bewegung bestimmt

genauso wie der Verstand für das Denken, aber beide funktionieren wesentlich

effektiver, wenn sie gelegentlich in den Genuss einer Ruhepause kommen und die

Auslastung vorübergehend massiv reduziert wird.

Was bedeutet Entspannung?

Die Entspannung ist eine individuelle Angelegenheit. Alle Aktivitäten, die einem

Menschen dabei helfen, die Gedanken von den Sorgen und Ängsten des Lebens

abzulenken und neue Kraft zu schöpfen, können als Entspannung aufgefasst werden.

Ein Buch zu lesen oder ein Musikinstrument zu spielen, gehören genauso dazu wie

mit Freunden zu telefonieren, zu stricken oder in allen erdenklichen Varianten Sport

zu treiben.

In der Entspannung übernimmt das Unterbewusstsein das Kommando und verarbeitet,

wie im Schlaf, die bewusst wahrgenommenen Eindrücke, die krampfhaft festgehalten

werden. Die Entspannung ist das Loslassen dieser Erfahrungen in den sicheren

Hafen des Unterbewusstseins.

Bekannt ist das Phänomen, dass Zeit wie im Fluge vergeht, wenn sich der Mensch in

einen Zustand der vollkommenen Konzentration und Fokussierung auf eine bestimmte

Tätigkeit versetzt. In diesem Zustand, der von betäubender Glückseligkeit geprägt ist,

löst sich das Zeitgefühl auf und damit auch alle Erwartungshaltungen, positive wie

negative. Die Entspannung ist zeitlos.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

In Verbindung mit der Technik der (Selbst-)Bestätigung kann die Entspannung durch

den Aufbau eines positiven Selbstbildes das Selbstvertrauen steigern. Die Visualisierung

ist ein wirkungsvolles Instrument, um die Technik der Affirmation (Selbstbejahung)

zu erlernen und damit ein positives Selbstbild zu entwickeln.

Legen Sie sich auf den Rücken in einer ruhigen Umgebung. Im Hintergrund können

Sie beruhigende Klänge abspielen, die der Stille etwas Würze verleihen. Schließen

Sie die Augen und belassen Sie den Verstand zunächst im wohligen Leerlauf.

Im deutlich entspannten Zustand entwerfen Sie das Bild vor dem geistigen Auge, in

dem Sie vor Selbstvertrauen strotzen und unerschütterlich an sich und an den Erfolg

glauben. Halten Sie die ausschweifenden Gedanken nicht zurück und machen Sie die

Vorstellung so groß, glänzend und kühn wie nur denkbar möglich.

Versuchen Sie, einen Film ablaufen zu lassen. Sie nehmen die Geräuschkulisse und

die gelassene, freundliche Umgebung wahr sowie die sanfte Brise auf der Haut. Achten

Sie auf das Gefühl, das aus dieser Zuversicht und dem Glauben an die eigenen

Fähigkeiten entsteht. Dieses Gefühl, eine starke Emotion, füllt alle Teile Ihres Körpers

aus und Sie tauchen darin vertrauensvoll ab.

Bereits nach dieser kleinen Übung werden Sie sich wesentlich besser fühlen. Gestatten

Sie die Affirmation, d. h. die Verankerung von den Elementen Ihrer Traumvorstellung,

beispielsweise dem Aussehen, der Sprache und den Gefühlen in Ihrem

Verstand. Die sich herauskristallisierenden Gedanken stellen positive Überzeugungen

dar:

- „Ich bin eine starke, anziehende und gelassene Frau.“

- „Ich bin ein verständnisvoller und entschlossener Leiter.“

- „Ich bin ein erfolgreicher Mensch.“

- „Ich bin wortgewandt und überzeugend beim Vorstellungsgespräch.“

Wiederholen Sie diese Überzeugungen: Sprechen Sie es laut heraus oder nur gedanklich

in aller Stille. Danach atmen Sie einige Male tief durch, öffnen Sie die Augen

und strecken Sie sich aus vorm Aufstehen. Bitte langsam aufstehen!

Sie sind nun entspannt, gelassen und geistig vollkommen erfrischt, wie ausgewechselt.

Das Selbstvertrauen lädt Sie mit Energie auf und sorgt für Tatendrang: Sie wollen

anpacken und wollen zeigen, was in Ihnen steckt.

Nehmen Sie sich täglich einige Minuten Zeit, um sich zu beruhigen und zu entspannen.

Lassen Sie den Film immer wieder vor dem geistigen Auge ablaufen. Konzen-

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

trieren Sie sich auf die positiven, bejahenden Gedanken und lassen Sie die dabei

entstehenden Gefühle ungestört wirken. Tragen Sie gedanklich das positive Selbstwertgefühl

in jeden Knochen und jeden Muskel Ihres Körpers.

In der Phase der Entspannung von Körper und Seele lassen Sie den Film ablaufen

und tragen Sie die bejahenden Aussagen immer wieder vor. Sie appellieren ununterbrochen

an Ihren Geist, der diese Autosuggestion verinnerlicht und ein erheblich

gesteigertes Selbstvertrauen zurückspiegelt. Sie sind gut, weil Sie glauben, dass Sie

gut sind!

Bald werden Sie merken, dass Sie anders auftreten: Sie halten die aufrechte Körperhaltung

ein, Sie sprechen die Sachverhalte und die Problemstellungen unumwunden

an. Diese zunächst winzigen Veränderungen summieren sich im Zeitverlauf und

entwickeln sich zu charakterprägenden Verhaltensweisen. Sie sind ein entspannter

und selbstsicherer Mensch geworden, ausgestattet mit einem gesunden positiven

Selbstbild. Vergessen Sie nicht: Optimismus macht die Türen auf, Pessimismus lässt

sie geschlossen.

Beliebte Vorstellungsgesprächsfragen

Im Vorstellungsgespräch werden neben ganz spezifischen, meistens fachlichen

Fragen auch sehr viele Standardfragen gestellt. Mit diesen Standardfragen sollten Sie

sich im Vorfeld eingehend beschäftigen und die Antworten gemäß Ihren persönlichen

Präferenzen vorbereiten.

Achten Sie aber darauf, dass Sie die große Menge an Informationen nicht verwirrt

und überfordert. Sie werden nicht alle Formulierungen behalten können, aber es

ergibt dennoch keinen Sinn, krampfhaft zu versuchen, alle Details und Variationen

beizubehalten, nur um später die obsoleten Inhalte aus dem Gedächtnis zu streichen.

Die hier aufgeführten Fragen decken über 95% der Standardthemen ab, mit denen

Sie im Vorstellungsgespräch konfrontiert werden. Zu wissen, dass Sie auf beinahe

alle Eventualitäten vorbereitet sind, wird Ihr Selbstvertrauen stärken und die Erfolgsaussichten

deutlich verbessern.

Fragen:

1. Erzählen Sie mir mehr über Ihre Person.

2. Warum möchten Sie diese Arbeitsstelle antreten?

3. Warum haben Sie sich auf die ausgeschriebene Arbeitsstelle beworben?

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4. Was erwarten Sie vom neuen Arbeitsplatz?

5. Welche Stärken zeichnen Sie aus?

6. Nennen Sie mir Ihre Schwächen/Defizite.

7. Worin sind Sie besser als der Durchschnitt?

8. Worin sind Sie schlechter als der Durchschnitt?

9. Was für ein Persönlichkeitstyp sind Sie?

10. Was ist Ihnen über uns bekannt?

11. Wie organisieren Sie Ihren Arbeitsalltag?

12. Was für eine Führungspersönlichkeit sind Sie?

13. Was interessiert Sie am meisten im Beruf?

14. Welche Eigenschaften muss ein neues Mitglied in Ihrem Team aufweisen?

15. Welche Interessen haben Sie?

16. Was machen Sie gerne, wenn Sie nicht beruflich eingespannt sind?

17. Womit beschäftigen Sie sich gerne in Ihrer Freizeit?

18. Aus welchem Grund möchten Sie Ihren aktuellen Arbeitsplatz verlassen?

19. Was motiviert Sie besonders?

20. Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Womit setzen Sie sich beruflich auseinander?

21. Welche Zielsetzung verfolgen Sie? Wonach streben Sie?

22. Wie gut ist Ihre Teamfähigkeit ausgeprägt?

23. Wie gehen Sie mit schwierigen Menschen um?

24. Wie gehen Sie mit Konfliktsituationen um?

25. Wie agieren Sie unter Stress und in Extremsituationen?

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

26. Wie gehen Sie im Allgemeinen mit einer gestellten Aufgabe um?

27. Warum eignen Sie sich für diese Funktion besonders?

28. Welche Rolle spielen Sie im Team?

29. Wie hat sich Ihre Rolle nach sechs Monaten entwickelt?

30. Auf welcher Position sehen Sie sich im Unternehmen nach zwei bis drei Jahren?

31. Wie hoch ist die Jahresvergütung, die Sie für angemessen halten?

32. Woraus besteht das Gesamtpaket, nach dem Sie suchen?

33. Beschreiben Sie Ihre berufliche Laufbahn.

34. Ziehen Sie die Arbeit im Team oder die Arbeit auf eigene Faust vor?

35. Auf wie viele andere offene Stellen haben Sie sich zuletzt beworben?

36. Welche Weiterbildungs- und Schulungsmaßnahmen haben Sie absolviert?

37. Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter zu Höchstleistungen?

38. Haben Sie Fragen an uns?

Fragen stellen

Im Verlauf des Vorstellungsgespräches werden Sie in der Regel die Gelegenheit

erhalten, selbst Fragen zu stellen, die in Zusammenhang mit der ausgeschriebenen

Stelle und dem Unternehmen stehen.

Nutzen Sie diese Chance, um Ihre perfekte Eignung erneut unter Beweis zu stellen.

Halten Sie die wohlüberlegten Fragen im Geiste stets abrufbereit. Vermutlich werden

Sie erst zum Ende des Vorstellungsgespräches hin die Möglichkeit erhalten, weitere

Werbung in eigener Sache zu betreiben.

Stellen Sie die Fragen auch dann, wenn Sie nicht explizit aufgefordert werden, es zu

tun. Die Gesprächspartner zielen in erster Linie darauf ab, Ihr Interesse am Unternehmen

bzw. am Arbeitsplatz und an Ihrem Wechselwillen abzufragen.

Achten Sie darauf, welche Fragen Sie in welcher Form stellen. Anstatt schlicht zu

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

hinterfragen: „Mit wie vielen Mitarbeitern werde ich im Team arbeiten?“, stellen Sie

zunächst eine überzeugende These auf, bevor Sie die eigentliche Frage aufwerfen.

Frage => „Haben Sie Fragen an uns?“

Antwort => „Als ein Teamplayer schätze ich die Bedeutung der Teamleistung als

enorm ein und möchte daher wissen, mit wie vielen Mitarbeitern ich im Team zusammenarbeiten

werde.“

Diese Antwort wirkt wesentlich überzeugender, da Sie eine plausible Erklärung für

Ihr Interesse mitliefern. Sie können auf zusätzliche Fähigkeiten, besondere Stärken,

Kenntnisse oder Erfahrungen verweisen, die Sie im bisherigen Gespräch nicht zur

Geltung bringen konnten.

Verwenden Sie diese vorteilhafte Struktur:

„Als ein ..................... (hoch motivierter Mitarbeiter) möchte ich gerne erfahren .........“

oder

„In der Vergangenheit habe ich immer (eine bestimmte Aufgabe) abgewickelt..........

Wie sehen die Anforderungen (an diese Aufgabe) in der neuen Funktion aus............“

Übung

Sie möchten einige wichtige Sachverhalte bereits im Vorstellungsgespräch klären.

Formulieren Sie die angegebenen Fragen gemäß der oben dargestellten Struktur.

Beispiel:

Frage => „Mit wie vielen Mitarbeitern werde ich im Team arbeiten?“

Umformuliert => „Als ein Teamplayer schätze ich die Bedeutung der Teamleistung als

enorm ein und möchte daher wissen, mit wie vielen Mitarbeitern ich im Team zusammenarbeiten

werde.“

Frage => „Mit wie viel Verantwortung werde ich ausgestattet?“

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Umformuliert =>

Frage => „Welche Aufstiegsmöglichkeiten bietet die Funktion und wie groß sind die

Chancen auf eine Beförderung?“

Umformuliert =>

Frage => „Welche Weiterbildungs-/Schulungsmaßnahmen bieten Sie an?“

Umformuliert =>

Frage => „Wann fällt die Entscheidung im Auswahlprozess?“

Umformuliert =>

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7. Nach dem Vorstellungsgespräch

Herzlichen Glückwunsch! Das Vorstellungsgespräch ist vorbei und nun können Sie

tief durchatmen. Entspannen Sie sich! Gehen Sie in der Natur spazieren oder bummeln

Sie durch die Stadt!

Sie haben alles getan, was in Ihrer Macht stand. Die anderen werden nun entscheiden,

ob dies die nächste Station Ihrer beruflichen Laufbahn sein wird! Vergessen Sie

nicht, dass Sie unabhängig davon, wie das Gespräch verlaufen ist, ausschließlich

Ergebnisse erzielt haben. Sie haben nicht versagt!

Lernen Sie von jedem Vorstellungsgespräch – Übung macht den Meister.

Beantworten Sie die folgenden Fragen:

1. Was ist mir besonders gut gelungen?

2. Was würde ich anders machen, falls ich die Gelegenheit dazu hätte?

3. Habe ich mich ausreichend auf den Termin vorbereitet?

4. Mit welchen Fragen hatte ich meine Mühe?

5. Welche Fragen habe ich besonders gut beantwortet?

6. Habe ich meine positiven Eigenschaften überzeugend verkörpert?

Das Feedback ist die Keimzelle des Erfolges!

Falls Sie eine Absage erhalten, melden Sie sich unbedingt beim Arbeitgeber und

erkundigen Sie sich nach den Gründen für die Entscheidungsfindung. Aus arbeitsrechtlichen

Gründen werden die meisten Unternehmen mauern und keine Details

verraten, aber die Hinweise, die Sie möglicherweise erhalten, sind äußerst wertvoll.

Diese Informationen können Sie beim nächsten Vorstellungsgespräch zu Ihrem Vorteil

verwerten.

Verlieren Sie nicht den Mut – andere Arbeitgeber haben auch schöne Stellenangebote!

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8. Erfolgreich verhandeln

Das Verhandeln ist eine Kunst, mit der Sie äußerst vorsichtig umgehen sollten, um

das mühsam im Vorstellungsgespräch aufgebaute Wohlwollen und die Pluspunkte,

die Sie sich mit erstklassiger Vorstellung beim Arbeitgeber erarbeitet haben, nicht zu

gefährden. Sofern die ausgeschriebene Arbeitsstelle kein festes, unverhandelbares

Vergütungspaket bietet, werden während des Vorstellungsgespräches die vertraglichen

Leistungen vorgestellt und zur Diskussion freigegeben.

Manche Bewerber empfinden es als unangenehm, über das Geld und die eigenen

Wünsche und Vorstellungen zu sprechen. In der Geschäftswelt gilt aber die Regel:

Nur die Mutigen bekommen das, was sie verdienen! Mutig sein bedeutet, durch

selbstbewusstes Auftreten eine starke Verhandlungsposition aufzubauen und diese

zu eigenen Gunsten auszunutzen.

Bewerten Sie das Interesse des Gesprächsleiters an Ihren Qualitäten: Stellen Sie

fest, dass das Unternehmen Sie unbedingt verpflichten möchte, dann haben Sie die

beste denkbare Verhandlungsposition und können Ihre, in Gedanken bereits vorformulierten,

Forderungen nach oben korrigieren.

Beachten Sie die folgenden Tipps und Hinweise, um Ihrem Ziel näherzukommen, das

Vergütungspaket zu erhalten, das Ihrem Beitrag für das Unternehmen gerecht wird.

Sprechen Sie über die Vergütung und die vertraglichen Leistungen ausschließlich aus

einer starken Verhandlungsposition. Es ist strategisch bedenklich, die Verhandlung

über das Vergütungspaket anzustoßen, wenn Sie sich noch nicht sicher sein können,

dass Sie eingestellt werden. Erst dann, wenn sich die Anzeichen häufen, dass Sie der

Wunschkandidat sind, teilen Sie dem Arbeitgeber Ihre Forderungen mit.

Decken Sie Ihre Vergütungsvorstellungen im Bewerbungsanschreiben nicht auf.

Fordern Sie im Vorfeld des Vorstellungsgespräches 40.000 Euro Jahresgehalt und

einen Dienstwagen, manövrieren Sie sich ins Abseits: Entweder ist Ihre Forderung

unrealistisch, dann werden Sie gar nicht zum Gespräch eingeladen. Oder sie befindet

sich im vorstellbaren Rahmen, dann wird der Arbeitgeber diese als die Obergrenze

verstehen, die Sie im Verhandlungsprozess kaum nach oben korrigieren können.

Sprechen Sie über die vertraglichen Leistungen erst dann offen, wenn der Bewerbungsprozess

weit fortgeschritten ist. Das bedeutet:

- Vermeiden Sie die Angaben im Lebenslauf.

- Keine Forderungen im Bewerbungsanschreiben!

- Vermeiden Sie die Diskussion im ersten Gespräch, sofern dies ein Kennenlernen

(...) und ein weiteres Vorstellungsgespräch absehbar ist.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Erst dann, wenn Sie den Entscheidungsträgern gegenüberstehen, die über Ihre Einstellung

das Urteil fällen und Sie nach den Vorstellungen zum Vergütungspaket bzw.

den vertraglichen Leistungen gefragt werden, können Sie die Verhandlungsrunde

öffnen. Auch an dieser Stelle gilt: Eine gezielte Vorbereitung ist unerlässlich. Wie bereits

bei der Beantwortung der Fragen erörtert, müssen Sie Ihre Strategie im Vorfeld

austüfteln. Setzen Sie sich einen Mindestbetrag, den Sie zu akzeptieren bereit wären,

aber auch einen Maximalbetrag, bei dem Sie sofort zusagen würden. Selbstverständlich

müssen diese Beträge eine realistische Forderung darstellen.

Wie können Sie die plausiblen Größenordnungen einschätzen?

Bevor Sie die Bewerbungsunterlagen einreichen, bringen Sie unbedingt in Erfahrung,

wie hoch der Vergütungsrahmen ist und welche Zusatzleistungen angeboten werden.

Finden Sie den Vergütungstarif für die ausgeschriebene Funktion heraus oder die

Bandbreite einer außertariflichen Stelle. Zahlt das Unternehmen überdurchschnittliche

Gehälter? Welche zusätzlichen Anreize oder sozialen Leistungen bietet das Unternehmen

für die Familienangehörigen, für die eigene Verpflegung oder im Rahmen des

Gesundheitsmanagements? Werden die Kosten für sportliche Aktivitäten übernommen?

Falls die Vergütung mit 35.000 Euro pro Jahr eingeschätzt wird, dann ist es vermutlich

der Median (Zentralwert) aller vergleichbaren Stellen, die größtenteils innerhalb einer

Spanne von 30.000 bis 40.000 Euro pro Jahr vergütet werden.

Stellen Sie sich die Fragen: „Werde ich mit 30.000 Euro glücklich sein?“ und „Sind

meine Fähigkeiten und Erfahrungen 40.000 Euro wert?“ Werfen Sie des Weiteren

Ihre Arbeitsethik und die sozialen Kompetenzen in die Waagschale: Sehen Sie sich

nun eher bei 30.000 oder 40.000 Euro? Ihre Kompetenz soll die Jahresvergütung

bestimmen, die Sie auf keinen Fall unterschreiten möchten.

Vergütungsfrage beantworten

Wenn es endlich an der Zeit ist, Ihre Vergütungsanforderungen zu präsentieren,

preschen Sie nicht sofort mit der Wunschvorstellung vor. Bedenken Sie, dass es ein

Riesenvorteil ist, auf ein Angebot reagieren zu können, statt einen Orientierungswert

in den Raum zu stellen. Bevor Sie die eigenen Forderungen kundtun, versuchen Sie

die konkreten Vorstellungen der Gegenseite zu erfahren. Das erste Angebot ist nahezu

immer verhandelbar, also sorgen Sie dafür, dass Sie es nicht platzieren.

Eine großartige Antwort auf die Frage nach den Vergütungsanforderungen lautet:

„Zum ersten Mal reden wir über die Vergütung. Können Sie mir die Bandbreite des

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Vergütungspakets für einen Mitarbeiter mit meiner Erfahrung und Qualifikation verraten?“

Das Unternehmen hat eine eindeutige Vorstellung davon, wie hoch die Bezahlung

sein darf, um die interne Vergütungsstruktur nicht zu sprengen. Schaffen Sie es allerdings

den Arbeitgeber zu überzeugen, dass Sie ein zukünftiger Leistungsträger sein

werden, dann wird der Rahmen auch gerne nach oben erweitert.

Ihr primäres Ziel ist erreicht, wenn Sie auf einen konkreten Betrag reagieren können.

Vergleichen Sie den Vorschlag mit Ihrer Mindestanforderung und schätzen Sie ein,

wie weit Sie gehen können. Dies hängt in erster Linie von dem Eindruck ab, den Sie

im Vorstellungsgespräch hinterlassen haben.

Pokerface behalten

Sind die Karten aufgedeckt und die Bandbreite steht fest, ist es entscheidend, dass

Sie keine Gemütsregung zeigen. Behalten Sie Ihr Pokerface, unabhängig davon, ob

Sie vom Angebot begeistert sind oder nicht. Achten Sie auf die Körpersprache und

die ausgesendeten Signale:

- Sehen Sie nicht allzu glücklich oder enttäuscht aus.

- Behalten Sie den Blickkontakt.

- Zappeln Sie nicht und bewegen Sie Ihre Beine nicht.

- Berühren Sie Ihr Gesicht oder Haar nicht.

Behalten Sie strikt die Körperhaltung und die -position, die Sie hatten, bevor Sie die

Vergütungsspanne erfahren haben. Die minimalen Regungen oder die veränderte

Mimik werden Sie verraten und Ihnen die Chance nehmen, um bessere Konditionen

des Vergütungspakets erfolgreich zu verhandeln.

Auf erstes Angebot reagieren

Den großen Vorteil der ersten Reaktion haben Sie bereits realisiert und nun dürfen

Sie unter mehreren alternativen Vorgehensweisen die für Sie beste Option aussuchen.

Nehmen wir an, der Arbeitgeber hätte die Bandbreite mit 25.000 bis 35.000 Euro

festgelegt.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Annehmen

Sie können beipflichten: „In der Tat habe ich mir das obere Ende der Vergütungsspanne

vorgestellt.“

Sind Sie mit dem Angebot zufrieden, da es Ihren Erwartungen entspricht, dann ist

nichts dagegen einzuwenden, wenn Sie sich sofort mit dem Betrag einverstanden

erklären. Bedenken Sie jedoch, dass die vorgeschlagene Bandbreite Verhandlungsspielraum

nach oben bietet, aber auch nicht zu niedrig angesetzt werden darf, um

das Risiko zu minimieren, Sie zu verlieren. Darum ist das erste Angebot immer als ein

vorsichtiges Abtasten zu verstehen.

Schlagen Sie nicht sofort zu und versuchen Sie, bessere Konditionen zu vereinbaren.

Wenn Sie ein Glücksfall für das Unternehmen sind, werden die Entscheidungsträger

nicht zögern, noch tiefer in die Tasche zu greifen.

Gegengebot

Sind Sie noch nicht vollends mit dem Angebot einverstanden, können Sie erwidern:

„Vorgestellt habe ich mir 30.000 bis 40.000 Euro.“

Erinnern Sie die Gesprächspartner an Ihre besonderen Stärken und Alleinstellungsmerkmale

und zeigen Sie auf, dass Sie diesen Mehraufwand mit Ihrem Beitrag zum

Unternehmenserfolg mehr als wiedergutmachen werden. Seien Sie überzeugend und

entschlossen!

Abwarten

Sie können natürlich auch auf Zeit spielen und äußern: „Danke für die Orientierung.

Darf ich um Bedenkzeit bitten?“

Dies ist sicherlich die bessere Option, als die ausgestreckte Hand auszuschlagen.

Entspricht das Angebot Ihrer Erwartung nicht, ist es besser, die erste Enttäuschung

zu verdrängen und über das Paket nachzudenken, als sofort die Flinte ins Korn zu

werfen.

Der Arbeitgeber wird sich ebenfalls Gedanken machen und womöglich das Angebot

aufstocken, um das Risiko, dass Sie zu diesem späten Zeitpunkt im Bewerbungsprozess

doch noch abspringen, zu verringern. Der Gesprächsleiter wird nur dann hart

bleiben, wenn er Sie als ersetzbar betrachtet. In diesem Fall sind bereits am Start

beide Seiten nicht voneinander überzeugt. Heuern Sie bei diesem Unternehmen nur

dann an, wenn Sie keine Alternative haben..

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Ablehnen

Die angebotene Bandbreite gänzlich abzulehnen, ist zwar möglich, aber nicht zu empfehlen.

Ihre Ablehnung wird beim Unternehmen einen faden Beigeschmack hinterlassen

und das Gefühl verstärken, dass Sie die Entscheidung nur von der Vergütung

abhängig machen und weniger aus Überzeugung, an der richtigen Adresse zu sein.

Sind alle anderen Faktoren, wie die Verantwortung der Stelle, die Aufgaben-/

Teamstellung und die Berichtswege, ansprechend und lediglich die Vergütung unterdurchschnittlich,

ist es nicht ausgeschlossen, dass ein Kompromiss erzielt werden

kann. In jedem Fall ist es sinnvoll, einige Tage abzuwarten, um die Situation neu zu

bewerten.

Kosten/Nutzen

Niemand sonst kann den Arbeitgeber von Ihren Talenten, Erfahrungen und Fähigkeiten

überzeugen als Sie selbst. Führen Sie die Kosten-Nutzen-Analyse durch: Sie

stellen die Kosten, das ist der erforderliche Einsatz und die nötige Anstrengung, und

den Nutzen, das ist Ihr Gewinn, gegenüber. Diese Analyse muss einen positiven

Effekt aufweisen, damit Sie das Angebot annehmen. Darüber entscheiden nicht nur

der materielle Vorteil, sondern auch die „weichen“ Faktoren, wie Betriebsklima und

Zukunftsperspektive.

Nur zu behaupten „Ich bin zweifelsohne 40.000 Euro wert!“ wird nicht ausreichen, um

den Arbeitgeber zu überzeugen. Stattdessen müssen Sie die stichhaltigen Gründe

angeben, die Ihre Forderung untermauern. Sind Sie beispielsweise fachlich äußerst

erfahren und würden ohne Anlaufschwierigkeiten alle erforderlichen Ziele der Stelle

erfüllen, dann belegen Sie dies ohne falsche Bescheidenheit.

Sind Sie bereits im zweiten Beschäftigungsmonat so weit, dass Sie eigenständig

und auf hohem Niveau arbeiten können, dann haben Sie einen enormen Vorteil über

einen ähnlich qualifizierten Bewerber, der sechs Monate Einarbeitungszeit benötigt.

Das Gesamtpaket

Alle vertraglichen Leistungen sind verhandelbar, nicht nur die Vergütung (Gehalt,

Lohn). Im gesamten Paket können viele Zusatzleistungen enthalten sein, die den

Arbeitsplatzwechsel schmackhaft machen.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Eine Auswahl finden Sie anbei:

• Gewinnanteile (Bonuszahlungen)

• Aktienpakete

• Altersvorsorge

• Urlaub

• Zusatzversicherungen

• Kinderbetreuung

• Variable, leistungsabhängige Vergütung

• Fitnessstudiogebühr

• Fahrtkostenzuschuss

• Zuschuss zu den Umzugskosten

• Aufstockung Krankengeld

• Dienstwagen

• Fahrtgeld und Spesenabrechnung

• Zuschuss zum Mutterschutz oder zur Elternzeit

• Weiterbildungsmaßnahmen

Ist das Unternehmen nicht bereit, die monetäre Vergütung aufzustocken, dann können

Sie über die Gewährung von zusätzlichen bezahlten Urlaubstagen verhandeln oder

die (zumindest partielle) Kostenübernahme einer Fortbildungsmaßnahme verlangen.

Der Arbeitgeber wird einen einmaligen Aufwand immer der dauerhaft erhöhten Vergütungsbelastung

vorziehen. Nutzen Sie diese Denkweise aus!

Seien Sie kreativ und fragen Sie nach, was das Unternehmen zu bieten hat. Falls Sie

nichts verlangen, werden Sie auch nichts erhalten!

Übung

Wie würden Sie auf die folgenden Anmerkungen/Fragen antworten, wenn Sie sich in

der Gehaltsverhandlung befinden?

Interviewer stellt fest:

„Ihre Vorstellungen sprengen den monetären Rahmen für diese Stelle.”

Ihre Reaktion:

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Interviewer behauptet:

„Wir verfügen nicht über den Etat, um Ihren Vorstellungen nachzukommen.“

Ihre Reaktion:

Interviewer merkt an:

„Ihre Qualifikation und die Berufserfahrung rechtfertigen das Jahresgehalt von 35.000

Euro nicht.”

Ihre Reaktion:

Arbeitgeber antwortet:

„Wir können Ihnen nicht mehr als 30.000 Euro anbieten.”

Ihre Antwort:

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Anhang

Vorstellungsgespräch planen (Übungen)

Haben Sie einen Termin für das Vorstellungsgespräch vereinbart?

Nutzen Sie das beigefügte Planungs- und Vorbereitungsformular, um Ihre Erfolgschancen

entscheidend zu verbessern. Seien Sie bestens vorbereitet!

Übung

Warum habe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle beworben?

1.

2.

3.

4.

5.

Was ist mir über das Unternehmen bekannt?

1.

2.

3.

4.

5.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Was ist mir über die Stelle bekannt?

1.

2.

3.

4.

5.

Welche Stärken zeichnen mich aus?

1.

2.

3.

4.

5.

Was ist mein Karriereziel?

Kenne ich meine Alleinstellungsmerkmale?

1.

2.

3.

4.

5.

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Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

An welche fünf wichtigsten Erfolge in meinem Berufsleben denke ich gerne zurück?

1.

2.

3.

4.

5.

Welche Fragen stelle ich dem Leiter des Vorstellungsgespräches?

1.

2.

3.

4.

5.

Kenne ich meine beiden größten Schwächen? Wie beantworte ich diese Frage?

Schwäche/Defizit 1:

Schwäche/Defizit 2:

72


Helfen Sie Ihrer Karriere auf die Sprünge

Über den Autor

Dr. Hans-Peter Luippold

studierte Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Vertrieb und Marketing

an der Universität Köln, bevor er als Mitarbeiter von Vorwerk, Mercedes-Benz,

Volkswagen, Wella und Lufthansa international Karriere

machte.

Bereits seit Mitte der 90er-Jahre ist er im Internet aktiv und gründete

1997 u. a. die Jobbörse stellenmarkt.de.

Als Personalberater, Autor und Trainer kennt er die Chancen und Risiken

im Bereich Social Media nicht nur aus Büchern, sondern aus dem

Tagesgeschäft.

www.manager24.de

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