Au in der Hallertau - Marktkapelle-Au

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Au in der Hallertau - Marktkapelle-Au

Sport und Musik

Die Verbindung zwischen der Jugendblaskapelle Au und dem Bayerischen Sportschützenbund

Was wären die Schützen ohne die Musik? Lange bevor sich

Musikvereine in den Blasmusikverbänden organisierten,

hatten die Musikkapellen ihre Heimat bei den Turnern und

Schützen. Und da waren sie auch gut aufgehoben. Denn

wo Schützen sind, da wird auch gerne gefeiert. Sei es das

zünftige Schützenfest oder der Festzug, sei es der feierliche

Gottesdienst am Anfang eines Schützentages oder die Königsproklamation

– all das wäre sehr viel ärmer, alltäglicher

ohne die richtige Musik.

Schützenmusik ist eine eigene, wenngleich längst nicht

vollständig erforschte Musikgattung die eigene Formen

entwickelt hat. Bereits in der Barockzeit haben Komponisten

Festmusiken für die großen Schützenfeste landauf,

landab geschrieben. Das waren weniger Märsche

als vielmehr Gebrauchsmusik für die vielen

Feste. Auch später inspirierte die Gemeinschaft

der Schützen viele Komponisten

zu mancher „Schützenkomposition“.

Gioacchino Rossinis „Wilhelm Tell-

Marsch” ist ein gesichertes Beispiel.

Ob nun Teile der „Deutschen Tänze”

von Wolfgang Amadeus Mozart

auf der Salzburger Schießanlage

entstanden, wie es die Legende

erzählt, sei dahingestellt.

Tatsache ist hingegen, dass Vater

Leopold Mozart Schütze war und

er auch einige Kompositionen seiner

Gesellschaft widmete. Ende

des 19. Jahrhunderts konnte es

sich dann kaum eine renommierte

Schützengesellschaft leisten, keinen

eigenen Schützenmarsch oder Festhymnus

zu besitzen, die bei offiziellen

Anlässen aufgeführt wurden. Auch zu

allerlei großen Anlässen wurden derartige

Festmusiken komponiert. Ein Beispiel hierfür ist

die Johann-Strauß-Polka „Freikugeln”, die für das

zweite Deutsche Bundesschießen in Wien entstand.

Leider ging diese Tradition nach dem Zweiten Weltkrieg

verloren. Die Schützen hatten damals andere Sorgen, als

sich um ihre Schützenfeste und deren Ausgestaltung zu

kümmern. Aber Ende der 50er-Jahre setzte ein Umdenken

ein. Die Zusammenarbeit mit dem Spielmannszug des BSSB

und die spätere Kooperation mit der Jugendblaskapelle Au

führten zur Wiederbegründung dieser Tradition. Seither ist

die Jugendblaskapelle Au bei allen offiziellen Anlässen im

Schützenjahr dabei. Höhepunkte sind die alljährliche Teilnahme

am Oktoberfest-Schützen- und Trachtenzug und

die Proklamation der Landesschützenkönige.

Zum 50-jährigen Bestehen des Bayerischen Sportschützenbundes

wurde mit der Jugendblaskapelle Au eine CD

mit bayerischen Schützenmärschen eingespielt, die nicht

nur unter Fachleuten große Beachtung fand, war sie doch

die erste Dokumentation dieser Musikgattung auf Tonträgern.

Dabei kam zu Gute, dass das Orchester sich gleichermaßen

auf die klassische wie auch moderne Blasmusik versteht,

denn Schützenmusik ist nicht an eine Musikepoche

gebunden. Dieser Tonträger, der über den Bayerischen

Sportschützenbund bezogen werden kann, soll neben der

Sicherung der Musikliteratur auch Anregungen geben.

Denn es gilt, musikalische Traditionen zu erhalten und

weiterzutragen und zu entwickeln. Es gilt, verschollen geglaubte

Werke der musikalischen Landesgeschichte wiederzufinden

und sie der Allgemeinheit zugänglich zu machen.

Es gilt, das Verständnis gegenüber einem wertvollen Stück

der Schützenkultur zu schärfen und zu fördern. Es gilt, mit

Hilfe der Schützenmusik eine musikalische Landschaft zu

stärken, die vielerorts in Gefahr ist, dem Zeitgeist geopfert

zu werden. Denn Musik kann es nicht zum Nulltarif geben.

Und das gilt nicht nur in finanzieller Hinsicht. Musik – insbesondere

die in unserem Kulturraum entstandene

– kann nur überleben, wenn sie auch

weiterhin gepflegt wird. Wer nicht junge

Menschen begeistert, ein Instrument zu

lernen, sie anleitet, ständig zu proben

(oder im Sport zu trainieren), der

darf sich nicht wundern, wenn unsere

Gesellschaft Kritikfähigkeit,

Toleranz und vor allem Gemeinschaftsgeist

verliert.

Der Bayerische Sportschützenbund

ist der Landesverband

von knapp einer halben Million

Schützinnen und Schützen in

über 4 750 Vereinen im Freistaat.

Damit ist der Schießsport

die drittbeliebteste Sportart in

Bayern, lediglich die Fußballer und

Turner können noch höhere Mitgliederzahlen

vorweisen. Deutschlandweit

sind über 1,5 Millionen Mitglieder

in rund 15 000 Schützengesellschaften

organisiert. Die Vielfalt des

Sportschießens reicht von A wie Armbrust

über B wie Bogensport oder L wie Luftgewehrund

-pistolenschießen oder S wie Sommerbiathlon bis Z

wie Zimmerstutzenschießen. Zahlreiche Olympiasieger,

Welt- und Europameister entstammen den in den BSSB

eingegliederten Vereinen. Bayern hat im Schießsport

Maßstäbe gesetzt.

Neben den sportlichen Aktivitäten, einer engagierten Jugend-

und Damenarbeit sieht sich der Bayerische Sportschützenbund

auch als Wahrer bayerischer Volkskultur.

Und die reicht wesentlich weiter als das Böllern zu hohen

Festtagen, das Abhalten von Schützentagen mit Umzügen,

das Königsschießen oder nicht zuletzt die Pflege der Schützenmusik.

Brauchtum und Tradition in Verbindung mit modernem

Leistungssport – das macht die Faszination des

Schützenwesens aus. Weltoffenheit, Kameradschaft und

Toleranz sind Werte, die in unseren Vereinen, Gesellschaften

und Gilden insbesondere den Jungschützen vermittelt

werden, damit sie den Fortbestand der Schützenkultur in

der nächsten Generation sichern, denn die bayerischen

Schützinnen und Schützen leisten einen unverzichtbaren

Beitrag für ein lebens- und liebenswertes Bayern.

Wir unterstützen die Jugendblaskapelle Au

JUGENDBLASKAPELLE

Au in der Hallertau


WER WIR SIND WAS WIR BIETEN WAS UNS AUSZEICHNET

Unsere Jugendblaskapelle gibt es seit 1985. In diesem Jahr gründete sich der Förderverein Jugendblaskapelle

Au in der Hallertau e.V. als Träger. Wir sind Mitglied im Musikbund von Ober- und Niederbayern

(MON) und im Bayerischen Sportschützenbund (BSSB).

In unserem A-Orchester spielen etwa 45 MusikerInnen: Oboe, Flöten, Klarinetten, Saxophone,

Flügelhörner, Trompeten, Tenor- und Baritonhörner, Posaunen, Tuben,

E-Bass und Schlagwerk sorgen für voluminösen Sound.

Im A-Orchester tragen derzeit 30 MusikerInnen das goldene, silberne oder bronzene Leistungsabzeichen

des Musikbundes von Ober- und Niederbayern.

Neben dem A- gibt es auch ein B- oder Nachwuchsorchester, das aus ca. 25 MusikerInnen besteht.

Die Ausbildung unserer MusikerInnen erfolgt durch staatlich geprüfte MusiklehrerInnen in Zusammenarbeit

mit der privaten Musikschule „Papageno“ in Nandlstadt.

KONTAKT

Förderverein Jugendblaskapelle Au in der Hallertau e.V.

Josef-Eberwein-Straße 4, D-84072 Au in der Hallertau

info@jugendblaskapelle-au.de

www.jugendblaskapelle-au.de

Wir sind vielseitig und kreativ.

Sie können uns engagieren für:

Konzerte, Standkonzerte, Bierzeltmusik, Unterhaltungsprogramm mit Gesang, Frühschoppen,

Festakte, kirchliche Messen und Umzüge oder Festumzüge.

Unser Repertoire reicht von konzertanter Blasmusik (z.B. klassische und moderne Ouvertüren,

Filmmusik, Fest- und Konzertmärsche, Musicals, Auszüge aus Opern und Operetten), volkstümlicher

Blasmusik (z.B. böhmische Polkas, Wiener Walzer, Märsche), bayerischer Volksmusik

(z.B. Zwiefache, Ländler), bayerischer und internationaler Marschmusik, Unterhaltungsmusik

(z. B. Schlager, Volkslieder aus aller Welt, Stimmungslieder; Schunkelparaden),

Swing- und Big-Band-Musik (z.B. Bert Kämpfert, Herb Alpert, Glen Miller) und Popmusik

(z.B. Abba, Michael Jackson) bis hin zu Messen und Kirchenliedern (z.B. Messen von Schubert,

Haydn, Hubertusmesse, Florianimesse)

Wir besitzen derzeit eigene Originalnoten für ca. 300 Musikstücke, eine eigene Verstärkeranlage

mit Instrumenten-, Gesangs- und Sprach-Mikrophonen, 2 Saal-Lautsprechern, Monitoren und

Mischpult; außerdem Pultleuchten und Banner für ca. 40 Notenpulte.

Damit bestreiten wir durchschnittlich ca. 40 Auftritte pro Jahr.

Seit 1997 sind wir die offizielle Festkapelle des Bayerischen Sportschützenbundes.

Besondere Auftritte

seit 1985 regelmäßig Eröffnungsabende beim Auer Hopfenfest

seit 1991 jährliches großes Neujahrskonzert in Au vor vollem Haus (ca. 750 Konzertbesucher)

seit 1994 ständige Teilnahme am Trachten- und Schützenumzug beim Münchner Oktoberfest

seit 1997 ständige Festkapelle bei der Proklamation der bayerischen Oktoberfest-Schützenkönige an der Münchner

Bavaria

1999 Internationales Blasorchestertreffen in Predazzo / Italien

2001 Festliches Hochamt mit Kardinal Wetter im Münchener Liebfrauendom

2001 Standkonzert bei einem Staatsempfang in der Würzburger Residenz mit Landtagspräsident Johann

Böhm

2001 Standkonzert bei einem Staatsempfang im Schloss Bellevue mit Bundespräsident Johannes Rau;

2001 Standkonzert im Deutschen Bundestag mit Bundestags-Vizepräsident Rudolf Seiters

2001 Festkapelle am ungarischen Scala-Oktoberfest in Budapest

2002 Benefizkonzert zugunsten der Aktion „Sternstunden“ im Asamsaal Freising

Auszeichnungen

1996 „1.Rang mit Belobigung“ in der Oberstufen-Konzertwertung beim MON-Bezirksmusikfest Kipfenberg

1998: Kulturförderpreis des Landkreises Freising

Veröffentlichte Aufnahmen

1996 Studioaufnahme einer CD/MC mit den Stücken des Neujahrskonzertes 1995;

1998 Live-Aufnahme des Neujahrskonzertes 1998 auf CD/MC und Video;

2000 Studioaufnahme des „Münchner Oktoberfest-Schützenmarsches“ und der

„Dorfanger-Polka“ für den Bayerischen Rundfunk;

2001 Studioaufnahme der CD „Bayerische Schützenmärsche“ für den BSSB

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