Funktion und Sicherheit von Chlorungsanlagen ... - Alldos

grundfosalldos.com

Funktion und Sicherheit von Chlorungsanlagen ... - Alldos

Safety Cl 2 de

15.710000-V1.0

Funktion und Sicherheit von

Chlorungsanlagen

Informationsschrift

1


Impressum

2

Funktion und Sicherheit von Chlorungsanlagen

Informationsschrift

Version 1.0

Herausgeber:

Grundfos Water Treatment GmbH

Reetzstraße 85 76327 Pfinztal (Söllingen)

Postfach 1210 76318 Pfinztal

Tel. ++49 (0) 72 40 61-0 / Fax. ++49 (0) 72 40 61-177

© 2011 by Grundfos Water Treatment GmbH

Änderungen vorbehalten.

Safety Cl 2 de

V1.0


Safety Cl 2 de

Inhaltsverzeichnis

15.710000-V1.0

1 Hinweise zur Benutzung dieser Schrift ................................................. 4

2 Umgang mit Chlor .................................................................................. 5

2.1 Physikalische und chemische Daten ........................................................ 5

2.2 Sicherheitshinweise für den Umgang mit Chlor ....................................... 6

2.2.1 Gesundheitsgefahren .................................................................... 6

2.2.2 Persönliche Schutzausrüstungen .................................................. 6

2.2.3 Verhaltensmaßregeln .................................................................... 7

2.2.4 Erste Hilfe bei Unfällen .................................................................. 7

2.2.5 Transport und Lagerung von Chlor, Gefahrenklassen .................. 8

2.2.6 Druckbehälter und Armaturen ....................................................... 9

2.2.7 Entnahme von Chlor .................................................................... 10

2.3 Dichtheitsprüfung .................................................................................... 12

2.3.1 Chlorlösungsleitungen und Membranrückschlag des Injektors

prüfen ........................................................................................... 12

2.3.2 Dichtheitsprüfung der Vakuumleitungen ..................................... 12

2.3.3 Dichtheitsprüfung der Druckleitungen ........................................ 13

3 Aufbau und Funktionsweise von Chlorungsanlagen ..........................15

3.1 Bauliche

Voraussetzungen .................................................................................... 15

3.2 Prinzipielle Funktion der Komponenten ................................................. 17

3.2.1 Vakuumregler............................................................................... 17

3.2.3 Messglas ...................................................................................... 17

3.2.4 Einstellventil ................................................................................. 17

3.2.5 Differenzdruckregler .................................................................... 17

3.2.6 Vakuummeter ............................................................................... 17

3.2.7 Injektor ......................................................................................... 17

4 Verzeichnis geltender Regelwerke .......................................................18

3


1 Hinweise zur

Benutzung dieser

Schrift

4

!

❏ Beschreibungen sind in normalem Fließtext gehalten.

Safety Cl 2 de

❏ Aufzählungen sind durch Quadrate (❏) gekennzeichnet, Unterpunkte durch

Spiegelstriche (-).

❏ Handlungsschritte sind durch dicke Punkte (●) gekennzeichnet, Unterpunkte

durch dünnere Punkte ( ).

❏ Verweise sind durch Kursivschrift und einen Pfeil (➜) gekennzeichnet.

❏ Die Hervorhebungen WARNUNG, ACHTUNG und HINWEIS haben folgende

Bedeutung:

WARNUNG Gefahr von Verletzungen und Unfällen!

ACHTUNG

Gefahr von Fehlfunktion oder Beschädigung des Gerätes!

HINWEIS Es liegt eine Besonderheit vor.

V1.0


Safety Cl 2 de

2 Umgang mit Chlor

2.1 Physikalische und

chemische Daten

15.710000-V1.0

Atomgewicht 35,457

Molekulargewicht Cl2 70,941

Dichte (flüssig) 1,57 g/cm3 bei -34,05 °C

Dichte (gasförmig) 3,214 g/l bei 0 °C, 1 bar

Chlor ist unter normalen Druck- und Temperaturbedingungen ein gelbgrünes,

stechend riechendes Gas. Es liegt als zweiatomiges Molekül Cl 2 vor.

Es ist nicht brennbar, kann aber die Entflammbarkeit von Metallen, Kohlenwasserstoffen

usw. fördern.

1 l Flüssigchlor bei 0 °C entspricht 457 l (0,457 m 3 ) Chlorgas

1 kg Flüssigchlor bei 0 °C entspricht 311 l (0,311 m 3 ) Chlorgas

Spezifisches Gewicht 2,486 (spezifisches Gewicht von Luft: 1)

Siedepunkt -34,05 °C (1 bar)

Schmelzpunkt -100,98 °C

Verdampfungswärme 269 kJ/kg (bei 0 °C)

Wärmeleitfähigkeit 0,527 kJ/m 2 h (flüssiges Chlor)

Reinheitsgrad nach DIN 19607 99,5 %

Dampfdruckkurve von Chlor

Löslichkeit von Chlorgas in Wasser

MAK-Wert 1,5 mg/m 3 (0,5 Vol.-ppm)

Dampfdruck

(bar)

20

18

16

14

12

10

8

6

4

2

0

-50 -40 -30 -20 -10 0 10 20 30 40 50 60 70

Löslichkeit (g/l)

14

12

10

8

6

4

2

Temperatur (°C)

0 10 20 30 40 50 60 70 80 90

T (°C)

5


2.2 Sicherheitshinweise für

den Umgang mit Chlor

2.2.1 Gesundheitsgefahren

2.2.2 Persönliche Schutzausrüstungen

6

!

Safety Cl 2 de

Chlorgas ist giftig, ab einer Konzentration von 50 Vol.-ppm in der Raumluft besteht

akute Lebensgefahr.

WARNUNG R 23 Giftig beim Einatmen.

R 36/37/38 Reizt die Augen, Atmungsorgane

und die Haut.

Gefahren von Chlorgas:

❏ Reizt Augen, Haut und Atmungsorgane.

❏ Verursacht krampfartigen Husten.

❏ Verursacht Verätzungen der Haut und der Atmungsorgane.

❏ Tod durch Lungenödem bei längerer Einwirkung oder großen Mengen.

❏ Leichte lähmende Wirkung auf das Zentralnervensystem.

Gefahren von flüssigem Chlor:

❏ Verursacht Verätzungen der Haut.

❏ Erzeugt starke Rötung bis Blasenbildung.

Der Betreiber einer Chlorungsanlage muss für das Bedienpersonal zur Verfügung

stellen:

Für jede Person:

❏ Atemschutzgerät (Vollsicht-Gasmaske)

- mit wirksamem Chlorfilter (B2P3), Farbkennzeichnung: grau mit weißem

Ring

- mindestens 1 Ersatzfilter pro Atemschutzgerät

- persönlich angepasst (dicht sitzend)

- namentlich gekennzeichnet

Nur bei Anlagen mit Chlorfässern:

❏ mindestens 2 Gasschutzanzüge mit Pressluft-Atemgeräten

Aufbewahrung der Schutzausrüstungen:

❏ außerhalb der Chlorgasräume

❏ gut sichtbar

❏ jederzeit leicht zugänglich

❏ staub- und feuchtigkeitsgeschützt

ACHTUNG Weitere Verpflichtungen des Betreibers:

❏ Einweisung des Bedienpersonals in die Benutzung der Schutzausrüstungen

❏ Mindestens halbjährliche Durchführung von Übungen

❏ Regelmäßiges Ersetzen der Filter der Atemschutzgeräte

- nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums

- spätestens 6 Monate nach Öffnen (Öffnungsdatum auf Filter vermerken)

- nach Kontakt des Filters mit Chlor

❏ Beschäftigungsverbote nach § 14 ArbStoffV beachten!

V1.0


Safety Cl 2 de

2.2.3 Verhaltensmaßregeln

2.2.4 Erste Hilfe bei Unfällen

15.710000-V1.0

● Auswechseln von Chlorbehältern nur mit Atemschutzgerät (Gasmaske).

● Vergaste Räume nur mit Gasschutzanzug und Pressluft-Atemgerät betreten.

● Bei Flucht wenn möglich Gasmaske anlegen. Windrichtung beachten!

● Essen, Trinken und Aufbewahrung von Nahrungsmitteln in Chlorräumen

verboten.

Erste Hilfe bei Einatmen von Chlor

● Ruhe bewahren.

● Verletzte sofort aus dem Gefahrenbereich transportieren.

Helfer müssen Personenschutz beachten!

● Durchgaste Kleidungsstücke sofort entfernen.

● Verletzte ruhigstellen und durch Decken warmhalten.

● Frische Luft zuführen; wenn möglich, Sauerstoffinhalationsgerät (im Wechsel

mit Wasserdampfeinatmung) anwenden.

Keine Mund-zu-Mund-Beatmung!

● Schneller, schonender Transport ins Krankenhaus

- im Liegen

- bei Atemnot in halbsitzender Haltung

Chlorverätzung als Ursache angeben.

Erste Hilfe bei Verätzungen der Haut

● Ruhe bewahren.

● Durchgaste Kleidung entfernen.

● Haut mit viel Wasser abspülen.

● Wunde keimfrei verbinden.

● Arzt aufsuchen.

Chlorverätzung als Ursache angeben.

Erste Hilfe bei Verätzungen der Augen

● Ruhe bewahren.

● Verätzte Augen im Liegen mit viel Wasser ausspülen.

ggf. unverätztes Auge schützen.

Augenlider weit spreizen, das Auge nach allen Seiten bewegen lassen.

● Sofort Augenarzt aufsuchen.

Chlorverätzung als Ursache angeben.

Erste Hilfe bei inneren Verätzungen

● Ruhe bewahren.

● Wasser in kleinen Schlucken trinken lassen.

Falls vorhanden, medizinische Kohle geben.

● Sofort Arzt aufsuchen.

Chlorverätzung als Ursache angeben.

7


2.2.5 Transport und Lagerung von

Chlor, Gefahrenklassen

8

!

!

Safety Cl 2 de

WARNUNG Umgang mit Chlorbehältern nur durch erfahrenes,

eingewiesenes Personal!

Grundregeln für Transport und Lagerung von Chlor

● Behälter vorsichtig behandeln, nicht werfen!

● Behälter gegen Umfallen und Abrollen sichern!

● Behälter vor direkter Sonneneinstrahlung und

Temperaturen über 50 °C schützen!

● Behälter nur mit Ventilverschlußmuttern und Ventilschutzkappen transportieren.

WARNUNG Diese Regeln gelten für gefüllte und leere

Chlorbehälter, da auch leere Behälter einen Rest an

Chlor enthalten und unter Druck stehen.

Geltende Vorschriften

❏ Unfallverhütungsvorschrift Chlorung von Wasser (GUV 8.15) mit Durchführungsanweisungen

❏ Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV)

❏ Technische Regeln Gase 280, 310 und 330

Gefahrenklassen für den Transport von Chlor

❏ ganz oder teilweise gefüllte Transportbehälter: in Beförderungs-/

Begleitpapier "Chlor" als Inhalt angeben, als Gefahrenklasse

- im innerdeutschen Eisenbahnverkehr "Klasse 2, Ziffer 3 at, GGVE"

- im grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehr "Klasse 2, Ziffer 3 at, RID"

(rot unterstrichen)

- im innerdeutschen Straßenverkehr "Klasse 2, Ziffer 3 at, GGVS"

- im grenzüberschreitenden Straßenverkehr "Klasse 2, Ziffer 3 at, ADR"

(rot unterstrichen)

- im Binnenschiffsverkehr auf dem Rhein "Klasse 2, Ziffer 3 at, NF, ADNR"

❏ leere Transportbehälter im innerdeutschen Verkehr: auf Frachtbrief "Leere

Gefäße (letzter Inhalt Chlor)" angeben, als Gefahrenklasse

- im innerdeutschen Eisenbahnverkehr "Klasse 2, Ziffer 14, GGVE"

- im innerdeutschen Straßenverkehr "Klasse 2, Ziffer 14, GGVS"

- im Binnenschiffsverkehr auf dem Rhein "Klasse 2, Ziffer 14, NF, ADNR"

❏ leere Transportbehälter im grenzüberschreitenden Verkehr:

- im grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehr: im Beförderungspapier

"Ungereinigte leere Gefäße, Klasse 2, Ziffer 14, RID) angeben (rot unterstrichen)

- im grenzüberschreitenden Straßenverkehr: im Beförderungspapier

"Ungereinigte leere Gefäße, Klasse 2, Ziffer 14, ADR) angeben (rot

unterstrichen)

V1.0


Safety Cl 2 de

2.2.6 Druckbehälter und Armaturen

15.710000-V1.0

!

Chlor wird in zwei Behälterformen angeboten:

❏ Stahlflaschen mit 50 kg oder 65 kg Inhalt, ausgerüstet mit einem Ventil

- zur Entnahme gasförmigen Chlors bei stehender Flasche

❏ Stahlfässer mit 500 kg oder 1000 kg Inhalt, ausgerüstet mit

- einem Ventil zur Entnahme gasförmigen Chlors

- einem Ventil zur Entnahme flüssigen Chlors

Chlorbehälter sind aus Sicherheitsgründen nur zu 95 % befüllt.

WARNUNG Sicherheitshinweise für Chlorbehälter beachten:

❏ Gasart, Gewicht, Eigentümer, Herstellungsdatum und Datum der

Wiederholungsprüfung müssen deutlich sichtbar angebracht sein.

Chlorbehälter sind durch graue Farbe gekennzeichnet.

● Keine Veränderungen und Reparaturen durch den Benutzer!

● Ventile nicht mit Gewalt öffnen. Festsitzende Ventile lösen durch Umwickeln

mit einem warmen Lappen.

Keine offenen Flamme anwenden!

Keine Schlüsselverlängerungen verwenden!

Behälter mit festsitzenden Ventilen zum Hersteller zurückgeben.

Sicherheitshinweise und Anleitung des Herstellers beachten!

9


2.2.7 Entnahme von Chlor

10

!

Safety Cl 2 de

Vor der Entnahme

● Chlorbehälter vor Entnahme mindestens 8 Stunden im Chlorbehälterraum

lagern, damit sie die dortige Raumtemperatur annehmen.

WARNUNG Chlorbehälter dürfen niemals wärmer sein als andere

Anlagenteile. Gefahr der Verflüssigung und möglicher

Chlorausbruch!

● Chlorfässer auf Faßlager so drehen, daß Tauchrohr und Steigrohr senkrecht

stehen (entsprechende Markierungen beachten).

● Dichtheitsprüfung durchführen.

Anschluß

● Behälter gegen Umfallen und Wegrollen sichern.

● Leitungen und Entnahmesystem mit trockenem Stickstoff oder trockener Luft

trocknen.

● Keine fremden Stoffe in die Anlage eindringen lassen.

● Neue Dichtungen an der Anschlußleitung anbringen.

● Behälter anschließen.

● Ventil des Behälters langsam öffnen.

V1.0


Safety Cl 2 de

15.710000-V1.0

Entnahme von gasförmigem Chlor

ACHTUNG Bei 15 °C kann pro Stunde ca. 1 % des Behälterinhaltes

entnommen werden. Bei größerer Entnahmemenge

droht Vereisung des Behälters und der Leitungen.

Gefahr von Funktionsstörungen!

Behältergröße Entnahmemeng

50 kg 500 g/h

65 kg 650 g/h

500 kg 5 kg/h

1000 kg 10 kg/h

Bei größerem Chlorbedarf mehrere Chlorbehälter gleicher Temperatur mit Sammelleitungen

verbinden.

Entnahme von flüssigem Chlor

❏ Bei Chlorungsanlagen i. A. nur aus Chlorfässern möglich.

❏ Einsatz eines Chlorverdampfers nötig.

ACHTUNG Chlorfässer nicht vollständig entleeren. Gefahr der

Entnahme von Bodensatz und Verunreinigungen!

❏ bei Entnahme gasförmigen Chlors: Restdruck von ca. 2 bar einhalten.

❏ bei Entnahme flüssigen Chlors: Restdruck von ca. 4 bar einhalten.

Nach der Entnahme

● Ventil des Behälters schließen.

● Behälter von der Anlage trennen.

● Verschlußmuttern aufschrauben.

● Schutzhaube aufsetzen.

ACHTUNG Anschlußleitungen sofort verschließen.

Keine Feuchtigkeit eindringen lassen!

11


2.3 Dichtheitsprüfung

2.3.1 Chlorlösungsleitungen und

Membranrückschlag des

Injektors prüfen

2.3.2 Dichtheitsprüfung der

Vakuumleitungen

12

!

Vor Inbetriebnahme gesamte Anlage auf Dichtheit prüfen.

Safety Cl 2 de

WARNUNG Dichtheitsprüfung erst bei Betriebsbereitschaft der

gesamten Anlage durchführen.

Gefahr von Chlorausbruch!

➜ Bedienungsanleitung des Injektors beachten!

Vakuumleitungen sind alle Leitungen vom Vakuumregler bis zum Injektor.

● Alle Behälterventile schließen

● Einstellventil schließen

● Absperrventil der Impfarmatur öffnen

● Treibwasserventil öffnen

● Treibwasserpumpe einschalten

● Einstellventil öffnen

- Schwebekörper zeigt Durchfluß oder Vakuummeter

zeigt mehr als -9 m WS: Vakuumleitungen undicht!

Einstellventil schließen

Treibwasserpumpe abschalten

Treibwasserventil schließen

Absperrventil der Impfarmatur schließen

Vakuumleitungen, Verbindungen und Anschlüsse prüfen, ggf.

gefühlvoll nachziehen

Dichtheitsprüfung wiederholen!

- Schwebekörper im Meßglas bleibt am unteren Anschlag, Vakuummeter

zeigt -9 m WS oder weniger: Vakuumleitungen dicht.

HINWEIS Weitere mögliche Ursachen für zu geringes

Betriebsvakuum:

❏ zu schwach ausgelegter oder defekter

Injektor

❏ verstopfter Injektor

❏ zu schwach ausgelegte oder defekte

Treibwasserpumpe

V1.0


Safety Cl 2 de

2.3.3 Dichtheitsprüfung der Druckleitungen

15.710000-V1.0

!

Druckleitungen sind alle Leitungen von den Gasbehältern bis zum Vakuumregler.

● Falls Anlage mit Stickstoff-Spüleinrichtung ausgestattet ist: Zunächst grobe

Dichtheitsprüfung mit Stickstoff durchführen

● Mit Ammoniak Feinüberprüfung durchführen

Dichtheitsprüfung mit Stickstoff

● Alle Behälterventile schließen

● Behälteranschlußventile und alle Absperrventile bis zum Gasdosiersystem

öffnen

● Anschlußventil der Stickstoffflasche öffnen

● Ventil der Stickstoffflasche langsam öffnen, bis Druckleitungen mit ca. 10 bar

beaufschlagt sind (am Manometer des Vakuumreglers ablesen)

WARNUNG Maximaler Stickstoffdruck 16 bar!

Bei Überschreiten Gefahr von Beschädigungen und

Gasausbruch!

● Seifenwasser auf alle druckbeaufschlagten Anlagenteile dünn auftragen

- Blasenbildung und/oder Druckabfall am Manometer:

Druckleitungen undicht!

Anlage drucklos fahren!

Leckage beseitigen!

Dichtheitsprüfung wiederholen!

- Keine Blasenbildung, Druck am Manometer fällt innerhalb einer Stunde

kaum ab: Druckleitungen dicht.

13


14

!

Safety Cl 2 de

Dichtheitsprüfung mit Ammoniak

● alle Behälterventile und Behälteranschlußventile kurzzeitig öffnen und

sofort wieder verschließen

● Geöffnete Ammoniak-Flasche langsam an den gasführenden Teilen vorbeiführen.

- Bildung eines weißen Nebels: Anlage undicht!

Anlage drucklos fahren!

Leckage beseitigen!

Dichtheitsprüfung wiederholen!

- Keine Nebelbildung: Anlage dicht.

WARNUNG Flüssiges Ammoniak nicht über Anlagenteile schütten!

Gefahr von Undichtigkeiten durch Korrosion!

V1.0


Safety Cl 2 de

3 Aufbau und

Funktionsweise von

Chlorungsanlagen

3.1 Bauliche

Voraussetzungen

15.710000-V1.0

Chlorungsanlage

Zutritt nur für unterwiesene

Personen

Berufsgenossenschaft der chemischen Industrie

asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk

Chlor-Merkblatt

Merkblatt

für erste Hilfe

bei Chlorgasvergiftungen

asdajlk llasdf lalsdkf l lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlf kl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsd

k asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlf kl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lal

sdk asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlfkl lasdf lkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk

asdajlk llasdf lalsdkf l lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlf kl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk

asdajlk llasdf lalsdkf l lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlf kl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk

asdajlk llasdf lalsdkf l lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlf kl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk

asdajlk llasdf lalsdkf l lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk

asdajlk llasdf lalsdkf l lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlf kl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk

asdajlk llasdf lalsdkf l lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlf kl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk

Gegenmittel

asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk asdajlk llasd f lalsdkfl lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsd

k asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdf kljkj asdlkfjlk lal

sdk asdajlk llasdf lalsdkf l lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lals

asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk asdajlk llasd f lalsdkfl lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk

asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk

asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlfkl lasdflkja

asdajlk llasdf lalsdkfl lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk asdajlk llasd f lalsdkfl lasdlfkl lasdflkjasdlkfjlj jlakjlkjdl alsdfkljkj asdlkfjlk lalsdk

Alle Chlorgasräume:

❏ Warnzeichen nach DIN 4844 Teil 1 Nr. 4.2, an Zugängen anzubringen

❏ Zusatzzeichen nach DIN 4844 Teil 1 Nr. 4.5, an Zugängen anzubringen

❏ Gebotszeichen nach DIN 4844 Teil 1 Nr. 4.3, innen anzubringen

❏ Merkblatt für erste Hilfe bei Chlorgasvergiftungen, innen auszuhängen

❏ maximale Temperatur: 50 °C

- empfohlene Temperatur: 18 - 20 °C

- empfohlene minimale Temperatur: 15 °C

❏ Überdruckleitungen von Dosiergeräten dürfen nicht ins Freie führen

❏ Räume dürfen nicht für den dauernden Aufenthalt von Personen bestimmt

sein.

❏ Es dürfen nur Chlorbehälter und die Chlorungsanlage in den Räumen vorhanden

sein.

15


16

Safety Cl 2 de

Räume mit Druckleitungen (z. B. Lagerräume für Chlorbehälter):

❏ Ebener Fußboden

- ausgangsseitig nicht unterhalb der angrenzenden Geländeoberfläche

gelegen

- nicht über Laderampenhöhe


❏ unmittelbarer Ausgang ins Freie

❏ verschließbar

- Türen müssen nach außen öffnen.

- Türen müssen sich von innen ohne Schlüssel öffnen lassen.

❏ keine Verbindung zu anderen Räumen

- gasdicht und feuerhemmend von anderen Räumen getrennt

❏ maximal zwei Lüftungsöffnungen mit je maximal 20 cm 2

❏ Wassersprühanlage

- zum Niederschlagen von austretendem Chlorgas

- Bedienung muss außerhalb der Räume von Hand möglich sein.

- ausreichend bemessene Abläufe mit Geruchsverschluss

❏ Chlorgaswarngerät

- mit optischer und akustischer Anzeige

- mit Wassersprühanlage gekoppelt

- Kopplung muss nach Abschalten (z. B. beim Behälterwechsel) selbsttätig

wieder wirksam werden.

❏ Chlorgas darf nicht in andere, tiefer liegende Räume, Schächte, Gruben,

Kanäle oder Ansaugöffnungen für lüftungstechnische Anlagen eindringen

können.

V1.0


Safety Cl 2 de

3.2 Prinzipielle Funktion der

Komponenten

3.2.1 Vakuumregler

3.2.3 Messglas

3.2.4 Einstellventil

3.2.5 Differenzdruckregler

3.2.6 Vakuummeter

3.2.7 Injektor

15.710000-V1.0

Gas-Dosiersystem

Differenzdruckregler

Vakuummeter

Injektor

Einstellventil

Meßglas

Vakuumregler

Treibwasser

Chlorgas

❏ Reduzierung des Gasdrucks (Überdruck) unter Atmosphärendruck (Vakuum)

❏ Anzeige des durchströmenden Gasstromes

❏ Einstellen des benötigten Gasstromes

- manuell oder automatisch

❏ Hält die Differenz der Drücke vor und nach dem Einstellventil auf einem

konstanten Wert.

- Eingestellte Dosiermenge bleibt auch bei schwankendem Injektorvakuum

konstant.

❏ Anzeige des vom Injektor erzeugten Vakuums

❏ Erzeugung des zum Betrieb der Anlage nötigen Vakuums

❏ Vermischung des angesaugten Gases mit dem Wasser

17


4 Verzeichnis

geltender

Regelwerke

18

Gesetze und Vorschriften

BGBl. I 1975 S. 729 Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV)

Safety Cl 2 de

BGBl I 1980 S. 173, 184 Verordnung über Druckbehälter, Druckgasbehälter und Füllanlagen

(Druckbehälterverordnung - DruckbehV) mit technischen Regeln Druckbehälter

(TRB) mit technischen Regeln Druckgase (TRG)

BGBl I 1986 S. 1470 Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)

BGBl I 1975 S. 2494 Verordnung über gefährliche Arbeitsstoffe (Arbeitsstoffverordnung - ArbStoffV)

GUV 0.1 Unfallverhütungsvorschrift "Allgemeine Vorschriften"

GUV 8.15 Unfallverhütungsvorschrift "Chlorung von Wasser"

GUV 49.1 Prüfliste zur Unfallverhütungsvorschrift "Chlorung von Wasser"

GUV 0.3 Unfallverhütungsvorschrift "Erste Hilfe"

GUV 20.5 Merkblatt "Anleitung zur ersten Hilfe bei Unfällen"

GUV 20.6 Merkblatt "Verbandzeug für die erste Hilfe bei Unfällen"

GUV 20.14 Atemschutzmerkblatt

GUV 29.6 Merkblatt "Über den Umgang mit ätzenden Stoffen"

GUV 60.3G26 Grundsatz für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen "Träger von

Atemschutzgeräten für Arbeit und Rettung" G 26

GUV 2.6 Unfallverhütungsvorschrift "Druckbehälter"

GUV 2.10 Unfallverhütungsvorschrift "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel"

GUV 9.9 Unfallverhütungsvorschrift "Gase"

ZH1/230 Merkblatt "Chlor"

CEFIC Unfallmerkblatt für den Straßentransport "Chlor" Klasse 2, Ziffer 3 at UN 2201

BGBl I 1985, S. 1550 Verordnung über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße - Gefahrgut

Vstr/GGVS - Klasse 2, Ziffer 3 at

GGVE Gefahrgutverordnung Eisenbahn, Klasse 2, Ziffer 3 at)

RID Internationale Verordnung für die Beförderung gefährlicher Güter mit der Eisenbahn

- Klasse 2, Ziffer 3 at

BGBl I 1977, S. 1119 Verordnung über die Beförderung gefährlicher Güter auf dem Rhein (ADNR)

V1.0


Safety Cl 2 de

15.710000-V1.0

DVGW-Regelwerke

W203 Begriffe der Chlorung

EW230 Einsatz von Betriebsmessgeräten zur Kontrolle der Wassergüte und der Wasseraufbereitung

W291 Desinfektion von Wasserversorgungsanlagen

EW623 Dosieranlagen für Desinfektions- bzw. Oxidationsmittel - Dosieranlagen für Chlor

W640 Überwachungs-, Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen in Wasserwerken

DVGW-Merkblatt Arbeitshilfe zur Erstellung einer örtlichen Betriebsanweisung für

Chlorungsanlagen unter Verwendung von Chlorgas

DIN 19606

Normen

Chlorgasdosieranlagen zur Wasseraufbereitung

DIN 19607 Chlor zur Wasseraufbereitung

DIN EN 937 Chlor zur Aufbereitung von Wasser für den menschlichen Gebrauch

DIN 19643 Aufbereitung von Schwimm- und Badewasser

DIN 3179, Teil 1,2 Einteilung der Atemgeräte, Übersicht

DIN 4102, Teil 2 Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen

DIN 477, Teil 1 Gasflaschenventile; Bauformen, Baumaße, Anschlüsse, Gewinde

19


20

Safety Cl 2 de

V1.0

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine