Würdevolle Pflege von unheilbar kranken Menschen

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Würdevolle Pflege von unheilbar kranken Menschen

Pressemitteilung 2011-08

Würdevolle Pflege von unheilbar kranken Menschen

Alsfelder Kreiskrankenhaus lässt vier Pflegekräfte als Palliativ-Pflegekräfte ausbilden

VOGELSBERGKREIS (ak). „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen

mehr Leben zu geben“ – sagte einst die Begründerin der Hospizbewegung Cicely Saunders.

Diese Zielsetzung der Palliativpflege bzw. -medizin, unheilbar kranken Menschen ein würdevolles

Sterben zu ermöglichen und sie und ihre Angehörigen zu begleiten, stand im Mittelpunkt der

Weiterbildung der vier Krankenschwestern beziehungsweise Altenpflegerinnen Andrea Müller,

Sabrina Stumpf, Sylvia Urbancyk und Jasmin Götzk, die sie jetzt erfolgreich abgeschlossen

haben.

Aufgabe und Ziel der Palliativversorgung ist es, unheilbar erkrankten Menschen und ihren

Angehörigen Unterstützung anzubieten. Damit soll für die Betroffenen bestmögliche

Lebensqualität in der ihnen verbleibende Lebenszeit erreicht werden.

Palliativversorgung stellt die Linderung der Beschwerden in den Vordergrund. Ein wichtiger

Baustein ist die regelmäßige Symptomkontrolle mit einer zeitnahen Behandlung der

Beschwerden. Palliativversorgung integriert die psychischen, sozialen und spirituellen

Bedürfnisse der Patienten und bietet ein Netz der Unterstützung an.

Die vier Pflegekräfte aus den Bereichen Kreiskrankenhaus Alsfeld, Sozialstation Alsfeld/Romrod

sowie aus der Amandus-Kurzzeitpflege wissen aufgrund ihrer täglichen Arbeit, wie wichtig es ist,

in der Pflege von unheilbar erkrankten Menschen über das erforderliche Fachwissen und

Kompetenzen zu verfügen.

„Die Pflege und Betreuung Schwerstkranker und sterbender Menschen ist eine große

Herausforderung für alle Beteiligten “, weiß Barbara Zieke, Pflegedienstleitung im Alsfelder

Kreiskrankenhaus. Deshalb haben sie und Manfred Steuernagel (Leiter der Sozialstation

Alsfeld/Romrod und der Amandus Kurzzeitpflege) den Mitarbeiterinnen die Möglichkeit gegeben,

an einer Weiterbildung zur Palliativpflegekraft teilzunehmen.

Der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Bodo Assmus ist dankbar, dass sich die Mitarbeiter

bereit erklärt hatten, diese zusätzlichen Belastungen auf sich zu nehmen. Denn: „Durch die sich

veränderte Alterspyramide werden immer mehr Fachkräfte benötigt, die diese Aufgabe motiviert

und engagiert übernehmen.“

Im ersten Halbjahr 2011 nahmen die vier Pflegefachkräfte im Kreiskrankenhaus Hersfeld an fünf

Wochenseminaren teil, in denen unter anderem folgende Themen vermittelt wurden:

Symptomkontrolle, Schmerztherapie, Umgang mit Sterben, Tod und Trauer, Stressbewältigung in

der Pflege, Psychosoziale und ethische Aspekte in der Pflege sowie Angehörigenarbeit.

Kreiskrankenhaus des

Vogelsbergkreises in Alsfeld GmbH

Schwabenröder Straße 81

36304 Alsfeld

Schwabenröder Str. 81 info@kreiskrankenhaus-alsfeld.de Aufsichtsratsvorsitzender Bankverbindung

36304 Alsfeld www.kreiskrankenhaus-alsfeld.de Rudolf Marx, Landrat Sparkasse Oberhessen

Kto.-Nr. 03 05 00 51 42 (BLZ 518 500 79)

Telefon 06631/98-0 Geschäftsführer Bodo Assmus Amtsgericht Gießen IBAN: DE 26 5185 0079 030 5005142

Telefon 06631/98-1118 Dipl.-Betriebswirt (BA) HRB 5326 SWIFT-BIC: HELADEF 1 FRI


Die Abschlussprüfung absolvierten die Mitarbeiter des Hauses souverän, so dass sie ab sofort als

Palliativpflegekräfte dem Krankenhaus, der Sozialstation Alsfeld/Romrod sowie der Kurzzeitpflege

im Kreiskrankenhaus zur Verfügung stehen. Auch werden sie im Palliativnetz Waldhessen

(Bereich Alsfeld) an der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) teilnehmen und

damit das bereits bestehende Team verstärken.

„Ich bin froh, dass sich immer wieder Krankenschwestern und -pfleger von uns bereit erklären,

diese Weiterbildung zu machen“, erklärt Manfred Steuernagel. „Wir benötigen immer mehr

Fachkräfte, die bereit sind, schwerstkranke Menschen zu begleiten, sie zu betreuen und zu

versorgen und deren Angehörigen zu unterstützen.“

BU: Pflegedienstleiterin Barbara Zieke, Geschäftsführer Bodo Assmus, Birgit Schmidt

(Koordinatorin Palliativ und Hospiz) und Manfred Steuernagel (Leiter Sozialstation

Alsfeld/Romrod) gratulieren Sylvia Urbancyk (Kurzzeitpflege), Jasmin Götzke (Krankenhaus),

Andrea Müller und Sabrina Stumpf (Sozialstation) zur erfolgreichen Weiterbildung.

Text: Anja Kierblewski, mArliK – büro für kommunikation & design, Alsfeld

Foto: Jürgen Bäuml

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