[ Lettisch-deutsche Kunstbegegnung ] [ Fit für die Professur ...

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Die fast zwei Milliarden Euro werden in den nächsten

sechs Jahren (2006-2011) in drei Förderlinien

vergeben: projektbezogene Förderung von

bis zu 40 Graduiertenschulen zur Förderung des

wissenschaftlichen Nachwuchses (durchschnittlich

je eine Million Euro) und projektbezogene

Förderung von bis zu 30 Exzellenzclustern zur

Förderung der Spitzenforschung (durchschnittlich

je 6,5 Millionen Euro). Etwa zehn Zukunftskonzepte

zum projektbezogenen Ausbau der universitären

Spitzenforschung (durchschnittlich

21 Millionen Euro; Voraussetzung: die positive

Bewertung von jeweils mindestens einem Exzellenzcluster

und einer Graduiertenschule).

Vorgesehen sind zwei Ausschreibungsrunden:

Bewerbungsschluss der ersten Antragsrunde war

der 30. September 2005; die zweite Antragsrunde

wird im Frühjahr 2006 eröffnet. Der Förderzeitraum

beträgt jeweils fünf Jahre.

Hart und ausschließlich leistungsorientiert ist dieser

Wettbewerb: Antragsskizzen für insgesamt

157 Exzellenzcluster und 135 Graduiertenschulen

türmten sich nach Bewerbungsschluss der

ersten Runde trotz des engen Zeitplans bei der

DFG. Davon sind am 20. Januar 41 Anträge auf

Exzellenzcluster und 39 Anträge auf Graduiertenschulen

in die engere Wahl gekommen. Zu diesen

Antragsskizzen müssen die Universitäten kurz-

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Campus aktuell

Stichwort: Bundesexzellenzwettbewerb

Spitzenforschung an den Hochschulen

Es geht um insgesamt 1,9

Milliarden Euro zur Förderung von

Spitzenforschung an deutschen Universitäten:

Am 23. Juni 2005 haben

der damalige Bundeskanzler und die

Ministerpräsidenten der Länder die

„Exzellenzinitiative des Bundes und

der Länder zur Förderung von Wissenschaft

und Forschung an deutschen

Hochschulen“ beschlossen.

Anton Zeilinger ist Inhaber der

Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur

2006

Er gilt weltweit als Autorität auf den Gebieten

der Quantenphysik, Quantenkommunikation und

Quantenkryptographie: Professor Dr. Anton

Zeilinger ist Inhaber der Johannes Gutenberg-

Stiftungsprofessur der „Freunde der Universität

Mainz e.V.“ im Jahr 2006. In seiner Veranstaltungsreihe

wird der Wiener Experimentalphysiker

die faszinierende Welt der Quantenphysik vorstellen

und ihre revolutionären Auswirkungen auf

unser Weltbild erörtern. Unter der Leitfrage „Was

ist Wirklichkeit?“ wird er sich in seinen Vorlesungen

mit „Fundamentalen Fragen und technologischen

Entwicklungen im Quantenexperiment“

auseinandersetzen. „Wir freuen uns außerordentlich,

dass es uns gelungen ist, diesen Ausnahmewissenschaftler

für ein Semester nach

Mainz zu holen“, erklärt

Dr. Klaus Adam, Vorsitzender

der Vereinigung

der „Freunde der Universität

Mainz e.V.“, „seine

spektakulären Experimente

zur Teleportation,

besser bekannt auch als

‘Beamen’, haben ihn

schlagartig populär gemacht.

Anton Zeilinger

ist ähnlich wie Albert

Einstein ein ‘Popstar’ unter den Wissenschaftlern

und wird immer wieder als heißer Kandidat für

den Nobelpreis gehandelt.“

In seiner Vorlesungsreihe wird Anton Zeilinger

von den zentralen Aussagen der Quantenphysik

ausgehen. Sie stellen eine Provokation des „gesunden

Menschenverstandes“ dar. Die Quantenphysik

zwingt uns, vertraute Vorstellungen und

fristig ausführliche Anträge formulieren, die dann

nochmals begutachtet werden. Den endgültigen

Zuschlag in dieser ersten Auswahlrunde 2006

erhalten dann voraussichtlich circa 15 Exzellenzcluster

und 20 Graduiertenschulen. Wie viele

Zukunftskonzepte finanziert werden, ist noch

offen – wobei sich diese Zahl im niedrigen einstelligen

Bereich bewegen wird.

Zur Weiterentwicklung des Exzellenzprogramms

an der Johannes Gutenberg-Universität hat der

Senat eine Arbeitsgruppe aus dem Kreis der antragstellenden

Wissenschaftler benannt, die

unter Leitung des Vizepräsidenten für Forschung

gemeinsam mit dem Präsidenten die weitere Antragstellung

konstruktiv begleitet und koordiniert

sowie hierüber dem Senat berichtet.

Das Programm wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

im Zusammenwirken mit

dem Wissenschaftsrat durchgeführt. ■

Information: http://www.dfg.de

Faszinierende Welt der Quantenphysik

Denkgewohnheiten aufzugeben.

Sie eröffnet eine subatomare Welt,

in der eine Reihe von Gewissheiten

unserer Alltagserfahrung verabschiedet

werden müssen. In der

Quantenwelt versagen die uns so

selbstverständlichen Kategorien

wie Raum, Zeit und Kausalität.

Stattdessen gewinnt der Begriff

des Zufalls, noch mehr aber der

Begriff der Information, entscheidende

Bedeutung. Die Welt ist also

Zufall? Was ist und was bedeutet dann Wirklichkeit?

Offensichtlich stellt die Quantenphysik fundamentale

Fragen an unser wissenschaftliches

Weltbild. Zeilinger betont: „Das Weltbild steht

überhaupt nicht fest. Wir haben erst begonnen,

darüber nachzudenken.“ Dies mache es notwendig,

auf die philosophischen Konsequenzen der

neuen Erkenntnisse einzugehen und die Folgen

für unser Menschenbild zu reflektieren. ■

Foto: © Jacqueline Godany

[JOGU] 195/2006

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