Kohlenstofffaserverstärkte thermoplastische ... - Ulaga Partner AG

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Kohlenstofffaserverstärkte thermoplastische ... - Ulaga Partner AG

Versuch am Träger ET: Ermüdung und statischer Bruchversuch

Überwachung der Feuchtigkeit und der Temperatur wurden „links“, in der Mitte und

„rechts“ am Träger je ein Haushaltshygrometer und ein -thermometer fixiert. Die

Messwerte wurden von Hand protokolliert.

Zusatzmessung: „Silverpaintmethode“

Wie bei Versuch PS4 wurde auch beim statischen Bruchversuch am Träger ET das Lamellenabschälen

mit der „Silverpaintmethode“ untersucht. Das Prinzip der Messmethode

ist in Kapitel dargestellt. Die Anordnung der Silverpaintstreifen ist in Bild 39

gegeben.

Versuchsvorbereitung und -ablauf

Versuchsvorbereitung

Nachdem der Beton des Trägers ausgehärtet war, wurde die Stegunterseite durch Stocken

für das Kleben vorbereitet. Danach folgte der Trägereinbau in die Prüfanlage, so

dass das Kleben der vier thermoplastischen Lamellen als Überkopfarbeit verrichtet

werden musste (in der Praxis übliche Ausführungsweise). Das Vorgehen entsprach ansonsten

den Ausführungen in Kapitel 3.2.2.

Vor Start der Ermüdungsphase:

Nachdem der Klebstoff ausgehärtet war, konnten die Messvorrichtungen angebracht

werden: die Aluminiumbolzen wurden geklebt und die mechanischen Messuhren positioniert

und justiert. Zwecks besserer Sichtbarkeit der Risse wurde schliesslich die Trägervorderseite

weiss gestrichen.

Nach 5 Millionen Lastzyklen (LZ):

Für die zweite Hälfte der Ermüdungsphase wurde der Träger in eine Plastikfolie gepackt.

An zwei Stellen wurde ein Befeuchter montiert, der Wasserdampf in das „Folienzelt“

hineinblies. Die „Talsohle“ des Folienzelts hatte ein konstantes Gefälle, so

dass Kondenswasser abgeleitet werden konnte.

Nach 10 Millionen Lastzyklen (LZ), vor dem statischen Bruchversuch:

Nach der zweiten Hälfte der Ermüdungsphase wurde das Folienzelt wieder entfernt und

der Träger für den statischen Bruchversuch vorbereitet. Hierbei wurden vor allem die

mechanischen Messuhren W1m und W2m durch die induktiven Wegaufnehmer W1i und

W2i ersetzt und die Messvorbereitungen für die Durchführung der „Silverpaintmethode“

getroffen (wie in Kapitel 3.2.2 dargestellt).

Für die Versuchsüberwachung wurde eine statische Berechung durchgeführt, die eine

Prognose des Biegeverhaltens lieferte.

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