Bedingungen - Volksbank AG

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Bedingungen - Volksbank AG

1.2.2 Partizipationsscheine

1.2.2.1 Ausübung des Wandlungsrechtes

Die Ausübung des Wandlungsrechts durch den Anleger stellt nach allgemeinen Grundsätzen keinen steue r-

pflichtigen Tausch der Wandelschuldverschreibungen gegen Aktien dar, sofern die Wandlung nach dem 31.

März 2012 vorgenommen wird und Wandelschuldverschreibungen betroffen sind, die nach dem 31. März

2012 entgeltlich erworben wurden. Auch stellt die Lieferung der Partizipationsscheine bei Ausübung des

Wandlungsrechtes nach § 7 Kapitalmaßnahmen-VO (BGBl II 2011/322) keinen steuerpflichtigen Tauschvor-

gang dar. Die Anschaffungskosten der ausgebuchten Wandelschuldverschreibung sind daher konkret als

Anschaffungskosten der erhaltenen Partizipationsscheine fortzuführen. Bare Zuzahlungen bis zu 10 % des

Nennbetrages der Partizipationsscheine sind nicht steuerpflichtig und reduzieren die Anschaffungskosten

der erhaltenen Partizipationsscheine.

1.2.2.2 Natürliche Personen

Partizipationsscheine im Sinne des § 23 Abs 4 BWG gelten nach § 27 Abs 2 Z 1 lit c EStG als Substanzg e-

nussrechte. Ausschüttungen auf Partizipationsscheine unterliegen der Kapitalertragsteuer von 25 %, die von

der auszahlenden Kapitalgesellschaft einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen ist. Mit der Einbeha l-

tung der Kapitalertragsteuer ist für natürliche Personen im Privat- und Betriebsvermögen grundsätzlich End-

besteuerungswirkung verbunden.

Zur den sonstigen Fragen im Zusammenhang mit der Besteuerung von Partizipationsscheinen bei natürl i-

chen Personen (Privat- und Betriebsvermögen) wird sinngemäß auf die Ausführungen im Kapitel 1.2.1. ver-

wiesen.

Die Begünstigungen des Bundesgesetzes über steuerliche Sondermaßnahmen zur Förderung des Wohn-

baus (BGBl 1993/253) sind für Kapitalerträge aus Partizipationsscheinen, die von natürlichen Personen im

Privatvermögen gehalten werden, grundsätzlich anwendbar. Zu den Anwendungsvoraussetzungen und wei-

teren Einzelheiten wird auf die Ausführungen im Kapitel 1.2.1. verwiesen.

1.2.2.3 Kapitalgesellschaften und Privatstiftungen

Bei Kapitalgesellschaften und Privatstiftungen (Privat- und Betriebsvermögen) können die auf Partizipati-

onsscheine entfallenden Gewinnausschüttungen von der Körperschaftsteuer befreit sein (§ 10 Abs 1 Z 4

KStG). Zu Fragen im Zusammenhang mit der steuerlichen Behandlung der Veräußerung von Partizipation s-

scheinen wird sinngemäß auf die Ausführungen im Kapitel 1.2.1. verwiesen.

1.3 Ertragsteuerliche Konsequenzen für in Österreich beschränkt steuerpflichtige Anleger

Natürliche Personen und Kapitalgesellschaften, die in Österreich nicht unbeschränkt steuerpflichtig sind,

unterliegen mit ihren Erträgen aus Wandelschuldverschreibungen nicht der österreichischen Einkommen-

bzw Körperschaftsteuer, sofern die Einkünfte daraus nicht zum inländischen Betriebsvermögen oder dem

land- und forstwirtschaftlichen Vermögen gehören. Bei Verwahrung der Wandelschuldverschreibungen auf

einem österreichischen Depot kommt es – beim Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen – auch zum kei-

nem Kapitalertragsteuerabzug durch die auszahlende oder depotführende Stelle (§ 94 Z 13 EStG).

Ausschüttungen auf Partizipationsscheine können einer Befreiung oder Ermäßigung nach Maßgabe des

Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Österreich und dem Ansässigkeitsstaat des beschränkt steuer-

pflichtigen Anlegers unterliegen. Die Befreiung und die Ermäßigung von der Kapitalertragsteuer sind im

Rahmen des Rückerstattungsverfahrens geltend zu machen. Gewinne aus der Veräußerung von Partizipat i-

onsscheinen, die innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Veräußerung ein Beteiligungsverhältnis von mi n-

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