Merkblatt 89 - VolkswagenStiftung : Seite nicht gefunden

volkswagenstiftung

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Förderinitiative

Freigeist-Fellowships

Deadline

15. Juni 2013

Auskünfte

Dr. Thomas Brunotte

Telefon: 0511-8381 297

Telefax: 0511-8381 4297

E-Mail: brunotte@

volkswagenstiftung.de

Dr. Silke Bertram

Telefon: 0511-8381 289

Telefax: 0511-8381 4289

E-Mail: bertram@

volkswagenstiftung.de

VolkswagenStiftung

Kastanienallee 35

D-30519 Hannover

www.volkswagenstiftung.de

1. Wer ist ein Freigeist-Fellow?

Information zur

Antragstellung 99

Ein Freigeist-Fellow – das ist für die VolkswagenStiftung eine junge For-

scherpersönlichkeit, die neue Wege geht, Freiräume nutzen und Widerstände

überwinden kann. Sie schwimmt – wenn nötig – gegen den Strom und hat

Spaß am kreativen Umgang mit Unerwartetem, auch mit unvorhergesehenen

Schwierigkeiten. Ein Freigeist-Fellow erschließt neue Horizonte und verbindet

kritisches Analysevermögen mit außergewöhnlichen Perspektiven und

Lösungsansätzen. Durch vorausschauendes Agieren wird der Freigeist-

Fellow zum Katalysator für die Überwindung fachlicher, institutioneller und

nationaler Grenzen.

Die Freigeist-Fellowships sind thematisch bewusst offen gehalten und richten

sich insbesondere an die Nachwuchswissenschaftler(innen), die sich zwischen

etablierten Fachgebieten bewegen.

2. Was stellt das Ziel der Förderung dar?

Die Geförderten sollen in der Frühphase ihrer wissenschaftlichen Karriere

Freiraum für die Entwicklung eines eigenen Forschungsprofils erhalten.

Durch die verlässliche Perspektive von mindestens fünf Jahren werden herausragende

Forscherpersönlichkeiten ermutigt, innovative, risikoreiche und

zwischen den etablierten Forschungsfeldern liegende Vorhaben zu bearbeiten.

Eine flexible, dem Projektverlauf und der persönlichen Entwicklung angepasste

finanzielle Ausstattung – die im Laufe der Förderdauer ergänzt

werden kann – ermöglicht somit die Eröffnung auch neuer Forschungsfelder.

3. Was sind die allgemeinen Rahmenbedingungen?

In der ersten fünfjährigen Förderphase steht die Entwicklung der Eigenständigkeit

und eines eigenen Forschungsprofils im Vordergrund. Im vierten Projektjahr

kann ein Verlängerungsantrag für bis zu drei Jahre gestellt werden.

Aufbauend auf der ersten Förderphase steht bei der Fortführung die Verstetigung

der Stelle des Bewerbers/der Bewerberin und dessen/deren Forschung

an einer akademischen Institution im Vordergrund. Dies bedeutet, dass klare

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Perspektiven für eine Verstetigung der Stelle nach Ablauf der Förderung aufgezeigt

werden müssen. Für die gastgebenden Institutionen ergibt sich der

Vorteil der besseren Planbarkeit, da der/die Kandidat(in) dann bekannt und

somit besser einschätzbar ist. Auch hier ist Flexibilität gegeben, indem für die

zweite Phase ein Wechsel an eine andere Institution möglich ist.

4. Wie viele Fellowships werden vergeben?

Zehn bis 15 Fellowships werden - abhängig vom Ergebnis der jeweiligen Begutachtung

- jährlich vergeben.

5. Wer kann sich bewerben?

Auf ein Freigeist-Fellowship kann sich bewerben, wer sich mit der Zielsetzung

identifiziert. Folgende formale Anforderungen werden an die Bewerber(innen)

gestellt:

• Promotion liegt nicht länger als fünf Jahre zurück

• Einbindung in eine Hochschule oder außeruniversitäre Forschungseinrichtung

in Deutschland mit Antritt des Fellowships

• Bereits erfolgter Wechsel des akademischen Umfelds und Orts, spätestens

mit Antragstellung, Rückkehr in Arbeitskontext der Promotionsphase

nur in Ausnahmefällen

• Bereits erfolgter Auslandsaufenthalt, spätestens ins beantragte Projekt

integriert.

6. Was kann beantragt werden?

• Die Förderdauer beträgt in der ersten Phase fünf Jahre. Nach positiver

Evaluation und der Perspektive der Verstetigung der Stelle des Fellows

kann eine zweite Phase von bis zu drei Jahren folgen, in Ausnahmefällen

bis zu fünf Jahren.

• Besoldungsgruppe des Fellows: TV-L 14, abhängig vom Karrierestadium

auch TV-L 15.

• Bewilligungssumme (Personal- und Sachmittel): In der ersten Phase

können abhängig vom Forschungsfeld und Karrierestadium bis zu

1 Mio. EUR, in der zweiten Phase noch einmal max. 400.000 EUR, jeweils

unter Einschluss der Stelle für den Antragsteller/die Antragstellerin

sowie aller Fördermodule, gewährt werden.

• Fördermodule können auch ergänzend zu einer bereits erfolgten Bewilligung

beantragt werden. Sie dienen der flexiblen Begleitung des Vorhabens

und können bspw. umfassen: Personalstellen, Sachmittel, Auslandsaufenthalte,

Kooperationen, Übersetzungen, Workshops, Aufent-

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halte an fachfremden Einrichtungen etc. Eine Antragstellung sollte –

wenn möglich – im Rahmen der jährlichen Berichterstattung über das ge-

förderte Vorhaben erfolgen.

7. Soll Lehre geleistet werden?

Eine Beteiligung der Fellows an der universitären Lehre inkl. Prüfungsver-

pflichtung sowie in der akademischen Selbstverwaltung mit in der Regel

zwei, höchstens mit vier Semesterwochenstunden wird erwartet.

8. Wie hoch ist die Eigenleistung der aufnehmenden

Institution?

In der ersten Phase wird ein substanzieller Eigenbeitrag (Räume, Computer,

Hilfskräfte, Sachmittel) erwartet. Bei außeruniversitären Einrichtungen (MPIs,

Helmholtz-Zentren, etc.) wird eine Eigenbeteiligung in Höhe von 50 % der

beantragten Mittel vorausgesetzt. Bei anderen Einrichtungen kann ggf. eine

geringere Eigenbeteiligung akzeptiert werden. Für die zweite Phase gilt darüber

hinaus, dass ggf. Mittel für Mitarbeiter bereitgestellt werden sowie in jedem

Fall eine Perspektive für die Verstetigung der Stelle des Fellows eröffnet

wird.

9. Wie kann ein Antrag gestellt werden?

Anträge können von den Bewerber(inne)n über das Antragsportal der Stiftung

https://portal.volkswagenstiftung.de eingereicht werden. Eine Anleitung

dazu findet sich online. Eine Liste der erforderlichen Unterlagen findet sich

am Ende des Merkblattes in der „Checkliste“. Eine Kontaktaufnahme mit der

Stiftung vor Antragstellung wird empfohlen.

10. In welcher Sprache ist der Antrag zu stellen?

Anträge müssen in englischer Sprache übermittelt werden. Anträge in deutscher

Sprache werden nur in Ausnahmefällen und in Absprache mit der Stiftung

entgegen genommen.

11. Gibt es einen Stichtag?

Der nächste Stichtag für Anträge ist der 15. Juni 2013.

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12. Wie erfolgt das Auswahl- und Begutachtungs-

verfahren?

Die Stiftung prüft die eingereichten Anträge in einem zweistufigen Begutachtungsprozess.

Im ersten Schritt werden sie in Gutachterkommissionen, ggf.

ergänzt durch zusätzliche schriftliche Stellungnahmen, beraten, um eine vergleichende

Begutachtung zu ermöglichen. In dieser Runde werden die Kandidat(inn)en

ausgewählt, die eingeladen werden, ihr Vorhaben vor einer Gutachterkommission

zu präsentieren. Diese ist so zusammengesetzt, dass sie

sowohl den spezifischen fachlichen Anforderungen als auch dem interdisziplinären

Charakter der jeweiligen Vorhaben gerecht wird.

Im vierten Jahr findet unter Beteiligung externer, von der Stiftung benannter

Gutachter(innen) eine Evaluation statt, die die Basis für die zweite Förderphase

darstellt (sofern diese beantragt wird).

13. Nach welchen Kriterien erfolgt die Begutachtung?

• persönliche Qualifikation des Antragstellers/der Antragstellerin

• wissenschaftliche Qualität/Originalität des Vorhabens

• je nach Ausrichtung des Vorhabens: Potenzial für Durchbrüche, neue

methodische Ansätze, interdisziplinäre Kooperation

• konstruktiver Umgang mit möglichen Risiken

• wissenschaftliche Unabhängigkeit.

14. Wie lange dauert es bis zu einer Entscheidung?

Die eingehenden Anträge werden zunächst formal geprüft. Daran schließt

sich die erste Stufe des Begutachtungsprozesses an. Dieser wird voraussichtlich

im Herbst 2013 abgeschlossen sein. Die positiv evaluierten Kandidat(inn)en

erhalten anschließend eine Einladung zur persönlichen Präsentation.

Das Auswahlkolloquium wird aller Wahrscheinlichkeit nach im Januar

2014 stattfinden. Es ist geplant, dass das Kuratorium der Stiftung anschließend

die Entscheidungen in seiner Märzsitzung 2014 trifft. Das Fellowship

sollte in der Regel innerhalb von sechs Monaten angetreten werden.

15. Kann man sich nach einem abschlägigen Bescheid

erneut bewerben?

Das ist leider nicht möglich.

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Antragsportal

Bitte nutzen Sie das Antragsportal

der VolkswagenStiftung im

Internet unter

https://portal.volkswagenstift

ung.de/vwsantrag/login.do

Vergessen Sie bitte nicht, das

dort zur Verfügung gestellte

Deckblatt auszudrucken und mit

Ihrer Unterschrift versehen an

uns zu senden. Eine Anleitung

zum Antragsportal finden Sie

online.

16. Was ist sonst noch wichtig?

Die Vergabe der neuen Fellowships wird jährlich im Rahmen einer Feierstunde

in Hannover im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen festlich gestaltet.

Um einen Erfahrungsaustausch unter den Fellows zu ermöglichen und den

Dialog zwischen den Geförderten und der Stiftung zu verstärken, wird der

Netzwerkbildung besondere Beachtung geschenkt. Dazu organisiert und

unterstützt die Stiftung regelmäßige Fellow-Treffen.

Anhang: Checkliste für das Antragsportal (s. 9.)

Es werden folgende Informationen und Dokumente (pdf-Dateien) benötigt:

Im Antragsportal ausgefüllte Formulare mit Angaben zu Antragsteller(in),

Bewilligungsempfänger (Zielinstitution), Titel, Laufzeit, Kosten und zur rechtlichen

Erklärung. Das Deckblatt bitte ausdrucken, unterschreiben und an die

Stiftung senden.

Anlagen (in der Reihenfolge des Antragsportals):

1. Anschreiben als Motivationsschreiben

2. Zusammenfassung zu Zielsetzung und Begründung des Gesamtkonzepts

in deutscher Sprache (max. 1 Seite)

3. Zusammenfassung zu Zielsetzung und Begründung des Gesamtkonzepts

in englischer Sprache (max. 1 Seite)

4. Antragsdarstellung englisch (insgesamt nicht mehr als 15 Seiten, 12 pt,

1,5-zeilig)

Die Antragsdarstellung soll folgende Angaben enthalten:

• Projektdarstellung mit Angaben zu Zielsetzung und Begründung, zum

Innovationspotenzial vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstands

und zum methodischen Vorgehen

• Zeit- und Arbeitsplan (als separate Datei)

• Konzept für die Lehre einschließlich Angaben zum zeitlichen Umfang

(mindestens zwei, höchstens vier Semesterwochenstunden)

• Begründung der Wahl der Institution und Darstellung des wissenschaftlichen

Umfeldes

• Angaben zu Kooperationspartnern (national und international)

• etwaige Vorlage des Antrags bei anderen Fördereinrichtungen

• Bibliographie zum Antrag (als separate Datei)

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5. ggf. Firmenangebote für Geräte in Höhe von über 10.000 EUR (wenn

möglich nur eine pdf-Datei)

6. CV und Publikationsliste des Antragstellers/der Antragstellerin

7. bis zu drei Veröffentlichungen des Antragstellers/der Antragstellerin

(wenn möglich in einer pdf-Datei)

8. Verbindliche Erklärung der aufnehmenden Institution,

• die Antragstellerin/den Antragsteller im Falle einer Förderung aufzunehmen,

mit ihm/ihr und ggf. den Mitarbeiter(inne)n ein Arbeitsverhältnis für

die Dauer der Förderung zu begründen, wobei der Antragsteller/die Antragstellerin

nach TV-L 14 bzw. 15 zu vergüten ist,

• zu den Eigenleistungen sowie zu den zur Verfügung gestellten Ressourcen

und Räumlichkeiten,

• dass die Durchführung der von dem Antragsteller/der Antragstellerin geplanten

Lehrveranstaltungen ermöglicht und gewährleistet wird und dass

die Einbindung der ggf. zu betreuenden Doktorand(inn)en gewährleistet

ist.

• In der zweiten Förderphase: Aussagen zur Verstetigung der Stelle des

Antragstellers/der Antragstellerin.

9. Entwurf eines anschaulichen Textes über das Projekt (max. 1 Seite), der

geeignet sein soll, es interessierten Laien näher zu bringen (z. B. ein fiktiver

Zeitungsartikel).

10. Promotionsurkunde

11. Kostenplan-Erläuterung

12. Sonstiges

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