Aalen-Rötenberg Gestaltungsplan - Stadt Aalen
Aalen-Rötenberg Gestaltungsplan - Stadt Aalen
Aalen-Rötenberg Gestaltungsplan - Stadt Aalen
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
Luftbild aus dem Jahr 2000<br />
September 2004<br />
<strong>Aalen</strong>-<strong>Rötenberg</strong><br />
Vorbereitende<br />
Untersuchungen<br />
Kurzfassung<br />
WEEBER+PARTNER<br />
Institut für <strong>Stadt</strong>planung und Sozialforschung<br />
Stuttgart / Berlin<br />
Mühlrain 9<br />
70180 Stuttgart<br />
Tel.: 0711 / 62 00 93 60<br />
Fax: 0711 / 62 00 93 89<br />
wpstuttgart@weeberpartner.de<br />
www.weeberpartner.de
Vorbereitende Untersuchungen <strong>Aalen</strong>-<strong>Rötenberg</strong> 1<br />
Kurzfassung<br />
Siedlung <strong>Rötenberg</strong> mit dem Wohngebiet “Heide“ (östlich) und<br />
dem südlich daran anschließenden Gebiet Eisenbahnstraße/<br />
Braunenstraße (Luftbild genordet)<br />
Foto: <strong>Stadt</strong>planungsamt <strong>Aalen</strong>, 2000<br />
Aufgabe und Bedeutung der Vorbereitenden Untersuchungen<br />
Die Siedlung <strong>Rötenberg</strong> ist mittlerweile in das Bund-<br />
Länder-Programm "<strong>Stadt</strong>teile mit besonderem Entwicklungsbedarf<br />
— Die Soziale <strong>Stadt</strong>" aufgenommen worden.<br />
Vor der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes<br />
hat die Gemeinde nach § 141 BauGB Vorbereitende Untersuchungen<br />
durchzuführen, die den Beteiligten —<br />
<strong>Stadt</strong>verwaltung, politischen Gremien und Bürgerschaft<br />
— einen Überblick über den Handlungsbedarf und die<br />
Entwicklungschancen im zukünftigen Sanierungsgebiet<br />
geben sollen. Angesichts des besonderen Schwerpunkts<br />
des Programms "Soziale <strong>Stadt</strong>" berücksichtigen die Untersuchungen<br />
gleichermaßen die bauliche wie auch die<br />
soziale Situation im Untersuchungsgebiet.<br />
Der Untersuchungsbericht ist untergliedert in einen ersten<br />
Teil mit der Beschreibung der Ausgangssituation<br />
und der Bestandsaufnahme (Kapitel 1 bis 3). Es folgen<br />
die Auswertung der repräsentativen Haushaltsbefragung<br />
(Kapitel 4) sowie die Stellungnahmen der Träger<br />
öffentlicher Belange und die Ergebnisse von Schlüsselpersonengesprächen<br />
(Kapitel 5). Auf diesen ersten Teil<br />
baut der Handlungsbedarf auf (Kapitel 6), worauf dann<br />
die abschließenden Empfehlungen für ein Sanierungsund<br />
Maßnahmenkonzept folgen (Kapitel 7).<br />
Zur Entwicklung dieses "Integrierten Handlungskonzepts"<br />
sind die Standpunkte, Absichten und Vorschläge<br />
aller zuständigen Stellen bei der <strong>Stadt</strong>verwaltung und<br />
der Akteure im Untersuchungsgebiet aufgenommen<br />
worden. Die anzustrebenden Ziele, sowohl im baulichen<br />
als auch im sozialen Bereich, werden aus fachlicher Sicht<br />
und aus Sicht der Betroffenen dargestellt. Neben der Beteiligung<br />
der Träger öffentlicher Belange war ein wesentlicher<br />
Bestandteil der Arbeit, die Wünsche und Anliegen<br />
der Bewohnerinnen und Bewohner und weiterer<br />
wichtiger Akteure im <strong>Stadt</strong>teil festzustellen. Sie sind in<br />
die Ergebnisse eingeflossen.<br />
Für den <strong>Rötenberg</strong> lagen dank der Untersuchungen und<br />
Beteiligungsaktionen im Rahmen der Antragstellung aus<br />
dem Jahr 2003 bereits erste Ergebnisse und Handlungsansätze<br />
vor, auf die zurückgegriffen werden konnte.<br />
Die Ergebnisse der Untersuchungen sowie die daraus abgeleiteten<br />
Empfehlungen und das Integrierte Handlungskonzept<br />
haben keine Rechtsverbindlichkeit, diese<br />
bleibt auf die beiden Ebenen der Bauleitplanung beschränkt:<br />
Flächennutzungsplanung und Bebauungsplanung.<br />
Das Handlungskonzept versteht sich als Diskussionsgrundlage<br />
und als zukünftiges Bindeglied zwischen<br />
Flächennutzungsplan und Bebauungsplänen und wird<br />
von der <strong>Stadt</strong>verwaltung und dem Gemeinderat als<br />
"Selbstbindungsplan" betrachtet.<br />
Verfahren und Vorgehen<br />
Der Gemeinderat der <strong>Stadt</strong> <strong>Aalen</strong> hat in seiner Sitzung<br />
am 26. Februar 2004 den Beginn der Vorbereitenden Untersuchungen<br />
für den 15. März 2004 beschlossen und<br />
diesen Beschluss ortsüblich bekannt gegeben. Mit den<br />
Untersuchungen wurde das Stuttgarter Institut für<br />
<strong>Stadt</strong>planung und Sozialforschung Weeber+Partner beauftragt.<br />
In den Monaten April bis Juni 2004 wurden vor allem die<br />
Beteiligungen verschiedener Gruppen vertieft. Methoden<br />
hierfür waren insbesondere<br />
Haushaltsbefragung: Im Mai 2004 wurden 98<br />
Haushalte befragt. Die Befragung gibt Auskunft<br />
über die konkreten Bedürfnisse von 304 Bewohnerinnen<br />
und Bewohnern, ca. 26 Prozent der Bevölkerung<br />
der beiden Gebiete.<br />
"Schlüsselpersonengespräche“: Es wurden acht<br />
Gespräche mit rund 15 Beteiligten geführt. Die<br />
Vertreterinnen und Vertreter von öffentlichen<br />
Einrichtungen und Initiativen wurden zu ihren<br />
Erfahrungen im <strong>Rötenberg</strong> und zu ihren Vorstellungen<br />
für die Sanierung befragt. Diese Expertinnen<br />
und Experten konnten viele Informationen<br />
über Probleme und Potenziale des <strong>Stadt</strong>teils<br />
geben.<br />
Sichtung und Auswertung weiterer, auch aktuellerer<br />
Unterlagen und Datensätze,<br />
weitere Begehungen des Untersuchungsgebiets<br />
zur Fotodokumentation.<br />
WEEBER+PARTNER
2 Kurzfassung<br />
Im folgenden werden die wesentlichen Ergebnisse der<br />
Vorbereitenden Untersuchungen zusammengefasst.<br />
Untersuchungsgebiet<br />
Die Siedlung <strong>Rötenberg</strong> liegt exponiert an einem Hang,<br />
nordöstlich der <strong>Aalen</strong>er Innenstadt — nur wenige hundert<br />
Meter vom Bahnhof und ca. 1.000 Meter von der historischen<br />
Altstadt mit ihrer Fußgängerzone entfernt.<br />
Trotzdem ist die Siedlung aufgrund der breiten Gleisanlagen<br />
und einem großen Firmengelände isoliert von der<br />
Innenstadt mit ihren Versorgungseinrichtungen.<br />
Das Untersuchungsgebiet umfasst die gesamte historische<br />
Siedlung <strong>Rötenberg</strong> sowie den angrenzenden Kindergarten<br />
St. Franziskus und die ehemalige Eisenbahnersiedlung<br />
im Bereich Braunenstraße. Die historische Siedlung<br />
mit dem Kindergarten hat eine Fläche von ca.<br />
8,8 ha. Zusammen mit der Eisenbahnersiedlung umfasst<br />
das Untersuchungsgebiet ca. 9,1 ha.<br />
Die östliche Begrenzung des Untersuchungsgebietes bildet<br />
das Wohngebiet “Heide“. Trotz der räumlichen Nähe<br />
gibt es nur wenige Fußwegeverbindungen zwischen beiden<br />
Wohngebieten und kaum nachbarschaftliche Kontakte.<br />
Der Kindergarten St. Franziskus wurde in das Untersuchungsgebiet<br />
mit aufgenommen, da er einer der<br />
wenigen Verknüpfungspunkte zwischen “Heide“ und <strong>Rötenberg</strong><br />
darstellt und somit Möglichkeiten bietet, die soziale<br />
Integration zu fördern.<br />
WEEBER+PARTNER<br />
Die ehemalige Eisenbahnersiedlung weist ganz ähnliche<br />
bauliche Defizite auf wie die Siedlung <strong>Rötenberg</strong>, die Bewohnerstruktur<br />
ist dort ähnlich einseitig, hinzu kommt<br />
ein zusätzliches Konfliktpotenzial durch die Unterbringung<br />
von Obdachlosen in einer Einrichtung der Caritas.<br />
Bauliche und städtebauliche Situation<br />
Die <strong>Rötenberg</strong>-Siedlung wirkt insgesamt sehr homogen,<br />
ist jedoch aufgrund ihrer Lage und fehlenden funktionalen<br />
Verknüpfungen isoliert. Mit Ausnahme einiger weniger<br />
Sondernutzungen handelt es sich um eine reine<br />
Wohnsiedlung, die durch den Gebäudetyp der 2- bis 3geschossigen<br />
Zeile mit flachem Satteldach parallel zum<br />
Hang stehend bestimmt ist. Potenziale für einen attraktiven<br />
innenstadtnahen Wohnstandort sind die Nähe zur<br />
freien Landschaft sowie große Freiflächen mit altem<br />
Baumbestand innerhalb der Siedlung — gute Voraussetzungen<br />
für ein familienfreundliches Wohnumfeld.<br />
Die ursprünglich 55 Mehrfamilienhäuser am <strong>Rötenberg</strong><br />
wurden überwiegend in den Jahren zwischen 1951 und<br />
1963 gebaut. Die Wohnbebauung ist abschnittsweise<br />
von Nord nach Süd entstanden.<br />
links: <strong>Rötenberg</strong>-Siedlung mit Freiflächen am Jugend-<br />
und Nachbarschaftszentrum<br />
rechts: Ehemalige Eisenbahnersiedlung, Braunenstraße<br />
Fotos: Weeber+Partner
Vorbereitende Untersuchungen <strong>Aalen</strong>-<strong>Rötenberg</strong> 3<br />
Gemeinschaftsbad im Keller<br />
Foto: Weeber+Partner<br />
Die Gebäude lassen sich in drei Gruppen einteilen: Einfachstwohnungen<br />
überwiegend im Norden und modernisierte<br />
Wohnungen im mittleren und südlichen Bereich<br />
sowie Neubauten im Norden der Siedlung. Aufgrund des<br />
schlechten Zustands einzelner Gebäude begann die<br />
Wohnungsbau <strong>Aalen</strong> GmbH vor einigen Jahren mit ersten<br />
Abriss- und anschließenden Neubaumaßnahmen:<br />
Abriss Hangweg 7, Abriss und Neubau Hangweg 2 (Fertigstellung<br />
2001) und Saumweg 1-5 (Baubeginn Sommer<br />
2003).<br />
Zum Jahresbeginn 2003 wechselte der gesamte Wohnungsbestand<br />
der <strong>Stadt</strong> <strong>Aalen</strong> in den Besitz der Wohnungsbau,<br />
so dass mit Ausnahme von vier Häusern am<br />
südlichen Rand der Siedlung (Charlottenstraße 27/28<br />
und Saumweg 24/31, Landes-Bau-Genossenschaft<br />
Württemberg eG mit zusammen ca. 30 Wohnungen) die<br />
Wohnungsbau <strong>Aalen</strong> GmbH mit ihren 411 Wohnungen<br />
in 48 Gebäuden der größte Eigentümer im <strong>Rötenberg</strong> ist<br />
und bei der beabsichtigten Sanierung eine entsprechend<br />
wichtige Rolle spielen wird.<br />
Der Wohnungsbestand setzt sich aus kleinen 2- bis 3-,<br />
seltener 4-Zimmerwohnungen zusammen. Damit entspricht<br />
das Angebot bezüglich Größe und auch Zuschnitt<br />
oftmals nicht mehr heutigen Standards (u.a. wenig<br />
Wohnangebote für große Familien und Senioren, keine<br />
abgetrennten Küchen, fehlende private Freibereiche). Die<br />
technische Ausstattung vieler Gebäude weist zudem einen<br />
hohen Sanierungs- und Modernisierungsbedarf auf<br />
(u.a. Einzelöfen, kein Bad in der Wohnung, keine zentrale<br />
Warmwasserversorgung, veraltete Elektroinstallationen).<br />
Gleiches gilt für den baulichen Zustand der Gebäude<br />
insgesamt. Hier gibt es erhebliche Mängel (u.a. fehlende<br />
Dämmung, undichte Holzfenster, Schimmelbildung,<br />
mangelnder Schallschutz), wobei die Häuser im<br />
Süden generell in einem besseren Zustand sind als die im<br />
nördlichen Bereich des Untersuchungsgebietes. Auch<br />
das Wohnumfeld weist erhebliche Defizite auf (u.a.<br />
schadhafte und unzureichend beleuchtete Hauseingangs-<br />
und Vorbereiche, ungepflegte Gartenbereiche,<br />
fehlende Lösungen für Müllstandsflächen).<br />
Die Wege zwischen den Häusern prägen den öffentlichen<br />
Raum in der Siedlung. Sie bieten kaum Aufenthaltsqualität<br />
und befinden sich in einem schlechten Zustand.<br />
Außer den vier Spielplätzen und den Freiflächen<br />
um das Jugend- und Nachbarschaftszentrum gibt es keine<br />
öffentlichen Plätze, wo sich auch Erwachsene treffen<br />
könnten. Die Freiflächen um das JNZ reichen in Größe<br />
und Ausstattung nicht aus, um den verschiedenen Altersgruppen<br />
gerecht zu werden. Die Spielplätze sind zu<br />
sanieren und zu verbessern und um weitere Plätze besonders<br />
für Kleinkinder zu erweitern. Insgesamt sind die<br />
Anbindungen für Fußgänger und Radfahrer sowohl zur<br />
Innenstadt als auch zur “Heide“ zu verbessern.<br />
Das Jugend- und Nachbarschaftszentrum sowie der Kindergarten<br />
St. Franziskus sind die beiden einzigen öffentlichen<br />
Einrichtungen im Teilgebiet <strong>Rötenberg</strong>. Außer einer<br />
kleinen Gaststätte, die zwischenzeitlich geschlossen<br />
war, gibt es keine Versorgungseinrichtungen im Untersuchungsgebiet.<br />
Das Gebäude des JNZ muss dringend grundsaniert und<br />
erweitert werden, um dem Bedarf gerecht zu werden. Es<br />
ist der soziale Mittelpunkt im <strong>Rötenberg</strong> und soll entsprechend<br />
aufgewertet werden. Handlungsbedarf besteht<br />
auch bei den Außenflächen des Kindergarten St.<br />
Franziskus, die sich in keinem guten Zustand befinden.<br />
Insgesamt fördern Mängel im Siedlungsbild das negative<br />
Image: die Garagenanlagen und verwahrlosten Schrebergärten<br />
am Siedlungsrand wirken nicht sehr einladend,<br />
außerdem gibt es viele wilde Müllablagerungen in<br />
der gesamten Siedlung, die die Qualität des Wohnumfelds<br />
beeinträchtigen.<br />
Im Bereich Braunenstraße ist besonders das Gebäude, in<br />
dem sich die Beratungsstelle für Wohnungslose befindet<br />
(Nr. 9), sanierungsbedürftig und in seinem äußeren Erscheinungsbild<br />
zu verbessern.<br />
WEEBER+PARTNER
4 Kurzfassung<br />
Bevölkerung und soziale Infrastruktur<br />
Zum Stichtag 31.03.2004 lebten in der Siedlung <strong>Rötenberg</strong><br />
1.032 Personen, in den Mietshäusern der ehemaligen<br />
Eisenbahnersiedlung an der Braunenstraße sind es<br />
146 Bewohner (Braunenstraße 10, 11 und 12, Stauffenbergstraße<br />
30). Der Ausländeranteil in der Siedlung <strong>Rötenberg</strong><br />
beträgt zum Stichtag knapp 47 Prozent — den<br />
allergrößten Anteil daran haben Bewohner türkischer<br />
Nationalität. Auch im Bereich der Braunenstraße ist der<br />
Anteil an Personen ohne deutschen Pass überdurchschnittlich<br />
hoch (57 Prozent zum Stichtag).<br />
Der <strong>Rötenberg</strong> hat eine vergleichsweise junge Bewohnerschaft.<br />
Insbesondere der Anteil der Kinder und Jugendlichen<br />
bis 20 Jahre ist mit 31,7 Prozent überdurchschnittlich<br />
(Gesamtstadt 23,1 Prozent). Hauptanteil an<br />
der jungen Bewohnerschaft haben die vielen ausländischen<br />
Haushalte, sie bilden überwiegend die klassischen<br />
Familienhaushalte, während die deutschen Haushalte<br />
überwiegend der älteren Generation angehören.<br />
Im <strong>Rötenberg</strong> und im Bereich Braunenstraße leben weit<br />
mehr Personen in sozial schwierigen Verhältnissen als in<br />
anderen <strong>Stadt</strong>teilen. Indikatoren dafür sind u.a. die große<br />
Anzahl ordnungsrechtlich eingewiesener Personen<br />
(119 Personen in 61 Haushalten, Stand April 2004), viele<br />
ältere, darunter auch alleinstehende Frauen, ein hoher<br />
Anteil arbeitsloser Menschen oder ein großer Anteil ausländischer<br />
Frauen ohne ausreichende Deutschkenntnisse<br />
und entsprechende Bildungsabschlüsse.<br />
WEEBER+PARTNER<br />
Prozent<br />
18,0<br />
16,0<br />
14,0<br />
12,0<br />
10,0<br />
8,0<br />
6,0<br />
4,0<br />
2,0<br />
0,0<br />
16,5<br />
15,2<br />
Besucherinnen beim Bürgerabend<br />
Foto: Weeber+Partner<br />
Neben den beiden im Teilgebiet <strong>Rötenberg</strong> liegenden öffentlichen<br />
Einrichtungen (JNZ, Kindergarten St. Franziskus)<br />
sind insbesondere die Schillerschule und der Kindergarten<br />
Peter und Paul wichtige Institutionen für den <strong>Rötenberg</strong>.<br />
Die beiden Kindergärten leisten einen wichtigen<br />
Beitrag zur Integration: Kinder unterschiedlicher Herkunft<br />
und aus beiden Wohngebieten — <strong>Rötenberg</strong> und<br />
Heide — kommen hier zusammen. Beide Kindergärten<br />
leisten eine sehr aktive Elternarbeit und machen auch<br />
den Eltern vielfältige Angebote.<br />
Rund ein Drittel der Schüler/innen der Schillerschule<br />
kommen vom <strong>Rötenberg</strong>. Die Schillerschule geht in vielen<br />
Bereichen innovative Wege, um besonders auch sozial<br />
benachteiligten und dadurch häufig leistungsschwachen<br />
Schülern eine Chance zu bieten und die Anzahl<br />
der Schulabbrecher zu verringern (Kurssystem,<br />
Kleinklasse). Die Entwicklung zu einem Lern- und Lebensraum<br />
kennzeichnet das Profil der Schule. Die Schule<br />
hat sich schon sehr für die <strong>Stadt</strong>teilentwicklung am <strong>Rötenberg</strong><br />
engagiert (Fotosafaris als Kursangebot).<br />
13,6<br />
14,5<br />
13,5<br />
11,1<br />
Altersgruppen im <strong>Rötenberg</strong> nach Nationalität<br />
(Stichtag: 31.03.2004)<br />
Grafik: Weeber+Partner<br />
11,0<br />
0 bis 20 21 bis 40 41 bis 60 über 60<br />
deutsch ausländisch<br />
4,6
Vorbereitende Untersuchungen <strong>Aalen</strong>-<strong>Rötenberg</strong> 5<br />
Das Jugend- und Nachbarschaftszentrum (Träger AG<br />
<strong>Rötenberg</strong>) hat durch seine Lage mitten im <strong>Stadt</strong>teil, die<br />
viel genutzten Räume und die überwiegend vom <strong>Rötenberg</strong><br />
kommenden Nutzerinnen und Nutzer einen deutlich<br />
sichtbaren <strong>Stadt</strong>teilbezug. Der Schwerpunkt liegt bei<br />
Angeboten für Kinder und Jugendliche. Das langjährige<br />
Angebot und die konstante Mitarbeiterschaft verschaffen<br />
dem Zentrum eine hohe Akzeptanz unter allen Bevölkerungsgruppen.<br />
Allerdings können aufgrund eingeschränkter<br />
Kapazitäten in bezug auf Räumlichkeiten, Finanzen<br />
und Personal nicht alle wünschenswerten Angebote<br />
im nötigen Umfang umgesetzt werden (bspw. keine<br />
Angebote für Senior/inn/en oder speziell für ältere Migrant/inn/en).<br />
Die Beratungsstelle für Wohnungslose in der Braunenstraße<br />
ist nicht nur für diesen Personenkreis von Bedeutung,<br />
sondern auch für einige Bewohner des <strong>Rötenberg</strong><br />
eine wichtige Anlaufstelle.<br />
Haushaltsbefragung<br />
Groß und Klein beim Jubiläum der AG <strong>Rötenberg</strong><br />
Foto: Weeber+Partner<br />
Die in einem Zufallsverfahren ausgewählten Haushalte<br />
wurden telefonisch zum Teil in türkischer Sprache und<br />
teilweise auch persönlich vor Ort befragt. Das Untersuchungsgebiet<br />
wurde für die Befragung in vier Teilgebiete<br />
unterteilt (<strong>Rötenberg</strong> Nord, Mitte, Süd, Braunenstr./<br />
Stauffenbergstr.), um eine kleinräumigere Auswertung<br />
zu ermöglichen.<br />
In den 98 befragten Haushalten im <strong>Rötenberg</strong> und im<br />
Bereich Braunenstraße leben insgesamt 304 Menschen,<br />
das entspricht 26 Prozent der Gesamtbevölkerung in den<br />
beiden Teilgebieten. Die Befragung gibt Aufschluss über<br />
die Lebensumstände, Wohnsituation und Bedürfnisse<br />
der Bewohnerschaft.<br />
Der Anteil der Haushalte mit Kindern (49 Prozent) und<br />
der ohne Kinder (51 Prozent) ist bei den Befragten nahezu<br />
ausgeglichen. Fast die Hälfte der befragten Haushalte<br />
sind Kleinhaushalte mit ein bis zwei Personen (45 Prozent)<br />
entsprechend dem Wohnungsangebot mit überwiegend<br />
Kleinwohnungen.<br />
Die Befragung bestätigt die Annahme, dass der Anteil<br />
der Menschen mit Migrationshintergrund deutlich höher<br />
ist als es die amtlichen Statistiken zeigen: 13 Prozent<br />
der Männer und 10 Prozent der Frauen unter den Befragten<br />
sind deutsch eingebürgert. Die überwiegende<br />
Mehrheit der Menschen mit Migrationshintergrund lebt<br />
schon lange in Deutschland.<br />
Das Untersuchungsgebiet ist geprägt von einer einseitigen<br />
Bewohnerstruktur (einkommensschwache Haushalte,<br />
niedrige Bildungsabschlüsse). Unter den Befragten<br />
überwiegen Einkommen auf oder unter Sozialhilfeniveau<br />
(42 Prozent). Ungefähr die Hälfte verfügt über ein<br />
geringes (24 Prozent) oder mittleres (29 Prozent) Einkommen.<br />
Der Anteil an Haushalten mit “höheren“ Einkommen<br />
(Einkommen, die nach § 25 ff zweites Wohnbaugesetz<br />
nicht mehr förderungsfähig sind) ist erwartungsgemäß<br />
mit 6 Prozent sehr gering. Das untere Einkommensniveau<br />
zeigt sich auch daran, dass 35 Prozent<br />
der befragten Haushalte Arbeitslosengeld/-hilfe beziehen<br />
und 7 Prozent Sozialhilfe erhalten. Entsprechend<br />
dem Zustand der Häuser und Wohnungen gibt es von<br />
Nord nach Süd ein deutliches Gefälle: Im Teilgebiet <strong>Rötenberg</strong><br />
Nord ist der Anteil der Menschen, die in sozial<br />
schwierigen Verhältnissen leben, weitaus höher als im<br />
Teilgebiet Süd. Ein nur geringes Einkommen oder Einkommen<br />
auf Sozialhilfeniveau haben eher jüngere Haushalte<br />
mit Haushaltsvorständen im Alter zwischen 21 und<br />
40 Jahren.<br />
Deutsche Bewohner am <strong>Rötenberg</strong> sind entweder langjährige<br />
Mieter und gehören den älteren Altersgruppen<br />
an oder es sind Menschen, darunter auch jüngere, die in<br />
sozial schwierigen Verhältnissen leben. Dagegen verfügen<br />
Menschen mit Migrationshintergrund mehrheitlich<br />
über ein besseres Einkommen und zählen zur Mittelschicht<br />
am <strong>Rötenberg</strong>. Sie sind — insbesondere Menschen<br />
türkischer Herkunft — unzufriedener mit der<br />
Wohnsituation im Gebiet und wollen zum großen Teil<br />
möglichst bald ausziehen.<br />
Die meisten Bewohner haben keine Berufsausbildung<br />
und sind un- bzw. angelernt (53 Prozent der Männer, 71<br />
Prozent der Frauen). Auch die Beschäftigungssituation<br />
macht deutlich, dass eine soziale Mischung im Röten-<br />
WEEBER+PARTNER
6 Kurzfassung<br />
berg fehlt (nur 44 Prozent der Männer ist vollzeit beschäftigt,<br />
22 Prozent der Frauen sind voll- oder teilzeit<br />
beschäftigt). Der Anteil der Haushalte, die von Arbeitslosigkeit<br />
(27 Prozent der Männer, 9 Prozent der Frauen)<br />
betroffen sind, mit einer kleinen Rente oder geringem<br />
Einkommen auskommen müssen, ist hoch.<br />
Im Bereich Braunenstraße wohnen einerseits Obdachlose<br />
(für begrenzte Zeit im Aufnahmeheim) oder teilweise<br />
ordnungsrechtlich eingewiesene Personen. Ansonsten<br />
gehören die Bewohnerinnen und Bewohner der Mittelschicht<br />
an. Sie sind mehrheitlich vollzeit beschäftigt.<br />
37 Prozent der Befragten im <strong>Rötenberg</strong> sind bereit, an<br />
der <strong>Stadt</strong>teilentwicklung mitzuwirken. Sie sind besonders<br />
an praktischen Tätigkeiten wie Putz- und Pflanzaktionen<br />
oder kleineren Renovierungsarbeiten interessiert.<br />
Im folgenden werden die Ergebnisse einzelner Aspekte<br />
der Befragung für das Teilgebiet <strong>Rötenberg</strong> aufgeführt.<br />
Wohnung:<br />
WEEBER+PARTNER<br />
Im <strong>Rötenberg</strong> wohnen ausschließlich Mieter;<br />
durchschnittlich stehen den befragten Haushalten<br />
3 Zimmer (ohne Küche/Wohnküche und Bad)<br />
zur Verfügung;<br />
die durchschnittliche Wohnfläche pro Person im<br />
<strong>Rötenberg</strong> liegt bei 20 qm; zum Vergleich: der<br />
Bundesdurchschnitt lag 2001 bei 39,8 qm pro<br />
Person;<br />
Bezogen auf die Zimmerzahl sind<br />
17 Prozent der Wohnungen überbelegt (= 2 Personen<br />
mehr als Zimmer), weitere 15 Prozent sind<br />
leicht überbelegt (= 1 Person mehr als Zimmer)<br />
(junge Haushalte mit Haushaltsvorständen bis 40<br />
Jahre, Haushalte mit Kindern, überdurchschnittlich<br />
viele Wohnungen im Teilgebiet <strong>Rötenberg</strong><br />
Nord);<br />
19 Prozent der Wohnungen unterbelegt (= 2<br />
Zimmer mehr als Personen) und 25 Prozent<br />
leicht unterbelegt (= 1 Zimmer mehr als Personen);<br />
bei rund einem Viertel der Haushalte liegt eine<br />
ausreichende Versorgung (= Personenzahl ent-<br />
Freisitz vor dem Haus<br />
Foto: KKL Schillerschule <strong>Aalen</strong><br />
spricht Zimmeranzahl) vor (besonders <strong>Rötenberg</strong><br />
Mitte);<br />
die Kontinuität bei der Wohndauer ist nach Teilgebieten<br />
sehr unterschiedlich (<strong>Rötenberg</strong> Nord<br />
am geringsten, Mitte hat die meisten langjährigen<br />
Mieter, aber auch vergleichsweise viele Neubewohner),<br />
insgesamt wohnen 57 Prozent weniger<br />
als 10 Jahre in derselben Wohnung;<br />
in den Gebieten Mitte und Süd ist auch künftig<br />
mit Kontinuität zu rechnen (75 bzw. 80 Prozent<br />
wollen noch lange in der Wohnung bleiben, Nord<br />
nur 55 Prozent);<br />
ausziehen wollen insbesondere Haushalte mit<br />
Haushaltsvorständen mittleren Alters, Haushalte<br />
mit Kindern sowie Befragte türkischer Herkunft;<br />
der meistgenannte Grund für einen Umzug ist<br />
der schlechte Zustand der Wohnung (weniger als<br />
die Hälfte ist mit dem baulichen Zustand zufrieden)<br />
gefolgt von Wohnungsgröße und Milieu;<br />
bemängelt werden insbesondere die alten Fenster,<br />
der Zustand der Bäder, Heizung und Elektroinstallationen,<br />
auch ein besseres Erscheinungsbild<br />
der Häuser wird gewünscht;<br />
die meisten Bewohner können sich eine Mieterhöhung<br />
infolge einer Modernisierung nicht leisten,<br />
auch der Kauf der Wohnung kommt für die<br />
überwiegende Mehrheit nicht in Frage;<br />
geschätzt werden besonders die schöne Aussicht<br />
und Lage, das viele Grün und die günstigen Mieten.<br />
Wohnumfeld:<br />
Insgesamt bewerten die Befragten die Wohnumgebung<br />
als knapp befriedigend (2,7 auf einer<br />
Skala von 1 bis 5);<br />
über Lärmbelästigung beklagen sich besonders<br />
die Bewohner im Bereich Mitte (hellhörige Wohnungen);<br />
mit den Bereichen um das Haus (Garten, Vorbereich,<br />
Sitzmöglichkeiten) sind die Befragten insgesamt<br />
unzufrieden;<br />
das Stellplatzangebot ist knapp, insbesondere im<br />
Hangweg fehlen Parkplätze;<br />
die Sauberkeit in der Wohnumgebung wird am
Vorbereitende Untersuchungen <strong>Aalen</strong>-<strong>Rötenberg</strong> 7<br />
schlechtesten bewertet (besonders Mitte und<br />
Nord), Probleme gibt es bei der Kehrwoche und<br />
mit dem Müll;<br />
Straßen und Wege sind in schlechtem Zustand<br />
(Unebenheiten, fehlende Beleuchtung, keine<br />
Vorrichtungen wie Rampen für Kinderwägen);<br />
das Zusammenleben in der Nachbarschaft wird<br />
von den Befragten am besten bewertet, häufig<br />
gibt es aber wenig bzw. keine Kontakte untereinander;<br />
Konflikte entstehen besonders in Gebäuden, in<br />
denen Menschen mit Alkoholproblemen wohnen.<br />
Bewertung des <strong>Stadt</strong>teils:<br />
Schaukelpferd auf dem Spielplatz am Hangweg<br />
Foto: Weeber+Partner<br />
Zwei Drittel der Befragten leben "gerne" oder<br />
"sehr gerne", 17 Prozent leben "teilweise gern"<br />
und 15 Prozent "ungern" oder "sehr ungern" im<br />
<strong>Rötenberg</strong>;<br />
besonders wohl fühlen sich allein Lebende und<br />
Alleinerziehende sowie Haushalte mit Haushaltsvorständen<br />
mittleren Alters, am wenigsten zufrieden<br />
sind die Befragten ab 71 Jahren und diejenigen<br />
türkischer Nationalität;<br />
allein Lebende haben kaum soziale Kontakte im<br />
<strong>Stadt</strong>teil, Haushalte mit Kindern und besonders<br />
mit mehreren Erwachsenen ohne Kinder haben<br />
dagegen viele Freunde und Bekannte dort;<br />
bemängelt werden insbesondere fehlende Angebote<br />
für Erwachsene im <strong>Stadt</strong>teil, die “Besetzung“<br />
des JNZ durch bestimmte Gruppen (Menschen<br />
mit Migrationshintergrund) sowie fehlende<br />
Sportangebote für Jugendliche und Spielangebote<br />
für kleinere Kinder;<br />
das viele Grün wird positiv bewertet, jedoch fehlen<br />
Plätze mit Aufenthaltsqualität, ein Anliegen<br />
ist eine bessere Erscheinung und Pflege des öffentlichen<br />
Raums;<br />
kritisiert wird, dass zu schnell und rücksichtslos<br />
in der Siedlung gefahren wird und die Bedingungen<br />
für Fußgänger und Radfahrer teilweise sehr<br />
gefährlich sind;<br />
öffentliche Verkehrsmittel werden wenig genutzt,<br />
da die Anbindung nicht ausreichend ist<br />
(Haltestellen liegen außerhalb des Gebiets und<br />
sind für Ältere zu weit entfernt);<br />
die meisten Befragten fühlen sich wohl und sicher,<br />
“Ordnung und Sicherheit“ wird von 63 Porzent<br />
mit “gut“ oder “sehr gut“ bewertet; vermisst<br />
werden mehr Ordnung und Kontrolle in den<br />
Hausgemeinschaften und mehr Beleuchtung;<br />
kritisiert werden fehlende Einkausfmöglichkeiten<br />
und Dienstleistungen, gewünscht wird ein Bäkker<br />
mit den wichtigsten Grundnahrungsmitteln<br />
in der Siedlung;<br />
attraktive Spielplätze für kleinere Kinder fehlen,<br />
die vorhandenen Plätze sind sehr schmutzig, gefährlich<br />
(Glasscherben etc.) und werden häufig<br />
durch andere Gruppen besetzt (Menschen mit<br />
Alkoholproblemen);<br />
die Angebote für Jugendliche, insbesondere ältere<br />
Jugendliche, reichen nicht aus, informelle<br />
Treffpunkte fehlen;<br />
das Zusammenleben wird zur Hälfte als “gut“<br />
oder “sehr gut“ bewertet, es erweckt jedoch mehr<br />
den Eindruck eines Nebeneinander als eines Miteinander<br />
insbesondere zwischen den unterschiedlichen<br />
kulturellen und sozialen Gruppen.<br />
Im Bereich Braunenstraße leben 40 Prozent "sehr gerne"<br />
und 60 Prozent "teilweise gern", insgesamt wird das Gebiet<br />
sehr gut bewertet. Am schlechtesten wird das Zusammenleben<br />
der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen<br />
beurteilt; das liegt wahrscheinlich in der Nachbarschaft<br />
zur Wohnungslosen-Beratungsstelle begründet.<br />
Besonders positiv werden Einkaufsmöglichkeiten und<br />
der öffentliche Personennahverkehr beurteilt.<br />
Weitere Beteiligungen<br />
Im Rahmen der Antragstellung durchgeführte Bürgerbeteiligungen<br />
Die <strong>Stadt</strong> <strong>Aalen</strong> legt großen Wert auf eine frühzeitige<br />
Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger bei Sanierungsvorhaben.<br />
Ein Bürgerabend bildete den Auftakt für<br />
die offene Bürgerbeteiligung. Die Teilnehmenden konnten<br />
Plus- und Minuspunkte für Teilaspekte des Lebens in<br />
der <strong>Rötenberg</strong>-Siedlung vergeben. “Häuser und Wohnungen“<br />
sowie “Verkehr“ wurden besonders kritisch be-<br />
WEEBER+PARTNER
8 Kurzfassung<br />
wertet, “Nachbarschaft und <strong>Stadt</strong>teilleben“ dagegen besonders<br />
positiv.<br />
Innerhalb eines Schulprojekts an der Schillerschule wurde<br />
eine Fotosafari im <strong>Rötenberg</strong> durchgeführt. Die Ergebnisse<br />
wurden mit einer Ausstellung, die im Rahmen<br />
des Kinderfestes eröffnet wurde, der Öffentlichkeit präsentiert.<br />
Eine Blitzbefragung während des Festes ergab<br />
ein weiteres Stimmungsbild zum Handlungsbedarf im<br />
<strong>Rötenberg</strong>. Die Ergebnisse eines <strong>Stadt</strong>teilspaziergangs<br />
und der Fachgespräche “Wohnen“ und “Integration“ waren<br />
eine wichtige Grundlage für das Maßnahmenkonzept.<br />
Den Abschluss der offenen Bürgerbeteiligung bildete<br />
eine Mitmachaktion für groß und klein. Das Umfeld des<br />
JNZ wurde aufgewertet: Müll aus den Grünanlagen entfernt,<br />
ein Tischfußballgerät aufgestellt und Rindenmulch<br />
auf den Spielplätzen ausgetauscht.<br />
Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange<br />
Im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchungen wurden<br />
gemäß § 139 BauGB die in Betracht kommenden<br />
Träger öffentlicher Belange angeschrieben und um eine<br />
Stellungnahme gebeten. 26 Träger öffentlicher Belange<br />
wurden beteiligt. Es wurden keine prinzipiellen Bedenken<br />
gegen die beabsichtigte Sanierungsmaßnahme geäußert.<br />
Teilweise wurden fachspezifische Anregungen<br />
gegeben, die bei den Sanierungszielen berücksichtigt<br />
wurden oder das weitere Verfahren und die Umsetzung<br />
auch von Einzelmaßnahmen betreffen.<br />
Schlüsselpersonengespräche<br />
Viele Gesprächspartner beobachten, dass der hohe Anteil<br />
türkisch-stämmiger Menschen zu einer großen Selbstsicherheit<br />
im Umgang mit der eigenen nationalen und<br />
kulturellen Identität führt und dadurch die Integration<br />
der verschiedenen Bevölkerungsgruppen erschwert wird.<br />
Im Vergleich zu früheren Migrantengenerationen werden<br />
die Deutschkenntnisse der hier lebenden Türken zunehmend<br />
schlechter. Die soziale und berufliche Integration<br />
wird dadurch erschwert und auch die Kinder sprechen<br />
oft sehr schlecht Deutsch oder verweigern gar ganz<br />
WEEBER+PARTNER<br />
Gebäude in schlechtem baulichen Zustand<br />
Foto: Weeber+Partner<br />
das Sprechen im Kindergarten. Der Kontakt zu den Eltern<br />
ist in den Kindergärten zufriedenstellend, an der Schule<br />
sind Eltern aus dem <strong>Rötenberg</strong> kaum präsent.<br />
Viele Kinder und Jugendliche sind schon frühzeitig durch<br />
das Elternhaus von Arbeitslosigkeit betroffen und auf<br />
Sozialhilfe angewiesen. Die materielle Armut ist in vielen<br />
Familien groß. Diese sozial schwierigen Verhältnisse<br />
wirken sich auf die Entwicklung der Kinder aus: die schulischen<br />
Leistungen sind oft unterdurchschnittlich, die<br />
Probleme in der Ausbildung entsprechend groß. Die Kinder<br />
und Jugendlichen haben oft praktisch kein Elternhaus<br />
mehr, da die Eltern mit ihrer eigenen Situation<br />
überfordert sind. Die Kinder kommen teilweise hungrig<br />
in Schule oder Kindergarten. Sie erleben zuhause keine<br />
stabilen Verhältnisse — Auswirkung ist häufig ein auffälliges<br />
Sozialverhalten wie Aggressionen, rüder Umgangston<br />
oder mangelndes Selbsteinschätzungsvermögen.<br />
Gesprächspartner vermuten, dass in vielen Familien Gewalt<br />
angewendet wird.<br />
Weitere Themen der Gespräche waren Sprachförderung,<br />
die besondere Situation Wohnungsloser bzw. obdachlos<br />
eingewiesener Menschen, Image und Identität sowie<br />
Unsicherheitsgefühl.<br />
Handlungsbedarf<br />
Bürgerbeteiligung, Bestandsaufnahme und Befragungen<br />
zeigen, dass dringender und umfangreicher Handlungsbedarf<br />
für den <strong>Rötenberg</strong> besteht. Daher soll eine <strong>Stadt</strong>teilentwicklung<br />
auf den Weg gebracht werden mit den<br />
Zielen:<br />
Wohnungsstandard und Wohnzufriedenheit verbessern<br />
— Attraktivität auch für Wohnungssuchende<br />
von außerhalb erhöhen;<br />
Aufenthaltsqualität von öffentlichen Plätzen<br />
und im Wohnumfeld verbessern;<br />
Treffpunkte für Erwachsene und Angebote für<br />
Ältere schaffen;<br />
Sport- und Spielplätze sowie Treffpunkte für Kinder<br />
und Jugendliche verbessern;<br />
Jugend- und Nachbarschaftszentrum als gesellschaftlichen<br />
Mittelpunkt und Ort für Integration
Vorbereitende Untersuchungen <strong>Aalen</strong>-<strong>Rötenberg</strong> 9<br />
stärken;<br />
Verkehrssicherheit und Parkierungssituation verbessern;<br />
Integration der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen<br />
fördern;<br />
die Siedlung besser an andere <strong>Stadt</strong>teile sowie<br />
die Innenstadt anbinden;<br />
Chancen Benachteiligter durch Bildungs- und<br />
Qualifizierungsangebote verbessern;<br />
Beschäftigung und lokale Initiativen fördern;<br />
<strong>Stadt</strong>teilleben und bürgerschaftliches Engagement<br />
fördern;<br />
Lebensqualität für ältere Menschen sichern;<br />
Menschen in sozial schwierigen Verhältnissen<br />
unterstützen und stabilisieren;<br />
vorhandene Potenziale nutzen.<br />
Integriertes Handlungskonzept und Maßnahmen<br />
Das Integrierte Handlungskonzept verbindet investive<br />
und nicht-investive Maßnahmen aus unterschiedlichen<br />
Handlungsfeldern (soziale Infrastruktur, <strong>Stadt</strong>teilleben<br />
und Bürgerengagement, Sport und Freizeit, Kinder und<br />
Jugendliche, öffentlicher Raum, <strong>Stadt</strong>gestalt, Verkehr,<br />
Ökologie, Wohnen und Wohnumfeld, Integration, Arbeit<br />
und Beschäftigung), die darauf abzielen, gleichzeitig<br />
möglichst mehrere Defizite anzugehen und zu beheben.<br />
Die Maßnahmen sind im Rahmen der Städtebauförderung<br />
förderfähig (investiv) oder können ggf. über ergänzende<br />
Programme anderer Fachressorts umgesetzt werden<br />
(nicht-investiv).<br />
Investive Maßnahmen<br />
Wilde Müllablagerung im Wohnumfeld<br />
Foto: KKL Schillerschule <strong>Aalen</strong><br />
M1 Wohnungssanierung und –modernisierung,<br />
Wohnungsneubau<br />
Behutsame Verbesserung des baulichen Zustands der<br />
Gebäude und des Wohnstandards, Schaffung von seniorengerechten<br />
und familiengerechten Wohnungen sowie<br />
von Gemeinschaftsräumen durch Modernisierung, Wohnungsneubau,<br />
begleitende Maßnahmen wie Unterstützung<br />
von Eigenleistungen oder Betreuung bei Mieterumsetzung.<br />
M2 Wohnumfeld und Treffpunkte<br />
Zuordnung von Freibereichen zu einzelnen Gebäuden<br />
bzw. Hausgemeinschaften, Neugestaltung der Freibereiche,<br />
Aufwertung des Umfelds des JNZ als zentraler Quartiersplatz,<br />
Verbesserung der Müllstandsflächen in der<br />
gesamten Siedlung.<br />
M3 Treffpunkte und Spielplätze für Kinder und<br />
Jugendliche<br />
Sanierung und Verbesserung von Spielplätzen für Kinder,<br />
Schaffung zusätzlicher Kleinkinderspielplätze im<br />
Wohnumfeld, Sanierung und Ausbau von Sportflächen<br />
und Treffpunkten für Jugendliche.<br />
M4 Öffentliche Einrichtungen, soziale Infrastruktur<br />
Sanierung, Modernisierung und Erweiterung des JNZ,<br />
um das Angebot insbesondere für Erwachsene und Senioren<br />
zu verbessern. Kindergarten St. Franziskus: Anpassung<br />
an die Anforderungen für Ganztagsbetreuung<br />
und Verbesserung der Außenanlagen.<br />
M5 Verkehr (Straßen, Fußwege, Parkierung)<br />
Erhöhung der Verkehrssicherheit von Fußgängern und<br />
spielenden Kindern, Verbesserung des bestehenden Fußwegenetzes,<br />
Schaffung zusätzlicher Wegeverbindungen<br />
zur besseren Querung und Anbindung der Siedlung, Verbesserung<br />
der Situation des ruhenden Verkehrs, Überprüfung<br />
der Linienführung des öffentlichen Personennahverkehrs.<br />
M6 Verbesserung des Ortsbilds<br />
Entwicklung eines Gestaltungskonzeptes, Aufwertung<br />
und Neugestaltung der Siedlungsränder.<br />
WEEBER+PARTNER
10 Kurzfassung<br />
Nicht-investive Maßnahmen<br />
Zur Umsetzung der Maßnahmen aus den folgenden<br />
Handlungsfeldern kommen beispielsweise Mittel des Europäischen<br />
Sozialfonds, des Programms “Lokales Kapital<br />
für soziale Zwecke (LOS)“, der Bundesanstalt für Arbeit,<br />
des Landkreises, des Landes Baden-Württemberg oder<br />
von Stiftungen wie z.B. Jugend- oder Landesstiftung in<br />
Betracht.<br />
M7 Arbeit und Beschäftigung, Bildung und Qualifikation<br />
M8 Integration und <strong>Stadt</strong>teilleben<br />
M9 Angebote für ältere Menschen aller Nationalitäten<br />
M10 Unterstützung von Menschen in sozial<br />
schwierigen Verhältnissen<br />
Vorstellbare Projekte sind z.B. ein Qualifizierungsprojekt<br />
zur Vermittlung von Langzeitarbeitslosen sowie Initiativen<br />
zur Arbeitsbeschaffung, Aktionen zur Stärkung der<br />
Hausgemeinschaften, stadtteilbezogene Schulprojekte,<br />
Service-Leistungen für Senioren oder eine niederschwellige<br />
Schuldner- und Sozialberatung. Hierzu gibt es bereits<br />
viele gute Ideen aus dem <strong>Stadt</strong>teil, die nun nach<br />
Aufnahme in das Programm LOS umgesetzt werden<br />
könnten (M 11 Ideen für LOS-Mikroprojekte). Die Antragstellung<br />
für LOS-Mikroprojekte ist zum Zeitpunkt<br />
der Fertigstellung dieses Berichts noch nicht abgeschlossen.<br />
Die Maßnahmen sind aufeinander abgestimmt und ergänzen<br />
sich gegenseitig. Beispielsweise<br />
WEEBER+PARTNER<br />
zielt die Verbesserung des Wohnungsstandards<br />
sowie die Schaffung neuer Wohnungsangebote<br />
durch Neubau darauf ab, den <strong>Rötenberg</strong> von seinem<br />
bisherigen Stigma zu befreien, die Wohnqualität<br />
für alle Bewohner, Kinder und Jugendliche<br />
ebenso wie Ältere, zu verbessern sowie den<br />
Wohnstandort für Wohnungssuchende aus <strong>Aalen</strong><br />
insgesamt attraktiver zu machen,<br />
Vorbereitung zur Fotosafari<br />
Foto: Weeber+Partner<br />
kann die Weiterentwicklung des Nachbarschaftszentrums<br />
die erfolgreichen Ansätze in der Jugend-<br />
und <strong>Stadt</strong>teilarbeit stärken, Raum für<br />
neue Angebote auch zu Qualifizierung und Beschäftigung<br />
verfügbar machen, die Identifikation<br />
mit dem <strong>Stadt</strong>teil und die Bereitschaft zum Engagement<br />
erhöhen und hierfür eine konkrete<br />
Anlaufstelle schaffen.<br />
Die Abgrenzung des Untersuchungsgebietes für die Vorbereitenden<br />
Untersuchungen wird auch als Abgrenzung<br />
für das förmlich festzulegende Sanierungsgebiet empfohlen.<br />
Innerhalb dieser Abgrenzung lassen sich diejenigen<br />
Maßnahmen, die sich als dringlich im Rahmen der<br />
Untersuchungen herauskristallisiert haben, umsetzen.<br />
Die schon im Vorfeld der Antragstellung eingeleitete<br />
Bürgerbeteiligung in unterschiedlichen Formen und für<br />
unterschiedliche Bevölkerungsgruppen hat gezeigt, dass<br />
eine große Bereitschaft zum Engagement vorhanden ist<br />
— selbst bei Gruppen, die ansonsten nur schwer anzusprechen<br />
sind — und dass sich hierfür auch noch neue<br />
Akteure gewinnen lassen. Sie hat auch deutlich gemacht,<br />
dass der <strong>Stadt</strong>teil bisher unerkannte Qualitäten<br />
und Potenziale hat, die zur Geltung gebracht und genutzt<br />
werden können. Die Chancen sind also gut, eine<br />
wirkliche Verbesserung auf den Weg zu bringen. Mit der<br />
Aufnahme der Siedlung <strong>Rötenberg</strong> und des Bereichs<br />
Braunenstraße in das Programm “Soziale <strong>Stadt</strong>“ ist eine<br />
wesentliche Voraussetzung dafür geschaffen worden,<br />
die dringend erforderlichen Maßnahmen zu realisieren<br />
und positive Entwicklungsperspektiven zu eröffnen. Vorhandene<br />
positive Ansätze können stabilisiert und vorhandene<br />
Netzwerke im <strong>Stadt</strong>teil gestärkt und ausgebaut<br />
werden.<br />
Das Integrierte Handlungskonzept verbindet kurzfristig<br />
und längerfristig umsetzbare Maßnahmen. Durch kurzfristige<br />
Ergebnisse können die Beteiligten frühzeitig Erfolge<br />
ihres Engagements sehen, und die Ergebnisse können<br />
im Sinne eines erfolgsorientierten Mitteleinsatzes in<br />
die mittel- und längerfristige Programmfortschreibung<br />
einfließen.
Vorbereitende Untersuchungen <strong>Aalen</strong>-<strong>Rötenberg</strong> 11<br />
Anlagen<br />
1 Abgrenzung des Untersuchungsgebietes 12<br />
2 Nutzungen 13<br />
3 Sanierungsbedarf 14<br />
4 Maßnahmenplan 15<br />
5 <strong>Gestaltungsplan</strong> 16<br />
WEEBER+PARTNER
12 Kurzfassung<br />
Abgrenzung des Untersuchungsgebietes<br />
Karte: Weeber+Partner<br />
WEEBER+PARTNER<br />
Jugend- und<br />
Nachbarschaftszentrum<br />
Charlottenstraße<br />
<strong>Rötenberg</strong>straße<br />
Saumweg<br />
Saumweg<br />
Braunenstraße<br />
Hangweg<br />
Bergweg<br />
Hangweg<br />
Fahrbachstraße<br />
Stauffenbergstraße<br />
Kindergarten<br />
St. Franziskus<br />
Wohnungslosen-Beratungsstelle<br />
mit Aufnahmeheim
Vorbereitende Untersuchungen <strong>Aalen</strong>-<strong>Rötenberg</strong> 13<br />
Jugend- und<br />
Nachbarschaftszentrum<br />
ehem.<br />
Kiosk<br />
Charlottenstraße<br />
<strong>Rötenberg</strong>straße<br />
Saumweg<br />
Gaststätte<br />
Saumweg<br />
Braunenstraße<br />
Hangweg<br />
Spielplatz<br />
Bolzplatz<br />
Bergweg<br />
Hangweg<br />
Getränke/<br />
Drogerie<br />
Fahrbachstraße<br />
Stauffenbergstraße<br />
Beratungsstelle für Wohnungslose<br />
mit Aufnahmeheim der Caritas<br />
Kindergarten<br />
St. Franziskus<br />
Nutzungen<br />
Karte: Weeber+Partner<br />
WEEBER+PARTNER
14 Kurzfassung<br />
Sanierungsbedarf nach Einschätzung der Eigentümer<br />
Karte: Weeber+Partner<br />
WEEBER+PARTNER<br />
Charlottenstraße<br />
Charlottenstraße<br />
Sanierungsbedarf<br />
nach Einschätzung der Eigentümer<br />
Kein Bedarf:<br />
Neubau<br />
nicht dringend,<br />
Standardverbesserung<br />
mittel,<br />
Teilmaßnahmen<br />
dringend und<br />
umfassend<br />
ggf. Abriss und<br />
Neubau<br />
Jugend- u. Nachbarschaftszentrum<br />
Charlottenstraße<br />
Saumweg<br />
Düsseldorfer Straße<br />
Möglichkeiten zum<br />
Wohnungsneubau durch<br />
"Kiosk"<br />
Neubaufläche<br />
.<br />
Aufstockung möglich<br />
.<br />
Saumweg<br />
Gaststätte<br />
Gloria<br />
Braunenstraße<br />
Hangweg<br />
<strong>Rötenberg</strong>straße<br />
Hangweg<br />
Bergweg<br />
Kindergarten<br />
St. Franziskus<br />
Stauffenbergstraße<br />
Fahrbachstraße<br />
Eisenbahnstra~e<br />
Hirschbachstra~e<br />
Fahrba<br />
Eisenbah
Vorbereitende Untersuchungen <strong>Aalen</strong>-<strong>Rötenberg</strong> Maßnahmenplan: Investive Maßnahmen 15<br />
<strong>Rötenberg</strong>straße<br />
5a<br />
Bahnhofstra~e<br />
Heidestra~e<br />
Maßnahmen an Gebäuden Maßnahmen im Freibereich Maßnahmen zum Verkehr<br />
5a<br />
Charlottenstraße<br />
1f<br />
mögliche Neubebauung<br />
.<br />
ggf. Abriss und<br />
Neubebauung<br />
mögliche<br />
Aufstockung<br />
Saumweg<br />
3b<br />
3a<br />
5b<br />
Hangweg<br />
1f<br />
5b<br />
Höhenweg<br />
5b<br />
Bergweg<br />
3b<br />
1f<br />
1f<br />
ehem.<br />
Gaststätte<br />
5b<br />
3a<br />
Plätze, Spielflächen oder<br />
Grünanlagen verbessern bzw.<br />
neu anlegen<br />
Heidestra~e<br />
gestalterische Maßnahmen bzw.<br />
Neuordnung Parkierung<br />
5b<br />
5c<br />
1f<br />
3c<br />
H|henweg<br />
Charlottenstraße<br />
Heidestra~e<br />
1f<br />
5b<br />
3b<br />
1g 1g<br />
5b<br />
3c<br />
1g<br />
3a<br />
Jugend- u. Nachbarschaftszentrum<br />
4a<br />
2c<br />
5d<br />
2c<br />
ehem.<br />
Kiosk<br />
6b<br />
Charlottenstraße<br />
5b<br />
5a<br />
6b<br />
2c<br />
Verbesserung bestehender<br />
Fußwege<br />
.<br />
Schaffung neuer<br />
Fußwegeverbindungen<br />
.<br />
punktuelle verkehrsberuhigende<br />
Maßnahmen<br />
5b<br />
Hangweg<br />
1g<br />
2b<br />
5c<br />
Saumweg<br />
5b<br />
5a<br />
Fahrbachstraße<br />
1g<br />
3a<br />
Charlottenstraße<br />
5b<br />
6b<br />
3b<br />
6b<br />
1g<br />
5b<br />
1g<br />
5b<br />
3b<br />
4b<br />
Fahrbachstraße<br />
Kindergarten<br />
St. Franziskus<br />
5a<br />
5b<br />
5a<br />
Fahrbachstra~e<br />
Eisenbahnstra~e<br />
5c<br />
Eisenbahnstra~e<br />
Düsseldorfer Straße<br />
Braunenstraße<br />
Hirschbachstra~e<br />
Stauffenbergstra~e<br />
7.3 Maßnahmenplan:<br />
Investive Maßnahmen<br />
Maßnahmenplan: Investive Maßnahmen<br />
Vorbereitende Untersuchungen <strong>Aalen</strong>-<strong>Rötenberg</strong><br />
M 1:2000<br />
September 2004<br />
WEEBER+PARTNER
Eduard-Pfeiffer-Straße<br />
Bahnhofstraße<br />
Bahnhofstraße<br />
Aufwertung des Umfelds<br />
um das Jugend- und<br />
Nachbarschaftszentrum<br />
Erweiterung und<br />
Sanierung des Jugend- und<br />
Nachbarschaftszentrums<br />
Multikulturelle<br />
Gärten<br />
Aktionsfläche für<br />
Jugendliche,<br />
multifunktionaler<br />
Platz<br />
Neugestaltung<br />
der Freibereiche<br />
Charlottenstraße<br />
Charlottenstraße<br />
Vorbereitende Untersuchungen<br />
<strong>Aalen</strong>-<strong>Rötenberg</strong><br />
<strong>Gestaltungsplan</strong><br />
Investive Maßnahmen<br />
Neugestaltung<br />
der Freibereiche<br />
Wohnungsneubau<br />
M 1:2000 September 2004<br />
Bahnhofstra<br />
N<br />
Charlottenstraße<br />
<strong>Rötenberg</strong>straße<br />
Saumweg<br />
Düsseldorfer Straße<br />
hstra~e<br />
Charlottenstraße<br />
Saumweg<br />
Saumweg<br />
Hangweg<br />
Braunenstraße<br />
Wohnungssanierung<br />
und -modernisierung<br />
Hangweg<br />
Bergweg<br />
Hangweg<br />
Fußwegeverbindungen<br />
Braunenstraße<br />
Hirschbachstraße<br />
Stauffenbergstrße<br />
<strong>Rötenberg</strong>straße<br />
Höhenweg<br />
Neugestaltung<br />
der Freibereiche<br />
Fahrbachstraße<br />
Eisenbahnstraße<br />
Wohnungslosen-Beratungsstelle<br />
mit Aufnahmeheim<br />
Neugestaltung<br />
der Freibereiche<br />
Dependance des<br />
Jugend- und Nachbarschaftszentrums<br />
Wohnungsneubau<br />
Stauffenbergstraße<br />
Höhenweg<br />
Fußwegeverbindungen<br />
Fußwegeverbindungen<br />
Fahrbachstraße<br />
Hirschbachstraße<br />
Heidestraße<br />
Wohnungssanierung<br />
und -modernisierung<br />
Schelmenstraße<br />
Heidestraße<br />
Kindergarten St. Franziskus<br />
Verbesserung der Außenanlagen<br />
und des Küchenbereichs<br />
Fahrbachstraße<br />
Eisenbahnstraße<br />
<strong>Rötenberg</strong>straße<br />
Buckelgartenweg<br />
Schelmenstraße<br />
Buckelgartenweg<br />
Hirschbachstraße