0312 - Klinikum Saarbrücken

klinikumsaarbruecken

0312 - Klinikum Saarbrücken

Winter 2012/13

Seniorinnen und Senioren jetzt online

Kerngesund trotz Frühgeburt

Das Magazin der Klinikum Saarbrücken gGmbH und ihrer Tochtergesellschaften


Liebe Akut-Leserinnen

und –Leser!

DDie Gesundheitsreformen der letzten Jahre,

die zu drastischen Einsparungen bei den Krankenhäusern

geführt haben, haben ihren Teil

zu den enormen Überschüssen der Krankenkassen

beigetragen. Den ohnehin nur knapp

finanzierten Krankenhäusern wurden weitere

Gelder genommen. Eine gut funktionierende

Gesundheitsversorgung für unsere Bürgerinnen

und Bürger braucht aber Krankenhäuser, die

finanziell angemessen ausgestattet sind. Deswegen

habe ich in einem Schreiben an alle

saarländischen Bundestagsabgeordneten appelliert,

sich für eine bessere Finanzierung der

Krankenhäuser einzusetzen. Damit habe ich

mich der Forderung der Deutschen Krankenhausgesellschaft

angeschlossen, die Überschüsse

der Krankenkassen in Höhe von etwa

vier Milliarden Euro zur Unterstützung der

Kliniken zu verwenden.

So kann es nicht sein, dass die Lohnanpassungen

von Krankenhausbeschäftigten und

die Kosten für die Behandlungen, die mit den

Krankenkassen zusätzlich vereinbart wurden,

nur teilweise erstattet werden. Alle BürgerInnen

haben ein Recht auf eine ordentliche Krankenhausbehandlung.

Als Oberbürgermeisterin

stelle ich mich ausdrücklich hinter die Forderungen

der Krankenhäuser und insbesondere

hinter unser Klinikum Saarbrücken. Die gute

Qualität im Klinikum Saarbrücken kommt allen

Bürgerinnen und Bürgern im Saarland zu Gute

– 24 Stunden an 365 Tagen.

Mit der Zeitschrift „Akut“ erfahren Sie, was

es Neues im Klinikum Saarbrücken auf dem

Winterberg gibt. Deshalb erfreut sie sich bei

PatientInnen, BesucherInnen, aber auch bei

den Beschäftigten und den niedergelassenen

ÄrztInnen großer Beliebtheit. Wer das „Akut“

liest, erfährt hier vieles über neue medizinische

Methoden. So zum Beispiel über neue

Behandlungsmöglichkeiten bei Hornhauterkrankungen

(Seite 11). Unser „Winterberg“

erhält durch das „Akut“ für viele ein menschliches

Gesicht. Wer sind diejenigen, die hier

für die ärztliche und pflegerische Versorgung

stehen? Wie sehen sie aus und was denken

sie? Deswegen stellen wir Ihnen hier auch immer

wieder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

vor. Und zwar nicht nur den neuen Chefarzt

aus der Allgemeinchirurgie, der aus Magdeburg

zu uns kommt (Seite 24) oder die

Chefärztin der Neurochirurgie, die jetzt Vorsitzende

des Verbandes der leitenden Kran-

kenhausärzte im Saarland wurde (Seite 25),

sondern auch die Kinderkrankenschwester, die

vor 42 Jahren als Pflegehelferin hier im Klinikum

angefangen hat, viele Jahre in der Kinder-Notaufnahme

tätig war und jetzt in Rente

gegangen ist. Lesen Sie auf Seite 28, was sie

im Rückblick denkt und wie sich die Kinderkrankenpflege

in diesen Jahren verändert hat.

Nicht mehr ganz neu, aber für viele noch unbekannt

ist die Tatsache, dass wir im Klinikum

eine Ethikberatung für Angehörige, Ärzte und

Pflegepersonal anbieten. Das Ethikkomitee des

Klinikums möchte mit seiner Arbeit Verantwortung,

Selbstbestimmungsrecht, Vertrauen, Respekt,

Rücksicht und Mitgefühl als gelebte moralische

Werte im Klinikum Saarbrücken fördern

und prägen. Lesen Sie mehr darüber auf Seite

10.

Das „Klinikum Akut“ finden Sie übrigens

auch auf der Internetseite www.klinikum-saarbruecken.de.

Sie können es gerne kostenlos

abonnieren. Schicken Sie der Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit des Klinikums Ihre Adresse

zu. Die Anschrift finden sie im Impressum.

Wichtig: geben Sie dabei an, ob Sie das

„Akut“ lieber über Mail oder per Post beziehen

möchten.

Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen allen gutes

Gelingen, viel Freude und vor allem: Gesundheit!

Herzlichst,

Ihre Oberbürgermeisterin Charlotte Britz

3

Editorial


4

Impressum

Impressum:

Herausgeber:

Klinikum Saarbrücken gGmbH

Verantwortlich:

Dr. Susann Breßlein, Geschäftsführerin

Winterberg 1, 66119 Saarbrücken

Internet: www.klinikum-saarbruecken.de

Texte:

Öffentlichkeitsarbeit des Klinikums Saarbrücken

Angela Schuberth-Ziehmer und

Irmtraut Müller-Hippchen

Fon: 0681 / 963-1007 oder -1017

Fax: 0681 / 963-1009

E-Mail: presse@klinikum-saarbruecken.de

Fotos:

Iris Maurer, Angela Schuberth-Ziehmer,

Irmtraut Müller-Hippchen, prisma,

Manuela Meyer, Silke Frank

Satz & Layout:

AMT-Verlag, Susanne Zoßeder

Am Schindberg 18, 93336 Altmannstein

Anzeigenakquise:

WerbeAtelier Thomas Clewe,

Heltenstraße 2-4, 69181 Leimen

Druck:

Kerker Druck GmbH, 67661 Kaiserslautern

Erscheinungsdatum:

3. Ausgabe / Dezember 2012


Inhaltsverzeichnis

EEditorial 3

Impressum 4

Klinikum aktuell 6

Kerngesund trotz Frühgeburt 6

Gesund in die Rente 9

Wenn nicht nur medizinische Fakten zählen ... 10

Aus den Kliniken 11

Hornhauterkrankungen: Schnellere und bessere Heilungserfolge durch neues Verfahren 11

Notfall Herzinfarkt 12

Neue Implantate für Handgelenkverletzungen 15

„Leben soll mir gut tun“ 16

Neues Bildmanagement schneller und funktionaler 18

Medizinische Fachangestellte bekamen Einblick in Abläufe 19

Die Reportage 20

Stillberatung - im Klinikum Saarbrücken gut aufgestellt 20

Ehrenamtliche gesucht 23

Personalien 24

PD Dr. Daniel Schubert neuer Chefarzt der Allgemeinchirurgie 24

Prof. Dr. Cornelia Cedzich ist die neue Vorsitzende 25

der Leitenden Krankenhausärzte im Saarland

Neue Kurse in der Schule für Gesundheitsfachberufe 26

Ehrungen und Verabschiedungen 27

Ein ganzes Berufsleben im Zeichen des Klinikums Saarbrücken auf dem Winterberg 28

Klinikum stellt landesbeste Kauffrau im Gesundheitswesen 30

Aus den Tochtergesellschaften 31

Nachtcafé Spezial mit Hemingway 31

Schülerinnen der Bellevue spielen für SeniorInnen 33

Seniorinnen und Senioren jetzt online 34

Schnell und sicher: Die Multikomponentenspende 35

Kurz & Akut 36

Gesundheit im Dialog 36

Informationsabend für werdende Eltern immer am ersten und dritten Mittwoch im Monat 37

Verein „Menschen für Kinder“ erfüllte kranken Kindern Herzenswünsche 37

5.675,- Euro für die Kinderklinik 38

5

Inhalt


6

Klinikum aktuell

Sprach ein Grußwort:

Prof. Dr. Jens

Möller, Chefarzt der

Klinik für Kinder- und

Jugendmedizin

Kerngesund trotz Frühgeburt

Zweiter Weltfrühgeborenentag im Klinikum Saarbrücken /

Ein Betroffener berichtet

David Ballier ist heute 18 Jahre alt. Er bereitet

sich gerade auf sein Abitur vor, danach will er

für ein Freiwilliges soziales Jahr nach Südafrika

gehen. Er wirkt wie ein ganz normaler junger

Mann. Und doch waren seine Startbedingungen

alles andere als normal. Denn David kam

bereits in der 27. Schwangerschaftswoche mit

gerade mal 900 Gramm im Klinikum Saarbrücken

zur Welt. Für die Eltern war es ein Schock.

Aber David war ein Kämpfer. Er musste nicht

künstlich beatmet werden. Und er entwickelte

sich – dank Muttermilch – prächtig. Auf der

Station nannten sie ihn bald „Würfel“, weil er

so gut gedieh, erzählt David heute.

David hatte viel Glück

Ein Grund für seine gute Entwicklung damals

sei die liebevolle Betreuung in der Klinik gewesen,

aber auch das „Känguruhen“. Täglich

waren die Eltern Barbara und Michael Ballier

damals in der Klinik, um David auf ihren

nackten Bauch zu legen. „Das Känguruhen hat

maßgeblich zur guten Entwicklung von David

beigetragen“ – da ist sich die Mutter sicher.

David Ballier war zum zweiten Weltfrühgeborenentag

ins Klinikum Saarbrücken gekommen

und hat vor über 150 Eltern und deren Kindern

von seinen Hobbys und seiner Entwicklung

erzählt. Dabei hat er auch betont: „Ich

weiß, dass ich viel Glück hatte.“ Und dennoch

war der Bericht des jungen Mannes für viele

der betroffenen Eltern tröstend und wichtig.

„Wir sind besser geworden“

Prof. Dr. Jens Möller, Chefarzt der Klinik für

Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums

Saarbrücken, sagte in einem kurzen Grußwort,

dass das Saarland noch vor zehn Jahren

unter den alten Bundesländern Schlusslicht

bei der Versorgung von Frühgeborenen war.

Diese Situation hat sich gewandelt. „Wir sind

besser geworden. So ist die Rate von Frühgeborenen

unter 1500 Gramm Geburtsgewicht,

die verstorben sind oder schwerbehindert

überlebten, von mehr als 25 Prozent 1999 auf

unter zehn Prozent im Jahr 2010 im Saarland

gesunken.“

David Ballier war ein „Frühchen“ und startete mit 900 Gramm Geburtsgewicht vor 18 Jahren auf dem Saarbrücker

Winterberg ins Leben; er kam zum zweiten Weltfrühgeborenentag und schilderte seine Entwicklung; das Foto

zeigt ihn mit seinen Eltern Barbara und Michael Ballier.


Dies ist sicher der hervorragenden Koopera-

tion der Kinder- und Frauenkliniken geschuldet.

Das Klinikum Saarbrücken arbeitet unter anderem

eng mit vielen Geburtskliniken zusammen.

In Püttlingen und Merzig sind Kinderärzte

des Klinikums Saarbrücken vor Ort. „Ist eine

Frühgeburt abzusehen und lässt sie sich vom

Geburtshelfer nicht länger hinauszögern, beginnt

die Betreuung der Kinder bereits damit,

dass sie von einem hochspezialisierten Team

per Kaiserschnitt geboren werden. So kleine

Kinder zu entbinden, das erfordert besondere

Kenntnisse. Und es erfordert eine spezielle

Narkose, die das Kind nicht beeinträchtigt“,

erklärt der Mediziner. Im Perinatalzentrum der

höchsten Versorgungsstufe im Klinikum Saarbrücken

gelte zudem eine direkte Wand-an-

Wand-Betreuung: Das auf 37 Grad erwärmte

Zimmer, in dem das Frühgeborene unmittelbar

nach der Geburt versorgt wird, liege direkt

neben dem Kreißsaal mit Normaltemperatur,

in dem die Entbindung erfolgt. Zudem ist das

Perinatalzentrum natürlich mit allem ausgestattet,

was für die Betreuung der Frühgeborenen

nötig ist.

Eltern sind ängstlich

Und dennoch: Die meisten Eltern sind von einer

Frühgeburt mitgenommen, haben Ängste

vor allem, wenn sie daheim sind. Dafür hat

die Kinderklinik unter Leitung von Prof. Dr. Jens

Möller ein Nachsorgekonzept entwickelt: Das

sieht vor, die Eltern weiterhin bei kleineren für

Frühgeborene spezifische Problemen zu unterstützen.

„Wir wünschen uns einen sogenannten

Case-Manager, der die Überleitung nach

Hause sowie Hilfs- und medizinische Maßnahmen

für einige Wochen nach der Entlassung

koordiniert. Unter Beteiligung der Frühförderungsstellen,

des Palliativteams, der niedergelassenen

Kinderärzte und des Gesundheitsamts

soll eine Arbeitsgruppe Nachsorge gegründet

werden“, so der Neonatologe.

Bald Selbsthilfegruppe

Und nicht nur das: Auch Selbsthilfe soll groß

geschrieben werden. Betroffene Eltern werden

demnächst eine Selbsthilfegruppe gründen. Interessenten,

die sich beteiligen möchten, wenden

sich an das Sekretariat der Kinderklinik,

Telefon 0681/963-2161.

Eddi Zauberfinger zog die Kleinen und die Großen mit seinen Darbietungen in den Bann.

7

Klinikum aktuell


Gesund bis in die Rente

Wie das Klinikum Saarbrücken sich darauf einstellt, dass das

Durchschnittsalter der Belegschaft steigt

OOb Industrie, öffentliche Verwaltung oder Krankenhaus

– für alle gilt: das Durchschnittsalter

der Belegschaften steigt. Dies hat mehrere Ursachen,

so zum Beispiel, dass die so genannten

geburtenstarken Jahrgänge inzwischen in

die Altersgruppe der 50- bis 65-Jährigen hereinwachsen.

Aber die Altersstruktur wird sich

in den nächsten Jahren in den Betrieben noch

stärker nach oben verschieben, denn mit der

Abschaffung der gesetzlichen Regelungen zur

Altersteilzeit und mit der Einführung der Rente

ab 67 schlagen schon bald gleich zwei Änderungen

in die Altersstruktur durch.

Auf diese Tatsachen machte auch die Zeitschrift

„Arbeitnehmer“ in ihrer November-

Ausgabe 2012 aufmerksam. Fast 30 Prozent

der Beschäftigten im Saarland sei heute schon

über 50 Jahre alt. Laut einer Befragung unter

Arbeitgebern mangele es im Saarland

„schlichtweg“ an konkreten betrieblichen Maßnahmen

für Ältere. Der „Arbeitnehmer“ warnt

in seinem Schwerpunkt zum Thema „Alter(n)

sgerechtes Arbeiten“ die Betriebe und die Personalvertretungen

davor, nicht unvorbereitet in

die betriebliche Altersfalle zu schlittern: „Denn

trotz der hohen Dringlichkeit ist es den meisten

Unternehmen nicht bewusst, wie notwendig alters-

und alternsgerechtes Arbeiten ist.“

Auch im Klinikum Saarbrücken ist bereits ein

steigendes Durchschnittsalter der Beschäftigten

zu verzeichnen. So geht aus dem Personalbe-

Aus der Präambel zur Betriebsvereinbarung

zur Förderung der Arbeits- und

Beschäftigungsfähigkeit von älteren Beschäftigten:

„In einer immer älter werdenden Gesellschaft

muss mit steigender Zahl chronischer

Erkrankungen, zunehmender Multimorbidität

und dauerhafter Pflegebedürftigkeit

gerechnet werden. Aber auch die Beschäftigten

im Gesundheitswesen selbst sind Teil

des demografischen Wandels. Aufgrund

der demografischen Entwicklung werden

die Beschäftigten bis zu einem höheren Lebensalter

arbeiten müssen. Es ist daher nicht

nur eine Verpflichtung, sondern auch eine

Notwendigkeit, Beschäftigten den arbeitslebenslangen

Erhalt und die Förderung ihrer

Gesundheit und beruflichen Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit

zu ermöglichen.“

richt für das Jahr 2011 hervor, dass erstmals

die Gruppe der Beschäftigten zwischen 50

und 59 Jahren mit 33 Prozent die stärkste

Altersklasse stellt. Beim Pflegedienst liegt das

Durchschnittsalter bei 44,31 (2010: 43,61);

lediglich das Durchschnittsalter der Ärzte liegt

mit 39,05 Jahren (2010: 39,27) noch im Bereich

„Bivi“ (bis Vierzig).

Im Unterschied zu vielen anderen Unternehmen

ist man sich im Klinikum Saarbrücken

schon länger dieser Thematik bewusst. So gibt

es schon seit einiger Zeit eine Arbeitsgruppe,

die sich damit befasst, wie die im Durchschnitt

älter werdenden Arbeitnehmer ihre Gesundheit

bis in die Rente erhalten können. Mehrere

Maßnahmen sollen ältere ArbeitnehmerInnen

im Betrieb unterstützen:

• Das Klinikum Saarbrücken hat für seine Mit-

arbeiterinnen und Mitarbeiter eine soge-

nannte „Wahlarbeitszeit“ eingeführt. Vollzeit-

kräfte können ihre Arbeitszeit ohne Angaben

von Gründen mit einer dreimonatigen Vor-

laufzeit (mindestens für ein halbes Jahr, aber

auch länger) von 100 auf 80 Prozent redu-

zieren, um sie später wieder zu erhöhen. Die

Wahlarbeitszeit kommt allen Mitarbeiterin-

nen und Mitarbeitern zu Gute, die aus per-

sönlichen, gesundheitlichen oder familiären

Gründen mal eine Zeitlang kürzer treten

wollen.

• Beschäftigte aus dem stationären Pflege-

dienst und Hebammen, die älter als 55

sind, können laut einer Betriebsvereinbarung

jederzeit beantragen, dass sie nicht an mehr

als zwei Nächten pro Monat im Nachtdienst

eingesetzt werden.

• In einem Ruheraum wird demnächst Mitar-

beiterInnen die Möglichkeit gegeben, zwi-

schendurch in der Pause mal zu entspan-

nen.

Übrigens ist im Klinikum nicht nur die durchschnittliche

Altersstruktur gestiegen, sondern

auch die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit:

Sie liegt jetzt bei 14,5 Jahren. Fast jeder

dritte Beschäftigte im Klinikum, nämlich 29

Prozent, ist bereits länger als 20 Jahre im Unternehmen.

Darüber freuen wir uns, ist es doch

ein Zeichen, dass die Mitarbeiter

sich bei uns wohl fühlen.

9

Klinikum aktuell

Die Wahlarbeitszeit

ist ein Instrument,

mit dem sowohl die

Mitarbeiterzufriedenheit

erhöht als auch

Fehlzeiten gesenkt

werden können.

Foto: Personaldirektor

Edwin Pinkawa.


10 Wenn nicht nur medizinische Fakten

zählen…

Ethikberatung unterstützt Angehörige, Ärzte und

Pflegepersonal

Klinikum aktuell

Pflegedirektorin

Sonja Hilzensauer:

„In der Ethikberatung

geht es nicht um ein

,richtig‘ oder ,falsch‘,

sondern darum,

individuelle Lösungen

zu finden – abgestimmt

auf die Wünsche

und Bedürfnisse

jedes Betroffenen.“

Im modernen Klinikalltag müssen immer wieder

Entscheidungen getroffen werden, bei

denen nicht nur medizinische Fakten zählen,

sondern die auch das innerste Wertegefühl

berühren. Dabei geht es um Fragen der Menschenwürde,

der Lebensqualität, des Umgangs

miteinander, Fragen des ethisch Vertretbaren

im Zusammenhang mit dem Patientenwillen.

Was ist die angemessene medizinische und

pflegerische Behandlung und wie weit sollte

eine Behandlung gehen? Patienten, Angehörige

und Mitarbeiter des Klinikums Saarbrücken

sitzen besonders in derartigen Fällen in einem

Boot. Im Einzelfall können aber dennoch sehr

unterschiedliche Grundüberzeugungen aufeinandertreffen.

Hier setzt das Ethikkomitee an. In seiner Zusammensetzung

(mit einem Juristen, Ärzten,

Pflegekräften, Sozialarbeitern und Krankenhausseelsorgern)

bietet das Ethikkomitee die

Chance, interdisziplinär und systematisch an-

stehende oder auch schon getroffene Entscheidungen

in den Bereichen Medizin, Pflege und

Organisation ethisch zu reflektieren und aufzuarbeiten.

Mit seiner Arbeit will es Verantwortung,

Selbstbestimmungsrecht, Vertrauen,

Respekt, Rücksicht und Mitgefühl als gelebte

moralische Werte im Klinikum Saarbrücken

fördern und prägen.

Wenn Patienten, Angehörige, ÄrztInnen und

Pflegekräfte an ihre Grenzen kommen und sich

in einer konkreten Konfliktsituation befinden,

dann kann die Ethikberatung Orientierungshilfe

bieten und dazu beitragen, gemeinsam

Lösungen zu besprechen. „Dabei steht immer

das Wohl der Menschen, die uns anvertraut

sind, im Mittelpunkt. Es geht nicht um ein ,richtig‘

oder ,falsch‘, sondern darum, individuelle

Lösungen zu finden – abgestimmt auf die Wünsche

und Bedürfnisse jedes Betroffenen, erklärt

die Pflegedirektorin des Klinikums, Sonja Hilzensauer.

Klinikseelsorger Werner Knapp und

Peter Sorg betonen: „Die Ethikberatung bietet

natürlich nur eine Orientierung. Auf der Basis

ethischer Betrachtungen gibt sie Empfehlungen.

Entscheidungen kann und will sie nicht

treffen.“

Deshalb empfehlen die Mitglieder des Ethikkomitees,

den eigenen Willen frühzeitig in einer

Patientenverfügung und einer Vorsorgevollmacht

zu regeln, am besten in Absprache mit

einem Arzt, Seelsorger oder Juristen. Dann ist

das Vorgehen in schwierigen Situationen für

Angehörige, Ärzte und Pflegekräfte klar geregelt.

Seit ihrem Bestehen haben bisher durchschnittlich

einmal im Monat Angehörige, Pflegende

oder ÄrztInnen das Angebot der Ethikberatung

genutzt.

Die Ethikberatung ist unter der Telefonnummer

0681-963 2180 oder per E-Mail: mmewes@

klinikum-saarbruecken.de erreichbar.

Und sie gehören dem Ethikkomitee an:

Dr. Christian Braun (Ärztlicher Direktor), Prof.

Dr. Günter Görge (Chefarzt Innere Medizin

II), Sonja Hilzensauer (Pflegedirektorin), Bodo

Jungblut (Krankenhaus-Sozialarbeiter), Werner

Knapp (Kath. Krankenhausseelsorger), Hans-

Georg Lindemann (Stationsleitung St. 43),

Prof. Dr. Jens Möller (Chefarzt Kinder- und Jugendmedizin),

Edwin Pinkawa (Personaldirektor,

Prokurist), Katrin Raschke (Stationsleitung

St. 71), Dr. Peter Rohr (Oberarzt Anästhesiologie),

Peter Sorg (Ev. Krankenhauspfarrer),

Nadir Tag Elsir (Oberarzt Urologie), Jürgen

Wohlfarth (Aufsichtsratsmitglied; Verwaltungsdezernat

für Rechts- und Ordnungsangelegenheiten,

Datenschutzbeauftragter der Stadt

Saarbrücken).

Für die Ethikberatung ausgebildet sind:

Bodo Jungblut, Hans-Georg Lindemann, Katrin

Raschke , Dr. Peter Rohr, Peter Sorg, Werner

Knapp und Jürgen Wohlfarth.


Hornhauterkrankungen:

Schnellere und bessere Heilungserfolge

durch neues Verfahren

IIn den letzten zehn Jahren haben neue Entwicklungen

im Bereich der operativen und

medikamentösen Therapie die Augenheilkunde

revolutioniert. Prof. Dr. Christian Teping,

Chefarzt der Augenklinik: „Viele Verfahren

und Operationsmöglichkeiten, die vor Jahren

nicht vorstellbar waren, haben bereits Einzug

in die tägliche Routine genommen. Selbst für

Krankheitsbilder, die früher als nicht heilbar

galten, wurden inzwischen erfolgversprechende

Behandlungsmöglichkeiten entwickelt.“

In loser Folge möchten wir diese Verfahren im

Akut vorstellen. Im ersten Artikel stellen wir

Ihnen ein Verfahren zur Behandlung schwerer

Hornhauterkrankungen vor: die Descemet

Membrane Endothelial Keratoplastik – kurz:

DMEK.

Wenn die Hornhaut ihre gleichmäßige

Wölbung und Klarheit verliert

Die Hornhaut – auch Cornea genannt – ist die

äußere gewölbte Schutzschicht des Auges.

Normalerweise ist sie von Tränenflüssigkeit

benetzt und glasklar; sie besteht aus mehreren

Schichten. Die Hornhaut ist ein wichtiger

optischer Bestandteil des Sehvermögens. Ihre

Transparenz, eine glatte Oberfläche und eine

gleichmäßige Krümmung sind für gutes Sehen

von entscheidender Bedeutung. Verliert sie

ihre Klarheit oder die gleichmäßige Wölbung,

kann das Sehvermögen stark beeinträchtigt

werden. Das betroffene Auge droht zu erblinden.

Besonders die innere Hornhautschicht,

das so genannte Endothel, ist verantwortlich

dafür, dass die Hornhaut klar bleibt. Funktionieren

diese Innenschichtzellen nicht mehr

richtig, strömt Wasser in die Hornhaut ein –

die Hornhaut verliert Ihre Transparenz. Das

Problem dabei: Im Gegensatz zur äußeren

Hornhautschicht ist das Endothel nicht regenerationsfähig.

Prof. Dr. Christian Teping erklärt: „Bisher wurde

in solchen Fällen eine Hornhauttransplantation

durchgeführt, um das Sehvermögen wiederherzustellen.

Die erkrankte Hornhaut wird

dabei entfernt und durch die Hornhaut eines

Organspenders ersetzt.“ Dieses Verfahren

zählt übrigens zu den ältesten, häufigsten und

erfolgreichsten Transplantationen. Allerdings

ist die Genesung langwierig. Die Patienten erlangen

häufig erst nach vielen Monaten eine

verbessernde Sehschärfe.

Und hier greift die neue Methode und wirkt in

vielen Fällen Wunder. Teping: „In ca. 40 Prozent

der schweren Hornhauterkrankungen, bei

denen bisher eine komplette Hornhaut-Transplantation

die einzige Operationsmöglichkeit

war, bietet das neue DMEK-Verfahren deutlich

schnellere und bessere Behandlungsergebnisse,

und das Ganze auch noch schonender für

den Patienten.“

Nur der erkrankte Teil wird ersetzt

Bei dem DMEK-Verfahren wird nicht wie bei

einer Hornhauttransplantation die gesamte

Hornhaut ersetzt, sondern nur der erkrankte

Teil, die Innenschicht, bestehend aus dem

feinen Descemet-Häutchen und den darauf sitzenden

Endothelzellen. Das Auge muss nicht

mehr großflächig geöffnet werden, sondern es

genügt ein kleiner Schnitt. Dabei wird darauf

geachtet, dass das eingesetzte Transplantat so

dünn wie möglich ist - weniger als ein paar

Tausendstel Millimeter dick.

Mit diesem schonenden Verfahren, das in

der Augenklinik des Klinikums Saarbrücken

bereits routinemäßig angewendet wird, tritt

im Vergleich zum kompletten Hornhautersatz

eine sehr viel schnellere Sehverbesserung

ein. Prof. Dr. Teping fasst die Erfolge dieser

neuen Methode zusammen: „Wochen- und

monatelange Heilungsverläufe wie bei einer

kompletten Hornhaut-Transplantation ergeben

sich bei diesem Verfahren nicht mehr. Bereits

nach wenigen Tagen kommt es zu einer früher

nicht möglichen Steigerung der Sehleistung.

Viele DMEK-Patienten erreichen nach einem

nur etwa dreimonatigen Heilungsprozess eine

Sehschärfe von 80 Prozent.“

11

Aus den Kliniken

Prof. Dr. Christian

Teping, Chefarzt der

Augenklinik:

„Keine wochen- und

monatelangen

Heilungsverläufe

mehr.“


12

Aus den Kliniken

Prof. Dr. Günter

Görge hat 2007

im Saarland die

erste Chest Pain

unit, eine Einheit

zur 24-Stunden-

Abklärung von

Brustschmerzen

und Herzinfarkten,

gegründet.

Seit 2009 ist sie

zertifiziert.

Notfall Herzinfarkt

Jede Minute zählt / Häufigster Vorbote: Enge in der Brust /

Hilfe durch Stents

EEin Herzinfarkt galt früher als die typische Managerkrankheit.

Auch heute noch betrifft er

mehr Männer als Frauen – meist völlig unvorbereitet.

Aber dann zählt jede Minute. Täglich

erleiden in Deutschland 800 Menschen einen

Herzinfarkt. Für ein Drittel endet der Herzinfarkt

tödlich. Noch immer zählen der Infarkt

und seine Folgeerkrankungen in Deutschland

zu den häufigsten Todesursachen, auch wenn

seit 30 Jahren die Sterberate kontinuierlich

sinkt.

Der Kampf gegen den Herztod ist ein Wettlauf

gegen die Zeit. So wie bei dem 45 Jahre alten

Saarbrücker Udo M. (Name der Redaktion

bekannt). Zunächst spürte er nur ein Ziehen in

der linken Schulter, als ob ihm jemand eine

lange Nadel in den Oberarmmuskel stechen

würde. Auch seine Fingerspitzen kribbelten.

Schon einige Stunden zuvor hatte er sich so

merkwürdig kaputt gefühlt. Seine Frau rief

besorgt den Notarzt, die 19 222. Wusste

sie doch, dass Schulterschmerzen ein Symptom

bei Herzinfarkt sein können. Gerade als

der Notarzt kam, brach Udo M. bewusstlos

zusammen. Ein Blutgerinnsel verstopfte seine

Herzkranzarterie und raubte dem Organ den

Sauerstoff. Sein Herz pumpte kein Blut mehr.

Sofort begannen die Retter mit der Herzdruckmassage.

Doch erst der Defibrillator schaffte

es, Udo M.s flimmerndes Herz neu zu starten.

Beim zweiten Elektroschock kam er wieder zu

sich.

Bei den ersten Symptomen die 19 222

wählen!

Herzinfarkte sind die häufigste Ursache eines

plötzlichen Herztodes. Dazu kommt es, wenn

Sauerstoffnot die Stellen am Herzen schädigt,

an denen die elektrischen Impulse des Herzschlags

entstehen. Fallen sie aus, flimmert das

Herz, schlägt unkoordiniert und befördert kaum

noch Blut. „Wenn es aber gelingt, das Herz

mit Elektroschocks wieder in Takt zu bringen,

stehen die Chancen auf ein Überleben gut“,

erläutert der Chefarzt der Kardiologie des Klinikums

Saarbrücken, Prof. Dr. Günter Görge,

der auch Leitender Notarzt ist. Er weiß, auch

Laien können mit automatisierten externen Defibrillatoren

(AED), die sich oft in öffentlichen

Gebäuden befinden, Leben retten. Allerdings

sollte die Therapie unbedingt innerhalb von

fünf Minuten einsetzen. Wird schon bei den

ersten Symptomen die 19 222 gewählt, bestehen

die besten Aussichten, dass der Patient

ohne bleibende Schäden am Herzen überlebt,

sagt Prof. Dr. Görge. „Das kann aber nur, wer

die Zeichen eines Infarkts erkennt und ernst

nimmt.“

Auf der Fahrt ins Krankenhaus hatte das Team

aus Rettungsassistent und Notärztin die Atmung

und den Kreislauf des Kranken aufrechterhalten.

Dank kurzer Wege im Saarland lag

Udo M. keine 20 Minuten später auf dem Behandlungstisch

im Herzkatheterlabor des Klinikums

Saarbrücken. Hier wurde die verstopfte

Arterie so schnell wie möglich wieder geöffnet.

Der Arzt dehnt das Gefäß auf, indem er

einen Katheter einführt und in der Arterie einen

kleinen Ballon aufbläst, der den Durchlass

von Blut wieder ermöglicht. Danach werden

gitterförmige Gefäßstützen (stents) gesetzt, die

den Durchgang dauerhaft offen halten. In dem

Moment, in dem sich die Gefäßstütze im verstopften

Gefäß entfaltete und das Blut wieder

floss, hatte Udo M. keine Schmerzen mehr.

„Verschlossene Gefäße können wir bei mehr

als 95 Prozent aller Behandelten wieder öffnen“,

sagt der Kardiologe Prof. Dr. Görge.

Leben retten mit dem

Mobiltelefon

Die Deutsche Herzstiftung hat eine App für

das iPhone entwickelt. Mit über 20 anschaulichen

grafischen Abbildungen werden Laien

über die häufigsten Herzinfarkt-Alarmzeichen

informiert. Die typischen Symptome

eines Infarktes werden erläutert. Auch stellt

die App die überlebenswichtige Herzdruckmassage

dar und gibt dazu in kurzen Sätzen

konkrete Handlungsanweisungen.

Das Besondere an der Anwendung ist, dass

sie den direkten Notruf 112 ermöglicht und

so keine lebensrettende Zeit verloren geht.

Die Herznotfall-App ist auch für andere

Smartphone-Systeme (Android) geplant.

Die Herznotfall-App für das iPhone steht

kostenlos zum Download bereit unter:

http://itunes.apple.com/de/app/herzstiftung-app/id540338564


Fast immer bekommt der Patient dann eine

Metallstütze eingesetzt, um das Gefäß dauerhaft

frei zu halten. „Mit diesen Stents erreichen

wir eine Verbesserung der Pumpfunktion und

eine Verringerung der Sterblichkeit nach dem

Herzinfarkt“, so der Experte.

Kein Herzinfarkt kommt von heute auf

morgen

Udo M. hatte Glück, weil seine Frau schnell

den Notarzt gerufen hat. „Einige Patienten

verharmlosen die Beschwerden oder warten,

bis sie unerträglich werden“, bedauert Prof.

Dr. Görge. „Bei Herzschmerzen in der Nacht

warten manche lieber einige Stunden, bis am

Morgen die Praxis ihres Hausarztes öffnet.“

Zudem seien Infarkte nicht immer mit starken

Schmerzen verbunden, etwa dann, wenn

durch Diabetes feinste Schmerzrezeptoren in

den Geweben um das Herz abgestorben sind.

Untypische Symptome würden oft auch als

Magenbrennen oder Halsweh verkannt.

Dabei entwickelt sich ein Herzinfarkt nicht von

heute auf morgen. Er ist fast immer das Ergeb-

nis jahrelanger Herzkranzgefäß-Veränderungen,

die unter dem Begriff „koronare Herz-

krankheit“ zusammengefasst werden. Typisch

für dieses Krankheitsbild sind Verengungen der

Herzkranzgefäße, hervorgerufen durch cholesterinhaltige

Ablagerungen an ihren Wänden.

Diese so genannten „Plaques“ verengen den

Gefäßinnenraum mit der Zeit immer mehr. So

bilden sich Stenosen (Engstellen), die der Blutstrom

nicht mehr ungehindert passieren kann.

Der Betroffene spürt diese Verengung erst,

wenn sie mehr als 70 Prozent des Gefäßes

umfasst. Dann kommt es zur Angina pectoris

(„Herzenge“). Sie bereitet in abgeschwächter

Form ähnliche Beschwerden wie ein Herzinfarkt

und ist seine häufigste Vorbotin.

Schon beim geringsten Verdacht ist es deshalb

angemessen, den Notarzt zu rufen. „Dabei soll

unbedingt das Wort Herzinfarkt fallen“, meint

Prof. Dr. Görge. Wichtig ist es dann, Ruhe zu

bewahren, den Kranken bequem mit erhöhtem

Oberkörper zu lagern.

Nach dem Herzinfarkt einem neuen

Herzinfarkt vorbeugen

Und: „Wer einmal einen Infarkt hatte, bleibt

lebenslang anfällig für einen weiteren“, warnt

der Saarbrücker Chefarzt. Daher ist die Vorbeugung

vor erneuten Verschlüssen lebensnot-

wendig. Nur der richtige Lebenswandel, ge-

Unklare Brustschmerzen

abklären lassen

Das Klinikum Saarbrücken verfügt über eine

Einheit zur Abklärung von unklaren Brustschmerzen.

Die Brustschmerzeinheit (auch:

Chest Pain Unit) ist die Anlaufstelle für alle

Patienten mit unklaren akuten Brustschmerzen

- rund um die Uhr, an 365 Tagen im

Jahr. Die Brustschmerzeinheit des Klinikums

Saarbrücken ist seit Juli 2009 von der Deutschen

Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert,

gerade wurde sie wieder neu zertifiziert.

Durch das Zusammenspiel mit den anderen

Fachabteilungen des Klinikums können hier

auch alle anderen Ursachen (orthopädische,

psychosomatische, Beschwerden der

inneren Organe...) schnell abgeklärt und

behandelt werden. Im Zweifelsfall hilft das

superschnelle Herz-CT weiter, das neben

dem Herzen auch die Lunge, die Lungengefäße

und die Körperschlagader mit abbildet.

Brustschmerzeinheit/Herzinfarktzentrum

des Klinikums Saarbrücken unter Telefon

0681/963-1919

Notfälle

wenden sich an die Rettungsleitstelle,

Telefon 112 oder 19 222

(Mobiltelefon: 0681.19 222)

sunde Ernährung, moderne Medikamente und

regelmäßige Kontrolluntersuchungen können

die Gefahr für weitere Infarkte minimieren.

„Wenn das richtige Verhalten zwei, drei Wochen

lang eingeübt und immer wieder erklärt

wird, so ist die Chance hoch, dass die Patienten

dies in ihren Alltag übernehmen“, unterstreicht

Prof. Dr. Görge.

Manchen Patienten geht es ein paar Monate

nach dem Infarkt aber auch besser als in der

Zeit davor. Für viele stellt die Erkrankung eine

Wende zu einem bewussteren und besseren

Leben dar. Wissenschaftliche Untersuchungen

zeigen, dass bei diesen Menschen die Lebenserwartung

und Lebensqualität genauso gut

oder sogar besser ist, als bei vermeintlich gesunden

Altersgenossen.

Deshalb sorgen die Ärzte im Klinikum Saarbrücken

dafür, dass die Patienten nach einem

Herzinfarkt in die Reha-Klinik und danach in

eine Koronarsportgruppe gehen

können.

13

Aus den Kliniken


• Heizungsbau

• Installation

• Solaranlagen

• Wärmepumpen

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Neue Implantate für Handgelenkverletzungen

Unfallchirurgen und Orthopäden informierten sich bei einem

Symposium im Klinikum Saarbrücken

Am häufigsten diagnostizieren Orthopäden

und Unfallchirurgen nach Arbeits- oder Freizeitunfällen

Handgelenkverletzungen. Nicht selten

führen diese zu dauerhaften Beeinträchtigungen.

Daher ist die optimale Diagnostik, Therapiestrategie

und -durchführung einschließlich

der Nachbehandlung von Handgelenkverletzungen

von herausragender Bedeutung. Aus

diesem Grund hat das Klinikum Saarbrücken

unter der wissenschaftlichen Leitung von Chefarzt

PD Dr. Christof Meyer zu einem unfall-

und handchirurgischen Symposium auf den

Winterberg eingeladen.

Behandlungsergebnisse verbessert

60 Unfallchirurgen und Orthopäden aus Klinik

und Praxis nutzten das Angebot, sich von sechs

Referenten über die neuesten Therapieempfehlungen

informieren zu lassen. Diese werden

regelmäßig den neuesten wissenschaftlichen

Erkenntnissen angepasst. Und auch neu entwickelte

und optimierte Implantate, wie zum Beispiel

filigrane Titanplatten mit winkelstabilen

Schrauben, führen zu verbesserten Behandlungsergebnissen.

Fazit: Betroffene können so

auch nach schwerwiegenden Handgelenkverletzungen

oft schneller wieder in das Berufsle-

ben zurückkehren, ältere Patienten bleiben vor

der Hilfsbedürftigkeit bewahrt.

„Symposien dieser Art werden auch weiterhin

vom Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie

des Klinikums Saarbücken regelmäßig

angeboten. Sie dienen dem Austausch und

der guten Zusammenarbeit mit den niedergelassenen

und Krankenhausärzten. Außerdem

stellen sie eine wichtige Basis für die bestmögliche

Behandlung unserer Patienten dar“, so

Chefarzt Privatdozent Dr. Christof Meyer.

Deutsche_Ärzte_21045.indd 1 05.10.2011 9:50:24 Uhr

15

Aus den Kliniken

PD Dr. Christof

Meyer, Chefarzt der

Unfall-, Wiederherstellungs-

und Handchirurgie,

möchte mit

den Symposien den

Austausch zwischen

Unfallchirurgen

fördern


16 „Leben soll mir gut tun“

Interview mit Annette Rexrodt von Fircks

Aus den Kliniken

Mit einer Heilungsrate von über 80 Prozent gilt

bei Brustkrebs heute mehr denn je der Satz:

„Früh erkannt und korrekt behandelt, ist Brustkrebs

meist eine heilbare Erkrankung“. Für

Ärzte gibt es zahlreiche hochkarätige medizinische

Fortbildungen. Demgegenüber erleben

die betroffenen Frauen und deren Angehörige

oftmals einen Mangel an Information. Dabei

gilt es, Ängste zu nehmen, Vorsorgeuntersuchungen

und Früherkennungsmaßnahmen zu

fördern und eine Lanze für die interdisziplinäre

Behandlung in Brustzentren, wie dem Klinikum

Saarbrücken, zu brechen. Aus diesem

Grund kamen rund 150 Frauen – unter ihnen

zahlreiche Betroffene – mit ihren Angehörigen

zu einer Informationsveranstaltung unter dem

Thema „Brustkrebs heute“. Vor gebanntem

Publikum berichtete Annette Rexrodt von

Fircks - sie hat als Betroffene mehrere Bücher

geschrieben - über ihre Strategien, mit der

Krebserkrankung umzugehen. Wir haben die

Bestsellerautorin interviewt.

Sie waren selbst vor über 14 Jahren an Krebs

erkrankt; vor acht Jahren kam er dann zurück.

Sie haben gekämpft, etliche Operationen

überstanden. Bis heute ist der Krebs nicht zurückgekehrt.

Was ist Ihr „Rezept“?

Annette Rexrodt von Fircks: Gegen Ende der

ersten Therapie habe ich mein Leben schonungslos

auf den Prüfstand gestellt. Ich habe

mich gefragt: Bin ich zufrieden mit meinem Leben?

Tun mir die Menschen gut, mit denen ich

zusammen bin? Welche Ziele habe ich? Wo

stehe ich? Vielleicht hat mich ja mein „altes

Leben“ vor der Krankheit krank gemacht. Um

diese Fragen ehrlich zu beantworten, gehörte

eine große Portion Mut und Selbstakzeptanz.

Unabhängig davon habe ich aber schon zu

Beginn und während meiner Erkrankung Achtsamkeit

und Fürsorglichkeit gegenüber mir

selbst entwickelt. Auch habe ich gelernt, auf

meine innere Stimme zu hören. Die begleitet

mich immer noch liebevoll kritisch. Und dann

weiß ich, dass mir Bewegung gut tut – und

auch eine gesunde Ernährung. Das heißt aber

nicht, dass ich asketisch lebe. Leben soll mir

gut tun. Ich gönne mir aber regelmäßig kleine

Pausen im Laufe des Tages. Nur so kann ich

den Alltag mit all seinen Anforderungen, der

heute nicht weniger turbulent und hektisch ist als

mein früherer, gut bewältigen.

Annette Rexrodt von Fircks (Bild oben) zog ihr Publikum

in Bann (Bild unten).

Auch viele Männer begleiteten ihre Partnerinnen zu

dem Vortrag von Annette Rexrodt von Fircks.

Woraus haben Sie nach der Diagnose und

während der Therapie Ihre Kraft gezogen?

Annette Rexrodt von Fircks: Es war der kurze

Satz einer mir bekannten Psychologin. Sie sagte:

„Entscheiden Sie sich für das Leben.“ Ein

Allerwelts-Satz, der aber in die Stille meiner

Verzweiflung treten und seinen Platz finden

konnte. „Vielleicht schaffst du es ja“ flüsterte

mir ein Gedanke zu. Dieses „Vielleicht schaffst

du es ja doch“, wollte ich häufiger hören und


„stellte“ den Gedanken immer lauter, bis das

Gefühl der Hoffnung aus jeder meiner Zellen

echote. Ich entschied mich für das Leben, das

ich so sehr liebte und wurde aktiv.

Angehörige können ganz praktisch, aber auch

seelisch Beistand leisten

Was kann jeder, der an Krebs erkrankt, selbst

gegen diese Krankheit tun?

Annette Rexrodt von Fircks: Es hat viele Jahre

gedauert, bis ich für mich eine ganz eigene

Behandlung entwickelt habe. Zu meiner

„Therapie“ gehört vor allem ein Enzym-Selen-Lektin-Präparat.

Das hilft mir gegen Gelenkschmerzen

sowie ausgetrocknete und entzündete

Schleimhäute. Aber ich bin der festen

Überzeugung: Die ausschließliche Einnahme

von Medikamenten reicht nicht aus, um ein

körperliches und oder seelisches Problem zu

beheben. Jeder kann und sollte für sein Wohlergehen

Sorge tragen, damit Lebensqualität

und Lebensfreude gestärkt werden. Denn das

sind die wahren Katalysatoren für unsere Gesundheit.

Welche Rolle spielen die Angehörigen, Freunde,

Kinder?

Annette Rexrodt von Fircks: Es ist die Gewissheit,

zu wissen, dass man nicht alleine ist. Meine

Kinder waren für mich der Antrieb, den Lebensmut

nicht zu verlieren. Die Familie war für

mich da, hat vor allem ganz praktisch bei der

Kinderversorgung geholfen. Aber nicht zu vergessen:

Es sind die Menschen, die mich lieb

haben, mich tragen. Vor allem meine Freundin

hat mir viel zugehört und oft auch mit mir geweint.

Mit Kindern offen und altersgemäß über die

Krankheit reden

Brustkrebs trifft oft auch junge Frauen mit Kindern.

Was raten Sie den Frauen, wie sie mit

den Kindern über die Diagnose reden sollen?

Annette Rexrodt von Fircks: Eine Krebsdiagnose

ist für die ganze Familie ein Schock. Kinder

spüren meist sehr genau, dass etwas nicht

stimmt, dass sich die Eltern plötzlich anders

verhalten als sonst. Wenn die Eltern jetzt nicht

die Ursache für die Situation erklären, bleibt

ein Gefühl tiefer Verunsicherung und Irritation.

Gerade kleine Kinder entwickeln oft diffuse

Phantasien: Mami geht es schlecht, weil ich

ungezogen war - irrationale Schuldgefühle,

Ängste, Depressionen bei den Kindern sind

eine häufige Folge. Deshalb sollten Eltern versuchen,

die Krankheit kindgerecht zu erklären

und dabei Worte wählen, die dem Alter angemessen

sind.“

Welche Rolle spielen die Ärzte und Therapeuten

bei einer Brustkrebserkrankung?

Annette Rexrodt von Fircks: Sie sind unsere

Helfer, die uns Patienten Lebensmut und Lebensgeborgenheit

geben. Sie sollen sich für

uns einsetzen und sich um uns sorgen. Wir als

Patienten vertrauen dem Arzt. Und deshalb

sollten Ärzte ihre Worte gegenüber den Pa-

Anntienten immer genau abwägen. Sie sollten

Acht geben auf ihr gesprochenes Wort.

17

Aus den Kliniken


18 Neues Bildmanagement schneller und

funktionaler

Alle Fachbereiche können System nutzen / Sichere Archivierung

Aus den Kliniken

Prof. Dr. Elmar

Spüntrup, Chefarzt

der Radiologie des

Klinikums: Das neue

System zur Bildarchivierung

ist klinikweit

einsetzbar

Vor rund zehn Jahren führte die Radiologie

des Klinikums Saarbrücken als eines der ersten

Krankenhäuser im Saarland das digitale

Röntgen ein. Damit war das Zeitalter des Röntgenbildes

und der Röntgenfilme, die aufgrund

gesetzlicher Vorgaben mindestens zehn, teilweise

sogar 30 Jahre lang gelagert und verwaltet

werden müssen, beendet. Lagerkapazitäten

sind heute nicht mehr von Nöten, aber

ausreichend Speicherkapazität im Computer

und ein Archivsystem.

Gut abgesichert

Jetzt wurde das alte Archivsystem PACS

(= Picture Archiving and Communication System)

im Klinikum Saarbrücken abgelöst. Bei

jährlich 12.000 CTs, 7.000 Kernspintomographie-

und 45.000 Röntgenaufnahmen hat das

Klinikum jetzt in eine neue Bildmanagementlösung

fürs ganze Haus investiert. Hierzu gehört

auch die sichere Langzeit-Archivierung von

Bilddaten (nicht nur für das Röntgen).

Die Bilddaten können jetzt noch schneller –

immer abgesichert durch einen Zugriffsschutz

nach außen – von jedem PC in der Klinik aufgerufen

werden. Das erleichtert die Behandlung,

weil der Patient oft an mehreren Orten

behandelt wird und die Bilder für Berechtigte

überall im Hause auf einem PC zu sehen sind.

Prof. Dr. Elmar Spüntrup, Chefarzt der Radiologie,

erläutert: „Das neue System soll vor allem

die Bildarchivierung und -befundung vereinfachen

und verbessern. Es soll Grundlage für

ein System bilden, das als klinikweites Bildmanagement

auch in anderen Fachabteilungen

eingesetzt werden kann.“

Auch andere Fachabteilungen profitieren

Bei einer EU-Ausschreibung entschied sich

das Klinikum für das System ImageCentral des

schwedischen IT- und Medizintechnikunternehmen

Sectra. So erklärt Prof. Dr. Elmar Spüntrup:

„Sectras Bildarchivierungssystem bewies

die beste Funktionalität, um unsere hauseigenen

Prozesse auch über die Grenzen der

Radiologie hinweg effizient abzubilden. Uns

überzeugte vor allem die gute ,Verträglichkeit‘

mit den bereits im Hause bestehenden Anwendungen.“

Das neue System bietet den Vorteil,

dass auch andere Fachbereiche das System

nutzen können, um ihre Bilder zu archivieren

und im Hause zu verteilen.

• Natur- und Verbundsteinarbeiten

• Pflanzungen aller Art

• umfassende Pflegearbeiten

• u.v.m.


Medizinische Fachangestellte bekamen

Einblick in Abläufe

EEs sind zumeist die Arzthelferinnen oder korrekt:

die Medizinischen Fachangestellten,

die aus den Arztpraxen im Klinikum anrufen,

wenn Patienten zu einem geplanten Eingriff

ins Klinikum Saarbrücken überwiesen werden

sollen. „Oft bleiben dann Fragen offen“, stellte

die Chefarzt-Sekretärin der Klinik für Urologie,

Monika Becker, fest. Deshalb schlug sie vor,

die Arzthelferinnen der niedergelassenen Urologen

einzuladen, damit diese einen Einblick

in die Arbeitsabläufe der Klinik für Urologie

bekämen.

Vor Ort sollten sie die unterschiedlichen Bereiche

der Urologie kennen lernen. So werden

die einen Patienten im Urologischen Funktionsbereich,

dem sogenannten TUR-OP behandelt,

die anderen kommen dagegen in den Zentral-

OP. Zehn Medizinische Fachangestellte – unter

ihnen auch ein Mann – nutzten das Angebot,

die Abläufe in der Klinik besser kennen zu

lernen. Auf dem Programm standen Vorträge

und eine Besichtigung des OP; unser Bild entstand

vor dem OP mit dem Oberarzt Dr. Markus

Pflips (rechts), bevor die Beteiligten ihre

Schutzkleidung angezogen haben.

19

Aus den Kliniken


20 Stillberatung – im Klinikum Saarbrücken

gut aufgestellt

Vier eigens ausgebildete Stillberaterinnen unterstützen Eltern

und Fachpersonal

Die Reportage

S„Stillen ist die natürlichste und beste Ernährungsform

für den Säugling.“ Hierauf wird

während der Weltstillwoche mit Unterstützung

der Weltgesundheitsorganisation WHO und

der UNICEF jedes Jahr aufs Neue aufmerksam

gemacht.

Vom 1. bis 7. Oktober 2012 stand sie unter

dem Motto: „Aus Erfahrung die Zukunft gestalten“.

Im Foyer des Klinikum Saarbrücken hat-

Entscheidend für das frühe Bonding: Die erste Zeit nach der Geburt

ten die Stillberaterinnen des Perinatalzentrums

sowie ehrenamtliche Stillberaterinnen der La

Lèche Liga Saarland einen Informationsstand

aufgebaut. Übrigens: „Perinatal“ steht für alles

rund um die Geburt; das Klinikum verfügt

über ein Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe.

Dies bedeutet: Wir bieten umfassende

Versorgungsmöglichkeiten auf höchstem

Standard auch für kleinste Neu- und Frühgeborene.

Neben einer Bilderausstellung, einem

Quiz rund um das Thema „Stillen“ und einem

Malwettbewerb für die Kinder - natürlich mit

kleinen Belohnungen – gab es Milchbrötchen,

gesponsert von der Biebelhausener Mühle,

versehen mit dem Aufdruck: „Ein gesundes

Leben beginnt mit dem Stillen, ein gesunder

Tag beginnt mit einem guten Frühstück“. Auf

humorvolle Weise wurde somit symbolisch auf

das Positive des Stillens hingewiesen.

Viele Frauen haben heute den Wunsch nach

einer dauerhaften und befriedigenden Stillbeziehung

auch in schwierigen Situationen.

Oft wurden sie selbst nicht gestillt und können

deshalb keine fundierten Informationen zum

Stillen von der Generation ihrer Mütter erhalten.

Umso größer sind oft die Wünsche und

Erwartungen an die Schwestern, Hebammen

und Ärzte.

Fachkundige Informationen und Unterstützung

Die Bedeutung des Stillens konnte in den

letzten Jahren mehr und mehr durch wissenschaftliche

Erkenntnisse gesichert werden. So

verabschiedete die Europäische Kommission

2004 einen Aktionsplan zur Förderung des

Stillens in Europa. Auch die Weltgesundheitsorganisation

WHO empfiehlt jungen Müttern,

ihre Säuglinge mindestens sechs Monate lang

zu stillen. In Deutschland wurde schon 1994

die Nationale Stillkommission gegründet, die

Richtlinien und Empfehlungen herausgibt, damit

in allen Geburtskliniken einheitliche Bedingungen

geschaffen werden, die das Stillen

fördern und die es Müttern mit Stillwunsch ermöglichen,

Ihre Babys vier bis sechs Monate

lang ausschließlich zu stillen.

Wesentliche Voraussetzungen für ein erfolgreiches

Stillen ist die gute Information und Beratung

junger Familien. Hier kommt gut aus- und


weitergebildetem medizinischen Fachpersonal

eine zentrale Bedeutung zu. Aktuelles Fachwissen

über das Stillen, Erfahrung, Einfühlungsvermögen

und Empathie sind notwendig für

eine individuelle Stillbegleitung und Unterstützung,

besonders bei Stillproblemen. Stillen ist

weit mehr als Ernährung. Insbesondere dem

kindlichen Bedürfnis nach Nähe und Zuwendung

wird hiermit auf natürlichste Art und

Weise Rechnung getragen. Ina Klostermann,

Stillberaterin des Klinikums Saarbrücken: „Der

enge körperliche Kontakt, den Mutter und

Kind beim Stillen erleben, beginnt bereits unmittelbar

nach der Geburt, wenn beiden ununterbrochener

Hautkontakt ermöglicht wird.“ So

ist belegt, dass früher Hautkontakt von Mutter

und Kind das Schreien reduziert, die Mutter-

Kind-Interaktion fördert, das Kind wärmer hält

- und das Stillen fördert.

Muttermilch enthält alles, was ein Baby im

ersten Lebenshalbjahr zur Ernährung und

Entwicklung braucht. Die Zusammensetzung

der Muttermilch ist einzigartig und unnachahmlich.

Über 200 verschiedene Bestandteile

und lnhaltsstoffe sind bekannt. So enthält sie

Adressen, Kontakte, Information

Wachstumshormone, schützt die Darmflora,

hilft Krankheitserreger erfolgreich zu bekämpfen

und bietet Schutz gegen Infektionen und

Allergien.

Alleinstellungsmerkmal unter den Geburtskliniken

der Region

Das Klinikum Saarbrücken bietet in allen Bereichen

des Perinatalzentrums professionelle Still-

und Laktationsberatung an: im Kreißsaal, auf

der Entbindungsstation, auf der Kinderintensivstation

und in der Kinderklinik. Damit hat es

ein Alleinstellungsmerkmal unter allen Geburtskliniken

in der Region. Vier Fachkräfte (drei

Kinderkrankenschwestern und eine Hebamme)

haben eine umfassende Zusatzausbildung

auf dem Gebiet des Stillens absolviert und mit

dem international anerkannten Examen den

Titel der Still- und Laktationsberaterin IBCLC

(International Board Certified Lactation Consultant)

erlangt. Die Arbeit der Still- und Laktationsberaterinnen

basiert auf wissenschaftlich

fundierten Fakten. Die fachliche Kompetenz

wird außerdem dadurch sichergestellt, dass

regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen besucht

werden.

Informationen zum Perinatalzentrum, zu Stillberatung, Geburt, Geburtsvor- und

nachbereitung u.v.m. des Klinikums Saarbrücken www.klinikum-saarbruecken.de

AFS Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen www.afs.stillen.de

Ausbildungszentrum für Laktation und Stillen www.stillen.de

Berufsverband Deutscher Laktationsberaterinnen IBCLC e.V. www.bdl-stillen.de

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung www.bzga.de

Deutscher Hebammenverband e.V. www.hebammenverband.de

Gesund ins Leben, Netzwerk Junge Familie www.gesundinsleben.de

La Leche Liga Deutschland e.V. www.lalecheliga.de

21

Die Reportage


22

Die Reportage

Neben der vor- und nachgeburtlichen Unterstützung

rund um das Thema Stillen beraten

die Laktationsberaterinnen z.B. bei:

• Eltern von Frühgeborenen und Mehrlingen

• besonderen Stillsituationen, z. B. bei

Erkrankungen von Mutter und/oder Kind

• Fragen nicht stillender Mütter zur Ernährung

ihres Kindes

• Fragen zur Einführung von Beikost

• Fragen zum Abstillen

• vielen anderen Themen, wie z. B. zum

Schlafen, zum Tragen, zur Ernährung der

stillenden Mutter, zur Mutter-Vater-Kind-

Bindung u.a.

Stillen und Stillberatung gehören zu den kostengünstigsten

und effizientesten Präventivmaßnahmen

im Gesundheits- und Sozialwesen.

Die Forschung zeigt heute eindeutig, wie

wichtig es ist, in der ersten Lebensphase eines

Neugeborenen die Bindung zwischen Eltern

und Kind sowie das Stillen zu fördern.

Durch regelmäßige Fortbildungen werden die

ärztlichen und pflegerischen KollegInnen in

diesen Themenbereichen geschult. So tragen

die betreuenden MitarbeiterInnen des Klinikum

Saarbrücken durch richtige Informationen

und Begleitung der Mütter in der Schwangerschaft

und nach der Geburt wesentlich zu einem

guten Start ins Leben und zur Förderung

der Mutter-Vater-Kind-Bindung bei.

Alle drei sind examinierte Stillberaterinnen, von links: Eva Vogelgesang, Ina Klostermann, Sigrid Reichert-Albrech


Ehrenamtliche gesucht

Grüne Damen und Herren im Klinikum Saarbrücken brauchen

Verstärkung

Ein Aufenthalt im Krankenhaus ist oftmals unangenehm.

Wie gut, wenn es außer den Ärzten,

Schwestern und Besuchern noch weitere Menschen

gibt, die sich um die Patientinnen und

Patienten kümmern. Im Klinikum Saarbrücken

sind das die Grünen Damen und Herren.

Mit ihrem hellgrünen Kittel oder Poloshirt sind

die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer

schnell zu identifizieren. Die Grünen Damen

und Herren sind längst eine Institution auf dem

Winterberg. Sie kommen einmal in der Woche

- montags bis samstags - zwischen 9 und 12

Uhr auf den Stationen zum Einsatz. Es handelt

sich um eine Einrichtung der ökumenischen

Krankenhaushilfe. Die Begleitung erfolgt durch

die evangelischen und katholischen Krankenhausseelsorger.

Jetzt wird Verstärkung gesucht: Männer und

Frauen, die sich einmal wöchentlich vormittags

ehrenamtlich um Menschen kümmern

möchten.

Werner Knapp, katholischer Seelsorger, erklärt:

Interessierte sollten Einfühlungsvermögen

und Hilfsbereitschaft mitbringen. Und sie sollten

gut zuhören können. Für die Arbeit mit den

Patienten werden die „Neulinge“ zunächst von

Hannelore Pink im Gespräch mit einer Patientin

den Seelsorgern geschult. Anfangs begleiten

sie erfahrene Grüne Damen und Herren. „So

können sich die Neuen langsam auf die Anforderungen

einstellen“, erklärt der evangelische

Seelsorger Peter Sorg.

Interessenten melden sich bitte telefonisch unter

0681/963-0 oder per Mail unter wknapp@klinikum-saarbruecken.de

oder psorg@klinikumsaarbruecken.de.

23

Die Reportage


24 PD Dr. Daniel Schubert neuer Chefarzt der

Allgemeinchirurgie

Personalien

PD Dr.

Daniel Schubert

Der neue Chefarzt der Allgemein-, Viszeral-,

Thorax- und Kinderchirurgie, Privatdozent Dr.

med. habil. Daniel Schubert, ist gerade mal

40 Jahre jung. Er kommt aus Magdeburg, wo

er die letzten beiden Jahre an der Klinik für Allgemein-,

Viszeral- und Gefäßchirurgie der Otto-von-Guericke-Universitätsklinik

Magdeburg

als Leiter des Arbeitsbereiches Chirurgie des

oberen Gastrointestinaltrakts gearbeitet hat.

Zuvor war er dort als Oberarzt und als Leiter

des Arbeitsbereiches minimal-invasive Chirurgie

und chirurgische Endoskopie tätig. PD Dr.

Schubert ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Das Klinikum Saarbrücken hat sich in einem

umfangreichen Auswahlverfahren für PD Dr.

Daniel Schubert entschieden, da er genau die

Erfahrungen und Kompetenzen mitbringt, die

das Klinikum als Maximalversorgungskrankenhaus

im Ballungsraum des Saarlandes für

seine Patienten braucht. „Seine Fähigkeiten in

der Schlüssellochchirurgie passen perfekt zum

Anforderungsprofil im Klinikum“, freut sich der

Ärztliche Direktor Dr. Christian Braun. Zudem

bringt PD Dr. Schubert durch seine Spezialisierungen

im Bereich der Chirurgie der Bauchspeicheldrüsen-

und Lebererkrankungen Kom-

petenzen ins Saarland, die in dieser Form,

noch nicht vorhanden sind. Die Patienten

mussten bislang in die Zentren nach Mainz

und Heidelberg geschickt werden.

Der neue Chefarzt findet in Saarbrücken eine

bestens aufgestellte allgemeinchirurgische

Klinik vor. Sie wurde 2010 als erste und bis

heute einzige im Saarland von der Deutschen

Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie

als anerkanntes Kompetenzzentrum für

minimal-invasive Chirurgie zertifiziert.

Die Chirurgen im Klinikum Saarbrücken gehören

seit vielen Jahren zu den Ersten im Saarland,

die umfassend mit den neuen Techniken

operieren. Mehr als 800 Eingriffe werden

jährlich mit dem sogenannten Schlüsselloch-

Verfahren vorgenommen. So werden heute

die meisten Gallenblasen-, Blinddarm,- Leistenbruch-

und Dickarmoperationen im Klinikum

Saarbrücken mittels der modernen Schlüssellochchirurgie

durchgeführt, teilweise nur noch

mit einem im Bauchnabel versteckten Schnitt.

Auch die Mehrzahl der Lungen- und Schilddrüsenoperationen

kommt inzwischen ohne große

Schnitte aus.

Priv. Dozent Dr. Schubert – Ausbildung und wissenschaftlicher Werdegang

1991 - 1998 Studium an der medizinischen Fakultät der Otto-von Guericke-Universität in

Magdeburg; anschließend Arzt im Praktikum an der Klinik für Allgemein-,

Viszeral- und Gefäßchirurgie

2000 Approbation als Arzt

2000 – 2004 Assistenzarzt an der Klinik für Allgemein- ,Viszeral- und Gefäßchirurgie der

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

2002 Promotion an der an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

2004 Facharzt für Chirurgie

2006 Schwerpunktanerkennung „Viszeralchirurgie“

seit 10/2006 Oberarzt an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie der Otto-

von-Guericke-Universität Magdeburg; Leiter des Arbeitsbereiches Minimal In-

vasive Chirurgie und chirurgische Endoskopie

2009 Erlangung des Curriculums „Minimal Invasive Chirurgie“ der Deutschen Ge-

sellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie

2009 Anerkennung der Zusatzbezeichnung „Proktologie“

seit 2009 Leitung der onkochirurgischen Schwerpunktstation

seit 2010 Leitung des Arbeitsbereichs Chirurgie des oberen Gastrointestinaltrakts

2010 Habilitation und Verleihung der Venia legendi für das Fachgebiet Chirurgie

an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Er verfügt außerdem über die Weiterbildung Sigmoido-Koloskopie sowie Ösophagogastroduodenoskopie

im Gebiet Chirurgie und umfassende Kenntnisse auf dem Gebiet der Thoraxchirurgie.

Seit 2007 ist er außerdem im Ex- und Transplantationsdienst (Leber/Pankreas) der

DSO (Deutsche Stiftung Organtransplantation) tätig.


Prof. Dr. Cornelia Cedzich ist die neue

Vorsitzende der Leitenden Krankenhausärzte

im Saarland

DDie neue Vorsitzende des Verbands der Leitenden

Krankenhausärzte im Saarland heißt

Prof. Dr. Cornelia Cedzich. Die langjährige

Chefärztin der Klinik für Neurochirurgie im

Klinikum Saarbrücken konnte das Vertrauen Ihrer

saarländischen Kolleginnen und Kollegen

gewinnen. In ihrer neuen Funktion möchte sie

verstärkt den Meinungs- und Erfahrungsaustausch

zwischen den Mitgliedern fördern, um

die Krankenhäuser leistungsfähig und patientenorientiert

weiter zu entwickeln.

Der Verband der Leitenden Krankenhausärzte

ist ein Zusammenschluss der leitenden

Krankenhausärzte (Chefärzte). Er steht in

ständigem Dialog mit allen wesentlichen im

Gesundheitsbereich tätigen Organisationen,

Institutionen und Persönlichkeiten, um die Interessen

seiner Mitglieder in der Öffentlichkeit

zu vertreten und sich in die jeweils aktuellen

Diskussionen einzumischen.

Berufspolitisch engagiert sich Prof. Dr. Cedzich

außerdem als zweite Vorsitzende bei der

Saarländischen Chirurgenvereinigung.

25

Personalien

Prof. Dr.

Cornelia Cedzich,

Chefärztin der

Neurochirurgie des

Klinikums, ist berufspolitisch

engagiert


26 Neue Kurse in der Schule für Gesundheitsfachberufe

Personalien

Gesundheits- und Krankenpflege

24 Frauen und fünf Männer haben am 1. Oktober

mit der Ausbildung zur Gesundheits- und

Krankenpflegekraft begonnen.

Die angehenden Krankenpflegekräfte sind

zwischen 18 und 44 Jahre alt. Zwölf haben

bereits erste Erfahrungen im sozialen Bereich:

So sind zwei bereits regelmäßig als Rettungssanitäter

im Einsatz gewesen, zwei haben eine

Krankenpflegehelfer-Ausbildung absolviert,

acht von ihnen haben ein Freiwilliges Soziales

Jahr (FSJ) gemacht und eine war als Medizinische

Fachangestellte tätig, zwei kommen aus

der Hotel- und Gastronomiebranche.

Hier die Namen: Jasmin Vinaya Becker, Annika

Becker, Kathrin Bodmer Bintz, Andrea Cerna,

Christina Echternach, Irina Elemberger, Sebastian

Fretter, Luisa Heib, Sarah Jung, Annika

Keip, Jörn Kiwitt, Sabrina Kuhn, Shirleen Lehrke,

Laura Mende, Anke Moldenhauer, Melanie

Nachtwey, Romina Paschek, Timo Perius, Jessika

Pohl, Julia Quinten, Andy Rettler, Angela

Maria Schweig, Laura Sievers, Dimitri Timofeev,

Stefanie Uth, Amra Vilusic, Lisa-Katharina

Weis und Lisa Zenner.

Operationstechnische AssistentInnen

Zwischen 17 und 29 Jahren sind die 22 Frauen

und fünf Männer, die jetzt mit der Ausbildung

zum/zur Operationstechnischen Assistenten/in

begonnen haben. Fünf haben bereits

eine Ausbildung abgeschlossen, darunter vier

als Zahnmedizinische oder Medizinische Fachangestellte;

eine hat vorher als Rechtsanwaltsfachgehilfin

gearbeitet. Drei haben sich

im FSJ oder mit Praktika auf ihre Ausbildung

vorbereitet.

Hier die Namen: Valeria Alles, Jaqueline

Baus, Mandy Bernarding, Sarina Blaes, Elena

Demmer, Fabian Eckel, Dominik Ernst, Sarah

Groé, Sina Heinrich, Michelle Käps, Yasmin

Käps, Jennifer Klein, Sina Lakhdari, Nicola

Martin, Kristina Mauser, Melanie Pecoraro,

Vanessa Rojan, Mascha Denise Ruppenthal,

Anne Schäfer, Jens Schepers, Susanne Theresa

Schulz, Inge Seib, Tracy Stenger, Melanie

Vollmar, Max Wagner, Yasmin Washeim und

Guiseppe Weller.

Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

Im Oktober haben sechs junge Frauen und

ein Mann mit ihrer Ausbildung zum Gesundheits-

und Kinderkrankenpfleger begonnen.

Seit Dezember sind sie im praktischen Einsatz

in der Kinderklinik; den theoretischen Teil ihrer

Ausbildung absolvieren sie im Rahmen

der Kooperation mit dem Universitätsklinikum

Homburg im Schulzentrum des Universitätsklinikums

Homburg.

Auf dem Foto (von links stehend): Sina-Madeline

Lutz, Susanne Kuschel, Carina Schallmo,

Robin Schmelzer, (von links sitzend) Selina

Weibel, Vanessa Sander und Ronja Becker.


Ehrungen und Verabschiedungen

17 Frauen und Männer seit 40 Jahren im Dienste des Klinikums

Saarbrücken

GGrund zum Feiern hatten in diesem Jahr 93

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums

Saarbrücken. In einem Festakt im Saarbrücker

Rathaus ehrten die Geschäftsführerin Dr. Susann

Breßlein und der Aufsichtsratsvorsitzende

Harald Schindel 50 Arbeitsjubilare – unter ihnen

17 Frauen und Männer, die dem Klinikum

seit 40 Jahren die Treue halten; 33 sind seit

25 Jahren dabei. Dr. Breßlein: „Ich möchte

Ihnen allen Dank zu sagen – für Ihr berufliches

Engagement im Namen der Patienten und für

die lange Zeit guter Zusammenarbeit!“.

Harald Schindel ergänzte: Betriebstreue werde

im Klinikum groß geschrieben. Das drücke

sich auch darin aus, dass 29 Prozent, also fast

jeder dritte Beschäftigte des Klinikums, länger

als 20 Jahre im Unternehmen ist. Wer 40 Jahre

in einem Unternehmen arbeite, der habe fast

sein ganzes Arbeitsleben dort verbracht. „Das

ist eine außergewöhnliche Leistung. So viel Betriebstreue

verdient meine Hochachtung!“.

Doch nicht nur die Arbeitsjubilare werden im

Klinikum geehrt. Auch die 43 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter des Klinikums, für die ein neuer

Lebensabschnitt begonnen hat, wurden im

Kreise ihrer Kolleginnen und Kollegen feierlich

verabschiedet: 30 MitarbeiterInnen gehen in

die Altersteilzeit und 13 gehen in die Rente.

Insgesamt 50 MitarbeiterInnen wurden für 25- oder 40-jährige Betriebszugehörigkeit geehrt.

Verabschiedung der RentnerInnen im Saarbrücker Rathaus: 43 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

gingen 2012 in Rente oder Altersteilzeit.

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Personalien


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Personalien

Ein ganzes Berufsleben im Zeichen des

Klinikums Saarbrücken auf dem Winterberg

Kinderkrankenschwester Ilona Maurer geht nach 42 Jahren in

Altersteilzeit - ein Interview

A

Akut: Sie wurden im vergangenen Jahr für Ihre

40-jährige Diensttreue geehrt und gehen jetzt,

mit knapp 60 Jahren, in die Ruhephase der

Altersteilzeit. Demnach haben Sie schon Ihre

Ausbildung in unserem Hause absolviert. Ein

ganzes Berufsleben auf dem Winterberg…

Ilona Maurer: Ich habe 1970 hier im Hause

in der Kinderchirurgie angefangen, und zwar

als Pflegehelferin, weil ich noch nicht ganz 17

war. Das war sehr interessant für mich, weil

ich damals sehr viel machen durfte, was Pflegehelferinnen

heute nicht mehr machen dürften.

Von 1971 bis 1974 habe ich die Ausbildung

zur Kinderkrankenschwester gemacht

und danach habe ich für ungefähr 9 Jahre auf

der Säuglingsstation gearbeitet. Das war eigentlich

meine zweite Präferenz gewesen. Am

liebsten wollte ich damals schon in die Kinder-

Notaufnahme gehen. Als die Säuglingsstation

in dieser Form 1983 aufgelöst wurde, ging

ich auf eine gemischte internistische Station

mit HNO-Belegbetten (Station 30). Seit 1999

arbeite ich da, wo ich immer arbeiten wollte,

in der Kinder-Notaufnahme. Und da bin ich

bis heute geblieben.

Akut: Wie viele Chefs haben Sie gehabt?

Ilona Maurer: Drei. Sanitätsrat Dr. Karl Holtermüller,

dann Prof. Dr. Werner Kirsch und jetzt

Prof. Dr. Jens Möller. Und auch die dritte Pflegedienstleitung:

Hilde Rupp, Maria Groh und

jetzt Christiane Weiler.

Akut: Wie unterscheidet sich das Arbeitsleben

früher und heute?

Ilona Maurer: Die administrativen und dokumentarischen

Tätigkeiten sind viel mehr geworden.

Du bist zwar schon noch nah am Patienten

dran, aber nicht so sehr wie früher. Es ist

unheimlich viel, was man allein alles schreiben

muss, wenn man nur einen Patienten aufnimmt.

Die ganzen Anmeldeformulare und was man

so in den Computer alles eingeben muss. Heute

kannst du ohne Computer fast nichts mehr

machen. Was natürlich auch seine Vorteile

hat. Heute hast du die Dokumentation gleich

vor Ort im Computer. Früher musstest du über

einen Archivar die Unterlagen raussuchen lassen,

das war schon sehr viel umständlicher.

Akut: Gab es früher andere Krankheitsbilder,

andere Kinder, andere Eltern...?

Ilona Maurer: Früher gab es oft massive Kinderkrankheiten

und Durchfallerkrankungen,

die durch die Impfungen besser geworden

sind. An was man vor 40 Jahren nicht gedacht

hat, sind die Alkoholvergiftungen, die in den

letzten Jahren deutlich zugenommen haben.

Und auch Kinder mit ADHS (Aufmerksamkeits-

Defizit- und Hyperaktivitäts-Störung) gab es in

dem Maße früher nicht. Diese Diagnose wird

heute viel häufiger gestellt.

Manche sprechen fast kein Deutsch...

Und auch bei den Eltern gibt es im Lauf der

40 Jahre Veränderungen. Sie sind teilweise

unsicherer und manchmal auch hilfloser, viele

können nicht mehr auf einen Familienverband

zurückgreifen. Manche sind auch sehr fordernd.

Aber es gibt auch sehr nette. Hier in

der Notaufnahme erleben wir ein sehr breites

Spektrum und müssen auf Menschen mit sehr

unterschiedlichen Ausgangsvoraussetzungen

eingehen, was natürlich auch Spaß macht.

So müssen wir heute auf sehr unterschiedliche

sprachliche und kulturelle Voraussetzungen

eingehen. Manche sprechen fast gar kein

Deutsch, das ist manchmal auch sehr anstrengend,

aber es macht diese Arbeit auch so interessant.

Akut: Haben Sie Kinder immer noch gerne?

Ilona Maurer: Ja, ja, ja! Es war wirklich immer

mein Traumberuf, den ich bis zum letzten Tag

mit Empathie ausgefüllt habe, da hat sich überhaupt

nichts geändert. Es ist immer schön gewesen,

zu sehen, wenn Kinder gesund wieder

entlassen werden. Aber worauf ich mich jetzt

freue ist, mal mehr gesunde Kinder zu sehen.

Das ist auch mal schön.

Akut: Sie haben ja ganze Generationen erlebt…

Ilona Maurer: Ja, ich habe Kinder erlebt, die

nachher wieder mit ihren Kindern hierher kamen.

Die freuen sich dann auch, wenn sie einen

wieder sehen. Und sie geben einem eine

positive Rückmeldung, bedanken sich. Das ist

sehr bereichernd.


Akut: Ich kann mir vorstellen, dass das auch

Vertrauen schafft.

Ilona Maurer: Ja – das ist eigenartig: bei uns

im Team hat jeder so „seine“ Leute. Man kann

nicht erklären, womit das zusammenhängt,

aber es gibt Patienten, die immer bei einem

landen, und das sind dann „meine“ Patienten,

zu denen man auch eine bestimmte Nähe entwickelt.

Akut: Welche Erlebnisse waren denn besonders

schön und welche waren besonders

schlimm für Sie?

Ilona Maurer: Besonders schön war, wenn

schwer kranke Kinder wieder genesen sind.

Besonders schlimm war für mich, als ein fast

verhungertes Kind hier eingeliefert wurde. Das

hat zwar überlebt, aber der Fall hat mich doch

sehr angerührt und betroffenen gemacht. Eine

wichtige Erfahrung für mich war auch, sterbende

Kinder zu begleiten. Das kommt zwar

zum Glück nicht so häufig vor, aber wenn es

vorkam, konnte man viel geben, und das war

tröstlich und bereichernd, auch wenn es sehr

traurig war.

Akut: Ist es jetzt Zeit zu gehen? Gehen Sie gerne

oder ist es ambivalent?

Ilona Maurer: Auf jeden Fall ambivalent. Ich

freue mich, zu gehen, aber ich blicke auch

gerne auf alles zurück. Ich habe die Zeit hier

mitgeprägt. Zum Beispiel, wenn ich was mit

eingerichtet oder mit strukturiert habe.

Akut: Welchen Ratschlag haben Sie an diejenigen,

die mal 5 oder 6 Jahre länger arbeiten

gehen müssen, weil es keine Altersteilzeit-Regelung

mehr gibt?

Ilona Maurer: Das muss natürlich jeder für sich

selbst wissen. Aber das wichtigste, um arbeiten

zu können, ist es, gesund zu bleiben – etwas

dafür zu tun, dass die Gesundheit erhalten

bleibt und somit die Freude am Beruf.

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Klinikum stellt landesbeste Kauffrau im

Gesundheitswesen

ESie fing als Fachoberschul-Praktikantin im Klinikum

an. Ihr Einsatz fand unter anderem in

dem Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

statt. Sie war 20, immer schwarz angezogen,

mit Tattoos und ab und zu auch mal

mit einem Piercing. Julia Horne war schnell

Teil des kleinen Teams der Öffentlichkeitsarbeit.

Sie fotografierte gerne, kannte sich am

Computer aus und wusste schon bald, worauf

es ankam. Ihr Traum war es, einmal zu studieren,

doch bevor sie die Taube auf dem Dach

anpeilte, wollte sie erst mal den Spatz in der

Hand haben und begann eine Ausbildung als

Kauffrau im Gesundheitswesen. Im Klinikum,

versteht sich, denn hier fühlte Julia sich nach

einem Jahr FOS-Praktikum gut aufgehoben,

kannte die Strukturen und die KollegInnen.

Und mit dem guten Schul-Abschluss-Zeugnis

hatte ihre Bewerbung Erfolg.

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Und nun das: Nach der auf zwei Jahre verkürzten

Ausbildungszeit schnitt Julia Horne bei

der IHK-Prüfung als landesbeste Teilnehmerin

unter den Kaufleuten im Gesundheitswesen

ab. Dafür wurde sie im November 2012 ausgezeichnet.

Damit stellt das Klinikum Saarbrücken

seit 2002, dem Beginn seiner Ausbildungstätigkeit

in diesem Beruf, nun schon zum

zweiten Mal die Jahrgangsbeste im Saarland.

Wir wünschen Julia Horne für die Zukunft und

ihre weiteren Pläne viel Erfolg!

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Im Altenheim Am Schlossberg

Nachtcafé Spezial mit Hemingway

Aktivierungsteam mixte Cocktails und las aus den Werken des

Schriftstellers

B

„Bei Tage ist es kinderleicht, die Dinge

nüchtern und unsentimental zu sehen.

Nachts ist das eine ganz andere Geschichte.“

Dieses Zitat von Ernest Hemingway bildete

den Auftakt für das Nachtcafé Spezial

im Altenheim „Am Schlossberg“, in dem sich

alles um den amerikanischen Schriftsteller und

Literatur-Nobelpreisträger drehte.

Regelmäßig donnerstags lädt das Aktivierungsteam

des Altenheims unter Leitung von

Elvira Grundhöfer BewohnerInnen und deren

Angehörige zum Nachtcafé ein. „Damit wollen

wir den sozialen Kontakt der Bewohner

untereinander sowie den Kontakt zu den Angehörigen

intensivieren“, erklärt die Altenpflegerin.

Aber nicht nur das: Vielleicht rufen die

Textpassagen Erinnerungen wach, „an früher,

als der ein oder andere selbst die Bücher ge-

lesen hat“, spekuliert die Leiterin des Aktivierungsteams.

Nicht die vorgetragenen Zitate

und Textpassagen, beispielsweise aus den

Werken „Wem die Stunde schlägt“ oder „Der

alte Mann und das Meer“, selbst, sondern die

Melodie der Worte, und die damit hervorgebrachten

Gefühle stehen dabei im Mittelpunkt,

sagt Elvira Grundhöfer. Denn wie sagte Hemingway:

„Glück, das ist einfach eine gute

Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis.“

Und weil Hemingway nicht nur ein großer Literat,

sondern auch ein großer Freund von

Cocktails war, gab es an diesem Abend auch

Mixgetränke: süß oder sauer, alkoholhaltig

oder alkoholfrei - stilecht im Cocktailglas mit

Zuckerrand serviert, darunter so klangvolle

Namen wie „Blonder Engel“, Sunrise“ und

„Ernest Hemingway Spezial“.

31

Aus den Tochtergesellschaften

Sie mixten und servierten

die Cocktails (von links):

Rosi Brantzen, Jacqueline

Gräser (Ehrenamt), Manuela

Ecker, Olga Trippel,

Kristina König (Ehrenamt),

Elvira Grundhöfer, David

Gauer (QM-Beauftragter)

Die Cocktails schmeckten

den Bewohnerinnen und

Bewohnern (von links):

Karin Müller, Rosemarie

Schmitz, Anneliese

Diener und Sohn und

Katharina Constroffa.


SchülerInnen der Bellevue spielen für

SeniorInnen

FFür Freude und Abwechslung bei den Bewohnerinnen und Bewohnern des Altenheims Am

Schlossberg sorgte die sechste Klasse der Gesamtschule Bellevue mit dem Theaterstück „Heulalia

und das große Lachen“. Elvira Grundhöfer vom Aktivierungsteam des Altenheims ist

begeistert: „Die Schüler und Lehrer lassen sich immer neue Aktionen einfallen. Kinder nehmen

Menschen wie sie sind. Sie fragen nicht nach dem Alter oder der Behinderung. Diese Haltung

tut vor allem unseren demenzkranken Bewohnern gut.“ Und nicht nur das: Auch die Schüler

werden belohnt. Am Ende der Vorführung bedanken sich die Senioren bei den Schülern mit

kräftigem Applaus. „Die Kinder haben das wirklich toll gemacht“, loben die Bewohnerinnen

und Bewohner.

Petra Hornberger ist Lehrerin an der Gemeinschaftsschule Bellevue und betreut die Kooperation.

Sie hat sich für das Projekt ein klares Ziel gesetzt: „Wir möchten die Welt außerhalb der

Schule in den Unterricht integrieren und uns in der Nachbarschaft engagieren.“

33

Aus den Tochtergesellschaften


34

Aus den Tochtergesellschaften

Seniorinnen und Senioren jetzt online

Sechs Männer und eine Frau nahmen an Computerkursus im

Altenheim Am Schlossberg teil

V

Vor drei Jahren nutzte bereits jeder Dritte im

Alter zwischen 65 und 74 Jahren das Internet.

Damit noch mehr Senioren online gehen, bieten

das MedienNetzwerk SaarLorLux e.V. und

die Landesmedienanstalt Saarland mit Unterstützung

der Staatskanzlei und dem Europäischen

Fonds für regionale Entwicklung sowie

zahlreichen Sponsoren Kurse speziell für Senioren

an. So absolvierten im Altenheim Am

Schlossberg sieben Männer und eine Frau zwischen

64 und 87 Jahren einen Computerkurs.

Sie lernten gemeinsam an mehreren Nachmittagen

den Umgang mit Laptop und Maus,

bekamen eine Einführung ins Internet und versandten

ihre ersten E-Mails, so dass sie jetzt

ihre Kontakte mit Kindern und Enkeln online

pflegen können.

Auch Mitarbeiterinnen des Altenheims nutzten

in diesem Zusammenhang die Gelegenheit,

ihre PC-Kenntnisse zu vertiefen.

Hatten beim PC-Kurs viel Spass: (von links) Harald Buss, Willi Lotz, Inge Fiore, Friedrich Emmerich, Hans-Jürgen

Kiefer, Renate Lambert, Fr. Prowald , Karin Müller, Klaus-Dieter Pascal, Karl-Heinz Kunze und Franz Kornbrust.


Schnell und sicher:

Die Multikomponentenspende

Neues Verfahren in der Blutspendezentrale Saar-Pfalz

AAm häufigsten kommen Frauen und Männer

in die Blutspendezentrale Saar-Pfalz auf den

Winterberg, um eine Vollblutspende abzugeben:

500 Milliliter Blut werden dann „abgezapft“.

Aber auch für die Multikomponentenspende

werden Spenderinnen und Spender

gesucht.

„Das ist ein relativ neues Verfahren, das viele

Vorteile vor allem für den Empfänger des Blutes

bietet“, erläutert der Leiter der Blutspendezentrale,

Dr. Alexander Patek. Bei der Multikomponentenspende

werden dem Spender nur

Blutbestandteile wie Thrombozyten (Blutplättchen),

Blutplasma, Erythrozyten (rote Blutkörperchen)

oder Blut-Stammzellen entnommen.

Allerdings dauert eine Multikomponentenspende

auch länger. Braucht der durchschnittliche

Vollblutspender etwa zehn Minuten für die

Spende, dauert zum Beispiel eine Thrombozytenspende

bis zu 90 Minuten.

Blutspenden kann jeder gesunde Mensch

zwischen 18 und 68 Jahren (Erstspender 60

Jahre). Die Spender erhalten eine Aufwandentschädigung.

Für eine Multikomponentenspende

gibt es 75 Euro, für die Blutspende rund

25 Euro.

Thrombozyten dürfen häufiger gespendet werden

als Vollblut, nämlich 14tägig. Dennoch

kommt nicht jede Person dafür in Frage, so Dr.

Patek: „So sollte der Hämoglobinwert im Blut

bei Frauen mindestens 12, 5, bei Männern

13,5 betragen. Die Thrombozytenanzahl sollte

über 280 000 liegen. Und: Man sollte zeitlich

flexibel sein. Denn gerade Krebs- Patienten

brauchen manchmal sofort Ersatzpräparate.“

Die bei einer Multikomponentenspende gewonnenen

Präparate sind direkt im Anschluss

an die Blutspende lagerfähig und einsatzbereit,

weil die Auftrennung der Blutkomponenten

bereits während der Spende erfolgt. Wichtig

für den Empfänger: Solche Spenden haben

nachweislich ein geringeres Infektionsrisiko.

Ein weiterer Vorteil der Multikomponentenspende:

Wenn es Engpässe bei den Vollblutspenden

gibt, kann durch die zeitgleiche Abnahme

und Verarbeitung von zwei oder drei

Präparaten der Multikomponentenspende

schneller reagiert werden.

Ausführliche Informationen zum Thema Blutspende

können auch auf der Internetseite

www.blutspendezentrale-saarpfalz.de aufgerufen

werden.

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Aus den Tochtergesellschaften

Die Blutspendezentrale Saar-Pfalz gGmbH, Theodor-Heuss-Str.

128 (Winterberg, gegenüber Parkhaus), 66119 Saarbrücken,

ist montags, donnerstags und freitags von 8 bis 15 Uhr und

dienstags und mittwochs von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

Infotelefon: 06 81 963-2560

Dr. Alexander Patek, Ärztlicher Leiter der Blutspendezentrale:

„Bei der Multikomponentenspende kann durch die

gezielte Abnahme der jeweils benötigten Komponenten die

Anzahl der Spender gesenkt werden kann.“


36 Gesundheit im Dialog

Kurz & Akut

Vortragsreihe 2013 des Klinikums Saarbrücken

in der Stadtbibliothek Saarbrücken (Vortragsraum, 1. UG)

In Zusammenarbeit mit:

Stadtbibliothek Saarbrücken, vhs und Gesundheitsamt des Regionalverbandes Saarbrücken,

Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland, Unabhängige Patientenberatung

Saarbrücken, Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheitsförderung im Saarland (LAGS), Ärzteverband

des Saarlandes, vdek (Verband der Ersatz-Krankenkassen), Dt. Herzstiftung

Donnerstag, 24. Januar 2013, 17.00 Uhr

Die Behandlung von Knorpelschäden

Priv.-Doz. Dr. med. Christof Meyer, Chefarzt

der Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie

Donnerstag, 21. Februar 2013, 17.00 Uhr

Moderne Therapien bei Hirntumoren

Dr. Sebastian Thomas, Oberarzt der Klinik für

Neurochirurgie

Donnerstag, 21. März 2013, 17.00 Uhr

Einnässen – wenn das Kind nicht trocken

wird

Oberarzt Dr. Markus Pflips und Facharzt

Dr. Claas Bartram, Urologische Klinik

Donnerstag, 18. April 2013, 17.00 Uhr

Chronischer Schmerz – Was hat das

Gehirn damit zu tun ?

Prof. Dr. Karl-Heinz Grotemeyer, Chefarzt der

Neurologie

Donnerstag, 23. Mai 2013, 17.00 Uhr

Leberschäden durch Medikamente

Was ist häufig? Was ist vermeidbar? Was sollte

man wissen?

Dr. Klaus Radecke, Oberarzt der Inneren Medizin

I (Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie,

Diabetologie, Endokrinologie, Infektiologie

und Psychosomatik)

Donnerstag, 20. Juni 2013, 17.00 Uhr

Die chronische Wunde – jeden Tag ein

neuer Verband?

PD Dr. Thomas Petzold, Chefarzt der Gefäßchirurgie

Donnerstag, 22. August 2013, 17.00 Uhr

Refraktive Chirurgie des Auges - die

modernen operativen Möglichkeiten

zur Behandlung von Fehlsichtigkeiten

Prof. Dr. Christian Teping, Chefarzt Augenklinik

Donnerstag, 19. September, 17.00 Uhr

Innovative Möglichkeiten der Bluthochdrucktherapie

Prof. Dr. Günter Görge, Chefarzt der Inneren

Medizin II (Klinik für Herz- und Lungenkrankheiten,

Intensivmedizin und Angiologie mit

Funktionsbereich Nephrologie)

Donnerstag, 17. Oktober, 17.00 Uhr

Die Behandlung des Darmkrebs im

neuen Millennium

Von der effizienten Früherkennung zur modernen

Chirurgie

PD Dr. Daniel Schubert, Chefarzt Allgemein-,

Viszeral-, Thorax und Kinderchirurgie

Donnerstag, 21. November, 17.00 Uhr

Schlaganfallakutversorgung 2013:

Wiedereröffnen von Hirngefäßen; Auflösen

von Thromben – eine neue Dimension in der

Schlaganfallakuttherapie

Prof. Dr. Karl-Heinz Grotemeyer /

Prof. Dr. Elmar Spüntrup


Informationsabend für werdende Eltern

immer am ersten und dritten Mittwoch im

Monat

DDie Frauenärzte und die Kinderärzte des Klinikums

Saarbrücken laden Schwangere und

werdende Eltern immer am ersten und dritten

Mittwoch jeden Monats ab 18 Uhr zu den

Informationsabenden im Aufsichtsratszimmer

über dem Casino des Klinikums Saarbrücken

ein.

I

Die Leitende Hebamme Sybille Hartung erklärt:

„Wir wollen den werdenden Müttern

und ihren Partnern Gelegenheit geben, Ärzte,

Hebammen und Pflegekräfte vorab schon persönlich

kennen zu lernen.“ Und: „ Wenn es

Probleme in der Schwangerschaft gibt, stehen

wir jederzeit, nicht nur mittwochs, für ein Gespräch

zur Verfügung“. Mit im Boot sind sowohl

die Ärzte der Frauenklinik als auch die

Ärzte der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Chefarzt Prof. Dr. Jens Möller: „Durch unser

Raumkonzept – die Kreißsäle liegen Wand

an Wand zur Kinderintensivstation - können

sich werdende Mütter jederzeit rundum sicher

und geborgen fühlen.“

Im Anschluss an den Informationsabend wird

eine Besichtigung der Wochenstation mit Neugeborenenzimmer,

Kreißsaal und dem Entbindungs-

und Entspannungsbad angeboten.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auskunft

über weitere Angebote für Schwangere erteilen

gerne die Hebammen des Kreißsaals unter

der Rufnummer 0681-963-2231.

Verein „Menschen für Kinder“ erfüllte

kranken Kindern Herzenswünsche

Im Rahmen der Nikolausfeier der Kinderklinik

überreichten Ex-Tennis-Star Claudia Kohde-

Kilsch und Musikproduzent Chris Bennett kranken

Kindern in der Kinderklinik des Klinikums

Saarbrücken Geschenke.

Die Kinder bekamen einen individuellen

Wunsch erfüllt. Finanziert werden die Geschenke

mit Hilfe von Spendengeldern des

Vereins „Menschen für Kinder“, für den sich

Schirmherrin Claudia Kohde-Kilsch (im Bild

Mitte) und Chris Bennett (rechts im Bild) schon

seit vielen Jahren engagieren. In den vergangenen

Jahren haben sie der Kinderklinik und

ihren kleinen Patienten schon Spenden im

Wert von ca. 30.000 Euro für medizinische

Geräte und Geschenke zukommen lassen. Die

Geschenke haben Claudia Kohde-Kilsch und

Chris Bennett persönlich besorgt und eingepackt.

Prof. Dr. Jens Möller, Chefarzt der Kinderklinik

(auf dem Bild links) bedankte sich für

so viel Engagement und Treue.

37

Kurz & Akut


38

Kurz und Akut

5.675,- Euro für die Kinderklinik

WWieder haben zahlreiche Patientinnen und Patienten

der St. Arnualer Gemeinschaftspraxis

Matthias Hemmerling und Dr. Kristin Birkner

das Zahngold ihrer unbrauchbar gewordenen

Kronen oder Brücken für einen guten Zweck

gespendet.

Der Erlös – insgesamt: 3.675,63 Euro zuzüglich

einer anonymen Spende über 2.000,- Euro

– kam nun schon zum siebten Mal der Klinik

für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums

Saarbrücken zugute.

Matthias Hemmerling und Dr. Kristin Birkner

bedanken sich bei den „Alteigentümern” des

ausgedienten Zahnersatzes, die sich dazu entschlossen

hatten, ihre alten „Beißer” zu spen-

den. Sie überreichten die Spende dem Chefarzt

der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

des Klinikums Saarbrücken, Prof. Dr. Jens

Möller. Der freut sich, dass seine Klinik zum

wiederholten Mal Nutznießer dieser Spendenaktion

ist.

Von dem Geld möchte Prof. Dr. Möller neue

Geräte für die Überwachung und das Monitoring

von Neugeborenen, die nach Geburt

oder Kaiserschnitt nicht stabil sind und beatmet

werden müssen, anschaffen. Der Rest

geht – wie bisher – an die Klinik-Clowns, die

im Klinikum Saarbrücken den kleinen Patientinnen

und Patienten den Krankenhausaufenthalt

„vergolden“, sprich: kurzweiliger gestalten.

Prof. Dr. Jens Möller (links) freute sich über den Scheck, den Matthias Hemmerling und Dr. Kristin Birkner überreichten

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