Naturstrom energiezukunft 03_2007

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Naturstrom energiezukunft 03_2007

DAS THEMA

KNAPPE RESSOURCEN

Das Ende von Erdöl, Erdgas & Co.

Im Jahr 2006 lag der weltweite Verbrauch an Primärenergie

bei 10.878 Mio. Tonnen (Rohöläquivalenz) und damit mehr

als 64 % über dem Wert des Jahres 1980. Gerade in den

letzten Jahren ist eine deutliche Steigerung zu beobachten

und Prognosen gehen davon aus, dass diese Entwicklung

weiter anhält. Wenn nicht – ja wenn nicht dieses Wachstum

an seine Grenzen stößt durch abnehmende Re s sourcen an

fossilen Energieträgern.

Betrachtet man die Situation heute, so fällt auf, dass der

Verbrauch weltweit sehr ungleich verteilt ist. Allein Nord -

amerika, Europa und die Russische Förderation verbrauchen

mehr als die Hälfte der Primärenergie. Der asiatisch-pazifische

Raum benötigt etwa ein Drittel. Energie hat augen -

scheinlich etwas mit Wohlstand zu tun: Der Nahe Osten

verbraucht mit 5,1 % mehr als der gesamte afrikanische

Kontinent (3 %) und auch mehr als Mittel- und Süd amerika

zusammen (4,9 %).

Noch größer werden die Unterschiede bei folgender Be -

trachtung: Die USA wenden für eine Einheit des erarbeiteten

Bruttoinlandsprodukts 30 % mehr Energie auf als Deutsch -

land. Pro Kopf benötigen die US-Amerikaner fast doppelt

so viel Energie wie die Deutschen. Würden alle Menschen

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ähnlich viel Energie nutzen wie in den USA, läge der Ge -

samt verbrauch sechsmal höher und die Erdölreserven wären

schon längst erschöpft.

Dass etwa 88 % des Weltenergieverbrauchs von Kohle, Öl

und Gas getragen werden, macht deutlich, wie abhängig

wir tatsächlich von endlichen Energiequellen sind.

Anteil der Regionen am Primärenergieverbrauch im Jahr 2006

Asien & Pazifik

33 %

Afrika

3 %

Mittlerer Osten

5 %

QUELLE: BP STATISTICAL REVIEW OF WORLD ENERGY 2007

Nordamerika

26 %

Europa &

Eurasien

28 %

Süd- &

Mittelamerika

5 %

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