Programmheft - Die Duisburger Philharmoniker

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Programmheft - Die Duisburger Philharmoniker

Programm

8.

Philharmonisches Konzert

Mi 10. / Do 11. April 2013, 20.00 Uhr

Theater am Marientor

Giordano Bellincampi Dirigent

Dominic Natoli Tenor

Ivan Ludlow Bass

Landesjugendchor NRW

philharmonischer chor duisburg

Duisburger Philharmoniker

Ottorino Respighi

Antiche Danze ed Arie, Suite Nr. 3

Gustav Mahler / Luciano Berio

Fünf frühe Lieder

Giacomo Puccini

Messa di Gloria

Generalmusikdirektor Giordano Bellincampi


8. Philharmonisches Konzert

Dominic Natoli Tenor

Ivan Ludlow Bass

Landesjugendchor NRW

(Einstudierung: Christiane Zywietz-Godland

und Hermann Godland)

philharmonischer chor duisburg

(Einstudierung: Marcus Strümpe)

Duisburger Philharmoniker

Giordano Bellincampi

Leitung

Programm

Ottorino Respighi (1879-1936)

Antiche Danze ed Arie, Suite Nr. 3 (1931)

I. Anonymus: Italiana (ca. 1600)

II. Giovanni Battista Besardo: Arie di Corte

III. Anonymus: Siciliana (ca. 1700)

IV. Lodovico Roncalli: Passacaglia (1692)

Gustav Mahler (1860-1911) /

Luciano Berio (1925-2003)

Fünf frühe Lieder (1880-1889; 1986)

I. Ablösung im Sommer

II. Zu Straßburg auf der Schanz

III. Nicht Wiedersehen!

IV. Um schlimme Kinder artig zu machen

V. Erinnerung

(Solist: Ivan Ludlow)

Pause

Giacomo Puccini (1858-1924)

Messa di Gloria (1880)

I. Kyrie – II. Gloria – III. Credo –

IV. Sanctus & Benedictus – V. Agnus Dei

„Konzertführer live“ mit Astrid Kordak um 19.00 Uhr

im Großen Saal des Theaters am Marientor.

Das Konzert endet um ca. 22.00 Uhr.

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Tradition in neuem Glanz Ottorino Respighi

Antiche Danze ed Arie, Suite Nr. 3

Im achten Philharmonischen Konzert sind einige Komponisten von

ungewohnter Seite zu erleben. Als einer der überragenden ita lieni

schen Opernkomponisten genießt Giacomo Puccini Weltruhm

und nimmt bei Aufführungsstatistiken vorderste Plätze ein. Über

sei ne frühen Kompositionsversuche ist dagegen wenig bekannt.

Gia como Puccini stammte aus einer Kirchenmusikerfamilie, und

seine frühe „Messa di Gloria“ fasst auf faszinierende Weise geistliche

und weltliche Elemente zusammen. Fesselnd wirkt der Zauber

dieser Musik, die streckenweise durchaus dem strengen Kirchenstil

verpflichtet ist, jedoch dann wieder so aktuell und weltlich

wirkt, dass später einzelne Passagen in die Oper „Manon Lescaut“

auf ge nommen werden konnten.

Giacomo Puccinis „Messa di Gloria“ ging erst in der zweiten Hälfte

des zwanzigsten Jahrhunderts in die Konzertprogramme ein.

Noch länger schlummerten die alten italienischen Lautentänze,

de nen Ottorino Respighi in seinen Suiten „Antiche Danze ed Arie“

neu es Leben einhauchte. Berücksichtigte er dabei nicht unbedingt

die aufführungspraktischen Gepflogenheiten der Vergangenheit,

so orientierte sich Luciano Berio bei seiner Orchestrierung früher

Lie der von Gustav Mahler genauestens am Original und sah seine

Be arbeitung als „respekt- und liebevolles Mittel der Analyse und

Verwandlung.“

Das Lied in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen ist für

den Sinfoniker Gustav Mahler von außerordentlicher Bedeutung.

Mahler selbst ist achten Philharmonischen Konzert der einzige

deut sche Komponist neben den Italienern Ottorino Respighi und

Giacomo Puc ci ni. Allerdings ist sein Bearbeiter wiederum Ita liener:

Es ist der 2003 verstorbene Komponist Luciano Berio.

-Ruf

Unseren Konzertbesuchern bieten wir einen be sonderen

Service an: Vor dem Konzert und in der Pau se können

Sie bei unseren Mitarbeitern an einem speziell ge kennzeichneten

Tisch im Foyer des Theaters am Ma rien tor

für den Heimweg Ihr Taxi bestellen.

An der Vormachtstellung der

Oper konnte in Italien kein Zweifel

bestehen, nur ging diese

Vor machtstellung so weit, dass

die übrigen Bereiche hierbei

nicht Schritt halten konnten,

Or chesterkompositionen also

prak tisch keine Bedeutung besaßen.

Zu den Musikern, die diese

einseitige Ausrichtung nicht

akzeptieren wollten, gehörte

Otto rino Respighi. Mit seinen

Or chesterwerken versuchte

er an das große europäische

Ottorino Respighi

Er be anzuknüpfen, und wie

kaum einer seiner Kollegen – in der Generation der um 1880

ge borenen Komponisten fand er einige Gleichgesinnte – hatte

er das Zeug hierzu. Er war ein Meister der Instrumentation und

hat te diese Kunst bei einem Meister wie Nikolai Rimsky­Korsakow

gelernt. Am stärksten ist er heute mit seiner „Römischen

Trilogie“ im Bewusstsein des Publikums gegenwärtig. Neben

die sen opulenten Sinfonischen Dichtungen ist über seine weite

ren musikalischen Aktivitäten nicht ganz so viel bekannt. Er

war bemüht, das reiche musikgeschichtliche Erbe Italiens aufzuarbeiten.

Diese Aufarbeitung führte nicht nur zu einer in tensi

ven Beschäftigung mit der Musik des siebzehnten und des

achtzehnten Jahrhunderts, sondern reichte weiter zurück bis zur

eingehenden Auseinandersetzung mit der Gregorianik.

In den Jahren 1917, 1923 und 1931 schrieb Respighi die drei

Sui ten „Antiche Danze ed Arie per Liuto“. Den Suiten alter Tänze

und Arien liegt italienische und französische Lautenmusik

zu grunde, die der italienische Musikwissenschaftler Oscar Chile

sotti in moderner Notenschrift zugänglich gemacht hatte.

Von Respighis viersätzigen Suiten sehen die beiden ersten ei ne

große Orchesterbesetzung vor, während die dritte sich mit den

Streichern begnügt. Doch auch die reduzierte Besetzung besitzt

starken klanglichen Reiz. Es ging Respighi hierbei nicht um

eine historisch getreue Einrichtung, sondern um die geschickte

Präsentation der Stücke, die im Original manchmal ganz knapp

gehalten sind, hier jedoch durch Wiederholungen, Variation und

weiterer Finessen ihre Wirkung nicht verfehlen.

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Gustav Mahler / Luciano Berio

Fünf frühe Lieder

Gustav Mahlers Wahrneh

mung der Welt ist

über aus komplex. Sie

führt ins Grandiose, sie

kann schlicht oder humor

voll sein und das

Ge spenstische und Un ­

heil volle streifen. All

dies findet sich in seinen

Kompositionen

wie der, wobei nicht nur

die großen Formen der

Sin fonien, sondern auch

die kleinen Formen des

Lie des gemeint sind.

Liedhafte Momente sprechen

bisweilen aus den Gustav Mahler, 1892

Sin fonien, sinfonische Züge machen sich manchmal schon in den

Lie dern bemerkbar.

1878 hatte Gustav Mahler sein Studium am Konservatorium der

Ge sellschaft der Musikfreunde in Wien abgeschlossen. Mahler

be gann darauf seine Tätigkeit als Theaterkapellmeister, doch inner

halb eines Jahrzehnts legte er auch die ersten bedeutenden

Kom positionen vor, darunter die Kantate „Das klagende Lied“,

die „Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit“, die „Lieder eines

fahrenden Gesellen“ und die erste Sinfonie, die von 1884

bis 1888 ausgearbeitet und am 20. November 1889 in Bu dapest

uraufgeführt wurde. 1891 bot Gustav Mahler dem Verleger

Lud wig Strecker etwa zwanzig Lieder zur Veröffentlichung an.

Stre cker zeigte durchaus Interesse, ließ jedoch einige Stücke unbe

rücksichtigt und veröffentlichte 1892 in drei Heften vierzehn

„Lie der und Gesänge“. Diese Stücke waren von 1880 bis 1889

ent standen, enthalten neun Lieder auf Texte aus der Sammlung

„Des Knaben Wunderhorn“, dürfen aber keineswegs mit der rund

ein Jahrzehnt später entstandenen Sammlung der „Gesänge aus

Des Knaben Wunderhorn“ verwechselt werden. Zur besseren Unter

scheidung hat man die ältere Sammlung deshalb auch „Lieder

und Gesänge aus der Jugendzeit“ genannt.

Anders als die „Gesänge aus Des Knaben Wunderhorn“ liegt die

äl tere Sammlung lediglich in einer Fassung mit Klavierbegleitung

vor. 1986 erhielt der italienische Komponist Luciano Berio den

Auf trag, für die Gustav Mahler­Festwochen einige dieser Lieder

zu orchestrieren. Berio bearbeitete zunächst fünf Lieder, ein Jahr

spä ter legte er Orchesterfassungen zu sechs weiteren Liedern

vor.

Luciano Berios Interesse an der Musik Gustav Mahlers reichte

je doch viel weiter in die Vergangenheit zurück. Als er 1968 seine

„Sin fonia“ komponierte, nahm er den dritten Satz der zweiten

Sin fonie von Gustav Mahler als Grundlage für den dritten Satz

sei ner eigenen Komposition. Bei der Orchestrierung der frühen

Mah ler­Lieder spielt die kritische Reflexion über die Musik der

Vergangenheit jedoch keine nennenswerte Rolle: Berio instrumen

tierte nun so, wie Mahler es vermutlich selbst getan hätte.

Inhaltlich und musikalisch ist das Spektrum von Gustav Mahlers

frü hen Liedern und Gesängen weit gefächert. Humorvoll ist das

Lied „Ablösung im Sommer“, das später Eingang in den dritten

Satz von Mahlers dritter Sinfonie gefunden hat. Humorvoll ist auch

das Lied „Um schlimme Kinder artig zu machen“, bei dem der

Komponist wiederkehrende Kuckucksrufe einfügte, bei der Ver tonung

jedoch auf genaue Vogelrufimitationen verzichtete. Der bei

Gus tav Mahler bekannte düstere Marschduktus findet sich in dem

Lied „Zu Straßburg auf der Schanz“, in dem ein Deserteur sein

Schick sal besingt. Wehmütig und innig zugleich beklagt dagegen

der Sänger in „Nicht wiedersehen!“ den Verlust seines Schatzes,

und „Erinnerung“ knüpft an das romantische Kunstlied von

Robert Schu mann und Johannes Brahms an. In den Gesängen

finden sich Anlehnungen an das Kunstlied, an das Volkslied und

an das Marsch lied, und bei den Vortragsbezeichnungen im Klavier

part deutete der Komponist bereits an, welche Farbigkeit ihm

hie rbei vorschwebte: „Mit Hilfe des Pedals der Klang gedämpfter

Trom meln nachzuahmen“ lau tet beispielsweise eine An weisung

im Lied „Zu Straß burg auf der Schanz“, des sen eröffnendes Mili

tär sig nal übrigens an den

Klang einer Schalmei er ­

in nern soll; „Wie fer nes

Glockenläuten“ soll dagegen

beim dra ma ti schen

Höhepunkt die Be gleitung

in „Nicht wiedersehen!“

klingen. Gus tav Mahler hat

also bereits selbst Hinweise

zu einem orchestralen

Klang bild gegeben – Hinwei

se, die Luciano Berio

bei seiner Instrumentierung

auf greifen und fortsetzen

konnte.

Luciano Berio

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Giacomo Puccini

Messa di Gloria

Der große italienische

Opern komponist Giacomo

Puc ci ni, Schöpfer von Bühnen

werken wie „Manon Lescaut“,

„La Bohème“, „Tosca“,

„Ma dama Butterfly“ und „Turandot“,

stammte aus einer

Musikerfamilie: Nicht nur

sein Vater und Großvater,

auch der Urgroßvater und

Ur urgroßvater wirkten in

Luc ca als Komponisten und

Ka pellmeister. Allerdings

war die Wirkungsstätte der

Vorfahren des Opern kompo

nisten nicht das Theater, Giacomo Puccini während seiner

Studienzeit in Lucca

son dern die Kirche. Alles

sah danach aus, dass Giacomo Puccini einmal die Familientradition

fort setzen würde. Die erste Unterweisung auf der Orgel hatte er

noch bei seinem Vater genossen, doch Michele Puccini starb bereits

1864, als der Sohn erst fünf Jahre alt war. In der Trauerrede

wur de ausdrücklich erwähnt, dass der Sohn bei entsprechender

Be fähigung einmal den väterlichen Posten übernehmen sollte.

Gia como Puccinis Onkel Fortunato Magi übernahm zunächst den

Or gelunterricht, später wechselte der Schüler zu Carlo Angeloni.

Die musikalischen Eindrücke, die der junge Mann erhielt, sind sehr

viel fältig. Schon früh konnte Giacomo Puccini als Organist in den

Kir chen von Lucca und Umgebung tätig werden. Er erlebte die

städ tischen Kirchenkonzerte und Opernaufführungen mit, beschäf

tigte sich dazu mit der Ausarbeitung von Fugen und dem

Ge ne ralbassspiel. Interessanterweise begeisterte er sich schon

früh für die Musikdramen Richard Wagners, und 1876 machte eine

Aufführung von Giuseppe Verdis „Aida“ im benachbarten Pisa

nach haltigen Eindruck auf den angehenden Musiker. Von 1874 bis

1880 war Giacomo Puccini Schüler am Konservatorium seiner

Hei matstadt Lucca, anschließend wechselte er zu Amilcare Ponchielli

an das Mailänder Konservatorium.

Das bedeutendste Werk, das der angehende Komponist während

seiner Studienjahre in Lucca schrieb, ist eine „Messe für vier

Stimmen und Orchester“. Puccini reichte sie 22­jährig als Abschluss

arbeit am Konservatorium ein. Es handelt sich um eine

fest liche Komposition in üppiger Besetzung. Zwei ältere Stücke,

„Mottetto“ und „Credo“ ließ Puccini hierin einfließen.

Bei der Messe aus dem Jahr 1880 befindet sich Giacomo Puccini

durch aus noch auf der Suche nach dem eigenen Stil. Anklänge

an die Musik von Vincenzo Bellini, Charles Gounod und Giuseppe

Ver di sind nicht zu überhören, außerdem schwankt das Werk in

bemerkenswerter Weise zwischen strengem Kirchen­ und weltlichem

Opernstil. Kritiker haben dies dem Komponisten ge le gentlich

als Schwäche ausgelegt, aber es ist doch wohl gerade die se

un bestreitbare Uneinheitlichkeit, die der Messe ihren eigenen

Reiz verleiht. Bei der Ausarbeitung folgte Puccini dem Text des

la teinischen Ordinarium missae. Winzige Auslassungen gibt es

aber im „Gloria“ und im „Credo“, wofür allerdings keine plausiblen

Er klärung gefunden werden konnte. Dagegen wird das „Gloria in

ex celsis Deo“ mehrfach zur Gliederung des Satzes wiederholt.

In der Messe des 22­Jährigen gibt es Abschnitte im strengen Kirchen

stil. Zu bewundern sind beispielsweise die großen Fugen, etwa

„Cum Sancto Spiritu“ am Ende des „Gloria“. Aber man findet ansatzweise

schon jene weit geschwungenen Kantilenen, die spä ter

zum Markenzeichen dieses Komponisten werden sollten. Reizvoll

sind vor allem das „Gratias agimus tibi“ des Tenorsolisten im

„Glo ria“ und das klagende „Crucifixus“ des Bassisten im „Credo“.

Der Chorsatz „Qui tollis peccata mundi“ könnte dagegen oh ne

weiteres einer italienischen Oper entnommen sein, und ge legent

lich ist es bemerkenswert, wie Puccini harmonisch schon

weit den gewohnten Rahmen überschreitet. Interessant ist auch,

welche Aufmerksamkeit Puccini der Instrumentierung widmete.

Da ist er manchmal näher auf dem Weg zum Sinfoniker als zum

Opern komponisten.

Zu Lebzeiten des Komponisten erlebte die Messe nur eine einzige

Auf führung am Festtag des heiligen Paolino, dem Schutzpatron

der Stadt Lucca und Patron der Glocken, am 12. Juli 1880. Um

wei tere Aufführungen hat sich auch Puccini selbst nicht mehr bemüht.

Lange Zeit blieb es anschließend still um die Messe. Erst

1951 holte Fra Dante del Fiorentino das Werk wieder aus einem

Archiv in Lucca hervor. Er war es, der dem Werk den Titel „Messa

di Gloria“ gab, und dieser Titel hat sich seitdem gehalten. Seit der

Druck legung im Jahr 1951 und den sich anschließenden ersten

Auf führungen hat die Komposition Beliebtheit gefunden und

taucht gelegentlich auf den Spielplänen auf.

Muss man jetzt noch auf die Kirchenszenen in Puccinis Opern

„Tos ca“ („Te Deum“) und „Suor Angelica“ verweisen? Hier ist es

zu nächst einmal bedeutsamer, dass der Komponist das „Agnus

Dei“ der Messe beinahe wörtlich in die Madrigalszene der Oper

„Ma non Lescaut“ übernehmen konnte.

Michael Tegethoff

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Die Texte der Vokalwerke

Gustav Mahler / Luciano Berio

Fünf frühe Lieder

Ablösung im Sommer

Kukuk hat sich zu Tode gefallen,

An einer grünen Weiden!

Kukuk ist todt!

Hat sich zu Tod’ gefallen!

Wer soll uns denn den Sommer lang

Die Zeit und Weil’ vertreiben?

Kukuk!

Ei! Das soll thun Frau Nachtigall!

Die sitzt auf grünem Zweige!

Die kleine, feine Nachtigall,

Die liebe, süße Nachtigall!

Sie singt und springt, ist all’zeit froh,

Wenn andre Vögel schweigen!

Wir warten auf Frau Nachtigall,

Die wohnt im grünen Hage,

Und wenn der Kukuk zu Ende ist,

Dann fängt sie an zu schlagen!

(Text: aus „Des Knaben Wunderhorn“)

Zu Straßburg auf der Schanz

Zu Straßburg auf der Schanz,

Da ging mein Trauern an!

Das Alphorn hört’ ich drüben wohl anstimmen,

Ins Vaterland mußt’ ich hinüber schwimmen,

Das ging ja nicht an!

Ein’ Stund’ in der Nacht

Sie haben mich gebracht;

Sie führten mich gleich vor des Hauptmann’s Haus!

Ach Gott! Sie fischten mich im Strome aus!

Mit mir ist es aus!

Früh morgens um zehn Uhr

Stellt man mich vor’s Regiment!

Ich soll da bitten um Pardon!

Und ich bekomm’ doch meinen Lohn!

Das weiß ich schon!

Ihr Brüder all’zumal,

Heut’ seht ihr mich zum letzten mal;

Der Hirtenbub’ ist nur schuld daran!

Das Alphorn hat mir’s angetan!

Das klag’ ich an!

(Text: aus „Des Knaben Wunderhorn“)

Nicht wiedersehen!

Und nun ade, mein herzallerliebster Schatz!

Jetzt muß ich wohl scheiden von dir, von dir,

Bis auf den andern Sommer,

Dann komm’ ich wieder zu dir. Ade,

Mein herzallerliebster Schatz!

Und als der junge Knab’ heimkam,

Von seiner Liebsten fing er an:

„Wo ist meine Herzallerliebste,

Die ich verlassen hab’?“

„Auf dem Kirchhof liegt sie begraben,

Heut’ ist’s der dritte Tag!

Das Trauern und das Weinen

Hat sie zum Tod gebracht!“

Ade, mein herzallerliebster Schatz!

Jetzt will ich auf den Kirchhof geh’n,

Will suchen meiner Liebsten Grab,

Will ihr all’weile rufen, ja rufen,

Bis daß sie mir Antwort gab!

Ei, du mein herzallerliebster Schatz,

Mach’ auf dein tiefes Grab!

Du hörst kein Glöcklein läuten,

Du hörst kein Vöglein pfeifen,

Du siehst weder Sonne noch Mond!

Ade, mein herzallerliebster Schatz! Ade!

(Text: aus „Des Knaben Wunderhorn“)

Um schlimme Kinder artig zu machen

Es kam ein Herr zum Schlösseli

Auf einem schönen Röss’li, kukukuk!

Da lugt die Frau zum Fenster aus

Und sagt: „Der Mann ist nicht zu Haus,

Und niemand heim als meine Kind’;

Und’s Mädchen ist auf der Wäschewind!“

Der Herr auf seinem Rösseli

Sagt zu der Frau im Schlösseli: Kukukuk!

„Sind’s gute Kind’, sind’s böse Kind’?

Ach, liebe Frau, ach sagt geschwind,“ kukukuk!

„In meiner Tasch’ für folgsam Kind’,

Da hab' ich manche Angebind,“ kukukuk!

Die Frau die sagt: „Sehr böse Kind’!

Sie folgen Muttern nicht geschwind, sind böse!“

Da sagt der Herr: „So reit’ ich heim,

Der gleichen Kinder brauch ich kein’!“ Kukukuk!

Und reit’ auf seinem Rösseli

Weit entweg vom Schlösseli! Kukukuk!!

(Text: aus „Des Knaben Wunderhorn“)

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Erinnerung

Es wecket meine Liebe

Die Lieder immer wieder!

Es wecken meine Lieder

Die Liebe immer wieder!

Die Lippen, die da träumen

Von deinen heißen Küssen,

In Sang und Liedesweisen

Von dir sie tönen müssen!

Und wollen die Gedanken

Der Liebe sich entschlagen,

So kommen meine Lieder

Zu mir mit Liebesklagen!

So halten mich in Banden

Die Beiden immer wieder!

Es weckt das Lied die Liebe!

Die Liebe weckt die Lieder!

(Text: Richard Leander)

Giacomo Puccini

Messa di Gloria

Kyrie

Chor:

Kyrie, eleison. Herr, erbarme dich.

Christe, eleison. Christus, erbarme dich.

Kyrie, eleison. Herr, erbarme dich.

Gloria

Chor:

Gloria in excelsis Deo Ehre sei Gott in der Höhe

et in terra pax hominibus und Friede auf Erden

bonae voluntatis. den Menschen seiner Gnade.

Laudamus te, Wir loben dich,

benedicimus te, wir preisen dich,

adoramus te, wir beten dich an,

glorificamus te. wir rühmen dich

Tenor solo:

Gratias agimus tibi und danken dir,

propter magnam gloriam tuam, denn groß ist deine Herrlichkeit.

Chor:

(Gloria in excelsis Deo.) (Ehre sei Gott in der Höhe.)

Domine Deus, Rex caelestis, Herr und Gott, König des Himmels,

Deus Pater omnipotens, Gott und Vater,

Herrscher über das All.

Domine Fili unigenite, Herr, eingeborener Sohn,

Jesu Christe, Jesus Christus.

Domine Deus, Agnus Dei, Herr und Gott, Lamm Gottes,

Filius Patris, Sohn des Vaters,

qui tollis peccata mundi, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,

miserere nobis; erbarme dich unser;

qui tollis peccata mundi, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,

suscipe deprecationem nostram. nimm an unser Gebet.

Qui sedes ad dexteram Patris, Du sitzest zur Rechten des Vaters,

miserere nobis. erbarme dich unser.

Quoniam tu solus Sanctus, Denn du allein bist der Heilige,

tu solus Dominus, du allein der Herr,

tu solus Altissimus, Jesu Christe, du allein der Höchste, Jesus Christus,

cum Sancto Spiritu mit dem Heiligen Geist,

in gloria Dei Patris. Amen. zur Ehre Gottes des Vaters. Amen.

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Credo

Chor:

Credo in unum Deum, Wir glauben an den einen Gott,

patrem omnipotentem, den Vater, den Allmächtigen,

factorem coeli et terrae, der alles geschaffen hat,

Himmel und Erde,

visibilium omnium et invisibilium. die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Et in unum dominum Und an den einen Herrn

Jesum Christum, Jesus Christus,

filium Dei unigenitum, Gottes eingeborenen Sohn,

et ex Patre natum aus dem Vater geboren

ante omnia saecula. vor aller Zeit.

Deum de Deo, lumen de lumine, Gott von Gott, Licht vom Licht,

Deum verum de Deo vero, wahrer Gott vom wahren Gott,

genitum, non factum, gezeugt, nicht geschaffen,

consubstantialem patri: eines Wesens mit dem Vater:

per quem omnia facta sunt. durch ihn ist alles geschaffen.

Qui propter nos homines Für uns Menschen

et propter nostram salutem und zu unserem Heil

descendit de coelis. ist er vom Himmel gekommen.

Tenor solo und Chor:

Et incarnatus est Hat Fleisch angenommen

de Spiritu Sancto durch den Heiligen Geist

ex Mariae Virgine, von der Jungfrau Maria

et homo factus est. und ist Mensch geworden.

Bass solo:

Crucifixus etiam pro nobis Er wurde für uns gekreuzigt

sub Pontio Pilato; unter Pontius Pilatus,

passus et sepultus est. hat gelitten und ist begraben worden.


Chor:

Et resurrexit tertia die, Ist am dritten Tage auferstanden

secundum scripturas. nach der Schrift

Et ascendit in coelum, und aufgefahren in den Himmel.

sedet ad dexteram Patris. Er sitzt zur Rechten des Vaters

Et iterum venturus est cum gloria, und wird wiederkommen in Herrlichkeit,

judicare vivos et mortuos, zu richten die Lebenden und die Toten,

cujus regni non erit finis. seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Et in Spiritum Sanctum, Wir glauben an den Heiligen Geist,

Dominum et vivificantem: der Herr ist und lebendig macht:

qui cum Patre filioque procedit. der aus dem Vater und dem Sohn

hervorgeht,

Qui cum patre et filio der mit dem Vater und dem Sohn

simul adoratur et conglorifcatur, angebetet und verherrlicht wird,

qui locutus est per Prophetas. der gesprochen hat durch die Propheten.

Et unam, sanctam, catholicam Und die eine, heilige, katholische

et apostolicam ecclesiam. und apostolische Kirche.

Confiteor unum baptismam Wir bekennen die eine Taufe

in remissionem peccatorum zur Vergebung der Sünden.

et exspecto Wir erwarten

resurrectionem mortuorum, die Auferstehung der Toten

et vitam venturi saeculi. und das Leben der kommenden Welt.

Amen. Amen.

Sanctus & Benedictus

Chor:

Sanctus, sanctus, sanctus Heilig, heilig, heilig,

dominus Deus Sabaoth. Gott, Herr aller Mächte und Gewalten.

Pleni sunt coeli et terra gloria tua. Erfüllt sind Himmel und Erde

von deiner Herrlichkeit.

Osanna in excelsis. Hosanna in der Höhe.

Bass solo:

Benedictus qui venit Hochgelobt sei,

in nomine Domini. der da kommt im Namen des Herrn.

Chor:

Osanna in excelsis. Hosanna in der Höhe.

Agnus Dei

Tenor solo, Bass solo und Chor:

Agnus Dei, Lamm Gottes,

qui tollis peccata mundi, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,

miserere nobis. erbarme dich unser.

Agnus Dei, Lamm Gottes,

qui tollis peccata mundi, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,

miserere nobis. erbarme dich unser.

Agnus Dei, Lamm Gottes,

qui tollis peccata mundi, du nimmst hinweg die Sünde der Welt,

dona nobis pacem. gib uns deinen Frieden.

14

EIN FEST DES GESANGS

FESTLICHES

ENSEMBLE-

KONZERT


THEATER DUISBURG

25. APRIL & 11. MAI 2013

„Ihr“ Ensemble im Gala-Konzert: Mit 55

fest engagierten Sängerinnen und Sängern

kann die Deutsche Oper am Rhein nahezu

alle wichtigen Partien des Repertoires

aus den eigenen Reihen besetzen. Lassen

Sie sich von einigen der Solisten in ihren

„Paradepartien“ entführen und bezaubern

– mit Arien aus Verdis „Don Carlo“ und

„Il trovatore“, Wagners „Lohengrin“ und

„Tannhäuser“ sowie aus Werken von Bizet,

Charpentier, Puccini u.a.! ***

KARTEN UND INFOS

Opernshop Duisburg

Düsseldorfer Str. 5–7, 47051 Duisburg

Tel. 0203.940 77 77

www.operamrhein.de


Die Mitwirkenden des Konzerts

Dominic Natoli (Te nor) studierte in Australien bei dem

italienischen Ba riton Afro Poli und setzte seine Aus bildung in Euro

pa bei Carol Blaick ner­Mayo fort. Au ßer dem stu dier te er am

Konservatorium der Stadt Wien, wo er sein Diplom für Oper und

Mu siktheater mit Auszeichnung erwarb. Anschließend setz te er

sein Gesangstudium weiter bei David Harper, Nicholas Powell,

Ludmilla Andrew und Jeffrey Talbot in London fort.

Zu den zahlreichen Auszeichnungen, die Dominic Natoli erhielt,

ge hört das angesehene „Dame Joan Sutherland Stipendium“, das

ihm in zwei aufeinander folgenden Jahren von dem Dirigenten Richard

Bonynge verliehen wurde. 1992 erhielt er ein Stipendium

der Queensland Regierung und gewann den ersten Preis beim Inter

nationalen „Alfredo Kraus­Gesangswettbewerb“. Dominic Natoli

ist auch Bakkalaureat in den Fächern Rechtswissenschaften und

Wirt schaft an der Monash Universität in Melbourne und arbeitete

auch einige Jahre als Jurist.

Seit seinem Debüt in der Operette „Die Fledermaus“ von Johann

Strauß tritt der Tenor in zahlreichen Theatern in Australien, Öster

reich, Deutschland, Frankreich, Irland, Großbritannien und den

USA auf, so zum Beispiel an der Wiener Kammeroper, der Aus­

tra li an Opera, der Victoria State Opera, der Opera Queensland,

dem Volks theater Rostock, Stadttheater Aachen, am Stadttheater

Hof, in Coburg und Bayreuth, an der London City Opera, an der

Eng lish National Opera, an der Opera de Nancy et de Lorraine,

an der Finnischen Nationaloper, an der Dänischen Nationaloper

und an der Königlichen Oper Dänemark. Das Opernrepertoire des

Sän gers umfasst Hauptpartien in Opern von Wolfgang Amadeus

Mo zart („Die Zauberflöte“, „Don Giovanni“, „Idomeneo“), Gae tano

Donizetti („Don Pasquale“, „Der Liebestrank“, „Lucia di Lammermoor“),

Giuseppe Verdi („Nabucco“, „La Traviata“, „Ein Masken

ball“, „Der Troubadour“, „Die Macht des Schicksals“) sowie

Gia como Puccini („Tosca“, „Madama Butterfly“, „La Bohème“,

„Ma non Lescaut“, „Turandot“), ferner den Don José in Bizets

„Carmen“ und Loge in Wagners „Rheingold“.

Das breit gefächerte Konzertrepertoire des Tenors enthält neben

dem Oratorium (darunter Soli in Bachs „Johannes­Passion“, in

Händels „Joshua“ und „The Messiah“, im Verdi­Requiem und in

Edward Elgars „The Dream of Gerontius“) auch das Kunstlied, zeitge

nössische Musik sowie italienische und neapolitanische Lieder.

Be geisterte Aufnahme fand Dominic Natoli in der Hauptrolle von

„The Mario Lanza Story“. Auftritte hatte er unter anderem mit

dem Melbourne Symphony Orchestra, dem Adelaide Symphony

Or chestra, dem Australian Pops Orchestra, dem Queensland Philharmonic

Orchestra, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem

Royal Scottish National Orchestra und dem BBC Concert Orches

tra. Dabei kam es zur Zusammenarbeit mit Dirigenten wie

Ri chard Bonynge, Gustavo Dudamel, Carlo Felice Cillario, Richard

Hi ckox, Sir Edward Downes, David Parry und Sebastian Lang­

Les sing. Außerdem machte er zahlreiche Aufnahmen mit dem

Aus tralischen Rundfunk, seine CDs nimmt er für „Vienna Modern

Masters“, „Opera Rara“ und „Chandos“ auf. Aktuelle Engagements

füh ren den Sänger als Des Grieux („Manon Lescaut“) nach

Spanien und als Otello nach Australien.

Ivan Ludlow (Bariton) studierte an der Guildhall School of Music

and Drama in London. Er gewann den angesehenen Preis Rose

Bowl und besuchte das National Opera Studio. Sein Debüt als

Opern sänger gab er beim Batignano Festival in der Toskana.

Er sang an der Opéra National du Rhin in Strasbourg, an der

Opéra de Lausanne, an der Opéra National de Bordeaux, an

der Opéra de Montpellier, an der Opéra de Marseilles, an der

Opéra Co mique, an der Oper von Flandern und beim Ponte de

Li ma Festival in Portugal. An der Casa da Musica in Porto war er

Baritonsolist in „A Little Madness in Spring“ von Antonio Pinho

Var gas, an der Welsh National Opera sang er den Claudio in

„Bea trice et Benedict“ von Hector Berlioz, an der Oper in Lyon

16 17


sang er den Demetrius in „A Midsummer Night’s Dream“ von

Ben jamin Britten, Le Mari in „Les Mamelles de Tiresias“ von

Fran cis Poulenc und den Reisenden in „Curlew River“, letztere

Pro duktion auch mit Gastspielen in Athen und Amsterdam. Ivan

Ludlow sang die Titelrolle in Peter Tschaikowskys „Eugen Onegin“

beim Buxton Festival, mit Christoph Rousset erarbeitete er

Clau dio Monteverdis „Krönung der Poppea“ am Théâtre Capitole

de Toulouse. Die komische Oper „Il mondo della luna“ des portu

giesischen Komponisten Pedro Antonio Avondano führte ihn

nach Lissabon, „ChaplinOperas“ von Benedict Mason nach Salzburg,

und als Wotan in „The Ring Saga“, Jonathan Doves und

Graham Vicks Adaption von Richard Wagners „Der Ring des

Nibelungen“, war er in Porto, Paris, Reims und Luxemburg zu

erleben. Ivan Ludlow arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie

Und nach dem Konzert...

Liebe Gäste der Philharmonischen Konzerte,

liebe Freunde der FSGG,

gerne sind wir auch nach dem Konzert für Sie da. Lassen Sie

den Abend bei einem

Glas Wein oder Sekt Revue

passieren.

Wir freuen uns auf Ihren

Besuch.

Ihr FSGG Team.

18

Foto: Maya Medic

Chris toph Rousset, Gustav Kuhn, Jan Latham­Koenig, Adam

Fischer, Jean­Yves Ossonce, Franck Ollu und Christoph Ullrich

Meyer zusammen.

Als gefragter Lied­ und Oratoriensänger reicht sein Repertoire

vom frühen englischen Lautenlied bis zu Auftragswerken. Einge

schlossen sind die meisten der großen Liederzyklen und Orato

rienpartien. Regelmäßig tritt Ivan Ludlow mit dem Pianisten

Daniel Tong auf. Er ist Gründungsmitglied des London Bridge

En semble. Die Diskographie des Ensembles enthält zwei CDs,

die dem Komponisten Frank Bridge gewidmet sind, eine CD mit

Schu mann­Liedern (darunter der „Liederkreis“ op. 24) sowie die

Ein spielung der Kammerversion von Gabriel Faurés „La Bonne

Chanson“.

Demnächst hat Ivan Ludlow Auftritte in der Oper „Lulu“ von Alban

Berg sowie in der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß

an der Oper La Monnaie in Brüssel. „Curlew River“ von Benjamin

Brit ten wird ihn an die Opera de Lyon führen, und außerdem wird

er in der Produktion von Harrison Birtwistles „Gawain“ sein Debüt

bei den Salzburger Festspielen geben.

Im Landesjugendchor NRW singen ausgewählte junge Sän gerin

nen und Sängern aus ca. 30 Städten Nordrhein­Westfalens. In

der Trägerschaft des Landesmusikrates NRW und des Chor verban

des NRW ist er ein ministerielles Förderprojekt des Landes

Nord rhein­Westfalen. Die etwa siebzig Mitglieder sind zwischen 16

und 27 Jahren alt. Derzeit besteht etwa ein Viertel des Chores aus

Mu sik studenten.


Das Ensemble arbeitet nicht projektbezogen, sondern trifft sich in

re la tiv konstanter Besetzung an etwa acht Wochenenden im Jahr

zu Proben oder Konzerten.

1979 gegründet, unternahm der Chor Konzertreisen

nach Frankreich sowie in die damalige Tschechoslowakei

und nach Israel. Der Chor arbeitete zusammen mit dem

Landesjugendkammerorchester NRW, dem Landes ju gend orchester

NRW, dem Landesjugendblasorchester NRW und der

Norddeutschen Philharmonie Rostock, später mit dem Landesjugendorchester

NRW, dem Bundesjugendorchester, dem

WDR­Rundfunkorchester und der Philharmonie aus dem sibi rischen

Kuzbass.

1994 bereiste der Chor Russland, 1997 Schottland und England.

Im Oktober 1999 fand eine Konzertreise durch sieben Metropolen

Chi nas statt. Weitere Tourneen führten das Ensemble im Oktober

2001 über Nord­ und Ostdeutschland nach Polen, im Mai 2002 in

die Benelux­Länder sowie im September 2003 nach Sibirien und

Mos kau. Im Sommer 2004 gastierte der Chor in Süddeutschland

und Frankreich. Im Sommer 2005 stand die Mitwirkung an Opernauf

führungen von Verdis „Traviata“ auf Schloss Weikersheim und

beim Festival „Peralada“ in Barcelona auf dem Programm. Die

Lei tung hatte Yakov Kreizberg.

2006 wurde Mozarts Requiem unter anderem in der Essener Philharmonie

aufgeführt, eine Tournee führte den Chor nach Tschechien.

Norditalien war das Ziel der Konzertreise im Herbst 2007.

Im Advent 2007 wurde unter anderem im Essener Dom Georg

Fried rich Händels „Messiah“ in historischer Aufführungspraxis

zur Aufführung gebracht. 2008 standen unter dem Titel „Zaubernächte“

Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Henry Purcell

so wie eine Uraufführung von Frank Zabel auf dem Programm, welches

in Zusammenarbeit mit den Bergischen Symphonikern in der

Es sener Philharmonie sowie in Remscheid und Solingen erklang.

Zum Jahreswechsel 2008/2009 ging der Chor zum zweiten Mal

auf China­Tournee, um in den großen Konzertsälen der Metro polen

Neujahrskonzerte zu gestalten. Im Herbst 2009 stand eine

Kon zertreise nach England und Wales auf dem Programm, die

das Ensemble in die Kathedrale von Canterbury, die Christ Church

in Oxford sowie nach Bristol und Wales führte. Im Sommer 2010

war der Chor auf Tournee in Österreich und in der Slowakei. 2011

ging es bis ins Baltikum und 2012 in die Schweiz. Für 2013 steht

eine Tournee nach Schottland und Nordengland auf dem Terminka

lender.

Schwerpunktmäßig arbeitet der Chor demnächst an Johann Sebas

tian Bachs „Messe in h­Moll“, die im November 2013 in Köln

und Aachen aufgeführt wird.

In den vergangenen Jahren war der Landesjugendchor sechsmal

20

zu Rundfunkproduktionen geladen.

Der Landesjugendchor NRW wird von Christiane Zywietz­Godland

und Hermann Godland geleitet. Das Dirigentenehepaar feierte gerade

sein 20­jähriges Jubiläum als Leiter des Chores.

Christiane Zywietz­Godland studierte Schulmusik, Musik wis senschaft,

Anglistik und Chorleitung in Essen und Köln. Neben aktiver

Teil nahme an vielen internationalen Dirigierkursen absolvierte sie

au ßerdem eine Gesangsausbildung und ist als Sängerin tätig. Viele

Jahre hatte sie einen Lehrauftrag für Gesang an der Universität

Essen/ Abteilung Musikpädagogik. Sie moderierte zudem WDR­

Live­Sendungen („Offenes Singen“). Etliche Jahre vermittelte sie

an der Folkwang Universität der Künste in Essen einen Einblick in

ihre Chorarbeit.

Hermann Godland studierte Schulmusik, Latein, Orchesterleitung

und Liedbegleitung in Köln. Er nahm aktiv an zahlreichen inter na ­

tionalen Dirigierkursen teil und wirkte bei vielen Tourneen namhafter

Konzertchöre mit. Als Pianist gestaltet er Liederabende und

Kam merkonzerte. Er leitet außerdem den Chor „Ars Cantandi“ der

Städtischen Musikschule Aachen sowie den Chor der Hochschule

für Musik Aachen. Seit 1988 wirkt er als Chor­ und Orchesterleiter

in Essen und Aachen. Er ist Förderpreisträger der Stadt Aachen.

Im Februar 2005 war das Ehepaar zu Gastdirigaten beim Festival

Deut scher Kultur in Kemerowo/Sibirien geladen sowie im Oktober

zu einem Kammermusikfestival in Princeton/USA.

Der philharmonische chor duisburg unter der Leitung von Salva

torkantor Marcus Strümpe ist ein klassischer Konzertchor mit

über 150­jähriger Tradition. Mit 110 Sängerinnen und Sängern,

Tendenz steigend, ist er der größte Chor der Rheinmetropole.

Foto: Siegfried Dammrath


Das Repertoire ist mit mehr als siebzig chorsinfonischen Werken

aus vier Jahrhunderten in zehn verschiedenen Sprachen weit gefä

chert und reicht von den großen Werken von Johann Sebastian

Bach, Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, Benjamin Britten,

Joseph Haydn, Felix Mendelssohn Bartholdy, Giacomo Puccini

und Franz Schubert bis hin zu selten gehörten Chor­Rari täten.

In der zehnjährigen Amtszeit von Marcus Strümpe wurden

vie le Werke neu einstudiert, zuletzt „A Sea Symphony“ von Ralph

Vaughan Williams, die Uraufführung des Oratoriums „Nikolaus

Groß“ von Stephan Heucke und „Das Lied von der Glocke“ von

Max Bruch.

Die Mitwirkenden des „philharmonischen chors duisburg“ werden

pro fessionell in der Ausbildung der Gesangsstimme unterstützt.

Bei den choreigenen Stimmbildnern werden die nötigen Tech niken

in der Gruppe vermittelt und zusätzlich im persönlichen Gesangs

unterricht vertieft.

Eine enge Partnerschaft besteht mit den Duisburger Philhar mo nikern

unter seinem Generalmusikdirektor. Jedes Jahr beteiligt sich

der „philharmonische chor duisburg“ mit großem Erfolg an zwei

bis drei gemeinsamen Philharmonischen Konzerten. Darüber hinaus

gibt der „philharmonische chor duisburg“ auch Konzerte in

ei gener Re gie in Duisburg und in der umliegenden Region.

Auch Festveranstaltungen renommierter Einrichtungen in den

Bereichen Wirtschaft und Gesellschaft werden vom Chor mit gestaltet,

so zum Beispiel das Traumzeitfestival mit Bobby McFerrin,

die Eröffnung der World Games, das Haniel­Open­Air und die Eröff

nungsfeierlichkeiten für die neue Mercatorhalle. Hö he punkte

im Chorleben der jüngsten Zeit waren im Kulturhauptstadtjahr

die Mitwirkung an der Aufführung der ach ten Sinfonie („Sinfonie

der Tausend“) von Gustav Mahler und die Reise nach Litauen

mit Konzerten in Kaunas und Vilnius im Rah men des dortigen

in ternationalen Festivals.

Philharmonischer Chor Duisburg

Lieben Sie Brahms?

Das „Deutsche Requiem“ wird im Mai 2014 aufgeführt.

Am 11./12.9.2013 singen wir die

„Messa da Requiem“ von Giuseppe Verdi.

Besuchen Sie unsere Offene Probe

am 22.04.2013 um 19.30 Uhr,

Aula der Gesamtschule Pappenstraße,

www.philchor-du.de

22


24

Mittwoch, 1. Mai 2013, 20.00 Uhr

Donnerstag, 2. Mai 2013, 20.00 Uhr

Theater am Marientor

9. Philharmonisches Konzert

2012/2013

Carl St. Clair Dirigent

Schlagzeugensemble:

Kersten Stahlbaum, Christoph Lamberty,

Frank Zschäbitz, Steffen Uhrhan, Rafael Sars

Toru Takemitsu

„From me flows what you call time“

für fünf Schlagzeuger und Orchester

Peter Tschaikowsky

Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“

Achtung!

„Konzertführer live“ mit Astrid Kordak um 19.00 Uhr

im Großen Saal des Theaters am Marientor

Samstag, 20. April 2013, 20.00 Uhr

Theater am Marientor

Gastkonzert des

WDR Sinfonieorchesters

WDR Sinfonieorchester Köln

Jukka-Pekka Saraste Dirigent

Vilde Frang Violine

Arnold Schönberg

Kammersinfonie Nr. 2 es-Moll op. 38

Erich Wolfgang Korngold

Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

City Vinum „Treff für Weinfreunde“

Eine große Weinauswahl, attraktive Preise und Freude am

Weingenuss. Das ist unsere Philosophie.

City Vinum steht für den kompetenten aber unkomplizierten

Umgang mit dem Thema Wein.

Wir führen über 300 Weine aus aller Welt. Davon sind wechselnd

ca. 50 im Ausschank erhältlich. Ob Italien, Deutschland,

Frankreich, Spanien oder Übersee: Bei uns findet der Genießer

und jeder Weinfreund den passenden Tropfen.

Entdecken Sie Ihre eigene Weinwelt in außergewöhnlicher

Atmosphäre bei uns oder in aller Ruhe zu Hause.

Ein kleines und feines Angebot an weintypischen Häppchen

ergänzt die auserlesene Weinauswahl.

Leicht zu erreichen, nicht zu verfehlen: Im CityPalais Duisburg

direkt am Haupteingang des Casino‘s. Eingang an der Landfermannstraße.

Öffnungszeiten:

Montag bis Samstag 12.30 – 22.00 Uhr

Sonn- und Feiertags 16.00 – 21.00 Uhr

Bei Veranstaltungen Open End

Telefon: 0203/39377950

E-Mail: j.zyta@city-vinum24.de


26

Herausgegeben von:

Stadt Duisburg · Der Oberbürgermeister Sören Link

Dezernat für Familie, Bildung und Kultur ·

Dezernent der Stadt Duisburg Karl Janssen

Duisburger Philharmoniker · Intendant Dr. Alfred Wendel

Neckarstr. 1

47051 Duisburg

Tel. 0203 | 3009 ­ 0

philharmoniker@stadt­duisburg.de

www.duisburger­philharmoniker.de

Layout: Michael Tegethoff

Druck: Basis­Druck GmbH · www.basis­druck.de

Abonnements und Einzelkarten

Servicebüro im Theater Duisburg

Neckarstr. 1, 47051 Duisburg

Tel. 0203 | 3009 ­ 100

Fax 0203 | 3009 ­ 210

servicebuero@theater­duisburg.de

Mo ­ Fr 10:00 ­ 18:30 Uhr

Sa 10:00 ­ 13:00 Uhr

Karten erhalten Sie auch im Opernshop Duisburg

Düsseldorfer Straße 5 ­ 7, 47051 Duisburg

Tel. 0203 | 57 06 ­ 850

Fax 0203 | 57 06 ­ 851

shop­duisburg@operamrhein.de

Mo ­ Fr 10:00 ­ 19:00 Uhr

Sa 10:00 ­ 18:00 Uhr

Die Programmhefte der Philharmonischen Konzerte

finden Sie bereits fünf Tage vor dem Konzert unter

www.duisburger­philharmoniker.de im Internet.

5.Profile-Konzert

Sonntag, 26. Mai 2013, 11.00 Uhr

Theater Duisburg, Großer Saal

Die Kreutzersonate

Florian Geldsetzer Violine

Peter Bonk Violine

Judith Bach Viola

Friedmann Dreßler Violoncello

Melanie Geldsetzer Klavier

Barbara Auer Sprecherin

Bernd Kuschmann Sprecher

Ludwig van Beethoven

Sonate für Klavier und Violine

A-Dur op. 47 („Kreutzersonate“)

Leoˇs Janáček

Streichquartett Nr. 1 „Die Kreutzersonate“

Gesellschaft der Freunde der

Duisburger Philharmoniker e. V.


6. Kammerkonzert

So 14. April 2013, 19.00 Uhr

Theater am Marientor

Emmanuelle Bertrand

Violoncello

Pascal Amoyel

Klavier

Alexander Borodin

Sonate für Violoncello und Klavier

h-Moll

Johannes Brahms

Sonate für Violoncello und Klavier

e-Moll op. 38

„Immer leiser wird mein Schlummer“

op. 105 Nr. 2 in einer Bearbeitung für

Violoncello und Klavier

Dmitri Schostakowitsch

Sonate für Violoncello und Klavier

d-Moll op. 40

Gefördert vom Ministerium für Familie,

Kinder, Jugend, Kultur und Sport

des Landes Nordrhein-Westfalen

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