Die Zeit wird knapp - Nehlsen AG

nehlsen

Die Zeit wird knapp - Nehlsen AG

informiert

Unternehmensmagazin der Nehlsen AG

> Koalition: Erwartungen an die neue Regierung

> Germanischer Lloyd: Engagierte Belegschaft, zertifiziertes System

> Photovoltaik – klimaneutrale Energie

April 2010 – elektronisches Abfallnachweisverfahren (eANV)

> Die Zeit wird knapp

06 Dezember

2009


15

08

23

10

06 Dezember

2009

RUBRIKEN

03 EDITORIAL

04 TITEL > eANV – Die Zeit wird knapp

07 QUALITÄT > Engagierte Belegschaft, zertifiziertes System

08 ALLGEMEIN > Erwartungen an die neue Regierung

DIENSTLEISTUNGEN

10 > Standbein sichere Schiffsmüllentsorgung

11 > Energie aus pastösen Abfällen

12 SOZIALE KOMPETENZ > Fit in drei Disziplinen

13 MITARBEITER > Ohne Weiterbildung keine Fahrerlaubnis

14 DIENSTLEISTUNGEN > Im Norden von Göttingen Sicherheit ausstrahlen

15 KLIMAWANDEL > Photovoltaik – klimaneutrale Energie

16 DIENSTLEISTUNGEN > „garten duo“ läuft gut an

16 UMWELTSCHUTZ > swb und Pro-Log: Kompetente Zusammenarbeit

17 GESETZE > Sicheres und sauberes Schadstoffzwischenlager

18 INNOVATION > Energie aus der Erde

18 IM FOKUS > Auf der grünen „Pirateninsel“ Spiekeroog

19 DIENSTLEISTUNGEN > Kanal voll?

20 AUSLAND > Erste Sonderabfallaufbereitungsanlage in Afrika

21 DIENSTLEISTUNGEN > Trotz Eisregen kein Verkehrschaos

22 METROPOLREGION > Cryogentechnik in der Metropolregion

23 AUSLAND > Afrikanische Aktivitäten

24 MITARBEITER > Dem Stromfresser an den Kragen

25 TECHNIK > ENO testete Hybridfahrzeug

25 MITARBEITER > Besuch des Bremer Bürgermeisters Böhrnsen

26 KURZMELDUNGEN

28 CARTOON

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Erwartungen an die

neue Regierung

Verehrte Kunden, Geschäftspartner und

Freunde des Hauses,

die ersten Entscheidungen der im Herbst

neu gewählten schwarz-gelben Koalition

wurden getroffen. Es ist üblich, die ersten

100 Tage abzuwarten, bis eine Meinung

über neue Personen oder Regierungen gefällt

wird. Konkrete Forderungen können

und müssen aber schon jetzt aufgestellt

werden. Lesen Sie bitte die Seiten 08 und

09 über die Themen Umsatzsteuerprivileg,

Mindestlohn, Lkw-Maut, Altpapierurteil

und vieles mehr.

Die ehemals florierende Wachstumsbranche

Abfall- und Ressourcenwirtschaft

wartet aber nicht nur auf Rahmenbedingungen

aus Berlin und Brüssel. Die Wirtschaft,

und mit ihr die Nehlsen-Gruppe,

haben aus Eigenverantwortung schon vieles

getan, um nicht im Sog der Weltwirtschaftskrise

unterzugehen.

In allen Bereichen der Nehlsen-Gruppe

wurden Budgets gekürzt, Projekte genau

unter die Lupe genommen und Überstunden

drastisch abgebaut. Der Personalbestand

wurde durch die Nichtverlängerung

von zeitlich befristeten Verträgen abgebaut.

Betriebsbedingte Kündigungen

wurden und werden voraussichtlich nicht

ausgesprochen. Nehlsen-Plump, Spezialist

für fach- und umweltgerechte Entsorgung

von gefährlichen Abfällen in Europa,

hatte in diesem Jahr für mehrere Monate

für exakt 244 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Kurzarbeit angemeldet. Die Arbeitszeit

wurde um 20 Prozent gekürzt.

Es ist wieder ein immer größer werdendes

Licht im dunklen Tunnel zu sehen. Dennoch

wird die Weltwirtschaftskrise auch

das Jahresergebnis von Nehlsen negativ

beeinflussen. Allein die Inputmengen in

vielen Anlagen der Nehlsen-Gruppe fehlen,

weil einfach weniger produziert und

damit auch weniger weggeworfen wurde.

Das gilt fast durchgängig für alle Standorte

und für fast alle Monate des Jahres

2009. Insgesamt verarbeiteten wir durchschnittlich

mehr als 20 Prozent weniger

Input als noch im Vorjahr.

Die Wirtschaftskrise hat zu weiteren

Veränderungen in der Nehlsen-Gruppe

geführt. Christoph Zeidler, Hans-Dieter

Wilcken, Jürgen Neumann, Lutz Siewek

und ich werden zukünftig gemeinsam die

Geschäftsführung der Nehlsen GmbH &

Co. KG übernehmen, um die vor uns liegenden

Aufgaben gemeinsam zu bewältigen.

Nach der Präsidentschaft beim Bundesverband

der Deutschen Entsorgungs-

wirtschaft widme ich mich also wieder

direkt dem operativen Geschäft.

>> EDITORIAL

Die letzten Monate waren schwer für

die Kollegen, den Betriebsrat und die

Führungsebene. Die Sekundärrohstoffpreise

purzelten genauso wie sämtliche

Börsen der Welt in ungeahnte Tiefen,

Abfallmengen sind drastisch zurückgegangen,

Island ist als erstes Land pleite.

Aber die Talsohle ist wohl erreicht. Es geht

mit leicht holprigen Schritten weiter. Die

Bundesregierung kann unterstützend

helfen, damit es nächstes Jahr wieder erfreulicher

wird. Aber es hilft nicht, sich

nur auf andere zu verlassen. Wir werden

kräftig mit anpacken.

Ein erfolgreiches und gesundes 2010

wünscht

Peter Hoffmeyer

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04

>> TITEL

Technisch für die Zukunft gerüstet: Friedhelm Drieling (l.) und Thomas Hennecke (r.) mit Signaturkarte und Kartenlesegerät.

eANV – Die Zeit wird knapp

Es ist wie beim Stichtag am 1. Juli 2005,

der Umsetzung der Technischen Anleitung

Siedlungsabfall. Ab diesem Datum

durften keine Abfälle mehr auf Deponien

abgelagert werden, die nicht vorher

behandelt wurden. Trotz 12-jähriger Übergangszeit

waren viele Abfallentsorger

nicht vorbereitet. Sie vergaßen einfach

diesen Termin oder gingen davon aus,

dass er noch kippt. Da lagen sie falsch

und sie mussten durch diese Nachlässigkeit

tief in die Tasche greifen, weil

Entsorgungskapazitäten in den Müllverbrennungsanlagen

– wenn überhaupt –

nur für überhöhte Preise zu bekommen

waren.

Ähnlich kann es ab April 2010 aussehen.

Dann ist die neue Form des elektronischen

Abfallnachweisverfahrens (eANV)

gültig, eine Ergänzung zum Kreislaufwirtschafts-

und Abfallgesetz. Neu ist

dann, dass Begleitscheine und Entsorgungsnachweise

für gefährliche Abfälle

nur noch elektronisch signiert, weiter-

gegeben und archiviert werden. Ein innovativer

Schritt des Gesetzgebers, auf den

sich Erzeuger, Beförderer und Entsorger

gefährlicher Abfälle allerdings gut vorbereiten

müssen. Und da wird jetzt vor

allem die Zeit knapp, denn je nach Abfallaufkommen

und Mitarbeiterstamm

dauern die Vorbereitungszeiten in aller

Regel mehrere Monate.

Nehlsen ist mit den neuen Prozessen und

Anforderungen vertraut und bietet innovative

Lösungen für alle Unternehmen

an, die Begleitscheine und Entsorgungsnachweise

für gefährliche Abfälle erstellen

und bearbeiten müssen. Nehlsen

hat sich auch des Themas eANV angenommen.

Das Unternehmen hat ein sehr

starkes Interesse daran, dass alles rund

läuft, denn das Bremer Familienunternehmen

entsorgt selbst tagtäglich gefährliche

Abfälle. Mit dem Partner NSUITE

hat das Unternehmen einen verlässlichen

Partner gefunden. In einem ersten Schritt

bietet Nehlsen diese Neuerungen nur für

die gefährlichen Abfälle an. Ab Mitte 2010

wird es auch die Möglichkeit geben, nicht

gefährliche Abfälle über NSUITE laufen

zu lassen, so dass Kunden ihre gesamten

Abfälle in nur ein System integrieren

können. Auch Kunden mit Sammelentsorgungsnachweisen

werden im nächsten

Jahr das System nutzen können. Bei

den Kosten ist Nehlsen unschlagbar

günstig. Kunden und Neukunden zahlen

für das eANV-Portal nichts.

|>| eNachweise, eBegleitscheine oder

eRegister – NSUITE und Nehlsen begleiten

Interessierte auf dem Weg zum „e“.

Nehlsen-eANV-Portal für 0 Euro sowie

kostenlose eANV-Software. Der direkte

Draht zu den Profis: Alle Fragen zum

Nachweisverfahren beantworten die

Nehlsen-Mitarbeiter unter der Hotline

0421 6266-5544.


Platzhalterbild

Friedhelm Drieling (Nehlsen) (l.) und Thomas Hennecke (Sandersfeld GmbH) (r.) sprechen u. a. über unabhängige Anbieter.

Nur noch wenige Wochen bis zum Start

des eANV. Nehlsen informiert sprach mit

Projektleiter Friedhelm Drieling (FD) und

Thomas Hennecke (TH) von Sandersfeld,

dem ersten Nutzer des Nehlsen-eANV-

Portals, u. a. über unabhängige Anbieter

und Bedienerfreundlichkeit.

Nehlsen beschäftigt sich seit Inkrafttreten

der Nachweisverordnung mit dem

Thema eANV. Was waren die Meilensteine

in den letzten Jahren?

FD: Von Anfang an arbeiten Nehlsen-

Mitarbeiter an dem Thema eANV. Sowohl

in der hauseigenen Arbeitsgruppe als

auch über den Arbeitskreis des BDE. Ein

Meilenstein war sicherlich der 14. Dezember

2007. An diesem Tag haben wir den

ersten elektronischen Begleitschein über

die so genannte Mini-ZKS (Zentrale

Koordinierungsstelle) versandt und am

28. August 2009 erfolgte der Versand

des ersten „echten“ Begleitscheins über

die ZKS.

Seit wann beschäftigen Sie sich mit dem

Thema eANV?

TH: Wir haben uns bereits frühzeitig informiert

und im Mai 2009 eine der ersten

Informationsveranstaltungen von Nehlsen

besucht, um aktuelle Informationen zu

erhalten.

Haben Sie noch weitere Informationsmöglichkeiten

angeboten?

FD: Wir haben neben Kundenveranstaltungen

in mehreren Städten in Deutschland

auch Artikel in unserer Kundenzeitschrift

veröffentlicht und stets aktuelle

Informationen auf unserer Homepage

bereitgestellt.

Warum haben Sie so frühzeitig reagiert?

TH: Wir wollten für das eANV rechtzeitig

gerüstet sein. Der Papier-Begleitschein

hat zum 01.04.2010 ausgedient und dann

wird der elektronische Begleitschein

eingeführt. Wir haben so früh getestet,

um Erfahrungen mit einem verlässlichen

Partner wie Nehlsen vor der offiziellen

Einführung sammeln zu können.

>> TITEL

Wie ist die Reaktion der anderen

Kunden?

FD: Wir sind mit den ersten Reaktionen

sehr zufrieden und bereiten uns nun auf

die verstärkten Anfragen im Januar vor.

Viele Kunden denken leider immer noch,

dass der Starttermin verschoben wird. An

dieser Stelle will ich meinen Satz aus den

aktuellen Beratungsgesprächen wiederholen:

„Der 01.04.2010 ist gesetzt und wer

zu spät kommt, wird mit längeren Lieferzeiten

bei der Hardwarebeschaffung

bestraft.“

Nehlsen ist Ihr Entsorger und Ihr Dienstleister

für das eANV. Warum haben Sie

sich nicht für eine unabhängige Lösung

entschieden?

TH: Das Angebot von Nehlsen war überzeugend

und vor allem sind wir trotz

alledem als Abfallerzeuger unabhängig.

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06

>> TITEL

Die Datenhaltung ist nicht im Hause

Nehlsen, sondern an einem neutralen Ort.

Das schafft Vertrauen. Darüber hinaus

versteht Nehlsen die operativen Abläufe

und ist selber auf eine funktionierende

Lösung angewiesen. Ein absoluter Vorteil

im Vergleich zu den anderen Anbietern.

Welche Lösungen bietet Nehlsen für

das elektronische Nachweiswesen an?

FD: Nehlsen bietet eine Hard- und

Softwarelösung – die Grundausstattung

für das Nachweiswesen. Unser Startpaket

für die elektronische Signatur beinhaltet

eine Einfachsignaturkarte und einen

Kartenleser der Klasse 3 für 149,90 ¤ zzgl.

MwSt. und Versand. In unserem NehlseneANV-Portal

ist der zweite Baustein, die

Softwarelösung, zu finden. Das Erstellen

und Signieren von Entsorgungsnachweisen

und Begleitscheinen ist möglich,

die Registerführung erfolgt automatisch

und alle Daten werden revisionssicher

archiviert. Darüber hinaus bieten wir eine

Hotline für alle Benutzer. Dieser Service

und das eANV-Portal sind für unsere

Kunden kostenlos.

Wie läuft das Nehlsen-eANV-Portal in Ihrem

Unternehmen und ist es einfach zu

bedienen?

TH: Wir sind sehr zufrieden. Die Benutzeroberfläche

ist logisch aufgebaut und

deshalb einfach zu verstehen. Unsere

|>| Das A–Z des eANV

Ausstattung: Für die Teilnahme am eANV wird

eine persönliche Signaturkarte, ein Kartenleser

und eine Softwarelösung, z. B. das NehlseneANV-Portal,

benötigt.

Kartenmanagement: Kommen viele Mitarbeiter

mit dem Thema eANV in Berührung

und müssen Begleitscheine signieren? Dann

ist der Aufbau eines Kartenmanagementsystems

sinnvoll. Das Nehlsen-eANV-Portal

bietet ab Dezember ein Kartenmanagementsystem

für Signaturkarten an.

Nehlsen-eANV-Portal: Ein webbasiertes und

günstiges Portal mit allen Funktionen zum

eANV. Neukunden mit einem 2-Jahres-vertrag

und aktive* Nehlsen-Kunden erhalten das

Thomas Hennecke (D. Sandersfeld GmbH & Co. KG) und Friedhelm Drieling (Nehlsen) im Gespräch.

Registrierung über Nehlsen/NSUITE bei

der ZKS hat einwandfrei und reibungslos

funktioniert. Wir haben am 28.08.2009

gemeinsam mit Nehlsen und dem Bremer

Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und

Europa den ersten offiziellen Begleitschein

über die ZKS erfolgreich abgewickelt.

Was sind die häufigsten Kundenfragen in

den aktuellen Beratungsgesprächen?

DF: Die häufigsten Fragen werden uns

zum Thema Datenschutz, Lösungen für

Baustellen und zum Erwerb der Produkte

gestellt. Das Thema Datenschutz hat

einen hohen Stellenwert für uns. Wir

gewährleisten den Kunden eine unabhängige,

gesetzeskonforme und revisionssichere

Archivierung der Kundendaten.

Die Datenhaltung ist nicht im

Hause Nehlsen, sondern an einem

Nehlsen-eANV-Portal kostenlos. (* Mindestens

eine Entsorgung gefährlicher Abfälle pro Jahr.)

Signatur: Begleitscheine und Entsorgungsnachweise

werden zukünftig elektronisch

signiert. Voraussetzung dafür sind Signaturkarte

und Kartenlesegerät. Nehlsen bietet ein

Startpaket für ¤ 149,90 zzgl. Versand und MwSt.

Das Paket beinhaltet eine Einfachsignaturkarte

und ein Kartenlesegerät.

Test: Nach Absprache mit Nehlsen und einer

erfolgten Registrierung bei der ZKS kann das

Nehlsen-eANV-Portal getestet werden.

ZKS: Bei der ZKS handelt es sich um eine

technische Infrastruktur für die Abwicklung

neutralen Ort und wir haben keinen

Zugriff auf diese Daten. Bei Baustellen

stellt sich immer wieder die Frage nach

dem Zeitpunkt und der Möglichkeit der

Signatur.

Unser Vorschlag: Entweder man löst es

über ein Ingenieurbüro vor Ort, das

rechtlich autorisiert werden kann zu

signieren, oder Nehlsen erstellt im Vorfeld

einen Begleitschein für den Kunden.

Nach § 19 NachwV vereinbaren Abfallerzeuger

und Beförderer eine zusätzliche

Vereinbarung, dass die Signatur spätestens

vor der Übergabe der Abfälle bei der

Entsorgungsanlage erfolgen wird.

Diedrich Sandersfeld GmbH & Co. KG:

Oberflächenspezialist mit über 50-jähriger

Firmengeschichte. Mehr unter

www.sandersfeld-oberflaechen.de

des Nachweisverfahrens. Die ZKS ist keine

Behörde, sondern eine Plattform, die einen

„länderübergreifenden und bundesweit

einheitlichen Datenaustausch“ gewährleistet.

Alle Teilnehmer des eANV müssen bei der ZKS

angemeldet sein. Als Service übernimmt

Nehlsen die Anmeldung gerne. Weitere Begriffe

finden Sie unter www.nehlsen.com in der

Rubrik „Elektronischer Abfallnachweis“.

Der Erwerb aller Produkte

ist in dem Nehlsen-Onlineshop

möglich. Unter www.nehlsen.com

können Signaturkarten, Kartenleser

und die Nehlsen-eANV-Portal-Lösung

bestellt werden.


ISO 9001

Engagierte Belegschaft, zertifiziertes System

Ein Unternehmen, das sich ständig entwickelt

und sich den Herausforderungen

des Marktes stellt, benötigt stabile und

belastbare innere Strukturen. Integrierte

Managementsysteme können ein wichtiger

Baustein für die Schaffung dieser

Strukturen sein und lassen trotzdem Freiraum

für die nötige Flexibilität und Dezentralisierung.

Die Einführung des integrierten

Managementsystems ermöglicht,

Synergien zu ermitteln und Ressourcen

zu bündeln.

Nehlsen hat sich dazu entschlossen, diese

Herausforderung anzunehmen und ein integriertes

Managementsystem bei Nehlsen

GmbH & Co. KG, RNO Reinigungs- und

Entsorgungsservice Nord GmbH, ENO Entsorgung

Nord GmbH und KNO Kompostierung

Nord GmbH eingeführt.

Alle Standorte sind in diesem Jahr zum

ersten Mal nach der Entsorgungsfachbetriebeverordnung,

ISO 9001:2008 (Qualität)

GLC

CERTIFIED ISO 14001

Der Germanische Lloyd bescheinigt Nehlsen engagierte Mitarbeiter und ein funktionierendes System.

und ISO 14001:2004 (Umwelt) auditiert

und zertifiziert worden. Die Auditierung

wurde durch den Germanischen Lloyd in

der Zeit vom 14. September bis 16. Oktober

2009 durchgeführt. Mit zwei Auditoren

sind insgesamt 58 Audits an allen

Standorten der Nehlsen GmbH & Co. KG

sowie der RNO, KNO und ENO durchgeführt

worden.

Der Erfolg war umfassend: Der Germanische

Lloyd bescheinigt Nehlsen engagierte

Mitarbeiter und ein gut funktionierendes

System. Die Ergebnisse der Audits

liefern Nehlsen wertvolle Hinweise zur Erhöhung

der Qualität und ermöglichen die

kontinuierliche Verbesserung der Abläufe.

Kathrin Klein, Beauftragte für das integrierte

Management bei ENO, KNO und

RNO: „Über vier Wochen habe ich einen

Auditor über die Hälfte der Standorte begleitet.

Es war eine sehr spannende und

vor allem lehrreiche Zeit. Die Ergebnisse

>> QUALITÄT

sprechen für uns und für die bei uns arbeitenden

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Unsere gute Leistung wird durch den Erhalt

des Zertifikates bestätigt.“

Kathrin Klein und Joachim Groß freuen sich über

die guten Ergebnisse.

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08

>> ALLGEMEIN

Hohe Erwartungen an die neue schwarz-gelbe Regierung.

Erwartungen an die neue Regierung

Die Finanzmarktkrise wurde zur Wirtschaftskrise.

Nach vielen Monaten mit

desaströsen Preisen für Sekundärrohstoffe

und immer geringer werdenden Abfallmengen

ist so langsam das Ende der Krise

in Sicht. Dieses zarte Pflänzchen benötigt

aber viel Sonne und Wasser, damit es

nicht wieder eingeht. Die neue schwarzgelbe

Regierung kann wichtige Rahmenbedingungen

auf den Weg bringen.

Fairer Mindestlohn

Die Verhandlungspartner der Arbeitgeberverbände

Bundesverband der Deutschen

Entsorgungswirtschaft (BDE) und der Vereinigung

der kommunalen Arbeitgeberverbände

(VKA) sowie der Gewerkschaft

ver.di haben sich schon vor längerer Zeit

auf 8,02 Euro pro Stunde geeinigt. Die erforderliche

Zustimmung des Tarifausschusses

steht allerdings noch aus.

Bei Nehlsen erhalten alle Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter den Mindestlohn.

Auch aus diesem Grund unterstützt

Nehlsen die Forderung nach einem Mindestlohn,

der allgemeingültig für die Entsorgungs-

bzw. Recyclingbranche gilt.

Ein verbindlich geltender Mindestlohn

hat viele Vorteile. Die in Vollzeit tätigen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten

für ihre anstrengende Arbeit einen

Lohn, mit dem sie – in aller Regel – ohne

weitere staatliche Unterstützung über die

Runden kommen. Gleichzeitig erlangen

Betriebe, die keinen Mindestlohn zahlen,

keine ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteile.

Forderung: Schnelle Einführung des ausgehandelten

Mindestlohns!

Pflicht zur Überlassung verwertbarer

Abfälle an die Kommunen

Mit dem so genannten Altpapier-Urteil

des Bundesverwaltungsgerichts vom

18.06.2009 hat erstmals ein Bundesgericht

den Kommunen den Erstzugriff auf verwertbare

und getrennt gesammelte Abfäl-

le zugestanden. Dieses Urteil ist ein grober

Verstoß gegen europäisches Recht.

Bei der anstehenden Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie

in nationales Recht

muss der europäische Rechtsrahmen

strikt berücksichtigt werden. Es gibt keinerlei

Rechtfertigung, die Andienungspflicht

der Kommunen über den gemischten

Restmüll hinaus zu erweitern.

Forderung: Die Pflicht der Überlassung

verwertbarer Abfälle an die Kommunen

muss zurückgenommen werden.

Sie verstößt gleich mehrfach gegen geltendes

europäisches Recht. Zeitnah

müssen die Bundesregierung und die EU-

Kommission politische Rahmenbedingungen

zur Erreichung des strategischen

Ziels der Ressourcensicherung fällen.

Gleichbehandlung bei der Umsatzsteuer

Der Europäische Gerichtshof hat am 8. Juni

2006 (EuGH C-430/04) entschieden, dass

ein privater Wettbewerber sich unmittelbar

auf Gemeinschaftsrecht berufen


Das so genannte Altpapier-Urteil ist ein grober Verstoß gegen europäisches Recht.

kann, um gerichtlich die Umsatzbesteuerung

des öffentlichen Unternehmens

durchzusetzen. Ein Urteil des Bundesfinanzhofs

vom 18. September 2007 gab

Anlass, die Regelungen zur steuerlichen

Behandlung der gemeinnützigen und

öffentlich-rechtlichen Körperschaften zu

prüfen.

Eine richtige Entscheidung, denn im Bereich

der Entsorgungswirtschaft stehen

private Unternehmen in einem ungleichen

Wettbewerb gegenüber wirtschaftlichen

Aktivitäten der Kommune. Derzeit

zahlen Unternehmen der Kommunen keine

Mehrwertsteuer, private Firmen hingegen

19 Prozent.

Die Befürchtung von kommunalen Interessenverbänden,

dass die Müllgebühren

steigen, ist nicht nachvollziehbar. In mehr

als 65 Prozent aller deutschen Städte und

Gemeinden erledigen private Unternehmen

die Entsorgungsdienstleistungen. Die

Müllgebühren dort brauchen trotz Mehr-

wertsteuerbelastung den Vergleich mit

kommunalen Betrieben nicht zu scheuen.

Forderung: Die faktische Steuerbefreiung

für die staatliche Abwasser- und Abfallwirtschaft

muss wegfallen.

Lkw-Maut

Die Bundesregierung hatte Anfang des

Jahres eine Mauthöheverordnung beschlossen.

Damit wurde z. B. für die Schadstoffklasse

3 die Lkw-Maut von bislang

12 Cent/km auf 19 Cent/km erhöht. Ab

Januar 2011 soll ein Mautsatz von 21

Cent/km gelten. Mehr als 10.000 Fahrzeuge

der deutschen Abfallwirtschaft sind betroffen.

Berechnungen ergeben einen

durchschnitt-lichen Mehrkostenaufwand

pro Fahrzeug von mindestens 1.000 Euro

im Jahr. Diese zusätzlichen Ausgaben können

von vielen mittelständischen und

kleinen Unternehmen nicht mehr getragen

werden.

Forderung: Lkw-Maut zurücknehmen!

|>| Weitere Forderungen

• Nutzlast erhöhen

• Vergabefreie interkommunale

Zusammenarbeit stoppen

>> ALLGEMEIN

• Europaweite Festschreibung der hohen

deutschen Standards

• Deponien schließen

• Neue Technologien unterstützen

(z. B. Nutzung der Bremsenergie)

• Entleerung / Reinigung in verkehrsarmen

Zeiten

• Ausschreibungen enthalten Pflicht zur

Energieeinsparung

• Verminderung der Lärmemission

• Errichtung von Rohstoffdepots wie

Öl- und Goldreserven


DIENSTLEISTUNGEN

Eine Stunde nach Ankunft eines Schiffes müssen die Abfallbehälter vor dem Schiff stehen.

Standbein sichere Schiffsmüllentsorgung

10 Schiffe werden nicht nur „gelöscht“, sie

müssen auch ihren Abfall sicher entsorgen.

In Bremerhaven sind genau neun Mitarbeiter

der Nehlsen GmbH & Co. KG – Betriebsstätte

Bremerhaven – dafür zuständig.

Auftraggeber ist die bremenports

GmbH & Co. KG. Dabei fallen an Bord nicht

nur Rest- und Speiseabfälle, sondern auch

Schadstoffabfälle und Ladungsrückstände

wie defekte Europaletten an. 365 Tage

im Jahr sind die Kollegen im Schichtbetrieb

rund um die Uhr erreichbar.

Der Fahrer erhält zu Arbeitsbeginn seinen

Tagesplan. Sämtliche Ankunfts- und Abfahrtzeiten

der Schiffe sind darauf notiert.

Diese werden allerdings im Internet,

das dem Mitarbeiter zur Verfügung steht,

regelmäßig aktualisiert. Das ist notwendig,

denn nicht immer können die angekündigten

Zeiten von den Kapitänen eingehalten

werden. Eine Stunde nach Ankunft

eines Schiffes müssen die Müllgefäßbehälter

– oder kurz MGB – vor dem

Schiff stehen. Das Tonnenvolumen richtet

sich nach der Schiffsgröße. Die Besatzung

füllt dann die während der Fahrt gefüllten

Säcke in die MGB und der Fahrer nimmt

diese dann mit dem Kranwagen auf und

kippt die vollen Behälter in eine eigens

dafür vorgesehene Müllpresse.

Schon seit über 20 Jahren ist Nehlsen die

Nr. 1 in der Abfallentsorgung in den Häfen

von Bremerhaven und Bremen. 2008 entsorgten

die Nehlsen-Kollegen in Bremerhaven

450 t Müll von fast 6.200 Schiffen.

Auch im freien Geschäft mit der Sonderabfallentsorgung

ist Nehlsen führend in Bremerhaven.

Batterien, ölverschmutzte

Putzlappen oder Leuchtstoffröhren werden

eingesammelt und in speziellen

Behältern im nahe gelegenen Zwischenlager

sicher verwahrt. Nehlsen-Plump holt

die Abfälle regelmäßig ab. Allein 180 t ölhaltige

Sonderabfälle kamen im letzten Jahr

zusammen.

Ein drittes Standbein für die neunköpfige

Truppe ist das Geschäft mit den Ladungsrückständen.

Das sind z. B. defekte Europaletten,

Holzrückstände oder Folien.

Rund 800 t wurden 2008 von den Fahrern

entsorgt, die gut Englisch sprechen

müssen. Das ist bei den vielen ausländischen

Matrosen sehr wichtig. Betriebsstättenleiter

Gerd Kuhn: „So kann er in einem

persönlichen Gespräch schnell erfahren,

ob nur die obligatorischen Tonnen für

die Rest- und Speiseabfälle notwendig

sind oder ob weitere Abfälle entsorgt werden

sollen. So wie vor wenigen Monaten,

als ein Reeder von jetzt auf sofort alte Lacke

entsorgen wollte. Dabei handelte es

sich um insgesamt 2,5 t. Nach Inaugenscheinnahme

vor Ort und Beratung der

Entsorgungsmöglichkeiten war die Angelegenheit

geregelt.“ In den letzten Jahren

ist das Umweltbewusstsein bei den Reedereien

erheblich gestiegen. Es wird an

Müllkonzepten gearbeitet. Gerd Kuhn:

„Mit der großen Reederei Wallenius haben

wir gemeinsam ein Konzept ausgearbeitet.

Das sieht vor, dass schon auf dem

Schiff getrennt gesammelt wird, damit die

Wertstoffe wie Pappen und Folien zukünftig

sortenrein wieder als Rohstoff in den

Kreislauf gelangen können. Wenn die Preise

für die Sekundärrohstoffe wieder steigen,

könnte das Konzept schnell realisiert

werden.“


Mit einer neuen Anlage in der Louis-Krages-Straße setzt Nehlsen-Plump die Tradition der Innovationen fort.

Energie aus pastösen Abfällen

Die Entsorgungswirtschaft ist zur Ressourcenwirtschaft

geworden. Vor vielen

Jahren gab es in Deutschland vorwiegend

Deponien und Müllverbrennungsanlagen.

Jetzt wird aus dem Müll geholt, was im

Müll steckt, und die Deponien gehören

der Vergangenheit an. Nehlsen hat mit

vielen Innovationen daran mitgearbeitet,

dass Abfall nicht nur deponiert wird, sondern

wieder Verwendung findet. Geschäftsführer

Jürgen Neumann, Nehlsen

GmbH & Co. KG: „Gerade in Nischen oder

für mittelständische Unternehmen haben

wir interessante Angebote. Unsere in ihrer

Art einzigartige Cryogenanlage macht

z. B. aus schad-stoffbelasteten Verpackungen

wieder ein begehrtes Produkt. Hier

zahlt sich aus, dass wir nach Anfangsschwierigkeiten

einen langen Atem hatten.“

Nehlsen-Plump hat sich bei den besonders

überwachungsbedürftigen Abfällen

– oder im neuen Jargon „gefährliche Abfälle“–

durch innovative Anlagentechnik

in der Branche einen Namen geschaffen.

Die stoffliche Verwertung führt zur Rückführung

von Rohstoffen in den Produktionskreislauf.

Als Ersatz für fossile Brennstoffe

tragen die so genannten Sekundärrohstoffe

zur Senkung des CO2-Ausstoßes

und zur Verbesserung der Ökobilanz bei.

Mit einer neuen Anlage in der Louis-

Krages-Straße setzt Nehlsen-Plump die

Tradition der Innovationen fort. Das Verarbeitungsvolumen

der Anlage beträgt

8,5 t/h bei einem Investitionsvolumen von

1,6 Millionen Euro. Die neu errichtete Anlage

gewinnt aus festen und pastösen organischen

Abfällen durch Zerkleinerung,

Mischung (Homogenisierung), Sortierung

und unter Zumischung von Zuschlagsstoffen

Ersatzbrennstoffe für die energetische

Verwertung. Die komplette Anlage

ist mit einem hohen Sicherheitsstandard

ausgestattet, der das System vor Schäden

durch Brand und Explosion schützen soll.

Die Trommelsiebmaschine, deren Trommelkörper

aus einer stabilen Rahmenkonstruktion

besteht, ist mit auswechselba-

>> DIENSTLEISTUNGEN

ren Siebbelägen bestückt. Die Siebbeläge

haben eine Lochung von 25 mm. Unterhalb

der Siebmaschine befindet sich ein

Trog, der das ausgesiebte Material über

einen Trommelmagnet und einer Förderschnecke

in die so genannte Box 11 transportiert.

Von hier aus geht das Endprodukt

zur weiteren Verwertung z. B. in

Zementwerke.

Das restliche Material wird am Ende der

Siebtrommel über ein Förderband und

einen Magnetabscheider einem weiteren

Trennungsprozess unterzogen. Metall

wird aus dem zurzeit nicht weiter verwertbaren

Materialstrom herausgezogen.

Das Metall wird ebenfalls der Weiterverwertung

zugeführt. Das restliche

Material wird über verschiedene Transportsysteme

in die Box 12 des Zwischenlagers

transportiert, um es der Beseitigung

zuzuführen. Die Anlage wird Anfang

nächsten Jahres ihren Vollbetrieb aufnehmen.

11


12

>> SOZIALE KOMPETENZ

Insgesamt 270 Frauen und Männer schwammen beim 1. Nehlsen-Triathlon im Grambker Sportparksee.

Fit in drei Disziplinen

Der 1. Nehlsen-Triathlon am Grambker

Sportparksee in Bremen im Sommer dieses

Jahres ist bei vielen Teilnehmer/innen

und Zuschauer/innen noch in bester Erinnerung.

Nicht nur die Organisatoren

(Nehlsen, Bremer Triathlonverband und

die LG Bremen-Nord) waren hocherfreut

über den Ablauf, das Wetter und die zahlreichen

Aktiven – 170 Jedermänner, 70

„Profis“ sowie 30 Staffeln. „Premiere

macht Lust auf mehr“ war am nächsten

Tag in der Tageszeitung zu lesen und noch

am gleichen Tag fanden viele Triathleten

nach dem Triathlon lobende Worte vor

Ort oder in Kommentaren auf der Homepage.

Zum guten Gelingen trug auch Clemens

Sonka (Bremer Bühnenhaus) bei, der

bei Planung und Durchführung entscheidende

Akzente setzte und Leistungen von

der EVG elko Veranstaltungs- und Gebäudeservice

in Anspruch nahm.

Viele haben den inneren Schweinehund

überwunden und sind zum ersten Mal bei

einem Triathlon gestartet, nachdem sie

www.nehlsen-triathlon.de

sich in den Wochen vor der Veranstaltung

gut vorbereitet hatten. Für viele musste

es auch nicht gleich die gesamte Distanz

sein – ebenso viel Spaß machte die Teilnahme

bei der Staffel. Da wird sich der Triathlon

geteilt.

Um 9:30 Uhr sprinteten die ersten Triathleten

des Jedermann-Wettbewerbs nach

dem Startschuss in den Grambker Sportparksee,

um die 500-Meter-Strecke zu absolvieren.

Insgesamt 170 Jedermänner

und Frauen schwammen im wohltemperierten

See um eine Boje, liefen aus dem

Wasser in die Wechselzone und schnappten

sich ihre Fahrräder um die 20-km-

Fahrraddistanz bis zur „Moorlosen

Kirche“ und wieder zurück zu bewältigen.

Nach dem abschließenden 5-km-Lauf bekam

jeder ein Finisherpräsent, ein extra

für diesen Wettbewerb produziertes

„Triathlonbrot“.

Um 9:40 Uhr startete der Staffeltriathlon

und um 10:30 Uhr der Sprinttriathlon. Alle

drei Wettbewerbe liefen (fast) reibungslos.

Viele Schaulustige freuten sich über

die gezeigten Leistungen. Ein bekannter

Bremer Radiomoderator, ebenfalls Triathlet,

kommentierte den Triathlon kurzweilig

und fachmännisch.

Der erfolgreiche Einstand soll im nächsten

Jahr noch getoppt werden. Es gibt

schon viele neue Überlegungen, wie z. B.

die Einbindung der Metropolregion Bremen/Niedersachsen,

Ausweitung der

Möglichkeiten vor Ort oder auch die Ausweitung

des Trainingsangebotes.

Mitorganisator Michael Drost von Nehlsen:

„Ein Einstand nach Maß und die Messlatte

ist schon hoch. Aber die 330 Teilnehmer

sollen nur ein Anfang sein. Über kurz oder

lang knacken wir zunächst die 500er-Grenze.

Der Termin für den nächsten Nehlsen-

Triathlon steht auch schon fest: Sonntag,

8. August 2010.“


Interne Weiterbildungsmaßnahmen bei Nehlsen.

Ohne Weiterbildung keine Fahrerlaubnis

Die Berufskraftfahrer müssen sich weiterbilden,

so will es der Gesetzgeber. Mit dem

neuen Berufskraftfahrer-Qualifikations-

Gesetz (BKrFQG) und der dazugehörigen

Verordnung verpflichten sich alle Berufskraftfahrer

(LKW/Bus), alle fünf Jahre eine

35-stündige Weiterbildung nachzuweisen.

Diese Teilnahme müssen sie dann in den

Führerschein eintragen lassen. Wer das

im Jahr 2014 nicht belegen kann, erhält

keine Verlängerung seiner Fahrerlaubnis.

»Der Fahrer fährt eine bestimmte

Strecke ab. Wie und wann er schaltet, hat

Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch«

.

Mit Blick auf das Gesetz und speziell auf

den Bereich des wirtschaftlichen Fahrens

wird bei Nehlsen diese Weiterbildung

durchgeführt. 750 Fahrer sind es insgesamt.

„Das erfordert einiges an Organisation“,

sagt Hans-Jürgen Eilers, Bereichslei-

ter Betrieb bei der Niederlassung Karl

Nehlsen.

Die Maßnahme teilt sich in mehrere Module

auf, die von internen und externen

Fahrlehrern geschult werden. Es gibt

praktischen und auch theoretischen

Unterricht.

Ein wichtiger Grundsatz während der

gesamten Schulung ist wirtschaftliches

Fahren. „Beim ECO-Training wird beispielsweise

ein Verbrauchsmessgerät in

den LKW eingebaut“, erklärt Eilers. Der

Fahrer fährt eine bestimmte Strecke ab.

Hier kommt es darauf an, wie und wann er

schaltet. Das hat wiederum Einfluss auf

den Kraftstoffverbrauch.

Am Ende der Strecke werden die Daten

dann gemeinsam ausgewertet. Ausweichen

und Bremsen üben die Berufskraftfahrer

beim Fahrsicherheitstraining und

>> MITARBEITER

wie sie sich am Unfallort verhalten sollen.

Im theoretischen Teil geht es dann zum

Beispiel um neue Straßenschilder und die

Teilnehmer müssen sich mit neuen

Rechtsvorschriften auseinandersetzen.

Der Kraftfahrer ist darüber hinaus auch

Imageträger. Er repräsentiert das jeweilige

Unternehmen in der Öffentlichkeit.

Ganz so wie in der Fahrschule ist die Weiterbildung

dann aber auch wieder nicht.

„Es gibt keine Abschlussprüfungen“,

versichert Hans-Jürgen Eilers.

Sämtliche Module dieser Weiterbildung

nach § 5 Berufskraftfahrer-Qualifikations-

Gesetz (BKrFQG) sind übrigens unter

www.nehlsen.com nachzulesen.

13


4

>> DIENSTLEISTUNGEN

Wie ein richtiger Stadtteil: Die Universitätsmedizin in Göttingen.

Im Norden von Göttingen Sicherheit ausstrahlen

elko gründete mit einem starken Partner die Servicegesellschaft UMG Facilities GmbH

Unter dem gemeinsamen Dach Universitätsmedizin

Göttingen, kurz UMG, verbirgt

sich sowohl eine medizinische Fakultät

als auch ein Krankenhaus. Hier werden

Krankenversorgung, Lehre und Forschung

miteinander verbunden. „Die UMG ist wie

ein richtiger Stadtteil mit 71 Gebäuden. Es

gibt einen Campus, verschiedene Fakultäten,

ein Studenten- und Schwesternwohnheim

und ein Krankenhaus“, berichtet Daniel

von Grumbkow, Geschäftsführer der

elko Port Security & Service. Seit Juli 2008

übernimmt elko in der UMG Service- und

Sicherheitsdienstleistungen. Es wurde die

Servicegesellschaft UMG Facilities GmbH

gegründet.

Die UMG gehört einer Stiftung an und

suchte in einer europaweiten Ausschreibung

nach einem privatwirtschaftlichen

Partner. Der Geschäftsführer kann sich

noch gut an sein erstes Projekt bei der elko

Technik erinnern. „Da es sich um einen öffentlichen

Auftraggeber handelt, hatte

das Bundeskartellamt ein Auge darauf“,

so von Grumbkow. Viele zähe Schritte waren

notwendig, aber letztendlich hat elko

das Rennen gemacht. Zügig begann

danach die Auswahl der Bewerber, deren

Einarbeitung von Grumbkow ebenfalls

durchführte.

25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen

seit Juli 2009 Pförtner- und Empfangsdienste,

kümmern sich um das Parkplatzmanagement,

machen Streifendienst

und intervenieren dort, wo es nötig

ist. „Gerade an den Wochenenden ist in

der Notaufnahme eine Menge los“, weiß

von Grumbkow.

„25 Mitarbeiter, das hört sich erst einmal

nicht viel an, wenn man bedenkt, wie viel

Aufwand dahinter steckte“, erläutert von

Grumbkow. Aber es handele sich um ein

langfristiges Konzept und weitere Dienstleistungsbereiche

seitens der UMG seien

geplant wie Ausweisstelle oder Hausmeistertätigkeiten“.

Vor allem ist es eine

gute Referenz“, sagt der Geschäftsführer.

Mittlerweile wird das Projekt von der elko

Sicherheit Niederlassung Eisleben betreut.

Daniel von Grumbkow ist inzwischen

für den Bereich Port Security zuständig

und kennt sich auch hier aus,

wenn es darum geht, mit den richtigen

Konzepten Sicherheit auszustrahlen.


Nehlsen ist schon lange erfolgreich im Bereich regenerativer Energien und wird seine Erfahrungen verstärkt einbringen.

Photovoltaik – klimaneutrale Energie

Photovoltaik- oder auch Solarstromanlagen

sind ein wichtiges Standbein bei der

Erzeugung von regenerativer Energie. Die

Sonne sendet eintausendmal mehr Energie

zur Erde, als die gesamte Menschheit

verbraucht. Eine Möglichkeit, diesen Energiestrom

anzuzapfen und nutzbar zu machen,

ist die direkte Umwandlung des

Lichts in elektrischen Strom.

Photovoltaik – hier am Nehlsen-Standort

Nordwest – schont das Klima. Das Familienunternehmen

Nehlsen ist schon lange mit

Erfolg in diesem Bereich tätig.

Photovoltaikanlagen benötigen ca. zwei

Jahre, um die Energie zu erzeugen, die benötigt

wird, um solch eine Anlage zu errichten.

Danach erzeugt sie mehrere Jahrzehnte

Strom, ohne das für unser Klima so

schädliche Kohlendioxid zu erzeugen.

Durch das Erneuerbare Energien Gesetz

(EEG), das 2002 verabschiedet wurde, sind

Photovoltaikanlagen wirtschaftlich zu betreiben

und die Branche boomt. Das war

davor nicht der Fall. Jeder Eingriff von der

neuen Regierung in das EEG würde diesen

Boom zerstören.

Netzgekoppelte Photovoltaikanlagen gibt

es in verschiedenen Größen und Variationen.

Meistens sieht man sie auf nach

Süden geneigten Haus- oder Hallendächern.

Es gibt aber auch Fassaden- oder

Freiflächenanlagen. Viele Nehlsen-Kunden

wie Gemeinden und Landkreise haben

für Photovoltaikanlagen gut geeignete

Flächen.

>> KLIMAWANDEL

Da sie aber selbst aus finanziellen oder

rechtlichen Gründen, oder weil sie nicht

das „Know-how“ haben, keine Anlagen errichten

können, liegen diese Flächen

brach und kosten nur Geld. Andererseits

gibt es Menschen, die ihr Geld gerne gewinnbringend

und sicher anlegen möchten,

aber keine geeignete Fläche haben.

»Die Sonne sendet eintausendmal mehr

Energie zur Erde als die gesamte Menschheit

verbraucht.«

Nehlsen ist schon lange im Bereich regenerativer

Energien mit Erfolg tätig und

wird sein Wissen und seine Erfahrung verstärkt

in die Projektierung von Photovoltaik-Großanlagen

einbringen. Die Anlagengröße

soll 100 Kilowatt peak (Spitzenleistung

bei Standardtestbedingungen),

das entspricht ca. 800 bis 1400 m 2 Platzbedarf,

nicht unterschreiten.

15


16

>> DIENSTLEISTUNGEN

Herbstzeit ist Gartenzeit – „garten duo“ läuft gut an

Neben der Gartenarbeit, wie z. B. Unkrautjäten

sowie Laub-, Gehölz- und Rasenschnittentsorgung,

werden im Herbst

auch Komposte genutzt. Mit einem neuen

Angebot verbindet Nehlsen die Lieferung

von Feinkompost mit der Entsorgung von

Gartenabfällen.

Das gartenduo gibt es in drei

Produktvarianten:

Das gartenduo KLASSIK zur Entsorgung

von Gartenabfällen, wie Laub, Unkraut,

Büschen, Rasen- und Strauchschnitt.

Nicht hinein gehören z. B. Untertöpfe, Verpackungsmaterialien

oder auch Papier.

Die Abholung kann direkt an den Recycling-Stationen

in Horn (Achterstraße 4),

Hulsberg (Bennigsenstraße 28), Burglesum

(Steindamm 2) oder Hohentor

(Woltmershauser Allee 3) erfolgen.

>> UMWELTSCHUTZ

Pro-Log Transport und Logistik GmbH &

Co. KG hat mit der swb AG einen wichtigen

Auftraggeber. Anfang Dezember fand die

3.000ste Tour für den Bremer Energieversorger

statt. Wochentags fahren ca.

zwanzig Pro-Log-Fahrzeuge die Strecke

von Bremen nach Groningen und zurück.

Insgesamt wurden bisher über 70.000

Tonnen Ersatzbrennstoffe sicher und

zuverlässig transportiert. Gerhold Feldhusen,

Disponent bei Pro-Log: „Eine

besonders gute und kompetente Zusammenarbeit

zwischen uns und der swb AG.“

Detlef Kühl, Geschäftsführer von Pro-Log,

ergänzt: „Wir werden mit der swb AG im

Mit dem gartenduo KOMPOST erhalten

Sie Feinkompost geliefert.

Das gartenduo KOMBI wird mit Feinkompost

geliefert und kann nach der Nutzung

mit Gartenabfällen befüllt werden. Ein Anruf

bei Nehlsen und der vollgefüllte Sack

wird abgeholt.

swb und Pro-Log: Kompetente Zusammenarbeit

Jahr 2010 neue technische Innovationen

an unseren Fahrzeugen umsetzen, die zu

Weitere Informationen zu den

einzelnen Produkten, Preisen oder

zur Bestellung im Internet:

www.nehlsen.com, telefonisch unter

01805 803388* oder direkt an den

Recycling-Stationen in Horn, Hulsberg,

Burglesum oder Hohentor.

*) 0,14 ¤/Min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 ¤/Min.

einer erheblichen Verminderung des Kohlendioxidausstoßes

führt.“


Schadstoffentsorgung Nord: Speziell ausgebildete Fachkräfte entsorgen sämtliche Sonderabfälle.

Sicheres und sauberes Schadstoffzwischenlager

Nehlsen betreibt mit der Schadstoffentsorgung

Nord (SEN) eine eigene Annahmestation

für Schadstoffe. Das Besondere ist

die händische Nachbearbeitung der

schadstoffhaltigen Abfälle. Dreizehn Mitarbeiter/-innen

sorgen dafür, dass Abfälle

aus Privathaushalten und Gewerbebetrieben

möglichst sortenrein zur weiteren

Verarbeitung weitergeleitet werden.

Auf dem Standort in Bremen, Reitbrake 6,

landet kein normaler Müll, sondern Sonderabfall.

Haushalte aus den Landkreisen

Osterholz, Wesermarsch und Oldenburg

können am Nehlseneigenen Schadstoffmobil

ihre Lösemittel, Lacke, Reinigungsprodukte,

Spraydosen, Feuerlöscher und

andere Schadstoffe loswerden. Bremer

Bürger bringen Nachtspeicheröfen sowie

Camping- und Schweißgasflaschen direkt

zur Schadstoffentsorgung Nord. Auch

Kleinmengenerzeuger können dort ihre

gefährlichen Abfälle selbst anliefern. Chemikalien

von Großunternehmen wie ArcelorMittal,

Daimler oder der Lloyd-Werft

und aus Forschungseinrichtungen wie

dem Alfred-Wegener-Institut oder der Uni-

versität Bremen kommen hierher. Es gibt

beim Schadstoffzwischenlager besonders

ausgebildete Fachkräfte, die diese speziellen

Abfälle begutachten, klassifizieren,

vorschriftsmäßig verpacken und bis zur

weitergehenden Entsorgung zwischenlagern.

Kunden nutzen das Angebot zur Besichtigung

des Schadstoffzwischenlagers und

sind häufig von der Sauberkeit, Sicherheit

und Sortenreinheit auf dem Standort beeindruckt.

Eigentlich ist so eine Stippvisite

sogar Pflicht, denn nicht bei der Übergabe

des Sondermülls endet seine Entsorgungspflicht,

sondern erst dann, wenn

der Schadstoff sicher entsorgt ist.

Aber nicht nur am Bremer Standort sind

die Kollegen aktiv. Es gibt immer wieder

Gelegenheit für die Mitarbeiter, drohende

Umweltschäden abzuwenden. Illegale

Mülllager müssen geräumt oder die Polizei

beim Ausheben eines Chemielagers

unterstützt werden. So lagerten im Sommer

dieses Jahres größere Mengen Chemikalien

in einem Lilienthaler Einfamilienhaus.

Ein Einsatzkommando der Polizei

>> GESETZE

sperrte das Gebiet von mittags bis zum

späten Nachmittag ab. Die Fachkräfte der

Schadstoffentsorgung Nord sorgten für

den reibungsfreien Abtransport des Gefahrgutes.

In Braunschweig wird regelmäßig

ein Institut beräumt, das Versuche

mit Pflanzenschutzmitteln durchführt.

Und einmal im Jahr werden auch die Apotheken

in und um Bremen von dem

Nehlsen-Vertrieb angeschrieben. Viele

nutzen das Angebot der Abholung von

Laborchemikalien.

Standortleiter Olaf Toppke: „Wir sind einer

der wenigen Betriebe in Bremen und

umzu, der den Sonderabfall händisch sortiert

– mit ausgebildeten Fachkräften.

So garantieren wir den Kunden eine ordnungsgemäße

Entsorgung ihrer gefährlichen

Abfälle. Außerdem können unsere

Abnehmer die sortenreinen Abfälle viel

besser weiterverarbeiten.“

Bremer Bürger können auch Gebinde mit

Altölen in haushaltsüblichen Mengen

kostenfrei bei der SEN abgeben.

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18

>> INNOVATION

Energie aus der Erde

Die Bremer Unternehmen PROCON, elko

und Nehlsen werden Ende 2010 in der aufstrebenden

Bremer Überseestadt vertreten

sein. Es entsteht dort ein zweiteiliges

Büro- und Geschäftshaus – das so genannte

„energy office“. Diese Immobilie wird

die allererste in Bremen sein, die das Zer-

>> IM FOKUS

tifikat „Das Deutsche Gütesiegel für Nachhaltiges

Bauen“ erhalten wird.

Das energy office mit einer Nutzfläche

von 4.100 Quadratmetern wird durch Verwendung

von geothermischer Energie

(Erdwärme) im Winter beheizt und im

Auf der grünen „Pirateninsel“ Spiekeroog

Gegen 5 Uhr klingeln die Wecker von Michael

Reiner und Norman Rühlmann, damit

sie ab 6:00 Uhr ihre Arbeit aufnehmen

können. Beide leben auf der ostfriesischen

Nordseeinsel Spiekeroog und sorgen

als Müllmänner dafür, dass die ca.

18 km 2 große, grüne Insel sauber bleibt.

Mit Erfolg, so wie es eine Ratssitzung

bestätigte: „Spiekeroog wird komfortabel

bedient.“

In der ersten Stunde ihres Arbeitstages

sind die beiden Nehlsen-Mitarbeiter

außerhalb des Ortskerns auf den abgele-

genen Straßen und sammeln Restmüll,

Gelbe Säcke, Altpapier, Altglas und Bauschutt

ein. Danach nähern sie sich dem

Ortskern und führen dort schnell ihre Arbeiten

aus, damit die Besucher der Insel

die fleißigen Müllwerker möglichst wenig

bemerken.

Häufig fallen sie auch gar nicht auf. Zum

einen wegen des frühen Entsorgungstermins,

aber zum anderen auch deswegen,

weil sie mit einem leisen E-Karren den

Müll und die Wertstoffe einsammeln.

Auf Spiekeroog, die früher ein Versteck für

> energy office

Sommer gekühlt. Die neue Technik rechnet

sich für das Klima und für die Unternehmen:

Zum einen werden Energieressourcen

geschont und mittelfristig für

den Nutzer Energiekosten gespart.

Piraten war, gibt es eine abfalltechnische

Besonderheit. Die Gelben Säcke werden

oft mit Decken verhüllt, damit die Möwen

nicht die Säcke aufreißen, um an mögliche

Speisereste zu kommen.

Der eingesammelte Müll wird in der

Müllumschlagsstation in Presscontainern

verarbeitet. Das Ergebnis: Ca. 15–20 Einheiten

pro Woche, die sich aus Presscontainern,

Bauschuttmulden und 10 m 3

Flaschen, Glas bzw. Sperrmüllmulden zusammen

setzen. Ein- bis zweimal pro Woche

kommt ein Landungsboot, auf das

alle Container mittels Kran geladen werden.

In Harlesiel wartet schon ein

Nehlsen-Mitarbeiter, der alle Behälter

ordnungsgemäß entleert bzw. entsorgt.

Michael Reiner und Norman Rühlmann:

„Für uns ist der Arbeitsplatz traumhaft.

Die Insulaner sind gut drauf, die Insel

selbst ein kleines Paradies und außerdem

gestalten wir die Logistik hier selbstständig

im Team.“


Moderne Fahrzeuge der Nehlsen-Gruppe befreien Kanäle mit Hochdruck von Ablagerungen und Verstopfungen.

Kanal voll?

Viele Kanäle in Deutschland sind schon

weit über 100 Jahre alt. Aber auch nicht

ganz so rüstige Kaliber müssen von Zeit

zu Zeit kontrolliert, gereinigt oder saniert

werden. Risse, Scherbenbildungen und

Lageabweichungen in den Kanälen gefährden

unser Grundwasser und den Boden.

Verunreinigungen und Schadstellen

müssen rechtzeitig erkannt und behoben

werden.

Kanalreinigung wird nötig, weil Papier,

Sand oder Kunststoffe durch das Abwasser

in den Abwasserkanal gelangen. Das

führt insbesondere bei geringen Fließgeschwindigkeiten

zu Ablagerungen

im Abwasserkanal. Werden diese Ablagerungen

nicht durch eine qualifizierte

Kanalreinigung entfernt, können Probleme

wie Verstopfungen, schlechter Abfluss,

Geruchbelästigung oder sogar eine

Rattenplage im Abwasserkanal auftreten,

deren spätere Beseitigung zudem erhebliche

Kosten verursachen kann. Die modernen

Saug-Spül-Fahrzeuge der Nehlsen-

Gruppe befreien Kanäle mit Hochdruck

von Ablagerungen und Verstopfungen.

Den lückenlosen Zustandsbericht liefert

anschließend die Kanal-TV-Inspektion.

Kameras in unterschiedlichen Größen untersuchen

das Abwassersystem auf Rohrschäden,

Beschaffenheit, Ablagerungen

und Fremdkörper, Wurzeleinwuchs oder

auch auf Sauberkeit nach der Kanalspülung

und fertigen hierüber zum

Schluss der Arbeiten ein Kanalvideo an.

>> DIENSTLEISTUNGEN

Mit dem Kanalvideo kann nach der eigentlichen

Kanal-TV-Inspektion der Abwasserkanal

begutachtet werden.

Nach den TV-Aufnahmen und weiteren

Prüfungen (z. B. Rohrdichtheitsprüfung

nach DIN-1986-30) werden punktgenau

alle Schäden erfasst, dokumentiert und

für den Auftraggeber sichtbar gemacht.

Ergänzt mit weiteren technischen Daten

und Vermessungen erstellen Nehlsen-

Mitarbeiter einen Kanalkataster – das

intelligente Werkzeug für jeden Netzbetreiber.

Im Fall des Falles erarbeitet Nehlsen nach

der Schadensklassifizierung und Zustandsbewertung

Sanierungskonzepte.

Selbstverständlich führen die Experten

auch die notwendigen Kanalsanierungsarbeiten

durch. Zum Einsatz in Rohrleitungen

(DN 100 bis DN 500) kommen anerkannte

Techniken für die Kurzstreckensanierung,

die schnell, langlebig und mit

dem Vorteil des grabenlosen Verfahrens

auch ökonomisch sind.

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20

>> AUSLAND

Anlage zur Behandlung von Sonderabfällen in Tunesien.

Erste Sonderabfallaufbereitungsanlage in Afrika

In Deutschland hält der Winter Einzug. In

Tunis sind es um die 20 Grad. Ronald-Mike

Neumeyer, Geschäftsführer von Nehlsen

Contracting, fliegt mindestens einmal im

Monat in den nordafrikanischen Staat,

um die Inbetriebnahme einer Sonderabfallbehandlungsanlage

in Jradou voranzutreiben.

Bei einer weltweiten Ausschreibung

konnte Nehlsen Contracting sich

gegen namhafte Bewerber durchsetzen.

Es ging dabei um die Betriebsführung, Planung

und den Bau diverser Behandlungsanlagen

in Tunesien (wir berichteten).

Nehlsen wird jährlich 90.000 Tonnen industriellen

Sonderabfall, der im Land anfällt,

umweltschonend behandeln. Drei

Zwischenlager und eine Deponie sind

ebenfalls geplant.

„Seit drei Monaten sind fünf unserer Mitarbeiter

in Jradou“, berichtet Neumeyer.

Im Rahmen der Warmlaufphase machen

Neumeyer noch einige technische Mängel

Sorgen, die er mit seinem Team und mit

dem Leiter der Anlage Dr. Souheil Malhis

aber schnellstmöglich aus der Welt schaffen

will.

Während der Ausbauphase rechnet der

Geschäftsführer dann mit 60 Mitarbeitern,

die mit entsprechender Qualifikation

größtenteils vor Ort akquiriert werden

sollen. Immerhin handelt es sich um einen

Vertrag über zehn Jahre. „Dieses Projekt

erhält in der gesamten arabischen Welt

Aufmerksamkeit“, sagt Neumeyer.

So laufen darüber hinaus Gespräche über

eine algerische Schwesteranlage, bei der

Nehlsen die Betriebsführung übernehmen

soll. „Auch in Libyen und Abu Dhabi

haben wir Kontakte“, berichtet Neumeyer.

Dieses Projekt kann als Einstieg gesehen

werden“, ergänzt er. „Eine zukünftige

Hausmüllentsorgung in den großen Städten

kann ich mir gut vorstellen.“

Mehr Aufmerksamkeit im arabischen

Raum konnte Nehlsen jetzt auf der internationalen

Umweltmesse Green Ifriqiya

gewinnen. Die Messe, die vom 12. bis 14.

November nahe Tunis stattfand, gilt als

Plattform für den afrikanischen Markt.

Hier stellte Nehlsen sämtliche Aktivitäten

im Bereich Abfallentsorgung und Abfallbehandlung

sowie die aktuelle Tätigkeit

in Tunesien vor. Ronald-Mike Neumeyer

und Peter Hoffmeyer ziehen ein positives

Fazit. Ziel war es unter anderem die

Bekanntheit zu verbessern, Kontakte

vor Ort zu knüpfen und Dienstleistungen

anzubieten. Mehr Infos unter

www.greenifriqiya.com.tn

Algerien

Mittelmeer

Tunis

Tunesien

Libyen


Die Winterdiensttruppen mit ihren Mitarbeitern sind sehr gut eingespielt und bestens auf den Winter vorbereitet.

Trotz Eisregen kein Verkehrschaos

In den letzten Jahren hat Nehlsen durch

die gut funktionierenden Winterdienstleistungen

immer viele Pluspunkte in der

Öffentlichkeit sammeln können. „Auf dem

großen Streuer gibt es keinen Feierabend“,

„Der erste Schnee im Dresdner Land“,

„Bremen kam in der Eisnacht glimpflich

davon“ oder „Trotz Eisregens blieb Verkehrschaos

aus“ sind nur einige Schlagzeilen

aus der Presse. Natürlich kommen diese

Meldungen nicht von allein. Die Winterdiensttruppen

mit ihren Mitarbeitern

sind sehr gut eingespielt und bestens auf

den Winter vorbereitet – in Radebeul, Coswig,

Radeberg, Arnsdorf und Teilen der

sächsischen Hauptstadt Dresden sowie in

Bremen. Welche Straßen und Bereiche

rund um die Uhr zu betreuen sind, ist genau

geregelt und in Abstufungen festgelegt.

Die katalogisierten Straßen und Wege

werden einmal im Jahr fortgeschrieben,

d. h., es können neue wichtige Straßen

aufgenommen werden, andere dagegen

herausfallen.

Die Rufbereitschaft für die Winterdienstleistungen

begann in Bremen Mitte Okto-

ber und in Sachsen am 1. November 2009

und endet erst Ende März / Mitte April

2010. Roger Mann, NERU GmbH & Co. KG:

„Natürlich sind unsere 50 Kollegen, über

30 Fahrzeuge sowie bei Bedarf viele Subunternehmer

auch außerhalb dieser Zeit

schnell einsatzbereit.“ Der Gesamtleiter

hat 24 Stunden am Tag zu entscheiden,

wo und wie gestreut oder geräumt wird.

Die Einsatzzentrale ist rund um die Uhr

besetzt. Etwaige Meldungen vom Lagezentrum

der Polizei, der Feuerwehr, von

Taxen oder von Mitarbeitern laufen direkt

ein und werden sofort an den Gesamtleiter

weitergeleitet.

Bereichsleiter Frank Kunst, von der Entsorgung

Nord GmbH aus Bremen: „Zum

Einsatz kommen bei uns im Glättefall

über 30 große Streufahrzeuge, die Feuchtsalz

streuen und ab 4 cm Schneehöhe räumen,

weil dann kein Salz mehr hilft. 25

Klein-Lkw mit Fahrer und drei Mann stehen

für Plätze, Fußgängerüberwege und

Radwege zur Verfügung.“ 20 Kleinstreuer

mit 1–2 Mann Besatzung haben ebenfalls

das Ziel, Straßen und Wege verkehrssicher

>> DIENSTLEISTUNGEN

zu machen. Wer wo und wann arbeitet

steht jetzt schon für den gesamten Winterdienst

fest und kann der Einsatzübersicht

oder der Rufbereitschaftsliste entnommen

werden. Im Einsatzfall sind dann

grundsätzlich zunächst die Streupläne im

Rahmen der „Verkehrssicherungspflicht“

mit der Dringlichkeitsstufe 1 mit den dafür

vorgesehenen Fahrzeugen abzuarbeiten.

Die beiden Winterprofis Frank Kunst und

Roger Mann sind sich einig: „Nur bei Glätte

– und nicht bei angekündigter Glätte –

wird gestreut. Prophylaktisches Streuen

hilft nicht! Die angekündigte Glätte kann

ausbleiben und die unnötig auf die Fahrbahn

gestreuten Salzmengen wären eine

unnötige Belastung der Natur. Außerdem

wird auf trockenen Fahrbahnen das Streusalz

(oder auch Feuchtsalz) innerhalb

kürzester Zeit durch den Autoverkehr verwirbelt

und von der Fahrbahn geworfen.

Unsere Kollegen sind ständig und rund

um die Uhr bei Bedarf im Einsatz. Der Verkehrsteilnehmer

muss sich allerdings

immer auf die vorhandenen Witterungsverhältnisse

einstellen.“

21


22

>> METROPOLREGION

Reinheitsgrade bis zu 99 Prozent machen die wieder gewonnenen Materialien zu einem gesuchten Rohstoff.

Cryogentechnik in der Metropolregion

Die Bremer Umweltpartnerschaft „puu“

ist ein Netzwerk zwischen Wirtschaftsunternehmen

des Landes Bremen und öffentlicher

Verwaltung, das auf einer freiwilligen

Vereinbarung aller Beteiligten

basiert. Diese Vereinbarung umfasst die

Anerkennung der gemeinsamen Grundprinzipien

ihres Handelns in Bezug auf eine

nachhaltige Entwicklung und die allgemeinen

Klimaschutzziele sowie die Versicherung

eines verantwortlichen und

umsichtigen Umgangs mit der Umwelt

und den ökologischen Herausforderungen.

Nehlsen machte in diesem Jahr bei dem

„preis umwelt unternehmen: Nordwest

2009“ mit. Die Auszeichnung würdigt Projekte

von Unternehmen aus der Metropolregion

Bremen-Oldenburg, die besonders

positive Umweltwirkungen aufweisen.

Das kann eine energieeffiziente oder ressourcenschonende

Technik sein, eine umweltorientierte

Unternehmensstrategie,

eine spezielle Kommunikationskampagne

oder ein Produkt, das bei Herstellung oder

Nutzung einen beachtlichen Beitrag zum

Umweltschutz leistet. Mit einem Preisgeld

von 60.000 Euro ausgestattet läuft

derzeit in der Metropolregion Bremen-

Oldenburg im Nordwesten der Wettbewerb

um die besten unternehmerischen

Innovationen im Umweltbereich.

»Der Begriff ›Cryogen‹ stammt aus dem

Griechischen und bedeutet so viel wie

›Frost oder Eis erzeugen‹ .«

Nehlsen macht bei dem Wettbewerb mit

und stellt die in ihrer Art einzigartige Cryogenanlage

vor. Mit Hilfe der Cryogentechnik

(Kältetrenntechnik – das Wort

„Cryogen“ stammt aus dem Griechischen

und bedeutet so viel wie „Frost oder Eis

erzeugen“) werden schadstoffbelastete

Verpackungen aus Metall und Kunststoff

aufbereitet. Reinheitsgrade bis zu 99 Prozent

machen die wiedergewonnenen Ma-

terialien, die unter den Produktnamen

CryoTall ® (Metalle) und CryoPlast ® (Kunststoffe)

in den Handel gelangen, zu einem

gesuchten Rohstoff. So werden die reinen

Metalle und Kunststoffe bei der Stahlherstellung

und bei der Fertigung von Kunststoffprodukten

eingesetzt.

Bereichsleiter Vertrieb Ralf Duesmann

von der Nehlsen GmbH & Co. KG: „Waren

es in der Anfangsphase zunächst 4.000 t/a

schadstoffbelastete Verpackungen im

Jahr, werden heute 9.000 t/a in der Cryogenanlage

wieder zu einem begehrten

Produkt. Kurz vor Redaktionsschluss kam

leider die Nachricht, dass wir aufgrund

der großen Anzahl und der hohen Qualität

der Bewerbungen nicht zu dem Gewinnerkreis

gehörten. Nächstes Jahr wird es einen

neuen Anlauf mit einer neuen Innovation

geben.“


Die örtlichen Verhältnisse in einigen der Abfuhrgebiete sind eine große Herausforderung.

Afrikanische Aktivitäten

Die Uhren gehen in der Regel deutlich

langsamer auf dem schwarzen Kontinent.

Das musste die Rodiek und Co. GmbH

auch in diesem Jahr bei der Gründung eines

Tochterunternehmens in Angola erfahren.

Nehlsen Ambiente Angola soll die

neue Firma heißen – und sie wird zu Beginn

Entsorgungsgeräte in Verbindung

mit einem Werkstattbetrieb dem lokalen

Markt zur Verfügung stellen.

Der Name, der Businessplan und die geplanten

Investitionen sind inzwischen bei

der zuständigen angolanischen Behörde

ANIP, die die ausländischen Projekte prüft

und genehmigt, eingereicht. Seit Juli 2009

ist Carlos Castro als Country Manager Angola

mit im Boot. Er kümmert sich um die

Behördenprozesse, hat bereits ein Grundstück

für die neue Firma gefunden und die

Teilnahme Nehlsen Ambientes an der

Ausschreibung zur Entsorgung der Stadt

Luanda mit koordiniert.

Für ein gutes Angebot gab es Unterstützung

aus der Nehlsen-Gruppe. Andreas

Schütte (Geschäftsführer der RNO Reinigungs-

und Entsorgungsservice Nord

GmbH), Horst Poppe (Technischer Revisor)

und Claudia Bunkenborg (Geschäftsführerin

Rodiek & Co. GmbH) waren vor

Ort, um das Abfuhrgebiet zu analysieren

und ein technisch sowie logistisch optimales

Konzept abzuliefern. Andreas

Schütte war zum ersten Mal in Afrika und

ist erstaunt: „Dass die örtlichen Verhältnisse

in einigen der Abfuhrgebiete sich so

dramatisch von allem unterscheiden, was

wir hier so kennen, konnte ich mir bis zu

meinem Besuch nicht vorstellen. Es gibt

gute neue Straßen und Wohnanlagen,

aber genauso gibt es unbefestigte

Straßen oder eigentlich nur Wege, an denen

die kleinen Häuser oder Hütten stehen.

Bei Regen verwandelt sich das ganze

Gebiet sofort in ein riesiges Schlammloch

und trotzdem muss der Müll eingesammelt

werden. Dazu kommen die Verkehrsverhältnisse.

Fahrzeuge stehen schnell

für Stunden im Stau. Aus zuerst zwei Spuren

entwickeln sich in kürzester Zeit drei-

>> AUSLAND

zehn Spuren in gleicher Fahrtrichtung. Da

stockt alles bis die Polizei oder ein Zufall

diesen Knoten auflöst. Für mich ganz

wichtige Erfahrungen, die in unser Entsorgungskonzept

direkt eingeflossen sind.“

Das Angebot wurde vor Ort ausgearbeitet

und fristgemäß abgeben, die Entscheidung

über die Vergabe steht zurzeit noch aus.

Rodiek ist nicht nur in Angola unterwegs.

Auch in Ghana und Nigeria wurden vielverspechene

Gespräche geführt.

Claudia Bunkenborg (l.) und Jochen Leinnert

(r.) gemeinsam mit wichtigen Ministern.

23


24

>> MITARBEITER

U. Schreyer, D. Lee, M. Günther, R. Pohlmann, N. Knief und T. Schloen vom Nehlsen-Plump-Energieteam.

Dem Stromfresser an den Kragen

Jeder kann Energiekosten einsparen,

ohne den gewohnten Arbeitsablauf zu

stören. Damit werden nicht nur Kosten

gesenkt, sondern auch aktiv das Klima

geschützt. Nehlsen-Plump hat in diesem

Jahr ein so genanntes „Energie-Team“

installiert. Aus allen Bereichen treffen

sich in Abständen Kolleginnen und Kollegen,

um unnötige Energieabgaben zu

ermitteln.

»Jede Senkung des Energieverbrauchs

spart nicht nur dem Unternehmen Geld,

sondern sie hilft auch der Natur, denn

natürliche Ressourcen sind endlich. …«

Im ersten Schritt gab es eine Bestandsaufnahme.

Sie erfasste, wie viel Betriebsmittel,

z. B. Strom, Gas, Heizöl und Diesel, auf

dem Standort in der Louis-Krages-Straße

im Jahr 2008 verbraucht wurden. Diese

Menge soll reduziert werden. Im ersten

Schritt bei den meisten Betriebsmitteln

um zwei Prozent.

Dafür ist eine regelmäßige Verbrauchsdatenerfassung

und -auswertung genauso

notwendig wie die Kommunikation mit

den Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Sie

sollen beim Neukauf von technischen

Geräten für Büro und Küche auf Energielabel

achten, den Leerlauf von Maschinen,

Fahrzeugen und Geräten verringern, Arbeitsabläufe

optimieren und einfach die

Augen aufhalten. Da hilft es schon, den

Drucker nach Arbeitsende auszuschalten,

das Fenster bei ausgestellter Heizung nur

kurz aber weit zu öffnen oder tropfende

Wasserhähne zu melden.

Bei Nehlsen-Plump wurden sämtliche

energieverbrauchende Maschinen und

Geräte erfasst und Begehungen durchgeführt.

Alles wurde überprüft und hinterfragt.

Nach und nach werden in die Toiletten

– falls noch nicht vorhanden – Spar-

spüler eingebaut, veraltete und überdimensionierte

Heizungsanlagen ausgetauscht,

schaltbare Steckdosen zur Verringerung

des Stand-by-Betriebes zur

Verfügung gestellt und die Lichttechnik in

Hallen optimiert, um nur ein paar Beispiele

zu nennen.

Ulrike Schreyer, Projektmanagement

Nehlsen GmbH und Co. KG: „Jede Senkung

des Energieverbrauchs spart nicht nur

dem Unternehmen Geld, sondern sie hilft

auch der Natur, denn natürliche Ressourcen

sind endlich. Aber auch die mitdenkenden

Mitarbeiter profitieren davon.

Ein Teil der gesparten Kosten geht in die

Kasse für eine große Mitarbeiterfeier.“


ENO testete Hybridfahrzeug

Müllfahrzeuge legen von Mülltonne zu

Mülltonne kurze Wege zurück. Das bedeutet

ein ständiges Anfahren und Bremsen

mit hohem Kraftstoffverbrauch. Steigende

Kraftstoffpreise und die Notwendigkeit

wirksame Klimaschutzmaßnahmen

umzusetzen, erfordern neue Wege und Innovationen.

Deshalb hat die Entsorgung Nord GmbH

(ENO) ein hochmodernes Sammelfahrzeug

mit einem dieselelektrischen Hybrid-

antrieb des europäischen Marktführers

für Entsorgungs- und Kehrfahrzeuge – der

Firma FAUN – getestet. Der von FAUN entwickelte

Hybridantrieb nutzt die besonderen

Einsatzbedingungen eines Abfallsammelfahrzeugs

mit den vielen Stopps auf

beispielhafte Weise. Die anfallende

Bremsenergie wird fast vollständig wiederverwertet.

Das innovative Fahrzeug

spart nicht nur über 30 Prozent Kraftstoff

und vermindert damit auch den Kohlendioxidausstoß

in entsprechender Höhe. Das

>> TECHNIK

FAUN-Geschäftsführer Jochen Schneider, ENO-Geschäftsführer Hans-Dieter Wilcken (mittlerweile Geschäftsführer der Nehlsen GmbH

& Co. KG) sowie der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa Dr. Reinhard Loske, (v.l.n.r.) stellten das Fahrzeug vor.

LETZTE MELDUNG

Böhrnsen besuchte Nehlsen

Fahrzeug ist zudem geräuscharm. Bei seinen

Einsätzen ist der ROTOPRESS DUAL-

POWER etwa 75 Prozent leiser als ein gewöhnliches

Abfallsammelfahrzeug.

Schon diese Fahrten führten zu wichtigen

Erkenntnissen. Weitere Alltagstests sind

geplant, damit das innovative Fahrzeug

die geforderten Leistungen erfüllt und

auch die speziellen Bremer Verhältnisse

mit berücksichtigt werden.

Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen besuchte Nehlsen im

Dezember auf dem Standort in der Hüttenstraße. Die gute

Ausbildungsarbeit des Familienunternehmens war Anlass dieser

Zusammenkunft. „Was Nehlsen in diesem Bereich leistet, ist

beeindruckend“, betonte Jens Böhrnsen nach ca. eineinhalb

Stunden Diskussion mit Auszubildenden und anschließender

Betriebsbesichtigung.

Vor dem Eingang an der Hüttenstraße präsentierten sich (v. l.): Bastian

Zon, Jennifer Pehl, Judith Wiebeziek, Jens Böhrnsen, Nehlsen-Vorstandsmitglied

Christoph Zeidler, Franziska Duda und Lukas Mared.

25


26

>> KURZMELDUNGEN

> Südost bleibt grün-weiß

Die Standorte in Gröbern, Radebeul, Radeberg

und Dresden mit ca. 200 Mitarbeitern

und einem Umsatz von 14 Millionen

> Neu in Neubrandenburg

Mit dem Erwerb des benachbarten

Kieswerkes konnte das Dienstleistungsspektrum

der Betriebsstätte Neubrandenburg

erneut erweitert werden. Angeboten

werden jetzt auch über Nehlsen Kies und

Die NATO hat im September auf dem

Fliegerhorst in Trollenhagen bei Neubrandenburg

deutsche und finnische Kampfflugverbände

auf Einsätze in Krisenfällen

getestet. Zum Einsatz kamen zwölf deutsche

„Tornado-Jagdbomber“, sechs deutsche

Jagdflugzeuge „Phantom“ sowie

sechs Jagdflugzeuge „Hornet“ der fin-

Euro pro Jahr bleiben unter der Regie von

Nehlsen. Dort werden weiterhin uneingeschränkt

die Dienstleitungen im

Mörtel (NKM) Sande und Kiese, Füllboden,

Tragschichten sowie Mutterboden für

den Einsatz im privaten und gewerblichen

Bereich. Darüber hinaus wird eine

Anlage zur Herstellung von Putz- bzw.

> Nehlsen bei NATO-Übung im Einsatz

nischen Luftwaffe. Mehr als 2.000 Soldaten

probten die Sicherung des Luftraums,

Luftangriffe gegen Terroristen sowie

Rettungs-, Evakuierungs- und humanitäre

Hilfseinsätze. Bereits im Vorfeld der

Übung lieferte Nehlsen Recyclingmaterial

als Baugrund für Containerdörfer und

Flugzeugstellplätze. Alte Kasernen-

Unternehmensbericht 2008

Der zweisprachige Unternehmensbericht 2008 der Nehlsen

AG liegt vor. Auf 30 Seiten werden die Ereignisse des letzten

Jahres der Nehlsen-Gruppe mit den Sparten Entsorgung,

Contracting und Sicherheit auf den Punkt gebracht – wie immer

mit eindrucksvollen Bildern. Der Unternehmensbericht steht zum

Download unter www.nehlsen.com zur Verfügung.

Bereich Sonderabfall und Kanal/Abwasser

aktuell und auch in der Zukunft

gegenüber den Kunden erbracht.

Mauermörtel mit Gütezeichen betrieben.

Auf Wunsch können die Baustoffe zur

Baustelle geliefert werden.

gebäude wurden beräumt und während

der Übung als Unterkünfte genutzt.

Auch während der Übung war Nehlsen

täglich im Einsatz, um Abfälle aus den

Unterkünften, der Feldküche, aber

auch aus den Sicherheitsbereichen zu

entsorgen.


Nehlsen auf der ENTSORGA-ENTECO 2009

Die diesjährige ENTSORGA-ENTECO fand

vom 27. bis 30. Oktober – wie immer in

Köln – statt. In der Halle 07.1 war die

Nehlsen Heizkraftwerke GmbH & Co. KG

mit dem Gemeinschaftsstand der enviMV

> Ischa Freimaak!

vor Ort. enviMV steht für Umweltschutz

in Mecklenburg-Vorpommern. enviMV ist

als Zusammenschluss von Unternehmen

und Institutionen aus dem Umweltbereich

aus Mecklenburg-Vorpommern

> SOS-Kinderdorf erhielt Spende

Lutz Siewek, Geschäftsführer der Nehlsen

GmbH & Co. KG, überreichte dem SOS-

Kinderdorf Worpswede einen Scheck in

Höhe von 2.100 ¤. Die Spende wurde im

Rahmen der Nehlsen-Weihnachtsaktion

2008 durch den Verkauf des Kochbuchs

„Feierabendköche – Gas geben am Herd“

gesammelt. Im Kochbuch stellen die gewerblichen

Nehlsen-Mitarbeiter ihre per-

sönlichen Lieblingsrezepte angereichert

mit lustigen Illustrationen und Kommentaren

vor. 3 Euro pro Exemplar waren als

Spende für den SOS-Kinderdorf e. V. eingeplant.

Kochrezepte, Verkaufsstellen

und weitere Informationen zum Kochbuch

finden Sie im Internet unter

www.feierabendkoeche.de.

> Internetauftritt aktualisiert

Nichts ist so alt wie die Zeitung von

gestern. Ganz so schnell sind Internetseiten

nicht uninteressant, aber auch

diese müssen regelmäßig gepflegt und

überarbeitet werden, sonst wird es

schnell langweilig. Die Marketingabtei-

Zum zehnten Mal nahm die Entsorgung

Nord GmbH beim Freimarktsumzug mit

einem Wagen teil.

Dieses Mal mit dem Motto „Schätze aus

dem Abfall“. 60 Kolleginnen und Kollegen

aus der Nehlsen-Gruppe warfen über

lung von Nehlsen bringt mit einem so

genannten „Relaunch“ frischen Wind auf

die Nehlsen-Homepage, damit der Nutzer

schnell an die gewünschten und aktuellen

Informationen kommt. Mehr unter

www.nehlsen.com.

350 Kilogramm Bonbons in die Menge und

bemalten die Gesichter mit Herzen und

dem „Werder-W“.

Über 250.000 Zuschauer waren von den

etwa 150 Umzugsgruppen und dem trockenen

Wetter begeistert.

>> KURZMELDUNGEN

gegründet worden, die die gemeinsame

Vermarktung ihrer Produkte, Verfahren

und Technologien und die gemeinsame

Erschlie-ßung von Märkten in Entwicklungs-

und Schwellenländern anstreben.

IMPRESSUM

Herausgeber:

Nehlsen AG, Oken 3, 28219 Bremen

V.i.S.d.P.:

Michael Drost

Redaktionelle Mitarbeit:

Ulrike Skäbe

Gestaltung und Umsetzung:

Atelier Grunwald, Bremen

Fotografie:

Andreas Caspari, Fotolia, Nehlsen,

Tristan Vankann, Ulf Buschmann

Druck:

Karl Schmidt Druckerei GmbH, Bremen

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Ein Sonnenstudio in der Wüste – das ist

ein riskantes Geschäft, von denen ein solides

Unternehmen seine Finger lassen

sollte. Lieber in zukunftsträchtige Produkte,

Dienstleitungen und Anlagen investieren,

so wie es die Nehlsen-Gruppe in den

letzten Jahren gemacht hat und auch

zukünftig machen wird. An dieser Stelle

sei die wegweisende Kooperation zwischen

dem Kartoffelproduktehersteller

Pfanni und dem Heizkraftwerk Stavenhagen,

den Aktivitäten in Tunesien oder

auch die in ihrer Art einmalige Cryogenanlage

in Bremen sowie die neu errichtete

Anlage für feste und pastöse organische

Abfälle verwiesen.

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