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3/2011 - GdF Gewerkschaft der Flugsicherung eV

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der fl ugleiter 2011/03 Editorial 4 Communique Frankfurt, 25 th May 2011 Operation FABEC headed nowhere… as predicted. Performance and institutional questions are linked. It is impossible to drive one without addressing the other. In the absence of any institutional roadmap, of any fi nal objective related to service provision, FABEC is headed for complete standstill, despite all the good will and the technical justifi - cations of operational projects. A more effi cient airspace design is possible and can be found. However, it can only be implemented if the institutional setup makes it possible. The so-called DOVER project is, sadly, just about to prove us right. Despite positive feedbacks from experts and despite the technical and operational positive elements it entails, it will most probably not become a reality because it could lead to transferring major traffi c fl ows from one provider to another. Which must, in the present FABEC competitive context, simply be unacceptable for any provider or stakeholder. States must realise that they put their ANSP and staff in an impossible situation: sound and valid solutions are established, only to be left away, because any further airspace- or service- delegation is not acceptable in the present context. With a MOSAIC single provider, that issue would be solved instantly, as the question of income linked to traffi c fl ows would not interfere. Operational solutions (such as the DOVER workgroup proposals) could be implemented as and when needed. MARC members are still waiting to start their participation to Social Dialogue at FABEC level. We have accepted the proposed Terms of Reference for the FABEC Social Dialogue Committee, established on the principles of the works councils, as recommended by the European Commission. MARC represent the vast majority of operational staff employed by the seven providers of the six FABEC states. Its membership comprises operational staff controllers, technicians and engineers.

Von Michael Schäfer, Gewerkschaftsvorsitzender Liebe Mitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen geneigte Leser! Nach dem Willen der EU steht die europäische Flugsicherung vor entscheidenden Veränderungen. Die verschiedenen FAB-Initiativen sollen durch grenzüberschreitende Maßnahmen, in erster Linie durch Defragmentierung, zu einem besseren Zusammenwirken der Flugsicherungsorganisationen und letztendlich zum Vorteil der Kunden führen. Diese Entwicklung ist nicht neu und sehr wohl im Sinne der gewollten europäischen Ausrichtung. Allerdings sind die bisherigen Initiativen diesbezüglich daran gescheitert, dass man einer geschürten Erwartungshaltung durch unrealisierbare Vorstellungen nicht gerecht werden konnte. Aber Fehler sind auf dieser Ebene offensichtlich da, damit man sie wiederholen kann. Am Beispiel des FABEC lässt sich deutlich belegen, dass auch diese EU-Initiative unweigerlich zum Scheitern verurteilt ist, sofern sich die Vorzeichen nicht deutlich verändern. Im FABEC wurde trotz jahrelanger Bemühungen nichts essentielles zur Verbesserung der Flugsicherungssituation erreicht. Entscheidende Schritte scheitern immer wieder an der unterschiedlichen deutschen und französischen Einstellung zur institutionellen Entwicklung des FABEC. Ähnlich unbefriedigend gestaltet sich die Situation bei den meisten der anderen FAB-Initiativen. Nun versucht die EU den Druck auf die einzelnen Flugsicherungsanbieter und Staaten durch die so genannte Regulierung zu erhöhen. Die EU hat Zielvorgaben an die ANSP für eine erste Regulierungsphase bezüglich Kapazität, Umwelt und Kosteneffi zienz verabschiedet. Allesamt fern jeder Realität und in der realen Flugsicherungswelt nicht erreichbar. So kann und wird Europa nicht funktionieren. Die EU hat die Zeichen an der Wand nicht erkannt. Sie verkennt die antieuropäische Entwicklung, die sich zum einen an den Wahlerfolgen der Europagegner in einzelnen Staaten und zum anderen am wachsenden Widerstand der Bevölkerung ausmachen lässt. Was sind die Konsequenzen einer solch realitätsfernen Politik und wer soll sie tragen? Natürlich nicht die EU, denn die Vorgaben sollen durch die einzelnen Flugsicherungsanbieter und Staaten umgesetzt werden, um u. a. die neu geweckte Erwartungshaltung der Kunden zu befriedigen. In dieser Situation entpuppen sich die Deutschen, namentlich die DFS, wieder einmal als die besten Europäer. Denn hierzulande ist man wohl der Auffassung, dass die Lasten der EU Regulierung hauptsächlich von den DFS Mitarbeitern zu tragen sind. Letztendlich rührt der augenblickliche Tarifkonfl ikt auch aus dieser Situation. Solange aber, ungeachtet der Editorial realistischen Umsetzungsmöglichkeiten der EU-Vorgaben, diese für den Begründungshaushalt der DFS-Tarifvorstellungen herangezogen werden, sind Ergebnisse nicht absehbar. Die offensichtliche Vasallen-Mentalität der DFS, nicht nur bezogen auf die realitätsfernen EU-Vorgaben, sondern auch bezogen auf den mindestens ebenso realitätsfernen Versuch diese auf den Rücken der Mitarbeiter/-innen umzusetzen, lassen nur den Schluss zu, dass eine konstruktive und einvernehmliche Lösung von Seiten der DFS nicht angestrebt wird. Das von der Arbeitergeberseite unterbreitete Vergütungsangebot wurde von der GdF zurückgewiesen, weil es den von der Tarifkommission der GdF aufgestellten Forderungen weder im Volumen noch hinsichtlich der Laufzeit – sage und schreibe 53 Monate! – auch nur ansatzweise entsprach. Auch das Ansinnen der DFS die selbst zu verantwortenden Kapazitätsengpässe auf dem Rücken der Mitarbeiter/-innen auszugleichen, hat die GdF nachdrücklich zurückgewiesen. Um z. B. mehr Kapazität anbieten zu können, werden in der Regel mehr Lotsen benötigt. Dies erhöht naturgemäß die Kosten. Umgekehrt bedeuten weniger Lotsen wiederum weniger Kapazität. Die EU-Vorgabe nach mehr Kapazität und gleichzeitig nach mehr Kosteneffi - zienz ist ohne technische Innovation niemals umsetzbar. Gleichzeitig die Kapazität zu erhöhen und die Kosten zu senken, bedeutet die Quadratur des Kreises und ist nicht möglich. Dies sollte auch dem Tarif- und Sozialpartner der GdF, nämlich der DFS, aber auch dem Gesellschafter bewusst sein, der letztendlich mögliche Verluste tragen müsste. Solange die EU ihre Vorgaben nicht der Realität anpasst, sind die national Verantwortlichen aufgefordert realitätsnah ihre Entscheidungen zu treffen und innerhalb der EU auf Veränderungen zu drängen. Michael Schäfer Bundesvorsitzender der fl ugleiter 2011/03 EDITORIAL 5

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