Kohlenstofffaserverstärkte thermoplastische ... - Ulaga Partner AG

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Kohlenstofffaserverstärkte thermoplastische ... - Ulaga Partner AG

Versuche am Träger PS: Vierpunkt-Biegeversuche

„rechts“ und „hinten“, wobei die Blickrichtung „vorne“ – „hinten“ in der Achse NNW –

SSO lag.

Lagerung und Krafteinleitung

Für die Versuche am Plattenstreifen PS wurden die Auflagerblöcke so fixiert, dass die

Spannweite zwischen den Auflagepunkten 2.1 m betrug. Die auf dem linken Block

(entsprechend Bild 14) liegende Stahlrolle wurde gehalten, während die Rolle rechts

horizontal verschieblich gelagert war. Mit zwei im Abstand von 0.48 m an einem Verteiljoch

montierten Rollenlagern wurde die Kraft eingeleitet. Beide dieser Lager erlaubten

horizontale Bewegungen des Prüfkörpers.

Mit Mörtelbetten wurde eine einwandfreie Krafteinleitung an diesen Kontaktorten

ermöglicht.

Messungen

Fest verdrahtete Messinstrumente

Für die kontinuierliche Erfassung der globalen Biegeverformung wurden die sechs in

Bild 15 dargestellten induktiven Wegaufnehmer (W3...W8) eingesetzt: W5 und W6 für

die Durchbiegungsmessung in Trägermitte und W3, W4, W7 und W8 für die Messung

der Durchbiegung bei den Krafteinleitungen.

Die eingesetzten Aufnehmer hatten einen Messbereich von ±50 bzw. ±100 mm. Der

maximal zu erwartende Fehler lag bei ±0.2% des Messwertes.

Mit Hilfe von Dehnmessstreifen wurde die Betonstauchung in der Mitte der Trägeroberseite

(DMS1) und die Dehnung in den Lamellenmitten (DMS2, DMS3) gemessen.

Die Messlänge von DMS1 betrug 150 mm, die von DMS2 und DMS3 je 50 mm. Der

Betrag des Messfehlers betrug (gemäss Herstellerangaben) maximal ±1% der Messlänge.

Die Pressenkraft konnte über den in der Pressenkammer herrschenden Öldruck bestimmt

werden. Die auf diese Weise bestimmte Kraft hatte (gemäss Kalibrierungsbericht)

im Bereich bis 200 kN eine maximale Abweichung zum Sollwert von 0.74%.

Die Registrierung aller von den fest verdrahteten Instrumenten stammenden Messwerte

erfolgte automatisch in Zeitintervallen von 5 Sekunden.

Manuelle Messungen

Für eine etwas detailliertere Erfassung der Biegeverformungen wurden Aluminiumbolzen

appliziert, die die 200 mm-Messstrecken D1...D27 markierten (Bild 15). Mit einem

Deformeter (Setzdehnungsmessgerät mit Auflösungsvermögen 1 µm) konnte die Längenänderung

dieser Strecken gemessen und die zugehörige mittlere Dehnung bestimmt

werden.

Damit eine z.B. temperaturbedingte Messgerätveränderung erfasst werden konnte,

wurde folgender Messablauf eingehalten: Eichmessung am Invarstab (Messstrecke D0),

Durchführung der eigentlichen Messung (Messstrecken D1...D27), Abschlussmessung

am Invarstab (D28); die Abweichung von dieser letzten Eichmessung (D28) zur ersten

Eichmessung (D0) wurde als systematischer Fehler interpretiert, der parallel zur Mess-

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