James cromwell penelope ann miller malcolm MC - Praesens Film

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James cromwell penelope ann miller malcolm MC - Praesens Film

Inhalt

Hollywood 1927. George Valentin steht im Zenit seines Ruhms. Der größte Filmstar aller

Zeiten. Die Frauen liegen dem unvergleichlichen Charmeur und Draufgänger zu Füssen.

Er sonnt sich im Blitzlichtgewitter, die Herzen der Massen fliegen ihm zu. Doch tief im

Innern ist er nichts als ein liebenswerter, unreifer Junge, dessen Dasein mit einer

blasierten Ehefrau in einem pompös erdrückenden Mausoleum von Hollywood‐Villa

belanglos dahin läuft.

Als er Peppy Miller entdeckt, eine Tänzerin aus der dritten Reihe, ist er von ihrer

unbekümmerten Frische fasziniert. Ohne Hintergedanken hilft er der jungen Schönen,

die sich voll ansteckender Begeisterung und ohne jede Berechnung in die Welt der

magischen Studios stürzt, sich einen Platz zu ergattern. Dort wo die Scheinwerfer

aufleuchten, die Kameras sich bewegen und die Filmteams gegenseitig befeuern. Bis sie

aus seinem Gesichtsfeld verschwindet.

Dann kommt der Tonfilm. Wie im Sturm fegt er die plötzlich veraltete Kunst des George

Valentin hinweg und erobert die Leinwände. Doch George ist zu stolz und zu gefangen

von seinem Ruhm und Erfolg, als dass er sich nicht mit aller Kraft dagegen anstemmen

würde. Er weiß nicht, dass er nicht nur einen Körper, ein Gesicht hat, das die Massen

verzaubert, sondern auch eine Stimme.

Das ist sein Untergang. Während die kleine Peppy, der er so selbstlos geholfen hat, wie

ein Komet am Firmament des neuen Kinos aufsteigt, steckt er voller Trotz sein ganzes

Vermögen in „Tears of Love“. Eine gigantische Großproduktion der alten Schule. Er

überwirft sich mit seinem Produzenten und übernimmt selbst die Regie. Mit allen

Schikanen, den gewagtesten Stunts, Kämpfen im Dschungel und heißblütigen Küssen,

rasanten Verfolgungsjagden, tödlichen Wüsten‐Gefahren und galanten Auftritten im

Frack. Noch einmal produziert George sein strahlendstes Lächeln, sein hinreißendstes

Augenzwinkern bei diesem Film‐Abenteuer, dessen Spielfreude sein ganzes Leben

ausmacht.

Am Tag der Premiere startet auch Peppys neuer Film, bei dem ihr Name noch über dem

Titel steht und der die Fotostrecken der Glamourmagazine füllt. „Tears of Love“ wird ein

desaströser Flop, Peppys Film der Blockbuster des Jahres. Erschüttert sieht George die

Handvoll seiner Zuschauer, die sich zwischen den leeren Kinostühlen verlieren und

einem Liebespaar zusehen, das nicht sprechen kann, Schusswechsel verfolgen, die nicht

knallen. In seiner Verbitterung bemerkt er nicht, dass unter ihnen im Dunkel eine junge

Frau sitzt, die zu Tränen gerührt seine schneidigen Abenteuer auf der Leinwand

mitansieht. Peppy Miller.

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