06_Rohstoffe Öl_Metalle_05_2009

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06_Rohstoffe Öl_Metalle_05_2009

Edelmetalle

Gold

Die Nachfrage nach Gold belief sich 2008 nach den Schätzungen des World Gold Council auf etwa

3660 Tonnen. Davon entfiel fast 60 Prozent auf die Schmuckindustrie. Da Gold über eine hohe

elektrische Leitfähigkeit verfügt, wird es auch in der Elektronikindustrie eingesetzt. Zusätzlich wird es in

der Zahnmedizin eingesetzt. Etwa 20 Prozent der Produktionsmenge werden zu Goldmünzen und -

barren verarbeitet.

Die wichtigsten Abbaugebiete von Gold befinden sich in China, Südafrika, Australien und den USA.

Zentralbanken lagern weltweit etwa 26.000 Tonnen.

1100

1000

900

800

700

600

500

400

Jän.06

Apr.06

Jul.06

Okt.06

Quelle: Bloomberg

Jän.06

Apr.06

Jul.06

Jän.07

Okt.06

Jän.07

Gold je Unze

Apr.07

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Jul.07

Okt.07

Jän.08

USD EUR

Jul.07

Okt.07

Jän.08

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Jul.08

Jul.08

Okt.08

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Jän.09

Jän.09

Apr.09

Apr.09

Gold (Spot) 14.05.2009

Akt. Preis (USD/Unze) 922,5

52 Wo Hoch (USD/Unze) (20.02.2009) 1.006,3

52 Wo Tief (USD/Unze (24.10.2008) 682,4

Performance seit 31.12.2008 (%) 4,6

1-Jahres Performance (%) 6,8

3-Jahres Performance (%) 29,1

5-Jahres Performance (%) 144,9

Quelle: Bloomberg

COMEX-Lagerbestand Gold (Unzen)

Der Goldpreis profitierte in den letzten Jahren

von einem tendenziell schwächeren US-Dollar.

9.500.000

Ein sinkender Dollarkurs macht das in US-Dollar

9.000.000

8.500.000

notierende Gold für Anleger außerhalb des

8.000.000

Dollarraums preiswerter, was wiederum zu einer

7.500.000

höheren Nachfrage nach dem Edelmetall und

7.000.000

damit zu einem Preisanstieg führt. Auch

6.500.000

6.000.000

geopolitische Unsicherheiten und eine gestiegene

Risikoaversion der Marktteilnehmer in einem

unsicheren Kapitalmarkt- sowie konjunkturellen

Quelle: Commodity Exchange Inc. (COMEX)

Umfeld sorgten für eine höhere Goldnachfrage.

Ein weiterer Grund für das Interesse an Gold lag

in den letzten Jahren in höheren Ölpreisen und damit gestiegenen Inflationsraten bzw.

Inflationserwartungen. Als Folge der Preissteigerungen wurde das Edelmetall in den letzten Jahren

auch wieder als Element zur Risikostreuung entdeckt. Während die Preise aller anderen in dieser

Publikation angeführten Metalle im letzten Jahr deutlich zurückgingen, konnte der Goldpreis um 5,8

Prozent zulegen. Den bisherigen Rekordstand markierte das Edelmetall mit USD 1032,7/Unze im März

2008.

Mit der Erwartung einer im Prognosezeitraum etwas abnehmenden Risikoaversion rechnen wir beim

Goldpreis auf Sicht von 12 Monaten - trotz einer von uns erwarteten Seitwärtsentwicklung bis leicht

schwächeren Tendenz des US-Dollars im Verhältnis zu bedeutenden Währungen (vgl. Zins- und FX-

Perspektiven) – mit einem leichten Rückgang.

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