B LICK E I N - Stiftung Tosam

tosam

B LICK E I N - Stiftung Tosam

E IN

B L ICK

AUSGABE 02–2011


UMSCHLAGBiLD: ALBERT FUCHS, FREiWiLLiGER MiTARBEiTER, BROCKENHAUS FLAWiL

IMPRESSUM

Adresse

Stiftung TOSAM

Cilanderstrasse 3, 9100 Herisau

Tel. 071 371 11 73, Fax 071 371 11 38

www.tosam.ch, stiftung@tosam.ch

Spendenkonto

90-5226-7

Layout, Druckvorstufe

fsp werbetech.ch AG, Dorf 2, 9063 Stein AR

Druck

Druckerei Walpen AG, Säntisstrasse 10,

9200 Gossau

Auflage

1700 Exemplare

Redaktion

Claudia Clavadetscher

Stiftungsrat

Markus Joos, Präsident

Elisabeth Frischknecht-Mayer

Claudia Gwerder-Kellenberger

Hans Peter Manser

Rosmarie Nagel-Sonderegger

Willi Nägele

Geschäftsstelle

Martin Grob, Geschäftsleiter

Claudia Clavadetscher

Rosangela De Marca

Manuel Och

Renate Rutishauser

Personal

Hof Baldenwil

Urs Stuker, Betriebsleiter

Willi Ammann

Claudine Bachmann

Jacques Cottier

Brigitta Nef

Angela Egli

Raphael Balmer

Christoph Kunz

Mischa Sutter

Nina Maria Good

Gartengruppe

Thomas Dudler, Betriebsleiter

Stephan Bernhardsgrütter

Roger Thalmann

Peter Wyss

Brockenhaus Degersheim

Alain Litera, Betriebsleiter

Paul Kappeler

Kim Hauck

Brockenhaus Flawil

Hugo Strassmann, Betriebsleiter

Werner König

Patrick Musso

WinWin-Markt

Paul Siegrist, Betriebsleiter bis 31.7.11

Daniel Minneci, Betriebsleiter ab 1.8.11

Eugen Brunner

Anny Ghaddar

Silvia Nigg

Eva Schwerzmann

Martin Stucki

Patrick Musso

Buch WinWin Gossau

Edla Stuker, Bereichsleitung mbA

buchplanet.ch

Sara Grob, Bereichsleitung mbA

WinVita

Barbara Balmer, Bereichsleitung mbA

easydrive Gossau

Christophe Command, Platzchef

ferien für alle!?

Hatten Sie schöne Ferien?

Haben Sie sich von der Arbeit

und vom Alltag gut erholt?

Waren die Ferien für Sie eine

Abwechslung und nun sind Sie

frisch gestärkt? Ich hoffe schon.

Kürzlich hat eine junge IV-

Rentnerin, welche keiner Arbeit

nachgehen kann, gesagt, sie hätte

auch gerne Ferien. Worauf der Gesprächspartner

antwortete: «Für was denn? Du hast ja

das ganze Jahr Ferien!».

Sichtlich niedergeschlagen erzählte die

junge Frau, dass sie dauernd Schmerzen habe.

Dauernd heisse 24 Stunden am Tag und das

die ganze Woche. Ebenso leide sie unter Schlafstörungen.

«Was gäbe ich für einige wirklich

schmerzfreie Tage und für einen tiefen, gesunden

Schlaf! Das wären Ferien für mich!».

Als Zuhörer dieses Gesprächs machte ich

mir nachher einige Gedanken. Ferien als Erholung

von der strengen Arbeit. Ferien als

Abwechslung. Ferien als schöpferische Kraftquelle.

OK. Aber Ferien als schmerzfreie Zeit?

Ferien als sorgenfreie Zeit? Das ist ein neuer

Gedanke. Auch Arbeitslose haben viel freie

Zeit, aber haben sie deswegen Dauerferien?

Ich wünsche der jungen Frau, dass die

Dauerschmerzen weichen. Und als zweites wünsche

ich ihr eine Arbeitsstelle. Und dann die

Möglichkeit, Ferien zu machen. So wie wir.

«Arbeit kann manchmal eine enorme Belastung

sein, aber nicht arbeiten zu können, ist die grössere

Belastung», sagte sie noch.

Martin Grob, Geschäftsleiter y

MARTiN GROB


Unwetter aM 10. JUli 2011

Auch der WinWin-Markt

blieb vom Unwetter nicht verschont.

Vergleicht man hingegen

mit anderen Betroffenen, können

wir ge trost annehmen, dass wir

glimpflich da von gekommen sind.

15 cm tief stand das Untergeschoss

unter Wasser, verursacht

durch das durch die Wassermassen

eingedrückte Fenster. Ein riesiges Chaos

trafen wir am Sonntag-Abend an (bekanntlich

bewältigen wir samstags eine grosse Menge an

angelieferten Waren zum Sortieren).

Sowohl Sortierraum wie auch die Büros, der

Giftraum und die Werkstätten galt es notdürftig

durch die Feuerwehr mithilfe von Silvia Nigg

vom Wasser zu befreien. Glücklicherweise gab

es seitens des Kantonschemikers bald Entwarnung

einer allfälligen weiteren Gefahr. Wie

waren wir überrascht, als am anderen Morgen

spontan Hilfe von unseren freiwilligen Mitarbeitern

Christian Gsell und Alexandra Birchler

angeboten wurde. Zusammen mit unseren Mitarbeitenden

nahmen sie die Aufräumarbeiten in

Angriff. Zwei Tage dauerten diese an. Danach

galt es die Räume wieder auszutrocknen und

die Sachschäden zu reparieren.

Dank dem raschen und ausdauernden Einsatz

von Personal und Belegschaft konnte der

Betrieb der Recycling-Annahme nach einem

halben Tag bereits wieder aufgenommen wer-

PAUL SiEGRiST

den. Für dieses hohe Engagement

und das bedingungslose Zusammenwirken

bedanken wir uns herzlich.

Auf diese Art macht es Spass zusammen

zu arbeiten.

Die Regulierung des Schadens

scheint trotz Überlastung einzelner

Stellen ebenso kulant vonstatten zu

gehen. Auch dafür sei herzlich

gedankt. Zu hoffen bleibt, dass keine Spätfolgen

des Unwetters auftreten, wie es z.B. bei unserem

neuen Lieferwagen der Fall sein könnte.

PaUl sieGrist, betriebsleiter y

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etriebsaUsflUG brocKenhaUs flawil:

5. JUli 2011

Der Betriebsausflug begann

für mich um neun Uhr, als ich vom

Bereichsleiter Werner König in

Brunn adern abgeholt wurde. Wir

fuhren nach Wil, um noch drei weitere

Mitarbeiter abzuholen. Die

anderen Mitarbeiter trafen sich in

Flawil um 9.15 Uhr und wurden vom

Geschäftsleiter Martin Grob und

Betriebsleiter Hugo Strassmann

chauffiert. Wir fuhren nach Winterthur

in die Ausstellung «Böse Dinge,

Position des (Un)geschmacks». Es war interessant

zu sehen, was die Menschheit schon für

unnötige und witzige Designer-Dinge herstellte.

Besonders speziell für uns war, dass wir einige

dieser Ausstellungsobjekte im Brockenhaus

auch schon in der Hand hatten. Es gab wunderliche

Stehlampen, lustige Möbel und allerlei

kleine Dinge. Die Ausstellung hatte eine gute

Grösse, so dass es übersichtlich war und wir gut

zwei Stunden verweilen konnten. Wir genehmigten

uns noch ein Getränk im Café dieser

Ausstellung.

Nachdem wir alles gesehen und noch etwas

getrunken hatten, fuhren wir in einer Viertelstunde

raus aus Winterthur in den Eschenbergwald.

Wir parkierten

unsere

Autos im Schatten

und liefen in

eine Lichtung

neben einer Försterei.

Dort stand

neben einem Weiher

ein überdachter

Grillplatz.

Zwei Mitarbeiter

legten gleich frei-

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willig los und machten ein super

Grillfeuer.

Sie übernahmen vollständig

das Grillieren und machten es perfekt.

Wir konnten Steak, Bratwurst,

Cervelat und verschiedene

Salate essen. Die Getränke und die

Kuchen waren auch offeriert.

Ich und ein Mitarbeiter gingen

noch kurz wandern und stiessen

auf einen schönen Aussichtsturm.

Wir wollten natürlich unbedingt

hinauf und wurden mit einer wunderschönen

Aussicht belohnt. Als wir zurück zum Grillplatz

kamen, waren die ersten bereits beim Essen

oder am Sonnenbaden.

Alle haben sich super verstanden und gut

unterhalten. Es war ein schöner, angenehmer

und witziger Tag.

KiM haUcK, Zivildienstleistender y


taG der offenen tür

Nach dem Einzug der

gelöst. Dies wäre aber nicht zwin-

Firma Tipper Tie und der damit

gend nötig gewesen, da der

verbundenen Veränderungen im

Einkaufsrabatt noch bis Ende Okto-

ganzen Habis-Areal, hat die Lieber

eingelöst werden kann. Alles in

genschaftsverwaltung der Habis

allem war es ein recht lustiger und

AG am 28. Mai zum Tag der offe-

betriebsamer Tag.

nen Tür eingeladen. Wir wurden

Wir haben auch viele neue

vorgängig darüber in Kenntnis

HUGO STRASSMANN

Gesichter gesehen, die wegen dem

gesetzt und dazu eingeladen, uns

Tag der offenen Tür das Habis-Areal

an diesem Anlass zu beteiligen. Für uns Bro- aufgesucht haben und die Gelegenheit nutzten,

ckenhäusler war die Teilnahme eine Selbstver- sich mal umzusehen.

ständlichkeit, bekommt man doch selten die Ich habe mich selber auch auf den Rund-

Gelegenheit, sich so vielen Leuten an einem Tag gang gemacht. Es war interessant, bei den nahen

präsentieren zu können. Es war uns aber auch oder fernen Nachbarn reinzugucken und ins

klar, dass ein Grossteil der Besucher sich natür- Gespräch zu kommen. Ganz besonders war ich

lich die Firma Tipper Tie ansehen möchte und aber an den ehemaligen Räumlichkeiten des

wir den Aufwand gering und dennoch effizient «Tutto Retro» interessiert. Dieses haben wir vor

halten wollten. Unter dem Motto «Spielend bis etwas mehr als einem Jahr aufgegeben, weil die

50% Einkaufsrabatt gewinnen» haben wir im Firma Tipper Tie diesen Raum für ihre Zwecke

Brockenhaus einen kleinen Spieleparcours ein- mieten wollte. Der Raum wird jetzt als Büro

gerichtet. Fünf Spiele haben wir auf die Abtei- genutzt und ist dafür auch total umgebaut worlungen

Haushalt (Gewicht einer mit Scherben den. Der Aufgang in den ersten Stock hat sich

gefüllten Kiste schätzen), Kleider abteilung kaum verändert. Einzig der Eingang wurde ver-

(Kleiderbügel werfen), Bücherabteilung (mit legt und der untere Teil der Treppe musste neu

einem geschickten Wurf ein Buch durch das gesetzt werden. Kaum tritt man aber durch die

Bücherregal werfen), Elektroabteilung (einen Türe des ehemaligen Tutto, sieht der Raum völ-

Ring durch einen Parcours führen, ohne den lig anders aus: Modern und zeitgemäss. Das

Draht zu berühren) und zu guter Letzt die Frei- Tutto Retro würde jetzt keinesfalls mehr da hinzeitabteilung

(mit einem Unihockey schläger ein passen. Der Charme des Antiken wurde

muss ein Eishockeypuck so geschlagen werden, dem Raum genommen mit Gipswänden, moder-

dass dieser unter einer Kiste gefangen bleibt). nen sanitären Einrichtungen und einem neuen

Bei jedem Spiel konnten 10% Einkaufsrabatt Bodenbelag. Time is changing. Im Gespräch

erspielt werden, also insgesamt 50%. Die Kun- mit einem dort anwesenden Tipper-Tie-Mitarden

hat es gefreut: Die meisten hatten Spass an beiter habe ich erfahren, dass immer noch Kun-

den Spielen und den gewonnenen Einkaufsden bei ihnen nach dem Tutto Retro fragen.

rabatt haben viele gleich für ihre Einkäufe ein- Damit das in Zukunft weniger der Fall sein

wird, hat der Tag der offenen Tür sicherlich seinen

Teil beigetragen. Toll wäre auch, wenn für

diejenigen, die selten bis nie ein Brockenhaus

betreten, die Hemmschwelle dafür gefallen ist.

Dieser Tag der offenen Tür hat noch eine

kleine Nachgeschichte. Mit dem Motto «Spielend

bis 50% Einkaufsrabatt gewinnen» haben

wir auch in der Wiler Zeitung geworben und

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damit die Aufmerksamkeit und den Unmut des

Amtes für Wirtschaft in St.Gallen auf uns gezogen.

Dort ist einer aufmerksamen Mitarbeiterin

aufgefallen, dass es sich bei unserem Inserat um

eine ungenaue prozentuale Preisreduktion handelt

und auch nicht klar hervorgeht, für welche

Waren der Preisnachlass tatsächlich gewährt

wird. Damit ist sicher für Recht und Ordnung

gesorgt. Und dennoch: Treue Kunden wissen,

wenn das Brockenhaus Flawil halbe Sache

macht, dann gehen wir aufs Ganze und der

Nachlass gilt für das gesamte Warensortiment.

Ansonsten wird klar deklariert, wofür die

Aktion gilt.

albert fUchs – ein alter hase sorGt

für ordnUnG

Dienstagmorgen, 7.15 Uhr. Mit schlafgetränktem

Blick betrete ich das Brockenhaus

Flawil. Als ich die Türe bei der Warenannahme

öffne, strahlt mich ein gut gelaunter, elegant

gekleideter Herr an und grüsst mich freundlich.

Seine Augen strahlen Weisheit und zugleich

jugendlichen Schalk aus. Die Rede ist von

Albert Fuchs. Am 28. April dieses Jahres hat er

seinen 70. Geburtstag gefeiert. Im nächsten Jahr

begeht er schon wieder einen «Runden», dann

arbeitet Albert Fuchs zehn Jahre beim Brockenhaus

Flawil. Er zählt somit zum Urgestein des

Unternehmens.

Der Aufgabenbereich von Albert Fuchs ist

die Mithilfe bei der Warenannahme: «Ich habe

es gerne, wenn viel Ware hineinkommt und ich

durch meine Arbeit wieder Platz und Ordnung

im Wareneingang schaffen kann», erklärt Albert

die Hauptmotivation seines Tuns. Dabei pflegt

er auch den Kontakt zu den Mitarbeitern und

der Kundschaft. «Viele Kunden kenne ich persönlich»,

betont Albert Fuchs. Besonders schätzt

er die weibliche Kundschaft. «Manche Frauen

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Nun denn. Das Amt für Wirtschaft verlangte

von mir eine schriftliche Stellungnahme

mit Bussandrohung von bis zu 20'000 Franken

im Wiederholungsfall. Solcherart bedroht hab

ich brav meine Hausaufgaben gemacht und

mich umgehend dem Amt erklärt. Ganz

unerwartet habe ich eine Antwort bekommen,

was auch nicht selbstverständlich ist, denn es ist

ja ein Amt. Diese Antwort fiel dann ordentlich

wohlwollend aus, mit einem konkreten Vorschlag,

wie wir in Zukunft eine ähnliche Aktion

bewerben können, ohne damit gegen Gesetze zu

verstossen. Herzlichen Dank, liebe Frau B. vom

Amt für Wirtschaft in St.Gallen.

hUGo strassMann, betriebsleiter y

lächeln mich an», erzählt er mit freudigem Blick.

In solchen Momenten sendet ihnen Albert Fuchs

postwendend ein charmantes Lächeln zurück.

Sein Lachen und seinen Humor hat Albert

Fuchs trotz schwierigen Zeiten nie verloren. Die

frühe Kindheit verbrachte er zusammen mit seinen

Eltern und seinen sieben Schwestern und

sechs Brüdern in Herisau. Seine Mutter starb

wenige Jahre nach seiner Geburt. Da sich sein

Vater nicht um alle Kinder kümmern konnte,

musste Albert Fuchs zusammen mit einer seiner

Schwestern nach Appenzell in ein Kinderheim.

Bis zu seinem achten Lebensjahr blieb er dort.

Danach wurde er bei einer Bauernfamilie aufgenommen.

Während gleichaltrige Kinder noch

herumtollen konnten, musste Albert Fuchs

bereits auf dem Hof tatkräftig mithelfen.

«Damals hatten wir keine Maschinen wie heute»,

erinnert er sich an die strenge Arbeit, welche

ihm nicht sonderlich gefiel. «Es musste einfach

gemacht werden», so sein diesbezüglich nüchternes

Fazit. Im Alter von 14 Jahren schickte ihn

sein Vormund nach Uster ZH, um im Hotel


Ochsen zu arbeiten.

Nebst Kost

und Logis bekam

Albert Fuchs dort

einen kleinen

Lohn für seine täg lichen Mühen. Vorwiegend

half er in der Hotelküche beim Abwaschen und

Rüsten. Albert Fuchs war ein sehr zuverlässiger

Mitarbeiter: Jeweils am Morgen war er immer

der Erste bei der Arbeit. Dies ermöglichte es

ihm ab und an, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen.

Zum Beispiel servierte er den Gästen

das Frühstück, wenn seine Arbeitskollegen wieder

mal verschlafen hatten. Nach drei Jahrzehnten

Firmentreue bekam Albert Fuchs Probleme

mit seiner Hüfte und musste diese später operieren.

Obwohl die Operation den Umständen entsprechend

gut verlief, konnte er danach aus

gesundheitlichen Gründen nicht mehr im Hotel

weiterarbeiten.

Albert zog wieder in die Ostschweiz,

genauer gesagt nach Gossau SG zu einer seiner

Mit 70 immer noch aktiv

Seit dem 27.11.2002 arbeitet Albert Fuchs im Brockenhaus Flawil. Er reinigt bei uns grosse

Geschirrwaren, welche nicht in die Maschine passen oder grob verschmutzt sind und die

Maschinenreinigung alleine nicht ausreicht. Per Ende April 2006 wurde Albert Fuchs pensioniert.

Seither unterstützt er die Warenannahme als freiwilliger Mitarbeiter. Albert Fuchs arbeitet

jeweils am Dienstag- und am Donnerstagvormittag sowie am Samstag, in der Regel den

ganzen Tag. Nebst der Reinigung des eingehenden Geschirrs hilft er auch die teils recht grossen

Berge an Waren abzutragen. Vor allem am Samstag hilft Albert Fuchs auch gerne mal im

Laden aus. Er ist Ansprechpartner für Kundenfragen oder sucht, wenn er selber nicht weiterhelfen

kann, jemanden, der den Kunden beraten kann.

Albert Fuchs fühlt sich wohl bei uns und hat beim Brockenhaus Flawil beinah schon ein zweites

Zuhause gefunden. Er ist ein sehr zuverlässiger Mitarbeiter. Kaum ein Krankheitstag oder

eine Abwesenheit sind während seiner gesamten Anstellungsdauer notiert worden. Darauf ist

er ganz besonders stolz. Ist Albert Fuchs einmal verhindert, arbeitet er stattdessen an einem

anderen Vormittag. Die Arbeit muss ja schliesslich gemacht werden.

Albert Fuchs ist immer gut informiert. Es entgeht ihm kein Krankheitstag von seinen Arbeitskollegen

und kaum ein Geburtstag eines Kollegen. Albert Fuchs weiss in der Regel, wann

jemand Ferien hat und wann dieser wieder zurück sein sollte. Selbst wenn er selten rumsteht

und mit seinen Kollegen redet, registriert er doch alles, was um ihn herum passiert. Er wird

von seinen Arbeitskollegen sehr geschätzt und respektiert. Er ist zurückhaltend, hilfsbereit,

kollegial und auch eine Portion Schalk ist bei ihm auszumachen.

Albert Fuchs hat am 28. April seinen 70. Geburtstag gefeiert. Das war ein Donnerstag. Albert

hat am Vormittag gearbeitet. Erst am Nachmittag hat er zu Hause seinen Geburtstag gefeiert.

So ist Albert!

Schwestern. Sie war bereit, ihn in ihrem Haus

aufzunehmen. Diese Wohngemeinschaft hält bis

heute an. «Wir verstehen uns nach wie vor sehr

gut», schwärmt Albert Fuchs von seiner Schwester.

Auch ihr Holzhaus hat er von Anbeginn in

sein Herz geschlossen: «Es sieht aus wie ein

Ferienhaus.» Damit es nichts von seinem Glanz

verliert, hilft Albert Fuchs seiner Schwester tatkräftig

bei dessen Unterhalt. Nebst Jätarbeiten

im Garten putzt er regelmässig das Hausinnere

und räumt alles auf. Letztere Tätigkeit macht

er sehr gerne, sowohl zu Hause als auch im

Brockenhaus Flawil. Wenn Albert Fuchs mal

nicht arbeitet, erholt er sich bei ausgiebigen

Wald spaziergängen.

Das Team vom Brockenhaus Flawil wünscht

Albert Fuchs weiterhin gute Gesundheit und

viele Erlebnisse auf seinem weiteren, hoffentlich

noch mit «ordentlich Unordnung» geschmückten

Lebensweg.

PatricK MUsso, PraKtiKant y

Gesehen:

Nichts ahnend,

blättere ich im

«Kuck am

Abend» und die

grosse Überraschung

entgeht mir.

Ich überlass

es meiner

Frau, es zu

entdecken und mich darauf hinzuweisen:

Ein lieber Engel hat uns im «Kuck am

Abend» eine Gratiswerbung verschafft. Ich habe

bis heute nicht herausgefunden, wem wir dies

zu verdanken haben. Der Dank sei daher an

dieser Stelle abgegeben.

hUGo strassMann, betriebsleiter y

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soMMerliche idylle aM Gübsensee

Strahlender Sonnenschein, gute Laune

und die Vorfreude auf den gemeinsamen Nachmittag

begleiteten das Team des Brockenhaus

Degersheim auf dem Weg zu unserem Betriebsausflug.

Mit mehreren Fahrzeugen ging es zuerst

nach Winkeln und von da zu Fuss weiter zu

einem Picknickplatz am Gübsensee. Dort hatte

das Transportteam bereits Tische, Sonnenschirme,

mehrere Grills und – nicht zu vergessen

– reichlich Grilladen und Salat bereitgestellt.

Ums Essen hatten sich bereits am Morgen

Silvana und Sonja aus der Haushaltsabteilung

zusammen mit Peter aus der Möbelabteilung

und Bereichsleiter Paul gekümmert und damit

unseren Küchenmitarbeiter Christian unterstützt.

Die Wartezeit, bis die Grillmeister Peter

und Paul ihr Werk vollendet hatten, wussten die

Mitarbeitenden des Brockenhaus Degersheim

problemlos zu überbrücken. Drei Mutige gönnten

sich ein Bad im doch noch etwas kalten See,

andere betrachteten das kühle Nass lieber von

aussen und machten sich auf zu einem Spaziergang

rund um den ganzen See. Wieder andere

nutzten den Nachmittag zum Entspannen,

genossen den Sommertag und legten sich für

eine Weile in die Sonne, was am nächsten Tag

einige Sonnenbrände zur Folge hatte. Sobald es

ums Essen ging, waren aber alle wieder vor Ort

und auf den Beinen. Gegessen wurde mit grossem

Appetit, insbesondere der Kartoffelsalat à

8

la Peter wurde in hohen

Tönen gelobt. Später

verbrachten viele Mitarbeitende

einige Zeit

mit Jassen, Boccia oder

anderen Ballspielen,

andere unterhielten sich,

genossen weiterhin die

Sonne oder zogen sich in

den Schatten zurück.

Später ging es – wieder

mit den Fahrzeugen – als

krönender Abschluss des

Tages zum Coupe-Essen

ins Restaurant Sedel in

Herisau.

Während unseres

Ausflugs herrschte eine

lockere Atmosphäre, der

Zusammenhalt und die

gegenseitige Wertschätzung

unter den Mitarbeitenden

war deutlich

spürbar. Damit behalten

wir diesen Betriebsausflug

als schönes gemeinsames

Erlebnis im Kopf

und freuen uns bereits

wieder auf den nächsten.

nina Good, soZialPädaGoGin i.a. y


Mein PraKtiKUM

iM brocKenhaUs deGersheiM

Wer bin ich? Ich, Julian

nötig, weil sich die Angestellten auf-

Schäfer, bin 21 Jahre alt und

einander beim Tragen verlassen müs-

wohne in Herisau. Ich bin gelernsen,

da auch teils sehr schwere Möbel

ter Verkehrswegbauer. Nach einem

dabei sind. Zu meinen Aufgaben

Fussbruch im Dezember 2009

gehören nebst der Mithilfe vor Ort

konnte ich meinen erlernten Beruf

auch das Besichtigen und Organisie-

als Verkehrswegbauer nicht mehr

ren der Aufträge. Neben dem Räu-

ausüben. Es war schnell klar, dass

JULiAN SCHÄFER

mungs- oder Lieferdienst sortieren

ich mich nach einem neuen Berufs-

wir die neuen Produkte, die im Lager

weg umsehen musste. Da der Bruch sehr kom- sind. Durch regelmässiges Entsorgen von Holz,

pliziert war und ich auch nach längerer Zeit Sperrgut, Karton, Metall und Glas haben wir

Probleme hatte, normal zu gehen, wurde ich in immer genügend Platz im Lager.

die Rehabilitationsklinik in Bellikon für eine In der Möbelabteilung verkaufen wir auch

genaue Abklärung eingewiesen. In diesem Gartenartikel, Werkzeuge und Waschmaschi-

Monat habe ich sehr viel gesehen. Menschen, nen. Um immer wieder Neues präsentieren zu

die mit ihrem schweren Schicksal umzugehen können, entsorgen wir Artikel, die schon länger

lernen mussten und sich Schritt für Schritt in ihr im Sortiment stehen. Aus dem Lager holen wir

altes Leben zurück zu kämpfen lernten. Diese die neuen Möbel und bauen sie gemeinsam auf.

Zeit verbrachte ich mit diversen anderen Patien- In der Recycling-Annahmestelle (easydrive

ten. Mir wurde schlagartig bewusst, wie hart Degersheim) helfen wir beim Ausräumen der

und brutal das persönliche Schicksal zuschlagen Umzugsmobile und entsorgen die Güter fach-

kann. Diese Eindrücke und Erlebnisse während gerecht. Brauchbares wird natürlich zum Wei-

dieser Zeit haben mich sehr geprägt. Mehr und terverkauf behalten. An der sogenannten

mehr wurde mir bewusst, dass ich im sozialen Annahmestelle werden die vollen Paletten mit

Bereich Fuss fassen will. Durch das Recherchie- Abfall regelmässig geleert, damit am nächsten

ren im Internet bin ich auf die Stiftung Tosam Tag genug Platz vorhanden ist. Neben den täg-

gestossen.

lichen Aufgaben, die im Brockenhaus Degers-

Seit Anfang Januar 2011 arbeite ich als Prakheim anfallen, gibt es monatlich eine Teamtikant

im Brockenhaus Degersheim. Meine sitzung mit dem Geschäftsführer der Stiftung

Arbeit ist sehr abwechslungsreich, vielseitig und Tosam, dem Betriebsleiter, dem Bereichsleiter

aufregend. Zurzeit arbeite ich mit dem Trans- und dem Praktikanten. Es wird über die jetzigen

portteam. Gemeinsam sind wir täglich für Haus- Situationen der Angestellten gesprochen, über

räumungen unterwegs. Am Anfang entscheiden Ausfälle und über die offenen Stellen, die wir im

wir gemeinsam, was wir in das Brockenhaus Brockenhaus Degersheim vergeben.

mitnehmen und was wir entsorgen. Danach Durch mein Praktikum im Brockenhaus

räumen wir die Schränke und die Schubladen Degersheim bin ich mir sicher, dass ich die Aus-

aus und trennen Geschirr, Bücher, Kleider und bildung zum Arbeitsagogen sehr entschlossen

elektronische Geräte voneinander und verkau- und motiviert angehen werde. Die Arbeit erfüllt

fen sie später im Brockenhaus Degersheim wie- mich ausserordentlich und lässt mich sicher sein

der. Während den Räumungen habe ich Zeit, für den Entscheid, einen neuen beruflichen Weg

um mit den Angestellten zu sprechen, sie zu einzuschlagen. Ich bin mir bewusst, dass kurz-

motivieren und auf sie einzugehen! Verbessefristige Entscheidungsfindungen, neue Teamrungsvorschläge

werden auch besprochen. Bei Mitglieder oder ausserordentliche neue Auf-

uns im Team ist eine koordinierte Abstimmung träge das Arbeitsfeld begleiten und damit

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meinen Berufsalltag auch bereichern werden,

weil sie für viel Abwechslung und neue Erfahrungen

sowie Erlebnisse sorgen. Im Praktikum

erlebe ich gegenseitig gute Akzeptanz, viel Vertrauen

und fürsorglichen Respekt. Die vielfältige

Zusammensetzung des Teams erfordert

hohe Bereitschaft, einander zu fordern und

nicht zu überfordern. Gerade im Transportteam

ist es wichtig, andere Grenzen zulassen zu können

und der allgemeinen Gesundheit jederzeit

Vorrang zu geben.

Gutschein

30% rabatt

beim nächsten einkauf auf das sortiment

Gültig bis 17. september 2011

aktionsartikel sind vom rabatt ausgenommen.

Öffnungszeiten:

Mi–Fr 14.00–18.00 Uhr / Sa 9.00–16.00 Uhr

10

BiTTE GUTSCHEiN BEi iHREM NÄCHSTEN EiNKAUF ABGEBEN.

Ich möchte mich hiermit ganz herzlich bei

der Betriebsleitung und natürlich auch beim

ganzen Brockenhaus Team bedanken für die

schöne Zeit, bei der ich sehr viele neue Erfahrungen

sammeln konnte. Die Verantwortung,

die mir übertragen wurde, war zwar eine

Herausforderung, mit der ich jedoch zurecht

kam und gut umgehen konnte.

JUlian schäfer, PraKtiKant y

rabatt im brockenhaus in degersheim

Wir sind nicht einfach nur ein Brockenhaus,

denn wir bieten Ihnen ein Tauschgeschäft an:

Wenn Sie uns verkaufsfähige Waren bringen,

belohnen wir Sie mit einem konkurrenzlosen

Rabatt. Sie bringen uns Kleider und erhalten

30% Rabatt auf Einkäufe in der

Kleiderabteilung. Sie bringen uns Bücher, CD's,

DVD's, Platten und erhalten 30% Rabatt in der

Medienabteilung.

Bei Haushaltwaren und Elektrogeräten gibt

es ebenfalls 30% und bei Möbeln gibt’s 10%!

damit werden die Kunden zu Partnern und

sind gleichzeitig Käufer und lieferanten!


winterarbeit der Garten-

GrUPPe: eine hanGverbaUUnG

Die Gartengruppe Tosam bekam den

Auftrag, an einem Hanggelände drei Mauern zu

errichten, welche sich wie eine Treppe übereinander

aufbauen. Die Idee bestand darin, dass

später in jeder Treppenstufe Humus eingebaut

wird, um darin etwas Beliebiges anpflanzen zu

können.

Zu beginn präsentierte sich das Gelände

folgendermassen:

An der linken Seite befand sich der Hügel, auf

dem später das Mauerwerk stehen soll. Zuerst

musste die Wiesenschicht mit dem Mini-Bagger

abgeschabt werden, danach wurde unten der

Humus beiseite geschaufelt, um ihn am Schluss

wieder einzufüllen. Den restlichen Aushub

transportierten und verdichteten wir in den hinteren

Bereich des Anwesens unter einen Unterstand,

der rechts im zweiten Bild ersichtlich ist.

Die erste Schicht der untersten Mauer bauten

wir in ein Betonfundament ein. Danach

wurden die Steine nacheinander aufgeschichtet.

Die Steine bestehen ebenfalls aus Beton. Sie

sind sehr praktisch, denn sie müssen nicht extra

vermörtelt werden, da sie oben einen Kamm

und auf der Unterseite eine Fuge besitzen, die

man ähnlich wie Legosteine ineinander verkeilen

kann. Vor dem Verlegen mussten wir die

Steine in zwei Hälften teilen. Wenn man dann

den Stein mit der Bruchstelle nach aussen verlegt,

bekommt man eine sehr schöne Textur.

Das Gleiche machten wir auch mit den oberen

zwei Mauern. In der Nähe des Zauns liessen wir

die Mauern entsprechend

abfallen.

Bevor der Humus

eingefüllt werden

konnte, brauchte es

noch eine Sickerleitung

unter jeder

Mauer, damit sich bei

Regen das Wasser

nicht staut und allenfalls

die Mauer

umwerfen könnte.

Nachdem die Sickerleitung

eingebaut

war, bedeckten wir

sie mit einem schwarzen

Kunststoff und

verteilten darauf

Geröll, wodurch das

Wasser noch besser

ablaufen kann. Vor

den unteren zwei

Mauern verlegten wir

noch 25 cm breite

Platten, worauf später

der Kunde entlang

laufen kann, um seinen

Garten zu bestellen.

Wir entfernten

noch mit der Fräse

den Kamm der obersten

Mauerschicht,

wodurch das Werk

veredelt wurde.

Nun war es so

weit, den Humus einzufüllen.

Dafür hatten

wir dann leider

keinen Bagger mehr

zur Verfügung und

mussten alles mühsam mit Schaufel und Schubkarre

einfüllen. Es galt das Material sauber zu

verteilen, bevor wir fertig waren.

Um die Sache abzurunden, verbauten wir

die Einfahrt mit Flickschotter. Die anspruchsvolle

Arbeit war vollbracht und als wir uns

umschauten, waren wir stolz, denn es sah gut

aus.

Für mich war das Arbeiten auf dieser Baustelle

interessant, konnte ich doch mitverfolgen,

wie aus den einzelnen Arbeitsvorgängen ein

Gesamtwerk entstand.

Jovan Panov, lernender Garten-

Und landschaftsbaU y

11


aUfrUf ZUr verlinKUnG

Die grösste Internetsuchmaschine

Google ist vielmals eine

grosse Hilfe. Man gibt irgendein

Wort ins Suchfeld ein und Google

schlägt einem Tausende von Webseiten

zum gesuchten Stichwort vor.

Und jetzt kommt es: Niemand hat

Zeit und Lust alle der vorgestellten

Webseiten durchzusehen. Ich beschränke

mich meist auf die ersten drei Seiten

mit Suchergebnissen, d.h. die ersten 30 Ergebnisse.

Wenn man die Suche nun noch auf Seiten

aus der Schweiz beschränkt und nach

«gebrauchte Bücher» sucht, erhält man noch

immer rund 106'000 Ergebnisse aufgetischt.

buchplanet.ch wird auf Seite 13 aufgeführt.

Somit sind für Google etwa 120 Webseiten wichtiger

als unsere.

Mein Wunschtraum ist es, dass ich nach

«gebrauchte Bücher» suche und wir an vorderster

Stelle bei den Ergebnissen zu finden sind.

Deshalb habe ich unsere Werbeabteilung

angefragt, wie ich unsere Google-Platzierung

verbessern kann. Die Antwort ist simpel aber

dennoch schwierig. Und zwar: Links, Links,

Links und nochmals Links. Je mehr Links auf

unsere Webseite verweisen, desto höher ist die

Chance auf eine bessere Platzierung in den

Ergebnissen.

EiN BEiSPiEL FüR EiNEN SCHöNEN LiNK AUF UNS, SEHEN SiE HiER:

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SARA GROB

Ich muss sagen, die Antwort

ernüchterte mich ein wenig. Denn

im Internet läuft es üblicherweise

so, dass man sich für einen Link mit

einem Gegenlink bedankt. Einen

Gegenlink können wir aber nicht

anbieten, da www.buchplanet.ch

keine externen Links beinhalten

darf.

Deshalb habe ich weiter überlegt, wie buchplanet.ch

zu Links kommen kann. Mir kam die

Idee, unsere Einblick-Leser um Hilfe zu bitten.

Deshalb die Frage an Sie: Besitzen Sie eine Webseite

und finden unsere Arbeit unterstützenswert?

– Dann würden Sie uns eine grosse Freude

machen, wenn Sie buchplanet.ch auf Ihrer Webseite

verlinken.

Als Gegenleistung kann ich Ihnen zwei

Angebote unterbreiten – entweder einen

Gutschein im Wert von CHF 20.– von buchplanet.ch

oder einen Blogeintrag (http://blog.buchplanet.ch)

über Ihre Webseite oder Ihre Firma.

Die weiteren Informationen entnehmen Sie bitte

der Infobox unten.

Ich bedanke mich schon jetzt im Namen

vom buchplanet.ch herzlich für Ihre Unterstützung

und hoffe, dass sich unsere Google-Platzierung

stetig weiter verbessert.

sara Grob, bereichsleiterin M.b.a. y

infoboX

so könnte der link aussehen

Ich empfehle buchplanet.ch für gebrauchte, vergriffene und antiquarische

Bücher: www.buchplanet.ch

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vorgehen

1. Setzen Sie den Link auf Ihrer Webseite. 2. Senden Sie eine E-Mail an

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wo der Link gesetzt wurde.

christoPh haUtle, Mitarbeiter MarKetinG


Uch winwin

als neUer lebensabschnitt

Mein Name ist Fabienne Engler, geboren

am 24.07.1985. Aufgewachsen in St.Gallen,

zwei Jahre Kindergarten, sechs Jahre Primarschule

und drei Jahre Realschule. Die Realschule

lief mir allerdings nicht besonders gut, da

ich es mit den Mitschülern nicht sehr gut hatte.

Trotzdem konnte ich nach der Schnupperwoche

eine Lehrstelle als Verkäuferin antreten. Nach

einem halben Jahr kamen psychische Probleme

dazu und ich musste meine Lehre abbrechen.

Von da an wurden die Klinikaufenthalte immer

häufiger.

freude

Für mich ist der Buchladen eine sehr grosse

Chance mich wieder im Leben zurecht zu finden,

mich zu stabilisieren und auf eigenen Beinen

zu stehen. Es macht mir riesige Freude im

Buch WinWin zu arbeiten. Am Morgen stehe

ich auf und es macht mir überhaupt keine Mühe

zur Arbeit zu gehen, denn es ist für mich eine

Herausforderung, die ich vorher nicht mehr

hatte.

Kraft

Die Arbeit im Buch WinWin gibt mir grosse

Kraft. Dass ich wieder eine Aufgabe habe, erfüllt

mich mit Freude. Mein Selbstwertgefühl

und mein Selbstbewusstsein hat sich stark verbessert,

seit ich

im Buchladen bin.

Ich fühle mich von

allen akzeptiert

und es bestätigt

mich, dass ich etwas

kann und

dass ich intelligent

bin. Ich bin auch

viel mutiger geworden.

Ich gehe

wieder unter Menschen

und weiss

wieder etwas zu

erzählen. Das be-

deutet mir viel. Das stärkt mich darin, die

Verantwortung für mein eigenes Leben zu übernehmen.

arbeitsweg

Der Weg zur Arbeit ist kurz und angenehm. Ich

habe gute Busverbindungen nach Gossau, welche

auch zu den Arbeitszeiten passen. In Gossau

hat es hat auch einen sehr schönen Park, in

den ich mich zurückziehen kann. Er ist für mich

ein Ruhepol vor der Arbeit oder in meiner Freizeit,

den ich benutze, um mich zu sammeln und

zu mir zu finden. Momentan arbeite ich 50%.

Zum jetzigen Zeitpunkt stimmt dies für mich

und mein Ziel ist es, irgendwann auch mehr

arbeiten zu können. Darauf freue ich mich. Ich

habe noch nie so wenig gefehlt, seit ich arbeite

wie jetzt.

arbeitsklima

Ich komme mir vor wie in einer Familie. Ich

finde es harmonisch und man kann sich aussprechen,

wenn etwas ist. Ich schätze die allgemeine

Hilfe sehr und die Gespräche untereinander.

Auch wenn mal jemand schlechte Laune

hat oder sonstiges, ist es für mich gut, da zu

sein. Da sind Menschen noch menschlich.

bücher

Ich lese für mein Leben gern. Wenn ich mich

darin vertiefe, sind die Probleme für einen

Moment weg. Es hat interessante Bücher in

unserem Geschäft. Diese Vielfalt ist Wahnsinn,

ich könnte immerzu Bücher kaufen, denn wenn

ich sie einräume, finde ich immer wieder ein

Buch, das mir gefällt. Zum Beispiel hatte ich

von Michael Ende das Buch die unendliche

Geschichte in der Hand, das hat mich sehr

begeistert und es weckte viele Erinnerungen in

mir.

Fazit: Ich empfinde den Buch WinWin als

doppelter Gewinn.

fabienne enGler, Mitarbeiterin y

13


etriebsbesichtiGUnG der

Go-fachGeschäfte iM bUch

winwin GossaU

Am 29. Juni 2011 besuchten

uns Mitglieder der Go-Fachgeschäfte

in unserem Buchladen.

Für uns ein ganz spezieller Tag.

Schon in der Woche vorher begannen

wir uns vorzubereiten. Wir

räumten auf, räumten um, wir putzten

und brachten unseren Laden

auf Hochglanz. Es war uns wichtig

den Mitgliedern zu zeigen, wie unsere Arbeit im

Buchladen funktioniert. Wir räumen unsere

Bücher übersichtlich und nach Rubriken ein,

schreiben alles an, damit unsere Kunden möglichst

gut ihre gewünschten Bücher finden. Das

ist nicht immer einfach und uns passieren auch

Fehler, aber das darf auch sein. Wenn eine Mitarbeiterin

fast einen Nachmittag lang die Bücher

alphabetisiert, nach dem Feinalphabet, ist das

eine anstrengende Arbeit und erfordert viel

Konzentration. Plötzlich weiss man nicht mehr,

wo welcher Buchstabe ist oder sein soll.

Um 19.30 Uhr trafen die ersten Gäste ein.

Nach einem Apéro erzählte ich über meine Mitarbeiter/-innen

und unseren Alltag, dann stellte

Martin Grob die Stiftung Tosam vor. Danach

teilten wir unsere Gäste in zwei Gruppen auf

und die Führung führte von der Sortierung, in

neu mit

Möbellift

EDLA STUKER

welcher die Bücher ankommen,

über das Antiquariat zu den

Büchern und der Musik im Obergeschoss.

Unsere Gäste waren sehr interessiert,

sie stellten viele Fragen und

es war eine lockere und schöne

Stimmung. Es wurde gelacht und es

gab Aha-Erlebnisse, wenn ein Buch

gefunden wurde, welches jemand aus seiner

Kindheit kannte. Meine Mitarbeiter/-innen

führten unsere Gäste professionell durch unseren

Laden, gaben Auskunft, erklärten und

waren mit Herzblut dabei.

Nach der Führung gab es einen kleinen

Imbiss, welcher uns vom Hof Baldenwil gespendet

wurde. Bei sehr schöner Stimmung wurde

angeregt diskutiert – eine gute Gelegenheit, sich

besser kennen zu lernen und die Hektik des Alltages

zu vergessen. Ich möchte mich bei dieser

Gelegenheit bei meinen Mitarbeiter/-innen ganz

herzlich für ihre Arbeit bedanken. Um 23 Uhr

löschten wir die Lichter und gingen müde aber

zufrieden nach Hause.

Wir freuten uns sehr über diesen Abend

und werden ihn in guter Erinnerung behalten.

edla stUKer, bereichsleiterin M.b.a. y

dank Möbellift räumen

wir wohnungen jetzt noch:

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Kappeler, telefon 071 371 29 57 oder 079 817 73 14. wir freuen uns auf ihre anfrage.


sternenlicht

Wer kennt das

Gefühl von schwindender

Hoffnung, des wieder

und wieder Zurückgewiesenwerden?

Wer das

Gefühl, nicht mehr nützlich

zu sein? Stellen Sie

sich vor, morgens erheben

Sie sich schweigend

vom Bett, verrichten Ihre

Toilette schweigend, verbringen

schweigend den

Tag, essen allein und

wortlos. Am Abend putzen

Sie sich in der Stille

Ihres Daseins die Zähne, hören nur das Rauschen

des Wassers aus dem Wasserhahn und

den Lärm der Strasse vor dem Fenster. Und

zuletzt legen Sie sich schweigend ins Bett, ohne

etwas vollbracht zu haben. Es macht keinen

Unterschied, ob Sie überhaupt aufstehen oder

nicht. Und über allem schwebt stets das Wissen,

dass Sie Ihren eigenen Lebensunterhalt nicht

bezahlen können. Sie häufen Schulden an, ohne

die Hoffnung, sie wieder abzahlen zu können.

Es bedeutet keinen Unterschied, ob Sie noch

leben oder nicht.

So geht es mir seit viereinhalb Jahren, und

doch gibt es nicht nur Schlimmes in dieser Zeit.

Es gibt Freunde, es gibt die Familie, die mich

alle sehr unterstützen. Und es gibt in meinem

Fall noch etwas anderes, nämlich das Lesen.

Es entführt den Geist in eine Welt, in der es all

diese Sorgen nicht gibt. Dabei ist es nicht wichtig,

ob man in die Geschichte eintaucht oder

einen Fantasy-Roman liest. Beides ist in ähnlicher

Weise fern von der unmittelbaren Realität:

die Geschichte längst entschwunden, fantastische

Welten der grössten aller Kräfte ent -

sprungen, nämlich unserer Vorstellungskraft.

Im Rahmen eines Einsatzprogramms des

RAV bekam ich die Chance beim Online-Buchshop

buchplanet.ch mitzuarbeiten. Bücher sind

für mich eine Leidenschaft: Ich lese sie, ver-

schlinge sie geradezu, und schreibe auch selbst.

Dieser Ort ist so etwas wie ein Traum. Kaum zu

glauben, nicht wahr, dass mich ein Traum in

eine Lagerhalle führt, die im Sommer zu heiss

ist, im Winter eisige Kälte für uns bereithält und

in der Staub uns zum Niesen bringt! Hier, in

dieser Halle, erfüllt sich für mich ein Traum:

Ich kann mit Büchern arbeiten.

Wöchentlich werden kistenweise Bücher

angeliefert, und diese Kisten bergen zum Teil

grösste Schätze. Ich bin umgeben von Jules

Verne und H.G. Wells, von Tolstoj und Dostojewski,

Fontane und Storm, Balzac, Maupassant

und Zola. Ich blicke durch die Seiten hunderter

Bücher in die Vergangenheit, in die Zukunft, ins

tiefste All und genauso in die Nachbarschaft. Es

kann nichts Schöneres für mich geben. Zumal

ich dies alles mit wunderbaren Menschen teilen

kann, die Bücher ebenso lieben wie ich, die

ich an meinem Wissen teilhaben lassen kann,

und die ihre Kenntnisse mit mir teilen. Verschiedene,

manchmal nicht so schöne Schicksale

führen uns hier zusammen und geben uns

allen einen Sinn, für den es sich morgens aufzustehen

lohnt. Und wir können für eine Weile

das vergessen, was uns bedrückt.

Es ist gut, dass es Orte wie diesen gibt, den

uns die Stiftung Tosam schenkt, denn hier wird

sich derer angenommen, die auch in unserer

herrlichen Welt des Wohlstands nicht mehr viel

haben, die man nicht gern sehen will und die

die stete Herablassung nicht mehr ertragen, mit

der die Glücklicheren auf sie blicken.

Ein Mitarbeiter beim buchplanet.ch hat in

einer früheren Ausgabe des Einblicks diesen

Abschnitt seines Lebens als Sonnenuntergang

bezeichnet. Er habe gelernt, dass Sonnenuntergänge

sehr schön seien. Doch was geschieht,

wenn die Nacht hereinbricht?

Dank dieser Arbeitsstelle haben wir auch

hier noch Licht, denn nachts gehen die Sterne

auf . . . und vielleicht erwartet uns bald ein

Sonnenaufgang.

orlando Kobler, Mitarbeiter y

15


weiterbildUnGsKUrse iM café-teaM

Dieses Jahr haben wir

schon drei Kurse durchgeführt.

Im Februar leitete Andreas

Etter, Küchenchef der Arwole,

Sargans, mit mir zusammen einen

Gemüseschnitzkurs. Einen ganzen

Nachmittag verbrachten wir im

Atelier. Als Theorieteil erfuhren

wir viel über Gemüsekunde,

Werkzeugkunde und Umgang mit Verletzungen.

Dann wurde alles sehr spannend. Wir

schnitzten Blumen aus Karotten, Blätter aus

Gurken und ein Sujet in eine ganze Zucchetti.

Aus Randen stellten wir einen Schmetterling

16

SiLViA NiGG

her. Und als Abschluss konnten wir

ein kleines Schaustück schnitzen.

Andreas und ich leiteten diesen

Kurs im Rahmen eines Kompetenznachweises

für die Ausbildung bei

Agogis. Wir erstellten für die

Mitarbeiter/innen eine ausführliche

Dokumentation über die Herstellungsschritte

beim Schnitzen. Ich

möchte mich bei allen Mitarbeiter/innen für die

aktive, interessierte Teilnahme und bei Andreas

für unser gutes Praxisprojekt bedanken.

Im April war unser Kursthema: Herstellen

von Blätterteiggebäck. Als Einführung war ein

kurzer Theorieteil über die Herstellung von

Blätterteig. Wir übten eine grosse Vielfalt von

verschiedenen Apérogebäcken. Mit Mohn,

Kümmel, Sardellen, Käse etc. stellten wir zehn

verschiedene Sorten her. Auch bei diesem Kurs

bekamen die Mitarbeiter/innen eine kleine

Dokumentation, damit sie jederzeit wieder

nachschauen können, wie die Gebäcke hergestellt

werden.

Schon zwei Wochen später konnten wir das

Gelernte umsetzen. Für den Apéro am Podiumsanlass

backten wir unter anderem mehrere Kilo

Blätterteiggebäck.

Garnieren und Dekorieren von Torten und

Desserts war im Juni das Kursthema. Aus Marzipan

formten wir auf zwei verschiedene Arten

Rosen und Blätter. Mit einer speziellen Schokolade

und Cornets übten wir, wie man auf Marzipan

schreiben und «zeichnen» kann. Natürlich

fehlte auch die Lebensmittelfarbe nicht, damit

die lustigen Figuren ausgemalt werden konnten.

silvia niGG, bereichsleiterin y


neUes Und altes

aUs deM recyclinG

Liebe Leserinnen und Leser,

geschäfte, welche einen Erledi-

Wann haben Sie Ihren nächsten

gungstermin haben, rechtzeitig

Coiffeurtermin? Können Sie mir

abgeben zu können. Bei meinen

auswendig sagen, wann Sie das

verplanten Arbeitstagen sind

nächste Mal bei Ihrem Zahnarzt zur

bewusst Dinge eingeplant, welche

Kontrolle auf seinem Stuhl Platz

im gegebenen Fall auch einen oder

nehmen werden? Wann sehen Sie

Ihre Eltern oder Ihre Kinder das

EUGEN BRUNNER

zwei bis drei Tage später erledigt

werden können. Dies um Unvor-

nächste Mal? Haben Sie sich vielhergesehenes

vorziehen zu können.

leicht schon Zeit eingeplant, um in Ihrem neuen Zeitmanagement nennt sich dies heute auf Neu-

Lieblingsroman zu lesen? Wie oft gelingt es deutsch. Das durfte ich unter vielem anderen in

Ihnen, Ihre Zeitplanung einzuhalten? Kommen meiner Ausbildung zum Sozialpädagogen erler-

Sie zu Terminen stets rechtzeitig?

nen. Das mir naheliegende Prinzip, welches uns

Es geht mir hier nicht wirklich darum, zu damals vermittelt wurde, ist die alPenerfahren,

wann Sie genau was machen. Es ist Methode. Fünf Schritte zum erfolgreichen Erle-

mir mehr ein Anliegen, Ihnen aufzuzeigen, wie digen von Aufgaben werden definiert: aktivitä-

verplant die einen oder anderen doch stets sind. ten schriftlich festhalten. länge der einzelnen

Die vielen Wünsche, Anliegen von anderen, Aktivitäten schätzen. Pufferzeiten einplanen.

welche an uns gestellt oder die Pflicht termine, entscheidungen treffen, was wie wichtig ist.

die wir wahrnehmen müssen, zu koordinieren nachkontrolle.

und so einzuplanen, dass für uns selber auch Hier finden wir die Möglichkeit für Unvor-

noch die gewünschte Freizeit in ausgewogenem hergesehenes in den Pufferzeiten wieder. 40%

Masse vorhanden bleibt, ist teils eine Meister- bis 60% werden in diesem Modell als angeleistung.

Wir sind heute gesegnet mit Hilfsmitbrachte Pufferzeiten gerechnet. Dies sieht auf

teln wie Agenda oder Outlook, um alles zu den ersten Blick nach viel aus. Aber wenn ich

koordinieren. Wir verplanen unsere Zeit und es mir vor Augen führe, wie oft ein Telefon eingeht

ist uns ein Anliegen, zeitlich allem gerecht zu und ich danach alles stehen und liegen lassen

werden. Wie oft kommt es doch vor, dass bei muss, weil zum Beispiel die Geschirrspül-

der ausgeklügelten Terminplanung etwas Un - maschine im Café nicht mehr funktioniert oder

vor hergesehenes den gesamten Plan auf den ein Mitarbeitender noch eine dringende Frage

Kopf stellt. Da kam noch das Telefon einer hat, welche er aufgrund seiner eventuell gerin-

guten Freundin dazwischen und dort klingelte gen Deutschkenntnisse nicht selber mit dem für

noch der Briefträger während dem Kochen an ihn zuständigen Amt klären will, dann ist rund

der Türe oder der Wagen sprang nicht an und der halbe Tag als Pufferzone oft ganz gut aus-

die Geburtstagsparty des Freundes hat doch genutzt. Selbstverständlich bin ich froh, wenn

soeben bereits begonnen. Unvorhergesehenes, ich nicht die ganze Pufferzone brauche, da ich

das ist es, was uns in der Gestaltung unseres sonst in den kommenden Tagen nicht mehr

verplanten Alltages oft ungelegen kommt.

alles schieben kann. Denn irgendwann müssen

Wie sieht das denn nun in der Arbeitswelt die Aufgaben ja erledigt sein. Ein solches Auf-

aus? Gesprächstermine, Sitzungstermine, verschieben ist mir zum Beispiel gerade mit diesem

sprochene Anrufe im Verlauf vom Morgen und Einblick-Text geschehen. Der Einsendeschluss

Zeit für die Mitarbeitenden und Kunden. Dies für die Redaktion liegt nun in dem Moment als

grob zusammengefasst. Stets versuche ich mir ich hier schreibe, bereits einen Tag in der Ver-

einen Tagesablauf zu planen, um die Sachgangenheit. Ja, ich habe vieles schieben müssen

17


in den vergangenen eineinhalb Wochen bzw.

seit dem 10. Juli. Das Unwetter war das Unvorhergesehene,

was mich aufgrund seiner Intensität

in meiner Planung sogar aus der oben

erwähnten Pufferzone gerissen hat. Langsam

normalisiert sich nun nach dem Unwetter auch

mein Zeitmanagement wieder, so dass ich mit

diesem Text noch rechtzeitig die Redaktion

beglücken kann.

aUsflUG freiwilliGe Mitarbeiterinnen

Und Mitarbeiter

Am Freitag dem 24. Juni trafen wir uns

alle gut gelaunt um 8.15 Uhr am Bahnhof

Heris au für den alljährlichen Ausflug, als Dank

an die Freiwilligen MitarbeiterInnen, welche

den WinWin-Markt Tag für Tag unterstützen.

Die Rucksäcke waren gepackt und alle nötigen

Vorbereitungen wurden getroffen. Die Vorfreude

war bei allen Beteiligten schon beim

gemeinsamen «Gipfeliessen» zu spüren und wir

konnten es kaum mehr erwarten, unsere Tagesreise

endlich beginnen zu können. Mit Zug und

Bus gelangten wir in sehr kurzweiligen zwei

Stunden nach Eichberg, von wo aus wir unsere

kurze Wanderung zur Kristallhöhle (für Christian

wohl eine gefühlte Besteigung eines Achttausenders)

in Angriff nahmen. Nach dem kurzen

Marsch, welcher übrigens auch Christian

ganz gut überstand, machten sich alle Freiwilligen

MitarbeiterInnen und Silvia bereit, die Kristallhöhle

Kobelwald zu besichtigen. Währenddessen

übte sich Roman als Grillmeister und

bereitete das Feuer sowie die Würste für das

Mittagessen vor. Mit etwas Verspätung, aber

sehr gut gelaunt und mit gesundem Appetit,

kamen die Höhlenforscher von ihrem kleinen

Ihnen allen wünsche ich bei Ihrer Planung

möglichst wenig Unvorhergesehenes, so dass

Sie die Dinge, welche Sie als Pufferzonen planen,

erledigen können, um so zu Ihrer wohlverdienten

Freizeit zu gelangen.

Freundliche Grüsse aus dem untersten

Stockwerk des WinWin-Marktes.

eUGen brUnner, bereichsleiter y

Rundgang zurück und genossen

Bratwürste, Brot und Kohlrabis

aus Silvias Garten. Frisch gestärkt

durch die Mahlzeit machten wir

uns auf den Weg zur Postautohaltestelle

Oberriet Moos, von wo aus wir mit

Bus, Zug und «Walzerhuuserbähnli» nach Walzenhausen

reisten, um uns dort im Restaurant

Gambrinus, bei gelegentlichem Sonnenschein,

einen leckeren Cup zu genehmigen. Nach einer

spannenden Partie «Heck Meck» und mit vollen

Bäuchen brachen wir wieder auf Richtung

Rhein eck, von wo aus unsere Reise mit dem

Schiff nach Staad führen sollte. Bei einer gemütlichen

Schifffahrt spielten wir noch die eine

oder andere Runde «Heck Meck» und tranken

noch Kaffee, bevor wir in Staad ankamen, von

wo aus wir mit dem Zug zurück nach Herisau

aufbrachen.

Abschliessend bleibt uns nur noch einmal

einen ganz, ganz herzlichen Dank an alle Freiwilligen

MitarbeiterInnen des WinWin-Marktes

auszusprechen, welche uns immer tatkräftig

unterstützen, wenn wir Hilfe brauchen. Ohne

sie wäre es um einiges schwieriger, den Betrieb

so reibungslos und erfolgreich zu führen. Mir

selbst hat der Ausflug sehr viel Spass gemacht

und ich möchte mich auch noch persönlich für

den tollen Tag bedanken.

roMan bossart, PraKtiKant y

18 18


esichtiGUnG der

QUellenhof-stiftUnG

Am 5. Juli fuhren wir zu siebt

bei strahlendem Wetter nach Oberwinterthur,

wo sich die Stiftung

befindet. Wir, das Team der

Geschenkboutique mit Auszubildenden,

das bei uns bereits ihre Erfahrung

gesammelt hat, und Betriebsleiter

Paul Siegrist. Im ansprechenden

Gartenrestaurant wurden wir von

Esther Reutimann herzlich empfangen. Sie ist

unter anderem in der Stiftung verantwortlich

für das Fundraising und hat früher auf dem

Sozialamt gearbeitet. Im weissen Kochkittel

winkte freudig Yvonne, unsere ehemalige

Küchenmitarbeiterin. Die Liegenschaft ist von

Industriebrachen umgeben und wird am Mittag

rege von der dort noch oder wieder arbeitenden

Bevölkerung besucht. Auch Kongresssäle sind

vorhanden. Die Quellenhof-Stiftung für Menschen

am Rande der Gesellschaft ist der Kirchgemeinde

Hegi mit drei Plätzen für Drogen-

süchtige zur Zeit des Platzspitz/Letten

entsprungen. Heute bietet sie 44 geschützte

Arbeitsplätze für Menschen mit psychischen

oder suchtbedingten Problemen, 18 Arbeitstrainingsplätze

und acht Job-Coaching-Plätze.

ROMY SCHAiCH

Esther führte uns erst in den Laden,

der hauptsächlich die Produkte aus

der Jobarena und zugekaufte anbietet.

Hier wurde uns ein Aperitif

offeriert. Der Laden ist hoch,

modern gestylt und farblich schön

aufgeteilt. Die Mitarbeiterinnen

arbeiten hier auf freiwilliger Basis.

Es gibt kaum Laufkundschaft, da

der Laden nicht an einer Durchgangsstrasse

steht. In der Jobarena durften wir anschliessend

die einzelnen Arbeitsbereiche besichtigen. Auffallend

schön sind die Kerzen, die durch Palmöl

einen kristallenen Glanz erhalten. Das weitere

Rezept wurde uns nicht verraten. Wir gingen

durch die Schreinerei, die Holzwerkstatt, das

Näh- und Dekoatelier. Überall arbeiten Menschen

in kleinen Gruppen zusammen. Die

Wohngruppen besichtigten wir nicht, dafür

wurde uns ein Film gezeigt, der die Stiftung

näher bringt. Da gibt es ein Teenager-Wohnhaus,

eine Lehrlings-WG, Betreutes und Integrations

Wohnen, eine Fachklinik für Drogenentzug

und Krisenintervention, ein Haus für

stationäre Therapie und Lebenstraining. Durch

menschliche Wärme und Professionalität will

die Stiftung den ihr anvertrauten Menschen

einen Rahmen der Geborgenheit in kleinen

Wohneinheiten und Arbeitsgruppen bieten. In

diesem überschaubaren Rahmen sollen sie ihre

Gaben und Talente neu erkennen und einsetzen.

«Den Menschen dienen, hört nie auf», sagt

der Gründer der Quellenhof-Stiftung, Johannes

Wirth. Ganz klar will die Stiftung eine Atmosphäre

der Einheit bewahren, die im Glauben

gründet und zu echten Begegnungen führt.

Auch andere Glaubensrichtungen sind willkommen.

Keiner muss an Gebeten teilnehmen,

wenn er nicht will. Zum Schluss sassen wir wieder

unter den hellen Sonnenschirmen im Gartenrestaurant

und wurden nach einem «Zvieri»

von Esther Reutimann verabschiedet, wobei

jeder von ihr ein Sortiment mit erlesenen Stabkerzen

als Abschiedsgeschenk erhielt.

roMy schaich, Mitarbeiterin y

19


an eineM sonniGeM taG...

Ich bin schon seit zwei Jahren

an der Bénédict-Handelsschule

in St.Gallen und absolviere die

dreijährige Lehre als Kauffrau. Im

März dieses Jahres bekam ich eine

erfreuliche Nachricht und zwar

eine Zusage für ein Praktikumsjahr

in der Geschäftsstelle der Stiftung

Tosam. Nachdem ich mit

meinem Chef Martin Grob und meinem Ausbildner

Manuel Och ein Einführungsgespräch

hatte, musste ich noch eine Woche warten, bis

endlich mein erster Arbeitstag in der Stiftung

Tosam kam. Schwupps... so schnell ging es, dass

ich um acht Uhr morgens in der Geschäftsstelle

präsent war. Natürlich stellte sich Renate Rutishauser

auch vor. Claudia Clavadetscher hatte

noch diese Woche Ferien, da musste ich ein

paar Tage warten, bis ich Claudia auch kennenlernen

durfte. Jetzt zurück zu meinem ersten

sonnigen Arbeitstag. Martin Grob erteilte mir

meine erste Aufgabe: Dutzende von Papier-Kartonschachteln

im Büro hinauftragen, natürlich

durfte ich den Lift benutzen. Da es draussen so

warm war, brachte mich diese Arbeit zum

Schwitzen. Jedoch entschädigte ich mich später

mit einer Kaffeepause.

Jetzt sind fünf Monate vergangen und ich

habe fast die Hälfte meines Praktikums absolviert.

Ich fühle mich rundum wohl in der Stiftung

Tosam. Habe schon sehr viel dazu gelernt,

wie Rechnungen verbuchen, alphabetisch ablegen,

schreiben, Protokolle führen und Unfallmeldungen

schreiben und vieles, vieles mehr...

Das ist nur ein kleiner Teil vom Ganzen. Hier in

der Geschäftsstelle sind alle kompetente und

auch sehr empfängliche, rücksichtsvolle Personen.

Sicherlich werde ich bis zum Schluss meines

Praktikums noch einiges mehr dazulernen.

Ich durfte auch Ausflüge machen und die

Betriebe besuchen: Buchplanet, Brocki Degersheim,

Brocki Flawil, WinVita, WinWin-Markt,

Buch WinWin, Easydrive, Gartengruppe und

den Hof Baldenwil. Was ich noch äussern

20

ROSANGELA DE MARCA

möchte: Der Hof Baldenwil hat mich

besonders fasziniert. Ich war mit

Martin Grob dort auf Besuch an

einem schönen warmen Tag. Martin

parkierte das Fahrzeug und prompt

kam uns die Hofhündin Aischa entgegen.

Martin lobte Aischa kurz,

danach machten wir ein Rundgang

auf dem Hof, für mich war es eine

idyllische Ansicht. Raphael Balmer zeigte und

erklärte uns noch, welche schönen Anpflanzungen

sich auf dem Hof befinden. Danach besuchten

wir die einzelnen Ställe der Hasen, Kühe,

Hennen und Sauen. Das war für mich sehr

amüsant, einen Besuch im Hof Baldenwil

machen zu dürfen. Ich freue mich schon auf

einen nächsten möglichen Besuch. Für mich hat

die Stiftung Tosam besonders grosse Reputation

und Resonanz.

Die wohl korrekte Mischung von Sensibilität

und Struktur vom Personal an die Mitarbeiter/-innen,

Lernenden und Praktikant/-innen

empfinde ich als optimal. Ich freue mich auf

weitere schöne und lehrreiche Zeiten hier in der

Stiftung Tosam.

rosanGela de Marca, KaUffraU i.a. y


erfreUliche resUltate an

den lehrabschlUssPrüfUnGen

Gleich vier Lernende absolvierten

ihre Prüfungen dieses Jahr,

und alle mit Erfolg. Besonders hervorzuheben

sind die Leistungen von

Lena Graf, unsere Restaurationsangestellte

EBA, welche mit einer

Gesamtnote von 5,5 abschloss. Sie

erhielt vom kantonalen Berufsbildungsamt

eine besondere Auszeichnung.

Lena Graf überzeugte nicht nur an der

LAP, sondern auch während der Lehrzeit,

sowohl bei uns wie bei den externen Praktika

im Speiserestaurant Rüti, Herisau, und in der

Küche des psychiatrischen Zentrums, wo sie ab

August eine Zusatzlehre als Köchin starten

kann. Auch unser Logistikassistent EBA, Stefan

Häni, bestand mit einer guten Note von 5,1. In

den beiden Lehren der praktischen Ausbildung

Die Mitarbeiterinnen vom

Kinderladen waren am 30.6.2011 zu

ihrem Teamausflug eingeladen.

Nachdem wir uns um 8.15 Uhr

im Café vom WinWin-Markt getroffen

haben, hat uns Eva Schwerzmann

nach Flawil chauffiert, wo wir

in der Heilpädagogischen Schule zu

Gast waren. Dort wurden wir vom

Schulleiter Jack Jud empfangen. In einem interessanten

Film wurde uns die «Heilpädagogische

Vereinigung Gossau-Untertoggenburg-Wil» und

ihr Entstehen vorgestellt.

PAUL SiEGRiST

nach INSOS-Richtlinien (PrA) im

Detailhandel schlossen Natasa Zlatkovic

sowie Dominik Meierhofer

mit positivem Ergebnis ab.

Den ausgebildeten Lernenden

konnten wir unsere Anerkennung

in Form von individuellen Geschenken

zeigen. Auf ihrem beruflichen

und privaten Weg wünschen wir

ihnen viel Erfolg und Zufriedenheit.

An dieser Stelle sei den Anbietern der externen

Praktika herzlich gedankt, nämlich Frau

Seifried und ihrem Team im Restaurant Rüti,

Frau Schlumpf, Leiterin der Küche im Psychiatriezentrum,

der Post-Logistik, den Olma-Messen,

Marlis Nef von R&N-Transporte sowie Barbara

Balmer, WinVita, ohne sie wären solche

positiven Resultate undenkbar gewesen.

PaUl sieGrist, betriebsleiter y

erlebnisbericht voM teaMaUsflUG Kinderladen

Der anfängliche Name ‹Heilpädagogische Vereinigung Flawil und

Umgebung› erklärt sich aus der geografischen Lage. Flawil liegt im

Zentrum der beteiligten Gemeinden Degersheim, Gossau, Oberuzwil

und Uzwil. So wurden 1963 in Flawil die ersten beiden Klassen

eröffnet. Der erforderliche Neubau wurde ab 1965 geplant und

fünf Jahre später an der Unterstrasse 29 bezogen. Die weitere

Zunahme der Schülerzahlen und die Erweiterung des Einzugsgebietes

führten einerseits dazu, dass neue Räumlichkeiten in Flawil

gesucht werden mussten und andererseits 1986 zur Änderung des

Namens in ‹Heilpädagogische Vereinigung Gossau-Untertoggenburg-Wil›.

MARTiN STUCKi

Die HPS Flawil besuchen Schülerinnen

und Schüler, die durch

Entwicklungsverzögerungen den

Anforderungen der Volksschule

und der Kleinklassen nicht entsprechen.

Der externe Sonderschulbesuch

setzt voraus, dass die Kinder

sowohl psychisch wie auch

physisch in der Lage sind, den

Schulbustransport wie auch die Abwesenheit

von zu Hause ohne Gesundheitsschäden zu verkraften.

Das pädagogische Konzept der HPS

Flawil orientiert sich in der Begriffserklärung

zur Entwicklungsverzögerung nach dem Sonderschulkonzept.

Weiter haben wir erfahren, dass seit der

Gründung die Zahl der Schüler und Schülerinnen

stetig angewachsen ist und seit 1997 gar

sprunghaft angestiegen ist.

21


...fortsetZUnG

Die Gründe für die Zunahme waren, dass

man im Gegensatz zu früher heute die Bedeutung

der Früherfassung erkannt hat. Darum

wurden entsprechende Angebote entwickelt.

Der Ausbau des Heilpädagogischen Dienstes

hat für die HPS Flawil zur Konsequenz, dass

Kinder bereits im Vorschulalter in den heilpädagogischen

Kindergarten aufgenommen

werden können. Kinder und Jugendliche mit

einer Entwicklungsverzögerung bedürfen meist

einer verlängerten Förderungszeit. Die HPS Flawil

trägt dem Rechnung, indem sie den Schulbesuch

im Einverständnis mit dem Bundesamt

für Sozialversicherung (BSV) im Regelfall

bis zum 18. und im Ausnahmefall bis zum

20. Lebensjahr ermöglicht.

Die Veränderung der gesellschaftlichen

Normen, wie auch der Entscheid, auch Kindern

mit einer schweren Behinderung den Besuch

einer heilpädagogischen Tagesschule zu ermöglichen,

führte ebenfalls zu einer Erhöhung der

Schülerzahlen. Heute werden in Flawil 144 geistig-

und körperbehinderte Kinder in 20 gemischten

Klassen unterrichtet und in ihren Stärken

gefördert. Wobei sich der Unterricht sehr praxisnah

gestaltet.

Bei unserer anschliessenden Besichtigungsrunde

konnten wir das breite Spektrum erkennen.

So sind in der Schule eine Holz- und eine

Metallwerkstatt ebenso integriert, wie eine

Schulküche, eine Sporthalle und eine Kreativwerkstatt.

Auch haben die Kinder die Möglichkeit,

sich musikalisch zu verwirklichen.

Sehr eindrücklich sind auch die breiten

Möglichkeiten, die auch Kindern mit schweren

körperlichen Beeinträchtigungen geboten werden.

So sind Ergo- und Physiotherapie ebenso

Bestandteile der Schule wie Räume zur Wahrnehmungsförderung

und Entspannung. Sehr

eindrücklich ist auch die Tatsache, dass den

Kindern eine Ganztagesbetreuung mit Mittagstisch

und Hort sowie ein breit abgestütztes

Angebot an verschiedenen Spielgeräten geboten

werden.

22

In der gemeinsamen Diskussion hat Herr

Jud den Wunsch geäussert, dass mehr Betriebe,

wie die der Stiftung Tosam und auch solche in

der freien Wirtschaft, benachteiligten Jugendlichen

die Chance auf eine, wenn auch nur

praktische, Ausbildung ermöglichen würden. Er

sieht darin ein riesiges Potenzial im Arbeitsmarkt

und wünscht sich eine vermehrte Zusammenarbeit

in allen Bereichen.

Anschliessend an die Führung in der HPS

haben wir auf einem Einkaufsbesuch im Brockenhaus

Flawil vorbeigeschaut.

Bei dieser Gelegenheit haben wir uns auch

die Räumlichkeiten von buchplanet.ch angesehen.

Wir möchten uns auf diesem Weg für die

spontane Führung und die spannenden Erläuterungen

bei Sara Grob, Bereichsleiterin m.b.A.,

buchplanet.ch, und ihrem Team bedanken.

Mit einem gemeinsamen Mittagessen in

Gossau ist unser «Reisli» dann genüsslich ausgeklungen.

Martin stUcKi, arbeitsaGoGe i.a. y

eindrücke von der hPs flawil

Es ist erstaunlich zu sehen, wie die körperlich

und geistig benachteiligten Kinder teilweise

grosse Leistungen erbringen. Wir haben alle

einen sehr positiven Eindruck von dem Ausflug.

Es war sehr berührend zu sehen, wie die Kinder

trotz aller Schwierigkeiten im Leben fröhlich gespielt

haben. Wenn man so etwas sieht, holt es

einen auf den Boden der Tatsachen zurück und

relativiert viele Probleme, die man selber hat.

von Gioia, JasMina, andreia: lernende y


abschied von PaUl sieGrist,

betriebsleiter

Nach fast neun Jahren verlässt

uns Paul Siegrist. Er war seit

Eröffnung des WinWin-Marktes im

Dezember 2002 als Betriebs leiter

tätig. Damals war es noch ein kleiner

Betrieb. Gut 20 Mitarbeiter,

zwei Bereichsleiter/-innen und Paul

führten den WinWin-Markt. Schon

nach wenigen Monaten übernahmen

sie im Auftrag der Gemeinde Herisau die

Entsorgungsstelle. Im Laufe der Jahre wurde

der WinWin-Markt immer grösser. Der Lebensmittelladen

für Armutsbetroffene WinVita

eröffnete im Jahr 2005. 2008 mieteten wir im

«Hölzli» einen zusätzlichen Verkaufsraum von

800 m 2 .

Das Leitungsteam besteht unterdessen aus

drei Bereichsleiter/-innen, zwei Praktikant/-

innen und ein bis zwei Ausbildungspraktikanten.

Die Führungsverantwortung wurde stets

grösser.

All die Jahre war Paul mit sehr viel Herzblut

und Engagement im WinWin-Markt tätig. Er

war stets für alle «der Vater» des Betriebes.

Sowohl für die Mitarbeitenden, die Kunden

wie auch für das Personal hatte er Zeit und

immer ein offenes Ohr. Den Bereichsleiter/-

innen liess er den nötigen Handlungsspielraum,

ohne die Übersicht über die einzelnen Bereiche

zu verlieren.

SiLViA NiGG

Er leitete den Betrieb mit einer

sorgfältigen Balance zwischen Ökologie,

Ökonomie und Sozialem.

Paul, es tut weh, von dir

Abschied zu nehmen. Wir alle

haben dich in deiner ruhigen Art

sehr geschätzt. Du warst uns Vorbild,

Stütze und Freund. Wir werden

dich als Mensch sehr vermissen.

Trotzdem respektieren wir alle deinen

Entscheid und wünschen dir für die Zukunft

das Allerbeste.

daniel Minneci neuer betriebsleiter

Als neuen Betriebsleiter begrüssen wir Daniel

Minneci ganz herzlich. Durch seine vielseitige

Berufstätigkeit bringt er viel Erfahrung mit.

Daniel ist verheiratet und Vater von drei

Kindern.

Daniel, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit

mit dir und wünschen dir einen guten

Start im WinWin-Markt.

silvia niGG, bereichsleiterin y

23


Adressen und Öffnungszeiten

WinWin-Markt Herisau

Cilanderstrasse 17, 9100 Herisau,

Tel. 071 351 79 01, winwinmarkt@tosam.ch

www.winwinmarkt.ch

Läden: Cilanderstrasse und GIZ-Hölzli

Montag – Freitag 9.00 –12.00 Uhr

13.30 –18.00 Uhr

Samstag 9.00 –17.00 Uhr

Café Montag – Freitag 8.00 –18.00 Uhr

Samstag 8.00 –17.00 Uhr

Entsorgungsstelle / Recycling

Montag – Freitag 8.00 –12.00 Uhr

13.00 –18.00 Uhr

Samstag 8.00 –17.00 Uhr

Brockenhaus Degersheim

inkl. Cafeteria und easydrive

Taastrasse 11, 9113 Degersheim,

Tel. 071 371 29 57,

brockidegersheim@tosam.ch

www.brockidegersheim.ch

(Büro: Dienstag – Samstag)

Mittwoch – Freitag 14.00 –18.00 Uhr

Samstag 9.00 –16.00 Uhr

Brockenhaus Flawil

Waldau 1 / Habis-Center, 9230 Flawil,

Tel. 071 393 60 07, brockiflawil@tosam.ch,

www.brockiflawil.ch

(Büro: Dienstag–Samstag)

Mittwoch – Freitag 9.00 –12.00 Uhr

14.00 –18.00 Uhr

Samstag 9.00 –16.00 Uhr

Hof Baldenwil

Baldenwil 2599, 9112 Schachen b. Herisau,

Tel. 071 370 04 11, hofbaldenwil@tosam.ch

Buch WinWin Gossau

St.Gallerstrasse 12, 9200 Gossau,

Tel. 071 383 41 57, buchwinwin@tosam.ch,

www.buchwinwin.ch

Laden + Bistro:

Montag 13.30 –18.30 Uhr

Dienstag – Donnerstag 9.00 –12.00 Uhr

13.30 –18.30 Uhr

Freitag 9.00 –12.00 Uhr

13.30 –20.00 Uhr

Samstag 9.00 –16.00 Uhr

buchplanet.ch

Tel. 071 393 41 71,

info@buchplanet.ch

www.buchplanet.ch

Montag – Freitag 8.00 –12.00 Uhr

13.30 –18.00 Uhr

WinVita

Melonenstrasse 5, 9100 Herisau,

Tel. 071 352 45 27, winvita@tosam.ch

www.winvita.ch

Montag – Freitag 10.00 –18.00 Uhr

Samstag 9.00 –13.00 Uhr

easydrive Gossau

ein Entsorgungsfachmarkt des ZAB

Bahnhofareal Ost, 9200 Gossau,

Tel. 071 388 43 43,

easydrivegossau@tosam.ch

Dienstag 10.00 –16.00 Uhr

Mittwoch – Freitag 10.00 –18.00 Uhr

Samstag 9.00 –17.00 Uhr

Gartengruppe Herisau

St.Gallerstrasse 63a, 9100 Herisau,

Tel. 071 351 72 66, gartengruppe@tosam.ch

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