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Teil 1: Libanon – Modell oder Spiegel der Region? 29

«Märtyrer»-Gedenkstätte im palästinensischen Flüchtlingslager Sabra & Shatila, Beirut

Unter den Aufnahmedestinationen für palästinensische Flüchtlinge

galt der Libanon als härtestes Land im Umgang mit den Palästinensern,

was immer wieder zu Auseinandersetzungen und Zusammenstössen führte.

Obwohl einige palästinensische Flüchtlinge nun schon in zweiter oder

dritter Generation im Libanon leben, sind sie kaum integriert, die Jugendlichen

haben eine schlechte Ausbildung und finden keine Arbeit. Die meisten

Familien sind vom UNO-Hilfswerk UNRWA abhängig. Angesichts

dieser Verhältnisse ist es nicht erstaunlich, wenn hier radikales Gedankengut

auf fruchtbaren Boden fällt.

Ein neues Gesetz erlaubt es den Palästinensern nun, sich besser zu

integrieren: Wie andere Ausländer im Land sollen sie ausserhalb der Lager

wohnen und Eigentum erwerben können, investieren, an libanesischen

Hochschulen studieren, in zahlreichen Berufen arbeiten und Zugang zum

Gesundheitswesen Libanons bekommen. Nicht vorgesehen sind hingegen

die Einbürgerung und damit das aktive und passive Wahlrecht. Damit erhalten

die Palästinenser im Libanon einen Status wie in Syrien.

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