Alle ins Boot holen: Wie das Handwerk Fachkräfte gewinnt // Seite 16

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Alle ins Boot holen: Wie das Handwerk Fachkräfte gewinnt // Seite 16

Das Magazin der Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe West

Nr. // 114// 2/2012/// K 2990

Alle ins Boot holen:

Wie das Handwerk Fachkräfte gewinnt // Seite 16

Rundfunkgebühren: Massive Beitragserhöhung für Handwerksbetriebe // Seite 8

Positives Ergebnis: Über 102 Millionen Euro für den Mittelstand // Seite 10

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Fachkräfte finden und halten:

Wer nichts wagt, verliert!

Die Sorge um Fachkräfte ist nicht neu: Das

Handwerk hat als Deutschlands wichtigster Ausbilder

(mit fast einer halben Million Lehrstellen) und größter

Arbeitgeber des Landes (mit über 5 Millionen Beschäftigten)

schon oft um qualifizierte Fachkräfte werben

müssen. Mal mehr, mal weniger – das hing zumeist

von der jeweiligen Konjunkturlage ab. Und von der

zahlungskräftigen Konkurrenz aus der Industrie, die

gut ausbildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus

dem Handwerk abzuwerben versucht.

Soweit, so vertraut. Aber die Situation heute ist grundlegend anders. Brisanter.

Denn die deutsche Wirtschaft wird in den kommenden Jahren mit einem Fachkräftemangel

konfrontiert, wie es ihn zuletzt vielleicht in den fünfziger Jahren des vorigen

Jahrhunderts gegeben hat. Auf dem Arbeitsmarkt tut sich eine Lücke auf – und sie

wird auf Dauer bleiben und größer, vielleicht sogar klaffend werden. Denn anders als

früher sind es heute langfristig wirkende, nur schwer zu ändernde Faktoren, die

Fachkräfte knapp werden lassen: der demographische Wandel, die hohe Quote von

Schulabgängern ohne Abschluss, der vergleichsweise niedrige Anteil berufstätiger

Frauen – all das wird auf Jahre die Personalsuche erschweren.

Nach Jahrzehnten, in denen der Abbau von Arbeitslosigkeit im Fokus stand,

zeichnet sich jetzt ein historischer Umbruch ab. Und diese Situation hat viel

Positives: Für Hauptschüler (lange eher Stiefkinder auf dem Ausbildungsmarkt) steigen

die Chancen auf eine Lehrstelle, titelte die WAZ am 5. Juni. Konzerne wie die Deutsche

Bahn oder RWE interessieren sich plötzlich für eine Klientel, die als schwer vermittelbar

galt – Jugendliche mit einfachem oder keinem Schulabschluss.

Für das Handwerk birgt die Situation ein großes Risiko: Qualifizierte Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter sind in praktisch allen Gewerken der entscheidende Erfolgsfaktor.

Was, wenn diese künftig dem Handwerk fernbleiben, weil andere Branchen

attraktiver erscheinen? Allein bis 2020 wird der Anteil junger Menschen zwischen 15

bis 20 Jahren, also die Kerngruppe für eine Ausbildung, in unserer Region um ein

Viertel zurückgehen. Deshalb wird es künftig nicht reichen, auf solide oder pfiffige

Nachwuchswerbung zu setzen. Betriebe müssen gezielt andere Potenziale erschließen

– Ältere, die qualifiziert werden können, Arbeitslose, denen ein beruflicher Neubeginn

ermöglicht wird, Zuwanderer, die eine Chance suchen, oder Frauen, die noch nie oder

lange nicht mehr erwerbstätig waren. Wer nichts wagt, verliert.

Das Handwerk kann dabei seine Stärken nutzen – vor allem die große Kraft

zur Integration, die diesen Wirtschaftszweig immer ausgezeichnet hat. Die

Bildungszentren des Handwerks eignen sich besonders, um Langzeitarbeitslose zu aktivieren.

Hier kann auch die überbetriebliche Ausbildung Jugendliche mit Defiziten an

die Berufswelt heranführen. Und der Anteil der Migrantinnen und Migranten ist seit

jeher überproportional groß – denn im Handwerk zählt Zukunft statt Herkunft.

Stefan Prott

Editorial

Inhalt Inhalt

04 //Splitter

04 Marmorstatue mit Gänsehaut//

Lehrverträge werden früher

abgeschlossen

05 Schnuppermitgliedschaft

kommt gut an

06 Wandergeselle bei Pawella//

Stölting weiht Gebäude ein

07 Freisprechung

Elektroniker/-innen)//

Design-Talente Handwerk NRW

08 //Aktuell

08 Ärger über Rundfunkgebühren

10 Volksbank mit guter Bilanz

11 Mönkemöller geht in den Ruhestand//Passgenaue

Vermittlung

12 //Neue Märkte

12 Piromalli singt mit „Emozione“

13 Neue Meisterkurse

14 //Innungen

14 Elektro Kramwikel feiert

das 60-jährige Bestehen

15 Gebäudereiniger: Neue Homepage

16 //Schwerpunkt

Personalmanagement:

Wettbewerb um Fachkräfte

20 //Marktplatz

20 ELE: Zuschuss für Erdgasfahrzeuge//

Tischler NRW : Gute Auftragslage

21 HWK-Münster: Richtfest gefeiert//

Wollschläger: Maschinen mieten

22 „Best Ager“: Chancen für Ältere//

MEWA: Outfit für den Sommer

23 //Recht

23 Urlaubsabgeltung bei lange

erkrankten Arbeitnehmern

24 //Ausbildung

24 Schüler sind „Startklar“

26 Azubimesse im Theater

27 Zertifikat für Firma Muß

28 //Special: Altbausanierung

32 //Unter Uns

32 Medaillenregen für Fleischer//

Neue Mitglieder

33 Goldene Meisterbriefe für Willy

Ridderskamp und Ferdinand Pütz

34 //Zuletzt

34 22 Fragen an

Prof. Bernd Kriegesmann

Impressum


Steinmetzmeister Rainer Zacharzewski (l.) und Künstler Lars Dian Ollison mit

Kathi, die später wie eine echte Marmorstatue aussah.

Lehrverträge werden früher abgeschlossen

Im Handwerk des Münsterlandes und der

Emscher-Lippe Region werden Lehrverträge

frühzeitiger abgeschlossen als in den

vergangenen Jahren.

S o

sind bis Ende März bereits 1051 neue

Lehrverträge bei der Handwerkskammer

Münster eingetragen, das sind

10 % mehr als zum selben Zeitpunkt des

Vorjahres. „Der Wettbewerb um gute Nachwuchskräfte

ist in vollem Gang“, erklärte

Präsident Hans Rath in der Vorstandssitzung

der Kammer.

Angesichts sinkender Zahlen bei den Schulabgängern,

einem mittelfristig erkennbaren

Fachkräftemangel und der guten Konjunktur

Eine Marmorstatue

mit Gänsehaut

„Mir ist kalt“, sagt Kathi. Verständlich, denn die junge Dame

trägt außer Farbe nicht viel auf ihrer Haut. Und im offenen

Eingangs bereich des Steinmetzbetriebs von Rainer Zacharzewski

in Gelsenkirchen-Hassel ist es alles andere als mollig warm.

Eigentlich wollte der Künstler Lars Dian Ollison sein Model im

Freien bemalen, doch das nasskalte Wetter ließ das leider nicht

zu. Das lebende Kunstwerk – aus Kathi wurde im Laufe des Nachmittages

eine Marmorstatue (mit Gänsehaut) – war eine der Attraktionen

der zweiten Kunst- und Werkstatt-Tage, zu denen Steinmetzmeister

Rainer Zacharzewski in seinen Betrieb am Friedhof Oberfeldingen

eingeladen hatte.

Nomalerweise suchen die Kunden Steinmetzbetriebe aus einem

traurigen Anlass auf: Um nach einem Sterbefall in der Familie einen

Grabstein auszusuchen. Traurig war an diesem Maiwochenende

allerdings nur das Wetter. Die zahlreichen Besucher konnten aber

dennoch Handwerkern – Schmied, Maler, Glasbläser etc. – über die

Schulter schauen und sich über das Angebot eines Steinmetzbetriebes

informieren. 2013 wird es eine Neuauflage geben. Zacharzewskis

Konzept: „Traditionelles, bodenständiges Kunsthandwerk, gepaart mit

einem einzigartigen Kunstmarkt und einem ausgewogenen Beiwerk

in besonderer Atmosphäre. Die für viele kleine Handwerksmeisterbetriebe

schwierigen Zeiten erfordern kreatives, vorausschauendes

Denken und auch Handeln.“

im Handwerk seien Betriebe noch mehr als

bisher daran interessiert, den beruflichen

Nachwuchs selbst auszubilden. Die Fachkräftesicherung

bezeichnete Rath als eine

zentrale Aufgabe des Handwerks.

Dabei würden die Betriebe durch die Hand-

werksorganisation unterstützt.

4 KH Aktuell // Nr. 114 //2/2012

Fotos: Karl F. Augustin


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Innung macht – als bisher einzige im Bereich der Kreis-

handwerkerschaft Emscher Lippe West – Betriebsinhabern

das Angebot, die Mitgliedschaft zu testen. Auf diese Weise sollen

später dauerhafte Mitglieder gewonnen werden.

Egbert Streich, Geschäftsführer der KH, hatte das der Sanitär-

Innung vorgeschlagen. „Wir haben die Idee gerne aufgegriffen“,

sagt Obermeister Uwe Pyschny. Bislang konnten so zwölf neue

Mitgliedsfirmen gewonnen werden.

Norbert Schlüter ist seit August vergangenen Jahres im Auftrag

der KH unterwegs, um neue Mitglieder zu werben und ausgetretene

nach ihren Gründen zu fragen. Schlüter bietet auch die

„Schnuppermitgliedschaft“ an. Er weiß aus Erfahrung: „Viele

Handwerker, die sich selbstständig machen, wissen wenig über

die Leistungen der Innung.“ Sie sehen nur den Beitrag, und am

Anfang der Selbstständigkeit wird das Geld für andere Dinge

gebraucht.

Es gibt viele Vergünstigungen

Ralf Conrad, der sich vor vier Jahren in Bottrop selbstständig

machte, sah nach dem Besuch Schlüters die Vorteile. „Seine

Argumente haben mich überzeugt“, sagt Conrad und nennt als

ein Beispiel das Mahnwesen. Rabatte gibt es u.a. beim Autokauf

und beim Tanken, und die Landesinnungen bieten ihrerseits

Vergünstigungen an. „Es lohnt sich, Mitglied zu sein“, sagt

Norbert Schlüter.

Ralf Conrad sieht noch einen weiteren, persönlichen Vorteil:

Er hofft, über den Kontakt zu seinen Innungskollegen eine

Lehrstelle für seinen 16-jährigen Sohn Joel zu finden.

Sind sich einig: Schlüter und Ralf Conrad.

Splitter

Pluspunkte sprechen für eine Mitgliedschaft

„Es gibt viele Pluspunkte, die für eine Mitgliedschaft sprechen“, sagt Ralf Conrad. Der 42-jährige Gas- und Wasserinstallateur

nutzt die Möglichkeit einer „Schnuppermitgliedschaft“ in der Sanitär-Innung für Bottrop und Gladbeck. Ein interessantes

Pilotprojekt, das künftig für die Mitgliedergewinnung auch in anderen Innungen beispielhaft sein könnte.

5


Splitter

Fachlich gab es gar

keine Probleme

Stölting Service Group weiht Verwaltungsgebäude ein

Gelungene Architektur: Verwaltungsgebäude mit viel Glas und Klinker.

Wandergeselle zu Gast

Als Wandergeselle verstärkte jetzt Manuel Weißlein mehrere

Wochen das Team von Steinmetz Axel Pawella in Bottrop.

Der aus Gunzelshausen/Bayern stammende junge Mann, der schon

länger „auf der Walz“ ist, bekam über einen anderen Steinmetz

Kontakt zum Betrieb von Axel Pawella und sprach dort vor. Junge Gesellen

„auf der Walz“ trifft man heute nur noch selten an. Meist sind es

Zimmerleute, die das oft beschwerliche Leben fern der Heimat auf sich

nehmen und sporadisch durch Arbeiten in verschiedenen Betrieben ihre

Kenntnisse verbessern.

„Er hat seine Arbeit sehr gut gemacht“, lobt Axel Pawella, der zum ersten

Wandergeselle Manuel Weißlein und Axel Pawella bei der Arbeit.

Mal einen Wandergesellen

beschäftigte. „Fachlich gab

es gar keine Probleme.“

Mit einer großen Feier und prominenten Sportlern – u.a. Ex-Fußball-

nationalspieler Olaf Thon – weihte die Stölting Service Group ihr

neues Verwaltungsgebäude in Gelsenkirchen ein.

Hans Mosbacher, Geschäftsführender Gesellschafter, hat die der

Gebäudereiniger-Innung angehörende Firma von einem regional

aufgestellten Dienstleister zu einem bundesweit tätigen Unternehmen

ausgebaut. Über 700 neue Arbeitsplätze wurden in den vergangenen

Jahren in Gelsenkirchen geschaffen; insgesamt beschäftigt die

Gruppe jetzt 3.000 Menschen. Weiteren Zuwachs sieht Mosbacher

im Süden der Republik. Der Standort in Bayern soll weiter ausgebaut

werden.

Angesichts des rasanten Wachstums wurde die Verwaltung an der

Willy-Brandt-Allee schnell zu klein, so dass ein Neubau mit viel Glas

und Platz für 60 Mitarbeiter geschaffen wurde. Mehr als drei Millionen

Euro investierte Stölting in das Verwaltungsgebäude. Und schon jetzt

denkt Geschäftsführer Hans

Mosbacher über den Bau eines

weiteren Gebäudes nach.

Einen solch erfolgreichen Mittel-

ständler in ihrer Stadt zu haben

erfreut Gelsenkirchens Oberbürgermeister

Frank Baranowski

Erfolgreicher Unternehmer: und Wirtschaftsförderungs-

Hans Mosbacher.

dezernent Joachim Hampe

gleichermaßen, denn „wir brauchen eine gute Mischung an kleinen

und mittleren Unternehmen“.

6 KH Aktuell // Nr. 114 //2/2012

Fotos: Ulla Emig, Gert Kämper


Prüfung mit

Erfolg bestanden

24 junge Leute bestanden jetzt ihre Prüfung

zum Elektroniker und zur Elektronikerin.

In einer kleinen Feierstunde würdigte Ralf

Wünnemann, Obermeister der Elektroinnung

Bottrop und Gladbeck, die Leistungen des

Nachwuchses und wünschte ihnen auf dem

weiteren beruflichen Lebensweg alles Gute

und viel Erfolg.

Aus Bottrop bestanden: Erdem Alabas, Ibrahim

Bayram, Timo Beck, Marcin Bluszcz, Carsten

Kahnert, Volkan Karaman, Julian Löns, Maik

Mosch, Sebastian Müller, Sascha-Marcel

Neimarlija, Raphael Peichert, Dennis Rieck,

Katharina Schmitt und Marius Zollner. Aus

Gladbeck bestanden: Christian Basar, Vadym

Bely, Sebastian Czygan, Michael Gal, Chris

Kalde, Patrick Kmiec, Ruslan Polivka, Dennis

Preuß, Yusuf Süner und Muhammed Yildiz.

Design-Talente werden gesucht

Den Ideenreichtum im Handwerk will der Wettbewerb

„DesignTalente Handwerk NRW 2012“ fördern. Junge

handwerkliche Nachwuchskräfte sind aufgerufen, ihr

Können und ihr Talent in Design und Gestaltung unter

Beweis zu stellen.

Der Wettbewerb will damit zugleich der Öffentlichkeit

zeigen, wie sich junge Leute im Handwerk entfalten

können. Voraussetzung zur Teilnahme ist die erfolgreiche

Gesellenprüfung in einem Handwerk, außerdem dürfen

Interessenten nicht älter als 30 Jahre sein.

„Mitmachen lohnt sich!“ betont die Handwerkskammer

Münster. 25.000 Euro stehen an Preisgeldern zur Verfügung.

Organisiert wird der Wettbewerb vom Westdeutschen

Handwerkskammertag, der Dach -

organisation der sieben nordrhein-westfälischen

Handwerkskammern. Die von einer unabhängigen

Fachjury ausgewählten Wettbewerbsarbeiten werden im

NRW-Forum in Düsseldorf ausgestellt. Anmeldeschluss

für die Teil nahme ist der 1. Juli.

www.designtalente-handwerk-nrw.de

Obermeister Ralf Wünnemann (2.v.r.) mit den 23 frischgebackenen Gesellen

und einer Gesellin sowie weiteren Vertretern der Innung und der Berufsschule.

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Muss doppelt zahlen:

Obermeister Andreas Wilms.

Aktuell

Mit der Reform der Rundfunkgebühren

steht auch den Handwerksbetrieben im

Jahr 2013 eine massive Beitragserhöhung

ins Haus. „Es dürfte sich wiederholen,

was wir schon bei der Gesundheitsreform

erleben: Milliardenüberschüsse in den

öffentlichen Kassen und keine Entlastung

für die Beitragszahler“, kritisiert Egbert

Streich, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Eigentlich sollte mit der Reform das

Rundfunkgebührensystem vereinfacht

werden. Statt verschiedener Gebühren

wird für jedes Empfangsgerät künftig ein

Beitrag pro Haushalt oder Betriebsstätte

erhoben werden. Bisherige „Schwarzseher und –hörer“ werden

mit erfasst. Die Basis der Beitragszahler wird so erweitert.

Streich: „Dieser an sich vernünftige Gedanke wurde aber

nicht umgesetzt.“ Zwar zahlen die privaten Haushalte einen

einheitlichen Beitrag in Höhe von 17,98 € monatlich, aber

Unternehmen werden, abhängig von der Zahl der Beschäftigten

in den Betriebsstätten, unterschiedlich mit bis zu 180

Beiträgen veranlagt. Zusätzlich zahlen Unternehmen einen

Drittel­Rundfunkbeitrag für jedes angemeldete Fahrzeug.

Teurer Spaß: Radio im Handwerkerfahrzeug.

Rundfunkgebühr erleichtert

Kassen der Handwerker

In Verhandlungen konnten unter anderem die Spitzenorganisationen

des Handwerks immerhin erreichen, dass

der ermäßigte Beitrag für Kleinbetriebe für Unternehmen

mit bis zu acht Mitarbeitern (zunächst waren fünf geplant)

gilt, Auszubildende und 400­Euro­Jobber nicht mitgerechnet

werden und das ein Kraftfahrzeug je Betriebsstätte

freigestellt wird.

Dennoch wird der neue Rundfunkbeitrag für viele Handwerksunternehmen

höher als der bisherige ausfallen.

Muss ein Betrieb mit 45 Mitarbeitern und sechs Kfz jetzt

483,84 € jährlich zahlen, werden es nach der neuen Regelung

791,16 € sein. Die Beitragssteigerung beträgt in diesem

Fall satte 64 Prozent.

„Beitrag auf den Prüfstand stellen“

Die Erleichterung durch die Reform der Rundfunkgebühren

findet also vornehmlich in den Taschen der Beitragszahler

statt. Obermeister Andreas Wilms von der SHK­

Innung Gelsenkirchen ist erbost: „Alle meine Mitarbeiter

zahlen bereits Rundfunkgebühren. Jetzt soll ich noch einmal

zahlen, dabei können auch meine Gesellen nur einen

Radiosender gleichzeitig hören.“

Fazit von Egbert Streich: „Er hat recht. Es werden mit

der Reform durch die Erweiterung des Kreises der in

Anspruch genommenen Beitragszahler und durch die Anhebung

der Gebühren für Unternehmen Mehreinnahmen

in Milliardenhöhe entstehen, die zur Finanzierung der

öffentlichen Rundfunkanstalten nicht erforderlich sind.

Die Rot­Grüne Landesregierung sollte sich dafür einsetzen,

das Beitragsaufkommen so schnell wie möglich auf

den Prüfstand zu stellen, um eine überschüssige Finanzausstattung

der Rundfunkanstalten zu vermeiden.“

… auch meine Gesellen

können nur einen

Radiosender gleichzeitig

hören

Obermeister Andreas Wilms.

8 KH Aktuell // Nr. 114 //2/2012

Fotos: Karl-F. Augustin


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Über die Entwicklung ihres Finanzierungsgeschäftes war die

Volksbank Ruhr Mitte im vergangenen Gechäftsjahr sehr erfreut.

„Bei den Kreditzusagen für den Mittelstand hat es eine deutliche

Steigerung gegeben“, betonte Vorstandssprecher Dr. Peter Bottermann

bei der Vorlage des Geschäftsberichts.

Mit 1,12 Milliarden Euro ist der Forderungsbestand nach

Verrechnung von Kredittilgungen gegenüber 2010 um

2,6 Prozent und damit stärker gestiegen als geplant. Darlehn

in Höhe von 250 Millionen Euro wurden 2011 neu zugesagt, davon

flossen 143 Mio. Euro in die Wohnungsbaufinanzierung und 102 Mio.

Euro wurden von Firmen abgerufen. Dieses Ergebnis lasse keinen

Gedanken an eine Kreditklemme aufkommen, so Dr. Bottermann.

Die Bilanzsumme stieg auf den neuen Spitzenwert von 1,9 Milliarden

Euro. Der Bilanzgewinn von 2,6 Millionen Euro ermöglicht es,

den fast 54 000 Mitgliedern der Genossenschaftsbank erneut eine

Dividende von fünf Prozent zu zahlen.

Das ist angesichts des zurzeit geltenden niedrigen Zinsniveaus eine beachtliche

Rendite. Die Aussicht auf eine ordentliche Verzinsung ihres

Kapitals bewog im vergangenen Jahr 905 Personen, neue Teilhaber

der Bank zu werden. Die Vertreterversammlung würdigte das gute

Geschäftsergebnis im 127. Jahr des Bestehens mit einstimmigen

Beschlüssen.Die Summe der Einlagen wuchs um vier Prozent, so

dass zum Stichtag am 31. Dezember 2011 auf Giro­, Festgeld und

Aktuell

Freuen sich über ein gutes Geschäftsjahr (v.r.): die Vorstandsmitglieder Dr. Peter Bottermann und Dieter Blanck.

Über 102 Millionen Euro für den Mittelstand

Sparkonten ein Kundenvermögen von 1,48 Mrd. Euro verwaltet wurde.

Zusammen mit den Guthaben bei den genossenschaftlichen Verbundpartnern

erreichte das Gesamtvermögen der Kunden 2,15 Mrdw. Euro.

Ein Zeichen des Vertrauens

„Ein sehr positives Ergebnis“, bilanziert Vorstandsmitglied Dieter

Blanck, der freilich einschränkt: „Mit den Einlagen ist zurzeit kein

Geld zu verdienen.“ Erneut beklagte Blanck die Wettbewerbsverzerrung

durch Banken,

Ergebnis lässt

keinen Gedanken an

eine Kreditklemme

aufkommen

„die dank staatlicher

Hilfe die Krise überlebt

haben“ und nun

ihren Kunden Tagesgelder

mit einem

Zinssatz von mehr

als zwei Prozent anbieten. Dass dennoch schöne Zuwächse auf der

Einlagen seite zu verzeichnen sind, bewertet Dieter Blanck als ein

deutliches Zeichen des Vertrauens. Geschäftsbeziehungen mit der

Volksbank seien eben „keine Eintagsfliege“, sondern bestünden oft

über Jah rzehnte, „und das wiegt mehr als ein Viertel Prozent mehr

Zinsen“.

Unterdessen haben selbst internationale Ratingagenturen optimistisch

reagiert: Sie bewerten die genossenschaftliche Finanzgruppe mit A­. Der

Volksbanken­Verbund ist jetzt die bestbewertete private Bankengruppe

in Deutschland. „Darauf sind wir stolz“, so Dr. Peter Bottermann.

10 KH Aktuell // Nr. 114 //2/2012

Fotos: Karl f. Augustin


Ein langjähriger Partner des Handwerks verabschiedet sich Ende

Juni in den Ruhestand: Reiner Mönkemöller, Geschäftsführer der

Elektrogemeinschaft Emscher-Lippe. Als Angestellter der ELE

Emscher Lippe Energie GmbH war er auch Marktpartner der

Sanitär- und Heizungsbetriebe und der Schornsteinfeger.

Während eines Ausflugs nach Warnemünde verabschiedete

sich Reiner Mönkemöller von den Handwerkern, mit denen

er über die Jahre gut zusammen gearbeitet hat. Auf dem

Programm stand auch eine zünftige Schiffstour. Als Dank hatten

die Gäste einen Gutschein für einen Aufenthalt in Dorf Tirol bei

Meran überreicht. „Das hat mich besonders gefreut, denn es war ein

Gutschein für mein Lieblingshotel“, sagt Reiner Mönkemöller, der

die Tage in Tirol mittlerweile genossen hat.

Künftig wird Christian Kypar die Geschäfte der Elektrogemeinschaft

führen, die Handwerk, Handel, Industrie und Elektrizitätsversorgung

in partnerschaftlicher Zusammenarbeit verbindet.

Projekt gestartet:

Passgenaue Vermittlung

Die Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West ist Mitte Mai 2012

mit dem neuen Projekt „Passgenaue Vermittlung Auszubildender an

ausbildungswillige Unternehmen“ gestartet, das durch Zuschüsse

des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie über den

Zentralverband des Deutschen Handwerks ermöglicht wird.

Unser Ziel ist es, die Bedürfnisse des regionalen Arbeits- und

Ausbildungsmarktes zu befriedigen und gleichzeitig die individuellen

Stärken und Schwächen eines jeden Ausbildungswilligen zu

berücksichtigen, so dass die benötigten Fachkräfte mit aktueller

Qualifikation langfristig in den Arbeitsmarkt integriert werden“, so

Svenja Wilhelm, Assistentin der Geschäftsführung der KH. „Mit

unseren bisheri-

Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West:

genKooperations- Emscherstr. 44, 45891 Gelsenkirchen, www.kh-emscher-lippe.de betrieben arbeiten

Herr Schlüter: Tel.: 0209 97081-23, Mobil: 0178 7015915 wir seit langem

E-Mail: schlueter@kh-emscher-lippe.de

intensiv im Rahmen

gemeinsamer

betrieblicher und betriebsnaher Projekte, bei Praktika, betrieblichen

Ausbildungsphasen, Ausbildungen sowie berufsbegleitender Weiterbildung

zusammen und festigen so die vorhandenen Kooperationsstrukturen.“

Kompetenter Ansprechpartner für alle ausbildungswilligen Hand-

werksunternehmen, die freie Praktikums- oder Ausbildungsplätze

zu vergeben haben, sowie für Ausbildungssuchende, die hilfreiche

Hinweise und Tipps für Bewerbungsstrategien benötigen, ist die

Kreishandwerkerschaft

Aktuell

Partner des Handwerks im Ruhestand

11

Wie Reiner Mönkemöller in Warnemünde erläuterte, werden ab

1. Januar 2013 bei der ELE Netz und Vertrieb getrennt, so dass

künftig die Betreuung der Handwerker doppelt erfolgt: für die

technische und die Vertriebsseite.

Im Ruhestand ist bei Reiner Mönkemöller zunächst Entschleunigung

angesagt. Er hat sich vorgenommen, seinem Hobby Motorradfahren

öfter zu frönen und zu

reisen. Handwerklich

betätigen will er sich

auch: „Ich werde

meinem Sohn beim

Hausbau helfen.“

Bild: fotolia.com

Geht in den Ruhestand:

Reiner Mönkemöller (l.) mit

Hans-J. Muß, Obermeister

der Elektro-innung in

Gelsenkirchen.

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Raffaele Piromalli

singt mit viel

„Emozione“

Fender Stratocaster, Gibson Les Paul – da schnalzen Kenner

elektrischer Gitarren mit der Zunge. Insbesondere die

Gitarrenmodelle aus den ersten Produktionsjahren genießen

unter Sammlern einen hohen Stellenwert. Elektromeister

Raffaele Piromalli besitzt sie beide – und hütet noch

21 andere Gitarrenmodelle wie einen Schatz.

Neue Märkte

Doch Piromalli, der seinen Betrieb in Bottrop­Feldhausen hat,

ist kein bloßer Sammler. Er spielt Gitarre. Und das schon seit

seinem zehnten Lebensjahr. Und Raffaele Piromalli ist kein

Künstlername. „Ich bin ein waschechter Vollblutitaliener“, sagt er in

(natürlich) akzent freiem Deutsch. Als er achteinhalb Jahre alt war,

suchten seine Eltern ihr Glück in Deutschland, in Gladbeck. Piromalli:

„Ich bin ein echter Gastarbeitersohn.

Der heute 55­Jährige hörte in seiner Jugend u.a. die Songs der Beatles,

der Rolling Stones, von Creedance Clearwater Revival und war restlos

begeistert. „Wahnsinn, das muss ich lernen“, sagte sich der junge

Ausbilden hat Zukunft!

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Raffaele Piromalli spielt auf einer Fender Telecaster in seinem Musikkeller.

Raffaele und schlug die Akkorde auf seiner Gitarre. Erlernen musste

er freilich auch einen „Brotberuf“ – eben Elektriker. „Mit 17 habe ich

als Lehrling 170 Mark im Monat verdient. Mit meiner Band gab‘s pro

Auftritt 200 Mark“, erinnert sich Raffaele Piromalli. Da überlegte er es

sich mehrfach, ob er nicht die Ausbildung aufgeben und hauptberuflich

Musiker werden sollte. Letztendlich entschied er sich, die Lehre fortzusetzen

und später sogar seinen Meister zu machen.

Parallel machte er freilich immer Musik. Kam mit seiner Band und

dem selbst getexteten und komponierten Lied „Mascarade“ bei einem

von der Firma Bayer Dynamic ausgerichteten Nachwuchswettbewerb

auf den zweiten Platz. „Bill Ramsey hat den Wettbewerb moderiert

und wir gewannen 6 000 DM“, erinnert sich Raffaele Piromalli, der

mit Schlagerstars wie Karel Gott und Lena Valaitis auf der Bühne stand.

Auftritt beim Kanalfestival in Datteln

Seit 25 Jahren ist er mit seiner Band „Scala“ auf Tour. „Italien für die

Ohren“, so beschreibt Piromalli die Musikrichtung der Band, die sich

u.a. den Hits von Eros Ramazotti und Zucchero verschrieben hat und

sie voll „Emozione“ vorträgt. Wer „Scala“ sehen und hören will, hat dazu

beim Kanalfestival in Datteln am Freitag, 17. August, Gelegenheit.

Noch heute trauert Raffaele Piromalli einer verpassten Gelegenheit

nach. Auf dem Dachboden eines Hauses fand er eine gute erhaltene,

verstaubte Fender Strato caster, Baujahr 1964, die offensichtlich in Vergessenheit

geraten war. Mit der Eigentümerin war er sich fast handelseinig

geworden; einen Tag später sollte der Kauf für kleines Geld über

die Bühne gehen. Doch am nächsten Tag platzte der Traum. Denn

mittlerweile hatte die Eigentümerin erfahren, dass es sich um ein wertvolles

Instrument handelte.

Das ist lange her. Und mittlerweile sieht’s in Raffaele Piromallis

Musikkeller aus wie in einer Gitarrenhandlung. Die Fender Stratocaster

ist natürlich auch darunter.

12 KH Aktuell // Nr. 114 //2/2012

Foto: Ulla Emig


Elektro- und

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Sanitär-Notdienst 0209 9708182

Elektro-Notdienst 0209 970810

Meisterlehrgang

für Elektrotechniker

in Gelsenkirchen

Das Bildungszentrum der Handwerkskammer

Münster bietet in

Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum

der Kreishandwerkerschaft

Emscher-Lippe-West in

Gelsenkirchen erst mals im Jahr

2013 auch den Meisterprüfungsvorbereitungslehrgang

für das

Elektrotechniker-Handwerk (Teil I

und II) an. Die beiden Lehrgänge

finden vom 12. April 2013 bis zum

13. März 2015 statt. Die Lehrgangsgebühren

betragen für beide Teile

6.890 Euro; die Prüfungsgebühr

beläuft sich auf 1.350 Euro. Der

praktische Unterricht findet

in den Werkstätten des HBZ

Münster statt.

Interessenten wenden sich am das

HWK Bildungszentrum Münster

(Frau Lammers), Tel. 0251 705-1315,

E-Mail: sabrina.lammers@hwkmuenster.de;

Infos im Internet:

www.hbz-bildung.de.

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22.08.2012 mo+mi von 17.30–21.30 Uhr in Münster

28.01.2013 di+do von 17.30–21.30 Uhr

nur 1 x wöchentlich ganztags (ca. 18 Monate)

24.08.2012 nur freitags von 08.30–17.00 Uhr

27.08.2012 nur montags von 08.30–17.00 Uhr

15.09.2012 nur samstags von 08.30–17.00 Uhr

Tagesschule nur in Münster (6 Monate)

20.08.2012 mo–fr von 08.00–13.00 Uhr

22.10.2012 mo–fr von 08.00–13.00 Uhr

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Innungen

„Elektro Kramwinkel

für das 21. Jahrhundert

perfekt gerüstet“

Die Geschäftsführer

Berthold Kückelmann (l.)

und Peter Kramwinkel am

Rednerpult.

Ihr 60-jähriges Bestehen konnte jetzt die die Firma Elektro

Kramwinkel GmbH in Gladbeck feiern. Die Geschäftsführer

Peter Kramwinkel und Berthold Kückelmann haben dazu

zahlreiche Gäste in ihrem Betrieb begrüßt.

Als Elektromeister Paul Kramwinkel 1952 den Betrieb seines

Vorgängers Karl Eifert übernahm, befand sich die Werkstatt

über einem Hühnerstall in der Karlstraße. Zur Freude seiner

Söhne Peter und Michael gab die erste italienische Eisdiele in Gladbeck

1954 beim Vater die Inbetriebnahme der Eismaschine in Auftrag.

So entdeckten die Söhne ihre Vorliebe für italienisches Eis und traten

schließlich in die beruflichen Fußstapfen des Vaters. Beide sollten

später den Betrieb übernehmen; als Michael Kramwinkel im März

2011 aus persönlichen Gründen ausschied, trat Elektromeister

Berthold Kückelmann in die Geschäftsführung ein.

Wartung für Straßenbeleuchtung und Ampeln

Im Laufe der Wirtschaftswunderjahre wuchs das Unternehmen kontinuierlich.

Seit 2004 ist es an der Straßburger Straße im Gewerbepark

Brauck ansässig. Inzwischen ist ein Team von mehr als 30 Mitarbeitern

und Mitarbeiterinnen für die Aufragsabwicklung verantwortlich.

Schwerpunktmäßig ist das Unternehmen im Bereich Straßenbeleuchtung

für die Stadt Gladbeck sowie für ELE und RWE tätig. Bei

Wechsel­ und Wartungsarbeiten auf regionaler und überregionaler

Ebene kooperiert das Unternehmen mit dem Siemens­Konzern.

Betrieb steht auf vier soliden Säulen

Das Unternehmen ist ein anerkannter Ausbildungsbetrieb: Über dreieinhalb

Lehrjahre verteilt, werden dort aktuell fünf Auszu bildende beschäftigt;

hinzu kommen pro Jahr ca.20 Praktikanten. Gleichermaßen

wird der Ausbau inno vativer Bereiche wie der Medizintechnik, Gebäudesteuerung

und Mehrwert­Installation vorangetrieben: „Der Betrieb

ist für das 21. Jahrhundert perfekt gerüstet“, stellte Egbert Streich,

Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, in seinem Grußwort fest.

14 KH Aktuell // Nr. 114 //2/2012

Fotos: Wolfgang Kariger; Karl-F. Augustin


Neue Homepage

informiert im

weltweiten Netz

Innungen

Nach monatelanger Planung hat die Gebäudereiniger-Innung

NordWestfalen ihre neue Homepage

im weltweiten Netz. Sowohl Mitglieder, als

auch Kunden erhalten einen Überblick über die

Tätigkeiten der Innung, deren Obermeister

Elmar Surau aus Gladbeck ist.

Reinigen – Pflegen - Schützen“, das Markenzeichen

des Gebäudereiniger-Handwerks,

steht für qualitativ hochwertige Dienstleistungen

und kompetente Anbieter. „Es umschreibt die

vielfältigen anspruchsvollen Aufgaben des Gebäudereinigers,

die ihm ein breites Betätigungs-

So schaut die neue Startseite der Homepage der Gebäudereiniger-Innung aus.

feld bieten. Das Gebäudereiniger-Handwerk: ein

Aufgabenfeld das sich gewaschen hat!“, heißt es in dem informativen Internetauftritt. So erhalten Betriebe,

die noch keine Innungsmitglieder sind, einen Überblick, warum es sich lohnt, Mitglied zu werden, und künftige

Kunden können sich darüber informieren, dass nicht nur Fensterputzen zu den

www.gbri-nw.de

Aufgaben der Gebäudereiniger gehört.

15


Schwerpunkt

Personalmanagement:

Die neue Disziplin im

Wettbewerb um Fachkräfte

Das deutsche Handwerk ist wie kein anderer Wirtschafts-

bereich auf eine ausreichende Zahl hoch qualifizierter Fach-

kräfte angewiesen. Denn sie sind der Garant dafür, dass die

Unternehmen auch künftig mit einer vielgestaltigen, hochwertigen

Angebotspalette im Markt bestehen können. Wachsende

Engpässe zeichnen sich jedoch schon seit einigen Jahren ab.

Und bereits heute ist absehbar: Die Herausforderungen der

kommenden Jahrzehnte wird das Handwerk nur mit einem

konsequenten Personalmanagement bewältigen können.

16

Laut aktuellem Berufsbildungsbericht

der Bundesregierung ist die Zahl der

nichtstudienberechtigten Schulabgängerinnen

und Schulabgänger – Hauptklientel

der dualen Berufsausbildung – seit 2005 im

Bundesgebiet um mehr als 154.000 zurück

gegangen. Die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen

lag in den alten Bundesländern

im September 2011 um 54 Prozent

über dem Vorjahresniveau. Umso mehr wächst

auch im Handwerk des Reviers die Sorge, ob

und wie sich der Mitarbeiterbedarf in den

kommenden Jahrzehnten decken lässt. Denn

nicht nur Unternehmen, sondern ganze

Regionen werden um junge Talente und

erfahrene Köpfe wetteifern.

Bereits im Jahr 2009 verwies eine gemeinsame

Studie des Instituts Arbeit

und Technik (IAT) der Fachhochschule

Gelsenkirchen und der Ruhr­

Universität Bochum auf Nachwuchsprobleme

des Handwerks

im nördlichen Ruhrgebiet:

35 Prozent der befragten

Unternehmen meldeten

Probleme bei der Findung

geeigneter Bewerber/innen

mit Hauptschulabschluss.

52 Prozent hatten Schwierigkeiten

bei der Suche nach Realschulabsolventen

und Abiturienten.

Und: sogar Handwerksbranchen, „die

als besonders attraktiv gelten, wie z. B.

das Metall­ und Elektrogewerbe, hatten

Probleme bei der Rekrutierung“.

Künftig deutlich weniger

Erwerbstätige mit

abgeschlossener

Berufsausbildung

Das Fachkräftedefizit wird jedoch

nicht nur wegen rückläufiger Schulabgängerzahlen

wachsen. Hinzu

kommt: ein großer Teil der berufs­

Fotos: Kurhan/fotolia.com


erfahrenen, qualifizierten Mitarbeiter aus der

deutschen Wirtschaft geht in Rente. Laut

aktuellem Report des Bundesinstituts für

Berufliche Bildung (BIBB) werden im

Zeitraum 2010 bis 2030 rund 19 Millionen

Erwerbspersonen den Arbeitsmarkt aus Altersgründen

verlassen, aber nur rund 15,5 Millionen

neu hineinkommen. Besonders alarmierend

für das Handwerk ist die Entwicklung

in der so genannten mittleren Qualifikationsebene:

Der Rückgang beträgt bei Erwerbspersonen

mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung

19,3 Prozent und bei

Fachschulabsolventen, Meistern und

Technikern 9,3 Prozent.

Die Attraktivität des Arbeitsplatzes

wird zum Wettbewerbsfaktor

Der empfindliche Rückgang bei den Erwerbstätigen

mit abgeschlossener Berufsausbildung

wird den Wettbewerb um qualifiziertes Personal

anheizen. Künftig wird es nicht nur darum

gehen, freie Stellen zu besetzen, sondern auch

darum, Fachkräfte dauerhaft an das Unternehmen

zu binden. Deshalb verstärken viele

Industrieunternehmen seit geraumer Zeit ihre

Bemühungen, die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter durch eine attraktive

Arbeitsplatz­ und Arbeitszeitgestaltung,

Weiter bildungsmaßnahmen, materielle

Anreize, Gesundheitsmanagement, Hilfen bei

der Wohnungssuche und ähnliche Anreize zu

fördern. Oder sie richten Betriebskindergärten

ein, um Frauen die Vereinbarkeit von Beruf

und Familie zu erleichtern. Auch das Handwerk

ergreift zunehmend Maßnahmen zur

Fachkräftesicherung, wie eine 2011 veröffentlichte

Sonderumfrage des Zentralverbandes

des Deutschen Handwerks (ZDH) belegt:

An der Spitze lag dabei mit deutlich über 50

Prozent der Nennungen die Verstärkung der

Aus­ und Weiterbildung, gefolgt von einer

Anpassung der Arbeitszeiten, auch in Form

der Flexibilisierung. Eine zunehmend wichtige

Rolle spielten auch familienfreundliche

Maßnahmen und die längere Beschäftigung

älterer Arbeitnehmer. Und immerhin 17,4

Prozent der Unternehmen nannten den Einsatz

von Zeitarbeitskräften und die

Inanspruchnahme von „Kollegenhilfe“.

Hingegen wurden überregionale Stellenausschreibungen,

die verstärkte Einstellung

bzw. Ausbildung von Migranten oder die

Schwerpunkt

Anwerbung ausländischer Fachkräfte vergleichsweise

wenig genannt.

Neue Ansätze zur strategischen

Fachkräftesicherung in der

Emscher-Lippe-Region

Das nördliche Ruhrgebiet hebt sich durch besondere

Strukturmerkmale von anderen Regionen

des Landes ab und erfordert deshalb

Auch in der Zeitarbeitsbranche

werden Fachkräfte knapp

Der wachsende Mangel an Fachkräften ist auch für die Zeitarbeitsfirmen in Deutschland

eine Herausforderung. Wie die Branche darauf reagiert, erläutert der Hauptgeschäftsführer

des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), Werner Stolz:

Werner Stolz,

Hauptgeschäftsführer IGZ

17

„Der iGZ hat mehrere Projekte initiiert, damit die Mitgliedsunternehmen

auf die sich ändernden Ansprüche reagieren können. Mit

den DGB-Gewerkschaften wurde im Tarifvertrag eine Qualifizierungs-

und Weiterbildungsklausel verabschiedet. In diesem Zusammenhang

wurde eine Projektgruppe gegründet, die mittlerweile

einen Kompetenzpass für alle Zeitarbeitnehmer entwickelt hat.

Mithilfe dieses Kompetenzpasses können die Zeitarbeitnehmer ihre

Qualifikationen nachweisen. Die Zeitarbeitsunternehmen werden

durch die Dokumentation zudem motiviert, ihre Mitarbeiter

vermehrt zu Weiterbildungsmaßnahmen zu schicken. Den

Kundenunternehmen werden dadurch die Qualifikation des

Zeitarbeit nehmers sowie die Aktivitäten und das Engagement

der Zeitarbeitsfirma transparent gemacht.“

G erade

ganz spezielle Maßnahmen. In einem gemeinsamen

Strategiepapier haben der Kreis Recklinghausen,

die Städte Bottrop und Gelsenkirchen,

die Handwerkskammer Münster, die Industrie­

und Handelskammer Nord­Westfalen, der

Deutsche Gewerkschaftsbund Region Emscher­

Lippe, die Arbeitsagenturen Gelsenkirchen und

Recklinghausen und die WIN Emscher­Lippe

diese Strukturmerkmale analysiert und einen

Handlungsplan zur Fachkräftesicherung erarbeitet.

von Handwerksbetrieben werde schnelles Handeln,

gepaart mit einem hohen Maß an Flexibilität und fachlicher

Kompetenz, erwartet. Bei den rund 2.500 iGZ-Mitgliedern, die größtenteils Mittelstandsunternehmen

seien, betrage der Anteil z. B. an Elektrikern 6,3 Prozent, an Technischen

Berufen 6 Prozent, an Verwaltungs- und Büroberufen 6,6 Prozent. „Aber“, so fügt

Stolz hinzu, „wenn sie in den Handwerksbetrieben fehlen, dann werden sie natürlich auch

in der Zeitarbeitsbranche knapp“.

Die Übernahmerate bei Fachkräften steigt. So werden laut Stolz etwa in der Elektrobranche

überwiegend Arbeitnehmer mit einer abgeschlossenen Ausbildung gesucht. Daraus ergebe

sich auch ein ‚Klebeeffekt‘: Die Übernahmerate liege derzeit bei rund 35 Prozent. Von 100

Elektrikern kämen nur 65 zurück – der Rest bleibe in der Kundenfirma. Bei IT-Fachleuten liege

die Übernahmequote sogar bei 70 bis 80 Prozent, „ebenso bei hochqualifizierten Schweißern,

die etwa ohne Naht schweißen können – um diese Arbeitnehmer herrscht ein regelrechter

Wettbewerb unter den Arbeitgebern.“ Konsequenz für die iGZ-Mitgliedsunternehmen:

„Firmen suchen intensiv solche Mitarbeiter, und sobald diese ein paar Wochen irgendwo

bleiben, sind sie weg. Als Hilfe gegen Fachkräftemangel hat sich die Zeitarbeit bewährt.“


So wird das Handwerk auch für Hochschulabgänger interessant: Die Firma Philipps GmbH & Co. KG verleiht seit

1996 gemeinsam mit der Hochschule Bochum einen „Transferpreis Handwerk“ für Bachelor- und Masterarbeiten,

die herausragenden Praxisbezug aufweisen oder eine besonders gelungene Zusammenarbeit zwischen Hoch-

schule und Unternehmen darstellen (v.r.: Geschäftsführerin Christina Philipps, Preisstifter Johann Philipps,

Prof. Susanne Stark, Preisträgerin Jeannette Arnoldi, Preisträgerin Nora Voß und Präsident der Hochschule

Bochum Prof. Martin Sternberg).

Einige wichtige Ergebnisse:

Der Anteil der jungen Bevölkerung im Alter

von 15 bis 20 Jahren wird in den kommenden

acht Jahren um fast ein Viertel zurückgehen.

Deshalb kommt es darauf an, dass möglichst

viele Schulabgänger die Schulen ausbildungsreif

verlassen und ins Arbeitsleben integriert

werden.

Die Fachkräftesicherung im Bereich der

Altersgruppe 50+ wird immer wichtiger.

Denn dies ist die einzige Altersgruppe im

erwerbsfähigen Alter, die auf absehbare Zeit

noch Zuwächse verbuchen kann.

Die Fachkräftesicherung in der Region bedarf

auch der Einbeziehung derjenigen, die bisher

seltener erwerbstätig sind. Die Region weist

die niedrigste Beschäftigungsquote in NRW

aus, sowohl allgemein als auch bei Frauen,

Älteren sowie Migranten. Dieses Potenzial

könnte genutzt werden.

Aber: von mehr als 57.280 SGB II­Empfängerinnen

und Empfängern (Stand Januar

2012) in den Jobcentern Bottrop, Gelsenkirchen

und dem Kreis Recklinghausen haben

nur 923 „Marktprofil“, d. h. große Chancen,

innerhalb von sechs Monaten wieder in den

Arbeitsmarkt integriert zu werden. Über

44.600 hingegen, also fast 78 Prozent, gelten

als „marktferne Gruppen“, haben also besonderen

Entwicklungs­, Stabilisierungs­ und

Unterstützungsbedarf.

Das Handwerk muss mit seinen

Stärken punkten

Um bei den beiden letztgenannten Gruppen

verstärkt Erfolge zu erzielen, kulturelle und

sprachliche Barrieren abzubauen, bedarf es vor

allem geeigneter schul­, bildungs­ und arbeitsmarktpolitischer

Maßnahmen. Auch Vorbilder

von Persönlichkeiten – Männern wie Frauen –,

die es geschafft haben, sich aus schwierigen Verhältnissen

hochzuarbeiten und im Handwerk

Karriere zu machen, können Anreize setzen.

Der Recklinghauser Kreishandwerksmeister

Heinrich Kinzler ist zudem überzeugt, dass sich

das Handwerk auch für unkonventionelle Wege

stark machen muss: „Warum soll man nicht einem

Ausbildungs abbrecher, der seinen Fehler

eingesehen hat, eine zweite Chance geben?

Warum sollen nicht Mitarbeiter auf dem Bau,

die nie eine Gesellenprüfung absolviert, aber

dafür als Hilfsarbeiter Erfahrung gesammelt

haben, die Möglichkeit erhalten, die Prüfung

nachzuholen? Sie könnten doch ergänzende

Kurse in Kooperation mit der Agentur für

Arbeit und den Berufsschulen absolvieren.“

Um jedoch im Wettbewerb um qualifiziertes

Personal zu punkten, wird es für das Handwerk

mehr denn je darauf ankommen, seine besonderen

Stärken deutlich herauszustreichen. Zu

diesen Stärken zählen insbesondere die überschaubaren

Betriebseinheiten mit einem oft

familiären, von hohem Teamgeist geprägten

Betriebsklima; die Eigenständigkeit, mit der

handwerkliche Fachkräfte in der Kundenberatung,

im Service, auf den Bau stellen, in

den Werkstätten und Ateliers ihre Arbeit ausführen;

die vielfältigen Möglichkeiten der Fort­

und Weiterbildung, insbesondere auch die

wachsende Durchlässigkeit der handwerklichen

Berufsausbildung für weiterführende Studiengänge;

die hohe Bereitschaft des Handwerks,

seine Mitarbeiter auch in wirtschaftlich schwierigen

Zeiten zu halten; und die Familienfreundlichkeit

der Handwerksunternehmen. So

forderte die Bundesvorsitzende der Unternehmerfrauen

im Handwerk (UfH), Heidi Kluth, auf

dem Bundeskongress des Verbandes 2010 in

Saarbrücken die Unternehmerfrauen auf, diese

Stärken in die Öffentlichkeit zu tragen und

verwies auf eine Studie des Ludwig­Fröhler­

Instituts, nach der knapp 15 Prozent der Mitarbeiter

in Handwerksbetrieben Familienangehörige

sind und der Anteil der weiblichen

mitarbeitenden Lebenspartner sogar bei

90 Prozent liegt.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Da immer mehr jungen Paaren die Vereinbarkeit

von Familie und Beruf wichtig ist, muss

das Handwerk seine besonderen Chancen in

diesem Bereich noch stärker nutzen. Eine

Familienfreundlichkeit

ist ein Erfolgsfaktor

für das Handwerk

von der Prognos­AG im Auftrag des Bundesfamilienministeriums

und des ZDH durchgeführte

Untersuchung zum Thema „Familienfreundliche

Maßnahmen im Handwerk

kommt zu dem Schluss:

„Familienfreundlichkeit ist ein Erfolgsfaktor

für das Handwerk. Es zeigt sich deutlich, dass

Handwerksbetriebe mehr von familienfreundlichen

Maßnahmen profitieren, als sie dafür

aufwenden müssen. Der Nutzen für Handwerksbetriebe

besteht dabei vor allem

­ in der langfristigen Bindung wertvoller

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den

Betrieb,

­ der Vermeidung des Ausscheidens qualifizierter

Beschäftigter, denen Familie und

Beruf nicht vereinbar erscheinen, wobei

der Aufwand und die Kosten für die

18 KH Aktuell // Nr. 114 //2/2012

Fotos: kkgas/istockphoto.com, Philipps/Objektivpress


Anwerbung, Nachschulung und Einarbeitung

neuer Arbeitskräfte eingespart wird,

­ der Erhöhung der Motivation und Zufriedenheit

und der Reduzierung der Stressbelastung

der Beschäftigten, was sich unmittelbar

in der Qualität der Arbeit

niederschlägt und Reklamationen der

Kunden vermeidet,

­ der höheren Attraktivität auf dem regionalen

Arbeitsmarkt und damit der

Chance, leichter qualifizierte Arbeitskräfte

zu gewinnen,

­ der Erhöhung der Bereitschaft bei den Beschäftigten,

wenn nötig flexibel für den

Betrieb zur Verfügung zu stehen,

­ einem positiven Image im lokalen Umfeld,

aus dem viele Kunden stammen.“

Beschäftigung älterer Arbeitnehmer

Ältere Mitarbeiter stehen bei den meisten

Handwerksbetrieben hoch im Kurs, wie eine

Untersuchung des Ludwig­Fröhler­Instituts

aus dem Jahr 2008 belegt. Danach

­ waren 62 Prozent der befragten Handwerksunternehmen

der Ansicht, dass ältere

Arbeitnehmer höhere fachliche Kompetenzen

haben als jüngere. Sie rechnen

ihnen aber auch Eigenschaften wie Zuverlässigkeit,

Pflichtbewusstsein und Gewissenhaftigkeit

zu.

­ gaben zwei Drittel an, dass die Älteren das

Betriebsklima bereichern. Und sogar 68

Prozent wollten versuchen, ältere Arbeitnehmer

so lange wie möglich im Betrieb

zu halten. Aber: nur knapp ein Viertel ergriffen

hierfür gezielte Maßnahmen wie die

Verminderung körperlicher Belastungen

oder die Verlagerung der Tätigkeit auf andere

Schwerpunkte. Dabei wäre dies wichtig,

denn im Handwerk waren zum Umfragezeitpunkt

knapp 26 Prozent der

Ältere Arbeitnehmer besitzen Erfahrung

und bereichern das Betriebsklima.

Schwerpunkt

Mitarbeiter über 50 Jahre alt – weniger als

im Bundesdurchschnitt aller Beschäftigten.

Eine mögliche Ursache sah das Institut

in der körperlichen Belastung, die in

manchen Gewerken eine Beschäftigung

bis ins hohe Alter ausschließt.

­ Und: Politische Förderinstrumente zur

Beschäftigung älterer Arbeitnehmer (z. B.

finanzielle Leistungen im Rahmen der Altersteilzeit,

die erleichterte befristete Beschäftigung

älterer Arbeitnehmer etc.)

wurden kaum genutzt. Als Gründe wurden

fehlende Transparenz und ein hoher

bürokratischer Aufwand genannt.

19

Diese Probleme lassen sich lösen. Und die

längere Beschäftigung älterer Mitarbeiter

trägt nicht nur zur Schließung der Fachkräftelücke

bei, sondern erschließt dem

Handwerk auch zusätzliche Marktchancen.

Denn ältere Arbeitskräfte verfügen über besondere

Kompetenzen und Erfahrungen in

der Beratung der wachsenden und damit auch

für das Handwerk immer wichtigeren Zielgruppe

der Senioren.

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Mit Erdgasfahrzeugen

kostengünstiger fahren

Angesichts der stetig steigenden Benzin- und Dieselpreise stöhnte

so mancher Handwerker über die zu tragenden Kosten. Erdgasfahrzeuge

sind derzeit die praxistauglichste Alternative.

„Seit wir Erdgas fahren, sind die

Betriebskosten unseres Fuhrparks

gesunken“, sagt Theodor Wolter (r.).

Und sie bieten viele

Vorteilen, meinen jedenfalls

die Experten der

ELE Emscher Lippe

Energie. Wer jetzt

umsteigt, kann Kraftstoffkosten

sparen.

Laut ELE etwa 800 Euro

je 15.000 Kilometer.

Ein weiterer Vorteil.

Kein Fahrverbot in den

Umweltzonen, denn

Erdgasfahrzeuge fahren

schadstoffarm und

partikelfrei.

Attraktive Fahrzeuge mit sportlichen Erdgas-Turbomotoren der

neuesten Generation bringen Ökologie, Ökonomie und Fahrspaß

unter eine Haube.

Auch das Tankstellennetz wird immer enger geknüpft. So kann u.a.

Erdgas an der Total-Tankstelle an der Grothusstraße in Gelsenkirchen,

an der Westfalen-Tankstelle an der Wilhelm-Tenhagen-Straße

und an der Shell-Tankstelle an der Essener Straße in Bottrop sowie

an der Total-Tankstelle an der Bottroper Straße in Gladbeck Erdgas

getankt werden.

Umgestiegen ist schon Theodor Wolter, Inhaber des gleichnamigen

Heizungs- und Sanitärbetriebs in Gelsenkirchen-Resse. „Ich meinem

Unternehmen setze ich drei Erdgasfahrzeuge ein. Ich konnte die

Kosten senken und bin zudem von der zuverlässigen und günstigen

Technologie überzeugt“, sagt der Unternehmer.

Ein weiteres gutes Kaufargument: ELE fördert den Umstieg auf ein

Erdgasfahrzeug mit einem Barzuschuss in Höhe von 1.000 Euro für

Gewerbe- und Geschäftskunden; Privatkunden erhalten 500 Euro.

Sparen kann man zudem bei der Kfz-Steuer, denn Erdgasfahrzeuge

werden wegen ihres geringeren CO2-Ausstoßes günstiger eingestuft.

Der Zuschuss ist an Bedingungen geknüpft; u.a. muss sich der Kunde

verpflichten, Strom oder Gas zwei Jahre von der ELE zu beziehen.

Weitere Informationen über das Förderprogramm erteilt die ELE unter

Tel. 0209 165-2417, per E-Mail Uta.Radeler@ele.de und im Internet www.ele.de

Marktplatz

Tischlerhandwerk: Von

einer Flaute keine Spur

Keine Anzeichen von Flaute: Die derzeitige wirtschaftliche Lage im

nordrhein-westfälischen Tischlerhandwerk bewegt sich auf hohem

Niveau – und auch die Erwartungen sind positiv.

Optimistischer Blick in die Zukunft: Dieter Roxlau, Hauptgeschäftsführer des

Fachverbandes Tischler NRW.

Das geht aus dem aktuellen Konjunkturbericht des Fachverbandes

Tischler NRW hervor, den Hauptgeschäftsführer Dieter Roxlau im

Rahmen der Mitgliederversammlung des Verbandes in Kleve vorstellte.

Demnach blieb der Geschäftsklimaindex mit 116,7 Punkten

nur knapp unter dem Spitzenwert aus dem Frühjahr 2011.

„Insgesamt 93,1 Prozent der befragten Betriebe beurteilen ihre

derzeitige Geschäftslage als gut bis befriedigend“, sagt Dieter Roxlau.

Differenziert nach Betriebsgrößen schneiden die kleinen Betriebe mit

bis zu fünf Mitarbeitern dabei am schlechtesten ab: 15,5 Prozent

dieser Betriebe sehen ihre derzeitige wirtschaftliche Situation als

schlecht an.

„Für uns gilt es deshalb, weiter daran zu arbeiten, die Schere

zwischen den kleinen und den großen Betrieben nicht stärker

aus einandergehen zu lassen.“ Ein erstes positives Zeichen

zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage: Die kleinen Betriebe

konnten im vergangenen halben Jahr ihre Verkaufspreise im

Durchschnitt stärker anheben als Tischlereien mit mehr als

fünf Mitarbeitern.

Die Auftragsreichweite liegt derzeit im Schnitt bei 7,2 Wochen – ein

Wert, der in einer Frühjahrskonjunkturumfrage zuletzt 1995 überschritten

wurde. Deutliche Unterschiede gibt es auch hier zwischen

den einzelnen Betriebsgrößen: Einem Wert von 6,5 Wochen in Betrieben

bis fünf Mitarbeitern steht ein Wert von 10,3 Wochen in Betrieben mit

20 und mehr Mitarbeitern gegenüber.

„Erfreulich ist, dass im Durchschnitt sowohl die Zahl der Investitionen

als auch die Anzahl der Mitarbeiter leicht gestiegen ist“, sagt Dieter

Roxlau. „Wir hoffen, dass sich diese positive Entwicklung im zweiten

Halbjahr fortsetzt.“

20 KH Aktuell // Nr. 114 //2/2012

Fotos: ELE, Tischler NRW , Wollschläger


Arbeitsgeräte mieten

statt kaufen

Maschinen, die in der Produktion nur temporär benötigt

werden, binden bei der Beschaffung sowohl Kapital als auch

Mitarbeiterkapazitäten.

Wollschläger stellt unter anderem für Baustellen komplette Werkzeugsortimente

zusammen, die je nach Bedarf angemietet werden können.

Sind sie nicht im Einsatz, blockieren sie außerdem wertvolle Lagerflächen.

Die Wollschläger GmbH & Co. KG bietet dafür eine zeit- und

geldsparende Lösung: Geräte und Zubehör können je nach Bedarf

angemietet werden. Kunden erhalten dabei alles aus einer Hand –

von der Lieferung über Anwenderschulungen bis zum Reparaturund

Wartungsdienst.

Der Einsatz von Mietgeräten sichert die Produktivität in der Fertigung

sowie die Liquidität eines Unternehmens. Ohne das Risiko von Fehlinvestitionen

können zeitlich befristete Projekte dadurch effizient

umgesetzt werden. Im Vorfeld berät Wollschläger den Kunden, um

ein speziell auf dessen Bedarf zugeschnittenes Geräte- und Zubehörprogramm

zusammenzustellen. Geräte aus insgesamt acht Bereichen

wie Betriebseinrichtungen, Schweißgeräte, Transportmittel oder

Werkzeugcontainer bietet das Unternehmen zur Ausleihe an. Darüber

hinaus sind passendes Zubehör, Arbeitsschutzartikel und Verbrauchsmaterialien

erhältlich. Der Kunde spart Zeit und profitiert von kurzen

Beschaffungswegen, da sämtliche Gerätschaften und Materialien im

Komplettpaket geliefert werden.

Der Beschaffungsdienstleister stellt auch komplette Werkzeugsorti-

mente für Baustellen zusammen. Bei Fragen zum gemieteten Gerät

oder technischen Problemen hilft die 24-Stunden-Hotline von Wollschläger

weiter. Außerdem schult das Unternehmen das Personal

im fachgerechten Gebrauch der ausgeliehenen Geräte, so dass

präzise Arbeitsabläufe gewährleistet sind. Die monatliche Miete

wird kommissionsbezogen berechnet, eventuelle Reparaturen führt

der firmeneigene Wartungsdienst durch.

Weitere Informationen unter www.wollschlaeger.de

Marktplatz

21

Richtfest für zwei

Bildungseinrichtungen

Die Handwerkskammer Münster feierte das Richtfest für das Fachwerk-Kompetenz-

und das Gestaltungs- und Medientransferzentrum,

die Mitte 2013 auf Haus Kump fertiggestellt sein sollen.

Das Fachwerk-Kompetenzzentrum wird Kenntnisse über Sanierung

und Instandsetzung von Fachwerkhäusern nach modernen bauphysikalischen

und energiesparenden Gesichtspunkten vermitteln. Außerdem

sind Entwicklung und Planung moderner Fachwerk- und andere

Holzkonstruktionen vorgesehen. Das künftige Gestaltungs- und

Medientransferzentrum soll die Arbeit der Akademie Gestaltung der

Handwerkskammer erweitern. Auch mit Hilfe digitaler Medien sollen

die Studenten der Akademie in Zukunft lernen, wie das Handwerk

Funktionalität und Design vereinen kann. An den Baukosten in Höhe

von etwa zehn Millionen Euro beteiligen sich der Bund mit 50 Prozent

und das Land mit 15 Prozent.

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Statt Latzhose und Jacke

kurze Hose und T-Shirt

Wenn im Sommer die Temperaturen steigen, tragen Handwerker an

ihrem Arbeitsplatz statt Latzhose und Bundjacke nach Möglichkeit

gern kurze Hosen und T-Shirts.

Engagierte Arbeitgeber, die Jugendliche einstellen, haben eine Chance auf den

Förderpreis.

Daher bietet der Berufsbekleidungshersteller MEWA auch saisonale

Artikel wie Bermuda-Shorts, dreiviertellange Hosen und ärmellose

Westen in unterschiedlichen Farben und Farbkombinationen an.

Praktisch sind Cargo-, Doppelzollstock- sowie Seitentaschen mit

schrägen Eingriffen mit viel Platz für Werkzeug. T-Shirts und Polohemden

gibt es in einem breiten Farbspektrum– passend zu jeder

Firmenfarbe und jedem Firmenlogo. Hosen wie Oberteile sind aus

tragefreundlichen Materialien gefertigt, in denen man jede Hitzwelle

angenehmer übersteht, ist das Unternehmen MEW überzeugt.

Unverzichtbar in einem heißen Sommer ist der regelmäßige Klei-

dungswechsel. Für garantiert sauberen Nachschub sorgt das MEWA

Full-Service-System. Im vertraglich vereinbarten Rhythmus wird die

getragene Berufskleidung abgeholt, gewaschen, auf Qualität kontrolliert

und sauber wieder angeliefert – auf Wunsch bis ins Schrankfach.

Mitglieder der Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe West können

ihr Team jetzt zum Vorteilspreis anziehen. Ein Rahmenvertrag

zwischen KH und der MEWA Textil-Service AG & Co. sichert ihnen

fünf Prozent Preisvorteil gegenüber den Normalpreisen oder eine

einmalige Ausstattung der Mitarbeiter mit Sicherheitsschuhen aus

dem „MEWA Schuhpaket“.

MEWA Textil-Service AG & Co. Bottrop OHG,

Tel. 02041 69328-0, E-Mail: handwork@mewa.de

Marktplatz

Erfahrene Fachkräfte

warten auf Arbeit

Tischler, Maurer, Fliesenleger, Elektroschweißer, Maschinenführer

– erfahrene Fachkräfte, die darauf warten, dass sie endlich wieder in

ihrem über Jahre ausgeübten Beruf arbeiten dürfen.

Dr. Stefan Lob (l.) und Dirk Sußmann appellieren an Handwerksmeister:

„Stellen Sie ältere Mitarbeiter ein

Ständig ist von drohendem Fachkräftemangel die Rede. „Wir haben die

Fachkräfte“, sagen Dr. Stefan Lob, Geschäftsführer der Arbeitsförderungsgesellschaft

Gafög, und Dirk Sußmann, stellvertretender Geschäftsführer

Integrationscenter für Arbeit in Gelsenkirchen. Beide

haben vor sieben Jahren mit Erfolg das Projekt „Best Ager“ aus der

Taufe gehoben. Ziel ist es, Langzeitarbeitslose über 50 Jahre wieder

dauerhaft in Arbeit zu vermitteln.

Erfahrung hat Zukunft. Bei unseren Arbeitsuchenden liegt ein großes

Potential brach, das geweckt werden muss“, so Dr. Lob. „Wir brauchen

die Erfahrenen. Sie sind teamfähig. Und von ihnen können die Jüngeren

profitieren“, ergänzt Dirk Sußmann. Die Vermittlung erfolgt so

unbürokratisch wie möglich. Die Bewerber werden von so genannten

Unternehmensscouts begleitet; eine Nachbetreuung gehört ebenfalls

zum Service. Für die Vermittlung vorgeschlagen werden ausschließlich

Männer und Frauen, die die Grundvoraussetzungen für eine

Arbeitsaufnahme erfüllen. Wie z.B. die oben erwähnten Handwerker.

Bei zahlreichen Unternehmen hat es sich herumgesprochen, dass auf

Ältere Verlass ist. Selbst Trendfriseure stellen ein, weiß Dirk Sußmann:

„Während vorne im Salon junge Frauen arbeiten, bleiben die

Älteren im Hintergrund, schulen die Jüngeren.“

Sehr zufrieden ist Michael Bolz, Geschäftsführer der Michael Bolz

Entsorgung in Recklinghausen: „Ein Drittel unserer Mitarbeiter ist

über 50 Jahre alt. Wir wissen diese Mitarbeiter wegen ihrer Erfahrung

und Zuverlässigkeit sehr zu schätzen.“ „Auch in Zukunft werde ich mit

dem ,Best Ager Job-Club‘ zusammenarbeiten, wenn ich schnell und

unbürokratisch einen geeigneten Mitarbeiter einstellen möchte“, sagt

Landschaftsarchitekt Markus Kaufmann aus Bottrop.

„Best Ager“ ist mit Job-Clubs in zehn Ruhrgebietsstädten,

darunter in Gelsenkirchen, Bochum und Recklinghausen, vertreten.

www.www.best-ager-50plus.de

22 KH Aktuell // Nr. 114 //2/2012

Fotos: Karl-F. Augustin; MEWA


Urlaubsabgeltung bei lange erkrankten Arbeitnehmern

Nach einer neueren Entscheidung des

Bundesarbeitsgerichtes summieren sich die

noch offenen Urlaubstage nicht mehr endlos

auf, sondern der Anspruch auf Abgeltung

des nach lang andauernder Erkrankung

bestehenden gesetzlichen Mindesturlaubes

kann aufgrund tariflicher Ausschlussfristen

verfallen.

Nach der in dieser Entscheidung vertretenden

Ansicht ist der Abgeltungsanspruch nicht

mehr ein Ersatz des Urlaubsanspruchs, sondern

ein reiner Geldanspruch, der sich nicht

mehr von sonstigen Entgeltansprüchen aus

dem Arbeitsverhältnis unterscheidet. Damit

unterfällt der Urlaubsabgeltungsanspruch den

Bedingungen, die nach dem jeweils anwendbaren

Tarifvertrag für die Geltendmachung

von Entgeltansprüchen vorgeschrieben sind.

Kehrt also ein langjährig erkrankter Arbeitnehmer

nicht an seinen Arbeitsplatz zurück,

SIGGI, die innovative fondsgebundene Rentenversicherung

der SIGNAL IDUNA, macht das Leben leichter.

Denn SIGGI steht für Sicherheit, Rendite und Flexibilität in

einem. Ein Vorsorgekonzept, das Ihnen alle Sorgen

abnimmt – zumindest die großen Sorgen rund um

Ihre Zukunft.

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Gut zu wissen, dass es SIGNAL IDUNA gibt.

Recht

sondern scheidet aus dem Arbeitsverhältnis

aus, beginnen mit dem Ausscheiden unmittelbar

die tariflichen Ausschlussfristen innerhalb

derer der Arbeitnehmer die finanzielle Abgeltung

des nicht genommenen Urlaubs geltend

machen muss, da diese sofort fällig wird. Als

reine Geldforderung unterliegt sie damit wie

andere Ansprüche den einzel­ und tarifvertraglichen

Ausschlussfristen. Dies gilt auch

für die Abgeltung des unabdingbaren gesetzlichen

Mindesturlaubs (BAG Urt. vom 09.

August 2011, AZ 9 AZR 352/10).

Wird ein zunächst arbeitsunfähig erkrankter

Arbeitnehmer im Kalenderjahr einschließlich

des Übertragungszeitraumes so rechtzeitig gesund,

dass er in der verbleibenden Zeit seinen

Urlaub nehmen kann, so muss er dies tun.

Andernfalls erlischt der aus früheren Zeiträumen

stammende Urlaubsanspruch genauso

wie der Anspruch, der zu Beginn des Urlaubsjahres

neu entstanden ist

Hauptagenturen

Marcus Fischer & Karsten Albrink

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23

So das Bundesarbeitsgericht in einer weiteren

Entscheidung vom 09. August 2011 (AZ 9

AZR 425/10).

Auch der Europäische Gerichtshof hält eine

Beschränkung des Urlaubsabgeltungsanspruchs

von langzeiterkrankten Arbeitnehmern

auf 15 Monate durch entsprechende

tarifvertragliche Regelungen für mit dem

Unionsrecht vereinbar und zulässig (EuGH

Urt. v. 22.11.2011 Az.: C­214/10). Voraussetzung

sei lediglich, dass der Übertragungszeitraum

die Dauer des Bezugszeitraumes deutlich

überschreite. Auf dieser Entscheidung

fußt das Urteil des Landesarbeitsgerichts

Baden­Württemberg (LAG BaWü Urt. v.

21.12.2011 Az 10 Sa 19/11), wonach Urlaubsansprüche

bei anhaltender Arbeitsunfähigkeit

15 Monate nach Endes des Urlaubsjahres

verfallen.

Welche Krankenkasse macht gute Arbeit,

wenn ich mal nicht arbeiten kann?

Die Antwort liegt nah:

Als Innungskrankenkasse ist die

IKK classic perfekt für Handwerker.

Besuchen Sie uns in der Geschäftsstelle

Gelsenkirchen, Emscherstraße 44 a,

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Oder auf www.ikk-classic.de

Auch 2013: Kein Zusatzbeitrag


„Jetzt verlassen Jungen und Mädchen die

Schulen, die drei Jahre gezielt auf ihre

Berufsausbildung vorbereitet wurden“,

sagt Gerd Dombrowski vom Kommunalen

Bildungsbüro und appelliert an die Betriebe,

diese jungen Leute mit Orientierungsreife

einzustellen.

Sie haben mit Erfolg an dem dreijährigen

Projekt „Startklar! Mit Praxis fit

für die Ausbildung“ teilgenommen

und sind jetzt startklar für den Beruf. In

der Hauptschule an der Schwalbenstraße in

Gelsenkirchen zogen an dem Projekt Beteiligte

jetzt eine positive Bilanz.

„Orientierungsreife Auszubildende halten

durch, brechen die Lehre nicht vorzeitig ab“,

sagt Egbert Streich, Geschäftsführer der

Kreishandwerkerschaft, die sich natürlich

freuen würde, mehr Schüler für das Handwerk

zu gewinnen, um dem Fachkräftemangel

zu begegnen. Schon jetzt fehlen insbesondere

den Bäckern, Fleischern und Konditoren

Nachwuchskräfte.

„Startklar“, u.a. finanziert von der Agentur

für Arbeit, beginnt in der achten und endet

mit dem Abschluss in der zehnten Klasse. Die

Kreishandwerkerschaft Emscher­Lippe­West

Ausbildung

Startklar: Schüler wissen,

welchen Beruf sie erlernen wollen

führt, in Kooperation mit dem Förderkorb,

den ersten Baustein zur Berufsorientierung

(Phase 1) in Ihren Werkstätten durch. Zur

Verfügung stehen hier die Berufsfelder „Holz,

Kunststoff, Glas, Keramik und Textil“, „Bau“,

„Elektro“, „Farbe und Gestaltung“, „Kosmetik

und Körperpflege“, „Hotel, Gastronomie und

Hauswirtschaft“, „Metallbearbeitung und

Mechanik“ und „Versorgungs­ und Installationstechnik“.

„Es muss nicht immer Kaviar sein...“

Für die SchülerInnen der Jahrgangsstufen 9

und 10, bieten die KH und die Katholische

Jugendsozialarbeit Gelsenkirchen gGmbH aus

den genannten Tätigkeitsfeldern Praxiskurse

zur Erkundung von zentralen Geschehnissen

im jeweiligen Tätigkeitsbereich an. In der

Küche „muss es nicht immer Kavier sein“

(Basiskenntnisse zur Herstellung von raffinierten

Speisen unter Berücksichtigung der

Rezeptur, der Ernährungslehre und der Wirtschaftlichkeit),

in der Metallwerkstatt wird

ein Rennauto hergestellt und im Friseurbereich

werden die Grundlagen zur Haarpflege,

sowie Kosmetik und Körperpflege vermittelt.

Im Laufe der drei Schuljahre schrumpft allerdings

die Zahl der teilnehmenden Jugendli­

Sie sind startklar für die Ausbildung:

Schüler und Schülerinnen der Hauptschule

an der Schwalbenstraße mit

Schulleiter Peter Nienhaus und Svenja

Wilhelm (Kreishandwerkerschaft).

chen. An der Hauptschule an der Mehringstraße

blieben elf Jungen und Mädchen übrig.

Tim Itzlinger wollte ursprünglich Dachdecker

werden, hat u.a. weitere Erfahrungen in einer

Kfz­Werkstatt, in einer Schreinerei und in

einem Metallbaubetrieb gesammelt und einen

Ausbildungsvertrag im Metallbau unterschrieben.

Von den elf Schülern der Mehringstraße

haben bereits sechs einen Ausbildungsvertrag

in der Tasche, die anderen warten noch auf

eine Zusage oder streben einen höheren

Schulabschluss an. Schulleiter Peter Nienhaus

lobte das Engagement: „Die Schülerinnen

und Schüler haben viel geleistet. Auch in ihrer

Freizeit.“

Die Schülerinnen und

Schüler haben viel

geleistet. Auch in ihrer

Freizeit

An „Startklar“ beteiligten sich noch vier weitere

Hauptschulen, eine Realschule und die

Evangelische Gesamtschule in Gelsenkirchen

sowie die Förderschule Boy in Bottrop. Zum

neuen Schuljahr 2012/2 013 wird „Startklar“

fortgesetzt.

Fotos:Karl-F. Augustin


Schutzausrüstung

von Mewa.

Schließlich weiß man

ja nie, was kommt.

Bei Schutzkleidung ist Fachwissen gefragt: Wir von MEWA haben das

Beste zum Standard gemacht und liefern unsere Produkte ganz auf Ihre

Bedürfnisse zugeschnitten. Kein Wunder, dass man da selbst die größte

Herausforderung leicht nimmt.

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Jugendliche suchen Ausbildungsplätze, Firmen geeigneten Nachwuchs.

Auf der Ausbildungsplatzbörse, die die Agentur für Arbeit

im Musiktheater in Gelsenkirchen durchführte, konnten erste

Kontakte geknüpft werden.

A

n die 2300 Schülerinnen und Schüler aus Gelsenkirchen,

Gladbeck und Bottrop waren eingeladen, sich an den Ständen

der 40 Unternehmen und Institutionen zu informieren. Mit

dabei die Bottroper Firma Seibel und Weyer. „Eine solche Ausbildungsplatzbörse

ist eine sinnvolle Sache und eine gute Plattform für unser

Unternehmen“, zieht Personalmanager Christian Conradi eine positive

Bilanz. „Wir haben hier gute Kontakte geknüpft und drei junge Leute

zu einem Praktikum eingeladen.“ Ob die in einen Ausbildungsplatz

münden, ist noch offen.

Ausbildung

Im Theater erste Kontakte geknüpft

Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski lobte das

Engagement der Agentur und hofft, dass die Unternehmen „noch

eine Schüppe drauflegen“, um von dem Missverhältnis – zwei Bewerber,

ein Ausbildungsplatz – wegzukommen.

Marco Rödder interessiert sich für den Beruf des Tischlers. Christian Conradi, Personalmanager der

Firma Seibel und Weyer aus Bottrop, erläutert, welche Ausbildungsmöglichkeiten es gibt.

Die Stadtverwaltung war auf der Ausbildungsplatzbörse

auch vertreten, da demnächst Nachwuchs gebraucht wird.

Luidger Wolterhoff, Chef der Agentur für Arbeit, appelliert

an die Firmen, auch Jugendliche in die engere Wahl zu

nehmen, deren Noten auf dem Zeugnis keine „Traumnoten“

sind. Im persönlichen Gespräch mit den Betrieben

ergeben sich oft Hinweise auf Stärken und Fähigkeiten wie

z.B. soziales Engagement oder handwerkliches Geschick.

Die ständig aufflammende Diskussion über die Ausbildungsfähigkeit

hält Luidger Wolterhoff für einen „akademischen

Streit“.

Im kommenden Jahr werden gleich zwei Abiturjahrgänge

die Schulen verlassen. Nie wieder werden mehr qualifizierte

Bewerber auf dem Ausbildungsmarkt sein als 2013.

Diese Chance sollten die Betriebe angesichts in Zukunft

sinkender Schülerabgangszahlen nutzen und – wenn

möglich – ihre Ausbildungskapazitäten erhöhen.

26 KH Aktuell // Nr. 114 //2/2012

Fotos: Kreishandwerkerschaft; Karl-F. Augustin


Ausbildung

Firma Muß ausgezeichnet

Die betriebliche Ausbildung ist aus Sicht der Arbeitsagentur

der wichtigste Schlüssel, um mittelfristig gut

ausgebildete Fachkräfte zu haben. Die Firma Elektroanlagen

Hans-J. Muß GmbH (Gelsenkirchen) steht

wegen des kontinuierlichen Engagements in Sachen

Ausbildung für eine qualifizierte Nachwuchsförderung.

Aus diesem Anlass hat der Leiter der Agentur für

Arbeit, Luidger Wolterhoff, dem Seniorchef des

Unternehmens und Obermeister der Elektroinnung

Gelsenkirchen, Hans­J. Muß – auch stellvertretend

für andere engagierte Untern ehmen in der Emscher­Lippe­

Region – am Tag der Ausbildung das offizielle Ausbildungszertifikat

der Bundesagentur für Arbeit überreicht.

Unternehmen in der Emscher­Lippe­Region meldeten

dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur von Beginn

des Berichtsjahres (Oktober 2011) bis Ende April 1 646

Ausbildungsstellen, 13 oder 0,8 Prozent mehr als im entsprechenden

Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 3 339

Jugendliche bei der Lehrstellensuche die Unterstützung der

Agentur für Arbeit Gelsenkirchen, 116 oder 3,6 Prozent

mehr als im Vorjahreszeitraum.

Beginn:

Unterrichtsstunden:

Unterrichtstage:

Lehrgangsgebühr:

Lernmittel:

Prüfungsgebühr:

Ende April galten noch

1857 Jugendliche als

unversorgt.

„Die Situation auf dem

Ausbildungsmarkt in der

Emscher­Lippe­Region ist

weiter angespannt. Wir

brauchen deshalb in der

Region dringend Unternehmen wie die Elektroanlagen Hans­J. Muß

GmbH, die nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung

leistet, sondern auch jungen Menschen die Chance einer qualifizierten

Ausbildung gibt“, betonte Luidger Wolterhoff bei der Überreichung des

Zertifikats.

Der Chef der Agentur appellierte an die Handwerksunternehmen, noch

freie Ausbildungskapazitäten zu melden. „Nur wer heute ausbildet, sichert

sich seine künftigen Fachkräfte. In einigen Branchen zeichnen sich bereits

jetzt schon Engpässe ab“, so der Agenturchef.

Arbeitgeber, die noch freie Ausbildungsstellen anbieten können, werden gebeten,

diese dem Arbeitgeberservice der Gelsenkirchener Arbeitsagentur mitzuteilen,

Tel. 01801 66 44 66 (Festnetzpreis 3,9 ct/min).

Meisterschule

Mai, Oktober und Februar eines

jeden Jahres

370

27

Agenturchef Luidger Wolterhoff (2.v.l.) überreicht

Hans-J. Muß und dessen Sohn Christian im Beisein von

KH-Geschäftsführer Egbert Streich (l.) das Zertifikat.

Freitag 17.15 Uhr bis 21.30 Uhr

Samstag 8.00 Uhr bis 12.10 Uhr

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ca. 30,00 Euro

400,00 Euro

Noch Fragen? Dann rufen Sie uns an: 0209 / 9708128.


In den kommenden Jahren steht

Städteplanern und -entwicklern,

Immobilienbesitzern und -Betreibern

im wahrsten Sinne des Wortes eine

enorme Herausforderung ins Haus:

Die Anpassung des Gebäudebestandes

an die demografischen und energetischen

Herausforderungen der

Zukunft. Das erfordert allein beim

Wohnungsbestand in NRW ein Investitionsvolumen

von rund 140 Milliarden

Euro. Und dem Handwerk kommt bei

der Bewältigung dieser Zukunftsaufgaben

eine Schlüsselrolle zu.

Special: Altbausanierung

Erstens: Die Wohngebäude müssen an

die Bedürfnisse der alternden Bevölkerung

angepasst, das heißt möglichst

barrierearm umgestaltet werden. Hierfür

sind nach Angaben des Bundes Deutscher

Baumeister (BDB) allein in unserem Bundesland

ca. 50 Milliarden Euro erforderlich,

wenn nur ein Drittel des vorhandenen

Wohnungsbestandes altengerecht umgerüstet

bzw. entsprechender Wohnraum neu geschaffen

werden soll. Die Kosten für die Anpassung

des Wohn­ und Lebensumfeldes, also

eine seniorengerechte Infrastruktur,

sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt.

ALTBAUMoDERNISIERUNG:

EIN MILLIARDEN-

ScHWERER MARKT

WARTET AUF

ERScHLIESSUNG

Zweitens: Der Altbaubestand bedarf dringend

einer energetischen Nachrüstung. Mehr

als 80 Prozent der Gebäude wurden vor dem

Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung,

also vor November 1977 errichtet.

Das bedeutet für NRW, dass allein von den

knapp 3,67 Millionen Wohngebäuden fast

2,94 Millionen nicht den aktuellen Standards

entsprächen. Jahr für Jahr wird in Deutschland

aber nur rund ein Prozent der Altbauten

saniert. Der BDB geht davon aus, dass in

NRW etwa 90 Mrd. Euro aufgewendet werden

müssen, um ca. 70 Prozent der Bestände

energetisch nachzurüsten.

28 KH Aktuell // Nr. 114 //2/2012


Fotos: Andreas F./photocase.com,

FöRDERPOLITIK

VERUNSICHERT INVESTOREN

Der Bereich der Altbausanierung und -modernisierung eröffnet

also auf Jahre hinaus ein enormes Auftragspotenzial, das jedoch

nur sehr zögerlich erschlossen wird. Eine wesentliche Ursache

hierfür benennt das VdZ Forum für Energieeffizienz in der

Gebäudetechnik e. V. in seinem „Modernisierungsbarometer

für Hausbesitzer 2012“: das politische Gerangel um die öffentliche

Förderung der Gebäudesanierung.

Wohngebäude in NRW

am 31. Dezember 2009 Quelle: Statistische berichte /

Information und Technik NRW

3.669.899

Gebäude insgesamt

8.420.688

darin Wohnungen insgesamt

746.103

Gebäude mit 2 Wohnungen

782.281

Gebäude mit 3 und mehr Wohnungen

2.141.515

Gebäude mit 1 Wohnung

Special: Altbausanierung

29

So benannten 50 Prozent der Hausbesitzer bei einer Emnid­

Umfrage „geringe bzw. unstete Fördermittel“ sowie auch „eine

geringe Kenntnis“ dieser Mittel als wesentliche Gründe dafür,

warum sie sich noch nicht für eine Heizungsmodernisierung entschieden

haben. Konsequenz: 59 Prozent der Befragten wünschen sich höhere

Fördermittel oder die steuerliche Absetzbarkeit von Sanierungsmaßnahmen

als Modernisierungsimpuls. Aber genau da hakt es:

Während der Haushaltsausschuss des Bundestages am 21. März die

Mittel für die KfW­Sanierungsprogramme freigegeben hat und damit

von diesem Jahr an bis 2014 jährlich 1,5 Milliarden Euro bereit stehen,

blocken die Bundesländer nach wie vor einen Steuerbonus für die

Gebäudesanierung ab. Und je länger das politische Gerangel andauert,

desto stärker wird im Handwerk der Unmut.

So formulierte der Nordrhein­Westfälische Handwerkstag (NWHT)

Ende April ganz klare „Erwartungen an die neue Landesregierung“:

„Wir brauchen ein Ende der monatelangen Hängepartie um die steuerliche

Abschreibung von Investitionen in die energetische Sanierung des

Gebäudebestandes“. Zudem forderte er die „Sicherstellung einer hinreichenden

Sensibilisierung und Beratung der Eigentümer zur ganzheitlichen

Gebäudesanierung“. Ferner verlagt er die „verbindliche Einführung

zeitabhängiger und lastenabhängiger Tarife zur Unterstützung des

smart meterings“ (intelligenter Energiezähler) sowie eine Einbindung

der Energieausweis ersteller im Sinne des § 21 EnEV (Energieberater

aus dem Handwerk) als Sachkundige, „um in begründeten Einzelfällen

die Einhaltung von Anforderungen der Energieeinsparverordnung an

energetische Sanierungsmaßnahmen zu überprüfen.“

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Weil in unserem Garten Energie versteckt ist.

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Die Fachhandwerke haben den unmittelbaren Kontakt

zum Verbraucher. Sie haben damit eine große Chance,

durch persönliche Beratungsgespräche, durch Vortragsveranstaltungen

auf Innungs- oder Kreishandwerkerschaftsebene,

durch ihre Präsenz auf Regionalmessen

und eine aktive Pressearbeit Immobilienbesitzer und

-Betreiber noch stärker für das Thema Altbaumodernisierung

zu sensibilisieren.

Überzeugende Argumente für den Nutzen geeigneter Sanierungs­

und Modernisierungsmaßnahmen gibt es genug:

Werterhaltung der Immobilie

Je unsicherer die Finanzmärkte, desto besser ist das Kapital in

der Werterhaltung der eigenen Immobilie aufgehoben. Wer in

die Modernisierung seines Eigenheims investiert, verbessert

Wohnqualität und ­komfort und steigert den Wiederverkaufswert,

wenn die Immobilie irgendwann einmal verkauft werden

soll. Moderne energetische Standards sind dabei aufgrund

des geforderten Energieausweises unerlässlich. Auch

lassen sich in gepflegten Objekten höhere Mieten durchsetzen.

Wem darüber hinaus an einer langfristigen Wertsteigerung der

Immobilie gelegen ist, sollte sich nicht auf Ersatzinvestitionen

beschränken, sondern auch Maßnahmen im Auge haben,

die das Objekt marktgerecht aufwerten wie z. B. Anbauten,

Balkone oder Wintergärten.

Tipp: Im Rahmen eines speziellen Förderprogramms

„KfW-Effizienzhaus Denkmal“ werden Wohngebäude gefördert,

die als Baudenkmal nach den Denkmalschutzgesetzen

der Bundesländer (Denkmalliste oder per Gesetz) oder

durch die Kommune als sonstige besonders erhaltenswerte

Bausubstanz eingestuft werden. Gefördert wird die Komplettsanierung

zum „KfW-Effizienzhaus Denkmal“, aber

auch Einzelmaßnahmen.

Special: Altbausanierung

ÜBERZEUGUNGSARBEIT

WIRD WICHTIGER DENN JE

Vorrausschauende Planung und Variabilität sind die wichtigsten

Komponenten eines generationsgerechten und barrierefeien

Wohnkonzepts.

Werterhalt, Wohnkomfort und Energieersparnis sind entscheidende Argumente für

Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen.

Wohnkomfort und Lebensqualität bis ins hohe Alter

Wer so lange wie möglich in seiner vertrauten Wohnung leben möchte,

kommt gar nicht umhin, sie möglichst barrierefrei und komfortabel umzurüsten.

Vorausschauende Planung und Variabilität sind die wichtigsten

Komponenten eines generationengerechten Wohnkonzeptes, das intelligente,

vernetzte Elektrotechnik ebenso umfasst wie das perfekt durchdachte

Komfortbad oder die optimal geplante Komfortküche.

Tipp: Der „Tag des Bades“ am 15. September 2012 ist für das Fachhandwerk

ein ideales Forum, um rund um das Thema „Komfortbad“ zu informieren.

„Das diesjährige Konzept stellt sich konsequent der in Zukunft

vielleicht wichtigsten Branchenaufgabe überhaupt: der eindeutigen

Differenzierung gegenüber preisaggressiven Wettbewerbern wie Online-

Shops“, sagt Andreas Dornbracht, Vorsitzender der Vereinigung Deutsche

Sanitärwirtschaft (VDS). Weitere Informationen und Aktionsmittel stellt

die VDS unter www.sanitaerwirtschaft.de zur Verfügung.

Bei der Badplanung kann das Handwerk auf vielfältige Planungshilfen der

Handwerksorganisation zurückgreifen. So bietet der ZVSHK beispielsweise

den rund 30.000 Mitgliedsunternehmen der SHK­Organisation ein Startpaket

für das Geschäftsfeld „Barrierefreies Bad und WC“, das aus einem

Produktkatalog und einem Planungsleitfaden besteht. In Vorbereitung ist

eine Schulungsmaßnahme, die den SHK­Handwerkern neben der sach­

und fachgerechten Planung und Installation von barrierefreien Bädern

auch medizinische Fachkenntnisse vermitteln soll. Ziel ist es, die dazu

erforderlichen Schulungsinhalte festzulegen und eine bundesweite Einheitlichkeit

zu erreichen, die den Handwerkern für Maßnahmen zur alten­

und behindertengerechten Wohnraumanpassung im Bad und WC

(Montage­ und Instandhaltungsleistungen etc.) eine Kostenübernahme

bzw. Bezuschussung durch die Krankenkassen sichert. Der Förder kredit

„Altersgerecht umbauen“ der KfW­Bank erleichtert Handwerks kunden

die Realisierung ihrer Vorhaben.

30 KH Aktuell // Nr. 114 //2/2012

Fotos: uomo/photocase.com, erwo1/clipdealer.com


Irgendwas mit Medien…

… passiert in diesem Haus immer.

Corporate Publishing: Kunden- & Mitarbeitermagazine

PR: Kampagnen, Events, Presse- & Öffentlichkeitsarbeit

Online: Websites, Newsletter, Social Media

Print: Bücher, Zeitschriften, Broschüren

Produktion: Grafik, Layout, Satz & Litho

Agentur für Public Relations

print · web · crossmedia


Unter uns

Medaillenregen für die heimischen Fleischer

Bei den Olympischen Spielen wäre

Heinrich Thelen der Superstar:

Mit 13 Gold- und fünf Silbermedaillen

kehrte der Obermeister der Fleischer-

Innung Gelsenkirchen-Buer aus der

Fleischerschule Essen zurück.

Neue Mitglieder

Friseur-Innung Bottrop

Regina Ammerschuber

Kirchhellener Str. 7, 46236 Bottrop

Innung für das Kraftfahrzeuggewerbe Bottrop

Tobias Hoth

Brünerstr. 32, 46240 Bottrop

Tartarini GmbH

Industriestr. 42, 46240 Bottrop

Innung für Sanitär-/Heizungs- und Klimatechnik

Bottrop/Gladbeck

Elmer GmbH & co.KG

Industriestr. 44, 46240 Bottrop

Mark und Stefan Keller

Lehmschlenke 102, 46244 Bottrop

Dort hatten sich 326 Fachbetriebe aus dem

gesamten Bundesgebiet dem jährlichen

Qualitätswettbewerb gestellt. Über das hervorragende

Ergebnis freut sich der Obermeister,

der seine Fleisch­ und Wurstwaren

in seinem Betrieb in Gelsenkirchen­Erle herstellt.

Für ihn ist die Prüfung auch eine unabhängige

Qualitäts­ und Standortbestimmung.

Ralf conrad

Rotthardt 9, 46238 Bottrop

omar Hassan

Horster Str. 127, 46236 Bottrop

Werner Bittner

Fortkamp 8, 46238 Bottrop

Nico Sauer

Scheideweg 116, 45966 Gladbeck

Mario Pflaum

Röttgersbank 5, 46238 Bottrop

oliver Steffen

Ringeldorfer Str. 118, 45968 Gladbeck

Reiner Guzy

Brabusallee 40, 46240 Bottrop

Heribert Gandlau

Köhlerstr. 41, 46244 Bottrop

Dieter Hombergen

Birkenstr. 94, 46242 Bottrop

Heinrich Thelen (Mitte) stellt

mit seinen Mitarbeitern

prämiierte Wurstwaren her.

Doch nicht nur der Obermeister heimste

Medaillen ein, auch weitere Innungsbetriebe

wurden gleich mehrfach ausgezeichnet:

Matthias Tiemann (Inhaber der Firma

L. Bellendorf), Ralf Honsel, Bahr Catering,

Wilhelm Horstmann, Ebben & Ebben,

Ridderskamp & Hahn, Pütz u. Zimmermann

sowie Alfred Zurhausen.

Tischler-Innung

Bottrop/Gladbeck/Gelsenkirchen

Bernhard Hein

Krusestr. 40, 46238 Bottrop

Dachdecker-Innung Gelsenkirchen

Benedikt Grumpe

Küppersbuschstr. 59, 45883 Gelsenkirchen

Friseur-Innung Gelsenkirchen

Angela Berger

Hagenstr. 39, 45894 Gelsenkirchen,

Reiner Steinbrock

Polsumer Str. 83, 5896 Gelsenkirchen

Gebäudereiniger-Innung

Siebe Gebäudereinigung oHG

Burghof 16, 46244 Bottrop, ab 01.03.2012

Innung f. Sanitär-u. Heizungstechnik

Gelsenkirchen

Yilmaz Özdemir

Wilhelnbruchstr. 24, 45888 Gelsenkirchen

32 KH Aktuell // Nr. 114 //2/2012

Fotos: Gerd Kaemper,


Gleich zwei

Goldene Meisterbriefe

Gleich zwei Goldene Meisterbriefe konnte Heinrich

Thelen, Obermeister der Fleischerinnung Gelsenkirchen-

Buer, während der Versammlung im Schlachthof überreichen:

Willy Ridderskamp und Ferdinand Pütz

wurden ausgezeichnet.

Willy Ridderskamp (74), gebürtiger Bueraner, absolvierte

seine Ausbildung im elterlichen Betrieb auf

der Hochstraße, den er 1967 übernahm. Nach der

Lehre sammelte Ridderskamp Erfahrungen in Kanada und

legte 1962 die Meisterprüfung in Frankfurt ab. 1975 gründete

er mit W. Hahn die Firma R+H. 1999 übernahmen die Söhne

die Firma R+H; 2009 wurde auch das elterliche Geschäft auf

der Hochstraße der Firma R+H übertragen.

Willy Ridderskamp hat sich immer ehrenamtlich für die

Belange des Handwerks engagiert; er gehört seit 1970 (mit

Unterbrechung von 1981 bis 1986) dem Vorstand der

Fleischer­Innung GE­Buer­Dorsten an. Bis heute ist er für

die Feste der Innung zuständig. Im Jahr 2003 erhielt er das

Bundesverdienstkreuz.

Ferdinand Pütz (74) lernte sein Handwerk im Betrieb der

Großeltern und legte 1962 die Meisterprüfung in Dortmund

ab. 1966 eröffnete er seine eigene, moderne Fleischerei an der

Feldmarkstraße, die er 2008 an die Kinder Christian und

Susanne sowie seinem Schwiegersohn Ingo übergab.

Auch Ingo Pütz engagierte sich in der Innung, war Lehrlingswart,

gehörte dem Prüfungsausschuss an, war Beisitzer bei

der Meisterprüfungskommission und war 28 Jahre Vorstandsmitglied

der Fleischerinnung. Außerdem engagierte er sich im

Aufsichtsrat des Fleischereinkaufs Gelsenkirchen.

Unter uns

33

Obermeister Heinrich Thelen

überreicht Willy Ridderskamp (l.)

und Ferdinand Pütz die Goldenen

Meisterbriefe.


Am Handwerk schätze ich …

die Bereitschaft, Verantwortung für das eigene

Handeln und die Gesellschaft zu übernehmen.

Meinen Beruf liebe ich …

weil ich gestalten kann.

Mein Traumberuf als Kind war …

Arzt zu werden.

Professor sollte man werden, weil …

man jungen Menschen den Einstieg in ihre

berufliche Entwicklung bereiten kann.

Hochschulpräsident sollte man werden …

wenn man einen Beitrag zur Weiterentwicklung

der Hochschule leisten will.

Meine Verwaltungsteam schätzt an mir …

vielleicht Humor, Bodenständigkeit und die

Bereitschaft eingefahrene Routinen zu verlassen.

Ich schätze an meinem Verwaltungsteam…

Engagement und Loyalität zu unserer Hochschule.

Ich gerate in Rage, wenn …

Menschen nur an sich denken.

Ich tanke auf, wenn ich…

bei meiner Familie bin.

In meiner Freizeit…

spiele ich Fußball.

Westfalen bedeutet für mich …

Wohlfühlen.

Zuletzt

Prof. Dr. Bernd Kriegesmann,

Jahrgang 1963, verheiratet, drei Kinder,

Sternzeichen: Zwilling.

Hobby: Fußball

22 Fragen an: Prof. Bernd Kriegesmann

Präsident der Westfälischen Hochschule

Urlaub mache ich am liebsten …

da, wo es tolle Landschaften und

interessante Städte gibt.

Auf eine einsame Insel muss mit …

meine Familie.

Mein größtes Laster ist …

mir nicht bekannt.

Drei Dinge, die ich am meisten hasse …

Verantwortungslosigkeit, Egoismus und

Unehrlichkeit.

Zwei Wünsche, die mir die Fee erfüllen soll …

sind Gesundheit für meine Familie und Erfolg

für unsere Hochschule.

Mein Lieblingsschriftsteller ist …

Dürrenmatt.

Im Theater/Kino/TV sehe ich am liebsten an …

alles, was mich unterhält.

Für einen Tag möchte ich in die Haut …

verkneife ich mir lieber.

Mein Vorbilder sind …

Menschen, die sich engagieren.

Mein Lebensmotto ist …

Leben und leben lassen.

Als Henkersmahlzeit lasse ich mir auftischen …

Currywurst von Dönninghaus.

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