Newsletter 2008 - Gymnasium Weingarten

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Newsletter 2008 - Gymnasium Weingarten

L

iebe Ex-Schülerinnen und -Schüler,

Ex-Lehrerinnen und -Lehrer sowie

Freunde des Gymnasiums Weingarten,

hier kommt Newsletter Nummer 1 / 2008!

Weingarten, den 22. Juli 2008

Jetzt hat es doch länger gedauert, als geplant, den ersten Newsletter des Jahres 2008 an euch zu

schicken. Aber wie bei so vielen, die im Berufsleben stehen, sind 35-Stundenwochen ein Relikt der

Vergangenheit und für Privates bleibt immer weniger Zeit. Also hier verspätet das Neueste aus dem

Gymnasium Weingarten.

Der neue Schulleiter Günter Erdmann hat sich gut eingelebt, die große Sporthalle erstrahlt in neuem

Glanz, nachdem sie ein Jahr lang renoviert wurde, und in der Mensa wurde zum ersten Mal ein

ABI-Treffen ausgerichtet: Der Jahrgang 1988 traf sich im April zusammen mit ehemaligen Lehrern,

um in Erinnerungen zu schwelgen. Klassentreffen in der Schule: Der Verein der Freunde und Ehemaligen

macht’s möglich. Darüber mehr in diesem Newsletter.

Außerdem gibt’s Infos zum Projekt »Schule als Staat«, zum Thema »Was passiert eigentlich mit

alten ABI-Klausuren?« und zu den Theater AGs am Gymnasium: Was sie machen, wie das Theater

ans Gymnasium kam und was dieses Jahr auf dem Spielplan stand.

Viel Spaß also beim Lesen!

Rainer Beck Uwe Hertrampf Dirk Polzin

Verein der Freunde und Ehemaligen des Gymnasiums Weingarten · Brechenmacherstraße 19 · 88250 Weingarten

Tel: 0751-561-921-50 · Fax: 0751-561-921-60 · 1. Vorsitzender: Rainer Beck · E-Mail: r.beck@weingarten-online.de


erein der Freunde und Ehemaligen des Gymnasiums Weingarten

Groß, modern und in Farbe

Erinnert ihr euch noch: Sportunterricht im Gymnasium? Ab in die Großsporthalle – den

hässlichen grauen Betonklotz – umziehen, in die Halle, Geräteraumtore auf und dann den

Kram fürs unendlich beliebte Zirkeltraining aufbauen? Das Zirkeltraining gibt es wohl

noch – den grauen Betonklotz nicht mehr. Er hat jede Menge Farbe bekommen. Und eine

hochmoderne Ausstattung im Inneren. Die Großsporthalle von Realschule und Gymnasium

erstrahlt in neuem Glanz!

13 Monate hat es gedauert, bis aus dem grauen

Ungetüm aus dem Jahre 1974 eine farbenfrohe

und hochmoderne Großsporthalle wurde. Am

27. Mai wurde sie feierlich eingeweiht. Jetzt

entspricht die Halle der neuesten Wärmeschutzverordnung,

alle Unfallverhütungsvorschriften

können eingehalten werden und die Heizungs-

und Lüftungsanlage verfügt über eine Wärmerückgewinnung

– will heißen, man spart Energie.

Optisch wurde die Großsporthalle außen an

die Mensa angeglichen. Knapp drei Millionen

Euro verschlang die Verschönerungskur, rund

900.000 Euro schoss das Land zu.

Klare Linien: frische Feldmarkierungen

für zahlreiche Sportarten.

So können sie sich nun in je zwei abgeschlossenen

Umkleideeinheiten pro Hallendrittel

umziehen, Sportgeräte sind vernünftig verstaut,

der Brandschutz wurde verbessert und

die Fluchtwege neu organisiert. Entsprechend

gefeiert wurde die Wiedereröffnung

natürlich auch. Neben den Vertretern von

Gymnasium und Realschule fand sich Stadtprominenz

ein. Und selbstverständlich war

die Halle voller Schüler: Sie nutzten sie für

zahlreiche Vorführungen.

Betonklotz adé: Farbige Stehlen und eine neue

Wandverkleidung machen die Halle freundlicher.

35 Firmen haben die Halle ab April 2007 Stück für Stück

modernisiert. Ein Gerüst-Urwald umschloss sie seit dem,

Baulärm hallte übers Schulgelände. Die Hallensanierung

sorgte zudem für eine komplette Umstrukturierung des

Sportgeschehens an den Schulen sowie im Vereinsleben.

Schüler und Sportgruppen mussten auf andere Hallen

ausweichen, Trainingszeiten zum Teil gekürzt werden.

Doch nun kehrt wieder Ruhe ein. Und sowohl die Schüler

als auch die Mitglieder der Weingartner Sportvereine können

von der frisch sanierten Großsporthalle profitieren.

Große Eröffnungsfeier: Mehrere 100 Schüler von

Realschule und Gymnasium wirkten mit.

Verein der Freunde und Ehemaligen des Gymnasiums Weingarten · Brechenmacherstraße 19 · 88250 Weingarten

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Was für ein Theater!

Sie ist aus dem Schulalltag nicht mehr

weg zu denken: die Theater AG am

Gymnasium Weingarten. Oder besser

gesagt: Sie sind nicht mehr aus dem

Schulalltag weg zu denken – die drei

Theater-AGs, die es inzwischen in der

Brechenmacherstraße gibt. Immer im

Sommer ist es soweit: Dann stehen

etwa zehn bis 20 Wagemutige auf

den Brettern, die angeblich die Welt

bedeuten. Dann haben sie einige Probewochen

hinter sich, viel Freizeit geopfert,

manchmal Unterricht verpasst.

Und manchmal auch dafür gesorgt,

dass der Theater-AG-Lehrer oder die -

Lehrerin ein graues Haar mehr hat.

Angefangen hat alles vor über

30 Jahren ...

M

it »Rumpelstilzchen« bringt Wolfgang Peters 1976 – im ersten Jahr des Bestehens der

Schule – erstmals ein Theaterstück mit Schülern des Gymnasiums auf die Bühne. Damals

noch in der alten Stadthalle von Weingarten, an deren Stelle heute das Kultur- und Kongresszentrum

steht. Doch eine kontinuierliche Theaterarbeit gab es die ersten Jahre nicht. Das sollte sich

1981 ändern. Deutsch- und Geschichtslehrer Jan Koppmann inszeniert für ein Schulfest mit Fünftklässlern

die Lesebuchgeschichte »Rübezahl und der habgierige Wirt«. Und weckt damit die Leidenschaft

der Schüler.

Szene aus: »Ein Sommernachtstraum«

von W. Shakespeare (2007)

»Wir wollen wieder so ein Stück spielen«, hatten einige

Schüler zu Koppmann gesagt. Der war gar nicht begeistert.

»Ich kann so was gar nicht, habe ich damals gesagt, ich weiß

auch kein Stück für euch«, meint Koppmann rückblickend.

Die Schüler ließen jedoch nicht locker, wollten sich selbst ein

Stück suchen. Selbst als Koppmann sein letztes Geschütz

auffuhr und darauf hinwies, nichts von Theater zu verstehen

und auch keine Zeit zu haben, entmutigte das die Schüler

nicht. Ein Jahr später, 1982, brachten sie dem von ihnen

auserkorenen Regisseur das fehlende Stück: »Schule mit

Clowns« von Friedrich Karl Waechter. Ein Ereignis mit Folgen.

Koppmann ließ sich breit schlagen und dann war’s auch um

ihn geschehen. »Als wir mit den Proben begannen, waren

wir nicht mehr zu retten. Von da an mussten wir Theater

spielen, denn es machte Spaß, dann sogar Freude, und es

war gleich zu Beginn ein großer Erfolg«, erinnert sich Kopp-

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mann. Fortan wurde jährlich inszeniert. Das erste abendfüllende Stück zeigte die Theater AG 1985,

damals im Kornhaussaal in Weingarten. Mit Goldonis »Viel Lärm in Chiozza« gelingt der Truppe

ein Erfolg. Und auch das Horvàth-Stück »Figaro lässt sich scheiden« (1987) hebt sich von üblichem

Schultheater ab, glaubt man der damaligen Überschrift in der Schwäbischen Zeitung: »Eine Theater

AG in schwindelerregenden Höhen«.

Jan Koppmann beginnt, seine Fertigkeiten in Sachen

Regie auszubauen, besucht Fortbildungsseminare

und bringt das Aufwärmtraining in die Proben.

Zu Buschtrommelmusik sollen sich die Schüler lockern,

das Hervorbringen seltsamer Urlaute soll ihre

Stimmen bilden. Und wenn auch bei den Übungen

anfangs gern mal ein Zeigefinger eines Schülers zur

Schläfe wanderte: Schnell war klar, dass das wirklich

etwas bringt. Die Übungen reißen die AG-

Mitglieder aus dem Schulalltag mit all seinem Stress

heraus und holen sie in die Welt des Theaterspiels,

das vor allem eines erfordert: Konzentration und

das Loslassen des Alltags.

Mit einer der größten Erfolge war 1989 die Inszenierung von Brechts »Der gute Mensch von Sezuan«.

Erstmals wurde im damals nagelneuen Kultur- und Kongresszentrum Weingarten gespielt.

Mit großem Aufwand für ein Schülertheater: Nicht nur ein großes Ensemble mit zig Schülern fesselte

das Publikum, sondern auch die Songgruppe sowie eine Band. Angst hat man vor den Großen

der Theaterliteratur keine. So dass es Koppmann sogar schafft, Goethes Faust I – ein Stück,

das normalerweise mindestens 2 Stunden dauert – auf 1 Stunde einzudampfen. So geschehen

1999 bei der Collage »Happy Birthday, John!« zum 250. Geburtstag Goethes.

I

nzwischen zählt die Theater AG 30 Aufführungen mit rund 230 mitwirkenden Schülerinnen und

Schülern als Schauspieler, Sänger, Musiker, Tänzer, Beleuchter oder Souffleuse. Gut 500 Zuschauer

sehen im Schnitt ein Stück, bis heute haben also etwa 15.000 Menschen die Inszenierungen

gesehen! Das Theaterspiel ist dabei nicht nur reine Freizeitgestaltung die Spaß macht, sondern

weit mehr. Sie hat ihren pädagogischen Platz. »Das Schultheater fordert und fördert jeden einzelnen

Mitwirkenden mit seiner ganzen Person, mit

Hirn, Herz und Hand«, sagt Jan Koppmann. Die

Schüler würden in vielen Bereichen angesprochen,

die direkt auch mit Schulfächern zu tun haben.

Zuallererst über den Text, den man vielleicht ganz

anders begreift, wenn man ihn »spielt«, als wenn

man ihn im Deutschunterricht liest. Da ist aber

auch das Miteinander der Gruppe. » Die Theater

AG vermittelt auch ein Stück Sozialkompetenz.

Wenn nur ein Schüler oder eine Schülerin nicht bei

Schultheater mit Anspruch: »Der gute Mensch

von Sezuan« von B. Brecht (1989)

Die Abgründe der menschlichen Seele auf

die Bühne gebracht: »Figaro lässt sich scheiden«

von Ö.v. Horvàth (1987)

der Sache ist, kann das das gesamte Stück kippen«,

meint Koppmann.

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Für die Schüler selbst ist es eine wichtige

Erfahrung, mal vor Publikum jemand anderes

zu sein, im Rampenlicht zu stehen,

Lampenfieber zu spüren, dann aber auch

ein Hochgefühl, wenn der Vorhang fällt

und der Applaus einen für all die Strapazen

entlohnt, die man wochenlang auf

sich nahm. »Unsere Schauspieler haben

mindestens eine 42-Stunden-Woche, die

sie zunächst mal als Schüler zu absolvieren

haben«, gibt Koppmann zu bedenken.

Kommen dann noch Proben hinzu, mit

unter auch an Wochenenden, ist das ein

großer Einsatz. Für die Theater-AG-Lehrer

natürlich auch. Denn nicht immer klappt es mit der Disziplin. Da sind Schüler bei den Proben albern

oder es passiert, das der Hauptdarsteller einfach nicht zur Generalprobe erscheint. »Da möchte

man manchmal den Büttel hinwerfen«, sagt Koppmann mit finsterer Miene. »Komischerweise

war die Premiere ein Riesenerfolg und besagter Schauspieler in Höchstform«, grinst Koppmann.

»Manchmal sind es eben gerade die schwierigen Schüler, die extrem kreativ sind«. Dennoch: Das

Inszenieren kostet manchmal viel Nerven.

Das Stück vom Vorjahr:

»Romulus der Große«

von F. Dürrenmatt (2007)

Szene aus »Trilogie der Sommerfrische«

von C. Goldoni (2000)

Geld gekostet hat das Unternehmen Theater AG hingegen

nichts. Jan Koppmanns Wunschliste an alle, die mit dem

Schultheater zu tun haben, ist immateriell: »Verständnis,

Interesse, Geneigtheit, Langmut« ist, was er erbittet. Ansonsten

finanzieren die Theatermacher alles selbst, besorgen

Requisiten von daheim oder bekommen sie vom Kunstlehrerinnen

und -lehrern, Kollegen im Gymnasium bauen auch

die Kulissen. Überhaupt ist die AG ohne das Verständnis von

Kollegium und Schulleitung nicht zu stemmen. Da fallen

Unterrichtsstunden aus, weil Schüler zur Probe müssen,

Räume stehen für den üblichen Schulbetrieb nicht zur Verfügung,

weil darin geprobt wird. Apropos Räumlichkeiten:

Gespielt wurde schon an vielen Orten: im Kornhaus, auf

dem Löwenplatz, im Kultur- und Kongreßzentrum, in der

Linse, in der PH-Aula, im Foyer der Schule, in der Zehntscheuer

Ravensburg – und beinahe zehn Jahre im Theater

Ravensburg, wo es der AG immer besonders gut gefallen

hat. Doch mit der neuen Mensa und der kleinen Allzweckhalle hat das Schultheater ein neues Zuhause.

In der hauptsächlich für den Sport ausgelegten Halle lässt sich eine komplette Bühne herunterklappen,

mit allem was dazu gehört: Licht, Ton, Backstagebereich, etc. Und das hat dann doch

ein bisschen Geld gekostet ...

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A

nfang Juli war die Mensa-

Bühne übrigens Ort der aktuellen

Inszenierung: »Glaube,

Liebe, Hoffnung« von Ödön von

Horvàth, ein bitteres Sozialstück

aus dem Jahre 1936, das die

Ohnmacht von Menschen schildert,

die am Rande der Gesellschaft

ums Überleben kämpfen.

Denkt man an Themen wie Hartz

IV und die Diskussion um die neue

Armut in Deutschland, ein aktuel-

les Stück! Hauptfigur ist die mittellose Elisabeth, die am Unverständnis eines durch Paragraphen

geordneten Staatswesens scheitert. Ihr Weg führt sie über den Billiglohnsektor zum Wohlfahrtsamt

und vom Wohlfahrtsamt direkt auf die Polizeiwache. Als sie ein letztes Mal um eine Überlebensperspektive

kämpft, schreit sie verzweifelt hinaus, was typisch ist für einen riesigen Bürokratieapparat:

»Keiner ist für mich zuständig!«

Seit vier Jahren

mit an Bord:

Achim Vetter

Elisabeth und ihr Liebhaber Alfons Klostermeyer in

»Glaube, Liebe, Hoffnung« von Ö.v. Horvàth (2008)

»13 Darsteller standen diesmal auf der Bühne, weniger als sonst«, erzählt

Achim Vetter, der das Stück zusammen mit Koppmann für die Schulbühne

umgesetzt hat. Vetter, der Deutsch und Geschichte unterrichtet, leitet die

AG offiziell seit vier Jahren. Er war ursprünglich Referendar von Koppmann

und als neuer Lehrer in Weingarten gleich mal dazu eingeladen, Theaterproben

beizuwohnen. »Ich suchte einen Nachfolger, möchte mich nach

und nach zurücknehmen« meint Koppmann dazu. Dass ihm das umfassend

gelingt, bezweifelt Vetter allerdings: »Die Leidenschaft fürs Theater ist bei

Koppmann doch sehr groß«, sagt er schmunzelnd.

Und der Nachwuchs? Der findet sich in zwei weiteren Theater AGs

am Gymnasium: der Unter- und Mittelstufen AG. Letztere stand

unter der Leitung von Christina Graßmann, die die AG aufgebaut

und vier Stücke zur Aufführung gebracht hat, zuletzt Shakespeares

»Der Sturm«. Allerdings zieht es die Deutsch- und Französischlehrerin

wieder zurück nach Stuttgart. Wer ihre AG übernimmt, ist noch

offen. Bleibt die Unterstufen AG: Sie besteht seit ebenfalls vier Jahren

und wurde von Deutsch- und Erdkundelehrerin Beate Rapp gegründet,

die den Unterstufenschülern in kleineren Inszenierungen

erste Gehversuche in der Welt des Theaters ermöglicht. Vielleicht

stehen sie in ein paar Jahren bei Vetter und Koppmann auf den

Brettern, die angeblich die Welt bedeuten. Hoffen wir, dass am

Gymnasium noch lange Theater gespielt wird unter dem

Schiller’schen Motto:

Schlüpft auch selbst mal in

kleine Rollen: Jan Koppmann

»Aber was heißt denn ... Spiel, nachdem wir wissen, dass unter allen Zuständen des Menschen

gerade das Spiel und nur das Spiel es ist, was ihn vollständig macht ... Denn, um es

endlich auf einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des

Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.«

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2008 · Horvàth: Glaube, Liebe, Hoffnung

2007 · Dürrenmatt: Romulus der Große

2006 · Shakespeare: Ein Sommernachtstraum

2005 · Mit Schillerlocken – Collage zum Schillerjahr (200. Todestag)

2004 · Horvàth: Die Unbekannte aus der Seine

2003 · Aristophanes/Knauth: Die Weibervolksversammlung

2002 · Lope de Vega: Die Kluge Närrin

2001 · Dürrenmatt: Ein Engel kommt nach Babylon

2000 · Goldoni: Trilogie der Sommerfrische

1999 · Happy Birthday, John! – Collage zum 250. Geburtstag Goethes

1998 · Ward: Die anderen sind komisch

1997 · Betschart: Rock wie Hose

1997 · Pestum: Die Waldläufer (Videofilm in Kooperation mit E. Schurer)

1996 · Goll: Methusalem oder der ewige Bürger

1995 · Moliere/Enzensberger: Der Menschenfeind

1994 · Horvàth: Italienische Nacht

1993 · Boal: Revolution auf südamerikanisch

1992 · Teatro del Sole: Dudu, Dada, wer verzweifelt ist, gewinnt

1991 · Soyfer: Der Weltuntergang

1990 · Althaus u.a.: Wir sanften Irren

1989 · Brecht: Der gute Mensch von Sezuan

1988 · Kaiser: Der Fall des Schülers Vehgesack

1988 · Campell: Mr. Pilks Irrenhaus (Theatergruppe Jugendhaus Wgt.)

1987 · Horvàth: Figaro lässt sich scheiden

1986 · Weiss: Wie dem Herrn Mockinpott das Leiden ausgetrieben wird

1985 · Goldoni: Viel Lärm in Chiozza

1984 · Waechter: Schule mit Clowns (Wiederholung von 1982)

1983 · Guder: Don Quichotte

1982 · Waechter: Schule mit Clowns

1981 · Rübezahl und der habgierige Wirt

1976 · Rumpelstilzchen

DIE OBERSTUFEN AG:

30 Stücke von 1976 bis 2008 – Gratulation!

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Schule als Staat

War das nicht alles kompliziert: Legislative,

Judikative, Exekutive, Verhältniswahlrecht,

panaschieren und kumulieren ... Allesamt Begriffe

aus der Demokratie, der bundesdeutschen

Demokratie. Das als Schüler immer alles zu verstehen,

war schwer. Die Verhältnisse zu begreifen,

den Bezug dieser abstrakten Welt zum

eigenen persönlichen Leben herzustellen, alles

zu überblicken, das forderte in früheren Schuljahren

viel Vorstellungsvermögen. Kam dann

noch das Vokabular aus der Wirtschaft hinzu –

für manche und manchen war das der Punkt,

zu kapitulieren. Wie gut, dass Gemeinschaftskundeunterricht

heutzutage anders aussieht.

Ganz anders ...

»Am Freitag, den 25. April 2008, suchte man auf den Stundenplänen vergeblich Fächer wie Mathematik,

Englisch oder Deutsch. Stattdessen fand man Workshops zu Rhetorik, Betriebsgründung,

Finanzplanung, eine Museumstour, Vorstellung von Parteien und eine Gerichtsverhandlung«, liest

man im »Gelben Blättle«, der mehrmals im Jahr erscheinenden Infobroschüre des Gymnasiums

Weingarten. Denn die Schule hat Großes vor. Im Herbst soll sich das Schulgelände in einen eigenen

kleinen Staat verwandeln. Man wird eigenes Geld drucken – den »Schussentaler« –, Parteien

und Firmen gründen, eine Regierung einsetzen, also am eigenen Leib erfahren, wie das geht, »einen

Staat machen«.

Vom 12. bis 15. November ist es dann soweit: Der Staatsapparat

beginnt zu arbeiten. Zuvor jedoch haben die Schüler wichtige

Fragen geklärt: Wie wird aus einer Idee eine Geschäftsidee? Wie

wird aus dieser Geschäftsidee ein Betrieb und wie werden diese

Betriebe finanziert? Wie kann man in einem Staat aktiv werden,

wenn man etwas verändern möchte, und was passiert, wenn

man gegen das Gesetz verstößt? Fragen, die von Referenten –

Anspruchsvolle Aufgabe:

Wir basteln einen Staat.

Schülern des Gymnasiums, die sich mit der jeweiligen Materie

auseinandergesetzt haben – im April beantwortet wurden.

Doch damit nicht genug. Am Samstag, den 19. Juli 2008 fand der zweite Workshop-Tag zur Vorbereitung

von »Schule als Staat« statt. Dort konnten sich dann auch die Eltern bei Kaffee und Kuchen

über das Projekt informieren. Bis es dann im November soweit ist, gibt es für das »Orga-

Team« noch jede Menge zu tun. Ihm gehören mehrere Schülerinnen und Schüler an. In der Planungsphase

von »Schule als Staat« sorgen sie in der Regel dafür, dass sich die Schülerschaft eine

Verfassung gibt, ein Wirtschaftssystem ausarbeitet und schließlich Parteien gründet, deren Mitglieder

sich aus der Schüler- und Lehrerschaft rekrutieren und die einen Wahlkampf um die Macht im

neuen Parlament führen.

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Wiedersehen macht Freude!

»Ich hab zwei«, hieß es an einer Ecke, »Ich hab drei«

an der anderen und mittendrin brüllt eine Dame: »Ich

vier!« Nur eins der vielen Gesprächsthemen, wenn

sich ein ABI-Jahrgang nach 20 Jahren wiedersieht:

Auf wie viele Kinder hat man’s gebracht? »Kiddie-

Ranking« war ein absolutes Muss am 12. April 2008.

Erstmals traf sich in der Mensa des Gymnasiums ein

Jahrgang zum ABI-Jubiläum. Rund 50 Ehemalige aus

ganz Deutschland, angereist und Freude strahlend,

um die alten Schulfreundinnen und -freunde wiederzusehen.

Dass das ABI-Treffen dabei in der Mensa

und damit in der alten Schule stattfand, empfanden

alle als besonderen Reiz.

Abiturienten 20 Jahre danach:

Austausch in gemütlicher Runde

Während einige der Ehemaligen nach der ABI-

Zeit noch Kontakt zueinander hatten, hatten

sich viele seit der ABI-Zeit gar nicht mehr gesehen.

Spannend deshalb, was aus den Leuten

geworden ist. Beruflich spannt sich der Bogen

vom Fernfahrer, Gefängnisdirektor, Unternehmensberater

über den Raumfahrtingenieur,

Hirnforscher bis hin zur Elektro-Ingenieurin und

zum Bürgermeister. Eine spannende Sache auch

für die Lehrerinnen und Lehrer, die gekommen

waren. Uwe Hertrampf hat dabei vor allem das ABI-Büchle 2008 besonders beeindruckt.

Der Jahrgang hat darin alle ehemaligen 88er-Abiturienten noch mal aufgeführt

mit aktuellen Informationen über Beruf, Familienstand und Sonstiges.

»Das war eine geniale Idee hier zu feiern«, sagten vielen an jenem Abend, der mit

einem umfangreichen Buffet der Leutkircher Landfrauen begann und bis weit in

den Morgen reichte. Ein kleines Team um Christina Sohns hatte das Treffen organisiert

und dabei überlegt, ob man als Mitglied des Ehemaligenvereins das Treffen

nicht in der Mensa ausrichten könnte. Schulleiter Günter Erdmann sah’s als tolle

Idee und leitete alle nötigen Schritte ein. »Es ist eigentlich alles da«, so Vereinsvorstand

Rainer Beck. Die Mensa biete eine Theke, an der die Getränke ausgegeben

werden können, Tische und Stühle sowieso. Kurzum: Für Vereinsmitglieder die

Möglichkeit, sich eine lange Sucherei nach geeigneten Räumlichkeiten zu sparen.

ABI-Treff in der Mensa gewünscht? Probleme bei der

Organisation, der Adresssuche? Mitgliedern im Ehemaligenverein

helfen wir gerne weiter! Kontakt über Rainer

Beck (Daten siehe Fußzeile). WIR MELDEN UNS!

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Was liegt denn da im Keller?

Sie sind alt, verstaubt und völlig allein gelassen: gut 400 Abitur-Klausuren der vergangenen

Jahre, die im Keller des Gymnasiums Weingarten lagern. Drei Jahre lang muss eine

Prüfungsarbeit aufbewahrt werden, dann kann die Schule sie entsorgen – es sei denn,

der »Prüfling« holt sie ab ...

Das kann schon ganz schön interessant

sein, in eine alte ABI-Klausur zu spicken.

Ruckzuck werden Erinnerungen wach an

die mitleidenden »Prüflinge«, die »Prüfer«

und natürlich den Stoff, der abgefragt

wurde – und wahrscheinlich auch Erinnerungen

an entsprechende ABI-Feten. Drei

Jahre nach dem Abitur kann man die Prüfungsarbeiten

mit nach Hause nehmen.

Wer die Klausuren nicht abholt, für den

sind sie für immer verloren, denn aus Platzgründen

werden sie nach der gesetzlichen

Aufbewahrungsfrist weggeworfen.

Schulleiter Günter Erdmann weist deshalb allen früheren Abiturienten der Jahrgänge 2000 bis

2005 darauf hin: »Wer eine alte ABI-Arbeit haben möchte, kann diese zur Aushändigung beantragen«.

Dazu einfach bis 1. Oktober 2008 ein Fax oder einen Brief an die Schule schicken. Name,

Adresse mit Telefonnummer, Abijahrgang, Schülernummer draufschreiben sowie von welchen Fächern

man die Klausuren haben möchte. Ansonsten werden die Arbeiten der Jahrgänge 2000-

2005 nach dem 1. Oktober entsorgt. »Abiarbeiten der Jahrgänge 2006 bis 2008 dürfen hingegen

nicht mitgenommen werden«, sagt Erdmann. »Mann kann sie aber auf Antrag, d.h. nach Terminvereinbarung

in der Schule einsehen«.

So nicht! Der Verein rät:

Abi-Dokumente pfleglich aufbewahren!

Wie’s im Gymi-Keller aussieht? – Wir wissen es nicht.

Die Schule wollte uns partout kein Foto schicken ...

Also, wie wär’s? Arbeiten abholen und

noch mal reinschauen? Vor allem viele,

viele Jahre später kann das eine tolle

Sache sein. Wer’s machen möchte, hier

die Adresse des Gymnasiums sowie die

Telefon- und Fax-Nummern:

Gymnasium Weingarten

Brechenmacherstraße 19

88250 Weingarten

Tel: 0751-561-921-50

Fax: 0751-561-921-60

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Kurz notiert ...

Sabbatjahr. Sport- und Englischlehrerin Iris Kränzler verabschiedet sich

für ein Jahr von der Schule. »Es scheint mir Zeit, die 31 schnellen und

immer kräftezehrenderen Jahre an der Schule zu durchbrechen«. Bisher

davon abgehalten habe sie die Freude am Unterrichten, das tolle Klima

im Lehrerkollegium sowie der Spaß am sozialen Engagement, sagt die

57-Jährige. Jetzt stünden die Großfamilie, die Muße, Soziales, Bildung,

Sport und – ganz profan – Haus und Garten auf dem Programm.

Schwimmen auf dem Schulhof. Das Unwetter vom 3.

Juli 2008 hat auch zur Überflutung des Schulhofs von

Realschule und Gymnasium geführt. Bei dem Wolkenbruch

war im Mittleren Schussental Land unter. Die Feuerwehr

zählte 500 Einsätze bis spät in die Nacht. Sie

musste Keller leer pumpen, umgestürzte Bäume entfernen

sowie Supermärkte evakuieren, deren Flachdächer

wegen der Wassermassen einzustürzen drohten.

Ruhestand. Gernot Bohnert hat es geschafft: Nach jahrzehntelangem

Einsatz an Gymnasien darf der Physik- und Mathelehrer in Pension. Bohnert

war nach seiner Arbeit am Staatlichen Aufbaugymnasium mit Heim

in Ochsenhausen seit 1990 am Gymnasium Weingarten. Von Kolleginnen

und Kollegen wird er als besonders hilfsbereiter Mensch umschrieben, der

noch das alte Ideal des »Universalgelehrtentums« zu verkörpern scheint –

Bohnert habe ein immenses Wissen, heißt es ...

Neuer Unterrichtstakt. Ab dem neuen Schuljahr führen die Realschule

und das Gymnasium einen neuen Stundentakt ein. Er soll die Durchführung

von Doppelstunden erleichtern, deren Zahl steigt. Folge: Jeweils

zwischen der 1. und 2., der 3. und 4. sowie der 5. und 6. Stunde klingelt

es nicht mehr. Die Große Pause wird auf 9:05 h vorverlegt. Dafür gibt es

eine zweite, etwas längere Pause von 10:55 h bis 11:05 h, in der die

Schüler im Zimmer bleiben dürfen. Auch am Mittag und Nachmittag gibt

es kleine Änderungen. Der Unterrichtstakt wird ein Jahr lang erprobt.

Berufsbörse Reloaded. Nach dem erfolgreichen Start im Vorjahr soll es

am Gymnasium auch kommenden November (29.11.08) wieder eine Berufsbörse

mit Ehemaligen geben. Der Verein ist derzeit auf der Suche

nach Referentinnen und Referenten. Ziel ist es, den Schülerinnen und

Schülern durch lockere Gespräche mit Ehemaligen Einblicke in verschiedene

Berufsbilder zu bieten. Voraus geht den Gesprächen ein Talk, bei dem

die Referenten aus dem »beruflichen Nähkästchen« plaudern sollen.

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Tel: 0751-561-921-50 · Fax: 0751-561-921-60 · 1. Vorsitzender: Rainer Beck · E-Mail: r.beck@weingarten-online.de


erein der Freunde und Ehemaligen des Gymnasiums Weingarten

... IHR JAHRGÄNGER:

Biitte,, schiickt uns Eure

Jahrgangslliisten,, dann

können wiir unsere

Liisten aktualliisiieren!

an: r.beck@weingarten-online.de

Oder per Post an:

Verein der Freunde und Ehemaligen

des Gymnasiums Weingarten

Brechenmacherstraße 19 · 88250 Weingarten

UND EHRENSACHE:

Wir geben die Daten garantiert nicht weiter!

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