Merkblatt 89

volkswagenstiftung

Merkblatt 89

Förderinitiative

Merkblatt 81

zur Antragstellung

Wissen für morgen – Kooperative Forschungsvorhaben

im sub-saharischen Afrika

Deadlines

aktuelle Ausschreibungen/

Termine für Postdoc Fellowships

auf der Internetseite,

Skizzen für Workshops und

Sommerschulen in Afrika

werden jederzeit entgegengenommen.

Auskünfte

Geistes- und Gesellschaftswissenschaften

Dr. Cora Ziegenbalg

Telefon: +49 (0) 511 8381 237

Telefax: +49 (0) 511 8381 4237

E-Mail: ziegenbalg

@volkswagenstiftung.de

Natur- und Ingenieurwissenschaften,

Medizin

Dr. Christoph Kolodziejski

Telefon: +49 (0) 511 8381 276

Telefax: +49 (0) 511 8381 4276

E-Mail: kolodziejski

@volkswagenstiftung.de

VolkswagenStiftung

Kastanienallee 35

30519 Hannover

www.volkswagenstiftung.de

1. Zielsetzung

Mit der Initiative "Wissen für morgen – Kooperative Forschungsvorhaben im

sub-saharischen Afrika" möchte die Stiftung einen Beitrag zur nachhaltigen

Stärkung der Wissenschaft im sub-saharischen Afrika leisten. Ein zentraler

Bestandteil der Initiative sind Vorhaben, die von afrikanischen Wissenschaftlerinnen

und Wissenschaftlern in Zusammenarbeit mit deutschen Partnerinnen

und Partnern entwickelt und durchgeführt werden und in deren Rahmen

der wissenschaftliche Nachwuchs in Afrika Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung

erhält. Neben der afrikanisch-deutschen Kooperation ist ein besonderes

Anliegen die Entwicklung, Stärkung und Erweiterung innerafrikanischer wissenschaftlicher

Netzwerke auch über vorhandene Sprachgrenzen hinaus. Die

Förderinitiative ist fachoffen und auf mittel- bis langfristige Zusammenarbeit

zwischen deutschen und afrikanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern

ausgelegt. Insbesondere wird eine nachhaltige Entwicklung in Forschung

und Lehre durch die gezielte Förderung des wissenschaftlichen

Nachwuchses in Afrika angestrebt. Die Förderung umfasst Workshops, Symposien,

Sommerschulen, Forschungsprojekte und Postdoc Fellowships. Sowohl

Forschungsprojekte als auch Postdoc Fellowships können nur im Rahmen

von Ausschreibungen beantragt werden.

Die Förderinitiative wurde im Juni 2003 ins Leben gerufen. Im Vorfeld führte

die Stiftung mehrere Veranstaltungen durch, um insbesondere mit afrikanischen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den notwendigen Förderrahmen

sowie relevante Forschungsthemen für die Region zu diskutieren. Die

Stiftung legt besonderen Wert auf eine Partnerschaft auf Augenhöhe zwischen

den Projektbeteiligten, angelehnt an die Swiss Guidelines for Research

in Partnership with Developing Countries (KFPE, 1998 und 2012,

http://www.kfpe.ch/11-Principles/).

Die Stiftung konzentriert sich im Rahmen dieser Initiative auf die Umsetzung

eines Karrierestufenentwicklungsmodells für afrikanische Nachwuchswissenschaftler(innen).

In einer ersten Phase bis 2008 hat die Stiftung in den Themenlinien

‚Communicable Diseases‘, ‚Natural Resources‘, ‚Livelihood Management‘,

‚Political, Economic and Social Dynamics‘, ‚Violence and Peace

Building‘ und ‚Negotiating Culture‘ Netzwerkprojekte zwischen deutschen und

afrikanischen Wissenschaftlern(innen) gefördert, deren Hauptziel die gemeinsame

Ausbildung von Master- und Ph. D. Studenten war. Derzeit liegt der

Stand: Januar 2013 1


Fokus auf der zweiten Karrierestufe, in der afrikanische Nachwuchswissenschaftler(innen)

Junior Postdoc Fellowships für Forschungsprojekte an Institutionen

in Afrika beantragen können. In einer dritten Karrierestufe wird den erfolgreichsten

Junior Fellowship-Inhabern(innen) die Möglichkeit gegeben, sich

auf Senior Postdoc Fellowships zu bewerben, um eine akademische Karriere

an einer afrikanischen Forschungsinstitution aufzubauen.

2. Fördermöglichkeiten

• Workshops, Symposien, Sommerschulen

• Thematische Ausschreibungen werden auf der Startseite der

Afrika-Initiative bekannt gegeben.

Die jeweiligen Förderinstrumente werden in den einzelnen Ausschreibungen

spezifiziert. In der Regel werden die folgenden Förderinstrumente angeboten

und gegebenenfalls durch weitere Angebote ergänzt:

• Förderung von Postdoc Fellowships für afrikanische Nachwuchswissenschaftler(innen)

durch die Vergabe von Personal-, Sach- und Reisemitteln

in Kooperation mit deutschen Forschungspartnern (s. auch Abschnitt

3). Die Projektlaufzeit beträgt im Regelfall drei Jahre. Für vielversprechende

Fellowship-Inhaber besteht die Möglichkeit, sich auf ein weiteres,

dreijähriges Senior Postdoc Fellowship zu bewerben.

• Im Rahmen der Forschungsvorhaben können Gastaufenthalte der afrikanischen

Postdoc Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland

bis zu drei bzw. vier Monate pro Jahr gefördert werden.

• In die Projekte können Workshops, Symposien und Sommerschulen integriert

und zusammen mit diesen beantragt werden.

Außerhalb der Ausschreibungen bestehen Fördermöglichkeiten für Workshops,

Symposien und Sommerschulen in der Zielregion. Voraussetzung ist

jedoch die Einsendung einer Skizze und deren positive Bewertung durch die

Stiftung. Erst danach werden die Interessenten aufgefordert, einen vollständigen

Antrag einzureichen. Da eine internationale Begutachtung vorgenommen

wird, müssen Anträge mindestens sechs Monate vor Veranstaltungsbeginn

eingereicht werden. Anträge von Einzelpersonen auf Finanzierung von

Reisekosten werden nicht in Bearbeitung genommen. Weiterhin sieht die Stiftung

davon ab, von anderen Förderorganisationen gewährte Beiträge aufzustocken.

Auch nimmt sie keine Anträge in Bearbeitung, die zugleich anderen

Stellen vorliegen oder vorgelegt werden. Die Stiftung kommt nicht für Verpflichtungen

auf, die vor Erhalt eines Bewilligungsschreibens eingegangen

worden sind.

Die VolkswagenStiftung unterstützt im Rahmen der von ihr geförderten Projekte

auch Formate der Öffentlichkeitsarbeit. Dabei sollen, den spezifischen

Rahmenbedingungen und Zielsetzungen des jeweiligen Vorhabens folgend,

Stand: Januar 2013 2


neue Wege der Wissenschaftskommunikation beschritten werden, die zielgruppenorientiert

sind und nachhaltig wirken. Die Beantragung der Mittel für

entsprechende Öffentlichkeitsarbeit kann bereits im Rahmen der Antragstellung

für das betreffende Vorhaben erfolgen, ist jedoch auch noch nach dessen

Bewilligung im Zuge der Projektbearbeitung möglich. Bitte nehmen Sie

bei Interesse Kontakt mit dem zuständigen Fachreferat auf.

Bei Kooperationsprojekten werden die Mittel jeweils an die deutsche Partnerinstitution

bewilligt und sind auch von ihr zu verwalten. Die Einbringung von

Eigenleistungen bei der Durchführung der Vorhaben ist erwünscht. Die Postdoc

Fellowships werden an eine deutsche Forschungsinstitution bewilligt, die

als Koordinator des jeweiligen Postdoc-Programms fungiert. Die Projektmittel

werden in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Heimatinstitution der Postdoc

Fellows in Afrika verwaltet.

Wir weisen darauf hin, dass die VolkswagenStiftung - unter Wahrung des Datenschutzes

- zu Ihrem Antrag die Bezeichnung und Anschrift der antragstellenden

Einrichtung, die Namen der maßgeblich beteiligten Personen und den

Projekttitel sowie die sonst im Rahmen der Antragsbearbeitung benötigten

Daten speichert.

3. Antragstellung und Auskünfte

Vor Einreichung einer Skizze wird dringend empfohlen, zunächst mit dem zuständigen

Fachreferat Kontakt aufzunehmen.

Stand: Januar 2013 3

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