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Geschäftsbericht 2007 - VPV Versicherungen

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<strong>Geschäftsbericht</strong> <strong>2007</strong>


Mit freundlicher Empfehlung überreichen wir Ihnen unsere <strong>Geschäftsbericht</strong>e<br />

für das Jahr <strong>2007</strong>.<br />

VEREINIGTE POSTVERSICHERUNG VVaG<br />

<strong>VPV</strong> HOLDING AG<br />

<strong>VPV</strong> LEBENSVERSICHERUNGS-AG<br />

<strong>VPV</strong> ALLGEMEINE VERSICHERUNGS-AG<br />

VEREINIGTE POSTVERSICHERUNG VVaG KONZERN<br />

Der Vorstand


Die <strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong><br />

im Überblick<br />

<strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong> insgesamt <strong>2007</strong> 2006 2005<br />

Gebuchte Bruttobeiträge Mio. EUR 545,8 549,6 550,3<br />

Anzahl Verträge Tsd. 1.784 1.846 1.888<br />

Kapitalanlagenbestand Mio. EUR 8.078,8 8.039,4 7.943,3<br />

Nettoergebnis der Kapitalanlagen Mio. EUR 314,0 309,9 335,1<br />

Laufende Durchschnittsverzinsung<br />

Aufwendungen für Versicherungsfälle<br />

in % 4,0 4,2 4,2<br />

für eigene Rechnung<br />

Aufwendungen für den Versicherungs-<br />

Mio. EUR 483,0 476,3 448,5<br />

betrieb für eigene Rechnung<br />

Versicherungstechnisches Ergebnis<br />

Mio. EUR 73,4 74,8 60,2<br />

für eigene Rechnung Mio. EUR 17,3 -2,6 23,6<br />

Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag Mio. EUR 5,5 -4,7 10,2<br />

Eigenkapital Mio. EUR 61,2 56,3 61,3<br />

Bilanzsumme Mio. EUR 8.409,0 8.345,3 8.232,6<br />

Beschäftigte insgesamt<br />

Lebensversicherungsgeschäft<br />

(<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG)<br />

Anzahl 832 856 864<br />

Gebuchte Bruttobeiträge Mio. EUR 503,7 508,1 510,1<br />

Neuzugang laufender Jahresbeitrag<br />

davon:<br />

Mio. EUR 50,1 42,4 24,2<br />

Laufende Beiträge Mio. EUR 22,9 24,0 16,5<br />

Einmalbeiträge Mio. EUR 27,2 18,4 7,7<br />

Anzahl Verträge Tsd. 1.186 1.252 1.306<br />

Stornoquote in % 4,4 4,2 4,2<br />

Kapitalanlagenbestand Mio. EUR 7.984,3 7.959,4 7.844,7<br />

Nettoergebnis der Kapitalanlagen Mio. EUR 311,7 322,6 319,4<br />

Laufende Durchschnittsverzinsung<br />

Aufwendungen für Versicherungsfälle<br />

in % 3,9 4,2 4,3<br />

für eigene Rechnung Mio. EUR 463,7 459,6 429,0<br />

Gesamtüberschuss<br />

Zuführung zur Rückstellung für<br />

Mio. EUR 57,9 76,3 79,8<br />

Beitragsrückerstattung<br />

Aufwendungen für den Versicherungs-<br />

Mio. EUR 54,4 73,3 77,3<br />

betrieb für eigene Rechnung Mio. EUR 60,8 62,4 47,8<br />

Abschlusskostensatz in % 9,3 8,8 10,8<br />

Verwaltungskostensatz<br />

Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft<br />

(<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG)<br />

in % 3,4 3,8 3,9<br />

Gebuchte Bruttobeiträge Mio. EUR 42,1 41,5 40,2<br />

Anzahl Verträge<br />

Aufwendungen für Versicherungsfälle<br />

Tsd. 598 594 582<br />

für eigene Rechnung<br />

Brutto-Schadenquote für Geschäfts-<br />

Mio. EUR 19,3 16,7 19,5<br />

jahresschäden<br />

Aufwendungen für den Versicherungs-<br />

in % 69,7 53,9 58,3<br />

betrieb für eigene Rechnung Mio. EUR 12,6 12,4 12,4<br />

Bruttokostensatz in % 29,9 29,9 32,8<br />

Kapitalanlagenbestand Mio. EUR 59,9 48,3 52,5<br />

Nettoergebnis der Kapitalanlagen Mio. EUR 2,0 1,6 1,5<br />

Laufende Durchschnittsverzinsung in % 4,3 4,1 3,5


<strong>VPV</strong><br />

Vermittlungs-<br />

GmbH<br />

40 % <strong>VPV</strong><br />

Holding AG<br />

100 %<br />

60 %<br />

<strong>VPV</strong><br />

Lebensversicherungs-<br />

AG<br />

Vereinigte<br />

Postversicherung VVaG<br />

100 %<br />

74,9 %<br />

100 % 100 %<br />

100 %<br />

<strong>VPV</strong><br />

Service<br />

GmbH<br />

<strong>VPV</strong><br />

Allgemeine<br />

Versicherungs-<br />

AG<br />

<strong>VPV</strong><br />

Beratungsgesellschaft<br />

für<br />

Altersversorgung<br />

mbH<br />

100 %<br />

Vereinigte Post.<br />

Die Makler-AG<br />

<strong>VPV</strong><br />

Grundstücksverwaltung<br />

GmbH & Co.KG<br />

100 %<br />

<strong>VPV</strong><br />

Beteiligungs-<br />

GmbH


Berichte über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Vereinigte Postversicherung VVaG<br />

<strong>VPV</strong> Holding AG<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern


2 ·<br />

Inhalt<br />

180 Jahre <strong>VPV</strong>: „Mit Tradition in die Zukunft” 4<br />

Vorwort Vorstandsvorsitzender 14<br />

Vorwort Aufsichtsratsvorsitzender 16<br />

Vereinigte Postversicherung<br />

Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit<br />

Geschäftsentwicklung im Überblick 20<br />

Organe der Vereinigten Postversicherung VVaG 21<br />

Beirat 26<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong> 28<br />

Anhang 37<br />

Bestätigungsvermerk 45<br />

Bericht des Aufsichtsrats 46<br />

Weitere Angaben zum Lagebericht <strong>2007</strong><br />

Anlage 1: Tarif der Vereinigten Postversicherung VVaG 47<br />

Anlage 2: Bestandsentwicklung im Geschäftsjahr <strong>2007</strong> 48<br />

Weitere Angaben zum Anhang<br />

Anlage 3: Entwicklung des Aktivpostens A im Geschäftsjahr <strong>2007</strong> 50<br />

<strong>VPV</strong> Holding Aktiengesellschaft<br />

Geschäftsentwicklung im Überblick 54<br />

Organe der <strong>VPV</strong> Holding AG 55<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong> 57<br />

Anhang 63<br />

Bestätigungsvermerk 66<br />

Bericht des Aufsichtsrats 67<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft<br />

Geschäftsentwicklung im Überblick 70<br />

Organe der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG 71<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong> 73<br />

Anhang 92<br />

Bestätigungsvermerk 105<br />

Bericht des Aufsichtsrats 106<br />

Weitere Angaben zum Lagebericht <strong>2007</strong><br />

Anlage 1: Tarife der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG 108<br />

Anlage 2: Bestandsentwicklung im Geschäftsjahr <strong>2007</strong> 110<br />

Weitere Angaben zum Anhang<br />

Anlage 3: Entwicklung der Aktivposten B, C I bis C III<br />

im Geschäftsjahr <strong>2007</strong> 112<br />

Anlage 4: Überschussverteilung an die Versicherungsnehmer<br />

im Jahr 2008 114


<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft<br />

Geschäftsentwicklung im Überblick 138<br />

Organe der <strong>VPV</strong> Allgemeinen Versicherungs-AG 139<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong> 140<br />

Anhang 160<br />

Bestätigungsvermerk 169<br />

Bericht des Aufsichtsrats 170<br />

Weitere Angaben zum Lagebericht <strong>2007</strong><br />

Anlage 1: Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweige und -arten 171<br />

Weitere Angaben zum Anhang<br />

Anlage 2: Entwicklung der Aktivposten A, B I bis B II<br />

im Geschäftsjahr <strong>2007</strong> 172<br />

Vereinigte Postversicherung<br />

Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit Konzern<br />

Geschäftsentwicklung im Überblick 176<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong> 177<br />

Konzernanhang 192<br />

Kapitalflussrechnung 205<br />

Konzerneigenkapitalspiegel 206<br />

Bestätigungsvermerk 207<br />

Bericht des Aufsichtsrats 208<br />

Erläuterung wichtiger Kennzahlen 209<br />

· 3


Mit Tradition in die Zukunft<br />

Vor 180 Jahren erkannte W.H. Matthias, Registraturleiter<br />

des preußischen Generalpostamtes<br />

in Berlin, die Chance, in einer starken Solidargemeinschaft<br />

die Familien der Gemeinschaftsmitglieder<br />

privat abzusichern. Er gründete die<br />

„Sterbekasse für preußische Postbeamte in<br />

Berlin“ zusammen mit 302 Gleichgesinnten –<br />

und damit die erste Lebensversicherung in<br />

Deutschland. In den nächsten Jahren entstanden<br />

weitere Sterbekassen in anderen Postdirek -<br />

tionen und berufsständischen Organisationen.<br />

Zwei Weltkriege, Währungs- und Postreformen<br />

überstanden diese Sterbekassen trotz eklatanter<br />

Einschnitte erfolgreich.<br />

Mit dem Wirtschaftswunder in den 50er Jahren<br />

des 20. Jahrhunderts setzte sich die Erfolgs -<br />

geschichte der Selbsthilfeeinrichtung der<br />

Postbediensteten fort. Die Sachversicherungstochter<br />

des Konzerns, die Unitas, heute <strong>VPV</strong><br />

All gemeine Versicherungs-AG, wurde gegründet.<br />

Mehrere Fusionen ließen die heutige <strong>VPV</strong><br />

Vereinigte Postversicherung VVaG mit Sitz in<br />

Stuttgart entstehen. Im Rahmen der Post- und<br />

Telekomprivatisierung öffnete sich das Unternehmen<br />

für Kunden des allgemeinen Marktes,<br />

was 1992 in die Gründung der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

mündete.<br />

Zu Beginn des neuen Jahrtausends passte der<br />

Konzern mit der <strong>VPV</strong> Holding AG auch die Konzernstruktur<br />

den modernen Anforderungen an.<br />

Neue und innovative Produkte wie die <strong>VPV</strong><br />

Sorglos-Rente folgten, moderne Kommunika -<br />

tionsmittel und Technologien veränderten die<br />

Arbeitsweisen und die Organisation des Unternehmens<br />

und der Kundenservices seit der<br />

Jahrtausendwende erheblich.<br />

Eines bleibt aber seit 180 Jahren und in der<br />

Zukunft gleich: Die Nähe und das persönliche<br />

Verhältnis zu unseren Versicherten und die in<br />

der Gemeinschaft begründete Stärke des Unternehmens.<br />

Eine Basis, die Vertrauen schafft.<br />

So haben wir den Sicherheitsbegriff vieler<br />

Menschen mitgeprägt – und tun dies bis heute.<br />

Der demographische Wandel führt auch weiterhin<br />

zu einem weiter zunehmenden Rückzug<br />

der sozialen Sicherungssysteme. Private und<br />

solidargemeinschaftliche Vorsorge erfährt so<br />

eine steigende Bedeutung für die Gesellschaft,<br />

unsere Mitglieder und Kunden.<br />

Die Tradition der <strong>VPV</strong> und die ihr innewohnende<br />

Verpflichtung und das Vorsorgebedürfnis<br />

unserer Kunden führen den Konzern<br />

„Mit Tradition in die Zukunft“.


Wer seine Kunden dauerhaft zufrieden stellt,<br />

sichert langfristig den eigenen Erfolg<br />

Die Basis jedes erfolgreichen Unternehmens<br />

sind seine Kunden. Je mehr treue und zufriedene<br />

Kunden ein Unternehmen hat, desto größer<br />

ist die Chance auf langfristiges Wachstum<br />

und Wertsteigerung des Unternehmens.<br />

Die <strong>VPV</strong> soll als Vorsorge-Berater im relevanten<br />

Kundenmarkt ausgerichtet werden, der im Be -<br />

sonderen von den Kundenwünschen und Kundenbedürfnissen<br />

getrieben wird. Sie grenzt sich<br />

im Markt durch die kundenorientierte Unternehmensführung<br />

ab und versteht diese Differenzierung<br />

als Grundlage für die strate gische<br />

Umsetzung hin zu mehr Wachstum und Qualität.<br />

Unsere Kunden stellen den tatsächlichen Wert<br />

der <strong>VPV</strong> dar, den es durch zielgerichtete Investitionen<br />

in die Kunden zu steigern gilt. Der<br />

Kunde, seine Anforderungen und Erwartungen<br />

und die vom Kunden wahrgenommene, dauerhafte<br />

Erfüllung derselben durch das Unternehmen<br />

sind Basis aller Unternehmensentscheidungen<br />

und Aktivitäten.<br />

Jede Aktivität muss für den Kunden einen<br />

Wert schöpfen, für den der Kunde bereit ist,<br />

einen angemessenen und kostendeckenden<br />

Preis zu zahlen. Diese Leistung erfüllt die<br />

Qualitätsanforderungen des Kunden in allen<br />

Facetten. Die Kundenzufriedenheit steigt. Sich<br />

verbunden fühlende, begeisterte Kunden empfehlen<br />

die <strong>VPV</strong> aktiv bzw. machen Mund-zu-<br />

Mund-Propaganda, schließen weitere Verträge<br />

ab, sind offen für neue Produkte.<br />

Kundenorientierung Kundenzufriedenheit Kundenbindung Kundenwert Unternehmenswert<br />

Die Kundenbeziehung wird werthaltiger für<br />

Kunde und Unternehmen. Der Kundenwert der<br />

heute schon rund eine Million umfassenden<br />

Kunden steigt, führt zu einem verbesserten<br />

Cash-Flow und steigert so den Unternehmenswert.<br />

Die <strong>VPV</strong> kann weiter investieren. Die <strong>VPV</strong><br />

wächst.


„Aktives Abholen“<br />

des Kunden heißt:<br />

>>> Ziele und Wünsche des<br />

Kunden explorieren<br />

>>> Aktiv nach Fragen und<br />

Problemen fragen<br />

>>> Altenative Lösungen<br />

präsentieren<br />

>>> Lösungsvorschlag<br />

begründen<br />

Den sich verändernden Anforderungen<br />

der Kunden begegnen<br />

Die Erfolgskette guter Beratung<br />

„Aktives Abholen“ des Kunden<br />

durch die Beratung des Vermittlers<br />

Zufriedenheit des Kunden mit Beratung und Betreuung<br />

steigert die<br />

führt zur<br />

führt zur<br />

führt zur<br />

Zufriedenheit<br />

des Kunden mit<br />

den Produkten<br />

Bindung der Kunden an die <strong>VPV</strong><br />

steigert die<br />

führt zur<br />

Anzahl neu abgeschlossener/erweiterter Verträge<br />

>>> Eine kundenorientierte Beratung durch unsere<br />

Vermittler führt nicht nur zu zufriedenen Kunden,<br />

sondern sichert auch den Erfolg im Vertrieb.


In der Vergangenheit erfolgte die private Vorsorge<br />

fürs Alter fast nur mit Produkten der<br />

<strong>Versicherungen</strong>. Die <strong>VPV</strong> hatte mit der Kapital<br />

bildenden Lebensversicherung ein – auch im<br />

Wettbewerbsvergleich – unschlagbares Produkt,<br />

um die Zukunftssicherung ihrer Kunden<br />

aus Post und Telekom zu betreiben.<br />

Heute ist der Markt sehr viel unübersichtlicher<br />

geworden. Eine Vielzahl von Anbietern – nicht<br />

nur <strong>Versicherungen</strong> – kämpft mit den unterschiedlichsten<br />

Produkten um die Vorsorge der<br />

Kunden. Dieses Überangebot lässt auch bei<br />

den Kunden der <strong>VPV</strong> den Wunsch nach einer<br />

fairen und kompetenten Beratung vorrangig<br />

werden, wie eine Reihe von Untersuchungen<br />

klar gezeigt haben.<br />

Gerade die persönliche Beratung durch den<br />

Vermittler – dies unterstreicht eine entsprechende<br />

Studie – bestimmt das Bild der Kunden<br />

von der <strong>VPV</strong> und ihren Produkten. Durch Vermittler,<br />

die im Beratungsgespräch an den<br />

Wünschen und der Lebenssituation ihrer Kun-<br />

den ansetzen und die Kunden fair und kompetent<br />

beraten, wird der Kunde an die <strong>VPV</strong> gebunden<br />

und von der Qualität der <strong>VPV</strong>-Produkte<br />

überzeugt. Eine solche Beratung führt letztlich<br />

zu einem nachhaltigen Vertriebserfolg, denn<br />

durch individuelle und passgenaue Vorsorge -<br />

lösungen wird den Menschen ihre Angst und<br />

Unsicherheit im Blick auf die Wechselfälle des<br />

Lebens genommen.<br />

Auch die Tatsache, dass Biographien längst<br />

nicht mehr so vorhersehbar und geradlinig<br />

verlaufen wie früher, trägt zur Verunsicherung<br />

der Menschen bei. Damit steigt das Bedürfnis<br />

nach flexiblen Produkten, die sich dem verändernden<br />

Bedarf der Kunden über die Laufzeit<br />

anpassen.<br />

Die Qualifizierung der Mitarbeiter, die Sicherstellung<br />

einer kompetenten, fairen Beratung<br />

und Betreuung der Kunden sowie die Einführung<br />

innovativer, flexibler Produkte wie die<br />

Sorglos-Rente sind die Konsequenzen, die die<br />

<strong>VPV</strong> aus diesen Erkenntnissen zieht.<br />

Was die Kunden der <strong>VPV</strong> im öffentlichen Dienst umtreibt<br />

„ …wenn einer das so erklärt, dass ich das<br />

verstehe, dem vertraue ich dann auch…“<br />

„ …heute bin ich Single, aber das ändert sich ja auch;<br />

und passt dann die Versicherung auch noch…“<br />

„ …wer weiss, ob ich später überhaupt noch<br />

etwas aus der gesetzlichen Rente bekomme…“<br />

„ …mir ist wichtig, dass man zwischendurch bei<br />

seinen Verträgen auch mal was ändern kann…“<br />

„ …es gibt ja so vieles, was man machen kann;<br />

da verliert man ja völlig den Überblick…“<br />

„ …was brauche ich wirklich,<br />

das ist für mich die entscheidende Frage…“


Bildungsprogramm 2008<br />

Für den Innen- und Außendienst


Eine gelebte Kundenorientierung basiert auf<br />

gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern<br />

Die <strong>VPV</strong> setzt auf ein zielgruppenspezifisches<br />

Personalmarketing, um qualifizierte Mitarbeiter<br />

zu gewinnen und zu binden.<br />

Ein Schwerpunkt liegt auf der Rekrutierung<br />

neuer Vorsorgeberater für den Vertrieb, wofür<br />

verschiedene Instrumente eingesetzt werden:<br />

Von der Anzeigenschaltung über den Aufbau<br />

einer Benchmarking-Datenbank und die Erstellung<br />

von Personalmarketingbroschüre, -flyer<br />

und Imagevideo bei JobTV24 bis hin zu Messebesuchen,<br />

wie z.B. der DKM <strong>2007</strong>. Zudem wird<br />

das interne „Headhunting“ für den Vertrieb<br />

forciert. Das Recruiting-Team recherchiert anhand<br />

eines definierten Suchprofils die Adressen<br />

potenzieller <strong>VPV</strong>-Vermittler und vermittelt<br />

Konktakte an unsere Vertriebsführungskräfte.<br />

Auch bei der Personalauswahl wird viel Wert<br />

auf Qualität gelegt, um Mitarbeiter zu gewinnen,<br />

die eine hohe Kundenorientierung und Beratungskompetenz<br />

mitbringen. Hierzu wurden<br />

moderne und innovative Auswahlinstrumente<br />

entwickelt, z. B. ein biografischer Fragebogen<br />

zur Auswahl von Vermittlern sowie verschiedene<br />

Assessment Center-Verfahren, Potenzialanalysen<br />

und Audits für Führungskräfte und<br />

für den Führungsnachwuchs.<br />

Durch ein systematisches Beurteilungsver -<br />

fahren wie das Management-Feedback für<br />

Führungskräfte, das in <strong>2007</strong> mit dem Bildungspreis<br />

der deutschen Versicherungswirtschaft,<br />

dem InnoWard, ausgezeichnet wurde, wird der<br />

stete Abgleich zwischen den Anforderungen<br />

und den individuellen Stärken und Entwicklungsfeldern<br />

unserer Führungskräfte möglich.<br />

Die regelmäßige Rückmeldung von der Passung<br />

der aktuellen Kompetenzen unserer Führungskräfte<br />

zu zukünftig Gefordertem fließt direkt<br />

ein in die strategische Personal- und Weiterbildung.<br />

Die unternehmensweite Qualifizierung<br />

unserer Führungskräfte in Themen des Manage-<br />

ments, der Unternehmensführung und des Veränderungsmanagements<br />

werden durch individuelle<br />

Maßnahmen wie Coachingprozesse oder<br />

Teamentwicklungen ergänzt.<br />

Auch die Weiterentwicklung der Mitarbeiter<br />

steht im Fokus, u. a. um die neue Strategie der<br />

Kundenorientierung umzusetzen und eine Anpassung<br />

an neue Marktgegebenheiten sicherzustellen.<br />

Neben dem Programm zur Förderung<br />

des Führungsnachwuchses (NEV) gibt es ab<br />

2008 für die Innendienstmitarbeiter die neue<br />

Fachlaufbahn. Sie verbindet fachliche Spezialisierung<br />

mit herausfordernden Zielen und einer<br />

leistungsorientierten Vergütung und richtet<br />

sich an Mitarbeiter, die über hohe Fachkompetenz<br />

und Erfahrung verfügen.


Wer Vorteile im Markt erreichen will,<br />

muss flexible Vertriebswege schaffen<br />

Die Vereinigte Post. Die Makler-AG<br />

Zur Sicherung und Weiterentwicklung der<br />

Marktposition der <strong>VPV</strong> wenden wir uns verstärkt<br />

dem Vertriebskanal der freien Vertriebe<br />

bzw. den Maklern zu.<br />

Am 13.07.<strong>2007</strong> gründete die <strong>VPV</strong> daher die<br />

Vereinigte Post. Die Makler-AG mit Sitz in<br />

Köln. Diese neue Tochtergesellschaft hat die<br />

Ziel setzung, den Vertriebsweg Makler,<br />

Mehrfach agenten und freie Vertriebe für die<br />

<strong>VPV</strong> konsequent zu erschließen.<br />

Der <strong>VPV</strong> gelang es, ein Team erfahrener Maklerspezialisten<br />

zu gewinnen, welches seit<br />

01.10.<strong>2007</strong> konzentriert am Aufbau aktiver<br />

Maklerverbindungen arbeitet. In 2008 werden<br />

neben der Schaffung der organisatorischen<br />

Voraussetzungen für den Maklervertrieb insbesondere<br />

zusätzliche Produkte und Tarife, in<br />

der Lebensversicherung z.B. ein Nettotarif,<br />

in der Sachversicherung Produkte mit makler -<br />

üblichem Deckungsumfang und angepasstem<br />

Pricing entwickelt und bereitgestellt.<br />

Die wachsende Bedeutung des<br />

Maklervertriebs<br />

1996: 23 % aller Versicherten<br />

zeigen Inte -<br />

resse an einem Vertragsabschluss<br />

über<br />

Makler<br />

1996<br />

+15%-Punkte<br />

<strong>2007</strong>: 38 % aller Versicherten<br />

zeigen Inte -<br />

resse an einem Vertragsabschluss<br />

über<br />

Makler<br />

<strong>2007</strong>


Die Stammorganisation<br />

Rund 700 Vermittlerinnen und Vermittler vor<br />

Ort sichern heute schon die individuelle und<br />

persönliche Beratung und Betreuung des Kunden.<br />

Und wir bauen weiterhin trotz massivem<br />

Wettbewerb um gute Kräfte neue Vertriebsmitarbeiter<br />

an.<br />

Wachsende Kundenanforderungen und Änderungen<br />

der gesetzlichen Rahmenbedingungen<br />

führen zur Notwendigkeit der Stärkung der<br />

fachlichen Qualifikation der Vermittler und<br />

ihrer persönlichen Präsenz vor Ort. Denn der<br />

Kunde wünscht sich vor allem Nähe und einen<br />

persönlichen Kontakt.<br />

Agenturmodell der Zukunft im Überblick<br />

Geschäftsstelle „groß“<br />

Juniorpartner Juniorpartner<br />

Juniorpartner Juniorpartner<br />

Juniorpartner<br />

Juniorpartner<br />

Geschäftsstelle „klein“<br />

Juniorpartner<br />

Potenzialagentur<br />

Juniorpartner<br />

Entwicklung Führung/Steuerung<br />

Direktionsagentur<br />

Unternehmensagentur<br />

Juniorpartner<br />

<strong>2007</strong> optimierte die <strong>VPV</strong> daher die Vermittlergewinnung<br />

und -schulung und entwickelte ein<br />

Agenturmanagementkonzept zur Hebung der<br />

vertrieblichen Potenziale. 2008 wird dies getestet<br />

und ab 2009 dann im Vertrieb umgesetzt.<br />

Zur Stärkung der regionalen Präsenz des Vermittlers<br />

führten wir zum Jahresanfang <strong>2007</strong><br />

das neue Vertriebsmarketing ein. Vermittler<br />

und Bezirksdirektoren greifen je nach regionaler<br />

Gegebenheit auf zentral bereitgestellte<br />

Verkaufsförderungspakete zum Einsatz vor Ort<br />

zu. Diese umfassen Promotionpakete, Abrufmailings,<br />

Gutscheinpakete für die Empfehlungswerbung,<br />

personalisierte Werbeartikel<br />

und regionale Anzeigen.


14 ·<br />

Vorwort<br />

Vorstandsvorsitzender<br />

vorliegend erhalten Sie die <strong>Geschäftsbericht</strong>e der Vereinigten Postversicherung VVaG,<br />

<strong>VPV</strong> Holding AG, <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG, <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

und den Konzernbericht zum Geschäftsjahr <strong>2007</strong>.<br />

180 Jahre Tradition und Innovation<br />

Der <strong>VPV</strong>-Konzern ist eines der traditionsreichsten Finanzdienstleistungsunternehmen<br />

Deutschlands. Im abgelaufenen Geschäftsjahr begingen wir unser 180-jähriges Firmenjubiläum.<br />

Unser Erfolgsrezept ist die Verbindung von Tradition und Innovation. Wir sind<br />

der älteste Vorsorgeberater des öffentlichen Dienstes; die private Vorsorge ist unser<br />

zentrales Geschäftsfeld. Unsere Mitarbeiter im Innen- und Außendienst stehen für einen<br />

qualifizierten und persönlichen Beratungsansatz mit bedarfsgerechten Produkten.<br />

Strategie Wachstum und Qualität<br />

Auch im Jahr <strong>2007</strong> haben wir unsere Unternehmensstrategie entsprechend der vorhandenen<br />

kundenorientierten Unternehmensführung konsequent weiterentwickelt.<br />

Die vor drei Jahren gestartete strategische Ausrichtung der <strong>VPV</strong> unter dem Gesichtspunkt<br />

„Wachstum und Qualität“ hat sich als erfolgreicher Wegweiser erwiesen. Ein<br />

verlässlicher Indikator für den Erfolg ist zum einen die Zufriedenheit der Kunden und<br />

zum anderen die der Außendienstmitarbeiter. Neueste Befragungen der psychonomics<br />

AG zeigen, dass über 90 % unserer Kunden und knapp 90 % unserer Außendienstmitarbeiter<br />

die <strong>VPV</strong> als gutes bis sehr gutes Unternehmen betrachten. Damit konnten<br />

wir diesen Index um weitere 10 % steigern.<br />

Mit der Gründung der eigenen Maklergesellschaft Vereinigte Post. Die Makler-AG und<br />

der operativen Aufnahme dieses Vertriebskanals wird die Wachstumsstrategie weiter<br />

verfolgt. Das <strong>VPV</strong>-Tochterunternehmen mit Sitz in Köln hat zum einen die Aufgabe,<br />

Serviceleistungen für die Versicherungsmakler zu erbringen, die <strong>VPV</strong>-Produkte vertreiben,<br />

und zum anderen selbst <strong>Versicherungen</strong>, Bausparverträge, Finanzierungen<br />

und Immobilien zu vermitteln. Aber auch die Ausschließlichkeitsorganisation, unser<br />

Hauptabsatzkanal, konnte sich in dem schwer umkämpften Vertreter-Markt durchsetzen<br />

und in quantitativer als auch qualitativer Hinsicht wachsen.<br />

Geschäftsentwicklung <strong>2007</strong><br />

Die <strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong> haben sich im Jahr <strong>2007</strong> unter schwierigen Rahmenbedingungen<br />

zufriedenstellend behauptet; die Organisation ist gewachsen und das Neugeschäft<br />

ist im Vergleich zum Vorjahr über Marktniveau gestiegen. Dafür war insbesondere<br />

die <strong>VPV</strong> Sorglos-Rente verantwort lich – eine fondsgebundene private Rentenversicherung<br />

mit attraktiven Rendite chancen. Im Neugeschäft (Summe aus laufenden<br />

und Einmalbeiträgen) hat die <strong>VPV</strong> im Berichtsjahr damit das Niveau des Rekordjahres<br />

2004 (Wegfall des Steuerprivilegs) erreicht. Es zeigt sich: Innovative Produkte und<br />

qualifizierte Beratung sind ein unzertrennliches Tandem für die Zufriedenheit unserer<br />

Kunden. Die Trendwende hin zum Bestandswachstum wurde knapp verfehlt.<br />

Von der Subprimekrise waren wir nur indirekt betroffen, da wir nicht in Wertpapiere<br />

investiert haben, die durch in den USA begebene Subprimekredite besichert sind. Allerdings<br />

hat die Subprimekrise dazu geführt, dass Wertpapiere und stille Beteiligungen<br />

von solchen Unternehmen, die in nennenswertem Umfang in dieses Marktsegment<br />

investiert haben, verstärkt Kursverluste hinnehmen mussten. Das Durch schnittsrating<br />

aller Rentenanlagen weist mit AA weiterhin einen sehr guten Wert aus.


Die verschärften Solvenzbestimmungen der Kapitalausstattungs-Verordnung werden<br />

von unseren Unternehmen deutlich erfüllt. Dies fand seinen Niederschlag in verschiedenen<br />

aktiven und interaktiven Ratings.<br />

Vorsorgeprodukte mit Garantien<br />

Nach der Sorglos-Rente kommt nun die Power-Rente. Mit dieser innovativen Produktlinie<br />

(klassische Rentenversicherung, Riesterrente und Direktversicherung) setzen wir<br />

unsere Kundenorientierung im Produktbereich fort. Die Power-Rente vereint als dynamisches<br />

Hybridprodukt die gewünschte Beitragsgarantie mit einer marktüberdurchschnittlichen<br />

Rendite und einer hohen Ertragssicherheit. Das dem Produkt innewohnende<br />

Konzept der Kapitalanlage und des Fondsmanagements zeigt sich derzeit im<br />

Markt als einzigartig und bestätigt die Innovationskraft und Leistungsstärke der <strong>VPV</strong><br />

Lebensversicherungs-AG.<br />

Kundenorientiertes Risikomanagement<br />

Unserer wert- und risikoorientierten Unternehmenssteuerung werden wir weiter ein<br />

besonderes Gewicht beimessen und ständig weiterentwickeln. Zentrales Thema ist die<br />

Steuerung der Risikosituation aller unserer Konzerngesellschaften. Wir erachten das<br />

Risikomanagement, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der kundenorientierten<br />

Unternehmensführung, als wichtigen Teil moderner Unternehmensführung. Es ist<br />

unser Ziel, nur die Risiken einzugehen, die wir beherrschen können und von denen<br />

wir glauben, dass sie dem Interesse der Kunden entsprechen. Insofern entwickeln wir<br />

unser Risikomanagementsystem, auch um den sich ständig wandelnden Vorschriften<br />

gerecht zu werden, stets weiter.<br />

Ausblick 2008<br />

Zum 01.01.2008 ist die VVG Reform in großen Teilen in Kraft getreten; die Vertriebe<br />

müssen ihre gesamte Absatzmethode ändern, was die Produktion nicht unberührt<br />

lässt. Davon abgesehen, sind wir zuversichtlich, auch 2008 ein zufriedenstellendes<br />

Neugeschäftswachstum zu erreichen.<br />

Zahlreiche Kooperationsverträge, die mit verschiedenen Großvertrieben und Makler -<br />

organisationen vereinbart wurden, werden mit Leben erfüllt. Gerade hierdurch erwarten<br />

wir zahlreiche neue Kunden. Wir werden in den kommenden Jahren auch prüfen,<br />

inwieweit weitere Beteiligungen bzw. Engagements im Maklerumfeld uns helfen können,<br />

unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Daneben wird der weitere, planmäßige<br />

Ausbau der Ausschließlichkeitsorganisation einen wichtigen Teil zur Entwicklung des<br />

Neugeschäftswachstums beitragen. Optimierungen in der Vertriebsunterstützung und<br />

die weitere Vermittlerausbildung hin zu mehr Beratung als auch neue, attraktive und<br />

leistungsstarke Produkte werden zudem die Produktivität auf Vermittlerebene erhöhen.<br />

Zur Verbesserung der Kunden- und Leistungsstrukturen haben wir das Projekt Geschäftsmodell<br />

2010 aufgesetzt. Wir erwarten von dem Projekt eine nachhaltige Reduzierung<br />

unserer Gesamtkosten.<br />

Besonderer Dank<br />

Der Erfolg unseres Konzerns gründet auf der Leistung unserer Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter und der Beziehung zu unseren Kunden. Für die <strong>2007</strong> mit großem Einsatz<br />

geleistete Arbeit danke ich unserem Außendienst und unseren Vertriebspartnern gleichermaßen<br />

wie den Mitarbeitern im Innendienst ganz herzlich. Mein besonderer Dank<br />

richtet sich an unsere Kunden und Mitglieder, die uns im Jahr <strong>2007</strong> ihr Vertrauen geschenkt<br />

haben.<br />

Stuttgart, 05. Mai 2008<br />

Alexander R. Grundmann<br />

Vorstandsvorsitzender<br />

· 15


16 ·<br />

Vorwort<br />

Aufsichtsratsvorsitzender<br />

Sehr geehrte Damen und Herren,<br />

der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung entsprechend den ihm nach Gesetz, Satzung<br />

und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht und die geschäftliche Entwicklung<br />

des <strong>VPV</strong>-Konzerns im Berichtsjahr aufmerksam verfolgt. Wir haben den Vorstand<br />

bei der Leitung des Unternehmens beraten und seine Geschäftsführung kontinuierlich<br />

begleitet und überwacht.<br />

Der Vorstand hat uns in alle Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung rechtzeitig<br />

eingebunden und informierte uns regelmäßig und ausführlich über alle wichtigen<br />

Geschäftsvorgänge. Seine schriftlichen und mündlichen Berichte diskutierten wir<br />

ausführlich in unseren Sitzungen. Auf Anregungen und Verbesserungsvorschläge des<br />

Aufsichtsrats reagierte der Vorstand in jeder Hinsicht offen und kooperativ. Die Zusammenarbeit<br />

war konstruktiv und vertrauensvoll.<br />

Wir wurden regelmäßig über die Geschäftsentwicklung des Konzerns insgesamt und<br />

in den einzelnen Sparten sowie über die Risikosituation im Konzern und die im Geschäftsjahr<br />

eingeleiteten Maßnahmen zur Erreichung der strategischen Ziele informiert.<br />

Außerdem unterrichtete er uns ausführlich über die Reform des Versicherungsvertragsgesetzes<br />

(VVG), die einen erheblichen Umsetzungsaufwand bei den <strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong><br />

verursacht hat. Auch behandelten wir das Projekt Geschäftsmodell 2010.<br />

Dieses Projekt hat zum Ziel, die Abschluss- und Verwaltungskosten auf das Niveau<br />

der für die <strong>VPV</strong> relevanten Wettbewerber zu bringen. Weiterhin erörterten wir mit dem<br />

Vorstand die Ergebnisentwicklung und Kapitalanlagestrategieplanung.<br />

Ferner war die Neuausrichtung des Vertriebsressorts mit dem Einstieg in den Maklermarkt<br />

sowie die Wachstumschancen durch eine höhere Kundenorientierung im<br />

Vertrieb Gegenstand unserer Diskussionen. Ebenfalls befassten wir uns mit den<br />

Auswirkungen von Solvency II. Der Vorstand hat uns außerdem über den Prozess der<br />

strategischen Personalentwicklung unterrichtet.<br />

Wir beschäftigten uns im Plenum schwerpunktmäßig mit den einzelnen Quartalsabschlüssen<br />

und ließen uns ausführlich über die Ergebnisentwicklung der <strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong><br />

– auch im Vergleich zu den Wettbewerbern – berichten. Die strategische Ausrichtung<br />

auf Wachstum und Qualität stand auch im Berichtsjahr mehrfach zur Debatte.<br />

Intensiv hat sich der Aufsichtsrat im Berichtszeitraum mit Fragen des Corporate<br />

Governance beschäftigt. Dabei hat er insbesondere die Effizienz des Aufsichtsrats geprüft<br />

und sich ausführlich mit dem Bericht des Compliance Officers befasst. Festgestellt<br />

wurde, dass der Aufsichtsrat seinen durch Gesetz und Satzung zugewiesenen<br />

Aufgaben in effizienter Weise nachkommt.<br />

Während des gesamten Berichtsjahrs stand ich kontinuierlich mit dem Vorstandsvorsitzenden<br />

in Kontakt, um Fragen der Strategie, der Planung, der aktuellen Geschäftsentwicklung<br />

oder des Risikomanagements des Konzerns zu besprechen. Die Arbeitnehmervertreter<br />

hatten vor jeder Aufsichtsratssitzung in gesonderten Gesprächen<br />

Gelegenheit, wichtige Themen mit mir zu besprechen.<br />

Zu keinem Zeitpunkt im Berichtsjahr sahen wir uns veranlasst, Prüfungsmaßnahmen<br />

gemäß § 111 Abs. 2 S. 1 AktG durchzuführen.<br />

Die nach der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat bestehenden Ausschüsse – Personalausschuss,<br />

Finanzausschuss, Strategieausschuss und Bilanzausschuss – haben


die ihnen zugewiesenen Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen. Über die Arbeit<br />

der Ausschüsse wurde dem Aufsichtsrat regelmäßig berichtet.<br />

Die KPMG Deutsche Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin und<br />

Frankfurt/Main, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss einschließlich<br />

Lagebericht der Einzelgesellschaften und den Konzernabschluss einschließlich<br />

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr <strong>2007</strong> geprüft und mit uneingeschränkten<br />

Bestätigungsvermerken versehen. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte<br />

der KPMG wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Über sie<br />

wurde im Bilanzausschuss mit den Abschlussprüfern ausführlich beraten. Dabei<br />

legten uns die Prüfer die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung dar und standen für<br />

Fragen und ergänzende Ausführungen zur Verfügung.<br />

Der Aufsichtsrat hat die Jahresabschlüsse und die Lageberichte zum 31. Dezember<br />

<strong>2007</strong> sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns selbst geprüft und<br />

erhebt nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfungen keine Einwendungen.<br />

Der Aufsichtsrat hat die Jahresabschlüsse des <strong>VPV</strong>-Konzerns gebilligt. Die Jahresabschlüsse<br />

gelten damit gemäß § 172 Satz 1 AktG als festgestellt. Dem Vorschlag für die<br />

Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Vorstand an.<br />

Im Aufsichtsrat haben sich folgende Änderungen ergeben: Der Arbeitnehmervertreter<br />

Ulf Dittmer ist aus persönlichen Gründen und Siegfried Schulze wegen Erreichung der<br />

Altersgrenze aus dem Aufsichtsrat der Vereinigten Postversicherung VVaG ausgeschieden.<br />

Professor Dr. Manfred Wandt und Hermann Vaupel als Vertreter für die<br />

Arbeitnehmer wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt.<br />

Aus dem Aufsichtsrat der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG ist Georg Konradi wegen Erreichung<br />

der Altersgrenze ausgeschieden. Neu wurde Bernd Pritzer in den Aufsichtsrat<br />

gewählt.<br />

Wir danken den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern für ihren engagierten und<br />

verdienstvollen Einsatz für unsere Unternehmen.<br />

Das vergangene Jahr hat wiederum hohe Anforderungen an Management und Belegschaft<br />

gestellt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeitern für ihren Einsatz bei der Umsetzung der gemeinsamen Ziele.<br />

Stuttgart, 05. Mai 2008<br />

Für den Aufsichtsrat:<br />

Werner Schorn<br />

Vorsitzender<br />

· 17


<strong>Geschäftsbericht</strong> 2002<br />

der Vereinigten Postversicherung<br />

Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit<br />

<strong>Geschäftsbericht</strong> <strong>2007</strong><br />

Vereinigte Postversicherung<br />

Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit


20 · Vereinigte Postversicherung VVaG<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG, Stuttgart<br />

Geschäftsentwicklung im Überblick<br />

<strong>2007</strong> 2006 2005<br />

Kapitalanlagenbestand Mio. EUR 91,7 89,0 89,8<br />

davon Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen Mio. EUR 88,9 89,0 89,8<br />

Sonstige Forderungen Mio. EUR 4,7 5,8 7,1<br />

davon an verbundene Unternehmen Mio. EUR 2,3 2,4 2,9<br />

Sonstige Verbindlichkeiten Mio. EUR 3,9 3,3 9,0<br />

davon gegenüber verbundenen Unternehmen Mio. EUR 0,0 0,2 5,5<br />

Eigenkapital Mio. EUR 51,6 52,0 52,2<br />

Andere Rückstellungen Mio. EUR 42,7 41,9 38,9<br />

Bilanzsumme Mio. EUR 98,2 97,2 100,1<br />

Nettoergebnis der Kapitalanlagen Mio. EUR 1,5 1,3 0,6<br />

Sonstige Erträge Mio. EUR 54,9 55,0 55,7<br />

davon aus erbrachten Dienstleistungen<br />

an verbundene Unternehmen Mio. EUR 53,3 53,2 53,7<br />

Sonstige Aufwendungen Mio. EUR 56,8 56,6 57,6<br />

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit Mio. EUR -0,4 -0,2 -1,3<br />

Steuern Mio. EUR 0,0 0,0 -0,2<br />

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag Mio. EUR -0,4 -0,2 -1,1<br />

Beschäftigte (Quartalsdurchschnitt) insgesamt Anzahl 605 622 685<br />

davon:<br />

Angestellte im Innendienst Anzahl 361 377 434<br />

Angestellte im Außendienst Anzahl 244 245 251


Organe der<br />

Vereinigten Postversicherung VVaG<br />

Hauptversammlung<br />

Werner Adloff, Hamburg<br />

Senior Consultant der Leitung der Deutschen Telekom AG<br />

Harald Ager, Kolbermoor<br />

Christian Berthold, Limbach-Oberfrohna<br />

Ernst Bohner, Bad Waldsee<br />

Edmund Deck, Rheinstetten<br />

Postoberamtsrat a. D.<br />

Otmar Dürotin, Hamm<br />

Gewerkschaftssekretär ver.di, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft<br />

Joseph Eisenried, Nürnberg<br />

Präsident a. D., DeTeSystem<br />

(bis 15.06.<strong>2007</strong>)<br />

Josef Falbisoner, München<br />

Landesbezirksleiter ver.di, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft<br />

Karin Förster, Berlin<br />

Rudolf Gremer, Stein<br />

Postoberamtsrat a. D.<br />

Hannelore Heß, Rostock<br />

Diplom-Ingenieurin, Deutsche Telekom AG<br />

Ulrike Holzmüller, Düsseldorf<br />

Postdirektorin a. D., Deutsche Post AG<br />

Joachim Jendrzey, Bad Köstritz<br />

ehem. Bezirksvorsitzender der Deutschen Postgewerkschaft<br />

Helmut Jurke, Berlin<br />

Bereichsleiter ver.di, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft<br />

Gottfried Kirchmeier, München<br />

Rainer Koch, Neuhäusel<br />

Betriebsrat DeTe Immobilien GmbH<br />

Andrea Kocsis, Mettmann<br />

Mitglied des Bundesvorstands ver.di, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG · 21


22 · Vereinigte Postversicherung VVaG<br />

Walter Kögler, Bad Kissingen<br />

(bis 15.06.<strong>2007</strong>)<br />

Georg Konradi, Bonn<br />

Direktor a. D.<br />

(bis 15.06.<strong>2007</strong>)<br />

Elisabeth Kopp, Bonn<br />

Referentin Bundesnetzagentur<br />

Bernd Lindenau, Berlin<br />

ehem. Bezirksvorsitzender der Deutschen Postgewerkschaft<br />

Erhard Lohmüller, Köln<br />

ehem. Vorstandsvorsitzender der PSD Bank Köln eG<br />

(bis 15.06.<strong>2007</strong>)<br />

Christina Meng, St. Ingbert<br />

Postbetriebsinspektorin Deutsche Postbank AG<br />

Friedrich Müller, Woltersdorf<br />

Direktor a. D.<br />

Rainhard Perske, Mosbach<br />

Abteilungspräsident a. D. Deutsche Telekom AG<br />

Uta Ramme-Stolz, Stuttgart<br />

Abteilungsleiterin Unfallkasse Post und Telekom<br />

Heide Reppel, Frankfurt<br />

Postoberrätin a. D. Deutsche Telekom AG<br />

Horst Sayffaerth, Köln<br />

stv. Bundesvorsitzender DPVKOM<br />

Andreas Schädler, Köln<br />

Vorsitzender Gesamtbetriebsrat Deutsche Post AG<br />

Rudolf Schmitt, Heusweiler<br />

Peter Schnaars, Osterholz-Scharmbeck<br />

Bezirksvorsitzender, ver.di-Bezirk Bremen-Nordniedersachsen<br />

Harald Schütz, Bremen<br />

Leiter VBV, T-Com Zentrale


Herbert Steinhäuser, Darmstadt<br />

Postamtsrat a. D.<br />

Helga Thiel, Reinsfeld<br />

Mitglied der Geschäftsführung des Gesamtbetriebsrats Deutsche Post AG<br />

Dr. Gerhard Troschke, Schwerin<br />

Präsident a. D. Deutsche Post AG<br />

Dietrich Vogler, Hamburg<br />

Abteilungspräsident a. D. Deutsche Post AG<br />

Frank von Alten-Bockum, Bonn<br />

Zentralbereichsleiter Deutsche Post AG<br />

Organe der Vereinigten Postversicherung VVaG<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG · 23


24 · Vereinigte Postversicherung VVaG<br />

Aufsichtsrat<br />

Werner Schorn, Stuttgart<br />

ehem. Vorstandsvorsitzender der <strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong><br />

(Vorsitzender)<br />

Rolf Büttner, Bingen<br />

UNI-Post-Weltpräsident Union Network International (UNI)<br />

(stv. Vorsitzender)<br />

Veronika Altmeyer, St. Augustin<br />

Ulf Dittmer, Neustadt in Holstein<br />

Verkaufsgebietsleiter *)<br />

(bis 09.10.<strong>2007</strong>)<br />

Helmut Fähnrich, Bietigheim-Bissingen<br />

Personalreferent *)<br />

Gerhard Foßeler, Kirchberg/Murr<br />

Teamleiter *)<br />

Eva Greubel, Würzburg<br />

ehem. Beamtin Deutsche Post AG<br />

Vera Hartmann, Köln<br />

Betriebsratsvorsitzende *)<br />

Franz-Josef Klare, Münster<br />

ehem. Bezirksvorsitzender der Deutschen Postgewerkschaft<br />

Ingrid Rauchmaul, Beilstein<br />

ehem. Vorstand Betreuungswerk Post Postbank Telekom<br />

Siegfried Schulze, Bochum<br />

ehem. stv. Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Deutschen Post AG<br />

(bis 15.06.<strong>2007</strong>)<br />

Hermann Vaupel, Coelbe<br />

ehem. Bezirksdirektor der <strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong> *)<br />

(seit 08.02.2008)<br />

*) Vertreter der Arbeitnehmer


Prof. Dr. Manfred Wandt, Ladenburg<br />

Professor an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/Main,<br />

Geschäftsführender Direktor des Instituts für Versicherungsrecht,<br />

Vorstandsmitglied des Institute for Law and Finance<br />

(seit 15.06.<strong>2007</strong>)<br />

Wilhelm Wegner, Wesel<br />

Vorsitzender des Konzernbetriebsrats und des<br />

Europäischen Betriebsrats der Deutschen Telekom AG<br />

Vorstand<br />

Rechtsanwalt<br />

Alexander R. Grundmann, Fellbach<br />

Vorstandsvorsitzender<br />

Diplom-Mathematiker<br />

Dr. Hans Bücken, Köln<br />

Mathematik, Produktentwicklung und Informationsverarbeitung<br />

Diplom-Ökonom<br />

Torsten Hallmann, Korntal-Münchingen<br />

Personal und Kundenservice<br />

Diplom-Kaufmann<br />

Gerhard Steck, Weissach i.T.<br />

Finanzen<br />

Die Besetzung der Vereinsorgane Aufsichtsrat und Vorstand ist gleichzeitig eine<br />

weitere Angabe zum Anhang (vergleiche Seite 44).<br />

Organe der Vereinigten Postversicherung VVaG<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG · 25


Beirat<br />

26 · Vereinigte Postversicherung VVaG<br />

Dr. Bernhard Worms, Pulheim<br />

Staatssekretär a. D., Präsident der Europäischen Senioren-Union<br />

(Vorsitzender)<br />

Bernd Pritzer, Bonn<br />

Vice President Deutsche Telekom AG<br />

(stv. Vorsitzender bis 14.06.<strong>2007</strong>)<br />

Heinz Beier, Bonn<br />

Geschäftsführer Beier Assekuranz GmbH<br />

Dr. jur. Manfred H. Bobke-von Camen, Bonn<br />

Geschäftsführer Personal Flughafen Berlin-Schönefeld<br />

Guido Kerkhoff, Bonn<br />

Leiter Konzernrechnungswesen und -controlling<br />

Deutsche Telekom AG, Konzernzentrale<br />

(seit 01.05.<strong>2007</strong>)<br />

Jürgen Kohl, Nördlingen<br />

Vertretervereinigung der Vereinigten Postversicherung e.V.<br />

Andreas Mauerer, Langenfeld<br />

Geschäftsführer DeTeAssekuranz Vermittlungs-GmbH<br />

Peter Reichelt, Winsen/Luhe<br />

Vorstandsvorsitzender Postbeamtenkrankenkasse<br />

Wolf-Dieter Rosenthal, Bonn<br />

ehem. Verbandsdirektor und Vorstandsvorsitzender Verband der PSD Banken e.V.<br />

Klaus-O. Schmidt, Langen<br />

Vorstandsmitglied der ING-DiBa<br />

Prof. Dr. Heinrich R. Schradin, Köln<br />

Professor an der Universität zu Köln,<br />

Geschäftsführender Direktor des Instituts für Versicherungswissenschaft<br />

Lothar Schröder, Bremen<br />

Mitglied des Bundesvorstands ver.di, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft<br />

Ralf Sjuts, Wolfsburg<br />

Vorstandsvorsitzender Deutsche BKK


Heinz Spies, Worms<br />

ehem. Bezirksvorsitzender der Deutschen Postgewerkschaft,<br />

Beauftragter der <strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong><br />

Prof. Dr. Rainer Stöttner, Reutlingen<br />

Professor an der Universität Gesamthochschule Kassel<br />

FB Wirtschaftswissenschaften, FG Finanzierung<br />

Prof. Dr. Manfred Wandt, Ladenburg<br />

Professor an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/Main,<br />

Geschäftsführender Direktor des Instituts für Versicherungsrecht,<br />

Vorstandsmitglied des Institute for Law and Finance<br />

(bis 15.06.<strong>2007</strong>)<br />

Jürgen Wunn, Stuttgart<br />

Vorstandsvorsitzender PSD Bank RheinNeckarSaar<br />

Organe der Vereinigten Postversicherung VVaG<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG · 27


28 · Vereinigte Postversicherung VVaG<br />

Bericht des Vorstands über das<br />

Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Lagebericht<br />

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung<br />

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Assekuranz waren <strong>2007</strong> trotz<br />

einiger Belastungen weiterhin günstig. Steigende Energiekosten und die Aufwertung<br />

des Euro, eine mögliche Rückkehr zur Inflation, aber vor allem Spannungen im internationalen<br />

Finanzsystem aufgrund der Subprime-Krise in den USA trübten die positive<br />

Dynamik jedoch zur zweiten Jahreshälfte ein.<br />

Die deutsche Versicherungswirtschaft hat an der positiven konjunkturellen Grundstimmung<br />

der Jahre 2006 und <strong>2007</strong> jedoch kaum partizipieren können. Denn die wirtschaftliche<br />

Lage der privaten Haushalte, auf die über 80 % der Versicherungsnachfrage<br />

entfallen, hat sich im Berichtsjahr nicht spürbar verbessert.<br />

Branchenspezifische Sonderfaktoren wie der weiter steigende Wettbewerbsdruck, der<br />

erreichte Grad an Marktdurchdringung oder die Auswirkungen politischer Reformen,<br />

insbesondere die VVG-Reform, wirkten sich dämpfend auf die Beitragsentwicklung<br />

aus. Die Beitragseinnahmen der Gesamtbranche sind nahezu auf Vorjahresniveau geblieben.<br />

Die Nachfrage nach Versicherungsprodukten in Deutschland entwickelte sich<br />

damit zwar weiterhin stabil, sie blieb aber im historischen und internationalen Vergleich<br />

schwach.<br />

Bericht über den Geschäftsverlauf der<br />

Vereinigten Postversicherung VVaG <strong>2007</strong><br />

Allgemeine Angaben<br />

Die Vereinigte Postversicherung VVaG steht als Muttergesellschaft an der Spitze des<br />

<strong>VPV</strong>-Konzerns. Sie betreibt das Lebensversicherungsgeschäft in Form der 1%igen<br />

Mitversicherung mit der Tochtergesellschaft <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG, welcher<br />

der originäre Versicherungsbestand im Jahre 2004 vollständig übertragen wurde. Am<br />

Konzernaufbau selbst hat sich durch die Bestandsübertragung nichts verändert, lediglich<br />

die Beteiligungsverhältnisse innerhalb des Konzerns haben sich geändert. Unser<br />

Unternehmen ist nach wie vor eine Selbsthilfeeinrichtung der Deutsche Post AG, der<br />

Deutsche Telekom AG, der Deutsche Postbank AG und der Bundesanstalt für Post und<br />

Telekommunikation. Sie unterliegt weiterhin der Aufsicht durch die Bundesanstalt für<br />

Finanzdienstleistungsaufsicht und erstellt den Jahresabschluss nach den für Versicherungsgesellschaften<br />

geltenden gesetzlichen Vorschriften.<br />

Geschäftsergebnis<br />

Das versicherungstechnische Ergebnis 1) unserer Gesellschaft aus der 1%-Beteiligung<br />

an einem ausgewählten Tarif des Neugeschäfts der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG beläuft<br />

sich im Geschäftsjahr auf 49,10 EUR (Vorjahr: 35,37 EUR).<br />

Von den Tochtergesellschaften sind Erträge in Höhe von insgesamt 1.441.096,18 EUR<br />

(Vorjahr: 1.260.565,53 EUR) vereinnahmt worden. Davon beträgt die von der <strong>VPV</strong><br />

Lebensversicherungs-AG für <strong>2007</strong> ausgeschüttete Dividende 960.000,00 EUR<br />

(Vorjahr: 640.000,00 EUR).<br />

1) Ohne Berücksichtigung der Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung


In der nichtversicherungstechnischen Rechnung belaufen sich die sonstigen Erträge<br />

auf 54.889.638,88 EUR (Vorjahr: 55.032.183,35 EUR) und die sonstigen Aufwendungen<br />

auf 56.750.243,05 EUR (Vorjahr: 56.557.918,90 EUR). Darin enthalten sind Dienstleistungserträge<br />

bzw. -aufwendungen der Tochterunternehmen in Höhe von<br />

53.290.273,59 EUR (Vorjahr: 53.171.077,76 EUR).<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag verbleibt ein Jahresfehlbetrag von<br />

366.725,13 EUR (Vorjahr: 183.359,87 EUR). Unter Berücksichtigung der Entnahme von<br />

366.725,13 EUR (Vorjahr: 535.359,75 EUR) aus den anderen Gewinnrücklagen konnte<br />

analog dem Vorjahr ein neutrales Jahresergebnis erreicht werden.<br />

Vermögens- und Ertragslage<br />

Unsere Bilanz hat sich in der Grundstruktur gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.<br />

Den größten Anteil an der Bilanzsumme haben die Kapitalanlagen in verbundenen<br />

Unternehmen mit 90,5 % gegenüber 91,6 % im Vorjahr. Diese Anlagen sind nach der<br />

bisherigen und künftigen Entwicklung voll werthaltig.<br />

Die Ertragslage unserer Gesellschaft wird maßgeblich von dem konzerninternen Verrechnungsverkehr<br />

und der Dividendenausschüttung der verbundenen Unternehmen<br />

beeinflusst.<br />

Liquidität und Kapitalausstattung<br />

Durch die Dienstleistungsverrechnungen an verbundene Unternehmen und die Dividenden<br />

aus den gehaltenen Beteiligungen verfügt unsere Gesellschaft über ausreichende<br />

liquide Mittel, um ihre Zahlungsverpflichtungen langfristig erfüllen zu können.<br />

Die Solvenzbestimmungen der Kapitalausstattungs-Verordnung werden von unserem<br />

Unternehmen deutlich erfüllt.<br />

Personalbericht<br />

Am 31.12.<strong>2007</strong> waren in der Vereinigte Postversicherung VVaG 603 Mitarbeiter und<br />

Mitarbeiterinnen angestellt. Im Innendienst waren es 355 Beschäftigte, davon waren<br />

33 Ausbildungsverhältnisse. Im Außendienst sind 248 Beschäftigte Stand 31.12.<strong>2007</strong><br />

angestellt gewesen.<br />

Die Anzahl der im Außendienst bei der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG tätigen selbständigen<br />

Vertreter nach § 84 HGB in Verbindung mit § 92 HGB erhöhte sich gegenüber<br />

dem Vorjahr von 455 auf 524.<br />

Auch im Berichtsjahr <strong>2007</strong> wurde die Rekrutierung und Auswahl neuer Vermittler zur<br />

Erreichung der ehrgeizigen Vertriebsziele intensiviert. Im Oktober wurde hierzu auch<br />

mit der Aktion „Inhouse-Recruiting“ begonnen mit dem Ziel, branchenerfahrene Vermittler<br />

für die <strong>VPV</strong> zu gewinnen.<br />

Nachdem bereits das erfolgreiche Nachwuchsentwicklungsprogramm der <strong>VPV</strong> zur<br />

Qualifikation zukünftiger Gruppenleiter/Teamleiter und Bezirksdirektoren 2006 mit<br />

dem Bildungspreis der Deutschen Versicherungswirtschaft ausgezeichnet wurde und<br />

den 1. Platz in der Kategorie „Personalentwicklung und Qualifizierung" belegte,<br />

konnte in <strong>2007</strong> die Einführung des Beurteilungssystems „Management- Feedback“<br />

ebenfalls einen hervorragenden 2. Platz erreichen. Auch diese Auszeichnung unterstreicht<br />

die qualitativ hochwertige unternehmensbezogene Mitarbeiterförderung und<br />

-entwicklung innerhalb der <strong>VPV</strong>.<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG · 29


30 · Vereinigte Postversicherung VVaG<br />

Konzernzugehörigkeit und Beziehungen zu verbundenen Unternehmen<br />

Die Vereinigte Postversicherung VVaG hat im Jahre 2001 als alleinige Gesellschafterin<br />

die <strong>VPV</strong> Holding AG gegründet. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 17,5 Mio. EUR.<br />

Daneben hält unsere Gesellschaft 100 % an der <strong>VPV</strong> Grundstücksverwaltung GmbH<br />

& Co. KG sowie 40 % an der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG.<br />

Die <strong>VPV</strong> Holding AG besitzt 60 % der Anteile an der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG,<br />

74,9 % der Anteile an der <strong>VPV</strong> Allgemeinen Versicherungs-AG und jeweils 100 % an<br />

der <strong>VPV</strong> Vermittlungs-GmbH, an der <strong>VPV</strong> Beratungsgesellschaft für Altersversorgung<br />

mbH und an der <strong>VPV</strong> Beteiligungs-GmbH. Die <strong>VPV</strong> Holding AG hat ihrerseits als alleinige<br />

Gesellschafterin die <strong>VPV</strong> Service GmbH mit einer Stammeinlage von 50 TEUR<br />

sowie im Berichtsjahr die Vereinigte Post. Die Makler-AG mit einem voll eingezahlten<br />

Grundkapital in Höhe von 100 TEUR gegründet. Für die Vereinigte Post. Die Makler-<br />

AG wurden außerdem in <strong>2007</strong> Einzahlungen in die Kapitalrücklage von insgesamt<br />

1.250 TEUR geleistet. Eine Übersicht zur Konzernstruktur ist auf der 4. Umschlagsseite<br />

dargestellt.<br />

Mit allen Gesellschaften bestehen Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträge.<br />

Diese regeln die Delegation von Angestellten, die Bereitstellung von Betriebsmitteln<br />

sowie die Übernahme von Dienstleistungsfunktionen und die darauf entfallenden<br />

Kostenerstattungen. Zwischen der <strong>VPV</strong> Holding AG und ihren Tochtergesellschaften<br />

bestehen außerdem Geschäftsleitungsverträge. Ferner bestehen Ergebnisabführungsverträge<br />

zwischen der <strong>VPV</strong> Holding AG und ihren Tochtergesellschaften, ausgenommen<br />

der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG und der Vereinigten Post. Die Makler-AG.<br />

Konzernabschluss<br />

Die Vereinigte Postversicherung VVaG und die <strong>VPV</strong> Holding AG sowie die Tochterunternehmen<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG, <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG, Vereinigte<br />

Post. Die Makler-AG, <strong>VPV</strong> Vermittlungs-GmbH und <strong>VPV</strong> Service GmbH bilden einen<br />

Konzern im Sinne von § 18 AktG. Die genannten Gesellschaften wurden gemäß § 290<br />

in Verbindung mit § 271 HGB in den Konzernabschluss der Vereinigten Postversicherung<br />

VVaG, Stuttgart, einbezogen.<br />

Weitere Konzernunternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden,<br />

sind die <strong>VPV</strong> Beratungsgesellschaft für Altersversorgung mbH, die <strong>VPV</strong> Grundstücksverwaltung<br />

GmbH & Co. KG sowie die <strong>VPV</strong> Beteiligungs-GmbH.<br />

Nachtragsbericht<br />

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres<br />

liegen nicht vor.<br />

Risiken der künftigen Entwicklung<br />

Der <strong>VPV</strong>-Konzern verfügt über eine an den Unternehmenszielen orientierte Planung<br />

sowie über sachgerechte Risikomanagement- und Controllingsysteme. Mit Hilfe dieser<br />

Instrumente werden die Risiken der künftigen Entwicklung, die den Fortbestand<br />

unseres Unternehmens gefährden oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-,<br />

Finanz- oder Ertragslage haben können, systematisch identifiziert, bewertet<br />

und gesteuert. Das Management der Risiken erfolgt weitgehend dezentral in den<br />

Fachbereichen, da hier das fachliche Wissen zur Identifizierung, Bewertung und<br />

Steuerung vorliegt. Damit der Prozess zentral gesteuert wird und in einem für den


Konzern gültigen Gesamtrahmen stattfindet, erfolgt eine Unterstützung des Prozesses<br />

durch das zentrale Risikomanagement. Das Risikofrüherkennungssystem war in<br />

<strong>2007</strong> Gegenstand einer Prüfung durch die interne Revision.<br />

Im Geschäftsjahr 2008 werden wir die Organisation, die Strategie und die Prozesse<br />

des Risikomanagements aufgrund der neu definierten Mindestanforderungen an das<br />

Risikomanagement ausrichten. Das Projekt Solvency II der Europäischen Kommission<br />

wird mittelfristig weiteren Anpassungsbedarf auslösen, denn mit Solvency II müssen<br />

Versicherer zukünftig ihre Risikostruktur und Kapitalausstattung transparenter gestalten<br />

und das individuelle Risikomanagement verbessern. Schon heute bereiten wir<br />

uns für die zukünftigen quantitativen und qualitativen Anforderungen vor und nehmen<br />

an den Quantitative Impact Studies des Committee of European Insurance and Occupational<br />

Pensions Supervisors (CEIOPS) teil.<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Oberstes Ziel unseres konzernweiten Risikomanagementsystems ist die Existenzsicherung<br />

und Substanzerhaltung aller Unternehmen der <strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong>. Daraus<br />

abgeleitet muss das Risikomanagement sicherstellen, dass die Risiken und das zum<br />

Ausgleich dieser Risiken verfügbare Risikokapital in einem gesunden Verhältnis stehen.<br />

Die Risiken der künftigen Entwicklung unserer Gesellschaft bestehen neben operativen<br />

Risiken im Wesentlichen im Halten von Beteiligungen an den Tochtergesellschaften.<br />

Hier besteht das Risiko, dass die Ertragslage der Beteiligungen aufgrund<br />

dort eingetretener ungünstiger Entwicklungen zu geringeren Ausschüttungen und zu<br />

einem eventuellen Wertberichtigungsbedarf führen.<br />

Den versicherungstechnischen Risiken der Beteiligungen begegnen wir durch eine<br />

sorgfältige Produktentwicklung, durch Zeichnungsrichtlinien und eingehende Risikoprüfungen<br />

bei allen Versicherungsanträgen, durch eine ausreichende Dotierung der<br />

versicherungstechnischen Rückstellungen, Sicherheitszuschläge in der Prämie sowie<br />

durch geeignete Rückversicherungsverträge.<br />

Die Verwaltung der Wertpapieranlagen unserer Versicherungsbeteiligungen erfolgt<br />

durch die Gen Re Capital GmbH, Köln. Das Monitoring der Kapitalanlagen insgesamt<br />

wird durch das interne Kapitalanlagencontrolling wahrgenommen. Die Trennung von<br />

Handel und Kapitalanlagencontrolling ist sowohl funktional als auch organisatorisch<br />

gewährleistet.<br />

Den Kapitalanlagerisiken begegnen die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG und die <strong>VPV</strong><br />

Allgemeine Versicherungs-AG durch eine sorgfältige Beachtung der aufsichtsrechtlichen<br />

Vorgaben und durch die Einhaltung der innerbetrieblichen Kapitalanlagerichtlinien.<br />

Ziel der Anlagepolitik ist, möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger<br />

Liquidität zu erreichen.<br />

Die operationalen Risiken resultieren aus organisatorischen und funktionalen Aspekten<br />

im Bereich der Verwaltung, des Personalwesens und der technischen Ausstattung.<br />

Diese Risiken werden durch interne Kontrollen und systemseitige Sicherungen minimiert.<br />

Wesentliche Liquiditätsrisiken im Zahlungsverkehr aufgrund der Dienstleistungsbeziehungen<br />

zwischen den Gesellschaften sind aufgrund einer laufenden<br />

Liquiditätsplanung nicht zu erwarten. Das Monitoring dieser Risiken wird durch die<br />

betreffende Fachabteilung geleistet.<br />

Veränderungsimpulse ausgehend von zukünftigen gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen<br />

Änderungen können von weit reichender Bedeutung sein, die neben Chancen<br />

auch Risiken mit sich bringen. Diese Entwicklungen werden laufend verfolgt und<br />

durch Mitarbeit in Gremien und Verbänden antizipiert bzw. erörtert.<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG · 31


32 · Vereinigte Postversicherung VVaG<br />

Die vorhandenen Eigenmittel, berechnet nach den aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsvorschriften,<br />

übersteigen die notwendigen Eigenmittel um 51,6 Mio. EUR. Insoweit<br />

werden die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für Versicherungsunternehmen<br />

erlassenen Solvabilitätsanforderungen von unserer Gesellschaft<br />

deutlich erfüllt.<br />

Mit unserem Risikomanagement-System sind Entwicklungen, die sich nachhaltig und<br />

wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können, grundsätzlich<br />

frühzeitig erkennbar. Auf entsprechende Entwicklungen wird mit geeigneten<br />

Steuerungsmaßnahmen reagiert.<br />

Verbandszugehörigkeit<br />

Die Vereinigte Postversicherung VVaG ist Mitglied des Gesamtverbandes der Deutschen<br />

Versicherungswirtschaft e.V., Berlin, des Arbeitgeberverbandes der Versicherungsunternehmen,<br />

München, und der Arbeitsgemeinschaft der Versicherungsvereine<br />

auf Gegenseitigkeit e.V., Köln.<br />

Prognosebericht<br />

Nach der konjunkturellen Dynamik der vergangenen beiden Jahre haben sich die<br />

Rahmenbedingungen für die deutsche Volkswirtschaft zuletzt etwas eingetrübt. Die<br />

aktuellen Spannungen im internationalen Finanzsystem stellen erhebliche Risiken für<br />

die wirtschaftliche Entwicklung dar. Für 2008 wird übereinstimmend nur noch eine<br />

geringe Expansion erwartet, unter günstigen Rahmenbedingungen wird das Wirtschaftswachstum<br />

etwa 2 % betragen.<br />

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geht davon aus,<br />

dass die Beitragsentwicklung 2008 weiter hinter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung<br />

zurückbleiben wird. Dies ist auch auf die kaum gebesserte wirtschaftliche Lage<br />

der privaten Haushalte zurückzuführen, bei denen weiterhin die kurzfristigen, geldnahen<br />

Anlageformen dominieren werden. Für die Lebensversicherung wird ein moderates<br />

Beitragswachstum von 2 % erwartet.<br />

Bei der Vereinigten Postversicherung VVaG erfolgt der Marktauftritt mit der Beziehung<br />

zum Kunden in erster Linie über die Tochtergesellschaften <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-<br />

AG und <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG. Aufgrund der positiven Einschätzung für<br />

diese beiden Gesellschaften gehen wir auch von einer positiven Entwicklung der Vereinigten<br />

Postversicherung VVaG in den nächsten beiden Jahren aus. Die Absicherung<br />

im Alter wird vor dem Hintergrund eines sinkenden Vorsorgeniveaus staatlicher Rentensysteme<br />

auch weiterhin ein wichtiger Motor für die Lebensversicherer sein.<br />

Um diese Chancen der zukünftigen Entwicklung im Lebensversicherungsgeschäft zu<br />

nutzen, werden wir 2008 unseren eigenen Anforderungen an ein flexibles und innovatives<br />

Vorsorgeunternehmen gerecht werden. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der<br />

Einführung der <strong>VPV</strong> Power-Rente. Hierbei handelt es sich um eine als dynamisches<br />

Hybridprodukt kalkulierte fondsgebundene Rentenversicherung, die die Vorzüge einer<br />

flexibel gestaltbaren Beitragsgarantie mit dem Ertragspotential einer optimierten Kapitalanlagestrategie<br />

kombiniert. Einen weiteren Schwerpunkt werden wir auf die Ausund<br />

Weiterbildung unseres Außendienstes legen, um auch zukünftig eine Beratungsqualität<br />

auf hohem Niveau sicherstellen zu können.


In der Schaden- und Unfallversicherung werden wir 2008 in der Sparte Unfall neue<br />

Produktvarianten einführen. Zusätzlich werden wir in enger Abstimmung mit dem<br />

Vertrieb Tarife entwickeln, die den besonderen Anforderungen unserer Partner im<br />

Maklerumfeld gerecht werden.<br />

Der Ausbau unserer Ausschließlichkeitsorganisation und unsere neu gegründete Gesellschaft<br />

Vereinigte Post. Die Makler-AG werden wesentlich dazu beitragen, unsere<br />

ehrgeizigen Wachstumsziele erreichen zu können.<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Neben den umfassenden Vertriebs- und Produktmaßnahmen werden wir in den folgenden<br />

Jahren auch intensiv an der Verbesserung unserer Prozesse und Abläufe in<br />

der Verwaltung arbeiten. Damit soll sichergestellt werden, dass wir neben den ehrgeizigen<br />

Umsatzzielen auch die Kostenziele im Rahmen unseres Geschäftsmodells 2010<br />

erreichen werden. Ziel ist es, sowohl im Abschluss- als auch im Verwaltungskostenbereich<br />

ein branchenübliches Niveau zu realisieren.<br />

Dank an die Mitarbeiter<br />

Wir danken allen Beschäftigten im Innen- und Außendienst der Vereinigten Postversicherung<br />

VVaG sowie den Beschäftigten der <strong>VPV</strong> Service GmbH und der Vereinigten<br />

Post. Die Makler-AG, die sich mit hoher Leistungsbereitschaft und großem Engagement<br />

für den Erfolg unserer Gesellschaften eingesetzt haben. Der Dank gilt gleichermaßen<br />

dem Sprecherausschuss der leitenden Angestellten und der Vertretervereinigung<br />

der Vereinigten Postversicherung e.V. für die konstruktive und vertrauensvolle<br />

Zusammenarbeit; unser Dank gilt ebenfalls den Betriebsräten unserer Gesellschaften.<br />

Stuttgart, 04. April 2008<br />

Der Vorstand<br />

Grundmann Dr. Bücken Hallmann Steck<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG · 33


Jahresbilanz zum 31. Dezember <strong>2007</strong><br />

der Vereinigten Postversicherung VVaG, Stuttgart<br />

Aktiva<br />

A. Kapitalanlagen<br />

I. Kapitalanlagen in verbundenen<br />

Unternehmen und Beteiligungen<br />

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 77.772.495,92 77.772<br />

2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11.150.000,00 11.200<br />

88.922.495,92 88.972<br />

II. Sonstige Kapitalanlagen<br />

1. Sonstige Ausleihungen<br />

a) übrige Ausleihungen 1,12 0<br />

2. Einlagen bei Kreditinstituten 2.750.000,00 20<br />

2.750.001,12 20<br />

91.672.497,04 88.992<br />

B. Forderungen<br />

I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen<br />

Versicherungsgeschäft an:<br />

1. Versicherungsnehmer 2.347,54 2<br />

2. Versicherungsvermittler 2.051,68 0<br />

4.399,22 2<br />

II. Sonstige Forderungen 4.656.040,43 5.832<br />

davon an verbundene Unternehmen:<br />

EUR 2.286.540,17 (31.12.2006 TEUR 2.365)<br />

4.660.439,65 5.834<br />

C. Sonstige Vermögensgegenstände<br />

I. Sachanlagen und Vorräte 1.492.929,16 1.930<br />

II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten,<br />

Schecks und Kassenbestand 22.514,59 7<br />

1.515.443,75 1.937<br />

D. Rechnungsabgrenzungsposten<br />

I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 260.059,99 277<br />

II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 119.535,50 131<br />

379.595,49 408<br />

Summe der Aktiva 98.227.975,93 97.171<br />

Gemäß § 73 VAG bestätige ich, dass das Sicherungsvermögen vorschriftsmäßig angelegt und aufbewahrt ist.<br />

Stuttgart, 26. März 2008; Jocher, Treuhänder<br />

34 · Vereinigte Postversicherung VVaG<br />

EUR EUR<br />

31.12.<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

31.12.2006<br />

in TEUR


Passiva<br />

A. Eigenkapital<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

I. Kapitalrücklage 337.993,08 338<br />

II. Gewinnrücklagen<br />

1. Verlustrücklage gem. § 37 VAG 21.000.000,00 21.000<br />

2. andere Gewinnrücklagen 30.285.180,88 30.652<br />

51.285.180,88 51.652<br />

III. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,00 0<br />

51.623.173,96 51.990<br />

B. Versicherungstechnische Rückstellungen<br />

I. Deckungsrückstellung<br />

1. Bruttobetrag 3.641,16 1<br />

II. Rückstellung für erfolgsabhängige und<br />

erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung<br />

1. Bruttobetrag 500,00 0<br />

4.141,16 1<br />

C. Andere Rückstellungen<br />

I. Rückstellungen für Pensionen<br />

und ähnliche Verpflichtungen 37.257.935,20 34.825<br />

II. Steuerrückstellungen 0,00 1.599<br />

III. Sonstige Rückstellungen 5.486.363,00 5.480<br />

42.744.298,20 41.904<br />

D. Andere Verbindlichkeiten<br />

I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen<br />

Versicherungsgeschäft gegenüber:<br />

1. Versicherungsnehmern 133,49 0<br />

2. Versicherungsvermittlern 0,00 0<br />

133,49 0<br />

II. Sonstige Verbindlichkeiten 3.856.229,12 3.276<br />

davon gegenüber verbundenen Unternehmen:<br />

EUR 0,00 (31.12.2006 TEUR 159)<br />

davon aus Steuern:<br />

EUR 723.154,40 (31.12.2006 TEUR 586)<br />

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:<br />

EUR 0,00 (31.12.2006 TEUR 0)<br />

EUR EUR<br />

31.12.<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

31.12.2006<br />

in TEUR<br />

3.856.362,61 3.276<br />

Summe der Passiva 98.227.975,93 97.171<br />

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten B I der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341 f HGB sowie der aufgrund des<br />

§ 65 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist. Altbestand im Sinne des § 11 c VAG und des Artikels 16 § 2 Satz 2 des Dritten Durchführungsgesetzes/EWG<br />

zum VAG ist nicht vorhanden.<br />

Stuttgart, 20. März 2008; Dr. Gauß, Dipl.-Math., Verantwortlicher Aktuar<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG · 35


Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember <strong>2007</strong><br />

der Vereinigten Postversicherung VVaG, Stuttgart<br />

I. Versicherungstechnische Rechnung<br />

1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung<br />

Gebuchte Bruttobeiträge 4.617,21 2<br />

2. Erträge aus Kapitalanlagen<br />

a) Erträge aus Beteiligungen 960.000,00 746<br />

davon aus verbundenen Unternehmen:<br />

EUR 960.000,00 (Vorjahr: TEUR 746)<br />

b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen<br />

aa) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 505.439,95 516<br />

davon aus verbundenen Unternehmen:<br />

EUR 481.096,18 (Vorjahr: TEUR 514)<br />

c) Erträge aus Zuschreibungen 0,00 0<br />

d) Gewinne aus dem Abgang<br />

von Kapitalanlagen 31.393,16 56<br />

1.496.833,11 1.318<br />

3. Sonstige versicherungstechnische Erträge<br />

für eigene Rechnung 431,15 1<br />

4. Aufwendungen für Versicherungsfälle<br />

für eigene Rechnung<br />

a) Zahlungen für Versicherungsfälle<br />

aa) Bruttobetrag 230,53 0<br />

5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen<br />

Netto-Rückstellungen<br />

a) Deckungsrückstellung<br />

aa) Bruttobetrag -2.350,97 -1<br />

6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und<br />

erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen<br />

für eigene Rechnung 385,63 0<br />

7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb<br />

für eigene Rechnung<br />

a) Abschlussaufwendungen 1.835,04 2<br />

b) Verwaltungsaufwendungen 559,42 0<br />

2.394,46 2<br />

8. Aufwendungen für Kapitalanlagen<br />

a) Aufwendungen für die Verwaltung von<br />

Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und<br />

sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 7.108,03 37<br />

9. Sonstige versicherungstechnische<br />

Aufwendungen für eigene Rechnung 23,30 0<br />

10. Versicherungstechnisches Ergebnis<br />

für eigene Rechnung 1.489.388,55 1.281<br />

II. Nichtversicherungstechnische Rechnung<br />

1. Sonstige Erträge 54.889.638,88 55.032<br />

2. Sonstige Aufwendungen 56.750.243,05 56.557<br />

-1.860.604,17 -1.525<br />

3. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -371.215,62 -244<br />

4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -15.461,49 -79<br />

5. Sonstige Steuern 10.971,00 18<br />

-4.490,49 -61<br />

6. Jahresfehlbetrag -366.725,13 -183<br />

7. Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 -352<br />

8. Entnahmen aus Gewinnrücklagen<br />

a) aus anderen Gewinnrücklagen 366.725,13 535<br />

9. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,00 0<br />

36 · Vereinigte Postversicherung VVaG<br />

EUR<br />

<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

2006<br />

in TEUR


Anhang<br />

Der Jahresabschluss und Lagebericht wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches<br />

in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen<br />

erstellt.<br />

Bewertungsmethoden für Aktiva<br />

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt durch Ansatz der<br />

Anschaffungskosten.<br />

Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden mit dem Nennwert angesetzt.<br />

Bei den sonstigen Ausleihungen sind die Beitragsumlagen an den Sicherungsfonds<br />

für die Lebensversicherer bilanziert.<br />

Einlagen bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.<br />

Forderungen sind mit den Nennbeträgen nach Abzug von Wertberichtigungen<br />

bilanziert.<br />

Noch nicht fällige Ansprüche an Versicherungsnehmer werden als berechneter Forderungsbetrag<br />

aus der Mitversicherungsabrechnung zur <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

eingestellt.<br />

Bei den Sachanlagen und Vorräten ist die Betriebs- und Geschäftsausstattung zu<br />

den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der steuerlich zulässigen linearen<br />

Abschreibungen bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung<br />

voll abgeschrieben. Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten bewertet.<br />

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand sind mit den<br />

Nominalbeträgen angesetzt.<br />

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Passiva<br />

Die Deckungsrückstellung für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft, die<br />

Ansprüche für geleistete, rechnungsmäßig gedeckte Abschlusskosten und der Fonds<br />

für Schlussüberschussanteile innerhalb der Rückstellung für Beitragsrückerstattung<br />

sind versicherungsmathematisch nach der prospektiven Methode und mit impliziter<br />

Berücksichtigung der künftigen Kosten berechnet. Einmalige Abschlusskosten sind<br />

nach dem Zillmerverfahren in den einzelnen Deckungsrückstellungen nur insoweit<br />

verrechnet, als sich dadurch keine negativen Werte ergeben.<br />

Alle Leistungen der Versicherungsverträge sind dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend<br />

berücksichtigt. Diese Leistungen umfassen dabei auch garantierte Rückkaufswerte<br />

sowie beitragsfreie Versicherungsleistungen.<br />

Die technische Verwaltungskostenrückstellung für beitragsfreie Jahre ist in der<br />

Deckungsrückstellung enthalten.<br />

Die Bewertung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt<br />

nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Als Rechnungsgrundlagen dienen<br />

die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von<br />

6 %. Für Versorgungsberechtigte, deren Arbeitsverhältnis seit dem 01.10.2002 bzw.<br />

01.01.2006 auf die <strong>VPV</strong> Service GmbH übergegangen ist, wird gemäß § 8 des Betriebsüberleitungsvertrages<br />

vom 05.08./07.08.2002 bzw. 19.12./20.12.2005 auch weiterhin<br />

eine Pensionsrückstellung gebildet. Der ohne den marktüblichen Zins ermittelte Aufwand<br />

für die Pensionsrückstellung wird von der <strong>VPV</strong> Service GmbH gemäß § 9 des<br />

Betriebsüberleitungsvertrages erstattet.<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG · 37


38 · Vereinigte Postversicherung VVaG<br />

Die Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen sind unter der Verwendung der<br />

Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Zinssatz von 5,5 % berechnet.<br />

In der Berechnung der Rückstellung für Altersteilzeit sind alle Mitarbeiter der<br />

Gesellschaft berücksichtigt, die bereits ein Altersteilzeitverhältnis vereinbart haben.<br />

Die Berechnungen erfolgen unter Anwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr.<br />

Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von 5,5 %.<br />

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind nach Maßgabe des<br />

voraussichtlichen Bedarfs angesetzt.<br />

Verbindlichkeiten sind mit den Nennbeträgen (Rückzahlungsbeträgen) ausgewiesen.


Erläuterungen zu den Aktiva der Bilanz<br />

Zu A Kapitalanlagen<br />

Die Entwicklung der zu diesen Bilanzposten gehörenden Positionen im Geschäftsjahr<br />

ist in Anlage 3 (Seite 50-51) zusammengefasst dargestellt.<br />

Zu A-I-1 Anteile an verbundenen Unternehmen<br />

Name und Sitz des Unternehmens Anteile Eigenkapital Jahresergebnis<br />

% EUR EUR<br />

<strong>VPV</strong> Holding AG, Stuttgart 100 44.994.056,55 2.485.509,97<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG, Stuttgart<br />

<strong>VPV</strong> Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG,<br />

40 79.529.650,19 3.500.000,00<br />

Stuttgart 100 5.546.387,72 -69.822,13<br />

Zu A-I-2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen<br />

Ausgewiesen sind zwei zu marktüblichen Bedingungen ausgelegte Tilgungsdarlehen<br />

an die <strong>VPV</strong> Holding AG.<br />

Zu Entwicklung der Aktivposten A I bis A II im Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Die Entwicklung dieser Aktivposten ist in Anlage 3 (Seite 50-51) dargestellt.<br />

Zu D Rechnungsabgrenzungsposten<br />

Die abgegrenzten Zinsen betreffen Darlehen an die <strong>VPV</strong> Holding AG.<br />

In den sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen vorausbezahlte<br />

Wettbewerbe enthalten.<br />

Erläuterungen zu den Passiva der Bilanz<br />

Zu A Eigenkapital<br />

Die unter Ziffer II ausgewiesenen Gewinnrücklagen weisen im Geschäftsjahr folgende<br />

Entwicklung auf:<br />

Verlustrücklage Andere<br />

gem. § 37 VAG Gewinnrücklagen<br />

EUR EUR<br />

Stand am 01.01.<strong>2007</strong> 21.000.000,00 30.651.906,01<br />

Zuführung/Entnahme im Geschäftsjahr 0,00 366.725,13<br />

Stand am 31.12.<strong>2007</strong> 21.000.000,00 30.285.180,88<br />

Zuweisungen zu der Verlustrücklage gemäß § 37 VAG sind nicht erforderlich, da mit<br />

21,0 Mio. EUR bereits der satzungsmäßige Höchstbetrag erreicht ist.<br />

Anhang<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG · 39


40 · Vereinigte Postversicherung VVaG<br />

Zu B-I Deckungsrückstellung<br />

Die Berechnung der Deckungsrückstellung wird mit den folgenden Rechnungsgrundlagen<br />

durchgeführt:<br />

Anteil Sterbetafel Rechnungszins Zillmersatz<br />

16,2 % DAV 1994 T M bzw. F 2,25 % 40 ‰ der Beitragssumme<br />

83,8 % DAV 1994 T M bzw. F 2,75 % 40 ‰ der Beitragssumme<br />

Zu B-II Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige<br />

Beitragsrückerstattung<br />

Stand am 1.1.<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

200,00<br />

Entnahme im Geschäftsjahr 85,63<br />

Zuführung im Geschäftsjahr 385,63<br />

Stand am 31.12.<strong>2007</strong> 500,00<br />

In der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zum 31.12.<strong>2007</strong> sind bereits festgelegte<br />

aber noch nicht zugeteilte, laufende Überschussanteile mit einer Summe von<br />

160 EUR enthalten. Ferner sind in der Rückstellung Mittel im Betrag von 210 EUR als<br />

Fonds für Schlussüberschussanteile gebunden. Dieser Fonds beinhaltet auch Mittel<br />

für die Mindestbeteiligung der Versicherungsnehmer an den Bewertungsreserven.<br />

Der Fonds wird einzelvertraglich gemäß § 28 Abs. 7 RechVersV mit einem Zinssatz<br />

von 5,0 % ermittelt; die Höhe dieses Zinssatzes ist unter Berücksichtigung von Tod<br />

und Storno festgelegt.<br />

Die Überschussverteilung bei der Vereinigten Postversicherung VVaG entspricht der<br />

Verteilung bei der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG. Der Ausweis ist auf den Seiten 114 ff.<br />

dargestellt.<br />

Zu C Andere Rückstellungen<br />

In der Unterposition „Sonstige Rückstellungen“ sind die Aufwendungen für Altersteilzeit<br />

mit 1.629 TEUR, für Bonifikationen/variable Vergütungen mit 1.557 TEUR, für Jubiläen<br />

mit 639 TEUR, für Zeitguthaben mit 352 TEUR sowie für weitere Aufwendungen<br />

enthalten.<br />

Zu D-I Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen<br />

Versicherungsgeschäft<br />

Der Unterposten Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern beinhaltet<br />

verzinslich angesammelte Überschussanteile im Betrag von 133,49 EUR<br />

(Vorjahr: 31,94 EUR).<br />

Zu D-II Sonstige Verbindlichkeiten<br />

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von weniger als fünf Jahren.<br />

Durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestanden nicht.


Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom<br />

1. Januar bis 31. Dezember <strong>2007</strong><br />

Zu I-1 Gebuchte Bruttobeiträge<br />

Die gebuchten Bruttobeiträge gliedern sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:<br />

<strong>2007</strong> 2006<br />

EUR EUR<br />

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft<br />

Einzelversicherungen 4.617,21 2.255,04<br />

Kollektivversicherungen 0 0<br />

Gesamt 4.617,21 2.255,04<br />

Laufende Beiträge 4.617,21 2.255,04<br />

Einmalbeiträge 0 0<br />

Gesamt 4.617,21 2.255,04<br />

Beiträge mit Gewinnbeteiligung 4.617,21 2.255,04<br />

Beiträge ohne Gewinnbeteiligung<br />

Beiträge bei denen das Kapitalanlagerisiko von<br />

0 0<br />

den Versicherungsnehmern getragen wird 0 0<br />

Gesamt<br />

In Rückdeckung übernommenes<br />

4.617,21 2.255,04<br />

Versicherungsgeschäft 0 0<br />

Gesamtes Versicherungsgeschäft 4.617,21 2.255,04<br />

Zu I-2 a) Erträge aus Beteiligungen<br />

Bei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich um die von der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

für das Jahr <strong>2007</strong> ausgeschüttete Bardividende in Höhe von<br />

960.000,00 EUR, die phasengleich vereinnahmt wurde.<br />

Weitere Angaben<br />

Sonstige finanzielle Verpflichtungen<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 3 HGB)<br />

Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Satz 1 Nr. 3 HGB stellten<br />

sich die Verpflichtungen aus Mietverträgen auf 0,7 Mio EUR.<br />

Gemäß der Verordnung über die Finanzierung des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer<br />

(SichLVFinV) sind wir zur Mitgliedschaft verpflichtet. Dieser Fonds kann<br />

zusätzlich zur laufenden Beitragsverpflichtung Sonderbeiträge bis zur Höhe von<br />

1 Promille aus der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen<br />

erheben. Nachdem unsere Gesellschaft gegenwärtig das Versicherungsgeschäft als<br />

offene Mitversicherung mit einer 1%igen Beteiligung an einem ausgewählten Tarif des<br />

Neugeschäfts der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG betreibt, bestehen finanzielle Verpflichtungen<br />

gegenüber dem Sicherungsfonds nur in einem sehr geringen Umfang.<br />

Anhang<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG · 41


42 · Vereinigte Postversicherung VVaG<br />

Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 7 HGB)<br />

Es wurden durchschnittlich beschäftigt (ermittelt nach dem Quartalsdurchschnitt):<br />

<strong>2007</strong> 2006<br />

Personen Personen<br />

Prokuristen 13 13<br />

Angestellte im Innendienst 318 329<br />

(davon gewerbliche Arbeitnehmer) (0) (1)<br />

Angestellte im Außendienst 244 245<br />

Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer 575 587<br />

Auszubildende 30 35<br />

Beschäftigte insgesamt 605 622<br />

Angaben zu Provisionen und sonstigen Bezügen der Versicherungsvertreter<br />

sowie Personalaufwendungen<br />

(§ 51 Abs. 5 RechVersV i.V.m. § 285 Satz 1 Nr. 8 Buchstabe b HGB)<br />

<strong>2007</strong> 2006<br />

TEUR TEUR<br />

1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne von<br />

§ 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 727 692<br />

2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne von § 92 HGB 1 0<br />

3. Löhne und Gehälter 36.031 35.317<br />

4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 5.249 5.536<br />

5. Aufwendungen für Altersversorgung 2.209 3.405<br />

6. Aufwendungen insgesamt 44.217 44.950


Angaben zum Zeitwert der Kapitalanlagen und zu den in die Überschussbeteiligung<br />

einzubeziehenden Bewertungsreserven<br />

(§§ 54, 55 und 56 RechVersV)<br />

Bilanz- und Zeitwerte der Kapitalanlagen<br />

Bilanzwert Zeitwert<br />

Aktivposten zum 31.12.<strong>2007</strong> zum 31.12.<strong>2007</strong><br />

EUR EUR<br />

A I. Kapitalanlagen in verbundenen<br />

Unternehmen und Beteiligungen<br />

1. Anteile an verbundenen<br />

Unternehmen<br />

2. Ausleihungen an verbundene<br />

77.772.495,92 123.099.581,79<br />

Unternehmen 11.150.000,00 10.233.964,95<br />

A II. Sonstige Kapitalanlagen<br />

1. Sonstige Ausleihungen<br />

a) übrige Ausleihungen 1,12 1,12<br />

2. Einlagen bei Kreditinstituten 2.750.000,00 2.750.000,00<br />

Insgesamt 91.672.497,04 136.083.547,86<br />

Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt gemäß § 56 RechVersV. Für die unter Posten A I.1.<br />

zu Anschaffungskosten bilanzierten Kapitalanlagen wird für die Zeitwertberechnung<br />

die Ertragswert-Methode angewandt. Die Zeitwerte für die unter Posten A I.2. zum<br />

Nennwert bilanzierten Kapitalanlagen werden nach der Barwert-Methode ermittelt.<br />

Bei Posten A II.1. ist als Zeitwert der anteilige Unternehmenswert angesetzt. Die<br />

angewandten Methoden entsprechen der Empfehlung des Gesamtverbandes der<br />

Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV).<br />

In die Überschussbeteiligung einzubeziehende Kapitalanlagen<br />

zu Anschaffungskosten<br />

EUR<br />

1.925,12<br />

zu beizulegenden Zeitwerten 2.857,75<br />

Saldo am 31.12.<strong>2007</strong> 932,63<br />

Die Bewertungsreserven für die anspruchberechtigten Versicherungsverträge betragen<br />

zum Stichtag 31.12.<strong>2007</strong> 932,63 EUR. Hieran werden unsere Versicherungsnehmer<br />

mindestens in Höhe von 50 % beteiligt. Unterjährige Wertänderungen werden ab<br />

2008 monatlich auf Basis des Unterschieds zwischen neu ermitteltem Zeitwert der<br />

gesamten Kapitalanlagen zu letztem Bilanzwert (31.12.) unter Beachtung der Bestandsfortschreibung<br />

berücksichtigt. Weitere Einzelheiten sind der Überschussverteilung<br />

bei der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG auf den Seiten 114 ff. zu entnehmen, die<br />

der Verteilung unserer Gesellschaft entspricht.<br />

Anhang<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG · 43


44 · Vereinigte Postversicherung VVaG<br />

Bezüge der Gesellschaftsorgane<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB)<br />

An den Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr Vergütungen in Höhe von<br />

122.456,12 EUR geleistet.<br />

Die an den Beirat im Geschäftsjahr gezahlten Vergütungen betrugen 28.014,56 EUR.<br />

Die Bezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr auf 1.154.237,32 EUR.<br />

An frühere Vorstandsmitglieder oder deren Hinterbliebene wurden Pensionszahlungen<br />

in Höhe von 732.881,10 EUR geleistet. Die Rückstellungen für Anwartschaften<br />

und laufende Renten für diesen Personenkreis betragen 7.976.900,00 EUR.<br />

Gesellschaftsorgane<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 10 HGB)<br />

Die Besetzung der Vereinsorgane Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand ist<br />

auf Seite 21-25 aufgeführt. Die Zusammensetzung des Beirates ist der Seite 26-27 zu<br />

entnehmen.<br />

Beitragssumme des eingelösten Neugeschäfts<br />

(GDV-Kennzahlenkatalog VR 60/95)<br />

Die Beitragssumme des selbst abgeschlossenen eingelösten Neugeschäfts beträgt<br />

im Geschäftsjahr 49,1 TEUR. Sie ist definiert als der jährliche statistische Zahlbeitrag<br />

multipliziert mit der entsprechenden Beitragszahlungsdauer zuzüglich der Einmalbeiträge<br />

aus dem Neuzugang des Geschäftsjahres.<br />

Stuttgart, 04. April 2008<br />

Der Vorstand<br />

Grundmann Dr. Bücken Hallmann Steck


Bestätigungsvermerk<br />

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung<br />

sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der<br />

Vereinigten Postversicherung VVaG, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar<br />

bis 31. Dezember <strong>2007</strong> geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss<br />

und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den<br />

ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands<br />

des Vereins. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten<br />

Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung<br />

und über den Lagebericht abzugeben.<br />

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom<br />

Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger<br />

Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und<br />

durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des<br />

durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung<br />

und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und<br />

Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei<br />

der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit<br />

und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Vereins sowie die Erwartungen<br />

über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die<br />

Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise<br />

für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend<br />

auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der<br />

angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des<br />

Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und<br />

des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend<br />

sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.<br />

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.<br />

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse<br />

entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden<br />

Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger<br />

Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes<br />

Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Vereins. Der Lagebericht steht in<br />

Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von<br />

der Lage des Vereins und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung<br />

zutreffend dar.<br />

Stuttgart, 22. April 2008<br />

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft<br />

Aktiengesellschaft<br />

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft<br />

Martin Berger Katrin Renner<br />

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG · 45


46 · Vereinigte Postversicherung VVaG<br />

Bericht des Aufsichtsrats<br />

Der Aufsichtsrat der Vereinigten Postversicherung VVaG befasste sich im Geschäftsjahr<br />

<strong>2007</strong> mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens. Er wurde durch den<br />

Vorstand regelmäßig und ausführlich über die laufenden Geschäfte und die Lage des<br />

Versicherungsunternehmens unterrichtet. Der Vorstand lieferte fundierte Informationen<br />

zu allen geforderten Punkten. Die Geschäftsführung des Vorstandes wurde laufend<br />

überwacht. Sämtliche Themen wurden im angemessenen Umfang erörtert. Der<br />

Vorstand erteilte alle verlangten Auskünfte und beantwortete Nachfragen ausführlich.<br />

Bei sämtlichen Angelegenheiten des Tagesgeschäfts, die eine Mitwirkung des Aufsichtsrats<br />

erforderten, fassten die Mitglieder des Aufsichtsrats die notwendigen Beschlüsse.<br />

Der Aufsichtsrat ist im Jahr <strong>2007</strong> viermal zu Sitzungen zusammengetreten.<br />

Zwischen den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand durch schriftliche Berichte,<br />

insbesondere Quartalsberichte, über wesentliche Geschäftsentwicklungen informiert.<br />

Ein Beauftragter des Aufsichtsrates wurde mit der Prüfung spezieller Sachverhalte<br />

beauftragt.<br />

Zur Unterstützung seiner Tätigkeit hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte Ausschüsse<br />

gebildet. Der Personalausschuss befasst sich insbesondere mit den personellen Angelegenheiten<br />

der Vorstandsmitglieder. Er hat im Berichtsjahr zweimal getagt. Durch<br />

den Finanzausschuss werden die Vermögensanlagen von besonderer Bedeutung genehmigt.<br />

Er kam im Jahr <strong>2007</strong> zu einer Sitzung zusammen. Der Bilanzausschuss hat<br />

in einer Sitzung zusammen mit dem Wirtschaftsprüfer den <strong>Geschäftsbericht</strong> und den<br />

Prüfungsbericht des Prüfers erörtert.<br />

Der Aufsichtsrat befasste sich insbesondere mit grundsätzlichen und strategischen<br />

Fragen der Geschäftspolitik. Hierzu bildete er einen Strategieausschuss, welcher im<br />

Berichtszeitraum einmal tagte. Die Unternehmensplanung und -entwicklung waren<br />

ein wesentlicher Punkt der Erörterungen. Über die Entwicklungen im Vertrieb und<br />

beim Neugeschäft hat der Vorstand regelmäßig und ausführlich berichtet.<br />

Der Verantwortliche Aktuar hat an der bilanzbeschließenden Aufsichtsratssitzung teilgenommen<br />

und uns die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts zur<br />

versicherungsmathematischen Bestätigung vorgestellt. Einwendungen oder zusätzliche<br />

Anmerkungen haben wir nicht zu erheben.<br />

Mit der Prüfung des vorliegenden Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr <strong>2007</strong> und<br />

des zugehörigen Lageberichts wurde die KPMG, Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG,<br />

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin und Frankfurt/Main, beauftragt. Die Prüfung<br />

hat zu keinen Beanstandungen Anlass gegeben. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk<br />

des Prüfers liegt vor.<br />

Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsbericht zustimmend Kenntnis genommen und<br />

zu ihm keine Bemerkungen zu machen.<br />

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine<br />

Einwendungen zu erheben. Er billigt den vorgelegten Jahresabschluss <strong>2007</strong>, der<br />

somit gemäß § 172 Aktiengesetz in Verbindung mit § 341 a Abs. 4 des Handelsgesetzbuches<br />

festgestellt ist.<br />

Der Aufsichtsrat dankt allen Beschäftigten im Innen- und Außendienst und dem<br />

Vorstand für die im Jahre <strong>2007</strong> geleistete Arbeit.<br />

Stuttgart, 02. Mai 2008<br />

Der Aufsichtsrat<br />

Werner Schorn<br />

Vorsitzender


Weitere Angaben zum Lagebericht <strong>2007</strong><br />

Für den Neuzugang geöffneter Tarif der<br />

VEREINIGTEN POSTVERSICHERUNG VVaG<br />

Kapitalversicherung auf den Todes- und Erlebensfall nach dem Vermögensbildungsgesetz<br />

im Rahmen eines Konsortialvertrags mit der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Anlage 1<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG · 47


Bewegung des Bestandes an Lebensversicherungen<br />

im Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

48 · Vereinigte Postversicherung VVaG<br />

A. Bewegung des Bestandes an selbst abgeschlossenen<br />

Gesamtes<br />

selbst abgeschlossenes<br />

Versicherungsgeschäft<br />

Anzahl Lfd. Beitrag Einmal- Versich.-summe<br />

der für ein Jahr beitrag bzw. 12-fache<br />

<strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR in Tsd. EUR Jahresrente<br />

in Tsd. EUR<br />

I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 10 3 77<br />

II. Zugang während des Geschäftsjahres<br />

1. Neuzugang<br />

a) eingelöste Versicherungsscheine<br />

b) Erhöhungen der Versicherungssummen<br />

2. Erhöhungen der Versicherungssummen durch Überschussanteile<br />

3. Übriger Zugang<br />

7 3 49<br />

4. Gesamter Zugang<br />

III. Abgang während des Geschäftsjahres<br />

1. Tod, Berufsunfähigkeit, etc.<br />

2. Ablauf der Versicherung/Beitragszahlung<br />

7 3 49<br />

3. Rückkauf und Umwandlung in beitragsfreie <strong>Versicherungen</strong><br />

4. Sonstiger vorzeitiger Abgang<br />

5. Übriger Abgang<br />

1 0 5<br />

6. Gesamter Abgang 1 0 5<br />

IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 16 6 121<br />

B. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen<br />

Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft<br />

Anzahl Versich.-summe<br />

der bzw. 12-fache<br />

<strong>Versicherungen</strong> Jahresrente<br />

in Tsd. EUR<br />

1. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 10 77<br />

davon beitragsfrei (0) (0)<br />

2. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 16 121<br />

davon beitragsfrei (0) (0)<br />

C. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen<br />

Zusatzversicherungen Unfallinsgesamt<br />

Zusatzversicherungen<br />

Anzahl Versich.-summe Anzahl Versicherungsder<br />

bzw. 12-fache der summe<br />

<strong>Versicherungen</strong> Jahresrente <strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR<br />

in Tsd. EUR<br />

1. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 0 0 0 0<br />

2. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 0 0 0 0<br />

D. Bestand an in Rückdeckung übernommenen<br />

Lebensversicherungen<br />

1. Versicherungssumme am Anfang des Geschäftsjahres 0 Tsd. EUR<br />

2. Versicherungssumme am Ende des Geschäftsjahres 0 Tsd. EUR


Weitere Angaben zum Lagebericht<br />

Anlage 2<br />

Lebensversicherungen im Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Einzelversicherungen<br />

Kapitalversicherungen Risikoversicherungen Rentenversicherungen Sonstige Lebensversicherungen Kollektivversicherungen<br />

(einschließlich Vermögens- (einschließlich Berufsunfähigbildungsversicherungen)<br />

ohne keits- und Pflegerenten-<br />

Risikoversicherungen und versicherungen) ohne sonstige<br />

sonstige Lebensversicherungen Lebensversicherungen<br />

Anzahl Lfd. Beitrag Anzahl Lfd. Beitrag Anzahl Lfd. Beitrag Anzahl Lfd. Beitrag Anzahl Lfd. Beitrag<br />

der für ein Jahr der für ein Jahr der für ein Jahr der für ein Jahr der für ein Jahr<br />

<strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR <strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR <strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR <strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR <strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR<br />

10 3<br />

7 3<br />

7 3<br />

1 0<br />

1 0<br />

16 6<br />

Lebensversicherungen (ohne Zusatzversicherungen)<br />

Einzelversicherungen<br />

Kapitalversicherungen Risikoversicherungen Rentenversicherungen Sonstige Lebensversicherungen Kollektivversicherungen<br />

Anzahl Versicherungs- Anzahl Versicherungs- Anzahl 12-fache Anzahl Versich.-summe Anzahl Versich.-summe<br />

der summe der summe der Jahresrente der bzw. 12-fache der bzw. 12-fache<br />

<strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR <strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR <strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR <strong>Versicherungen</strong> Jahresrente <strong>Versicherungen</strong> Jahresrente<br />

in Tsd. EUR in Tsd. EUR<br />

10 77<br />

(0) (0)<br />

16 121<br />

(0) (0)<br />

Zusatzversicherungen<br />

Berufsunfähigkeits- oder Sonstige<br />

Invaliditäts-Zusatzversicherungen Zusatzversicherungen<br />

Anzahl 12-fache Anzahl Versich.-summe<br />

der Jahresrente der bzw. 12-fache<br />

<strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR <strong>Versicherungen</strong> Jahresrente<br />

in Tsd. EUR<br />

0 0 0 0<br />

0 0 0 0<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG · 49


Weitere Angaben zum Anhang<br />

Entwicklung des Aktivpostens A im Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Bilanzwerte<br />

Aktivposten Vorjahr<br />

EUR<br />

A I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen<br />

und Beteiligungen<br />

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 77.772.495,92<br />

2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11.200.000,00<br />

Summe A I. 88.972.495,92<br />

A II. Sonstige Kapitalanlagen<br />

1. Sonstige Ausleihungen<br />

a) übrige Ausleihungen 0,06<br />

2. Einlagen bei Kreditinstituten 20.000,00<br />

Summe A II. 20.000,06<br />

Insgesamt 88.992.495,98<br />

50 · Vereinigte Postversicherung VVaG


Zugänge Umbuchungen Abgänge Zuschreibungen Abschreibungen Bilanzwerte<br />

Geschäftsjahr<br />

EUR EUR EUR EUR EUR EUR<br />

Anlage 3<br />

- - - - - 77.772.495,92<br />

750.000,00 - 800.000,00 - - 11.150.000,00<br />

750.000,00 - 800.000,00 - - 88.922.495,92<br />

1,06 - - - - 1,12<br />

2.730.000,00 - - - - 2.750.000,00<br />

2.730.001,06 - - - - 2.750.001,12<br />

3.480.001,06 - 800.000,00 - - 91.672.497,04<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG · 51


<strong>Geschäftsbericht</strong> 2002<br />

der Vereinigten Postversicherung<br />

Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit<br />

<strong>Geschäftsbericht</strong> <strong>2007</strong><br />

<strong>VPV</strong> Holding Aktiengesellschaft


<strong>VPV</strong> Holding AG, Stuttgart<br />

Geschäftsentwicklung im Überblick<br />

<strong>2007</strong> 2006 2005<br />

Anteile an verbundenen Unternehmen Mio. EUR 53,1 51,8 51,8<br />

Forderungen gegen<br />

verbundene Unternehmen Mio. EUR 4,2 4,9 1,9<br />

Verbindlichkeiten gegenüber<br />

verbundenen Unternehmen Mio. EUR 11,5 11,8 13,0<br />

Eigenkapital Mio. EUR 45,0 42,5 41,7<br />

Bilanzsumme Mio. EUR 59,7 56,7 56,3<br />

Erträge aus Gewinnabführung Mio. EUR 1,8 1,1 0,6<br />

Aufwendungen aus Verlustübernahme Mio. EUR 0,6 1,5 1,8<br />

Ergebnis der gewöhnlichen<br />

Geschäftstätigkeit Mio. EUR 2,3 0,2 -1,7<br />

Steuern Mio. EUR -0,2 -0,6 -1,6<br />

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag Mio. EUR 2,5 0,8 -0,1<br />

54 · <strong>VPV</strong> Holding AG


Organe der<br />

<strong>VPV</strong> Holding AG<br />

Aufsichtsrat<br />

Werner Schorn, Stuttgart<br />

ehem. Vorstandsvorsitzender der <strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong><br />

(Vorsitzender)<br />

Wilhelm Wegner, Wesel<br />

Vorsitzender des Konzernbetriebsrats und des<br />

Europäischen Betriebsrats der Deutschen Telekom AG<br />

(stv. Vorsitzender)<br />

Rolf Pohl, St. Ingbert<br />

ehem. stv. Landesbezirksleiter ver.di, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft<br />

<strong>VPV</strong> Holding AG · 55


56 · <strong>VPV</strong> Holding AG<br />

Vorstand<br />

Rechtsanwalt<br />

Alexander R. Grundmann, Fellbach<br />

Vorstandsvorsitzender<br />

Diplom-Mathematiker<br />

Dr. Hans Bücken, Köln<br />

Mathematik, Produktentwicklung und Informationsverarbeitung<br />

Diplom-Ökonom<br />

Torsten Hallmann, Korntal-Münchingen<br />

Personal und Kundenservice<br />

Diplom-Kaufmann<br />

Gerhard Steck, Weissach i.T.<br />

Finanzen<br />

Die Besetzung der Gesellschaftsorgane Aufsichtsrat und Vorstand ist gleichzeitig eine<br />

weitere Angabe zum Anhang (vergleiche Seite 65).


Bericht des Vorstands über das<br />

Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Lagebericht<br />

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung<br />

Die deutsche Versicherungswirtschaft hat an einer verbesserten konjunkturellen<br />

Grundstimmung der letzten beiden Jahre kaum partizipieren können. Die Beitragsentwicklung<br />

blieb – bedingt auch durch die kaum verbesserte wirtschaftliche Lage der<br />

privaten Haushalte – deutlich hinter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zurück.<br />

Branchenspezifische Sonderfaktoren wie der intensive Wettbewerb, der erreichte Grad<br />

an Marktdurchdringung oder die Auswirkung politischer Reformen wirkten dämpfend<br />

auf die Beitragsentwicklung.<br />

So stiegen die Beitragseinnahmen der 455 Mitgliedsunternehmen im Gesamtverband<br />

der Deutschen Versicherungswirtschaft lediglich um 0,8 % (2006: 2,5 %) auf<br />

163,2 Mrd. EUR. Die Beitragseinnahmen der Lebensversicherer, Pensionskassen<br />

und Pensionsfonds wuchsen nur geringfügig um 0,6 %, während in der Schadenund<br />

Unfallversicherung ein leichter Beitragsabrieb von 0,4 % zu verzeichnen war.<br />

Geschäftsergebnis<br />

Die <strong>VPV</strong> Holding AG konnte aufgrund der verbesserten Beteiligungsergebnisse ihrer<br />

Tochtergesellschaften im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von<br />

2.485.509,97 EUR erwirtschaften (Vorjahr: 780.907,98 EUR).<br />

Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von<br />

1.651.550,09 EUR verbleibt ein Bilanzgewinn von 4.137.060,06 EUR.<br />

Gewinnverwendungsvorschlag<br />

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 4.137.060,06 EUR auf neue<br />

Rechnung vorzutragen.<br />

Vermögens- und Ertragslage<br />

Die Bilanz der <strong>VPV</strong> Holding AG hat sich in ihrer Grundstruktur gegenüber dem Vorjahr<br />

nicht verändert. Den größten Anteil an der Bilanzsumme haben nach wie vor die<br />

Finanzanlagen in verbundenen Unternehmen mit 89,0 % (Vorjahr: 91,3 %).<br />

Am 13.07.<strong>2007</strong> hat die <strong>VPV</strong> Holding AG eine weitere Tochtergesellschaft, die Vereinigte<br />

Post. Die Makler-AG mit Sitz in Köln, gegründet. Das voll eingezahlte Grundkapital<br />

beträgt 100 TEUR. Zusätzlich wurden bei Gründung 500 TEUR als Agio in die Kapitalrücklage<br />

nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt. Weitere Zahlungen wurden im<br />

Dezember <strong>2007</strong> in Höhe von 750 TEUR geleistet, die in die Kapitalrücklage nach § 272<br />

Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt wurden. Gegenstand der Gesellschaft ist die Vermittlung<br />

von <strong>Versicherungen</strong>, Bausparverträgen, Finanzierungen, Investmentgeschäften und<br />

Immobilien als Versicherungsmakler. Über diesen für den <strong>VPV</strong>-Konzern strategisch<br />

bedeutenden Vertriebskanal werden auch Produkte der Tochtergesellschaften <strong>VPV</strong><br />

Lebensversicherungs-AG und <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG vertrieben. Die Vereinigte<br />

Post. Die Makler-AG hat ihre operative Tätigkeit zum 01. Oktober <strong>2007</strong> aufgenommen.<br />

Unser Beteiligungsvermögen ist unter Berücksichtigung der bisherigen und künftigen<br />

Entwicklungen sowie den erreichten und prognostizierten Ergebnissen voll werthaltig.<br />

Die Ertragslage der <strong>VPV</strong> Holding AG wird durch die Ergebnisabführung bzw. Dividendenpolitik<br />

der Tochtergesellschaften geprägt. Für <strong>2007</strong> hat die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

eine Dividende an die <strong>VPV</strong> Holding AG in Höhe von 1.568 TEUR<br />

(Vorjahr: 1.045 TEUR) ausgeschüttet, die sich positiv auf das Ergebnis unserer Gesellschaft<br />

auswirkte.<br />

<strong>VPV</strong> Holding AG · 57


58 · <strong>VPV</strong> Holding AG<br />

Liquidität und Kapitalausstattung<br />

Im Rahmen der detaillierten Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass wir jederzeit<br />

in der Lage sind, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.<br />

Die wesentlichen Mittelzuflüsse stammen aus den Gewinnabführungs- und Dividendenzahlungen<br />

der Tochtergesellschaften. Die wesentlichen Mittelabflüsse resultieren<br />

aus möglichen Verlustübernahmen, Beteiligungszuschüssen, Zins- und Tilgungszahlungen<br />

sowie Zahlungen an das Finanzamt.<br />

Zum Stichtag hat sich die Liquiditätsausstattung unserer Gesellschaft im Vergleich<br />

zum Vorjahr verbessert. Die liquiden Mittel betragen insgesamt 2,4 Mio. EUR gegenüber<br />

0,1 Mio. EUR im Vorjahr. Zusätzlich stehen Erstattungsbeträge der Tochtergesellschaften<br />

in Höhe von insgesamt 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR) noch aus.<br />

Die Kapitalausstattung unserer Gesellschaft beträgt 45,0 Mio. EUR nach 42,5 Mio. EUR<br />

im Vorjahr.<br />

Konzernzugehörigkeit und Beziehungen zu verbundenen Unternehmen<br />

Die <strong>VPV</strong> Holding AG ist als Zwischenholding in unserem Konzern angesiedelt. Die<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG ist Obergesellschaft des Konzerns. Sie betreibt das<br />

Lebensversicherungsgeschäft in Form der offenen Mitversicherung mit der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG.<br />

Die Vereinigte Postversicherung VVaG und die <strong>VPV</strong> Holding AG<br />

sowie die Tochterunternehmen <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG, <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG,<br />

Vereinigte Post. Die Makler-AG, <strong>VPV</strong> Vermittlungs-GmbH und <strong>VPV</strong> Service<br />

GmbH bilden einen Konzern im Sinne von § 18 AktG. Die genannten Gesellschaften<br />

werden in den Konzernabschluss der Vereinigten Postversicherung VVaG einbezogen.<br />

Weitere Konzernunternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen<br />

werden, sind die <strong>VPV</strong> Beratungsgesellschaft für Altersversorgung mbH, die <strong>VPV</strong><br />

Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG sowie die <strong>VPV</strong> Beteiligungs-GmbH. Eine<br />

Übersicht zur Konzernstruktur ist auf der 4. Umschlagsseite dargestellt.<br />

Alleinaktionärin des Grundkapitals der <strong>VPV</strong> Holding AG ist die Vereinigte Postversicherung<br />

VVaG. Unsere Gesellschaft ist somit ein abhängiges Unternehmen im Sinne des<br />

§ 17 AktG.<br />

Nach den Vorschriften des § 312 AktG erstellt der Vorstand einen Bericht über die Beziehungen<br />

zum herrschenden Unternehmen sowie den mit ihm verbundenen Unternehmen.<br />

Dieser Bericht schließt mit folgender Schlusserklärung:<br />

„Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt<br />

bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, im Geschäftsjahr<br />

<strong>2007</strong> bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Maßnahmen<br />

auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder<br />

der mit ihm verbundenen Unternehmen wurden weder getroffen noch unterlassen“.<br />

Nachtragsbericht<br />

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres<br />

liegen nicht vor.<br />

Risiken der künftigen Entwicklung<br />

Der <strong>VPV</strong>-Konzern verfügt über eine an den Unternehmenszielen orientierte Planung<br />

sowie über sachgerechte Risikomanagement- und Controllingsysteme. Mit Hilfe dieser<br />

Instrumente werden die Risiken der künftigen Entwicklung, die den Fortbestand<br />

unseres Unternehmens gefährden oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-,<br />

Finanz- oder Ertragslage haben können, systematisch identifiziert, bewertet<br />

und gesteuert. Das Management der Risiken erfolgt weitgehend dezentral in den<br />

Fachbereichen, da hier das fachliche Wissen zur Identifizierung, Bewertung und Steu-


erung vorliegt. Damit der Prozess zentral gesteuert wird und in einem für den Konzern<br />

gültigen Gesamtrahmen stattfindet, erfolgt eine Unterstützung des Prozesses<br />

durch das zentrale Risikomanagement. Das Risikofrüherkennungssystem war in <strong>2007</strong><br />

Gegenstand einer Prüfung durch die interne Revision.<br />

Für unser Unternehmen liegen die Risiken der künftigen Entwicklung neben den<br />

marktüblichen Risiken vor allem im finanziellen Bereich. Hier sind insbesondere mögliche<br />

Risiken aus den abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträgen und mögliche<br />

nachhaltige Wertverluste der gehaltenen Beteiligungen an unseren Tochtergesellschaften<br />

zu nennen.<br />

Oberstes Ziel unseres konzernweiten Risikomanagementsystems ist die Existenzsicherung<br />

und Substanzerhaltung aller Unternehmen der <strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong>. Daraus abgeleitet<br />

muss das Risikomanagement sicherstellen, dass die Risiken und das zum Ausgleich<br />

dieser Risiken verfügbare Risikokapital in einem gesunden Verhältnis stehen.<br />

Mit dem Risikomanagementsystem des <strong>VPV</strong>-Konzerns sind Entwicklungen, die sich<br />

nachhaltig und wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken<br />

können, grundsätzlich frühzeitig erkennbar. Auf entsprechende Entwicklungen wird<br />

mit geeigneten Steuerungsmaßnahmen reagiert.<br />

Prognosebericht<br />

Nach Einschätzung des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft<br />

wird das Beitragswachstum 2008 in der Versicherungswirtschaft nur etwa 1,5 % betragen.<br />

Dies stellt gegenüber <strong>2007</strong> zwar eine leichte Verbesserung dar, hinkt damit<br />

aber weiterhin dem derzeitigen Konjunkturaufschwung hinterher. Positive Effekte auf<br />

die Versicherungsnachfrage werden sich wohl erst einstellen, wenn von einem beständigen<br />

Aufschwung im gesamtwirtschaftlichen Umfeld ausgegangen werden kann.<br />

Hemmend auf die Beitragsentwicklung wirken zudem brancheninterne Sonderfaktoren<br />

wie der starke Wettbewerb, der erreichte Marktdurchdringungsgrad oder die Folgen<br />

politischer Reformen.<br />

Das Ergebnis der <strong>VPV</strong> Holding AG wird maßgeblich beeinflusst von der Ergebnisabführung<br />

bzw. der Dividendenpolitik der Tochtergesellschaften. Die Chancen der künftigen<br />

Entwicklung sehen wir im weiteren Ausbau des Geschäfts sowohl durch die Einführung<br />

innovativer Produkte als auch durch die Stärkung unseres Vertriebs. Gerade<br />

unsere neu gegründete Gesellschaft Vereinigte Post. Die Makler-AG und der weitere<br />

planmäßige Ausbau unserer Ausschließlichkeitsorganisation werden wesentlich dazu<br />

beitragen, unsere ehrgeizigen Wachstumsziele erreichen zu können.<br />

Damit stärken wir die Zukunftsaussichten unserer <strong>VPV</strong> Gesellschaften sowohl im<br />

Lebens- als auch im Sachversicherungsgeschäft nachhaltig. Über entsprechende<br />

Dividenden bzw. Ergebnisabführungen wird dadurch unsere Ertrags- und Finanzlage<br />

mittelfristig gestärkt werden. Allerdings sind diese Perspektiven abhängig von der<br />

Entwicklung des Kapitalmarktes und von Ereignissen, die die gesamtwirtschaftliche<br />

Entwicklung beeinträchtigen.<br />

Stuttgart, 04. April 2008<br />

Der Vorstand<br />

Grundmann Dr. Bücken Hallmann Steck<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

<strong>VPV</strong> Holding AG · 59


Jahresbilanz zum 31. Dezember <strong>2007</strong><br />

der <strong>VPV</strong> Holding AG, Stuttgart<br />

Aktiva<br />

A. Anlagevermögen<br />

I. Finanzanlagen<br />

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 53.121.594,78 51.772<br />

B. Umlaufvermögen<br />

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände<br />

1. Forderungen gegen verbundene<br />

Unternehmen 4.156.432,69 4.855<br />

2. Sonstige Vermögensgegenstände 14.234,05 0<br />

II. Guthaben bei Kreditinstituten 2.422.763,44 110<br />

6.593.430,18 4.965<br />

Summe der Aktiva 59.715.024,96 56.737<br />

Gemäß § 73 VAG bestätige ich, dass das Sicherungsvermögen vorschriftsmäßig angelegt und aufbewahrt ist.<br />

Stuttgart, 24. März 2006 Hervol, Treuhänder<br />

60 · <strong>VPV</strong> Holding AG<br />

EUR<br />

31.12.<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

31.12.2006<br />

in TEUR


Passiva<br />

A. Eigenkapital<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

I. Gezeichnetes Kapital 17.500.000,00 17.500<br />

II. Kapitalrücklage 21.584.346,57 21.584<br />

III. Gewinnrücklagen<br />

1. andere Gewinnrücklagen 1.772.649,92 1.773<br />

IV. Bilanzgewinn 4.137.060,06 1.652<br />

44.994.056,55 42.509<br />

B. Rückstellungen<br />

1. Steuerrückstellungen 2.623.100,00 2.115<br />

2. Sonstige Rückstellungen 22.100,00 16<br />

2.645.200,00 2.131<br />

C. Verbindlichkeiten<br />

1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen<br />

Unternehmen 11.494.539,41 11.781<br />

davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 344.539,41<br />

(31.12.2006 TEUR 581)<br />

2. Sonstige Verbindlichkeiten 581.229,00 316<br />

davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 581.229,00<br />

(31.12.2006 TEUR 316)<br />

12.075.768,41 12.097<br />

Summe der Passiva 59.715.024,96 56.737<br />

EUR<br />

31.12.<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

31.12.2006<br />

in TEUR<br />

<strong>VPV</strong> Holding AG · 61


Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember <strong>2007</strong><br />

der <strong>VPV</strong> Holding AG, Stuttgart<br />

1. Umsatzerlöse 30.896,00 31<br />

2. Sonstige betriebliche Erträge 1.197,60 1<br />

32.093,60 32<br />

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen 70.216,01 71<br />

4. Erträge aus Beteiligungen 1.567.680,00 1.045<br />

davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.567.680,00<br />

(Vorjahr: TEUR 1.045)<br />

5. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.813.511,95 1.146<br />

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 81.683,64 90<br />

davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 33.578,11<br />

(Vorjahr: TEUR 27)<br />

3.462.875,59 2.281<br />

7. Aufwendungen aus Verlustübernahme 621.916,94 1.517<br />

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 495.741,92 545<br />

davon an verbundene Unternehmen: EUR 490.271,99<br />

(Vorjahr: TEUR 529)<br />

1.117.658,86 2.062<br />

9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.307.094,32 180<br />

10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.642.189,13 2.951<br />

abzüglich Erstattungen von Organgesellschaften -2.820.604,78 -3.552<br />

-178.415,65 -601<br />

11. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 2.485.509,97 781<br />

12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.651.550,09 1.261<br />

13. Einstellungen in Gewinnrücklagen 0,00 390<br />

14. Bilanzgewinn 4.137.060,06 1.652<br />

62 · <strong>VPV</strong> Holding AG<br />

EUR<br />

<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

2006<br />

in TEUR


Anhang<br />

Die Gliederung der vorliegenden Bilanz erfolgte nach den handelsrechtlichen Vorschriften<br />

für große Kapitalgesellschaften (§§ 266 und 267 HGB).<br />

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren<br />

(§ 275 Abs. 2 HGB).<br />

Bewertungsmethoden für Aktiva<br />

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten (einschl. Anschaffungsnebenkosten)<br />

angesetzt.<br />

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Geldmittel sind zu<br />

Nominalwerten angesetzt. Wertberichtigungen waren nicht zu berücksichtigen.<br />

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Passiva<br />

Die Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung<br />

für den voraussichtlichen Bedarf gebildet. Die Berechnung der Rückstellungen<br />

erfolgt auf Vollkostenbasis.<br />

Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.<br />

Erläuterungen zu den Aktiva der Bilanz<br />

Zu A-I-1 Anteile an verbundenen Unternehmen<br />

Name und Sitz des Unternehmens Anteile Eigenkapital Jahresergebniss<br />

% EUR EURR<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG, Stuttgart 60 79.529.650,19 3.500.000,000<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG, Köln 74,9 13.852.043,17 2.375.694,91 *)<br />

Vereinigte Post. Die Makler-AG, Köln 100 816.429,53 -533.570,470<br />

<strong>VPV</strong> Vermittlungs-GmbH, Stuttgart 100 132.562,91 -816,79 *)<br />

<strong>VPV</strong> Service GmbH, Stuttgart 100 50.000,00 -621.100,15 *)<br />

<strong>VPV</strong> Beratungsgesellschaft für<br />

Altersversorgung mbH, Stuttgart 100 42.574,42 11.481,79 *)<br />

<strong>VPV</strong> Beteiligungs-GmbH, Stuttgart 100 34.078,01 7.564,25 *)<br />

*) Lt. Ergebnisabführungsvertrag übernommenes Jahresergebnis<br />

Erläuterungen zu den Passiva der Bilanz<br />

Zu A-I Gezeichnetes Kapital<br />

Das gezeichnete Kapital beträgt 17,5 Mio. EUR. Es ist eingeteilt in 17.500.000 auf den<br />

Namen lautende Aktien zum Nennbetrag von je 1,00 EUR. Die Vereinigte Postversicherung<br />

VVaG ist alleinige Gesellschafterin.<br />

<strong>VPV</strong> Holding AG · 63


64 · <strong>VPV</strong> Holding AG<br />

Zu A-II Kapitalrücklage und<br />

A-III Gewinnrücklagen<br />

Die ausgewiesene Kapitalrücklage und Gewinnrücklagen weisen im Geschäftsjahr<br />

<strong>2007</strong> folgende Entwicklung auf:<br />

Kapitalrücklage Andere<br />

Gewinnrücklagen<br />

EUR EUR<br />

Stand am 1.1.<strong>2007</strong> 21.584.346,57 1.772.649,92<br />

Einstellungen in <strong>2007</strong> 0,00 0,00<br />

Entnahmen in <strong>2007</strong> 0,00 0,00<br />

Stand am 31.12.<strong>2007</strong> 21.584.346,57 1.772.649,92<br />

Zu B Rückstellungen<br />

In der Unterposition „Sonstige Rückstellungen“ sind die Kosten des Jahresabschlusses<br />

und seiner Veröffentlichung enthalten.<br />

Zu C Verbindlichkeiten<br />

Innerhalb der Verbindlichkeiten weisen 11,2 Mio. EUR (Darlehen) eine Laufzeit von<br />

länger als 5 Jahren auf.<br />

Die restlichen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.<br />

Durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestanden nicht.<br />

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung<br />

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember <strong>2007</strong><br />

Zu 4. Erträge aus Beteiligungen<br />

Bei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich um die von der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

für das Jahr <strong>2007</strong> ausgeschüttete Bardividende in Höhe von<br />

1.567.680,00 EUR, die phasengleich vereinnahmt wurde.<br />

Zu 5. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und<br />

Zu 7. Aufwendungen aus Verlustübernahme<br />

Name und Sitz des Unternehmens Erträge aus Gewinn- Aufwendungen aus<br />

abführungsverträgen Verlustübernahme<br />

EUR EUR<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG, Köln 2.375.694,91 0,00<br />

-581.229,00 *)<br />

<strong>VPV</strong> Vermittlungs-GmbH, Stuttgart 0,00 816,79<br />

<strong>VPV</strong> Service GmbH, Stuttgart<br />

<strong>VPV</strong> Beratungsgesellschaft für<br />

0,00 621.100,15<br />

Altersversorgung mbH, Stuttgart 11.481,79 0,00<br />

<strong>VPV</strong> Beteiligungs-GmbH, Stuttgart 7.564,25 0,00<br />

Gesamt 1.813.511,95 621.916,94<br />

*) Aus der Gewinnabführung vorzunehmende Ausgleichszahlung an die HUK-Coburg


Weitere Angaben<br />

Sonstige finanzielle Verpflichtungen<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 3 HGB)<br />

Mit der Tochtergesellschaft <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG besteht seit 1.1.2002<br />

ein Geschäftsleitungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Mit den übrigen Tochtergesellschaften<br />

in der Rechtsform der Gesellschaft mit beschränkter Haftung wurden<br />

Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen.<br />

Beschäftigte<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 7 HGB)<br />

Die Gesellschaft beschäftigt kein eigenes Personal. Von der Vereinigten Postversicherung<br />

VVaG wird das erforderliche Personal vereinbarungsgemäß zur Verfügung gestellt.<br />

Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB)<br />

An den Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr Vergütungen in Höhe von 4.128 EUR<br />

geleistet. Die Vergütung des Vorstands bei der Vereinigten Postversicherung VVaG gilt<br />

zugleich als Entgelt für die Tätigkeit bei der <strong>VPV</strong> Holding AG.<br />

Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe c HGB)<br />

Es bestanden am 31.12.<strong>2007</strong> keine Forderungen aus Vorschüssen und Krediten an<br />

Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands.<br />

Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 10 HGB)<br />

Die Besetzung der Gesellschaftsorgane Aufsichtsrat und Vorstand ist auf Seite 55-56<br />

aufgeführt.<br />

Konzernabschluss<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 14 HGB)<br />

Das gezeichnete Kapital der <strong>VPV</strong> Holding AG befindet sich vollständig im Besitz der<br />

Vereinigten Postversicherung VVaG, Stuttgart. Diese erstellt einen gem. § 291 HGB<br />

befreienden Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss<br />

wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.<br />

Stuttgart, 04. April 2008<br />

Der Vorstand<br />

Grundmann Dr. Bücken Hallmann Steck<br />

Anhang<br />

<strong>VPV</strong> Holding AG · 65


66 · <strong>VPV</strong> Holding AG<br />

Bestätigungsvermerk<br />

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung<br />

sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der <strong>VPV</strong><br />

Holding Aktiengesellschaft, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember<br />

<strong>2007</strong> geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und<br />

Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden<br />

Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft.<br />

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung<br />

eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung<br />

und über den Lagebericht abzugeben.<br />

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom<br />

Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger<br />

Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und<br />

durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des<br />

durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung<br />

und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und<br />

Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei<br />

der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit<br />

und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die<br />

Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden<br />

die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie<br />

Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend<br />

auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung<br />

der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des<br />

Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und<br />

des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere<br />

Grundlage für unsere Beurteilung bildet.<br />

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.<br />

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse<br />

entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden<br />

Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger<br />

Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild<br />

der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in<br />

Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der<br />

Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung<br />

zutreffend dar.<br />

Stuttgart, 22. April 2008<br />

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft<br />

Aktiengesellschaft<br />

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft<br />

Martin Berger Katrin Renner<br />

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin


Bericht des Aufsichtsrats<br />

Der Aufsichtsrat der <strong>VPV</strong> Holding AG wurde durch den Vorstand im Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

ausführlich über die Entwicklung der geschäftlichen Angelegenheiten der Gesellschaft<br />

unterrichtet. Der Vorstand lieferte fundierte Informationen zu allen geforderten<br />

Punkten. Die Geschäftsführung des Vorstandes wurde laufend überwacht. Sämtliche<br />

Themen wurden im angemessenen Umfang erörtert. Der Vorstand erteilte alle verlangten<br />

Auskünfte und beantwortete Nachfragen ausführlich. Bei sämtlichen Angelegenheiten<br />

des Tagesgeschäfts, die eine Mitwirkung des Aufsichtsrats erforderten,<br />

fassten die Mitglieder des Aufsichtsrats die notwendigen Beschlüsse. Im Geschäftsjahr<br />

fanden vier Sitzungen des Aufsichtsrates statt.<br />

Mit der Prüfung des vorliegenden Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr <strong>2007</strong> und<br />

des zugehörigen Lageberichts wurde die KPMG, Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG,<br />

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin und Frankfurt/Main, beauftragt. Die Prüfung<br />

hat zu keinen Beanstandungen Anlass gegeben. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk<br />

des Prüfers liegt vor.<br />

Der vom Vorstand für das Geschäftsjahr <strong>2007</strong> außerdem vorgelegte Bericht über die<br />

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG wurde von der KPMG,<br />

Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin und<br />

Frankfurt/Main, ebenfalls geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Beanstandungen geführt.<br />

Der Bestätigungsvermerk des Prüfers lautet wie folgt:<br />

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass<br />

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,<br />

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft<br />

nicht unangemessen hoch war.“<br />

Der Aufsichtsrat hat die verschiedenen Berichte des Vorstands einschließlich des Jahresabschlusses<br />

und des Lageberichts für das Geschäftsjahr <strong>2007</strong> überprüft und von<br />

den Berichten des Prüfers zustimmend Kenntnis genommen. Er stellt die Ordnungsmäßigkeit<br />

dieser Berichte fest und hat hierzu keine besonderen Bemerkungen zu<br />

machen. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung<br />

keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht des Vorstands<br />

sowie gegen dessen Erklärung am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu<br />

verbundenen Unternehmen.<br />

Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss <strong>2007</strong>, der damit gemäß § 172 AktG<br />

festgestellt ist.<br />

Stuttgart, 02. Mai 2008<br />

Der Aufsichtsrat<br />

Werner Schorn<br />

Vorsitzender<br />

<strong>VPV</strong> Holding AG · 67


<strong>Geschäftsbericht</strong> 2002<br />

der Vereinigten Postversicherung<br />

Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit<br />

<strong>Geschäftsbericht</strong> <strong>2007</strong><br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft


<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG, Stuttgart<br />

Geschäftsentwicklung im Überblick<br />

<strong>2007</strong> 2006 2005<br />

Gebuchte Bruttobeiträge Mio. EUR 503,7 508,1 510,1<br />

Selbstbehalt bezogen auf gebuchte Bruttobeiträge in % 94,7 94,2 92,9<br />

Gesamtes eingelöstes Neugeschäft Mio. EUR 50,1 42,4 24,2<br />

davon:<br />

Laufende Beiträge Mio. EUR 22,9 24,0 16,5<br />

Einmalbeiträge Mio. EUR 27,2 18,4 7,7<br />

Anzahl Verträge Tsd. 1.186 1.252 1.306<br />

Stornoquote in % 4,4 4,2 4,2<br />

Kapitalanlagenbestand Mio. EUR 7.984,3 7.959,4 7.844,7<br />

Laufende Kapitalerträge Mio. EUR 345,1 358,0 355,9<br />

Gesamte Kapitalerträge Mio. EUR 350,5 374,6 359,0<br />

Nettoergebnis der Kapitalanlagen Mio. EUR 311,7 322,6 319,4<br />

Laufende Durchschnittsverzinsung in % 3,9 4,2 4,3<br />

Nettoverzinsung der Kapitalanlagen in % 3,9 4,1 4,1<br />

Aufwendungen für Versicherungsfälle f.e.R. Mio. EUR 463,7 459,6 429,0<br />

davon:<br />

Bruttobetrag Mio. EUR 490,2 485,2 449,9<br />

Anteil Rückversicherer Mio. EUR 26,5 25,6 20,9<br />

Abschlusskosten Mio. EUR 50,5 48,3 40,2<br />

Beitragssumme eingelöstes Neugeschäft Mio. EUR 544,7 546,4 370,8<br />

Abschlusskostensatz in % 9,3 8,8 10,8<br />

Verwaltungskosten Mio. EUR 17,4 19,2 20,0<br />

Verwaltungskostensatz in % 3,4 3,8 3,9<br />

Rohüberschuss Mio. EUR 71,5 90,1 94,2<br />

Direktgutschrift Mio. EUR 13,6 13,8 14,4<br />

Gesamtüberschuss Mio. EUR 57,9 76,3 79,8<br />

Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung Mio. EUR 54,4 73,3 77,3<br />

Jahresüberschuss Mio. EUR 3,5 3,0 2,5<br />

Eigenkapital Mio. EUR 79,5 77,7 74,7<br />

Versicherungstechnische Rückstellungen Mio. EUR 5.869,6 5.779,7 5.664,9<br />

Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige<br />

Beitragsrückerstattung Mio. EUR 288,3 291,6 271,8<br />

davon:<br />

Gebundene Anteile Mio. EUR 160,1 156,9 152,5<br />

Nicht gebundene Anteile Mio. EUR 128,2 134,7 119,3<br />

Bilanzsumme Mio. EUR 8.319,3 8.262,5 8.141,9<br />

Überschussquote in % 7,6 9,6 10,0<br />

70 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG


Organe der<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Aufsichtsrat<br />

Werner Schorn, Stuttgart<br />

ehem. Vorstandsvorsitzender der <strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong><br />

(Vorsitzender)<br />

Rolf Pohl, St. Ingbert<br />

ehem. stv. Landesbezirksleiter ver.di, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft<br />

(stv. Vorsitzender)<br />

Rolf Büttner, Bingen<br />

UNI-Post-Weltpräsident Union Network International (UNI)<br />

Bernhard Hogenschurz, Bonn<br />

Geschäftsführer Personal, T-Punkt Vertriebsgesellschaft mbH<br />

Georg Konradi, Bonn<br />

Direktor a. D., Deutsche Post AG<br />

(bis 14.06.<strong>2007</strong>)<br />

Dr. Peter Lütke-Bornefeld, Everswinkel<br />

Vorstandsvorsitzender der Kölnischen Rückversicherungs-Gesellschaft AG<br />

Bernd Pritzer, Bonn<br />

Vice President Deutsche Telekom AG<br />

(seit 14.06.<strong>2007</strong>)<br />

Ingrid Rauchmaul, Beilstein<br />

ehem. Vorstand Betreuungswerk Post Postbank Telekom<br />

Frank von Alten-Bockum, Bonn<br />

Zentralbereichsleiter Deutsche Post AG<br />

Prof. Dr. Hans Waschkowski, Esslingen<br />

Finanzstrategischer Berater<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 71


72 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Vorstand<br />

Rechtsanwalt<br />

Alexander R. Grundmann, Fellbach<br />

Vorstandsvorsitzender<br />

Diplom-Mathematiker<br />

Dr. Hans Bücken, Köln<br />

Mathematik, Produktentwicklung und Informationsverarbeitung<br />

Diplom-Ökonom<br />

Torsten Hallmann, Korntal-Münchingen<br />

Personal und Kundenservice<br />

Diplom-Kaufmann<br />

Gerhard Steck, Weissach i.T.<br />

Finanzen<br />

Die Besetzung der Gesellschaftsorgane Aufsichtsrat und Vorstand ist gleichzeitig eine<br />

weitere Angabe zum Anhang (vergleiche Seite 103).


Bericht des Vorstands über das<br />

Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Lagebericht<br />

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung<br />

Für große Chancen sorgte auch <strong>2007</strong> der beispiellose demografische Wandel. 2030<br />

müssen in Europa zwei Erwerbstätige für einen Nichterwerbstätigen aufkommen.<br />

Ihren Lebensstandard können die Menschen mittelfristig nur sicherstellen, wenn sie<br />

zusätzlich privat vorsorgen – eine große Chance für die Lebensversicherer.<br />

Im Berichtsjahr hat sich der anhaltende Konjunkturaufschwung kaum auf die Entwicklung<br />

der Beitragseinnahmen der deutschen Versicherungswirtschaft ausgewirkt.<br />

Rückläufige Realeinkommen und eine trotz sinkender Arbeitslosigkeit bei vielen<br />

Bürgern verbreitete Unsicherheit begrenzten die Wachstumsspielräume der Lebensversicherungsunternehmen.<br />

In der Lebensversicherung setzte sich <strong>2007</strong> der Trend zu langfristig ausgerichteten<br />

Vorsorgeverträgen weiter fort. Vorsorgeverträge mit rentenförmiger Auszahlung hielten<br />

mit rund 52 % den größten Anteil am Neugeschäft. Besonders die Riester-Rente<br />

konnte mit einem Plus von 2,7 % auf 2,1 Mio. Neuverträge an ihren Neujahreserfolg<br />

anknüpfen. Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen der Lebensversicherungen im<br />

engeren Sinne erreichten 75,4 Mrd. EUR (2006: 74,94 Mrd. EUR).<br />

Durch das Umrüsten der Sozialversicherungssysteme setzte sich die Unsicherheit bei<br />

den gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Versicherungswirtschaft<br />

fort. Die Einführung neuer Regeln für die staatliche Aufsicht in Europa unter<br />

dem Schlagwort „Solvency II“ und neue Rechnungslegungsstandards beeinflussen die<br />

Standards und die Erfolgsrechnung der Versicherer.<br />

In Deutschland musste sich die Versicherungswirtschaft mit grundlegenden Reformen<br />

des Versicherungsvertragsrechts (VVG-Reform) befassen, welche zum 01. Januar 2008<br />

in Kraft traten. Schwerpunkte bilden dort Informations- und Beratungspflichten des<br />

Versicherungsunternehmens vor und bei Vertragsschluss. Zudem wird die VVG-Reform<br />

in der Lebensversicherung dazu führen, dass Versicherungsnehmer im Rahmen<br />

ihrer Überschussbeteiligung an den stillen Reserven des Versicherungsunternehmens<br />

zu beteiligen sind.<br />

Bericht über den Geschäftsverlauf der<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG <strong>2007</strong><br />

Allgemeine Angaben<br />

Die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG betreibt seit 1992 das Lebensversicherungsgeschäft.<br />

Um die vorhandene Finanzkraft und Leistungsstärke innerhalb des Konzerns<br />

nachhaltig zu sichern und zukunftsfähig auszurichten, haben wir im Jahr 2004 den<br />

gesamten Lebensversicherungsbestand der Vereinigten Postversicherung VVaG auf<br />

unsere Gesellschaft übertragen. Neben den generellen Vorteilen betriebswirtschaftlicher<br />

Synergien wurde der Konzern durch die Zusammenführung beider Bestände in<br />

seiner Marktposition gestärkt und das einheitliche Erscheinungsbild der <strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong><br />

im deutschen Lebensversicherungsmarkt deutlich hervorgehoben.<br />

Das Profil und den Auftritt unserer Gesellschaft haben wir am Markt neu positioniert.<br />

Entsprechend unserer Herkunft und unserer Stärken verstehen wir uns als der Vorsorgeberater<br />

des Öffentlichen Dienstes seit 1827.<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 73


74 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Neugeschäftsentwicklung<br />

Die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG hat im Geschäftsjahr <strong>2007</strong> im gesamten eingelösten<br />

Neugeschäft erneut besser als die Branche insgesamt abgeschnitten. Insbesondere<br />

die Einmalbeiträge sind gegenüber dem Vorjahr nochmals kräftig gestiegen. Maßgeblichen<br />

Anteil an dieser Entwicklung hat das im Vorjahr neu eingeführte Versicherungsprodukt<br />

<strong>VPV</strong> Sorglos-Rente. Mit einer durchschnittlichen Jahresprämie von ca.<br />

770 EUR wurde unser fondsbasiertes Versicherungsprodukt wegen seiner Flexibilität<br />

und den attraktiven Renditechancen weiterhin stark nachgefragt.<br />

Das eingelöste Neugeschäft in laufenden Beiträgen beträgt 22,9 Mio. EUR gegenüber<br />

24,0 Mio. EUR im Vorjahr. Damit konnte das starke Neugeschäft des Vorjahres nicht<br />

ganz erreicht werden. Der Rückgang liegt bei 4,7 % (Vorjahr: Zuwachs von 45,5 %).<br />

Der Rückgang der Branche beträgt 1,7 % nach 15,0 % Zuwachs im Vorjahr.<br />

Die Einmalbeiträge erhöhten sich dagegen im Berichtsjahr auf 27,2 Mio. EUR. Damit<br />

konnte der sehr gute Vorjahreswert von 18,4 Mio. EUR nochmals deutlich übertroffen<br />

werden. Der Zuwachs liegt bei 47,8 %. In der Branche beträgt der Anstieg lediglich<br />

3,0 %.<br />

Das gesamte eingelöste Neugeschäft unter Berücksichtigung des Einmalbeitragsgeschäftes<br />

konnte um 18,1 % (Branche 1,3 %) auf insgesamt 50,1 Mio. EUR gesteigert<br />

werden.<br />

Die für den Neuzugang geöffneten Tarife sind in Anlage 1 (Seite 108–109) aufgeführt.<br />

Beitragsentwicklung<br />

Die gebuchten Bruttobeiträge unserer Gesellschaft entwickelten sich erwartungsgemäß<br />

rückläufig. Sie reduzierten sich von 508,1 Mio. EUR auf 503,7 Mio. EUR.<br />

Die gebuchten Bruttobeiträge des Jahres <strong>2007</strong> der Lebensversicherungsunternehmen<br />

im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) stiegen dagegen um<br />

0,7 % an.<br />

Bestandsentwicklung<br />

Trotz eines verbesserten Neugeschäfts konnten die insgesamt abgehenden Verträge<br />

nicht kompensiert werden. Die Entwicklung des Lebensversicherungsbestandes<br />

unserer Gesellschaft nach Beiträgen und Stückzahlen war infolgedessen in <strong>2007</strong><br />

rückläufig. Die Stückzahl ging um 5,2 % (Vorjahr: 4,2 %) auf 1.185.887 Verträge zurück.<br />

Die laufenden Beiträge verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 3,4 %<br />

(Vorjahr: 2,9 %) auf 466,2 Mio. EUR.<br />

Unsere traditionell niedrige Stornoquote erhöhte sich im Berichtsjahr nur leicht auf<br />

4,4 % nach 4,2 % im Vorjahr. Damit liegt die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG nach wie<br />

vor deutlich besser als der Markt (5,0 %).<br />

Die Bestandsentwicklung im Einzelnen ist in Anlage 2 (Seite 110–111) dargestellt.


Die laufenden Beiträge für ein Jahr (inkl. Zusatzversicherungen) setzen sich in <strong>2007</strong><br />

wie folgt zusammen:<br />

in TEUR %<br />

Kapitalversicherungen 341.365 73,2<br />

Risikoversicherungen 21.756 4,7<br />

Rentenversicherungen 52.283 11,2<br />

Sonstige Lebensversicherungen (inkl. FLV und FRV) 36.952 7,9<br />

Kollektivversicherungen 13.817 3,0<br />

Bestand am Ende des Geschäftsjahres 466.173 100,0<br />

Kapitalanlagen<br />

Die Buchwerte der Kapitalanlagen stiegen im Berichtsjahr um 0,3 % auf rund 8,0 Mrd.<br />

EUR. Aufgrund des Zinsanstiegs in <strong>2007</strong> und den gestiegenen Risikoaufschlägen im<br />

Zuge der Subprime-Krise liegen die Zeitwerte um rund 200 Mio. EUR unter den Buchwerten.<br />

Die <strong>VPV</strong> ist dabei nur indirekt von dieser Krise betroffen, da wir nicht in Wertpapiere<br />

investiert haben, die durch in den USA begebene Subprime-Kredite besichert sind.<br />

Allerdings hat die Subprime-Krise dazu geführt, dass insbesondere Wertpapiere und<br />

Stille Beteiligungen von solchen Unternehmen, die in nennenswertem Umfang in dieses<br />

Marktsegment investiert haben, verstärkt Kursverluste hinnehmen mussten. Das Durchschnittsrating<br />

aller Rentenanlagen weist mit AA weiterhin einen sehr guten Wert auf. Die<br />

Aktienquote wurde im Jahr <strong>2007</strong> weiter aufgebaut und liegt jetzt bei ca. 1,1 % der Kapitalanlagen.<br />

Erstmalig in <strong>2007</strong> wurde auch in Wandelanleihen investiert. Hierzu wurde ein<br />

bestehendes Spezialfondsmandat mit einem Anlagevolumen von ca. 60 Mio. EUR neu<br />

ausgerichtet. Der gesamte direkt gehaltene Immobilienbestand unserer Gesellschaft ist<br />

im Berichtsjahr mit aufschiebender Bedingung verkauft worden. Der Übergang von<br />

Nutzen und Lasten erfolgt bei Bedingungseintritt im Jahr 2008.<br />

Die Kapitalanlagen setzen sich folgendermaßen zusammen:<br />

Struktur der Kapitalanlagen in <strong>2007</strong><br />

in TEUR %<br />

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 247.363 3,1<br />

Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 2.208.039 27,7<br />

Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 3.847.848 48,2<br />

Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 362.480 4,5<br />

Namensschuldverschreibungen 514.189 6,4<br />

Schuldscheinforderungen und Darlehen 569.594 7,1<br />

Andere Kapitalanlagen 107.682 1,4<br />

Sonstige 127.063 1,6<br />

Gesamte Kapitalanlagen 7.984.258 100,0<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

davon<br />

Rentenanlagen<br />

in %<br />

0,0<br />

26,6<br />

48,2<br />

0,0<br />

6,4<br />

7,1<br />

0,0<br />

0,4<br />

88,7<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 75


76 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Im Jahr <strong>2007</strong> setzte sich der Anstieg der Renditen langfristiger Staatsanleihen weiter<br />

fort. Auf Jahressicht stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen um rund 0,35%-<br />

Punkte auf 4,3 %. Speziell im zweiten Halbjahr weiteten sich auch die Risikoaufschläge<br />

von Unternehmens- und Finanzanleihen aus, d.h. deren Mehrertrag gegenüber<br />

risikolosen Staatsanleihen. Diese beiden Effekte ermöglichten zum einen, dass bei<br />

der Wiederanlage eine Rendite von durchschnittlich 4,5 % eingekauft werden konnte,<br />

zum anderen hatte dies aber bei unseren bereits im Bestand befindlichen Kapitalanlagen<br />

entsprechende Kursverluste zur Folge, so dass die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

zum Jahresende netto stille Lasten in Höhe von rund 200 Mio. EUR aufweist.<br />

Das Nettoergebnis der Kapitalanlagen ist insgesamt noch leicht rückläufig. Dies ist<br />

auf mehrere Gründe zurückzuführen. Der wesentliche Grund liegt im Kuponabschmelzungseffekt,<br />

d.h. die Rendite fälliger Kapitalanlagen liegt immer noch etwas<br />

über den bei der Wiederanlage erzielbaren Renditen.<br />

Der Vorjahresvergleich der wesentlichen Kennziffern der Kapitalanlagen stellt sich<br />

wie folgt dar:<br />

<strong>2007</strong> 2006<br />

Nettoergebnis der Kapitalanlagen1) 309,8 Mio. EUR 321,3 Mio. EUR<br />

Laufende Durchschnittsverzinsung 3,9 % 4,2 %<br />

Nettorendite 3,9 % 4,1 %<br />

1) Ohne für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen<br />

Versicherungsleistungen<br />

Die ausgezahlten Versicherungsleistungen an unsere Versicherungsnehmer belaufen<br />

sich im Berichtsjahr auf 471,2 Mio. EUR nach 474,1 Mio. EUR im Vorjahr. Die Bruttoaufwendungen<br />

für Versicherungsfälle, die auch die Rückstellungsveränderung der noch<br />

nicht abgewickelten Versicherungsfälle enthalten, betragen insgesamt 490,2 Mio. EUR<br />

gegenüber 485,2 Mio. EUR im Vorjahr.<br />

Im 3-Jahresvergleich entwickelten sich die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle<br />

wie folgt:<br />

Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle<br />

in Mio. EUR<br />

449,9<br />

485,2<br />

490,2<br />

2005 2006 <strong>2007</strong>


Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

In den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle sind seit 2005 auch Nachreservierungsbeträge<br />

aufgrund von Urteilen des Bundesgerichtshofs enthalten.<br />

Der Bundesgerichtshof hat am 12.10.2005 im Fall eines anderen Versicherungsunternehmens<br />

entschieden, dass unter bestimmten Voraussetzungen bei Kündigungen von<br />

kapitalbildenden Lebensversicherungen und Rentenversicherungen ein Mindestrückkaufswert<br />

von 50 % des ungezillmerten Deckungskapitals zu gewähren ist. Außerdem<br />

dürfen bei den betroffenen <strong>Versicherungen</strong> keine Stornoabzüge erhoben werden. Bei<br />

Beitragsfreistellungen ist die beitragsfreie Versicherungssumme entsprechend zu erhöhen.<br />

Wir haben die Maßgaben des Bundesgerichtshofs für die betroffenen <strong>Versicherungen</strong><br />

übernommen und entsprechend umgesetzt. Die beitragsfreien Versicherungssummen<br />

sind ebenso wie die Auszahlungsbeträge der gekündigten Verträge angehoben worden.<br />

Sämtliche berechtigten Nachforderungen wurden reguliert. Allerdings sind die<br />

aufgrund des BGH-Urteils gebildeten Rückstellungen in <strong>2007</strong> nur in geringem Umfang<br />

verbraucht worden. Da die Ansprüche auf Nachzahlung bei gekündigten Verträgen<br />

zwar teilweise erst in einigen Jahren verjähren, wir aber in Anbetracht der Entwicklung<br />

in <strong>2007</strong> mit keinen wesentlichen Nachforderungen mehr rechnen, haben wir im<br />

Berichtsjahr einen Großteil der in den Vorjahren gebildeten Rückstellungen aufgelöst.<br />

Am 26.09.<strong>2007</strong> hat der Bundesgerichtshof im Fall einer Fondsgebundenen Rentenversicherung<br />

den Vorgang mit der Empfehlung eines dem Urteil vom 12.10.2005 entsprechenden<br />

Mindestrückkaufswerts zur abschließenden Entscheidung an die Vorinstanz<br />

zurückverwiesen. Deshalb haben wir erstmalig in <strong>2007</strong> auch für fondsgebundene<br />

Produkte eine angemessene Rückstellung gebildet.<br />

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb<br />

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb sind im Berichtsjahr auf<br />

67,9 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr: 67,5 Mio. EUR).<br />

Der Anstieg hängt im Wesentlichen mit der Neugeschäftssteigerung sowie vorgenommener<br />

Investitionen in den Außendienst und Marketing zusammen. Hierdurch haben<br />

sich die Abschlusskosten von 48,3 Mio. EUR auf 50,5 Mio. EUR erhöht. Die Beitragssumme<br />

im eingelösten Neugeschäft hingegen ist leicht gesunken. Dadurch erhöhte<br />

sich der Abschlusskostensatz. Er beträgt 9,3 % nach 8,8 % im Vorjahr.<br />

Bei den Verwaltungskosten sind die eingeleiteten Maßnahmen zur weiteren Reduzierung<br />

der Kosten weiter konsequent umgesetzt worden. Hierdurch konnten wir die Verwaltungskosten<br />

im Geschäftsjahr von 19,2 Mio. EUR um 9,6 % auf 17,4 Mio. EUR<br />

senken. Der Verwaltungskostensatz verbesserte sich im Berichtsjahr von 3,8 % auf<br />

3,4 %. Im Jahr 2008 wollen wir weitere Kostenreduktionen über Prozessoptimierungen<br />

im Innen- und Außendienst erreichen.<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 77


78 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Geschäftsergebnis:<br />

Überschussentwicklung<br />

Im Berichtsjahr erwirtschaftete die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG einen Überschuss in<br />

Höhe von 57,9 Mio. EUR (Vorjahr: 76,3 Mio. EUR). Von diesem Überschuss wurden<br />

54,4 Mio. EUR für die künftige Überschussbeteiligung unserer Kunden der Rückstellung<br />

für Beitragsrückerstattung zugeführt. Unsere Kunden erhalten somit rund 94 %<br />

des erwirtschafteten Überschusses. Nach dieser Dotierung verbleibt ein handelsrechtlicher<br />

Jahresüberschuss von 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR).<br />

Der Bruttoüberschuss und die Rückstellung für Beitragsrückerstattung entwickelten<br />

sich wie folgt:<br />

Entwicklung des Bruttoüberschusses<br />

in Mio. EUR<br />

2,5<br />

14,4<br />

77,3<br />

3,0<br />

13,8<br />

73,3<br />

2005 2006 <strong>2007</strong><br />

Überschussbeteiligung<br />

Der vom Vorstand für das Jahr 2008 beschlossene Plan der Überschussverteilung an<br />

die Versicherungsnehmer ist als Anlage 4 (Seite 114 ff.) diesem Bericht beigefügt.<br />

Die laufende Verzinsung beträgt unverändert 3,5 %, soweit den Verträgen nicht ein<br />

höherer Rechnungszins zu Grunde liegt. Neben der laufenden Verzinsung erhalten die<br />

Verträge eine Schlussgewinnbeteiligung sowie ab dem Jahr 2008 eine Mindestbeteiligung<br />

an den Bewertungsreserven, die bei einem Standardvertrag mit einer Laufzeit<br />

von 25 Jahren zu einer Gesamtverzinsung von ca. 4,3 % führen. Das Halten der Gewinnbeteiligung<br />

auf diesem Niveau ist vor dem Hintergrund der nach wie vor angespannten<br />

Situation an den Kapitalmärkten sowie der in Zukunft noch stärker steigenden<br />

gesetzlichen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung zu sehen. Die<br />

Rückstellung für Beitragsrückerstattung betrug am Bilanzstichtag 288,3 Mio. EUR<br />

(Vorjahr: 291,6 Mio. EUR).<br />

3,5<br />

13,6<br />

54,4<br />

Jahresüberschuss<br />

Direktgutschrift<br />

Zuführung zur Rückstellung für<br />

Beitragsrückerstattung


Entwicklung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB)<br />

in Mio. EUR<br />

291,6<br />

134,7<br />

51,6<br />

105,3<br />

Entnahme<br />

-57,7<br />

Zuführung<br />

+54,4<br />

288,3<br />

128,2<br />

2006 <strong>2007</strong><br />

Gewinnverwendungsvorschlag<br />

Von dem handelsrechtlichen Jahresüberschuss in Höhe von 3,5 Mio. EUR mussten<br />

noch 100.000,00 EUR (Vorjahr: 150.000,00 EUR) der gesetzlichen Rücklage zugeführt<br />

werden. Vom verbleibenden Jahresüberschuss wurden gemäß § 58 Abs. 2 AktG die<br />

Hälfte (1.700.000,00 EUR) in andere Gewinnrücklagen eingestellt.<br />

Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr in Höhe von<br />

927.380,00 EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 2.627.380,00 EUR.<br />

Der Vorstand schlägt vor, den ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von<br />

2.627.380,00 EUR wie folgt zu verwenden:<br />

EUR<br />

Ausschüttung einer Bardividende von 0,06 EUR je Namensaktie<br />

auf das voll eingezahlte Grundkapital von 42.128.000,00 EUR 2.527.680,00<br />

Gewinnvortrag 99.700,00<br />

Bilanzgewinn 2.627.380,00<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Liquidität und Kapitalausstattung<br />

Im Rahmen unserer detaillierten Liquiditätsplanung stellen wir sicher, dass wir<br />

jederzeit uneingeschränkt in der Lage sind, unseren fälligen Zahlungsverpflichtungen<br />

nachzukommen. Die wesentlichen Mittelzuflüsse bestehen aus den laufenden Beitragseinnahmen<br />

sowie den Erträgen und Rückflüssen aus Kapitalanlagen. Die wesentlichen<br />

Mittelabflüsse resultieren aus den Zahlungen für Versicherungsfälle und<br />

für den laufenden Versicherungsbetrieb. Beschränkungen der Verfügbarkeit von<br />

Finanzmitteln lagen im Geschäftsjahr <strong>2007</strong> nicht vor.<br />

Unsere Gesellschaft verfügt über eine ordentliche Kapitalausstattung. Zum Stichtag<br />

betragen die freien unbelasteten Eigenmittel 73,4 Mio. EUR, was einer Bedeckung der<br />

Solvabilitätsspanne von 129,1 % (Vorjahr: 130,7 %) entspricht.<br />

51,5<br />

108,6<br />

freie RfB<br />

festgelegte RfB (ohne<br />

Schlussüberschussanteile)<br />

Schlussüberschussanteile<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 79


80 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Konzernzugehörigkeit und Zusammenarbeit<br />

Die Vereinigte Postversicherung VVaG hat im Jahre 2001 die <strong>VPV</strong> Holding AG als<br />

alleinige Gesellschafterin gegründet. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt<br />

17,5 Mio. EUR. Daneben hält die Vereinigte Postversicherung VVaG 100 % an der <strong>VPV</strong><br />

Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG sowie 40 % an der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

seit dem 01.01.2004.<br />

Die <strong>VPV</strong> Holding AG besitzt 60 % der Anteile an der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG. An<br />

der <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG hält sie 74,9 % und an der Vereinigten Post. Die<br />

Makler-AG, der <strong>VPV</strong> Vermittlungs-GmbH, der <strong>VPV</strong> Service GmbH, der <strong>VPV</strong> Beratungsgesellschaft<br />

für Altersversorgung mbH und der <strong>VPV</strong> Beteiligungs-GmbH jeweils 100 %.<br />

Eine Übersicht zur Konzernstruktur ist auf der 4. Umschlagsseite dargestellt.<br />

Nach den Vorschriften des § 312 AktG erstellte der Vorstand einen Bericht über die<br />

Beziehungen zum herrschenden Unternehmen sowie den mit ihm verbundenen<br />

Unternehmen.<br />

Dieser Bericht schließt mit folgender Schlusserklärung:<br />

„Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt<br />

bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, im Geschäftsjahr<br />

<strong>2007</strong> bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Maßnahmen<br />

auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder<br />

der mit ihm verbundenen Unternehmen wurden weder getroffen noch unterlassen“.<br />

Geschäftsergebnisse und Geschäftsverläufe dieser Gesellschaften entwickelten sich<br />

erwartungsgemäß. Mit allen Gesellschaften bestehen Funktionsausgliederungsverträge<br />

sowie Dienstleistungsverträge bzw. -vereinbarungen. Diese regeln die Delegation<br />

von Angestellten, die Bereitstellung von Betriebsmitteln sowie die Übernahme<br />

von Dienstleistungsfunktionen und die darauf entfallenden Kostenerstattungen.<br />

Zwischen der <strong>VPV</strong> Holding AG und ihren Tochtergesellschaften bestehen Geschäftsleitungsverträge<br />

und mit Ausnahme bei der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG und der<br />

Vereinigten Post. Die Makler-AG außerdem Ergebnisabführungsverträge.<br />

Mit der Vereinigten Postversicherung VVaG, Stuttgart, und der <strong>VPV</strong> Holding AG, Stuttgart,<br />

sowie den Tochterunternehmen <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG, Köln,<br />

Vereinigte Post. Die Makler-AG, Köln, <strong>VPV</strong> Vermittlungs-GmbH, Stuttgart, <strong>VPV</strong> Service<br />

GmbH, Stuttgart, <strong>VPV</strong> Beratungsgesellschaft für Altersversorgung mbH, Stuttgart,<br />

<strong>VPV</strong> Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG, Stuttgart, und <strong>VPV</strong> Beteiligungs-GmbH,<br />

Stuttgart, besteht ein Konzernverhältnis. Im Aufsichtsrat und im Vorstand bzw. den<br />

Geschäftsführungen bestehen teilweise Personenidentität bzw. Personalunion.<br />

Unsere Gesellschaft besitzt kein eigenes Personal. Die Übernahme aller Funktionen<br />

durch die Vereinigte Postversicherung VVaG, mit Ausnahme der Bestands- und Leistungsbearbeitung,<br />

ist durch einen Geschäftsbesorgungsvertrag geregelt, der von der<br />

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht genehmigt wurde. Dieser Vertrag regelt<br />

auch die Kostenerstattungen für diese Geschäftsbesorgung.<br />

Mit der <strong>VPV</strong> Holding AG besteht ein Geschäftsleitungsvertrag. Danach übernimmt die<br />

<strong>VPV</strong> Holding AG im Rahmen ihrer geschäftsleitenden Funktion Dienstleistungen für<br />

unser Unternehmen in den Funktionsbereichen Rechnungswesen und Steuern, Unternehmensentwicklung,<br />

Revision und Recht. Die hierfür entstandenen Kosten werden<br />

verursachungsgerecht auf Vollkostenbasis erstattet.


Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Mit der <strong>VPV</strong> Service GmbH wurde für die Bestands- und Leistungsbearbeitung ein<br />

Funktionsausgliederungsvertrag geschlossen. Die in diesem Zusammenhang erbrachten<br />

Dienstleistungen werden verursachungsgerecht auf Vollkostenbasis vergütet.<br />

Mit allen Konzernunternehmen, ausgenommen der <strong>VPV</strong> Grundstücksverwaltung<br />

GmbH & Co. KG und <strong>VPV</strong> Beratungsgesellschaft für Altersversorgung mbH, besteht<br />

ein Überlassungsvertrag für Sachmittel. Dieser Vertrag regelt auch die Kostenerstattungen<br />

auf Vollkostenbasis.<br />

Mit der Vereinigten Post. Die Makler-AG ist mit Wirkung zum 01.10.<strong>2007</strong> vereinbart<br />

worden, dass sie eine Aufwandsentschädigung in Abhängigkeit vom Vermittlungserfolg<br />

für die für unsere Gesellschaft vermittelten Verträge erhält. Die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

übernimmt im Rahmen des Konzernverhältnisses neben der eigenen<br />

Abrechnung dieser Aufwandsentschädigung auch die Abrechnung für die <strong>VPV</strong> Allgemeine<br />

Versicherungs-AG.<br />

Beteiligungen<br />

Die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG ist am Grundkapital der HUK-Coburg-Rechtsschutzversicherung<br />

Aktiengesellschaft, Coburg, in Höhe von 12 Mio. EUR mit 10 %<br />

beteiligt. Des Weiteren besteht am Grundkapital in Höhe von 7 Mio. EUR der HUK-<br />

Coburg-Bausparkasse Aktiengesellschaft, Coburg, eine Beteiligung von 10 %.<br />

Mit der Muttergesellschaft, der Haftpflicht-Unterstützungskasse kraftfahrender Beamter<br />

Deutschlands a.G., Coburg, besteht sowohl ein Vertrag über gegenseitige Beteiligungen<br />

an Tochterunternehmen wie auch ein Kooperationsvertrag.<br />

Die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG ist außerdem am Grundkapital der Protektor<br />

Lebensversicherungs AG, Berlin, in Höhe von 3,2 Mio. EUR mit 1,42 % beteiligt.<br />

Nachtragsbericht<br />

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres<br />

liegen nicht vor.<br />

Risiken der künftigen Entwicklung<br />

Der <strong>VPV</strong>-Konzern verfügt über eine an den Unternehmenszielen orientierte Planung<br />

sowie über sachgerechte Risikomanagement- und Controllingsysteme. Mit Hilfe dieser<br />

Instrumente werden die Risiken der künftigen Entwicklung, die den Fortbestand<br />

unseres Unternehmens gefährden oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-,<br />

Finanz- oder Ertragslage haben können, systematisch identifiziert, bewertet<br />

und gesteuert. Das Management der Risiken erfolgt weitgehend dezentral in den<br />

Fachbereichen, da hier das fachliche Wissen zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung<br />

vorliegt. Damit der Prozess zentral gesteuert wird und in einem für den Konzern<br />

gültigen Gesamtrahmen stattfindet, erfolgt eine Unterstützung des Prozesses<br />

durch das zentrale Risikomanagement. Das Risikofrüherkennungssystem war <strong>2007</strong><br />

Gegenstand einer Prüfung durch die interne Revision.<br />

2008 werden wir die Organisation, die Strategie und die Prozesse des Risikomanagements<br />

aufgrund der neu definierten Mindestanforderungen an das Risikomanagement<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 81


82 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

und der Anforderungen aus dem Projekt Solvency II neu ausrichten. Mit Solvency II<br />

müssen Versicherer zukünftig ihre Risikostruktur und Kapitalausstattung transparenter<br />

gestalten und das individuelle Risikomanagement verbessern. Schon heute bereiten<br />

wir uns für die zukünftigen quantitativen und qualitativen Anforderungen vor und<br />

nehmen an den Quantitative Impact Studies des Committee of European Insurance<br />

and Occupational Pensions Supervisors (CEIOPS) teil.<br />

Oberstes Ziel unseres konzernweiten Risikomanagementsystems ist die Existenzsicherung<br />

und Substanzerhaltung aller Unternehmen der <strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong>. Daraus<br />

abgeleitet muss das Risikomanagement sicherstellen, dass die Risiken und das<br />

zum Ausgleich dieser Risiken verfügbare Risikokapital in einem gesunden Verhältnis<br />

stehen.<br />

Die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG unterteilt das Gesamtrisiko in einzelne Risikokategorien:<br />

Versicherungstechnische Risiken<br />

Biometrische Rechnungsgrundlagen wie Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten<br />

können sich im Zeitablauf anders entwickeln als bei der Kalkulation angenommen.<br />

Dieses kalkulatorische Risiko kontrolliert die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG durch<br />

aktuarielle Analysen. Im Rahmen der jährlichen Deklaration der Überschussanteilsätze<br />

werden Änderungen der biometrischen Rechnungsgrundlagen berücksichtigt.<br />

Dem beobachteten Trend einer nachhaltigen Erhöhung der Lebenserwartung tragen<br />

wir dadurch Rechnung, dass für die vor dem 01.01.2005 abgeschlossenen Rentenversicherungen<br />

eine Neubewertung der Deckungsrückstellungen auf Basis der von der<br />

DAV veröffentlichten Sterbetafeln DAV 2004 R-Bestand und DAV 2004 R-B20 durchgeführt<br />

wurde.<br />

Weiter können Schadenverläufe zufallsbedingt höher ausfallen als kalkuliert. Diesem<br />

Risiko wird durch passive Rückversicherung begegnet.<br />

Kapitalanlagerisiken<br />

Für einen Lebensversicherer ist das größte Risiko dieser Kategorie, dass der Nettokapitalertrag<br />

nicht ausreicht, die garantierten Leistungen zu erbringen. Zur Sicherung<br />

des nachhaltigen Nettokapitalertrags für die Gewinnbeteiligung und die garantierte<br />

Mindestverzinsung sind zu beobachten und zu steuern:<br />

- Marktänderungsrisiko: Wert- und Kursverluste bei Immobilien, festverzinslichen<br />

Anlagen und Aktien<br />

- Bonitätsrisiko: Abschreibungen durch Forderungsausfälle<br />

- Liquidisierbarkeitsrisiko: Verluste beim Verkauf von Kapitalanlagen zur Begleichung<br />

von unvorhergesehenen Versicherungsleistungen<br />

- Zinsgarantierisiko: Marktrenditen, die über einen langen Zeitraum unter dem Rechnungszins<br />

liegen<br />

Die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG begegnet allen Kapitalanlagerisiken durch eine<br />

sorgfältige Beachtung sowohl der aufsichtsrechtlichen Vorgaben wie auch durch die<br />

Einhaltung von innerbetrieblichen Kapitalanlagerichtlinien. Ziel der Anlagepolitik ist,<br />

möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität zu erreichen.<br />

Ein wichtiges Element zur Kapitalanlagensteuerung ist das Asset-Liability-Management<br />

(ALM). Zusammen mit ihrem Partner Gen Re Capital GmbH, Köln, führt die<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG jährliche ALM-Studien durch. Mittels stochastischer<br />

Szenarien werden wahrscheinlichkeitsbasierte Aussagen über die zukünftige Unternehmenslage<br />

getroffen. Die Projektionen sind Entscheidungsgrundlage für die zu-


künftige Kapitalanlagenstrategie, aber auch für die Festlegung einer mittelfristig<br />

finanzierbaren Überschussbeteiligung.<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Darüber hinaus analysiert die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG die Sensitivität der Kapitalanlagenbestände<br />

regelmäßig mit Simulationen und Stresstests. Eine Verschiebung<br />

der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte und ein gleichzeitiger Aktienkursrückgang<br />

um 20 % hätte eine Wertminderung der Kapitalanlagen um 456 Mio. EUR zur Folge.<br />

Durch die überwiegende Zuordnung der Kapitalanlagen zum Anlagevermögen würde<br />

die kurzfristige Stressbelastung jedoch nur zu unwesentlichen Abschreibungen führen.<br />

Die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorgeschriebenen<br />

Stresstests zum 31.12.<strong>2007</strong> wurden deutlich bestanden.<br />

Speziell die Marktänderungs- und Liquiditätsrisiken festverzinslicher Anlagen stehen<br />

seit dem Ausbruch der Subprime-Krise im Jahr <strong>2007</strong> im Vordergrund. Auch die <strong>VPV</strong><br />

Lebensversicherungs-AG ist von dem veränderten Marktumfeld betroffen, jedoch sind<br />

die negativen Auswirkungen beherrschbar. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass<br />

unsere Gesellschaft auf Basis von ALM-Studien die Fälligkeitsstruktur ihrer Kapitalanlagen<br />

grundsätzlich so ausgestaltet hat, dass alle Anlagen bis zur Endfälligkeit<br />

durchgehalten werden können. Zwischenzeitlich entstandene Kursverluste von Wertpapieren<br />

aufgrund vorübergehend eingeschränkter Handelbarkeit kommen zwar in<br />

geringeren Zeitwerten dieser Anlagen zum Ausdruck. Es besteht jedoch für die <strong>VPV</strong><br />

Lebensversicherungs-AG keinerlei Notwendigkeit, diese Kursverluste zu realisieren,<br />

da diese Wertpapiere bis zur Endfälligkeit im Bestand gehalten werden können. Da die<br />

Kapitalanlagen der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG überwiegend nach den für das Anlagevermögen<br />

geltenden Vorschriften bewertet werden, führen vorübergehend auftretende<br />

Wertminderungen bei Kapitalanlagen nicht zu einer Belastung des Kapitalanlagenergebnisses,<br />

sondern vielmehr nur zu einem Ausweis erhöhter stiller Lasten.<br />

Dies gilt analog auch für Kursverluste von Assetklassen wie z.B. nachrangige Verbindlichkeiten<br />

von Kreditinstituten, wo die Neubewertung einer ganzen Branche zu entsprechenden<br />

Risikoauf- bzw. Kursabschlägen führt. Wir gehen weiterhin davon aus,<br />

dass aufgrund der hohen durchschnittlichen Kreditqualität unserer Kapitalanlagen mit<br />

einem Durchschnittsrating von AA keine substantiellen Forderungsausfälle zu erwarten<br />

sind. Die gestiegenen Risikoprämien bieten im Gegenzug aber auch attraktive<br />

Anlagemöglichkeiten für fällig gewordene Kapitalanlagen.<br />

Die Einstufung unserer direkt gehaltenen Zinspapiere nach der jeweils niedrigeren<br />

Ratingklasse der Ratingagenturen Standard & Poor’s bzw. Moody’s führt zu folgender<br />

Bonitätsstruktur:<br />

Rating Direktbestand zum 31.12.<strong>2007</strong><br />

AAA<br />

%<br />

69,37<br />

AA+ bis AA- 9,82<br />

A+ bis A- 10,34<br />

BBB+ bis BBB- 6,38<br />

BB+ bis BB- 0,60<br />

Ohne Rating (incl. stille Beteiligungen) 3,49<br />

Gesamtportfolio am 31.12.<strong>2007</strong> 100,00<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 83


84 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Die Verwaltung der Wertpapieranlagen erfolgt durch die Gen Re Capital GmbH, Köln.<br />

Das Monitoring der Kapitalanlagen insgesamt wird durch das interne Kapitalanlagencontrolling<br />

wahrgenommen. Die Trennung von Handel und Kapitalanlagencontrolling<br />

ist sowohl funktional als auch organisatorisch gewährleistet.<br />

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft<br />

Der Versicherungsbestand wird nur an Rückversicherer mit sehr gutem Rating<br />

zediert. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen<br />

Versicherungsgeschäft werden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.<br />

Operationale Risiken<br />

Die operationalen Risiken resultieren aus organisatorischen und funktionalen Aspekten<br />

im Bereich der Verwaltung, des Personalwesens und der technischen Ausstattung.<br />

Diese Risiken werden durch interne Kontrollen und systemseitige Sicherungen minimiert.<br />

Rechtliche Risiken<br />

Veränderungsimpulse, ausgehend von zukünftigen gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen<br />

Änderungen, können von weit reichender Bedeutung sein, die neben Chancen<br />

auch Risiken mit sich bringen. Diese Entwicklungen werden laufend verfolgt und<br />

durch Mitarbeit in Gremien und Verbänden antizipiert bzw. erörtert.<br />

Sonstige Anmerkungen<br />

Die vorhandenen Eigenmittel, berechnet nach den aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsvorschriften,<br />

betragen 326,0 Mio. EUR und übersteigen damit die notwendigen Eigenmittel<br />

von 252,6 Mio. EUR. Insoweit werden die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht<br />

(BaFin) für Versicherungsunternehmen erlassenen Solvabilitätsanforderungen<br />

von unserer Gesellschaft erfüllt.<br />

Mit dem Risikomanagement-System des <strong>VPV</strong>-Konzerns sind Entwicklungen, die sich<br />

nachhaltig und wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken<br />

können, grundsätzlich frühzeitig erkennbar. Auf entsprechende Entwicklungen wird<br />

mit geeigneten Steuerungsmaßnahmen reagiert.<br />

Verbandszugehörigkeit<br />

Die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG ist Mitglied des Gesamtverbandes der Deutschen<br />

Versicherungswirtschaft e.V., Berlin.<br />

Prognosebericht<br />

Nach der konjunkturellen Dynamik der vergangenen beiden Jahre haben sich die<br />

Rahmenbedingungen für die deutsche Volkswirtschaft zuletzt etwas eingetrübt. Die<br />

aktuellen Spannungen im internationalen Finanzsystem stellen erhebliche Risiken für<br />

die wirtschaftliche Entwicklung dar. Für 2008 wird übereinstimmend nur noch eine geringe<br />

Expansion erwartet, unter günstigen Rahmenbedingungen wird das Wirtschaftswachstum<br />

etwa 2 % betragen.


Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geht davon aus,<br />

dass die Beitragsentwicklung 2008 weiter hinter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung<br />

zurückbleiben wird. Dies ist auch auf die kaum gebesserte wirtschaftliche Lage<br />

der privaten Haushalte zurückzuführen, bei denen weiterhin die kurzfristigen, geldnahen<br />

Anlageformen dominieren werden. Für die Lebensversicherung wird ein moderates<br />

Beitragswachstum im Bestand von 2 % erwartet, wobei davon auszugehen ist,<br />

dass die betriebliche Altersvorsorge der Treiber sein wird.<br />

Wir gehen davon aus, dass wir mit der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG auch in den<br />

kommenden Jahren ein über dem Branchendurchschnitt liegendes Neugeschäftswachstum<br />

erzielen werden. Eines der Hauptziele für die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

wird es sein, in den kommenden Jahren die Vertriebsaktivitäten der neu gegründeten<br />

Vereinigte Post. Die Makler-AG zu intensivieren. Ziel für 2008 ist der Verkauf von 5.000<br />

Lebensversicherungen. Wir werden in den kommenden Jahren auch prüfen, inwieweit<br />

weitere Beteiligungen bzw. Engagements im Maklerumfeld uns helfen können, unsere<br />

ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Daneben wird der weitere, planmäßige Ausbau der<br />

Ausschließlichkeitsorganisation einen wichtigen Teil zur Beibehaltung des Neugeschäftswachstums<br />

beitragen. Der qualitative Ausbau und damit die Förderung der<br />

Produktivität wird im Mittelpunkt stehen.<br />

Dem Kundenwunsch nach leistungsstarken Vorsorgeprodukten entsprechen wir auch<br />

2008 in besonderem Maße durch die Einführung der <strong>VPV</strong> Power-Rente, einer neuen,<br />

fondsgebundenen Rentenversicherung. Sie vereint als dynamisches Hybridprodukt die<br />

gewünschte Beitragsgarantie mit einer marktüberdurchschnittlichen Rendite und<br />

einer hohen Ertragssicherheit. Das dem Produkt innewohnende Konzept der Kapitalanlage<br />

und des Fondsmanagements zeigt sich derzeit im Markt als einzigartig und<br />

bestätigt die Innovationskraft und Leistungsstärke der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG.<br />

Die <strong>VPV</strong> Power-Rente bietet dem Kunden die Vorteile der klassischen Lebensversicherungsprodukte<br />

– eine hohe Sicherheit – kombiniert mit den Chancen der fondsgebundenen<br />

Produkte – eine starke Rendite – und beweist einmal mehr die gelebte Kundenorientierung<br />

der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG. Das der <strong>VPV</strong> Power-Rente zugrunde<br />

liegende Produktkonzept wird noch in 2008 auf die Produktvarianten Direktversicherung<br />

und Riester angewandt werden, so dass auch die staatlich geförderten Angebote<br />

für den Kunden als <strong>VPV</strong> Power-Direkt und <strong>VPV</strong> Power-Riester einen deutlichen Innovations-<br />

und Attraktivitätsschub erhalten werden.<br />

Neben den umfassenden Vertriebs- und Produktmaßnahmen werden wir in den folgenden<br />

Jahren auch intensiv an der Verbesserung unserer Prozesse und Abläufe in<br />

der Verwaltung arbeiten. Damit soll sichergestellt werden, dass wir neben den ehrgeizigen<br />

Umsatzzielen auch die Kostenziele im Rahmen unseres Geschäftsmodells 2010<br />

erreichen werden.<br />

Die Arbeiten zur Umsetzung der VVG-Reform laufen planmäßig. Große Teile wie die<br />

Beteiligung an den Bewertungsreserven und die Anpassungen der für das Neugeschäft<br />

offenen Tarife an die Anforderungen des neuen VVG wurden bis Ende <strong>2007</strong> umgesetzt.<br />

Bis Mitte 2008 setzen wir die Informationspflichtenverordnung um. Die Kunden<br />

erhalten dann in einer standardisierten Form alle erforderlichen Informationen<br />

zum Produkt. Zudem bereiten wir uns vor, spätestens zum Ende des Jahres das neue<br />

VVG auch auf die Altverträge anzuwenden.<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 85


86 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Wie schon im Jahr <strong>2007</strong> wird uns auch 2008 das Thema Solvency II beschäftigen. Ein<br />

Schwerpunkt wird die Umsetzung eines Risikokapitalmodells sein. Nach der Teilnahme<br />

an der Quantitative Impact Study 3 (QIS3) im Jahr <strong>2007</strong> werden wir in 2008 an<br />

QIS4 teilnehmen, um uns frühzeitig auf die neuen Kapitalanforderungen, aber auch<br />

technischen Anforderungen, einstellen zu können. In 2008 werden wir den weiteren<br />

Ausbau unserer Risikomanagementarbeiten und insbesondere die Vorschriften der<br />

9. VAG-Novelle umsetzen. Wir gehen davon aus, dass die BaFin im Laufe des Jahres<br />

2008 eine neue Richtlinie zum Risikomanagementverantwortlichen veröffentlichen<br />

wird, die wir dann ebenfalls entsprechend umsetzen werden.<br />

Durch die Unternehmensteuerreform 2008 werden die Steuersätze deutlich reduziert.<br />

Im Gegenzug kommt es zwar zu einer Verbreiterung der steuerlichen Bemessungsgrundlage,<br />

jedoch rechnen wir insgesamt mit einer Steuerentlastung durch die Unternehmensteuerreform.<br />

Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz wurde in Form eines<br />

Referentenentwurfs Ende des Jahres auf den Weg gebracht und hat zum Ziel, das<br />

HGB-Bilanzrecht zu einer vollwertigen und gerade für den Mittelstand kostengünstigen<br />

Alternative zur internationalen Rechnungslegung weiter zu entwickeln. Wir<br />

erwarten hier auch für die Versicherungsbranche wichtige Impulse, besonders für<br />

mittelständisch geprägte Versicherungsgruppen.<br />

Für das Jahr 2008 erwarten wir ein Zinsniveau für zehnjährige Bundesanleihen im<br />

Durchschnitt um ca. 4 %. Das aktuell ungünstige Umfeld an den Kreditmärkten sollte<br />

nach jetzigem Erkenntnisstand keine weiteren wesentlichen Belastungen für das Kapitalanlagenergebnis<br />

zur Folge haben. Als langfristig orientierter Investor können wir<br />

unsere Anlagen bis zur Endfälligkeit durchhalten und dabei von der grundsätzlich guten<br />

Kreditqualität unserer Kapitalanlagen profitieren. Vielmehr sehen wir das aktuelle<br />

Kapitalmarktumfeld eher als Chance an, attraktive Anlagen außerhalb des Staatsanleihensektors<br />

wieder verstärkt wahrzunehmen. Die zu Beginn des Jahres eingetretenen<br />

Kursverluste auf unsere Aktienpositionen wurden durch Absicherungsgeschäfte<br />

begrenzt. Ob diese Kursverluste zum Jahresende noch Bestand haben und somit ergebnisrelevant<br />

werden, ist aus heutiger Sicht noch nicht absehbar.<br />

Insgesamt gehen wir von einer positiven Entwicklung der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-<br />

AG in den folgenden Geschäftsjahren aus. Sofern nicht außergewöhnliche Ereignisse<br />

das laufende Geschäftsjahr belasten, rechnen wir mit einem jährlichen Jahresüberschuss<br />

von über 3,5 Mio. EUR. Diese Einschätzung wird durch eine Reihe von Erwartungen<br />

gestützt, in denen die wesentlichen Chancen und Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen<br />

Entwicklung und der strategischen Weiterentwicklung Berücksichtigung<br />

finden.


Dank<br />

Wir danken unseren freien Mitarbeitern und Partnern im Vertrieb sowie allen Beschäftigten<br />

im Innen- und Außendienst der Vereinigten Postversicherung VVaG sowie<br />

den Beschäftigten der <strong>VPV</strong> Service GmbH und der Vereinigten Post. Die Makler-AG.<br />

Alle Mitarbeiter haben sich mit hoher Leistungsbereitschaft und großem Engagement<br />

für den Erfolg unserer Gesellschaft eingesetzt. Der Dank gilt gleichermaßen dem<br />

Sprecherausschuss der leitenden Angestellten und der Vertretervereinigung der Vereinigten<br />

Postversicherung e.V. für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit;<br />

unser Dank gilt ebenfalls den Betriebsräten unserer Gesellschaften.<br />

Stuttgart, 04. April 2008<br />

Der Vorstand<br />

Grundmann Dr. Bücken Hallmann Steck<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 87


Jahresbilanz zum 31. Dezember <strong>2007</strong><br />

der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, Stuttgart<br />

Aktiva<br />

EUR EUR EUR<br />

31.12.<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

A. Ausstehende Einlagen auf das<br />

gezeichnete Kapital<br />

davon: eingefordert EUR 0,00 22.872.000,00 22.872<br />

B. Immaterielle Vermögensgegenstände 21.098.033,05 23.044<br />

C. Kapitalanlagen<br />

I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte<br />

und Bauten einschließlich der Bauten auf<br />

fremden Grundstücken 247.362.841,62 256.015<br />

II. Kapitalanlagen in verbundenen<br />

Unternehmen und Beteiligungen<br />

1. Beteiligungen 21.425.277,13 21.708<br />

III. Sonstige Kapitalanlagen<br />

1. Aktien, Investmentanteile und andere<br />

nicht festverzinsliche Wertpapiere 2.208.038.747,19 2.210.194<br />

2. Inhaberschuldverschreibungen und<br />

andere festverzinsliche Wertpapiere 3.847.848.383,43 3.557.439<br />

3. Hypotheken-, Grundschuld- und<br />

Rentenschuldforderungen 362.480.407,21 378.292<br />

4. Sonstige Ausleihungen<br />

a) Namensschuldverschreibungen 514.188.768,43 627.627<br />

b) Schuldscheinforderungen<br />

und Darlehen 569.594.249,00 674.255<br />

c) Darlehen und Vorauszahlungen<br />

auf Versicherungsscheine 46.552.212,56 46.629<br />

d) übrige Ausleihungen 29.459.793,00 27.909<br />

1.159.795.022,99 1.376.420<br />

5. Einlagen bei Kreditinstituten 28.790.000,00 51.600<br />

6. Andere Kapitalanlagen 107.682.035,25 107.682<br />

7.714.634.596,07 7.681.627<br />

IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung<br />

übernommenen Versicherungsgeschäft 835.206,50 0<br />

7.984.257.921,32 7.959.350<br />

D. Kapitalanlagen für Rechnung und<br />

Risiko von Inhabern von<br />

Lebensversicherungspolicen 126.526.530,37 87.339<br />

E. Forderungen<br />

I. Forderungen aus dem selbst<br />

abgeschlossenen Versicherungsgeschäft<br />

an:<br />

1. Versicherungsnehmer<br />

a) fällige Ansprüche 4.429.155,18 3.880<br />

b) noch nicht fällige Ansprüche 7.425.231,45 9.891<br />

11.854.386,63 13.771<br />

2. Versicherungsvermittler 3.153.630,92 3.608<br />

15.008.017,55 17.379<br />

II. Sonstige Forderungen 8.942.276,23 5.801<br />

davon an verbundene Unternehmen:<br />

EUR 1.682.803,55 (31.12.2006 TEUR 317)<br />

23.950.293,78 23.180<br />

F. Sonstige Vermögensgegenstände<br />

I. Sachanlagen und Vorräte 4.930.987,82 1.943<br />

II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten,<br />

Schecks und Kassenbestand 5.659.365,14 9.068<br />

III. Andere Vermögensgegenstände 239.894,78 398<br />

10.830.247,74 11.409<br />

G. Rechnungsabgrenzungsposten<br />

I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 124.194.292,26 127.320<br />

II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 5.570.045,39 8.000<br />

129.764.337,65 135.320<br />

Summe der Aktiva 8.319.299.363,91 8.262.514<br />

Gemäß § 73 VAG bestätige ich, dass das Sicherungsvermögen vorschriftsmäßig angelegt und aufbewahrt ist.<br />

Stuttgart, 26. März 2008; Jocher, Treuhänder<br />

88 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

31.12.2006<br />

in TEUR


Passiva EUR EUR<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

31.12.<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

31.12.2006<br />

in TEUR<br />

A. Eigenkapital<br />

I. Gezeichnetes Kapital 65.000.000,00 65.000<br />

II. Kapitalrücklage 7.039.549,61 7.039<br />

davon Rücklage gemäß § 5 Abs. 5 Nr. 3 VAG:<br />

EUR 16.965,62 (31.12.2006 TEUR 17)<br />

III. Gewinnrücklagen<br />

1. gesetzliche Rücklage 500.000,00 400<br />

2. andere Gewinnrücklagen 4.362.720,58 2.663<br />

4.862.720,58 3.063<br />

IV. Bilanzgewinn 2.627.380,00 2.613<br />

79.529.650,19 77.715<br />

B. Nachrangige Verbindlichkeiten<br />

I. Hybridkapital 60.000.000,00 60.000<br />

60.000.000,00 60.000<br />

C. Versicherungstechnische Rückstellungen<br />

I. Beitragsüberträge<br />

1. Bruttobetrag 17.333.761,65 16.954<br />

2. davon ab:<br />

Anteil für das in Rückdeckung gegebene<br />

Versicherungsgeschäft 0,00 0<br />

17.333.761,65 16.954<br />

II. Deckungsrückstellung<br />

1. Bruttobetrag 5.697.876.519,87 5.622.356<br />

2. davon ab:<br />

Anteil für das in Rückdeckung gegebene<br />

Versicherungsgeschäft 162.924.250,92 173.261<br />

5.534.952.268,95 5.449.095<br />

III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte<br />

Versicherungsfälle<br />

1. Bruttobetrag 29.360.741,32 22.353<br />

2. davon ab:<br />

Anteil für das in Rückdeckung gegebene<br />

Versicherungsgeschäft 411.659,00 301<br />

28.949.082,32 22.052<br />

IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und<br />

erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung<br />

1. Bruttobetrag 288.325.588,73 291.647<br />

2. davon ab:<br />

Anteil für das in Rückdeckung gegebene<br />

Versicherungsgeschäft 0,00 0<br />

288.325.588,73 291.647<br />

5.869.560.701,65 5.779.748<br />

D. Versicherungstechnische Rückstellungen im<br />

Bereich der Lebensversicherung, soweit das<br />

Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern<br />

getragen wird<br />

I. Deckungsrückstellung<br />

1. Bruttobetrag 126.526.530,37 87.339<br />

2. davon ab:<br />

Anteil für das in Rückdeckung gegebene<br />

Versicherungsgeschäft 61.698.616,79 51.361<br />

64.827.913,58 35.978<br />

E. Andere Rückstellungen<br />

I. Steuerrückstellungen 315.000,00 131<br />

II. Sonstige Rückstellungen 1.653.800,00 1.505<br />

1.968.800,00 1.636<br />

F. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung<br />

gegebenen Versicherungsgeschäft 224.622.867,71 224.622<br />

G. Andere Verbindlichkeiten<br />

I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen<br />

Versicherungsgeschäft gegenüber:<br />

1. Versicherungsnehmern 2.003.419.525,87 2.065.448<br />

2. Versicherungsvermittlern 2.584.853,53 2.556<br />

2.006.004.379,40 2.068.004<br />

II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem<br />

Rückversicherungsgeschäft 2.080.318,48 4.210<br />

III. Sonstige Verbindlichkeiten 8.741.078,42 8.611<br />

davon gegenüber verbundenen Unternehmen:<br />

EUR 56.400,02 (31.12.2006 TEUR 453)<br />

davon aus Steuern:<br />

EUR 254.220,18 (31.12.2006 TEUR 192)<br />

2.016.825.776,30 2.080.825<br />

H. Rechnungsabgrenzungsposten 1.963.654,48 1.990<br />

Summe der Passiva 8.319.299.363,91 8.262.514<br />

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter den Posten C II und D der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341 f HGB sowie der aufgrund<br />

des § 65 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist; für den Altbestand im Sinne des § 11 c VAG und des Artikels 16 § 2 Satz 2 des Dritten Durchführungsgesetzes/EWG<br />

zum VAG ist die Deckungsrückstellung nach dem zuletzt am 03.12.<strong>2007</strong> genehmigten Geschäftsplan berechnet worden.<br />

Stuttgart, 20. März 2008; Dr. Gauß, Dipl.-Math., Verantwortlicher Aktuar<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 89


Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember <strong>2007</strong><br />

der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, Stuttgart<br />

I. Versicherungstechnische Rechnung<br />

1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung<br />

a) Gebuchte Bruttobeiträge 503.698.849,61 508.086<br />

b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 26.891.003,55 29.251<br />

476.807.846,06 478.835<br />

c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge -379.688,67 90<br />

d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer<br />

an den Bruttobeitragsüberträgen 0,00 0<br />

-379.688,67 90<br />

476.428.157,39 478.925<br />

2. Beiträge aus der Brutto-Rückstellung<br />

für Beitragsrückerstattung 485.960,22 477<br />

3. Erträge aus Kapitalanlagen<br />

a) Erträge aus Beteiligungen 1.183.150,00 1.103<br />

davon aus verbundenen Unternehmen:<br />

EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0)<br />

b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen<br />

aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen<br />

Rechten und Bauten einschließlich<br />

der Bauten auf fremden Grundstücken 22.049.712,16 22.642<br />

bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 321.853.912,69 334.302<br />

343.903.624,85 356.944<br />

c) Erträge aus Zuschreibungen 5.190.145,03 3.806<br />

d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 267.989,03 12.724<br />

350.544.908,91 374.577<br />

4. Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen 5.938.076,69 7.200<br />

5. Sonstige versicherungstechnische Erträge<br />

für eigene Rechnung 3.686.792,34 127<br />

6. Aufwendungen für Versicherungsfälle<br />

für eigene Rechnung<br />

a) Zahlungen für Versicherungsfälle<br />

aa) Bruttobetrag 483.165.119,62 486.946<br />

bb) Anteil der Rückversicherer 26.356.950,78 25.710<br />

456.808.168,84 461.236<br />

b) Veränderung der Rückstellung für noch<br />

nicht abgewickelte Versicherungsfälle<br />

aa) Bruttobetrag 7.008.260,55 -1.776<br />

bb) Anteil der Rückversicherer 111.002,00 -145<br />

6.897.258,55 -1.631<br />

463.705.427,39 459.605<br />

7. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen<br />

Netto-Rückstellungen<br />

Deckungsrückstellung<br />

a) Bruttobetrag -114.708.069,89 -118.054<br />

b) Anteil der Rückversicherer +799,70 +6.338<br />

-114.707.270,19 -111.716<br />

8. Aufwendungen für erfolgsabhängige und<br />

erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen<br />

für eigene Rechnung 54.376.934,46 73.338<br />

9. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb<br />

für eigene Rechnung<br />

a) Abschlussaufwendungen 50.532.641,26 48.316<br />

b) Verwaltungsaufwendungen 17.372.220,65 19.213<br />

67.904.861,91 67.529<br />

c) davon ab:<br />

Erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen<br />

aus dem in Rückdeckung gegebenen<br />

Versicherungsgeschäft 7.067.141,35 5.173<br />

60.837.720,56 62.356<br />

Übertrag: 143.456.542,95 154.291<br />

90 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

EUR<br />

EUR<br />

<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

2006<br />

in TEUR


Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Übertrag: 143.456.542,95 154.291<br />

10. Aufwendungen für Kapitalanlagen<br />

a) Aufwendungen für die Verwaltung von<br />

Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und<br />

sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 20.534.355,92 13.879<br />

b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 16.938.421,40 34.354<br />

c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 1.336.492,90 3.784<br />

38.809.270,22 52.017<br />

11. Nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen 1.404.807,35 667<br />

12. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für<br />

eigene Rechnung 90.201.995,22 94.598<br />

13. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 13.040.470,16 7.009<br />

II. Nichtversicherungstechnische Rechnung<br />

EUR<br />

1. Sonstige Erträge 14.887.543,87 13.570<br />

2. Sonstige Aufwendungen 21.118.303,02 16.781<br />

-6.230.759,15 -3.211<br />

3. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 6.809.711,01 3.798<br />

4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.532.900,02 40<br />

5. Sonstige Steuern 776.810,99 758<br />

3.309.711,01 798<br />

6. Jahresüberschuss 3.500.000,00 3.000<br />

7. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 927.380,00 1.188<br />

8. Einstellungen in Gewinnrücklagen<br />

a) in die gesetzliche Rücklage 100.000,00 150<br />

b) in andere Gewinnrücklagen 1.700.000,00 1.425<br />

1.800.000,00 1.575<br />

9. Bilanzgewinn 2.627.380,00 2.613<br />

EUR<br />

<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

2006<br />

in TEUR<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 91


92 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Anhang<br />

Der Jahresabschluss und Lagebericht wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches<br />

in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen<br />

erstellt.<br />

Bewertungsmethoden für Aktiva<br />

Die sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten<br />

abzüglich linearer Abschreibungen unter Berücksichtigung der steuerlich zulässigen<br />

Sätze bewertet.<br />

Die Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten sind mit den Anschaffungsbzw.<br />

Herstellungskosten unter Berücksichtigung der steuerlich zulässigen Abschreibungen<br />

angesetzt. Zur Berücksichtigung von voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen<br />

erfolgten in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen gemäß<br />

§ 341 b Abs. 1 in Verbindung mit § 253 Abs. 2 Satz 3 2. Halbsatz HGB.<br />

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt<br />

zu Anschaffungskosten. Bei den Beteiligungen an Protektor erfolgten außerplanmäßige<br />

Abschreibungen gemäß § 341 b Abs. 1 in Verbindung mit § 253 Abs. 2 Satz 3<br />

2. Halbsatz HGB sowie Wertaufholungen auf den aktuellen Beteiligungswert gemäß<br />

§ 280 Abs. 1 HGB.<br />

Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen<br />

und andere festverzinsliche Wertpapiere sind, soweit diese<br />

dem Anlagevermögen zugeordnet sind, mit den Anschaffungskosten, im Fall einer<br />

dauerhaften Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei<br />

mit Agio erworbenen Inhaberschuldverschreibungen werden die Buchwerte ratierlich<br />

über die Laufzeit auf den Nennwert abgeschrieben. Bei den Asset-Backed-Securities<br />

sind als Marktwerte die Börsenkurse zugrunde gelegt bzw. werden Kursstellungen<br />

von Depotbanken oder Brokern verwendet.<br />

Die dem Umlaufvermögen zugeordneten Wertpapiere sind mit den Anschaffungskosten<br />

bzw. mit den Börsenwerten oder Rücknahmepreisen ausgewiesen, falls letztere<br />

niedriger sind. Das Wertaufholungsgebot gemäß § 280 Abs. 1 HGB ist beachtet.<br />

Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen sowie sonstige Ausleihungen<br />

sind grundsätzlich mit den Nennwerten angesetzt. Die Beitragsumlagen am<br />

Sicherungsfonds für die Lebensversicherer sind unter den sonstigen Ausleihungen<br />

bilanziert.<br />

Disagiobeträge werden durch passive, Agiobeträge durch aktive Rechnungsabgrenzung<br />

auf die Laufzeit der betreffenden Forderung verteilt. Bei den Wertpapieren sind<br />

die letzten Buchwerte fortgeführt. Wertberichtigungen sind, soweit wegen der Bonität<br />

erforderlich, von der jeweiligen Summe der Forderungen abgesetzt. Die Einzelwertberichtigungen<br />

auf Hypothekenforderungen sind unter Berücksichtigung der Ertragswerte<br />

der beliehenen Objekte sowie der Dauer von bestehenden Zinsrückständen der<br />

Darlehensnehmer ermittelt.<br />

Einlagen bei Kreditinstituten, andere Kapitalanlagen, Depotforderungen und laufende<br />

Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand sind mit den Nennbeträgen<br />

angesetzt.<br />

Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungen, für<br />

die ein Anlagestock nach § 54 b VAG zu bilden ist, sind mit dem Zeitwert unter Berücksichtigung<br />

des Grundsatzes der Vorsicht bewertet.


Forderungen sind mit den Nennbeträgen nach Abzug von Wertberichtigungen bilanziert.<br />

Die Posten fällige Ansprüche und noch nicht fällige Ansprüche an Versicherungsnehmer<br />

sind als gebuchte bzw. berechnete Forderungsbeträge nach Absetzung der Pauschalwertberichtigung<br />

für Beitragsaußenstände bzw. der Pauschalwertberichtigung<br />

zu den noch nicht fälligen Ansprüchen eingestellt.<br />

Bei den Sachanlagen und Vorräten ist die Betriebs- und Geschäftsausstattung zu den<br />

Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der steuerlich zulässigen linearen Abschreibungen<br />

bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter sind im Jahr der Anschaffung<br />

voll abgeschrieben worden. Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten bewertet.<br />

Der Posten „Andere Vermögensgegenstände“, der Leistungsvorauszahlungen sowie<br />

den Mehrbestand der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von<br />

Lebensversicherungen enthält, ist mit den Nennwerten und zu Anschaffungskosten<br />

bilanziert.<br />

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Passiva<br />

Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.<br />

Disagiobeträge werden über die aktive Rechnungsabgrenzung auf die Mindestlaufzeit<br />

(Festzinsperiode) verteilt.<br />

Die Beitragsüberträge sind für jede Versicherung unter Berücksichtigung des genauen<br />

Beginntermins der Versicherung einzeln berechnet.<br />

Die Deckungsrückstellung für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft, die<br />

Ansprüche für geleistete, rechnungsmäßig gedeckte Abschlusskosten und der Fonds<br />

für Schlussüberschussanteile innerhalb der Rückstellung für Beitragsrückerstattung<br />

sind für den Altbestand nach den von der Aufsichtsbehörde genehmigten Geschäftsplänen<br />

berechnet. Beim Neubestand erfolgt die Berechnung nach den anerkannten<br />

Regeln der Versicherungsmathematik. Diese Rückstellungen sind für den gesamten<br />

Bestand – mit Ausnahme der fondsgebundenen <strong>Versicherungen</strong> – nach der prospektiven<br />

Methode und mit impliziter Berücksichtigung der künftigen Kosten berechnet.<br />

Einmalige Abschlusskosten sind nach dem Zillmerverfahren in den einzelnen<br />

Deckungsrückstellungen nur insoweit verrechnet, als sich dadurch keine negativen<br />

Werte ergeben.<br />

Alle Leistungen der Versicherungsverträge sind dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend<br />

berücksichtigt. Diese Leistungen umfassen dabei auch garantierte Rückkaufswerte,<br />

beitragsfreie Versicherungsleistungen sowie Erhöhungen der Versicherungsleistungen<br />

durch Überschussanteile, auf die die Versicherungsnehmer bereits<br />

einen Anspruch haben (ausgenommen verzinslich angesammelte Überschussanteile).<br />

Die technische Verwaltungskostenrückstellung für beitragsfreie Jahre ist in der<br />

Deckungsrückstellung enthalten.<br />

Die Deckungsrückstellung bei der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung<br />

(<strong>VPV</strong> Invest-Plus) und bei der <strong>VPV</strong> Sorglos-Rente ist für jeden einzelnen Vertrag nach<br />

der retrospektiven Methode ermittelt. Sie entspricht dem Zeitwert der zum Bilanzstichtag<br />

auf die <strong>Versicherungen</strong> entfallenden Fondsanteile.<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 93


94 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Bei der <strong>VPV</strong> Invest-Plus-Police, der <strong>VPV</strong> Zulagen-Rente-Police und der <strong>VPV</strong> Sorglos-<br />

Rente-Police handelt es sich um ungezillmerte Tarife.<br />

Der Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft wird nach den<br />

Regelungen in den Rückversicherungsverträgen ermittelt.<br />

Der in der Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung<br />

für den Neu- und Altbestand zu reservierende Schlussüberschussanteilfonds<br />

wird einzelvertraglich für den Neubestand gemäß § 28 Abs. 7 RechVersV mit<br />

einem Zinssatz von 5,0 % ermittelt; die Höhe dieses Zinssatzes ist unter Berücksichtigung<br />

von Tod und Storno festgelegt. Für den Altbestand ist der Zinssatz in Höhe von<br />

5,0 % geschäftsplanmäßig festgelegt.<br />

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ist für die zum<br />

Bilanzstichtag eingetretenen und bis zum Bestandsfeststellungszeitpunkt bekannt<br />

gewordenen Fälle einzelvertraglich ermittelt. Für diejenigen Fälle, die bis zum Bilanzstichtag<br />

eingetreten, aber erst nach der Bestandsfeststellung bekannt geworden sind,<br />

ist eine pauschale Spätschadenrückstellung gebildet. Diese ergibt sich als Mittelwert<br />

aus den einzelvertraglich ermittelten Risikosummen der Spätschadenfälle der letzten<br />

drei Jahre. Ferner ist für Aufwendungen der Schadenregulierung noch ein pauschal<br />

nach den steuerlichen Richtlinien ermittelter Betrag im Rahmen dieser Position<br />

passiviert.<br />

Die aufgrund des Urteils des Bundesgerichtshofs vom 12.10.2005 gebildeten Rückstellungen<br />

sind im Berichtsjahr unter Berücksichtigung der Inanspruchnahmewahrscheinlichkeiten<br />

weitgehend aufgelöst worden. Für die fondsgebundenen Tarife sind in<br />

geringem Umfang zusätzliche Rückstellungsbeträge gemäß dem neuen BGH-Urteil<br />

vom 26.09.<strong>2007</strong> gebildet worden.<br />

Bei dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft sind die versicherungstechnischen<br />

Rückstellungen nach den Angaben des Zedenten bilanziert. Die<br />

Anteile der Retrozessionäre an diesen Rückstellungen entsprechen den vertraglichen<br />

Vereinbarungen. Die Bilanzierung erfolgt gemäß der Rückversicherungsabrechnung<br />

ein Jahr zeitversetzt.<br />

Die Steuerrückstellungen und sonstigen nichtversicherungstechnischen Rückstellungen<br />

sind nach Maßgabe des voraussichtlichen Bedarfs angesetzt.<br />

Verbindlichkeiten sind mit den Nennbeträgen (Rückzahlungsbeträgen) ausgewiesen.


Erläuterungen zu den Aktiva der Bilanz<br />

Zu B Immaterielle Vermögensgegenstände und<br />

C Kapitalanlagen<br />

Die Entwicklung der zu diesen Bilanzposten gehörenden Positionen im Geschäftsjahr<br />

ist in Anlage 3 (Seite 112-113) zusammengefasst dargestellt.<br />

Zu C-I Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich<br />

der Bauten auf fremden Grundstücken<br />

Die Bilanzwerte der überwiegend von unserem Unternehmen sowie den verbundenen<br />

Unternehmen eigengenutzten Grundstücke und Gebäude betrugen Ende <strong>2007</strong><br />

28.822.055,10 EUR. Die Bilanzwerte wurden für diesen Grundbesitz in voller Höhe<br />

angesetzt.<br />

Zu C-II-1 Beteiligungen<br />

Unter dieser Position sind Anteile an der HUK-Coburg-Rechtsschutzversicherung<br />

Aktiengesellschaft, Coburg, und der HUK-Coburg-Bausparkasse Aktiengesellschaft,<br />

Coburg, ausgewiesen. Der Anteil am Grundkapital der Gesellschaften beträgt<br />

jeweils 10 %.<br />

Des Weiteren sind hier auch die Anteile an der Protektor Lebensversicherungs-AG,<br />

Berlin, erfasst.<br />

Zu C-III-6 Andere Kapitalanlagen<br />

Der Ausweis betrifft vier stille Beteiligungen.<br />

Zu Entwicklung der Aktivposten B, C I bis C III<br />

im Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Die Entwicklung dieser Aktivposten ist in Anlage 3 (Seite 112-113) dargestellt.<br />

Anhang<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 95


96 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Zu D Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von<br />

Lebensversicherungspolicen<br />

Zusammensetzung des Anlagestocks zum 31.12.<strong>2007</strong><br />

Name der Fonds Anteile Bilanzwert<br />

31.12.<strong>2007</strong><br />

Stück EUR<br />

DWS Investa 261.725,861 31.812.778,40<br />

Allianz-DIT-Interglobal 119.669,692 22.185.564,20<br />

Allianz-DIT-Industria 162.335,545 17.386.136,87<br />

Allianz-DIT-Europazins 344.270,057 14.411.144,59<br />

DWS Inter-Renta 693.831,185 8.992.052,16<br />

DWS Aktien Strategie Deutschland 25.170,557 4.750.187,52<br />

Pioneer Fund Global Select A 67.714,990 4.299.224,72<br />

Allianz-DIT-Euro Protekt Dynamik III 36.501,905 4.209.399,68<br />

DWS Re-Inrenta 16.791,175 3.996.803,39<br />

<strong>VPV</strong>-Rent Pioneer Investments 66.677,193 3.047.814,49<br />

DWS FlexProfit 80 26.726,956 2.816.486,62<br />

DWS FlexProfit 90 24.023,431 2.518.376,27<br />

<strong>VPV</strong>-Spezial Pioneer Investments 23.012,110 1.985.254,73<br />

<strong>VPV</strong> Pro-Wachstum 30.825,447 1.795.890,54<br />

DWS FlexProfit 85 12.967,061 1.362.319,43<br />

Cominvest Rolling Protect 3.502,998 352.646,81<br />

DWS FlexProfit Cash 1.882,385 194.488,02<br />

Pioneer Investments Euro-Geldmarkt Plus 2.177,658 138.825,70<br />

Pioneer PF-Global Defensive A (DA) 1.589,847 78.872,31<br />

Pioneer PF-Global Progressive A (ND) 1.228,562 57.730,13<br />

UniGlobal (Union Investment) 289,894 33.885,71<br />

UniEuropaRenta (Union Investment) 731,474 30.187,93<br />

UniStrategie: Ausgewogen (Union Investment) 673,382 26.147,42<br />

UniStrategie: Dynamisch (Union Investment) 626,980 20.966,21<br />

UniStrategie: Konservativ (Union Investment) 255,841 12.699,95<br />

UniRenta (Union Investment) 280,839 4.529,93<br />

UniEuropa (Union Investment) 2,214 3.845,23<br />

UniDeutschland (Union Investment) 16,032 2.271,41<br />

Stand am 31.12.<strong>2007</strong> 1.925.501,271 126.526.530,37<br />

Zu G Rechnungsabgrenzungsposten<br />

In den sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten sind Agiobeträge für sonstige Ausleihungen<br />

in Höhe von 2.989.412,51 EUR enthalten. Die Disagiobeträge für die nachrangigen<br />

Verbindlichkeiten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 2.165.072,54 EUR.


Erläuterungen zu den Passiva der Bilanz<br />

Zu A-I Gezeichnetes Kapital und<br />

A-II Kapitalrücklage<br />

Gezeichnetes Kapital-<br />

Kapital rücklage<br />

EUR EUR<br />

Stand am 1.1.<strong>2007</strong> 65.000.000,00 7.039.549,61<br />

Zugang/Abgang im Geschäftsjahr 0,00 0,00<br />

Stand am 31.12.<strong>2007</strong> 65.000.000,00 7.039.549,61<br />

Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 65.000.000 Namensaktien zum Nennbetrag<br />

von 1,00 EUR. Vom gezeichneten Kapital am 31.12.<strong>2007</strong> entfallen 39.000 TEUR auf die<br />

<strong>VPV</strong> Holding AG und 26.000 TEUR auf die Vereinigte Postversicherung VVaG.<br />

Die Kapitalrücklage setzt sich zusammen aus Agio in Höhe von 6.000.000,00 EUR gemäß<br />

§ 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB und anderen Zuzahlungen in Höhe von 1.039.549,61 EUR<br />

gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.<br />

Zu B Nachrangige Verbindlichkeiten<br />

Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 6 AktG wurden am 17. August 2006 auf den Inhaber lautende,<br />

nachrangige, fest- bis variabel verzinsliche Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag<br />

von insgesamt 60,0 Mio EUR begeben. Die Schuldverschreibungen sind in endgültigen<br />

Globalinhaberschuldverschreibungen ohne Zinsscheine verbrieft. Die nachrangigen<br />

Verbindlichkeiten sind wie folgt eingeteilt:<br />

Anzahl Nennbetrag Gesamtnennbetrag<br />

EUR EUR<br />

400 50.000,00 20.000.000,00<br />

800 50.000,00 40.000.000,00<br />

1.200 50.000,00 60.000.000,00<br />

Die Schuldverschreibungen sind, sofern keine vorzeitige Rückzahlung und kein Rückkauf<br />

erfolgt, am 17. August 2026 zum Nennbetrag zurückzuzahlen. Eine vorzeitige<br />

Rückzahlung ist nach Wahl der Emittentin frühestens am 17. August 2016 nach Ende<br />

der Festzinsperiode möglich.<br />

Eine Fälligkeit vor Ablauf von zwei Jahren besteht gemäß § 52 Nr. 1 b RechVersV<br />

folglich nicht.<br />

Anhang<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 97


98 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Zu C-II Deckungsrückstellung<br />

Die Berechnung der Deckungsrückstellung wird für die wesentlichen Teilbestände<br />

mit den folgenden Rechnungsgrundlagen durchgeführt. Die angegebenen Anteile<br />

beziehen sich auf die gesamte Deckungsrückstellung.<br />

Anteil Sterbetafel Rechnungszins Zillmersatz<br />

0,1 % DAV 2004 R, M bzw. F 2,25 % 40 ‰ der Beitragssumme<br />

0,4 % DAV 2004 R, M bzw. F 2,75 % 40 ‰ der Beitragssumme<br />

0,4 % DAV 2004 R-Bestand mod, M bzw. F 2,75 % 40 ‰ der Beitragssumme<br />

1,2 % DAV 2004 R-Bestand mod, M bzw. F 3,25 % 34 ‰ bzw. 40 ‰ der Beitragssumme<br />

4,4 % DAV 2004 R-Bestand mod, M bzw. F 4,0 % 30 ‰ bzw. 33 ‰ der Beitragssumme<br />

1,2 % DAV 2004 R-Bestand mod, M bzw. F 4,0 % 17,5 % bzw. 25 % der Jahresrente<br />

0,1 % DAV 1997 BUZ, M bzw. F 3,25 % 33 ‰ bzw. 40 ‰ der Beitragssumme<br />

3,0 % DAV 1997 BUZ, M bzw. F 4,0 % max. 0,5 % der Jahresrente<br />

0,6 % DAV 1994 T, M bzw. F 2,75 % 40 ‰ der Beitragssumme<br />

2,0 % DAV 1994 T, M bzw. F 3,25 % 33 ‰ bzw. 40 ‰ der Beitragssumme<br />

13,6 % DAV 1994 T, M bzw. F 4,0 % 33 ‰, 37 ‰ bzw. 40 ‰<br />

der Beitragssumme<br />

44,7 % St 1986 T, M bzw. F 3,5 % 17,5 ‰ bzw. 25 ‰ der Vers.-summe<br />

18,6 % ADSt 60/62 mod 3,0 % 17,5 ‰ der Vers.-summe<br />

7,4 % ADSt 24/26 3,0 % 15 ‰ bzw. 17,5 ‰ der Vers.-summe<br />

Die genannten Zillmersätze werden bei der Berechnung der Deckungsrückstellung<br />

für die aufgeführten Teilbereiche grundsätzlich bis auf geringfügige Ausnahmen verwendet.<br />

Zu C-IV Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige<br />

Beitragsrückerstattung<br />

Stand am 01.01.<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

291.646.688,88<br />

Entnahme im Geschäftsjahr 57.698.034,61<br />

Zuführung im Geschäftsjahr 54.376.934,46<br />

Stand am 31.12.<strong>2007</strong> 288.325.588,73<br />

In der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zum 31.12.<strong>2007</strong> sind bereits festgelegte,<br />

aber noch nicht zugeteilte, laufende Überschussanteile mit einer Summe von<br />

rund 32.000.000,00 EUR sowie rund 19.462.000,00 EUR für bereits festgelegte, aber<br />

noch nicht zugeteilte Schlussüberschussanteile enthalten. In den festgelegten Schlussüberschussanteilen<br />

ist eine Mindestbeteiligung der Versicherungsnehmer an den Bewertungsreserven<br />

in Höhe von 9.665.000,00 EUR enthalten. Wir verweisen dazu auch<br />

auf den als Anlage 4 (Seite 114 ff.) beigefügten Plan der Überschussverteilung an die<br />

Versicherungsnehmer für das Jahr 2008. Ferner sind in der Rückstellung Mittel im<br />

Betrag von 108.636.000,00 EUR als Fonds für Schlussüberschussanteile gebunden. In<br />

diesem Fonds sind ebenfalls Mittel für die Mindestbeteiligung der Versicherungsnehmer<br />

an den Bewertungsreserven in Höhe von 52.109.000,00 EUR enthalten.


Die Überschussbeteiligung für die <strong>Versicherungen</strong> der einzelnen Abrechnungsverbände<br />

und Bestandsgruppen ist in dem als Anlage 4 (Seite 114 ff.) beigefügten Plan<br />

der Überschussverteilung an die Versicherungsnehmer für das Jahr 2008 dargestellt.<br />

An der Rückstellung für Beitragsrückerstattung sind die Rückversicherer nicht<br />

beteiligt.<br />

Zu E Andere Rückstellungen<br />

In der Unterposition „Sonstige Rückstellungen” sind Aufwendungen für Bonifikationen<br />

in Höhe von 700 TEUR, für Aufbewahrungskosten der Geschäftsunterlagen mit<br />

465 TEUR sowie für weitere Aufwendungen enthalten.<br />

Zu G-I Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft<br />

Der Unterposten Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern beinhaltet<br />

verzinslich angesammelte Überschussanteile im Betrag von 1.975.950 TEUR<br />

(Vorjahr: 2.033.583 TEUR).<br />

Zu G-III Sonstige Verbindlichkeiten<br />

In dieser Position sind Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit größer 5 Jahre von<br />

2.127 TEUR enthalten.<br />

Zu H Rechnungsabgrenzungsposten<br />

Hierunter fallen abgegrenzte Disagiobeträge für Ausleihungen sowie Hypothekenforderungen<br />

in Höhe von insgesamt 56.301,37 EUR. Für die nachrangigen Verbindlichkeiten<br />

wurden Zinsen in Höhe von insgesamt 1.515.453,56 EUR abgegrenzt.<br />

Anhang<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 99


100 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom<br />

1. Januar bis 31. Dezember <strong>2007</strong><br />

Zu I-1a Gebuchte Bruttobeiträge<br />

Die gebuchten Bruttobeiträge gliedern sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:<br />

Zu Rückversicherungssaldo<br />

gem. § 51 Abs. 4 Ziff. 2 b RechVersV<br />

Als Rückversicherungssaldo einschließlich der Veränderung des Anteils des<br />

Rückversicherers an der Brutto-Deckungsrückstellung ergibt sich ein Betrag von<br />

6.644.890,28 EUR (Vorjahr: 7.825.500,93 EUR) zu unseren Gunsten.<br />

Weitere Angaben<br />

<strong>2007</strong> 2006<br />

EUR EUR<br />

Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft<br />

Einzelversicherungen 487.709.254,13 491.829.093,07<br />

Kollektivversicherungen 15.270.880,58 15.686.493,85<br />

Gesamt 502.980.134,71 507.515.586,92<br />

Laufende Beiträge 473.182.330,79 487.000.397,40<br />

Einmalbeiträge 29.797.803,92 20.515.189,52<br />

Gesamt 502.980.134,71 507.515.586,92<br />

Beiträge mit Gewinnbeteiligung 448.072.103,84 471.439.917,34<br />

Beiträge ohne Gewinnbeteiligung<br />

Beiträge bei denen das Kapitalanlagerisiko von<br />

3.013.660,58 3.405.414,79<br />

den Versicherungsnehmern getragen wird 51.894.370,29 32.670.254,79<br />

Gesamt 502.980.134,71 507.515.586,92<br />

In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 718.714,90 570.875,40<br />

Gesamtes Versicherungsgeschäft 503.698.849,61 508.086.462,32<br />

Außerplanmäßige Abschreibungen<br />

(§ 277 Abs. 3 Satz 1 HGB)<br />

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen und Wertberichtigungen<br />

nach § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB auf Hypothekenforderungen in Höhe von insgesamt<br />

5.732 TEUR vorgenommen. Im Vorjahr beliefen sich die Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen<br />

auf 8.937 TEUR, davon entfielen 7.599 TEUR auf Immobilien. Die Abschreibungen<br />

bei den Hypothekenforderungen betreffen nahezu ausnahmslos von der<br />

ehemaligen Kölner Postversicherung VVaG ausgereichte Darlehen.


Sonstige finanzielle Verpflichtungen<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 3 HGB)<br />

Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 HGB betragen die<br />

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 2,3 Mio. EUR.<br />

Gegenüber der Protektor Lebensversicherungs-AG, Berlin, haben wir uns verpflichtet,<br />

auf Anforderung eine weitere Einzahlung von Eigenmitteln bis zur Höhe<br />

von 70,7 Mio. EUR vorzunehmen.<br />

Gemäß der Verordnung über die Finanzierung des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer<br />

(SichLVFinV) sind wir zur Mitgliedschaft verpflichtet. Dieser Fonds kann<br />

zusätzlich zur laufenden Beitragsverpflichtung Sonderbeiträge bis zur Höhe von<br />

1 Promille aus der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen<br />

erheben. Bezogen auf die Beitragserhebung im Jahre <strong>2007</strong> besteht für unsere<br />

Gesellschaft in den nächsten 2 Jahren noch eine Beitragsverpflichtung in Höhe von<br />

3,0 Mio. EUR. Mögliche Sonderbeiträge können zusätzlich in Höhe von 7,5 Mio. EUR<br />

erhoben werden.<br />

Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 7 HGB)<br />

Die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG hat keine fest angestellten Mitarbeiter.<br />

Die Vereinigte Postversicherung VVaG bzw. die <strong>VPV</strong> Service GmbH stellen gemäß den<br />

Geschäftsbesorgungsverträgen das erforderliche Personal zur Verfügung.<br />

Angaben zu Provisionen und sonstigen Bezügen der Versicherungsvertreter<br />

sowie Personalaufwendungen<br />

(§ 51 Abs. 5 RechVersV i.V.m. § 285 Satz 1 Nr. 8 Buchstabe b HGB)<br />

<strong>2007</strong> 2006<br />

TEUR TEUR<br />

1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne von<br />

§ 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 15.957 16.264<br />

2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne von § 92 HGB 5.532 4.343<br />

3. Löhne und Gehälter 0 0<br />

4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 0 0<br />

5. Aufwendungen für Altersversorgung 2 7<br />

6. Aufwendungen insgesamt 21.491 20.614<br />

Anhang<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 101


102 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Angaben zum Zeitwert der Kapitalanlagen und zu den in die<br />

Überschussbeteiligung einzubeziehenden Bewertungsreserven<br />

(§§ 54, 55 und 56 RechVersV)<br />

Bilanz- und Zeitwerte der Kapitalanlagen<br />

Bilanzwert Zeitwert<br />

Aktivposten zum 31.12.<strong>2007</strong> zum 31.12.<strong>2007</strong><br />

EUR EUR<br />

C I. Grundstücke, grundstücksgleiche<br />

Rechte und Bauten<br />

einschließlich der Bauten auf<br />

fremden Grundstücken 247.362.841,62 255.617.388,00<br />

C II. Kapitalanlagen in verbundenen<br />

Unternehmen und Beteiligungen<br />

1. Beteiligungen 21.425.277,13 41.517.700,00<br />

C III. Sonstige Kapitalanlagen<br />

1. Aktien, Investmentanteile und andere<br />

nicht festverzinsliche Wertpapiere<br />

2. Inhaberschuldverschreibungen und<br />

2.208.038.747,19 2.168.442.301,88<br />

andere festverzinsliche Wertpapiere<br />

3. Hypotheken-, Grundschuld- und<br />

Rentenschuldforderungen einschließlich<br />

3.847.848.383,43 3.718.137.329,77<br />

Disagio<br />

4. Sonstige Ausleihungen<br />

a) Namensschuldverschreibungen<br />

362.441.698,35 360.148.000,00<br />

einschließlich Agio und Disagio<br />

b) Schuldscheinforderungen und<br />

517.178.157,14 473.812.865,53<br />

Darlehen einschließlich Disagio<br />

c) Darlehen und Vorauszahlungen<br />

569.576.680,29 561.807.689,31<br />

auf Versicherungsscheine 46.552.212,56 46.552.212,56<br />

d) übrige Ausleihungen 29.459.793,00 28.357.462,90<br />

5. Einlagen bei Kreditinstituten 28.790.000,00 28.790.000,00<br />

6. Andere Kapitalanlagen 107.682.035,25 103.255.991,22<br />

C IV. Depotforderungen aus dem in<br />

Rückdeckung übernommenen<br />

Versicherungsgeschäft 835.206,50 835.206,50<br />

Insgesamt 7.987.191.032,46 7.787.274.147,67<br />

Die Ermittlung der Zeitwerte für die Grundstücke unter Posten C I. erfolgt gemäß § 55<br />

RechVersV nach der Ertragswert-Methode. Die Zeitwerte der übrigen Kapitalanlagen<br />

werden nach § 56 RechVersV ermittelt. Für den Posten C II. wird als Zeitwert der<br />

Unternehmenswert der beteiligten Unternehmen bzw. bei der Protektor Lebensversicherungs-AG<br />

der Buchwert zugrunde gelegt. Für die unter Posten C III. zu Anschaffungskosten<br />

bilanzierten Kapitalanlagen sind als Zeitwerte die entsprechenden<br />

Börsenkurse bzw. Marktwerte angesetzt. Für die unter diesem Posten zum Nennwert<br />

bilanzierten Kapitalanlagen erfolgt die Zeitwertermittlung nach der Barwert-Methode<br />

oder zu Nennwerten. Sofern solche Werte nicht vorhanden sind, erfolgt die Bewertung<br />

gemäß § 56 Abs. 5 RechVersV. Beim Protektor Sicherungsfonds für die Lebensversicherer<br />

ist als Zeitwert der Unternehmenswert angesetzt. Für die Depotforderungen<br />

unter Posten C IV. erfolgt der Zeitwertansatz zum Buchwert. Die angewandten Methoden<br />

entsprechen der Empfehlung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft<br />

e.V. (GDV).


Die dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dienenden Wertpapiere weisen einen Bilanzwert<br />

von 5.688,0 Mio. EUR auf. Der Zeitwert dieser Wertpapiere beträgt 5.514,1 Mio. EUR.<br />

Vom Zeitwert entfallen 3.693,1 Mio. EUR auf Inhaberschuldverschreibungen und andere<br />

festverzinsliche Wertpapier sowie 1.821,0 Mio. EUR auf Investmentanteile.<br />

In die Überschussbeteiligung einzubeziehende Kapitalanlagen<br />

zu Anschaffungskosten<br />

EUR<br />

7.529.524.986,30<br />

zu beizulegenden Zeitwerten 7.341.063.339,00<br />

Saldo am 31.12.<strong>2007</strong> -188.461.647,30<br />

Aufgrund der Kapitalmarktentwicklung hatte unsere Gesellschaft zum Stichtag<br />

31.12.<strong>2007</strong> per Saldo, bezogen auf die gesamten Kapitalanlagen, keine Bewertungsreserven,<br />

an denen wir die anspruchberechtigten Versicherungsverträge mindestens<br />

in Höhe von 50 % hätten beteiligen können. Ab 2008 werden wir unterjährige Wertänderungen<br />

monatlich auf Basis des Unterschieds zwischen neu ermitteltem Zeitwert<br />

der gesamten Kapitalanlagen zu letztem Bilanzwert (31.12.) unter Beachtung der Bestandsfortschreibung<br />

berücksichtigen. Weitere Einzelheiten zur Beteiligung unserer<br />

Versicherungsnehmer an den Bewertungsreserven sind der Überschussverteilung auf<br />

den Seiten 114 ff. zu entnehmen.<br />

Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB)<br />

Die Vergütung des Vorstands bei der Vereinigten Postversicherung VVaG gilt zugleich<br />

als Entgelt für die Tätigkeit bei der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG.<br />

An den Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr Vergütungen in Höhe von<br />

166.271,44 EUR geleistet.<br />

Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe c HGB)<br />

Am 31.12.<strong>2007</strong> bestanden Darlehen an Aufsichtsratsmitglieder mit einer Summe von<br />

232.688,35 EUR (Zugang in <strong>2007</strong>: 0,00 EUR, Tilgung in <strong>2007</strong>: 69.347,18 EUR).<br />

Der Zinssatz liegt bei 4,35 %.<br />

Darlehen an Vorstandsmitglieder bestanden zum 31.12.<strong>2007</strong> in Höhe von<br />

24.730,04 EUR (Vortrag in <strong>2007</strong>: 28.182,46 EUR, Tilgung in <strong>2007</strong>: 3.452,42 EUR).<br />

Der Zinssatz liegt bei 5,35 %.<br />

Die Rückzahlung der Darlehen erfolgt durch planmäßige Tilgungen und über Hypotheken-Tilgungsversicherungen.<br />

Die überwiegende Zahl der Darlehen ist durch erstrangige<br />

Hypotheken auf Wohngrundstücken abgesichert.<br />

Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 10 HGB)<br />

Die Besetzung der Gesellschaftsorgane Aufsichtsrat und Vorstand ist auf Seite 71-72<br />

aufgeführt.<br />

Anhang<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 103


104 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Beitragssumme des eingelösten Neugeschäfts<br />

(GDV-Kennzahlenkatalog VR 60/95)<br />

Die Beitragssumme des selbstabgeschlossenen eingelösten Neugeschäfts beträgt im<br />

Geschäftsjahr 544,7 Mio. EUR. Sie ist definiert als der jährliche statistische Zahlbeitrag<br />

multipliziert mit der entsprechenden Beitragszahlungsdauer zuzüglich der Einmalbeiträge<br />

aus dem Neuzugang des Geschäftsjahres.<br />

Konzernabschluss<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 14 HGB)<br />

Das gezeichnete Kapital der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG, Stuttgart, befindet sich<br />

in Höhe von 39,0 Mio. EUR (60 %) im Besitz der <strong>VPV</strong> Holding AG, Stuttgart. Die Vereinigte<br />

Postversicherung VVaG, Stuttgart, hält 26,0 Mio. EUR (40 %). Diese Gesellschaft<br />

erstellt einen Konzernabschluss, in den unser Unternehmen einbezogen ist.<br />

Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.<br />

Stille Lasten in Finanzinstrumenten<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 19 HGB)<br />

Stille Lasten sind bei den Kapitalanlagen, die wie Anlagevermögen bewertet werden,<br />

vorhanden. Diese setzen sich wie folgt zusammen:<br />

1. Aktien und Investmentanteile<br />

<strong>2007</strong><br />

TEUR<br />

44.192<br />

2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 136.873<br />

3. Namensschuldverschreibungen (Zero-Papiere) 41.782<br />

4. Andere Kapitalanlagen 4.426<br />

Stille Lasten insgesamt 227.273<br />

Die Wertminderung ist von vorübergehender Dauer, weil der Buchwert einem dauerhaft<br />

beizulegenden Wert entspricht. Bei den Zero-Papieren ist die Wertminderung von<br />

vorübergehender Dauer, da diese mit ihrem Nominalbetrag zurückgezahlt werden.<br />

Wertänderungen beruhen bei diesen Wertpapieren auf Zinsänderungen. Bonitätsbedingte<br />

Änderungen bei den Zero-Papieren liegen nicht vor.<br />

Stuttgart, 04. April 2008<br />

Der Vorstand<br />

Grundmann Dr. Bücken Hallmann Steck


Bestätigungsvermerk<br />

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung<br />

sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der <strong>VPV</strong><br />

Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom<br />

1. Januar bis 31. Dezember <strong>2007</strong> geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von<br />

Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften<br />

und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des<br />

Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns<br />

durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung<br />

der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.<br />

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom<br />

Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger<br />

Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und<br />

durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des<br />

durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung<br />

und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und<br />

Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei<br />

der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit<br />

und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die<br />

Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden<br />

die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie<br />

Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend<br />

auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung<br />

der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des<br />

Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und<br />

des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend<br />

sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.<br />

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.<br />

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse<br />

entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden<br />

Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger<br />

Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild<br />

der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in<br />

Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der<br />

Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung<br />

zutreffend dar.<br />

Stuttgart, 17. April 2008<br />

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft<br />

Aktiengesellschaft<br />

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft<br />

Martin Berger Katrin Renner<br />

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 105


106 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Bericht des Aufsichtsrats<br />

Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand verlief vorbildlich. Der Aufsichtsrat<br />

der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG wurde durch den Vorstand regelmäßig<br />

und ausführlich über die Geschäftsentwicklung und die Lage des Unternehmens<br />

unterrichtet. Der Vorstand lieferte fundierte Informationen zu allen geforderten Punkten.<br />

Sämtliche Themen wurden im angemessenen Umfang erörtert. Der Vorstand erteilte<br />

alle verlangten Auskünfte und beantwortete Nachfragen ausführlich. Bei sämtlichen<br />

Angelegenheiten des Tagesgeschäfts, die eine Mitwirkung des Aufsichtsrats<br />

erforderten, fassten die Mitglieder des Aufsichtsrats die notwendigen Beschlüsse. Die<br />

Geschäftsführung des Vorstands wurde laufend überwacht. Die jeweilige Lage der<br />

Gesellschaft ist in vier Sitzungen eingehend erörtert und beraten worden. Zwischen<br />

den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand durch schriftliche Berichte, insbesondere<br />

Quartalsberichte, über wesentliche Geschäftsentwicklungen informiert.<br />

Zur Unterstützung seiner Tätigkeit hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte Ausschüsse<br />

gebildet. Der Personalausschuss befasst sich insbesondere mit den personellen Angelegenheiten<br />

der Vorstandsmitglieder. Er hat im Berichtsjahr zweimal getagt. Durch<br />

den Finanzausschuss werden die Vermögensanlagen von besonderer Bedeutung genehmigt.<br />

Er kam im Jahr <strong>2007</strong> zu einer Sitzung zusammen. Der Bilanzausschuss hat<br />

in einer Sitzung zusammen mit dem Wirtschaftsprüfer den <strong>Geschäftsbericht</strong> und den<br />

Prüfungsbericht des Prüfers erörtert.<br />

Der Aufsichtsrat befasste sich insbesondere mit grundsätzlichen und strategischen<br />

Fragen der Geschäftspolitik. Hierzu bildete er einen Strategieausschuss, welcher im<br />

Berichtsjahr einmal tagte. Die Unternehmensplanung und -entwicklung waren ein<br />

wesentlicher Punkt der Erörterungen. Über die Entwicklungen im Vertrieb und beim<br />

Neugeschäft hat der Vorstand regelmäßig und ausführlich berichtet.<br />

Der Verantwortliche Aktuar hat an der bilanzbeschließenden Aufsichtsratssitzung<br />

teilgenommen und uns die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts zur<br />

versicherungsmathematischen Bestätigung vorgestellt. Einwendungen oder zusätzliche<br />

Anmerkungen haben wir nicht zu erheben.<br />

Mit der Prüfung des vorliegenden Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr <strong>2007</strong> und<br />

des zugehörigen Lageberichts wurde die KPMG, Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG,<br />

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin und Frankfurt/Main, beauftragt. Die Prüfung<br />

hat zu keinen Beanstandungen Anlass gegeben. Der uneingschränkte Bestätigungsvermerk<br />

des Prüfers liegt vor.<br />

Der vom Vorstand für das Geschäftsjahr <strong>2007</strong> außerdem vorgelegte Bericht über die<br />

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG wurde von der KPMG,<br />

Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin und<br />

Frankfurt/Main, ebenfalls geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Beanstandungen geführt.<br />

Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk des Prüfers lautet wie folgt:<br />

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass<br />

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,<br />

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft<br />

nicht unangemessen hoch war.“


Der Aufsichtsrat hat die verschiedenen Berichte des Vorstands einschließlich des<br />

Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr <strong>2007</strong> überprüft und<br />

von dem Bericht des Prüfers zustimmend Kenntnis genommen. Er stellt die Ordnungsmäßigkeit<br />

dieser Berichte fest und hat hierzu keine besonderen Bemerkungen<br />

zu machen. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung<br />

keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht des Vorstands<br />

sowie gegen dessen Erklärung am Schluss des Berichts über die Beziehungen<br />

zu verbundenen Unternehmen.<br />

Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss <strong>2007</strong>, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt<br />

ist.<br />

Der Aufsichtsrat dankt allen Beschäftigten der Vereinigten Postversicherung VVaG,<br />

<strong>VPV</strong> Service GmbH und Vereinigten Post. Die Makler-AG und dem Vorstand für die im<br />

Jahre <strong>2007</strong> geleistete Arbeit.<br />

Stuttgart, 02. Mai 2008<br />

Der Aufsichtsrat<br />

Werner Schorn<br />

Vorsitzender<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 107


108 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Weitere Angaben zum Lagebericht <strong>2007</strong><br />

Für den Neuzugang geöffnete Tarife der<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft<br />

Kapitalversicherungen auf den Todesfall gegen laufende Beiträge mit abgekürzter<br />

Beitragszahlungsdauer oder gegen Einmalbeitrag<br />

Kapitalversicherungen auf den Todes- und Erlebensfall gegen laufende Beiträge oder<br />

gegen Einmalbeitrag<br />

Kapitalversicherungen auf den Todes- und Erlebensfall nach dem Vermögensbildungsgesetz<br />

gegen laufende Beiträge<br />

Kapitalversicherungen mit festem Auszahlungstermin gegen laufende Beiträge<br />

Kapitalversicherungen auf den Todes- und Erlebensfall für zwei versicherte Personen<br />

gegen laufende Beiträge<br />

Risikoversicherungen (abgekürzte Todesfallversicherungen) mit gleichbleibender<br />

Versicherungssumme gegen laufende Beiträge<br />

Risikoversicherungen (abgekürzte Todesfallversicherungen) mit jährlich fallender<br />

Versicherungssumme gegen laufende Beiträge mit abgekürzter Beitragszahlungsdauer<br />

Kreditlebensversicherungen (abgekürzte Todesfallversicherungen) mit monatlich<br />

fallender Versicherungssumme und teilweise mit fakultativer Arbeitsunfähigkeits-<br />

Zusatzversicherung gegen Einmalbeitrag<br />

Rentenversicherungen mit aufgeschobener Rentenzahlung, garantierter Mindestlaufdauer<br />

der Rente und mit Beitragsrückgewähr bzw. konstanter Todesfallsumme bei<br />

Tod vor Rentenbeginn gegen laufende Beiträge oder Einmalbeitrag<br />

Rentenversicherungen mit sofort beginnender Rentenzahlung und garantierter Mindestlaufdauer<br />

der Rente gegen Einmalbeitrag<br />

Rentenversicherungen mit Beitragsgarantie (klassisch und fondsbetont) als Altersvorsorgeprodukt<br />

nach dem Altersvermögensgesetz (<strong>VPV</strong> Zulagen-Rente)<br />

Basis-Rentenversicherungen mit aufgeschobener Rentenzahlung als Altersvorsorgeprodukt<br />

nach dem Alterseinkünftegesetz<br />

Flexible fondsgebundene Rentenversicherungen (<strong>VPV</strong> Sorglos-Rente)<br />

Kapitalisierungsprodukt gegen Einmalbeitrag (<strong>VPV</strong> Profit-Plus)<br />

Berufsunfähigkeitsversicherungen<br />

Arbeitsunfähigkeitsversicherungen


Kollektivversicherungen nach Sondertarifen<br />

Unfall-Zusatzversicherungen<br />

Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen<br />

Zu Kapitalversicherungen auf den Todes- und Erlebensfall und Rentenversicherungen<br />

gegen laufende Beitragszahlung kann die planmäßige Erhöhung der Versicherungsleistung<br />

ohne erneute Gesundheitsprüfung (Vertragsform der dynamischen Lebensversicherung)<br />

vereinbart werden.<br />

Kapitalversicherungen auf den Todes- und Erlebensfall für ein oder zwei versicherte<br />

Personen und Rentenversicherungen mit aufgeschobener Rentenzahlung, garantierter<br />

Mindestlaufdauer der Rente und konstanter Todesfallsumme bei Tod vor Rentenbeginn<br />

können mit Abrufoption abgeschlossen werden.<br />

Anlage 1<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 109


Bewegung des Bestandes an Lebensversicherungen<br />

im Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

A. Bewegung des Bestandes an selbst abgeschlossenen<br />

Gesamtes<br />

selbst abgeschlossenes<br />

Versicherungsgeschäft<br />

Anzahl Lfd. Beitrag Einmal- Versich.-summe<br />

der für ein Jahr beitrag bzw. 12-fache<br />

<strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR in Tsd. EUR Jahresrente<br />

in Tsd. EUR<br />

I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 1.251.570 482.480 - 19.371.146<br />

II. Zugang während des Geschäftsjahres<br />

1. Neuzugang<br />

a) eingelöste Versicherungsscheine 32.457 18.729 23.199 663.362<br />

b) Erhöhungen der Versicherungssummen - 4.178 4.036 83.370<br />

2. Erhöhungen der Versicherungssummen durch Überschussanteile - - - 1.283<br />

3. Übriger Zugang 57 807 2.563 2.636<br />

4. Gesamter Zugang<br />

III. Abgang während des Geschäftsjahres<br />

32.514 23.714 29.798 750.651<br />

1. Tod, Berufsunfähigkeit, etc. 8.414 1.323 - 42.875<br />

2. Ablauf der Versicherung/Beitragszahlung 44.382 16.856 - 593.825<br />

3. Rückkauf und Umwandlung in beitragsfreie <strong>Versicherungen</strong> 34.222 18.807 - 670.870<br />

4. Sonstiger vorzeitiger Abgang 4.182 1.921 - 132.785<br />

5. Übriger Abgang 6.997 1.114 - 18.908<br />

6. Gesamter Abgang 98.197 40.021 - 1.459.263<br />

IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 1.185.887 466.173 - 18.662.534<br />

B. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen<br />

Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft<br />

Anzahl Versich.-summe<br />

der bzw. 12-fache<br />

<strong>Versicherungen</strong> Jahresrente<br />

in Tsd. EUR<br />

1. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 1.251.570 - - 19.371.146<br />

davon beitragsfrei (217.429) - - (920.798)<br />

2. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 1.185.887 - - 18.662.534<br />

davon beitragsfrei (203.400) - - (868.571)<br />

C. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen<br />

Zusatzversicherungen Unfallinsgesamt<br />

Zusatzversicherungen<br />

Anzahl Versich.-summe Anzahl Versicherungsder<br />

bzw. 12-fache der summe<br />

<strong>Versicherungen</strong> Jahresrente <strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR<br />

in Tsd. EUR<br />

1. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 365.595 10.159.686 197.564 1.464.502<br />

2. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 362.663 9.611.684 190.669 1.358.330<br />

D. Bestand an in Rückdeckung übernommenen<br />

Lebensversicherungen<br />

1. Versicherungssumme am Anfang des Geschäftsjahres 18.112 Tsd. EUR<br />

2. Versicherungssumme am Ende des Geschäftsjahres 17.886 Tsd. EUR<br />

110 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG


Weitere Angaben zum Lagebericht<br />

Anlage 2<br />

Lebensversicherungen im Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Einzelversicherungen<br />

Kapitalversicherungen Risikoversicherungen Rentenversicherungen Sonstige Lebensversicherungen Kollektivversicherungen<br />

(einschließlich Vermögens- (einschließlich Berufsunfähigbildungsversicherungen)<br />

ohne keits- und Pflegerenten-<br />

Risikoversicherungen und versicherungen) ohne sonstige<br />

sonstige Lebensversicherungen Lebensversicherungen<br />

Anzahl Lfd. Beitrag Anzahl Lfd. Beitrag Anzahl Lfd. Beitrag Anzahl Lfd. Beitrag Anzahl Lfd. Beitrag<br />

der für ein Jahr der für ein Jahr der für ein Jahr der für ein Jahr der für ein Jahr<br />

<strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR <strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR <strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR <strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR <strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR<br />

1.003.459 362.759 103.242 23.576 66.646 52.560 40.107 30.226 38.116 13.359<br />

8.124 3.042 3.784 792 4.714 4.284 14.912 9.479 923 1.132<br />

- 2.985 - - - 624 - 551 - 18<br />

- - - - - - - - - -<br />

- 501 2 122 - 122 - - 55 62<br />

8.124 6.528 3.786 914 4.714 5.030 14.912 10.030 978 1.212<br />

7.741 1.025 228 76 154 111 38 30 253 81<br />

31.466 12.485 9.523 1.507 663 2.099 6 611 2.724 154<br />

26.576 13.143 3.065 634 2.308 2.606 1.892 2.128 381 296<br />

1.105 503 1.504 355 712 470 805 534 56 59<br />

6.773 766 55 162 7 21 - 1 162 164<br />

73.661 27.922 14.375 2.734 3.844 5.307 2.741 3.304 3.576 754<br />

937.922 341.365 92.653 21.756 67.516 52.283 52.278 36.952 35.518 13.817<br />

Lebensversicherungen (ohne Zusatzversicherungen)<br />

Einzelversicherungen<br />

Kapitalversicherungen Risikoversicherungen Rentenversicherungen Sonstige Lebensversicherungen Kollektivversicherungen<br />

Anzahl Versicherungs- Anzahl Versicherungs- Anzahl 12-fache Anzahl Versich.-summe Anzahl Versich.-summe<br />

der summe der summe der Jahresrente der bzw. 12-fache der bzw. 12-fache<br />

<strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR <strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR <strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR <strong>Versicherungen</strong> Jahresrente <strong>Versicherungen</strong> Jahresrente<br />

in Tsd. EUR in Tsd. EUR<br />

1.003.459 12.970.160 103.242 3.618.898 66.646 1.496.840 40.107 759.677 38.116 525.571<br />

(178.516) (479.464) (16.594) (112.304) (8.363) (135.183) (1.018) (9.754) (12.938) (184.093)<br />

937.922 12.312.603 92.653 3.318.987 67.516 1.560.548 52.278 996.467 35.518 473.929<br />

(167.751) (486.642) (14.186) (96.534) (8.923) (142.561) (2.179) (23.340) (10.361) (119.494)<br />

Zusatzversicherungen<br />

Berufsunfähigkeits- oder Sonstige<br />

Invaliditäts-Zusatzversicherungen Zusatzversicherungen<br />

Anzahl 12-fache Anzahl Versich.-summe<br />

der Jahresrente der bzw. 12-fache<br />

<strong>Versicherungen</strong> in Tsd. EUR <strong>Versicherungen</strong> Jahresrente<br />

in Tsd. EUR<br />

155.079 8.253.659 12.952 441.525<br />

149.857 7.940.921 22.137 312.433<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 111


Weitere Angaben zum Anhang<br />

Entwicklung der Aktivposten B, C I bis C III im Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Bilanzwerte<br />

Aktivposten Vorjahr<br />

EUR<br />

B Immaterielle Vermögensgegenstände<br />

1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 23.044.193,92<br />

C I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten<br />

einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 256.015.035,98<br />

C II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen<br />

1. Beteiligungen 21.708.377,13<br />

C III. Sonstige Kapitalanlagen<br />

1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht<br />

festverzinsliche Wertpapiere 2.210.194.260,77<br />

2. Inhaberschuldverschreibungen und andere<br />

festverzinsliche Wertpapiere 3.557.438.766,41<br />

3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen<br />

4. Sonstige Ausleihungen<br />

378.291.662,46<br />

a) Namensschuldverschreibungen 627.626.967,82<br />

b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 674.255.098,87<br />

c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 46.628.519,73<br />

d) übrige Ausleihungen 27.909.292,50<br />

5. Einlagen bei Kreditinstituten 51.600.000,00<br />

6. Andere Kapitalanlagen 107.682.035,25<br />

Summe C III. 7.681.626.603,81<br />

Summe C 7.959.350.016,92<br />

Insgesamt 7.982.394.210,84<br />

*) Gemäß Einbringungs- und Bestandsübertragungsvertrag vom 10. Mai 2004<br />

112 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG


Zugänge Umbuchungen Abgänge Zuschreibungen Abschreibungen Bilanzwerte<br />

Geschäftsjahr<br />

EUR EUR EUR EUR EUR EUR<br />

Anlage 3<br />

4.214.428,20 - - - 6.160.589,07 21.098.033,05<br />

389.775,64 - - - 9.041.970,00 247.362.841,62<br />

- - 283.125,00 25,00 - 21.425.277,13<br />

- - - - 2.155.513,58 2.208.038.747,19<br />

967.820.322,87 - 677.409.705,85 - 1.000,00 3.847.848.383,43<br />

11.676.089,85 - 26.936.448,33 5.181.100,00 5.731.996,77 362.480.407,21<br />

65.255.582,85 - 178.693.782,24 - - 514.188.768,43<br />

- - 104.660.849,87 - - 569.594.249,00<br />

11.747.750,00 - 11.816.116,12 - 7.941,05 46.552.212,56<br />

1.550.500,50 - - - - 29.459.793,00<br />

- - 22.810.000,00 - - 28.790.000,00<br />

- - - - - 107.682.035,25<br />

1.058.050.246,07 - 1.022.326.902,41 5.181.100,00 7.896.451,40 7.714.634.596,07<br />

1.058.440.021,71 - 1.022.610.027,41 5.181.125,00 16.938.421,40 7.983.422.714,82<br />

1.062.654.449,91 - 1.022.610.027,41 5.181.125,00 23.099.010,47 8.004.520.747,87<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 113


114 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Überschussverteilung an die Versicherungsnehmer im Jahr 2008<br />

Im Jahr 2008 werden den überschussberechtigten <strong>Versicherungen</strong> der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft<br />

Überschussanteile mit den nachfolgend angeführten<br />

Sätzen zugewiesen. Durch die Direktgutschrift werden den Versicherungsnehmer-<br />

Guthaben Zinserträge von insgesamt jährlich 3,5 %, mindestens aber der Rechnungszins,<br />

sofort gutgeschrieben. Die Anteile der sofort gutgebrachten Direktgutschriften<br />

sind in den Sätzen der laufenden Überschussbeteiligung und im angegebenen Ansammlungszinssatz<br />

enthalten.<br />

Ein Schlussüberschuss wird in der angegebenen Höhe gewährt, wenn die Versicherung<br />

durch Ablauf der Versicherungsdauer oder durch Fälligkeit nach Ablauf der<br />

Beitragszahlungsdauer beendet wird. Aufgeschobene Rentenversicherungen erhalten<br />

einen Schlussüberschuss in deklarierter Höhe am Ende der Aufschubzeit, auch wenn<br />

die Versicherung durch Kapitalabfindung beendet wird. Verträge mit dynamischer<br />

Anpassung von Beitrag und Leistung sowie Verträge mit einer Abrufoption erhalten<br />

bei Ablauf einen Schlussüberschuss unter Berücksichtigung des Zugangsjahres einer<br />

jeden Anpassung bzw. der steigenden Versicherungssumme in der Abrufphase. Bei<br />

Fälligkeit einer Versicherung durch Tod vor Ablauf der Beitragszahlungsdauer, durch<br />

Heirat oder bei Rückkauf wird für alle <strong>Versicherungen</strong>, für welche ein Schlussüberschuss<br />

erklärt ist, eine nach den Versicherungsbedingungen und den Bestimmungen<br />

des Gesamtgeschäftsplans für die Überschussbeteiligung bzw. nach den Tarifgrundsätzen<br />

festgelegte Abfindung auf die Schlussüberschussbeteiligung erbracht.<br />

Gemäß § 153 Abs. 3 VVG wird für kapitalbildende <strong>Versicherungen</strong> außer für laufende<br />

Renten ab dem Jahr 2008 auch eine direkte Beteiligung an den Bewertungsreserven<br />

gewährt. Hierfür werden vertragsindividuell einmal jährlich die rechnerischen Anteile<br />

ermittelt, indem ausgehend vom Deckungskapital und den verzinslich angesammelten<br />

Überschussanteilen zum Jahresende <strong>2007</strong> jeweils die Stände zum Jahresende<br />

aufsummiert und in das Verhältnis zur Summe über alle Verträge gesetzt werden. Bei<br />

Fälligkeit der Leistungen wird dieser Anteilsatz auf die zeitnah ermittelte verteilungsrelevante<br />

Bewertungsreserve bezogen und 50 % des Wertes mindestens als Leistung<br />

aus Bewertungsreserven ausgezahlt. Da die Überschussanteile aus der direkten Beteiligung<br />

an Bewertungsreserven stark schwanken können und zudem laufend Bewertungsreserven<br />

realisiert werden, wird eine Mindestbeteiligung an Bewertungsreserven<br />

als zusätzliche Schlusszahlung gewährt. Sollte die Mindestbeteiligung an<br />

Bewertungsreserven höher ausfallen als die aktuell berechnete Leistung aus Bewertungsreserven,<br />

so wird eine Leistung in Höhe der Mindestbeteiligung ausgezahlt. Die<br />

für die Leistungen relevanten Bewertungsreserven werden jeweils zum Monatsende<br />

ermittelt und für vorzeitige Leistungen des Folgemonats und Abläufe des übernächsten<br />

Monats verwendet. Eine Ermittlung der Bewertungsreserven im Rahmen der<br />

Leistungsberechnung zum 31.12. wird nicht durchgeführt, stattdessen werden die<br />

Werte zur Monatsmitte des Januars erhoben.


Bei Ablauf, Tod und Rückkauf wird für kapitalbildende <strong>Versicherungen</strong> eine Mindestbeteiligung<br />

an den Bewertungsreserven gegeben. Die Höhe der Mindestbeteiligung<br />

entspricht der Höhe der jeweils fälligen Schlussüberschussbeteiligung.<br />

Ist die verzinsliche Ansammlung der Überschussanteile vorgesehen, so beträgt der<br />

Ansammlungszinssatz einheitlich 3,5 %.<br />

Sofern sich gegenüber den im Vorjahr erklärten Überschussanteilsätzen Veränderungen<br />

ergeben haben, sind die Vorjahreswerte in Klammern angegeben.<br />

Übersicht Seite<br />

Kapitalversicherungen 116<br />

Risikoversicherungen 121<br />

Rentenversicherungen<br />

Anwartschaften 124<br />

Laufende Renten 127<br />

Rentenversicherungen gemäß dem Altersvermögensgesetz 128<br />

Fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen 129<br />

Invaliditäts- und Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen 130<br />

Selbständige Berufsunfähigkeitsversicherungen 134<br />

Weitere Angaben zum Anhang<br />

Anlage 4<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 115


Bayerische Postversicherung Poststerbe- Sterbekasse<br />

kasse Postalia<br />

Kölner Postversicherung<br />

Tarif I des Altbestands der<br />

Postversicherungskasse<br />

Zugang bis 30.09.1980 bzw.<br />

31.12.1985 (3)<br />

Zugang bis<br />

31.12.1986<br />

Zugang<br />

1.1.1987 -<br />

31.12.1994<br />

Zugang ab<br />

1.1.1995<br />

Tarife II und III<br />

des Altbestandes<br />

K1<br />

K1<br />

K1, K1ZV<br />

K2<br />

V1, V1ZV, V2, V2V<br />

K1<br />

K2, K2V<br />

K1ST<br />

V1, V2, V3, V4, V5,<br />

V2V, V4V<br />

V1, V2, V3, V4, V5,<br />

V2V, V4V<br />

V1, V2, V3, V4, V5,<br />

V2V, V4V<br />

116 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Kapitalversicherungen<br />

Übernommene Bestände<br />

bpfl.<br />

bfr.<br />

bpfl.<br />

bfr.<br />

bpfl.<br />

bfr.<br />

bpfl.<br />

bfr.<br />

bpfl.<br />

bfr.<br />

bpfl.<br />

bfr.<br />

bpfl.<br />

bfr.<br />

bpfl.<br />

bfr.<br />

bpfl.<br />

bfr.<br />

bpfl.<br />

bfr.<br />

bpfl.<br />

bfr.<br />

bpfl.<br />

bfr.<br />

Zinsüber- Grund- bzw. Zusatzüber- Risikoüber- Risikoüber- Summen- Schlussschussanteil<br />

Stammüber- schussanteil schussanteil schussanteil überschuss- überschuss<br />

in % des schussanteil in ‰ der in % des in ‰ der anteil in ‰<br />

maßgeblichen in ‰ der Versiche- Risikobetrags Risikosumme in ‰ der der Versiche-<br />

Deckungs- überschuss- rungssumme Versiche- rungssumme<br />

kapitals berechtigten rungssumme bei Ablauf der<br />

Versiche- Versicherung<br />

rungssumme im Jahr 2008<br />

0,5 1,0<br />

0,5<br />

0,5<br />

0,5 (4)<br />

0,5 (4)<br />

0,5 (4)<br />

0,5 (4) 0,5 (4) 40 (4)<br />

0,5 (4)<br />

40 (4)<br />

0,5 (4) 0,5 (4) 40 (4)<br />

0,5 (4)<br />

0,5 (4) 1,0 (4) 40 (4)<br />

0,5 (4)<br />

0,5 (4) 1,0 (4) 22 (4)<br />

0,5 (4)<br />

0,5 (4) 0,5 (4) 40 (4)<br />

0,5 (4)<br />

0,5 (4)<br />

0,5 (4)<br />

0,5 (4)<br />

0,5 (4)<br />

0,5 (4)<br />

0,5 (4)<br />

0,0<br />

0,0<br />

0,0<br />

0,0<br />

1,0 (4)<br />

0,5 (4)<br />

1,0 (4)<br />

1,2 (4),(8)<br />

1,0 2,8 1,5<br />

1,0<br />

40 (4)<br />

25 (4)<br />

22 (4)<br />

1,2 (4),(8) 0,1 (4) 10 (4)<br />

90-110 (1),(2)<br />

(SÜ 1) (2)<br />

1,7 (m),(7) /2,9 (f),(7)<br />

(SÜ 1) (2)<br />

(SÜ 1) (2)<br />

(SÜ 1) (2)<br />

(SÜ 1) (2)<br />

1,7 (m),(7) /2,9 (f),(7)<br />

28,85/43,60 (m),(5),(7)<br />

31,85/46,60 (f),(6),(7)<br />

1,7 (m),(7) /2,9 (f),(7)<br />

28,85 (m),(7)<br />

31,85 (f),(7)<br />

(SÜ 2)<br />

(SÜ 3)


Kapitalversicherungen<br />

Übernommener Bestand der Vereinigten Postversicherung VVaG<br />

Zugang bis<br />

31.1.1987<br />

Zugang<br />

1.2.1987-<br />

31.12.1994<br />

Zugang<br />

1.1.1995-<br />

30.6.2000<br />

Zugang<br />

1.7.2000-<br />

31.12.2001<br />

Zugang<br />

1.1.2002 - 31.12.2003<br />

Zugang ab<br />

1.1.2004<br />

K1<br />

K2, K2V<br />

V1, V2, V3, V5,<br />

V2V, V3V<br />

V1, V2, V3, V4, V5,<br />

V2V, V3V, V4V, V5V<br />

V1, V2, V3, V4, V5,<br />

V2V, V3V, V4V, V5V<br />

V1, V2, V3, V4, V5,<br />

V2V, V3V, V4V<br />

V1, V2, V3, V4, V5<br />

V2V, V3V, V4V<br />

V2<br />

Weitere Angaben zum Anlage Anhang4<br />

Anlage 4<br />

Zinsüber- Grund- bzw. Zusatz- Risiko- Schlussschussanteil<br />

Stamm- überschuss- überschuss- überin<br />

% des überschuss- anteil anteil schuss<br />

maßgeblichen anteil in ‰ der in % des<br />

Deckungs- Versicherungssumme Risikobeitrags<br />

kapitals<br />

bpfl. 0,5 (4) 0,5 (4),(9),(12) 40 (4),(12) (SÜ 1) (2),(12)<br />

bfr. 0,5 (4)<br />

bpfl. 0,5 (4) 1,0 (4),(9),(12) 40 (4),(12) (SÜ 1) (2),(12)<br />

bfr. 0,5 (4)<br />

bpfl. 0,5 (4) 1,0 (4),(9),(12) 22 (4),(12) (SÜ 1) (2),(12)<br />

bfr. 0,5 (4)<br />

bpfl. 0,0 1,2 (8),(9),(12) (SÜ 4) (12)<br />

bfr. 0,0<br />

bpfl. 0,0 1,2 (4),(8),(9),(12) 0,1 (4),(12) 10 (4),(12) (SÜ 3) (12)<br />

bfr. 0,0<br />

bpfl. 0,25 (4) 1,2 (4),(8),(9),(12) 0,1 (4),(12) 37 (4),(12) (SÜ 5) (12)<br />

bfr. 0,25 (4)<br />

bpfl. 0,25 (4),(10) 0,0 (11) 1,2 (4),(10),(11),(12) 43 (4),(10) (SÜ 5) (11),(12)<br />

bfr. 0,25 (4),(10) 0<br />

bpfl. 0,25 (4),(10) 1,2 (4),(9),(10) 0,1 (4),(9),(10) 37 (4),(10) (SÜ 5) (11),(12)<br />

bfr. 0,25 (4),(10) 0<br />

bpfl. 0,75 (4),(13) (43) (4),(13) (SÜ 8)<br />

bfr. 0,75 (4),(13)<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 117


Zugang bis<br />

31.12.1994<br />

Zugang<br />

1.1.1995-<br />

30.6.2000<br />

Zugang<br />

1.7.2000-<br />

31.12.2001<br />

Zugang<br />

1.1.2002 - 31.12.2003<br />

Zugang<br />

1.1.2004-<br />

31.12.2006<br />

Zugang<br />

1.1.<strong>2007</strong> - 31.12.<strong>2007</strong><br />

Zugang ab<br />

1.1.2008<br />

A1, A2, A3, A4, A5, A2V<br />

A1, A2, A3, A4, A5, A2V<br />

A1, A2, A3, A4, A5,<br />

A2V, A3V, A4V<br />

A1, A2, A3, A4, A5<br />

A2V, A3V, A4V<br />

A1, A2, A3, A4,<br />

A2V, A3V, A4V, A2VP<br />

A1, A2, A3, A4,<br />

A2V, A3V, A4V, A2VP<br />

A10<br />

A1, A2, A3, A4,<br />

A2V, A3V, A4V, A2VP<br />

A10<br />

118 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Kapitalversicherungen<br />

Bestand der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Weitere Angaben zum Anhang<br />

Überschussverteilung an die Versicherungsnehmer im Jahr 2004<br />

Zinsüber- Stamm- Zusatz- Risiko- Schlussschussanteil<br />

überschuss- überschuss- überschuss- überin<br />

% des anteil anteil anteil schuss<br />

maßgeblichen in % des<br />

Deckungs- Risikobeitrags<br />

kapitals<br />

bpfl. 0,0 1,44 (8),(9),(12) 1,3 (9),(12) (SÜ 6) (12)<br />

bfr. 0,0<br />

bpfl. 0,0 1,44 (4),(8),(9),(12) (SÜ 7) (12)<br />

bfr. 0,0<br />

bpfl. 0,25 (4) 1,44 (4),(8),(9),(12) 0,2 (4),(9),(12) 43 (4),(12) (SÜ 7) (12)<br />

bfr. 0,25 (4)<br />

bpfl. 0,25 (4),(10) 0,0 (11) 1,65 (4),(10),(11),(12) 43 (4),(10) (SÜ 7) (11),(12)<br />

bfr. 0,25 (4),(10) 0<br />

bpfl. 0,25 (4),(10) 1,44 (4),(9),(10) 0,2 (4),(9),(10) 43 (4),(10) (SÜ 7) (11),(12)<br />

bfr. 0,25 (4),(10) 0<br />

bpfl. 0,75 (4),(13) 43 (4),(13) (SÜ 8)<br />

bfr. 0,75 (4),(13)<br />

bpfl. 1,25 (4),(13) 43 (4),(13) (SÜ 8)<br />

bfr. 1,25 (4),(13)<br />

bpfl. 1,25 (4),(13) 43 (13),(14) (SÜ 8)<br />

bfr. 1,25 (4),(13)<br />

bpfl. 1,25 (4),(13) (43) (4),(13) (SÜ 8)<br />

bfr. 1,25 (4),(13)<br />

bpfl. 1,25 (4),(13) 0 (SÜ 8)<br />

bfr. 1,25 (4),(13)<br />

0,8 (m),(4),(9),(12)<br />

0,6 (f),(4),(9),(12)<br />

bpfl.: beitragspflichtig; bfr.: beitragsfrei; (m): bei Männern und den Tarifen V3, V3V, A3 und A3V;<br />

(f): bei Frauen<br />

(1): Beitragspflichtigen und tariflich beitragsfreien <strong>Versicherungen</strong> wird bei Fälligkeit<br />

ein Schlussüberschuss in Abhängigkeit vom vollendeten Lebensalter gewährt: 90 ‰<br />

der Versicherungssumme bis 71 Lebensjahre, 100 ‰ der Versicherungssumme von<br />

72 bis 79 Lebensjahre, 110 ‰ der Versicherungssumme ab 80 Lebensjahre.<br />

(2): Die Anteile der Überschussguthaben, die aus dem im Jahre 1988 umgebuchten<br />

Anwartschaftsbarwerten für <strong>Versicherungen</strong> mit Ablauf der tariflichen Beitragszahlungsdauer<br />

bis spätestens 31.12.1994 erwachsen sind, werden bei der Schlussüberschussbeteiligung<br />

berücksichtigt.<br />

(3): Bei den Tarifen K1, K2 und K1ST Zugang bis 30.9.1980, bei Tarif K2V Zugang bis<br />

31.12.1985.


(4): Zu Beginn des Versicherungsjahres, Zins-, Risiko- und Zusatzüberschussanteil<br />

frühestens ein Jahr nach Beginn der Versicherung.<br />

(5): 43,60 ‰ der Versicherungssumme bei <strong>Versicherungen</strong> mit Zugang bis 31.12.1967<br />

bei männlichen versicherten Personen und 28,85 ‰ der Versicherungssumme bei<br />

<strong>Versicherungen</strong> mit Zugang ab 1.1.1968 bei männlichen versicherten Personen.<br />

(6): 46,60 ‰ der Versicherungssumme bei <strong>Versicherungen</strong> mit Zugang bis 31.12.1967<br />

bei weiblichen versicherten Personen und 31,85 ‰ der Versicherungssumme bei<br />

<strong>Versicherungen</strong> mit Zugang ab 1.1.1968 bei weiblichen versicherten Personen.<br />

(7): Bei tariflich beitragsfrei gestellten <strong>Versicherungen</strong> sowie vorzeitig beitragsfrei<br />

gestellten <strong>Versicherungen</strong> wird dieser Satz in Abhängigkeit vom Beitragsfreistellungsdatum<br />

gekürzt.<br />

(8): Sofern vereinbart, wird dieser Überschussanteil mit den Beiträgen verrechnet<br />

(ausgenommen vermögenswirksame <strong>Versicherungen</strong>).<br />

(9): In ‰ der Versicherungssumme.<br />

(10): Die zugewiesenen Überschussanteile werden entweder verzinslich angesammelt<br />

oder zur Erhöhung der Versicherungsleistung verwendet (Bonussystem).<br />

(11): Bei den Tarifen V2, V3, A2 und A3 in ‰ der Erlebensfallsumme, bei den übrigen<br />

Tarifen in ‰ der Versicherungssumme.<br />

(12): Nicht bei <strong>Versicherungen</strong> gegen Einmalbeitrag.<br />

(13): Die zugewiesenen Überschussanteile werden verzinslich angesammelt.<br />

(14): Zu Beginn des Versicherungsjahres, erstmalig zu Beginn des 4. Versicherungsjahres.<br />

Weitere Angaben zum Anhang<br />

Anlage 4<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 119


Weitere Angaben zum Anhang<br />

Überschussverteilung an die Versicherungsnehmer im Jahr 2004<br />

Kapitalversicherungen<br />

Schlussüberschuss für beitragspflichtige <strong>Versicherungen</strong> bei Ablauf der<br />

Versicherung im Jahr 2008<br />

(SÜ 1) (SÜ 2) (SÜ 3) (SÜ 4) (SÜ 5) (SÜ 6) (SÜ 7) (SÜ 8)<br />

Für in ‰ der in ‰ der in ‰ der in ‰ der in ‰ der in ‰ der in ‰ der in ‰ der<br />

Versiche- Versicherungssumme überschuss- Versiche- Versiche- Versiche- Versiche- Versiche- Beitragsrungen<br />

berechtigten rungs- rungs- rungs- rungs- rungs- summe<br />

mit Beginn Versicherungs- summe summe summe summe summe<br />

im Jahr für Männer für Frauen summe bzw. der bzw. der<br />

Erlebens- Erlebensfallsumme<br />

fallsumme<br />

1981 43,850 57,050 - - - - - - -<br />

1982 41,850 55,050 - - - - - - -<br />

1983 39,850 53,050 - - - - - - -<br />

1984 37,850 51,050 - - - - - - -<br />

1985 35,850 49,050 - - - - - - -<br />

1986 33,850 47,050 - - - - - - -<br />

1987 31,850 44,450 28,350 - 30,350 - 33,850 - -<br />

1988 29,850 41,850 28,350 - 28,850 - 33,850 - -<br />

1989 28,850 40,250 28,350 - 28,350 - 33,350 - -<br />

1990 26,100 36,900 26,100 - 26,100 - 32,350 - -<br />

1991 23,525 33,725 23,525 - 23,525 - 30,725 - -<br />

1992 21,900 31,500 21,900 - 21,900 - 29,100 - -<br />

1993 20,275 29,275 20,275 - 20,275 - 27,475 - -<br />

1994 18,650 27,050 18,650 - 18,650 - 25,850 - -<br />

1995 17,025 24,825 17,025 24,100 17,025 - 24,225 30,850 -<br />

1996 15,150 22,350 15,150 21,600 15,150 - 22,350 28,100 -<br />

1997 13,275 19,875 13,275 19,100 13,275 - 20,475 23,350 -<br />

1998 11,400 17,400 11,400 16,600 11,400 - 18,600 22,600 -<br />

1999 9,525 14,925 9,525 14,100 9,525 - 16,225 19,350 -<br />

2000 8,300 13,100 8,300 11,600 8,300 12,100 13,850 16,100 -<br />

2001 7,200 11,400 7,200 9,100 7,200 9,350 11,475 12,850 -<br />

2002 6,100 9,700 6,100 6,600 6,100 6,600 9,100 9,600 -<br />

2003 5,000 8,000 5,000 5,500 5,000 5,500 7,500 8,000 -<br />

2004 3,900 6,300 3,900 4,400 3,900 4,400 5,900 6,400 12,000<br />

2005 2,800 4,600 2,800 3,300 2,800 3,300 4,300 4,800 9,000<br />

2006 1,700 2,900 1,700 2,200 1,700 2,200 2,700 3,200 6,000<br />

<strong>2007</strong> 0,850 1,450 0,850 1,100 0,850 1,100 1,350 1,600 3,000<br />

120 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

(SÜ 1): Liegt der Versicherungsbeginn vor 1981, so erhöht sich der in der Tabelle für<br />

das Beginnjahr 1981 deklarierte Satz für jedes bis zum Jahr 1981 voll zurückgelegte<br />

Beitragszahlungsjahr um weitere 2 ‰.<br />

Der Tarif der ehemaligen Poststerbekasse erhält außerdem einen zusätzlichen<br />

Schlussüberschuss in Höhe von 28 ‰ der Versicherungssumme.<br />

(SÜ 1) – (SÜ 8): Bei tariflich beitragsfrei gestellten <strong>Versicherungen</strong> sowie vorzeitig<br />

beitragsfrei gestellten <strong>Versicherungen</strong> wird dieser Satz in Abhängigkeit vom Beitragsfreistellungsdatum<br />

gekürzt.


Risikoversicherungen<br />

Übernommene Bestände<br />

Kölner Postversicherung<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG<br />

Zugang bis<br />

31.12.1986<br />

Zugang<br />

1.1.1987 - 31.12.1994<br />

Zugang ab<br />

1.1.1995<br />

Zugang bis<br />

31.1.1987<br />

Zugang<br />

1.2.1987 - 31.12.1994<br />

Zugang<br />

1.1.1995 - 30.6.2000<br />

Zugang ab<br />

1.7.1996<br />

Zugang<br />

1.7.2000 - 31.12.2001<br />

Zugang ab<br />

1.1.2002<br />

V6G<br />

V6G (2)<br />

V6F (2)<br />

V6G (2)<br />

V6F (2)<br />

V6G<br />

V6G<br />

V6F<br />

V6G<br />

V6F<br />

61R,62R,<br />

65R, 66R<br />

V6G (3)<br />

V6F (3)<br />

V6G (3)<br />

V6F (3)<br />

Weitere Angaben zum Anhang<br />

Anlage 4<br />

Laufender Grundüberschuss- Schluss- Todesfall-<br />

Überschussanteil anteil überschuss Zusatzleistung<br />

in % des überschuss- in % des tariflichen in ‰ der aktuellen Versicheberechtigten<br />

Beitrags Bruttojahresbeitrags rungssumme bei Ablauf der<br />

Versicherung im Jahr 2008<br />

bpfl. 40 (1) 20 (m),(8)/50 (f),(8)<br />

bfr. 20 (m),(8)/50 (f),(8)<br />

bpfl. 40 (4) 65 (8)<br />

bfr. 65 (8)<br />

bpfl. 30 (4) 65 (8)<br />

bfr. 65 (8)<br />

bpfl. 30 (m),(4)/25 (f),(4) 50 (m),(6)/39 (f),(6)<br />

bfr. 50 (m),(6)/39 (f),(6)<br />

bpfl. 25 (m),(4)/19 (f),(4) 50 (m),(6)/39 (f),(6)<br />

bfr. 50 (m),(6)/39 (f),(6)<br />

bpfl. 40 (1) (SÜ 1) 20 (m),(8)/50 (f),(8)<br />

bfr. 20 (m),(8)/50 (f),(8)<br />

bpfl. 40 (1) 8,2 (m),(5)/4,6 (f),(5)<br />

bfr. 65 (8)<br />

bpfl. 30 (4) 8,2 (m),(5)/4,6 (f),(5)<br />

bfr. 65 (8)<br />

bpfl. 30 (m),(1)/25 (f),(1)<br />

bfr. 50 (m),(6)/39 (f),(6)<br />

bpfl. 25 (m),(4)/19 (f),(4)<br />

bfr. 50 (m),(6)/39 (f),(6)<br />

bpfl. 40 (m),(1)/30 (f),(1) 70 (m),(8)/45 (f),(8)<br />

bfr. 70 (m),(8)/45 (f),(8)<br />

bpfl. 35 (m),(4)/25 (f),(4) 55 (m),(6)/35 (f),(6)<br />

bfr. 55 (m),(6)/35 (f),(6)<br />

bpfl. 40 (m),(1)/30 (f),(1) 70 (m),(8)/45 (f),(8)<br />

bfr. 70 (m),(8)/45 (f),(8)<br />

bpfl. 35 (m),(1)/25 (f),(1) 55 (m),(6)/35 (f),(6)<br />

bfr. 55 (m),(6)/35 (f),(6)<br />

10 (6)<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 121


Zugang bis<br />

31.12.1994<br />

Zugang<br />

1.1.1995 – 30.6.2000<br />

Zugang ab<br />

1.7.1997<br />

Zugang<br />

1.7.2000 - 31.12.2001<br />

Zugang<br />

1.1.2002 – 31.12.2003<br />

Zugang<br />

1.1.2004 - 31.12.<strong>2007</strong><br />

Zugang ab<br />

1.1.2008<br />

Risikoversicherungen<br />

Bestand der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Laufender Überschussanteil Schlussüberschuss Todesfall-Zusatzleistung<br />

in % des überschussberechtigten in ‰ der aktuellen Versicherungssumme<br />

Beitrags bei Ablauf der Versicherung im Jahr 2008<br />

A6G 40 (1) 8,0 (m),(5)/4,0 (f),(5)<br />

V6F 30 (4) (32) 8,0 (m),(5)/4,0 (f),(5)<br />

A6G<br />

A6F<br />

bpfl. 32 (m),(1)/26 (f),(1)<br />

bfr. 55 (m),(6)/44 (f),(6)<br />

bpfl. 27 (m),(4)/21 (f),(4)<br />

bfr. 55 (m),(6)/44 (f),(6)<br />

6XR, 6YR 10 (6)<br />

A6G (3)<br />

A6F (3)<br />

A6G (3)<br />

A6F (3)<br />

A6G, A6F<br />

A6G, A6F<br />

122 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

bpfl. 40 (m),(1)/30 (f),(1) 70 (m),(8)/45 (f),(8)<br />

bfr. 70 (m),(8)/45 (f),(8)<br />

bpfl. 35 (m),(4)/25 (f),(4) 55 (m),(6)/35 (f),(6)<br />

bfr. 55 (m),(6)/35 (f),(6)<br />

bpfl. 40 (m),(1)/30 (f),(1) 70 (m),(8)/45 (f),(8)<br />

bfr. 70 (m),(8)/45 (f),(8)<br />

bpfl. 35 (m),(1)/25 (f),(1) 55 (m),(6)/35 (f),(6)<br />

bfr. 55 (m),(6)/35 (f),(6)<br />

bpfl. 40 (m),(1)/35 (f),(1)<br />

bfr. 50 (7)<br />

bpfl. 45 (m),(4)/42 (f),(4)<br />

bfr. 50 (7)<br />

bpfl.: beitragspflichtig; bfr.: beitragsfrei, (m): bei Männern; (f): bei Frauen


(1): Sofern vereinbart, wird dieser Überschussanteil mit den Beiträgen verrechnet<br />

(bei Tarif V6G nicht für Zugänge vor 1980).<br />

(2): Gemäß dem Antrag des Versicherungsnehmers wird entweder der Grundüberschussanteil<br />

oder die Todesfall-Zusatzleistung gewährt.<br />

(3): Nach Wahl des Versicherungsnehmers zu Beginn der Versicherung wird entweder<br />

der laufende Überschussanteil oder die Todesfall-Zusatzleistung gewährt.<br />

(4): Dieser Überschussanteil wird mit den Beiträgen verrechnet.<br />

(5): Bei tariflich beitragsfrei gestellten <strong>Versicherungen</strong> wird dieser Satz in Abhängigkeit<br />

vom Beitragsfreistellungsdatum gekürzt.<br />

(6): In % der aktuellen Versicherungssumme.<br />

(7): In % der gültigen beitragsfreien Versicherungssumme.<br />

(8): In % der Versicherungssumme.<br />

(SÜ 1): Schlussüberschuss für beitragspflichtige <strong>Versicherungen</strong> bei Ablauf der<br />

Versicherung im Jahr 2008.<br />

Für <strong>Versicherungen</strong> in ‰ der Versicherungssumme Für <strong>Versicherungen</strong> in ‰ der Versicherungssumme<br />

mit Beginn im Jahr für Männer für Frauen mit Beginn im Jahr für Männer für Frauen<br />

bis 1986 26,00 66,40 1987 25,00 63,20<br />

Anlage 4<br />

Weitere Angaben zum Anhang<br />

Anlage 4<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 123


versicherung<br />

Zugang ab<br />

1.1.1995<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG Kölner Post-<br />

Zugang bis<br />

31.12.1995<br />

Zugang<br />

1.1.1996 - 30.6.2000<br />

Zugang<br />

1.7.2000 - 31.12.2001<br />

Zugang<br />

1.1.2002 - 31.12.2003<br />

Zugang ab<br />

1.1.2004<br />

V8R, V8S,<br />

V8RZ, V8SZ<br />

V8R, V8S,<br />

V9<br />

V8R, V8S,<br />

V9<br />

V8R, V8S,<br />

V9<br />

V8R, V8S<br />

V8R<br />

124 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Rentenversicherungen – Anwartschaften<br />

Übernommene Bestände<br />

Zinsüberschussanteil Grund- bzw. Stamm- Zusatzüberschuss- Zusatzüberschussanteil Schlussüberin<br />

% des maßgeblichen überschussanteil anteil in % des maßgebenden schuss<br />

Deckungskapitals in % der jährlichen Rente in % der jährlichen Rente jährlichen Beitrags<br />

bpfl. 0,0 0,24 0,0 (m),(1)/1,0 (f),(1) 0,1 (SÜ 1)<br />

bfr. 0,0<br />

bpfl. 0,0 0,24 (2) 0,0 (m),(1)/1,0 (f),(1) (SÜ 2)<br />

bfr. 0,0<br />

bpfl. 0,0 0,24 (2) 0,0 (m),(1)/1,0 (f),(1) 0,1 (SÜ 1)<br />

bfr. 0,0<br />

bpfl. 0,25 (1) 0,24 (2) 0,0 (m),(1)/1,0 (f),(1) (SÜ 1)<br />

bfr. 0,25 (1)<br />

bpfl. 0,25 (1) 0,24 (2) 0,0 (m),(1)/1,0 (f),(1) (SÜ 3)<br />

bfr. 0,25 (1)<br />

bpfl. 0,75 (1) (SÜ 6)<br />

bfr. 0,75 (1)


Rentenversicherungen – Anwartschaften<br />

Bestand der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Zugang bis<br />

31.12.1995<br />

Zugang<br />

1.1.1996 - 30.6.2000<br />

Zugang<br />

1.7.2000 - 31.12.2001<br />

Zugang<br />

1.1.2002 - 31.12.2003<br />

Zugang<br />

1.1.2004 - 31.12.2006<br />

Zugang ab<br />

1.1.<strong>2007</strong><br />

A8R, A8S, A9<br />

A8R, A8S, A9<br />

A8R, A8S, A9<br />

A8R, A8S<br />

A8R, A8S, A8B,<br />

HZV6, HZV1<br />

A8T<br />

A8R, A8S, A8B,<br />

HZV6, HZV1<br />

A8T<br />

bpfl.: beitragspflichtig; bfr.: beitragsfrei; (m): bei Männern; (f): bei Frauen<br />

Anlage 4<br />

Weitere Angaben zum Anhang<br />

Anlage 4<br />

Zinsüberschussanteil Grund- bzw. Stamm- Zusatzüberschuss- Risikoüberschuss- Schlussin<br />

% des maßgeblichen überschussanteil anteil anteil überschuss<br />

Deckungskapitals in % der jährlichen Rente in % der jährlichen Rente in % des Risikobeitrags<br />

bpfl. 0,0 0,36 (2) 0,0 (m),(1)/1,0 (f),(1) (SÜ 4)<br />

bfr. 0,0<br />

bpfl. 0,0 0,36 (2) 0,0 (m),(1)/1,0 (f),(1) (SÜ 5)<br />

bfr. 0,0<br />

bpfl. 0,25 (1) 0,36 (2) 0,0 (m),(1)/1,0 (f),(1) (SÜ 5)<br />

bfr. 0,25 (1)<br />

bpfl. 0,25 (1) 0,36 (2) 0,0 (m),(1)/1,0 (f),(1) (SÜ 3)<br />

bfr. 0,25 (1)<br />

bpfl. 0,75 (1) (SÜ 6)<br />

bfr. 0,75 (1)<br />

bpfl. 0,75 (1) 43 (1) (SÜ 6)<br />

bfr. 0,75 (1)<br />

bpfl. 1,25 (1) (SÜ 6)<br />

bfr. 1,25 (1)<br />

bpfl. 1,25 (1) 43 (1) (SÜ 6)<br />

bfr. 1,25 (1)<br />

(1): Zu Beginn des Versicherungsjahres, frühestens nach einem Jahr.<br />

(2): Dieser Überschussanteil kann auf Wunsch mit den Beiträgen verrechnet werden.<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 125


126 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Rentenversicherungen – Anwartschaften<br />

Schlussüberschuss für beitragspflichtige <strong>Versicherungen</strong> bei Ablauf der<br />

Aufschubzeit im Jahr 2008<br />

(SÜ 1) (SÜ 2) (SÜ 3) (SÜ 4) (SÜ 5) (SÜ 6)<br />

Für in % der in % der in % der in % der in % der in ‰ der<br />

<strong>Versicherungen</strong> jährlichen jährlichen jährlichen jährlichen jährlichen Beitragsmit<br />

Beginn im Jahr Rente Rente Rente Rente Rente summe<br />

bis 1993 - 16,20 - 17,30 - -<br />

1994 - 15,20 - 16,30 - -<br />

1995 14,90 14,20 - 15,30 - -<br />

1996 13,90 13,20 - 14,30 15,00 -<br />

1997 12,90 12,20 - 13,30 14,00 -<br />

1998 11,90 11,20 - 12,30 13,00 -<br />

1999 10,90 10,20 - 11,05 11,75 -<br />

2000 9,90 9,20 - 9,80 10,50 -<br />

2001 8,90 8,20 - 8,55 9,25 -<br />

2002 7,90 7,20 9,00 7,30 8,00 -<br />

2003 7,50 6,80 7,50 6,80 7,50 -<br />

2004 6,00 5,30 6,00 5,30 6,00 12,00<br />

2005 4,50 3,80 4,50 3,80 4,50 9,00<br />

2006 3,00 2,30 3,00 2,30 3,00 6,00<br />

<strong>2007</strong> 1,50 1,15 1,50 1,15 1,50 3,00<br />

(SÜ 1) – (SÜ 6): Bei tariflich beitragsfrei gestellten <strong>Versicherungen</strong> sowie vorzeitig<br />

beitragsfrei gestellten <strong>Versicherungen</strong> wird dieser Satz in Abhängigkeit vom Beitragsfreistellungsdatum<br />

gekürzt.


Rentenversicherungen – Laufende Renten<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG Kölner Postversicherung<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Zugang ab<br />

1.1.1995<br />

Zugang bis<br />

31.12.1995<br />

Zugang<br />

1.1.1996 -<br />

30.6.2000<br />

Zugang<br />

1.7.2000 -<br />

31.12.2003<br />

Zugang ab<br />

1.1.2004<br />

Zugang bis<br />

31.12.1995<br />

Zugang<br />

1.1.1996 -<br />

30.6.2000<br />

Zugang<br />

1.7.2000 -<br />

31.12.2003<br />

Zugang<br />

1.1.2004 -<br />

31.12.2006<br />

Zugang ab<br />

1.1.<strong>2007</strong><br />

R, R3, 3R<br />

V8R (1),V8S (1),V8RZ (1),<br />

V8SZ (1),V9 (1),V9Z (1)<br />

VIII M, VIII F<br />

V8R, V8S, V9<br />

V8R, V8S, V9<br />

V8R, V8S, V9<br />

VHZV<br />

V8R<br />

A8R, A8S, A9<br />

A8R, A8S, A9<br />

A8R, A8S, A9<br />

AHZV<br />

A8R, A8S, A8B, A8T, A9,<br />

HZV6, HZV1<br />

A8R, A8S, A8B, A8T, A9,<br />

HZV6, HZV1<br />

Weitere Angaben zum Anhang<br />

Anlage 4<br />

Erhöhungsrente Rentenerhöhung Barausschüttung Schlussüberbei<br />

Beginn der in % des über- schussrente<br />

Rentenzahlung schussberechtigten für das Jahr 2008<br />

im Jahr 2008 Deckungskapitals<br />

Barausschüttung 0,0<br />

Volldynamik 0,0 (3)<br />

Teildynamik (2) 0 0,0 (3)<br />

Barausschüttung 0,0<br />

Volldynamik 0,0 (3)<br />

Volldynamik 0,0 (3)<br />

Volldynamik 0,0 (3)<br />

Teildynamik (2) (TDN) 0,0 (3)<br />

Volldynamik 0,25 (3)<br />

Teildynamik (2) (TDN) 0,25 (3)<br />

Volldynamik 0,75 (3)<br />

Teildynamik (2) (TDN) 0,75 (3)<br />

Volldynamik 0,0 (3)<br />

Volldynamik 0,0 (3)<br />

Teildynamik (2) (TDN) 0,0 (3)<br />

Volldynamik 0,25 (3)<br />

Teildynamik (2) (TDN) 0,25 (3)<br />

Volldynamik 0,75 (3)<br />

Teildynamik (2) (TDN) 0,75 (3)<br />

Volldynamik 1,25 (4) (0,8) 0 (4),(5) (0,6)<br />

(1): Nach Wahl des Versicherungsnehmers wird entweder die gleich bleibend kalkulierte<br />

Erhöhungsrente oder die Rentenerhöhung oder die Barausschüttung gewährt.<br />

(2): Ab Beginn der Rentenzahlung wird die vereinbarte Rente um einen konstanten<br />

Betrag (Erhöhungsrente) erhöht. Darüber hinaus erhalten die teildynamischen Renten<br />

eine weitere jährliche Rentenerhöhung, die auch Null sein kann. Die Erhöhungsrente<br />

kann bei ungünstiger Überschussentwicklung unter Berücksichtigung der abgelaufenen<br />

Dauer auch gesenkt werden, nicht jedoch die aus den jährlichen Zuweisungen<br />

entstandenen Rentenerhöhungen.<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 127


Vereinigte<br />

Postversicherung<br />

VVaG<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Zugang<br />

1.1.2002 -<br />

31.12.2003<br />

Zugang<br />

1.1.2004 -<br />

31.12.2006<br />

Zugang ab<br />

1.1.<strong>2007</strong><br />

128 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

(3): In % der im Vorjahr erreichten gesamten Rente, erstmalig ein Jahr nach<br />

Beginn der Rentenzahlung.<br />

(4): In % der gesamten im Vorjahr erreichten Rente ohne Berücksichtigung<br />

einer etwaig gezahlten Schlussüberschussrente, erstmalig zum Jahrestag nach Ablauf<br />

eines Jahres nach Beginn der Rentenzahlung.<br />

(5): Zusätzlich zu der bereits im Vorjahr gezahlten Schlussüberschussrente.<br />

Die im Vorjahr gezahlte Schlussüberschussrente und die für das Jahr 2008 zusätzlich<br />

deklarierte Schlussüberschussrente sind nur für das Jahr 2008 garantiert, nicht<br />

jedoch die Mittel, die für eine möglicherweise lebenslänglich zu zahlende Schlussüberschussrente<br />

in dieser Höhe erforderlich sind.<br />

(TDN): Teildynamische Erhöhungsrenten werden bei Beginn der Rentenzahlung im<br />

Jahr 2008 mit 0 % der Rente gebildet<br />

Rentenversicherungen gemäß dem Altersvermögensgesetz<br />

Anwartschaften Laufende Renten<br />

Zinsüberschussanteil Rentenerhöhung<br />

in % des in % der im Vorjahr erreichten<br />

maßgeblichen Deckungskapitals Rente, erstmalig ein Jahr nach<br />

Beginn der Rentenzahlung<br />

VRRC, VRRF 0,25 (1) 0,25<br />

ARRC, ARRF 0,25 (1) 0,25<br />

ARRC, ARRF 0,75 (1) 0,75<br />

ARRC, ARRF 1,25 (1) 1,25<br />

(1): Die entstehenden Überschüsse werden monatlich anteilig zugewiesen und entweder<br />

verzinslich angesammelt oder dem Fondsguthaben zugeführt.


Fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs- AG Vereinigte<br />

Postversicherung<br />

VVaG<br />

Zugang bis<br />

31.12.<strong>2007</strong><br />

Zugang ab<br />

1.1.2008<br />

VFL, VFR<br />

AFL, AFR<br />

AFLK, AFRK<br />

<strong>VPV</strong> Sorglos-<br />

Rente<br />

<strong>VPV</strong> Sorglos-<br />

Rente<br />

bpfl.: beitragspflichtig; bfr.: beitragsfrei; (m): bei Männern; (f): bei Frauen;<br />

(T): bezogen auf die Todesfallleistung; (B): bezogen auf die Berufsunfähigkeitsleistung<br />

(1): Die Überschussanteile werden monatlich anteilig fällig und dem Fondsguthaben<br />

zugeführt. Sie werden in Form der Direktgutschrift gewährt.<br />

(2): 20 % des monatlichen Risikobeitrags für die versicherte Todesfallleistung und<br />

10 % des monatlichen Risikobeitrags für die versicherte Berufsunfähigkeitsleistung.<br />

(3): 10 % der Summe der gezahlten Risikobeiträge für die versicherte Todesfallleistung<br />

und 5 % der Summe der gezahlten Risikobeiträge für die versicherte<br />

Berufsunfähigkeitsleistung.<br />

Laufende Fondsgebundene Rentenversicherungen<br />

Weitere Angaben zum Anhang<br />

Anlage 4<br />

Risikoüberschussanteil Kostenüberschussanteil Schlussüberschuss<br />

in % des in % des für das<br />

monatlichen Risiko- überschussberechtigten Jahr 2008<br />

beitrags Beitrags<br />

bpfl. 30 (m),(1) /24 (f),(1) 2,0 (1)<br />

bfr. 30 (m),(1) /24 (f),(1)<br />

bpfl. 30 (m),(1) /24 (f),(1) 2,0 (1)<br />

bfr. 30 (m),(1) /24 (f),(1)<br />

bpfl. 30 (m),(1) /24 (f),(1) 2,5 (1)<br />

bfr. 30 (m),(1) /24 (f),(1)<br />

bpfl. 20 (T),(1),(2) /10 (B),(1),(2) 2,0 (1) 10 (T),(3) /5 (B),(3)<br />

bfr. 20 (T),(1),(2) /10 (B),(1),(2)<br />

bpfl. 20 (T),(1),(2) /10 (B),(1),(2) 0,0 (1) 10 (T),(3) /5 (B),(3)<br />

bfr. 20 (T),(1),(2) /10 (B),(1),(2)<br />

Rentenerhöhung<br />

in % der im Vorjahr erreichten gesamten Rente,<br />

erstmalig ein Jahr nach Beginn der Rentenzahlung<br />

VFR, AFR, AFRK 0,75<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 129


130 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Invaliditäts-Zusatzversicherungen der ehemaligen Kölner Postversicherung<br />

a) Beitragspflichtige Invaliditäts-Zusatzversicherungen (Zugang ab 1.1.1968) erhalten<br />

einen Überschussanteil in Höhe von 10 % des jährlichen Zusatzversicherungsbeitrags.<br />

Die Überschussanteile werden verzinslich angesammelt.<br />

b) Invaliditäts-Zusatzversicherungen, bei denen eine laufende Invaliditätsrente geleistet<br />

wird, erhalten einen Zinsüberschussanteil in Höhe von 0,5 % des überschussberechtigten<br />

Deckungskapitals. Der Überschussanteil wird mit der fälligen Rente ausgezahlt<br />

oder zur Rentenerhöhung verwendet.<br />

Invaliditäts-Zusatzversicherungen des übernommenen Bestands der Vereinigten<br />

Postversicherung VVaG<br />

a) Für beitragspflichtige Invaliditäts-Zusatzversicherungen wird ein Überschussanteil<br />

in Höhe von 40 % der tariflichen Zusatzbeiträge gewährt. Der Überschussanteil wird<br />

bei Fälligkeit der Hauptversicherung oder bei Beendigung der Zusatzversicherung<br />

ausgezahlt, sofern die Beiträge mindestens für drei Jahre gezahlt wurden.<br />

b) Bei laufenden Invalidenrenten wird eine Zusatzrente von 0,5 % der im vorangegangenen<br />

Versicherungsjahr erreichten Barrente für die Dauer der Invalidität gewährt.<br />

c) War die Invaliditäts-Zusatzversicherung nur auf Beitragsbefreiung abgeschlossen,<br />

so werden nach Eintritt der Invalidität die beitragsfreien Jahre bei der Bemessung des<br />

Überschussanteils gemäß a) angerechnet.<br />

Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen der ehemaligen Kölner Postversicherung<br />

Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen zu Hauptversicherungen nach den Tarifen<br />

K2, V2 und V6G<br />

a) Bonusrente<br />

Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen erhalten bei Eintritt der Berufsunfähigkeit<br />

im Jahr 2008 für die Dauer der Beitragsbefreiung eine Erhöhungsrente (Bonusrente)<br />

von 0 % der Beitragsbefreiung (wie im Vorjahr) und für die Dauer der Rentenzahlung<br />

eine Erhöhungsrente (Bonusrente) von 0 % der vertraglich vereinbarten Barrente.<br />

b) Steigerungsrente<br />

Nach Eintritt der Berufsunfähigkeit erhalten laufende Berufsunfähigkeitsrenten<br />

(einschließlich Bonusrente) eine laufende Überschussbeteiligung in Form von jährlichen<br />

Rentensteigerungen zu Beginn eines jeden Versicherungsjahres. Die Steigerung<br />

beträgt für das Jahr 2008 0 % der jährlichen Gesamtleistung vom Beginn des<br />

vorangegangenen Versicherungsjahres.<br />

c) Schlusszahlung<br />

Beitragspflichtige Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen erhalten bei Ablauf,<br />

Kündigung oder Tod des Versicherten eine Schlusszahlung. Die Schlusszahlung wird<br />

für das Jahr 2008 festgelegt auf 0 % der überschussberechtigten Beitragssumme.<br />

d) Beitragsüberschussanteil für im Jahr 1992 umgestellte Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen<br />

Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen, die im Geschäftsjahr 1992 auf neue Rechnungsgrundlagen<br />

umgestellt worden sind, erhalten jährlich einen laufenden Beitragsüberschussanteil,<br />

sofern und soweit dies geschäftsplanmäßig durch das Umstellungsverfahren<br />

festgelegt worden ist. Die Beitragsüberschussanteile werden verzinslich<br />

angesammelt.


Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen des übernommenen Bestands der<br />

Vereinigten Postversicherung VVaG<br />

Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen mit Versicherungsbeginn bis 31.12.1991 zu<br />

Hauptversicherungen nach den Tarifen K1, K1ZV, K2, V1ZV und V2 der Bayerischen<br />

Postversicherung sowie den Tarifen K2, V2 und V6G<br />

a) Für beitragspflichtige Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen wird ab Versicherungsbeginn<br />

ein Überschussanteil in Höhe von 35 % des tariflichen Zusatzbeitrags<br />

ohne Risikozuschlag gewährt. Die Überschussanteile werden verzinslich angesammelt<br />

und bei Beendigung der Zusatzversicherung ausgezahlt. Ist die zugehörige<br />

Hauptversicherung eine Risikoversicherung, so kann auch die Verrechnung mit dem<br />

tariflichen Zusatzbeitrag gewählt werden.<br />

b) Bei laufenden Berufsunfähigkeitsrenten wird eine Zusatzrente in Höhe von 0,5 %<br />

der im vorangegangenen Versicherungsjahr erreichten Barrente für die Dauer der<br />

Berufsunfähigkeit gewährt.<br />

c) War die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung nur auf Beitragsbefreiung abgeschlossen,<br />

so werden nach Eintritt der Berufsunfähigkeit Überschussanteile gemäß a)<br />

auch für die beitragsfreien Jahre zugewiesen und verzinslich angesammelt.<br />

d) Für beitragspflichtige Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen werden zum Ausgleich<br />

der Beitragsdifferenz zur Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung mit Versicherungsbeginn<br />

ab 1.1.1992 Schlusszahlungen in Prozent der Summe aller ab dem im<br />

Jahre 1992 beginnenden Versicherungsjahr gezahlten tariflichen Zusatzbeiträge ohne<br />

Risikozuschläge geleistet.<br />

Für weibliche versicherte Personen, jedoch nur bei einer Versicherungsdauer der<br />

Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung bis zum Endalter 55 Jahre:<br />

Eintrittsalter bis 20 Jahre 25 %,<br />

Eintrittsalter bis 25 Jahre 20 %,<br />

Eintrittsalter bis 30 Jahre 10 %.<br />

Für Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen in Verbindung mit Risikoversicherungen,<br />

falls eine Berufsunfähigkeitsrente mitversichert ist:<br />

Eintrittsalter Endalter der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung<br />

bis ... Jahre bis ... Jahre<br />

45 50 55 60<br />

30 30 % 25 % 20 % 10 %<br />

40 30 % 25 % 15 % –<br />

45 – 25 % 10 % –<br />

Die Bemessungsgrundlage ist der tarifliche Zusatzbeitrag ohne Risikozuschläge aller<br />

Art.<br />

Weitere Angaben zum Anhang<br />

Anlage 4<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 131


132 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen mit Versicherungsbeginn ab 1.1.1992 zu<br />

Hauptversicherungen nach den Tarifen V2, V6G, V8R und V8S und Berufsunfähigkeits-<br />

Zusatzversicherungen nach den Tarifen VBBA, VBBB, VBBC, VBBD, VBRA, VBRB,<br />

VBRC und VBRD<br />

a) Für beitragspflichtige Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen wird ab Versicherungsbeginn<br />

ein Überschussanteil in Höhe von 15 % des tariflichen Zusatzbeitrags<br />

ohne Risikozuschlag gewährt. Die Überschussanteile werden verzinslich angesammelt<br />

und bei Beendigung der Zusatzversicherung ausgezahlt. Werden bei der zugehörigen<br />

Hauptversicherung die Überschussanteile ganz oder teilweise mit den Beiträgen<br />

verrechnet, so werden auch die laufenden Überschussanteile der Berufsunfähigkeits-<br />

Zusatzversicherung mit den Beiträgen verrechnet.<br />

Darüber hinaus wird bei Ablauf, Tod, Rückkauf oder Eintritt der Berufsunfähigkeit<br />

eine Schlusszahlung in Höhe von 0 % der Summe der tariflichen Zusatzbeiträge ohne<br />

Risikozuschläge geleistet.<br />

b) Bei laufenden Berufsunfähigkeitsrenten wird mit einer Wartezeit von 1 Jahr eine<br />

Zusatzrente in Prozent der im vorangegangenen Versicherungsjahr erreichten Leistung<br />

aus der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung für die Dauer der Berufsunfähigkeit<br />

gewährt. Bei Versicherungsbeginn der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung<br />

vor dem 30.6.2000 erhöht sich die Rente um 0 % und bei Versicherungsbeginn ab dem<br />

1.7.2000 um 0,25 %.<br />

c) War die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung nur auf Beitragsbefreiung abgeschlossen,<br />

so werden nach Eintritt der Berufsunfähigkeit die nach dem vorhergehenden<br />

Absatz zugrunde liegenden Zinsüberschussanteile verzinslich angesammelt und<br />

bei Beendigung der Zusatzversicherung ausgezahlt.<br />

Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen mit Versicherungsbeginn bis 31.12.1991<br />

zu Hauptversicherungen nach den Tarifen A2 und A6G<br />

a) Für beitragspflichtige Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen wird ab Versicherungsbeginn<br />

ein Überschussanteil in Höhe von 35 % des tariflichen Zusatzbeitrags<br />

ohne Risikozuschlag gewährt. Die Überschussanteile werden verzinslich angesammelt<br />

und bei Beendigung der Zusatzversicherung ausgezahlt. Werden bei der zugehörigen<br />

Hauptversicherung die Überschussanteile ganz oder teilweise mit den Beiträgen<br />

verrechnet, so werden auch die laufenden Überschussanteile der Berufsunfähigkeits-<br />

Zusatzversicherung mit den Beiträgen verrechnet.<br />

b) Bei laufenden Berufsunfähigkeitsrenten wird eine Zusatzrente in Höhe von 0,5 %<br />

der im vorangegangenen Versicherungsjahr erreichten Barrente für die Dauer der<br />

Berufsunfähigkeit gewährt.<br />

c) War die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung nur auf Beitragsbefreiung abgeschlossen,<br />

so werden nach Eintritt der Berufsunfähigkeit Überschussanteile gemäß a)<br />

auch für die beitragsfreien Jahre zugewiesen und verzinslich angesammelt.


d) Für beitragspflichtige Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen werden zum Ausgleich<br />

der Beitragsdifferenz zur Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung mit Versicherungsbeginn<br />

ab 1.1.1992 Schlusszahlungen in Prozent der Summe aller ab dem im<br />

Jahre 1992 beginnenden Versicherungsjahr gezahlten tariflichen Zusatzbeiträge ohne<br />

Risikozuschläge geleistet.<br />

Für weibliche versicherte Personen, jedoch nur bei einer Versicherungsdauer der<br />

Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung bis zum Endalter 55 Jahre:<br />

Eintrittsalter bis 20 Jahre 25 %,<br />

Eintrittsalter bis 25 Jahre 20 %,<br />

Eintrittsalter bis 30 Jahre 10 %.<br />

Für Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen in Verbindung mit Risikoversicherungen,<br />

falls eine Berufsunfähigkeitsrente mitversichert ist:<br />

Eintrittsalter Endalter der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung<br />

bis ... Jahre bis ... Jahre<br />

45 50 55 60<br />

30 30 % 25 % 20 % 10 %<br />

40 30 % 25 % 15 % –<br />

45 – 25 % 10 % –<br />

Die Bemessungsgrundlage ist der tarifliche Zusatzbeitrag ohne Risikozuschläge aller<br />

Art.<br />

Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen mit Versicherungsbeginn ab 1.1.1992 zu<br />

Hauptversicherungen nach den Tarifen A2, A6G, A8R und A8S und Berufsunfähigkeits-<br />

Zusatzversicherungen nach den Tarifen ABBA, ABBB, ABBC, ABBD, ABRA, ABRB,<br />

ABRC und ABRD<br />

a) Für beitragspflichtige Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen wird ab Versicherungsbeginn<br />

ein Überschussanteil in Höhe von 15 % des tariflichen Zusatzbeitrags<br />

ohne Risikozuschlag gewährt. Die Überschussanteile werden verzinslich angesammelt<br />

und bei Beendigung der Zusatzversicherung ausgezahlt. Werden bei der zugehörigen<br />

Hauptversicherung die Überschussanteile ganz oder teilweise mit den Beiträgen<br />

verrechnet, so werden auch die laufenden Überschussanteile der Berufsunfähigkeits-<br />

Zusatzversicherung mit den Beiträgen verrechnet.<br />

Darüber hinaus wird bei Ablauf, Tod, Rückkauf oder Eintritt der Berufsunfähigkeit<br />

eine Schlusszahlung in Höhe von 0 % der Summe der tariflichen Zusatzbeiträge ohne<br />

Risikozuschläge geleistet.<br />

b) Bei laufenden Berufsunfähigkeitsrenten wird eine Zusatzrente in Prozent der im<br />

vorangegangenen Versicherungsjahr erreichten Leistung aus der Berufsunfähigkeits-<br />

Zusatzversicherung für die Dauer der Berufsunfähigkeit gewährt. Bei Versicherungsbeginn<br />

der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung vor dem 30.6.2000 erhöht sich die<br />

Rente um 0 %, bei Versicherungsbeginn zwischen dem 1.7.2000 und dem 31.12.2003<br />

um 0,25 %, bei Versicherungsbeginn zwischen dem 1.1.2004 und dem 31.12.2006 um<br />

0,75 % und bei Versicherungsbeginn ab dem 1.1.<strong>2007</strong> um 1,25 %.<br />

c) War die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung nur auf Beitragsbefreiung abgeschlossen,<br />

so werden nach Eintritt der Berufsunfähigkeit die nach dem vorhergehenden<br />

Absatz zugrunde liegenden Zinsüberschussanteile verzinslich angesammelt und<br />

bei Beendigung der Zusatzversicherung ausgezahlt.<br />

Weitere Angaben zum Anhang<br />

Anlage 4<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 133


134 · <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Selbständige Berufsunfähigkeitsversicherungen der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

Tarife BUA, BUB, BUC und BUD mit Zugang ab 1.1.2005<br />

a) Für beitragspflichtige Selbständige Berufsunfähigkeitsversicherungen wird ab Beginn<br />

ein Überschussanteil in Prozent des tariflichen Jahresbeitrags gewährt:<br />

Für die<br />

Berufsgruppe A B C D<br />

Männer 25 % 35 % 45 % 45 %<br />

Frauen 35 % 40 % 45 % 45 %<br />

b) Bei laufenden Berufsunfähigkeitsrenten wird mit einer Wartezeit von 1 Jahr eine<br />

Zusatzrente in Prozent der im vorangegangenen Versicherungsjahr erreichten Leistung<br />

aus der Selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherung für die Dauer der Berufsunfähigkeit<br />

gewährt. Die Rente erhöht sich bei Versicherungsbeginn vor dem<br />

31.12.2006 um 0,75 % und bei Versicherungsbeginn ab dem 1.1.<strong>2007</strong> um 1,25 %.


<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG · 135


<strong>Geschäftsbericht</strong> <strong>2007</strong><br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-<br />

Aktiengesellschaft


<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG, Köln<br />

Geschäftsentwicklung im Überblick<br />

<strong>2007</strong> 2006 2005<br />

Gebuchte Bruttobeiträge Mio. EUR 42,1 41,5 40,2<br />

Selbstbehalt bezogen auf gebuchte Bruttobeiträge in % 93,5 93,4 92,0<br />

Anzahl Verträge Tsd. 598 594 582<br />

Stornoquote in % 5,0 4,6 4,6<br />

Aufwendungen für Versicherungsfälle f.e.R. Mio. EUR 19,3 16,7 19,5<br />

Bilanzielle Brutto-Schadenquote in % 64,2 38,5 50,7<br />

Bilanzielle Netto-Schadenquote in % 49,6 44,0 53,7<br />

Brutto-Schadenaufwendungen für Geschäftsjahresschäden Mio. EUR 28,9 22,0 23,0<br />

Brutto-Schadenquote für Geschäftsjahresschäden in % 69,7 53,9 58,3<br />

Netto-Schadenquote für Geschäftsjahresschäden in % 56,3 56,7 62,8<br />

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f.e.R. Mio. EUR 12,6 12,4 12,4<br />

Bruttokostensatz in % 29,9 29,9 32,8<br />

Nettokostensatz in % 32,0 32,0 33,5<br />

Combined Ratio in % 94,5 68,9 84,0<br />

Kapitalanlagenbestand Mio. EUR 59,9 48,3 52,5<br />

Nettoergebnis der Kapitalanlagen Mio. EUR 2,0 1,6 1,5<br />

Laufende Durchschnittsverzinsung in % 4,3 4,1 3,5<br />

Nettoverzinsung der Kapitalanlagen in % 3,7 3,2 3,1<br />

Versicherungstechnisches Ergebnis Mio. EUR 4,0 4,7 0,7<br />

Nichtversicherungstechnisches Ergebnis Mio. EUR 1,6 1,2 1,1<br />

Ergebnis vor Steuern Mio. EUR 5,6 5,9 1,8<br />

Ergebnis nach Steuern Mio. EUR 3,2 3,8 0,8<br />

Ergebnisabführung an die <strong>VPV</strong> Holding AG Mio. EUR 2,4 1,3 0,8<br />

Eigenkapital Mio. EUR 13,9 13,0 10,5<br />

Versicherungstechnische Rückstellungen Mio. EUR 45,7 41,1 38,9<br />

Bilanzsumme Mio. EUR 67,4 61,7 56,8<br />

138 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG


Organe der<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeinen Versicherungs-AG<br />

Aufsichtsrat<br />

Werner Schorn, Stuttgart<br />

ehem. Vorstandsvorsitzender der <strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong><br />

(Vorsitzender)<br />

Wilhelm Wegner, Wesel<br />

Vorsitzender des Konzernbetriebsrats und des<br />

Europäischen Betriebsrats der Deutschen Telekom AG<br />

(stv. Vorsitzender)<br />

Rolf-Peter Hoenen, Coburg<br />

Sprecher der Vorstände der HUK-COBURG Versicherungsgruppe<br />

Franz-Josef Klare, Münster<br />

ehem. Bezirksvorsitzender der Deutschen Postgewerkschaft<br />

Rolf Pohl, St. Ingbert<br />

ehem. stv. Landesbezirksleiter ver.di, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft<br />

Dr. Wolfgang Weiler, Coburg<br />

Mitglied der Vorstände der HUK-COBURG Versicherungsgruppe<br />

Vorstand<br />

Rechtsanwalt<br />

Alexander R. Grundmann, Fellbach<br />

Vorstandsvorsitzender<br />

Diplom-Mathematiker<br />

Dr. Hans Bücken, Köln<br />

Mathematik, Produktentwicklung und Informationsverarbeitung<br />

Diplom-Ökonom<br />

Torsten Hallmann, Korntal-Münchingen<br />

Personal und Kundenservice<br />

Diplom-Kaufmann<br />

Gerhard Steck, Weissach i.T.<br />

Finanzen<br />

Die Besetzung der Gesellschaftsorgane Aufsichtsrat und Vorstand ist gleichzeitig eine<br />

weitere Angabe zum Anhang (vergleiche Seite 168).<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 139


Bericht des Vorstands über das<br />

Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Lagebericht<br />

140 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung<br />

Die Konjunktur in Deutschland konnte <strong>2007</strong> ihren Wachstumskurs fortsetzen, entwickelte<br />

sich im Gegensatz zum Vorjahr aber leicht schwächer. Verkraftet werden<br />

musste zu Beginn des Jahres eine Mehrwertsteuererhöhung um 3 Prozentpunkte. Die<br />

wichtigsten Wachstumsbeiträge kamen von den Investitionen und dem Exportsektor.<br />

Der wirtschaftliche Aufschwung wirkte sich weiter positiv auf den Arbeitsmarkt aus.<br />

Die Realeinkommen der Arbeitnehmer, die letztendlich für die Versicherungsnachfrage<br />

entscheidend sind, entwickelten sich im Berichtsjahr aber weiter verhalten.<br />

Auf den internationalen Finanzmärkten kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen<br />

aufgrund der Krise des US-Markts für schlecht besicherte Hypothekenkredite. In diesem<br />

Umfeld verzeichneten die Aktienmärkte in Europa im Jahresverlauf dennoch<br />

überwiegend moderate Kursgewinne, während das Plus in den USA vergleichsweise<br />

gering ausfiel.<br />

In der Schaden- und Unfallversicherung resultierten aus der verbesserten Konjunkturentwicklung<br />

kaum Effekte für das Beitragsaufkommen. Den nochmals leicht rückläufigen<br />

Beitragseinnahmen stand in <strong>2007</strong> in der Schaden- und Unfallversicherung ein<br />

deutlicher Anstieg der Aufwendungen für Geschäftsjahresschäden gegenüber.<br />

Zudem waren viele Sparten auch weiterhin von einem intensiven Preiswettbewerb<br />

gekennzeichnet.<br />

Die Geschäftstätigkeit der <strong>VPV</strong> Allgemeinen Versicherungs-AG bewegte sich in einem<br />

Umfeld, in dem vermehrt Naturkatastrophen eintraten. Aber auch die von Menschen<br />

verursachten Schäden erhöhten sich überproportional. Die Gründe dafür sind vielfältig:<br />

Sie reichen vom technologischen Fortschritt über die wachsende geopolitische<br />

Vernetzung bis zum Klimawandel. Das mit Abstand einprägsamste Einzelereignis in<br />

Deutschland war in <strong>2007</strong> der Wintersturm Kyrill.<br />

Bericht über den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

der <strong>VPV</strong> Allgemeinen Versicherungs-AG<br />

Allgemeine Angaben<br />

Die <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG betreibt das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft<br />

in den Versicherungszweigen Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung,<br />

Verbundene Hausratversicherung, Verbundene Wohngebäudeversicherung<br />

sowie Sonstige Sach- und Schadenversicherung.<br />

Das Geschäftsgebiet erstreckt sich auf die Bundesrepublik Deutschland. Unsere<br />

Kunden sind vorwiegend die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, vornehmlich aus<br />

dem Post- und Telekomumfeld. Aber auch im Kundensegment nichtöffentlicher Dienst<br />

setzen wir den Ausbau des Marktanteils kontinuierlich fort.


Beitragsentwicklung<br />

Die Brutto-Beitragseinnahmen unserer Gesellschaft haben sich im Vergleich zu den<br />

letzten beiden Jahren wie folgt entwickelt:<br />

40,2 Mio. EUR<br />

Der Beitragszuwachs liegt im Berichtsjahr bei 1,5 % (Vorjahr: 3,2 %) und ist damit<br />

nach wie vor deutlich besser als der Branchendurchschnitt.<br />

Wachstumstreiber waren vor allem die Sparten Verbundene Wohngebäude- und Haftpflichtversicherung,<br />

die mit 3,8 % bzw. 3,1 % sehr hohe Zuwachsraten erzielten. Aber<br />

auch in der Unfallversicherung konnten die Brutto-Beiträge um 2,5 % gesteigert werden.<br />

In der Verbundenen Hausratversicherung waren dagegen Prämienanpassungen<br />

aufgrund der Treuhänderfeststellungen erforderlich, die zu einem Beitragsrückgang<br />

von 1,9 % führten.<br />

Die Stornoquote beläuft sich im Geschäftsjahr auf 5,0 % (Vorjahr: 4,6 %) und liegt damit<br />

nach wie vor unterhalb der Stornoquote des Marktes.<br />

Schadenentwicklung<br />

Das Geschäftsjahr <strong>2007</strong> war durch Sturmschäden zu Beginn des Jahres geprägt.<br />

Diese führten besonders in der Wohngebäudeversicherung zu einem starken Anstieg<br />

der Brutto-Schadenaufwendungen. Von den insgesamt 27.374 (Vorjahr: 20.226) gemeldeten<br />

Schäden 1) sind 6.894 Schadenfälle allein auf den Sturm Kyrill zurückzuführen.<br />

Die Brutto-Schadenaufwendungen für Geschäftsjahresschäden stiegen dementsprechend<br />

auf 28,9 Mio. EUR nach 22,0 Mio. EUR im Vorjahr.<br />

Der Schadenverlauf stellt sich im 3-Jahresvergleich wie folgt dar:<br />

23,0 Mio. EUR<br />

1) ohne Beteiligungsgeschäft<br />

41,5 Mio. EUR<br />

22,0 Mio. EUR<br />

42,1 Mio. EUR<br />

2005 2006 <strong>2007</strong><br />

28,9 Mio. EUR<br />

2005 2006 <strong>2007</strong><br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 141


142 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

Die Brutto-Schadenquote des Geschäftsjahres beträgt 69,7 % gegenüber 53,9 % im<br />

Vorjahr. Die Netto-Schadenquote des Geschäftsjahres blieb nach Abrechnung der<br />

Rückversicherung mit 56,3 % dagegen leicht unter dem Vorjahreswert von 56,7 %.<br />

Kostenentwicklung<br />

Die Kostensituation unserer Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr kaum verändert.<br />

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb sind von 12,4 Mio. EUR im<br />

Vorjahr auf 12,6 Mio. EUR im Berichtsjahr gestiegen. Gemessen an den gebuchten<br />

Brutto-Beiträgen ergibt sich wie im Vorjahr ein Satz von 29,9 %.<br />

Nach Abzug der Rückversicherungsanteile beträgt der Nettokostensatz wie im Vorjahr<br />

32,0 %.<br />

Combined Ratio<br />

Die Combined Ratio hat sich im Berichtsjahr deutlich erhöht, was auf den stärkeren<br />

Anstieg der bilanziellen Brutto-Schadenquote bei gleich gebliebenem Brutto-Kostensatz<br />

zurückzuführen ist. Sie beträgt 94,5 % nach 68,9 % im Vorjahr.<br />

Der Verlauf der Combined Ratio stellt sich wie folgt dar:<br />

100 %<br />

90 %<br />

80 %<br />

70 %<br />

60 %<br />

50 %<br />

40 %<br />

30 %<br />

20 %<br />

2005 2006 <strong>2007</strong><br />

Bilanzielle Brutto-Schadenquote Bruttokostensatz Combined Ratio<br />

Geschäftsergebnis:<br />

Versicherungstechnische Rechnung<br />

Trotz der hohen Schadenbelastung im Geschäftsjahr beläuft sich das versicherungstechnische<br />

Ergebnis vor Schwankungsrückstellung auf 6,5 Mio. EUR nach 8,5 Mio.<br />

EUR im Vorjahr. Nach der gesetzlich vorgeschriebenen Zuführung zur Schwankungsrückstellung<br />

in Höhe von insgesamt 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR) verbleibt ein<br />

versicherungstechnischer Gewinn von 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR). Damit<br />

konnte das herausragende versicherungstechnische Ergebnis des Vorjahres nahezu<br />

erreicht werden.


Nichtversicherungstechnische Rechnung<br />

Das Ergebnis in der nichtversicherungstechnischen Rechnung beläuft sich im Berichtsjahr<br />

auf 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR). Hiervon entfallen 2,0 Mio. EUR<br />

(Vorjahr: 1,6 Mio. EUR) auf das Nettoergebnis der Kapitalanlagen einschließlich<br />

„Technischer Zinsertrag“ sowie analog dem Vorjahr -0,4 Mio. EUR auf den Saldo der<br />

sonstigen Erträge und Aufwendungen.<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Gewinnabführung an die <strong>VPV</strong> Holding AG<br />

Das Jahresergebnis vor Steuern beträgt 5,6 Mio. EUR gegenüber 5,9 Mio. EUR im<br />

Vorjahr. Nach Steuern verbleibt ein handelsrechtlicher Jahresüberschuss in Höhe von<br />

3,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR). Hiervon haben wir gemäß § 58 Abs. 2 Satz 2 AktG<br />

0,8 Mio. EUR (Vorjahr 2,5 Mio. EUR) in andere Gewinnrücklagen eingestellt.<br />

Der danach verbleibende Betrag in Höhe von 2,4 Mio. EUR (Vorjahr 1,3 Mio. EUR) wird<br />

gemäß dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag in voller Höhe an die <strong>VPV</strong><br />

Holding AG abgeführt. Hierin enthalten ist auch die Ausgleichszahlung an den Minderheitsaktionär<br />

in Höhe von 581.229,00 EUR (Vorjahr: 316.275,00 EUR), deren Erstattung<br />

durch die <strong>VPV</strong> Holding AG erfolgt.<br />

Liquidität und Kapitalausstattung<br />

Durch unsere mehrjährige Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass wir jederzeit<br />

uneingeschränkt in der Lage sind unseren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.<br />

Die wesentlichen Mittelzuflüsse bestehen aus den laufenden Beitragseinnahmen<br />

und den Erträgen sowie den Rückflüssen aus Kapitalanlagen. Die wesentlichen<br />

Mittelabflüsse resultieren aus den Zahlungen für Versicherungsfälle und für<br />

den laufenden Versicherungsbetrieb.<br />

Von der Ratingagentur Fitch hat unsere Gesellschaft zum wiederholten Male eine gute<br />

Sicherheit im Hinblick auf die Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber Versicherungsnehmern<br />

und Vertragspartnern bestätigt bekommen. Die Einstufung erfolgte im<br />

quantitativen Finanzstärkerating mit BBBq. Bei diesem Rating handelt es sich nicht<br />

um ein interaktives Rating.<br />

Im Rahmen des Folgeratings der Ratingagentur Assekurata wurde außerdem die<br />

Bewertung der Teilqualitäten Sicherheit („weitgehend gut“) und Erfolg („sehr gut“) der<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeinen Versicherungs-AG jeweils nach oben angepasst und insgesamt das<br />

Qualitätsurteil A (GUT) verliehen.<br />

Die Solvenzbestimmungen der Kapitalausstattungs-Verordnung werden von unserem<br />

Unternehmen deutlich erfüllt. Zum Stichtag betragen die freien unbelasteten Eigenmittel<br />

5,6 Mio. EUR, was einer Bedeckung der Solvabilitätsspanne von 170,0 % (Vorjahr:<br />

156,7 %) entspricht.<br />

Geschäftsverläufe der einzelnen Versicherungszweige im selbst abgeschlossenen<br />

Versicherungsgeschäft<br />

Die im Geschäftsjahr betriebenen Versicherungszweige und -arten sind in Anlage 1<br />

(Seite 171) zusammengestellt.<br />

Die Stückzahlen des Bestandes an selbst abgeschlossenen mindestens einjährigen<br />

Schaden- und Unfallversicherungen sind auf Seite 166 dargestellt.<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 143


144 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

Unfallversicherung<br />

In der Unfallversicherung belaufen sich die Brutto-Beitragseinnahmen des Geschäftsjahres<br />

auf 8,5 Mio. EUR (Vorjahr: 8,3 Mio. EUR). Hieraus ergibt sich ein Beitragsplus<br />

von 2,5 % (Vorjahr: 4,3 %), das nach wie vor deutlich über dem Branchendurchschnitt<br />

liegt.<br />

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle sind auf dem Vorjahresniveau von<br />

2,6 Mio. EUR geblieben. Die Brutto-Schadenquote für Geschäftsjahresschäden liegt<br />

bei 54,5 % nach 55,9 % im Vorjahr.<br />

Die gesetzliche Zuführung zur Schwankungsrückstellung ist im Berichtsjahr wiederum<br />

durch den Sollbetrag begrenzt worden. Sie beträgt 0,4 Mio. EUR gegenüber<br />

0,3 Mio. EUR im Vorjahr. Nach Schwankungsrückstellung verbleibt ein versicherungstechnischer<br />

Gewinn von 2,5 Mio. EUR. Damit konnte das bereits sehr gute versicherungstechnische<br />

Ergebnis des Vorjahres in Höhe von 2,4 Mio. EUR nochmals übertroffen<br />

werden.<br />

Haftpflichtversicherung<br />

Das Beitragswachstum beträgt in der Haftpflichtversicherung 3,1 % gegenüber 5,0 %<br />

im Vorjahr. Trotz der rückläufigen Entwicklung ist die Zuwachsrate nach wie vor besser<br />

als der Branchendurchschnitt. Die Beitragseinnahmen belaufen sich im Berichtsjahr<br />

insgesamt auf 6,9 Mio. EUR nach 6,7 Mio. EUR im Vorjahr.<br />

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle haben sich im Geschäftsjahr auf<br />

4,0 Mio. EUR gegenüber -0,4 Mio. EUR im Vorjahr erhöht. Der vergleichsweise starke<br />

Anstieg erklärt sich im Wesentlichen durch die Abwicklung eines Großschadens im<br />

Jahre 2006, der zu einem hohen Abwicklungsgewinn führte.<br />

Die Brutto-Geschäftsjahresschadenquote ist im Berichtsjahr dagegen nur leicht von<br />

53,1 % auf 53,9 % gestiegen.<br />

Der versicherungstechnische Gewinn vor Schwankungsrückstellung beträgt 0,2 Mio.<br />

EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR). Im Berichtsjahr mussten der Schwankungsrückstellung<br />

0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR) zugeführt werden. Dadurch verbleibt beim versicherungstechnischen<br />

Ergebnis nach Schwankungsrückstellung ein Verlust wie im<br />

Vorjahr in Höhe von 0,4 Mio. EUR.<br />

Feuer- und Sachversicherung<br />

In der Feuer- und Sachversicherung sind die Verbundene Hausratversicherung, Verbundene<br />

Gebäudeversicherung und die Sonstige Sachversicherung zusammengefasst.<br />

Die Beitragseinnahmen sind von 26,4 Mio. EUR um 0,8 % auf insgesamt 26,6 Mio. EUR<br />

gestiegen.<br />

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle haben sich im Geschäftsjahr um<br />

50,0 % auf 20,2 Mio. EUR (Vorjahr: 13,4 Mio. EUR) erhöht. Der starke Anstieg ist im<br />

Wesentlichen auf den Sturm Kyrill zurückzuführen, der allein Bruttoschäden in Höhe<br />

von 4,9 Mio. EUR verursacht hat. Dementsprechend hat sich auch die Brutto-Schadenquote<br />

für Geschäftsjahresschäden verschlechtert. Sie liegt im Berichtsjahr bei 78,7 %<br />

gegenüber 53,5 % im Vorjahr.


Im Einzelnen stellt sich die Entwicklung in der Feuer- und Sachversicherung wie folgt<br />

dar:<br />

Verbundene Hausratversicherung<br />

In der Hausratversicherung sind die Brutto-Beitragseinnahmen um 1,9 % auf insgesamt<br />

14,2 Mio. EUR (Vorjahr: 14,4 Mio. EUR) zurückgegangen. Der Rückgang ist auf<br />

die erforderlichen Prämienanpassungen aufgrund der Treuhänderfeststellungen<br />

zurückzuführen.<br />

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich um 0,7 Mio. EUR auf<br />

insgesamt 6,6 Mio. EUR. Darin enthalten sind auch Aufwendungen für den Sturmschaden<br />

Kyrill, die aber in der Hausratversicherung mit 0,1 Mio. EUR relativ gering<br />

ausfielen.<br />

Die Brutto-Schadenquote des Geschäftsjahres hat sich auf 48,3 % gegenüber 43,6 %<br />

im Vorjahr verschlechtert.<br />

Trotz dieser Entwicklung konnte aufgrund der geringen Zuführung zur Schwankungsrückstellung<br />

in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) ein versicherungstechnischer<br />

Gewinn von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR) erzielt werden.<br />

Verbundene Gebäudeversicherung<br />

In der Gebäudeversicherung liegt das Beitragswachstum im Geschäftsjahr bei 3,8 %<br />

(Vorjahr: 4,0 %) und damit deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die Brutto-Beitragseinnahmen<br />

betragen insgesamt 10,6 Mio. EUR (Vorjahr: 10,2 Mio. EUR).<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich auf 12,6 Mio. EUR nach<br />

6,5 Mio. EUR im Vorjahr. Davon sind 4,8 Mio. EUR auf den Sturm Kyrill zurückzuführen.<br />

Die Brutto-Schadenquote des Geschäftsjahres hat sich infolgedessen wesentlich verschlechtert.<br />

Sie beläuft sich auf 124,1 % nach 67,3 % im Vorjahr.<br />

Der Schwankungsrückstellung mussten im Geschäftsjahr 0,9 Mio. EUR zugeführt<br />

werden (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR Entnahme). Die Zuführung war trotz des Sturmschadens<br />

Kyrill erforderlich, da dieser zum größten Teil durch hierfür speziell bestehende<br />

Rückdeckungsversicherungen abgesichert war. Nach Schwankungsrückstellung<br />

verbleibt ein versicherungstechnischer Gewinn von 0,05 Mio. EUR<br />

(Vorjahr: 0,01 Mio. EUR).<br />

Sonstige Sachversicherung<br />

Unter der Bezeichnung „Sonstige Sachversicherung“ wird die Glas- und Reisegepäckversicherung<br />

geführt.<br />

Die Brutto-Beitragseinnahmen belaufen sich im Geschäftsjahr auf 1,8 Mio. EUR. Der<br />

Beitragszuwachs beträgt 6,0 %.<br />

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle sind auf dem Vorjahresniveau von<br />

0,9 Mio. EUR geblieben. Die Brutto-Schadenquote für Geschäftsjahresschäden ist<br />

leicht gesunken. Sie beläuft sich im Berichtsjahr auf 52,4 % nach 55,4 % im Vorjahr.<br />

Eine Zuführung zur Schwankungsrückstellung musste in der sonstigen Sachversicherung<br />

bislang nicht vorgenommen werden. Der versicherungstechnische Gewinn liegt<br />

unverändert bei 0,2 Mio. EUR.<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 145


146 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

Sonstige <strong>Versicherungen</strong><br />

Unter die sonstigen <strong>Versicherungen</strong> fällt die Arbeitslosigkeitsversicherung, die wir seit<br />

dem Jahr 2005 anbieten. Sie wird über den Bankenvertrieb im Rahmen von Kreditgeschäften<br />

(Hypothekendarlehen bzw. Ratenkredite) vermittelt.<br />

Die Brutto-Beitragseinnahmen betragen im Berichtsjahr 28,2 TEUR (Vorjahr:<br />

21,8 TEUR). Schäden wurden bislang noch keine gemeldet. Der versicherungstechnische<br />

Gewinn beläuft sich auf 3,1 TEUR (Vorjahr: 0,6 TEUR).<br />

Geschäftsverlauf der einzelnen Versicherungszweige im Überblick:<br />

Zusammensetzung der Brutto-Beitragseinnahmen <strong>2007</strong><br />

in TEUR %<br />

Unfallversicherung 8.507 20,2<br />

Haftpflichtversicherung 6.937 16,4<br />

Feuer- und Sachversicherung;<br />

davon:<br />

Verbundene Hausratversicherung 14.153 33,6<br />

Verbundene Gebäudeversicherung 10.631 25,3<br />

Sonstige Sachversicherung 1.846 4,4<br />

Sonstige <strong>Versicherungen</strong> 28 0,1<br />

Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft 42.102 100,0<br />

Gesamtes in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft - -<br />

Gesamtes Versicherungsgeschäft 42.102 100,0<br />

Zusammensetzung der Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle <strong>2007</strong><br />

in TEUR %<br />

Unfallversicherung 2.559 9,6<br />

Haftpflichtversicherung 3.952 14,8<br />

Feuer- und Sachversicherung;<br />

davon:<br />

Verbundene Hausratversicherung 6.641 24,9<br />

Verbundene Gebäudeversicherung 12.564 47,1<br />

Sonstige Sachversicherung 947 3,6<br />

Sonstige <strong>Versicherungen</strong> 0 0,0<br />

Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft 26.663 100,0<br />

Gesamtes in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft - -<br />

Gesamtes Versicherungsgeschäft 26.663 100,0


Kapitalanlagen<br />

Im Jahr <strong>2007</strong> setzte sich der Anstieg der Renditen langfristiger Staatsanleihen weiter<br />

fort. Auf Jahressicht stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen um rund 0,35%-<br />

Punkte auf 4,3 %. Im Fünfjahresbereich und für kurzfristige Anlagen im Geldmarktbereich<br />

fiel der Anstieg sogar noch etwas höher aus. Aufgrund dieses Zinsanstiegs in<br />

Verbindung mit den gestiegenen Risikoaufschlägen im Zuge der Subprime-Krise liegen<br />

die Zeitwerte der betroffenen Wertpapiere unter den Buchwerten. Unsere Gesellschaft<br />

ist dabei nur indirekt von dieser Krise betroffen, da wir nicht in Wertpapiere investiert<br />

haben, die durch in den USA begebene Subprime-Kredite besichert sind. Allerdings hat<br />

die Subprime-Krise dazu geführt, dass insbesondere Wertpapiere von solchen Unternehmen,<br />

die in nennenswertem Umfang in dieses Marktsegment investiert haben,<br />

verstärkt Kursverluste hinnehmen mussten. Bei den festverzinslichen Anlagen wurde<br />

weiterhin auf eine gute Bonität der Schuldner geachtet, so dass das Durchschnittsrating<br />

aller Rentenanlagen weiterhin mit AA einen sehr guten Wert aufweist. Im 2. Halbjahr<br />

<strong>2007</strong> wurde der Aktienbestand weiter aufgestockt. Aufgrund des gestiegenen Kapitalanlagenbestandes<br />

beträgt der Anteil an den gesamten Kapitalanlagen weiterhin<br />

ca. 2,1 %. Darüber hinaus wurde erstmalig über einen Publikumsfonds mit knapp<br />

0,5 % der Kapitalanlagen in Wandelanleihen investiert. Die von unserer Gesellschaft im<br />

Direktbestand gehaltene Immobilie ist im Berichtsjahr mit aufschiebender Bedingung<br />

verkauft worden. Der Übergang von Nutzen und Lasten erfolgt bei Bedingungseintritt<br />

im Jahr 2008. Insgesamt stiegen die Buchwerte der Kapitalanlagen im Berichtsjahr um<br />

rund 11,6 Mio. EUR auf 59,9 Mio. EUR.<br />

Die Kapitalanlagen setzen sich wie folgt zusammen:<br />

Struktur der Kapitalanlagen in <strong>2007</strong><br />

in TEUR %<br />

davon<br />

Rentenanlagen<br />

in %<br />

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten<br />

Aktien, Investmentanteile und andere nicht<br />

774 1,3 -<br />

festverzinsliche Wertpapiere<br />

Inhaberschuldverschreibungen und andere<br />

9.116 15,2 13,1<br />

festverzinsliche Wertpapiere 33.144 55,3 55,3<br />

Namensschuldverschreibungen 9.484 15,8 15,8<br />

Schuldscheinforderungen und Darlehen 2.000 3,4 3,4<br />

Sonstige 5.400 9,0 -<br />

Gesamte Kapitalanlagen 59.918 100,0 87,6<br />

Die Summe aller festverzinslichen Kapitalanlagen macht insgesamt rund 88 % des<br />

Gesamtbestandes aus. Aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus und des gestiegenen<br />

Kapitalanlagenbestandes hat sich das Kapitalanlagenergebnis deutlich verbessert.<br />

Der Vorjahresvergleich der wesentlichen Kennziffern der Kapitalanlage stellt sich wie<br />

folgt dar:<br />

<strong>2007</strong> 2006<br />

Nettoergebnis der Kapitalanlagen 2.019 TEUR 1.606 TEUR<br />

Laufende Durchschnittsverzinsung 4,26 % 4,13 %<br />

Nettorendite 3,73 % 3,19 %<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 147


148 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

Konzernzugehörigkeit und Zusammenarbeit<br />

Mit der Vereinigten Postversicherung VVaG und der <strong>VPV</strong> Holding AG sowie den Tochterunternehmen<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG, Vereinigte Post. Die Makler-AG, <strong>VPV</strong><br />

Vermittlungs-GmbH, <strong>VPV</strong> Service GmbH, <strong>VPV</strong> Beratungsgesellschaft für Altersversorgung<br />

mbH, <strong>VPV</strong> Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG und <strong>VPV</strong> Beteiligungs-GmbH<br />

besteht ein Konzernverhältnis. Im Aufsichtsrat und im Vorstand bestehen teilweise<br />

Personenidentität bzw. Personalunion. Eine Übersicht zur Konzernstruktur ist auf der<br />

4. Umschlagsseite dargestellt.<br />

Unsere Gesellschaft besitzt kein eigenes Personal. Die Übernahme aller Funktionen<br />

durch die Vereinigte Postversicherung VVaG ist durch einen Funktionsausgliederungsund<br />

Geschäftsbesorgungsvertrag geregelt, der von der BaFin genehmigt wurde.<br />

Dieser Vertrag regelt auch die Kostenerstattungen für diese Geschäftsbesorgung.<br />

Für die Bestands- und Leistungsbearbeitung besteht mit der <strong>VPV</strong> Service GmbH ein<br />

Funktionsausgliederungsvertrag. Die in diesem Zusammenhang erbrachten Dienstleistungen<br />

werden ebenfalls verursachungsgerecht auf Vollkostenbasis vergütet.<br />

Zwischen der <strong>VPV</strong> Holding AG und unserer Gesellschaft besteht ein Geschäftsleitungsvertrag.<br />

Hiernach übernimmt die <strong>VPV</strong> Holding AG im Rahmen ihrer geschäftsleitenden<br />

Funktion Dienstleistungen für unser Unternehmen in den Funktionsbereichen<br />

Unternehmensentwicklung, Rechnungswesen und Steuern, Revision sowie Recht.<br />

Die hierfür entstandenen Kosten werden verursachungsgerecht auf Vollkostenbasis<br />

erstattet. Des Weiteren besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, nach dem der gesamte<br />

Gewinn der <strong>VPV</strong> Allgemeinen Versicherungs-AG an die <strong>VPV</strong> Holding AG abzuführen<br />

ist. Die Ausgleichszahlung an den Minderheitsaktionär ist direkt von der <strong>VPV</strong><br />

Holding AG vorzunehmen.<br />

Mit der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG ist seit dem 01.01.2004 ein Überlassungsvertrag<br />

für Sachmittel sowie ein Geschäftsbesorgungsvertrag geschlossen worden. Bei dem<br />

Überlassungsvertrag handelt es sich um die im Rahmen der Bestandsübertragung im<br />

Jahre 2004 von der Vereinigten Postversicherung VVaG auf die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

übergegangenen Sachmittel wie EDV, Raumausstattung und Gebäude. Der<br />

Geschäftsbesorgungsvertrag regelt die zur Verfügungstellung des Außendienstes der<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG zum Vertrieb unserer Produkte. Die entstandenen Kosten<br />

werden bei beiden Verträgen verursachungsgerecht auf Vollkostenbasis erstattet.<br />

Mit der Vereinigten Post. Die Makler-AG ist mit Wirkung zum 01.10.<strong>2007</strong> vereinbart<br />

worden, dass sie eine Aufwandsentschädigung in Abhängigkeit vom Vermittlungserfolg<br />

für die für unsere Gesellschaft vermittelten Verträge erhält. Die Abrechnung dieser<br />

Aufwandsentschädigung übernimmt die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG im Rahmen<br />

des Konzernverhältnisses.<br />

Nachtragsbericht<br />

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres<br />

liegen nicht vor.


Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Risikobericht<br />

Der <strong>VPV</strong>-Konzern verfügt über eine an den Unternehmenszielen orientierte Planung<br />

sowie über sachgerechte Risikomanagement- und Controllingsysteme. Mit Hilfe dieser<br />

Instrumente werden die Risiken der künftigen Entwicklung, die den Fortbestand<br />

unseres Unternehmens gefährden oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-,<br />

Finanz- oder Ertragslage haben können, systematisch identifiziert, bewertet<br />

und gesteuert. Das Management der Risiken erfolgt weitgehend dezentral in den<br />

Fachbereichen, da hier das fachliche Wissen zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung<br />

vorliegt. Damit der Prozess zentral gesteuert wird und in einem für den Konzern<br />

gültigen Gesamtrahmen stattfindet, erfolgt eine Unterstützung des Prozesses<br />

durch das zentrale Risikomanagement. Das Risikofrüherkennungssystem war <strong>2007</strong><br />

Gegenstand einer Prüfung durch die interne Revision.<br />

2008 werden wir die Organisation, die Strategie und die Prozesse des Risikomanagements<br />

aufgrund der neu definierten Mindestanforderungen an das Risikomanagement<br />

und der Anforderungen aus dem Projekt Solvency II neu ausrichten. Schon heute bereiten<br />

wir uns für die zukünftigen quantitativen und qualitativen Anforderungen von<br />

Solvency II vor und nehmen an den Quantitative Impact Studies des Committee of<br />

European Insurance and Occupational Pensions Supervisors (CEIOPS) teil.<br />

Oberstes Ziel unseres konzernweiten Risikomanagementsystems ist die Existenzsicherung<br />

und Substanzerhaltung aller Unternehmen der <strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong>. Daraus<br />

abgeleitet muss das Risikomanagement sicherstellen, dass die Risiken und das zum<br />

Ausgleich dieser Risiken verfügbare Risikokapital in einem gesunden Verhältnis stehen.<br />

Die <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG unterteilt das Gesamtrisiko in einzelne Risikokategorien:<br />

Versicherungstechnische Risiken<br />

Versicherungstechnisch besteht einerseits die Gefahr, dass sich die Rechnungsgrundlagen<br />

der Tarife anders entwickeln als erwartet und Anpassungen von Prämien oder<br />

Bedingungen an diese Veränderungen nicht oder nicht rechtzeitig möglich sind (Änderungsrisiko).<br />

Andererseits besteht die Gefahr, dass Häufigkeit und Höhe der Schäden<br />

zufallsbedingt größer sind als erwartet (Zufallsrisiko). Aus im Voraus festgelegten<br />

Prämien müssen zukünftige Entschädigungen geleistet werden, deren Umfang bei der<br />

Prämienfestsetzung nur geschätzt werden können.<br />

Durch sorgfältige Produktentwicklung unter Nutzung von statistischen Verfahren, eingehende<br />

Risikoprüfungen aller Versicherungsanträge, eine ausreichende Dotierung<br />

der versicherungstechnischen Rückstellungen, Sicherheitszuschläge in der Prämie<br />

sowie durch geeignete Rückversicherungsverträge wird den versicherungstechnischen<br />

Risiken begegnet.<br />

Die bilanzielle Netto-Schadenquote in der <strong>VPV</strong> Allgemeinen Versicherungs-AG erhöhte<br />

sich auf 49,6 % nach 44,0 % im Vorjahr. Aufgrund des positiven versicherungstechnischen<br />

Ergebnisses wurden der Schwankungsrückstellung als Instrument des<br />

Risikoausgleichs über die Zeit rund 2,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr zugeführt.<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 149


150 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

Historie der bilanziellen Netto-Schadenquoten<br />

100 %<br />

90 %<br />

80 %<br />

70 %<br />

60 %<br />

50 %<br />

40 %<br />

30 %<br />

20 %<br />

2001 2002 2003 2004 2005 2006 <strong>2007</strong><br />

Aus der Abwicklung der Schadenrückstellungen für eigene Rechnung ergaben sich<br />

Gewinne.<br />

Kapitalanlagerisiken<br />

Zu beobachten und zu steuern sind:<br />

- Marktänderungsrisiko: Wert- und Kursverluste bei Immobilien, festverzinslichen<br />

Anlagen und Aktien<br />

- Bonitätsrisiko: Abschreibungen durch Forderungsausfälle<br />

- Liquidisierbarkeitsrisiko: Verluste beim Verkauf von Kapitalanlagen zur Begleichung<br />

von unvorhergesehenen Versicherungsleistungen<br />

Die <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG begegnet allen Kapitalanlagerisiken durch eine<br />

sorgfältige Beachtung der aufsichtsrechtlichen Vorgaben wie auch durch die Einhaltung<br />

von innerbetrieblichen Kapitalanlagerichtlinien. Ziel der Anlagepolitik ist demnach,<br />

möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität zu erreichen.<br />

Ein Element zur Kapitalanlagesteuerung ist das Asset-Liability-Management (ALM).<br />

Die <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG führt zusammen mit ihrem Partner Gen Re<br />

Capital GmbH, Köln, regelmäßig ALM-Studien durch. Mittels stochastischer Szenarien<br />

werden wahrscheinlichkeitsbasierte Aussagen über die zukünftige Unternehmenslage<br />

getroffen. Die Projektionen sind Ausgangspunkt für die zukünftige Kapitalanlagenstrategie,<br />

aber auch für die Rückversicherungspolitik.<br />

Darüber hinaus analysiert die <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG die Sensitivität der<br />

Kapitalanlagenbestände laufend mit Simulationen und Stresstests. Eine Verschiebung<br />

der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte und ein gleichzeitiger Aktienkursrückgang<br />

um 20 % hätte eine Wertminderung der Kapitalanlagen um 2,6 Mio. EUR zur Folge.<br />

Durch die überwiegende Zuordnung der Kapitalanlagen zum Anlagevermögen würde<br />

die kurzfristige Stressbelastung jedoch nur zu unwesentlichen Abschreibungen führen.<br />

Die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorgeschriebenen<br />

Stresstests zum 31.12.<strong>2007</strong> wurden in allen Varianten bestanden.<br />

Speziell die Marktänderungs- und Liquiditätsrisiken festverzinslicher Anlagen stehen<br />

seit dem Ausbruch der Subprime-Krise im Jahr <strong>2007</strong> im Vordergrund. Auch die <strong>VPV</strong><br />

Allgemeine Versicherungs-AG ist von dem veränderten Marktumfeld betroffen, jedoch<br />

sind die negativen Auswirkungen beherrschbar. Dies liegt im Wesentlichen daran,


dass unsere Gesellschaft auf Basis von ALM-Studien die Fälligkeitsstruktur ihrer Kapitalanlagen<br />

grundsätzlich so ausgestaltet hat, dass alle Anlagen bis zur Endfälligkeit<br />

durchgehalten werden können. Zwischenzeitlich entstandene Kursverluste von Wertpapieren<br />

aufgrund vorübergehend eingeschränkter Handelbarkeit kommen zwar in<br />

geringeren Zeitwerten dieser Anlagen zum Ausdruck. Es besteht jedoch für die <strong>VPV</strong><br />

Allgemeine Versicherungs-AG keinerlei Notwendigkeit, diese Kursverluste zu realisieren,<br />

da diese Wertpapiere bis zur Endfälligkeit im Bestand gehalten werden können.<br />

Da die Kapitalanlagen der <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG darüber hinaus überwiegend<br />

im Anlagevermögen gehalten werden, führen vorübergehend auftretende Wertminderungen<br />

bei Kapitalanlagen nicht zu einer Belastung des Kapitalanlagenergebnisses,<br />

sondern vielmehr nur zu einem Ausweis erhöhter stiller Lasten. Dies gilt<br />

analog auch für Kursverluste von Assetklassen wie z.B. nachrangige Verbindlichkeiten<br />

von Kreditinstituten, wo die Neubewertung einer ganzen Branche zu entsprechenden<br />

Risikoauf- bzw. Kursabschlägen führt. Wir gehen weiterhin davon aus, dass aufgrund<br />

der hohen durchschnittlichen Kreditqualität unserer Kapitalanlagen mit einem Durchschnittsrating<br />

von AA keine substantiellen Forderungsausfälle zu erwarten sind. Die<br />

gestiegenen Risikoprämien bieten im Gegenzug aber auch attraktive Anlagemöglichkeiten<br />

für fällig gewordene Kapitalanlagen.<br />

Die Einstufung unserer direkt gehaltenen Zinspapiere nach der jeweils niedrigeren<br />

Ratingklasse der Ratingagenturen Standard & Poor’s bzw. Moody’s führt zu folgender<br />

Bonitätsstruktur:<br />

Rating Direktbestand zum 31.12.<strong>2007</strong><br />

AAA<br />

%<br />

71,34<br />

AA+ bis AA- 4,93<br />

A+ bis A- 19,78<br />

BBB+ bis BBB- 3,95<br />

Gesamtportfolio am 31.12.<strong>2007</strong> 100,00<br />

Die Verwaltung der Wertpapieranlagen erfolgt durch die Gen Re Capital GmbH, Köln.<br />

Das Monitoring der Kapitalanlagen insgesamt wird durch das interne Kapitalanlagencontrolling<br />

wahrgenommen. Die Trennung von Handel und Kapitalanlagencontrolling<br />

ist sowohl funktional als auch organisatorisch gewährleistet.<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft<br />

Der Versicherungsbestand wird nur an Rückversicherer mit hohem Rating zediert.<br />

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft<br />

werden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.<br />

Operationale Risiken<br />

Die operationalen Risiken resultieren aus organisatorischen und funktionalen Aspekten<br />

im Bereich der Verwaltung, des Personalwesens und der technischen Ausstattung.<br />

Diesen Risiken wird durch interne Kontrollen und systemseitige Sicherungen begegnet.<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 151


152 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

Rechtliche Risiken<br />

Veränderungsimpulse, ausgehend von zukünftigen gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen<br />

Änderungen, können von weit reichender Bedeutung sein, die neben Chancen<br />

auch Risiken mit sich bringen. Diese Entwicklungen werden laufend verfolgt und<br />

durch Mitarbeit in Gremien und Verbänden antizipiert bzw. erörtert.<br />

Sonstige Anmerkungen<br />

Die vorhandenen Eigenmittel, berechnet nach den aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsvorschriften,<br />

betragen 13,6 Mio. EUR und übersteigen damit die notwendigen Eigenmittel<br />

von 8,0 Mio. EUR. Insoweit werden die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht<br />

(BaFin) für Versicherungsunternehmen erlassenen Solvabilitätsanforderungen<br />

von unserer Gesellschaft erfüllt.<br />

Mit unserem Risikomanagement-System sind Entwicklungen, die sich nachhaltig und<br />

wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können, grundsätzlich<br />

frühzeitig erkennbar. Auf entsprechende Entwicklungen wird mit geeigneten<br />

Steuerungsmaßnahmen reagiert.<br />

Verbandszugehörigkeit<br />

Die <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG ist Mitglied des Gesamtverbandes der Deutschen<br />

Versicherungswirtschaft e.V., Berlin.<br />

Prognosebericht<br />

In den nächsten Jahren stehen der Versicherungsbranche tief greifende Veränderungen<br />

bevor. Im Laufe des ersten Halbjahres 2008 ist mit der Quantitative Impact Study 4<br />

(kurz QIS4 genannt) zu rechnen, deren Eignung als Risikomodell der neuen Solvabilitätsrichtlinie<br />

(Solvency II) es für die Branche zu überprüfen gilt. Mit Solvency II müssen<br />

Versicherer zukünftig ihre Risikostruktur und Kapitalausstattung transparenter gestalten<br />

und das individuelle Risikomanagement verbessern. Hierdurch sollen die<br />

Versicherungsnehmer stärker vor Kapitalverlusten geschützt werden. Ein weiteres<br />

Thema, das die Versicherungsbranche erfasst hat und in den nächsten Jahren noch<br />

bewegen wird, ist die VVG-Reform. Das neue Versicherungsvertragsgesetz ist seit dem<br />

01.01.2008 in Kraft. Für unsere Kunden bedeutet dies, dass sie mehr Rechte und<br />

Transparenz über die Versicherungsverträge erhalten. Dies gilt aber nicht nur für<br />

Neukunden sondern auch für den Altbestand (Vertragsabschlüsse bis 31.12.<strong>2007</strong>), für<br />

den das Reformgesetz ab dem 01.01.2009 anzuwenden ist. Durch die seit dem<br />

01.01.2008 in Kraft getretene Unternehmensteuerreform soll langfristig eine Netto-<br />

Entlastung der Unternehmen erreicht und damit die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes<br />

Deutschlands erhöht werden. Auch für die <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-<br />

AG rechnen wir künftig mit einer Steuerentlastung, die sich positiv auf die Ergebnisabführung<br />

an die <strong>VPV</strong> Holding AG und die Dividende an unseren Minderheitsaktionär<br />

auswirken wird. Die ebenfalls durch die Unternehmenssteuerreform ab dem<br />

01.01.2009 eingeführte Abgeltungsteuer für Kapitalvermögen ist dagegen für Kunden<br />

im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft von untergeordneter Bedeutung. Die<br />

größte Reform des Bilanzrechts seit 20 Jahren ist das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz<br />

(BilMoG). Vorrangiges Ziel der Reform ist, das HGB-Bilanzrecht zu einer vollwertigen<br />

und kostengünstigeren Alternative zur internationalen Rechnungslegung<br />

(IAS/IFRS) weiter zu entwickeln.


Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen lassen für die Schaden- und Unfallversicherer<br />

auch in 2008 keine größeren Effekte für die Beitragsentwicklung erwarten.<br />

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rechnet im laufenden<br />

Jahr mit einem im Vergleich zum Berichtsjahr gleich bleibenden Beitragsniveau.<br />

Die verbesserte wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte dürfte nach einer jahrelangen<br />

Stagnation nicht schlagartig zu einer höheren Nachfrage nach Versicherungsschutz<br />

führen. Zusätzlich begrenzt werden die Wachstumsspielräume durch den<br />

bereits erreichten Grad der Marktdurchdringung und den sich damit ergebenden<br />

Wettbewerb. Beitragserhöhungen aufgrund der vor allem durch das Sturmtief Kyrill<br />

und durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer gestiegenen Schadenaufwendungen<br />

werden in größerem Umfang nicht erwartet. Hier zeigt sich der gestiegene Preiswettbewerb,<br />

der dazu führt, dass die Versicherer von den ansonsten möglichen Prämienanpassungen<br />

zunehmend Abstand nehmen, um umsatzschmälernde Bestandseinbußen<br />

zu vermeiden. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend trotz zunehmender<br />

Naturkatastrophen und wegen des sich verschärfenden Wettbewerbes weiter<br />

fortsetzen wird.<br />

Wir haben unsere Wachstumsstrategie maßgeblich auf die Stärkung profitabler Geschäftsfelder<br />

und eine ertragsorientierte Zeichnungspolitik ausgerichtet. Zur Steigerung<br />

unserer Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltigen Verbesserung des Geschäftsergebnisses<br />

nutzen wir zukünftig den konzerneigenen Maklervertrieb, den die <strong>VPV</strong><br />

Holding AG mit Gründung der Vereinigten Post. Die Makler-AG geschaffen hat. Über<br />

die Vereinigte Post. Die Makler-AG sollen jährlich zusätzlich 20.000 Verträge vermittelt<br />

werden. Daneben erwarten wir mit dem Ausbau unserer Ausschließlichkeitsorganisation<br />

weitere Wachstumsimpulse. Die vor drei Jahren gestartete Ausrichtung unseres<br />

Konzerns in Richtung kundenorientierte Unternehmensführung, die sich beispielsweise<br />

in der Weiterqualifizierung der Berater, einem modernen Agenturmanagement<br />

und der Neuorganisation des Vertriebes niederschlägt, hat sich als Erfolg erwiesen<br />

und wird auch in 2008 weiter fortgesetzt.<br />

Bei unserem Produktmanagement legen wir großen Wert auf einen konstruktiven Dialog<br />

mit dem Vertrieb. Nur so können Trends auf dem Versicherungsmarkt frühzeitig<br />

erkannt und rechtzeitig in die Produktentwicklung eingesteuert werden. Die im letzten<br />

Jahr erfolgreich begonnene Differenzierungsstrategie werden wir auch in Zukunft<br />

weiter umsetzen. Erste Erfolge konnten wir mit bedarfsgerechten Produktpaletten wie<br />

etwa für Senioren oder Familien bereits erzielen. Im Jahre 2008 werden wir zusätzlich<br />

in der Sparte Unfallversicherung die Produktvarianten Basic, Kompakt und Exklusiv<br />

unseren Kunden anbieten. Der Kunde hat dadurch die Möglichkeit, den Versicherungsumfang<br />

entsprechend seinem individuellen Bedarf zu erweitern. Ein weiterer Schwerpunkt<br />

liegt in diesem Jahr in der Entwicklung von Tarifen, die speziell auf die Anforderungen<br />

von Maklern ausgerichtet sind. Hier werden wir mit den Spezialisten der<br />

Vereinigten Post. Die Makler-AG eng zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die<br />

Produkte unserer Gesellschaft über Makler am Markt angeboten und die gesetzten<br />

Wachstumsziele erreicht werden können. Zur Unterstützung unserer Vertriebsaktivitäten<br />

und Verbesserung unseres Service werden wir noch in diesem Jahr die elektronische<br />

Antragsverarbeitung (ELAN) einführen und zusammen mit Verbesserungen in<br />

der Drucksteuerung unsere Verwaltungsprozesse optimieren.<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 153


Mit den ergriffenen Maßnahmen und Initiativen erwarten wir für die vor uns liegenden<br />

Jahre Ergebnisse, die wie in der Vergangenheit auch das Branchenniveau deutlich<br />

übertreffen werden.<br />

Auf dem Kapitalmarkt gehen wir im laufenden Jahr davon aus, dass sich das Zinsniveau<br />

für zehnjährige Bundesanleihen im Durchschnitt um ca. 4 % bewegen wird.<br />

Fünfjährige Staatsanleihen dürften deutlich niedrigere Renditen abwerfen. Das aktuell<br />

ungünstige Umfeld an den Kreditmärkten hat nach jetzigem Erkenntnisstand keine<br />

Belastungen für das Kapitalanlagenergebnis unserer Gesellschaft zur Folge gehabt.<br />

Als langfristig orientierter Investor können wir unsere Anlagen bis zur Endfälligkeit<br />

durchhalten und dabei von der grundsätzlich guten Kreditqualität unserer Kapitalanlagen<br />

profitieren. Wir sehen das aktuelle Kapitalmarktumfeld eher als Chance, sukzessive<br />

attraktive Anlagen außerhalb des Staatsanleihensektors wieder verstärkt wahrzunehmen.<br />

Ob die zu Beginn des Jahres eingetretenen Kursverluste auf unsere<br />

Aktienpositionen zum Jahresende noch Bestand haben und somit ergebnisrelevant<br />

werden, ist aus heutiger Sicht noch nicht absehbar. Grundsätzlich ist in Schwächephasen<br />

auch ein weiterer Aufbau der Aktienquote denkbar. Darüber hinaus könnte auch<br />

eine Aufstockung des Bestandes an Wandelanleihen erfolgen.<br />

Dank<br />

Wir danken allen Beschäftigten im Innen- und Außendienst der Vereinigten Postversicherung<br />

VVaG, der <strong>VPV</strong> Service GmbH und der Vereinigten Post. Die Makler-AG sowie<br />

den Geschäftspartnern für die geleistete Arbeit im zurückliegenden Jahr.<br />

Köln, 04. April 2008<br />

Der Vorstand<br />

154 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

Grundmann Dr. Bücken Hallmann Steck


<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 155


Jahresbilanz zum 31. Dezember <strong>2007</strong><br />

der <strong>VPV</strong> Allgemeinen Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln<br />

Aktiva<br />

EUR EUR EUR<br />

31.12.<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

A. Immaterielle Vermögensgegenstände 267.343,00 487<br />

B. Kapitalanlagen<br />

I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte<br />

und Bauten einschließlich der Bauten<br />

auf fremden Grundstücken 774.350,00 787<br />

II. Sonstige Kapitalanlagen<br />

1. Aktien, Investmentanteile und andere<br />

nicht festverzinsliche Wertpapiere 9.115.979,34 8.869<br />

2. Inhaberschuldverschreibungen und<br />

andere festverzinsliche Wertpapiere 33.144.080,93 27.506<br />

3. Sonstige Ausleihungen<br />

a) Namensschuldverschreibungen 9.483.875,64 7.534<br />

b) Schuldscheinforderungen<br />

und Darlehen 2.000.000,00 2.000<br />

11.483.875,64 9.534<br />

4. Einlagen bei Kreditinstituten 5.400.000,00 1.600<br />

59.143.935,91 47.509<br />

59.918.285,91 48.296<br />

C. Forderungen<br />

I. Forderungen aus dem selbst<br />

abgeschlossenen Versicherungsgeschäft<br />

an:<br />

1. Versicherungsnehmer 1.348.464,84 1.151<br />

2. Versicherungsvermittler 66.009,19 60<br />

1.414.474,03 1.211<br />

II. Abrechnungsforderungen aus dem<br />

Rückversicherungsgeschäft 2.661.806,21 2.525<br />

III. Sonstige Forderungen 268.505,33 323<br />

davon an verbundene Unternehmen:<br />

EUR 12,22 (31.12.2006 TEUR 159)<br />

4.344.785,57 4.059<br />

D. Sonstige Vermögensgegenstände<br />

I. Sachanlagen und Vorräte 6.520,00 33<br />

II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten,<br />

Schecks und Kassenbestand 1.475.611,74 7.729<br />

1.482.131,74 7.762<br />

E. Rechnungsabgrenzungsposten<br />

I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 1.098.757,79 934<br />

II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 287.973,80 202<br />

1.386.731,59 1.136<br />

Summe der Aktiva 67.399.277,81 61.740<br />

Gemäß § 73 VAG bestätige ich, dass das Sicherungsvermögen vorschriftsmäßig angelegt und aufbewahrt ist.<br />

Stuttgart, 24. März 2006; Hervol, Treuhänder<br />

156 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

31.12.2006<br />

in TEUR


Passiva EUR EUR<br />

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten B II der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung<br />

von § 341 f und § 341 g HGB sowie der aufgrund des § 65 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.<br />

Köln, 20. März 2008; Dr. Gauß, Dipl.-Math., Verantwortlicher Aktuar<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

31.12.<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

31.12.2006<br />

in TEUR<br />

A. Eigenkapital<br />

I. Gezeichnetes Kapital 5.113.000,00 5.113<br />

II. Kapitalrücklage 5.239.043,17 5.239<br />

III. Gewinnrücklagen<br />

1. Gesetzliche Rücklage 102.266,49 102<br />

2. Andere Gewinnrücklagen 3.397.733,51 2.554<br />

3.500.000,00 2.656<br />

IV. Bilanzgewinn 0,00 0<br />

13.852.043,17 13.008<br />

B. Versicherungstechnische Rückstellungen<br />

I. Beitragsüberträge<br />

1. Bruttobetrag 11.924.908,00 11.387<br />

2. davon ab:<br />

Anteil für das in Rückdeckung gegebene<br />

Versicherungsgeschäft 0,00 0<br />

11.924.908,00 11.387<br />

II. Rückstellung für noch nicht abgewickelte<br />

Versicherungsfälle<br />

1. Bruttobetrag 18.759.826,00 16.561<br />

2. davon ab:<br />

Anteil für das in Rückdeckung gegebene<br />

Versicherungsgeschäft 2.440.429,00 1.814<br />

16.319.397,00 14.747<br />

III. Schwankungsrückstellung und ähnliche<br />

Rückstellungen 17.432.709,00 14.932<br />

IV. Sonstige versicherungstechnische<br />

Rückstellungen<br />

1. Bruttobetrag 54.478,00 56<br />

2. davon ab:<br />

Anteil für das in Rückdeckung gegebene<br />

Versicherungsgeschäft 0,00 0<br />

54.478,00 56<br />

45.731.492,00 41.122<br />

C. Andere Rückstellungen<br />

I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche<br />

Verpflichtungen 254.825,00 246<br />

II. Steuerrückstellungen 131.603,37 38<br />

III. Sonstige Rückstellungen 108.200,00 103<br />

494.628,37 387<br />

D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung<br />

gegebenen Versicherungsgeschäft 0,00 364<br />

E. Andere Verbindlichkeiten<br />

I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen<br />

Versicherungsgeschäft gegenüber:<br />

1. Versicherungsnehmern 2.048.191,13 2.383<br />

2. Versicherungsvermittler 2.765,32 0<br />

2.050.956,45 2.383<br />

II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem<br />

Rückversicherungsgeschäft 307.310,70 146<br />

III. Sonstige Verbindlichkeiten<br />

davon gegenüber verbundenen Unternehmen:<br />

EUR 4.163.236,95 (31.12.2006 TEUR 3.663)<br />

davon aus Steuern:<br />

EUR 595.392,44 (31.12.2006 TEUR 447)<br />

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:<br />

EUR 0,00 (31.12.2006 TEUR 0)<br />

4.962.847,12 4.330<br />

7.321.114,27 6.859<br />

Summe der Passiva 67.399.277,81 61.740<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 157


Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember <strong>2007</strong><br />

der <strong>VPV</strong> Allgemeinen Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln<br />

I. Versicherungstechnische Rechnung<br />

1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung<br />

a) Gebuchte Bruttobeiträge 42.101.589,48 41.461<br />

b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 2.755.042,53 2.747<br />

39.346.546,95 38.714<br />

c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge*) -538.364,00 -749<br />

d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer<br />

an den Bruttobeitragsüberträgen 0,00 0<br />

-538.364,00 -749<br />

38.808.182,95 37.965<br />

2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung -4.456,71 0<br />

3. Sonstige versicherungstechnische Erträge<br />

für eigene Rechnung 47.554,17 20<br />

4. Aufwendungen für Versicherungsfälle<br />

für eigene Rechnung<br />

a) Zahlungen für Versicherungsfälle<br />

aa) Bruttobetrag 24.463.788,02 21.955<br />

bb) Anteil der Rückversicherer 6.773.057,43 2.959<br />

17.690.730,59 18.996<br />

b) Veränderung der Rückstellung für noch<br />

nicht abgewickelte Versicherungsfälle<br />

aa) Bruttobetrag 2.199.168,00 -6.295<br />

bb) Anteil der Rückversicherer 626.548,00 -3.985<br />

1.572.620,00 -2.310<br />

19.263.350,59 16.686<br />

5. Veränderung der sonstigen versicherungs-<br />

technischen Netto-Rückstellungen*) 1.448,00 -1<br />

6. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb<br />

für eigene Rechnung<br />

a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb<br />

12.601.214,75 12.387<br />

b) davon ab:<br />

Erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen<br />

aus dem in Rückdeckung gegebenen<br />

Versicherungsgeschäft -6.323,76 -1<br />

12.607.538,51 12.388<br />

7. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für<br />

eigene Rechnung 438.037,76 437<br />

8. Zwischensumme 6.543.801,55 8.473<br />

9. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher<br />

Rückstellungen*) -2.500.262,00 -3.794<br />

10. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 4.043.539,55 4.679<br />

*) - = Erhöhung<br />

158 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

EUR<br />

EUR<br />

<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

2006<br />

in TEUR


EUR<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Übertrag: 4.043.539,55 4.679<br />

II. Nichtversicherungstechnische Rechnung<br />

1. Erträge aus Kapitalanlagen<br />

a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen<br />

aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen<br />

Rechten und Bauten einschließlich<br />

der Bauten auf fremden Grundstücken 50.270,00 51<br />

bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 2.529.290,27 2.246<br />

2.579.560,27 2.297<br />

b) Erträge aus Zuschreibungen 0,00 0<br />

c) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 34.978,80 6<br />

2.614.539,07 2.303<br />

2. Aufwendungen für Kapitalanlagen<br />

a) Aufwendungen für die Verwaltung von<br />

Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und<br />

sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 262.523,32 204<br />

b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 333.408,98 457<br />

c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 0,00 36<br />

595.932,30 697<br />

2.018.606,77 1.606<br />

3. Technischer Zinsertrag -13.777,44 -17<br />

2.004.829,33 1.589<br />

4. Sonstige Erträge 78.964,01 34<br />

5. Sonstige Aufwendungen 495.384,50 409<br />

-416.420,49 -375<br />

6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 5.631.948,39 5.893<br />

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 204.399,00 -63<br />

zuzüglich Erstattung an Organträger 2.202.928,00 2.131<br />

2.407.327,00 2.068<br />

8. Sonstige Steuern 4.516,16 5<br />

2.411.843,16 2.073<br />

9. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages<br />

abgeführte Gewinne 2.375.694,91 1.320<br />

10. Jahresüberschuss 844.410,32 2.500<br />

11. Einstellungen in Gewinnrücklagen<br />

a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0<br />

b) in andere Gewinnrücklagen 844.410,32 2.500<br />

844.410,32 2.500<br />

12. Bilanzgewinn 0,00 0<br />

EUR<br />

EUR<br />

<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

2006<br />

in TEUR<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 159


Anhang<br />

160 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

Der Jahresabschluss und Lagebericht wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches<br />

in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen<br />

erstellt.<br />

Bewertungsmethoden für Aktiva<br />

Die sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten<br />

aktiviert und werden entsprechend der Nutzungsdauer linear abgeschrieben.<br />

Die Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten sind mit den Anschaffungsbzw.<br />

Herstellungskosten aktiviert, vermindert um die steuerlich zulässigen Abschreibungen.<br />

Zur Berücksichtigung der voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgten<br />

in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 341 b Abs. 1 in Verbindung<br />

mit § 253 Abs. 2 Satz 3 2. Halbsatz HGB.<br />

Aktien, Investmentanteile, andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Inhaberschuldverschreibungen<br />

und andere festverzinsliche Wertpapiere sind, soweit diese dem<br />

Anlagevermögen zugeordnet sind, mit den Anschaffungskosten, im Falle einer dauerhaften<br />

Wertminderung abzüglich Abschreibungen bilanziert. Die dem Umlaufvermögen<br />

zugeordneten Wertpapiere sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit den Börsenkursen<br />

bewertet, falls letztere niedriger sind. Das Wertaufholungsgebot gemäß § 280<br />

Abs. 1 HGB ist beachtet.<br />

Bei den Inhaberschuldverschreibungen, die nach den Regeln des Anlagevermögens<br />

bewertet sind, werden die Buchwerte über pari ratierlich über die Laufzeit auf den<br />

Nennwert abgeschrieben.<br />

Die sonstigen Ausleihungen (Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen<br />

und Darlehen) sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Agiobeträge werden durch<br />

Rechnungsabgrenzung auf die Laufzeit verteilt.<br />

Die Einlagen bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert bilanziert.<br />

Von den Forderungen an Versicherungsnehmer, die mit den Nennbeträgen angesetzt<br />

sind, ist wegen des allgemeinen Ausfallrisikos neben Einzelwertberichtigungen eine<br />

Pauschalwertberichtigung abgesetzt.<br />

Andere Forderungen und laufende Guthaben bei Kreditinstituten sind jeweils mit dem<br />

Nennwert bilanziert.<br />

Bei den Sachanlagen und Vorräten ist die Betriebs- und Geschäftsausstattung zu den<br />

Anschaffungskosten aktiviert und linear mit den steuerlich zulässigen Sätzen abgeschrieben.<br />

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG werden<br />

grundsätzlich im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.<br />

Die übrigen Aktivposten sind mit den Nominalbeträgen bilanziert.


Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Passiva<br />

Die Beitragsüberträge für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft sind vertragsweise<br />

nach dem pro-rata-temporis-Verfahren berechnet. Bei der Ermittlung der<br />

nicht übertragsfähigen Beitragsteile wird das Schreiben des Bundesministers der<br />

Finanzen vom 30. April 1974 beachtet.<br />

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen<br />

Versicherungsgeschäfts ist nach dem voraussichtlichen Aufwand für<br />

jeden Einzelschaden gebildet.<br />

Die versicherungsmathematische Berechnung der Renten-Deckungsrückstellung erfolgt<br />

unter Zugrundelegung der Basistafel DAV 2006 HUR mit Trend der Tafel DAV 2004<br />

R-B20. Der Rechnungszinsfuß ist mit 2,25 % (Vorjahr: 2,75 %) entsprechend dem<br />

Höchstzinssatz der Deckungsrückstellungsverordnung angesetzt.<br />

Für am Bilanzstichtag nicht bekannte Schadenfälle wird, aufgrund der Erfahrung der<br />

Vergangenheit, eine Spätschadenrückstellung gebildet.<br />

Die Berechnung der Rückstellung für Schadenregulierungskosten erfolgt nach Maßgabe<br />

des Schreibens des Bundesministers der Finanzen vom 2. Februar 1973.<br />

Die von der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des selbst<br />

abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts abgesetzten Rückversicherungsanteile<br />

werden entsprechend den Rückversicherungsverträgen ermittelt.<br />

Die Schwankungsrückstellung ist gemäß § 341 h HGB in Verbindung mit § 29<br />

RechVersV ermittelt.<br />

Die Stornorückstellung ist in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet.<br />

Das Bewertungsverfahren entspricht den tatsächlichen Stornierungen für Vorjahre.<br />

Die Bewertung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt<br />

nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Als Rechnungsgrundlagen dienen<br />

die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von<br />

6 %. Für Versorgungsberechtigte, deren Arbeitsverhältnis seit dem 01.10.2002 auf die<br />

<strong>VPV</strong> Service GmbH übergegangen ist, wird gemäß § 8 des Betriebsüberleitungsvertrages<br />

vom 05.08./07.08.2002 auch weiterhin eine Pensionsrückstellung gebildet.<br />

Die Steuerrückstellungen sind in Höhe des berechneten Steuersolls gebildet.<br />

Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen orientiert sich am voraussichtlichen<br />

Bedarf.<br />

Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft sind ebenso wie<br />

die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und die<br />

sonstigen Verbindlichkeiten mit den Rückzahlungsbeträgen passiviert.<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 161


162 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

Erläuterungen zu den Aktiva der Bilanz<br />

Zu A Immaterielle Vermögensgegenstände und<br />

B Kapitalanlagen<br />

Die Entwicklung der zu diesen Bilanzposten gehörenden Positionen im Geschäftsjahr<br />

ist in Anlage 2 (Seite 172-173) zusammengefasst dargestellt.<br />

Zu E-II Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten<br />

In diesem Posten ist ein Agio für Namensschuldverschreibungen in Höhe von<br />

286.934,53 EUR enthalten.<br />

Erläuterungen zu den Passiva der Bilanz<br />

Zu A-I Gezeichnetes Kapital<br />

Das Grundkapital ist gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 09.07.1999<br />

eingeteilt in 5.113.000 Aktien im Nennbetrag von je 1,00 EUR.<br />

Zu A-II Kapitalrücklage<br />

EUR<br />

Kapitalrücklage aus<br />

- Agio (§ 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB) 409.033,51<br />

- anderen Zuzahlungen (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) 4.830.009,66<br />

Stand am 31.12.<strong>2007</strong> 5.239.043,17<br />

Zu A-III Gewinnrücklagen<br />

EUR<br />

Gesetzliche Rücklage:<br />

Vortrag zum 01.01.<strong>2007</strong> 102.266,49<br />

Einstellungen aus dem Jahresüberschuss <strong>2007</strong> 0,00<br />

Stand zum 31.12. <strong>2007</strong> 102.266,49<br />

EUR<br />

Andere Gewinnrücklagen:<br />

Vortrag zum 01.01.<strong>2007</strong> 2.553.323,19<br />

Einstellungen aus dem Jahresüberschuss <strong>2007</strong> (§ 58 Abs. 2 AktG) 844.410,32<br />

Stand zum 31.12. <strong>2007</strong> 3.397.733,51


Zu B Versicherungstechnische Bruttorückstellungen insgesamt<br />

davon:<br />

B-II-1 Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle<br />

B-III Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen<br />

Zu B Zu B-II-1 Zu B-III<br />

Versicherungstechnische Bruttorückstellung für noch nicht Schwankungsrückstellung und<br />

Bruttorückstellungen insgesamt abgewickelte Versicherungsfälle ähnliche Rückstellungen<br />

Zu C-III Sonstige Rückstellungen<br />

In der Unterposition „Sonstige Rückstellungen“ sind die Rückstellungen für den<br />

Jahresabschluss einschließlich der Veröffentlichung, für den Druckbericht sowie für<br />

Aufbewahrungskosten enthalten.<br />

Zu E Andere Verbindlichkeiten<br />

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.<br />

Anhang<br />

<strong>2007</strong> 2006 <strong>2007</strong> 2006 <strong>2007</strong> 2006<br />

EUR EUR EUR EUR EUR EUR<br />

Unfallversicherung 16.454.282,00 15.789.381,00 10.075.952,00 9.878.388,00 4.299.263,00 3.878.980,00<br />

Haftpflichtversicherung 10.531.145,00 9.267.101,00 3.212.968,00 2.604.692,00 4.918.017,00 4.341.716,00<br />

Feuer- und Sachversicherung; 21.148.620,00 17.859.293,00 5.470.906,00 4.077.578,00 8.215.429,00 6.711.751,00<br />

davon:<br />

a) Verbundene Hausratversicherung 13.454.860,00 12.168.313,00 2.206.063,00 1.626.307,00 7.292.993,00 6.711.475,00<br />

b) Verbundene Gebäudeversicherung 6.921.189,00 4.992.017,00 3.047.608,00 2.253.015,00 922.436,00 276,00<br />

c) Sonstige Sachversicherung 772.571,00 698.963,00 217.235,00 198.256,00 0,00 0,00<br />

Sonstige <strong>Versicherungen</strong> 37.874,00 19.800,00 0,00 0,00 0,00 0,00<br />

Gesamtes selbst abgeschlossenes<br />

Versicherungsgeschäft 48.171.921,00 42.935.575,00 18.759.826,00 16.560.658,00 17.432.709,00 14.932.447,00<br />

Gesamtes in Rückdeckung<br />

übernommenes Versicherungsgeschäft 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00<br />

Gesamtes<br />

Versicherungsgeschäft 48.171.921,00 42.935.575,00 18.759.826,00 16.560.658,00 17.432.709,00 14.932.447,00<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 163


Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung<br />

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember <strong>2007</strong><br />

Zu I-1 Gebuchte Bruttobeiträge<br />

Verdiente Bruttobeiträge<br />

Verdiente Nettobeiträge<br />

Zu I-1 Zu I-1 Zu I-1<br />

Gebuchte Bruttobeiträge Verdiente Bruttobeiträge Verdiente Nettobeiträge<br />

<strong>2007</strong> 2006 <strong>2007</strong> 2006 <strong>2007</strong> 2006<br />

EUR EUR EUR EUR EUR EUR<br />

Unfallversicherung 8.506.841,65 8.299.231,56 8.459.202,65 8.156.093,56 7.876.272,25 7.502.136,20<br />

Haftpflichtversicherung 6.936.524,09 6.729.829,61 6.859.163,09 6.585.588,61 6.137.109,96 5.974.956,18<br />

Feuer- und Sachversicherung; 26.630.012,34 26.410.462,78 26.234.722,34 25.964.427,78 24.784.663,34 24.482.104,48<br />

davon:<br />

a) Verbundene Hausratversicherung 14.152.819,26 14.429.640,16 14.024.757,26 14.216.505,16 13.562.051,26 13.695.491,16<br />

b) Verbundene Gebäudeversicherung 10.631.383,77 10.239.557,32 10.418.695,77 10.042.407,32 9.482.342,77 9.132.098,02<br />

c) Sonstige Sachversicherung 1.845.809,31 1.741.265,30 1.791.269,31 1.705.515,30 1.740.269,31 1.654.515,30<br />

Sonstige <strong>Versicherungen</strong> 28.211,40 21.819,68 10.137,40 6.093,68 10.137,40 6.093,68<br />

Gesamtes selbst abgeschlossenes<br />

Versicherungsgeschäft 42.101.589,48 41.461.343,63 41.563.225,48 40.712.203,63 38.808.182,95 37.965.290,54<br />

Gesamtes in Rückdeckung<br />

übernommenes Versicherungsgeschäft 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00<br />

Gesamtes<br />

Versicherungsgeschäft 42.101.589,48 41.461.343,63 41.563.225,48 40.712.203,63 38.808.182,95 37.965.290,54<br />

164 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

Zu I-2 Technischer Zinsertrag f.e.R.<br />

Bei dem Posten „Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung“ handelt es sich um<br />

die Zinszuführung aus dem arithmetischen Mittel des Anfangs- und Endbestandes der<br />

Brutto-Renten-Deckungsrückstellung in der selbst abgeschlossenen Unfallversicherung.<br />

Hiervon wird der Rückversicherungsanteil in Höhe der gezahlten Depotzinsen<br />

in Abzug gebracht.


Zu I-4 Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle<br />

I-6 Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb<br />

Rückversicherungssaldo<br />

I-10 Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R.<br />

Zu I-4 Zu I-6 Zu I-10<br />

Bruttoaufwendungen für Bruttoaufwendungen für Rückversicherungssaldo Versicherungstechnisches<br />

Versicherungsfälle den Versicherungsbetrieb Ergebnis f.e.R.<br />

Zu I-4 Aufwendungen für Versicherungsfälle f.e.R.<br />

Für das gesamte Versicherungsgeschäft ergibt sich aus der Abwicklung der aus dem<br />

Vorjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle<br />

ein Gewinn in Höhe von 2,6 Mio. EUR.<br />

Anhang<br />

<strong>2007</strong> 2006 <strong>2007</strong> 2006 <strong>2007</strong> 2006 <strong>2007</strong> 2006<br />

EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR<br />

Unfallversicherung 2.558.807,33 2.609.264,86 2.824.495,96 2.735.552,85 176.388,63 117.919,48 2.484.971,47 2.366.940,27<br />

Haftpflichtversicherung 3.952.332,21 -381.788,85 2.123.190,01 1.944.101,09 578.673,13 2.216.251,23 -365.592,83 -406.605,43<br />

Feuer- und Sachversicherung; 20.151.816,48 13.432.334,81 7.646.475,97 7.702.155,35 -5.393.300,90 1.439.865,04 1.921.076,32 2.717.783,14<br />

davon:<br />

a) Verbundene<br />

Hausratversicherung 6.641.192,08 5.960.970,91 4.551.864,07 4.651.464,57 361.380,37 521.014,00 1.681.957,04 2.539.673,49<br />

b) Verbundene<br />

Gebäudeversicherung 12.563.790,72 6.534.087,98 2.410.302,13 2.393.374,44 -5.726.923,77 977.999,92 49.237,30 6.446,79<br />

c) Sonstige Sachversicherung 946.833,68 937.275,92 684.309,77 657.316,34 -27.757,50 -59.148,88 189.881,98 171.662,86<br />

Sonstige <strong>Versicherungen</strong> 0,00 0,00 7.052,81 5.454,91 0,00 0,00 3.084,59 638,77<br />

Gesamtes selbst<br />

abgeschlossenes<br />

Versicherungsgeschäft<br />

Gesamtes in Rückdeckung<br />

übernommenes<br />

26.662.956,02 15.659.810,82 12.601.214,75 12.387.264,20 -4.638.239,14 3.774.035,75 4.043.539,55 4.678.756,75<br />

Versicherungsgeschäft 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00<br />

Gesamtes<br />

Versicherungsgeschäft 26.662.956,02 15.659.810,82 12.601.214,75 12.387.264,20 -4.638.239,14 3.774.035,75 4.043.539,55 4.678.756,75<br />

Abschlussaufwendungen - - 6.364.561,79 5.561.545,15 - - - -<br />

Verwaltungsaufwendungen - - 6.236.652,96 6.825.719,05 - - - -<br />

Gesamtes<br />

Versicherungsgeschäft 26.662.956,02 15.659.810,82 12.601.214,75 12.387.264,20 -4.638.239,14 3.774.035,75 4.043.539,55 4.678.756,75<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 165


166 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

Sonstige Angaben<br />

Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge<br />

(§ 51 Abs. 4 Nr. 1 Buchstabe i RechVersV)<br />

<strong>2007</strong> 2006<br />

Stück Stück<br />

Unfallversicherung 151.177 148.135<br />

Haftpflichtversicherung 138.674 136.307<br />

Feuer- und Sachversicherung;<br />

davon:<br />

308.487 309.235<br />

a) Verbundene Hausratversicherung 181.494 183.692<br />

b) Verbundene Gebäudeversicherung 61.921 60.771<br />

c) Sonstige Sachversicherung 65.072 64.772<br />

Sonstige <strong>Versicherungen</strong> 113 13<br />

Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft 598.451 593.690<br />

Beschäftigte<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 7 HGB)<br />

Im Geschäftsjahr hatte die <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG keine Beschäftigten. Die<br />

Arbeitsverhältnisse der Arbeitnehmer sind seit dem 01.10.2002 im Wege der Betriebsüberleitung<br />

auf die <strong>VPV</strong> Service GmbH übergegangen.<br />

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter,<br />

Personalaufwendungen<br />

(§ 51 Abs. 5 RechVersV i.V.m. § 285 Satz 1 Nr. 8 Buchstabe b HGB)<br />

<strong>2007</strong> 2006<br />

TEUR TEUR<br />

1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter<br />

im Sinne von § 92 HGB für das selbst abgeschlossene<br />

Versicherungsgeschäft<br />

2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter<br />

2.807 2.851<br />

im Sinne von § 92 HGB 397 298<br />

3. Löhne und Gehälter 0 0<br />

4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 0 0<br />

5. Aufwendungen für Altersversorgung 0 1<br />

6. Aufwendungen insgesamt 3.204 3.150


Angaben zum Zeitwert der Kapitalanlagen und zu den in die<br />

Überschussbeteiligung einzubeziehenden Bewertungsreserven<br />

(§§ 54, 55 und 56 RechVersV)<br />

Bilanz- und Zeitwerte der Kapitalanlagen<br />

Bilanzwert Zeitwert<br />

Aktivposten zum 31.12.<strong>2007</strong> zum 31.12.<strong>2007</strong><br />

EUR EUR<br />

B I. Grundstücke, grundstücksgleiche<br />

Rechte und Bauten einschließlich<br />

der Bauten auf fremden<br />

Grundstücken 774.350,00 774.350,00<br />

B II. Sonstige Kapitalanlagen<br />

1. Aktien, Investmentanteile und andere<br />

nicht festverzinsliche Wertpapiere<br />

2. Inhaberschuldverschreibungen und<br />

9.115.979,34 9.204.348,73<br />

andere festverzinsliche Wertpapiere<br />

3. Sonstige Ausleihungen<br />

a) Namensschuldverschreibungen<br />

33.144.080,93 32.330.096,61<br />

einschließlich Agio<br />

b) Schuldscheinforderungen<br />

9.770.810,17 9.747.649,15<br />

und Darlehen 2.000.000,00 2.028.339,80<br />

4. Einlagen bei Kreditinstituten 5.400.000,00 5.400.000,00<br />

Insgesamt 60.205.220,44 59.484.784,29<br />

Die Ermittlung der Zeitwerte für die Grundstücke unter Posten B I. erfolgt gemäß § 55<br />

RechVersV nach der Ertragswert-Methode. Die Zeitwerte der übrigen Kapitalanlagen<br />

werden nach § 56 RechVersV ermittelt. Für die unter Posten B II. zu Anschaffungskosten<br />

bilanzierten Kapitalanlagen sind als Zeitwerte die entsprechenden Börsenkurse<br />

angesetzt. Für die zum Nennwert bilanzierten Kapitalanlagen erfolgt die Zeitwertermittlung<br />

unter Zugrundelegung von Zinsstrukturkurven. Die angewandten<br />

Methoden entsprechen der Empfehlung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft<br />

e.V. (GDV).<br />

Für die dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dienenden Wertpapiere beträgt der Bilanzwert<br />

31.459.514,93 EUR und der Zeitwert 30.638.505,41 EUR.<br />

Unsere Gesellschaft hatte zum Stichtag 31.12.<strong>2007</strong> keine anspruchsberechtigten Verträge<br />

für eine Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Bewertungsreserven im<br />

Bestand.<br />

Anhang<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 167


168 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 9 HGB)<br />

Die Vergütung des Vorstands bei der Vereinigten Postversicherung VVaG gilt zugleich<br />

als Entgelt für die Tätigkeit bei der <strong>VPV</strong> Allgemeinen Versicherungs-AG.<br />

Wir machen Gebrauch von der Klausel § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Angabe für die<br />

Bezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder.<br />

Der Aufsichtsrat erhielt Vergütungen in Höhe von 78.300,38 EUR.<br />

Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 10 HGB)<br />

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind auf Seite 139 dieses Berichts<br />

aufgeführt.<br />

Konzernabschluss<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 14 HGB)<br />

Die <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG ist durch Ergebnisabführungsvertrag mit der<br />

<strong>VPV</strong> Holding AG verbunden. Die <strong>VPV</strong> Holding AG hält einen Aktienanteil von 74,9 %.<br />

Die Mitteilung des Minderheitsaktionärs HUK-Coburg (Aktienanteil von 25,1 %) ist<br />

gemäß § 20 AktG erfolgt.<br />

Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der<br />

Vereinigten Postversicherung VVaG einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz<br />

unserer Gesellschaft erhältlich, die Veröffentlichung erfolgt im elektronischen<br />

Bundesanzeiger.<br />

Stille Lasten in Finanzinstrumenten<br />

(§ 285 Satz 1 Nr. 19 HGB)<br />

Stille Lasten sind bei den Kapitalanlagen, die wie Anlagevermögen bewertet werden,<br />

vorhanden. Diese betreffen Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche<br />

Wertpapiere in Höhe von 859 TEUR (Vorjahr: 363 TEUR).<br />

Köln, 04. April 2008<br />

Der Vorstand<br />

Grundmann Dr. Bücken Hallmann Steck


Bestätigungsvermerk<br />

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung<br />

sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der <strong>VPV</strong><br />

Allgemeine Versicherungs-AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember<br />

<strong>2007</strong> geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und<br />

Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden<br />

Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft.<br />

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung<br />

eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und<br />

über den Lagebericht abzugeben.<br />

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom<br />

Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger<br />

Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und<br />

durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des<br />

durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung<br />

und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und<br />

Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei<br />

der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit<br />

und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die<br />

Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die<br />

Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise<br />

für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend<br />

auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten<br />

Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands<br />

sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.<br />

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage<br />

für unsere Beurteilung bildet.<br />

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.<br />

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse<br />

entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden<br />

Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger<br />

Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der<br />

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang<br />

mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der<br />

Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung<br />

zutreffend dar.<br />

Stuttgart, 22. April 2008<br />

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft<br />

Aktiengesellschaft<br />

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft<br />

Martin Berger Katrin Renner<br />

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 169


170 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

Bericht des Aufsichtsrats<br />

Der Aufsichtsrat der <strong>VPV</strong> Allgemeinen Versicherungs-AG hat die Geschäftsführung<br />

des Vorstands entsprechend den nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben<br />

laufend überwacht. Er wurde durch den Vorstand regelmäßig und ausführlich über<br />

die Geschäftsentwicklung und die Lage des Unternehmens unterrichtet. Der Vorstand<br />

lieferte fundierte Informationen zu allen geforderten Punkten. Sämtliche Themen<br />

wurden im angemessenen Umfang erörtert. Der Vorstand erteilte alle verlangten<br />

Auskünfte und beantwortete Nachfragen ausführlich. Bei sämtlichen Angelegenheiten<br />

des Tagesgeschäfts, die eine Mitwirkung des Aufsichtsrats erforderten, fassten<br />

die Mitglieder des Aufsichtsrats die notwendigen Beschlüsse. Die jeweilige Lage der<br />

Gesellschaft ist in vier Sitzungen eingehend erörtert und beraten worden. Zwischen<br />

den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand durch schriftliche Berichte, insbesondere<br />

Quartalsberichte, über wesentliche Geschäftsentwicklungen informiert.<br />

Zur Unterstützung seiner Tätigkeit hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte Ausschüsse<br />

gebildet. Der Personalausschuss befasst sich insbesondere mit den personellen Angelegenheiten<br />

der Vorstandsmitglieder. Er hat im Berichtsjahr zweimal getagt. Durch<br />

den Finanzausschuss werden die Vermögensanlagen von besonderer Bedeutung genehmigt.<br />

Er kam im Jahr <strong>2007</strong> zu einer Sitzung zusammen. Der Bilanzausschuss hat<br />

in einer Sitzung zusammen mit dem Wirtschaftsprüfer den <strong>Geschäftsbericht</strong> und den<br />

Prüfungsbericht des Prüfers erörtert.<br />

Der Aufsichtsrat befasste sich insbesondere mit grundsätzlichen und strategischen<br />

Fragen der Geschäftspolitik. Die Unternehmensplanung und -entwicklung waren ein<br />

wesentlicher Punkt der Erörterungen. Über die Entwicklungen im Vertrieb und beim<br />

Neugeschäft hat der Vorstand regelmäßig und ausführlich berichtet.<br />

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr <strong>2007</strong> wurde durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft<br />

KPMG, Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,<br />

Berlin und Frankfurt/Main, geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Beanstandungen<br />

Anlass gegeben. Die ordnungsmäßigen Bestätigungsvermerke des<br />

Prüfers liegen vor. Zu dem Prüfungsergebnis haben wir keine Bemerkungen zu<br />

machen.<br />

Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine<br />

Einwendungen gegen den Jahresabschluss <strong>2007</strong> und den Lagebericht des Vorstands.<br />

Er billigt den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, der damit gemäß § 172<br />

AktG festgestellt ist.<br />

Der Aufsichtsrat dankt allen Beschäftigten der Vereinigten Postversicherung VVaG,<br />

<strong>VPV</strong> Service GmbH und Vereinigten Post. Die Makler-AG und dem Vorstand für die im<br />

Jahre <strong>2007</strong> geleistete Arbeit.<br />

Stuttgart, 02. Mai 2008<br />

Der Aufsichtsrat<br />

Werner Schorn<br />

Vorsitzender


Weitere Angaben zum Lagebericht <strong>2007</strong><br />

Versicherungszweiggruppen, Versicherungszweige und -arten<br />

a) Unfallversicherung<br />

- Einzelunfallversicherung ohne Beitragsrückgewähr<br />

- Gruppen-Unfallversicherung ohne Beitragsrückgewähr<br />

b) Haftpflichtversicherung<br />

- Privathaftpflichtversicherung<br />

- Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung<br />

- Umwelt-Haftpflichtversicherung<br />

- Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung<br />

- übrige und nicht aufgegliederte Haftpflichtversicherungen<br />

c) Feuer- und Sachversicherung;<br />

davon:<br />

aa) Verbundene Hausratversicherung<br />

bb) Verbundene Gebäudeversicherung<br />

- Verbundene Wohngebäudeversicherung<br />

cc) Sonstige Sachversicherung<br />

- Glasversicherung<br />

- Reisegepäckversicherung<br />

d) Sonstige <strong>Versicherungen</strong><br />

- Arbeitslosigkeitsversicherung<br />

Anlage 1<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 171


Weitere Angaben zum Anhang<br />

Entwicklung der Aktivposten A, B I bis B II im Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Bilanzwerte<br />

Aktivposten Vorjahr<br />

EUR<br />

A. Immaterielle Vermögensgegenstände<br />

1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 486.696,00<br />

B I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten<br />

einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 787.175,00<br />

B II. Sonstige Kapitalanlagen<br />

1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht<br />

festverzinsliche Wertpapiere 8.869.631,88<br />

2. Inhaberschuldverschreibungen und andere<br />

festverzinsliche Wertpapiere 27.505.697,57<br />

3. Sonstige Ausleihungen<br />

a) Namensschuldverschreibungen 7.533.875,64<br />

b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 2.000.000,00<br />

4. Einlagen bei Kreditinstituten 1.600.000,00<br />

Summe B II. 47.509.205,09<br />

Summe B 48.296.380,09<br />

Insgesamt 48.783.076,09<br />

*) Gemäß Einbringungs- und Bestandsübertragungsvertrag vom 10. Mai 2004<br />

172 · <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG


Zugänge Umbuchungen Abgänge Zuschreibungen Abschreibungen Bilanzwerte<br />

Geschäftsjahr<br />

EUR EUR EUR EUR EUR EUR<br />

Anlage 2<br />

- - - - 219.353,00 267.343,00<br />

- - - - 12.825,00 774.350,00<br />

508.568,44 - - - 262.220,98 9.115.979,34<br />

10.947.037,00 - 5.304.040,64 - 4.613,00 33.144.080,93<br />

6.250.000,00 - 4.300.000,00 - - 9.483.875,64<br />

- - - - - 2.000.000,00<br />

3.800.000,00 - - - - 5.400.000,00<br />

21.505.605,44 - 9.604.040,64 - 266.833,98 59.143.935,91<br />

21.505.605,44 - 9.604.040,64 - 279.658,98 59.918.285,91<br />

21.505.605,44 - 9.604.040,64 - 499.011,98 60.185.628,91<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG · 173


Helden des Alltags haben ein Anrecht<br />

auf eine risikofreie Vorsorge.


<strong>Geschäftsbericht</strong> <strong>2007</strong><br />

VEREINIGTE POSTVERSICHERUNG<br />

Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit<br />

Konzern


Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern<br />

Geschäftsentwicklung im Überblick<br />

<strong>2007</strong> 2006 2005<br />

Versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. im<br />

Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft Mio. EUR 4,0 4,7 0,7<br />

Lebensversicherungsgeschäft Mio. EUR 13,3 -7,3 22,9<br />

Kapitalanlagenbestand Mio. EUR 8.078,8 8.039,4 7.943,3<br />

Nettoergebnis der Kapitalanlagen aus dem<br />

Lebensversicherungsgeschäft Mio. EUR 312,0 308,3 333,6<br />

Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft Mio. EUR 2,0 1,6 1,5<br />

Laufende Durchschnittsverzinsung in % 4,0 4,2 4,2<br />

Nettoverzinsung der Kapitalanlagen in % 3,9 3,9 4,2<br />

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit Mio. EUR 9,7 -6,7 20,0<br />

Steuern Mio. EUR 4,2 -2,0 9,8<br />

Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag Mio. EUR 5,5 -4,7 10,2<br />

Eigenkapital Mio. EUR 61,2 56,3 61,3<br />

Versicherungstechnische Rückstellungen Mio. EUR 5.915,3 5.820,9 5.703,8<br />

Rückstellung für erfolgsabhängige<br />

und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung Mio. EUR 288,3 291,6 271,8<br />

Bilanzsumme Mio. EUR 8.409,0 8.345,3 8.232,6<br />

Beschäftigte (Quartalsdurchschnitt) insgesamt Anzahl 832 856 864<br />

davon:<br />

Angestellte im Innendienst Anzahl 587 611 613<br />

Angestellte im Außendienst Anzahl 245 245 251<br />

176 · Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern


Bericht des Vorstands<br />

über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Lagebericht<br />

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung<br />

Risikoadäquate Preise zu erzielen stand auf den Versicherungsmärkten auch <strong>2007</strong> im<br />

Vordergrund. Für die meisten Marktteilnehmer hatte selektives und ertragsorientiertes<br />

Underwriting Priorität. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung beeinflusste die<br />

Prämienentwicklung in der Assekuranz stark, insbesondere in der Schaden- und<br />

Unfallversicherung. Bei der Marktentwicklung der Lebensversicherung spielten neben<br />

den gesamtwirtschaftlichen Einflüssen vor allem Veränderungen im rechtlichen und<br />

steuerlichen Umfeld eine bedeutende Rolle.<br />

Steigende Ölpreise und ein starker Euro, Anzeichen für eine Inflation und vor allem<br />

Spannungen im internationalen Finanzsystem infolge der Subprime-Krise in den USA<br />

stellten erhebliche Risiken für die Wirtschaftsentwicklung dar. Gestützt wurde die<br />

Konjunktur im Berichtsjahr von Unternehmensinvestitionen und dem Export, während<br />

der private Konsum stagnierte.<br />

Auf den internationalen Aktienmärkten entwickelten sich die Kurse <strong>2007</strong> überwiegend<br />

moderat positiv. So stieg der EURO STOXX 50 um knapp 7 %, während in den USA der<br />

Standard & Poor’s Index um gut 3,5 % zulegte. Der DAX hingegen konnte sich um<br />

etwa 22 % verbessern.<br />

Angesichts positiver Konjunkturerwartungen wuchs die Rendite zehnjähriger<br />

deutscher Staatsanleihen seit Jahresanfang von 3,9 % auf zunächst knapp 4,7 %.<br />

Die Krise auf dem US-Markt für schlecht besicherte Hypothekenkredite und die sich<br />

eintrübenden Konjunkturaussichten trugen jedoch dazu bei, dass die Rendite in<br />

Deutschland wieder bis auf 4,3 % zurückging.<br />

Konzernaufbau und -aktivitäten<br />

Muttergesellschaft des <strong>VPV</strong>-Konzerns ist die Vereinigte Postversicherung VVaG. Innerhalb<br />

unseres Konzerns wird sowohl das Lebensversicherungs- als auch das Schadenund<br />

Unfallversicherungsgeschäft betrieben. Die Tochtergesellschaft <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

betreibt das Lebensversicherungsgeschäft in der Bundesrepublik<br />

Deutschland. Hieran ist die Vereinigte Postversicherung VVaG seit dem Jahre 2005<br />

für einen ausgewählten Tarif des Neugeschäfts in Form der 1%igen Mitversicherung<br />

beteiligt. Die <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG betreibt die Schaden- und Unfallversicherung<br />

in den Versicherungszweigen und -arten Unfall, Haftpflicht, Verbundene<br />

Hausrat, Verbundene Gebäude, Glas, Reisegepäck und Arbeitslosigkeit.<br />

Die einheitliche Steuerung der Beteiligungen ist wesentliche Aufgabe der <strong>VPV</strong> Holding<br />

AG, die als Zwischenholding in den Konzern eingebunden ist.<br />

Die Unterstützung der Konzernunternehmen bei der Anbahnung, Pflege und Weiterentwicklung<br />

von Kundenbeziehungen, der Betrieb eines Kunden-Service-Centers sowie<br />

die Dienstleistungserbringung im Bereich Zentraleinkauf, Logistik, Dokumentenund<br />

Fuhrparkmanagement sind Gegenstand der von der <strong>VPV</strong> Holding AG gegründeten<br />

<strong>VPV</strong> Service GmbH.<br />

Im Berichtsjahr hat die <strong>VPV</strong> Holding AG eine weitere Gesellschaft, die Vereinigte<br />

Post. Die Makler-AG mit Sitz in Köln, gegründet. Diese Gesellschaft vermittelt <strong>Versicherungen</strong>,<br />

Bausparverträge, Finanzierungen, Investmentgeschäfte und Immobilien<br />

als Versicherungsmakler und ergänzt damit unsere Ausschließlichkeitsorganisation.<br />

Über diesen neuen, für den <strong>VPV</strong>-Konzern strategisch bedeutsamen Vertriebskanal<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern · 177


178 · Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern<br />

werden auch die Produkte der Tochtergesellschaften <strong>VPV</strong>-Lebensversicherungs-AG<br />

und <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG vermittelt. Die Vereinigte Post. Die Makler-AG<br />

hat ihre operative Tätigkeit zum 01. Oktober <strong>2007</strong> aufgenommen.<br />

Parallel zur Maklerorganisation werden auch weiterhin <strong>Versicherungen</strong> in nicht von<br />

Konzerngesellschaften betriebenen Versicherungszweigen über die <strong>VPV</strong> Vermittlungs-<br />

GmbH an fremde Unternehmen vermittelt. Neben <strong>Versicherungen</strong> vermittelt die <strong>VPV</strong><br />

Vermittlungs-GmbH auch Bausparverträge und Finanzierungen sowie Bankprodukte<br />

und Investmentfondsanlagen.<br />

Nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind die <strong>VPV</strong> Grundstücksverwaltung<br />

GmbH & Co. KG sowie die <strong>VPV</strong> Beteiligungs-GmbH. Die Geschäftstätigkeit der <strong>VPV</strong><br />

Beteiligungs-GmbH liegt in der Komplementärstellung für die <strong>VPV</strong> Grundstücksverwaltung<br />

GmbH & Co. KG. Gegenstand der <strong>VPV</strong> Grundstücksverwaltung GmbH & Co.<br />

KG ist der Erwerb, die Vermietung, die Verwertung und die Verwaltung von Grundbesitz.<br />

Ebenfalls nicht einbezogen ist die <strong>VPV</strong> Beratungsgesellschaft für Altersversorgung<br />

mbH, die auf dem Gebiet der Akquisition und Beratung zur betrieblichen Altersversorgung<br />

tätig ist.<br />

Der gesamte Lebensversicherungsbestand der Vereinigten Postversicherung VVaG ist<br />

im Jahre 2004 auf die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG übertragen worden. Durch die<br />

Zusammenführung beider Bestände ist der <strong>VPV</strong>-Konzern in seiner Marktposition gestärkt<br />

und das einheitliche Erscheinungsbild der <strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong> im deutschen<br />

Lebensversicherungsmarkt deutlich hervorgehoben worden.<br />

Mit der Konzernumstrukturierung haben sich lediglich die Beteiligungsverhältnisse<br />

innerhalb des Konzerns geändert. Die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG gehört weiterhin<br />

zu einhundert Prozent dem Konzern an. Es erfolgte keine Auflösung des Versicherungsvereins.<br />

Die Organe aller Konzerngesellschaften halten nach wie vor an der Struktur<br />

eines Versicherungsvereins an der Konzernspitze und damit an dem Gegenseitigkeitsgedanken<br />

des Versicherungsvereins fest.<br />

Eine Übersicht der aktuellen Konzernstruktur ist auf der 4. Umschlagsseite dargestellt.<br />

Geschäftsergebnis<br />

Der Konzernjahresüberschuss beläuft sich im Berichtsjahr auf 5,5 Mio. EUR, nachdem<br />

im Vorjahr noch ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 4,7 Mio. EUR zu verzeichnen<br />

war. Ursächlich für diese Verbesserung des Ergebnisses waren unter anderem die kapitalmarktbedingten<br />

Zuschreibungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR),<br />

die Abschreibungen auf Investmentfonds in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 14,4 Mio.<br />

EUR) und die ertragswirksame Auflösung der Rückstellung für latente Steuern in<br />

Höhe von 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 5,6 Mio EUR). Für letztere resultierten 2,1 Mio. EUR<br />

aus der Steuersatzänderung von bisher 39,16 % auf 30,53 %, die durch die Unternehmenssteuerreform<br />

2008 bedingt ist. Insgesamt ergibt sich dadurch für das Geschäftsjahr<br />

ein Ertrag von 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: Aufwand von 8,8 Mio. EUR).<br />

Unter Berücksichtigung der Einstellungen von 4,9 Mio. EUR in andere Gewinnrücklagen<br />

sowie dem anderen Gesellschaftern zustehenden Gewinn von 0,6 Mio. EUR<br />

konnte insgesamt wie im Vorjahr ein neutrales Konzernergebnis erreicht werden.


Geschäftsentwicklung Lebensversicherung<br />

In der deutschen Lebensversicherungsbranche fällt das Neugeschäft im Vergleich<br />

zum Vorjahr erwartungsgemäß niedriger aus.<br />

Der <strong>VPV</strong>-Konzern hat im Geschäftsjahr <strong>2007</strong> im gesamten eingelösten Neugeschäft<br />

erneut besser als die Branche insgesamt abgeschnitten. Insbesondere die Einmalbeiträge<br />

sind gegenüber dem Vorjahr nochmals kräftig gestiegen.<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Der eingelöste Beitragszugang (laufender Jahresbeitrag) aus dem eingelösten Neugeschäft<br />

beträgt 22,9 Mio. EUR. Damit konnte das starke Neugeschäft des Vorjahres<br />

in Höhe von 24,0 Mio. EUR nicht ganz erreicht werden. Der Rückgang liegt bei 4,7 %<br />

(Vorjahr: Zuwachs von 45,5 %). Der Rückgang der Branche beläuft sich auf 1,7 % nach<br />

15 % Zuwachs im Vorjahr.<br />

Das gesamte eingelöste Neugeschäft erhöhte sich dagegen um 18,1 % (Branche 1,3 %)<br />

auf insgesamt 50,1 Mio. EUR. Zu dieser erfreulichen Entwicklung trug das Einmalbeitragsgeschäft<br />

bei, das gegenüber dem Vorjahr um 47,8 % auf 27,2 Mio. EUR gesteigert<br />

werden konnte.<br />

Trotz des starken Neugeschäfts konnten die weiter auf hohem Niveau liegenden natürlichen<br />

Vertragsabgänge im Geschäftsjahr nicht kompensiert werden. Der gesamte<br />

Lebensversicherungsbestand – gemessen am statistischen Jahresbeitrag – hat sich<br />

dadurch um 1,4 % auf 496,0 Mio. EUR vermindert. Die Stornoquote erhöhte sich im<br />

Berichtsjahr nur leicht auf 4,4 % nach 4,2 % im Vorjahr. Damit liegt die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

nach wie vor deutlich besser als der Markt (5,0 %). Am Jahresende<br />

verwalteten wir rund 1,2 Mio. Verträge.<br />

Die gebuchten Bruttobeiträge haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,9 % auf<br />

503,7 Mio. EUR vermindert. Diese Entwicklung steht ebenfalls im Zusammenhang mit<br />

der hohen Zahl von Vertragsabläufen, die aus Jahren mit sehr hohem Neugeschäftswachstum<br />

stammen.<br />

Innerhalb der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb sind die Abschlusskosten<br />

von 48,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 50,5 Mio. EUR im Berichtsjahr gestiegen. Der Anstieg<br />

hängt im Wesentlichen mit der Neugeschäftssteigerung sowie vorgenommener<br />

Investitionen in den Außendienst und Marketing zusammen. Die Beitragssumme im<br />

eingelösten Neugeschäft hingegen ist leicht gesunken. Dadurch erhöhte sich der Abschlusskostensatz.<br />

Er beträgt 9,3 % nach 8,8 % im Vorjahr.<br />

Die Verwaltungskosten konnten im Geschäftsjahr von 19,2 Mio. EUR um 9,6 % auf<br />

17,4 Mio. EUR gesenkt werden. Der Verwaltungskostensatz verbesserte sich im Berichtsjahr<br />

dadurch von 3,8 % auf 3,4 %. Im Jahr 2008 wollen wir weitere Kostenreduktionen<br />

über Prozessoptimierungen im Innen- und Außendienst erreichen.<br />

Aus dem Gesamtüberschuss haben wir 54,4 Mio. EUR (Vorjahr: 73,3 Mio. EUR) der<br />

Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugeführt und dort für die künftige Überschussbeteiligung<br />

unserer Kunden reserviert. Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung<br />

beträgt am Bilanzstichtag 288,3 Mio. EUR (Vorjahr: 291,6 Mio. EUR).<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern · 179


180 · Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern<br />

Die laufende Verzinsung beträgt unverändert 3,5 %, soweit den Verträgen nicht ein<br />

höherer Rechnungszins zu Grunde liegt. Neben der laufenden Verzinsung erhalten die<br />

Verträge eine Schlussgewinnbeteiligung sowie ab dem Jahr 2008 eine Mindestbeteiligung<br />

an den Bewertungsreserven, die bei einem Standardvertrag mit einer Laufzeit<br />

von 25 Jahren zu einer Gesamtverzinsung von ca. 4,3 % führen. Das Halten der Gewinnbeteiligung<br />

auf diesem Niveau ist vor dem Hintergrund der nach wie vor angespannten<br />

Situation an den Kapitalmärkten sowie der in Zukunft noch stärker steigenden<br />

gesetzlichen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung zu sehen.<br />

Geschäftsverlauf im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft<br />

Die Brutto-Beitragseinnahmen der <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG sind im Geschäftsjahr<br />

von 41,5 Mio. EUR auf 42,1 Mio. EUR gestiegen. Der Beitragszuwachs für<br />

das gesamte Versicherungsgeschäft beträgt 1,5 % (Vorjahr: 3,2 %) und ist damit nach<br />

wie vor deutlich besser als der Markt (- 0,4 %). Sehr hohe Zuwachsraten in Höhe von<br />

3,8 % bzw. 3,1 % konnten vor allem die Sparten Verbundene Wohngebäude- und<br />

Haftpflichtversicherung erzielen. Aber auch in der Unfallversicherung konnten die<br />

Brutto-Beiträge um 2,5 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. In der Verbundenen<br />

Hausratversicherung waren dagegen Prämienanpassungen aufgrund der Treuhänderfeststellungen<br />

erforderlich, die zu einem Beitragsrückgang von 1,9 % führten.<br />

Das Geschäftsjahr <strong>2007</strong> war durch Sturmschäden von Kyrill zu Beginn des Jahres geprägt.<br />

Hiervon betroffen war vor allem die Sparte Verbundene Wohngebäudeversicherung.<br />

Die Brutto-Schadenaufwendungen für Geschäftsjahresschäden des gesamten<br />

Versicherungsgeschäfts stiegen dadurch auf 28,9 Mio. EUR nach 22,0 Mio. EUR im<br />

Vorjahr.<br />

Die Brutto-Schadenquote erhöhte sich auf 69,7 % (Vorjahr: 53,9 %). Die Netto-<br />

Schadenquote des Geschäftsjahres blieb infolge der Rückversicherungsdeckung<br />

mit 56,3 % dagegen leicht unter dem Vorjahreswert von 56,7 %.<br />

Die Kostensituation unserer Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr kaum verändert.<br />

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb sind von 12,4 Mio. EUR im Vorjahr<br />

auf 12,6 Mio. EUR im Berichtsjahr gestiegen. Gemessen an den gebuchten<br />

Brutto-Beiträgen ergibt sich wie im Vorjahr ein Satz von 29,9 %.<br />

Trotz der hohen Schadenbelastung im Geschäftsjahr beläuft sich das versicherungstechnische<br />

Ergebnis vor Schwankungsrückstellung auf 6,5 Mio. EUR (Vorjahr: 8,5 Mio.<br />

EUR). Nach der gesetzlich vorgeschriebenen Zuführung zur Schwankungsrückstellung<br />

in Höhe von insgesamt 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR) verbleibt ein versicherungstechnischer<br />

Gewinn von 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR). Damit konnte das<br />

herausragende versicherungstechnische Ergebnis des Vorjahres nahezu erreicht<br />

werden.


Kapitalanlagen<br />

Der Kapitalanlagenbestand des Konzerns hat sich im Berichtsjahr um 0,5 % auf<br />

8,1 Mrd. EUR erhöht. Die Neuanlage beläuft sich auf rund 1,1 Mrd. EUR und erfolgte<br />

vornehmlich in festverzinsliche Anlagen von Emittenten mit hoher Bonität.<br />

Die Kapitalanlagen setzen sich folgendermaßen zusammen:<br />

Struktur der Kapitalanlagen im Konzern <strong>2007</strong><br />

in TEUR %<br />

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten<br />

Aktien, Investmentanteile und andere nicht<br />

248.137 3,1<br />

festverzinsliche Wertpapiere<br />

Inhaberschuldverschreibungen und andere<br />

2.243.473 27,8<br />

festverzinsliche Wertpapiere 3.880.993 48,0<br />

Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 362.480 4,5<br />

Namensschuldverschreibungen 523.673 6,5<br />

Schuldscheinforderungen und Darlehen 571.594 7,1<br />

Andere Kapitalanlagen 107.682 1,3<br />

Sonstige 140.815 1,7<br />

Gesamte Kapitalanlagen 8.078.847 100,0<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Im Jahr <strong>2007</strong> setzte sich der Anstieg der Renditen langfristiger Staatsanleihen<br />

weiter fort. Auf Jahressicht stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen um rund<br />

0,35%-Punkte auf 4,3 %. Aufgrund dieses Zinsanstiegs in Verbindung mit den gestiegenen<br />

Risikoaufschlägen im Zuge der Subprime-Krise liegen die Zeitwerte der betroffenen<br />

Wertpapiere unter den Buchwerten. Unsere Gesellschaften sind dabei nur indirekt<br />

von dieser Krise betroffen, da wir nicht in Wertpapiere investiert haben, die durch<br />

in den USA begebene Subprime-Kredite besichert sind. Allerdings hat die Subprime-<br />

Krise dazu geführt, dass insbesondere Wertpapiere von solchen Unternehmen, die in<br />

nennenswertem Umfang in dieses Marktsegment investiert haben, verstärkt Kursverluste<br />

hinnehmen mussten. Bei den festverzinslichen Anlagen wurde weiterhin auf eine<br />

gute Bonität der Schuldner geachtet, so dass das Durchschnittsrating aller Rentenanlagen<br />

weiterhin mit AA einen sehr guten Wert aufweist. Im 2. Halbjahr <strong>2007</strong> wurde der<br />

Aktienbestand weiter aufgestockt. Die Aktienquote der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG<br />

liegt jetzt bei ca. 1,1 % der Kapitalanlagen, die der <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG<br />

bei 2,1 % der Kapitalanlagen. Erstmalig in <strong>2007</strong> wurde auch in Wandelanleihen mit<br />

einem Anlagevolumen von ca. 60,3 Mio. EUR über Spezialfonds bzw. Publikumsfonds<br />

investiert. Der gesamte direkt gehaltene Immobilienbestand unserer Gesellschaften<br />

ist im Berichtsjahr mit aufschiebender Bedingung verkauft worden. Der Übergang von<br />

Nutzen und Lasten erfolgt bei Bedingungseintritt im Jahr 2008. Insgesamt liegen die<br />

Zeitwerte der Kapitalanlagen im Konzern um rund 227 Mio. EUR unter den entsprechenden<br />

Buchwerten.<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern · 181


182 · Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern<br />

Die Nettoverzinsung, die alle Erträge und Aufwendungen umfasst, liegt im Konzern<br />

wie im Vorjahr bei 3,9 %. Im Lebensversicherungsgeschäft wurden im Berichtsjahr<br />

Erträge aus Kapitalanlagen in Höhe von 351,8 Mio. EUR gegenüber 374,3 Mio. EUR<br />

im Vorjahr erzielt. Die Erhöhung der Verwaltungsaufwendungen auf 20,1 Mio. EUR ist<br />

im Wesentlichen auf eine Ausweisänderung bei den Verwaltungskosten der Investmentfonds<br />

zurückzuführen. Eine deutliche Verbesserung ergab sich hingegen bei den<br />

Abschreibungen auf Kapitalanlagen, die in <strong>2007</strong> im Lebensversicherungsgeschäft von<br />

48,7 Mio. EUR auf 18,4 Mio. EUR zurückgingen.<br />

Nachtragsbericht<br />

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres<br />

liegen nicht vor.<br />

Risiken der künftigen Entwicklung<br />

Der <strong>VPV</strong>-Konzern verfügt über eine an den Unternehmenszielen orientierte Planung<br />

sowie über sachgerechte Risikomanagement- und Controllingsysteme. Mit Hilfe dieser<br />

Instrumente werden die Risiken der künftigen Entwicklung, die den Fortbestand<br />

unserer Unternehmen gefährden oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-,<br />

Finanz- oder Ertragslage haben können, systematisch identifiziert, bewertet<br />

und gesteuert. Das Management der Risiken erfolgt weitgehend dezentral in den<br />

Fachbereichen, da hier das fachliche Wissen zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung<br />

vorliegt. Damit der Prozess zentral gesteuert wird und in einem für den Konzern<br />

gültigen Gesamtrahmen stattfindet, erfolgt eine Unterstützung des Prozesses<br />

durch das zentrale Risikomanagement. Das Risikofrüherkennungssystem war <strong>2007</strong><br />

Gegenstand einer Prüfung durch die interne Revision.<br />

2008 werden wir die Organisation, die Strategie und die Prozesse des Risikomanagements<br />

aufgrund der neu definierten Mindestanforderungen an das Risikomanagement<br />

und der Anforderungen aus dem Projekt Solvency II neu ausrichten. Mit Solvency II<br />

müssen Versicherer zukünftig ihre Risikostruktur und Kapitalausstattung transparenter<br />

gestalten und das individuelle Risikomanagement verbessern. Schon heute bereiten<br />

wir uns für die zukünftigen quantitativen und qualitativen Anforderungen vor und<br />

nehmen an den Quantitative Impact Studies des Committee of European Insurance<br />

and Occupational Pensions Supervisors (CEIOPS) teil.<br />

Oberstes Ziel unseres konzernweiten Risikomanagementsystems ist die Existenzsicherung<br />

und Substanzerhaltung aller Unternehmen der <strong>VPV</strong> <strong>Versicherungen</strong>.<br />

Daraus abgeleitet muss das Risikomanagement sicherstellen, dass die Risiken und<br />

das zum Ausgleich dieser Risiken verfügbare Risikokapital in einem gesunden<br />

Verhältnis stehen.<br />

Insgesamt unterteilen wir das Gesamtrisiko in fünf Kategorien: Versicherungstechnische<br />

Risiken, Kapitalanlagerisiken, Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem<br />

Versicherungsgeschäft, operationale sowie rechtliche Risiken.<br />

Versicherungstechnische Risiken<br />

In der Lebensversicherung können sich biometrische Rechnungsgrundlagen wie<br />

Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten im Zeitablauf anders entwickeln als


ei der Kalkulation angenommen. Dieses kalkulatorische Risiko kontrollieren die <strong>VPV</strong><br />

Lebensversicherungs-AG und Vereinigte Postversicherung VVaG durch aktuarielle<br />

Analysen. Im Rahmen der jährlichen Deklaration der Überschussanteilsätze werden<br />

Änderungen der biometrischen Rechnungsgrundlagen berücksichtigt.<br />

Dem beobachteten Trend einer nachhaltigen Erhöhung der Lebenserwartung tragen<br />

wir dadurch Rechnung, dass für die vor dem 01.01.2005 abgeschlossenen Rentenversicherungen<br />

eine Neubewertung der Deckungsrückstellungen auf Basis der von der<br />

DAV veröffentlichten Sterbetafeln DAV 2004 R-Bestand und DAV 2004 R-B20 durchgeführt<br />

wurde.<br />

Weiter können Schadenverläufe zufallsbedingt höher ausfallen als kalkuliert. Diesem<br />

Risiko wird durch passive Rückversicherung begegnet.<br />

In der Kompositversicherung besteht einerseits die Gefahr, dass sich die Rechnungsgrundlagen<br />

der Tarife anders entwickeln als erwartet und Anpassungen von Prämien<br />

oder Bedingungen an diese Veränderungen nicht oder nicht rechtzeitig möglich sind<br />

(Änderungsrisiko). Andererseits besteht die Gefahr, dass Häufigkeit und Höhe der<br />

Schäden zufallsbedingt größer sind als erwartet (Zufallsrisiko). Aus im Voraus festgelegten<br />

Prämien müssen zukünftige Entschädigungen geleistet werden, deren Umfang<br />

bei der Prämienfestsetzung nur geschätzt werden können.<br />

Durch sorgfältige Produktentwicklung unter Nutzung von statistischen Verfahren, eingehende<br />

Risikoprüfungen aller Versicherungsanträge, eine ausreichende Dotierung<br />

der versicherungstechnischen Rückstellungen, Sicherheitszuschläge in der Prämie<br />

sowie durch geeignete Rückversicherungsverträge wird den versicherungstechnischen<br />

Risiken begegnet.<br />

Die bilanzielle Netto-Schadenquote in der <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG erhöhte<br />

sich auf 49,6 % nach 44,0 % im Vorjahr. Aufgrund des positiven versicherungstechnischen<br />

Ergebnisses wurden der Schwankungsrückstellung als Instrument des Risikoausgleichs<br />

über die Zeit rund 2,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr zugeführt.<br />

Historie der bilanziellen Netto-Schadenquoten<br />

100 %<br />

90 %<br />

80 %<br />

70 %<br />

60 %<br />

50 %<br />

40 %<br />

30 %<br />

20 %<br />

2001 2002 2003 2004 2005 2006 <strong>2007</strong><br />

Aus der Abwicklung der Schadenrückstellungen für eigene Rechnung ergaben sich<br />

Gewinne.<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern · 183


184 · Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern<br />

Kapitalanlagerisiken<br />

In der Komposit- und in der Lebensversicherung sind zu beobachten und zu steuern:<br />

- Marktänderungsrisiko: Wert- und Kursverluste bei Immobilien, festverzinslichen<br />

Anlagen und Aktien<br />

- Bonitätsrisiko: Abschreibungen durch Forderungsausfälle<br />

- Liquidisierbarkeitsrisiko: Verluste beim Verkauf von Kapitalanlagen zur Begleichung<br />

von unvorhergesehenen Versicherungsleistungen<br />

Für einen Lebensversicherer ist das größte Risiko dieser Kategorie, dass der Nettokapitalertrag<br />

nicht ausreicht, die garantierten Leistungen zu erbringen. Zur Sicherung<br />

des nachhaltigen Nettokapitalertrags für die Gewinnbeteiligung und die garantierte<br />

Mindestverzinsung ist hier außerdem zu beobachten und zu steuern:<br />

- Zinsgarantierisiko: Marktrenditen, die über einen langen Zeitraum unter dem<br />

Rechnungszins liegen<br />

Die Vereinigte Postversicherung VVaG, die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG und die <strong>VPV</strong><br />

Allgemeine Versicherungs-AG begegnen allen Kapitalanlagerisiken durch eine sorgfältige<br />

Beachtung sowohl der aufsichtsrechtlichen Vorgaben wie auch durch die Einhaltung<br />

von innerbetrieblichen Kapitalanlagerichtlinien. Ziel der Anlagepolitik ist,<br />

möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität zu erreichen.<br />

Ein wichtiges Element zur Kapitalanlagensteuerung ist das Asset-Liability-Management<br />

(ALM). Zusammen mit ihrem Partner Gen Re Capital GmbH, Köln, führen die<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG und die <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG jährliche<br />

ALM-Studien durch. Mittels stochastischer Szenarien werden wahrscheinlichkeitsbasierte<br />

Aussagen über die zukünftige Unternehmenslage getroffen. Die Projektionen<br />

sind Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Kapitalanlagenstrategie, aber auch<br />

für die Festlegung einer mittelfristig finanzierbaren Überschussbeteiligung in der<br />

Lebensversicherung respektive für die Gestaltung der Rückversicherungspolitik in<br />

der Kompositversicherung.<br />

Darüber hinaus analysieren die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG und die <strong>VPV</strong> Allgemeine<br />

Versicherungs-AG die Sensitivität der Kapitalanlagenbestände regelmäßig mit<br />

Simulationen und Stresstests. Eine Verschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte<br />

und ein gleichzeitiger Aktienkursrückgang um 20 % hätte eine Wertminderung<br />

der Kapitalanlagen um 458,6 Mio. EUR zur Folge. Durch die überwiegende<br />

Zuordnung der Kapitalanlagen zum Anlagevermögen würde die kurzfristige Stressbelastung<br />

jedoch nur zu unwesentlichen Abschreibungen führen. Die von der Bundesanstalt<br />

für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorgeschriebenen Stresstests zum<br />

31.12.<strong>2007</strong> wurden in allen Varianten bestanden.<br />

Speziell die Marktänderungs- und Liquiditätsrisiken festverzinslicher Anlagen stehen<br />

seit dem Ausbruch der Subprime-Krise im Jahr <strong>2007</strong> im Vordergrund. Auch die <strong>VPV</strong><br />

Lebensversicherungs-AG und die <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG sind von dem<br />

veränderten Marktumfeld betroffen, jedoch sind die negativen Auswirkungen beherrschbar.<br />

Dies liegt im Wesentlichen daran, dass unsere Gesellschaften auf Basis<br />

von ALM-Studien die Fälligkeitsstruktur ihrer Kapitalanlagen grundsätzlich so ausgestaltet<br />

haben, dass alle Anlagen bis zur Endfälligkeit durchgehalten werden können.<br />

Zwischenzeitlich eingetretene Kursverluste von Wertpapieren aufgrund vorübergehend<br />

eingeschränkter Handelbarkeit kommen zwar in geringeren Zeitwerten dieser<br />

Anlagen zum Ausdruck. Es besteht jedoch für die <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG und<br />

die <strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG keinerlei Notwendigkeit, diese Kursverluste zu<br />

realisieren, da diese Wertpapiere bis zur Endfälligkeit im Bestand gehalten werden


Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

können. Da die Kapitalanlagen der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG und der <strong>VPV</strong> Allgemeine<br />

Versicherungs-AG überwiegend nach den für das Anlagevermögen geltenden<br />

Vorschriften bewertet werden, führen vorübergehend auftretende Wertminderungen<br />

bei Kapitalanlagen nicht zu einer Belastung des Kapitalanlagenergebnisses, sondern<br />

vielmehr nur zu einem Ausweis erhöhter stiller Lasten. Dies gilt analog auch für Kursverluste<br />

von Assetklassen wie z.B. nachrangige Verbindlichkeiten von Kreditinstituten,<br />

wo die Neubewertung einer ganzen Branche zu entsprechenden Risikoauf- bzw. Kursabschlägen<br />

führt. Wir gehen weiterhin davon aus, dass aufgrund der hohen durchschnittlichen<br />

Kreditqualität unserer Kapitalanlagen mit einem Durchschnittsrating von<br />

AA keine substantiellen Forderungsausfälle zu erwarten sind. Die gestiegenen Risikoprämien<br />

bieten im Gegenzug aber auch attraktive Anlagemöglichkeiten für fällig gewordene<br />

Kapitalanlagen.<br />

Die Einstufung unserer direkt gehaltenen Zinspapiere nach der jeweils niedrigeren<br />

Ratingklasse der Ratingagenturen Standard & Poor’s bzw. Moody’s führt zu folgender<br />

Bonitätsstruktur:<br />

Rating Direktbestand zum 31.12.<strong>2007</strong><br />

AAA<br />

%<br />

69,38<br />

AA+ bis AA- 9,78<br />

A+ bis A- 10,43<br />

BBB+ bis BBB- 6,36<br />

BB+ bis BB- 0,59<br />

Ohne Rating (incl. stille Beteiligungen) 3,46<br />

Gesamtportfolio am 31.12.<strong>2007</strong> 100,00<br />

Die Verwaltung der Wertpapieranlagen erfolgt durch die Gen Re Capital GmbH, Köln.<br />

Das Monitoring der Kapitalanlagen insgesamt wird durch das interne Kapitalanlagencontrolling<br />

wahrgenommen. Die Trennung von Handel und Kapitalanlagencontrolling<br />

ist sowohl funktional als auch organisatorisch gewährleistet.<br />

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft<br />

Der Versicherungsbestand wird nur an Rückversicherer mit hohem Rating zediert.<br />

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft<br />

werden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.<br />

Operationale Risiken<br />

Die operationalen Risiken resultieren aus organisatorischen und funktionalen Aspekten<br />

im Bereich der Verwaltung, des Personalwesens und der technischen Ausstattung.<br />

Diese Risiken werden durch interne Kontrollen und systemseitige Sicherungen minimiert.<br />

Rechtliche Risiken<br />

Veränderungsimpulse, ausgehend von zukünftigen gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen<br />

Änderungen, können von weit reichender Bedeutung sein, die neben Chancen<br />

auch Risiken mit sich bringen. Diese Entwicklungen werden laufend verfolgt und<br />

durch Mitarbeit in Gremien und Verbänden antizipiert bzw. erörtert.<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern · 185


186 · Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern<br />

Mit dem Risikomanagementsystem des <strong>VPV</strong>-Konzerns sind Entwicklungen, die sich<br />

nachhaltig und wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken<br />

können, grundsätzlich frühzeitig erkennbar. Auf entsprechende Entwicklungen wird<br />

mit geeigneten Steuerungsmaßnahmen reagiert.<br />

Prognosebericht<br />

Für das Jahr 2008 wird mit einem leicht verlangsamten Wachstum der Weltwirtschaft<br />

gerechnet. Abwärtsrisiken bestehen besonders im Zusammenhang mit den Spannungen<br />

an den Finanzmärkten infolge der Krise am US-Immobilienmarkt. Aber auch eine<br />

fortgesetzte Abwertung des US-Dollar könnte zu einer zusätzlichen Belastung für die<br />

Weltwirtschaft führen. In Deutschland rechnet man aufgrund der nachlassenden Impulse<br />

aus dem Ausland mit einer deutlichen Wachstumsverlangsamung.<br />

Bei diesen Rahmenbedingungen des gesamtwirtschaftlichen Umfelds kann im laufenden<br />

Jahr nicht erwartet werden, dass stärkere Impulse auf die Beitragsentwicklung<br />

ausgehen. Unabhängig von der konjunkturellen Lage dürfte sich jedoch der Trend zur<br />

kapitalgedeckten Altersvorsorge weiter fortsetzen. Auffällig ist jedoch der Wechsel<br />

von der Kapitallebensversicherung zur Rentenversicherung und der immer größer<br />

werdende Anteil der Einmalbeiträge. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft<br />

(GDV) erwartet daher für die Lebensversicherung ein Beitragsplus<br />

von 2 %. In der Schaden- und Unfallversicherung wird dagegen mit einer Stagnation<br />

des Beitragswachstums gerechnet.<br />

Der Versicherungsbranche stehen außerdem in den nächsten Jahren tief greifende<br />

Veränderungen bevor. Mit der neuen Solvabilitätsrichtlinie (Solvency II), die voraussichtlich<br />

in 2010 in Kraft treten wird, sollen die Versicherungsnehmer stärker vor<br />

Kapitalverlust geschützt werden. Unser Konzern wird daher künftig verpflichtet sein,<br />

seine Risikostrukturen und die Kapitalausstattung transparenter zu gestalten und das<br />

individuelle Risikomanagement zu verbessern. Infolge der VVG-Reform erhalten unsere<br />

Kunden seit dem 01.01.2008 mehr Rechte und Transparenz über die Versicherungsverträge.<br />

Das Reformgesetz ist von uns sowohl in der Lebensversicherung als<br />

auch der Schaden-/Unfallversicherung termingerecht umgesetzt worden. Durch die<br />

Unternehmensteuerreform 2008 werden die Steuersätze deutlich reduziert. Im Gegenzug<br />

kommt es zwar zu einer Verbreiterung der steuerlichen Bemessungsgrundlage,<br />

jedoch rechnen wir insgesamt mit einer Steuerentlastung durch die Unternehmensteuerreform,<br />

die sich positiv auf das Konzernergebnis auswirken wird. Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz<br />

wurde in Form eines Referentenentwurfs Ende des<br />

Jahres auf den Weg gebracht und hat zum Ziel, das HGB-Bilanzrecht zu einer vollwertigen<br />

und gerade für den Mittelstand kostengünstigen Alternative zur internationalen<br />

Rechnungslegung weiter zu entwickeln. Wir erwarten hier auch für die Versicherungsbranche<br />

wichtige Impulse, besonders für mittelständisch geprägte Versicherungsgruppen.<br />

Wir gehen davon aus, dass wir in der Lebensversicherung auch in den kommenden<br />

Jahren ein über dem Branchendurchschnitt liegendes Neugeschäftswachstum erzielen<br />

werden. Dem Kundenwunsch nach leistungsstarken Vorsorgeprodukten entsprechen<br />

wir auch 2008 in besonderem Maße durch die Einführung der <strong>VPV</strong> Power-Rente,<br />

einer neuen, fondsgebundenen Rentenversicherung. Sie vereint als dynamisches Hybridprodukt<br />

die gewünschte Beitragsgarantie mit einer marktüberdurchschnittlichen<br />

Rendite und einer hohen Ertragssicherheit. Daneben wird der weitere, planmäßige<br />

Ausbau der Ausschließlichkeitsorganisation einen wichtigen Teil zur Beibehaltung des<br />

Neugeschäftswachstums beitragen.


In der Sachversicherung rechnen wir mit Beitragszuwächsen, die wie in der Vergangenheit<br />

auch deutlich über dem Branchendurchschnitt liegen werden. Wir haben unsere<br />

Wachstumsstrategie maßgebliche auf die Stärkung profitabler Geschäftsfelder<br />

und eine ertragsorientierte Zeichnungspolitik ausgerichtet. Mit der bereits begonnenen<br />

Differenzierungsstrategie konnten wir in der Sachversicherung erste Erfolge erzielen.<br />

Diese werden wir auch im laufenden Jahr mit den Produktvarianten Basic,<br />

Kompakt und Exklusiv in der Sparte Unfallversicherung weiter fortsetzen.<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

Ein weiteres Hauptziel wird zukünftig für uns sein, die Vertriebsaktivitäten der neu<br />

gegründeten Vereinigten Post. Die Makler-AG zu intensivieren. In 2008 sollen über den<br />

Maklervertrieb zusätzlich 5.000 Lebensversicherungen und 20.000 Sachversicherungen<br />

verkauft werden. Parallel dazu wollen wir aber auch unsere Kooperationen mit<br />

Verbänden, Gewerkschaften sowie anderen Banken und Finanzdienstleistern weiter<br />

vorantreiben.<br />

Neben den umfassenden Vertriebs- und Produktmaßnahmen werden wir in den folgenden<br />

Jahren aber auch intensiv an der Verbesserung unserer Prozesse und Abläufe<br />

in der Verwaltung arbeiten. Damit soll sichergestellt werden, dass wir neben den ehrgeizigen<br />

Umsatzzielen auch die Kostenziele im Rahmen unseres Geschäftsmodells<br />

2010 erreichen werden.<br />

Auf dem Kapitalmarkt erwarten wir im laufenden Jahr, dass sich das Zinsniveau für<br />

zehnjährige Bundesanleihen im Durchschnitt um ca. 4 % bewegen wird. Von dem<br />

aktuell ungünstigen Umfeld an den Kreditmärkten gehen wir nach jetzigem Erkenntnisstand<br />

nicht davon aus, dass sich hieraus weitere negative Auswirkungen auf das<br />

Kapitalanlagenergebnis ergeben werden. Als langfristig orientierter Investor können<br />

wir unsere Anlagen bis zur Endfälligkeit durchhalten und dabei von der guten Kreditqualität<br />

unserer Kapitalanlagen profitieren. Wir sehen das aktuelle Kapitalmarktumfeld<br />

daher eher als Chance an, sukzessiv attraktive Anlagen wieder außerhalb des<br />

Staatsanleihensektors verstärkt wahrzunehmen.<br />

Ingesamt gehen wir für den <strong>VPV</strong>-Konzern in den nächsten beiden Geschäftsjahren von<br />

einem positiven Geschäftsverlauf aus. Diese Einschätzung wird durch eine Reihe von<br />

Erwartungen gestützt, in denen wesentliche Chancen und Risiken, das wirtschaftliche<br />

Umfeld und nicht zuletzt unsere strategische Ausrichtung berücksichtigt sind.<br />

Stuttgart, 04. April 2008<br />

Der Vorstand<br />

Grundmann Dr. Bücken Hallmann Steck<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern · 187


Konzernbilanz zum 31. Dezember <strong>2007</strong><br />

der Vereinigten Postversicherung VVaG, Stuttgart<br />

Aktiva<br />

EUR EUR EUR<br />

31.12.<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

31.12.2006<br />

in TEUR<br />

A. Immaterielle Vermögensgegenstände 23.626.893,62 28.149<br />

B. Kapitalanlagen<br />

I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte<br />

und Bauten einschließlich der Bauten auf<br />

fremden Grundstücken 248.137.191,62 256.262<br />

II. Kapitalanlagen in verbundenen<br />

Unternehmen und Beteiligungen<br />

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.601.660,93 5.602<br />

2. Beteiligungen 21.425.277,13 21.708<br />

27.026.938,06 27.310<br />

III. Sonstige Kapitalanlagen<br />

1. Aktien, Investmentanteile und andere<br />

nicht festverzinsliche Wertpapiere 2.243.473.412,32 2.245.707<br />

2. Inhaberschuldverschreibungen und<br />

andere festverzinsliche Wertpapiere 3.880.992.464,36 3.584.944<br />

3. Hypotheken-, Grundschuld- und<br />

Rentenschuldforderungen 362.480.407,21 378.292<br />

4. Sonstige Ausleihungen<br />

a) Namensschuldverschreibungen 523.672.644,07 635.161<br />

b) Schuldscheinforderungen<br />

und Darlehen 571.594.249,00 676.255<br />

c) Darlehen und Vorauszahlungen<br />

auf Versicherungsscheine 46.552.212,56 46.629<br />

d) übrige Ausleihungen 29.459.794,12 27.909<br />

1.171.278.899,75 1.385.954<br />

5. Einlagen bei Kreditinstituten 36.940.000,00 53.220<br />

6. Andere Kapitalanlagen 107.682.035,25 107.682<br />

7.802.847.218,89 7.755.799<br />

IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung<br />

übernommenen Versicherungsgeschäft 835.206,50 0<br />

8.078.846.555,07 8.039.371<br />

C. Kapitalanlagen für Rechnung und<br />

Risiko von Inhabern von<br />

Lebensversicherungspolicen 126.526.530,37 87.339<br />

D. Forderungen<br />

I. Forderungen aus dem selbst<br />

abgeschlossenen Versicherungsgeschäft<br />

an:<br />

1. Versicherungsnehmer<br />

a) fällige Ansprüche 5.777.620,02 5.031<br />

b) noch nicht fällige Ansprüche 7.427.578,99 9.893<br />

13.205.199,01 14.924<br />

2. Versicherungsvermittler 3.219.640,11 3.669<br />

16.424.839,12 18.593<br />

II. Abrechnungsforderungen aus dem<br />

Rückversicherungsgeschäft 2.661.806,21 2.525<br />

III. Sonstige Forderungen 10.766.231,45 10.349<br />

davon an verbundene Unternehmen:<br />

EUR 841.625,23 (31.12.2006 TEUR 821)<br />

29.852.876,78 31.467<br />

E. Sonstige Vermögensgegenstände<br />

I. Sachanlagen und Vorräte 6.878.207,98 4.480<br />

II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten,<br />

Schecks und Kassenbestand 11.709.985,50 17.273<br />

III. Andere Vermögensgegenstände 239.894,78 398<br />

18.828.088,26 22.151<br />

F. Rechnungsabgrenzungsposten<br />

I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 125.293.524,97 128.254<br />

II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 6.019.691,19 8.387<br />

131.313.216,16 136.641<br />

G. Voraussichtliche Steuerentlastung<br />

nachfolgender Geschäftsjahre gemäß § 306 HGB 0,00 211<br />

Summe der Aktiva 8.408.994.160,26 8.345.329<br />

188 · Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern


Passiva EUR EUR<br />

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

31.12.<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

31.12.2006<br />

in TEUR<br />

A. Eigenkapital<br />

I. Kapitalrücklage 337.993,08 338<br />

II. Gewinnrücklagen<br />

1. Verlustrücklage gem. § 37 VAG 21.000.000,00 21.000<br />

2. andere Gewinnrücklagen 36.041.489,25 31.297<br />

57.041.489,25 52.297<br />

III. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 364.100,98 364<br />

IV. Ausgleichsposten für die Anteile der anderen Gesellschafter 3.476.862,84 3.265<br />

V. Konzernbilanzgewinn/Konzernbilanzverlust 0,00 0<br />

61.220.446,15 56.264<br />

B. Nachrangige Verbindlichkeiten<br />

I. Hybridkapital 60.000.000,00 60.000<br />

60.000.000,00 60.000<br />

C. Versicherungstechnische Rückstellungen<br />

I. Beitragsüberträge<br />

1. Bruttobetrag 29.258.669,65 28.341<br />

2. davon ab:<br />

Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0,00 0<br />

29.258.669,65 28.341<br />

II. Deckungsrückstellung<br />

1. Bruttobetrag 5.697.880.161,03 5.622.357<br />

2. davon ab:<br />

Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 162.924.250,92 173.261<br />

5.534.955.910,11 5.449.096<br />

III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle<br />

1. Bruttobetrag 48.120.567,32 38.913<br />

2. davon ab:<br />

Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 2.852.088,00 2.114<br />

45.268.479,32 36.799<br />

IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und<br />

erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung<br />

1. Bruttobetrag 288.326.088,73 291.647<br />

2. davon ab:<br />

Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0,00 0<br />

288.326.088,73 291.647<br />

V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 17.432.709,00 14.932<br />

VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen<br />

1. Bruttobetrag 54.478,00 56<br />

2. davon ab:<br />

Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0,00 0<br />

54.478,00 56<br />

5.915.296.334,81 5.820.871<br />

D. Versicherungstechnische Rückstellungen im<br />

Bereich der Lebensversicherung, soweit das<br />

Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern<br />

getragen wird<br />

I. Deckungsrückstellung<br />

1. Bruttobetrag 126.526.530,37 87.339<br />

2. davon ab:<br />

Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 61.698.616,79 51.361<br />

64.827.913,58 35.978<br />

E. Andere Rückstellungen<br />

I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 37.534.949,20 35.071<br />

II. Steuerrückstellungen 10.526.555,37 13.575<br />

III. Sonstige Rückstellungen 8.714.868,00 8.700<br />

56.776.372,57 57.346<br />

F. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung<br />

gegebenen Versicherungsgeschäft 224.622.867,71 224.987<br />

G. Andere Verbindlichkeiten<br />

I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen<br />

Versicherungsgeschäft gegenüber:<br />

1. Versicherungsnehmern 2.005.467.850,49 2.067.831<br />

2. Versicherungsvermittlern 2.585.567,17 2.556<br />

2.008.053.417,66 2.070.387<br />

II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem<br />

Rückversicherungsgeschäft 2.387.629,18 4.356<br />

III. Sonstige Verbindlichkeiten 13.845.524,12 13.150<br />

davon aus Steuern:<br />

EUR 1.776.026,64 (31.12.2006 TEUR 1.334)<br />

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:<br />

EUR 8.027,70 (31.12.2006 TEUR 1)<br />

2.024.286.570,96 2.087.893<br />

H. Rechnungsabgrenzungsposten 1.963.654,48 1.990<br />

Summe der Passiva 8.408.994.160,26 8.345.329<br />

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten B II der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341 f HGB sowie der aufgrund des<br />

§ 65 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist; für den Altbestand im Sinne des § 11 c VAG und Artikel 16 § 2 Satz 2 des Dritten Durchführungsgesetzes/EWG<br />

zum VAG ist die Deckungsrückstellung nach dem zuletzt am 25.10.2005 genehmigten Geschäftsplan berechnet worden.<br />

Stuttgart, 13. März 2006 Geißler, Dipl.-Math., Verantwortlicher Aktuar<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern · 189


Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember <strong>2007</strong><br />

der Vereinigten Postversicherung VVaG, Stuttgart<br />

EUR EUR EUR<br />

I. Versicherungstechnische Rechnung für das<br />

Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft<br />

1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung<br />

a) Gebuchte Bruttobeiträge<br />

b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge<br />

c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge*)<br />

d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer<br />

an den Bruttobeitragsüberträgen<br />

2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung<br />

3. Sonstige versicherungstechnische Erträge f. e. R.<br />

4. Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R.<br />

a) Zahlungen für Versicherungsfälle<br />

aa) Bruttobetrag<br />

bb) Anteil der Rückversicherer<br />

b) Veränderung der Rückstellung für noch<br />

nicht abgewickelte Versicherungsfälle<br />

aa) Bruttobetrag<br />

bb) Anteil der Rückversicherer<br />

5. Veränderung der sonstigen versicherungstechnischen<br />

Netto-Rückstellungen*)<br />

6. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R.<br />

42.101.589,48<br />

2.755.042,53<br />

-538.364,00<br />

0,00<br />

24.463.788,02<br />

6.773.057,43<br />

2.199.168,00<br />

626.548,00<br />

39.346.546,95<br />

-538.364,00<br />

17.690.730,59<br />

1.572.620,00<br />

38.808.182,95<br />

-4.456,71<br />

47.554,17<br />

19.263.350,59<br />

1.448,00<br />

41.461<br />

2.747<br />

38.714<br />

-749<br />

0<br />

-749<br />

37.965<br />

0<br />

20<br />

21.955<br />

2.959<br />

18.996<br />

-6.295<br />

-3.985<br />

-2.310<br />

16.686<br />

-1<br />

a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb<br />

b) davon ab:<br />

Erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen<br />

aus dem in Rückdeckung gegebenen<br />

Versicherungsgeschäft<br />

7. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen f. e. R.<br />

8. Zwischensumme<br />

9. Veränderung der Schwankungsrückstellung<br />

und ähnlicher Rückstellungen*)<br />

10. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung im<br />

Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft<br />

12.601.214,75<br />

-6.323,76<br />

12.607.538,51<br />

438.037,76<br />

6.543.801,55<br />

-2.500.262,00<br />

4.043.539,55<br />

12.387<br />

-1<br />

12.388<br />

437<br />

8.473<br />

-3.794<br />

4.679<br />

II. Versicherungstechnische Rechnung<br />

für das Lebensversicherungsgeschäft<br />

1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung<br />

a) Gebuchte Bruttobeiträge<br />

b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge<br />

c) Veränderung der Nettobeitragsüberträge<br />

2. Beiträge aus der Brutto-Rückstellung für<br />

Beitragsrückerstattung<br />

3. Erträge aus Kapitalanlagen<br />

503.703.466,82<br />

26.891.003,55<br />

476.812.463,27<br />

-379.688,67<br />

476.432.774,60<br />

485.960,22<br />

508.089<br />

29.252<br />

478.837<br />

90<br />

478.927<br />

477<br />

a) Erträge aus Beteiligungen an nicht in den Konzernabschluss<br />

einbezogenen Unternehmen<br />

davon aus verbundenen Unternehmen:<br />

EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 106)<br />

b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen<br />

aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen<br />

Rechten und Bauten einschließlich<br />

der Bauten auf fremden Grundstücken<br />

bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen<br />

c) Erträge aus Zuschreibungen<br />

d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen<br />

4. Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen<br />

5. Sonstige versicherungstechnische Erträge f. e. R.<br />

6. Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R.<br />

a) Zahlungen für Versicherungsfälle<br />

aa) Bruttobetrag<br />

bb) Anteil der Rückversicherer<br />

b) Veränderung der Rückstellung für noch<br />

nicht abgewickelte Versicherungsfälle<br />

aa) Bruttobetrag<br />

bb) Anteil der Rückversicherer<br />

Übertrag:<br />

21.606.839,86<br />

321.878.256,46<br />

483.165.350,15<br />

26.356.950,78<br />

7.008.260,55<br />

111.002,00<br />

1.183.150,00<br />

343.485.096,32<br />

6.834.620,03<br />

299.382,19<br />

456.808.399,37<br />

6.897.258,55<br />

351.802.248,54<br />

5.938.076,69<br />

3.686.792,34<br />

463.705.657,92<br />

374.640.194,47<br />

1.210<br />

22.207<br />

334.303<br />

356.510<br />

3.806<br />

12.780<br />

374.306<br />

7.200<br />

127<br />

486.946<br />

25.710<br />

461.236<br />

-1.776<br />

-145<br />

-1.631<br />

459.605<br />

401.432<br />

190 · Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern<br />

<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

2006<br />

in TEUR


Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr <strong>2007</strong><br />

EUR EUR EUR<br />

Übertrag: 374.640.194,47 401.432<br />

7. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen<br />

Netto-Rückstellungen*)<br />

Deckungsrückstellung<br />

a) Bruttobetrag<br />

b) Anteil der Rückversicherer<br />

8. Aufwendungen für erfolgsabhängige und<br />

erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen<br />

für eigene Rechnung<br />

9. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb<br />

-114.710.420,86<br />

+799,70<br />

-114.709.621,16<br />

54.377.320,09<br />

-118.055<br />

+6.338<br />

-111.717<br />

73.338<br />

für eigene Rechnung<br />

a) Abschlussaufwendungen<br />

b) Verwaltungsaufwendungen<br />

c) davon ab:<br />

Erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen<br />

aus dem in Rückdeckung gegebenen<br />

Versicherungsgeschäft<br />

10. Aufwendungen für Kapitalanlagen<br />

a) Aufwendungen für die Verwaltung von<br />

Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und<br />

sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen<br />

b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen<br />

c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen<br />

11. Nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen<br />

50.534.476,30<br />

17.372.780,07<br />

67.907.256,37<br />

7.067.141,35<br />

20.098.591,65<br />

18.367.197,26<br />

1.336.492,90<br />

60.840.115,02<br />

39.802.281,81<br />

1.404.807,35<br />

48.316<br />

19.213<br />

67.529<br />

5.173<br />

62.356<br />

13.480<br />

48.722<br />

3.784<br />

65.986<br />

667<br />

12. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen<br />

für eigene Rechnung 90.201.587,37 94.597<br />

13. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung<br />

im Lebensversicherungsgeschäft 13.304.461,67 -7.229<br />

III. Nichtversicherungstechnische Rechnung<br />

1. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung<br />

a) im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft<br />

b) im Lebensversicherungsgeschäft<br />

2. Erträge aus Kapitalanlagen, soweit nicht unter II.3. aufgeführt<br />

a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen<br />

aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen<br />

Rechten und Bauten einschließlich der Bauten<br />

auf fremden Grundstücken<br />

bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen<br />

b) Erträge aus Zuschreibungen<br />

c) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen<br />

3. Aufwendungen für Kapitalanlagen, soweit nicht unter II.10.<br />

aufgeführt<br />

a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen,<br />

Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die<br />

Kapitalanlagen<br />

b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen<br />

c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen<br />

4. Der versicherungstechnischen Rechnung für das Schadenund<br />

Unfallversicherungsgeschäft zugeordneter Zins<br />

5. Sonstige Erträge<br />

6. Sonstige Aufwendungen<br />

7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit<br />

8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag<br />

9. Sonstige Steuern<br />

10. Konzernjahresüberschuss/Konzernjahresfehlbetrag<br />

11. Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr<br />

12. Entnahmen aus Gewinnrücklagen<br />

a) aus anderen Gewinnrücklagen<br />

13. Einstellungen in Gewinnrücklagen<br />

a) in andere Gewinnrücklagen<br />

14. Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn<br />

15. Konzernbilanzgewinn/Konzernbilanzverlust<br />

50.270,00<br />

2.529.290,27<br />

2.579.560,27<br />

0,00<br />

34.978,80<br />

262.523,32<br />

333.408,98<br />

0,00<br />

4.043.539,55<br />

13.304.461,67<br />

2.614.539,07<br />

595.932,30<br />

2.018.606,77<br />

-13.777,44<br />

13.207.547,25<br />

22.888.656,18<br />

3.341.022,88<br />

792.714,15<br />

17.348.001,22<br />

2.004.829,33<br />

-9.681.108,93<br />

9.671.721,62<br />

4.133.737,03<br />

5.537.984,59<br />

0,00<br />

0,00<br />

4.956.755,59<br />

581.229,00<br />

0,00<br />

4.679<br />

-7.229<br />

-2.550<br />

51<br />

2.246<br />

2.297<br />

0<br />

6<br />

2.303<br />

204<br />

457<br />

36<br />

697<br />

1.606<br />

-17<br />

1.589<br />

14.361<br />

20.092<br />

- 5.731<br />

-6.692<br />

-2.776<br />

781<br />

-1.995<br />

-4.697<br />

-352<br />

5.365<br />

0<br />

316<br />

0<br />

*) - = Erhöhung; f. e. R. = für eigene Rechnung<br />

<strong>2007</strong><br />

EUR<br />

2006<br />

in TEUR<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern · 191


Konzernanhang<br />

Der Jahresabschluss und Lagebericht wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches<br />

in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen<br />

erstellt.<br />

Konsolidierungskreis<br />

192 · Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern<br />

a) Konsolidierte verbundene Unternehmen<br />

Name und Sitz des Unternehmens Anteil Buchwert Eigenkapital<br />

31.12.<strong>2007</strong> 31.12.<strong>2007</strong><br />

% EUR EUR<br />

<strong>VPV</strong> Holding AG, Stuttgart 100 50.226.108,20 44.994.056,55<br />

<strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-AG, Stuttgart 100 65.748.476,95 79.529.650,19<br />

<strong>VPV</strong> Allgemeine Versicherungs-AG, Köln 74,9 7.807.798,76 13.852.043,17<br />

Vereinigte Post. Die Makler-AG, Köln 100 1.350.000,00 816.429,53<br />

<strong>VPV</strong> Vermittlungs-GmbH, Stuttgart 100 110.045,86 132.562,91<br />

<strong>VPV</strong> Service GmbH, Stuttgart 100 50.000,00 50.000,00<br />

b) Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen<br />

Name und Sitz des Unternehmens Anteil Buchwert Eigenkapital<br />

31.12.<strong>2007</strong> 31.12.<strong>2007</strong><br />

<strong>VPV</strong> Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG,<br />

% EUR EUR<br />

Stuttgart 100 5.546.387,72 5.546.387,72<br />

<strong>VPV</strong> Beteiligungs-GmbH, Stuttgart<br />

<strong>VPV</strong> Beratungsgesellschaft für Altersversorgung mbH,<br />

100 25.000,00 34.078,01<br />

Stuttgart 100 30.273,21 42.574,42<br />

Die Nichteinbeziehung der unter Punkt b) genannten Gesellschaften in den Konzernabschluss<br />

erfolgt gemäß § 296 Abs. 2 HGB.<br />

Konsolidierungsgrundsätze<br />

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der<br />

Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens zum<br />

Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Bei der im Berichtsjahr erstmalig in den Konzernabschluss<br />

einzubeziehenden Gesellschaft Vereinigte Post. Die Makler-AG ist als Zeitpunkt<br />

der Erstkonsolidierung der Erwerbszeitpunkt der Anteile gemäß § 301 Abs. 2<br />

HGB gewählt worden. Soweit aus der Erstkonsolidierung ein aktivischer Unterschiedsbetrag<br />

entstanden ist, ist dieser entsprechend § 301 Abs. 3 HGB als Geschäfts- oder<br />

Firmenwert angesetzt. Die Abschreibungen hierauf erfolgen planmäßig nach den<br />

steuerlichen Vorschriften (§ 309 Abs. 1 HGB). Soweit ein passiver Unterschiedsbetrag<br />

entsteht, erfolgt der Ausweis unter den anderen Gewinnrücklagen.<br />

Die durch die Verschmelzung mit der Kölner Postversicherung VVaG übernommenen<br />

Werte werden unverändert fortgeführt. Insbesondere wird die dort angewandte Methode<br />

der Kapitalkonsolidierung gemäß Artikel 27 EG HGB beibehalten.<br />

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen zwischen den<br />

einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Hierzu gehört auch das von der Muttergesellschaft<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG mit der <strong>VPV</strong> Lebensversicherungs-<br />

AG betriebene 1%ige Mitversicherungsgeschäft. Die von der Vereinigten Postversiche-


ung VVaG und <strong>VPV</strong> Holding AG phasengleich vereinnahmte Bardividende der <strong>VPV</strong><br />

Lebensversicherungs-AG wird einseitig konsolidiert. Rückversicherungsbeziehungen<br />

zwischen den Konzerngesellschaften bestehen nicht.<br />

Bewertungsmethoden für Aktiva<br />

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich<br />

linearer Abschreibungen mit den steuerlich zulässigen Sätzen bewertet.<br />

Die Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten sind mit den Anschaffungs-<br />

bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung der steuerlich zulässigen Abschreibungen<br />

angesetzt. Zur Berücksichtigung von voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen<br />

erfolgten in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen gemäß<br />

§ 341 b Abs. 1 in Verbindung mit § 253 Abs. 2 Satz 3 2. Halbsatz HGB.<br />

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss<br />

einbezogen werden, sowie der Beteiligungen erfolgt durch Ansatz der Anschaffungskosten.<br />

Bei den Beteiligungen an Protektor erfolgten außerplanmäßige<br />

Abschreibungen gemäß § 341 b Abs. 1 in Verbindung mit § 253 Abs. 2 Satz 3 2. Halbsatz<br />

HGB sowie Wertaufholungen auf den aktuellen Beteiligungswert gemäß § 280<br />

Abs. 1 HGB.<br />

Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen<br />

und andere festverzinsliche Wertpapiere sind, soweit diese<br />

dem Anlagevermögen zugeordnet sind, mit den Anschaffungskosten, im Fall einer<br />

dauerhaften Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei<br />

mit Agio erworbenen Inhaberschuldverschreibungen werden die Buchwerte ratierlich<br />

über die Laufzeit auf den Nennwert abgeschrieben. Bei den Asset-Backed-Securities<br />

sind als Marktwerte die Börsenkurse zugrunde gelegt bzw. werden Kursstellungen<br />

von Depotbanken oder Brokern verwendet.<br />

Die dem Umlaufvermögen zugeordneten Wertpapiere sind mit den Anschaffungskosten<br />

bzw. mit den Börsenwerten oder Rücknahmepreisen ausgewiesen, falls letztere<br />

niedriger sind. Das Wertaufholungsgebot gemäß § 280 Abs. 1 HGB ist beachtet.<br />

Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen sowie sonstige Ausleihungen<br />

sind grundsätzlich mit den Nennwerten angesetzt. Die Beitragsumlagen am<br />

Sicherungsfonds für die Lebensversicherer sind unter den sonstigen Ausleihungen<br />

bilanziert.<br />

Disagiobeträge werden durch passive, Agiobeträge durch aktive Rechnungsabgrenzung<br />

auf die Laufzeit der betreffenden Forderung verteilt. Bei vinkulierten Wertpapieren<br />

sind die letzten Buchwerte fortgeführt. Wertberichtigungen sind, soweit wegen<br />

der Bonität erforderlich, von der jeweiligen Summe der Forderungen abgesetzt. Die<br />

Einzelwertberichtigungen auf Hypothekenforderungen sind unter Berücksichtigung<br />

der Ertragswerte der beliehenen Objekte sowie der Dauer von bestehenden Zinsrückständen<br />

der Darlehensnehmer ermittelt.<br />

Einlagen bei Kreditinstituten, andere Kapitalanlagen, Depotforderungen und laufende<br />

Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand sind mit den Nennbeträgen<br />

angesetzt.<br />

Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungen,<br />

für die ein Anlagestock nach § 54 b VAG zu bilden ist, sind mit dem Zeitwert unter<br />

Berücksichtigung des Grundsatzes der Vorsicht bewertet.<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern · 193


194 · Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern<br />

Forderungen sind mit den Nennbeträgen nach Abzug von Wertberichtigungen bilanziert.<br />

Die Posten fällige Ansprüche und noch nicht fällige Ansprüche an Versicherungsnehmer<br />

sind als gebuchte bzw. berechnete Forderungsbeträge nach Absetzung der Pauschalwertberichtigung<br />

für Beitragsaußenstände bzw. der Pauschalwertberichtigung<br />

zu den noch nicht fälligen Ansprüchen eingestellt.<br />

Bei den Sachanlagen und Vorräten ist die Betriebs- und Geschäftsausstattung zu den<br />

Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der steuerlich zulässigen linearen Abschreibungen<br />

bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter sind im Jahr der Anschaffung<br />

voll abgeschrieben worden. Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten bewertet.<br />

Der Posten „Andere Vermögensgegenstände“, der Leistungsvorauszahlungen sowie<br />

den Mehrbestand der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungen<br />

enthält, ist mit den Nennwerten und zu Anschaffungskosten<br />

bilanziert.<br />

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Passiva<br />

Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.<br />

Disagiobeträge werden über die aktive Rechnungsabgrenzung auf die Mindestlaufzeit<br />

(Festzinsperiode) verteilt.<br />

Die Beitragsüberträge sind für jede Versicherung unter Berücksichtigung des<br />

genauen Beginntermins der Versicherung einzeln berechnet.<br />

Die Beitragsüberträge für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft in der<br />

Schaden- und Unfallversicherung sind vertragsweise nach dem pro-rata-temporis-<br />

Verfahren berechnet. Bei der Ermittlung der nicht übertragsfähigen Beitragsteile wird<br />

das Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom 30. April 1974 beachtet.<br />

Die Deckungsrückstellung für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft, die<br />

Ansprüche für geleistete, rechnungsmäßig gedeckte Abschlusskosten und der Fonds<br />

für Schlussüberschussanteile innerhalb der Rückstellung für Beitragsrückerstattung<br />

sind für den Altbestand nach den von der Aufsichtsbehörde genehmigten Geschäftsplänen<br />

berechnet. Beim Neubestand erfolgt die Berechnung nach den anerkannten<br />

Regeln der Versicherungsmathematik. Diese Rückstellungen sind für den gesamten<br />

Bestand – mit Ausnahme der fondsgebundenen <strong>Versicherungen</strong> – nach der prospektiven<br />

Methode und mit impliziter Berücksichtigung der künftigen Kosten berechnet.<br />

Einmalige Abschlusskosten sind nach dem Zillmerverfahren in den einzelnen Deckungsrückstellungen<br />

nur insoweit verrechnet, als sich dadurch keine negativen Werte ergeben.<br />

Alle Leistungen der Versicherungsverträge sind dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend<br />

berücksichtigt. Diese Leistungen umfassen dabei auch garantierte Rückkaufswerte,<br />

beitragsfreie Versicherungsleistungen sowie Erhöhungen der Versicherungsleistungen<br />

durch Überschussanteile, auf die die Versicherungsnehmer bereits einen<br />

Anspruch haben (ausgenommen verzinslich angesammelte Überschussanteile).<br />

Die technische Verwaltungskostenrückstellung für beitragsfreie Jahre ist in der<br />

Deckungsrückstellung enthalten.


Die Deckungsrückstellung bei der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung<br />

(<strong>VPV</strong> Invest-Plus) und bei der <strong>VPV</strong> Sorglos-Rente ist für jeden einzelnen Vertrag nach<br />

der retrospektiven Methode ermittelt. Sie entspricht dem Zeitwert der zum Bilanzstichtag<br />

auf die <strong>Versicherungen</strong> entfallenden Fondsanteile.<br />

Bei der <strong>VPV</strong> Invest-Plus-Police, der <strong>VPV</strong> Zulagen-Rente-Police und der <strong>VPV</strong> Sorglos-<br />

Rente-Police handelt es sich um ungezillmerte Tarife.<br />

Der Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft wird nach den<br />

Regelungen in den Rückversicherungsverträgen ermittelt.<br />

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des Lebensversicherungsgeschäfts<br />

ist für die zum Bilanzstichtag eingetretenen und bis zum Bestandsfeststellungszeitpunkt<br />

bekannt gewordenen Fälle einzelvertraglich ermittelt. Für diejenigen<br />

Fälle, die bis zum Bilanzstichtag eingetreten, aber erst nach der Bestandsfeststellung<br />

bekannt geworden sind, ist eine pauschale Spätschadenrückstellung<br />

gebildet. Diese ergibt sich als Mittelwert aus den einzelvertraglich ermittelten Risikosummen<br />

der Spätschadenfälle der letzten drei Jahre. Ferner ist für Aufwendungen<br />

der Schadenregulierung noch ein pauschal nach den steuerlichen Richtlinien ermittelter<br />

Betrag im Rahmen dieser Position passiviert.<br />

Die aufgrund des Urteils des Bundesgerichtshofs vom 12.10.2005 gebildeten Rückstellungen<br />

sind im Berichtsjahr unter Berücksichtigung der Inanspruchnahmewahrscheinlichkeiten<br />

weitgehend aufgelöst worden. Für die fondsgebundenen Tarife sind<br />

in geringem Umfang zusätzliche Rückstellungsbeträge gemäß dem neuen BGH-Urteil<br />

vom 26.09.<strong>2007</strong> gebildet worden.<br />

Bei dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft der Lebensversicherung<br />

sind die versicherungstechnischen Rückstellungen nach den Angaben des Zedenten<br />

bilanziert. Die Anteile der Retrozessionäre an diesen Rückstellungen entsprechen<br />

den vertraglichen Vereinbarungen. Die Bilanzierung erfolgt gemäß der Rückversicherungsabrechnung<br />

ein Jahr zeitversetzt.<br />

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen<br />

Versicherungsgeschäfts in der Schaden- und Unfallversicherung ist nach<br />

dem voraussichtlichen Aufwand für jeden Einzelschaden gebildet.<br />

Die versicherungsmathematische Berechnung der Renten-Deckungsrückstellung erfolgt<br />

unter Zugrundelegung der Basistafel DAV 2006 HUR mit Trend der Tafel DAV 2004<br />

R-B20. Der Rechnungszinsfuß ist mit 2,25 % (Vorjahr: 2,75 %) entsprechend dem<br />

Höchstzinssatz der Deckungsrückstellungsverordnung angesetzt.<br />

Für am Bilanzstichtag nicht bekannte Schadenfälle wird, aufgrund der Erfahrung der<br />

Vergangenheit, eine Spätschadenrückstellung gebildet. Die Berechnung der Rückstellung<br />

für Schadenregulierungskosten erfolgt nach Maßgabe des Schreibens des<br />

Bundesministers der Finanzen vom 2. Februar 1973. Die von der Rückstellung für<br />

noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts<br />

abgesetzten Rückversicherungsanteile werden entsprechend den<br />

Rückversicherungsverträgen ermittelt.<br />

Anhang<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern · 195


196 · Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern<br />

Der in der Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung<br />

für den Neu- und Altbestand zu reservierende Schlussüberschussanteilfonds<br />

wird einzelvertraglich für den Neubestand gemäß § 28 Abs. 7 RechVersV mit<br />

einem Zinssatz von 5,0 % ermittelt; die Höhe dieses Zinssatzes ist unter Berücksichtigung<br />

von Tod und Storno festgelegt. Für den Altbestand ist der Zinssatz in Höhe von<br />

5,0 % geschäftsplanmäßig festgelegt.<br />

Die Schwankungsrückstellung ist gemäß § 341 h HGB in Verbindung mit § 29 Rech-<br />

VersV ermittelt.<br />

Die Stornorückstellung für das selbst abgeschlossene Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft<br />

ist in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet. Das Bewertungsverfahren<br />

entspricht den tatsächlichen Stornierungen für Vorjahre.<br />

Die Bewertung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt<br />

nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Als Rechnungsgrundlagen dienen<br />

die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von<br />

6 %. Für Versorgungsberechtigte, deren Arbeitsverhältnis seit dem 01.10.2002 bzw.<br />

01.01.2006 auf die <strong>VPV</strong> Service GmbH übergegangen ist, wird gemäß § 8 des Betriebsüberleitungsvertrages<br />

vom 05.08./07.08.2002 bzw. 19.12./20.12.2005 auch weiterhin<br />

eine Pensionsrückstellung gebildet.<br />

Die Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen sind unter der Verwendung der<br />

Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Zinssatz von 5,5 % berechnet.<br />

In der Berechnung der Rückstellung für Altersteilzeit sind alle Mitarbeiter der Gesellschaft<br />

berücksichtigt, die bereits ein Altersteilzeitverhältnis vereinbart haben. Die Berechnungen<br />

erfolgen unter Anwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus<br />

Heubeck mit einem Rechnungszins von 5,5 %.<br />

Die Steuerrückstellungen und sonstigen nichtversicherungstechnischen Rückstellungen<br />

sind nach Maßgabe des voraussichtlichen Bedarfs angesetzt. In den Steuerrückstellungen<br />

sind im Berichtsjahr latente Steuern in Höhe von 30,53 % (Vorjahr:<br />

39,16 %) der im Konzern vorgenommenen Zu- und Abschreibungen auf Investmentanteile<br />

– ausgenommen auf reine Rentenfonds – enthalten.<br />

Verbindlichkeiten sind mit den Nennbeträgen (Rückzahlungsbeträgen) ausgewiesen.


Erläuterungen zur Konzernbilanz<br />

Aktiva<br />

Zu A Immaterielle Vermögensgegenstände und<br />

B-I/B-II Kapitalanlagen<br />

Die zu diesen Bilanzposten gehörenden Positionen entwickelten sich wie folgt:<br />

Bilanzwerte Zugänge (+) Zuschreibungen (+) Abschreibungen Bilanzwerte<br />

Aktivposten 01.01.<strong>2007</strong> Abgänge (-) Umbuchungen (-) 31.12.<strong>2007</strong><br />

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR<br />

A Immaterielle Vermögensgegenstände<br />

1. Aufwendungen für die Ingangsetzung<br />

und Erweiterung des<br />

Geschäftsbetriebes 1.798 - - 1.592 206<br />

2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.737 - - 684 2.053<br />

3. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände<br />

23.614 +4.214 - 6.460 21.368<br />

Summe A 28.149 +4.214 - 8.736 23.627<br />

B I. Grundstücke, grundstücksgleiche<br />

Rechte und Bauten auf fremden<br />

Grundstücken 256.262 +390 540 9.055 248.137<br />

B II. Kapitalanlagen in verbundenen<br />

Unternehmen und Beteiligungen<br />

1. Anteile an verbundenen Unternehmen<br />

5.601 - - - 5.601<br />

2. Beteiligungen 21.709 -283 - - 21.426<br />

Summe B II. 27.310 -283 - - 27.027<br />

Summe B 283.572 +390 +540 9.055 275.164<br />

-283 -<br />

Insgesamt 311.721 +4.604 +540 17.791 298.791<br />

-283 -<br />

Der Ausweis unter der Position A 1. betrifft die Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes<br />

der <strong>VPV</strong> Service GmbH.<br />

Zu B-I Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich<br />

der Bauten auf fremden Grundstücken<br />

Die Bilanzwerte der überwiegend von den Konzernunternehmen eigengenutzten<br />

Grundstücke und Gebäude betragen Ende <strong>2007</strong> 28.822 TEUR. Die Bilanzwerte werden<br />

für diesen Grundbesitz in voller Höhe angesetzt.<br />

Zu B-II-2 Beteiligungen<br />

Unter dieser Position sind Anteile an der HUK-Coburg-Rechtsschutzversicherung<br />

Aktiengesellschaft, Coburg, und der HUK-Coburg-Bausparkasse Aktiengesellschaft,<br />

Coburg, ausgewiesen. Der Anteil am Grundkapital der Gesellschaften beträgt<br />

jeweils 10 %.<br />

Des Weiteren sind hier auch die Anteile an der Protektor Lebensversicherungs-AG,<br />

Berlin, erfasst.<br />

Anhang<br />

Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern · 197


Zu B-III-6 Andere Kapitalanlagen<br />

Der Ausweis betrifft vier stille Beteiligungen.<br />

Zu F Rechnungsabgrenzungsposten<br />

In den sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten sind Agiobeträge für sonstige Ausleihungen<br />

in Höhe von 3.276 TEUR enthalten. Die Disagiobeträge für die nachrangigen<br />

Verbindlichkeiten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 2.165 TEUR.<br />

Erläuterungen zur Konzernbilanz<br />

Passiva<br />

Zu A-II Gewinnrücklagen<br />

198 · Vereinigte Postversicherung VVaG Konzern<br />

Vortrag zum 01.01.<strong>2007</strong><br />

Veränderungen:<br />

EUR<br />

52.296.680,65<br />

Anteile der anderen Gesellschafter 211.946,99<br />

Einstellung aus dem Jahresabschluss <strong>2007</strong> 4.956.755,59<br />

Stand zum 31.12.<strong>2007</strong> 57.041.489,25<br />

Zu B-I Nachrangige Verbindlichkeiten<br />

Gemäß §