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PRESSEMITTEILUNG

Zum Tag der Rückengesundheit am 15. März 2012

Muskel-Skelett-Erkrankungen häufigste Ursache für

Arbeitsunfähigkeit

Arbeitsmediziner geben Tipps für Rückenübungen am Arbeitsplatz

Karlsruhe, 6. März 2012. Muskel-Skelett-Erkrankungen sind die häufigste Ursache für

Arbeitsunfähigkeit in Deutschland. Dies bestätigt der aktuelle BKK Gesundheitsreport. Damit

setzt sich der Trend der letzten Jahre fort. Die BKK-Studie, die sich auf den Krankenstand

des Jahres 2010 bezieht, gibt an, dass 26,6 % der Arbeitsunfähigkeitstage eines

beschäftigen BKK-Pflichtmitglieds auf diese Erkrankungsform zurückzurückzuführen sind:

Ein Anstieg um 1,2 Prozentpunkte zum Vorjahr. Damit verzeichneten nur psychische

Störungen mit 1,3 Prozentpunkten einen höheren Anstieg. Ursächlich für Muskel-Skelett-

Erkrankungen sind sitzende Tätigkeiten, zu einseitige und damit für Verspannung sorgende

Körperhaltungen, Fehlbeanspruchungen im Rahmen stark körperbetonter Arbeiten sowie

Bewegungsmangel und Übergewicht. Aber auch durch Stress bedingte Verspannungen

haben einen entscheidenden Einfluss auf die Rückengesundheit.

Tag der Rückengesundheit 2012

Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) nimmt den diesjährigen Tag der

Rückengesundheit am 15. März zum Anlass, auf einfache, aber wirksame Möglichkeiten der

Prävention hinzuweisen. Denn bereits am Arbeitsplatz lassen sich Funktionsstörungen im

Skelett-Muskel-Bereich durch bewusstes Verhalten gezielt angehen. Gerade weil die

Betroffenen aber reagieren, statt vorsorglich zu agieren, avancieren Muskel-Skelett-

Erkrankungen zu einem Massenphänomen mit häufig chronischem Verlauf. Der VDBW wirbt

daher für innerbetriebliche Gesundheitsprogramme, die verhaltens- und verhältnisorientiere

Präventions-Komponenten effektiv miteinander verknüpfen. Wichtig ist eine gezielte

Aufklärungsarbeit, damit der einzelne Mitarbeiter sein Bewusstsein dafür schärft, wie er mit

seinem Verhalten einen Beitrag zur eigenen Gesundheit leistet. Daneben sollten die

Rahmenbedingungen in den Betrieben Präventionsmaßnahmen systematisieren.

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VDBW-Präsident Dr. Wolfgang Panter weist auf die Chancen individueller und systemischer

Präventionsformen hin: „Berufstätige sollten ihrem Rücken verstärkt Aufmerksamkeit

widmen, denn gerade sitzende Tätigkeiten, einseitige oder fehlerhafte Körperhaltungen

können eine Reihe gesundheitlicher Beeinträchtigungen hervorrufen. Dabei lässt sich durch

gezielte Prävention viel Schmerz und Schaden vermeiden.“ Wichtig sei außerdem, dem

Rücken nicht erst Aufmerksamkeit zu schenken, wenn er bereits schmerzt: „Regelmäßige

Bewegung ist die beste Prävention. Der richtige Sport stärkt die Rücken- und

Bauchmuskulatur und wirkt damit als gesundes Korrektiv“, weiß Dr. Panter, der selbst auch

Sportmediziner ist.

Der Arbeitsmediziner als „Gesundheitscoach“ im Unternehmen

Als Gesundheitscoach im Unternehmen kann der Betriebsarzt wertvolle Tipps geben und

dazu beitragen, körperliche Fehlbelastungen aufzudecken und Haltungsschäden gezielt

vorzubeugen. Gerade sehr einfache Übungen und Spielregeln haben oft einen dauerhaft

positiven Effekt. „Bei akuten Beschwerden empfiehlt sich aber immer zunächst der Gang

zum Betriebsarzt“, rät der Verbands-Präsident.

Zeichen: ca. 3.000

Anlage 1: 5 Tipps für Rückenübungen am Arbeitsplatz

Anlage 2: Piktogramme

VDBW

Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) ist der Berufsverband deutscher Arbeitsmediziner und

der größte arbeitsmedizinische Fachverband Europas. Er vertritt seit 61 Jahren die Interessen seiner rund 3.000

Mitglieder, die aus internationalen Großunternehmen, Verwaltungen, Betriebsarztzentren oder aus der

freiberuflichen eigenen Praxis stammen. Zu den Aufgaben des VDBW gehören die Förderung der Qualität

arbeitsmedizinischer Betreuung, die Integration des präventiven Fachgebietes Arbeitsmedizin in das medizinische

Versorgungssystem und die Unterstützung von Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention in den

Betrieben. Der VDBW unterstützt gemeinsam mit anderen maßgeblichen Fachdisziplinen und Institutionen die

Gewinnung und Auswertung neuster arbeitsmedizinischer Erkenntnisse sowie deren Weitergabe in die Praxis und

wirkt an der Gestaltung arbeitsmedizinischer Programme mit. Die Zentrale des VDBW ist in Karlsruhe.

www.vdbw.de

Verbandskontakt: Pressekontakt:

Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. DauthKaun Public Relations

Hauptgeschäftsführer Jochen Protzer Gabriele Zapfe

Friedrich-Eberle-Str. 4a Monbijouplatz 5

76227 Karlsruhe 10178 Berlin

T: 0721 933 8181 T: 030 240 47 86 31

F: 0721 933 8186 F: 030 240 47 86 10

Mail: jochen.protzer@vdbw.de Mail: gabriele.zapfe@dauthkaun.de

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