Ausgabe - AWO Bezirksverband Weser-Ems

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Ausgabe - AWO Bezirksverband Weser-Ems

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Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Weser-Ems e.V.

Ausgabe Nr. 100 1. Ausgabe 2011

Z

100.

Ausgabe


Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Weser-Ems e.V.

Ausgabe Nr. 100 1. Ausgabe 2011

100. Ausgabe:

Der AW(O) Report

im Wandel der Zeit

Gerd Manig, Wilfried Müller und Rainer

Nitschke – so heißen die maßgeblichen

Geburtshelfer des AWO Reportes,

beziehungsweise AW-reports, so wie

die Mitgliederzeitung des AWO Bezirksverbandes

Weser-Ems ursprünglich

getauft wurde. Ihr Ansinnen: Die

Vielzahl der unterschiedlichen Arbeitsfelder

und Angebote der AWO, sei es

im Bereich des Bezirksverbandes, den

Kreisverbänden oder den Ortsvereinen

allen Mitgliedern bekannt zu machen.

„Mit der fortschreitenden Entwicklung

der Arbeit in der Arbeiterwohlfahrt sind

selbst langjährige Mitglieder nicht mehr

in der Lage, alles zu überblicken“, so die

AW-Reporter der ersten Stunden. Gesagt,

getan: Im Mai 1985 erschien der erste

AW-report mit einer Auflage von

20.000 Stück und einem Umfang von 16

Seiten. Heute liegt die 100. Ausgabe mit

32 Seiten vor Ihnen/euch – ein Grund

zurückzublicken und ein wenig die Historie

des AWO Reportes zu betrachten.

Die Zeit des schwarz-weiß gedruckten

AW-reports von 1985 endete schon gut

zwei Jahre später,als die neunte Ausgabe

mit einem vierfarbigen Umschlag aus

besserem Papier erschien und im

Innenteil zum ersten Mal die Farbe Rot

auftauchte. Mit der 32. Ausgabe 1993

wurde der AW-report umbenannt in

AWO Report – das war auch die letzte

Ausgabe, die Gerd Manig führend be-

treute. 1998 war dann ein ganz besonderes

Jahr für die Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband

Weser-Ems: Der Verband

feierte im Oktober sein 50-jähriges Bestehen

und im März des Jahres erschien

die 50. Ausgabe des AWO Reports. Im

Vorwort der Jubiläumsausgabe stellte

Karin Börsch als damalige Bezirksvorsitzende

fest: „Trotz mancher Veränderung

und neuer Schwerpunktsetzung

hat sich die Grundidee dieser Zeitung

über all die Jahre erhalten“.

Zur 75. Ausgabe

ein komplett neues Gewand

Ein Jahr, nach dem Dr. Harald Groth

zum neuen Vorsitzenden und Dr. Lothar

Knippert sowie Hermann Bontjer

zu den neuen stellvertretenden Vorsitzenden

gewählt wurden, erschien 2004

die Kronjuwelenausgabe in einem

komplett neuen Gewand. Schick war er

geworden der AWO Report! Verantwortlich

dafür zeichnete die heutige Geschäftsführerin

und Verbandsreferentin

Hanna Naber, die seit der 75. Ausgabe

auch die Verantwortliche im Sinne des

Presserechts (V.i.S.d.P.) ist. Verbunden

mit einem moderneren Layout wurde

die Mitgliederzeitung interessanter,

übersichtlicher, aktueller, bunter und

informativer. Dr. Harald Groth zitierte

Fortsetzung auf Seite 2

Vorwort

Liebe

Freundinnen,

liebe

Freunde,

im Mai diesen Jahres ist es 26 Jahre

her, dass die erste Ausgabe des

AWO Reports erschien. Heute haltet

ihr die 100. Ausgabe unserer

Mitgliederzeitung in der Hand –

ein liebgewonnenes Organ unserer

AWO Weser-Ems. Viel Spaß beim

Lesen!

Leider werden wir durch die Bilder

aus Japan auch an ein weniger

schönes Ereignis, was vor 25 Jahren

die Welt erschütterte, erinnert:

Der Super-Gau in Tschernobyl.

Nach der Naturkatastrophe in Japan

wird uns nun wieder sehr

deutlich bewusst, dass die Kernenergie

nicht die Lösung für die

knapper werdenden Ressourcen

zur Energiegewinnung ist. Viele

Mahner sind in den letzten Jahrzehnten

nicht gehört worden, die

Atom-Lobby hat sich durchgesetzt.

Ob nun eine endgültige Abkehr

von der Atomenergie in

Deutschland stattfindet, bleibt abzuwarten.

Dem japanischen Volk,

was nun nicht nur unter den Folgen

des Erdbebens und des Tsunamis

leidet und viele Tote zu beklagen

hat, sondern auch die Folgen

von radioaktiver Strahlung ertragen

muss, wünschen wir an dieser

Stelle viel Kraft. Auch die AWO

ruft im Rahmen der „Aktion

Deutschland hilft“ zu Spenden

auf. Näheres dazu findet ihr in diesem

AWO Report.

Herzlich, euer

Dr. Harald Groth

Vorsitzender


2 AW(O) Report im Wandel der Zeit

passenderweise im Vorwort zur Jubiläumsausgabe

einen Ausspruch von

Willy Brandt: „Gerade wer das Bewahrenswerte

bewahren will, muss verändern,

was Erneuerung bedarf“. Die Leser

äußerten sich hoch zufrieden.

Doch nicht nur das Äußere des AWO

Reportes hatte sich grundlegend verändert,

die Mitgliederzeitung setzte auch

neue Schwerpunkte: Journalistisch versiert

werden fachliche Informationen

Wer schreibt, der bleibt

Mit der 75. Ausgabe war es das erste

Mal gelungen, dass aus jedem Kreisverband

mindestens ein Artikel vorlag

– sei es vom Kreisverband selber

und/oder von einem beziehungsweise

mehreren Ortsvereinen. Damit

wurde die Redaktion um viele Journalisten

aus den Kreisverbänden und

Ortsvereinen erweitert, die von ihren

Aktivitäten berichten und damit

auch die vielen Facetten sozialer Arbeit,

sei es ehren- oder hauptamtlich,

darstellen. Das ist die AWO Weser-

Ems - bunt und vielfältig! Dank der

fleißigen Helfer reißen die Zusendungen

von Artikeln und Fotos nicht

ab. Per E-Mail, handgeschrieben oder

per Schreibmaschine erreichen die

Redaktion interessante Beiträge aus

allen Regionen des Wirkungsgebietes

der AWO Weser-Ems.

„Wer schreibt, der bleibt“, so sagt ein

Sprichwort und das ist auch die Bitte,

die die Macher des AWO Reportes

sowie Vorstand und Geschäftsführung

auch für die Zukunft an die

Mitglieder in Weser-Ems richten:

Schreibt, wenn Ihnen/euch ein

Thema wichtig ist oder auch wenn

Ihnen/euch etwas nicht gefällt. Ein

guter AWO Report lebt von guten

Themen und Beiträgen sowie von

konstruktiven Anregungen. Und da

schließt sich auch wieder der Kreis zu

den Gründern der Mitgliederzeitung

des AWO Bezirksverbandes Weser-

Ems, denn sie schrieben in der Erstausgabe

1985: „Auch diese Zeitung

lebt von Informationen! Was wir

nicht wissen, können wir nicht

(be)schreiben“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

verarbeitet, und gleichzeitig erfahren

die Mitglieder in den AWO Gliederungen

durch die Berichte aus den Ortsvereinen

und Kreisverbänden voneinander

und von den Einrichtungen der

AWO Weser-Ems. Die sozialpolitischen

Auffassungen der AWO erhalten mehr

Gewicht. Gleich die erste Ausgabe in

neuem Gewand wartete mit dem Titelthema

„Zur Zukunft der Pflege“ auf.

Interessante Titelthemen

Die Redaktion steht auch in der 100.

Ausgabe weiterhin unter der Leitung

von Hanna Naber. Inhaltlich spiegelt

der AWO Report in altbewährter Form

das Leben des Bezirksverbandes Weser-

Ems wider. Verschiedene sozial- und

gesellschaftspolitische Themen wie beispielsweise:

„Ja, ja die Jugend heutzutage...“,

„Sozialpolitik in Zeiten der

Krise“,„Bildungschancen für alle!“ oder

„Zusammenhalt stärken - Ausgrenzung

verhindern!“ schafften es auf die erste

Fortsetzung von Seite 1 Seite. Seit der 92. Ausgabe erreicht der

AWO Report die Mitglieder direkt per

Einzelversand – an dieser Stelle sei den

langjährigen Austrägern des AWO Reportes

nochmals herzlich für ihr Engagement

gedankt.

Zur 100. Ausgabe hat der AWO Report

ein schickes „Mäntelchen“ bekommen,

damit jeder sofort fühlen und sehen

kann, dass diese Ausgabe der Mitgliederzeitung

der AWO Weser-Ems etwas

ganz Besonderes ist. Und damit die äußeren

Wandlungen des AWO Reportes

nicht in Vergessenheit geraten, hat die

Redaktion einige Titelseiten aus der

Vergangenheit auf den Innenseiten

des Umschlages abbilden lassen. Apropos

abbilden lassen – den Mitarbeitern

des Druck- und Verlagshauses

Brune Mettcker in Wittmund und

Wilhelmshaven ruft die Redaktion zu:

Herzlichen Dank für die tolle Zusammenarbeit,

die mit der 75. Ausgabe

begann!

Liebe Freundinnen und Freunde der AWO Weser-Ems,

wir gratulieren im Namen des gesamten AWO Bundesvorstandes und Präsidiums

herzlichst zu eurer 100. Ausgabe des AWO Reportes!

Dass ihr viermal im Jahr so umfangreich über die Aktivitäten in den Ortsvereinen

und Kreisverbänden der AWO Weser-Ems im AWO Report lesen könnt, ist

mitnichten eine Selbstverständlichkeit, sondern ein Privileg, was nicht hoch genug

zu schätzen ist. Ihr erfahrt durch den AWO Report viel über die sozialpolitischen

Positionen der Arbeiterwohlfahrt - dieses ist insbesondere vor dem

Hintergrund, dass der Tagespresse nicht immer unsere Positionen zu entnehmen

sind, genauso wichtig wie die vielen Internas aus den einzelnen Regionen Eures

Wirkungsgebietes.

Jede Ausgabe des AWO Report erreicht auch uns hier in Berlin und wir freuen

uns jedes Mal, wenn wir lesen können, wie aktiv die Mitglieder in Weser-Ems

sind. Dafür danken wir euch an dieser Stelle sehr herzlich. Die Arbeiterwohlfahrt

überlebt nur dann, wenn ihre Mitglieder rege das Leben in den Ortsvereinen und

Kreisverbänden bestimmen. Deshalb bitten wir euch: Lasst nicht nach in eurem

Engagement für einen freiheitlich-demokratischen Sozialismus, für Solidarität,

Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit!

Mit solidarischen Grüßen

Wilhelm Schmidt, Präsident Wolfgang Stadler, Vorsitzender


Wissen, was in der AWO los ist

„Seit meinem Eintritt in

die Arbeiterwohlfahrt

begleitet mich auch der

AWO Report. Zu wissen,

was in den Einrichtungen

und Gliederungen

der AWO Weser-Ems los ist, finde

ich wichtig. Man kann sich ja durchaus

auch von den Ideen anderer inspirieren

lassen. Ebenfalls bedeutend ist,

dass alle Mitglieder über die sozialpolitischen

Auffassungen der AWO erfahren.

Trotz aller modernen Kommunikationsmittel

ist der AWO Report

dafür einfach unschlagbar.“

Eike Händel, Delmenhorst

Gerade 20-jährig

trat er 1948 in die

AWO ein und ein

Jahr später begann

seine berufliche

Laufbahn

beim AWO BezirksverbandWeser-Ems.

Er war

der siebte Mitarbeiter, seine erste

Wirkungsstätte war die Haareneschstraße

in Oldenburg und 1985 hob er

den AW-report mit einigen weiteren

Aktiven aus der Taufe. Von wem ist

die Rede? Na klar, von Gerd Manig.

Vorbild der Mitgliederzeitung war

die Zeitschrift des Bundesverbandes

„Unsere Arbeit“, die über die Aktivitäten

der Bezirks- und Landesverbände

berichtete. Nach dem Motto

„Was der Bundesverband kann, das

können wir auch“ teilte der AW-report

allen Mitgliedern mit, was sich

so in den Einrichtungen, den Kreisverbänden

und Ortsvereinen tat. Die

Fotos schoss Gerd Manig meistens

selber und entwickelte sie auch eigenhändig.

Artikel wurden fleißig in

die Schreibmaschinen getippt, Beiträge

aus den Ortsvereinen und

Kreisverbänden redigiert oder gekürzt,

für das Layout schlug man sich

mit Satzfahnen herum, die dann

passgenau auf die Seite aufgeklebt

wurden, bevor alles in Druck ging.

Und letztendlich kam immer eine

AW(O) Report im Wandel der Zeit

Der Blick über den Tellerrand

„Der AWO Report ist

für mich wichtig, um

auch beruflich über den

Tellerrand des eigenen

Wirkungskreises hinwegzublicken

und zu

erfahren, was andere Einrichtungen

der AWO machen. Gleichzeitig interessieren

mich die Positionen der Arbeiterwohlfahrt

zu sozial- und gesellschaftspolitischen

Themen. Das kann

man ja nicht unbedingt immer in der

Tageszeitung lesen. Wenn es den AWO

Report nicht schon gäbe, müsste man

ihn glatt erfinden!“

Siegfried Henkenjohann, Wilhelmshaven

„Es ist schön, dass etwas geblieben ist“

interesssante und die ganze Vielfalt

der AWO Weser-Ems präsentierende

Zeitung heraus.

Die Reaktion auf das neue Medium

des Bezirksverbandes war von Beginn

an äußerst positiv und so motivierten

die Mitglieder die AW-Reporter,

die Zeitung stetig weiter zu

entwickeln, die unter den Fittichen

von Gerd Manig bis zu seinem Eintritt

in den wohlverdienten Ruhestand

stand. Fast schon legendär war

die sogenannte „letzte“ Seite, auf der

in Bildergeschichten und unter der

Rubrik „Es sagte...“ man so Einiges

auf die Schippe nahm. Weiterhin

wurden auf dieser speziellen Seite allen

Mitgliedern aufgeschnappte lustige

Versprecher präsentiert – Insider

berichten, dass einige Leser schon

Tage vor dem Erscheinungstermin

den Kalauern der „letzten“ Seite entgegen

fieberten.

Und wie findet Gerd Manig den heutigen

AWO Report, der auch nach

fast 26 Jahren vierteljährlich die Mitglieder

erreicht? „Es ist schön zu sehen,

dass etwas geblieben ist. Die

Entwicklung zum heutigen AWO Report

ist sehr gelungen. Vor allem der

verstärkte sozialpolitische Ansatz gefällt

mir“, urteilt der Mann der ersten

Stunde der Mitgliederzeitung des Bezirksverbandes,

der nicht nur sein

berufliches Leben mit und für die

AWO verbrachte.

Herzlichen

Glückwunsch!

Als Vorsitzende des

SPD-Bezirkes Weser-

Ems und langjähriges

Mitglied der AWO gratuliere ich dem

Vorstand und der Geschäftsführung

des AWO Bezirksverbandes Weser-

Ems sowie dem Team des AWO Reportes

um Hanna Naber sehr herzlich

zur Jubiläumsausgabe. In meiner Arbeit

als Landtagsabgeordnete, Vorsitzende

der SPD Weser-Ems sowie als

Kommunalpolitikerin im Landkreis

Leer und nicht zu vergessen als AWO

Mitglied schätze ich die Informationen,

die ich über den AWO Report erhalte,

sehr.

Viele sozialpolitischen Details gehen

im Alltag häufig unter, die für die handelnden

Personen aber von erheblicher

Bedeutung sind – durch den

AWO Report werde ich immer wieder

darauf aufmerksam gemacht. Verstärkt

durch den vertrauensvollen

Austausch zwischen den beiden Bezirksvorständen

der SPD und der

AWO zeigt sich eine enge Verbundenheit.

Für uns seid ihr oft Mahner,

die durch ein sehr feinmaschiges

Frühwarnsystem und durch hohe

Fachkompetenz sehr früh auf Verwerfungen

und Fehlentwicklungen insbesondere

in den sozialpolitischen

Themen hinweisen. Es ist einfach

großartig, wie in der AWO gelebt,

Menschen für Menschen da sind und

bereit sind zu helfen. Ohne diesen

Geist freiheitlichen und sozialen Bürgersinns

wäre unser Land ärmer und

kälter. Der AWO-Report berichtet

deshalb auch zu Recht aus den Ortsvereinen,

die mit ihren vielfältigen sozialen

Aufgaben nach den Grundsätzen

demokratischer Werte wie

Solidarität, Toleranz und Gerechtigkeit

handeln. Werte, die für den

Zusammenhalt unserer Gesellschaft

unverzichtbar sind. Vor diesem

Hintergrund sage ich ganz herzlich

DANKE und wünsche dem AWO Report

für die Zukunft, dass auch weiterhin

„heiße“ Themen angepackt werden,

um aufzuzeigen, was für die

Gesellschaft wichtig ist.

Herzliche Grüße

Johanne Modder

Vorsitzende der SPD Weser-Ems

3


4 Gute Pflege in Niedersachsen auch in Zukunft!

Gutachten verdeutlicht die prekäre

Pflegesituation in Niedersachsen

Oldenburg. Seit einigen Jahren beklagen

Träger von niedersächsischen Pflegeeinrichtungen,

dass die Pflegesätze in

Niedersachsen deutlich niedriger sind

als in anderen Bundesländern und dass

insbesondere tarif- oder richtliniengebundene

Einrichtungen dadurch in

eine finanzielle Schieflage geraten (der

AWO Report berichtete mehrfach).Verschiedene

Versuche, durch Öffentlichkeitsarbeit

und intensive Gespräche die

Verantwortlichen zum Handeln zu bewegen,

blieben bis dato relativ erfolglos.

Die AWO Weser-Ems beauftragte vor

diesem Hintergrund einen Gutachter,

um mittels einer wissenschaftlichen

Untersuchung weitere Fakten für die

prekäre Situation in der Pflege in

Niedersachsen und deren Auswirkungen

zu ermitteln.

Der AWO Report interviewte Hermann

Fox, Diplom Sozialwissenschaftler und

Unternehmensberater (BeGeSo-Unternehmensberatung

Gesundheit und Soziales,

Erfurt) zu den Hauptinhalten seiner

Untersuchung.

AWO Report: Herr Fox, wieso bekommen

Pflegeeinrichtungen in Niedersachsen

weniger Geld für Personal und Betriebskosten

als in anderen westlichen

Bundesländern,wenn doch die Pflegeversicherung

bundesweit für jeden Pflegebedürftigen,

der in einer stationären Altenhilfeeinrichtung

lebt, gleich viel bezahlt?

Hermann Fox: Die von den Pflegekassen

gezahlten Pauschalen für die stationäre

Unterbringung sind bundesweit

einheitlich, aber sie decken nur einen

Teil der Heimkosten ab. Die weiteren

Kosten trägt der Pflegebedürftige selbst.

Kann er die Kosten nicht absichern,

wird der Sozialhilfeträger tätig.

Als Grundlage für die Pflegesätze vereinbaren

die Pflegekassen in den einzelnen

Bundesländern mit den Trägern

der Heime einen sogenannten Rahmenvertrag,

der unter anderem die Personalausstattung

für die einzelnen Pflegestufen

festlegt. Die dann zwischen

dem einzelnen Pflegeheim, den Pflege-

kassen und den Sozialhilfeträgern vereinbarten

Pflegesätze für die einzelnen

Pflegestufen bestehen aus drei Komponenten:

Tageskostensatz Pflege, Tageskostensatz

Unterkunft und Verpflegung

sowie Tageskostensatz Investitionen.

AWO Report: Und wo liegt dann das

Problem in Niedersachsen?

Hermann Fox: In den Bundesländern

werden die Freiräume genutzt, die sich

aus Sicht der Akteure bei der Umsetzung

der Bundesgesetzgebung ergeben.

So bestehen beispielsweise keine

bundeseinheitlichen Standards zur Personalbemessung

in der stationären

Pflege. Ein niedriger Personalschlüssel

wie in Niedersachsen senkt die Heimkosten.

Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein

Pflegebedürftiger in Nordrhein Westfalen

mehr Personal zugestanden bekommt

als ein Pflegebedürftiger in

Niedersachsen. Zum Beispiel werden in

einer Modelleinrichtung mit 80 Plätzen

in Baden-Württemberg je nach Region

32,2 bis 40,7 Vollkräfte von den Pflegekassen

mittels Pflegesätze refinanziert,

in Niedersachsen sind es lediglich 29,8-

36,6. Ist der Träger in Niedersachsen der

Meinung, dass man, um gute Pflege zu

leisten, mehr Personal benötigt, muss er

diese Kosten selber tragen. Eine finanzielle

Schieflage ist die Folge.

Der Hauptgrund für die desaströse Finanzausstattung

der Pflege in Niedersachsen

ist und bleibt aber der bis 2009

in Niedersachsen praktizierte sogenannte

externe Vergleich. Hierbei

wurde ein Kostenvergleich zwischen allen

Anbietern am Markt (Träger der

freien Wohlfahrtspflege sowie kommunale

und private Träger) gezogen. Einrichtungen,

die ihre Kosten je Mitarbeiter

auf ein Mindestmaß gedrückt

hatten, führten zu niedrigen durchschnittlichen

Pflegesätzen, die von den

Pflegekassen für alle Pflegeeinrichtungen

als Maßstab genommen wurden.

Durch dieses Vorgehen sind tarifgebun-

dene Träger inzwischen

in

wirtschaftliche

Schieflagen geraten.

Zur Verdeutlichung:

Hermann Fox

Der Tagessatz

für Pflege sowie Unterkunft und Verpflegung

liegt nach den Zahlen für

2007, bezogen auf die Pflegestufe III, in

Niedersachsen bei 80,21 Euro, in Baden-Württemberg

aber bei 93,04 Euro.

Der externe Vergleich darf zwischenzeitlich

zwar nicht mehr angewendet

werden, die über Jahre entstandene Finanzierungslücke

ist aber bis dato nur

unzureichend geschlossen worden.

AWO Report: Welcher Aspekt ist Ihnen

bei der Betrachtung der niedersächsischen

Pflegesätze ebenfalls stark aufgefallen?

Hermann Fox: Die realitätsfremde

Auslastungsquote in der Landesrahmenvereinbarung.

In der niedersächsischen

Rahmenvereinbarung wird als

Kalkulationsgröße eine Auslastung von

98 % vorgegeben. Die in die Pflegesatzverhandlungen

eingebrachten Kosten

für das gesamte Heim werden also so

auf einen Tagessatz umgerechnet, als

wäre das Heim fast durchgängig voll belegt.Durch

den in den vergangenen Jahren

unkontrolliert hohen Kapazitätsausbau

vor allem durch private Träger

und die damit verbundene starke Konkurrenzsituation,

ist diese Auslastungsquote

nur schwerlich zu erreichen. Liegt

die Auslastung unter der Vorgabe,

entsteht bei unvermeidbar hohen Fixkostenanteilen

eine zunehmende

Deckungslücke zwischen den Betriebskosten

und den Erlösen.

AWO Report: Welche Folgen haben zusammengefasst

diese Benachteiligungen

in der stationären Pflege in Niedersachsen?

Fortsetzung auf Seite 4


Hermann Fox: Die mehrfache fiskalische

Benachteiligung der stationären

Pflege in Niedersachsen kann durch die

Heimträger nur durch Kürzungen bei

den Personalkosten aufgefangen werden.

Das heißt schlichtweg: Die Mitarbeiter

müssen häufig auf Urlaubs- und

Weihnachtsgeld verzichten, Lohnsteigerungen

werden ausgesetzt, Teilzeitbeschäftigungen

nehmen zu oder Stellenschlüssel

werden auf das gesetzlich

notwendige Mindestmaß abgesenkt.

Mehr Arbeit für weniger Geld ist die

kurz gefasste Quintessenz. Eine weitere

Folge ist, dass notwendige Sanierungsund

Modernisierungsinvestitionen aufgeschoben

werden, wodurch Sanierungsstaus

entstanden sind. Die Träger

werden zu diesen Konsequenzen gewissermaßen

gezwungen, ansonsten laufen

sie Gefahr, dass sie mit ihren Einrichtungen

in die Insolvenz getrieben werden.

AWO Report: Wie wirken sich Ihrer

Meinung nach die Einschnitte bei den

Personalkosten in der Zukunft aus?

Hermann Fox: Bereits heute bestehen

Engpässe, ausreichend Mitarbeiter für

die Pflege zu gewinnen. Müssen die

Träger in Niedersachsen die Kosteneinsparungen

bei den Mitarbeitern fortführen,

verliert der Pflegeberuf weiter

an Attraktivität. Die im Rahmen der demographischen

Entwicklung zu erwartende

Ausweitung des Pflegebedarfs in

den nächsten Jahrzehnten kann aber

nur mit qualifizierten und angemessen

entlohnten Mitarbeitern umgesetzt

werden. Gute Pflege in Niedersachsen

ist gefährdet, wenn nicht bald eine

Trendwende eintritt.

Gute Pflege in Niedersachsen auch in Zukunft!

Fortsetzung von Seite 3

Japan: AWO International

ruft zu Spenden auf

Oldenburg. AWO International

ruft zu Spenden im Rahmen der

„Aktion Deutschland hilft“ auf.

Konto: 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft

BLZ 370 205 00. Spendenhotline:

0900 55 10 20 30, Charity-SMS:

adh 10 an die 811 90

senden (10 Euro zzgl. üblicher SMS

Gebühr, 9,66 Euro gehen direkt an

„Aktion Deutschland hilft“).

AWO Weser-Ems:

Gute Pflege in Niedersachsen auch in Zukunft!

Vor dem Hintergrund der gutachterlichen

Stellungnahme der BeGeSo fordert

die AWO Weser-Ems gemeinsames

Handeln aller Akteure – für gute

Pflege in Niedersachsen auch in Zukunft.

In Niedersachsen wird trotz schlechtester

Rahmenbedingungen nach wie

vor gute Pflege geleistet. Das ist den

hoch engagierten Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern zu verdanken. Der

niedersächsische Missstand in der

Pflege darf jedoch nicht weiter auf dem

Rücken der Beschäftigten ausgetragen

werden. Die AWO Weser-Ems stellt

sich dem Wettbewerb der besten Pflegeanbieter.

Dieser Wettbewerb muss

jedoch über die Qualität der Pflegekräfte

und Ausstattung der Einrichtung

erfolgen, nicht über Gehaltskürzungen

bis hin zum Lohndumping.

Die „gute Pflege“ in Niedersachsen ist

akut gefährdet.

Daher fordert die AWO Weser-Ems:

● Gleiche Bedingungen in der Pflege

in allen Bundesländern, dazu gehört

ein bundesweit identischer Personalschlüssel

und die Anerkennung

tariflicher Löhne.

● Einen tatsächlichen Ausgleich für

die finanziellen Folgen des externen

Vergleichs und ein Ende des durch

Oldenburg. Um 16 Euro pro Tag ist die

Kurzzeitpflege seit Januar 2011 in

Niedersachsen teurer geworden, wenn

sie in vollstationären Pflegeheimen

und nicht in sogenannten solitären

Einrichtungen stattfindet, die ausschließlich

Kurzzeitpflege anbieten.

Hintergrund ist, dass der Investitionskostenzuschuss

des Landes Niedersachsens

nur noch für Kurzzeitpflegeplätze

gezahlt wird, wenn diese in

dafür eigens eingerichteten Heimen

angeboten werden. „Diese Einsparung

geht einerseits zu Lasten der pflegenden

Angehörigen, die mit Hilfe der

Kurzzeitpflege bis zu vier Wochen im

Jahr eine Auszeit nehmen können und

andererseits wird sich im Bereich der

Verhinderungspflege zum Beispiel

5

die Kostenträger verursachten

Lohndumpings.

● Nachdem in Niedersachsen das Urteil

des Bundessozialgerichtes aus

dem Jahre 2000 anders als in anderen

Bundesländern zu Lasten der

Beschäftigten in der Pflege umgesetzt

wurde, muss das neue BSG Urteil,

mit dem die Tarifautonomie

wieder respektiert wurde, nun

ebenso konsequent umgesetzt werden.

Dafür ist die aufgebaute Differenz

aufzuholen. Die von einzelnen

Kostenträgern zugesagte „Konvergenz“

ist endlich umzusetzen.

● Die Auslastungsvorgabe muss sich

an der realen Belegungsquote orientieren,

die bereits 2007 nur 85,7 %

betrug. Eine Absenkung muss sofort

erfolgen, soll diese Vorgabe nicht

weiterhin ein Verlustbringer in der

Altenpflege bleiben.

● Die umfänglicher werdende medizinische

Behandlungspflege muss neben

der reinen Altenpflege in einem

Pflegeheim endlich gesondert anerkannt

und bezahlt werden, wie dies

in der häuslichen Pflege auch der Fall

ist. Der Zeitaufwand für die Krankenpflege

in der stationären Altenpflege

erreicht einen kritischen Wert,

der bisher kaum berücksichtigt wird.

Verteuerung der Kurzzeitpflege könnte sich

als Bumerang erweisen

nach Krankenhausaufenthalten die

Tendenz verstärken, den Krankenhausaufenthalt

zu verlängern oder

gleich in die dauerhafte vollstationäre

Pflege auszuweichen“, kritisiert Bezirksvorsitzender

Dr. Harald Groth.

Hinzu kommt, dass insbesondere im

ländlichen Raum kaum reine Kurzzeitpflegeeinrichtungen

vorhanden sind.

„Zielsetzung der finanziellen Förderung

der Kurzzeitpflege ist nach dem

Sozialgesetzbuch die Stärkung der

Pflegebereitschaft und Pflegefähigkeit

pflegender Angehöriger. Die jetzige

Neuregelung lässt eine deutliche

Schlechterstellung der gerade im ländlichen

Raum noch häufig stattfindenden

Pflege in den Familien befürchten“,

resümiert Dr. Groth.


6 Gute Pflege in Niedersachsen auch in Zukunft!

Landkreis Aurich handelt vorbildlich

Aurich. Der Landkreis Aurich ist Träger

von zwei stationären Altenhilfeeinrichtungen,

die von der kommunalen

Trägerschaft in eine gemeinnützige

GmbH übergeführt werden sollen.

Das wäre zunächst nicht das Problem,

aber wenn man die privatrechtlichen

Möglichkeiten einer GmbH ausnutzt,

könnte der Tarifvertrag des öffentlichen

Dienstes, der derzeit für die

Mitarbeiter gilt, außer Kraft gesetzt

werden. Verantwortungsbewusst zogen

aber die Kommunalpolitiker im

Kreistag die Reißleine und der Beschlussvorschlag

wurde dahingehend

abgeändert, dass vor einer Überführung

der Pflegeheime in eine GmbH

sichergestellt werden muss, dass der

Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes

weiterhin gelte. Des Weiteren verabschiedete

der Kreistag eine Resolution,

in der mit Nachdruck auf die untragbare

Situation in der niederächsischen

Pflegelandschaft hingewiesen wird.

Der Kreistag fordert die Kostenträger

eindringlich auf, die bestehenden

Missstände zu beseitigen und bittet die

niedersächsische Landesregierung um

Unterstützung.

SPD Praxistage

in der Pflege

Nordhorn. Ende Februar absolvierten

zwei SPD Politiker in Altenhilfeeinrichtungen

der AWO Weser-Ems

einen Praxistag. Ziel dieser bundesweiten

Aktion der SPD war, sich in

sozialen Einrichtungen Einblick in

den Alltag zu verschaffen, um dann

daraus konkrete politische Handlungsfelder

abzuleiten. Im Altenwohnzentrum

Nordhorn war der

SPD Bürgermeisterkandidat Thomas

Berling zu Gast, während im Altenwohnzentrum

„Blinke“ in Leer

die Landtagsabgeordnete und SPD

Bezirksvorsitzende Johanne Modder

einen Tag Praxisluft schnupperte.

„Es ist wichtig, dass wir aus erster

Hand wissen, wo die Probleme und

Herausforderungen in der Pflege

Führend in der Debatte war der SPD

Kreistagsabgeordnete und stellvertretende

AWO Bezirksvorsitzende, Hermann

Bontjer, der seinen Kommunalpolitikerkollegen

ausführlich die

desaströse Unterfinanzierung der

Pflege in Niedersachsen verdeutlichte:

„Die Pflegekassen akzeptieren nicht,

dass wir als Landkreis Aurich Tariflöhne

zahlen, deshalb besteht eine permanente

Unterfinanzierung für die beiden

Einrichtungen“. Er betonte, dass bei einer

Umwandlung der beiden Einrichtungen

in eine GmbH die tarifliche Bezahlung

der Mitarbeiter Bestand haben

müsse. In der Diskussion wies der stellvertretende

Bezirksvorsitzende des Weiteren

darauf hin, dass durch die niedrigen

Pflegesätze in Niedersachsen schon

16 tarifgebundene Einrichtungen Konkurs

anmelden mussten.

Dr. Harald Groth, Vorsitzender des

AWO Bezirksverbandes Weser-Ems,

begrüßte die Initiative des Landkreises

Aurich ausdrücklich: „Damit hat der

Landkreis Aurich eine richtiges Signal

gesetzt. Alle Kommunen, insbesondere

diejenigen, die Träger eigener Altenhilfeeinrichtungen

sind, sollten sich öf-

und Gesundheit liegen und wie wir sie

dann politisch am besten bearbeiten

können. Wir hören zu und

nehmen die Sorgen und Nöte der Einrichtungen

auf“, so die Landtagsabgeordnete.

Im Landtag wird sie sich noch

stärker für eine Besserstellung der

Pflege und bessere Bezahlung der Pflegekräfte

einsetzen.

Thomas Berling, der sich am 11. September

den Nordhornern zur Wahl

stellt, hob hervor: „Viele Aspekte, wie

Thomas Berling mit der Pflegedienstleitung

Claudia Book-Borrink.

fentlich ebenso dazu äußern und durch

ihre demokratisch gewählten Gremien

Resolutionen an das Land Niedersachsen

und die Kostenträger richten“.

AWO startet

Veranstaltungsreihe

Oldenburg. Die AWO Weser-Ems

startet am 10. Mai eine Veranstaltungsreihe

zur niedersächsischen

Pflegesatzproblematik. In den Regionen

des Oldenburger Landes,

Ostfriesland und Osnabrück werden

Informationsabende durchgeführt.

Die Veranstaltungsreihe beginnt in

Rastede, 10. Mai, 18 Uhr, Kompetenzzentrum

am Mühlenhof, Mühlenstraße

80, 26180 Rastede.

Die weiteren Termine standen bei

Redaktionsschluss noch nicht fest.

Weitere Informationen können Sie

der Internetseite www.awo-ol.de des

AWO Bezirksverband entnehmen.

Die Mitglieder der AWO und interessierte

Bürger sind herzlich eingeladen.

Johanne Modder (2. v. re.), Einrichtungsleiter

Andreas Brockbartold, Bewohnerin Rena

Gronewold (2. v. li.) und Altenpflegerin Nina

Schilmischkis.

die Richtlinien des Medizinischen

Dienstes der Krankenkassen, das

Verfahren zur Pflegebegutachtung,

die Minutenberechnung und die

aufwendigen Dokumentationspflichten

konnte ich durch diesen

Praxistag näher kennenlernen. Ich

habe jetzt noch größeren Respekt

für Menschen, die sich für diesen

schweren Beruf entschieden haben“.


Hanna Naber

zur Geschäftsführerin

berufen

Oldenburg. Der Gesamtvorstand der

AWO Weser-Ems hat in seiner letzten

Sitzung 2010 die Verbandsreferentin

Hanna Naber zur Geschäftsführerin

des Vereins bestellt. Sie übernimmt

auch die Geschäftsführung der AWO

WERKe. Des Weiteren wird Hanna

Naber voraussichtlich im ersten

Halbjahr 2011 die Geschäftsführung

in der AWO Trialog antreten.

Oldenburg. Zum Jahresbeginn ist eine

neue GmbH des AWO Bezirksverbandes

an den Start gegangen: AWO

WERKe GmbH (AWO Weser-Ems,

Reinigung, Küche, ergänzende Dienstleistungen).

Die AWO WERKe GmbH

erbringt neben den bisher durch die

m+s geleisteten Reinigungsarbeiten

weitere unterstützende Dienstleistungen,

unter anderem in den Bereichen

Oldenburg. Der Eltern- und Senioren-

Service AWO war auf dem Gesundheitstag

des Vertragspartners CeWe

Color mit einem Infostand vertreten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

des Oldenburger Unternehmens konnten

sich zu Fragen der Vereinbarkeit

von Beruf und Familie informieren,

Bund / Bezirk

Thomas Elsner jetzt auch

Geschäftsführer der

Rehaklinik Werscherberg

Oldenburg. Der Verbandsgeschäftsführer

des Bezirksverbandes und Geschäftsführer

der AWO Kinder, Jugend

& Familie, Thomas Elsner, wurde vom

Gesamtvorstand zum Geschäftsführer

der Rehaklinik Werscherberg gGmbH

bestellt. Zur Entlastung ist geplant,

dass Thomas Elsner die Geschäftsführung

der AWO Trialog in den nächsten

Monaten abgibt.

AWO WERKe GmbH gegründet

Wäsche, Küche und Gebäudemanagement.

Die neue Gesellschaft ist eine

100-prozentige Tochter des AWO Bezirksverbandes.

Als Geschäftsführerin

wurde Hanna Naber und als Prokurist

Christoph Fehringer benannt.

Eltern- und SeniorenService AWO

beim Gesundheitstag von CeWe Color

was rege genutzt wurde. Gerade in einem

Unternehmen, was im Schichtbetrieb

arbeitet, ist die Vereinbarkeit von

Beruf und Familie ein immer wichtiger

werdendens Thema. Die individuelle

Beratung und Vermittlung des Elternund

SeniorenService nimmt hierbei einen

zentralen Stellenwert ein.

Historische Kommission

nimmt Arbeit auf

Berlin. Mitte Januar hat sich die Historische

Kommission (HistKom) des

Präsidiums konstituiert. Die Historische

Kommission hat die Aufgabe, die

Geschichte der AWO zu pflegen, diese

systematisch aufzuarbeiten und auch

greifbar zu machen. Während der

mehr als zwei Jahre dauernden Vorbereitung

zur großen Wanderausstellung

„90 Jahre Arbeiterwohlfahrt

1919-2009“ ist deutlich geworden,

dass die Material- und Wissensbestände

in der AWO von äußerst unterschiedlicher

Beschaffenheit sind. Insbesondere

in Bezug auf Zeitzeugen

aus manchen Epochen der Verbandsgeschichte

können diese Quellen leider

schon nicht mehr genutzt werden.

Die zahlreichen Herausforderungen

der alltäglichen Sozialen Arbeit

haben dazu geführt, dass die Aktivitäten

um und mit der AWO Geschichte

nicht mehr die hinreichende Priorität

hatten. So wird es eine der Aufgaben

der HistKom sein, die vielfältigen Bestände

zu unserer Geschichte - nach

deren Lokalisierung - zentral zu erfassen,

um möglichen Interessenten einen

unkomplizierten Zugang zu ermöglichen.

Aus diesem Grunde

richtet die HistKom einen Aufruf an

alle und bittet um Mitteilung:

• Gibt es vor Ort einen Bestand bzw.

ein Archiv historischer Akten, Dokumente,

Fotos und sonstige Zeugnisse?

• Sind Interviews mit Zeitzeugen der

Epochen 1945-1960, 1961-1970,

usw. geplant oder schon durchgeführt?

• Fand oder findet eine konkrete historische

AWO Arbeit statt

• Besteht eine AWO Chronik?

• Bestehen Kontakte zu den kommunalen

und öffentlichen Archiven;

gibt es dort AWO Bestände?

Diese Informationen sollen im Sinne

der gemeinsamen Aufarbeitung der

Geschichte für mehr Interessenten als

bisher zugänglich sein. Für weitere

Fragen zur Historischen Kommission

steht Hen Troost, 030/2 63 09-154,

hen.troost@awo.org, gerne zur Verfügung.

7


8 Bezirk

Schüler aus Weser-Ems stark beim AWO Wettbewerb „Ohne Moos nix los“

Aurich/Osnabrück/Hannover/Berlin:

„Wer manipuliert mich? “, diese Frage

sollten sich viele junge Verbraucher

beim Einkauf stellen. Mit dieser Thematik

setzten sich auch zwei Schülerinnen

aus Aurich auseinander und

initiierten einen nachdenklichen

Kurzfilm, mit dem sie an einem

bundesweiten Schüler- und Jugendwettbewerb

der AWO teilnahmen. Mit

Erfolg: Auf Bundesebene erhielten sie

den 2. Platz, auf Landesebene den

1. Platz in der Alterskategorie der

15- bis 17-Jährigen. In ihrem Wettbewerbsbeitrag

geht es darum, was Menschen,

insbesondere Jugendliche, alles

tun, um von den anderen akzeptiert zu

werden.

Die meisten Menschen sind auch mit

weniger Geld glücklich, möchten aber

trotzdem gern Markenkleidung tragen,

so ein Ergebnis des Beitrages von

Schülern der Fachoberschulklasse 05

der Berufsbildenden Schule Brinkstraße

in Osnabrück, der den 1. Preis

beim AWO Schüler- und Jugendwettbewerb

„Ohne Moos nix los“ in der

niedersächsischen Wertung in der Altersgruppe

der 18-22-Jährigen gewann.

Der stellvertretende Bezirksvorsitzende Dr. Lothar Knippert (4.v.li.) und der stellvertretende

Landtagspräsident Dieter Möhrmann (6.v.li.) mit den Gewinnern aus Osnabrück und Aurich im

Niedersächsischen Landtag in Hannover.

Die Schüler der BBS am Schölerberg

erhielten den 3. Preis für ihre Ausarbeitung.

Sie setzten sich mit dem

Thema „Ratenkauf - Fluch oder Segen?“

auseinander.

Der AWO Bundesverband hatte im

vergangenen Jahr den Wettbewerb

„Ohne Moos nix los“ zum Thema

„Umgang mit Geld“ im Rahmen des

Europäischen Jahr 2010 gegen Armut

und Ausgrenzung initiiert. Aus

Niedersachsen nahmen 48 Klassen,

Gruppen oder Einzelpersonen in drei

Altersgruppen zwischen 10 und 22

Jahren teil. Pro Bundesland und Altersgruppe

gab es drei Preise zu vergeben.

Die prämierten Beiträge sind im

Internet unter www.awo-schuelerwettbewerb.org

zu sehen.

Nix wie hin – zu den Ferienspielen 2011 der AWO!

Oldenburg. Ferien und Langeweile

passen nicht zusammen.Wer gemeinsam

mit anderen etwas unternehmen

und erleben möchte, Lust auf Spiele

und tolle Ausflüge hat und an anderen

spannenden Aktionen teilnehmen

möchte, ist bei den Ferienspielen

der AWO genau richtig. Die Ferienspiele

sind eine Kooperation zwischen

dem Jugendwerk der AWO Weser-Ems

e. V. und dem ElternService

AWO und bieten den teilnehmenden

Kindern vielfältige Möglichkeiten für

Spiel, Sport, Kreativität und ausreichend

Raum, die Ferien zu genießen.

Die tägliche Betreuung findet von 9

Uhr bis 15 Uhr statt. Für Kinder, deren

Eltern ganztags arbeiten, steht die

„Randbetreuung“ ab 07:30 Uhr und

bis 17 Uhr zur Verfügung, dienstags

und donnerstags sogar bis 19 Uhr.Die

Kosten pro Kind betragen 70 Euro

pro Woche, für die Randbetreuungs-

zeiten zuzüglich 20 Euro. Die Betreuungsorte

verfügen neben den Gruppenräumen

über schöne Außengelände

zum Spielen und Toben im Freien.

Die Betreuung erfolgt in Gruppen mit

20 - 25 Kindern im Alter von 6 bis 10

Jahren und wird durch ausgebildete Jugendleiterinnen

und Jugendleiter, die

ein abwechslungsreiches Programm gestalten,

durchgeführt. Die Ideen und

Wünsche der Kinder werden dabei

gerne berücksichtigt.

Osterferien: 26. April - 29. April, Ort:

AWO Freizeit- und Begegnungsstätte

„Frisbee“, Dwaschweg 281, 26133 Oldenburg

Sommerferien: 25. Juli - 05. August,

Ort: AWO Sprachheilkindergarten,

Nadorster Straße 289-302, 26125 Oldenburg

Herbstferien: 17. Oktober - 21. Oktober,

Ort: AWO Jan-Koopmann-

Kindertagesstätte, Halsbeker Straße

3, 26127 Oldenburg

Wer also den ultimativen Spaß in den

Ferien nicht verpassen möchte: Anmelden!

Ansprechpartner für Anmeldungen

und weitere Informationen ist das Jugendwerk

der AWO Weser-Ems e.V.,

Bahnhofstraße 23, 26122 Oldenburg,

Telefon: 04 41/2 48 97 66, info@jwweser-ems.de,

www.jw-weser-ems.de


Bund / Bezirk

Hartz IV: Kompromiss landet vor Verfassungsgericht

Oldenburg. Seit Anfang März ist es

amtlich: Die Regelsätze für Langzeitarbeitslose

wurden rückwirkend ab Januar

2011 um fünf Euro im Monat erhöht,

ab Januar 2012 werden sie um

einen weiteren Betrag angepasst. „Der

jetzt verabschiedete Kompromiss bewegt

sich bestenfalls am äußersten

Rand der Rechtmäßigkeit. Darüber

werden vermutlich die Gerichte entscheiden,

für die Politik ist dieser Umgang

mit Hartz IV Empfängern ein

Armutszeugnis“, so der AWO Bezirksvorsitzende

Dr. Harald Groth.

Als sarkastischen Skandal zu bezeichnen

ist allerdings, dass die jetzige Minimalanpassung

die Betroffenen durch

drei Kürzungen in anderen Bereichen

letztendlich selbst bezahlen. Das Mutterschaftsgeld

wurde für Hartz IV-Bezieherinnen

ersatzlos gestrichen, man

kann auch sagen, familienfreundliche

Politik ist demnach für Bezieherinnen

von Hartz IV nicht mehr vorgesehen.

Die Überweisungen an die Rentenversicherung

von zuletzt monatlich rund 40

Euro entfallen.Die Folge: Das Risiko,im

Alter in Armut zu leben erhöht sich,

weil für Hartz-IV Bezugszeiten keine

Mitgliederzeitung

der AWO Bezirksverband Weser-Ems e.V.

Herausgeber:

AWO Bezirksverband Weser-Ems e.V.,

Klingenbergstraße 73, 26133 Oldenburg,

www.awo-ol.de

Redaktion:

Hannelore Hunter-Roßmann

Tel.: (04 41) 48 01- 193,

Fax: (04 41) 48 01 - 2 42,

E-Mail: hunter-rossmann@zentrale.awo-ol.de,

Hanna Naber (V.i.S.d.P.)

Tel.: (04 41) 48 01 - 2 54,

Fax: (04 41) 48 01 - 2 42,

E-Mail: naber@zentrale.awo-ol.de

Anzeigenverwaltung: Fabian Köster

Tel.: (04 41) 48 01 - 2 91,

Fax: (04 41) 48 01 - 1 89,

E-Mail: koester@zentrale.awo-ol.de

Gesamtherstellung:

Brune-Mettcker-Druck- und Verlags-GmbH,

Wittmund/Wilhelmshaven

Rentenanwartschaft mehr aufgebaut

werden wird. Als drittes wird die befristete

Abfederung beim Übergang aus

Arbeitslosengeld hin zu Hartz IV für

langjährig Versicherte, die bis zu 160

Euro monatlich betrug,auf Null gesetzt.

Des Weiteren schlägt sich die im

Grundsatz richtige Übernahme der

Grundsicherung durch den Bund im

Budget der Arbeitsagentur negativ nieder.

Der Verfügungsrahmen unter anderem

für Maßnahmen zur beruflichen

Qualifikation wird ab 2012 um 1,2 Mrd.

Euro und ab 2014 um vier Mrd. Euro

gemindert. Nachhaltige Arbeitsmarkt-

† Dieter Viering †

Mitte Februar

erreichte uns

die traurige

Nachricht,

dass Dieter

Viering im Alter

von 66 Jahren

nach langer

Krankheit verstorben ist.

Dieter Viering war seit 1981 Mitglied

der AWO. Von 1983 bis zur

Verschmelzung der beiden Kreisverbände

Wilhelmshaven und

Friesland 2007 war er im Vorstand

des damaligen Kreisverbandes

Wilhelmshaven tätig, die

letzten vier Jahre als stellvertretender

Kreisvorsitzender. Seit

1995 gehörte er dem Bezirksvorstand

als Beisitzer und ab 2005

dem Aufsichtsrat der Gesellschaft

AWO Kinder, Jugend & Familie

Weser-Ems GmbH an.

Mit Beginn des Jahres 2009

wurde Dieter Viering vom Gesamtvorstand

zum Mitgliederbeauftragten

der AWO Weser-Ems

ernannt. In dieser Funktion

stand er den Orstvereinen und

Kreisverbänden im Bereich der

Mitgliedergewinnung und -bindung

mit Rat und Tat zur Seite.

Er entwickelte mit großem Engagement

Konzepte, um insbesondere

auch für jüngere Menschen

die Mitgliedschaft in der AWO

interessant zu gestalten. Hier

zeigte er sich neuen Ideen sehr

aufgeschlossen. Leider bremste

ihn seine schwere Erkrankung in

seinem Tatendrang.

In der AWO war Dieter Viering

viele Jahre erfolgreich sozial engagiert.

Beruflich kümmerte er

sich um Menschen, die der Hilfe

bedurften, sowohl als stellvertretender

Leiter des Jugendamtes

der Stadt Wilhelmshaven oder

ehrenamtlich als gesetzlicher Betreuer

von Menschen mit Behinderungen

sowie als Verfahrenspfleger

beim Familiengericht

Wilhelmshaven.

Der Lebenskreis von Dieter Viering

schloss sich am 13. Februar.

Die AWO Weser-Ems trauert um

einen langjährigen Freund und

engagierten Menschen, dem die

Werte der AWO immer am Herzen

lagen. Seiner Frau und seinen Kindern

sowie allen Angehörigen gilt

unser tiefstes Mitgefühl. Wir werden

ihn nicht vergessen und ihm

ein ehrendes Andenken erweisen.

Dr. Harald Groth Thomas Elsner

Vorsitzender Verbandsgeschäftsführer

9

politik ist dann kaum noch zu erwarten.

Leidtragende werden überwiegend die

Arbeitssuchenden durch geringere Vermittlungschancen

sein, gleichzeitig ist

eine Erhöhung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung

zu erwarten.

Im ausgehandelten Gesamtpaket gibt

es aber auch positive Elemente. So

wurde vor allem auf Druck der Opposition

das Bildungspaket ausgeweitet,

damit nun mehr Kinder davon profitieren

können. Auch die Einführung von

Mindestlöhnen für weitere Branchen

entspricht einer zentralen Forderung

der AWO.


10 AWO Kinder, Jugend & Familie

Erfolgreich: Erste AWO

Fachtagung für Erzieher

Oldenburg. Mitte Februar beschäftigten

sich im Oldenburger PFL rund

70 Erzieherinnen und Erzieher aus

der Region Weser-Ems zwei Tage lang

mit Bildungsprozessen im Vorschulalter.

Um den ständig steigenden Bedarf

an qualifizierten Mitarbeitern

für den Bereich Krippen und Kitas zu

decken und weiterhin gute Arbeit leisten

zu können, sei diese 1. Fachtagung

Teil eines Strategiekonzeptes

der AWO Kinder, Jugend & Familie

Weser-Ems, erläuterte Geschäftsführer

Thomas Elsner. Kindliche Frühbildung

wird zunehmend wichtiger -

damit erst in der 1. Grundschulklasse

zu beginnen, hieße Chancen zu verpassen.

Deshalb auch der Titel der

Fachtagung „Chancen fallen nicht

vom Himmel“. Ziel der beiden Fortbildungstage

war auch, insbesondere

die Mitarbeiter in den Krippen und

Kitas zu sensibilisieren, die Kinder

unter drei Jahren betreuen.

Dreh- und Angelpunkt in der Entwicklung

von Kindern ist das Sprachverständnis

und -vermögen. Mit ganz

einfachen Hilfsmitteln, so der prominenteste

Referent der Tagung, Dr. Zvi

Penner aus Zürich, lasse sich Sprachbildung

fördern: „Sprache ist der

Mittelpunkt einer gelungenen Bildung“.

In seinem Vortrag „Wenn

Raupen Schmetterlinge werden“ verdeutlichte

er, dass es wichtig sei, sich

alltägliche Vorgänge bewusst zu machen,

Gegenstände oder Entwicklungen

mit treffenden Begriffen zu bezeichnen,

Vorgänge anschaulich zu

schildern und dabei alle Sinne anzusprechen.

Andrea Voermann, Leiterin

der AWO Bildungskita Jan Koopmann

betonte, dass Kinder die ausführliche

Erläuterung von Alltagsvorgängen

sehr hilft, sie haben es mit

einem besseren Sprachverständnis

einfacher, insbesondere in der Schule.

Neben der Sprachförderung standen

fünf weitere interessante Vorträge

und Workshops auf der Agenda der

Fachtagung:

• Der Raum als dritter Erzieher – wie

Raumgestaltung und -konzepte Bildung

fördern

• Lachen macht schlau – Umsetzungsmöglichkeiten

und erste

Handlungsmuster für einen humorvollen

Kita-Alltag

• Haus der kleinen Forscher - naturwissenschaftliche

Experimente im

Kindergarten

• Medienbildung in der Kita – Medieneinsatz

und -kompetenz stärken

• Pädagogische Fachkraft und Eltern

im Gespräch - Erziehungspartnerschaften

durch Videobegleitung

stärken

Thomas Elsner eröffnet die Fachtagung

Die beiden Organisatorinnen der

Fachtagung Andrea Vormann und Johanna

Stein zeigten sich am Ende

sehr zufrieden über die Beteiligung

und den Ablauf der ersten AWO

Fachtagung: „Das macht Lust auf

mehr und wir denken jetzt schon an

eine Fortsetzung in 2012“.

Die AWO Weser-Ems und ihre

Gliederungen sind Träger von 38

Kindergärten, 15 Sprachheileinrichtungen,

zwei heilpädagogischen

Tagesstätten, sieben Beratungs-

und sozialpädagogischen

Familienhilfestellen sowie dem

Gesundheitszentrum in Esens-

Bensersiel. Alleine in der Gesellschaft

AWO Kinder, Jugend &

Familie arbeiten rund 650 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter im

pädagogischen Bereich.


Bezirk / AWO Kinder, Jugend & Familie

Jürgen Harms als Beisitzer

in den Bezirksvorstand gewählt

Oldenburg. Auf seiner letzten Sitzung

wählte der Bezirksausschuss

Jürgen Harms als Beisitzer in den Bezirksvorstand

des AWO Bezirksverbandes

Weser-Ems e.V. Der 1955 geborene

Wilhelmshavener trat 1985

(Geburtsjahr des AWO Reportes!) in

Esens-Bensersiel. Die Erweiterung und

der Umbau des AWO Gesundheitszentrums

für Mütter und Kinder „Lotte-

Lemke-Haus“ werden von der Fernsehlotterie

„Ein Platz an der Sonne“ mit

311.000 Euro und dem Bundesfamilienministerium

mit 460.000 Euro gefördert.

Während die Förderung des

Bundesfamilienministeriums schon zu

Beginn der Bauarbeiten feststand, erreichte

die frohe Kunde über die Finanzmittel

seitens der Fernsehlotterie

die AWO Weser-Ems kurz vor Weinachten.

„Da war der Weihnachtsmann uns

anscheinend sehr wohlgesonnen“,

scherzte Dr. Lothar Knippert, stellvertretender

Bezirksvorsitzender, bei einer

Baubegehung Ende Januar. Trotz leichter

wetterbedingter Verzögerungen sind

die Innenarbeiten zwischenzeitlich abgeschlossen.

Bei dem Neubau wird aber

noch kräftig gewerkelt.

Rund eine Million Euro werden insgesamt

in die verschiedenen Baummaßnahmen

investiert, bei der ausschließ-

die AWO ein. Jürgen Harms ist stellvertretender

Vorsitzender des Kreisverbandes

Wilhelmshaven/Friesland.

Beruflich kümmert er sich in seiner

Funktion als Gewerkschaftssekretär

bei ver.di um die Belange von Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmern.

Baumaßnahmen im Lotte-Lemke-Haus

werden großzügig gefördert

Ende Januar wurde im Lotte-Lemke-Haus noch fleißig gearbeitet: Davon überzeugten sich Dr.

Lothar Knippert, Hausmeister Erwin Dieken, Einrichtungsleiterin Annemarie Richter und Bürgermeister

Klaus Wilbers bei einer Baubegehung.

lich der qualitative Aspekt im Vordergrund

steht und keine Erweiterungen

der Bettenkapazitäten vorgenommen

werden.

Bei der Baubegehung, die in Anwesenheit

von Bürgermeister Klaus Wilbers

stattfand, machten Dr. Lothar Knippert

und Einrichtungsleiterin Annemarie

Richter auf die Genehmigungsproblematik

der Krankenkassen für Mutter/Kind-Kuren

aufmerksam. Zu oft

müssen sich die Betroffenen mit Ablehnungen

ihrer Kuranträge beschäftigen

und Widersprüche formulieren anstatt

sich ihrer Genesung widmen zu können

und mittels einer Kur eine Verschlimmerung

ihres gesundheitlichen Zustandes

vorzubeugen. „Das ist nicht hinnehmbar,

schließlich haben die Mütter

einen Rechtsanspruch auf eine Kur und

die Ärzte schreiben sehr verantwortungsbewusst

die dementsprechenden

Indikationen“, so Annemarie Richter

und Dr. Lothar Knippert übereinstimmend.

SPD Ratsherr Sahm

hospitierte im

Sprachheilkindergarten

Ratsherr Christoph Sahm mit einigen

Kindern vor dem Sprachheilkindergarten

in der Nadorster Straße. Die schicken

Faschingsmasken hatte er mit ihnen zusammen

gebastelt.

11

Oldenburg. Im Rahmen der

bundesweiten Initiative der SPD

Praxistage besuchte Ratsherr Christoph

Sahm im Februar den AWO

Sprachheilkindergarten in der Nadorster

Straße. „Ich wollte die Arbeit

der pädagogischen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter besser

kennen lernen und praktische Erfahrungen

auch für Entscheidungen

im Rat sammeln“, erläuterte Christoph

Sahm seine Motivation für

die Hospitation. Beeindruckt habe

ihn, „das hervorragende Zusammenspiel

der verschiedenen

Fachrichtungen Logopädie, Psychologie

und Pädagogik.“ Als bewundernswert

habe er die „Engelsgeduld“

aller pädagogischen Mitarbeiter

empfunden. „Einfach klasse,

wie hier mit den Kindern umgegangen

wird. Ich glaube, das kostet auch

richtig Kraft“, so der Ratsherr und

fügt lächelnd hinzu: „Ob ich diese

Geduld jeden Tag aufbringen

könnte, weiß ich nicht“. Für seine

Tätigkeit als Kommunalpolitiker

nimmt Christoph Sahm mit, dass

„wir uns immer vor Augen führen

müssen, dass die Förderung von

Kindern, gerade, wenn sie sprachliche

Beeinträchtigungen haben, so

früh wie möglich anfangen muss.

Jeder am falschen Ende eingesparte

Cent kostet uns für die Zukunft

viele Euro“.


12 AWO Trialog

SPD Bezirksvorstand

tagte im Kompetenzzentrum

Rastede. Mitte Februar tagte im neuen

Kompetenzzentrum der AWO Trialog

in Rastede der SPD Bezirksvorstand

Weser-Ems. Prokurist Ludwig Eiben

begüßte neben der SPD Bezirksvorsitzenden,

Johanne Modder, den SPD

Bezirksvorstand Weser-Ems sowie den

AWO Bezirksvorsitzenden, Dr. Harald

Groth. Nach einer Führung inklusive

ausführlicher Erläuterungen über das

Konzept der Wohnanlage und des

Kompetenzzentrums am Mühlenhof

referierte Dr. Harald Groth über die

Delmenhorst. Die „Drob at home“

Drogenberatungsstelle der AWO ist in

neue Räumlichkeiten umgezogen. Im

früheren Sitz des Kreisverbandes Delmenhorst,

dem Hannelore-Händel-

Problematik in der Altenpflege und

die Krippensituation in Niedersachsen.

Johanne Modder bedankte sich im

Namen des SPD Bezirksvorstandes

ausdrücklich für die umfassenden Informationen

und versprach, sich den

vorgetragenen Themen intensiv zu

widmen. Sehr beeindruckt waren die

SPD Bezirksvorstandsmitglieder von

der rasanten Entwicklung und Umsetzung

am neuen Standort der Trialog in

Rastede.

„Drob at home“ in neuen Räumen

Foto: Delmenhorster Kreisblatt

Haus in der Cramerstraße 193, stehen

den Mitarbeiterinnen nun ausreichend

Büros zur Verfügung. Am alten

Standort war es mitunter sehr eng geworden,

zumal die Anzahl der Beratungssuchenden

stetig steigt. 43 Klienten

im Alter von 18 bis Ende 50

werden zur Zeit von „Drob at home“

ambulant betreut. Das Hauptproblem

ist Alkohollsucht gefolgt von Cannabis

oder auch die Kombination von verschiedenen

Drogen. Hinzukommen

Krankheit, Verschuldung und Folgen

von Straffälligkeit. Ziel von „Drob at

home“ ist es, zunächst ein Vertrauensverhältnis

herzustellen, um dann daraus

Perspektiven für eine soziale Integration

zu entwickeln.

Aktion Mensch fördert

Fahrzeug für Wohnanlage

Sutthausen

Osnabrück. Mit Unterstützung der

Aktion Mensch konnte für die Wohnanlage

Sutthausen kürzlich ein behindertengerechtes,

neun Personen fassendes

Fahrzeug angeschafft werden.

In der Wohnanlage Sutthausen wohnen

54 Menschen mit seelischen Behinderungen.

Viele der Bewohner sind

aufgrund ihrer Erkrankung auf Begleitung

und ein Auto angewiesen.

Durch das Fahrzeug soll eine selbstständige

Lebensführung unterstützt

werden. Dazu werden Fahrten zum

Einkaufen, zu Kontakt- Bildungsoder

Freizeitangeboten sowie zur Erledigung

persönlicher Angelegenheiten

trainiert. „Insgesamt lässt sich das

Konzept der Einrichtung, die Selbstständigkeit

der Menschen zu erhöhen,

besser umsetzen. Auf diesem Wege

wird eine verbesserte Teilhabe am kulturellen

und gesellschaftlichen Leben

angestrebt“, so Einrichtungsleiter Carsten

Rengermann und Wohnbereichsleiterin

Veronika Farwick.

Werde

Mitglied!


AWO Trialog

Wohnanlage & Kompetenzzentrum am Mühlenhof feierlich eingeweiht

Ehemalige Kleeblatt Klinik nun wieder mit Leben gefüllt / Tausende Rasteder kamen zum Tag der offenen Tür

Rastede. Der AWO Bezirksverband Weser-Ems

weihte Mitte Januar mit zahlreichen

geladenen Gästen aus Politik,

Verwaltung und Verbänden die AWO

Wohnanlage & Kompetenzzentrum am

Mühlenhof in Anwesenheit des Bürgermeisters

der Gemeinde Rastede, Dieter

Decker, und des Sozialdezernenten des

Landkreises Ammerland, Ingo Rabe,

feierlich ein. Am Nachmittag öffnete

das Haus für interessierte Rasteder seine

Türen und bot ein attraktives Rahmenprogramm.

Tausende Rasteder wandelten

in den neuen Räumlichkeiten und

informierten sich über die Einrichtung.

Seit Juli 2010 ist die AWO Weser-Ems

der neue Eigentümer der Liegenschaften

der ehemaligen Kleeblatt Klinik.

Nutzerin des Gebäudes ist die AWO Trialog

Weser-Ems GmbH. Nachdem zunächst

die Außenanlage wieder auf

Vordermann gebracht und einige Umbauten

vorgenommen wurden, zog im

Oktober die gesamte EDV Abteilung

vom oldenburgischen Elisabeth-Frerichs-Haus

in das Kompetenzzentrum

nach Rastede – es folgten im November

die Beratungsstelle für das Freiwillige

Soziale Jahr (FSJ), die Verwaltungsstelle

für den Zivildienst und das Betriebliche

Gesundheitsmanagement. Im Dezember

nahm der Integrationsfachdienst

(IFD) aus Oldenburg seine Büroräume

in Beschlag. Des Weiteren sind in dem

Gebäudekomplex die Büroräumlichkeiten

der Artec Ammerland, die auch

die Küche des Hauses betreibt, untergebracht.

Zum 1. Februar zogen die Bewohnerinnen

und Bewohner des

Wohnheimes für Menschen mit seelischer

Behinderung „Grünes Haus“ aus

der Mühlenstraße 47 ein.

Sozialdezernent Ingo Rabe, Bürgermeister Dieter Decker, AWO Vorstandschef Dr. Harald Groth,

Verbandsgeschäftsführer Thomas Elsner, Prokurist Ludwig Eiben und Einrichtungsleiterin Ruth

Kellersmann mit dem symbolischen Schlüssel für das Vorzeigeprojekt in Rastede.

Vorsitzender Dr. Harald Groth betonte

in seiner Ansprache, dass mit der

AWO Wohnanlage & Kompetenzzentrum

am Mühlenhof das große Thema

„Inklusion“ ein hervorragendes positives

Beispiel gefunden hat. Die Menschen,

die mit ihrer seelischen Behinderung

in der Wohnanlage leben und

arbeiten, sind in unmittelbarer Nähe

zu gemeindlichen Einrichtungen, wie

beispielsweise dem Heimatmuseum.

Auch durch die Dienstleistungen des

Kompetenzzentrums im gleichen Gebäudekomplex

wird eine „Aussonderung“

aus der Gesellschaft entgegengewirkt.

„Eingliederung muss ein

gesamtgesellschaftlicher und gemeinsamer

Prozess sein: Mit diesem Projekt

sind wir in Rastede einen großen

Schritt dem Ziel Inklusion näher gekommen“,

so Dr. Groth.

Verbandsgeschäftsführer Thomas Elsner

hob hervor, dass bei den Planungen

für die AWO Weser-Ems immer

13

im Mittelpunkt stand, dass es

Menschen, die durch seelische Behinderungen

beeinträchtigt sind, ermöglicht

wird, weitestgehend selbstständig

und unabhängig zu leben, jegliche

benötigte Hilfe in ihrer unmittelbaren

sozialräumlichen Umgebung zu erhalten

und an dem gemeindlichen Leben

teilzuhaben.

Thomas Elsner bedankte sich ausdrücklich

beim Prokurist der AWO

Trialog, Ludwig Eiben, der die Projektleitung

inne hatte: „Was hier

innerhalb kürzester Zeit nicht nur

baulich sondern auch konzeptionell

von Ludwig Eiben, der Einrichtungsleiterin

Ruth Kellersmann und dem

gesamten Projektteam auf die Beine

gestellt wurde, ist schon herausragend.

Ein herzliches Dankeschön geht

auch an den Landkreis Ammerland,

die Gemeinde Rastede und die Nachbarn,

die uns in jeder Phase unterstützt

haben“.


14 AWO Wohnen & Pflegen

Singen und umsorgen statt Dax und Dollar

Sichtwechsel bei der AWO: LzO Vorstandsvorsitzender Martin Grapentin arbeitete eine Woche lang

als Praktikant im Altenwohnzentrum „Haus am Flötenteich“

Oldenburg. Den dunkelblauen Einreiher

hatte Martin Grapentin eine Woche

lang im Schrank gelassen: Und

statt am Konferenztisch saß er in Jeans

und Pullover am Klavier und spielte

mit leichter Hand „Im Frühtau zu

Berge, wir ziehen, fallera . . .“. Seine

Zuhörerinnen im AWO Altenwohnzentrum

„Haus am Flötenteich“ sangen

fröhlich mit und interessierten

sich nicht für seine Position als Vorstandsvorsitzender

der Landessparkasse

zu Oldenburg.

Fast eine Woche lang begann Grapentin

Tag für Tag um 8.30 Uhr mit

seinem Dienst in dem Altenwohnzentrum.

Statt zum repräsentativen

Hochhaus der LzO am Bahnhof, fuhr

er zu dem mehrstöckigen Gebäude an

der Nadorster Straße. Einen Schreibtisch

oder ein Eckbüro mit Aussicht

gab es hier nicht für ihn. Hier gibt es

118 Pflegeplätze. In dem Wohnzentrum

leben viele Frauen, sie sind

80plus und genossen einfach, dass ein

freundlicher Mann mit ihnen musizierte.

Grapentin ließ dieser „Sichtwechsel“

eintauchen in eine andere Welt. Er

drosselte das Lebenstempo, ließ den

Blackberry in der Jeanstasche und

nahm sich Zeit, die Lebensgeschichten

anzuhören. Etwa von einer Frau, die

Musik verbindet: Martin Grapentin musiziert

und Hildegard Niehues (li.) sowie die alten

Damen singen kräftig mit. Im Anschluss

wurde gemeinsam gespielt.

mit 98 Jahren zu den ältesten Bewohnerinnen

zählt und im Alter von 49

Jahren ihre Tochter verloren hat. „Es

muss das schlimmste sein, am Grab

des eigenen Kindes zu stehen“, sinnierte

Grapentin, dem sein Familienleben

mit Ehefrau Christa, den Kindern

und Enkelkindern sehr viel

bedeutet.

Tröstlich findet er, dass die Seele jung

bleibt. Zu dem Schluss kam er nach etlichen

Gesprächen. „Ich habe Achtung

vor der Lebensleistung dieser Generation,

die Deutschland nach dem Krieg

wieder aufgebaut hat.“ Nicht zuletzt

kam der 61-Jährige ins Nachdenken

über das eigene Alter: Nutzen erzeugen

zu wollen, das ist seit Jahrzehnten seine

Mission. Die Hoffnung auf Gesundheit

und eine Aufgabe, die ihn ausfüllen

wird. „Man darf sich nicht täuschen“,

sagt er, „vieles gilt nicht dem

Menschen, sondern der Funktion.“

Das Leuchten in den Augen der alten

Damen galt allerdings ihm.„Es grünen

die Wälder, die Höh’n, fallera. Wir

wandern ohne Sorgen singend in den

Morgen . . .“. Und am Abend saß er

dann doch noch in seinem LzO-Büro.

Verantwortung für die Gesellschaft zu

übernehmen, sich persönlich zu engagieren

und helfen, wo Hilfe nötig ist.

Das sind einige der Gründe, warum

die Landessparkasse das Projekt

„Sichtwechsel“ in Kooperation mit

dem AWO Bezirksverband Weser-Ems

ihren Mitarbeitern als freiwillige Leistung

empfiehlt. Die Auszubildenden

machen ebenso mit wie die Führungskräfte.

Hildegard Niehues, Assistentin

der Einrichtungsleitung im

„Haus am Flötenteich“, empfand es als

besondere Wertschätzung, dass Vorstandsvorsitzender

Martin Grapentin

mithalf - „nicht nur für eine Stunde“,

sondern für Tage. „Pflege ist kein Beruf,

sondern Berufung“, meint Hildegard

Niehues. Sabine Schicke, NWZ


AWO Wohnen & Pflegen

Altenwohnzentrum Norden wird

grundlegend saniert

Norden. Das Altenwohnzentrum in

Norden wird grundlegend saniert und

umgebaut. Bei der Planung und der

Umsetzung der Umbaumaßnahmen

steht der AWO Weser-Ems das Oldenburger

Unternehmen Einsiedel &

Partner - Norddeutsches Kompetenzzentrum

für Seniorenimmobilien zur

Seite. Vertreter beider Projektpartner

stellten die Sanierungspläne in Anwesenheit

des Ersten Kreisrats Harm-

Uwe Weber und Nordens Bürgermeisterin

Barbara Schlag Mitte Januar der

Öffentlichkeit vor.

Neben einer umfangreichen energetischen

und barrierefreien Sanierung

des 1966 errichteten Gebäudekomplexes

wird ein dreigeschossiger Neubau

ergänzt. Die Bauzeit des Neubaus beträgt

ca. 12 Monate und die Sanierung

18 bis 24 Monate und wird während

des laufenden Betriebs durchgeführt.

Zugunsten einer höheren Wohnqualität

werden künftig mehr Einzelzimmer

mit eigenem behindertengerechten

Bad angeboten und großzügige

Aufenthaltsbereiche mit integrierten

Wohngruppenküchen auf jeder Etage

entstehen. Nach erfolgter Erweiterung

und Sanierung des Altenwohnzentrums

können dann insgesamt 194 Bewohner

in 136 Einzelzimmern und in

29 Doppelzimmern untergebracht

werden.Aufgrund des Umbaus ist darüber

hinaus die Umsetzung des modernen

Wohngruppenkonzepts möglich,

das die Gestaltung eines

normalen Tagesablaufs in der Wohngruppe

vorsieht und durch die familienähnlichen

Strukturen und der biografischen

Orientierung somit die

Selbstbestimmung der Bewohner fördert.

Sichtwechsel einmal anders herum

Oldenburg. Nachdem der Vorstandsvorsitzende

der Landessparkasse zu

Oldenburg (LzO), Martin Grapentin,

im Rahmen des Projektes „Sichtwechsel“

zu Gast im Haus am Flötenteich

war (siehe Seite 13), starteten Anfang

März zwei Bewohner und drei Mitarbeiterinnen

zu einem Gegenbesuch in

die erst in 2010 neu bezogene LzO

Zentrale am Bahnhof. Dort nahmen

sie die Arbeitsplätze der LzO Mitar-

beiter in Augenschein und bewunderten

das großzügige Foyer des Gebäudes.

Auf dem Foto sind von links nach

rechts Harald Tölle, stellv. Vorstandsvorsitzender

der LzO, Hildegard Niehues,

die Bewohner Peter Schriewer

und Gertrud Poley sowie Gisela Nicolaus,

Sonja Weiß vom Haus am Flötenteich

und der Vorstandsvorsitzende

der LzO, Martin Grapentin, zu

sehen.

Von links nach rechts: Christiane Kohlenbach-Pajonk

(Einrichtungsgleiterin), Katharina

Arnst, Gabriele Plantholt, Barbara

Kokaj, Claudia Grothaus, Christa Winkler,

Birgit Huse und Hermann Hestermeyer.

Es fehlt Waltraud Beckmann

15

Ehrung für langjährige

Mitarbeit

Osnabrück. In einer kleinen Feierstunde

ehrte die Einrichtungsleiterin

des Altenwohnzentrums „Haus

am Schölerberg“, Christiane Kohlenbach-Pajonk,

langjährige Mitarbeiter.

Katharina Arnst arbeitet seit 15

Jahren als Pflegefachkraft in der

Einrichtung und ist seit drei Jahren

als Wohnsbereichsleitung tätig.

Hermann Hestermeyer lernte das

Haus am Schölerberg durch seinen

Zivildienst kennen und entschied

sich dann zur Altenpflegeausbildung;

seit nunmehr 20 Jahren ist er

Mitarbeiter des Hauses. Gabriele

Plantholt und Birgit Huse, beide

im Wirtschaftsdienst tätig, können

ebenfalls auf eine 20-jährige Zugehörigkeit

zurückblicken. Seit 25

Jahren arbeiten Christa Winkler

und Waltraud Beckmann als Pflegeassistentinnen

und Claudia

Grothaus im Hausservice für die

Pflegeeinrichtung. Auf 30 Jahre

Tätigkeit im Wirtschaftsdienst

kann Barbara Kokaj zurückschauen.


16 AWO Wohnen & Pflegen

Startschuss für Sanierung

Bramsche. Die umfangreichen Sanierungs-

und Umbauarbeiten in der Altenwohnanlage

Bramsche haben begonnen.

Mitte März stellten zu Beginn

der rund 21-monatigen Bauphase Ver-

Kompass bildet

Pflegeberater aus

Oldenburg. Eine Beratung (Kostenübernahme

durch die Pflegekasse)

durch einen unabhängigen

Pflegeberater steht jedem betroffenen

Pflegebedürftigen und Angehörigen

gesetzlich zu. Das ist

gut und richtig, gleichwohl ist

das Thema Pflege, die gesetzlichen

und finanziellen Grundlagen hoch

komplex, so dass der Nutzwert

einer Beratung von der Qualifikation

der Pflegeberater abhängt. Um

der gestiegenen Nachfrage nach

Beratung Rechnung zu tragen, ist

die AWO Weser-Ems für die Qualifizierung

von Pflegeberatern mit

der Firma „Kompass - Schulung

und Beratung im Gesundheitswesen“

aus Osnabrück eine Kooperation

eingegangen: Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der AWO

Weser-Ems aus den Kreisverbänden

Aurich, Norden und Oldenburg/Vechta

werden für diese

anspruchsvolle Tätigkeit geschult

und können dann zum Beispiel in

Sozialstationen, Büros von Kreisverbänden,

Ortsvereinen oder Begegnungsstätten

diese Serviceleistung

im Rahmen der gesetzlichen

Grundlagen anbieten.

treter der AWO Weser-Ems und des

Projektpartners Einsiedel & Partner

sowie Bewohner im Beisein von Bürgermeisterin

Liesel Höltermann das

Bauschild auf. Kurz zuvor hatte die

Gemeinde die Baugenehmigung erteilt,

so dass es nun los gehen kann.

Karnevalsfeier im

Altenwohnzentrum

Emden

Emden. Einen Tag bevor am Aschermittwoch

„alles vorbei ist“, feierten die

Bewohnerinnen und Bewohner des

Altenwohnzentrums in Emden kräftig

Karneval. Auch Angehörige, Mieter

des Betreuten Wohnens und der Altenwohnungen

sowie Gäste nahmen

an diesem fröhlichen Fest teil. Die beliebten

Loquarder Handörgler sorgten

für musikalische Unterhaltung und

die richtige Stimmung. Für das leibliche

Wohl war mit verschiedenen Köstlichkeiten

aus der Küche gesorgt.

Flower Power

Bramsche. Zur Weiberfastnacht ging es

hoch her in der Altenwohnanlage

Bramsche. Flower Power war angesagt

und so war auch die Stimmung. Es

wurde gelacht, geschunkelt, gesungen

und das Tanzbein geschwungen. Die

Bewohnerinnen und Bewohner hatten

im Rahmen der Sozialen Betreuung die

Flower Power-Dekoration selbst gebastelt

und die Räume damit geschmückt.

Komfortabel in den

Ruhestand kutschiert

Rastede. 34 Jahre war Angelika Arning

in der Altenwohnanlage Rastede in der

Verwaltung tätig, bevor sie zu Jahresbeginn

in den wohlverdienten Ruhestand

ging. Für die Kolleginnen und

Kollegen, Bewohnerinnen und Bewohner,

Mieterinnen und Mieter war sie

immer eine zuverlässige Ansprechpartnerin.

Hilfsbereit, kompetent,

herzlich und humorvoll, so beschreiben

ihre Kollegen die frischgebackene

Ruheständlerin. Verabschiedet wurde

sie äußerst komfortabel: Die letzte

Fahrt von ihrer Arbeitsstätte nach

Hause konnte sie bequem in einem

fahrenden Wohnzimmer antreten. An

ihrem letzten Arbeitstag hatten es sich

auch Torsten Brandes, Geschäftsführer

der AWO Weser-Ems, Sozialreferent

Eckart Kroon und natürlich Einrichtungsleiter

Lars Bonk nicht nehmen

lassen, Angelika Arning persönlich für

ihr langjähriges Engagement zu danken.Viele

nette Worte fand auch Rastedes

Bürgermeister Dieter Decker.


AWO Wohnen & Pflegen

AWO Pflegeeinrichtungen sehr gut benotet

Oldenburg. Sämtliche AWO Altenhilfeeinrichtungen

in Weser-Ems sind

mittlerweile durch den Medizinischen

Dienst (MDK) geprüft worden. Die

Ergebnisse sind in der unten stehenden

Tabelle aufgeführt und man kann

mit Fug und Recht sagen: Die AWO

Einrichtungen haben hervorragend

abgeschnitten. Während das Durchschnittsergebnis

aller geprüften Einrichtungen

in Niedersachsen 1,9 beträgt,

kann die AWO Weser-Ems mit

einer Durchschnittsnote ihrer Einrichtungen

von 1,2 aufwarten.

Die MDK-Noten sind in der Öffentlichkeit

umstritten: Die Bewertung sei

zu gut, auch weil Schwächen mit Stärken

ausgeglichen werden können, so

die Kritiker. Das Prüfverfahren selbst

stellt die beteiligten Mitarbeiter, von

den Einrichtungs-, Pflegedienst-,

Wohnbereichs- und Wirtschaftsleitungen

bis zu den Pflegefach- und

Pflegehilfs- sowie Wirtschaftskräften,

vor hohe Anforderungen. Zehn Prozent

der Bewohner werden umfassend

und akribisch vom Pflegezustand wie

von der Güte der Pflegedokumentation

geprüft. Die MDK Prüfer bringen

umfassende Qualifikationen und

in vielen Fällen selbst eine profunde

Pflegeerfahrung mit. Da kann nichts

geschönt oder gutgerechnet werden.

MDK-Noten sind umstritten, aber

sie sind auch ein Zeichen für Qualität!

Vor diesem Hintergrund können

auch die hervorragenden Ergebnisse

der AWO Einrichtungen zu

MDK-Noten für Pflegeeinrichtungen der AWO Weser-Ems

Einrichtungsleitung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Bewohnerinnen und Bewohner in

Aurich/Popens freuen sich über eine 1,0 in der MDK-Prüfung.

17

Recht mit Stolz betrachtet werden.

Den Menschen, die in den Einrichtungen

arbeiten, gilt es, ein herzliches

Dankeschön für den geleisteten Einsatz

nicht nur bei den Prüfungen,

sondern insbesondere für die alltägliche

Arbeit, zu sagen. Sie engagieren

sich trotz der strukturellen Probleme

in Niedersachsen in höchstem Maße

für „ihre“ Bewohner.


18 Rückblick 2010

Großheide-Berumerfehn

Anfang Dezember veranstaltete die

AWO Großheide-Berumerfehn eine

„Lichterfahrt“ durch das verschneite

Ostfriesland nach Bad Zwischenahn.

Im Goldenen Adler in Bad Zwischenahn

wurde zunächst eine Kaffeepause

eingelegt, bevor man gestärkt einen

Spaziergang durch die geschmückte

Stadt machte. Mittlerweile war es dunkel

geworden und so konnte die Fahrt

nach Großefehn fortgesetzt werden,

um unterwegs die Beleuchtungen zu

bewundern.

Ostgroßefehn

Die traditionelle Feier der AWO Großefehn

fand diesmal im Companiehaus

in Ostgroßefehn statt. Die Vorsitzende

Irmgard Krüger konnte unter den

zahlreichen Gästen auch Bürgermeister

Olaf Meinen, Ortsbürgermeister

Friede Schoone, Theo Onken vom

Kreisverband Aurich, Pastor Rainer

Hecker sowie Carola Fischer-Priegnitz

vom Wohnpark Großefehn begrüßen.

Musikalisch umrahmt wurde der

Nachmittag vom Posaunenchor Aurich-Oldendorf

unter Leitung von

Rolf Janssen, der Gitarrengruppe Aurich-Oldendorf

unter Leitung von

Gesa Gronewold und Gesangsvorträgen

von Imke Rosenboom, welche von

Antje Saathoff begleitet wurde. Für ein

reichhaltiges Kuchenbuffet hatten

wieder viele backfreudige Damen gesorgt.

Dafür und für die Spenden,

dankt der Ortsverein herzlich.

Wenige Tage später veranstaltete der

Teekreis der AWO Großefehn im

Wohnpark eine besinnliche Zusammenkunft.

Lieder und Geschichten

begleiteten die Teestunde.

Emden

Aurich war das Ziel einer Tagesfahrt

des Ortsvereins Emden. Kombiniert

mit einem Besuch beim Radiosender

„Radio Ostfriesland“. Dort wurden

die Mitglieder interviewt, es wurde

über die Arbeit des Ortsvereins berichtet

und außerdem noch ein Lied

gesungen.

Wenige Tage später fand eine Feier mit

einem leckeren Mittagessen statt.

Nachmittags wurde Glühwein gereicht

und eine Kindermusikgruppe trug

Lieder vor.


Rückblick 2010

Meppen Nordhorn

Einen fröhlichen Abschluss des Jahres

2010 feierten die Mitglieder des Ortsvereins

Meppen im Landhaus Eppe in

Teglingen. Zur guten Stimmung trugen

die Tanzgruppe des Kneippverein Meppen

und Elke Geisendörfer mit Gesangsvorträgen

aus Musicals bei. Die

Querenstede

In einem wunderschönen Rahmen in

der Querensteder Mühle fand die

letzte Feier des Jahres 2010 der AWO

Bad Zwischenahn statt. Während

Schneeflocken die Umwelt verzauberten,

konnte der Vorsitzende Manfred

Fröhlich zahlreiche Freunde und Gäste

begrüßen. Bürgermeister Dr. Arno

Bramsche

Gruppe des Kneippvereins bewies, dass

Bewegung in jedem Alter wichtig ist

und in der Gruppe umso mehr Spaß

bringt. Ortsvereinsvorsitzender Hubert

Kittlas hatte die Gäste begrüßt und einen

kurzen Rückblick auf das Jahr 2010

gegeben.

Schilling erfreute mit einer plattdeutschen

Geschichte von Rudolf Kienau

die Anwesenden. Gemeinsames Singen

und Vortragen von Texten prägten

die Atmosphäre des Nachmittages.

Ein Höhepunkt des Programms

war der Auftritt der AWO Kindergartenkinder.

Der AWO Ortsverein Bramsche

feierte wie jedes Jahr zusammen

mit den Bewohnern

der Altenwohnanlage Bramsche.

Ortsbürgermeister Peter

Remme war ebenfalls anwesend,

der die Bewohner mit

einem kleinen Blumengruß

bedachte. Am Ende dieses

schönen, besinnlichen Nachmittages

erhielten die Bewohner

noch liebevoll verpackte

Geschenke vom Ortsverein.

19

In der gutbesuchten AWO Begegnungsstätte

trafen sich viele Mitglieder

und auch Nichtmitglieder zu einem gemütlichen

Nachmittag mit Kaffee und

selbstgebackenem Kuchen. Es wurden

Geschichten vorgelesen und Gedichte

vorgetragen. Das gemeinsame Singen

wurde insbesondere von Liesel Beerning,

Hildegard Henke und dem ehemaligen

Bürgermeister von Nordhorn

Friedel Witte sowie seinem Bruder Rolf

Witte unterstützt.

Schönemoor

Zu einer Feier lud die AWO Schönemoor

in die Gaststätte Zum Grünen

Hof von Gerhard Menkens Hoykenkamp

ein. 30 Mitglieder und Gäste

nahmen daran teil. Unter ihnen der

Vorsitzende des Kreisverbandes Oldenburg/Vechta

Enno Götze-Taske

sowie die Ratsmitglieder Ursula Koß

und Heinz-Peter Häger.


20 Rückblick 2010

Wittmund

„Die Weihnachtsmaus ist sonderbar,sogar

für die Gelehrten, denn einmal nur

im ganzen Jahr entdeckt man ihre Fährten“…

Mit dem Vortragen des Gedichts

„Die Weihnachtsmaus“ von James

Krüss starteten die Mitglieder des

„Interkulturellen Frauencafés“ einen

gemütlichen Nachmittag, zu der rund

Wilhelmshaven

Der Vorsitzende des Ortsvereins Wilhelmshaven

Frank Pawlowski konnte

wieder zahlreiche Mitglieder sowie

Gäste aus Politik und Verwaltung zum

besinnlichen Jahresabschluss begrüßen.

Unter ihnen war auch der Kandidat

der SPD für das Amt des Oberbürgermeisters,

Thomas Städtler und

seine Frau. Der „Chorus Stella Polaris“

umrahmte die Feier mit Gesangsbeiträgen

im geschmückten „Le Patron“.

Nach Grußworten des

Oberbürgermeisters Eberhard Men-

Norden

25 ausländische und einheimische

Frauen gekommen waren. In der Einladung

zu diesem Treffen war die Aufgabe

vergeben worden, dass jede Teilnehmerin

eine Strophe des Gedichts aufsagen

sollte – was die Frauen auch mit viel

Spaß taten. Außerdem hatte jede Frau

ein kleines „Schrottwichtel-Geschenk“

mitgebracht. Die Geschenke wurden

unter viel Lachen erwürfelt.

zel und der Kreisverbandsvorsitzenden

Edith Weiß sowie einer stimmungsvollen

Vorführung des AWO

Kindergartens „Die Grashüpfer“ wurden

folgende Mitglieder für ihre langjährige

Zugehörigkeit zur AWO geehrt:

für 25 Jahre Ursula Aljets, Egon

Dasenbrook, Oberbürgermeister

Eberhard Menzel, Gertrud und Kurt

Meschter, Rika Ohls, Ilse Zschiesche,

für 40 Jahre Edith Janssen u. Horst

Pawlowski und für 60 Jahre Alice

Loos.

Jahr für Jahr stellt das Altenwohnzentrum

Norden zur Weihnachtszeit eine

große Krippe im Eingangsbereich auf.

Neben Jesuskind, Josef und Maria, die

Heiligen drei Könige sowie Ochs' und

Esel gesellte sich „Heimkatze Ulrike“

dazu, die sich im Stroh vor der Krippe

einen kuscheligen Platz gesucht hatte.

Besucher und Bewohner konnten sich

ein Lächeln nicht verkneifen.

Moormerland

Die AWO Moormerland führte mit

den Gästen der regelmäßig stattfindenden

Seniorennachmittagen ihr gemütliches

Treffen durch. Bei Tee und

Kuchen genossen die Teilnehmer das

besinnliche Zusammensein. Weitere

Fotos gibt es unter www.awo-moormerland.de

im Internet.

Holtriem

Zu einer besinnlichen Feier hatte der

Seniorentreff der AWO Holtriem in

das Dorfgemeinschaftshaus in

Willmsfeld eingeladen. Seniorenbeauftragte

Beate Kleen und ihr Team

konnten als Gäste den Samtgemeindebürgermeister

Ger-hard Dirks, die

Bürgermeister der Gemeinden Maria

Schuster, Harmine Bents und Eilert J.

Eilers und die AWO Kreisvorsitzende

Leonore Determann begrüßen. Die

Bürgermeister überreichten Geldgeschenke

an die Seniorengruppe.

Wie auch in den Vorjahren führte der

vom NDR bekannte Reporter Thomas

Martin wieder gekonnt durch das Programm.

Mitgebracht hatte er seine

Tochter Sonnerle. Auf seiner Gitarre

begleitete er das Mädchen, die mit ihrer

Blockflöte nicht nur alte und neue

Lieder spielte, sondern zwischendurch

auch die Zuhörer mit ihrer wunderschönen

Stimme begeisterte.


Kreisverband Ammerland

AWO Metjendorf wählt Vorstand neu

Metjendorf. Nach fast 33 Jahren Vorstandsarbeit,

überwiegend als Vorsitzender

des Ortsvereins Metjendorf,

schaltet Frerich Janßen einen Gang

zurück und gibt den Vorsitz an den

bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden

Matthias Arndt ab. Den Posten

des stellvertretenden Vorsitzenden

übernimmt Norbert Leinigen, der

vorher Beisitzer war. Als Beisitzer

schied Peter Kreis nach langer Tätigkeit

aus, hierfür wurde Hans-Werner

Böhm nachgewählt. Ansonsten blieb

der Vorstand unverändert.

Für die langjährige ehrenamtliche Arbeit

wurde Frerich Janßen während

der Jahreshauptversammlung das Ehrenzeichen

der Arbeiterwohlfahrt

überreicht. Auch der Kreisvorsitzende

Lars Bonk und die Geschäftsführerin

des Kreisverbandes, Sabine Gräper,

ließen es sich nicht nehmen, Frerich

Janßen für seine ehrenamtliche Arbeit

zu danken und übergaben ein Geschenk.

Frerich Janßen bleibt dem

Vorstand als Beisitzer erhalten und

kann mit seiner Erfahrung dem neuen

Vorsitzenden mit Rat und Tat zur Seite

stehen.

1978 wurde mit acht Nachbarn und

Freunden der Ortsverein Metjendorf

gegründet, mittlerweile sind 220 Mitglieder

im Ortsverein organisiert. Der

stetige Anstieg ist der Vielfalt der Angebote

zu verdanken: Seit 30 Jahren

gibt es eine überaus aktive Wandergruppe,

es wurde eine Handarbeits-

gruppe gegründet, die durch die Erlöse

des Weihnachtsbasars vielen Bedürftigen

in der Gemeinde helfen

konnte, Wander-, Rad- und Skifreizeiten

werden durchgeführt, monatliche

Clubnachmittage mit Vorträgen aller

Art und viele andere Aktivitäten finden

statt. All dieses wird von vielen

ehrenamtlichen Helferinnen und Hel-

Prallgefülltes Wanderprogramm 2011

Metjendorf. Seit 30 Jahren wandern

Mitglieder der AWO Metjendorf gemeinsam.

Jedes Jahr lockt ein attraktives

Programm, was Karin und

Frerich Janßen organisieren. Die

diesjährige Wanderwoche findet

vom 21. bis 26. August im Harz

statt. Untergebracht sind die Teilnehmer

im Sport- und Waldhotel

Festenburg bei Clausthal-Zellerfeld.

17. April: Erst wird die Kleiderkammer

und die Tafel des DRK Rastede

besucht und anschließend gewandert.

Der neue Vorstand des Ortsvereins Metjendorf von links nach rechts: Norbert Leinigen, stellvertretender

Vorsitzender, Matthias Arndt, Vorsitzender, die Beisitzerinnen Hella Kirchner und Inge

Radtke, die Schriftführerin Ulla Säftel, der neue Beisitzer Hans-Werner Böhm, die Kassenführerin

Renate Heerwagen, die Beisitzer Franz Buthe und Annemarie Voß und der ehemalige Vorsitzende

und jetzige Beisitzer Frerich Janßen.

3. Juli: Besichtigung des Gartens der

Familie Gertje in Klauhörn, anschließend

Wanderung.

31. Juli: Wanderung in Ohmstede mit

Besichtigung des Diers-Hofes.

30. Oktober: Besuch des OOWV-Wasserwerkes

in Nethen, anschließend

Wanderung.

Zwei Tageswanderungen am 26. März

von Varel nach Dangast und am 24.

September von Varel in den Staatsforst

„Herrenneuen“ sowie einige kleinere

Wanderungen ohne Besichtigungen

runden das Angebot 2011 ab.

21

fern unterstützt, denen an dieser Stelle

der Vorstand sehr herzlich dankt.

Werde

Mitglied!

Die Wandergruppe bewegt sich auch

auf zwei Rädern fort: Radtouren gibt

es am 16. April nach Großenmeer

mit Besichtigung der Modelleisenbahn,

am 22. Juni mit Besichtigung

des Edeka-Logistikzentrums in

Westerholtsfelde und am 30. Juli ist

in Edewecht die Besichtigung des

Galerie-Holländers geplant.

Nähere Informationen zum Programm

und zu Anmeldungen für

einzelne Veranstaltungen geben Karin

und Frerich Janßen unter 0441-

961010.


22 Kreisverbände Ammerland & Cloppenburg & Delmenhorst & Emsland

Zeitung lesen wann

und wo immer

Sie möchten,

im Urlaub oder zuhause!

Weltweit informiert . . .

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Holly’s Premiere

beim Kohlessen

Friedrichsfehn. Für Vierbeiner

Holly war es das erste Kohlessen

seines Lebens mit dem Seniorenclub

„Frohe Runde“. Für die anderen

Teilnehmer ist das alljährliche

Kohlessen eine liebgewonnene

Tradition – 74 Mitglieder waren

zum deftigen Schmaus Anfang Februar

gekommen. Irma Kruse und

Werner Heyn wurden zum neuen

Kohlkönigspaar ernannt, während

Holly ganz gelassen das Treiben

um sich herum beobachtete.

Großes Interesse am Neujahrsempfang

Delmenhorst. Mit den besten Wünschen

für das Jahr 2011 begrüßte der

Vorsitzende des Kreisverbandes Delmenhorst,

Dr. Harald Groth, die Mitglieder

auf dem erstmals durchgeführten

Neujahrsempfang. Eingeladen

hatte der Kreisverband, damit alle

Mitglieder, die das neue AWO Haus

zwischen Kimberly-Straße und Lahusenstraße

noch nicht kennen, nun die

Gelegenheit dazu hatten. Die rund 100

erschienenen Mitglieder nahmen die

nach einem gemütlichen Kaffeetrinken

angebotenen Hausführungen rege

in Anspruch und zeigten sich über die

neuen Räumlichkeiten begeistert.

2011 wird der Kreisverband die 50. Seniorenfahrt

durchführen, die zu einem

bleibenden Erlebnis werden soll.

Teilnehmer und Fahrer können sich

schon jetzt melden, die Fahrt wird am

10. September stattfinden. Die Kreiskonferenz

und Jahreshauptversammlung,

auf der der Vorstand und auch

die Delegierten für die Bezirkskonferenz

gewählt werden, ist für den 21.

Oktober geplant.

Am Ende seiner Ansprache bedankte

sich Dr. Harald Groth bei allen Vorstandsmitgliedern

und insbesondere

auch bei Geschäftsführer Frank Oestermann

und seinem Team, der mit

seiner schlanken Verwaltung sehr gute

Arbeitsergebnisse vorweist: „Die AWO

Delmenhorst ist immer nur so gut, wie

gut die Mitarbeiterinnen und Mitar-

beiter ihre Aufgaben erledigen. Und

das tun sie fast immer sehr gut“. Als

AWO wolle man weiterhin ein Teil des

sozialen Delmenhorst für Kinder,

Kranke und Senioren sein und dieses

mit gelebter Solidarität, Transparenz,

Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit,

so der Vorsitzende.

Neue

Beratungsangebote

Barßel. Der Kreisverband Cloppenburg

bietet ab 01. April 2011 einen

neuen Beratungsdienst an: Rosemarie

Buss schloss kürzlich die Qualifizierung

zur Online Pflege- und Seniorenberaterin

ab und wird ihr Wissen jeweils

montags und mittwochs in der

Zeit von 9:30 bis 12:30 Uhr Interessierten

zur Verfügung stellen.

Des Weiteren wird Anna Dronschkowski

als ehrenamtliche Seniorenbegleiterin

aktiv sein. Sie möchte im

Raum Saterland/Ramsloh Ratsuchenden

zur Seite stehen und auch einen

neuen AWO Ortsverein ins Leben rufen.

Dieser soll sich einmal im Monat

treffen und verschiedene Aktivitäten

anbieten.

Nähere Informationen zu den neuen

Beratunsangeboten des Kreisverbandes

gibt es beim Kreisverband unter

04499 / 9358922.

Verabschiedung in den Ruhestand

Emsland. Im Rahmen eines verspäteten

Weihnachtsessen für die Mitarbeiter des

Kreisverbandes Emsland wurde Margret

Schobelt nach über 20-jähriger Tätigkeit

als Fahrerin der Einrichtung „Essen auf

Rädern“ in den Ruhestand verabschiedet.

Margret Schobelt trug maßgeblich zum

Aufbau dieser Dienstleistung im Kreisverband

bei. Sie wurde von den Mitarbeitern

und besonders von den Kunden sehr

geschätzt. Kreisvorsitzende Astrid Jäger

(re.) bedankte sich für die hervorragend

geleistete Arbeit und überreichte ihr eine

kleines Abschiedspräsent.


Kreisverband Emden & Ortsverein Moormerland

AWO Moormerland ist online Moormerland. Der

Ortsverein Moormerland

hat jetzt

eine Internetseite

mit vielen Bildern

und Informationen

zum Ortsverein und

der Kleiderkammer.

Schauen Sie doch

einfach mal rein

und tragen Sie sich

in das Gästebuch

ein: www.awomoormerland.de

Emder unterwegs

Emden. Die Universitätsstadt Oldenburg

war das Ziel einer Tagesfahrt des

Ortsvereins Emden. Dort stand Shopping

in einem großen Bekleidungsgeschäft

im Mittelpunkt.

Maritim ging es bei einer Busfahrt

über die ostfriesischen Sielhäfen nach

Wilhelmshaven zu. Die Teilnehmer

waren von den vielen Schiffen in den

Sielhäfen begeistert. Die Rast in Schortens

mit Kaffee/Tee und frischem Apfelkuchen

stärkte alle für den Einkaufsbummel

in der Hafenstadt

Wilhelmshaven.






23

Jugendmigrationsdienst

ist umgezogen

Emden. Der Jugendmigrationsdienst

des Kreisverbandes Emden

ist in den Philosophenweg 36,

26721 Emden umgezogen. Zu erreichen

ist der Jugendmigrationsdienst

unter Tel.: 04921-39233-13

oder imd@awo-emden.de

Kohlessen und Bingo

Emden. Ein deftiges Kohlessen mit anschließendem

Bingospiel stieß auf

rege Teilnahme der Mitglieder des

Ortsvereins Emden. Zum Kohlkönigspaar

wurde Werner Heeschen und

Irmtraud Quants gekürt.

26939 Großenmeer/Oldb.

Tel. 04483/ 9289-0, Fax –50

www.thormaehlen.de


24 Kreisverband Norden

Hinte:

Fit mit Stuhlgymnastik

„Als ich hörte Stuhlgymnastik, fiel mir

dazu gar nichts ein, dachte, was soll das

denn werden, sicher nur mal hoch das

Bein . . .

Mit meines Mannes Unterstützung hab

ich es dann doch gewagt und so ich radelte

des mittwochs, freute mich auf diesen

Tag.

Ach wie war ich da verwundert, als ich

all die Damen sah, wurde herzlich aufgenommen,

und das war schon wunderbar

. . .“

Diese Zeilen dichtete ein Mitglied aus

der Gymnastikgruppe der AWO in

Hinte, mit der sich nunmehr seit fünf

Jahren rund 26 Teilnehmerinnen in

AWO-roten T-Shirts fit halten. Aber

nicht nur zum Sport treffen sich die

Damen zwischen 65 und 83 Jahren,

sondern auch ab und zu zum Frühstück

oder um gemeinsam Fahrten zu

erleben.

Die gymnastischen Übungen auf einem

Stuhl oder Hocker sollen die Alltagsmotorik

und das Gleichgewicht

dauerhaft verbessern. Leiterin der

Gruppe ist Sabine Ihnen. Mit den einstudierten

Sitztänzen treten die Gymnastikbegeisterten

sogar in Pflegeheimen

oder bei der Weihnachtsfeier in

der Gemeinde Hinte auf.

Die Gymnastik findet jeweils mittwochs

mit der ersten Gruppe von

neun bis zehn Uhr und der zweiten

Gruppe von zehn bis elf Uhr im AWO

Heim in Hinte statt. Wer Interesse hat,

ist herzlich willkommen. Informationen

gibt es bei Renate Welß unter

04925-1509.

Florian Eiben ist neuer Geschäftsführer

Norden. Seit

dem 01. Februar

2011

hat der AWO

Kreisverband

Norden einen

neuen Geschäftsführer:

Der 28-jährige

Florian Eiben folgt Interimsgeschäftsführer

Gerjet Boom aus Delmenhorst.

Zum Mai 2010 wechselte

Florian Eiben, der vorher vier Jahre

beim AWO Bezirksverband Weser-

Ems tätig war, zum Kreisverband Norden,

um dort als Assistent des Geschäftsführers

Gerjet Boom zu

unterstützen. Im Januar 2011 beschloss

der Vorstand des Kreisverbandes

Norden, Florian Eiben mit Wirkung

zum 01. Februar 2011 als

Geschäftsführer zu bestellen.

Der Verband ist dem 28-jährigen nicht

fremd.„Als Kind habe ich schon an Aktivitäten

des Jugendwerks teilgenommen

und durch meine Tätigkeit beim

Bezirksverband habe ich den Verband

lieben und schätzen gelernt“ so der

neue Geschäftsführer.

Eiben ist gelernter Verwaltungswirt

und hat in den letzten zwei Jahren das

Interims-Geschäftsführer Gerjet Boom verabschiedet

Norden. Mit einem

herzlichen

Dankeschön

wurde der Interims-Geschäftsführer

des Kreisverbandes

Gerjet

Boom Ende Januar

vom Gesamtvorstand

und dem neuen

Kreisgeschäftsführer

Florian

Eiben verab-

schiedet. Rund anderthalb Jahre hatte

Gerjet Boom die geschäftsführenden

Geschicke des Kreisverbandes geleitet

und in den letzten Monaten den neuen

Geschäftsführer eingearbeitet. Zum

Abschied dankte der Vorstand Gerjet

Boom mit den Worten: „Das, was Du

für den Kreisverband getan hast, war

Fördermittelmanagement beim Bezirksverband

neu aufgebaut. „Trotzdem

werde ich jetzt berufsbegleitend

ein Managementstudium beim AWO

Bundesverband belegen, um noch tiefer

in die Sozialwirtschaft einzusteigen

und den heutigen Anforderungen

in der Sozialwirtschaft gerecht zu werden“

so Florian Eiben.

Der Wechsel von Oldenburg nach

Norden ist ihm dabei nicht sehr

schwer gefallen, schließlich ist er

Halbostfriese und seine Verwandten

wohnen seit Jahrzehnten in Ostfriesland.

„Natürlich vermisse ich meine

alten Arbeitskollegen, mit denen ich

gerne zusammengearbeitet habe und

meine Tätigkeit im Oldenburger

Stadtrat, aber jetzt beginnt ein neuer

Lebensabschnitt für mich.“ Dank

möchte der neue Geschäftsführer an

dieser Stelle vor allem dem Ehrenund

Hauptamt des AWO Kreisverbandes

sagen. „Durch die freundliche

Aufnahme und Unterstützung durch

die Mitglieder, dem Vorstand und den

Mitarbeitern des Kreisverbandes habe

ich mich sehr schnell in Norden eingelebt.

Es ist nicht selbstverständlich,

so eine breite Unterstützung zu bekommen“.

Florian Eiben (li.) und Kreisvorsitzende Marianne Schoolmann (vorne, 3.

v. li.) verabschieden Gerjet Boom (2. v. li.) im Beisein des gesamten Vorstandes.

nicht selbstverständlich, schließlich

wolltest Du ja an sich Dein Rentnerdasein

genießen. In Delmenhorst warten

viele Aufgaben auf Dich, die in den

letzten Monaten liegen geblieben sind.

Wir wünschen Dir die Kraft, dass Du

das alles so noch lange weitermachen

kannst. Glück auf!“


Neu: Sozialstation

bietet Pflegeberatung

Norden. Seit Januar 2011 bietet die

AWO Sozialstation in Norden eine

unabhängige, unentgeltliche Pflegeberatung

durch die examinierte

Krankenschwester und ausgebildete

Pflegeberaterin Christine Müller

an. Jeder Versicherte einer gesetzlichen

Krankenkasse hat nach § 45

SGB XI Anspruch auf kostenlose

Schulung und Beratung in allen Belangen

rund um das Gesundheitswesen

im häuslichen Umfeld. Ziel

hierbei ist, dass Betroffenen so lange

wie möglich zu Hause gepflegt und

betreut werden können. Aber auch

bei der Entlassung aus dem Krankenhaus

ins häusliche Umfeld oder

in die Kurzzeitpflege hilft Christine

Müller beispielsweise bei der Beantragung

einer Pflegestufe oder eines

Schwerbehindertenausweises und

zeigt Wege möglicher finanzieller

Unterstützung auf. Die Begleitung

beim MDK-Termin ist genauso

selbstverständlich wie die Vermittlung

von Essen auf Rädern, Hausnotruf,

Vermittlung von Pflegediensten,

Selbsthilfegruppen und

anderen regionalen Angeboten.

Auf diese Weise wird pflegenden

Angehörigen im gesamten Altkreis

Norden eine kompetente Unterstützung

in der ambulanten Versorgung

geboten. Darüber hinaus bietet

Christine Müller kostenlose Pflegekurse

sowie individuelle Beratung

und Schulung im häuslichen Umfeld

an.

Zu erreichen ist die Pflegeberatung

unter der Telefonnummer: 04931-

9188000

Werde Mitglied!

Kreisverband Norden

Spende für das AWO Mathenest

Von links nach rechts: Jannette Rodenbäck (Gemeinde Krummhörn), Florian Eiben (Kreisgeschäftsführer),

Insa Dreyer (Lesenest), Dietrich Große Veldmann (Präsident Lions Club), Diana

Meenenga-Osterloh (Lesenest), Marianne Schoolmann (Kreisvorsitzende) und Bärbel Ites-Eden

(Lesenest)

Pewsum. Das Lesenest des Kreisverbandes

Norden in Pewsum für Kinder aus

den ersten beiden Grundschulklassen,

die unter Lese- und Schreibschwäche

leiden, existiert inzwischen seit neun

Jahren.Vor einiger Zeit wurde nun auch

ein Mathestübchen eingerichtet.

Im Mathestübchen sind zur Zeit 19

Kinder, die in 2er und 3er Gruppen von

den Mitarbeitern betreut werden. Im

Mathestübchen wird nicht wie herkömmlich

mit Mathematikbüchern

und abstrakten Päckchenaufgaben gerechnet,

sondern die Kinder lernen

Menge und Zahlen spielerisch mit anfassbaren

Materialien. Die Materialien

konnten aufgrund einer Spende des

Fleißige Radler

Marienhafe. Seit 2008 gibt es im

Brookmerland eine AWO Fahrradgruppe.

Stetig wächst die Zahl der

Mitstreiter. Von März bis Oktober

trifft sich die Gruppe jeden Donnerstag

um 14 Uhr und radelt durch

das schöne Ostfriesland, egal welches

Wetter herrscht. Natürlich

25

hiesigen Lions Club angeschafft werden.

Den Mitglieder des Lions Club war

es wichtig, Kinder vor Ort zu unterstützen

und entschieden sich für das Mathestübchen,

welches durch die Gemeinde

Krummhörn, den Landkreis

Aurich und den Kreisverband finanziert

werden.

Eine weitere Spende in Höhe von 500

Euro erhielt das Lesenest von der

Grundschule Jennelt. Interessierte Eltern

können sich gerne über die Arbeit

des Lesenestes und des Mathestübchens

in Pewsum unter der Telefonnummer

04923-9279030 in der Zeit von 14.00

Uhr bis 17.00 Uhr informieren.

wird auch zwischendurch pausiert,

man ist ja nicht auf der Flucht. Um

ca. 16:30 Uhr ist dann der Nachmittag

wieder beendet. Gerne werden

weitere Radler aufgenommen - für

gemütliche Touren, bei denen die

frische Luft und die Landschaft genossen

werden kann.


26 Kreisverband Oldenburg/Vechta

Ahlhorner auf Kohltour

Ahlhorn. Die Aufregung war am Morgen

des Kohltourtages in der Senioreneinrichtung

zu spüren. Viel zu früh

versammelten sich die Bewohnerinnen

und Bewohner mit ihren Angehörigen

und den Pflegekräften aufbruchbereit

von dem Eingang. Schon Tage

vorher war die Garderobe für die kalte

Jahreszeit von allen Beteiligten zusammengesucht

worden, Rollstühle

wurden auf Vordermann gebracht

und der Bollerwagen wurde geschmückt.

Als sich die Gruppe mit fast 90 Personen

in Bewegung setzte, wurde fast die

gesamte Breite der Schulstraße eingenommen.

Die Autofahrer blieben teilweise

stehen, lachten und winkten.

Im Ahlhorner Dorfgemeinschaftshaus

angekommen, wartete der dampfende

Grünkohl auf die Gruppe. Dazu gab es

noch eine Überraschung: Kreisgeschäftsführer

Thomas Heinrich beglückwünschte

die anwesenden Mitarbeiter

zu der kurz zuvor bekanntgewordenen

hervorragenden 1,2 bei der

Benotung des Medizinischen Dienstes,

auch TÜV-Benotung genannt.

Die Auslosung des Kohlkönigpaares

löste bei den Bewohnern viel Freude

und Heiterkeit aus. In den folgenden

Tagen gab es viele positive Rückmeldungen

an die Mitarbeiter des Hauses

– fast alle mit dem Wunsch endend,

diese Veranstaltung nächstes Jahr zu

wiederholen.

„Hand in Hand“- Donnerschwee wird altersfit

Oldenburg. Auch in Donnerschwee

macht sich der demografische Wandel

bemerkbar. Es leben viele und zunehmend

mehr ältere Menschen in diesem

Stadtteil. Das neue, von der Stadt Oldenburg

geförderte Projekt des Kreisverbandes

Oldenburg/Vechta „Hand in

Hand“-Beratung und Serviceangebote

für Senioren,möchte diesen Prozess positiv

mitgestalten.

Ziel des Projektes ist es, kranken und

hilfebedürftigen Senioren bei der Bewältigung

ihres Alltags Hilfestellung

zu geben, damit sie solange wie möglich

eigenständig in ihrer vertrauten

Umgebung bleiben können. Um dies

zu erreichen, soll ein Nachbarschaftshilfenetz

auf ehrenamtlicher Basis aufgebaut

werden.

Birgit Harms, Dipl.Sozialarbeiterin

und Leiterin des Projektes, weiß aus ihrer

jahrelangen Projektarbeit mit Ehrenamtlichen,

dass es immer mehr

Menschen gibt, die zum Beispiel für

ihre nachberufliche Phase eine sinnvolle

Aufgabe suchen und bereit sind,

sich in einem zeitlich überschaubaren

Rahmen für andere einzusetzen. Aber

auch jüngere Menschen sind zuneh-

Seniorenbüro lud zum Kohlessen ein

Oldenburg. Pünktlich zum Kohlsaisonende

hatte das Seniorenbüro Oldenburg

zum Kohlessen bei Fischbeck

in Wardenburg eingeladen.

Über 70 Senioren und Seniorinnen

aus den Oldenburger Seniorenclubs

und vom Ortsverein Wardenburg

ließen es sich schmecken. Für die

gute Stimmung sorgte die „Evergreen-Combo“

, die mit vielen Evergreens

das Publikum begeisterte

und zum Mitsingen animierte. Aber

mend offener für soziales Engagement.

Für den Aufbau eines nachbarschaftlichen

Besucherkreises werden noch

Ehrenamtliche gesucht. Einmal die

Woche isoliert lebende oder hilfebedürftige

Senioren zu besuchen, nach

dem Rechten zu sehen, sie zum Arzt zu

begleiten oder einfach nur dazusein

und zuzuhören, ist eine kleine, aber

wichtige Aufgabe, die für beide Seiten

einen großen Nutzen bringen kann.

Hiermit soll der zunehmenden Vereinsamung

entgegengewirkt werden. Die

Ehrenamtlichen werden von der AWO

angeleitet und die Einsätze werden regelmäßig

im Rahmen von Teamsitzungen

besprochen.

Ergänzend dazu bietet Birgit Harms

Beratung rund ums Älterwerden für

Senioren im neuen Projektbüro, Am

Bahnhofsplatz 2 a, an. Bei Bedarf macht

sie auch Hausbesuche. Die Sprechzeiten

sind: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag

von 9-12 Uhr und Mittwochnachmittag

von 14-16 Uhr.

Wer Hilfe benötigt oder Interesse an einer

Mitarbeit hat und weitere Informationen

wünscht, kann sich an Birgit

Harms, 0441-9258333, wenden.

auch bekannte Schunkelstücke kamen

nicht zu kurz. So war die Stimmung

bis zum Schluss sehr ausgelassen.

Das Ziel, den Senioren einen

schönen unterhaltsamen Nachmittag,

an dem sie ihre Sorgen und Nöte

mal vergessen konnten, zu bereiten

wurde hundertprozentig erreicht.

Auch der Kreisgeschäftsführer

Thomas Heinrich kam zum Essen

vorbei und genoss die entspannte

Atmosphäre.


Kreisverbände Oldenburg/Vechta & in der Region Osnabrück

Vorstandswahlen

und Ehrungen

Achmer. Rund 30 Mitglieder nahmen

an der diesjährigen Jahreshauptversammlung

des Achmeraner Ortsvereins

teil. Nach dem schon traditionellen

Kaffeetrinken eröffnete die Vorsitzende

Erika Schomburg die Versammlung. Sie

konnte neben Ortsbürgermeister Heiner

Pahlmann und Ortsrat Oliver Neils

(beide SPD), die auch Mitglied der

AWO sind, auch die Geschäftsführerin

des Kreisverbandes, Annegret Brockfeld,

begrüßen. Nach dem Rückblick

auf das vergangene Jahr folgten die

Neuwahlen des Vorstandes.

Die bisherige stellvertretende Vorsitzende

Hannelore Lewandowski kandidierte

nicht mehr für das Amt. Als ihre

Nachfolgerin wurde Ute Schwarz gewählt.

Helga Funke, die bisher das Amt

der Schriftführerin seit rund einem Jahr

kommissarisch ausführte, wurde von

der Versammlung nun offiziell in ihrem

Amt bestätigt. Ebenfalls bestätigt wurden

Erika Schomburg als Vorsitzende

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(v.l.n.r.): Erika Schomburg, Annegret Brockfeld, MdL a.D. Helga Lewandowski, Ernst Funke,

Heiner Pahlmann und Bürgermeister a.D. Lothar Lewandowski.

und Gerda von der Heide als Kassiererin.

Als Beisitzer fungieren weiterhin

Christa Echelmeyer und Ilse Lewandowski.

Neu als Beisitzerin hinzugekommen

ist Hannelore Lewandowski,

die Egon Thal ablöst.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt auf

der Versammlung waren die Ehrungen.

Hier freute sich die Vorsitzende Erika

Schomburg, in diesem Jahr sechs Mitglieder

für ihre lange Mitgliedschaft ehren

zu dürfen. Mit kleinen Präsenten

bedankte sie sich bei den Jubilaren: Erika

Schöhsler wurde für ihre 10-jährige

Mitgliedschaft geehrt. Auf eine 25-jäh-

Schönemoor. Die Arbeiterwohlfahrt

Schönemoor hat bei seiner Kohlfahrt

in der Gaststätte zum Fernsehturm in

Steinkimmen ein neues Königspaar

gekrönt. Diese Jahr vertritt als Kohlkö-

27

rige Mitgliedschaft können Ursula und

Hermann Lewandowski zurückblicken.

Schon seit 40 Jahren ist Ernst Funke

Mitglied der Arbeiterwohlfahrt und auf

den stolzen Zeitraum einer 50-jährigen

Mitgliedschaft können Helga und Lothar

Lewandowski zurück schauen.

Zum Schluss bedankte sich Erika

Schomburg bei den Mitgliedern für die

Unterstützung bei den vielen Aktivitäten

des Ortsvereins. Ihr besonderer

Dank galt vor allem Gertrud Poehlker.

Die 92-jährige, die seit jeher anderen

Menschen hilft, unterstützt den Ortsverein

seit 39 Jahren.

Neue Majestäten in Schönemoor

Von links: Vorstandsmitglied Gertrud Brode, der neue Kohlkönig Ernst Ruhm, die neue Kohlkönigin

Sigrid Gröger und Ortsvereinsvorsitzende Ulla Ruhm .

nigin Sigrid Gröger und als Kohlkönig

Ernst Ruhm die AWO. Das Königspaar

sicherte seinen Untertanen zu, stets für

gute Stimmung zu sorgen und in allen

Treffen mit Würde zu repräsentieren.


28 Kreisverbände Oldenburg/Vechta & in der Region Osnabrück

Vier Pflegeeinrichtungen hervorragend bewertet

Landkreis Oldenburg/Lemwerder.

Auch die AWO Einrichtungen des

Kreisverbandes Oldenburg/Vechta

„Waldschlösschen“ in Stenum,

„Haus am See“ in Lemwerder und

die AWO Sozialstation in Ganderkesee

erhielten in den letzten Monaten

im Zuge des Pflege-TÜVs den unangekündigten

Besuch von Prüfern des

Medizinischen Dienstes der Krankenkassen

(MDK). Als letztes wurde

die Einrichtung in Ahlhorn auf Herz

und Nieren überprüft.

Alle AWO Einrichtungen wurden

deutlich besser bewertet als der

Durchschnitt der Pflegeeinrichtungen

in Niedersachsen. Das „Waldschlösschen“

Stenum erhielt die

Note 1,1, das „Haus am See“ Lemwerder

wurde mit der Note 1,2 bewertet

und die Sozialstation Ganderkesee

bekam eine 2,3. Auch in

Ahlhorn wird bei der AWO mit der

Note 1,2 gepflegt. „Ich bin stolz auf

unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

denn sie arbeiten hoch quali-

Osnabrück. Der Kreisverband in der

Region Osnabrück hat einen neuen

Vorstand: Auf der Kreiskonferenz Mitte

Februar wählten die Delegierten den

ehemaligen Wirtschaftsminister von

Nordrhein-Westfalen und ehemaligen

langjährigen Bundestagsabgeordneten,

Ernst Schwanhold, zum neuen Vorsitzenden.

Seine Stellvertreter sind die

ehemalige Landtagsabgeorndete Alice

Graschtat, Ralf Haas und Rolf Wiethäuper.

Genauso wie die Vorsitzenden

wurden auch die weiteren Vorstandsmitglieder

einstimmig gewählt.

Kreisgeschäftsführerin Annegret Brockfeld

dankte in ihrer Rede den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern der AWO in

der Region Osnabrück für ihre enorme

Einsatzkraft, ihre hohe Flexibilität und

Verbundenheit zum Kreisverband und

dem scheidenden Vorstand für die in

der Vergangenheit gemeinsam geleistete

erfolgreiche Arbeit und vertrau-

fiziert und sehr engagiert mit den uns

anvertrauten Menschen. Die tollen Ergebnisse

in allen Einrichtungen sind

Ansporn und Verpflichtung zugleich.“

freut sich der AWO Geschäftsführer

Thomas Heinrich.

„Gleichwohl gibt es trotz der sehr guten

Bewertung durch den MDK Anlass zur

Weiterentwicklung der Prüfkriterien.

Gerade im ambulanten Bereich sollten

Kreiskonferenz wählt neuen Vorstand

AWO Kreisverband in der Region Osnabrück zieht positive Bilanz

ensvolle Zusammenarbeit.

Zur Kreiskonferenz hatte der scheidende

Vorstand einen Geschäftsbericht

vorgelegt, der Einblick in seine verbandlichen

Aktivitäten der letzten vier

Jahre in den Bereichen Bildung und Erziehung,

Beschäftigung, Migration und

Altenhilfe gibt und sich maßgeblich an

den sozialpolitischen Forderungen des

Sozialberichts 2009 des AWO Bundesverbandes

orientiert.

Angebote in den letzten vier

Jahren erweitert

Der 276 versicherungspflichtige Mitarbeiter

zählende Kreisverband konnte

seine Dienstleistungsangebote in den

Jahren 2006 bis 2010 kontinuierlich

ausbauen und erweitern: zum Beispiel

mit elternunterstützenden Maßnahmen,

einem wachsenden Angebot an

Krippenplätzen oder präventions-

die Kriterien an den tatsächlichen

Pflegesituationen in der Häuslichkeit

ausgerichtet werden und weniger an

den Standards der Pflegetheorie.

Gleiches gilt für die überall möglicherweise

überbewertete Dokumentationsqualität,

unter der teilweise die

Zeit für menschliche Zuwendung

und individuelle Pflege leiden

könnte“, betont Thomas Heinrich.

orientierten Kreativprojekten im Bereich

der Kinder- und Jugendarbeit sowie

Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen

zur Unterstützung

der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen.

Im Rahmen von Schulsozialarbeit

und Schulprojekten bietet der Kreisverband

Berufsorientierung für Hauptschüler

an und hat eine Schnittstelle

zwischen Schule und Wirtschaft etabliert,

die über die Vernetzung die Ausbildungschancen

erhöht.

Angesichts der aktuellen Mediendebatten

hob Annegret Brockfeld in ihrem

Bericht als wichtige verbandliche Konstante

die unverändert tarifliche Bezah-

Fortsetzung auf Seite 29


lung beim Kreisverband Osnabrück

hervor. Weiterhin unterstrich sie, dass

der AWO Kreisverband sich als Arbeitgeber

dazu verpflichtet hat, bis Ende

2018 auf Ausgliederungen gänzlich zu

verzichten. Im betriebswirtschaftlichen

Spagat zwischen geringer werdenden

Möglichkeiten einer Gewinnerwirtschaftung

und einem gleichzeitig erforderlichen

Puffer zur Deckung von

Risiken, hat sich der Kreisverband in

den letzten vier Jahren Finanzierungsspielräume

verschaffen können, wie die

Geschäftsführung positiv bilanzierte.

Sozial verlässlich bleiben

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Fortsetzung von Seite 28

Optimistisch ist auch der Ausblick in

die Zukunft, für die sich der Kreisverband

wichtige Ziele gesetzt hat: weiterhin

wirtschaftlich stabil, fachlich versiert

und sozial verlässlich zu bleiben,

innovativ zu arbeiten und das Festhalten

an prägenden Wertvorstellungen

mit der Bereitschaft zu verbinden, stetig

neue Wege zu beschreiten.

Der neu gewählte Vorsitzende Ernst

Schwanhold schloss die Konferenz mit

einem Dank an den scheidenden Vorstand

für die engagierte Arbeit sowie

dem anwesenden Betriebsrat, stellvertretend

für alle Mitarbeiter der AWO,

für seinen Beistand in den vergangenen

Jahren. Er legt einen Schwerpunkt seiner

zukünftigen Arbeit in der Verfolgung

sozialer Gerechtigkeit: „Das eigentliche

Ziel der AWO muss sein,

derart wirksam zu arbeiten, dass sie in

vielen Bereichen gar nicht mehr nötig

ist“.

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Kreisverband in der Region Osnabrück

Patenschaftsfeier mit AWO Jugendwohnen

(v. li. nach re.) Edwin Brumme, Emma Wogau, Renate Hoffman-Schilhan, Landtagsabgeordnete

Ulla Großkurt, Detlev Priebe, Hans Dieter Othmer, Karin Werner, (vorne) Kreisvorsitzender Dr.

Siegfried Hoffmann (zwischenzeitlich Kreisvorsitzender a.D.)

Osnabrück. Der Ortsverein Altstadt-

Westerberg-Eversburg-Atter traf sich

mit Jugendlichen und Mitarbeitern

der Einrichtung „Jugendwohnen“ des

Kreisverbandes zu einer besonderen

Patenschaftsfeier. In der Einrichtung

wohnen Jugendliche und junge Erwachsene

ab 14 Jahren, die aufgrund

von Konflikten nicht in der Familie leben

können und sozialpädagogische

Begleitung benötigen. Besondere Patenschaftsfeier

deshalb, weil die Landtagsabgeordnete

Ulla Groskurt zwölf

ehrenamtliche AWO Mitglieder für

ihr besonderes Engagement und

ihre langjährige Mitgliedschaft ehren

konnte. Zusammengerechnet wurden

230 Jahre Ehrenamt ausgezeichnet.

Zusätzlich konnte sich die Einrichtung

„Jugendwohnen“ über eine

großzügige Spende des Ortsvereins in

29

Höhe von 1.500 Euro freuen. Einrichtungsleiter

Peter Willmann und die

Jugendlichen bedankten sich bei dem

Ortsvereinsvorsitzenden Peter Ebbrecht

mit selbstgebackenen Plätzchen

und einem spannungsgeladenen

Auftritt des Nikolauses, der für jeden

Jugendlichen ein besonderes Geschenk

dabei hatte und dieses mit lobenden

und mahnenden Worten

überreichte. Begleitet wurde die Feier

von dem musikalischen Duo Eugen

Wiedemann + Partner mit Gitarre

und Gesang aus der Osnabrücker Musikschule.

Das älteste ehrenamtliche Mitglied

Edwin Brumme, 97 Jahre alt, trug eigene

Gedichte zu seinem persönlichen

Rezept des hohen Alters vor

und begeisterte damit die Jugend, von

denen der jüngste erst 15 Jahre alt war.

Ihr kompetenter Partner rund um die Seniorenimmobilie!

Unser Leistungsspektrum umfasst:

Neubau von Seniorenwohnanlagen im „Betreuten Wohnen“

Neubau von Pfl egeeinrichtungen

Umbau und Sanierung von bestehenden stationären

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Entwicklung neuer Wohnformen für Senioren in innerstädtischen

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30 Kreisverband in der Region Osnabrück & Kreisverband Wilhelmshaven/Friesland & AWO in der Region Unterweser

Ortsverein sponsert Juleica-Ausbildung

Bürgermeister Guido Halfter (3. v. li.) bezeichnete die Idee des Ortsvereins als ein wertvolles

jugendpolitisches Zeichen. Die neuen JuLeiCa-Inhaber könnten beispielsweise auch die örtliche

Jugendarbeit in Bissendorf unterstützen und hierbei Vorbilder für andere sein.

Bissendorf. Der Ortsverein Bissendorf

hat auch in 2010 die Jugendarbeit in

Bissendorf finanziell unterstützt. Arbeit

mit und für Jugendliche bedeutet

für den Ortsverein unter anderem,

junge Menschen dazu zu motivieren

Verantwortung für andere zu tragen

und sie dabei zu unterstützen. So entstand

die Idee, die so genannte

JuLeiCa- Ausbildung für interessierte

Jugendliche zu finanzieren. Die Jugendleitercard

ist ein bundesweit einheitlicher

Ausweis, dokumentiert die

Qualifikation des Inhabers und berechtigt

ihn in der Kinder- und Jugendarbeit

tätig zu werden, zum Beispiel

Ferienfreizeiten zu betreuen.

Zu diesem Zweck überreichte der

Ortsvereinsvorsitzende Hans-Georg

Klecker (1. v. li.) 500 Euro an die Jugendpfleger

Anika Langenkamp und

Malte Buhlrich im Wissinger Jugendtreff,

einem Freizeitangebot für Kinder

und Jugendliche, das sich immer größere

Beliebtheit erfreut.

Die beiden Jugendpfleger freuten sich

über den finanziellen Grundstock zur

Förderung der qualifizierten Betreuung

von Kinderfreizeiten und teilten

mit, dass durch die Initiative des AWO

Ortsvereins auch andere Vereine ihre

Bereitschaft bekundet hätten, sich finanziell

in dieses Projekt einzuklinken.

SPD Kreisvorstand und Oberbürgermeisterkandidat

zu Gast beim Kreisverband

Wilhelmshaven. Der geschäftsführende

Kreisvorstand der SPD informierte

sich Anfang Dezember über

die Arbeit des AWO Kreisverbandes

Wilhelmshaven/Friesland. Der SPD

Kreisvorsitzenden Volker Block, der

von Wilhelmshavens Oberbürgermeisterkandidat

Thomas Städtler begleitet

wurde, sicherte den AWO Ein-

Tagesfahrt

in die Salzstadt

Lüneburg

Lemwerder. Der Ortsverein Lemwerder

bietet am 28. April eine

Tagesfahrt in die Salzstadt Lüneburg

an. Los geht es morgens um

sieben Uhr. Neben einer Stadtführung

steht das „weiße Gold“

im Mittelpunkt der Fahrt: Der

Besuch im Deutschen Salzmuseum

wird deutlich machen, dass

es ohne Salz kein Leben auf der

Erde geben würde. Interessierte

können sich beim Wiards-Reisedienst

unter 04485-201 oder bei

der Lemwerder Ortsvereinsvorsitzenden

Ellen Köster- Schmidt

unter 0421-678450 anmelden.

richtungen seine Solidarität zu und

versprach, sich weiterhin für den Erhalt

der städtischen Zuschüsse einzusetzen.

Thomas Städtler betonte die

wertvolle Arbeit der AWO, die in Wilhelmshaven

mehr als 300 Arbeitsplätze

vorhalte. Außerdem wolle man

den regelmäßigen Austausch zwischen

SPD und AWO intensivieren.


Esenser zu Gast im

Mehrgenerationenhaus

in Lübbecke

Lübbecke/Esens. Etwa 25 Ehren- und

Hauptamtliche des AWO Mehrgenerationenhauses

Esens statteten dem Partnerhaus

in Lübbecke einen Besuch ab.

Sie wurden herzlich von der dortigen

Leiterin Anke Elsing sowie Mitarbeitern

und Ehrenamtlichen begrüßt. Die Besucher

aus Esens sahen sich das Haus an

und informierten sich ausführlich über

die Angebote und die Organisation der

Einrichtung. Große Sorge bereitete allen

die Tatsache, dass die Förderung der

Häuser durch den Bund Ende 2011 ausläuft

und es keine Verlängerung der Bezuschussung

gibt.„Vier Jahre haben wir

daran gearbeitet die Generationen zusammen

zu bringen und unser Haus

läuft sehr gut. Es wäre schade, alles wieder

aufgeben zu müssen“, so AWO

Kreisvorsitzende Leonore Determann.

Werde Mitglied!

Kreisverbände Wilhelmshaven/Friesland & Wittmund

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Neujahrsessen in Cäciliengroden

Cäciliengroden. Anfang Januar hatte

die AWO Cäciliengroden Mitglieder

und Gäste zu einem "Neujahrsessen"

eingeladen. Bei diesem gemütlichen

Beisammensein wurde auch Harald

Günzel für seine 20-jährige Mitglied-

Selbstbehauptungskurs

Harlingerland. „Stopp“, „Fass mich

nicht an“, „Nein“. Nicht immer ist es

ganz leicht, in brenzligen Situationen

die richtigen Worte und Gesten

zu finden. Man kann aber ein Verhalten

trainieren, dass einem in Situationen,

in denen andere Menschen

die Grenzen überschreiten, hilft.

Im Rahmen des AWO-Projekts „Familien

stärken und stützen“ organisierte

die AWO in Kooperation mit

dem Präventionsrat im Harlingerland

einen Selbstbehauptungskurs

für Mütter, die ein angemessenes

Verhalten in gefährlichen oder unangenehmen

Situationen üben und

an ihre Kinder weitergeben wollen.

Im Abschlussgespräch waren alle

Frauen zufrieden mit dem Erlernten.

Es wurde thematisiert, eine

Fortführung des Trainings in 2011

zu organisieren.

31

schaft geehrt, ein Präsentkorb versüßte

ihm sein Jubiläum. Das Foto

zeigt von links: Ortsvereinsvorsitzende

Anneliese Lübben, Senioren-

Betreuerin Elke Hahn, Harald Günzel

und Kreisvorsitzende Edith Weiß.


32 Kreisverband Wittmund

Elterngesprächskreis

jetzt auch

in Esens

Esens. Wie kann ich meinen Kindern

beim Lernen helfen? Was

mache ich, wenn mein Kind geschlagen

wird? Was ist ein gesundes

Pausenbrot? Diese und noch

viele andere Fragen können in einem

Elterngesprächskreis diskutiert

und beantwortet werden.

Nachdem ein Eltern-Gesprächskreis

im Rahmen des neuen

AWO-Projekts „Familien stärken

und stützen“ seit Mittte Oktober

in Wittmund angeboten wird,

hat die AWO jetzt ein solches Angebot

auch in Esens gestartet.

„Die Eltern sollen ermutigt werden,

Probleme und Wünsche von

ihnen und ihren Kindern aktiv -

zum Beispiel bei Elternabenden

in der Schule - einzubringen“, so

AWO Kreisvorsitzende Leonore

Determann. Das Angebot richtet

sich hauptsächlich an Familien

interkultureller Herkunft, die

sich Sorgen um die Entwicklung

ihrer Kinder machen oder sich in

einer belastenden Lebenssituationen

befinden und die bereit

sind, in ihrem häuslichen Bereich

Unterstützung bei der Versorgung

und Erziehung ihrer Kinder

anzunehmen. Aber auch interessierte

einheimische Familien sind

willkommen.

Nähere Informationen erhalten

Interessierte bei der Projektleiterin

Christiane Lux-Hartig unter

der Telefonnummer 04462-

942413.

Redaktionsschluss

für den nächsten

AWO Report

ist der 30. Mai 2011.

Es können ab sofort Artikel

für die nächste Ausgabe zugesandt werden.

E-Mail: hunter-rossmann@zentrale.awo-ol.de

AWO Bezirksverband Weser-Ems e.V.,

Redaktion AWO Report, Klingenbergstraße 73,

26133 Oldenburg.

„Thea & KiZi - für mehr Toleranz“

will etwas bewegen

Wittmund. Auf Einladung des AWO

Kreisverbandes Wittmund informierten

sich Vertreter und Vertreterinnen

des landkreisweiten „Bündnis

für Toleranz“, des „Bündnis gegen

Rechtsextremismus“ in Wittmund

und des „Bürger-Forum gegen

Rechtsextremismus“ Esens über das

neue Projekt der AWO „Thea (ter) &

KiZi (Kinderzirkus) - für mehr Toleranz“.

Kreisvorsitzende Leonore Determann

begrüßte die Anwesenden und

erinnerte an die Vorkommnisse, die

zu den Gründungen der Bündnisse

geführt hatten. Für die Zukunft

wünschte sie sich: „Ich hoffe, unser

Projekt findet Ihr Interesse. Schön

wäre, wenn wir bei kommenden Anlässen

eine Zusammenarbeit oder

gegenseitige Unterstützung vereinbaren

könnten“.

Wittmund. Zwischen Weihnachten

und Neujahr fand im Rahmen des

AWO Projekts „Familien stärken und

stützen“ ein viertägiger Intensivkurs

zum Sprechtraining statt. Er sollte

dazu beitragen, bei den teilnehmenden

Familien Sprechbarrieren abzubauen.

„Auch wir kennen zum Teil

Im Anschluss an die Projektvorstellung

durch die Mitarbeiterin Mareike Goldenstein

und Ideengeberin für das Projekt,

Christiane Lux-Hartig, diskutierten

die Anwesenden über mögliche

Ansätze zur Kooperation.

Angedacht wurde das Angebot eines

Kinderzirkus-Kurses in den Sommerferien

in Esens, die Einbindung des

AWO Projektes bei der Ausgestaltung

der jährlich stattfindenden Esenser Gedenkfeier

am 27. September und die

mögliche Einbindung von Schülerinnen

und Schülern der Fachoberschule

Sozialpädagogik in Esens. Positiv aufgenommen

wurde auch die Tatsache,

dass von der AWO bereits ein lockeres

Treffen von interessierten Theaterfachleuten

ins Leben gerufen wurde, bei

dem ein Erfahrungsaustausch und gegebenenfalls

auch eine gezielte gegenseitige

Unterstützung stattfinden kann.

„Sprechtraining“ für bessere Kommunikation

Sprachhemmungen, wenn wir uns in

einer fremden Sprache ausdrücken

wollen“, so AWO Kreisvorsitzende

Leonore Determann, „man kennt

zwar etliche Vokabeln, hat aber trotzdem

Hemmungen, sich falsch auszudrücken.

Hier wollten wir mit einem

Intensivtraining helfen“.


Be

3


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Jever Schortens

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