Magazin zum Download - CVJM-Landesverband Bayern

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Magazin zum Download - CVJM-Landesverband Bayern

Aus der enge in die Weite WeltrAtstAgung in Hong-Kong Allein Aus gnAde

www.cvjm-bayern.de

MAGAZIN

04/2010 05/2010

september

juli & august

& oktober


3 GENERELL | HANS-MARTiN STäBLER

Neues Leben - durch Jesus

4 PREDiGT | PETER STRAUCH

Aus der Enge in die Weite

6 GEHöRT & GELESEN

CVJM DEUTSCHLAND iN CHiNA

Allein Aus gnAde

8 GRUNDSATZ | MARTiN WERTH

Die Gnade allein

10 ORiENTiERUNG | THOMAS BRENDEL

Wirklich: Allein!

12 PRAXiS | HANS-MARTiN STäBLER

Die freie Gnade verkündigen

13 iMPULS | RAiNER DiCK

nhalt.

Der heilige und gnädige Gott

14 PERSöNLiCH ERLEBT | J. SCHUBERT

Erlebte Gnade

15 ORiENTiERUNG | P.G. STäBLER

Gnade aus rechtlicher Sicht

16 LEBENSBiLD | KATRiN WiNTER

John Newton

17 PiNNWAND

18 LiED | JONNy PECHSTEiN

Amazing Grace

19 PASSiERT

CVJM Sommerempfang

20 BERiCHT | BERTRAM UNGER

Weltratstagung

21 CVJM iNTERN

DER NEUE: GUNDER GRäBNER

22 iNTERViEW | JOACHiM SCHMUTZ

CVJM-PARTNERSHOPS

23 CVJM iNTERN | KURZMELDUNGEN

CVJM - TiPP

24 CVJM iNTERN | HiNWEiSE

Das Bild auf der Titelseite zeigt einen

Eindruck der Jugendkonferenz im Rahmen

der CVJM-Weltratstagung in Hongkong

2010.

impressum

Dies ist ein Auszug einiger wichtiger Diensttermine unserer Landessekretäre.

Herzlichen Dank für alle Gebete und Begleitung.

SepteMber

14.09. CVJM Windelsbach, Mitarbeiterabend M.Rapsch

15.09. Männerabend, Vach M.Rapsch

16.09. CVJM-Teamsitzung alle

16.09. Sitzung des CVJM-Gesamtvorstandes alle

17.09. CVJM Hirschaid, Gründungsfest M.Schmid

17.-19.09. CVJM Schwarzenbach/Saale, MA-Wochenende G.Gräbner

18.09. CVJM Burk, Mitarbeitertag HM.Stäbler

19.09. CVJM Wilhermsdorf, Jahresfest M.Rapsch

19.09. CVJM Markt Bibart, Treffen der Hauskreise HM.Stäbler

20.09. bis 21.09. Konferenz der Generalsekretäre, Kassel HM.Stäbler

23.09. CVJM Nbg.-Kornmarkt, Männerabend M.Rapsch

23.09. bis 24.09. Hauptvorstand der Deutschen Evang. Allianz HM.Stäbler

24.09. CVJM Rentweinsdorf, Mitarbeiterabend M.Rapsch

25.09. bis 26.09. CVJM-burgfest, CVJM-burg Wernfels alle

26.09. bis 27.09. MissioPoint-Klausur, CVJM-Burg Wernfels Stäbler/Schmid/Popp

28.09. München, Familien-Aktionsbündnis M.Rapsch

30.09. Treffen Kirche+Sport B.Popp

30.09. CVJM Forchheim, Mitarbeitertankstelle M.Rapsch

30.09. bis 03.10. Evangelisationstage in Wuppertal HM.Stäbler

OktOber

05.10. CVJM Burk M.Schmid

05.10. CVJM Tagungstätte Hohe Rhön, Vorstand HM.Stäbler

05.10. CVJM Hülben, Mitarbeiter-Gottesdienst HM.Stäbler

05.10. bis 08.10. CVJM Wilhermsdorf Bibeltage M.Rapsch

05.10. bis 09.10. CVJM Schwarzenbach/Saale, JesusHouse C.Höcht

06.10. bis 10.10. JesusHouse, Waldkraiburg M.Nockemann

06.10. Allianzsitzung, Bayreuth HM.Stäbler

08.10. Vorstand MissioCenter, Berlin HM.Stäbler

09.10. CVJM Lehrberg M.Schmid

10.10. CVJM Altenstein, Jahresfest C.Höcht

10.10. CVJM Unterasbach, Gottesdienst HM.Stäbler

10.10. Jesusonline-Gottesdienst, Lauf HM.Stäbler

11.10. CVJM-Team alle

11.10. CVJM-Gesamtvorstandssitzung alle

11.10. bis 15.10. CVJM Weiden Jesus House M.Rapsch

13.10. CVJM Lauf, Mitarbeiterabend G.Gräbner

15.10. CVJM Sulzbach-Rosenberg, Bibelabend G.Gräbner

15.10. CVJM Berg, Gründungsfest HM.Stäbler

16.10. CVJM Rednitzhembach Männertreff M.Rapsch

16.10. CVJM Schwarzenbach/Wald, Gottesdienst HM.Stäbler

17.10. CVJM Weißenstadt M.Schmid

17.10. CVJM Lauf, Jahresfest-Gottesdienst HM.Stäbler

17.10. CVJM Markt Bibart, CVJM-Gottesdienst HM.Stäbler

19.10. bis 24.10. CVJM Bayreuth, JesusHouse C.Höcht

21.10. Sport-Aktionstag Ansbach B.Popp

22.10. bis 24.10. CVJM Hof, Mitarbeiterwochenende M.Nockemann

22.10. bis 23.10. Mitgliedervers. des CVJM-Gesamtverbandes HM.Stäbler

24.10. CVJM Nbg.-Gostenhof, 120 Jahre HM.Stäbler

24.10. CVJM Schwarzenbach/Saale, CVJM-Gottesdienst HM.Stäbler

30.10. CVJM Burk, FamilienImpulsTag M.Rapsch

FreIZeIteN

termine.

27.08. bis 10.09. Mädchenfreizeit Holland K.Winter

03.09. bis 05.09. 2. Reise zu den Passionsspielen in Oberammergau HM.Stäbler

02.09. bis 06.09. Mountainbike-Freizeit, Bergen, Chiemgau B.Popp

11.09. bis 12.09 3. Reise zu den Passionsspielen in Oberammergau M.Rapsch

24.09. bis 26.09. Musicalwochenende mit CVJM-Burgfest M.Nockemann

03.10. bis 04.10. 4. Reise zu den Passionsspielen in Oberammergau M.Rapsch

15.10. bis 18.10. KonfiCastle B.Popp

17.10. bis 24.10. Bibelfreizeit, Bad Füssing M.Rapsch

22.10. bis 25.10. Konficastle M.Schmid

29.10. bis 01.11. Teenager-MA-Schulungen, Wernfels Winter/Popp/Schmid/Höcht/

Nock./Gräb.

HerAUSGeber: Christlicher Verein Junger Menschen, CVJM-Landesverband Bayern e.V., PF 71 01 40, 90238 Nürnberg

ADreSSe Der GeSCHÄFtSSteLLe: Schweinauer Hauptstraße 38, 90441 Nürnberg, Fon (0911) 62814-0, Fax 62814-99,

info@cvjm-bayern.de, www.cvjm-bayern.de bANkVerbINDUNG: Fürstlich Castell’sche Bank Nürnberg, Konto-Nr. 04 00 3300, BLZ 790 300 01

VerANtWOrtLICH FÜr DeN INHALt: Hans-Martin Stäbler, Generalsekretär CVJM Bayern

MItGLIeDer DeS »LIFe«-reDAktIONSkreISeS: Thomas Brendel/Görlitz, Rainer Dick/Nürnberg, Ralf Gotter/Crimmitschau, Gunder Gräbner/Chemnitz,

Norbert Held/Magdeburg, Thomas Maier/Berlin, Frank Schröder/Erfurt, Hans-Martin Stäbler/Nürnberg

beteILIGt AM »LIFe«-GeMeINSCHAFtSprOJekt: CVJM-Landesverband Bayern e.V., CVJM-Ostwerk Berlin-Brandenburg e.V., CVJM-Landesverband Sachsen-

Anhalt e.V., CVJM-Landesverband Sachsen e.V., CVJM Thüringen e.V., CVJM-Landesverband Schlesische Oberlausitz e.V.

LAYOUt & DeSIGN: Matthias Schmitt kONtAkt: grafik@cvjm-bayern.de eNDreDAktION: Jonny Pechstein kONtAkt: presse@cvjm-bayern.de

HINWeIS: Bilder und Texte dürfen nur nach ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion veröffentlicht werden. Bilder ohne Kennzeichen entstammen

unserem CVJM-Bildarchiv. Beiträge, die mit Namen gekennzeichnet sind, geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion wieder.

prODUktION: Müller Fotosatz & Druck, Postfach 12 80, 95147 Selbitz/Oberfranken / Einzelpreis 1,50 EUR (zzgl. Porto und Verpackung).

Jahresabonnement im Einzelbezug 10 EUR einschl. Porto. Die Zeitschrift erscheint zweimonatlich.


generell

Neues Leben – durch Jesus

Liebe Freunde,

eine unglaubliche Geschichte. Ein junger Mann stirbt,

16 Jahre alt. Die Mutter bleibt einsam zurück. Das

ganze Dorf ist erschrocken. Sterben verbindet für

einen Augenblick bei den Fragen, bei den Enttäuschungen,

bei den Tränen, beim Klagen und so zieht

dieser Beerdigungszug durch die Hauptstraße hinaus

vor das Dorf.

Dann gibt es auf der anderen Seite einen anderen

Zug. Das ist der Demonstrationszug des Lebens. Es ist

der Demonstrationszug Jesu, seiner Jünger und seiner

Fans. Diese beiden Züge begegnen sich nun. Wie wird

Jesus reagieren?

Was jetzt geschieht, kann eigentlich kein Mensch fassen.

Jesus ist ja nicht nur einer wie wir, sondern Jesus

ist der, der Macht hat. Er durchkreuzt den Leichenzug

und die Todesdemonstration unserer Zeit und

sagt: „Stopp!“ Jesus tritt an den Sarg heran und sagt:

„Junge, steh auf!“

Stimmt es denn wirklich, dass Jesus Leben gibt?

„Steh auf!“ Diese Aussage ist für uns Menschen unmöglich.

Wir sagen, man muss das religiös verdauen

und Atmosphäre schaffen. Deshalb werden unsere

Friedhöfe immer mehr zu botanischen Gärten.

Nein. Jesus sagt: „ Stopp – steh auf – lebe!“

Die Bibel sagt, Menschen, die ohne Gott leben sind eigentlich

tot. Sie sind nicht angeschlossen an die Kraftquelle

des Lebens. Deshalb bringt Jesus überhaupt

keine Appelle oder Marketingkonzepte. Jesus sagt nur

eines: „Steh auf! Steh auf! Du sollst leben!“

Diese Geschichte erinnert an das größte Wunder der

Bibel, an den Todeszug von Karfreitag.

Es war dunkel. Sie haben Jesus die letzte Ehre gegeben.

Jesus wird in eine Grabhöhle in Jerusalem gelegt.

Am Ostermorgen spricht der lebendige Gott sein

lebensschaffendes Wort, sein weltveränderndes Wort:

„Junge, steh auf!“ Der Ostermorgen zerbricht alle Todeskräfte

unserer Zeit. ich glaube das. ich habe das

auch in meinem Leben erfahren. ich stand mit ande-

Lukas 7, 12 – 15: 12 Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten

heraus, der der einzige Sohn seiner Mutter war, und sie war eine Witwe; und eine große

Menge aus der Stadt ging mit ihr. 13 Und als sie der Herr sah, jammerte sie ihn und er

sprach zu ihr: Weine nicht! 14 Und trat hinzu und be-rührte den Sarg, und die Träger blieben

stehen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf! 15 Und der Tote richtete sich auf

und fing an zu reden, und Jesus gab ihn seiner Mutter.

ren am Grab meines besten Freundes und wir haben

miteinander gesungen „Soon and very soon.“ Der Tod

ist besiegt! Das ist die Botschaft der Christen. Das Ergebnis

ist Leben! Jesus bringt den Demonstrationszug

des Lebens bis heute in diese Welt.

in Teilen Asiens gibt es einen richtigen Totenkult. Da

müssen die Angehörigen des Verstorbenen eine Zeit

lang jeden Tag dem Toten ein Essen bringen und seine

Wünsche erfüllen. Wir brauchen keinen Totenkult.

Wir wissen, dass Jesus lebt und dass er uns das Leben

schenkt. Einmal wird er auch an unsere Gräber treten

und ruft uns zum Leben. Dann wird unser Mund voll

Lachens und unsere Zunge voll Rühmens sein. Nicht

weil wir so toll sind, sondern weil Jesus der Größte ist.

Wenn man solch eine Geschichte hört, dann sind

wir gefragt, wie wir reagieren. Wie dieser

junge Mann, der seine Gitarre nahm

und dort bei aller Ungewissheit gesungen

hat: „Mein Leben ist in Gottes

Hand.“ Dann sind wir gefragt,

a u f z u s t e h e n schon heute und

zu sagen, ich möchte mit diesem

Herrn des Lebens leben.

ich möchte

ihm und seinen

Zusagen vertrauen.

Dann sind wir gefragt,

ob wir glauben, dass er die Blockaden

des Todes durchbrochen hat und

uns Hoffnung gibt.

Wer zu Jesus gehört, der kann Siegeslieder

anstimmen, nicht weil wir eine

Weltmeisterschaft gewonnen haben,

sondern weil wir das Leben gewonnen

haben. Dazu laden wir bei unseren

Herbst-Diensten ein.

Shalom

ihr/Euer

Hans-Martin Stäbler

CVJM-Generalsekretär

C V J M – M A G A Z I N


C V J M – M A G A Z I N

4

predigt

us der Enge in die Weite.

Ein Plädoyer für ein authentisches Christsein in der Öffentlichkeit.

Matthäus 4, Vers 13:

„Jesus verließ Nazareth, kam und wohnte in Kapernaum,

das am See liegt.“

ich möchte ihnen zunächst die beiden Städte vorstellen,

von denen hier die Rede ist.

Nazareth zur Zeit von Jesus war wirklich ein Kaff. Da

war nichts los. im Alten Testament kommt Nazareth

überhaupt nicht vor. im Neuen Testament hat es nicht

gerade einen guten Klang. Wenigstens bei Nathanael,

der darauf reagiert. Das war also am Ende der Welt. Die

Leute lebten dort für sich undmit der großen Welt hatte

Nazareth keine Berührung.

Ganz anders Kapernaum: Kapernaum lag und liegt am

See. in Kapernaum kreuzten sich große Handelsstraßen

und immer da, wo sich große Handelsstraßen kreuzten,

konnte man Geld machen. Da blühte der Handel. Da

gab es römische Soldaten, die natürlich auch gute Kunden

waren. Es gab Banken, die Geld machten, weil da

auch Geld getauscht werden musste. in Kapernaum war

eine Menge los.

Jesus zog also von Nazareth nach Kapernaum. Nun, das

ist nicht gerade aufregend weit, gerade mal 30 Kilometer.

Aber im Bezug auf das, was ich ihnen beschrieben

habe, gibt es einen himmelweiten Unterschied zwischen

diesen beiden Orten.

Nazareth, da ist Jesus aufgewachsen. Das war seine

kleine Welt, in der er groß geworden ist. Aber Kapernaum

wird in der Bibel seine Stadt genannt. Weshalb?

Weil Jesus so oft in Kapernaum war. Da passierte eine

Menge. Da passierten eine ganze Reihe Wunder, die

wiederum von sich Reden machten. Da war wirklich etwas

los.

ich lade sie ein, sich einmal ihr eigenes Nazareth vorzustellen.

Dort, wo Sie groß geworden sind. Blenden

Sie auch mal ein, wie so ihre geistlich Kinderstube aussah,

wo Sie zum ersten Mal etwas gehört haben von

der Bibel, von Jesus Christus, von Kirche. Wenn Sie etwas

über mein Nazareth erfahren wollen, dann ist das

bergischer Pietismus. Das heißt im Gegensatz zu hier

kein Bier, kein Wein, kein Theater. Wenn ich so an meine

Kindheit denke und Christsein, so wie ichs kennen gelernt

habe, dann fällt mir das eher in der Negation ein

– also, ein Christ darf nicht…

ich habe in anderen Gegenden Deutschlands ähnliches

erlebt. ich habe festgestellt, dass es Leute gibt, die beruflich

mit einem weiten Horizont arbeiten und gesellschaftlich

mit einem weiten Horizont leben, aber in ihrer

geistlichen Welt in diesem kleinen Kokon geblieben

sind, in dem sie einmal aufwuchsen.

„Wir haben den Auftrag, in eine von

Jesus geliebte Welt zu ziehen.“

Es geht jetzt darum, dass wir endlich als Christen verstehen,

dass wir einen Auftrag haben, in eine von Jesus

Christus geliebte Welt zu ziehen.

Es gibt manche christliche Bewegungen, Gruppen und

Gemeinden, die lassen ab und zu mal die Zugbrücke ihrer

Burg herunter. Dann kommt der große Vorstoß hinein

in die Welt: ProChrist oder was auch immer. Danach

zieht man sich langsam wieder zurück. Zugbrücke

hoch. im normalen Leben lebt man dann eigentlich

nicht in Kapernaum, sondern bleibt in seinem kleinen

Nazareth.

ich habe vor Jahren ein Buch von Christian Nürnberger

gelesen. Er hat evangelikale Christen getroffen

während des Studiums und schreibt von ihnen: „Diese

Christen, die in ihrem Glauben hocken wie in einer

Burg, die auf jede Frage eine schnelle Antwort haben,

die immer schon alles wissen und gewusst haben,

die auf ihrem Gott sitzen wie auf einem engen Haufen

Gold, die konnten mich nie überzeugen.“

im weiteren ist er voller Aggressivität, die er oft empfunden

hat, wenn solche Leute ihren Glauben bezeugten.

ich binde das mal ein, weil ich glaube, es

gehört zu einer solchen Thematik. Wir sollten einmal

selbstkritisch fragen: Wie erleben uns die Leute eigentlich

als überzeugte Christen?

Foto: Solvejg Plank


Wenn Sie erfahren wollen, wie Sie ankommen, dann müssen Sie mit

offenen Augen und Ohren hineinsehen und hineinhören, in das was

andere über uns sagen. Wir leben oft in einer engen Welt, von der die

anderen keine Ahnung haben. Dabei ist es ganz eindeutig, und das ist

mein Plädoyer heute, dass Gott uns in der großen Welt, in Kapernaum

haben will. Mitten im Leben, jeden einzelnen von uns.

Wir sprechen bei Matthäus 28 von einem Missionsbefehl. im Englischen

spricht man von „The Great Commission“. Das Wort ist besser,

weil es auch etwas von der Vollmacht deutlich macht, die darin

liegt. Matthäus 28 beginnt ja überhaupt nicht mit einem Befehl,

sondern damit, dass Jesus sagt: „ich habe alle Macht, alle Gewalt

im Himmel und auf der Erde.“ Dann, wenn das klar ist, sagt

er: „Deshalb habt ihr allen Grund hinzugehen in die Welt und das

Evangelium weiterzugeben, Menschen zu lehren, was ich euch gesagt

habe.“

Unser Auftrag ist ein Auftrag mitten in der Welt. Leben in der

Welt.

„Suchet der Stadt Bestes!“

Wir zitieren wenn es um politische Verantwortung von Christen

geht, oft Jeremia 29: „Suchet der Stadt Bestes!“ Da geht es

um die Juden, die in Babylonien waren und voller Sehnsucht

an Jerusalem dachten. Sie waren fixiert darauf, dass es eine

Art Wartesaal ist, dass sie irgendwann wieder zurück können

ins gelobte Land. So wie es manchmal im Extremfall fromme

Leute gibt. Die verbringen ihr Leben wie in einer Art Wartesaal

und sind fixiert, dass irgendwann der Ruf kommt und sie in

die ewige Heimat Gottes können. Aber Gott sagt diesen Leuten:

„Suchet der Stadt Bestes.“ Er sagt weiter:

„Baut Häuser, pflanzt Gärten, esst ihre Früchte, lebt mitten

in Babylon, dort wo ihr den Menschen begegnet. Dort sollt

ihr leben als Menschen, die zu mir gehören. Das ist das erste,

was ich ihnen sagen möchte: Wir sollen raus aus unseren

kuscheligen Kokon in Nazareth. Unser Platz ist in Kapernaum.

Wenn das geklärt ist, ein Zweites.

ich habe mich gefragt, was lähmt uns eigentlich, was

macht es uns so schwer, wirklich mitten in der Welt als

Christen zu leben, ohne uns dabei aufzugeben. Stattdessen

als Christen, als Salz, als Licht leben?

Das erste, was mir einfiel, ist unser theologisches Verständnis

von Welt. im Johannesevangelium wird immer

wieder von Welt geredet und zwar nicht im Sinne von

Kosmos, sondern die „gottfeindliche Wirklichkeit“. „Habt

nicht lieb die Welt“ steht im ersten Johannesbrief. Das

ist ein oft zitiertes Wort in christlichen Elternhäusern.

öffnet euch nicht allen weltlichen Dingen. Aber unser

Problem ist, dass wir diesen Begriff oft räumlich sehen.

Also: Auf Distanz gehen, Abstand halten. Das ist damit

nicht gemeint.

Wenn Sie sorgfältig in die Bibel hineinsehen, ist Welt

eine Denkart, eine Gesinnungsart, die auch im frommen

Kokon uns viel stärker prägt als wir es überhaupt

wahrhaben wollen. Wir haben soviel Welt in uns, kapieren

das aber nicht mehr, dass wir uns in manchen

Dingen kaum von den Menschen unterscheiden, die

nach anderen Kriterien leben.

IM INTERNET

Die Predigt in voller Länge als Textversion + mp3

unter:www.cvjm-bayern.de

DER AUTOR

Peter Strauch, Theologe,

war von 1991 bis 2007

Präses des Bundes Freier

evangelischer Gemeinden

in Deutschland (BFeG)

impulse

zum Gebet

Das Größte, was wir füreinander tun können,

ist, dass wir füreinander beten.

Corrie ten Boom

Wir danken für

den Schutz und die Bewahrung auf allen bisherigen

Freizeiten

für die vielen Gotteserfahrungen, die junge und ältere

Menschen auf den Freizeiten und Reisen des CVJM Bayern

machen durften

für die vielen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die sich

auf den Sommerfreizeiten des CVJM Bayern engagieren

und engagiert haben

für den gelungenen Sommerempfang im Juli

Und wir bitten Gott um

Segen und sein Wirken bei den Seminaren, Treffen und

Freizeiten im Herbst und im Winter

entscheidende Fortschritte im Ringen um das neue Mitarbeiter-

und Seminarzentrum

Segen und Bewahrung für die drei Volontäre, die Anfang

September nach Chile ausreisen und dort etwa ein Jahr leben

und arbeiten werden

ausreichend Spenden für die missionarische Arbeit unter

jungen Leuten

gute und kreative ideen für den Umgang mit den zukünftigen

Herausforderungen in der Jugendarbeit

Jonny Pechstein

C V J M – M A G A Z I N

5


gehört & gelesen

C V J M – M A G A Z I N

6

Papa Bernd

Bernd siggelkow

‚Ein Leben für die vergessenen

Kinder‘ führt laut Untertitel

Bernd Siggelkow

in Berlin. Mit seiner Familie

konnte er das Elend vieler

Kinder in der deutschen Hauptstadt nicht

mehr mit ansehen und engagierte sich – ehrenamtlich.

Sein Ziel war es, den Kindern das

zu geben, was sie für ein gelingendes Leben

unbedingt brauchen aber allzu oft nicht bekommen:

Liebe und Zuneigung. Er ist davon

überzeugt, dass nur Menschen, die sich

als wertvoll empfinden, auch die Chance auf

ein wertvolles Leben ergreifen können. Dazu

gründete er mit ganz kleinen Anfängen das

Kinder- und Jugendhilfswerk ‚Die Arche‘.

Warum dies für Bernd Siggelkow so wichtig

ist? Weil er selbst als Kind erlebte, was z.B.

die Trennung der Eltern für die Kinder bewirken

können: eine viel zu große Belastung,

der sie besonders in jüngeren Jahren kaum

gewachsen sind.

Nach vielen Büchern über seine Arbeit in der

des Arche-Gründers Bernd Siggelkow.

www.scm-shop.de

Volker Grüner

Born Again

newsboys

Gute alte Bekannte sind sie

– die Newsboys, und doch

runderneuert! Die australischen

Dance-Rocker machen

schon seit vielen Jahren mit ihrem

energiegeladenen Sound und ebensolchen Live-Shows

auf sich aufmerksam. Dabei wechselte

ihr musikalischer Schwerpunkt mehr in

Richtung Rock und Funk. Mit ihrem neuen

Sänger Michael Tait – ja genau der von DC

Talk – finden sie wieder zu ihren Wurzeln zurück.

Viele der zwölf Songs sind Dance-Mixes

und klingen so ungemein discotauglich. So

kommen also die eingefleischten Newsboys-

Fans der Anfangsjahre wieder mehr auf ihre

Kosten.

Sich treu bleiben die Newsboys inhaltlich. ihre

Message ist klar formuliert und singt nicht ‚um

den heißen Brei‘ herum. Die vier Australier

machen damit deutlich, dass aktueller Sound

und biblische Botschaft durchaus die zwei Seiten

der einen Medaille sein können. Das ist ihnen

auf ihrem sehr hörbaren und tollen Album

‚Arche‘ erzählt dieses Buch über das Leben

mehr als gut gelungen. Ein Ohrenschmaus!

sucht, sollte sich „Worthy to be loved“ nicht

Buch. CD. CD.

Anspieltipp: #3 Way beyond myself

www.gerth.de

Volker Grüner

CVJM Deutschland besucht China

Eine 10-köpfige Delegation mit Vertretern des deutschen CVJM

besuchte im Anschluss an die CVJM-Weltratstagung in Hong Kong

sechs Tage lang die Volksrepublik China. Dabei war die Gruppe,

der auch der Generalsekretär des bayerischen CVJM, Hans-Martin

Stäbler, angehörte, bei 3 von insgesamt 10 Großstadt-CVJMs,

nämlich in Shanghai, Chengdu und Peking zu Gast. in diesen

Städten haben die CVJMs oft weit über 10.000 Mitglieder und leisten

in erster Linie soziale Arbeit.

in der Hauptstadt, schließlich, stand neben dem Besuch des örtlichen

CVJM auch ein Empfang im Amt für Religiöse Angelegenheiten

der Volkrepublik China auf dem Programm. Viele soziale

Aktivitäten des CVJM werden vom Staat unterstützt oder sogar

finanziert. Der Leiter des Amtes, Wang Zuo‘an, lobte gegenüber

seinen Besuchern die Arbeit des CVJM auch sehr, sah aber

momentan noch keine Möglichkeit zum internetstudium an der

CVJM-Hochschule in Kassel.

Der CVJM in China leistet wichtige, soziale Arbeit. Viele Mitarbeiter

sind Christen und tun ihren Dienst aus dieser Motivation

heraus, wie Generalsekretär Hans-Martin Stäbler betonte. Man

strebe, so Stäbler, als deutscher CVJM für die Zukunft einen intensiveren

Austausch mit den Partnern in China an, obwohl es

teils erhebliche Unterschiede in der Struktur und den Arbeitsweisen

gäbe.

Worthy to be loved

Katja Zimmermann

Katja Zimmermann gehört

zu den neuen, jungen Musikern

in Deutschland, die fast

jeder schon einmal gehört

hat, aber dennoch kaum jemand

kennt. Völlig zu unrecht, wie ich meine.

Sie hat schon auf vielen CD-Produktionen

im christlichen Bereich mitgewirkt und ihre

außergewöhnliche Stimme zum Einsatz gebracht.

Auf ihrer Debut-CD zeigt sie jetzt,

dass sie nicht nur hervorragend singen kann,

sondern auch eine herausragende Songwriterin

ist. Die Musik ist ihrer etwas angerauten

Stimme „auf den Leib“ geschrieben

und professionell produziert. Die Titel reichen

von getragenen, fast schon melancholischen

Popballaden bis hin zu Akustik-Popsongs

im Stil eines Jack Johnson oder John

Mayer. Es macht einfach Spaß Katja zuzuhören

und die Spielfreude der beteiligten Musiker

tut ihr übriges.

Wer gute, akustische Popmusik mag und

nach einer interessanten, neuen Stimme

entgehen lassen.

Anspieltipp: #1 you heal my heart

Jonny Pechstein

www.katjazimmermann.com

v.l.n.r.: Hans-Martin Stäbler, Dr. Wolfgang Neuser (Rektor der CVJM-Hochschule),

Martin Meißner (ehem. Weltbundpräsident), Wang Zuo‘an (Leiter des chinesischen

Amtes für Religionsfragen), Karl-Heinz Stengel (Präses des CVJM Gesamtverband)


Das war der

CVJM-Sommerempfang

Es gibt ihn erst seit wenigen Jahren und dennoch hat er

sich schon als ein wichtiges Datum im Jahresablauf des

CVJM Landesverbandes Bayern etabliert: der alljährliche

Sommerempfang. Auch in diesem Jahr kamen etwa 200

Vorsitzende aus den Ortsvereinen, Mitglieder der Gremien

und des CVJMpro, Freunde und Förderer auf der Burg

Wernfels zusammen, um miteinander einen geistlichen

impuls zu hören und die neuesten Entwicklungen im Landesverband

zu erfahren.

Als Gastredner und Hauptreferent kam in diesem Jahr der

ehemalige Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz

und ehemalige Präses des Bundes der Freien Evangelischen

Gemeinden in Deutschland, Peter Strauch, auf die

CVJM-Burg Wernfels.

Mit seinem Referat zum Thema „Aus der Enge in die Weite“

(siehe auch Seite 4 + 5) sprach er den Zuhörern ins

Herz und rüttelte so manchen und so manche etwas auf.

Die Diskussionen zum Thema im Anschluss an das Referat

waren dann auch dementsprechend ausgiebig und intensiv.

Es gab wohl kaum jemanden, den Strauchs Ausführungen

unberührt ließen. Darin betonte er, wie wichtig es

für uns als Christen ist, sich nicht in einer „frommen Burg“

zu verschließen, sondern zu den Menschen in der Welt zu

gehen, so wie Jesus es getan hat, und ihnen das Evangelium

zu verkünden und authentisch vorzuleben.

imm zweiten Teil des Nachmittages ging es um die Geschehnisse

und Entwicklungen innerhalb des CVJM Landesverbandes

Bayern. So berichteten unter anderem einige

Landessekretäre von ihren Erfahrungen im letzten Jahr

und von einigen Erlebnissen, die sie haben durften. in diesen

Zeugnissen wurde deutlich, dass es beim Dienst des

CVJM darum geht, einzelnen Menschen nachzugehen und

ihnen die Liebe Jesu zu verkündigen.

Das taten auch die vier Volontärinnen, die von Herbst

2009 bis zum Sommer 2010 in Chile waren und als Pioniere

die noch jungen Beziehungen zwischen dem CVJM

Bayern und dem CVJM Chile mit Leben erfüllten. in Valparaiso

sahen sie sich die Arbeit vor Ort genau an, konnten

kennenlernen, wie CVJM in Chile gestaltet wird und

brachten schließlich auch ihre Erfahrungen aus dem

CVJM Bayern in der Gestaltung von Gruppenstunden für

Kinder mit ein. Mirjam Rößner, Miriam Schaffer, Katja Büher

und Anna Maußner brachten den Gästen auf der Burg

auch eine Aufwärm-Aktion bei, die sie in Valparaiso kennengelernt

hatten. Dadurch wurde es für ein paar Minuten

etwas lauter, als man das üblicherweise von derartig

festlichen Empfängen gewohnt ist. Aber alle hatten ihren

Spaß und konnten feststellen, dass der kulturelle Unterschied

zwischen Deutschland und Chile nicht gering ist.

Die vier Volontärinnen erhielten dann auch von Hans-

Martin Stäbler den innovationspreis des bayerischen

CVJM für ihre Pionier-Leistungen im Aufbau dieser völlig

neuen internationalen Beziehung.

im Anschluss wurden drei neue Volontäre, Max Naujoks,

Johanna und … … nach Chile ausgesendet und von CVJM-

Generalsekretär Hans-Martin Stäbler und dem Weltdienst-Beauftragten

des CVJM Bayern, Landessekretär

Christoph Höcht für ihren Dienst gesegnet.

Musikalisch umrahmt wurde der Nachmittag von Christine

und Helmut Kandert zusammen mit Sarah Stäbler. Mit

einem festlichen Abendessen in den Speiseräumen der

Burg schloss der Sommerempfang am Abend.

C V J M – M A G A Z I N

19


Motiviert: Teilnehmer der Jugendkonferenz

C V J M – M A G A Z I N

Bunt und vielfältig präsentierte sich das Programm auf der

Weltratstagung

Am 14. Juli landete ich nach einem 11-stündigen Flug in

freudiger erwartung auf die Missionskonferenz und die

Weltratstagung in Hong Kong. eine beeindruckende stadt

mit Wolkenkratzern soweit das Auge reicht, sehr gastfreundlichen

Menschen und zwei YMCAs, die es in sich haben:

Mehr als 30 000 Mitglieder, über 3,5 Mio. erreichte

leuten jedes Jahr und etliche gebäude in der stadt verteilt.

Untergebracht waren wir in Bungalows in einem riesigen CVJM-

Jugenddorf mit Fußballfeld und Schwimmbad, umringt von Hochhäusern

und Strand. Bis zum Beginn der Missionskonferenz nutzte

ich die Zeit mit einigen schon anwesenden Lateinamerikanern und

Deutschen die 7-Mio-Einwohner-Stadt zu erkunden, in den Leuchtreklame-gefüllten,

sehr belebten Straßen von Mong Kok zu shoppen

und die herrliche Sicht vom Hafen auf Hong Kong island zu

genießen.

Vom 15. bis zum 18. Juli kamen ca. 70 Delegierte aus Togo, Sambia,

Madagaskar, Myanmar, Singapur, indien, Japan, Hong Kong,

USA, Peru, Kolumbien, Chile, Brasilien und Deutschland zu einer

Missionskonferenz zusammen. Vor acht Jahren entstand ein Missionsnetzwerk

im weltweiten CVJM mit dem Ziel, sich über christliche,

missionarische Jugendarbeit in den verschiedenen CVJM auszutauschen

und voneinander zu lernen.

inhaltlich ging es darum, die christlichen Wurzeln der CVJM-Arbeit

zu beleuchten.

So legte uns Joe Schmutz (CVJM München) in einem Vortrag das

Leben und Wirken von George Williams dar, der 1844 mit einigen

Freunden zusammen den ersten CVJM gründete. ihm lag es auf der

einen Seite besonders am Herzen, seine jungen Mitlehrlinge zu Bibelstunden

und zum Gebet einzuladen und die jungen Männer für

Christus zu gewinnen. Andererseits setzte er sich mit ebenso großer

Leidenschaft, wie beim Gebet, für soziale Bedürfnisse und ge-

Hans-Martin Stäbler und Bertram Unger zusammen

mit Ricky de Reuck (aus den YMCA-CapeFlats Südafrika)

...und mit dem neuen CVJM-Weltbundpräsidenten,

Ken Collothon

Persönliche eindrücke von Bertram unger

CVJM-Weltratstagung und Missionskonferenz 2010

in Hong Kong

gen eine Ausbeutung der jungen Männer bei einem 13-14 Stunden-Arbeitstag

ein.

in weiteren Predigten und Vorträgen ging es um die Kraft des Evangeliums,

die Leben verändert und darum, wie geistliches Leben unsere

CVJM-Arbeit prägen kann.

Sehr interessant war auch ein Referat von Jack young aus Hong

Kong zum Thema „Christus, Kultur und Gemeinden in China“.

Die Zeit auf der Missionskonferenz war geprägt von einer intensiven

Gemeinschaft. Besonders schön war neben den erfrischenden, gemeinsamen

Lobpreiszeiten mit vielen südamerikanischen und englischen

Bewegungslie-dern und dem Gebetsabend, die ausreichende

Zeit für persönliche Gespräche, in denen wir persönliche

CVJM-Erfahrungen und Glaubenserlebnisse austauschten. Besonders

beeindruckt haben mich ein junger Pastor aus Ohio (USA), der

seinen Lebens- und Missionsauftrag darin sieht, das „C“ im nordamerikanischen

yMCA zu stärken und Conrad Mbewe aus Sambia,

der eine mitreißende Predigt hielt und in seinem Heimatland mit

christli-chen Kolumnen und Predigten so viele Leute erreicht, dass

er dort als Afrikas Spurgeon bezeichnet wird.

Am 18. und 19. Juli besuchte ich das Jugendforum, das die UN-Milleniumsziele

zum Thema hatte. So wurde über Armut und Hunger,

HiV, Gleichberechtigung der Geschlechter, Arbeitslosigkeit, Bildung

und Klimaschutz geredet. Der Antrag der deutschen Jugenddelegation,

der Abschlusserklärung eine biblische Grundlage zu geben, löste

eine kontroverse Diskussion über das christliche Profil des weltweiten

CVJM aus. Wir lernten, dass die geistlichen Prägungen der

verschiedenen CVJM doch sehr verschieden sind.

Am 19. Juli wurde am Nachmittag die 17. Weltratstagung in der

zentralsten Halle der Stadt, dem Cultural Center, feierlich eröffnet.

Das beeindruckende Programm beinhaltete festliche Reden und

kulturelle Vorführungen, wie einen chinesischen Löwentanz, viel


Livemusik, Breakdance, Ballett, Videosequenzen und ein leckeres

Buffet im yMCA Salisbury Hotel.

Über 1100 Delegierte aus 85 Ländern nahmen an der Konferenz

teil. So konnte ich ganz schnell Kontakt zu vielen netten Leuten

aus ganz verschiedenen Nationen knüpfen. Manchmal war es nur

Smalltalk, aber oft wurden die Gespräche auch tiefer und man erzählte

sich seine persönlichen CVJM-Geschichten.

Am Dienstag kam Hans-Martin Stäbler, der direkt nach dem CVJM-

Sommerempfang angereist war, nach Hong Kong. Wir nutzten die

Zeit für intensive Gespräche mit unseren Partner-CVJM. So trafen

wir uns mit Oscar Ordenes, dem chilenischen Generalsekretär und

David, der noch voller Begeisterung von der Zeit mit unseren 4 Volontärinnen

erzählte. Oscar bedankte sich für die schnelle finanzielle

Erdbebenhilfe und erzählte davon, wie der CVJM in den Armenvierteln

unter vielen Leuten, die ihr Dach über den Kopf verloren,

Essen verteilt und dazu hilft, dass sich die Menschen wieder selbst

versorgen können.

Auch mit Ricky de Reuck aus Südafrika tauschten wir uns intensiv

aus und mit Vertretern des kenianischen CVJM konnten wir

Gespräche führen. Natürlich wurden auch neue Bekanntschaften

geschlossen. So wird der schon erwähnte Conrad aus Sambia

nächstes Jahr im Frühjahr den CVJM Bayern besuchen.

Der Neue: Gunder Gräbner

Die Sidemeetings und persönlichen Gespräche waren es auch, die

die Tagung zu einem so schönen Erlebnis machten. Die teilweise

interessanten Plenumssitzungen standen unter dem Motto „Streben

nach weltweitem Bürgerturm für alle“. Wir beschäftigten uns

mit den Konsequenzen der Globalisierung für junge Menschen sowie

mit Finanz- und identitätsfragen.

in der Leitung des Weltbundes gab es mit dieser Weltratstagung

große Veränderungen. So wurde Ken Colloton aus den USA zum

Präsidenten des CVJM-Weltbundes gewählt. Er löste damit den

Frankfurter Rechtsanwalt Martin Meißner ab. Johan Vilhelm Eltvik

aus Norwegen wird ab 1.1.2011 neuer Generalsekretär. Beiden

über-reichten wir neben den Glückwünschen einen CVJM-Bayern-

Schal, der trotz der Hitze sehr gut ankam. Der neue Weltbundpräsident

wollte ihn zu unserer Freude zunächst gar nicht mehr abnehmen.

Die Medizinstudentin Nadine Jording aus Bochum wurde

als Beisitzerin in den Vorstand des Weltbunds gewählt, was uns als

deutsche Delegation natürlich sehr freute.

Viele tolle Erfahrungen und Begegnungen machten diese Weltratstagung

für mich zu einem einzigartigen Erlebnis. Auch an das exzellente

asiatische Essen, die vielen fröhlichen Gesichter und nicht

zuletzt die tolle Gemeinschaft mit Hans-Martin bleiben mir gerne

in Erinnerung.

neuer CVJM-landessekretär für die Arbeit mit Jungen erwachsenen,

Verkündigung und seelsorge

Seit dem ersten August 2010 ist Gunder Gräbner beim CVJM Bayern

als Landessekretär für die Arbeit mit Jun-gen Erwachsenen,

für Verkündigung und Seelsorge angestellt. Gunder stammt, wie

auch Rainer Dick, aus Sach-sen und spätestens bei seiner ersten

Predigt wird das auch unüberhörbar sein. Wir freuen uns drauf!

Erst einmal ein paar Fakten zu Gunders Person: Er ist 46 Jahre

alt, verheiratet mit Angelika und Vater von drei Söhnen, nämlich

Stefan (22), Philipp (19) und Elias (15). Nach seinem Facharbeiterabschluss

als Holzmodell-bauer studierte er von 1984 bis

1988 an der Evangelischen FH Moritzburg. Dann kam seine Zeit

als Bausoldat, zunächst bei der NVA, ab Dezember 1989 jedoch

im sozialen Bereich.

Nach dieser Zeit war er Gemeindediakon in zwei kleinen Orten

im Landkreis Zwickau, bevor er im September 1993 die Berufung

zum Jugendwart im Kirchenbezirk Löbau erfolgte. im April 1995

wurde er schließlich vom CVJM Sachsen zum Landesreferenten

mit den Schwerpunkten Verkündigungsdienst, Jungschar- und

Jugendar-beit, Mitarbeiterbildung und Evangelisation berufen.

Dort arbeitete er bis zum Juli diesen Jahres.

Mit Frau und jüngstem Sohn wohnt er nun in

Lauf. Auf die Frage nach seiner neuen

Stelle sagt er: „ich bin vor allem

auf die Begegnungen gespannt.

ich freue mich auf die Menschen

hier in Bayern, auf die Mitarbeiter

und Teilnehmer, die ich hier treffen

werde.“

Gunder kann ab sofort für Verkündigungsdienste

und Mitarbeiterschulungen

angefragt werden.

Email: graebner@cvjm-bayern.de

Telefon: 09123 – 8096917

Wir wünschen Gunder und seiner Familie

ein gutes Ankommen in der neuen

Heimat und Gottes reichen Segen!

strahlemann: gunder gräbner,

links im Kreis seiner Familie

C V J M – M A G A Z I N


interview.

Joachim Schmutz

C V J M – M A G A Z I N

22

CN: Du warst auf der CVJM Missionskonferenz, die der Weltratstagung

in Hong Kong vorausgegangen ist. Was hat es mit dieser Konferenz

auf sich?

Joachim Schmutz: Die Missionskonferenz war eine Zusammen-

kunft von Personen aus dem weltweiten CVJM, die ein interes-

se daran haben, über die christlichen Wurzeln der CVJM-Arbeit

nachzudenken und dies im heutigen Kontext der CVJM-Arbeit

umzusetzen. Sie wollen die missionarische Arbeit stärken und

sich gegenseitig dabei unterstützen.

Für einen bayerischen CVJMer ist es selbstverständlich, dass CVJM-

Arbeit mit einer derartigen Ausrichtung läuft. Warum gab es diese

Missionskonferenz?

im weltweiten CVJM gab es seit den 50er und 60er Jahren

ganz andere Entwicklungen. So haben zum Beispiel die CVJM

in Nordamerika stärker die Anliegen Sport- und Clubarbeit

in den Vordergrund gestellt. in diesem Zusammenhang haben

diese sich mehr darauf beschränkt, die ‚christlichen Werte’

zu betonen, aber weniger die Person Jesus Christus oder

die Verkündigung des Evangeliums. Das ist ziemlich in den

Hintergrund getreten. in anderen Kontinenten gab es ähnliche

Entwicklungen. So kam es in Südamerika dazu, dass dort

die diakonische Arbeit mehr in den Vordergrund rückte. Man

könnte jetzt die Kontinente durchgehen. Jedenfalls stand die

Verkündigung nicht mehr so im Vordergrund. Da gibt es jetzt

an vielen Stellen eine Rückbesinnung.

Wie viele Personen waren auf der Missionskonferenz und wie viele

kamen zur Weltratstagung?

Wir waren so etwa 50 Personen, von denen dann schätzungsweise

um die 40 auch an der Weltratstagung teilnahmen. Die

Weltratstagung selbst hatte über 1.000 Teilnehmer.

Was war für dich das Ergebnis der Missionskonferenz?

Wichtig war vor allem, dass die Leute, die ein ähnliches interesse

haben, sich kennen lernen konnten und etwas voneinander

erfahren durften. Viele der Teilnehmer fühlten sich

bisher in ihren Verbänden als Einzelkämpfer und haben nicht

viel Unterstützung erfahren. Die haben mitbekommen, dass

es mehr Personen im weltweiten CVJM gibt, die ein ähnliches

Anliegen haben und auch die missionarische Seite der CVJM-

Arbeit stärken wollen und konnten untereinander eine Verbindung

herstellen. Daneben stellten verschiedene CVJMs Mög-

lichkeiten vor, wie sie heute bei sich das Thema Mission im

CVJM umsetzen. Da wurden einfach unheimlich viele Anregungen

und ideen weitergegeben und ausgetauscht. Es handelte

sich sozusagen um einen ideenpool für missionarische

Arbeit im CVJM-Kontext. Als drittes Ergebnis, und das war vielleicht

das konkreteste, hat man beschlossen regionale Missionskonferenzen

zu veranstalten. Wir hatten festgestellt, dass

es noch wesentlich mehr interesse an diesem Thema gibt und

mit den regionalen, kontinentalen Konferenzen 2011 will man

dem gerecht werden.

Was hat dich am meisten dort bewegt?

Mich hat dann vor allem später auf der Weltratstagung bewegt,

dass ich viele Menschen traf, die ebenfalls ein interesse

an diesem Thema haben. ich stellte fest, dass es wesentlich

mehr sind als ich vermutet hätte. Viele stellen sich die Frage:

„Wie können wir stärker zu dem Christlichen in der CVJM-

Arbeit zurückkehren?“ Sie stellen fest, dass sie es aus dem

Blickfeld verloren haben und fragen sich, wie sie es zurückgewinnen

können. Viele haben sich in dieser Richtung geäußert.

Außerdem hat mich begeistert, wie schnell man mit Menschen

unterschiedlichster Kulturen auf eine Ebene kommt, wenn Jesus

im Mittelpunkt steht. Man spürt, wie einen der heilige Geist

untereinander verbindet und Gemeinschaft entsteht. Das hat

mir gezeigt, dass wir, bei dem was wir tun, auf dem richtigen

Weg sind.

Vielen Dank für das Gespräch!

Dies ist nur ein ganz kleiner Auszug. Das vollständige Interview

findet ihr unter: www.cvjm-bayern.de

ZUR PERSON

JOACHIM SCHMUtZ

Joachim Schmutz (Jahrgang 1963) ist verheiratet und hat

zwei Kinder im Alter von 11 und 8 Jahren. Er ist seit 1993

hauptamtlich als CVJM-Sekretär im CVJM München tätig. Er

war Teil der deutschen Delegation bei der CVJM-Weltratstagung

Ende Juli in Hong Kong und nahm an der vorausgehenden

Missionskonferenz teil.

partner-Onlineshops

Ab sofort kann der CVJM Bayern unterstützt werden, wenn ihr etwas

online einkaufen möchtet. Auf der Homepage des CVJM Bayern findet

ihr eine Auflistung aller Partner-Shops. Deren Logos sind jeweils

mit einem Link hinterlegt. Falls ihr etwas bei einem der Shops kaufen

möchtet, dann geht über diese Links. Dann nämlich erhält der CVJM

Bayern bei jedem eurer Einkäufe eine Provision, wobei ihr den ganz

normalen Preis bezahlt. Wichtig: Das ganze funktioniert nur über die

Links auf der CVJM-Bayern-Homepage! Vielen Dank für eure Unterstützung!

http://www.cvjm-bayern.de


CHUrCHNIGHt 2010

Unter dem Motto „hell, wach, evangelisch“ gibt es auch in diesem

Jahr wieder die Aktion „Churchnight“, mit der daran erinnert werden

soll, dass am 31. Oktober Reformationstag ist. Die Aktion soll helfen,

diesen Tag nicht allein Halloween zu überlassen. Wer noch ideen dazu

sucht oder sich mit anderen Churchnight-Veranstaltern verbinden

möchte, der wage einen Blick auf die Homepage www.churchnight.

de und melde sich bei Landessekretär Martin Schmid [Tel.: 09874-

504869 oder schmid@cvjm-bayern.de].

CVJM LAUF SAMMeLt Über 7.000 € FÜr WeLtDIeNStArbeIt

Am 12. Juli konnte CVJM-Generalsekretär

Hans-Martin

Stäbler in Lauf einen Scheck

über 7250.- € für die Weltdienstarbeit

des CVJM Bayern

entgegennehmen. Die

Laufer CVJMer hatten das

Geld bei ihrer alljährlichen

Christbaum-Aktion bereits

im Januar eingenommen.

CVJM HirsCHAid-ButtenHeiM gegründet

Am 30. Juli wurde in Hirschaid bei Bamberg ein neuer CVJM gegründet.

Zur Gründungsversammlung kamen 15 Personen, die an missionarischer

Jugendarbeit interessiert sind, in das Gemeindehaus

der evangelischen Ge-meinde in Hirschaid. Zum Vorsitzenden wurde

Martin Kühn gewählt. Sein Stellvertreter wurde Otto Distler und

Schatzmeisterin wurde Katharina Kraus-Bezold. Am 17. September

wird es ein großes Gründungsfest geben, zu dem alle benachbarten

Vereine herzlich eingeladen sind und bei dem Landessekretär Martin

Schmid predigen wird.

CVJM bGL FeIerte 10. SOMMerFeSt

Unter dem Motto „Mitten im Leben“ feierte der CVJM Berchtesgadener

Land sein mittlerweile 10. Sommerfest am Abtsdorfer See.

Das Programm reichte von Kuchenbuffet über Bühnenprogramm

mit einer Jumpstyle-Vorführung der Jugendgruppe, Tiergesichter-

Schminken, Rollenbahn und Trampolin bis hin zum Vater-Kinder

Fußball und weiteren Spielangeboten. Sogar ein eigens für

den CVJM komponiertes Lied wurde zum besten gegeben. Nach

dem Festgottesdienst am Sonntag, in dem CVJM-Generalsekretär

Hans-Martin Stäbler die Predigt hielt, würdigte der Freilassinger

Bürgermeister Joseph Flatscher die Arbeit des CVJM und bedankte

sich beim Vorsitzenden Michael Moos und allen Mitarbeitern des

CVJM für das Engagement.

kurzmeldungen.

CVJM bLUDeNZ FeIerte 15-JÄHrIGeS JUbILÄUM

Der CVJM Bludenz feierte am 4. Juli im Rahmen seines

Sommerfests sein 15-jähriges Bestehen.

CVJM reDNItZHeMbACH WÄHLte NeUe

VOrStANDSCHAFt

Neuer 1. Vorsitzender ist

Johannes Ziegler, der Fabian

Leßner nach 14 jähriger

Vorstandschaft ablöst,

da dieser aus privaten

Gründen etwas kürzer treten

möchte. Sebastian Leßner

übernimmt nun den 2.

Vorsitz. Kassenwart ist Melanie

Schubert und Thomas

Meyer fungiert wieder als

Revisor. Den Schriftführerposten bekam Annette Schmaus. Bürgermeister

Jürgen Spahl gratulierte dem neuen Vorstand und bot gleichzeitig

die Zusammenarbeit und die Unterstützung der Gemeinde an.

Wir gratulieren auch und wünschen Gottes reichen Segen!

WerNer HÜbNer WUrDe 70

Der langjährige Vorsitzende des CVJM München,

Prof. Dr. Werner Hübner wurde am 9.

August 70 Jahre alt. Wir gratulieren ganz

herzlich und wünschen weiterhin Gottes reichen

Segen.

rALF OSterOtH WUrDe 50

Der ebenfalls langjährige Vorsitzende des CVJM

Regensburg, Ralf Osteroth, feierte am 21. August

seinen 50. Geburtstag. Auch hier gratulieren

wir herzlich und wünschen weiterhin Gottes

Segen.

der CVJM-tiPP !

Mission und soziales engagement?

Mission und Evangelisation in Verbindung mit sozialem Engagement

im Einklang haben im CVJM schon eine lange Tradition.

Schon George Williams las einerseits zusammen mit den jungen

Männern, um die er sich in London kümmerte in der Bibel

und gab ihnen das Evangelium von Jesus Christus weiter. Andererseits

war er aber auch sehr engagiert, wenn es darum ging,

die Leute mit dem nötigsten zu versorgen und ihre Arbeitsbedingungen

zu verbessern. Überlegt euch doch, wo ihr am Ort

das eine mit dem anderen verbinden könnt. ihr werdet sehen:

Das bereichert eure Arbeit und lässt euch auch

geistlich wachsen.

23

C V J M – M A G A Z I N


CVJM bayern karte bestellen!

Über 5.000 CVJMer haben sie schon: die

neue CVJM Bayern Karte! Das Verfahren ist

ganz einfach: Die Vereinsvorsitzenden schicken

eine Liste mit den Daten der CVJMer an

die Geschäftsstelle des Landesverbandes und erhalten wenig

später die fertigen Karten! Nähere Infos und Bestellung unter:

19.11.-29.11.2010

0911/62814-0 oder info@cvjm-bayern.de

mit (u.a.) October Light,

Samstag: 19:30 Abendveranstaltung mit October Light

Sonntag: 9:45 Gottesdienst & parallel Kinderprogramm

11:20 Mitarbeiter-Referat mit Manfred Bletgen

& Jugendprogramm

14:00 Festnachmittag mit

Kindermusical „Hallo Himmel“

felsenfest

mit: Hans-Martin Stäbler, Manfred Bletgen, OctoberLight

und dem Team der CVJM - Landessekretäre

ErlEbnis- und bEgEgnungsrEisE

11 Tage Namibia

+ 6 Tage Südafrika (bis 4.12.2010)

WINDHOek – kALAHArIWÜSte – NAMIbWÜSte –

SOSSUSVLeI – SWAkOpMUND – OMArUrU –

OUtJO – etOSHA NAtIONALpArk – WINDHOek

Adresskorrektur über ADRESSUPDATE

CVJM-Landesverband Bayern e.V. - Postfach 71 01 40 - 90238 Nürnberg

PVSt, Deutsche Post AG, Entgelt bezahlt

Herzliche Einladung

CVJM - Burgfest 2010

25./26. September

ERLEBNIS- UND BEGEGNUNGSREISE

10 TAGE

21.1.-30.1.2011

(VERLäNGERUNG CHILE:

29.1.-3.2.2011)

+ 5 TAGE CHILE

Lima - machu Picchu - TiTicacasee - aReQuiPa -

sanTiago de chiLe - TaL des mondes - acaTamawüsTe -

VaLPaRaiso (Begegnung miT unseRen Ymca-PaRTneRn)

50 eUr

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1.10.2010

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