Flyer Umweltbonus - Hoval

hoval

Flyer Umweltbonus - Hoval

Einblicke

Das Kunden- und Mitarbeitermagazin der Hoval Gruppe 1/2013

professionell

s

qualifiziert

a

geschickt c

erfahren h

fachkundig n

bewandert d

kompetent

k

routiniert u

ausgebildet i

..

aussergewohnlich

g


Im Vorwort Fokus

Liebe Leserinnen

und Leser

Sachkundige Menschen machen den

Unterschied!

Weshalb vertraut man einem anderen

Menschen? Weil man gelernt hat, dass man

sich auf die entsprechende Person verlassen

kann. Genau dieselben Überlegungen gelten

auch bei Investitionen in die Heiz- und Klimatechnik.

Das sind Systeme, welche über viele

Jahre zuverlässig ihre Funktion erfüllen

müssen und dem Kunden sowohl ökonomisch

wie auch ökologisch die beste Lösung bieten

sollen.

Es ist deshalb verständlich, dass anspruchsvolle

Investoren vor allem bei grossen Projekten

sehr genau prüfen, auf wen sie vertrauen.

Nicht überraschend, dass oft die Entscheidung

auf Hoval fällt, da wir über Jahrzehnte

fundierte Beratung, qualitativ hochwertige

Produkte und einen zuverlässigen Service

unter Beweis gestellt haben. Es erfüllt uns

deshalb immer wieder mit Stolz, wenn wir

sehen, in welcher langen Liste weltbekannter

Gebäude und namhafter Projekte vom

Buckingham Palast bis zum Burj Khalifa,

2 _ Einblicke 01.2013

dem höchsten Gebäude der Welt, man auf

unsere Produkte, Lösungen und unsere

Kompetenz zurückgreift.

Einige aktuelle Beispiele anspruchsvoller

Projekte, für die uns Kunden das Vertrauen

ausgesprochen haben, dürfen wir Ihnen in

dieser Ausgabe der Einblicke vorstellen.

Wir schätzen dieses Vertrauen sehr und

beweisen unseren Kunden immer wieder,

dass es begründet ist.

Das alles ist nur möglich, weil uns eines klar

ist: Der Mensch macht den Unterschied!

Peter Gerner,

Geschäftsleitung Hoval Gruppe / CEO Heiztechnik


Inhalt

Einblicke 1 / 2013

4

17

Im Fokus

04 Vom Sachverstand der Hovalianer

05 Mit Kompetenz zum Grossauftrag

08 Spitzentechnologie in den Schweizer Alpen

In Betrieb

10 Viel Warmwasser für den Headline-Turm

11 Hotel Edelweiss in Wagrain setzt auf Pellets

12 Hoval Know-how für Mercedes Benz

13 Energieeffizienz für VW Produktionswerk

14 Anspruchvolle Raumklimatisierung mit RoofVent ®

15 Qualitätsgutachten für dezentrale Lüftungssysteme

16 Einkaufszentrum in Polen setzt auf

Hoval Technologie

17 Circus Krone saniert Heizzentrale

5 10

22 24

Am Markt

18 Neue Hoval TrainingCenter

19 Hoval UK beim Coronation Festival der Queen

Im Detail

20 Wärmepumpen der neuesten Generation mit

Spitzen-COP

22 Intelligentes Hirn:

Hoval Leittechnik für Fernwärmenetze

24 Optimierter Rotationswärmetauscher

mit maximaler Effizienz

26 Kraft und Wärme koppeln – und Geld sparen

27 Im Rückblick

Einblicke 01.2013 _ 3


Im Fokus

Vom Sachverstand der Hovalianer.

Einer der Hoval Markenkernwerte lautet sachkundig. Das klingt in erster Linie schon mal kompetent,

qualifiziert, ausgebildet. In der vielfältigen Welt von Hoval erhält dieses eine Wort jedoch eine

bedeutende Dimension, denn es geht hier auch um Funktionsfähigkeit, Sicherheit und Geld.

Die sieben Gipfel unseres erfolGs

Wir bei Hoval sind aussergewöhnlich, denn wir bieten unseren Kunden

technisch überlegene Raumklima-Lösungen aus den Alpen.

Ist man sachkundig,

darf man sich als Experte

oder Fachmann bezeichnen. Man hat

ein Themengebiet ausgiebig erlernt und

kann fachlich Rede und Antwort stehen.

Kommen dann noch ein paar Jahre

Erfahrung dazu, dann wird der Experte

auf seinem Gebiet zu einem Vorteil im

Wettbewerb um die Gunst der Kunden.

Hoval ist im Vorteil, denn hier arbeiten

viele Experten.

Hoval Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

überzeugen unter anderem mit technischen,

kaufmännischen, und handwerklichen

Fähigkeiten, die Basis für den

Erfolg unserer Produkte, ihrer Entwicklung,

Herstellung, Vermarktung und

ihres Vertriebs sind. Der Mehrwert, den

Hoval bietet, lässt sich sowohl an der

technischen Überlegenheit der Produkte

und Lösungen festmachen

4 _ Einblicke 01.2013

als auch an den Hovalianern selbst und

ihrem Wissen. Denn der Verkauf eines

Produktes bedarf ebenso wie der

Verkauf eines gesamten Systems mit

vielen Komponenten, Abhängigkeiten

und Vernetzungen einer sachkundigen

Beratung, präzisen Projektierung, intelligenten

Prozessüberwachung, fachmännischen

Installation und routinierten

Service. Nicht zu vergessen die Verlässlichkeit

und Präzision der Warendisposition,

der Logistik, des Rechnungswesen,

der IT und vieles mehr. Alles

perfekt aufeinander abgestimmt und in

bester Qualität garantiert dem Kunden

ein funktionsfähiges und sicheres

Produkt, zahlt ein auf die Langlebigkeit

und Zuverlässigkeit einer Hoval-Lösung

und spart schlussendlich Zeit

sowie Geld.

Überzeugen mit

Spitzenleistungen

In einer Zeit, in der Mittelmass wirtschaftlich

kaum überlebt, die Konkurrenzdichte

gross ist und der Kunde

immer anspruchsvoller wird, ist Aussergewöhnliches

gefragt. Hoval begegnet

dem mit Spitzenleistungen, die einen

messbaren ökologischen und ökonomischen

Mehrwert bieten und durch sachkundige

Menschen, die vor allem eines

vermitteln: Vertrauen.

Vom Lernenden zum

Lehrenden

Die Ausbildung hat bei Hoval einen

hohen Stellenwert, denn junge Menschen

im Unternehmen auszubilden, heisst

Know-how weiterzugeben. Expertise im

Grossen und im Kleinen zu teilen und

die nachfolgende Generation bereits

von der Pike auf mit dem Hoval Sachverstand

auszurüsten. Aber nicht nur

Lernende in sieben verschiedenen

Lehrberufen werden bei Hoval zu

Experten, sondern auch unsere Kunden

und Partner. Die Hoval TrainingCenter

in diversen Ländern bringen Fachwissen

gezielt an den Mann.

Das „i”-Tüpfelchen

Paart sich der Sachverstand der

Hovalianer mit einer familiären Kultur

und begeisternder Motivation, dann

können die Hoval Kunden ruhig

schlafen.


In Betrieb

Schweiz

Lösungen nach Mass für

komplexes Fernwärmenetz.

Hoval überzeugt mit Know-how, Innovation und Sicherheit: Für das

Fernwärmenetz, das in der Region Bellinzona im Süden der Schweiz entsteht,

reicht das Leistungsspektrum der Übergabestationen von weniger als

50 bis 3500 kW. In ihnen steckt Hoval-typische Innovationskraft.

Aufsehen erregend!

Dieses Netz sprengt den Massstab des

Gewohnten: Die Kehrichtverbrennungsanlage

des Kantons Tessin, das Tessiner

Elektrizitätswerk und die Gemeinde

Giubiasco errichten ein Fernwärmenetz,

das sich in der Länge über rund

30 Kilometer erstrecken wird. 35‘000 Einwohnerinnen

und Einwohner sollen mit

der Abwärme aus der Kehrichtverbrennung

versorgt werden, ebenso Industriebetriebe,

Gemüse-Anbauer, das

Regionalspital in der Kantonshauptstadt

Bellinzona, Schulen und Heime. Die

dafür gegründete Teris AG – Teris steht

für „Teleriscaldamento“, zu Deutsch

„Fernwärme“ – geht von einer Abwärmeleistung

von total 30 MW aus.

Allein schon die Dimensionen erfordern

Spitzen-Know-how und flexible Planungs-

und Fertigungskapazitäten.

Dazu kommen technische Anforderungen,

die nur mit Erfahrung und Innovationskraft

zu erfüllen sind. Dass Hoval

hier durchwegs punkten kann, haben

auch die Verantwortlichen der Teris AG

erkannt. Jedenfalls hat Hoval in der

öffentlichen Ausschreibung für die 46

Wärmeübergabestationen der ersten

Etappe das Rennen gemacht und elf

Konkurrenten hinter sich gelassen.

Keine Übergabestation

wie die andere

„Jede dieser Übergabestationen konzipieren

wir individuell – je nach örtlichen

Bedürfnissen und Leistungsanforderungen“,

erklärt Ingenieur Dino Bennardi.

Er leitet das Hoval Kundencenter im

Tessin und kennt das Teris-Projekt bis

ins Detail. „Die kleinsten Übergabestationen

sind auf eine Leistung von weniger

als 50 kW ausgelegt, die grössten auf

Ansicht der Niedertemperatur-Übergabestation mit thermischer Heizleistung = 3.0 MW bei Cattori

Ortotomato, Giubasco.

3.5 MW.“ Ihre Unterschiedlichkeit

bezeichnet er als planerische Herausforderung.

Mit Back-up-Funktion

Zudem setzt Teris auf Sicherheit: 8 der

46 Übergabestationen – 4 in südlicher

und 4 in nördlicher Richtung der Fernwärmezentrale

in Giubiasco – müssen

mit Back-up-Funktionen ausgerüstet sein.

Sollte, aus welchen Gründen auch immer,

keine Abwärme aus der Kehrichtverbrennung

zur Verfügung stehen, müssten

diese 8 Anlagen ihrerseits Wärme produzieren

und ins Netz einspeisen.

Von Dino Bennardis Büro im Hoval

Kundencenter in Manno sind es rund

zwei Dutzend Kilometer bis zu den

Gewächshäusern von Cattori Orto

Tomato in Giubiasco. Sie bedecken

eine Anbaufläche von rund 7000 m 2 ,

und darauf wachsen süsse, aromatische

Cherrytomaten, die nach der Ernte

fast auf jedem Schweizer Tisch landen.

Hier ist seit dem 1. Oktober 2012 die

erste Übergabestation mit Back-up-

Funktion in Betrieb.

Straffer Zeitplan

Dino Bennardi erinnert sich genau:

Freitag, der 24. August 2012, wars, als

bei Cattori zwei Sattelschlepper vorfuhren.

Der Zeitplan war ehrgeizig – und in

den Wochen zuvor grosse Ferienzeit

mit vielen Abwesenheiten. Doch es

Einblicke 01.2013 _ 5


Im Fokus

Ankunft der beiden LKW bei Cattori Ortotomato mit den Modulen für die Hoval Übergabestationen.

klappte einwandfrei: Ab Mitte Juli waren

die erforderlichen Module bei Yados in

Deutschland hergestellt worden. Hoval

ist seit 2010 am deutschen Unternehmen

Yados beteiligt, das auf den Bau von

Wärmeübergabestationen spezialisiert

ist.

Übers letzte August-Wochenende

wurden die 8 Module an Ort und Stelle

montiert: 4 für eine Niedertemperatur-

Station, 4 für eine Hochtemperatur-

Station, die das Back-up einschliesst.

Das Back-up selber besteht aus einem

Propangas-Kessel mit 5.5 MW Leistung.

Cattori hat ihn bis zum Anschluss ans

Fernwärmenetz regelmässig benützt,

etwa um im Sommer mit dessen Wärme

die Luft in den Gewächshäusern zu

trocknen.

Ein Heizungsinstallateur aus der Region

besorgte die hydraulischen Anschlüsse

der Übergabestationen, ein Elektrounternehmen

die elektrischen Installationen.

Für die Regeltechnik schloss sich Hoval

mit Siemens zusammen, zumal eine

weitere Anlage für die Gewächshäuser

in die Regulierung zu integrieren war.

„Eine Anlage wie diese

gibt es – zumindest in der

Schweiz – keine zweite“,

resümiert Dino Bennardi. Ihre technische

Raffinesse widerspiegelt die Komplexität

des Projekts.

6 _ Einblicke 01.2013

Enge Raumverhältnisse

Ein paar Steinwürfe nur von den

Gemüseplantagen von Cattori entfernt

produziert Forbo in Giubiasco Bodenbeläge.

Dort arbeitet seit Februar 2013

die zweite Übergabestation mit Backup-Funktion.

Und dort hatte Hoval zuvor

ein wiederum völlig neues Problem zu

lösen: Das Kesselhaus war schon

etwas in die Jahre gekommen und bot

zu wenig Platz für die Übergabestation.

Um den Ölkessel zu verschieben,

musste es erweitert werden, und um die

Übergabestation mit einer thermischen

Leistung von 1.5 MW am ursprünglichen

Standort des Kessels unterzubringen,

musste sie sehr schlank konzipiert und

in die Länge gezogen werden.

Das grosse Migros-Einkaufszentrum in

der Nachbargemeinde Sant’Antonino ist

ebenfalls bereits an das Fernwärmenetz

von Teris angeschlossen. Die Übergabestation

erbringt eine Leistung von 700 kW.

Zwei Wärmetauscher pro Station

Vierter in diesem vorläufigen Bunde ist

der Gemüse-Anbauer Serra Brusa in

Giubiasco: Die dortige Übergabestation

hat – wie jene bei Cattori – zwei Plattenwärmetauscher.

„Eine weitere Sicherheitsmassnahme“,

kommentiert Dino

Bennardi: „Ab 1 MW Leistung schreibt

die Teris als Bauherrin zwei Wärmetauscher

vor. So sind im Notfall zumindest

50% der Leistung verfügbar.“

Längst ist Hoval an der Konzeption und

Ausführung der nächsten Übergabestationen.

Das Projekt, bislang einzigartig

in Grösse und Technologie, wird die

Fachleute in Manno, am Sitz von Hoval

Schweiz in Feldmeilen, am Hoval-

Hauptsitz in Vaduz und bei Yados in

Deutschland weit über das Jahr 2013

hinaus auf Trab halten.

Qualitativer und kompakter Anlagenbau:

Modul mit Pumpstation bei Cattori Ortotomato,

Giubasco.


Österreich

Mit Kompetenz zum Grossauftrag.

Die KELAG Wärme GmbH ist Österreichs führendes privates

Wärmeversorgungsunternehmen und grösster Anbieter von Wärme aus erneuerbaren

Energien. Qualität und Know-how erwartet sie auch von ihren Lieferanten. Hoval wird in den

nächsten vier Jahren österreichweit Fernwärme-Übergabestationen liefern.

Diese Zahlen unterstreichen die Grösse

und Bedeutung der KELAG Wärme

GmbH: Das Tochterunternehmen des

Kärntner Energieversorgers KELAG betreibt

in ganz Österreich rund 80 Fernwärmenetze

und insgesamt 900 Heizzentralen

im gesamten Bundesgebiet.

Damit kann das Unternehmen rasch und

flexibel auf Marktanforderungen reagieren

und seinen Kunden wirtschaftlich

attraktive Konditionen anzubieten. Als

zertifiziertes Unternehmen achtet die

KELAG Wärme GmbH auch bei ihren

Partnern auf hohe Qualitätsstandards.

Hoval hat bei diesem

Auftrag vor allem mit

Kompetenz und Qualität

überzeugt“,

erklärt Günther Stückler, Geschäftsführer

der KELAG Wärme GmbH. Als spezielle

Pluspunkte des Hoval-Angebots

nennt er die moderne Leit- und Regeltechnik

(Lesen Sie mehr zu Leittechnik

Hoval TopTronic ® supervisor auf Seite

22) sowie das langjährige Know-how,

über das die Mitarbeiter im Bereich

Fernwärme verfügen. „Die Teams von

Hoval und der KELAG Wärme GmbH

sind bestens eingespielt und gewährleisten

einen umgehenden und kompetenten

Kundendienst“, betont Günther Stückler.

„Wir sind nicht nur glücklich über diesen

wichtigen Auftrag, sondern auch stolz

darauf, uns bei Österreichs führendem

Wärmelieferanten durchgesetzt zu

haben“, so Christian Hofer, Geschäftsführer

von Hoval Österreich. Der Auftrag

umfasst die Lieferung, Montage und

Inbetriebnahme von Fernwärme-Übergabestationen

in dreistelliger Menge

bis Mitte 2016.

Einblicke 01.2013 _ 7


Im Fokus

Schweiz

Spitzentechnologie auf die

Verlass ist. Andermatt schreibt in den Schweizer Alpen schon wieder

ein Stück Geschichte. Nicht nur, dass dort der ägyptische Investor Samih Sawiris sechs Hotels

und fast 500 Ferienwohnungen baut. Die Heizwerk Gotthard AG realisiert mit Andermatt und

weiteren Beteiligten ein topografisch anspruchsvolles Fernwärmenetz.

In Göschenen verschluckt der Tunnel

die Autos. Tief unter dem Gotthard-

Massiv queren sie die Alpen und rauschen

dem lieblichen Süden entgegen.

Über ihnen liegt eine raue, karge Welt.

Eine sagenumwobene auch. In der

steinig düsteren Schöllenenschlucht

oberhalb Göschenen haben die Bewohner

einst mit dem Teufel paktiert: Als sie

eine Brücke bauen wollten, nahmen sie

seine Hilfe an. Die Seele desjenigen,

der die Brücke als Erster begehen

würde, sollte ihm gehören, so seine

Bedingung. Da schickten sie, als das

Bauwerk fertig war, einen Geissbock

hinüber. Der erzürnte Teufel wollte

darauf die Brücke mit einem Felsblock

zerstören. Doch der Stein verfehlte sein

Ziel, eine fromme Frau hatte zuvor ein

Kreuz eingeritzt.

Den Teufelsstein gibt es heute noch –

unten in Göschenen. Ist die Fahrt durch

die Schöllenenschlucht erst einmal

glücklich überstanden, öffnet sich das

Urserental, ein zauberhaftes alpines

Hochtal.

Investitionen für mehr als

1 Milliarde Franken

Andermatt, der Hauptort des Tals, hat

ebenfalls einen Pakt geschlossen. Einen

modernen, zukunftsgerichteten. Mit dem

ägyptischen Investor Samih Sawiris. Er

will das Dorf, das viele Schweizer aus

dem Militärdienst kennen, zu einem

Tourismusresort machen. Sechs Hotels,

490 Ferienwohnungen in 42 Gebäuden,

rund 20 Villen und 1970 Parkplätze sind

geplant. Dazu kommen 35‘000 Quadratmeter

Gewerbefläche, ein Sport- und

Freizeitzentrum, eine Kongress- und

Konzerthalle sowie ein Golfplatz. Das

Investitionsvolumen beläuft sich auf

weit mehr als eine Milliarde Schweizer

8 _ Einblicke 01.2013

Franken. Andermatt erfindet sich neu –

dank Samih Sawiris, seiner Andermatt

Swiss Alps AG und der Aufgeschlossenheit

und Innovationsbereitschaft der

Bevölkerung.

Der Wärmeverbund der

Einheimischen

Die Einheimischen ihrerseits haben

zusätzlich Grosses vor: einen Wärmeverbund

für Göschenen und Andermatt,

der den Wärmebedarf beider Gemeinden

sowie der Andermatt Swiss Alps AG

und der Armasuisse Immobilien komplett

abdecken kann. Die Armasuisse

Immobilien bewirtschaftet die Immobilien

des schweizerischen Verteidigungsministeriums.

Die Wärme spendet ein Holzheizwerk

in Göschenen, für das nun die Baubewilligung

vorliegt. Die Heizwerk Gotthard

AG, ein Unternehmen der lokalen

Zgraggen Energie-Holding AG, wird es

errichten und betreiben. Ab Oktober

2013 soll Holzenergie den Hochtemperaturbereich

abdecken und Abwärmeenergie

aus den Anlagen der Armasuisse

Immobilien für den Niedertemperaturbereich

genutzt werden. Dann wird der

Wärmeverbund voll in Betrieb sein.

Herausfordernde Topografie

In der kurzen Zeitspanne bis Herbst

2013 müssen auch die Fernleitungen

durch die Schöllenenschlucht gelegt

werden. In der unerbittlichen Topografie

der Alpen ein nicht ganz alltägliches

Unterfangen. Der Höhenunterschied

von rund 350 Metern, den es zu überwinden

gilt, erfordert einen Druck von

35 bar, um das Heisswasser von

Göschenen nach Andermatt zu

pumpen. Mit anderen Worten: Die

Pumpen müssen einen Wasserstrahl

350 Meter in die Höhe jagen. Ein Vergleich:

Der berühmte „Jet d’eau“, das

Wahrzeichen von Genf, schafft eine

Wasserfontäne von 140 Metern.

Heizkessel im Giga-Format

Ein Heizkessel wird die winterlichen

Spitzenlasten abdecken. Hoval hat ihn

bereits geliefert: Der 5-MW-Kessel

Hoval Giga-3 (5000) ist seit 5. November

2012 in Betrieb. Die Netzgesellschaft

Andermatt AG hat an jenem Tag nach

nur dreimonatiger Bauzeit ihre Verteilzentrale

hochgefahren und erstmals

Wärme geliefert.

Der Hoval Giga-3 (5000) ersetzt zurzeit

das Holzheizwerk in Göschenen. Seine

Dimensionen zeigen sich allein schon in

seinem Durchmesser: Der Hoval Giga-3

(5000) ist grösser als ein Durchschnittsmensch

lang. Hoval hat zusätzlich einen

Heizkessel zur Erstellung einer mobilen

Heizzentrale nach Andermatt geliefert:

einen Hoval Giga-3 (2500). Zudem hat

Hoval den Bau der mobilen Heizzentrale

konzeptionell und ausführungstechnisch

unterstützt.

Wärmeübergabestation Hoval TransTherm PRO

für Leistungsbereiche ab 50 kW.


In Betrieb

Erste Übergabestationen in Betrieb

Mehr als vier Kilometer Fernwärmeleitung

sind bis jetzt in Andermatt verlegt.

Die Netzgesellschaft Andermatt AG hat

noch vor Wintereinbruch die ersten 20

Liegenschaften ans Fernwärmenetz

angeschlossen, darunter auch Hotels.

Zudem war der Rohbau des Fünf-Sterne-

Hotels The Chedi von Samih Sawiris

fertig und musste vor dem Innenausbau

austrocknen.

Die Übergabestationen in den einzelnen

Liegenschaften – sie stammen

ebenfalls von Hoval – gehören zwei

Typenfamilien an: Bis zu einer Leistung

von 50 kW sind es Stationen vom Typ

TransTherm Giro, für Leistungsbereiche

ab 50 kW sind die Stationen als

TransTherm PRO spezifisch konzipiert

worden.

Kompetenz und Verlässlichkeit

„Wir können alles aus einer Hand

bieten“, kommentiert Reto Nufer, Leiter

Verkauf und Service Hoval Zentralschweiz.

Dass Hoval sämtliche Kompetenzen

vereint, die nötig sind, um ein

Fernwärmenetz zu erstellen, dürfte

auch die Auftraggeber, die Heizwerk

Gotthard AG und die Netzgesellschaft

Andermatt AG, überzeugt haben. Als

Reto Nufer zuerst die Offerte für die

Übergabestationen, später jene für die

Heizkessel präsentierte, sprach er nicht

nur von Spitzentechnologie, sondern

auch von Service und von unternehmerischer

Verlässlichkeit.

„Für ein 30-Millionen-

Franken-Projekt, das die

Initianten erst noch in einem

engen Zeitrahmen realisieren

wollen, sind Service und

unternehmerische Verlässlichkeit

erst recht wichtige

Werte.“

Im Frühjahr 2013 liefert Hoval weitere

Übergabestationen nach Andermatt.

Sie werden – wie die bisher installierten

– mit der Regeleinheit TopTronic ® com

ausgerüstet sein, damit sie dereinst

direkt mit dem spezifischen Leitsystem

des Wärmeverbunds kommunizieren

© Andermatt-Urserntal Tourismus

können. Die Hoval-Fachleute beherrschen

die Heiztechnologie durch und

durch. Sie haben eine Leittechnik-Software

entwickelt, die jedes Fernwärmenetz

weiter optimieren hilft. (Lesen Sie

mehr zur Hoval-Leittechnik auf den

Seiten 22/23)

Heizölverbrauch massiv senken

Andermatt trägt dank seiner kommunalen

Energiepolitik seit 2010 das Label

Energiestadt. Der Gemeinderat will den

Heizölverbrauch in den kommenden

zehn Jahren von derzeit noch 1,5 Millionen

Litern pro Jahr um 1 Million reduzieren.

Und für die Andermatt Swiss

Alps AG von Samih Sawiris gilt die

Vorgabe, die Energie für das gesamte

Resort CO 2-neutral zu produzieren.

Die Bevölkerung von Göschenen hat

die Vorteile, an ein Fernwärmenetz

angeschlossen zu sein, ebenfalls

bereits erkannt. Die Gründung der

Netzgesellschaft Göschenen AG dürfte

lediglich eine Frage der Zeit sein.

Eine warme Stube und warmes Wasser

zu haben, ohne auf Erdöl angewiesen

zu sein, ist nicht nur in städtischen

Agglomerationen möglich. Andermatt

macht es vor und überwindet dafür

auch die Schroffheit der Alpen.

Der Wärmeverbund

Göschenen-Andermatt

in Zahlen

Übergabestationen:

Hoval TransTherm Giro

Hoval TransTherm PRO

■ alle mit Regeleinheit

TopTronic ® com ausgerüstet

Wärmeerzeugung:

■ Holzheizwerk in Göschenen mit

8 MW Leistung und Wärmerückgewinnung

■ Abwärme der Armasuisse

Immobilien in Andermatt

■ 1 Ölkessel Hoval Giga-3 (5000)

und 1 mobile Heizzentrale mit

1 Ölkessel Hoval Giga-3 (2500)

zur Abdeckung von Spitzenlasten

Verbindungsleitung:

■ Höhenunterschied 350 m

■ Druck 35 bar

■ Temperatur 95°

■ Leistung max. 13 MW

Einblicke 01.2013 _ 9


In Betrieb

Der Headline-Komplex in Innsbruck: moderne Architektur, kombiniert mit

Hitech für Heizung und Warmwasserbereitung.

Ein mehrgeschossiger Sockelbau mit

einem 49 Meter hohen Turm, darunter

drei Geschosse mit Tiefgarage. Und

darin ein Hotel, Restaurants, Büros

und Ladengeschäfte: Das ist der Headline-Komplex

in Innsbruck. Am 26.

November 2012 wurde er eingeweiht,

gerade einmal nach 955 Tagen

Bauzeit.

„Intelligente Hitech“

„Uns kann es nicht modern genug sein,

wir setzen auf Innovationen und intelligente

Hitech“, so tönt es derweil aus

dem Haus der Innsbrucker Ortner

GmbH. Das Familienunternehmen hat

die Heiz- und Warmwasseranlagen für

das Headline-Gebäude zusammen

mit Hoval Österreich geplant und anschliessend

ausgeführt.

UltraGas ® als Doppelkessel

Beheizt wird das Objekt mit zwei Gas-

Brennwertkesseln Hoval UltraGas ® mit

einer Heizleistung von je 650 kW. Die

Warmwasserbereitung lädt mit einer

Vorwärmung von 210 kW und einem

Nachwärmer von 320 kW je zwei Edelstahlspeicher

mit einem Volumen von

4000 l. Damit wird das Vier-Sterne-

Hotel mit seinen 100 Doppelzimmern

sowie dessen Restaurant und Wellness-Bereich

versorgt.

10 _ Einblicke 01.2013

Oberstes Gebot: Hygiene

Gerade Hotels, aber auch Spitäler,

Alters- und Pflegeheime und Kurhäuser

sind auf eine hygienisch einwandfreie

Bereitung des Warmwassers angewiesen.

Es muss jederzeit in ausreichender

Menge und richtig temperiert zur Verfügung

stehen. Und natürlich: wirtschaftlich,

energieeffizient und umweltschonend

soll die Anlage ebenfalls sein.

Zweistufiges Warmwassersystem

Das alles lässt sich mit Hoval vereinen.

Für Headline haben die Planer das

zweistufige Warmwassersystem Hoval

TransTherm Aqua gewählt. Es wird

projektspezifisch einzeln angefertigt.

Das Wasser wird über einen Wärmetauscher

vorgewärmt und dann sofort

über einen Nachwärmer geführt, der es

im Standardbetrieb auf 60° C erwärmt.

Somit ist ein hygienisch einwandfreier

Betrieb gesichert, wie ihn etwa die

ÖNORM B5019 vorschreibt. Da das

periodische Aufheizen der Vorwärmstufe

entfällt, steigt die Energieeffizienz.

Die leistungsgerechte Auslegung der

Pufferkreis-Umwälzmenge sorgt darüber

hinaus für die optimale Auskühlung im

Pufferkreislauf der Wärmerückgewinnung.

Somit wird auch die Abwärme

aus eventuell vorhandenen Kälteanlagen

effizient genutzt.

Österreich

Viel Warmwasser

für den neuen

Turm. Innsbruck hat mit dem

49 Meter hohen Turm des Headline-Komplexes

ein zusätzliches Wahrzeichen erhalten. Das

System für Heizung und Warmwasser setzt dabei

Massstäbe – in Technik und Wirtschaftlichkeit.

Vor allem das Hotel im Turm braucht grosse

Warmwassermengen.

Die Hoval TopTronic ® dient – auch im

Headline-Komplex – als „Kommandozentrale“:

Darüber lässt sich die Warmwasserbereitung

zuverlässig und genau

regeln. Sie gewährleistet auch ein intelligentes

Management von Pufferspeicherentladung

und Speicherladung.

Die Gas-Brennwertkessel Hoval UltraGas ®

vereinen höchste Wirtschaftlichkeit mit

schneller Amortisation. Als Doppelkesselanlage

decken sie einen Leistungsbereich von

250 bis 2000 kW ab.


Österreich

Hotel Edelweiss in Wagrain setzt

auf Pellets. Das Hotel Edelweiss in Wagrain im Salzburger Land achtet auf

die Umwelt – immer, überall, nachhaltig. Um die Heizung zu sanieren, hat sich die Hotelierfamilie

Bergmüller für zwei Pelletskessel Hoval BioLyt mit insgesamt 300 kW Heizleistung entschieden.

Hotelier Erich Bergmüller freut sich:

„Weil wir Energie und Wasser sinnvoll

einsetzen, Abfall vermeiden und erneuerbare

Rohstoffe und umweltverträgliche

Produkte verwenden, hat uns das

Lebensministerium das Österreichische

und Europäische Umweltzeichen verliehen.“

Im Zuge des Ausbaus des Hotels

im vergangenen Jahr war auch die

Heizung zu erweitern. „Natürlich kam

für uns nur erneuerbare Energie in

Frage. Die Pellets-Systemlösung von

Hoval hat uns auf Anhieb überzeugt“,

resümiert Erich Bergmüller. Installateur

Ing. Wilhelm Hutz formuliert es so:

„Die kompakte Konstruktion

der leistungsstarken Doppelkesselanlage

war für das

Hotel Edelweiss die optimale

Lösung.“

Wirtschaftlichkeit und Umwelt

Vergleicht man die neue Pelletsheizung

mit einer fiktiven Ölheizung, so spart

Familie Bergmüller jährliche Betriebskosten

von rund 20‘000 Euro. Auch die

Umwelt kommt nicht zu kurz: Ihr werden

jedes Jahr etwa 130 Tonnen CO 2 erspart.

Der BioLyt (50-150) steht für umweltfreundliches

Heizen: Das raffinierte

Verbrennungsverfahren verhilft dem

Pelletskessel von Hoval zu Bestnoten in

Sachen Effizienz und Sauberkeit. Die

mikroprozessorgesteuerte Feuerungsregelung

sorgt mit Hilfe der integrierten

Lambdasonde stets für eine ideale Verbrennung

und ein Minimum an Schadstoffen.

Die europaweit geplanten,

strengen Feinstaub-Emissionswerte

von 20 mg je m³ unterbietet der BioLyt

schon heute. Schwankungen in der

Pelletsqualität erkennt er automatisch

und gleicht sie aus. Zusammen mit den

Sowohl der Pelletskessel Hoval BioLyt

als auch das Hotel Edelweiss tragen

das Österreichische Umweltzeichen.

Bei der Hotelwahl steht heute für viele Gäste der Umweltgedanke im Vordergrund. Zwei Hoval BioLyt

Pelletskessel versorgen das Hotel samt Neubau mit wohliger, umweltfreundlicher Wärme.

patentierten „thermolytischen“ Heizflächen

gewährleistet er so einen optimalen

Wärmeübergang mit gleichbleibend

hohen Wirkungsgraden.

Vollautomatischer Betrieb

Die vollautomatische Pelletszufuhr des

BioLyt transportiert die Pellets ohne

Staubentwicklung vom Lagerraum in

den Vorratsbehälter des Kessels. Die

Saug-Förderanlage wird dank ihrer

Flexibilität auch mit schwierigen räumlichen

Gegebenheiten fertig.

Leistungsstarker Sanierer

Das Powerpaket ist durch seine Kompaktheit

besonders für Sanierungen die

Idealwahl. Der Hoval BioLyt findet beim

Kesselersatz in praktisch jedem Heizraum

Platz. Kesselkörper, Verkleidung

und Steuerung werden einzeln geliefert

und erst vor Ort zusammengebaut. Selbst

bei engen Platzverhältnissen stellt das

Einbringen so keine

Probleme dar. Kaskaden-Lösungen

mit

zwei oder drei Pelletskesseln

oder die Einbindung

des Altkessels

zum Abdecken

von Spitzenlasten

ermöglichen umweltfreundliches und

kostengünstiges Heizen mit einer Leistung

bis 450 kW. Für das Hotel Edelweiss

in Wagrain ist eine Warmwasserbereitung

mit einer leistungsstarken Hoval-Frischwasserstation

eingebunden worden.

Betriebssicherheit

Mit der Wartungsvereinbarung TopSafe ®

von Hoval Österreich hat sich Hotelier

Erich Bergmüller für das praktische

Rundumschutz-Paket mit zwölf Jahren

Vollgarantie entschieden. Die Heizungsüberwachung

übernimmt das TopTronic ®

online, mit dem die Heizanlage aus der

Ferne gesteuert und optimiert werden

kann – im Bedarfsfall auch direkt vom

Hoval-Kundendienst, der 365 Tage im

Jahr rund um die Uhr in ganz Österreich

zur Verfügung steht.

Das Hotelierpaar Bergmüller und in ihrer Mitte

Installateur Ing. Wilhelm Hutz sind zufrieden

mit den Hoval BioLyt Pelletskesseln.

Einblicke 01.2013 _ 11


In Betrieb

Deutschland

Hoval Know-how für

Mercedes-Benz. Mercedes-Benz setzt seinem Stern noch einen

drauf: In Frankfurt am Main hat das Unternehmen sein fortschrittlichstes Nutzfahrzeug-Zentrum

eröffnet. Geballte Automobil-Kompetenz trifft auf clevere Systemtechnik mit einem BHKW

Hoval PowerBloc und einem Gas-Brennwertkessel Hoval UltraGas ® .

Auf diesen 43‘000 m 2 an der Heinrich-

Lanz-Allee 33 in Frankfurt lässt sich die

Leidenschaft für schwere Autos voll

ausleben: Im dreigeschossigen Hauptgebäude

befindet sich, zusätzlich zu

Verwaltung und Lager, ein Ausstellungsraum.

Daran schliesst sich einerseits

die LKW-Werkstatt an mit Waschstrasse

samt Wasseraufbereitungsanlage,

andererseits die Transporter-

Werkstatt mit Serviceräumen. Kurz: Im

neuen Nutzfahrzeug-Zentrum von Mercedes-Benz

kann man die neusten

Modelle bestaunen, Gebrauchtwagen

kaufen, Mietfahrzeuge ausleihen und

bis zum Komplettservice sämtliche

Arbeiten ausführen lassen.

Blockheizkraftwerk liefert

Strom und Wärme

Das Gebäude hat das Ingenieurbüro

Billasch und die Spezialisten von Hoval

Deutschland schon in der Projektphase

fasziniert – wenn auch aus anderem

Grund: Heute trägt es ein heizungstechnisches

Meisterwerk in sich, ausgeführt

von der Kuhnert Haustechnik GmbH.

Das Nutzfahrzeug-Zentrum wird mit

einem Brennwert-Kessel Hoval Ultra-

12 _ Einblicke 01.2013

Gas ® (500) und mit einem Blockheizkraftwerk

(BHKW) Hoval PowerBloc

EG-50 beheizt. Als Kompaktmodul konzipiert

und auf einem Grundrahmen

montiert, erbringt das BHKW 50 kW

elektrische und 81 kW thermische Leistung.

Diese Energien produziert ein

Gas-Otto-Motor, der mit einem luftgekühlten

Synchrongenerator zur Erzeugung

von Drehstrom gekoppelt ist.

Pufferspeicher verlängern

Betriebszeit und senken Kosten

Das BHKW ist mit einer eigenen Regelung

ausgestattet. Sie regelt die Pufferbeladung

von zwei Energie-Pufferspeichern

Hoval EnerVal (2000) mit einem

Fassungsvermögen von je 2000 l. Die

beiden Speicher verlängern die Laufzeit

des BHKWs und machen so dessen

Betrieb noch wirtschaftlicher.

Die Heizungsanlage – eine Warmwasser-Pumpenheizung

im Zweirohrsystem

– ist als geschlossenes System nach

DIN 4752/2 ausgeführt. Zwei Verteiler

trennen die Anlage innerhalb der Heizzentrale

in Heizgruppen. Die Räume im

Erdgeschoss samt Verwaltungsbereich

sind mit einer Industrie-Fussbodenhei-

zung ausgerüstet, diejenigen im ersten

und zweiten Obergeschoss mit Heizkörpern.

Auch die Hochdruckreinigung

braucht Warmwasser

Die Kessel- beziehungsweise die

BHKW-Anlage erzeugt das Warmwasser

für die sanitären Einrichtungen und

für die Hochdruckreinigung. Für den

Sanitärbereich arbeitet eine Frischwasserstation

Hoval FWM-E mit 145 kW

und für die Hochdruckreinigung eine

Hoval FWM-E mit 245 kW. Je ein Energie-Pufferspeicher

Hoval EnerVal mit

500 l versorgt die Frischwasserstationen

mit Wärme.

Ein Gebäudemanagement-System

kennt das neue Nutzfahrzeug-Zentrum

von Mercedes-Benz in Frankfurt nicht:

Die gesamten Heizkreise und die

Warmwasserbereitung werden ausschliesslich

über vier Heizungsregler

Hoval TopTronic ® T geregelt.

Technologische Spitzenleistung erbringt der Hoval

UltraGas ®

(li) und das Hoval PowerBloc (re). In der

Mitte der Energie-Pufferspeicher Hoval EnerVal.


Deutschland

Energieeffizienz für

VW-Produktionswerk. Was haben der neue VW Golf

und ProcessLine von Hoval gemeinsam? Die Innovationskraft der Menschen, welche die

Produkte entwickelt haben, sagen die einen. Die Energieeffizienz, sagen die andern. Beide haben

Recht. In Salzgitter finden Auto und Hallenlüftung zusammen.

ProcessLine, die Systemlösung von

Hoval für Produktionshallen, gewinnt

die Wärme selbst aus Prozessabluft

zurück, die noch mit Resten von Metallspänen,

Öl oder Kühlschmierstoff verschmutzt

ist. Während diese Wärmeenergie

bei herkömmlichen Anlagen

ungenutzt verpufft, kombiniert Process-

Line Abluftreinigung, öldichte Wärmerückgewinnung,

Raumlüftung und

Raumklimatisierung. Dadurch reduziert

sich der Bedarf an Lüftungswärme und

somit an Energie um bis zu 98%.

Diese Chancen nutzt VW in seinem

Produktionswerk in Salzgitter. Das

Leitwerk von VW für die Produktion von

Motoren fertigt auch die Zylinderköpfe

für den neuen VW Golf. Und genau

dort, wo diese Zylinderköpfe entstehen,

sorgt das umfassende Hoval-System

ProcessLine energieeffizient und

sauber für gutes Klima.

Eine Gruppenabsaugung sammelt die

Abluft von jeweils sechs bis acht Werkzeugmaschinen.

Die Abluft wird mit

Trockenfiltern gereinigt, die mit speziellen,

hocheffizienten Filterplatten

ausgerüstet sind. Gesamthaft sind

sechs Anlagen in dieser Zylinderkopf-

Fertigungslinie installiert.

Explosions- und Brandschutz

Durch die Bearbeitung von Aluminium

in Zusammenhang mit dem fein zerstäubten

Kühlschmierstoff und entsprechend

Sauerstoff kann sich ein

explosives Staub-Luft-Gemisch bilden.

Um dies zu verhindern, wird bei der

Filterung ein spezielles Additiv verwendet.

Dieses geprüfte Inertisierungsverfahren

wirkt somit als Explosions- und

Brandschutz.

ProcessLine – das Gesamtsystem

Hoval fügt die Technologie zur

Reinigung der Abluft, die von einem

Kooperationspartner stammt, als

ProcessClean in die Systemlösung

ein: Auf die Abluftreinigung folgt im

Klima-gerät ProcessVent die Wärmerückgewinnung

über den öldichten

Plattenwärmetauscher sowie die

Konditionierung der Aussenluft, die

über ein bestehendes Zuluftkanalsystem

in den Raum eingebracht wird.

ProcessClean und ProcessVent bilden

das starke, Ressourcen schonende

Innovationspaket ProcessLine.

Einfach zu regeln

Die beiden Systeme ProcessClean

und ProcessVent sind über ein Regelungssystem

miteinander verknüpft

und lassen sich – wie bei VW in Salzgitter

– in die Gebäudeleittechnik

integrieren.

Da ProcessLine direkt am „Ort des

Geschehens“, also in unmittelbarer

Nähe der Maschinen, installiert wird,

erübrigen sich lange Rohrleitungen.

Die ProcessLine-Einheiten können

auch individuell angesteuert werden,

während Zentralanlagen im Teillastbetrieb

kaum effizient betrieben werden

können. Daraus entsteht ein weiteres

Plus an Energieeffizienz.

ProcessLine – die Systemlösung von Hoval für

Produktionshallen.

Einblicke 01.2013 _ 13


In Betrieb

Österreich

Alles im grünen Bereich.

Gutachten bestätigt einwandfreie Zuluft-Qualität dezentraler Lüftungsgeräte in Sportanlagen.

Der Vorarlberger Experte Ludwig Rüdisser

führte an der Anlage der Hauptschule in Oberndorf

an der Melk eine Vorort-Messung der Luftverteilung

am Geräteaustritt und der tatsächlich

eingebrachten Zuluft-Qualität durch.

14 _ Einblicke 01.2013

Text: Thomas Bacik

Viele österreichische Gemeinden und

private Betreiber haben sich in den

letzten zehn Jahren bei Neu-, Um- und

Ausbauten von Sport- und Mehrzweckhallen

für Systemlösungen von Hoval

entschieden. Die raumlufttechnischen

Anlagen und Geräte haben die Aufgabe,

in Ergän zung zu den sonstigen gebäudetechnischen

Anlagen ein physiologisch,

hygienisches Raumklima und

eine optimale Luftqualität zu liefern.

Richtige Anlagenplanung und -ausführung

sowie regelmäßige Wartung und

Filterwechsel sind Voraussetzung für

kontrollierte Zuluftqualität und entsprechendes

Wohlbefinden der Nutzer.

Die Komplexität der raumlufttechnischen

Anlagen erfordert eine

konsequente Wartung.

Aktuelle Regelwerke und Hygieneanforderungen

sowie die erhöhten Anforderungen

an die Luftqualität und

bauphysikalische Rahmenbe dingungen

haben die Verantwortlichen von Hoval

veranlaßt, den tat sächlichen lst-Zustand

beim Einsatz dezentraler Lüftungsgeräte

in Sport- und Mehrzweckhallen von

einem neutralen Sachverständigen

prüfen zu lassen. Der Vorarlberger

Experte Ludwig Rüdisser (Rüdisser

RLT-Opti mierung) führte an zwei ausgewählten

Anlagen in Hollabrunn (Baujahr

2003) und Oberndorf an der Krems

(Baujahr 2009) eine Vorort-Messung

der Luftverteilung am Geräteaustritt und

der tatsächlich ein gebrachten Zuluft-

Qualität durch und unterzog die Oberflächen-

und Luftkeime einer umfassenden

mikrobiologischen Prüfung.

Die Oberflächen- bzw.

Ab klatschproben bestätigten

den optisch sichtbaren, sauberen

Zustand der geprüften

Dachlüftungsgeräte Hoval

RoofVent ® und TopVent ®

sowie den Nutzen der

konsequenten Wartung.

Mikrobiologisches Fazit: Eine Kontamination

der raumlufttechnischen Hallenklima-Systeme

mit Allergenen und eine

damit verbundene Beeinträchtigung der

Luftqualität waren zum Messzeitpunkt

im August 2012 nicht gegeben. Sämtliche

Luftqualitätsmessungen (Oberflächen-


und Luftkeimkonzentration) beim Zuluft-

Auslass bestätigen eine mikrobiologisch

einwandfreie Zuluft-Qualität der

Anlagen. Das Schutzziel der aktuellen

Hygieneforderungen und der hohen

Raumluftklasse ist bei der Zuluft-Einbringung

erreicht. Der optisch saubere

Eindruck der Anlagen wurde durch

mikrobiologische Laborauswertungen

untermauert.

Nutzer schätzen die behaglichen

Raumbedingungen, Betreiber das

energieeffiziente System.

Der hygienische Aspekt ist aber nur

einer von vielen Vorteilen des dezentralen

Systems, die speziell bei Sport- und

Mehrzweckhallen zum Tragen kommen.

So liefert der Entfall von Kanälen zusammen

mit den leichten und kompakten

Geräten eine beachtliche Gewichtseinsparung

von bis zu 70 Prozent gegenüber

einer Zentralanlage, was für eine

leichtere Tragstruktur der Halle genutzt

Hoval RoofVent ®

auf dem Dach der Hauptschule

in Oberndorf an der Melk.

werden kann. Das geringe Gewicht und

kleine Abmessungen ermöglichen insbesondere

bei Sanierungen eine einfache

Einbindung in das Dach. Ein

zusätzlicher Technikraum entfällt.

Da die Geräte als fertige luft- und heiztechnische

Funktionseinheiten mit

steckerfertiger Elektrik vorliegen, ist der

Planungsaufwand gering und kostengünstig.

Gleiches gilt für die Montage,

die in kurzer Zeit abgeschlossen ist.

Entnahmeort

Gesamtkeimzahl

(KBE/m 2 )

Schimmelpilze

(KBE/m 2 )

Bakterien

(KBE/m 2 )

Hefen

(KBE/m 2 )

Auszug aus dem Laborergebnis/

Hauptschule Oberndorf

MP3: AUL

Dachbereich

MP 4: ZUL Verteiler,

UML-Betrieb

MP 5: ZUL Verteiler,

AUL-Betrieb

430 190 350

380 160 320

50 20 20

< 10 10 10

Einblicke 01.2013 _ 15


In Betrieb

Polen

Einkaufszentrum mit inneren

Werten ausgezeichnet. Und der „Oscar“ ging nach

Polen! Die Galeria Echo in Kielce, eines der grössten Einkaufszentren des Landes, hat die

Auszeichnung in Cannes an der Messe für Detailhandels-Immobilien erhalten. Der gemäss Jury

weltweit am besten gelungene Umbau trägt energieeffiziente Hoval-Technologie in sich.

Es ist wie ein Echo auf einen geschäftig

bunten Tag: Abends, wenn die Dämmerung

einsetzt, beginnt die Galeria Echo

im südpolnischen Kielce in allen Farben

zu leuchten. Das ursprünglich zweigeschossige

Einkaufszentrum, mit einer

Gesamtfläche von rund 30‘000 m 2 , hat

ein Parkhaus für 2300 Autos erhalten

und einer höheren, 160‘000 m 2 umfassenden

Galerie Platz gemacht. Die

Galeria Echo beherbergt heute 300

Ladengeschäfte, dazu sieben Kinosäle,

eine Bowling-Halle, eine Discothek und

ein Fitnesszentrum.

Die architektonische Form und das

attraktive Beleuchtungskonzept allein

waren es nicht, die der Bauherrin, der

Echo Investment SA, in Cannes den

„Immobilien-Oscar“ eingebracht haben.

Auch Funktionalität und Technologie hat

die aus internationalen Profis zusammengesetzte

Jury in ihr Urteil einbezogen.

Als bestes umgebautes Einkaufszentrum

hat die Galeria Echo prominente

Anwärter aus Italien und Deutschland

auf die Ehrenplätze verwiesen.

Heizung und Lüftung in der Galeria Echo

basieren auf Wasser/Luft-Wärmepumpen,

die in einer Schleife arbeiten: Wärmeenergie

wird aus Bereichen, wo solche im

Übermass vorhanden ist, dorthin transportiert,

wo welche benötigt wird. Im Einkaufsbereich

der Galeria Echo generieren

Beleuchtung, Geräte und Menschen-

ströme Wärme. Mit deren Überschuss

kann die frische Luft in den Klimazentralen

den ganzen Winter durch beheizt

werden – wobei die polnischen Winter

mit ihren sechsmonatigen Heizperioden

lang und pro Stunde rund 650‘000 m 3

frische Luft zu erwärmen sind. Die Zentralen

sind mit Wärmeaustauschern für

die Parameter 30/24°C ausgestattet und

werden mit dem Wasser des Rücklaufs

von den Wärmepumpen betrieben.

16 _ Einblicke 01.2013

Damit das Niedertemperatursystem

möglichst wirksam arbeiten kann, muss

die Wärmequelle mit niedrigen Parametern

auskommen und das Wasser zu

niedrigen Parametern beheizt werden.

Die Rücklauftemperatur des Kesselwassers

beträgt 20° C. Deshalb ist es

am günstigsten und sinnvollsten, mit

Blick auf die Rücklauftemperatur des

Kesselwassers eine Gasbrennwert-Heizung

ohne Limitierung der Rücklauftemperatur

zu verwenden.

Das Einkaufszentrum Galeria Echo mit einer Lösung von Hoval.

Nach den früheren guten Erfahrungen,

welche die Bauherrin Echo Investment

mit dem Brennwert-Kessel Hoval Ultra-

Gas ® gemacht hatte, beschloss sie, den

Heizungsraum mit einem Doppelkessel

Hoval UltraGas ® (1440 D) und einem

Hoval UltraGas ® (720) zu bestücken.

Der automatische Betrieb der Kessel-

Kaskade ist über die Regelung Hoval

TopTronic ® T in das gesamte Gebäudemanagement-System

der Galeria Echo

eingebunden. Vier Warmwasserspeicher

Hoval CombiVal ER mit einer Kapazität

von je 1000 l bereiten das Warmwasser,

das die Galeria Echo in beträchtlichen

Mengen benötigt. Mit diesem Heiz-

und Warmwasserkonzept erfüllt die

Galeria Echo die europäische Richtlinie

2002/91/EG, die Energy Performance

of Buildings Directive (EPBD): Die Energieeffizienz

des Einkaufs-, Vergnügungs-

und Freizeitzentrum in Kielce entspricht

den darin definierten Richtwerten. Der

verliehene „Immobilien-Oscar“ würdigt

auch diese inneren Werte.


Deutschland

Circus Krone saniert

Heizzentrale. Hereinspaziert! Der Circus Krone präsentiert an seinem

Stammsitz in München jeden Winter drei verschiedene Zirkusprogramme. Hoval hat sein

Kunststück bereits abgeliefert, und Europas grösster Zirkus ist damit auch technologisch Spitze.

„Winterzeit ist Krone-Zeit“, sagt der

Weiss clown mit hochgezogener Augenbraue.

Wer im Winter staunen, träumen,

lachen und vor Spannung den Atem

anhalten will, fährt in München aufs

Marsfeld, zum Winterquartier des

Circus Krone.

Bereits 1919 wurde dort der erste Kronebau

eröffnet. Im Zweiten Weltkrieg

wurde er drei Tage vor dem Weihnachtsabend

1944 durch Fliegerbomben

völlig zerstört. Doch bereits ein

Jahr später stand ein Ersatz da. „Kein

Prunkgebäude, eher ein Provisorium“,

heisst es dazu in der Chronik des

Circus Krone, die mit der Geburt von

Carl Krone 1870 ihren Anfang nimmt.

Am 23. Dezember 1962 dann weihte

die Familie Sembach-Krone mit 3000

Gästen den dritten Kronebau ein.

Jetzt ist – zumindest technologisch –

das jüngste Kapitel geschrieben

worden: Der Münchner Innungsfachbetrieb

Heizung-Obermaier GmbH hat

zusammen mit Hoval die Heizzentrale

saniert. Sie befindet sich im Kellergeschoss

des zweiten Kronebaus und hat

die Fachleute vor ein paar nicht ganz

alltägliche Herausforderungen gestellt:

Sanierte Heizzentrale mit Hoval UltraGas ® und Hoval Modul-plus F32.

Zum einen ist ein weitläufiger Gebäudekomplex

zu beheizen und mit Warmwasser

zu versorgen, und zum andern

treffen Heizsysteme der unterschiedlichsten

Energieepochen zusammen.

In einem ersten Schritt wurden die bei-

den alten Gusskessel durch zwei Brenn-

wert-Kessel Hoval UltraGas ® (300)

ersetzt. Die Heizlast für die Gebäude ist

auf ca. 400 kW und die Trinkwassererwärmung

auf 200 kW berechnet worden.

Allerdings legte die alte Anlage nahe,

eine Systemtrennung wegen eines

Materialmixes einzusetzen.

Die erste Heizperiode mit den beiden

Hoval UltraGas ® -Kesseln hat deren

hohe Energieeffizienz unter Beweis

gestellt und den Gasverbrauch markant

gesenkt. So konnte im Frühling 2012 in

einem zweiten Schritt das alte Ladesystem

für die Warmwasserbereitung

durch einen Hochleistungs-Wassererwärmer

Hoval Modul-plus F32 ersetzt

werden. Dieser deckt steil ansteigende

Leistungs-spitzen, wie sie auch Hotels

oder Sportanlagen kennen, mühelos ab

und liefert hygienisch einwandfreies

Wasser. Beim Circus Krone brauchen

die Artisten, die Mitarbeiter und die

Zirkusgäste Warmwasser – und ebenso

die Elefanten und Pferde, denn sie geniessen

das auf das Grad genau temperierte

frische Wasser auf ihrer doch sehr

sensiblen Haut.

Ein weiteres Plus hat der Hoval Modulplus

im Kronebau eindrücklich ausgespielt:

Er braucht nur wenig Aufstellfläche.

Auch der Brennwert-Kessel

Hoval UltraGas ® kommt mit wenig Platz

aus. Was hingegen voll zur Geltung

kommt, ist die Kaskadenlösung, welche

die beiden Heizkessel bilden. Denn

Sicherheit in der Wärmeversorgung

ist oberstes

Gebot. Und für den

Fall der Fälle ist das

SMS-Modul installiert,

das den

Hoval-Kundendienst

sofort

informiert.

Einblicke 01.2013 _ 17


Einblicke

Im Am Fokus Markt

Hoval setzt auf Kompetenz bei

Schulungen. Spitzenprodukte brauchen auch Spitzenkräfte.

Hoval hat schon immer auf eine gute Ausbildung und fundierte technische Kenntnisse

seines Serviceteams und seiner Kunden Wert gelegt. Deshalb wurde am Stammsitz

in Vaduz in ein modernes TrainigCenter investiert, das praktische Schulungen nun

noch anschaulicher macht.

Das TrainingCenter dient in erster Linie der Ausbildung

eigener Mitarbeiter sowie von Partnern und Kunden in den

Fachbereichen Heiz- und Klimatechnik. Das Lernen und

Üben direkt am Produkt ist eine wertvolle Ergänzung zu den

Theoriemodulen. An zehn verschiedenen Stationen können

Hoval Heiztechnik Produkte variabel geschult werden. Variabel

heisst, dass vorhandene Anschlüsse mit unterschiedlichen

Produkten bestückt werden können und somit den

wechselnden und vielfältigen Trainingsbedürfnissen entsprochen

werden kann. Fix installiert sind hingegen ein Hoval

PowerBloc (BHKW), zwei Wärmepumpen und zwei Home-

Vent ® RS-500. Auf dem Dach arbeiten ständig eine Solaranlage

und ein RoofVent ® . Weitere Geräte können - je nach

Schulungsbedarf - vorübergehend ergänzt werden.

Die zukünftigen Lernwilligen können sich über folgende

Themenbereiche im neuen TrainingCenter in Vaduz informieren:

Blockheizkraftwerke (BHKW), Fernwärme, Gas- und Öl-

Brennwerttechnik, Festbrennstoffe, Solartechnologie,

Wärmepumpen und Klimatechnik.

Da bei Hoval immer lösungsorientiertes und effizientes

Handeln im Vordergrund stehen, wird die Wärme, die über

die Geräte im TrainingCenter gewonnen wird, für die Fussbodenheizung

der Garderoben, der Umkleide und für die

Warmwassererzeugung des Hauptgebäudes genutzt.

Internationale und vielseitige Nutzung

Die Welt zu Gast bei Hoval ist nicht übertrieben. Diverse Hoval

Ländergesellschaften, technische Hoval Gremien, Partner aus

aller Welt, Fachinnungen und Gäste sind willkommen in den

neuen Räumlichkeiten des TrainingCenter. Das TrainigCenter

ist auch ein Multiplikator für Wissen. So schult das Produkt-

18 _ Einblicke 01.2013

management in der Zentrale im Train-the-Trainer-

Prinzip die Verantwortlichen der Hoval Ländergesellschaften

speziell auf Produktneuheiten. Diese geben ihr neu

erworbenes Wissen wiederum weiter an Hoval Servicetechniker.

Neben den definierten Trainingsmodulen bestimmt die

Nachfrage das Angebot und die Hoval Kompetenz bleibt somit

dynamisch und am Puls der Zeit.

Ausgewogenheit ist Trumpf

Wie bei jedem Lerninhalt ist es wichtig, Theorie und Praxis in

wohldosiertem Masse und Verhältnis anzubieten. So lassen

sich auch fachlich anspruchsvolle Inhalte präzise kommunizieren.

Ziel ist es immer, dass jeder Teilnehmer einer Hoval

Schulung ein fundiertes Wissen, eine logische Argumentation

und ein sicheres Auftreten mit nach Hause nimmt.

Hoval TrainingCenter: Technik sauber in Szene gesetzt!

Das BHKW Hoval PowerBloc versorgt einige Bereiche des Hoval

Firmengebäudes in Vaduz mit Wärme und Warmwasser.


Im Am Fokus Markt

Willkommen im Hoval Alpen Campus.

Hoval Italien stand vor einer grossen Herausforderung als es

um die Suche nach einem geeigneten Platz für ein eigenes

TrainingCenter am Standort in Grassobbio ging. Das bestehende

Gebäude war voll ausgenutzt bis auf eine sehr grosszügige

Eingangshalle mit Freitreppe nach oben in die Büroräume.

Schnell war den Planern klar, hier im Eingangsbereich hat ein

Trainingsraum Platz! Der Gruppenkommunikation folgend, das

seine alpinen Wurzeln und sein Verständnis für strenge klimatische

Bedingungen bildlich und argumentativ umsetzt, heisst

das italienische TrainingCenter Alpen Campus und bildet in

drei Stufen zum erfahrenen „Alpinisten“ aus.

1. Bergwandern – Basiswissen zu fachspezifischer Technologie.

Die Schulung dauert einen halben Tag und beinhaltet

einen kleinen, praktischen Teil.

2. Gipfelanstieg – vertiefte Schulung zu einzelnen Produkten

und Systemen. Die Schulung dauert einen Tag und beinhaltet

einen ausführlichen, praktischen Teil.

3. Klettern – Workshop zu komplexen Themen. Die Schulung

dauert ein oder zwei Tage und beinhaltet einen interaktiven,

praktischen Teil.

Seit dem 23.11.2012 ist das TrainingCenter fertiggestellt

und wurde feierlich mit einem Event eröffnet. Die Schulungen

haben im Januar 2013 Ihren Betrieb aufgenommen. Jährlich

werden ca. 1.200 Personen im neuen TrainingCenter in

Grassobbio erwartet.

Der 60. Jahrestag der Krönung von Königin Elizabeth II wird

im Sommer 2013 in den Gärten des Buckingham Palastes in

London unter anderem mit einer Ausstellung durch die Königlichen

Hoflieferanten (Royal Warrant Holders) gefeiert. Hoval

hält diesen Titel seit vielen Jahren und wird somit an den

viertägigen Feierlichkeiten vom 11-14. Juli teilnehmen.

Das Festival stellt Innovation, Spitzenleistungen und heimische

Industrie in den Mittelpunkt, um die Bandbreite herausragender

Marken im Vereinigten Königreich zu zeigen, die

das königliche Qualitätssiegel tragen.

Ein Royal Warrant zu sein, bedeutet für Personen wie für

Unternehmen eine Anerkennung für Dienstleistungen und/

oder Produkte, die mindestens in Folge fünf Jahre lang

ausschliesslich in Anspruch genommen wurden vom

Fact Box

Grösse: 55 m 2

Produkte:

UltraGas ® (15),

Thermalia ® (8),

UltraOil ® (16),

BioLyt (23), AgroLyt ® (25),

Belaria ® R (8), TopGas ® comfort (16), TopGas ® combi (21/18),

Belaria ® SR (16), 2 Kollektoren WK 251A auf dem Dach,

1 Solex Mini, CombiSol S (1200/300), HomeVent ® RS-250;

Hoval UK beim Coronation Festival 2013.

By Appointment to

Her Majesty the Queen

Boiler Manufacturers & Engineers

Hoval Limited, Newark

Britischen Königshaus, dem Herzog von Edinburgh oder

dem Prinzen von Wales. Die Träger der Auszeichnung

werden seit jeher gleich gesetzt mit höchster Qualität und

Spitzenleistung.

Hoval Ltd. erhielt seine erste Auszeichnung als Royal Warrant

bereits 1995 und trifft bei diesem einmaligen Festival nun auf

weitere traditionsreiche und prestigeträchtige Persönlichkeiten

und Unternehmen aus dem Vereinigten Königreich.

Die Ausstellung anlässlich der Krönung von Königin Elizabeth

II ist in vier Themenbereiche unterteilt: Design & Technologie,

Essen & Trinken, Lebensstil & Freizeit sowie Haus & Garten.

Der Wohltätigkeitsstiftung Queen Elizabeth Scholarship Trust

(QEST), die Teil der Vereinigung der Royal Warrant Träger ist,

wird ebenfalls ein Bereich gewidmet. Die Stiftung unterstützt

finanziell benachteiligte Menschen in Ausbildung und Weiterbildung

ihrer fachlichen Spezifikation.

Das Team von Hoval in England erwartet bereits voller Stolz

die Teilnahme an diesem aussergwöhnlichen Anlass zu

Ehren des 60. Jahrestags der Krönung von Elizabeth II.

Auf www.hoval.co.uk ist das offizielle Video zur Ankündigung

des Coronation Festivals zu sehen.

Einblicke 01.2013 _ 19


Im Detail

Belaria ® compact IR

mit europaweit bestem

COP von 4,23 Hoval hält Wort und

entwickelt die Wärmepumpen-Technologie weiter. Neuster

Beweis: die Luft/Wasser-Wärmepumpe Belaria ® compact IR.

Ihr Coefficient of Performance (COP) gilt als europaweit bester

ihrer Leistungsklasse, und ihre Bauweise könnte kompakter

nicht sein.

Es war ein grosses Wort, das Peter

Gerner, CEO Heiztechnik, vor etwas

mehr als einem Jahr aussprach: „Wir

werden die Technologie der Wärmepumpen

auf die nächste Entwicklungsstufe

heben.“ Seine Zuversicht hatte ihren

Grund: Am Hauptsitz in Vaduz konnte

Hoval soeben seine neuen Prüfstände

für Sole/Wasser- und Luft/Wasser-Wärmepumpen

einrichten. Die Prüfstände

zählen zu den grössten in Europa - sie

beschleunigen und bestärken seither

die eigenen Entwicklungsprozesse.

Exzellente Testergebnisse

„Wir haben das Wärmepumpen-Programm

verbessert und gleichzeitig ausgebaut“,

berichtet nun Martin Woerz,

Leiter Produktmanagement Wärmepumpen

und Speicher.

„Die komplett neue Belaria ®

compact IR, die unsere

Palette erweitert, hat in den

Tests für das Zertifikat der

European Heat Pump Association

(EHPA) extrem gute,

fast schon sensationell gute

Werte erzielt.“

20 _ Einblicke 01.2013

Bei einer Aussentemperatur von 2° C

und einer Vorlauftemperatur von 35° C

bringt sie es auf einen Coefficient of

Performance (COP) von 4,23. „Diesen

Wert erreicht bis heute in Europa keine

andere kompakte Luft/Wasser-Wärmepumpe“,

konstatiert er.

Im Sommer 2013 kommt die neue

Wasser/Luft-Wärmepumpe Belaria ®

compact IR vorerst in Liechtenstein, der

Schweiz, Österreich und Italien auf den

Markt, weitere Länder folgen. Sie wird

in drei Typen mit 7, 9 und 11 kW Normleistung

erhältlich sein.

Raffinierte Technologie

Worauf ist nun ihre ausserordentlich

gute Leistungszahl zurückzuführen?

Martin Woerz bringt es auf den Punkt:

„Sie hat einen speziellen Verdampfer,

einen Ventilator der neusten Generation

und ein elektronisches Expansionsventil.

Der Kältekreislauf arbeitet mit dem

neuen Kältemittel R 410 A. Dank des

ebenfalls neuen Wärmepumpen-Automaten,

dem eigentlichen Hirn der

Anlage, harmonieren die einzelnen

Komponenten bestens.“

Und gleich auch optimiert: Thermalia ® twin

Vom Entwicklungsschub, der zur Luft/Wasser-Wärmepumpe Belaria ® compact

geführt hat, profitiert auch die Sole/Wasser- und die Wasser/Wasser-Wärmepumpe

Thermalia ® twin: Statt eines thermischen hat sie nun ebenfalls ein

elektronisches Expansionsventil. Dieses erlaubt – zusammen mit dem neuen

Kältemittel R 410 A – einen noch höheren COP.

Die Typenreihe, bisher im Leistungsspektrum von 20 bis 35 kW, reicht jetzt mit

einem zusätzlichen vierten Modell bis 42 kW. Die neue Thermalia ®

twin (42),

kompakt wie ihre kleineren „Schwestern“, ersetzt die bisherige Thermalia ® dual (43).

Wohltuend für den Kunden: Das wirkt sich unmittelbar auf das Preis-Leistungsverhältnis

aus!


Auf kleinstem Raum

Hohe Leistungsfähigkeit und hohe Energieeffizienz

beanspruchen nicht viel

Platz, auch das beweist die Belaria ®

compact IR eindrücklich: Sie braucht

gerade einmal einen Quadratmeter,

das vereinfacht auch den Einbau.

Zudem ist sie flexibel: Der Heizvorlauf

und -rücklauf und der Schlauch für den

Kondensat-Ablauf können rechts oder

links sein.

Mit Energie-Pufferspeicher

Stichwort Energieeffizienz: Um das

Ein- und Ausschalten, das so genannte

Takten, zu reduzieren, aber auch um zu

garantieren, dass die für den Abtauprozess

notwendige Energie stets vorhanden

ist, hat die Belaria ® compact IR

einen Energie-Pufferspeicher. Dazu

haben die Hoval Entwickler Platz sparend

einen Doppelboden konzipiert, der

zugleich die Schallemissionen tief hält.

Geräuscharm

Ein klärendes Wort von Martin Woerz

auch zur neusten, geräuscharmen Ventilator-Generation:

„Wir haben einen

speziell leisen Radialventilator gewählt.

Der Wärmepumpen-Automat steuert ihn

so, dass die Schallemissionen ohnehin

relativ gering sind.“

Fazit von Martin Woerz:

„Die Belaria ® compact IR ist

genau das richtige System

etwa für den Fertighausbau:

kompakt, verlässlich und mit

einem bislang einzigartigen

COP.“

Das ist nicht zu viel versprochen.

Europaweit

bester COP von 4.23,

geprüft und bescheinigt vom

Austrian Institute of Technology.

Ebenfalls erneuert:

die beliebte Split-

Wärmepumpe

Die Belaria ® S kommt weiterentwickelt

als Belaria ® SRM auf den Markt.

Zusätzlich gibt es diese Wärmepumpe

als Belaria ® compact SRM mit

integriertem Wassererwärmer. Beide

Systeme werden in sechs Leistungsgrössen

mit 4, 6, 8, 11, 14 und 16 kW

erhältlich sein.

Die jüngste Generation der Split-Wärmepumpen

ist mit einer neuen Regelungseinheit

ausgerüstet, das Bedienteil

kann im Gerät, an der Wand oder

auch im Wohnraum platziert werden.

Das Bedienen wird dadurch wesentlich

einfacher. Die Stromaufnahme –

dies eine der etlichen neuen Funktionen

– lässt sich zeitlich begrenzen,

was sich auf die Energiekosten, aber

auch auf die Ausnützung der Sonnenenergie

positiv auswirkt. Die feinere

Regulierung führt zu einer höheren

Heizleistung und zu einem noch

höheren COP.

Neu ist in der Inneneinheit der Split-

Geräte eine hochenergieeffiziente

Umwälzpumpe eingebaut. Die Belaria ®

compact SRM hat eine bodenstehende

Inneneinheit mit einem integrierten

Edelstahl-Wassererwärmer. Dieser

fasst in der 4kW Ausführung 180 Liter,

in allen weiteren Ausführungen

260 Liter.

Einblicke 01.2013 _ 21


Im Detail

Leittechnik optimiert den Betrieb.

Fernwärme rechnet sich – für den Geldbeutel und für die Umwelt. Um die Energie noch

besser zu nutzen und die Wirtschaftlichkeit weiter zu erhöhen, braucht es durchdachte Leittechnik.

Hoval hat deshalb die Software TopTronic ® supervisor entwickelt.

Alles im Überblick: Martin Köb, Leiter Steuerung und Regelungstechnik, veranschaulicht die benutzerfreundliche Plattform Hoval TopTronic ® supervisor.

Eine Heizzentrale, ein Leitungsnetz zu

den angeschlossenen Liegenschaften

und den dortigen Übergabestationen,

eine Pumpstation: Wer glaubt, damit

sei das Fernwärmesystem komplett,

irrt. Eine Leittechnik gehört dazu. „Sie

ist eines der wichtigsten Werkzeuge

des Anlagebetreibers“, sagt Martin

Köb. Er leitet im Geschäftsbereich

Heiztechnik von Hoval die Produktlinie

Steuerung, Regelungstechnik und

Software. „Wir installieren unsere Leittechnik-Software

TopTronic ® supervisor

auf den Leitrechner. Sie sammelt die

Daten und bereitet diese für die

Analyse auf, damit die Anlage weiter

optimiert werden kann.“ Die Leittechnik

ist das Hirn, auf das der Leitrechner

22 _ Einblicke 01.2013

und das Netz – soll es effizient arbeiten

– angewiesen sind.

Das Fernwärmenetz wird sichtbar

Die Leittechnik Hoval TopTronic ® supervisor

visualisiert die gesamte Anlage

mit Heizzentrale, Übergabestationen

und Sekundäranlagen. In welcher Temperatur

kommt das Heizwasser in die

angeschlossenen Liegenschaften? Wie

warm ist es noch, wenn es zurückfliesst?

Entsprechen diese Temperaturen

den Soll-Werten, die für einen energieeffizienten

Betrieb nötig sind? Wie

viel Energie verbraucht das System pro

Tag, pro Woche, pro Monat, pro Jahr?

All diese Informationen – und noch

mehr – liefert die Leittechnik Hoval Top-

Tronic ® supervisor. „Fehleinstellungen –

und Optimierungspotenzial – sieht der

Fachmann sofort“, erklärt Wolfgang

Leitner, Leiter der Entwicklung Leittechnik

bei Hoval: Steht die „Energie-Ampel“,

die ins Schema integriert ist, auf Grün,

ist selbstredend alles im grünen Bereich.

Orange und Rot dagegen fordern zum

Justieren auf. Über den Leitrechner

lässt sich direkt auf die Heizzentrale

und die Übergabestationen zugreifen.

Auch Hydraulik überwachen

Wer will, kann mit der Leittechnik Hoval

TopTronic ® supervisor sogar eine Webcam

in der Heizzentrale verknüpfen und


diese so live überwachen. Und optional

lässt sich auch die gesamte Hydraulik

der Heizzentrale sichtbar machen,

woraus sich weitere Optimierungsmöglichkeiten

ergeben: Für den effizienten

Betrieb der Netzpumpen ist der Differenzdruck

ein wichtiger Parameter.

Probleme sofort entdecken

„Da der Betreiber des Fernwärmenetzes

an eine vertraglich festgelegte

Leistung gebunden ist, hat er bestimmt

jedes Interesse, diese hundertprozentig

und mit möglichst geringem Energieaufwand

zu erbringen“, mutmasst

Wolfgang Leitner. „Entsprechend ist er

auch daran interessiert, Probleme wie

etwa ein Leck in der Heizzentrale

sofort zu entdecken und zu beheben.

Die Hoval TopTronic ® supervisor macht

ihm das alles möglich.“

Leittechnik in Planung einbeziehen…

Damit die Leittechnik von Hoval mit

sämtlichen technischen Komponenten

des Fernwärmenetzes kommunizieren

und diese überwachen kann, müssen

die Übergabestationen mit dem Fernwärmeregler

Hoval TopTronic ® com ausgerüstet

sein. Zudem werden für den

verschlüsselten Datentransfer zwischen

Hoval TopTronic ® com und Hoval

TopTronic ® supervisor gleichzeitig mit

den Fernwärme-Wasser-leitungen

Erdkabel verlegt. Diese beiden Voraussetzungen

sind schnell erfüllt, wenn die

Leittechnik Hoval TopTronic ® supervisor

bereits in die Planung eines Fernwärmenetzes

einbezogen wird.

… und in ERP-System integrieren

Bestenfalls verfügt der Betreiber des

Fernwärmenetzes auch über ein

Die Fernwärmeregelung Hoval TopTronic ®

com übernimmt die Kommunikationsfunktion zum

Leitsystem Hoval TopTronic ®

supervisor.

Enterprise-Resource-Planning- oder

kurz: ERP-System, denn dieses kann er

ebenfalls mit der Hoval-Leittechnik

„kurzschliessen“: Die Daten, welche die

Software Hoval TopTronic ® supervisor

aggregiert, fliessen über den Leitrechner

ins ERP-System ein, das dann gleich

die Monatsrechnungen für die angeschlossenen

Wärmebezüger erstellt.

Fazit von Martin Köb:

„Unsere Leittechnik macht

Fernwärmenetze nicht nur

effizienter und somit wirtschaftlicher.

Sie vereinfacht

bzw. automatisiert auch die

Abrechnung und reduziert

dadurch den Personalaufwand.“

ENERGIEZENTRALE

1: Energiezentrale mit Leittechnik Hoval TopTronic ® supervisor

2: Fernwärmeübergabestationen Hoval TransTherm mit Hoval TopTronic ® com

1

Natürlich lässt sich auch via Internet –

und ohne die Installation von Zusatz-

Software wie Java oder ActiveX – auf

die Daten zugreifen. Betreiber mehrerer

Fernwärmenetze können dank Hoval

TopTronic ® supervisor sogar jedes einzelne

ihrer Netze auf ein und demselben

Bildschirm aufrufen, deren Effizienz

vergleichen oder sämtliche Daten

kumulieren. Das ist genau die Transparenz,

welche die Betriebskosten senkt

und erst noch die Umwelt schont.

2 2

Einblicke 01.2013 _ 23


Im Detail

Dichter, kompakter und effizienter

geht es nicht. Hoval ist es gelungen, im neuen Rotationswärmetauscher

die sonst übliche, systembedingte Leckage um bis zu 70% zu reduzieren. Da

steckt technologisches Know-how drin, genauso wie in der hohen Effizienz.

Im Grunde ganz einfach: Eine Lüftungsanlage

soll Frischluft ins Gebäude

bringen. Doch je mehr davon beim

Transport verloren geht bzw. je mehr

die Lüftungsanlage vom eingebauten

Rotationswärmetauscher Falschluft

zieht, desto weniger Frischluft wird dem

Gebäude zugeführt. Die Umluft, die das

Lüftungsgerät umwälzt, ist nicht nur

wenig nützlich, sie frisst auch unnötig

Energie.

Immer noch ganz einfach: Die Menschen,

die das Gebäude benützen, brauchen

frische Luft. Darum definieren neue

Richtlinien wie die VDI 3803, Blatt 5,

dass ein Lüftungsgerät mit Rotationswärmetauscher

um den Betrag der

Leckage grösser gebaut werden muss.

„Umluft braucht nicht

nur mehr Energie, sie vergrössert

somit auch das

Lüftungsgerät und kostet

mehr“,

konstatiert Remo Hotz, Produktmanager

Wärmerückgewinnung bei Hoval.

„Deshalb haben wir unsere Rotationswärmetauscher

dichter gemacht.“

Seines Wissens sind es die dichtesten,

die zurzeit auf dem Markt sind.

Der neue Rotationswärmetauscher ist nicht nur

technologisch ein Gewinn, er begeistert auch mit

seinem modernen Design.

24 _ Einblicke 01.2013


Jetzt mit Radialdichtung

Rotordichtungen herkömmlicher

Systeme bleiben trotz des sich bewegenden

Rotors starr. Nicht so die

Dichtung des Rotationswärmetauschers

von Hoval:

„Wir haben auf den Rotormantel

Gleichkraftfedern

montiert“,

erklärt Remo Hotz. „Indem sich diese

Konstantkraftfedern entsprechend der

Bewegung des Rotors laufend justieren,

drücken sie stets die Umfangsdichtung

aus abriebfestem Polyethylen

gegen das Gehäuse.“ Das minimiert

die Leckage nachhaltig um bis zu 70%

im Vergleich zu starren Systemen.

Die Hoval-Exklusivität ist bereits

patentiert.

Kleiner und günstiger

Die Innovation führt dazu, dass Lüftungsgeräte

bei gleicher Frischluftmenge

mini-mal dimensioniert werden können.

Und das wiederum senkt die Produktions-

und anschliessend die Betriebskosten.

Leckage errechnen

Auch das, so Remo Hotz, eine Hoval-

Exklusivität:

„Wir können die Leckage

unseres Rotors genau

errechnen und die Qualität

unseres Dichtungssystems

belegen.“

Dieser Punkt ist nicht zu vernachlässigen,

muss doch gemäss der Richtlinie

VDI 3803, Blatt 5, bei nicht vorliegenden

Leckage-Angaben von 10% ausgegangen

werden. Es ist anzunehmen,

dass die VDI 3803 über Deutschland

hinaus wirken wird.

Flexible Spülzone

Exklusivität Nr. 3: Die Spülzone, die verhindert,

dass Abluft in die Zuluft gelangen

kann, lässt sich bei der Installation des

Die patentierte, automatisch nachjustierende Schleifdichtung in Hoval Rotationswärmetauschern

reduziert die Leckage, gegenüber herkömmlichen Systemen, dauerhaft um bis zu 70%.

Rotationswärmetauschers individuell und

optimal an den Druck im Lüftungsgerät

anpassen. Je höher der Druck, umso

kleiner darf und soll die Spülzone sein.

Das minimiert den Energieverlust an der

Spülzone und erhöht die Effizienz.

Antrieb stufenlos regelbar

Der 3-Phasen-Getriebemotor mit Riemenscheibe

und Keilriemen ist auf einer Wippe

in der Gehäuseecke installiert. Die Drehzahl

lässt sich stufenlos regeln.

Rotoren mit Sorptionstechnik

Hoval ist auch Pionier auf dem Gebiet

der Rotationswärmetauscher mit Sorptionsbeschichtung.

Diese Beschichtung

ermöglicht nicht nur Wärme-, sondern

ganzjährige, konstante Feuchteübertragung:

Im Winter trocknet das Gebäude

nicht aus, und im Sommer bleibt die Luft

im Gebäude auch bei schwüler Gewitterluft

angenehm trocken.

Dieser Effekt hat speziell in Kombination

mit mechanischen Kälteanlagen

massiven Einfluss auf die Investitions-

und Betriebskosten: Die benötigte Kühlleistung

wird durch die vorgetrocknete

Luft um einen Drittel reduziert. Dies

erlaubt es, die Kühlanlage, trotz gleicher

Funktion, entsprechend kleiner zu

dimensionieren. Somit sinken auch die

Investitionskosten und später die Energiekosten

beträchtlich.

Maximale Effizienz

Die Hoval-Rotationswärmetauscher

erreichen Rückwärmzahlen von bis zu

90%. Sie werden als einteilige Rotationswärmetauscher

bis zu Grössen von

2620 mm und als segmentierte Wärmetauscher

bis zu Grössen von 3800 mm

produziert. Die Wärmetauscher sind als

Kondensations-, Enthalpie- und Sorptionsrotoren

erhältlich.

Einblicke 01.2013 _ 25


Im Detail

Kraft und Wärme koppeln – und

Geld sparen. Strom dezentral erzeugen und die dabei entstehende

Abwärme zum Heizen und zur Wassererwärmung nutzen: So funktioniert ein Blockheizkraftwerk.

Und genau so lässt sich Primärenergie sparen und gleichzeitig der CO 2-Ausstoss senken. Hoval bietet mit dem

PowerBloc und weiteren erprobten Komponenten massgeschneiderte Gesamtlösungen.

Er kennt die Funktionsweisen und die Vorteile

von Blockheizkraftwerken (BHKW)

bis ins letzte Detail. Urs Westreicher

leitet das Produktmanagement Fernwärme

/ BHKW, und er hat es errechnet:

„Durch die Nutzung der Abwärme aus

der Stromproduktion erreicht die eingesetzte

Primärenergie einen Gesamtwirkungsgrad

von 90% und mehr. Im

Vergleich dazu bringt es die herkömmliche

Kombination von lokaler Heizung

und zentralem Kraftwerk lediglich auf

30 bis 50%. Dezentrale Blockheizkraftwerke

können somit 40% Primärenergie

und mehr einsparen.“

Für Heime, Private und Industrie

Hallenbäder, Spitäler, Pflegeheime und

Hotels, die das ganze Jahr über kontinuierlich

Strom und Wärme benötigen,

eignen sich genauso für Blockheizkraftwerke

wie Industriegebäude, in denen

mit Prozesswärme gearbeitet wird. Mehrfamilienhäuser

sind ebenso prädestiniert

für die Kraft-Wärme-Kopplung, und

Wohn-häuser können sich zu einem

Nah- oder Fernwärmenetz zusammenschliessen.

So funktioniert ein BHKW

Urs Westreicher wirft einen Blick in das

Innere eines Blockheizkraftwerks:

„Eine Verbrennungskraftmaschine, zum

Beispiel ein Motor oder eine Gasturbine,

treibt einen Generator an. Dieser stellt

den angeschlossenen Haushalten oder

Betrieben elektrischen Strom zur Verfügung.

Mit der Abwärme, die im Motorblock

anfällt und sich auf Kühlwasser

oder Öl überträgt, wird über einen Wärmetauscher

das Heizwasser erwärmt. Mit

der im Abgas enthaltenen Energie kann

Dampf für Prozesswärme erzeugt

werden, oder die Energie kann genutzt

werden, um über den Wärmetauscher

Brauchwasser zu erwärmen.“

26 _ Einblicke 01.2013

Das sind zusammengefasst die Hauptkomponenten

einer BHKW-Anlage von

Hoval: ein Gas-Otto-Motor, ein Generator

zur Stromerzeugung, Wärmetauscher

zur Rückgewinnung der Wärmeenergie,

elektrische Schalt-und Steuereinrichtungen

für die Stromverteilung und hydraulische

Einrichtungen für die Wärmeverteilung.

Interessante Individuallösungen

Hoval bietet für Blockheizkraftwerk und

Nah- oder Fernwärmenetze massgeschneiderte

Gesamtlösungen. Das

Hoval-BHKW PowerBloc erbringt zum

Beispiel als Erdgas-Modul eine elektrische

Leistung von 43 bis 404 kW, als

Biogas- oder Klärgas-Modul eine elektrische

Leistung von 46 bis 365 kW.

Auch ein Parallelbetrieb mehrerer

Module ist möglich. Zur Abdeckung von

Spitzenlasten lässt sich idealerweise

ein Brennwertkessel Hoval UltraGas ®

in Kaskade schalten.

Das Hoval PowerBloc

mit 43 - 404 kW elektrischer

und 65 - 520 kW thermischer Leistung.

Urs Westreicher hat auch einige Ratschläge

parat, wie sich durch Kraft-

Wärme-Kopplung der Geldbeutel

schonen lässt: „Je höher und je konstanter

der Bedarf an Wärme ist, desto

länger ist das Blockheizkraftwerk das

Jahr über in Betrieb. Und je länger der

Betrieb, umso tiefer die Stromgestehungskosten.

Eine hohe Anzahl an

Jahresbetriebsstunden und somit eine

hohe Rentabilität ergibt sich, wenn die

Anlagenleistung tief ist im Verhältnis

zum Bedarf an Wärmeleistung.“ Auch

das ein Fazit des Fachmanns: „Mit

wachsender Anlagengrösse sinken die

Investitions- und insgesamt die Lebenszykluskosten.“

Auf jeden Fall führt der

Kundenwunsch bei Hoval zu einer

Gesamtlösung, die ökonomisch und

ökologisch interessant ist.


Im Rückblick

Fokus

Konstruktionszeichnung von 1942.

Es war die Zeit der Wirtschaftskrise, aber trotz allem gelang es dem jungen Chef Gustav Ospelt,

dem noch sein Bruder zur Seite stand, den Betrieb zu erweitern, wenn auch unter grössten finanziellen

Schwierigkeiten. Bankgeld war rar.

18 Teams folgten beim Markenerlebnistag in Vaduz den Spuren der Marke - Hoval das sind wir!

Länderhead

Headline

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Gustav Ospelt liess den Gedanken in sich reifen, einen eigenen

Zentralheizungskochherd zu konstruieren. Mit seinem treuen

Arbeiter Albert Sprenger wurde entwickelt und erprobt, oft bis

in die Nacht hinein. 1938 war es so weit: Der erste Zentralheizungskochherd

aus Eigenbau funktionierte, der Weg in die

Zukunft war damit geebnet!

Dann kam der Krieg. Die Belegschaft war auf zwanzig Mann

angewachsen und es waren grosse Anstrengungen notwendig,

ihnen den Arbeitsplatz zu erhalten. Das Material war

knapp geworden, und es galt, den Kampf um Zuteilungen

aufzunehmen, der nur zu bestehen war, wenn man Dinge

erzeugte, die den Werkstoff Eisen erhalten. Also Umstellung

auf neue Produkte. Holzgasgeneratoren und Holzkohlevergaser

wurden an schweizerische Automobilfirmen geliefert,

denn Benzin war die allerknappste Ware geworden aber

Autos sollten trotzdem fahren.

Der Blick des Optimisten Gustav Ospelt war auf die Zukunft

gerichtet. Ihm ging es um die Weiterentwicklung des Zentralheizungskochherdes.

Und so wurde konstruiert, Wirkungsgrade

gemessen und alle Vorbereitungen getroffen für eine

sofortige Lancierung eines guten, modernen Produktes am

Markt. Aber erst nach dem die Normalität wieder eingekehrt

war.

Einblicke 01.2013 _ 27


Hoval Aktiengesellschaft

Austrasse 70

9490 Vaduz, Liechtenstein

www.hoval.com

Impressum

„Einblicke“ – Das Kunden- und Mitarbeitermagazin der Hoval Gruppe. Erscheint variabel 2 x jährlich.

Verantwortlich: Marketing Services, Hoval Aktiengesellschaft, 9490 Vaduz, Liechtenstein.

4211998 Hoval Einblicke 01/2013 deutsch

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