Kohlenstofffaserverstärkte thermoplastische ... - Ulaga Partner AG

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Kohlenstofffaserverstärkte thermoplastische ... - Ulaga Partner AG

insgesamt 10 Millionen Lastzyklen ausgesetzt, wobei während der zweiten Hälfte dieser

Ermüdungsphase eine Luftfeuchtigkeit von 95% herrschte. Danach wurde die Last statisch

erhöht, bis das Trägerversagen erreicht war. Der Versuch zeigte, dass die neue

thermoplastische Lamelle bezüglich der Ermüdungsempfindlichkeit ähnlich unsensibel

ist, wie die handelsüblichen CFK-Lamellen.

Die Versuche an den wirklichkeitsnahen Betonbauteilen haben gezeigt, dass die

thermoplastische Lamelle – eingesetzt als geklebte Bewehrung – sehr ähnlich wirkt, wie

das zu Vergleichszwecken beigezogene marktübliche Produkt. Die unterschiedliche

Steifigkeit führte erwartungsgemäss zu geringen Abweichungen im quantitativ erfassten

Versuchsverlauf.

Aufgrund dieser Resultate kann die thermoplastische Lamelle als gleichwertig zu den

gängigen Produkten eingestuft werden. Sie eignet sich also für die langfristige (oder

kurzfristige) Verstärkung von Betontragwerken unter statischer Last oder Wechsellast,

wobei bezüglich den klimatischen Bedingungen die gleichen Einschränkungen gelten

wie bei den duromeren Lamellen.

Neben der mechanischen Wirkungsweise wurde auch die für die Praxis wichtige

Handhabbarkeit untersucht. Hierbei konnten gewisse Schwächen bezüglich der Kriechneigung

der PA12-Matrix bei erhöhten Temperaturen sowie bezüglich der interlaminaren

Zugfestigkeit festgestellt und behoben werden. Aus den hierbei gemachten

Erkenntnissen folgt, dass ein Mindestmatrixgehalt eingehalten werden muss, damit

diese die Funktion der Faserfixierung erfüllen kann.

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