Südosteuropa-Chartbook mit Kommentar (08/2008) - Volksbank AG

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Südosteuropa-Chartbook mit Kommentar (08/2008) - Volksbank AG

Südosteuropa-Chartbook mit Kommentar (08/2008)

albanien.bosnienundherzegowina.bulgarien.kroatien.

mazedonien.montenegro.rumänien.serbien.


Inhaltsverzeichnis

Kommentar............................................................................................................................................. 3

Komparative Risikoeinschätzung........................................................................................................ 5

Attraktivität......................................................................................................................................... 5

Wirtschaftliche Stabilität................................................................................................................... 5

Politische Stabilität ........................................................................................................................... 6

Bonität ................................................................................................................................................ 6

SEE im globalen Vergleich ................................................................................................................... 8

Wachstum und Wohlstand ................................................................................................................... 8

Inflation................................................................................................................................................... 9

Arbeitsmarkt .......................................................................................................................................... 9

Staatsfinanzen ..................................................................................................................................... 10

Sparen und Investitionen.................................................................................................................... 10

Außenwirtschaft .................................................................................................................................. 10

Externe Verwundbarkeit ................................................................................................................. 10

Außenhandel nach Produktgruppe ............................................................................................... 11

Außenhandel nach Handelspartner............................................................................................... 14

Geldpolitik und Währung.................................................................................................................... 17

Wechselkursregime und Geldpolitik ............................................................................................. 17

Wechselkurse .................................................................................................................................. 17

Kreditwachstum und Euroisierung.................................................................................................... 19

Rahmenbedingungen.......................................................................................................................... 19

Politik .................................................................................................................................................... 21

EU-Beitrittsperspektive................................................................................................................... 21

Bevölkerungsgruppen .................................................................................................................... 22

Ratings.................................................................................................................................................. 22

2


Kommentar

Zwar erscheint die Region Südosteuropa (SEE) 1 im globalen Vergleich wirtschaftlich relativ

unbedeutend, das Wachstumspotential ist allerdings enorm. 2007 betrug der Anteil Südosteuropas

am Welt-BIP 0,6%, während die Bevölkerung 0,8% der Weltbevölkerung ausmachte. Die CEE5 2 und

die CIS-Region haben wirtschaftlich und bevölkerungsmäßig ein höheres Gewicht. Alle SEE-Länder

weisen ein niedrigeres Wohlstandsniveau (gemessen am BIP pro Kopf) als der Durchschnitt der

NMS-10 auf, wobei Kroatien dieser Vergleichsgröße bereits sehr nahe kommt. Albanien, Bosnien und

Mazedonien sind die ärmsten Länder der Region und erreichen nicht einmal ein Drittel des

Wohlstands Sloweniens. Die Unterentwicklung Albaniens geht auch aus dem besonders hohen Anteil

der Landwirtschaft am BIP und bei den Beschäftigten hervor. Auch in Mazedonien, Rumänien und

Serbien ist noch ein beachtlicher Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt.

Das niedrige BIP pro Kopf in SEE lässt auf hohes Wachstumspotential schließen. In den letzten

Jahren beschleunigte sich das Wachstum deutlich. Von 2002-2004 lag das Durchschnittswachstum

bei 4,7% J/J in den drei Folgejahren bei 5,9% J/J. Auch zu Beginn des Jahres 2008 wiesen die

meisten Länder ein hohes Wachstum auf. In manchen Ländern (z.B.: Rumänien, Bulgarien und

Serbien) deutet das starke Wachstum auf Überhitzungsgefahren hin. Da sich die internationalen

Rahmenbedingungen ausgehend von der US-Subprime-Krise und dem hohen Ölpreis aber

verschlechtert haben, sollte sich die Konjunktur im Laufe des Jahres 2008 und auch 2009 etwas

abschwächen. Die internationalen Finanzmarktturbulenzen könnten sich insbesondere über

rückläufige Kapitalzuströme negativ auf Investitionen und den teils kreditfinanzierten Konsum

auswirken. Da westeuropäische Länder wichtige Handelspartner der Region sind, wird sich die

globale Abschwächung auch über den Handelskanal auf Südosteuropa übertragen.

Bis 2007 konnten die meisten SEE-Länder die Inflation auf akzeptablem Niveau halten, während es

Serbien und Rumänien sogar gelang die Inflation von hohem Niveau zu reduzieren. Der hohe Ölpreis

stellt nun nach dem Lebensmittelpreisschock 2007 eine zusätzliche Belastung für die Inflation dar.

Die meisten SEE-Länder waren aufgrund einer Dürre im Sommer 2007 besonders stark vom

weltweiten Anstieg der Lebensmittelpreise betroffen. In Bulgarien wies diese Komponente im

September 2007 eine jährliche Wachstumsrate von 25 % auf. Durch die höhere Gewichtung in den

Verbraucherpreisindizes schlug sich der Lebensmittelpreisanstieg auch deutlicher als in der Eurozone

in der Inflation insgesamt nieder. Beginnend mit den Monaten August/September 2008 sollte bei

besserer Ernte und stabilisierenden oder rückläufigen Ölpreisen ein Rückgang der Inflation

beobachtbar sein,

Bei der Arbeitslosigkeit zeigen sich im regionalen Vergleich deutliche Unterschiede. Während die

EU-Mitgliedsländer Rumänien und Bulgarien die Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren von bereits

relativ niedrigem Niveau weiter reduzieren konnten, ist diese in Bosnien, Serbien und Mazedonien auf

viel zu hohem Niveau. Bei den Bruttolöhnen liegen die Tourismusländer Kroatien und Montenegro an

vorderster Front, wobei der Abstand zwischen Kroatien und Montenegro bereits beträchtlich ist. Die

niedrigsten Löhne werden in Albanien und Bulgarien gezahlt. Mit Ausnahme von Kroatien ist das

Lohnniveau in SEE insgesamt deutlich niedriger als in CEE5, was die Standortattraktivität

Südosteuropas unterstreicht.

Insgesamt weist die Region relativ solide Staatsfinanzen auf, wenn auch in manchen Ländern (z.B.:

Rumänien) die Fiskalpolitik gelockert wurde. Die Staatsverschuldung sowie die Budgetdefizite in den

letzten Jahren sind nur in Albanien im Verhältnis zum Entwicklungsstand bedenklich hoch.

Mazedonien und Kroatien hatten in den vergangenen Jahren ebenfalls ein merkliches Budgetdefizit

und eine höhere Staatsverschuldung als der Rest der Länder. Rumänien weist die niedrigste

Staatsverschuldung auf und Bulgarien erzielte in den letzten Jahren durchgehend

Budgetüberschüsse. Von den Staatsfinanzen geht kaum Gefahr für die wirtschaftliche

1

Die Region Südosteuropa (SEE) umfasst in dieser Analyse die Länder Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien,

Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Rumänien und Serbien.

2 Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn.

3


Weiterentwicklung der Region aus, wenn auch angesichts von Überhitzungserscheinungen

mehrerer Länder fiskalpolitische Straffungen (z.B.: in Rumänien und Serbien) wünschenswert wären.

Die gute wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre spiegelt sich auch in höheren

Investitionsquoten wider. Mit Ausnahme von Mazedonien wiesen alle betrachteten Länder 2007 eine

höhere Investitionsquote als im Jahr 2000 auf. In Bulgarien und Rumänien stieg die Investitionsquote

am deutlichsten, was mit dem EU-Beitritt im Zusammenhang steht. Im Gegensatz zu den

Investitionsquoten sind die Sparquoten generell auf niedrigem Niveau und nahmen in den letzten

Jahren großteils ab. Bosnien und Mazedonien weisen sogar negative Sparquoten auf. Der Rückgang

der Sparquoten ist mit dem Konsumboom zu erklären. Eine Folge der vorherrschenden Diskrepanz

zwischen Spar- und Investitionsquote ist, dass die Länder auf Kapitalzuflüsse aus dem Ausland

(externes Sparen) angewiesen sind.

Während die Staatsfinanzen hinsichtlich der wirtschaftlichen Stabilität nicht bedenklich sind, stellen die

außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte ein beträchtliches Risiko dar. Mit Ausnahme von

Mazedonien weisen alle der betrachteten Länder sehr hohe Leistungsbilanzdefizite auf. Das

Spektrum reicht von 44% im Kleinstaat Montenegro, 21,5% in Bulgarien, 17,1% in Serbien, 14,5% in

Rumänien bis 8,6% in Kroatien.

Leistungsbilanzdefizite sind zwar nicht ungewöhnlich im Konvergenzprozess zentral- und

osteuropäischer Länder, vor allem im Verhältnis zum raschen Aufholprozess, den die

südosteuropäischen Volkswirtschaften hinter sich haben, deren Ausmaß (vor allem in Montenegro,

Bulgarien, Serbien und Rumänien) ist aber bedenklich. Stellt man die durchschnittlichen BIP-pro-Kopf-

Wachstumsraten (2002-2007) dem Leistungsbilanzdefizit gegenüber, zeigt sich, dass ein schnelleres

Wachstum mit höheren Leistungsbilanzdefiziten verbunden ist. Die Leistungsbilanzdefizite reflektieren

somit zum Teil den Konvergenzprozess. Die baltischen Länder weisen zwar in etwa gleich hohe

Leistungsbilanzdefizite auf, wuchsen allerdings noch schneller als die SEE-Länder. Die Slowakei hatte

ein etwa gleich hohes Wachstum wie die SEE-Länder, hatte 2007 jedoch ein deutlich niedrigeres

Leistungsbilanzdefizit.

Die hohen Leistungsbilanzdefizite sind mit der Abhängigkeit von ausländischen Kapitalzuflüssen

verbunden. 2007 waren die Leistungsbilanzdefizite nur in Bulgarien und Bosnien durch ausländische

Direktinvestitionen gedeckt, welche die stabilste ausländische Finanzierungsquelle darstellen. Ein

Rückgang der Kapitalzuflüsse könnte etwa eine Konsequenz eines sinkenden Investorenvertrauens in

die wirtschaftliche Entwicklung von Schwellenländern (oder der SEE-Region) oder durch eine

Verschärfung der weltweiten Kreditkonditionen sein. 3 Im schlimmsten Fall kann es bei derart hohen

Leistungsbilanzdefiziten zu einem „sudden drop“ – also einem plötzlichen Rückgang der

Kapitalzuflüsse – kommen. Die Folge wäre eine destabilisierende Abwertung und eine

Wirtschaftskrise. Unter Berücksichtigung der Höhe des Leistungsbilanzdefizits, der

Auslandsverschuldung und dem Anteil der kurzfristigen Auslandsverschuldung erscheinen Bulgarien,

Serbien und Rumänien am anfälligsten für ein derartiges worst-case Szenario. Unser Basisszenario ist

allerdings ein „soft landing“ in dem die externen Ungleichgewichte schrittweise, mit einer leichten

Wachstumsabschwächung einhergehend reduziert werden. Im Idealfall resultieren die Investitionen

der vergangenen Jahre in höheren Produktions- bzw. Exportkapazitäten und ermöglichen mittelfristig

den Abbau der externen Ungleichgewichte.

Risikomildernde Faktoren der Region sind relativ solide Staatsfinanzen sowie die EU-Mitgliedschaft

bzw. die EU-Mitgliedschaftsperspektive, die sich positiv auf das Vertrauen internationaler Investoren

auswirkt. Auch die Tatsache, dass der Bankensektor weitgehend in ausländischer Hand ist kann

positiv interpretiert werden, da die ausländischen Mutterbanken eine langfristige Strategie verfolgen.

Da die einzelnen Länder jedoch Kapital von denselben Kapitalgebern erhalten (vor allem Banken in

Italien, Österreich und Frankreich), besteht Ansteckungsgefahr, sollte ein Land tatsächlich in eine

Zahlungsbilanzkrise schlittern. Die Banken könnten es im Fall einer Krise im Land A als notwendig

erachten, den Kapitalzufluss in Land B zu reduzieren bzw. zu stoppen.

3

OeNB, Finanzmarktstabilitätsbericht 15. Die Auswirkungen der aktuellen globalen Finanzmarktturbulenzen auf Zentral-, Ost-,

und Südosteuropa – eine erste Einschätzung.

4


Das Engagement ausländischer Banken in SEE ging mit der Modernisierung des Finanzsektors

einher. Von einer niedrigen Basis ausgehend verzeichneten die SEE-Länder in den letzten Jahren ein

hohes Kreditwachstum. 2007 beschleunigte sich das Kreditwachstum sogar noch in den meisten

Ländern. In Montenegro erreichte das Kreditwachstum beinahe 180% J/J, in Rumänien, Bulgarien und

Mazedonien zwischen 60% und 75% J/J. Ein Charakteristikum der SEE-Länder ist ein hoher

Euroisierungsgrad auf der Kredit- und Einlagenseite (bis zu 70% bei Krediten). In den meisten

Ländern ist die Euroisierung auf der Kreditseite stärker ausgeprägt. Das schnelle Kreditwachstum birgt

in Kombination mit dem hohen Euroisierungsgrad Risiken für die Stabilität des Finanzsektors. Eine

destabilisierende Abwertung würde die Schuldendienstkapazität vor allem der Haushalte schwächen.

Die im Zuge der globalen Finanzmarktkrise gestiegenen Refinanzierungskosten für ausländische

Mutterbanken sollten das Tempo des Kreditwachstums allerdings reduzieren.

Eine wichtige wirtschaftliche Rolle in SEE spielen Gastarbeiterüberweisungen aus dem Ausland, die

eine bedeutende und relativ stabile Einnahmequelle darstellen und von makroökonomischer

Bedeutung sind. Nach Bosnien fließen etwa ungefähr 17% des BIP in dieser Form ins Land. In

Albanien ist das Ausmaß ähnlich hoch. Im wirtschaftlich besser entwickelten Kroatien sind die

Gastarbeiterüberweisungen mit 3% des BIP deutlich geringer.

Komparative Risikoeinschätzung

Attraktivität

Der hohe Aufholbedarf Südosteuropas, der sich im niedrigen BIP pro Kopf widerspiegelt, sollte

weiterhin ein reges Wirtschaftswachstum begünstigen. Durch das niedrige Lohnniveau (mit

Ausnahme Kroatiens) und die geringen Unternehmenssteuern ist die Standortattraktivität der SEE-

Länder hoch. Die gestiegenen Investitionsquoten und Zuströme von ausländischem Kapital

signalisieren, dass das Interesse ausländischer Investoren beträchtlich ist. Das Umfeld für Investoren

hat sich durch den EU-Beitritt in Bulgarien und Rumänien verbessert und wird sich auch am

Westbalkan durch die EU-Annäherung positiv entwickeln. Die EU-Beitrittsperspektive hat sich

kürzlich für BiH (Unterzeichnung des SAA) und Serbien (pro-europäische Regierung, Verhaftung von

Karadzic) verbessert. Als nächstes Land dürfte Kroatien der EU beitreten (voraussichtlich 2011). Der

zu erwartende Schub im regionalen Handel (CEFTA) ist ebenfalls positiv zu erwähnen. Aus

österreichischer Sicht sind die geographische Nähe und die Präsenz heimischer Banken, die Stabilität

des Finanzsektors mit sich bringt, weitere Pluspunkte. Aufgrund des bereits vollzogenen EU-Beitritts

und geringeren politischen Unsicherheiten schätzen wir Rumänien und Bulgarien etwas attraktiver ein

als die anderen Balkanländer. Albanien bildet aufgrund der wirtschaftlichen Rückständigkeit (hoher

Anteil der Landwirtschaft am BIP), der schlechten Diversifizierung der Wirtschaft und der starken

Abhängigkeit vom Handelspartner Italien das Schlusslicht hinsichtlich der wirtschaftlichen Attraktivität.

Wirtschaftliche Stabilität

Mit Ausnahme von Mazedonien weisen alle SEE-Länder hohe externe Ungleichgewichte auf,

welche die wirtschaftliche Stabilität gefährden, da die Länder von ausländischen Kapitalgebern

abhängig sind. Insgesamt ist die wirtschaftliche Stabilität in SEE niedriger einzuschätzen als in CEE5

(mit Ausnahme Ungarns) oder Russland. Die Leistungsbilanzdefizite sind in Montenegro, Bulgarien,

Rumänien, Serbien, Bosnien und Albanien besorgniserregend hoch. Bulgarien weist zudem eine hohe

Auslandsverschuldung auf. In Kroatien, wo das Leistungsbilanzdefizit etwas niedriger ausfällt, ist die

Auslandsverschuldung ebenfalls sehr hoch. Allerdings ist in Kroatien der Anteil der kurzfristigen

Verschuldung gering und die Devisenreserven übersteigen die kurzfristige Verschuldung um das

doppelte, weshalb wir die wirtschaftliche Stabilität Kroatiens höher einschätzen. Albanien weist im

Gegensatz zu den anderen Ländern eine deutliche Staatsverschuldung auf, die sich negativ auf die

wirtschaftliche Stabilität auswirkt. Die Euroisierung, die in allen Ländern vorherrscht, könnte sich im

Fall einer substantiellen Abwertung negativ auf die Stabilität der Finanzsektoren auswirken. Derzeit

besteht in den meisten SEE-Länder Überhitzungsgefahr.

5


Politische Stabilität

Das politische Umfeld fast aller hier behandelten Länder ist durch relativ große ethnische Minderheiten

gekennzeichnet. In Rumänien, Bulgarien sowie in Kroatien beurteilen wir die politische Stabilität

aufgrund der EU-Mitgliedschaft bzw. der guten Aussichten auf eine solche am besten. Auch

Montenegro, das 2006 unabhängig von Serbien wurde und wo die Regierung danach wiedergewählt

wurde, bewerten wir besser als die restlichen Länder. Die EU-Perspektive ist auch für die anderen

Länder intakt und hat sich in BiH (Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen) und Serbien (proeuropäische

Regierung, Verhaftung von Karadzic) jüngst sogar verbessert.

Ein wesentlicher Schwachpunkt des politischen Systems und der Bürokratie Albaniens ist die

Korruption, was sich im schlechten Abschneiden beim Corruption Perception Index zeigt. Politische

Spannungen gab es zuletzt im Sommer 2007, als es für die Wahl des Präsidenten 4 Runden im

Parlament brauchte. Die Perspektive des NATO-Beitritts begünstigte die Zusammenarbeit bei der

Justizreform, da dieser sowohl von Regierung als auch Opposition angestrebt wird.

Die politische Stabilität schätzen wir in BiH, Serbien und Mazedonien am geringsten ein. In BiH

erschwert die Aufteilung in zwei Entitäten entlang der ethnischen Linien und einem darüber

stehenden fragilen Zentralstaat oft das Vorankommen bei politischen Reformen. Dies zeigte sich etwa

bei der für das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU notwendigen Polizeireform,

wo sich die politischen Lager erst nach langen Auseinandersetzungen zu einer Entscheidung

durchringen konnten.

Trotz der positiven Entwicklungen der letzten Zeit (pro-europäische Regierung, Verhaftung von

Karadzic) erscheint es zu früh die politische Stabilität Serbiens als nachhaltig verbessert zu

erachten. Es bleibt etwa abzuwarten wie sich die neue Regierung gegenüber dem Kosovo verhält,

der sich im Februar unabhängig erklärt hat und, ob das nationalistische Lager eventuell bei den

nächsten Wahlen wieder gestärkt wird. Streitigkeiten zwischen den beiden Regierungsparteien über

den Umgang mit dem Kosovo und denjenigen Staaten, die den Kosovo anerkennen, führten heuer zu

Neuwahlen. Positiv ist aber jedenfalls, dass die neue Regierung eine Selbstisolierung Serbiens soweit

abwenden konnte und die EU-Orientierung mit der von der EU geforderten Festnahme Karadzics

untermauern konnte.

In Mazedoniens politischer Landschaft spielt die albanische Minderheit (ca. 25% der Bevölkerung)

eine wichtige Rolle. Zwar wird dieser Bevölkerungsgruppe Autonomie zugestanden, dennoch kommt

es aufgrund der sozialen Unzufriedenheit und wirtschaftlicher Probleme immer wieder zu

Auseinandersetzungen.

Bonität

In Südosteuropa liegen nur die beiden EU-Mitgliedsländer Bulgarien und Rumänien sowie das

gemessen am BIP pro Kopf reichste Land Kroatien bei allen drei wichtigen Ratingagenturen im

Investmentgrade-Bereich. Die schlechtesten Ratings haben BiH (Moody’s: B2) und Albanien

(Moody’s: Ba1). Generell war in den letzen Jahren ein Aufwärtstrend bei den Ratings zu beobachten,

der in Rumänien und Bulgarien am stärksten ausgeprägt war. So lag das Rating Rumäniens im Jahr

2000 noch auf dem heutigen Niveau Albaniens und wurde von Fitch innerhalb von 7 Jahren um 7

Stufen („notches“) erhöht. Ähnliches gilt für das Nachbarland Bulgarien. Allerdings kam es in letzter

Zeit in diesen beiden Ländern zu Herabstufungen des Ausblicks. Fitch hat etwa im Jänner 2008 die

Ausblicke für Bulgarien und Rumänien (sowie für Estland und Lettland) aufgrund der hohen

Leistungsbilanzdefizite von stabil auf negativ herabgestuft. Externe Ungleichgewichte waren auch

ausschlaggebend für die Revidierung des Ausblicks für Montenegro, ebenfalls von stabil auf negativ

(S&P). Der Hauptgrund für die Revidierung des Ausblicks für Serbien von stabil auf negativ lag in den

politischen Turbulenzen.

6


Sovereign Debt Ratings, Foreign Currency Long Term

Albania Ba1 stable n.a. - n.a. -

BiH B2 stable n.a. - n.a. -

Bulgaria Baa3 positive BBB+ stable BBB negative

Croatia Baa3 positive BBB stable BBB- stable

Macedonia n.a. - BBB- stable BB+ positive

Montenegro Baa1 stable BB+ negative n.a. -

Romania Baa3 stable BBB- negative BBB negative

Serbia n.a. - BB- negative BB- stable

investment grade

non investment grade

Rahmenbedingungen

Moody's S&P FitchIBCA

Fitch Moody's S&P OECD

Transformation

Schulnoten

AAA Aaa AAA 1 1

AA+ AA AA- Aa1, Aa2, Aa3 AA+ AA AA- 2 2 (+/- 0,25)

A+ A A- A1, A2, A3 A+ A A- 3 3 (+/- 0,25)

BBB+ BBB BBB- Baa1, Baa2, Baa3 BBB+ BBB BBB- 4 4 (+/- 0,25)

BB+, BB, BB- Ba1, Ba2, Ba3 BB+, BB, BB- 5 4,5

B+, B, B- B1, B2, B3 B+, B, B- 6 5

CCC Caa1, Caa2, Caa3 CCC 6 6

CC Ca CC 6 6

C C C 6 6

CI, D CI, D 6, 7 6

Bei den Indikatoren zu den Rahmenbedingungen steigen die EU-Mitgliedsländer Bulgarien und

Rumänien am besten aus. Beim Ease of Doing Business Index liegen diese beiden Länder sogar

vor Slowenien und Tschechien. Kroatien, das wahrscheinlich als nächstes SEE-Land der EU beitreten

wird, weist in einigen Bereichen noch Aufholbedarf auf (z.B.: in den Bereichen „protecting investors“

und „dealing licenses“). Albanien steigt bei den Rahmenbedingungen am schlechtesten ab. Sowohl

beim Corruption Perception Index als auch beim Ease of Doing Business Index bildet Albanien

unter den betrachteten Ländern mit Abstand das Schlusslicht. Der Anteil des Privatsektors am BIP ist

in Serbien mit 55% am niedrigsten.

Die Körperschaftssteuern sind in Südosteuropa sehr niedrig und reichen von 9% in Montenegro

bis 20% in Kroatien. Rumänien hat einen Körperschaftssteuersatz von 16%, alle anderen betrachteten

Länder von 10%. Alle SEE-Länder mit Ausnahmen von Kroatien haben also niedrigere

Körperschaftssteuern als die CEE5 (Tschechien: 24%, Slowakei: 19%, Ungarn: 16%, Polen: 19%,

Slowenien 23%).

7


SEE im globalen Vergleich

BIP nominell im globalen Vergleich (in %), 2007 BIP nominell im SEE-Vergleich (in %), 2007

0,6

1,6

3,1

26,4

6,0

8,0

25,4

28,7

EU15

USA

Japan

China

CIS

CEE5

SEE

Rest

11,9

11,7

4,4

15,5

3,3 2,20,9

50,1

Romania

Croatia

Bulgaria

Serbia

BiH

Albania

Macedonia

Montenegro

Quelle: Global Insight Quelle: Global Insight

Bevölkerung im globalen Vergleich (in %), 2007 Bevölkerung im SEE-Vergleich (in Mio.), 2007

61,9

19,9

5,9

4,5

4,2

1,9

1,0

0,8

Wachstum und Wohlstand

China

EU15

USA

CIS

Japan

CEE5

SEE

Rest

4,4

3,9

7,4

3,2

2,0 0,6

7,6

21,4

Romania

Bulgaria

Serbia

Croatia

BiH

Albania

Macedonia

Montenegro

Quelle: Global Insight Quelle: Global Insight

BIP pro Kopf in KKS 2007, EU27=100 BIP-Wachstum in % J/J

100

90

80

70

60

50

40

30

20

10

0

Slovenia

NMS-10

Croatia

Romania

Bulgaria

Serbia

Montenegro

Macedonia

BiH

Albania

12,00

10,00

8,00

6,00

4,00

2,00

0,00

2002 2003 2004 2005 2006 2007

AL BiH BG HR MZ MN RS RO

Quelle: WIIW Quelle: Global Insight

8


BIP nach Sektoren (in %) Arbeitskräfte nach Sektoren

70

60

50

40

30

20

10

0

Albania

BiH

Inflation

Bulgaria

Croatia

Macedonia

Montenegro

Agriculture

Industry

Services

Romania

Serbia

80

70

60

50

40

30

20

10

0

Albania

Agriculture

Industry

Services

BiH

Bulgaria

Croatia

Macedonia

Montenegro

Quelle: CIA World Factbook Quelle: CIA World Factbook

Konsumentenpreisinflation in % J/J Lebensmittelpreise SEE

25,00

20,00

15,00

10,00

5,00

0,00

-5,00

2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008f

Arbeitsmarkt

AL BiH BG HR MZ RS RO

35

30

25

20

15

10

5

0

-5

BG RO RS

Romania

Serbia

Jan 06

Mrz 06

Mai 06

Jul 06

Sep 06

Nov 06

Jan 07

Mrz 07

Mai 07

Jul 07

Sep 07

Nov 07

Jan 08

Mrz 08

Mai 08

Quelle: Global Insight Quelle: Bloomberg

Arbeitslosenraten Bruttolöhne in EUR (Durchschnitt 2000 und 2007)

50,00

45,00

40,00

35,00

30,00

25,00

20,00

15,00

10,00

5,00

0,00

2002 2003 2004 2005 2006 2007

AL BiH BG HR MZ MN RS RO

1200

1000

800

600

400

200

0

Croatia

Montenegro

Serbia

BiH

2007 2000

Romania

Macedonia

Quelle: Global Insight Quelle: WIIW

Albania

Bulgaria

9


Staatsfinanzen

Öffentliche Verschuldung in % des BIP 2006 Durchschnittl. Budgetdefizite in % des BIP 2002-2007

70,00

60,00

50,00

40,00

30,00

20,00

10,00

0,00

AL BiH BG HR MZ RS RO

Sparen und Investitionen

3,00

2,00

1,00

0,00

-1,00

-2,00

-3,00

-4,00

-5,00

AL BiH BG HR MZ MN RO RS

Quelle: Global Insight Quelle: Global Insight

Bruttosparquote Bruttoinvestitionsquote

30,00

25,00

20,00

15,00

10,00

5,00

0,00

-5,00

-10,00

2002

2007

AL BiH BG HR MZ MN RS RO

Außenwirtschaft

Externe Verwundbarkeit

60,00

50,00

40,00

30,00

20,00

10,00

0,00

2002

2007

AL BiH BG HR MZ MN RS RO

Quelle: Global Insight Quelle: Global Insight

Leistungsbilanz und Wachstum Leistungsbilanzdefizite und FDI in % zum BIP, 2007

CA deficit in % of GDP 2007

20

10

0

0

MZ

2 4

IE HU 6 SK

8 10

-10

GR

HR

AL

BiH

RO LT

RS

ET

-20

BG

LV

SLCZ IT

LU

DE SE

NL

AT

FI

BG

FR

DK

PL

UK

TR

PT ES

-30

-40

-50

MN

Average real GDP per capita growth 2002-2007

30,0

20,0

10,0

0,0

-10,0

-20,0

-30,0

-40,0

-50,0

CA/GDP % FDI/GDP%

MN BG RS RO BiH AL HR MD

Quelle: Global Insight Quelle: National statistical offices, Global Insight

10


Gastarbeiterüberweisungen in % zum BIP Importdeckung 4

20

18

16

14

12

10

8

6

4

2

0

BiH

Albania

Montenegro

Serbia

Bulgaria

Romania

Macedonia

Croatia

9,00

8,00

7,00

6,00

5,00

4,00

3,00

2,00

1,00

0,00

Serbia

Albania

Romania

Bulgaria

Croatia

Macedonia

2000

2007

BiH

Montenegro

Quelle: UNCTAD Quelle: Global Insight

AL BiH BG HR MD MN RO RS

external debt/GDP % 24,8 48,5 97,3 87,8 47,6 - 47,5 57,6

short term/total % 19,2 - 33,9 13,3 29,3 - 31,1 7,4

reserves/short term % 346,5 - 117,2 220,6 191,6 - 141,1 146,7

CA/GDP % -11,1 -13,1 -21,5 -8,6 -3,0 -44,2 -13,9 -17,1

FDI/CA % 51,5 105,0 95,0 106,6 112,9 52,1 42,4 31,9

Außenhandel nach Produktgruppe

Albanien

Exporte, 2006 Importe, 2006

29,0

38,3

5,7

4,1

11,7

2,9

4,1

0,3

3,9

4 Albanien und Mazedonien 2006 statt 2007

All food items

Agricultural raw materials

Ores and metal

Iron and steel

Fuels

Chemical products

Machinery and transport

equipment

Other manufactured goods

Textile fibres, yarn, fabrics and

clothing

23,8

19,9

9,2

17,7

9,3

1,1

2,3

6,2

10,5

Quellen: Nationalbanken

All food items

Agricultural raw materials

Ores and metal

Iron and steel

Fuels

Chemical products

Machinery and transport

equipment

Other manufactured goods

Textile fibres, yarn, fabrics and

clothing

Quelle: UNCTAD Quelle: UNCTAD

11


Bosnien und Herzegovina

Exporte, 2006 Importe, 2006

28,1

14,2

5,1

3,8

4,9

8,2

8,3

7,0

20,4

All food items

Agricultural raw materials

Ores and metal

Iron and steel

Fuels

Chemical products

Machinery and transport

equipment

Other manufactured goods

Textile fibres, yarn, fabrics and

clothing

Bulgarien

Exporte, 2006 Importe, 2006

14,9

13,5

14,9

6,3

8,6

13,3

1,7

6,7

20,2

18,9

22,6

5,5

10,7

16,8

1,4

4,1

15,4

4,5

All food items

Agricultural raw materials

Ores and metal

Iron and steel

Fuels

Chemical products

Machinery and transport

equipment

Other manufactured goods

Textile fibres, yarn, fabrics and

clothing

Quelle: UNCTAD Quelle: UNCTAD

All food items

Agricultural raw materials

Ores and metal

Iron and steel

Fuels

Chemical products

Machinery and transport

equipment

Other manufactured goods

Textile fibres, yarn, fabrics and

clothing

Kroatien

Exporte, 2006 Importe, 2006

20,6

28,8

6,3

11,4

9,2

3,3

4,4

0,9

15,1

29,7

8,0

4,6 1,2

28,7

8,8

4,7

5,3

8,8

All food items

Agricultural raw materials

Ores and metal

Iron and steel

Fuels

Chemical products

Machinery and transport

equipment

Other manufactured goods

Textile fibres, yarn, fabrics and

clothing

Quelle: UNCTAD Quelle: UNCTAD

All food items

Agricultural raw materials

Ores and metal

Iron and steel

Fuels

Chemical products

Machinery and transport

equipment

Other manufactured goods

Textile fibres, yarn, fabrics and

clothing

19,5

32,2

4,8

8,3 1,2

2,6

4,7

10,8

15,9

All food items

Agricultural raw materials

Ores and metal

Iron and steel

Fuels

Chemical products

Machinery and transport

equipment

Other manufactured goods

Textile fibres, yarn, fabrics and

clothing

Quelle: UNCTAD Quelle: UNCTAD

12


Mazedonien

Exporte, 2006 Importe, 2006

9,4

4,9

23,1

4,2

9,4

16,1

27,8

0,8

4,3

All food items

Agricultural raw materials

Ores and metal

Iron and steel

Fuels

Chemical products

Machinery and transport

equipment

Other manufactured goods

Textile fibres, yarn, fabrics and

clothing

Montenegro

Exporte, 2006 Importe, 2006

6,4

6,4

6,1

6,6

4,9

1,6

3,5 2,1

0,1

62,2

13,9

18,3

11,1

9,7

11,7

1,2

3,9

20,2

9,9

All food items

Agricultural raw materials

Ores and metal

Iron and steel

Fuels

Chemical products

Machinery and transport

equipment

Other manufactured goods

Textile fibres, yarn, fabrics and

clothing

Quelle: UNCTAD Quelle: UNCTAD

Manufactured goods

Crude materials except fuels

Mineral fuels and lubricants

Machinery and transport equip.

Beverages and tobacco

Food and live animals

Commodities, n.e.c

Chemical products

Miscellaneous manufac. goods

Animal and vegetables fats

10,7

11,7

8,2

12,0

2,8 2,20,6

15,2

20,5

16,0

Machinery and transport equip.

Mineral fuels and lubricants

Manufactured goods

Commodities, n.e.c

Food and live animals

Miscellaneous manufac. goods

Chemical products

Beverages and tobacco

Crude materials except fuels

Animal and vegetables fats

Quelle: Statistical Office Montenegro Quelle: Statistical Office Montenegro

Rumänien

Exporte, 2006 Importe, 2006

19,4

16,4

29,9

3,3 2,2

5,4

7,6

5,7

10,0

All food items

Agricultural raw materials

Ores and metal

Iron and steel

Fuels

Chemical products

Machinery and transport

equipment

Other manufactured goods

Textile fibres, yarn, fabrics and

clothing

18,1

8,5

35,4

5,7

1,1

2,8

4,3

13,5

10,6

All food items

Agricultural raw materials

Ores and metal

Iron and steel

Fuels

Chemical products

Machinery and transport

equipment

Other manufactured goods

Textile fibres, yarn, fabrics and

clothing

Quelle: UNCTAD Quelle: UNCTAD

13


Serbien

Exporte, 2006 Importe, 2006

22,8

11,0

10,1

6,1

3,5

19,0

13,6

2,3

11,3

All food items

Agricultural raw materials

Ores and metal

Iron and steel

Fuels

Chemical products

Machinery and transport

equipment

Other manufactured goods

Textile fibres, yarn, fabrics and

clothing

Außenhandel nach Handelspartner

Albanien

Exporte, 2007 Importe, 2007

9,7

6,0

4,3

1,6

1,41,3

3,2

72,6

25,6

16,5

4,7

6,6

1,5

7,0

14,2

4,1

19,7

All food items

Agricultural raw materials

Ores and metal

Iron and steel

Fuels

Chemical products

Machinery and transport

equipment

Other manufactured goods

Textile fibres, yarn, fabrics and

clothing

Quelle: UNCTAD Quelle: UNCTAD

ITALY

GREECE

OTHERS

GERMANY

MACEDONIA

SERBIA & MONTENEGRO

TURKEY

Bosnien und Herzegowina

Exporte, 2007 Importe, 2007

3,2

3,6

6,1

1,8

1,9

12,2

12,7

12,9

18,7

13,2

13,8

Rest

1,6

1,7

1,7

2,7

3,9

4,1

21,2

5,6

6,0

7,5

28,1

15,8

ITALY

GREECE

TURKEY

CHINA

GERMANY

RUSSIAN FEDERATION

UKRAINE

BULGARIA

ROMANIA

SPAIN

MACEDONIA

Quelle: UNCTAD Quelle: UNCTAD

Croatia

Italy

Serbia and Montenegro

Germany

Slovenia

Austria

USA

Hungary

Switzerland

Poland

Rest

2,7

3,1

28,1

2,8

3,5

4,0

7,6

9,0

17,1

9,8

12,4

Rest

Croatia

Germany

Serbia and Montenegro

Italy

Slovenia

Austria

Hungary

Romania

Turkey

Czech Republic

Quelle: UNCTAD Quelle: UNCTAD

Rest

14


Bulgarien

Exporte, 2007 Importe, 2007

34,5

2,4

2,5

4,0

4,5

4,9

11,5

6,2

9,1

10,3

10,2

Turkey

Germany

Italy

Greece

Belgium

Romania

Serbia

France

United Kingdom

Mazedonien

Exporte, 2007 Importe, 2007

2,2

2,6

4,9

5,2

5,3

16,3

7,2

10,3

19,1

12,5

14,4

Russia

Rest

31,1

3,0

3,5

4,3

4,5

6,2

12,4

6,9

7,1

12,3

8,7

Russia

Germany

Italy

Ukraine

Turkey

Greece

Romania

Austria

France

Hungary

Quelle: UNCTAD Quelle: UNCTAD

Serbia

Germany

Greece

Italy

Bulgaria

Belgium

Spain

Croatia

Montenegro

Exporte, 2007 Importe, 2007

7,1

10,9

4,6

3,7

1,6

1,4

4,8

27,4

38,1

BiH

UK

Rest

35,9

3

3,1

3,7

4,6

5,1

12,3

5,8

10

7,9

8,6

Rest

Russia

Germany

Serbia

Greece

Italy

Bulgaria

China

Turkey

Poland

Slovenia

Quelle: UNCTAD Quelle: UNCTAD

Italy

Serbia

Greece

Hungary

Bosnia and Herzegovina

Slovenia

Albania

Croatia

Rest

2,8

3,2

3,5

24,6

3,6

4,0

4,1

5,1

9,5

27,1

10,4

Serbia

Germany

Italy

Greece

Croatia

China

Slovenia

Switzerland

Austria

Rest

Bosnia and Herzegovina

Quelle: Statistical Office Quelle: Statistical Office

Rest

15


Rumänien

Exporte, 2007 Importe, 2007

3%

30%

3%

3%

3%

5%

5%

8%

17%

8%

15%

Italien

Deutschland

Türkei

Frankreich

Ungarn

UK

Bulgarien

Österreich

USA

Niederlande

Rest

33%

3%

3%

3%

4%

4%

5%

15%

7%

8%

15%

Deutschland

Italien

Russland

Frankreich

Türkei

China

Österreich

Ungarn

Kasachstan

Quelle: Statistical Office Quelle: Statistical Office

Serbien

Exporte, 2007 Importe, 2007

3,3

29,4

3,4

3,7

4,6

4,9

5,1

12,4

10,6

11,8

10,8

Italy

BiH

Montenegro

Germany

Russia

Macedonia

Slovenia

Croatia

Austria

France

Diversifikation und Konzentration im Außenhandel

Exporte Importe

0,8

0,7

0,6

0,5

0,4

0,3

0,2

0,1

0

Diversification index Concentration index

Albania BiH Bulgaria Romania Serbia and

Montenegro

Rest

36,9

2,8

3,1

3,1

3,3

3,8

3,9

14,3

7,3

11,8

9,7

Polen

Rest

Russia

Germany

Italy

China

Hungary

Slovenia

Austria

France

Bulgaria

Quelle: Statistical Office Quelle: Statistical Office

Macedonia

0,5

0,45

0,4

0,35

0,3

0,25

0,2

0,15

0,1

0,05

0

Diversification index Concentration index

Albania BiH Bulgaria Moldova Romania Serbia and

Montenegro

BiH

Rest

Macedonia

Quelle: UNCTAD Quelle: UNCTAD

16


Geldpolitik und Währung

Wechselkursregime und Geldpolitik

Land Währung Wechselkursregime (seit);

zuvor

Geldpolitischer Rahmen;

zuvor

Albanien Albanischer Lek (ALL) Loosely managed float Informelles „inflation

targeting“ über

Geldmengenwachstums-

BiH Konvertible Mark (BAM) Currency board, Peg zum

ziel

Nomineller

EUR

Wechselkursanker EUR

Bulgarien Bulgarischer Lev (BGN) Currency board, Peg zum Nomineller

EUR

Wechselkursanker EUR

Kroatien Kroatische Kuna (HRK) Tightly managed float Nomineller

Wechselkursanker

Mazedonien Mazedonischer Denar De facto Peg zum EUR Nomineller

(MKD)

Wechselkursanker EUR

Montenegro Unilateral EUR eingeführt EUR = legal tender

Rumänien Rumänischer Leu (RON) Loosely managed float Inflation targeting (August

(August 2005); managed 2005);

float. Referenzwährung Geldmengenwachstums-

EUR (2005), zuvor:

Währungskorb: EUR

(75%), USD (25%) (2004)

ziel

Serbien Serbischer Dinar (RSD) Loosely managed float

(Februar 2006); managed

float

Wechselkurse

ALL per EUR BAM per EUR

145,00

140,00

135,00

130,00

125,00

120,00

115,00

110,00

105,00

01.01.2001

14.05.2001

24.09.2001

04.02.2002

17.06.2002

28.10.2002

10.03.2003

21.07.2003

01.12.2003

12.04.2004

23.08.2004

03.01.2005

16.05.2005

26.09.2005

06.02.2006

19.06.2006

30.10.2006

12.03.2007

23.07.2007

03.12.2007

14.04.2008

2,20

2,00

1,80

1,60

1,40

1,20

1,00

Informelles “inflation

targeting” über

Inflationsziele (September

2006); Realer

Wechselkursanker

(Jänner 2003)

Quelle: OeNB

01.01.2001

10.05.2001

18.09.2001

25.01.2002

05.06.2002

14.10.2002

20.02.2003

01.07.2003

07.11.2003

17.03.2004

26.07.2004

02.12.2004

12.04.2005

19.08.2005

28.12.2005

08.05.2006

14.09.2006

23.01.2007

01.06.2007

10.10.2007

18.02.2008

Quelle: Global Insight Quelle: Global Insight

17


BGN per EUR HRK per EUR

2,20

2,00

1,80

1,60

1,40

1,20

1,00

01.01.2001

10.05.2001

18.09.2001

25.01.2002

05.06.2002

14.10.2002

20.02.2003

01.07.2003

07.11.2003

17.03.2004

26.07.2004

02.12.2004

12.04.2005

19.08.2005

28.12.2005

08.05.2006

14.09.2006

23.01.2007

01.06.2007

10.10.2007

18.02.2008

7,80

7,70

7,60

7,50

7,40

7,30

7,20

7,10

7,00

6,90

6,80

6,70

Quelle: Global Insight Quelle: Global Insight

MKD per EUR Montenegro (EUR eingeführt)

75,00

70,00

65,00

60,00

55,00

50,00

01.01.2001

10.05.2001

18.09.2001

25.01.2002

05.06.2002

14.10.2002

20.02.2003

01.07.2003

07.11.2003

17.03.2004

26.07.2004

02.12.2004

12.04.2005

19.08.2005

28.12.2005

08.05.2006

14.09.2006

23.01.2007

01.06.2007

10.10.2007

18.02.2008

RON per EUR RSD per EUR

4,50

4,00

3,50

3,00

2,50

2,00

1,20

1,00

0,80

0,60

0,40

0,20

0,00

01.01.2001

09.05.2001

14.09.2001

22.01.2002

30.05.2002

07.10.2002

12.02.2003

20.06.2003

28.10.2003

04.03.2004

12.07.2004

17.11.2004

25.03.2005

02.08.2005

08.12.2005

17.04.2006

23.08.2006

29.12.2006

08.05.2007

13.09.2007

21.01.2008

05.06.2006

28.05.2008

11.07.2006

16.08.2006

21.09.2006

27.10.2006

04.12.2006

09.01.2007

14.02.2007

22.03.2007

27.04.2007

04.06.2007

10.07.2007

15.08.2007

20.09.2007

26.10.2007

03.12.2007

08.01.2008

13.02.2008

20.03.2008

25.04.2008

02.06.2008

Quelle: Global Insight Quelle: Global Insight

01.01.2001

09.05.2001

14.09.2001

22.01.2002

30.05.2002

07.10.2002

12.02.2003

20.06.2003

28.10.2003

04.03.2004

12.07.2004

17.11.2004

25.03.2005

02.08.2005

08.12.2005

17.04.2006

23.08.2006

29.12.2006

08.05.2007

13.09.2007

21.01.2008

28.05.2008

95,00

90,00

85,00

80,00

75,00

70,00

65,00

60,00

55,00

50,00

01.01.2001

10.05.2001

18.09.2001

25.01.2002

05.06.2002

14.10.2002

20.02.2003

01.07.2003

07.11.2003

17.03.2004

26.07.2004

02.12.2004

12.04.2005

19.08.2005

28.12.2005

08.05.2006

14.09.2006

23.01.2007

01.06.2007

10.10.2007

18.02.2008

Quelle: Global Insight Quelle: Global Insight

18


Kreditwachstum und Euroisierung

Kreditwachstum in % J/J Privatkreditwachstum in % J/J

200,00

180,00

160,00

140,00

120,00

100,00

80,00

60,00

40,00

20,00

0,00

2003 2004 2005 2006 2007

AL BiH BG HR MZ MN RO RS

90,00

80,00

70,00

60,00

50,00

40,00

30,00

20,00

10,00

0,00

2003 2004 2005 2006 2007

AL BiH BG HR MZ RO RS

Quelle: Global Insight Quelle: Global Insight

Kreditwachstum und Kreditvolumen in % des BIP Fremdwährungsanteile an Krediten und Einlagen 5

Kreditvolumen in % des BIP

250,00

200,00

ES

PT

150,00

AT

DE

FR

100,00 LV

50,00

0,00

HR ET

HU SL

AL LT

SK CZ BiH

TR PL

RS

RU

UA

BG

KZ

MZ RO

AZ

MN

-20,00 0,00 20,00 40,00 60,00 80,00 100,00 120,00 140,00 160,00 180,00 200,00

Kreditwachstum in % J/J

Rahmenbedingungen

80,0

70,0

60,0

50,0

40,0

30,0

20,0

10,0

0,0

deposits FX in % loans FX in %

AL BiH BG HR MZ RS RO

Quelle: Global Insight Quelle: Nationalbanken, IMF

Corruption Perception Index Ease of Doing Business, 2007

120

100

80

60

40

20

0

Bulgaria

Croatia

Romania

Serbia

Macedonia

Montenegro

BiH

Albania

160

140

120

100

80

60

40

20

0

Bulgaria

Romania

Quelle: Transparency International Quelle: EBRD

5 Inkludiert FX-indexierte Kredite bei BiH, Kroatien und Serbien.

Macedonia

Montenegro

Serbia

Croatia

BiH

Albania

19


Ease of Doing Business – Komponenten Ease of Doing Business – Komponenten

Enforcing Contracts

Trading Across Borders

Ease of Doing Business Rank

180

Closing a Business

Starting a Business

Paying Taxes

Protecting Investors

120

60

0

Getting Credit

Dealing w ith Licenses

Employing Workers

Registering Property

Macedonia Montenegro Serbia BiH Albania

Enforcing Contracts

Trading Across Borders

Closing a Business

Paying Taxes

Protecting Investors

Ease of Doing Business Rank

180

120

60

0

Getting Credit

Bulgaria Romania Croatia

Starting a Business

Dealing w ith Licenses

Employing Workers

Registering Property

Quelle: EBRD Quelle: EBRD

Global Competitiveness Index Körperschaftssteuer in %

120

100

80

60

40

20

0

Croatia

Romania

Bulgaria

Montenegro

Serbia

Macedonia

BiH

Albania

25

20

15

10

5

0

Kroatien

Rumänien

Albanien

BiH

Bulgarien

Mazedonien

Serbien

Montenegro

Quelle: World Economic Forum Quelle: Global Insight

Private sector share of GDP Price liberalisation

80

70

60

50

40

30

20

10

0

Albania

Bulgaria

Croatia

Romania

Macedonia

Montenegro

BiH

Serbia

4,5

4

3,5

3

2,5

2

1,5

1

0,5

0

Albania

Bulgaria

Macedonia

Romania

BiH

Croatia

Montenegro

Quelle: EBRD Quelle: EBRD

Serbia

20


Trade and foreign exchange system Competition policy

4,5

4

3,5

3

2,5

2

1,5

1

0,5

0

Albania

Bulgaria

Croatia

Macedonia

Romania

Montenegro

BiH

Serbia

4,5

4

3,5

3

2,5

2

1,5

1

0,5

0

Bulgaria

Croatia

Romania

Macedonia

Albania

BiH

Serbia

Montenegro

Quelle: EBRD Quelle: EBRD

Banking reform and interest rate liberalisation Securities markets and non bank financial institutions

4,5

4

3,5

3

2,5

2

1,5

1

0,5

0

Croatia

Politik

Bulgaria

Albania

BiH

Macedonia

EU-Beitrittsperspektive

Romania

Serbia

Montenegro

4,5

4

3,5

3

2,5

2

1,5

1

0,5

0

Croatia

Bulgaria

Romania

Macedonia

Serbia

Albania

BiH

Montenegro

Quelle: EBRD Quelle: EBRD

SAA Negotiations EU Euro

Croatia 2005 2005 2011 2013

Macedonia 2004 2008 2013 2015

Albania 2006 2009 by 2015 by 2017

BiH 2008 2009 by 2015 by 2017

Kosovo 2009 2011 after 2015 since 2002

Montenegro 2007 2009 by 2015 since 2002

Serbia 2008 2009 (?) after 2015 after 2017

Quelle: WIIW

21


Bevölkerungsgruppen

Quelle: http://maps.grida.no/go/graphic/population-groups-in-the-balkan-region-and-eastern-europe

Ratings

Sovereign Debt Ratings, Foreign Currency Long Term

Moody's S&P FitchIBCA

Albania Ba1 stable n.a. - n.a. -

BiH B2 stable n.a. - n.a. -

Bulgaria Baa3 positive BBB+ stable BBB negative

Croatia Baa3 positive BBB stable BBB- stable

Macedonia n.a. - BBB- stable BB+ positive

Montenegro Baa1 stable BB+ negative n.a. -

Romania Baa3 stable BBB- negative BBB negative

Serbia n.a. - BB- negative BB- stable

Quelle: Bloomberg

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Investkredit Bank AG – Research

Autor: Mathias Lahnsteiner

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