Halbjahresbericht 2010 - Widmer und Partner GmbH

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Halbjahresbericht 2010 - Widmer und Partner GmbH

Halbjahresbericht 2010 zum Aktien-Portefeuille "Value & Growth"

Beim Widmer & Partner "Value & Growth-Stocks" Portefeuille handelt es sich um unser

breit diversifiziertes Schweizer Aktienportefeuille, das aus Small- und Mid-Caps sowie

Blue Chips besteht und an dem wir unsere Anlegerinnen und Anleger beteiligen.

Entwicklung unseres Aktien-Portefeuilles "Value & Growth" im 1.Semester 2010

Mit der Entwicklung im ersten Semester 2010 sind wir sehr zufrieden, denn erstmals seit Firmengründung

ist es uns gelungen, selbst bei negativer Börsenentwicklung ein positives Zwischenergebnis zu erzielen.

Allerdings möchten wir festhalten, dass dieser Erfolg nicht zum zukünftigen Massstab genommen werden

kann, um unsere Leistung zu messen. Wir reiten bezüglich Aktienauswahl seit eineinhalb Jahren auf einer

ungewöhnlichen Erfolgswelle, die so kaum fortgeschrieben werden kann.

Umschichtungen:

Medientitel muss man dann kaufen, wenn die Stellenanzeiger dünn sind! Das haben wir getan. Affichage,

Goldbach Media, Publigroupe und Tamedia machen heute zusammen knapp 16% am Gesamtportefeuille

aus. Diese vier Titel allein bergen ein Kurspotenzial von 50 bis 200% über die nächsten zwei bis drei Jahre,

wenn sich die Wirtschaft wie erwartet erholt. Daneben besitzen aber auch Titel wie Austriamicrosystems,

Gottex Fund, Komax, Logitech, Panalpina, Tornos und VP Bank Vaduz ähnliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Bemerkenswert an der Zusammensetzung des Portefeuilles ist weiter, dass sich, ebenfalls erstmals seit

Gründung 1998, zurzeit kein einziger SMI-Titel darin befindet. Dies hat mit einer generellen Abneigung

gegenüber Finanz- und Versicherungstiteln zu tun. Es spiegelt aber auch unsere Einschätzung, dass sich die

als defensiv geltenden Nahrungs- und Pharma-Aktien beim momentanen Stand des Konjunkturzyklus

schwächer entwickeln werden als zyklische Aktien und dass wir heute im Segment der Blue Chips generell

keine wirklich attraktiven, grosses Potenzial versprechenden Aktien zu niedrigem Preis als Ergänzung

finden.

Die zehn grössten Positionen im Value & Growth Zugänge Jan – Juni 2010

Austriamicrosystems 5.7% Affichage

Publigroupe 5.6% Goldbach Media

Meyer Burger 5.4% Huber + Suhner

Uster Technologies 5.2% Logitech

Georg Fischer 5.2% Panalpina


Komax 5.1% Schulthess Group

Tornos 4.9% Tamedia

Orascom 4.8% VP Bank Vaduz

Looser 4.8%

Gottex 4.4%

Abgänge Jan - Juni 2010

ABB - Swiss Re – Bobst – Zehnder - CFT – Dufry - Interroll und Lonza

Rückblick auf 1. Semester 2010

Börse, Wirtschaft, Unternehmensergebnisse

Unsicherheit lieben Investoren an den Aktienmärkten gar nicht. Und widersprüchlich sind die Kennzahlen

tatsächlich, die die Aktienkurse beeinflussen. Positive und negativere Informationen zu globaler und

nationaler Wirtschaftsentwicklung, zu Arbeitslosenraten, zu Immobilienmärkten und zu Staatsverschuldungen

wechseln sich fast im Tagesrhythmus ab.

Auch Experten können deshalb nicht sicher sagen wohin die Reise geht. Wir konzentrieren uns darauf,

kühlen Kopf zu bewahren und diejenigen Informationen auszuwerten, die uns wesentlich scheinen und

weniger Wichtiges beiseite zu lassen. Oft widersprechen sich die Publikationen auch kurz darauf wieder.

Unter Zuhilfenahme von Erfahrungen früherer Konjunkturverläufe versuchen wir die wahrscheinlichsten

Szenarien herauszulesen und darauf aufbauend eine (flexible) Anlagestrategie aufzubauen. Unsere

Möglichkeiten sind aber beschränkt. Market-Timing, d.h. zum Beispiel mit 20% Liquidität an der Seitenlinie

zu stehen, können wir beispielsweise nicht betreiben, denn Sie haben uns Ihre Mittel ja dafür zur

Verwaltung anvertraut, damit wir in Aktien investieren und nicht um Geld zu parkieren.

Ab Februar erfasste die Akteure an den Börsen offensichtlich eine gewisse Erleichterungseuphorie. Die

Kurse stiegen rasch ca. 10% an. Doch das Ende der kurzen Hausse nahte, wie so oft über Nacht.

Kaskadenähnlich ging es nämlich ab Mitte April bis Ende Juni hinunter bis unter den Anfangsstand 2010.

Zum abrupten Umschwung hatten vor allem die Diskussionen um die Verschuldungsquote respektive die

drohende Zahlungsunfähigkeit von Staaten wie Griechenland, Spanien und Portugal geführt. Befürchtungen,

dass sich eine europäische Finanzkrise entwickeln könnte und dass sich die Unternehmensergebnisse

im laufenden Jahr doch nicht so gut wie erhofft entwickeln würden, flammten auf.

Doch es besteht unserer Ansicht weder Anlass in Pessimismus zu verfallen noch ist es angebracht

euphorisch zu werden. Die Widersprüchlichkeit der makroökonomischen Informationen lassen aber

immerhin einen Schluss zu: der Pfad der Erholung der Weltwirtschaft wird ein holpriger sein. Die sehr

unterschiedliche Verfassung grosser Volkswirtschaften wie Amerika, Russland, China, Brasilien, Indien,

Japan oder der Länder des Euroraumes werden kaum für Gleichschritt sorgen.

Wir prognostizieren aber trotzdem eine Erholung der Weltwirtschaft im laufenden und nächsten Jahr. Zwei

Schritte vor, einen Schritt zurück scheint dabei der am ehesten zu erwartende Takt zu sein. Einen Rückfall

in eine globale Rezession erwarten wir wegen der starken Auftriebskräfte der sogenannten Schwellenländer


und Interventionen grosser Zentralbanken nicht. Dass einzelnen Volkswirtschaften eine Double-Dip-

Entwicklung bevorstehen könnte, kann nicht ganz ausgeschlossen werden.

Berichtssaison der Unternehmen:

Die bisher publizierten Semesterausweise fielen zwar uneinheitlich aber überwiegend doch positiv und den

recht optimistischen Erwartungen entsprechend aus. Dabei bleibt abzuwarten, in welchem Ausmass sich

das Wirtschaftswachstum vorerst nun wirklich abschwächt. Firmenverantwortliche äussern sich heute aber

deutlich positiver zu den Aussichten als noch vor kurzem.

Vorsicht ist dennoch angebracht, erwies sich die Fähigkeit von Managern zukünftige Entwicklungen

vorauszusehen in der Vergangenheit oft als ungenügend. Immerhin senkten viele Unternehmen im Zuge

der Finanzkrise ihre Kostenbasis und verbesserten die Bilanzverhältnisse, sodass sich ein zukünftiger

Aufschwung überproportional auf die Gewinne auswirken sollte. Überhaupt hielten sich Schweizer

Unternehmen – mit Ausnahme gewisser Finanzinstitute und Firmen, die auch in konjunkturell guten Zeiten

wenig Gewinn erwirtschaften – erstaunlich gut.

Vorschau 2. Semester 2010

Wir erwarten in Übereinstimmung zum oben Beschriebenen eine unstete Entwicklung der Börse, wobei sich

trotzdem eine von heutiger Basis aus gesehen, positive Entwicklung abzeichnen sollte. Die weiterhin tiefen

Zinsen und mangelnde Anlagealternativen sprechen eigentlich auch für Aktien. Allein die Dividendenrendite

der Titel an der Schweizer Börse beträgt heute 2.8%.

Man darf auch nicht vergessen, dass die Aktienkurse in der Vergangenheit eine Entwicklung der Wirtschaft

von ca. 6-12 Monaten vorweg nahmen. Weil diese Entwicklung heute aber noch von vielen Unsicherheiten

geprägt ist, gibt es immer wieder Rückschläge. Wir sind mit der Zusammensetzung des Value & Growth

grundsätzlich sehr zufrieden. Wir sind überzeugt, dass wir bei positiver Entwicklung der Wirtschaft

überproportional profitieren werden. Wesentliche Umschichtungen stehen also nicht an. Kleinere

Arrondierungen oder Gewichtungsverschiebungen nehmen wir aber laufend vor. Es macht sicher auch Sinn

hin und wieder Teilgewinne bei sehr volatilen Aktien zu realisieren und die daraus resultierende Liquidität in

Titel zu investieren, die günstig geworden sind. Solche gibt es immer wieder. Gegen grosse

Kursrückschläge spricht auch die recht bescheidene Bewertung der Schweizer Börse.

Anlage-Empfehlung

Wir wollen stets das Beste erreichen für unsere Anlegerinnen und Anleger. Deshalb empfehlen wir Ihnen

das zu tun, was heute schon viele unserer Kunden erfolgreich tun: monatliche Einlagen zu machen und

dadurch das Vermögen langsam aber stetig zu erhöhen!

Wir danken Ihnen für Ihr bisheriges und zukünftiges Vertrauen.

Widmer & Partner, Vermögensverwaltung

Andy Widmer u. Roland Rechsteiner Im Juli 2010

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