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West-AAgend 12 - April 2012 (pdf, 1,6 - Stadt Aalen

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Der <strong>West</strong>-<strong>AAgend</strong><br />

Informationen<br />

für die<br />

<strong>Aalen</strong>er <strong>West</strong>stadt<br />

Grußwort Oberbürgermeister Gerlach<br />

Ausgabe <strong>12</strong> – <strong>April</strong> 20<strong>12</strong><br />

Die Agendagruppe Unterrombach Hofherrnweiler „<strong>West</strong>“<br />

setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung dieses<br />

<strong>Stadt</strong>teils ein. Die <strong>West</strong>stadt ist zwar fast so groß wie<br />

Wasseralfingen, aber kein <strong>Stadt</strong>bezirk mit eigener<br />

Verwaltung. Die Agendagruppe als Lokale Gruppe in der<br />

Lokalen Agenda 21 der <strong>Stadt</strong> <strong>Aalen</strong> bemüht sich, die<br />

nachhaltige Entwicklung der <strong>West</strong>stadt zu fördern. Dazu<br />

gehören der ökologische, ökonomische und der soziale<br />

Bereich. Information der Bürger über ihre Teilgemeinde,<br />

Förderung und Erhalt der Infrastruktur wie Bädle und<br />

Markt und Integration der Bürger gehören dazu.


<strong>West</strong>-<strong>AAgend</strong> Ausgabe <strong>12</strong> – <strong>April</strong> 20<strong>12</strong> Seite 2<br />

NachbarschaftsZentrum im <strong>West</strong>stadtZentrum<br />

Pelikanweg 21- 73434 <strong>Aalen</strong> Telefon: 07361-924239 Fax 924246<br />

E-Mail: nachbarschaftszentrum.west@aalen.de<br />

Das <strong>West</strong>stadtZentrum unterstützt das Ziel Vernetzung der <strong>West</strong>stadt im<br />

Sinne von „Gemeinwesenarbeit“. In der heutigen Zeit ist es für einzelne<br />

Gruppen zunehmend schwierig, diese Bedürfnisse zu befriedigen, obwohl<br />

grundsätzlich ein breit gefächertes Angebot vorhanden ist. Aus der<br />

Vernetzung von professioneller Sozialarbeit mit ehrenamtlich engagierten<br />

Bürgerinnen und Bürgern werden hier neue Maßstäbe gesetzt.<br />

Das <strong>West</strong>stadtZentrum besteht aus folgenden Bereichen:<br />

Nachbarschaftszentrum mit Multifunktionshalle<br />

Ganztageschulbereich mit Mensa<br />

Jugendtreff<br />

Um die Gemeinwesenarbeit des Nachbarschaftszentrums aktiv<br />

weiterzuentwickeln und nachhaltig zu unterstützen, wurde ein Beirat<br />

installiert. Der Beirat des <strong>West</strong>stadtZentrums hat insbesondere folgende<br />

Aufgaben:<br />

Beratung und Unterstützung der hauptamtlichen Mitarbeiter in der Planung<br />

für Veranstaltungen, Belegung und sonstiger Nutzung<br />

Beratung und Unterstützung bei der sozialpädagogischen Arbeit und<br />

konzeptionellen Weiterentwicklung des NachbarschaftsZentrums<br />

Repräsentation und Öffentlichkeitsarbeit durch den Vorsitzenden<br />

Vorsitzender des Beirats:<br />

Manfred Dolderer; Rombacher Strasse 75; 73434 <strong>Aalen</strong><br />

�: 07361/41996; : manfred.dolderer@t-online.de<br />

Die Multifunktionshalle im <strong>West</strong>stadtZentrum ist offen für alle<br />

Bewohner/innen der <strong>West</strong>stadt und wird von verschiedenen <strong>West</strong>stadt-<br />

Vereinen und anderen Institution regelmäßig für Sport,<br />

Gesundheitsförderung und Kurse genutzt, daneben gibt es die Möglichkeit<br />

der Nutzung für Familienfeiern (für bis zu 100 Personen) zu günstigen<br />

Preisen. Außerdem gibt es folgende weitere ständige Aktionen, u.a.:<br />

Tauschringgruppe der <strong>West</strong>stadt einmal monatlich<br />

zweimal jährlich Spielenachmittag für Alt & Jung<br />

Kinder- und Jugendtheater<br />

Kinderfest der <strong>West</strong>stadt in Kooperation mit Kindergärten, Schulen,<br />

Hort und Vereinen der <strong>West</strong>stadt (alle zwei Jahre)<br />

Konzerte<br />

Seit Mai 2010 leitet Tanja Raschka (M.A. Mediation) das<br />

NachbarschaftsZentrum im <strong>West</strong>stadtZentrum. Außerdem ist sie mit 50 %<br />

Schulsozialarbeiterin an der Hofherrnschule.


<strong>West</strong>-<strong>AAgend</strong> Ausgabe <strong>12</strong> – <strong>April</strong> 20<strong>12</strong> Seite 3<br />

Aus Kindern werden Artisten<br />

-Gemeinsam sind wir stark-<br />

Einmal ganz eintauchen zu können in das Abenteuer Zirkus und selbst als<br />

großartiger Artist auf der Bühne zu stehen, welches Kind träumt nicht<br />

davon?<br />

Eltern und Lehrkräfte der Hofherrnschule möchten mit einem Zirkus-<br />

Schulprojekt (15. Bis 21. Juli 20<strong>12</strong>) diesen Traum für die SchülerInnen<br />

wahr werden lassen. Dieses Zirkusleben steht in einem breiten<br />

pädagogischen Kontext. Neben der Persönlichkeitsbildung sollen soziale<br />

Kompetenz, motorische Fähigkeiten und das Selbstvertrauen gefördert<br />

werden.<br />

Die Schulfamilie der Hofherrnschule plant das Projekt mit den<br />

Zirkuspädagogen des Zirkus ZappZarap (Leverkusen), der Mitglied der<br />

Bundesarbeitsgemeinschaft Zirkuspädagogik und Gründungsmitglied der<br />

Landesarbeitsgemeinschaft Zirkuspädagogik NRW ist.<br />

Wie entsteht der Zirkus der Hofherrnschule?<br />

Das Team der Zirkus ZappZarap weiht in einer ganztägigen Fortbildung<br />

teilnehmende Eltern und Lehrkräfte in das Geheimnis der Zirkuswelt ein.<br />

Dann der Zeltaufbau am Sonntag neben dem <strong>West</strong>stadtZentrum – alle<br />

packen mit an beim Aufbau des 360 Zuschauer fassenden Zweimastzeltes.<br />

Am Montag lernen die SchülerInnen in den Einführungsworkshops alles kennen,<br />

was der Zirkus zu bieten hat. Von Dienstag bis Donnerstag das Training – die<br />

SchülerInnen wachsen mit Fleiß, Konzentration und Ausdauer zu einer<br />

Artistenfamilie zusammen<br />

Eine Show entsteht und erhält den letzten Schliff. Die Ergebnisse der Projektwoche<br />

werden jeweils in einer 90 minütigen Aufführung präsentiert.<br />

Anfangszeiten:<br />

Freitag, 10.00Uhr, 13.00Uhr, 17.00Uhr<br />

Samstag, 10.00Uht, <strong>12</strong>.30Uhr, 15.00Uhr


<strong>West</strong>-<strong>AAgend</strong> Ausgabe <strong>12</strong> – <strong>April</strong> 20<strong>12</strong> Seite 4<br />

Auszeichnung des <strong>West</strong>stadtzentrums mit dem Grünen Aal<br />

im Rahmen der Auszeichnung der <strong>Stadt</strong> <strong>Aalen</strong> für den<br />

Grünen Aal als Ausgewählter Ort in Deutschland.<br />

Auszeichnungen für den Grünen Aal wie die als ausgewählter Ort, als<br />

Werkstatt N oder als UNESCO Dekadeprojekte geben auch den<br />

Auszeichnungen, die wir verleihen, ein Gewicht, das über die Trägerschaft<br />

der <strong>Stadt</strong> <strong>Aalen</strong>, die Entwicklungsarbeit der Hochschule, das Engagement<br />

der Lokalen Agenda 21 und die Fachkompetenz der als Peers agierenden<br />

Lehrerinnen und Lehrer dieser Auszeichnungen eine Legitimation und<br />

einen höheren Wert und uns durch ihre Einschätzung einen Rückhalt für<br />

dieses System geben.<br />

Die Bildung spielt in allen Bereichen der Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle:<br />

Das Wissen um Zusammenhänge ist Voraussetzung für richtiges Handeln.<br />

Nur wenn Wissen, Wollen und Können zusammenkommen, kann das<br />

Handeln in die richtige Richtung gehen. Die vierte Komponente, das<br />

dürfen, müssen wir uns häufig erkämpfen, aber auch dafür ist wieder<br />

Wissen, Wollen und Können gefragt. Nachhaltigkeit und Bildung haben<br />

eine gemeinsame Basis: Werte. Die Kernfrage ist: Welche Werte sind einer<br />

Gesellschaft wichtig? Sehen wir unsere Verantwortung für die Zukunft oder<br />

sind wir nur an kurzfristigen Ergebnissen und Genüssen interessiert?<br />

Dazu muss man zunächst wissen, was die <strong>West</strong><strong>Stadt</strong> ist. Je nachdem, aus<br />

welcher Richtung Sie anreisen oder wo sie nachlesen oder wen Sie fragen,<br />

bekommen Sie für die frühere Gemeinde Unterrombach verschiedene<br />

Bezeichnungen: Unterrombach, Unterrombach – Hofherrnweiler (mit dem<br />

Schrägstrich) oder eben <strong>West</strong>stadt. Die geht 1 km westlich vom<br />

Schubartgymnasium los und umfasst das <strong>Stadt</strong>gebiet westlich der<br />

Kernstadt, ca. 15 km² vom Mantelhof bis Hammerstadt. Die <strong>West</strong><strong>Stadt</strong> hat<br />

etwa dieselbe Fläche wie die frühere <strong>Stadt</strong> <strong>Aalen</strong>, das Siedlungsgebiet mit<br />

3 km² und die Einwohnerzahl von fast 10000 Einwohnern machen es zu<br />

einem wichtigen Wohnbezirk. Ungefähr ein Viertel der Schüler des SG<br />

kommen aus der <strong>West</strong>stadt.<br />

Im Kern von Unterrombach-Hofherrnweiler liegt das Jugend- und<br />

Nachbarschaftszentrum. Es dient der Jugendarbeit, kann von den Vereinen<br />

und Bürgern für Veranstaltungen genutzt werden und wird vom Hort der<br />

Hofherrnschule genutzt. Es hat damit drei wichtige Komponenten: Das<br />

Jugendzentrum mit der Jugendarbeit, das Nachbarschaftszentrum mit<br />

Besuchern aller Altersklassen, und den Hort mit der pädagogischen Arbeit<br />

für die Kleinsten. Besonders hervorgetan in der pädagogischen Arbeit hat<br />

sich der Hort im <strong>West</strong>stadtzentrum. Es wurde auch schon als Haus der<br />

kleinen Forscher


<strong>West</strong>-<strong>AAgend</strong> Ausgabe <strong>12</strong> – <strong>April</strong> 20<strong>12</strong> Seite 5<br />

ausgezeichnet. Die Umwelterklärung umfasst viele interessante Versuche<br />

zu Natur und Umwelt.<br />

Zugute gekommen ist uns beim <strong>West</strong><strong>Stadt</strong>Zentrum, dass sowohl der Leiter<br />

als auch das Studentische Team Erfahrungen aus der Umsetzung des<br />

Grünen Aals im Haus der Jugend mitbrachten.<br />

Das Umweltteam des Jugend- und Nachbarschaftszentrums in<br />

Unterrombach Hofhernweiler hat einen wichtigen Schritt gemacht, um<br />

Umweltschutz in der täglichen Arbeit und in der Arbeit mit Kindern und<br />

Jugendlichen umzusetzen. Dazu meinen ganz herzlichen Glückwunsch.<br />

Der Grüne Aal ist aber kein Abschluss, sondern der Beginn eines<br />

kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, dazu. Viel Erfolg!<br />

Prof. Dr. Ulrich Holzbaur<br />

Ortswarte bei uns in Unterrombach-Hofherrnweiler<br />

Bei der Eingemeindung von Unterrombach, Hofherrnweiler und den<br />

anderen Weilern im <strong>West</strong>en von <strong>Aalen</strong> wurde auch die Institution der<br />

Ortswarte mit übernommen. Dies ist im Eingemeindungsvertrag<br />

festgehalten. Die Ortswarte waren zu früheren Zeiten auch als Feldschütze<br />

tätig und hatten den Winterdienst zu organisieren. Heute fungieren sie als<br />

Mittelsmann zwischen der <strong>Stadt</strong>verwaltung und den Bewohnern der<br />

Ortsteile. Sie sollen Anregungen und Beschwerden das ganze Jahr über<br />

sammeln und beim jährlichen Treffen mit der <strong>Stadt</strong>verwaltung vortragen.<br />

Bei diesen Treffen sitzen dann auch Mitarbeiter verschiedener Ämter, wie<br />

z.B. Bauhof mit am Tisch. Bei wichtigen Dingen können die Ortswarte aber<br />

auch während des Jahres die entsprechenden Ämter ansprechen. Die<br />

Ortswarte sind z.B. berechtigt, über die <strong>Stadt</strong>verwaltung das Ordnungsamt<br />

anzusprechen um die Verkehrsüberwachung anzufordern. Die Ortswarte<br />

werden zu Ehrenbeamten ernannt, das hat einen rechtlichen Hintergrund.<br />

Beamtenstatus haben sie jedoch nicht. Für ihr Engagement erhalten die<br />

Ortswarte eine kleine Entschädigung. Je nach Größe des Wohnortes liegt<br />

diese bei 35.-€ bis 150.-€/Jahr. Nicht dass man meinen könnte, die<br />

Ortswarte sind in der <strong>West</strong>stadt installiert worden, weil die <strong>West</strong>stadt<br />

keinen direkten Ortsvorsteher hat. Nein, Ortswarte gibt es auch in den<br />

anderen Teilorten von <strong>Aalen</strong>, die einen Ortsvorsteher haben.


<strong>West</strong>-<strong>AAgend</strong> Ausgabe <strong>12</strong> – <strong>April</strong> 20<strong>12</strong> Seite 6<br />

Fritz Hudelmaier; Wiesentalstrasse 31<br />

Hammerstadt; �: 943150<br />

Herr Hudelmaier ist seit 1998 Ortswart in<br />

Hammerstadt und macht dieses Amt gerne<br />

Werner Ott; Mantelhofer Weg 40<br />

Mantelhof; �: 49909<br />

Herr Ott ist seit 1985 Ortswart im Mantelhof. Er<br />

wünscht sich ein größeres Interesse der neu<br />

zugezogenen Einwohner im Mantelhof am Amt<br />

des Ortswartes. Herr Ott geht bei seinen<br />

Anliegen immer den kleinen Dienstweg direkt zu<br />

den Abteilungen im Rathaus ohne „die Oberen“.<br />

Lothar Schmid; Limesstrasse 18<br />

Oberrombach; �: 49696<br />

Eugen Schwarz; Am Nesselbach 4<br />

Neßlau; �: 41915<br />

Herr Schwarz ist seit 1977 Ortswart von Nesslau


<strong>West</strong>-<strong>AAgend</strong> Ausgabe <strong>12</strong> – <strong>April</strong> 20<strong>12</strong> Seite 7<br />

Konrad Seibold; Pompelweg 1<br />

Hofherrnweiler; �: 43154<br />

Koni, wie Herr Seibold überall genannt wird, ist<br />

seit 1982 Ortswart. Er hätte es gerne, wenn<br />

mehr Einwohner aus Hofherrnweiler mit ihren<br />

Sorgen zu ihm kommen und nicht nur über die<br />

<strong>Stadt</strong> schimpfen würden.<br />

Michael Streicher; Am Spitalwald 34<br />

Mädle; �: 42595<br />

Michael Streicher ist seit 1992 Ortswart. Er hat<br />

das Amt von seinem Onkel übernommen. Er<br />

möchte bei Eingaben an die <strong>Stadt</strong> von Bürgern<br />

über ihn ernster genommen werden. Er schlägt<br />

vor, dass die Ortswarte bei Ortbegehungen und<br />

Verkehrschauen mit eingeladen werden.<br />

Ralph Streicher; Im Sulzfeld 20<br />

Unterrombach; �: 42595<br />

Wer kann Ortswart werden? Jede(r) volljährige EinwohnerIn eines<br />

Ortsteiles kann sich für seinen Ortsteil zur Wahl stellen. Zur Bestellung gibt<br />

es 2 Wege. Entweder werden alle Einwohner eines Ortsteiles vom<br />

Oberbürgermeister direkt angesprochen um Wahlvorschläge einzureichen.<br />

Aus diesen Einsendungen schlägt dann der Oberbürgermeister mehrere<br />

Personen zur Wahl vor und es wird mit Briefwahl abgestimmt. Dies wird nur<br />

bei sehr kleinen Ortsteilen, wie z.B. Im Mädle gemacht. Bei größeren<br />

Ortteilen wird bei Bedarf ein Bürgerabend einberufen. Bei diesem<br />

Bürgerabend stellt dann der Oberbürgermeister einige von der <strong>Stadt</strong><br />

ausgesuchte Bürger vor, über die dann abgestimmt wird.


<strong>West</strong>-<strong>AAgend</strong> Ausgabe <strong>12</strong> – <strong>April</strong> 20<strong>12</strong> Seite 8<br />

„Jetzt das Morgen gestalten“ - und wir waren dabei!<br />

Es ist nun etwa ein halbes Jahr vergangen, seitdem sich das Kollegium der<br />

Rombachschule dazu entschloss, Kooperationspartner der Lokalen<br />

Agenda 21 und der Hochschule <strong>Aalen</strong> bei der Ausrichtung des Aktionstags<br />

„Zukunft unterm Marktschirm“ zu werden. Seit dieser Zeit wurden viele<br />

Ideen geboren und einige auch wieder verworfen, bis ein stimmiges<br />

Konzept erarbeitet war, mit dem die Bevölkerung über unser nachhaltiges<br />

Engagement für die Umwelt informiert werden sollte. Die Vorbereitungen<br />

erstreckten sich auf viele Gebiete:<br />

So wurden zunächst Planungsgespräche mit den Kindergärten<br />

Sandbergnest und St. Ulrich, den Gartenfreunden und Explorhino, der<br />

Werkstatt junger Forscher an der Hochschule <strong>Aalen</strong>, geführt. Die Erst- und<br />

Zweitklässler lernten Lieder, Rap und Gedichte und probten miteinander<br />

und den „Großen“ der Kindergärten ihre Auftritte. Fleißig sammelten sie<br />

Rezepte über die vielfältige Verwendung von Äpfeln und Heckenfrüchten,<br />

aus denen zwei ansprechende Rezeptbücher gestaltet wurden. Engagierte<br />

Eltern backten, kochten und bastelten rund um den Apfel. Mit Hilfe zweier<br />

sachkundiger Mitglieder der Gartenfreunde entstanden zwei Insektenhotels<br />

vor allem für Bienen und Hummeln. Die Drittklässler untersuchten die<br />

Qualität des Wassers von Rombach und Nesselbach und schrieben ihre<br />

Ergebnisse auf Plakaten nieder, die sie liebevoll verzierten. Die<br />

Parallelklasse machte sich über die Kartoffeln, ihren Anbau und die<br />

Verwendung der vielen Sorten schlau. Die Viertklässler bereiteten eine<br />

Führung im Patenschaftsgebiet beim Nesslauer Schützenhaus vor. Bach,<br />

Hecke und Streuobstwiese werden seit mehreren Jahren von den Schülern<br />

der Rombachschule erkundet und betreut. Da es vielen Spaziergängern<br />

vermutlich nicht bekannt ist, dass das Gebiet dort am Nesselbach ein<br />

Biotop ist, haben diese Schüler auch Holztafeln in Tierform aufgestellt, mit<br />

denen die Tiere die Menschen bitten, sie dort in ihrer Ruhe nicht zu stören<br />

und auf dem befestigten Spazierweg zu bleiben.<br />

Kurz ausgedrückt: alle Beteiligten hatten sich engagiert vorbereitet und<br />

alles war bis ins Detail geplant. Der große Tag konnte kommen.<br />

6.00 Uhr: Der Wecker beendet eine unruhige Nacht. Mein erster Blick gilt<br />

dem Himmel, denn der gestrige Wetterbericht konnte meine angespannten<br />

Nerven nicht wirklich beruhigen. Aber es sieht eigentlich gar nicht so<br />

schlecht aus.<br />

7.00 Uhr: Die letzten Kleinigkeiten werden in die Transportautos<br />

eingeladen.<br />

7.30 Uhr: Die Autos treffen auf dem Wochenmarkt Unterrombach ein, wo<br />

auch schon Eltern warten, die beim Aufbau mithelfen wollen. Mein Kollege<br />

übernimmt mit geübtem Blick die Organisation und alle packen tatkräftig<br />

an.


<strong>West</strong>-<strong>AAgend</strong> Ausgabe <strong>12</strong> – <strong>April</strong> 20<strong>12</strong> Seite 9<br />

Erstes Aufatmen, kurze Gespräche, erleichtertes Lachen, ein paar Fotos<br />

werden gemacht. Kuchen und andere Leckereien werden aufgebaut.<br />

Nebenan bekommt das Insektenhotel einen sicheren Platz. Alle Zelte<br />

werden liebevoll mit Plakaten ausgestaltet.<br />

8.30 Uhr: Die Mikroskope zur Untersuchung des Bachwassers werden von<br />

Explorhino geliefert. Nun kann die Untersuchung des Bachwassers<br />

beginnen. Ein großer Bildschirm liefert beeindruckende Bilder von den<br />

Kleinstlebewesen, die dort beheimatet sind. Um uns herum bauen jetzt<br />

auch die anderen Akteure dieses Markttages ihre Tische auf:<br />

Die Viertklässler der Hofherrnschule stellen ihr Projekt zur Windenergie<br />

vor.<br />

Studenten der Hochschule informieren zum Umweltmanagement „Grüner<br />

Aal“ und zum Thema „Social Media für die Bildung für nachhaltige<br />

Entwicklung“.<br />

Die Marktbeschicker und die Agendagruppe <strong>Aalen</strong> barrierefrei ermöglichen<br />

es jedem Marktbesucher, mit einem Rollstuhl an den Ständen des<br />

Wochenmarkts barrierefrei einzukaufen.<br />

9.00 Uhr: Die Erstklässler und die Kinder der Kindergärten treffen ein.<br />

Professor Holzbaur eröffnet den Markttag und anschließend tragen die<br />

Kleinen ihre Lieder und Gedichte vor – laut und deutlich, alles klappt wie<br />

am Schnürchen.<br />

10.00 Uhr: Die Zweitklässler haben ihren Auftritt. Gewandt und<br />

ansprechend fordern sie mit ihrem Rap und Lied die Anwesenden auf, über<br />

das, was sie essen, einmal genauer nachzudenken: Der Mensch ist, was er<br />

isst!<br />

10.30 Uhr: Etwa 2 km vom Markt entfernt begrüßen die Viertklässler<br />

interessierte Besucher des Patenschaftsgebiets mit einem Rap, informieren<br />

und unterhalten mit einem Quiz und laden anschließend die Gäste ein, vom<br />

recht neu errichteten Aussichtspunkt aus die Schönheit der heimatlichen<br />

Landschaft zu genießen.<br />

11.00 Uhr: Bürgermeisterin Frau Heim-Wenzler eröffnet offiziell den<br />

Markttag. Sie betont – wie auch die weiteren Redner, Professor Holzbaur,<br />

Ernst Häcker und Rektorin Frau Kuhn,- die Bedeutung des Engagements<br />

für die Bildung für nachhaltige Entwicklung auf den unterschiedlichsten<br />

Ebenen. Nun ist die Stunde der Drittklässler gekommen: Ergebnisse der<br />

Bachwasserunter-suchungen und geballtes Wissen über die Kartoffel<br />

werden an den Mann und die Frau gebracht.<br />

<strong>12</strong>.00 Uhr: Die Sonne strahlt mit uns Akteuren um die Wette. Alles ist<br />

prima abgelaufen. Das Aufräumen ist in Kürze erledigt, weil wieder viele<br />

helfende Hände anpacken.<br />

Ein großes „Danke schön“ an alle Beteiligte: Gemeinsam haben wir einen<br />

wichtigen Beitrag zur Zukunft unserer Kinder geleistet.<br />

Gabi Tetzner


<strong>West</strong>-<strong>AAgend</strong> Ausgabe <strong>12</strong> – <strong>April</strong> 20<strong>12</strong> Seite 10<br />

Mit dem Auto auf dem Wochenmarkt<br />

Der Freitag-Markt in der <strong>West</strong>stadt wurde zehn Jahre alt:<br />

Jubiläum war am 9. September 2011<br />

Morgens um sechs kommen die ersten und bauen ihre Stände<br />

auf. <strong>12</strong> Stunden später das umgekehrte Bild: die letzten<br />

Marktbeschicker bauen ab und fahren müde nach Hause – so<br />

ist <strong>West</strong>stadt-Wochenmarkt.<br />

<strong>Aalen</strong>-Unterrombach. Große Pluspunkte dieses auf dem Festplatz<br />

zwischen Hofherrnweiler und Unterrombach gelegenen Wochenmarktes<br />

sind die günstigen Öffnungszeiten (9 bis 15 Uhr) und die<br />

Parkmöglichkeiten. Und natürlich das Angebot. Der Kunde kann praktisch<br />

mit dem Auto auf den Markt einfahren oder in den Parkbuchten an der<br />

Hofherrnstraße halten. Das ist besonders für ältere und gehbehinderte<br />

Menschen wichtig. Sie können so in Etappen einkaufen, also zuerst Obst<br />

und Gemüse holen und zum Auto bringen und beim zweiten Gang dann<br />

Brot, Fleisch und Wurst einkaufen.<br />

Der Obst- und Gemüsegroßhändler Hermann Dambacher spricht denn<br />

auch von vielen zufriedenen Stammkunden, die teilweise für die ganze<br />

Woche einkaufen, weil die Ware frisch ist und überwiegend sogar von<br />

heimischen Gütern kommt. Der Sprecher der Marktbeschicker zählt aktuell<br />

16 Stände auf, von denen drei saisonbedingt (etwa Spargel) nicht immer<br />

vertreten sind. Allein fünf Stände verkaufen Obst und Gemüse, Südfrüchte<br />

und Salatware oder Kartoffeln, Setzlinge, Eier und Geflügel. Sehr gut ist<br />

auch das Angebot bei Wurst und Fleisch sowie Brot und Backwaren, Käse<br />

und Milchprodukten mit jeweils zwei Ständen. Außerdem gibt es noch<br />

einen Stand für griechische Feinkost und einen mit Blumen und<br />

Grünpflanzen. Nicht rentiert hat sich hingegen der Verkauf von Fischware


<strong>West</strong>-<strong>AAgend</strong> Ausgabe <strong>12</strong> – <strong>April</strong> 20<strong>12</strong> Seite 11<br />

Da auch die Einkaufsmöglichkeiten um den Markt herum mit<br />

Verbrauchermarkt, Poststelle, Bank, Apotheke stimmen, „haben wir neben<br />

der Stamm- auch viel Laufkundschaft, die aus Dewangen, Fachsenfeld und<br />

sogar bis aus Hüttlingen kommt“, sagt der Wein- und Obsthändler Ernst<br />

Häcker aus Weinstadt, der mittwochs und samstags auch auf dem <strong>Aalen</strong>er<br />

Wochenmarkt seine Äpfel verkauft. Darum seine Erfahrung: „Wir nehmen<br />

dem Markt in der Innenstadt nichts weg, sondern eher denen auf der<br />

grünen Wiese, sprich den Supermärkten.“<br />

In der <strong>Aalen</strong>er Kernstadt gab es nämlich zuallererst großen Vorbehalt<br />

gegen einen Markt in der <strong>West</strong>stadt überhaupt, weil man negative<br />

Auswirkungen auf den Samstagmarkt in der City befürchtete. Dann wurde<br />

der Markt vom Gemeinderat zunächst auf donnerstags festgelegt, nach<br />

dem Widerstand der <strong>West</strong>stadtbewohner und der Marktbeschicker der<br />

Beschluss jedoch geändert. „Die Jahre haben gezeigt, dass die Leute auf<br />

dem <strong>West</strong>stadtmarkt gezielt einkaufen, in <strong>Aalen</strong> dagegen über den Markt<br />

schlendern und noch a Kaffeele trinken wollen“, sagt Ernst Häcker.<br />

Helmut Banschbach<br />

<strong>West</strong>-<strong>AAgend</strong> im „alten“ Layout<br />

Nach verschiedenen Experimenten sind wir mit dem Layout des <strong>West</strong>-<br />

<strong>AAgend</strong>s wieder zum Format zurückgekehrt, das die ersten 9 Ausgaben<br />

hatten. Wir wurden mehrfach gefragt – „Kommt der <strong>West</strong>-<strong>AAgend</strong>“ wieder?<br />

Und wir haben uns entschieden. Ja, der <strong>West</strong>-<strong>AAgend</strong> kommt<br />

wieder. Wir hoffen auf Ihre Mithilfe mit Beiträgen und Informationen für die<br />

Bürgerinnen und Bürger der <strong>West</strong>stadt.<br />

Anregungen gerne an die Redaktion.


<strong>West</strong>-<strong>AAgend</strong> Ausgabe <strong>12</strong> – <strong>April</strong> 20<strong>12</strong> Seite <strong>12</strong><br />

Einige Termine<br />

28. Apr. <strong>12</strong><br />

1. Mai. <strong>12</strong><br />

10. Mai. <strong>12</strong><br />

17. Mai. <strong>12</strong><br />

1/8.Juli 20<strong>12</strong><br />

14/15. Juli <strong>12</strong><br />

21. Jul. <strong>12</strong><br />

20/21. Juli <strong>12</strong><br />

21. Jul. <strong>12</strong><br />

18/19. Aug. <strong>12</strong><br />

1/2. Aug. <strong>12</strong><br />

7/9. Aug. <strong>12</strong><br />

7. Okt. <strong>12</strong><br />

13. Okt. <strong>12</strong><br />

10/11. Nov. <strong>12</strong><br />

10/11. Nov. <strong>12</strong><br />

24. Nov. <strong>12</strong><br />

Konzert Chorvereinigung Sängerkranz Hofherrnweiler<br />

Maisingen<br />

100 Jahre evangelische Kirche Unterrombach-Hofherrnweiler<br />

Z1 Hasenhocketse<br />

Festwoche evangelische Kirche<br />

Chorvereinigung Hofherrnweiler Hocketse auf dem TSG-Gelände<br />

Schulfest Hofherrnschule<br />

Sportfest der TSG<br />

VdH Rohrwangpokal<br />

Z1 Gartenfest<br />

Drachenfest TSG beim Thermalbad<br />

Reichstädter Tage<br />

Z1 Kirchweihfest<br />

Böhmerwaldbund Kirchweih<br />

Katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius Gemeindefest<br />

Z1 und VdV Lokalschau<br />

Böhmerwaldbund Adventsbasar<br />

WEST-<strong>AAgend</strong><br />

Haben Sie einen Beitrag für den <strong>West</strong>-<strong>AAgend</strong>? Gerne können Sie Ihre<br />

Beiträge veröffentlichen. Artikel schicken Sie bitte an die Redaktionsmitglieder.<br />

Wollen Sie mitarbeiten und diesen Informationsdienst für die<br />

<strong>Aalen</strong>er <strong>West</strong>stadt unterstützen? Wir freuen uns über Ihre Mitarbeit.<br />

Redaktion:<br />

Claus-Dieter Schwender, Talweg 107, Hofherrnweiler,<br />

: clausdieter.schwender@online.de<br />

Nächstes Treffen der Agenda-Gruppe „<strong>West</strong>stadt“:<br />

Wird in den Medien bekannt gegeben

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