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6 Forschunpsjournal NSB, Jp. 15, Heft 4, 2002

machen, welche ökonomischen, politisch-institutionellen

und gesellschaftlichen Bedingungen

für die unterschiedliche Aufnahme der

Lokalen Agenda 21 verantwortlich sind. Nur

ein Teil dieser Bedingungen sind kurz- und

mittelfristig politisch beeinflussbar, doch es

ergeben sich aus den Befunden interessante

Hinweise, wie die Prozesse weiter gefördert

werden können.

Heike Walk schließlich richtet ihren Blick auf

die internationale Ebene. Sie diskutiert das

Konzept der Global Governance als Hoffnungsträger

einer internationalen Umweltpolitik. Der

normativen, zum Teil euphorischen Diskussion

der frühen 1990er Jahre stellt sie die Erfahrungen

der letzten zehn Jahre, insbesondere

bei der Konferenz von Johannisburg in diesem

Jahr, gegenüber. Dabei kommt sie zu einer

ernüchternden Bilanz.

Die Europäisierung mit ihren Wirkungen auf

die Umweltpolitik, ihre Akteure und Diskurse,

bleibt in diesem Heft unberücksichtigt. Dazu

finden sich Beiträge im Heft 4/2001 des Forschungsjournals

und in einem demnächst erscheinenden

Sammelband von Klein, Koopmans,

Trenz u.a. (2002).

Die in diesem Heft versammelten Beiträge

machen deutlich, dass sich die Herausforderer

der Umweltbewegung in verschiedenen Hinsichten

etabliert haben. Solange diese Akteure

den Problemen der Umweltpolitik Nachdruck

verleihen, sind sie keineswegs in der Mitte der

Politik angekommen - sie bleiben Herausforderer.

Jochen Roose, Leipzig.

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