KONZEPTION - Gemeinde Wallmenroth

wallmenroth

KONZEPTION - Gemeinde Wallmenroth

K O N Z E P T I O N


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Inhaltsverzeichnis

IVorwort des Trägers...................................................................................................4

Vorwort des Kindergarten-Teams................................................................................5

1 Unsere Leitlinien / Präambel.............................................................................6

1.1 Wir erkennen und fördern gezielt die Stärken und Talente der Kinder!............ 6

1.2 Bei uns lernen die Kinder die Natur gezielt kennen und achten! ..................... 6

1.3 Wir nehmen Eltern erst! ................................................................................... 6

1.4 Wir sind eine überschaubare Einrichtung! ....................................................... 7

1.5 Kinder kommen bei uns zu Wort / Partizipation ............................................... 7

2 Strukturdaten ....................................................................................................8

2.1 Die Entstehung der Einrichtung ........................................................................8

2.2 Anschrift der Einrichtung...................................................................................8

2.3 Trägerschaft......................................................................................................8

2.4 Einzugsbereich .................................................................................................9

2.5 Daten zum Dorf.................................................................................................9

2.6 Gebäude...........................................................................................................9

2.6.1 Raumangebot .................................................................................................10

2.6.2 Außengelände ................................................................................................10

2.7 Betriebsform und personelle Besetzung .........................................................11

2.7.1 Zwei Gruppen .................................................................................................11

2.8 Öffnungszeiten................................................................................................12

2.9 Dienstzeiten....................................................................................................12

3 Grundlagen der Arbeit ....................................................................................13

3.1 Die Rechte der Kinder im Kindergarten Zauberwald.......................................13

4 Pädagogische Prinzipien und Grundsätze der Arbeit .....................................14

4.1 Beschreibung des pädagogischen Ansatzes/Ziele der pädagogischen Arbeit14

4.2 Praktizieren wir Formen der offenen Arbeit?...................................................15

4.3 Pädagogische Planung...................................................................................16

4.4 Kinder mit Migrationshintergrund....................................................................16

5 Inhaltliche Aspekte..........................................................................................16

5.1 Unser Tagesablauf .........................................................................................16

5.2 Regeln im Kiga ...............................................................................................17

5.3 Raumangebot/Gestaltung der Räume ............................................................18

5.4 Stellenwert von Gesundheit, Ernährung und Umwelterziehung......................18

5.4.1 Gesundheit .....................................................................................................18

5.4.2 Beitrag zur Vorsorge.......................................................................................18

Konzeption Kindergarten Zauberwald - Stand: 21. Dezember 2006


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6 Ergänzende Gesichtspunkte zu einzelnen Altersstufen..................................19

6.1 Die Arbeit mit Kleinkindern..............................................................................19

6.1.1 Höherer Betreuungsaufwand..........................................................................19

6.1.2 Teamarbeit und Rahmenbedingungen ...........................................................19

6.1.3 Gespräch zur Gestaltung der Eingewöhnung .................................................20

6.1.4 Die Aufnahme und Eingewöhnungszeit..........................................................20

6.1.5 Gespräch zum Abschluss der Eingewöhnung ................................................21

6.2 Die Arbeit mit 5-6 Jährigen .............................................................................21

6.2.1 Einsatz von Beobachtungsbögen ...................................................................22

7 Die Zusammenarbeit im Team........................................................................23

7.1 Dienstbesprechungen/Gruppenbesprechungen .............................................23

7.1.1 Team ..............................................................................................................23

7.1.2 Gruppenteam..................................................................................................23

7.2 Die Zusammenarbeit mit Praktikantinnen/Praktikanten ..................................24

7.3 Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen............................................................24

7.3.1 Entwicklung für die Zukunft.............................................................................25

8 Unsere Zusammenarbeit mit den Eltern .........................................................25

8.1 Zusammenarbeit Eltern und Träger................................................................26

9 Kontakte zu anderen Institutionen ..................................................................27

9.1 Öffentlichkeitsarbeit ........................................................................................28

10 Fortbildungen..................................................................................................28

11 Entwicklungsziele für 2007 .............................................................................29

11.1 Weiterarbeit an der Konzeption ......................................................................29

12 LAGEPLAN.....................................................................................................30

13 Luftaufnahme..................................................................................................31

14 SPRÜCHE & Gedanken zum Schluss…….....................................................32

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Vorwort des Trägers

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Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Leserinnen und Leser dieser Konzeption,

mit großer Freude darf ich Ihnen im Namen des Gemeinderates der Ortsgemeinde

Wallmenroth die Konzeption für unseren Kindergarten Zauberwald vorstellen.

Diese Konzeption gibt Ihnen mit Ihrem Kind als „Kunden“ einen Überblick über die

Rahmenbedingungen, die Leistungen, die inhaltliche Gestaltung und das Miteinander

im Kindergarten Zauberwald.

Es war ein steiniger und schwieriger Weg seit Ende 2004 zunächst die Idee und

dann das eigentliche „Werk“ ins Ziel zu bringen.

Bedanken möchte ich mich bei ALLEN, die daran mitgewirkt haben. Mein herzlicher

Dank gilt in besonderer Weise zwei Personen: Dr. Thomas Bläser-Krei, der als Moderator

und Berater die Arbeit im Team in den letzten Monaten maßgeblich vorangetrieben

hat sowie bei Frau Gisela Weger aus Betzdorf, die uns bei den ersten Gehversuchen

am 6. und 7. Januar 2005 in Elkhausen im Haus Marienberge geholfen

hat.

Bedanken möchte ich mich auch bei Frau Petra Portugall beim Landesjugendamt

(Kindertagesstättenaufsicht und -beratung in Koblenz) für die hilfreichen Tipps, die

Geduld und Rücksichtnahme auf unsere spezielle Situation.

Auch Frau Marlene Walkenbach aus der Abteilung Familie und Jugend der Kreisverwaltung

Altenkirchen sowie Herr Wilfried Wolf und Herr Franz Kaufmann in der Verbandsgemeindeverwaltung

haben immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen, die

letztlich die Belange der Kinder sind; ein herzliches Dankeschön für die gute Zusammenarbeit!

Lieber Leser, insbesondere als Träger und damit Verantwortlicher für eine so bedeutsame

kommunale Einrichtung wie eine Kindertagesstätte ist es uns eine stete

Verpflichtung, das BESTE für Ihre Kinder zu WOLLEN und es auch zu TUN.

Dazu soll diese Konzeption als „qualitätssichernde Leitlinie“ in einem kontinuierlichen

Verbesserungsprozess wesentlich beitragen.

Entdecken Sie den „ZAUBERWALD“, seinen eigenen Charakter, seine Bildungs- und

Erziehungsziele, seine Schwerpunkte und seine Menschen – viel Spaß bei der Entdeckungsreise!

Ihr

Michael Wäschenbach

- Ortsbürgermeister -

Konzeption Kindergarten Zauberwald - Stand: 21. Dezember 2006


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Vorwort des Kindergarten-Teams

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie interessieren sich für unseren Kindergarten „Zauberwald“. Mit dieser Konzeption

möchten wir Ihnen Einblick in unsere Arbeit geben. Sie ist aktuelle Bestandsaufnahme

und beschreibt die gegenwärtige Arbeitsweise und Situation unserer Einrichtung.

Die Konzeption ist das schriftliche Ergebnis des gesamten Teams und möchte Antwort

geben auf das „Was“, „Warum“ und „Wie“ unserer Arbeit.

Ein wesentliches Merkmal unserer Einrichtung ist der dörfliche Charakter unserer

Umgebung. Es herrscht eine enge soziale Bindung unter den einzelnen Familien. Die

Kinder haben einen starken Bezug zu Großeltern und anderen Verwandten, die oft

im gleichen Ort wohnen. Häufig kennen Eltern sich schon aus ihrer Kindheit und besuchten

gemeinsam diesen Kindergarten. Somit ist es für die Kinder selbstverständlich,

dass Sie sich nachmittags mit anderen Kindern treffen und der Kontakt über den

Kindergarten hinaus besteht. Dieser Aspekt und weitere pädagogische, soziale, sowie

christliche Anforderungen haben Einfluss auf die Ausgestaltung unserer Arbeit

und uns selbst genommen.

Wir möchten Ihnen mit der Beschreibung unserer Arbeit auf die berechtigten Fragen

antworten, was wir den uns anvertrauten Kindern anbieten, wie wir sie fördern und

stärken. Gleichsam zeigen wir auf, wie wir in Zusammenarbeit mit Eltern, Schule und

anderen gesellschaftlichen Institutionen unseren gemeinsamen Auftrag erfüllen

möchten; nämlich den Kindern Hilfestellung zu geben, sich im Rahmen ihrer individuellen

Möglichkeiten zu geistig, seelisch und körperlich gesunden Menschen zu

entwickeln und dabei sich selbst und andere achten und annehmen können.

Das Team vom Kindergarten „Zauberwald“

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1 Unsere Leitlinien / Präambel

1.1 Wir erkennen und fördern gezielt die Stärken und Talente der

Kinder!

o Wir fördern die Kinder dahin, ihre eigenen Stärken zu erkennen.

o Die Stärken der Kinder werden durch entsprechende Angebote gefördert

(durch Raum, Zeit, Materialangebot...).

o Kinder dürfen stolz sein etwas besonders gut zu können und besondere

Talente zu haben ohne dass Neid aufkommt.

o Kinder bekommen Gelegenheiten, ihre Stärken in den Alltag einzubringen.

Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem

Zuknöpfen nicht zu Rande

(Johann Wolfgang von Goethe)

1.2 Bei uns lernen die Kinder die Natur gezielt kennen und achten!

(„Der Name „Zauberwald“ ist Programm“)

o Naturkundliches Lernangebote

Kennen lernen der Bäume, Sträucher, Tiere

Wahrnehmen und Erleben der Jahreszeiten

o Umweltschutz

Z.B.: Warum darf ich keinen Müll in den Wald werfen?

o Spiel- und Freizeitmöglichkeiten im Wald/in der Natur kennen lernen

o Regeln einhalten im Wald/in der Natur (vs. Äste abreißen, Lärm,..)

o Erklären von Umweltschäden (erkrankte Bäume u.a.)

o Waldführung mit dem Förster (u.a. Spurenlesen)

o Kennen lernen der Haubergsarbeit

1.3 Wir nehmen Eltern erst!

o Transparenz der pädagogischen Arbeit in Richtung Eltern schaffen

o Anregungen aus der Elternschaft prüfen und diskutieren

o Kommunikation Team Eltern

o Wir nehmen uns Zeit für Eltern !

o Abstimmung Team-Eltern über Stärken, Schwächen, Besonderheiten des

Kindes

o Mindestens ein Entwicklungsgespräch pro Kind im Jahr

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1.4 Wir sind eine überschaubare Einrichtung!

o Zwei kleine Gruppen

o Dennoch großes Raumangebot mit zahlreichen Funktionsbereichen

o Familiäre Atmosphäre

o Eltern kennen sich untereinander

1.5 Kinder kommen bei uns zu Wort / Partizipation

o Kinderkonferenzen

o Gemeinsam Lösungen finden

bei Streitigkeiten

bei Sachfragen

o Kinderwünsche

Stuhlkreis

Gesprächsrunde

Wunschbriefkasten (als „Wunschspeicher“)

o Soziale Gespräche

Kinder erzählen von Dingen, die sie bewegen

Im Gespräch gemeinsame Lösungen finden

o Gesprächsregeln

Gemeinsame Festlegungen (ausreden, zuhören, abwarten…)

Lernen und anwenden

Entwickeln

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2 Strukturdaten

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2.1 Die Entstehung der Einrichtung

Der Kindergarten besteht seit dem 01.09.1977. In dem Gebäude befanden

sich vorher eine Hauptschule, danach eine Grundschule und schließlich eine

Vorschule. Vor Einrichtung des ortseigenen Kindergartens gingen die Kinder

in den Kindergarten nach Scheuerfeld. Da der Bedarf an Kindergartenplätzen

aber größer wurde, entschied man sich im leer stehenden Schulgebäude einen

eigenen Kindergarten zu errichten. Zunächst starteten zwei Erzieherinnen

mit einer vollen Gruppe. Während der ersten zwei Jahre fanden zahlreiche

Umbauten und die Gestaltung des Außengeländes statt. Dann wurde die Einrichtung

aufgrund der steigenden Kinderzahlen zweigruppig. Zeitweilig war

zusätzlich ein Waldorfkindergarten integriert.

Im Jahr 2005 kam der Wunsch nach einem Namen für unsere Einrichtung auf.

Es wurden Vorschläge gesammelt, Eltern und Kinder befragt und im Internet

abgestimmt. Letztlich gab es eine Mehrheit für den Namen „Zauberwald“. Im

Rahmen eines Sommerfestes wurde der Name der Öffentlichkeit bekannt gegeben

und das entsprechende Logo 1 vorgestellt.

2.2 Anschrift der Einrichtung

Kindergarten Zauberwald

Schladeweg 15

57584 Wallmenroth

Tel.: 02741-25448

Fax 02741-937770

E-Mail: kiga@wallmenroth.de oder zauberwald-kiga@web.de

Internet: http://kiga.wallmenroth.de

2.3 Trägerschaft

Die Ortsgemeinde Wallmenroth ist der Träger der kommunalen Einrichtung.

Ortsgemeinde Wallmenroth

- Glockenhaus -

Dorfstraße 3

57584 Wallmenroth

E-Mail: info@wallmenroth.de

Internet: www.wallmenroth.de

Vertreten wird die Ortsgemeinde durch den derzeitigen Bürgermeister Michael

Wäschenbach. Der „Familien-, Jugend-, Senioren-, Kultur- und Sozialausschuss“

ist für Fragen zum Kindergarten zuständig.

1 Erstellt von Firma MISTRAL ! marketing, Betzdorf

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2.4 Einzugsbereich

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Der Kindergarten ist grundsätzlich für die Aufnahme von Kindern aus der

Ortsgemeinde Wallmenroth zuständig. Sofern Plätze frei sind, können auch

Kinder aus den Nachbarorten aufgenommen werden.

2.5 Daten zum Dorf

Der Ort Wallmenroth liegt in Rheinland-Pfalz, befindet sich im Landkreis Altenkirchen

und gehört zur Verbandsgemeinde Betzdorf. Wallmenroth liegt an

der viel befahrenen Bundesstraße B62. Der Ort ist ländlich und grenzt an

mehrere Waldgebiete mit samt einem Naturschutzgebiet in der Muhlau. 2

Durch die zentrale Lage des Kindergartens ist es möglich, die Kinder zu Fuß

in den Kindergarten zu bringen. Zum nahe gelegenen Wald sind es ca. 5

Gehminuten.

Gemeindefläche Wallmenroth insgesamt: 384,89 ha (3,85 km)

davon

Bauflächen 57,38 ha

Verkehrsflächen (Straße, Bahn) 7,85 ha

Forstwirtschaft/Wald 234,18 ha

Landwirtschaft 65,12 ha

Wasserflächen 8,87 ha

Straßenlängen:

Bundesstraße B 62 2.397 m

Landesstraße: keine

Kreisstraße K 106 1.591 m

32 Gemeindestraßen mit einer Gesamtlänge 5.645 m.

Ca. 1300 Einwohner

• Ausländeranteil von ca. 5 9 % (Vergleich: Verbandsgemeinde über 10 %).

• Mit noch gesunder Altersstruktur: Bis 19 Jahre 21 % ; über 60 Jahre 22 %

Die demographische Entwicklung ist auch hier vor Ort offensichtlich: Schulen

wir derzeit noch ca. 14 Kinder jährlich ein, beträgt die Zahl der Erstklässler aus

unserem Dorf 2012 nur noch 7.

2.6 Gebäude

1977 wurde das Gebäude der ehemaligen Schule zu einem Kindergarten umgebaut.

1999 erfolgte die Schaffung eines Gymnastik- und Mehrzweckraumes

mit separatem Zugang. Im Jahre 2001 wurde der Fassadenanstrich teilweise

erneuert und neue Fenster im Flur eingebaut.

2 Näheres siehe im Internet unter www.wallmenroth.de

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Der letzte größere Umbau erfolgte 2005/2006: Es wurden ein zusätzliches

WC, eine Dusche und ein Wickelraum gebaut.

2.6.1 Raumangebot

Die Nutzfläche beträgt im Kindergarten (Erdgeschoss) 486,64 qm.

Im Einzelnen stehen folgende Räumlichkeiten zur Verfügung:

1. Gruppenraum Wurzelmännchen ca. 60 m 2

2. Nebenraum Wurzelmännchen (Piratenschiff u. Ruheraum) ca. 24 m 2

3. Gruppenraum Frischlinge ca. 60 m 2

4. Nebenraum Frischlinge ca. 23 m 2

5. Turnraum (mit Kletterwand 6 Meter x 1,90 Meter) ca. 82 m 2

6. Büro ca. 22 m 2

7. Abstellraum Turngeräte u.a. ca. 15 m 2

8. Abstellraum Werkstatt und Waschmaschine/Trockner u.a. ca. 12 m 2

9. Waschraum Kinder ca. 11 m 2

10. WC Kinder ca. 11 m 2

11. Personal WC – Damen ca. 2 m 2

12. Wickelraum/Dusche/WC ca. 8 m 2

13. Küche (mit Kinderarbeitsplatte) ca. 22 m 2

14. Flurbereiche Gruppenräume ca. 170 m 2

15. Flurbereich Turnraum ca. 17 m 2

16. Flurbereich Küche ca. 17 m 2

17. Bällebecken ca. 5 m 2

18. Dachboden/Lagerfläche ca. 50 m 2

2.6.2 Außengelände

Die Grundstücksgröße insgesamt beträgt 2271 m. Das Außengelände umfasst:

• Sandkasten

• Rutschbahn

• 30 m unterirdische Gänge mit 3 Ein– und Ausgängen

• zwei Spielhäuser

• zwei Hochbeete

• eine Vogelnestschaukel

• ein Klettergerüst mit Holzbrücke, Reifen, Schaukeln, Seilen

• Gerätehaus (Holzschuppen) mit Spielzeug für draußen (Bagger, LKW`s,

Roller, Dreiräder, Bollerwagen, Schubkarren, Schaufeln und Sandspielzeug)

• geteerter Bereich, um mit den Fahrzeugen zu fahren

• gemulchte Flächen und Beete, sowie eine Wasserstelle

Der Rest des Außengeländes besteht aus Grünfläche (Wiese).

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2.7 Betriebsform und personelle Besetzung

Die Betriebserlaubnis vom 2.4.1997 für einen Regelbetrieb mit „2 Gruppen mit

50 Plätzen“ konnte durch umfangreiche Maßnahmen baulicher und pädagogischer

Art erweitert werden.

Mit Datum vom 23.8.2006 wurde per Bescheid des Landesamtes für Soziales,

Jugend und Versorgung die Betriebserlaubnis nach § 45 SGB VIII geändert 3 .

Nunmehr darf in den 2 Regelgruppen auch die Aufnahme von bis zu zwei Kindern

ab dem vollendetem 2. Lebensjahr pro Gruppe erfolgen.

Unsere Einrichtung ist ausschließlich mit Erziehern mit staatlicher Anerkennung

besetzt. Diese haben folgende Funktionen:

• 1 Leitung u. Gruppenleitung 38,5 Std. (Horst Weber)

• 1 Gruppenleitung 38,5 Std. (Anne Schwenk)

• 1 Mitarbeiterin 22 Std. (Marietta Schumacher)

• 1 Mitarbeiterin 22 Std. (Carmen Zelmer) 4

• 1 Mitarbeiterin 14 Std. (Judith Daube)

• 1 Vorpraktikant mit 38,5 Std. (Tobias Kuhn)

• 1 Vorpraktikantin mit 24 Std. (Carina Lahr)

• 1 Praktikantin im FSJ 5 (Alena Schüßler)

Der vorgegebene Personalschlüssel laut Kindertagesstättengesetz von 1,75

Kräften pro Gruppe ist somit (durch die Neueinstellung einer 14 Stundenkraft

seit 1. Mai 2005) erfüllt.

Außerhalb unserer pädagogischen Arbeit unterstützen uns noch folgende

Kräfte:

• 1 Gemeindearbeiter (Hausmeister/Bauhof)

• Reinigungskräfte (externe Firma)

2.7.1 Zwei Gruppen

Beide Gruppennamen haben einen Bezug zum „Zauberwald“:

Frischlinge

Dieser Name ist in der Gruppe II in Anlehnung an das Gemeindewappen entstanden.

Auf dem Wappen befinden sich über der Eiche drei Eberköpfe (Wildschweine),

die uns an die einstige Zugehörigkeit zur Freusburg erinnern.

3 Aktenzeichen: 28/966-57584-02

4 zur Zeit in Elternzeit

5 Freiwilliges Soziales Jahr

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Beim gemeinsamen Betrachten von Fotos mit Wildschweinen, hatten es uns

die Frischlinge auf besondere Weise angetan. Die Kinder waren regelrecht

begeistert. Der Gruppenname war geboren.

Wurzelmännchen

In der Gruppe I haben die Wurzelmännchen eine Heimat gefunden In einer

Kinderkonferenz wurde dieser Name von den Kindern selbst ausgewählt.

2.8 Öffnungszeiten

In der Kernzeit am Vormittag sind die Gruppen jeweils mit einer Gruppenleitung

und einer Ergänzungskraft besetzt. Die Praktikanten sind in der Regel einer

Gruppe fest zugeordnet.

Aufgrund der Besuchszahlen ist nachmittags immer nur eine Gruppe geöffnet.

Montag: 07.00 - 13.00 Uhr

13.00 - 14.00 Uhr TEAM

14.00 - 16.00 Uhr

Dienstag: 07.00 - 13.30 Uhr

Mittwoch: 07.00 - 13.00 Uhr

13.00 - 14.00 Uhr TEAM

14.00 - 16.00 Uhr

Donnerstag: 07.00 - 13.30 Uhr

Freitag: 07.00 - 13.00 Uhr

2.9 Dienstzeiten

Die Leitung ist während der gesamten Öffnungszeit anwesend. Außerdem bietet

sich die Möglichkeit, Montagnachmittags einen Termin für ein persönliches

Elterngespräch zu vereinbaren.

Die Gruppenleitung der Frischlinge ist außer Montagnachmittags während der

Öffnungszeiten anwesend. Donnerstagnachmittags bietet sich die Möglichkeit

einen Gesprächstermin wahr zu nehmen.

Die Mitarbeiterinnen sind täglich während den Kernzeiten anwesend. Die 14-

Std-Kraft ist immer Montags den ganzen Tag und Mittwochnachmittags anwesend.

Außerdem ist jeder Mitarbeiter verpflichtet, Montags und Mittwochs an

der Teamsitzung von 13.00-14.00 Uhr teilzunehmen.

Je nach Alter der Mitarbeiter beträgt der Urlaubsanspruch zwischen 26 – 30

Tagen.

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Die Arbeitszeit gliedert sich in Betreuungszeit (BZ) und Verfügungszeit (VZ).

20% der wöchentlichen Arbeitszeit können für Verfügungszeit eingeplant werden.

Zu berücksichtigen ist auch der besondere Bedarf an VZ für Leitungsaufgaben.

6 . Die VZ umfasst im Wesentlichen folgende Tätigkeiten:

• Planung und Reflexion der Arbeit im Team

• Mitarbeiterbesprechung und Praxisanleitung

• Schriftliche Arbeiten (Protokolle, Elternbriefe, Plakate, Aushänge, Gruppentagebuch,

Listen)

• Vorbereitung und Durchführung von Elterngesprächen

• Hausbesuche

• Vorbereitung und Durchführung von Elternveranstaltungen

• Teilnahme an Fortbildungen

• Sichtung von Fachliteratur

• Kontaktpflege mit anderen Institutionen

• Einkäufe

• Pflege der Einrichtung und des Inventars

3 Grundlagen der Arbeit

Die Erziehung der Kinder gründet sich auf demokratische und ethische Werte,

die weiter vermittelt werden. Unser Handeln ist verwurzelt in der abendländisch-christlichen

Kultur. Die Würde des Menschen ist hier maßgebend. Dieses

Menschenbild ist offen für andere Religionen und Kulturen und sucht den

Dialog mit ihnen. Diese Toleranz öffnet den Raum zum gegenseitigen Verstehen

und zur gegenseitigen Achtung.

3.1 Die Rechte der Kinder im Kindergarten Zauberwald

Kinderrechte sind in den unterschiedlichsten Gesetzen international (z.B. Kinderrechte

der UNO), national (z.B. Kinder- und Jugendhilfegesetz, das Gesetz

zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder - das Tagesbetreuungsausbaugesetz

(TAG)) und auf Landesebene (z.B. Kindertagesstättengesetz) festgeschrieben.

Die Rechte der Kinder sind eine wesentliche Grundlage unseres

pädagogischen Handelns.

6

Quelle: „Leitungsfragen rund um Heimaufsicht, Personalbedarfsberechnung und Dienstplangestaltung“,

Silvia M. Groß & Marianne Marhöfer - Ley

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Jedes Kind hat das Recht…….

o auf den Besuch des Kindergartens

o auf gleiche Behandlung unabhängig von Herkunft, Aussehen und Religion

o auf seine individuelle Kindheit (Bedürfnisse, Aufmerksamkeit/ Rücksichtnahme,

Toleranz/Akzeptanz, Respekt)

o gesunde, körperliche und geistige Entwicklung

o auf Liebe, Zuneigung, Verständnis, Geduld und Vertrauen

o auf Bildung und Förderung

o auf Selbstbestimmung (z.B: was, wo, wie lange und mit wem das Kind

spielt)

o auf Begrüßung und einen geregelten Tagesablauf

o auf bewussten Umgang mit Nahrung und gesunde Ernährung

o auf Anregungen, altersentsprechende Entfaltungsräume (Ausleben

von Phantasie und Kreativität), Erfahrungsräume, Spielmaterial und

Betreuung

o auf Bewegung, Förderung der Motorik und der Sinne

o „NEIN“ sagen zu dürfen

o auf eine individuelle Entwicklung (im sozialen, motorischen, geistigen

Bereich)

o auf Sauberkeitserziehung (u.a. Windeln wechseln, Nase putzen)

o seine Schwächen und Stärken zu erkennen und zu akzeptieren

o auf Zuwendung, Zuspruch, Trost, Geborgenheit und Sicherheit

o auf Ruhezonen und Ruhephasen

o selbst zu entscheiden, wann es uns und unsere Liebe benötigt

4 Pädagogische Prinzipien und Grundsätze der Arbeit

Leitidee für das „Lernen“ im Kindergarten Zauberwald ist, dass Kinder sich

spielend die dingliche und soziale Welt erobern. Demzufolge versuchen wir

Kindern Erfahrungen in Spielsituationen zu eröffnen.

4.1 Beschreibung des pädagogischen Ansatzes/Ziele der

pädagogischen Arbeit

Die Arbeit im Kindergarten orientiert sich an Elementen des situationsorientierten

und auch des funktionsorientierten Ansatzes.

Hierbei geht es darum, dass die Kinder möglichst selbstbestimmt leben, in

Auseinandersetzung und Abstimmung mit Anderen ihren Alltag gestalten können,

solidarisch miteinander umgehen und in sozialen Bezügen Fähigkeiten

und Fertigkeiten entwickeln und anwenden lernen.

Zusätzlich bestimmen Rituale, ein geregelter Tagesablauf und Feste und Feiern

im Jahresfestkreis den Kindergartenalltag.

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Beispiele für unsere Arbeitsansätze:

• Unsere neuen „Kleinen“ (Integration der Kinder unter drei Jahren)

• Jahreszeiten bzw. -feste als Anlässe (Jahresfestkreis, Kindergartenfeste

z.B. Weihnachten,…)

• Geburtstage der Kinder und Erzieherinnen und Erzieher werden gefeiert

• Von den Ideen der Kinder ausgehend werden Projekte initiiert

• Verkehrserziehung im Kontext von Ausflügen und Exkursionen in die

Umgebung, auf den Markt, an die Sieg sowie künftig auch auf dem Parkplatz

der Turnhalle (Jahnstraße).

• Förderprogramm „Zahlenland“ (zur Förderung des Zahlenverständnisses

und der Sprachkompetenz) 7

• Gezielte Arbeiten nach Plan

• Programm Schlaumäuse 8 (Sprachförderung)

• Kindergartenfeste

• Individualisierte Sprachförderung

• Musikalische Früherziehung

Das Ganzheitliche Lernen in unserem Kindergarten steht im Mittelpunkt. Das

heißt: den Kindern die Möglichkeit zu geben , verlorene, noch nicht gefundene

oder neu zu entdeckende Sinnzusammenhänge erfahren zu lassen unter Beachtung

von genügend eingeräumter Zeit vielfältiger Außenerfahrungen (Lernen

vor Ort), und dies alles in der Akzeptanz, dass Kinder Fehler machen dürfen

und sollen weil sie Kinder sind.

Ich mag Dich so, wie Du bist. Ich vertraue auf Deine

Fähigkeiten. Wenn Du mich brauchst, bin ich da.

Versuch es zunächst einmal selbst.

4.2 Praktizieren wir Formen der offenen Arbeit?

Wir streben gruppenübergreifendes Arbeiten an. Das heißt:

• wir organisieren differenzierte Angebote zu einem Thema,

• die Angebote orientieren sich an den individuellen Stärken der Mitarbeiter

und Mitarbeiterinnen,

• die Angebote in den Gruppen sind prinzipiell offen für alle Kinder. Die

Kinder können nach Absprache an diesen Angeboten teilnehmen.

7 analog dem Programm „Frühe mathematische Bildung“ von Prof. Preiß (www.zahlenland.info)

8 Teilnehmer der Bildungsinitiative von Microsoft Deutschland (www.schlaumaeuse.de)

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4.3 Pädagogische Planung

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Während der wöchentlichen Teambesprechung und Gruppenplanung werden

gemeinsam Entscheidungen über formale und inhaltliche Ausrichtung der

kommenden Wochen getroffen und schriftlich fixiert.

Darin finden sich die wesentlichen Absprachen zu den Zielen und Inhalten,

Arbeitsformen sowie den personellen Zuordnungen für die Durchführung.

Die pädagogischen Angebote der einzelnen Gruppen die sich aus den für die

Kinder bedeutsamen Situationen entwickelt haben, sind für Interessierte u.a.

in der Kindergartenpost und an den Gruppentüren einsehbar.

4.4 Kinder mit Migrationshintergrund

Im Kindergarten befindet sich ein geringer Anteil ausländischer Kinder. Diese

Kinder haben bei uns die Möglichkeit, spielerisch und ohne Leistungsdruck ihre

sprachlichen Fähigkeiten und ihren Wortschatz zu erweitern.

Der kulturelle Hintergrund des Kindes und der Eltern findet im Kindergartenalltag

und in Projekten Berücksichtigung. Die Beachtung von Speisevorschriften

ist für uns eine Selbstverständlichkeit und die internationale Küche gilt bei verschiedenen

Anlässen als Bereicherung der Malzeiten.

So erleben diese Kinder ihre Fremdheit nicht als „Makel“, sondern als wertvolles

Gut. Alle anderen Kinder der Eichrichtung machen damit die Erfahrung der

Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Menschen, Sprachen und Kulturen.

Integrationsarbeit und Offenheit gegenüber anderen Kulturen gehört daher

zum Kindergartenalltag.

5 Inhaltliche Aspekte

5.1 Unser Tagesablauf

Kinder lieben es zu lernen aber hassen es,

belehrt zu werden“

(anonym).

Eine geregelte Ankunftszeit der Kinder wird erwartet, damit es den Kindern gelingt

sich eventuell in kleinen Spielgruppen zusammenfinden, an Aktivitäten

teilzunehmen oder eigene Vorstellungen des Spiels zu verwirklichen. Für eine

sinnvolle pädagogische Planung und aus Sicherheitsgründen ist es notwendig,

dass ab 9.00 Uhr die Eingangstür geschlossen wird.

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Der Tagesablauf wird speziellen Anlässen angepasst, das Grundgerüst sieht

wie folgt aus:

Mo./Mittw.

7.00 Uhr

8.00 Uhr

9.00 Uhr

10.00 Uhr

11.00 Uhr

12.00 Uhr

13.00 Uhr

14.00 Uhr

15.00 Uhr

16.00 Uhr

Öffnung der Einrichtung

Freispiel (offene und gelenkte Angebote)

gemeinsames Frühstück,

anschl. Zähne putzen

Stuhlkreis/ Freispiel/ Angebote

Aufenthalt im Freien

Abholzeit bis 13.30 Uhr

Teamgespräch

Beginn der Nachmittagsbetreuung

Stuhlkreis/ Freispiel/ Angebote

Aufenthalt im Freien

Mit Freispiel bezeichnet man die Zeitspanne im Tagesablauf, in der Kinder in

möglichst freier Selbstbestimmung ihre Tätigkeit wählen und spontan aufbrechenden

Spielbedürfnissen nachgehen können. Im Freispiel suchen sie ihr

Spielmaterial und ihre Spielpartner selbst aus, setzen sich ihre Ziele und

Spielaufgaben und bestimmen von sich aus Verlauf und Dauer eines Spiels.

Durch das Freispiel wird Phantasie, Selbstbewusstsein, Solidarität, Ausdauer,

Experimentierfreude, Konzentration gefördert.

Innerhalb des Freispiels laufen verschiedene, wechselnde, gelenkte Angebote

an denen die Kinder teilnehmen können. Während des Freispiels können sich

die Kinder frei entscheiden, in welchen Spielbereichen sie sich aufhalten

möchten. Der Besuch in der anderen Gruppe ist ebenfalls möglich.

5.2 Regeln im Kiga

Regeln geben Kindern und Erwachsenen Orientierung für das Verhalten und

ermöglichen das Zusammenleben.

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Kindermitbestimmung (Partizipation) ist uns wichtig. Sie erscheint als wichtiges

Element beim Aufbau und der Stabilisierung der Persönlichkeit und der

sozialen Erziehung. Daher werden regelmäßig altersgerechte Kinderkonferenzen

stattfinden, bei denen die Kinder das Leben im Kindergarten aktiv mitgestalten

können.

5.3 Raumangebot/Gestaltung der Räume

In den Gruppenräumen finden sich Gestaltungselemente, die einen Bezug zu

den Gruppennamen Wurzelmännchen und Frischlinge haben. In den Nebenräumen

der beiden Gruppenräume befinden sich Leseecken und Rückzugsräume

sowie in einem Nebenraum eine zweite Ebene.

Es steht ein großzügiger Bewegungs- und Turnraum mit einer fest installierten

Kletterwand zur Verfügung.

Im Einzelnen vgl. Auflistung unter Ziffer 2.6.1.

5.4 Stellenwert von Gesundheit, Ernährung und Umwelterziehung

5.4.1 Gesundheit

Die Gesundheit der Kinder liegt uns Allen am Herzen. Die gesunde Ernährung,

körperliche Betätigung und die kognitive Forderung und Förderung.

Beim täglichen, gemeinsamen Frühstück, legen wir Wert auf eine Frühstückssituation

in angenehmer Atmosphäre. Wir besprechen mit den Kindern, wie

ein gesundes und nährstoffreiches Frühstück aussieht, damit sie die Grundlagen

einer gesunden Ernährung kennen lernen. Einmal in der Woche übernimmt

eine Familie pro Gruppe „Das gesunde Frühstück“, bestehend aus

Obst, Gemüse, Vollkornbrot, etc. Die Kinder der jeweiligen Gruppe beteiligen

sich an der Zubereitung. Getränke wie Mineralwasser, Tee, Milch oder Kakao

gibt es auf Wunsch im Kindergarten.

Nach dem Frühstück gehen wir mit den Kindern zum gemeinsamen Zähneputzen.

5.4.2 Beitrag zur Vorsorge

Wir sind bestrebt, Gesundheitsprobleme der Kinder rechtzeitig zu erkennen,

z.B.:

Konzeption Kindergarten Zauberwald - Stand: 21. Dezember 2006


- 19 -

• Probleme in der motorischen Entwicklung,

• Probleme im Bereich der Sprache,

• Verhaltensauffälligkeiten,

• Wahrnehmungsstörungen.

Wir sind bestrebt, die Ursachen für das Verhalten zu finden und einzuschätzen,

sowie nach Möglichkeiten des pädagogischen Umgangs mit dem Kind

und seinen Eltern zu suchen und falls notwendig, an fachspezifische Dienste

zu vermitteln.

6 Ergänzende Gesichtspunkte zu einzelnen Altersstufen

6.1 Die Arbeit mit Kleinkindern

Durch die geänderte Betriebserlaubnis ist es uns möglich, seit August 2006

auch Kinder unter 3-Jahren in unserer Einrichtung aufzunehmen.

(Geringfügigkeitsregelung: pro Gruppe 2 Kinder im Alter von 2 - 3 Jahren)

Die Aufnahme bzw. Eingewöhnungszeit unter 3-jähriger verläuft anders als bei

„Regel-Kindergartenkindern“ und erfordert eine besondere Organisation, gute

Absprachen, klare Aufgabenverteilung und ein hohes Maß an Koordinationsbereitschaft

innerhalb unseres Teams.

Die Eingewöhnung:

Ohne Bindung bleibt die Bildung auf der Strecke.

6.1.1 Höherer Betreuungsaufwand

Mit der Erweiterung des Angebotes ergibt sich aus folgenden Aspekten ein

höherer Betreuungsaufwand:

• Die individuelle Eingewöhnungsphase

• Es ist erforderlich, auf Bedürfnisse des Kleinkindes direkt einzugehen und

zu reagieren, da die Fähigkeit, Bedürfnisse aufzuschieben, noch nicht so

weit entwickelt ist

• Im pflegerischen Bereich (Essen geben, wickeln, schlafen,…)

• Das schriftliche Fixieren von Beobachtungsbögen und Dokumentationen

6.1.2 Teamarbeit und Rahmenbedingungen

Konzeption Kindergarten Zauberwald - Stand: 21. Dezember 2006


- 20 -

• Die Gruppe ist mit 2 Fachkräften besetzt. (Dienst- und Urlaubsplanung)

• Die „Bezugserzieherin“ konzentriert ihre Aufmerksamkeit zunächst ganz

auf das neue Kind und ist darüber hinaus in regelmäßigem Kontakt mit

den Bezugspersonen (Eltern).

• Alle Aufgaben bzgl. der Betreuung der übrigen Kinder werden in dieser

Zeit von der Kollegin in der Gruppe übernommen, um diesen Prozess zu

unterstützen.

• Die Aufnahme der kleinen Kinder erfolgt in den beiden Gruppen nicht

gleichzeitig (zeitlich versetzt).

• Eine parallele Aufnahme mehrerer Kinder gefährdet den Erfolg der Eingewöhnung

des einzelnen Kindes.

• Der Eingewöhnungsprozess wird von allen Mitarbeiter/Innen als wichtigste

Basis für einen guten Start der Kinder, einer positiven Elternarbeit und

als besonders sensible Phase erkannt und entsprechend beachtet.

• Als Rückzugsmöglichkeit und Ruhe- bzw. Schlafraum steht ein entsprechender

Raum mit Liegen zur Verfügung.

6.1.3 Gespräch zur Gestaltung der Eingewöhnung

Das erste Informationsgespräch wird von der verantwortlichen „Bezugserzieherin“

und deren Kollegin in der Gruppe geführt. Es wird empfohlen, dass beide

Eltern an dem Gespräch teilnehmen. Grundlage dieses Gesprächs ist ein

Fragebogen, der über das Kind, seine Gewohnheiten und Lebensumstände

informieren soll. Außerdem wird ein „Zeitplan“ mit den Eltern aufgestellt.

Wichtig sind hierbei, klare, gemeinsam getroffene und zuverlässige Absprachen,

z.B. für die ersten Trennungsversuche, die Bring- und Abholsituation,

aber auch die kontinuierliche Steigerung der täglichen Anwesenheit.

Nach 4 – 6 Wochen findet ein weiteres gemeinsames Entwicklungsgespräch

statt.

6.1.4 Die Aufnahme und Eingewöhnungszeit

Die Eingewöhnungszeit schafft den Übergang vom bisherigen Erfahrungsumfeld

des Kindes in eine neue, fremde Situation und Umgebung, daher bedarf

es ausreichender Zeit, um Vertrauen zu entwickeln, Beziehungen aufzubauen

und erste Sicherheiten im Umgang mit Regelungen und Abläufen zu gewinnen.

Nur in einem vertrauensvollen, tragfähigen Beziehungsumfeld können die

Kinder ihre Persönlichkeiten und Fähigkeiten ungehindert weiter entwickeln.

Kinder unter 3 Jahren sollten in der Anfangsphase ihres Kindergartenbesuchs

(min. 1 – 2 Wochen) von einem Elternteil oder einer anderen vertrauten Person

begleitet werden, bis sie eine verlässliche Bindung zu einer Erzieherin

aufgenommen haben.

Am ersten Tag besucht das Kind mit seiner Bezugsperson für ein – zwei Std.

die zukünftige Gruppe.

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Die „Bezugserzieherin“ empfängt das Kind und steht ihm und seiner Familie

während der gesamten Eingewöhnungszeit zur Seite.

Erste Trennungsversuche werden nach 3 – 4 Tagen unternommen und täglich

wird die Aufenthaltsdauer des Kindes im Kindergarten gesteigert. In individuellen

Gesprächen erklärt die Erzieherin, wann die erste Phase der Eingewöhnung

abgeschlossen ist.

6.1.5 Gespräch zum Abschluss der Eingewöhnung

In diesem Gespräch werden die bisherige Eingewöhnungszeit und deren Verlauf

besprochen. Die Eltern erhalten Informationen über das Verhalten ihres

Kindes in der Einrichtung. Ebenso bekommen die Eltern Beobachtungen mitgeteilt,

die in dieser Zeit gemacht wurden. Bzgl. Sozial- und Spielverhalten,

Sprachentwicklung, Entwicklungsstand der Fein- und Grobmotorik, optische

und akustische Wahrnehmungsfähigkeit, die emotionale Entwicklung.

Die Eltern berichten von ihren Erfahrungen und Eindrücken. Sie äußern ihre

Zufriedenheit mit der Betreuung und ihre Wünsche bzgl. der weiteren Zusammenarbeit.

6.2 Die Arbeit mit 5-6 Jährigen

Neben unserem Erziehungs- und Betreuungsauftrag kommen wir auch unserem

Bildungsauftrag nach. Dieser beschränkt sich keinesfalls nur auf die Vorschularbeit.

Die „Vorschulzeit beinhaltet die gesamte Kindergartenzeit, vom

Eintritt in den Kindergarten bis zum Schulanfang.

Der große Unterschied zwischen Schule und Kindergarten ist in den verschiedenen

Aufträgen zu sehen.

Kindergarten sozialpädagogischen Auftrag

Spielzeit

Schule lernpädagogischen Auftrag

Lernzeit

Unsere Einrichtung versteht sich als familienergänzende Erziehungs- und Bildungseinrichtung

und nicht als Vermittler von typisch schulischen Lerninhalten

(z.B. Vorschulmappen, schreiben und lesen lernen…).

Im täglichen Miteinander des Kindergartens machen die Kinder folgende wichtige

Erfahrungen, die auf das Leben und somit auf die Schule vorbereiten:

• Kennen lernen neuer Menschen

• Lösen von Beziehungsproblemen

• Konflikte und deren Lösungen

• Langeweile und Spannung

Konzeption Kindergarten Zauberwald - Stand: 21. Dezember 2006


• Sympathie und Antipathie

• Gemeinschaftsgefühl

- 22 -

Im letzten Kindergartenjahr legen wir in Bezug auf die „Schulfähigkeit“ besonderen

Wert auf:

• Konzentration bis zum Spielende

• Vollendung angefangener „Arbeiten“

• Selbständige Konfliktlösung

• An- und Auskleiden

• Spiel ohne Erzieherin

• Durchsetzen und Unterordnen

• Disziplin und Einhalten von Regeln

• Erledigung von kleinen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten

• Rücksichtsnahme auf andere

In dem letzten Kindergartenjahr treffen sich die zukünftigen „Schulkinder“ aus

der Gruppe der „Frischlinge“ und der „Wurzelmännchen“ gemeinsam einmal in

der Woche im Turnraum. Dort wird in einer Kinderkonferenz das Thema der

nächsten Wochen bestimmt. Diese Gruppe wird von zwei Erzieherinnen betreut.

Ebenfalls haben diese Kinder die Möglichkeit, bis zum Schuleintritt das

Schwimmen zu erlernen.

Das Spiel des Kindes ist die Brücke zur Wirklichkeit

(Bruno Bettelheim)

6.2.1 Einsatz von Beobachtungsbögen

Die Erzieherinnen und Erzieher setzen zur Beobachtung und zur Dokumentation

der Entwicklung des einzelnen Kindes ein gemeinsam vereinbartes Beobachtungsinventar

ein. Die erfassten Beobachtungen werden regelmäßig in

Gruppen – und Teamkonferenzen ausgewertet. Das Beobachtungsinventar

unterliegt einer regelmäßigen Revision durch das Kindergartenteam. Verwendung

findet der „Gelsenkirchener Entwicklungsbogen“. 9

Die Beobachtungsergebnisse werden verschlossen aufbewahrt und unterliegen

strengen datenschutzrechtlichen Regeln. Erziehungsberechtigte haben

jederzeitiges Einsichtsrecht in die Beobachtungsunterlagen ihres Kindes.

9 Hrsg.: Jugendamt Gelsenkirchen

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- 23 -

7 Die Zusammenarbeit im Team

Ein Kindergarten ist nur so gut, wie sein Team es

ist. Stimmt die Zusammenarbeit untereinander, so

wird die positive Atmosphäre auch auf die Kinder

und die Eltern übertragen. Wenn aber Konflikte im

Team da sind, dann wirkt sich das auch automatisch

auf den gesamten Kindergarten aus.

7.1 Dienstbesprechungen/Gruppenbesprechungen

Wir nutzen zwei Arten der Teamsitzungen:

7.1.1 Team

Die Teamsitzungen finden immer Montags- und Mittwochnachmittags von

13.00-14.00 Uhr im Büro statt. Besprechungspunkte werden im Vorfeld an einer

Magnetwand notiert. Die Teamsitzungen dienen:

• den Fallbesprechungen, z.B. bei Auffälligkeiten

• der Informationsweitergabe ( z.B. Gesetze, Fachveröffentlichungen, Verordnungen,

Finanzen, Verwaltungsvorschriften),

• der Abstimmung organisatorischer Angelegenheiten (Termine, Planung

und Reflexion von Aktionen),

• den Absprachen hinsichtlich der Zielsetzung, Planung und Durchführung

der pädagogischen Arbeit,

• der Festlegung von Aufgabenverteilung und Verantwortlichkeiten,

• den Anliegen der einzelnen Mitarbeiter,

• Entscheidungsvorlagen für den Träger.

Jede Teambesprechung wird protokolliert und der Protokollant wechselt im

Rotationsprinzip. Die Gesprächsführung obliegt der Leitung. Das Protokoll erhält

der Träger zur Kenntnis bzw. zur weiteren Veranlassung.

7.1.2 Gruppenteam

Das Gruppenteam findet immer außerhalb der Kernzeiten statt und wird flexibel

in den Alltag eingebaut. Die Betreuung der Kinder erfolgt dann von Kollegen

der anderen Gruppe.

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- 24 -

7.2 Die Zusammenarbeit mit Praktikantinnen/Praktikanten

Neben der Arbeit mit Kindern erfüllt der Kindergarten auch wichtige Aufgaben

in der Orientierung und Ausbildung von Nachwuchskräften. Über Umfang und

Möglichkeiten der Beteiligung von Schul- und Jahrespraktikanten berät das

Kindergarten Team. Mit Blick auf die aktuelle Situation in den Gruppen und

laufende Projekte beurteilt das Kindergarten Team seine Belastungsgrenzen

verantwortlich.

Praktikanten werden im vollen Umfang in die Pädagogische Arbeit eingebunden.

Je nach Fähigkeiten und Möglichkeiten übernehmen sie auch selbständig

kleine Arbeitsaufträge. Die Einweisung, Betreuung und Anleitung, werden von

einer Mitarbeiterin/ einem Mitarbeiter für die Dauer des Praktikums verbindlich

als Praxisanleitung übernommen.

Praktikanten nehmen an allen regelmäßigen Teamsitzungen teil, werden in

Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen einbezogen. Sie werden auch in Prozesse

der Elternarbeit integriert.

Praktikantinnen und Praktikanten erhalten zum Abschluss ihres Praktikums

eine schriftliche Bescheinigung. Je nach Schulart/ Ausbildungsgang erarbeitet

die zuständige Praxisanleitung eine Beurteilung im notwendigen Umfang. Die

Beurteilung wird mit dem Praktikant gemeinsam besprochen.

7.3 Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen

Ein Team ist eine aktive Gruppe von Menschen, die

gemeinsame Ziele verfolgen, Freude an der Zusammenarbeit

haben und gute Leistungen bringen,

also Menschen, die eine gute Beziehung zueinander

haben

(Francis Young)

"Ein gutes Team =

zufriedene Kinder = zufriedene Eltern = hohe Qualität in der Arbeit mit und am

Kind"

Unter TEAM verstehen wir:

• offene und ehrliche Zusammenarbeit aller pädagogischen Mitarbeiterinnen

• mit gleichen Zielen arbeiten

• gemeinsam Entscheidungen treffen

• Verantwortung individuell UND gemeinsam tragen

• sein Können ins Team und die einzelnen Gruppen einbringen, um sie

somit untereinander zu vernetzen und den Kontakt weiter zu vertiefen.

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7.3.1 Entwicklung für die Zukunft

- 25 -

• Vor Beginn des Kindergartenjahres einen Tag (Planungstag), um das

vergangene Jahr zu reflektieren und das kommende Jahr zu planen.

• intensiven Austausch unter den Kollegen (Fortbildung).

• Mehr Zeit für Reflektion (Fallbesprechung)

8 Unsere Zusammenarbeit mit den Eltern

Elternarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit, da die Erziehung

der Kinder immer eine gemeinsame Aufgabe ist. Gesetzlicher Repräsentant

der Elternschaft ist der gewählte Elternausschuss (EAS). Er wird in vielfältiger

Weise in die Gestaltung der Einrichtung und der pädagogischen Ausrichtung

eingebunden. Ziel der Zusammenarbeit mit den Eltern ist es, die pädagogische

Arbeit und das Erleben der Kinder transparent zu machen. Realisiert

wird dies durch:

1. Elternabende

Im Laufe eines Jahres finden in Absprache mit dem Elternausschuss

mindestens drei Elternabende statt. Wesentliche inhaltliche Punkte sind

die Jahresplanung und die jährliche Wahl des Elternausschusses. Darüber

hinaus werden wichtige pädagogische Konzepte und Innovationen

sowie konzeptionelle Aspekte vorgestellt und diskutiert.

2. Elterngespräche

Aufnahmegespräch

Bei der Aufnahme findet ein ausführlicher und intensiver Austausch

zwischen Eltern und Kindergarten statt. Der Kindergarten informiert

gründlich über Konzeption und tägliche Arbeit. Die Eltern informieren

ausführlich über ihr Kind.

Entwicklungsgespräch

Mit Hilfe des im Kindergarten eingesetzten Beobachtungsbogens finden

mindestens einmal im Jahr für jedes Kind Entwicklungsgespräche

statt. In diesem Gespräch werden den Eltern die vorhandenen

Daten einsichtig gemacht und die Entwicklung des Kindes dokumentiert.

Sprechstunde

Jede Gruppe bietet eine wöchentliche Sprechzeit zu einem festen

Termin für Elterngespräche an.

3. Elternbesuche

Die Eltern haben die Möglichkeit, nach Absprache einen Vormittag im

Kindergarten zu hospitieren, um ihr Kind im Kindergartenalltag zu erleben.

4. Elterninformation

Schwarzes Brett

Alle wichtigen Informationen werden am schwarzen Brett ausgehängt.

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- 26 -

Informationen über die aktuelle pädagogische Arbeit und die Arbeitsthemen

werden an der Gruppentüre oder in den Gruppen ausgehängt.

Sie machen den Eltern die geplante ersichtlich und nachvollziehbar.

Kindergartenpost

Die „Kindergartenpost“ ist das „Hauptorgan“, quasi eine „Kundenzeitschrift“.

Sie erscheint jeweils zum 15. des Monats und beinhaltet in

festen Rubriken relevante Berichte über die geleistete pädagogische

Arbeit. Planungen und Vorhaben der beiden Gruppen sind gleichfalls

aufgenommen. Alle Mitarbeiter kommen als verantwortliche Autoren

zu Wort.

Elternbriefe

In ergänzenden Elternbriefen informieren die Gruppen frühzeitig über

geplante Aktionen. Wichtige grundlegende Informationen (schwarzes

Brett) werden auch in die Elternbriefe aufgenommen. Die Eltern bemühen

sich um möglichst vollständige Rückmeldung und Beantwortung

der Elternbriefe.

Die beiden letztgenannten „INFO-Produkte“ unterscheiden sich auch optisch.

5. Elternmitarbeit

Die Eltern werden bei der Planung, Durchführung und Reflexion der pädagogischen

Arbeit aktiv einbezogen.

Vierteljahresgespräche

Das Kindergartenteam führt mit dem Elternausschuss Vierteljahresgespräche

durch. In diesen Gesprächen werden die Planungen für

das kommende Quartal dargelegt und besprochen. Die Zusammenarbeit

zwischen Kindergartenteam und Elternausschuss wird reflektiert.

Gemeinsam werden Vereinbarungen getroffen.

Auswertungssitzung der Konzeptionsumsetzung (Qualitätssicherung)

Der Elternausschuss nimmt an den Auswertungssitzungen teil und

wird in die Weiterentwicklung eingebunden.

Elternmitarbeit bei Festen, Feiern und Ausflügen

Im Rahmen ihrer Möglichkeiten werden die Eltern sich aktiv in die

Gestaltung und Umsetzung von Festen und Feiern einbringen. Je

nach ihren Möglichkeiten werden Eltern an Ausflügen teilnehmen.

8.1 Zusammenarbeit Eltern und Träger

Die Mitglieder des Elternausschusses haben das Recht sich jederzeit direkt an

den Träger zu wenden. Der Träger informiert den oder die Vorsitzende des Elternausschusses

über beabsichtigte wesentliche Veränderungen in der Einrichtung

(insbesondere gem. § 3 Absatz 2 der Elternausschuss-Verordnung).

Der Träger versteht die drei Organe EAS, Team und Träger als unabdingbare

Trias, die kreativ, zielgerichtet und vertrauensvoll die Konzeptionsziele gemeinsam

verfolgt.

Konzeption Kindergarten Zauberwald - Stand: 21. Dezember 2006


- 27 -

9 Kontakte zu anderen Institutionen

Landesamt

für Soziales,..

Frau Petra

Portugall

Kinderärzte

Therapeuten

Kreis AK

Jugendamt

Leiterinnen-

Treffen

Zusammenarbeit

mit anderen

Institutionen

Beratungs-

stellen

Verbandsgemeinde

Feuerwehr,

Krankenhaus,

Kirche,…

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Gemeindrat

Andere

Kindergärten/

Schulen


9.1 Öffentlichkeitsarbeit

- 28 -

Neben den bereits genannten Medien „Elternbrief“ und „Kindergartenpost“ informiert

der Kindergarten auch regelmäßig die Öffentlichkeit über seine Aktivitäten

und pädagogischen Ziele. Dies wird von der örtlichen Presse unterstützt.

Weitere Medien bzw. Aktivitäten sind für die Außendarstellung sind:

Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde

Homepage der Ortsgemeinde

Homepage des Kindergartens Zauberwald; z.Zt. im Aufbau

Flyer

Anmeldeinformation/- bogen

Förderverein (geplant)

Durchführung von Festen (z.B. Osterfeuer, Sankt Martin)

Sonstige Aktivitäten (z.B. Basare)

10 Fortbildungen

Das Personal des Kindergartens und der Träger legen großen Wert auf regelmäßige

Fortbildung der Mitarbeiterinnen. Die Auswahl der Fortbildungsinhalte

orientiert sich an den Arbeitsnotwendigkeiten im Kindergarten und an

den konzeptionellen Zielen der Einrichtung.

Fortbildungen werden im Team und nach Genehmigung durch den Träger

gewählt. Zur Finanzierung der Fortbildungen stellt der Träger jährlich ein Budget

zur Verfügung.

Seitens des Trägers werden Fortbildungskooperationen und vor Ort-

Schulungen innerhalb der Verbandsgemeinde angestrebt.

10.1 Inhalte und Zertifikate

Der Träger gibt als „Leitlinie und Orientierung“ die Inhalte der „Bildungs- und

Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz“ vor. Des

weiteren wird seitens der Trägerschaft großen Wert auf die Teilnahme und

Zertifizierung von Fortbildungen im Zusammenhang mit der Bildungsoffensive

des Landes Rheinland-Pfalz „Zukunftschance Kinder: Bildung von Anfang an“

gelegt.

10.2 Fortbildungsschwerpunkte 2006/07

Der Kindergarten Zauberwald nimmt wie ausgeführt in begrenztem Umfang

auch Kinder unter drei Jahren auf. Infolgedessen arbeitet das Team sehr stark

an der Gestaltung der Eingliederung und des Alltags sowie der Anpassung der

Fördermöglichkeiten für diese Gruppe der Kinder. Entsprechend werden wir in

diesem Arbeitsbereich Schwerpunkt der Fortbildungen legen.

Konzeption Kindergarten Zauberwald - Stand: 21. Dezember 2006


10.3 Selbststudium

- 29 -

Zur Fortbildung wird regelmäßig Fachliteratur gesichtet. Eine Fachzeitschrift

ist durch den Träger abonniert und steht im Umlaufverfahren zur Verfügung.

Einschlägige Internetadressen und „Erziehungsportale“ werden regelmäßig

als „Wissensbasis“ genutzt.

11 Entwicklungsziele für 2007

1. Das Team, der Träger und interessierte Eltern werden sich bis November

2007 ergänzende Einblicke in alternative Konzepte der Früherziehung verschaffen

und in eine gemeinsame Klausurtagung einbringen.

a. Montessori 10

b. Waldorf 11

c. Reggio 12

2. Der Kindergarten Zauberwald wird auch unter Berücksichtigung der

„Grundsätze der Projektarbeit“ in Projekten arbeiten. Der Elternausschuss

wird 2007 einen Elternabend zum Thema Projektarbeit durchführen.

3. Im Kindergarten werden in 2007 drei thematische Elternabende durchgeführt.

Die Verantwortung für die Durchführung trägt der Elternausschuss.

4. Seitens des Trägers gibt es Planungen, eine Regelgruppe mittelfristig in

eine altersgemischte Gruppe umzuwandeln. Dies bedeutet, dass eine

Gruppe mit 8 Plätzen für Kinder ab dem vollendeten 3. Lebensjahr bis

Schuleintritt und mindestens 3 und höchstens 7 Plätze für Kinder vor

Vollendung des 3. Lebensjahres entstehen würde.

11.1 Weiterarbeit an der Konzeption

Die Konzeption ist Leitlinie (vgl. Einleitung) aber auch Reflexion eines kontinuierlichen

Verbesserungsprozesses. Sie wird jährlich im Dezember aktualisiert

bzw. fortgeschrieben.

Eine Version 2 ist bis Juni 2007 geplant.

10 vgl. die reformpädagogischen Ansätze unter www.montessori.de

11 „Erziehungskunst nach Rudolf Steiner“, vgl. http://www.freunde-waldorf.de/

12 Elementarpädagogik nach Reggio Children - Internationales Zentrum für die Verteidigung und Förderung

der Rechte und Potenziale der Kinder", Reggio Emilia, Italien

Konzeption Kindergarten Zauberwald - Stand: 21. Dezember 2006


12 Lageplan

15/5

F ahrweg

15/9

1900

1903/1

15/4

18/6

5

2 0

15/11

F ahrw

15/8

1

4

1 8

1903/2 e

g eg

hrw

Fa

1903/3 1903/6

- 30 -

Kindergarten

4

1 9

18/5

1780/22

Feuerwehr

18/8

20/5

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3

menweg

Blu 7

2

1 7

17/1

F ahrweg

1 5

BPL

1905

19/

20/7

5

M


13 Luftaufnahme

- 31 -

Konzeption Kindergarten Zauberwald - Stand: 21. Dezember 2006


- 32 -

14 SPRÜCHE & Gedanken zum Schluss……..

Kinder und Uhren dürfen nicht ständig aufgezogen

werden man muss sie auch gehen lassen.

(Sean Paul)

Tobias Kuhn

Wenn Kinder klein sind, gib Ihnen Wurzeln. Wenn sie

groß sind, gib ihnen Flügel.

Ein Mensch, der Geduld

haben muss als Erzieher,

ist ein armer Teufel - :

Liebe und Freude muss er

haben!

(Pestalozzi)

Anne Schwenk

(Chinesische Weisheit)

Marietta Groß-Schumacher

Wenn man Intelligenz als die Fähigkeit definiert, neue Dinge zu

lernen und Lösungen für Probleme zu finden, die das erste Mal

auftauchen – wer ist dann intelligenter als das Kind ?

(Michel Tournier)

Michael Wäschenbach

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Ein großer Mensch ist, wer

sein Kinderherz nicht verliert.

(Mencius)

Judith Daube

Kinder sind Gäste, die nach

dem Weg fragen.

(Indische Weisheit)

Beate Michel

Es hat keinen Sinn Kinder

zu erziehen, sie

machen uns doch alles

nach!

Alena Schüßler


- 33 -

Weil unsere Kinder

unsere einzige reale Verbindung

zur Zukunft sind,

und weil sie die Schwächsten

sind, gehören sie

an die erste Stelle

der Gesellschaft.

(Olaf Palme)

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