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Teil 1: Syrien – kontrollierte Ruhe 37

Die griechisch-orthodoxe Kirche unterhält verschiedene Programme

für irakische Flüchtlinge. Die Delegation traf eine Gruppe, deren Zeugnisse

erschütterten.

Deutlich wurde während dieser Begegnung, dass zwar Christen um

ihres Glaubens willen verfolgt werden, dass aber Gewalt, Vertreibung und

Verlust viele Iraker treffen – unabhängig von ihrer Glaubenszugehörigkeit.

Alle Andersdenkende sind davon betroffen. Die Christen wurden und

werden zudem wegen ihrer Religionszugehörigkeit mit der amerikanischen

Besatzungsmacht in Verbindung gebracht – wenn nicht gar simplifizierend

mit ihr gleichgesetzt. Sie bilden damit ein ideales Feindbild für die

islamischen Fundamentalisten.

Dass heute prozentual mehr Christen entführt werden, hängt unter

anderem damit zusammen, dass sie reicher sind und als Minderheit keine

starken Clans im Rücken haben, die sie schützen. «Unter Saddam Hussein

waren die Christen beschützt», bestätigte Patriarch Zakka. Der Patriarch

war während 17 Jahren Erzbischof im Irak.

Der syrisch-orthodoxe Patriarch Zakka I. Iwas spricht zur SEK-Delegation den traditionellen

Segen in der Sprache Jesu, Aramäisch.

«Amerika ist gekommen, um den Irak von Saddam Hussein zu befreien

und um Demokratie zu bringen. Wir sehen nichts davon. Ausser,

dass es den Christen viel schlechter geht, ist nichts geschehen.»

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