Ausdruck 4 - Keine Macht den Drogen

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Ausdruck 4 - Keine Macht den Drogen

Gruppenstunde Alkohol, Auflösung „Gebrauchsinformation Alkohol“

Gebrauchsinformation

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A l k o h o l

__________________________ Wirkstoff: Ethanol C2H5OH

Arzneimittel müssen für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden!

Hinweis:

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig durch. Sie enthält wichtige Informationen

darüber, was sie bei der Anwendung dieses Arzneimittels beachten sollten. Bei weiteren

Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel ist nicht apothekenpflichtig. An Kinder und Jugendliche unter 16

Jahren darf es nicht abgegeben werden. An Jugendliche ab 16 darf es in Form von

Bier und Wein, an Erwachsene ab 18 auch in Form von Spirituosen verkauft werden.

Gegenanzeigen:

Alkohol darf nicht eingenommen werden bei

• bekannter Überempfindlichkeit gegen Ethanol

• Lebererkrankungen

• Nierenerkrankungen

• Magen- und Darmerkrankungen

• Fieber

• schweren akuten Krankheiten aller Art

Besondere Vorsicht ist geboten bei

• chronischen Krankheiten wie Diabetes, Asthma oder Epilepsie

• hohem Lebensalter

• einem geschwächten Immunsystem

• Untergewicht

Schwangerschaft und Stillzeit:

Während der Schwangerschaft und Stillzeit darf kein Alkohol getrunken werden, da

sonst ein erhebliches Risiko für eine schwere körperliche und geistige Behinderung

des Kindes besteht. Einen Grenzwert, bis zu dem keine Gefahr besteht, gibt es nicht.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten:

Alkohol kann die Wirkung bestimmter Medikamente verstärken oder abschwächen.

Auch das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen nimmt zu. Einige Medikamente, wie

z. B. Antibiotika, können den Abbau von Alkohol in der Leber hemmen. Genauere

Informationen entnehmen Sie den Packungsbeilagen Ihrer Medikamente.

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Gruppenstunde Alkohol, Auflösung „Gebrauchsinformation Alkohol“

Teilnahme am Straßenverkehr:

Die Verkehrstüchtigkeit wird schon ab 0,1 Promille herabgesetzt. Ab 0,2 Promille verringern

sich das Sehvermögen und die Bewegungskoordination. Ab 0,5 Promille (der

gesetzlichen Obergrenze) lässt die Reaktionsgeschwindigkeit stark nach und die Risikobereitschaft

steigt. Fahrer unter 21 und Fahranfänger sind besonders häufig unter

Alkoholeinfluss in Unfälle verwickelt. Für sie gilt die 0,0 Promille Grenze.

Anwendungsgebiete:

• depressive Verstimmung: Alkohol ist ein billiges Antidepressivum. Gefühle der

Sinnlosigkeit und Ausweglosigkeit wandeln sich in Freude. Bei Überdosierung

wird jedoch die Depression verstärkt.

• Einsamkeit: Alkohol macht gesellig. Bei der gemeinsamen Einnahme von Alkohol

gehören auch Außenseiter oder Fremde schnell dazu. Saufkumpanen

sind jedoch keine echten Freunde.

• Angstzustände: Alkohol wirkt angstlösend, z. B. bei der Partnersuche oder vor

öffentlichen Auftritten, führt bei Überdosierung jedoch zu peinlichem Benehmen.

• Schüchternheit: Alkohol stärkt das Selbstbewusstsein und beseitigt Hemmungen,

führt bei Überdosierung jedoch zu plumper Anmache.

• Frust und Ärger: Alkohol entspannt und lässt Frust und Ärger leichter vergessen.

Eine Überdosis führt jedoch zu Kontrollverlust und aggressivem Verhalten.

• Langeweile: Alkohol hat eine antriebssteigernde Wirkung und erleichtert die

soziale Kontaktaufnahme. Eine Überdosis führt jedoch zu sozial auffälligem

Verhalten.

Dosierung und Art der Anwendung:

Alkohol wird bevorzugt zum Essen eingenommen. Erwachsene Frauen sollten täglich

höchstens 0,5 Liter Bier oder 0,25 Liter Wein und erwachsene Männer höchstens 1

Liter Bier oder 0,5 Liter Wein zu sich nehmen. An mindestens zwei Tagen in der Woche

sollten Sie alkoholfrei bleiben, damit sich keine Abhängigkeit entwickelt. Jugendliche

sowie alte und kranke Menschen sollten nur gelegentlich ein leichtes alkoholisches

Getränk zu sich nehmen. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren müssen auf

Alkohol verzichten.

Nebenwirkungen:

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch können folgende unerwünschte Nebenwirkungen

auftreten:

• leichter Schwindel

• Entwässerung des Körpers und häufiges Harnlassen

• Verlangsamung der Reaktion

• Müdigkeit

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Gruppenstunde Alkohol, Auflösung „Gebrauchsinformation Alkohol“

• Redseligkeit

• verringerte Konzentrationsfähigkeit

• erhöhte Unfallgefahr durch herabgesetztes Risikobewusstsein

Bei einer Überdosierung ist mit folgenden Nebenwirkungen zu rechnen:

• Übelkeit und Erbrechen

• Gleichgewichtsstörungen bis hin zu Bewusstlosigkeit und Koma

• Koordinationsprobleme bis hin zu Lähmungserscheinungen

• Sprachstörungen

• Aggressivität und Gewaltbereitschaft

• Orientierungsschwierigkeiten

• Sehstörungen und Tunnelblick

• Gedächtnislücken und Filmriss

• Kontrollverlust

• Kater mit Kopf- und Muskelschmerzen sowie Übelkeit am nächsten Tag

Langfristige körperliche Folgen bei chronischem Alkoholmissbrauch:

• Übergewicht

• Magenschleimhautentzündung

• Entzündung der Bauchspeicheldrüse

• Schädigung des Gehirns bis zur Gehirnschrumpfung

• Krebserkrankungen wie z. B. Speiseröhrenkrebs

• Fettleber und Leberzirrhose, eine meist tödliche Erkrankung

Warnhinweis:

Alkohol kann bei regelmäßigem Konsum abhängig machen!

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